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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Weidenkatz am 17. August 2015, 11:26:22

Titel: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 17. August 2015, 11:26:22
Seit ich hier durchs Forum streife, haenge ich immer wieder beim "Phloxgarten" über den Zaun und bewundere die tolle Bilder und den kenntnisreichen Austausch. :D
Ich muss zugeben, dass ich diese tolle Staude vorher nicht kannte und nun tatsaechlich Fan geworden bin.
Seit zwei Monaten wachsen hier ein für mich wunderschœner pinker hoher noname-Phlox aus der œrtlichen Gærtnerei, ein winziger Polsterphlox pink kimono vom Onlineshop, der bei Bezug schon abgeblüht war und ein weiterer weisser "Artessa white" vom Baumarkt  ;D.
Erstmal ging es mir darum, in meine neu übernommene Gartenœdnis schnell Farbe und ein paar Pflanzen zu tun. Aber næchstes Jahr würde ich gern richtig gezielt loslegen und ein paar schœne mit Namen setzen, wobei Robustheit das wichtigste ist,...und ich mœchte mmer mehr darüber lernen.
Ich habe versucht, im Netz und hier Infos zu finden, aber alles war sehr verstreut und auch eher fuer Profis oder einfach nur Erfahrene....
Im Phloxgarten Beginnerfragen zu stellen, schien mir frevelhaft ;) und fuer die anderen nervig...

Ich suche aber:
1. Eine detaillierte ! Anleitung fuer Newbies, wie bis aufs Blatt genau und wann man Stecklinge machen kann, denn das wuerde ich gern von meinem pinken Namenslosen...
2. Worauf sollte ich beim Phloxkauf achten bez. Gesundheit usw.?
3. Bezugsquellen, gute Spezialgaertner online, gern auch per pn?
4. Unterpflanzungsideen?
5. links, die ich übersehen habe...
 ???Freue mich über Hilfe
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Schantalle am 17. August 2015, 13:13:41
Im Phloxgarten Beginnerfragen zu stellen, schien mir frevelhaft ;) und fuer die anderen nervig...

Ich suche aber:
1. Eine detaillierte ! Anleitung fuer Newbies, wie bis aufs Blatt genau und wann man Stecklinge machen kann ...

Für den guten Anfang:
1a. Wurzelschnittlinge
1b. Stecklinge nach der Blüte
1c. Kopfstecklinge im Frühjahr

;D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 18. August 2015, 14:07:52
Ich empfehle die Lektüre des Phloxgartens I - III. Da sind viele Tips drin. ;)

Fang lieber bei der Vermehrung mit der Teilung an. Du lernst Deine Phlöxe von Grund auf kennen (im wahrsten Sinne des Wortes)

Ansonsten willkommen bei den Phloxinfizierten. :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Danilo am 18. August 2015, 14:42:18
zu 1) Stecklinge gehen eigentlich fast immer. Bei den allermeisten Stauden gilt: Je weniger Du Dir um Details Gedanken machst und je weniger Du Dich um die Stecklinge kümmerst, desto leichter bewurzeln sie. ;) Ich habe erst vor zwei Wochen abgebrochene Triebe grob entblättert und gesteckt, einmalig angegossen und war dann eine Woche im Urlaub. Die meisten schieben inzwischen schon neue Triebe aus den Blattachseln und allesamt sind putzmunter. :)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 18. August 2015, 15:42:20
 :D Uih, hier ist was passiert, als ich nicht reingeguckt habe!
Drei Phloxianer haben vorbeigeschaut- vielen Dank an euch!

@Schantalle: ... das war dann nicht nur 1a bis c, sondern auch 5, danke ;)
@blommorvan: ... Für Profis ist der Thread ein Traum, aber mangels jeder Phloxahnung hilft es mir bei einfachen Dingen nicht, wenn es seitenweise darum geht, woher der Winnetou nun stammt und ob es weisseres  Weiss als bei David gibt ;)  oder so æhnlich. Dazwischen leuchtet immer mal ein Anfængerkorn, sicher, aber ich bin ne Ungeduldige ;D...(und waere wohl in einem Laienforum besser aufgehoben, aber hier gefaellt's mir)
@Danilo:Hmpf... keeeeine Gedanken machen? ??? Ich versuchs, aber hier ist gleich noch eine ganz doofe Frage:
Steckis ins Wasser oder gleich in den Boden?

