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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Tephrocactus am 21. November 2014, 15:55:25

Titel: Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 15:55:25
Ich plane nächstes Jahr einen Bereich in der Anlange der möglichst tropischen Flair verbreiten soll. Neben Magnolia macrophylla (der winterharte Baum mit den größten, einteiligen Blättern (bis 110x60cm), sowie den größten Blüten (sollen 40-50cm breit werden!!!), plane ich Phyllostachys parvifolia und u.a. auch Cunninghamia lanceolata. Ich habe mir die Form "glauca" 3x gekauft, die noch frosthärter wäre. Ich lebe im Chiemgau (beim Chiemsee) in Oberbayern. In der Nachbarschaft steht eine makellose Araucaria araucana, 5m hoch, makellos, die schon knappe -30°C toleriert hat- wer kann mir Tipps für meine Spießtannen geben, ich finde sie viel schöner und vor allem im Wuchs spannender als die leeren Araucarien....
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 16:26:24
(Dann hatte ich doch die richtige Vermutung auf deinen Fotos vom Kiesgarten, da fielen mir die Topfpflanzen auf dem Foto vom Ende des Bachlaufs auf ;D )
Ich habe die normale Cunninghamia lanceolata seit 2011 in einem Bereich meines Gartens, den ich "Fossilienhain" nenne, weil ich dort Koniferen versammelt habe, die entweder lebende Fossilien sind oder maßgeblich Arten der Steinkohlewälder waren, und da gehört Cunninghamia dazu.
Ich habe sie mehr oder weniger "einfach in die Wiese" gepflanzt, das funktioniert ganz ordentlich.
Sie stehen recht sonnig, nur ein wenig Schatten durch einen überalterten Obstbaum, der noch weg kommt, insofern auch eher sonnig im Winter.
Im Februar 2012 - bei mir 2 Wochen Dauerfrost, teilweise Tagestemperaturen nur bei -10, Tiefsttemperaturen -17, strahlender Sonnenschein die ganze Zeit, hatte ich große Sorge, daß es das schon gewesen sein könnte mit der Pflanze, aber nur sämtliche Spitzen waren erfroren, wurden im Frühjahr danach aber zügig durch viele Seitenaustriebe ersetzt.
Das Wachstum ist nicht extrem langsam, aber auch nicht sonderlich schnell 8)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Danilo am 21. November 2014, 16:34:51
Im Forstbotanischen Garten Eberswalde steht ebenfalls eine gewöhnliche C. lanceolata. Den Kaltluftvorstoß vom Februar 2012 mit Minima um -25°C bis -27°C oder noch kälter - ich empfinde die außerhalb der Stadt gelegene Anlage gegenüber der Umgebung immer als regelrechten Kältekessel - überstand sie wie von Gartenplaner beschrieben.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 16:39:41
Ich hatte ein kleineres Exemplar, das vor einigen Jahren bei einer längeren Kälteperiode bis zum Boden runtergefroren ist. Es stand zwar absonnig, aber nicht gerade windgeschützt.

Ein etwas größeres Exemplar von geschätzt 3 m Höhe hier in der Stadt steht sehr geschützt vor Wind und Sonne. Das hatte auch 2012 keine größeren Schäden.

Mein Eindruck ist, dass Cunninghamia tiefe Temperaturen gut verträgt, aber gegen Frosttrocknis relativ empfindlich ist.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 16:49:25
Es gab auch schonmal einen kurzen Thread über Cunninghamia :)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 17:18:04
Danke für die Hinweise und den Link zum älteren Tread- leider fand ich bei der Suchoption keinerlei Beiträge, bin aber jetzt um ein gutes schlauer.... wir wohnen zwar hier im Alpenvorland und können durchaus mal Fröste von -25°C bekommen, aber die Lage wird geschützt gegen Ostwinde und ich versuche auch (wie bei Araucaria ebenfalls sehr wichtig), im Winter bei Trockenheit zu wässern. Wer noch Anregungen für mein Projekt hat- immer her damit....hauptsache außergewöhnlich. Ich suche noch eine Konifere mit auffallender Rinde, da soll es eine Thuja geben glaub ich, weiß aber den Namen nicht mehr, die eine außergewöhnlich schöne Borke bildet.... insgesamt hab ich für die Fläche ca. 300m², da sollte einiges untergebracht werden können... ;D
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 17:28:36
Eine sehr schöne - und seltene - Thuja ist Thuja koraiensis. Eine schöne braune Rinde bekommt Thuja standishii, auch sehr selten.

