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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Dunkleborus am 20. März 2015, 22:44:59
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Seit ein paar Jahren habe ich einen leichten Strauchphlomisfimmel. Hier stehen sie geschützt an einer warmen Stelle. Kalkiger Lehm, steinig bis tonig (variiert örtlich stark).
Ich sammle noch Erfahrungen und experimentiere. Hat jemand von euch Erfahrungen damit?
Bis jetzt sieht es hier so aus:
Phlomis (diese verd... Autokorrektur macht daraus Polonaise!) fruticosa: Seit 30 Jahren problemlos, verträgt Schnitt vor und während der Blüte. Letzten März habe ich eine Gagelpflanze auf den Stock gesetzt (sollte da weg), sie hat phantastisch und unerwartet ausgetrieben.
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Seit 10 Jahren steht da Phlomis bovei ssp. maroccana. Ziemlich unordentlich, fuchtelt wild mit Blütenständen um sich, will eher Staude sein. Neigt zu Frostschäden, einige sind schon wieder verschwunden.
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Ebenso lange habe ich Phlomis italica. Eher zierlich, sensationelle Winterfärbung. Vor ein paar Jahren sind in einem kalten Winter einige erfroren. Der vorletzte Winter war prima, da haben sogar ausgepflanzte Sämlinge überlebt.
Der vergangene Winter hat ein paar Pflanzen oben absterben lassen, die Basisse leben noch.
Allgemein treiben die meisten unserer Phlomen wieder schnell und stark aus.
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Phlomis x margaritae (Polonaise x Margarine soll es heissen...) ist eine Naturhybride aus Spanien. Je nach Mikrostandort stark zurückgefroren bis unbeeindruckt.
Letzten Frühling sahen alle toll aus, da habe ich experimentiert: Total-, Teil- und Garnichtrückschnitt. Im Sommer sahen alle wieder gleich aus. Wahnsinn.
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Phlomis bourgaei (Phönix bourgeois diesmal): Nur ein Exemplar, dem geht's prächtig. Kaum Winterschaden, gelbgraue Winterfärbung.
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Phlomis grandiflora ist ein wenig schmalbrüstig, ist aber seit etwa fünf Jahren erstaunlich winterhart. Geblüht hat sie noch nicht.
Ob sie stimmt, ist nicht sicher. Samentausch halt.
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Vor zwei Jahren habe ich noch Phlomis nissolii, lanata, caballeroi, longifolia, purpurea und x cytherea gepflanzt.Den vorletzten Winter haben alle mit Bravour hinter sich gebracht, aber Phlomis nissolii (Mussolini?!?) hatte keinen Zuwachs.
Der vergangene Winter war kälter und sehr nass. Von den Nissoliis ist wohl nichts mehr da. Longifolia stehen in Fülle, pumperlgesund. Caballeroi sind teils oben tot, schlagen aber an der Basis aus.
Bei den anderen muss ich erst noch nachsehen, Ph. lanata (wunderschöne Kleinblättlinge) sehen bestenfalls zurückgefroren aus.
Abwarten...
Gerade die weiss- und gelbbraunen Arten bieten einen dermassen tollen Winteraspekt, dass ich Ihnen einiges durchgehen lasse.
Ich wüsste gern mehr über die diversen Arten.
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Interessant. Ich kannte weder Polonaise x Margarine, noch die andern. Vielleicht sollte man sich damit mal näher beschäftigen :D
Phlomis fruticosa ist bei mir hart, ich hatte jahrelang eine in schwerem Boden. War etwa 1 m hoch und breit. Das Beet wurde leider verändert, umpflanzen mochte sie nicht.
Jetzt hab ich seit 2 Jahren wieder eine in eine mediterrane Rabatte gesetzt. Außer, dass sie irgendwie in Schräglage kam, wächst sie bis jetzt gut. Ich warte drauf, dass die den Kubikmeter schafft.
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Es gab mal eine Gärtnerei in England mit dem Namen "Just Phlomis". Ob die noch existiert?
In Kirgisistan, im Himalaya und im Pamir kommen eine ganze Reihe Phlomis vor, die bei uns noch kaum in Kultur sind.
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Da bekäme Margarine, Mussolini & Co. sicherlich noch weitere kreative Konkurrenz ;D
Spannend!
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Sehr spannend!