Und eine hætte ich noch: Wenn "pink noname-hero" abgeblüht hat, wo genau bzw. wieviel schneide ich dann zurück? ???
...ups, da waren sie wieder die Gedanken...
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Noodie am 18. August 2015, 16:06:09
Vor etwa 30 Jahren habe ich zum 1. Mal versucht, Phlox zu stecken - Anfang August. Ganz unbedarft habe ich die oberen Teile der Stängel samt der fast abgeblühten oder auch noch voll blühenden Blütenstände abgeschnitten, Länge ca. 30 cm, und habe unten die letzten Blätter am Blattknoten einfach abgerissen und unterhalb des Blattknotens den Reststängel abgeschnitten. Dann habe ich diese Teile einfach irgendwo ins Beet gesteckt, gewässert und feucht gehalten. Sie gingen an!

Heute stecke ich in Töpfe, und nur ohne Blüte, weil ich gelernt habe, dass die Pflanzenhormone während der Blüte es dem Steckling erschweren, neue Wurzeln zu machen.

Was ich Dir sagen will: Mach einfach, ohne Angst. Es macht Spaß, hier eigene Erfahrungen zu machen, eigene Erfolge zu haben. Im Grunde ist Phlox, einmal eingewachsen, eine sehr robuste Staude, die nichts übelnimmt.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Noodie am 18. August 2015, 16:10:09
Ich hab´etwas vergessen.

Beim Rückschnitt kommt es darauf an, was Du willst. Möchtest Du, dass die Samen ausfallen und keimen, so dass du eventuell nächstes Jahr neue kleine Phloxe um die Mutterpflanze herum hast? Dann schneide nichts. Erst im Spätwinter kannst Du dann alles bis auf Höhe einer Handbreite abschneiden.

Möchtest Du keine Sämlinge, dann schneide jetzt nur die verblühten Blütenstände ab und im Herbst so, wie ich es oben beschrieben habe. Viele Phloxe blühen nach dem Abschneiden der verblühten Blütenstände ein 2. Mal, oft bis spät in den Herbst hinein.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 18. August 2015, 16:28:59
Vielen Dank, Noodie, das war sehr hilfreich! :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 18. August 2015, 16:32:13
..., wenn es seitenweise darum geht, woher der Winnetou nun stammt und ob es weisseres  Weiss als bei David gibt ;) ...

;) 'Winnetou' ist nicht unser Problemfall. ;D ::) ;)

Herzlich willkommen! :D
Mit den Stecklingen habe ich die Erfahrung des Ratschlags von Danilo gemacht: Am besten gelang es, wenn ich mich wenig darum kümmerte. Nach anfänglichen Erfolgen (unbedarft und nach den Skizzen im Phloxbuch von Gaganow) wollte ich es noch besser machen, ließ mich im Phloxgarten inspirieren und ... scheiterte 2014 grandios. :-[ Auch mein Rat, ich schließe mich Noodie an, wäre: Einfach drauf los, nicht ohne die Tipps der Profis hier natürlich. ;) Und: Viel Spaß dabei!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 18. August 2015, 16:40:57
 ;D Danke, Inken! Gærtnern spiegelt also auch nur, wie man sonst so tickt... Dann werde ich olle Perfektionistin nun mal gaaanz entspannt versuchen loszulegen.... (Winnetou war Held meiner Kindheit, deshalb muusste ich diesen schœnen Namen rausgreifen :D)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Schantalle am 18. August 2015, 17:04:48
(Winnetou war Held meiner Kindheit, deshalb muusste ich diesen schœnen Namen rausgreifen :D)

... Wie beneidenswert! Lieblingsfigur meiner Kindheit kam aus einem tschechischen Zeichentrickfilm, war schwarz, rannte mit einem Spaten herum und piepste ganz süß. Seit ich einen eigenen Spaten habe, ist er nicht mehr mein Held :(

Zu den Steckligen: Als Abdeckung sind Gurken- oder die hohen Würstchengläser am besten geeignet.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 18. August 2015, 17:13:47
 :D Den kenne ich nicht, aber offensichtlich hinterließ der kleine Spatentræger auch prægende Spuren...In meiner Welt gab' s nur Indianer, alles andere wurdenicht registriert....  ::)  ;D
Gurken- oder Würstchenglas ist notiert, danke!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Noodie am 18. August 2015, 17:36:22
Zitat
(Winnetou war Held meiner Kindheit, deshalb muusste ich diesen schœnen Namen rausgreifen :D)