Der Hingucker, was Rindenfärbung bei Koniferen angeht, ist Pinus bungeana - google mal nach der -, aber bis die "Weißheit" erlangt, bist du alt und grau - oder nicht mal mehr das.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 17:36:12
mmmh...überzeugen mich alle nicht so- ich hatte eine im Auge mit richtig roter, rissiger Borke, die auch bekannt für diese ist- ich hatte schonmal gegoogelt ob die wo zu haben war, schlug aber fehl...muss meinen Koniverenatlas nochmal durchstöbern...
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 17:53:23
Hier ist noch ein Thread über besondere Koniferen, ich könnt noch Taxodium distichum var. imbricatum ('Nutans'), Pseudolarix amabilis (nur auf saurem Boden!), Cephalotaxus fortunei, Cephalotaxus harringtonia, Podocarpus nivalis, Cathaya argyrophylla als "speziellere/seltenere" Koniferen in den Ring werfen :)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 17:56:53
Ich plane nächstes Jahr einen Bereich in der Anlange der möglichst tropischen Flair verbreiten soll.
...
Abgesehen von Koniferen könnte noch Tetrapanax papyrifer für dein Projekt interessant sein, vorausgesetzt, da passt die Winterhärte dann noch....
Arundo donax?
Paulownia tomentosa, jedes Jahr auf den Stock gesetzt?
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 18:07:51
Ich hätte bei Podocarpus und Cephalotaxus ein wenig Bedenken wegen der Winterhärte, jedenfalls sollte man die auch gut schützen.

Und eine Cathaya argyrophylla, so man überhaupt mal wieder eine kriegen könnte, würde ich in Tephrocactus Gegend nicht auspflanzen.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 18:23:35
Tja, die Winterhärte dürfte wirklich das Problem sein...
@Tephrocactus:
welche Klimazone ist dein Garten eigentlich?

Ausgepflanzte Cathayas gibts bei Oldenburg, Bremen...und hat Herr Nimsch nicht auch welche im Arboretum Freiburg-Günterstal?
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 18:58:43
Müsst ich nachschauen. Aber dort wächst (wuchs) sogar Fitzroya cupressoides. Das ist kein Maßstab.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 21. November 2014, 19:30:31
Die Aufzählung diente der Vervollständigung des Themas Cathaya.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: sequoiafarm am 21. November 2014, 19:45:48
Hallo Tephrocactus,

ich würde die 3 Spießtannen auf jeden Fall noch umtopfen (ruhig 50-l-Topf oder größer), damit sich ein größerer Wurzelballen ausbilden kann und die Pflanze bei Dauerfrost nicht so schnell komplett durchfriert. Gleichzeitig würde ich Stecklinge (als Ersatz) schneiden. Geht recht gut.
Bei uns steht ein über 40jähriges Exemplar, ca. 15m. Nun ja – Zone 8a.