Hier am Norharzrand wächst Phlomis fruticosa seit etwa 10 Jahren und macht keinerlei Probleme. hat auch den Winter mit Tiefsttemperatur -23° ohne Probleme überstanden. das hat mich sehr gefreut, logisch.
Aus Samentausch habe ich noch welche ausgesät, weiß aber jetzt gerade nicht welche, wohl eher staudige.
Dem Phlomisfimmel schließe ich mich gern an - eher niedrigere Arten und Sorten interessieren mich sehr- ich werde mir jetzt mal die ansehen, die ich von den genannten noch gar nicht kannte.
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Dem Phlomisfimmel schließe ich mich gern an
Dito. Ich verspüre auch seit einiger Zeit sowas ähnliches. ::) ;D
Danke für diesen umfassenden Überblick. :D Ich muss nur noch meine Oma überreden, daß sie mir die Streifen vor den Südseiten ihrer Gebäude für entsprechendes Experimentieren überläßt - "vor Hauswände gehören keine 'Büscher'. Das muss 'sauber' bleiben.". ::) :-X
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Die sind auch nicht bunt genug, um Aufmerksamkeit zu erregen ;)
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Mit einer Hecke aus abwechselnd gelb- und rosablühenden käme ich vielleicht durch. ;)
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An euren Ergebnissen bin ich sehr interessiert.
Die rosa Staudenphlomis tuns hier gar nicht gut, sie wachsen rückwärts und erfreuen nur die Schnecken.
Bei Hügin und Senteurs du Quercy werde ich mich in den nächsten Jahren durchs Sortiment arbeiten. Die Hybride 'Le Sud' muss noch...
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Rosa Staudenphlomis wachsen hier bei einem Pflanzenfreund vor dem Haus, ein Riesenbusch. Das ist Nordosten, guter Boden denke ich mal, auf jeden Fall viel besser als bei mir.
Hast Du eigentlich noch mehr Quellen die von Interesse sein könnten, Dunkle?
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Leider nicht. Im Samentausch gibt's jede Menge Fruticosas, ansonsten ist es Glückssache, auch was die Echtheit betrifft.
An vielen Orten sind die Dinger ja nicht winterhart.
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Ich werde mal in Berlin die Augen offenhalten. Man kann nie wissen...
Gibt es eigentlich ein weißblühendes Phlomis? Alle, die ich mir bisher ansah sind gelb oder rosa in allen Abstufungen.
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Eben fiel mir ein, welche Gärtnerei Phlomis über Phlomis hat:
Le Jardin sec
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Oh, da werde ich mich mal durchs Sortiment wühlen. Danke!
Von Phlomis purpurea gibts dort eine weisse Form. Aber ob die in Berlin tut? Phlomis anisodonta ist niedrig, staudig, kriechend und eher wildpflanzig-unscheinbar. Weisse Blüten. Obwohl sie den Boden nicht völlig abdeckt, scheint mir, sie würde das Aufkommen von Unkraut unterdrücken.
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Heute habe ich gesehen, dass sowohl P. purpurea als auch P. x cytherea noch gut aussehen. Nicht runtergefroren.
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Nach Phlomis ansisdodonta werde ich mich umsehen, die passt sicher hierher, wildstaudig kann es ruhig sein. Danke für den Hinweis!
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Sei aber nicht enttäuscht - es ist nicht gerade der Brüller. Dünnes Laub am Boden und ein paar wacklige Blüten.
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Phlomis fruticosa ist bei mir hart, ich hatte jahrelang eine in schwerem Boden. War etwa 1 m hoch und breit. Das Beet wurde leider verändert, umpflanzen mochte sie nicht.
Jetzt hab ich seit 2 Jahren wieder eine in eine mediterrane Rabatte gesetzt. Außer, dass sie irgendwie in Schräglage kam, wächst sie bis jetzt gut. Ich warte drauf, dass die den Kubikmeter schafft.
Habe meine im Vorjahr gepflanzt (noch sehr klein). Durchlässig mit etwas Sand, aber nicht allzu mager, sonnig aber nicht vollsonnig. Hat den Winter überstanden (Tiefstwert um -12, viel Wind), treibt schon aus, aber wirklich immergrün dürfte sie hier nicht sein. Die meisten Blätter aus 2014 sehen traurig aus
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Gestern habe ich mal an Fotos gedacht, Blüten kommen nächstes Jahr dran.