Hier ist er  ;D

(http://thumbs.picr.de/22856640hi.jpg)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 18. August 2015, 17:37:22
aber ich bin ne Ungeduldige
Geduld und Gärtnern beginnt beides mit 'G'.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 18. August 2015, 17:38:40


Lieblingsfigur meiner Kindheit kam aus einem tschechischen Zeichentrickfilm, war schwarz, rannte mit einem Spaten herum und piepste ganz süß.

.......meintest Du vielleicht den hier?
 :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Schantalle am 18. August 2015, 17:52:46
2. Worauf sollte ich beim Phloxkauf achten bez. Gesundheit usw.?
3. Bezugsquellen, gute Spezialgaertner online

2a. ohne Mehltau
2b. gesunde, glatte Blätter und kräftige Stängel

3 – meine private Präferenzen:
3a. vorübergehend keine Lust auf Online-Shops. Nicht nur wegen Winnetou und Farbton bei David
3b. keine Mitleid-Impulse im Baumarkt
3c. eher lokale Gartenmärkte und Gärtnereien als Gartencenter (wo viel Zugekauftes mit den großen, bunten Holland-Etiketten ausgestattet ist)
Bei "doch 3a, 3b oder 3c" nach dem Kauf am besten so viel von Substrat ausspülen wie es geht.
3d. frisch ausgebuddelt und über Zaun gereicht ist mir am liebsten
Ich bin fatalistisch geworden und sage mir: Er wird in meinem Garten eh anders wachsen/blühen als erwartet also egal ob 'Batman', 'Winnetou' oder 'Robin Hood' ;D


@ Nemesia YES!  ;D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 18. August 2015, 18:59:34
Noodie, Winnetou ist auch als Phlox ganz toll!  ;D
@blommorvan: Fürchte, das wird nicht leicht, aber ich werd üben... ;)

Aaarhg, der kleine Maulwurf! :o ;D
Danke, Nemesia  :), hatte gerade Amnesia- mir spukte so ein Hœrnchen mit Spaten im Kopf herum...

@Schantalle: Danke für den bunten Tipstrauß!  ;)
Die Gærtnerei meines Vertrauens muss ich vor Ort erst noch finden...
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Callis am 20. August 2015, 15:33:59
Auch eine Anfängerfrage.

Von welcher Blühzeit (Monatswochen) kann ich ausgehen, wenn die Blühzeit als früh - mittel - spät eingestuft ist?

Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Callis am 21. August 2015, 13:45:07
Auch eine Anfängerfrage.

Von welcher Blühzeit (Monatswochen) kann ich ausgehen, wenn die Blühzeit als früh - mittel - spät eingestuft ist?

*Schubs*
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: lord waldemoor am 21. August 2015, 14:27:22
früh würde ich juni nennen
spät august, bei mir fangen grade die letzten 2 an zu blühn
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Noodie am 22. August 2015, 00:29:24
Auch eine Anfängerfrage.

Von welcher Blühzeit (Monatswochen) kann ich ausgehen, wenn die Blühzeit als früh - mittel - spät eingestuft ist?

*Schubs*

Die Nachblüte eingerechnet, habe ich bis Ende Oktober/Anfang November noch blühende Phloxe, es sei denn, es gibt einen frühen Frost.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 22. August 2015, 14:01:18
Von welcher Blühzeit (Monatswochen) kann ich ausgehen, wenn die Blühzeit als früh - mittel - spät eingestuft ist?