(Cathaya: Nimsch hat 2 (eine mit Zapfen). Falls sich in Verden/Aller Erfolge mit der Nachzucht zeigen, dürften dann auch bald Jungpflanzen angeboten werden...)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 20:05:56
Super Tipps und danke für den Hinweis wegen umtopfen- klar, ich Trottel hätte selber darauf kommen können. Ich stelle die 3 Cunninghamias ins unbeheizte Gewächshaus und machs wie mit den Trachycarpus, dass ich sie bei Frösten unter -10°C kurzzeitig in die Garage stelle. Die Trachycarpus stehen seit vielen Jahren im unbeheizten Haus, und haben IM TOPF -15°C unbeschadet überstanden, obwohl sie die Blätter extrem zusammengezogen hatte. Aber ich will sie später ebenfalls dort auspflanzen und im Winter dann mit den nötigen Hilfsmitteln versehen (trockenes Herz, Lichterschlangen am Stamm..) darum gewöhne ich sie von klein auf an extreme Verhältnisse) Die ersten Winter werde ich sie dann nach dem Auspflanzen zudecken. Jetzt ist mir auch wieder diese ausgefallene Konifere eingefallen; Chamaecyparis pisifera "Squarrosa"- die fasziniert mich total. Als Alternative bzw. dazu hätte ich eine Fadenförmige Art, wie ich sie letztens in einer Baumschule bei Bad Aibling gesehen hatte. Sowas hab ich noch nie gesehen, sah aus wie eine Trauerweide mit extrem langen, Fadenförmigen Trieben, ähnlich einer Thuja orientalis "Filiformis Pendula". Leider konnte mir der Besitzer keine näheren Angaben machen. Gute Frage- Klimazone bei uns... ::) keine Ahnung, kalt, naß, oder trocken, heiß...öfter mal Hagel. Schnee bis 1m, oder wie letztes Jahr gar nix. Minimum gemessene Temperatur -28°C vor 2 Jahren hinten beim Weiher. Wo finde ich die Klimazone für unsere Gegend am Chiemsee (Oberbayern)?
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Henki am 21. November 2014, 20:08:52
Zitat
Chamaecyparis pisifera "Squarrosa"

Ich habe sie gerodet. Sie braucht lange, bis man was vom Stamm hat und sie hat ständig abgetrocknete/braune Zweige/Nadeln im Inneren, was nicht so prall aussieht.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 20:23:27
Hey Gartenplaner! Supergeiler Tipp dieses Tetrapanax papyrifer- schaut ja endlos heiß aus das Teil- genau meine Blutgruppe :P Ich finde auch die Helianthus salicifolius unverzichtbar für tropischen Flair. Cathaya hört sich auch sehr interessant an, aber wohl scheinbar nur schwer zu bekommen. Aber im Habitus nimmt es nicht viel zu meinen Cunninghamias- da würd ich lieber eine andere Form dazu setzen, etwas Fadenförmiges, dichtes oder komplett anderes... ach ja, auch eine Magnolia grandiflora "Alta" hab ich vorgesehen, sie steht seit vorletztem Jahr bei mir, und blühte heuer bereits bei 1,5m Höhe prächtig und hat sogar schon viele neue Knospen angesetzt
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 20:28:48
Hallo Hausgeist! Danke für den Tipp- schade, dann fällt sie weg- spar ich mir dann den Ärger, den Du bereits hattest... ich liebäugel ja auch mit Sequoiadendron giganteum "Glaucum". Würd die auch gern als Gruppe pflanzen weil ich solitäre Pflanzen generell langweilig finde- und alles was Nadeln fallen lässt oder kleine Blätter hat ist tabu, weil wir wenige Meter daneben unseren Schwimmteich (Biotop, selbstreinigend) planen....
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Ute am 21. November 2014, 20:40:14
Da bringe ich mal Taiwania cryptomerioides mit rein, faszinierend schön! :)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Tephrocactus am 21. November 2014, 20:42:07
ein recht interessanter link zu Cathaya- wen wunderts- China war und ist immer schon ein seltsames Land gewesen (in seiner Extreme)...
http://hubertus-nimsch.de/index.php/veroeffentlichungen/cathaya/cathaya-argyrophylla-eine-raritaet-unter-den-nadelbaeumen
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 21:20:20
Da bringe ich mal Taiwania cryptomerioides mit rein, faszinierend schön! :)

Stimmt! Aber nicht im Chiemgau.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Ute am 21. November 2014, 22:08:43
Da bringe ich mal Taiwania cryptomerioides mit rein, faszinierend schön! :)

Stimmt! Aber nicht im Chiemgau.

http://exoten.dyndns.org/cgi-bin/archiv.cgi?function=2&index=9F2EA9EFD0D265AD ;)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 21. November 2014, 22:14:30
Soweit ich weiß, hat kein Exemplar von Taiwania außerhalb des Niederrheingebiets in Deutschland dauerhaft überlebt.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. November 2014, 09:55:17
Uff!!
-26 Grad ist aber schon heftig!
@Ute:
Weißt du, ob die Taiwania auch den Februar 2012 überstanden hat, der Eintrag ist ja von 2009, wenn ich das richtig sehe?