Phlomis caballeroi ist winzig, hat aber den Winter gut überstanden - dabei sah es anfangs nicht so gut aus.Den Unterschied zu P. italica muss ich noch rausfinden.
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Phlomis x cytherea ist schön silbergrau. Wenn sie ein paar Winter überlebt, werde ich sie mögen.
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Phlomis purpurea (benannt nach Erich Pur!) hat eher einen Grünaspekt. Mal sehen, wie die Blüte wird.
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Phlomis longifolia ist auch eher im grünen Bereich. Gute Substanz, hat toll dunkelgelb geblüht. Sie wirkt leicht orange überhaucht, und ich meinte, einen ganz leichten Duft beim Blattreiben wahrgenommen zu haben. Es wird weitergeforscht! :D
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Phlomis italica sieht im Frühling meistens übel aua. Aber ich mag sie. Im Winter färbt sie sich silbergolden.
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Phlomis grandiflora hat hier noch nicht geblüht und wächst eher zaghaft. Das Laub ist ganz nett:
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Der Weissabgleich auch. Dieses Foto ist ein paar Sekunden älter.
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Phlomis fruticosa, wohl über 30jährig. Ich schneide sie immer nach der Blüte, weil sie sonst den Hang runterfliesst. Dazu brauche ich eine Staubmaske. Das Zeug hat Sternhaare, die offensichtlich leicht brechen. Anfangs habe ich danach einen halben Tag gehustet und geschnupft, ganz übel.
Die beiden kleineren Sträucher vor dem Wall hatte ich Anfang März bodeneben abgeschnitten, weil sie zu weit nach vorne kamen. Sie bauen sich sehr schön neu auf, werden aber wohl erst nächstes Jahr blühen.
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Über Phlomis lycia kann ich noch nichts schreiben, ich habe sie erst im Frühling gepflanzt.
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Phlomis bovei ssp. maroccana ist nicht gerade der Brüller, aber ganz interessant. Sie ist die staudigste Strauchphlomis, die ich kenne. Die Blüten sind schmutzigbräunlichrosa und fuchteln. Sogar an den wärmsten Orten hier ist sie im Frühling oft havariert. Von elf Pflanzen leben noch eineinviertel.
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Phlomis x margaritae wächst sehr stark. Hier überrollt sie gerade eine Phlomis longifolia.
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Mit der Winterhärte hat sie es nicht so. Ein paar Meter weiter friert sie regelmässig bis zum Boden runter und treibt wieder aus. Bald wird sie hüfthoch sein:
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Phlomis bourgaei begeistert mich. Sie überwintert hier gut, steht toll da, blüht zuverlässig, ist goldschimmernd und hat aufregend flimmernde Blattränder.
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:D
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Und hier noch ein Foto meiner geschmähten Phlomis anisodonta:
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Ach ja, P. lanata und nissolii haben sich definitiv verabschiedet. Um die erstere ist es schade, sie war speziell und schön.
Noch was allgemeines zu Strauchphlomis: Die Blattfarbe kann stark wechseln zwischen Sommer und Winter oder Blatt- und Blütentrieben. Diw Winterhärte scheint sehr verschieden zu sein. Die Blüten sind manchmal ganz nett, aber mir ist das Laub wichtiger.
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Nettes Sortiment 8)
Meine Phlomis fruticosa ist wieder zur Hälfte dürr. Mein altes Exemplar vor Jahren hatte das auch. Im Frühjahr treibt nur ein Teil der Pflanze wieder aus. Frostschaden kanns eigentlich nicht sein, da sie schon deutlich kältere Winter überstanden hat.
Ich fände die Blüten der diversen Phlomis auch sehr spannend. Also wenns mal welche gibt...
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Dann versuch ich, dran zu denken.
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Nach dem letzten Winter haben sie geblüht. Blütenfotos hatte ich gemacht, aber die muss ich erst suchen.
Aber erstmal die Erfahrungen nach diesem Winter. Allgemein: Es war für Basler Verhältnisse lange gefroren, die tiefsten Temperaturen lagen irgendwo zwischen -12° und -15°. Standort nach wie vor mikroklimatisch sehr günstig gelegen.
Phlomis fruticosa nach wie vor völlig unbeeindruckt, auch die letztes Frühjahr auf den Stock gesetzten Pflanzen.