Beginn um den 20. Juni herum für die frühen Sorten, eher wenige Tage später als früher, im Normalfall. Es folgen zu Beginn Juli nach und nach die meisten der in die mittlere Blütezeit eingestuften Sorten, späte beginnen oft in der ersten Augusthälfte zu blühen, doch hier ist, wenn man die alten Quellen ernst nimmt, eine Verschiebung erfolgt - die Phloxblüte findet nicht mehr im Herbst statt, sieht man von sehr späten Sorten und Nachblüte sowie "extremen" Standorten ab. Das sind meine Beobachtungen, Callis.
@Noodie, Du sagtest, dass bei Dir die Phloxe generell später als bei den meisten von uns blühen?
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: flatterbinse am 22. August 2015, 19:26:38
 Hallo liebe Phloxfreunde, ich lese schon sehr lange im Forum mit und hole mir dort die allerbesten Anregungen für meine "Phloxsucht". Jetzt freu ich mich über diese Seiten für Anfänger.
Ich brauche mal einen Rat.  Ich habe mir 2013 u.a. den Phlox "Königin der Nacht" von P.z.L. gepflanzt. 2014 hatte er einen Stiel mit einer wunderschönen großen Blüte und ich war ganz hippelig vor Freude auf das Jahr 2015.  Er trieb gut aus, war kerngesund, ist etwa auf einen Meter herangewachsen mit 7 Stielen, dann brach der erste weg, die nächsten wurden gelb und welkten und ich bin froh, dass noch zwei blühende Stiele übrig sind. Das Laub ist zwar auch unansenhlich aber die Blüte ist top.  Ich überlege jetzt was ich ihm Gutes tun kann, soll ich ihn im nächsten Frühjahr an der Basis auseinanderteilen und die Stiele einzeln setzen oder wird er grundsätzlich mangelernährt ? Möchte noch dazuschreiben, ich habe 17 Sorten Phlox die alle tip top aussehen, keinen Mehltau kennen, fleißig blühen und gesundes grünes Laub haben. Ich würde mich über eure helfende Hand sehr freuen  ;)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 22. August 2015, 19:50:48
Was für schöne Blüten! Zu der Beantwortung Deiner Frage kann ich leider nicht viel beitragen, nur, dass ich hier auch mindestens zwei solche Kandidaten habe und mir einen Mangel nicht erklären könnte. Über die Ursache rätsele ich selbst auch. Nicht erhellend :-\, aber handreichend. ;)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Callis am 22. August 2015, 20:44:30
Von welcher Blühzeit (Monatswochen) kann ich ausgehen, wenn die Blühzeit als früh - mittel - spät eingestuft ist?

Beginn um den 20. Juni herum für die frühen Sorten, eher wenige Tage später als früher, im Normalfall. Es folgen zu Beginn Juli nach und nach die meisten der in die mittlere Blütezeit eingestuften Sorten, späte beginnen oft in der ersten Augusthälfte zu blühen, doch hier ist, wenn man die alten Quellen ernst nimmt, eine Verschiebung erfolgt - die Phloxblüte findet nicht mehr im Herbst statt, sieht man von sehr späten Sorten und Nachblüte sowie "extremen" Standorten ab. Das sind meine Beobachtungen, Callis.


Danke für die präzise Antwort, Inken. Da werde ich wohl im nächste Jahr mal Buch führen müssen über den Blühanfang meiner Phloxe und ihr Ende einschließlich Nachblüte, auch nach Rückschnitt von Verblühtem.
Toll wäre es auch, wenn man mal Sortenlisten zusammenstellen könnte nach Farben und Blühbeginn, damit man zuverlässiger kombinieren könnte.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 22. August 2015, 20:48:12
@Flatterbinse:

Gibt es vielleicht Ameisennester unter dem Phlox? oder sind Wühlmäuse am Werk?
Die Wetterkapriolen tragen natürlich auch zum Stress der Pflanzen bei.
Mein Standardtipp: ausbuddeln, Wurzeln auswaschen, in sehr gutes Substrat in einen 5 Liter Topf pflanzen und bis zum nächsten Jahr warten.
Den Standort der alten Pflanze würde ich markieren. Erfahrungsgemäß schafft man es nicht, alle Wurzeln auszugraben. Aus diesen Wurzelstücken entstehen meistens im nächsten Jahr gesunde. kräftige Pflanzen. (Hab ich in diesem Jahr sogar mit der etwas mimosigen Gräfin erlebt :D)
Übrigens mein Beileid zur unheilbaren Phloxitis ;)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 22. August 2015, 20:56:14
@ Callis:
Die Seite von Hartmut Rieger bietet doch schon einige Informationen.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: flatterbinse am 23. August 2015, 13:18:36
....ich bedanke mich sehr für eure Antworten und werde weiterhin aufmerksam mitlesen  ::) Ich werde die Königin mal ausgraben und auf jeden Fall auseinandernehmen, waschen und in neue Erde setzen.
Ich poste noch ein Bild, wegen dem nicht endenden Appetit auf Phlox  ;D  (Ice Cream, Lichtblick, Prospero) Wünsche euch noch eine schöne Nachblüte.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Callis am 23. August 2015, 13:33:51
@ Callis:
Die Seite von Hartmut Rieger bietet doch schon einige Informationen.