@Thephrocactus:
Hast du die Bilder von dem Gartenbereich, den ich "Panoptikum" nenne in meinem Gartenthread hier gesehen?
Da hab ich Tetrapanax, Arundo donax, Helianthus salicifolius, Paulownia....zusammengetragen wegen dem "tropischen" Aussehen ;D
Tetrapanax wird bei dir allerdings wohl fast immer komplett bis zum Boden runterfrieren :-\
Meiner ist jetzt so hoch, weil er letzten Winter gar nicht zurück fror.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Cryptomeria am 22. November 2014, 17:58:06
Man muss ein Kleinklima schaffen. Die Tiefsttemperaturen sind gar nicht immer so entscheidend, sondern Sonne und starker Ostwind zusätzlich zu temps unter Null.

Vg Wolfgang
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Ute am 25. November 2014, 20:54:27
Uff!!
-26 Grad ist aber schon heftig!
@Ute:
Weißt du, ob die Taiwania auch den Februar 2012 überstanden hat, der Eintrag ist ja von 2009, wenn ich das richtig sehe?


Jepp, hat sie alles mitgemacht. :)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 25. November 2014, 22:50:02
Wow!
Danke für die Info! :)
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 25. November 2014, 23:13:09
Uff!!
-26 Grad ist aber schon heftig!
@Ute:
Weißt du, ob die Taiwania auch den Februar 2012 überstanden hat, der Eintrag ist ja von 2009, wenn ich das richtig sehe?


Jepp, hat sie alles mitgemacht. :)

Ute, wo steht diese Taiwania?

Und wurden die -26 °C wirklich dort am Standort gemessen oder an einer Wetterstation in der Nähe?

Bei Nimsch findet sich immerhin diese Angabe: "Leichte Nadelschäden infolge Frost von minus 15° C hatten keine Dauerschädigung zur Folge." (Quelle)

Dann gibt es noch diesen interessanten Bericht über Taiwania:

Ein Pflanzenporträt: Taiwania cryptomerioides (pdf)

Dort findet sich ebenfalls die Angabe, dass Taiwania einen Winter mit -25 °C im mittleren Lahntal überstanden hat.

Diese Pflanze existiert aber, soweit ich mich richtig erinnere, nicht mehr, da sie dem letzten harten Winter zum Opfer gefallen ist.

Hier steht's:
Übrigens die beiden oben genannten bei Bernd ( als Autor bezeichnet) exisitieren nicht mehr. Die eine hat eine der letzten 4 Winter nicht überlebt, die andere ist nach Verpflanzen eingegangen.

Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Cryptomeria am 26. November 2014, 20:44:54
Ja, das kann ich nochmal bestätigen. Mittlerweile wohnt B. nicht mehr dort, sondern auch im äußersten Norden.

VG Wolfgang
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Ute am 26. November 2014, 21:18:05

Zitat

Ute, wo steht diese Taiwania?

Und wurden die -26 °C wirklich dort am Standort gemessen oder an einer Wetterstation in der Nähe?

Dort findet sich ebenfalls die Angabe, dass Taiwania einen Winter mit -25 °C im mittleren Lahntal überstanden hat.

Diese Pflanze existiert aber, soweit ich mich richtig erinnere, nicht mehr, da sie dem letzten harten Winter zum Opfer gefallen ist.

Hier steht's:
Übrigens die beiden oben genannten bei Bernd ( als Autor bezeichnet) exisitieren nicht mehr. Die eine hat eine der letzten 4 Winter nicht überlebt, die andere ist nach Verpflanzen eingegangen.


Ich kenne diese Taiwania und auch noch eine weitere, selber. Ich war mehrmals vor Ort. Die Temps wurden im Garten gemessen und sind für mich absolut glaubwürdig!
Diese Pflanze hat lediglich einen Umpflanzversuch nicht überstanden.