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Das härteste Phlomis x margaritae hatte sich als P. fruticosa entpuppt und musste weichen. Die andern sind diesmal beide abgefroren. Das unten in der Fläche komplett (sollte aber wieder austreiben), das obere hat unten noch ein paar lebendige Triebe.
Bis auf P. fruticosa haben alle eine Laubschütte mit Tannenreisig obendrauf über die Basis gekriegt.
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P. caballeroi hält sich wacker. Das Laub entwickelt eine tolle gelbgraue Winterfärbung, die Pflanze scheint eher klein zu bleiben.
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Sorry für die Bildqualität. Die Fotos habe ich bei der Arbeit schnell nebenbei aus der Hüfte geschossen.
Auch mit sehr schönem gelberen, gewellten Laub hat sich P. bourgaei hier sehr gut bewährt. Sie scheint recht hart zu sein und blühte bis jetzt jedes Jahr reich.
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In der Hoffnung, dass das Laub hier besser zu sehen ist...
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P. x cytherea hat den Winter gut überstanden, hat einen guten Wuchs und sehr schönes, weissgraues Laub:
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Laubdetail:
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P. purpurea hat mir für diesen Standort fast zu grünes Laub, ist aber trotz des etwas labbrigen Wuchses attraktiv.
Eine meiner beiden Pflanzen war von Anfang an mickrig und hat sich inzwischen verabschiedet, die andere steht in Fülle:
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Auch bei P. longifolia und der nächsten Art sind je eine Pflanze gut und eine schlecht gediehen.
P. longifolia ist mir definitiv zu grün, ist aber eine tolle Pflanze:
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P. chrysophylla hat erwartungsgemäss gelbgraues Laub und scheint eher klein zu bleiben. Hier das Verreckerli in Spe:
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Und hier der andere, fittere Winzling:
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Das Laub ist recht markant.
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P. italica von den Balearen ähnelt stark P. caballeroi aus NW-Afrika und Südspanien, ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob meine beiden Arten stimmen. Ersteres scheint mir weniger winterhart zu sein, einige der samenvermehrten Pflanzen sind in in den letzten 10 Jahren erfroren.
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Die Fotos sind ja wirklich unterirdisch...
Detail:
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Links sollte P. caballeroi sein, rechts P. italica...
Die Blüten waren auch fast gleich, aber eben nur fast.
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Dann steht hier noch (wahrscheinlich, ich muss aber noch meine Liste checken) seit letztem Herbst P. monocephala und hat trotz der späten Pflanzung den Winter gut überstanden.
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Auch mit schönem Laub:
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P. grandiflora hatten wir vor Jahren mal ausgesät, und zwei der Pflanzen scheint sehr robust zu sein. Nur die Artenechtheit ist fraglich: Die sind ziemlich unterschiedlich:
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Aber man hat ja sonst nix zu tun... ::)
Von unten:
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Der grössere Strauch steht etwas zu schattig.
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Der kleinere ist kompakter, gelber, breitblättriger. Da muss ich wirklich noch bei...
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P. bovei ssp. maroccana ist optisch zwischen Stauden und Gehölzen. Die Triebe mit den grossen Blättern bleiben kurz. Später fuchteln dann die Blütentriebe wild durch die Gegend.
An einem Platz mit sehr schwerem tonigen Lehm und etwas mehr Schatten sind alle aus Samen vermehrten Pflanzen nach Jahren eingegangen. Diese hier, aus anderer Quelle als Pflanze gekauft, hält sich seit Jahren gut. Jedes Frühjahr sind ein paar Triebe tot, aber der Rest lebt. Ich habe das Foto gemacht, nachdem ich alles unansehnliche Laub und die toten Triebe bis auf zwei abgeschnitten hatte. Die Pflanze ich eher interessant als schön.
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Die Lavakrümel sind übrigens nur oberflächlich verteilt. Ohne das Zeug käme ich nicht mehr nach mit Jäten. Bevor ich an den Kiesbeetpranger komme...
Letztes Frühlahr gepflanzt, macht sich P. lycia sehr gut. Es scheint eine schöne Pflanze zu werden.
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Das Laub ist klasse.
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Kleines Update: Diesen Winter haben alle noch vorhandenen Phlomis gut überlebt, und die meisten blühen.
Erstmal P. fruticosa:
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P. bourgaei enttäuscht auch diesmal nicht, dieses Brandkraut scheint blühfreudig, robust und wüchsig zu sein:
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Jaja, die Fotoqualität... wie immer schnell während der Arbeit...