Ein weiteres richtig großes Exemplar eine Taiwania hatte ich glaub ich hier schon mal gezeigt.
Zitat
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: enigma am 26. November 2014, 21:19:08
Danke! Gut zu wissen, falls ich für meine doch noch mal einen Platz finde.
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: andreasNB am 27. November 2014, 21:34:24
Nordwestdeutschland ist zwar nicht mit dem Chiemgau vergleichbar, aber bei Jost stehen sie wohl auch schon ein paar Jahre.
http://forum.garten-pur.de/index.php?board=19;action=display;threadid=49464;start=msg1972802#msg1972802
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Franklinia am 29. November 2014, 14:02:29
Hallo, C. lanc. sollte nach unseren Erfahrungen bis zum Alter von 5-6 und Höhen von 120-150 cm bei starker Sonne und viel minus im Spätwinter geschützt werden, kommt es dennoch zu Erfreirungen der letztjährigen Triebe, so einfach Rückschnitt und dann versuchen neue Terminale zu bilden, bzw. die Mehrtriebigkeit zu akzeptieren. gruss, franklinia
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Cryptomeria am 29. November 2014, 17:46:48
Ich stimme Franklinia zu. Bei uns hier ganz im Norden kommt es immer wieder auch zu Erfrierungen der Triebspitzen durch kalte austrocknende Winde, aber überleben tun sie. Die Frage ist dann, entwickeln sie sich überhaupt zu ansehnlichen Pflanzen oder krüppeln sie vor sich hin. Das muss man ausprobieren und letztendlich schauen, was einem gefällt.Es kann auch viele Jahre immer wieder Probleme geben, aber irgendwann sind sie so alt und überstehen stabil auch extreme Winter. Das sehe ich an einer Pflanze, die ich vor über 30 Jahren am Rande des Rothaargebirges gepflanzt habe und die heute jeden Winter mit noch so extremen Temps ohne Schäden übersteht.

VG Wolfgang
Titel: Re:Cunninghamia lanceolata wer hat Erfahrung?
Beitrag von: Gartenplaner am 29. November 2014, 22:59:27
Im Forstbotanischen Garten Eberswalde steht ebenfalls eine gewöhnliche C. lanceolata. Den Kaltluftvorstoß vom Februar 2012 mit Minima um -25°C bis -27°C oder noch kälter - ich empfinde die außerhalb der Stadt gelegene Anlage gegenüber der Umgebung immer als regelrechten Kältekessel - überstand sie wie von Gartenplaner beschrieben.

...
Sie stehen recht sonnig, nur ein wenig Schatten durch einen überalterten Obstbaum, der noch weg kommt, insofern auch eher sonnig im Winter.
Im Februar 2012 - bei mir 2 Wochen Dauerfrost, teilweise Tagestemperaturen nur bei -10, Tiefsttemperaturen -17, strahlender Sonnenschein die ganze Zeit, hatte ich große Sorge, daß es das schon gewesen sein könnte mit der Pflanze, aber nur sämtliche Spitzen waren erfroren, wurden im Frühjahr danach aber zügig durch viele Seitenaustriebe ersetzt.
Das Wachstum ist nicht extrem langsam, aber auch nicht sonderlich schnell 8)

Sooo empfindlich ist Cunninghamia glaub ich gar nicht, wenn man vor allem Danilos Erfahrungsbericht betrachtet.
Meine war grad mal 60cm hoch 2012 und im Herbst davor neugepflanzt und nur wirklich die Spitzen der Triebe waren erfroren, danach erfolgte direkt dahinter Austrieb aus mehreren schlafenden Augen.
Die Wuchsform ist schon etwas strubbelig, wenn man nach Bildern größerer Exemplare googelt, vielleicht in kälteren Gegenden dann noch etwas mehr durch die Bildung von mehr Verzweigungen, die sie in wärmeren Gegenden nicht machen würde, aber das finde ich jetzt nicht so dramatisch.
Auf dem Gelände der Sequoiafarm in Kaldenkirchen stehen auch mindestens zwei größere Exemplare, so um die ?6m?