P. x cytherea hat sich toll entwickelt:
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Schräg dahinter P. purpurea, deren Wuchs etwas spillerig ist, und zu rosa isse auch. Vielleicht enteickelt sie sich besser, wenn sie die Nachbarn überragt.
Aber eigentlich eine hübsche Pflanze.
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Auch P. longifolia blüht gut. An diesem Standort ist sie zu grün, ich schwanke noch... aber robust scheint sie zu sein.
Allgemein scheinen diese diversen Phlomisse für unser Klima an diesem Standort härter als gedacht.
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P. italica...
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... scheint eine Spur weniger hart als P. caballeroi, das ich aber auch für P. italica halte. Ich verifiziere noch... ::) Samentausch ist immer ein Quell der unverhofften Arten.
Beide bleiben eher niedrig und sind wirklich hübsch.
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Das eine Exemplar von P. chrysophylla hat's geputzt, das andere wächst allmählich.
Eine halbherzige Blüte war da, mal sehen, was noch kommt.
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P. lycia hat noch nicht geblüht. Das Laub ist vielversprechend.
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P. lychnitis, als strauchig verkauft, scheint optisch eher zu den Stauden zu gehören. Sie ist wahrscheinlich für brennende Sonne und trockene, durchlässige Böden konzipiert. Hier gagelt sie und flezt sich:
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P. bovei ssp. maroccana hat sich trotz des partiellen Erfrierens gut entwickelt. Mein Lieblingsbrandkraut wird sie aber nicht.
Fuchtelphlomis.
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Gestern habe ich mal an Fotos gedacht, Blüten kommen nächstes Jahr dran.
Phlomis caballeroi ist winzig, hat aber den Winter gut überstanden - dabei sah es anfangs nicht so gut aus.Den Unterschied zu P. italica muss ich noch rausfinden.
Ich habe ihn rausgefunden - das ist auch P. italica, ein wenig härter als unser bisheriger Typ. P. caballeroi ist anders.
Sie haben auch den letzten Winter gut überstanden, der Spätfrost hatte keine Folgen.
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P. x cytherea ebenso.
Heuer habe ich bei den meisten Phlomen (Phlomissen? Floh-Missen?) einen stärkeren Rückschnitt ausprobiert: Ende März alles etwa um die Hälfte kürzen. Sie sehen besser aus denn je.
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Ph. longifolia ist mir immer noch zu grün, scheint aber zuverlässig und blühfreudig zu sein. Und duch besagte Rückschnitt nicht ganz so raumgreifend. Inzwischen mag ich die Art doch.
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Von P. bovei ssp. maroccana hat über die Jahre nur eine Pflanze überlebt, diese scheint sich aber recht wohlzufühlen. Sie ist ja nicht so der Strukturbrüller und neigt zum Fuchteln. Ein Zwischending zwischen Strauch und Staude.
Falls sie mal auswintern sollte, würde ich sie nicht nachpflanzen. Aber ich mag sie doch.
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Auch rosa: P. purpurea. Gageliger Wuchs, aber tolle Pflanze und durch den Rückschnitt vielleicht besser.
Eine der Arten, bei denen je ein Exemplar gut wuchs, ein anderes von Anfang an geserbelt hat.
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P. grandiflora scheint doch einigermassen zu stimmen, neigt aber etwas zum Nichtblühen.
Der Unterschied von neuem zu älterem Laub ist verwirrend.
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Immerhin:
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Phlomis lycia steht auch gut da. :D
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Letzten September ausgepflanzt, mit etwas Laubschutz über den Wurzeln: P. leucophracta. Völlig unbeeindruckt vom Winter, wunderbares Laub - wenn auch ein bisschen zu grün.
Auf die Blüte bin ich gespannt, aber die gibt es wohl erst nächstes Jahr.
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Auch kein Blütentraum (bis jetzt), und vielleicht nicht ganz so hart, da die zweite Pflanze schnell eingegangen ist: P. chrysophylla. Grossartige Winterfärbung: Goldgrau!
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Im vorletzten Herbst ausgepflanzt: P. 'Le Sud'. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob sie stimmt. Winterhärte und Blütenreichtum passen jedenfalls. Es soll eine Kreuzung von P. longifolia und P. fruticosa sein.
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Eine eher kleine Art und auch mehr staudig als gehölzig: Phlomis lychnitis. Ich habe gerade kein brauchbares Foto. Sie hat niederliegende Triebe mit schmalen, grauen Blättern. Die Blüten sind hübsch, legen sich aber auch. Wahrscheinlich braucht sie extrem sonnige und trockene Stellen.
(Das gelbe Zeugs im Vordergrund)
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Ich entdecke das Thema erst jetzt. Bei mir macht Phlomis fruticosa immer wieder Probleme und friert heftig zurück. Die ersten 3 oder 4 Winter mit dicker Vliespackung hielt die Pflanze gut aus, allerdings mit erheblichen Laubschäden, doch die Zweige überlebten wo sie verholzt waren. Die im Herbst angelegten Knospen kamen noch nie zur Entwicklung, immer nur am frischen Neutrieb, Blüte dann im Juni. Dann wurde sie zu groß für einen dicken Winterschutz und bekam nur noch untenrum einen Laubpackung. Die letzetn beiden Winter (in denen es nicht besonders kalt war) erfror sie völlig oberirdisch. Sie treibt aus den untersten Zweigen wieder aus, die im Boden stecken.
Ein Sämling dieser Pflanze in Garten der Eltern im Ruhrgebiet hat nicht einmal Laubschäden.
Verstehe ich nicht!!!
Meine steht allerdings in recht fettem Boden. Und der Sämling im Ruhrgebiet steht viel trockener. Schlecht ausgereifte Triebe? Nasses Laub eher schädlich als nützlich?
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Hier steht der auch in recht fettem Boden (lehmig), aber in voller Sonne und sehr trocken. Um die Füße hat er eine Schicht Eichenlaub von einer großen Eiche, die ihn nach Norden hin in einigen Metern Höhe überschirmt.
Hatte noch nie Winterschäden.
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Hier steht Phlomis fruticosa sehr sonnig, trocken, mager - Südhang. Großer Busch, seit langem hier, völlig unbeeindruckt vom Winter, auch von dem 11/12.
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Ich entdecke das Thema erst jetzt. Bei mir macht Phlomis fruticosa immer wieder Probleme und friert heftig zurück. Die ersten 3 oder 4 Winter mit dicker Vliespackung hielt die Pflanze gut aus, allerdings mit erheblichen Laubschäden, doch die Zweige überlebten wo sie verholzt waren. Die im Herbst angelegten Knospen kamen noch nie zur Entwicklung, immer nur am frischen Neutrieb, Blüte dann im Juni. Dann wurde sie zu groß für einen dicken Winterschutz und bekam nur noch untenrum einen Laubpackung. Die letzetn beiden Winter (in denen es nicht besonders kalt war) erfror sie völlig oberirdisch. Sie treibt aus den untersten Zweigen wieder aus, die im Boden stecken.
Ein Sämling dieser Pflanze in Garten der Eltern im Ruhrgebiet hat nicht einmal Laubschäden.
Verstehe ich nicht!!!
Meine steht allerdings in recht fettem Boden. Und der Sämling im Ruhrgebiet steht viel trockener. Schlecht ausgereifte Triebe? Nasses Laub eher schädlich als nützlich?
Das weiss ich alles noch nicht. P. fruticosa steht hier seit über dreissig Jahren und hatte noch nie Probleme. Die Gegend ist eher niederschlagsarm, die Pflanze steht in tonigem Lehm, aber ziemlich nährstoffarm und wächst stark.
Allgemein haben hier die Phlomisse eher Probleme, wenn sie m unteren Bereich stehen, ein bis zwei Meter höher am Hang halten sie gut aus.
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Manchmal hybridisieren die auch. Oder hast du eine andere Art untergejubelt bekommen?
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Meine Ph. fruticosa ist auch hin. Ich vermute, es liegt am Boden. Ein oder zwei kleine Ästchen wären gewachsen, der Rest war welk und dann dürr.
Bei der Vorgängerpflanze war das im Prinzip genauso. Ein Teil der Pflanze war nach dem Winter immer hinüber. Wohl zu feucht.
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Vielleicht gehört sie zu den Pflanzen, die im Sommer viel Hitze benötigen.
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Punica granatum und Ceanothus "Gloire de Versailles" (2m mal 2m groß) wachsen da auch. Es ist allerdings ein Nordwesthang, im Winter ist die Sonne kaum dort, im Sommer bei Hochstand voll. Ich vermute deshalb die Winterfeuchte (im Boden und an der Pflanze)
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Danke, @Dunkleborus für die Bilder,
Phlomis chrysophylla habe ich nicht dabei gesehen. Er fällt allerdings auch nicht in Dein Beuteschema, weil die Blätter ehr goldfarben als silbern sind. Insbesondere im Winter macht er etwas her.
Hier ist ein älteres Bild, das die Färbung sehr schön zeigt.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=55303.0;attach=588401;image)
Ich schneide meinen strauchigen Phlomis gerne nach der Blüte und lasse nur einige Blütenstände für den Winteraspekt stehen.
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Ph. chrysophylla hast Du sehr wohl gezeigt, jetzt habe ich ihn gesehen.
Er wächst übrigens seit 2007 bei mir im Garten.
Außerdem habe ich Ph. fruticosa seit 2005, Ph. grandiflora seit 2006 und seit 2016 wieder Ph. italilca.
Ph. lanata ist mir gestorben.
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Vielen Dank für deine Erfahrungen! Das bestätigt meine, und dass P. chrysophylla bei dir gut aushält, lässt hoffen. Die zweite Pflanze war bald wieder weg, leider.
Welche Bezugsquellen hast du?
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Manchmal hybridisieren die auch. Oder hast du eine andere Art untergejubelt bekommen?
Das könnte natürlich sein. Meine Pflanze habe ich mal aus England von Beth Chatto mitgebracht.
Meine Vermutung ist aber, dass die Triebe schlecht ausreifen weil nährstoffreicher Standort. Immerhin sehr sonnig.
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Vielen Dank für deine Erfahrungen! Das bestätigt meine, und dass P. chrysophylla bei dir gut aushält, lässt hoffen. Die zweite Pflanze war bald wieder weg, leider.
Welche Bezugsquellen hast du?
Die Ph. chrysophylla stammte von Simon.
Ph. fructicosa hat mein Herkules aus Samen gezogen, die er aus der Türkei mitgebracht hat.
Ph. grandiflora habe ich von Bastin.
Ph. lanata stammte auch von Simon.
Ph. lycia habe ich von Hügin.
Die erste ausgewinterte Ph. italica war auch von Simon und die zweite hat mir ein Forumsmitglied aus England mitgebracht. :-*
Die Phlomis stehen bei mir an einer der trockensten Stellen im Garten, inzwischen halbschattig, weil sich das Blätterdach einer Eiche langsam darüberschiebt.
Der Boden ist sandig, steinig und kalkarm. In normalen Sommern sehen meine Phlomis durch die Trockenheit schon ein wenig gerupft aus, sie rollen die Blätter. Das verlangamt aber auch das Wachstum und verbessert, meiner Meinung nach, die Frosthärte.
Ich habe festgestellt, dass sich Ph. chrysophylla gut durch Stecklinge vermehren lässt, alle anderen Phlomis lassen sich besser aus Samen anziehen.
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Irgendwer (Hügin, glaube ich) hat mir mal gesagt, Phlomis gingen allgemein gut mit Stecklingen. Ich wollte das schon länger mal probieren, aber unsere Vermehrung ist für sowas nicht ideal. Mit Lavendel ist die Überlebensrate ziemlich schlecht, und ich vermute bei Phlomis das selbe.
An einem früheren Arbeitsplatz hatten wir bei Lavendelstecklingen eine Rate von >99%. Vielleicht lag es am wöchentlichen Fungizid, welches nicht Biokonform ist.
P. grandiflora hatten wir als Samen vom Herrmannshof, die anderen von Senteurs du Quercy und Hügin. P. fruticosa steht hier schon seit ca 1980.
Wo sie winterhart sind, sollten sie viel mehr gepflanzt werden. Dass deine in kalkarmem Boden wachsen, finde ich interessant, ich hätte ihnen die gleichen Bodenansprüche wie Lavendel zugetraut. Unser Boden ist ziemlich bindig, vielleicht liegt es daran, dass sie bis jetzt trotz Nichtgiessen keine Blätter rollen.
Ein Phlomis italica (Samen von einem bot. Garten, ich weiss gerade nicht, von welchem) ist hier nur knapp winterhart, ein anderes von Senteurs du Quercy etwas mehr.