Das ist wahr. Aber ich würde mir eine Liste mit Farben nach Blühzeiten geordnet wünschen. Riegers sehr verdienstvolle alphabetische Liste ist eher für das Identifizieren geeignet, wobei auch da die Anordnung nach Farben schneller zum Ziel führen würde, wenn man den Namen ncht weiß.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: lord waldemoor am 23. August 2015, 21:48:39
eher für das Identifizieren geeignet,wobei auch da die Anordnung nach Farben schneller zum Ziel führen würde, wenn man den Namen ncht weiß.
du als profi
ich kann anhand  ein paar bilder keine sichere indentifizierung abgeben
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 26. August 2015, 16:31:57
Hmpf :-X,
habe leichtsinnigerweise im Onlineshop nochmal einen Phlox bestellt.
"Amplifolia pink lady"
Was da aus der Verpackung kam, hatte hellgrüne, sichtbar angefressene und diverse gelbe und braune Blaetter.
Ist das jetzt im Herbst normal?
So zumindest auch der beigepackte Infozettel...
Aber muss ich Frassspuren hinnehmen??
Ich frage nur, weil meine vor kurzem im Garten gesetzten Baumarkt und Gartenshopphloxe noch tiefgrüne Blaetter und Blüten haben...
 ???
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: rosalucia am 26. August 2015, 22:32:43
Ich frage nur, weil meine vor kurzem im Garten gesetzten Baumarkt und Gartenshopphloxe noch tiefgrüne Blaetter und Blüten haben...
 ???
Die werden ordentlich "gefüttert" worden sein. Habe erst kürzlich auch so ein Exemplar erstanden mit fast schwarzgrünen Blättern.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: oile am 27. August 2015, 08:39:34
Sagt mal, es wird im Zusammenhang mit Phlox immer von Dolden gesprochen. Aber Das sind doch keine?
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 27. August 2015, 08:52:47
Nein, aber es ist üblich. Wer damit begann, weiß ich nicht, aber Foerster und neben ihm auch andere sprachen schon von "Dolden", gern auch "Prachtdolden". ;)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Wühlmaus am 27. August 2015, 08:54:36
Eigentlich ist es wohl eine Rispe - Panicula.
Und der Phlox paniculata ein rispenblütiger Phlox...
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 27. August 2015, 09:31:22
Danke, rosalucia  :). Dabei stehen meine Pflanzen bisher noch in zu festem Boden... Ich habe mich dennoch an den Haendler gewandt und bekam immerhin eine haelftige Ermässigung.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 27. August 2015, 11:49:06
Fraßspuren sind ebenso wenig wie gelbe Blätter eine Freude bei neuen Pflanzen - aber bei den eigenen, alten auch nicht!
Sie sind eher ein Zeichen dafür, dass nicht gespritzt wird.
Im Frühjahr z.B. ist es schier ausgeschlossen, Schnecken oder Räupchen von den noch zarten Phloxblättchen fernzuhalten. Das ändert sich bei zunehmender Festigkeit.

Dafür einen Preisnachlass zu bekommen, ist eigentlich nicht üblich. Einen Monat später sind viele Phloxe bereits völlig zurückgeschnitten ...........
Titel: Re: Phlox- Blühzeiten
Beitrag von: Wühlmaus am 29. August 2015, 14:16:51
Eine Frage zu den Blühzeiten:
Man spricht doch von früh, mittel und spät blühenden Sorten?
Gibt es denn klassische "ZeitgeberSorten", die diese drei Zeiten definieren?
Der Blühbeginn von Phlox ist vom regionalen Klima (WHZ) abhängig und da würde mich ein solcher Zeitgeber doch interessieren 8)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 29. August 2015, 15:44:55
@Wühlmaus, ich habe Deine Frage weitergeleitet, im Phloxgarten ist sie nun ebenfalls vertreten. ;)

Bei den frühen Sorten fällt mir prompt der allseits bekannte 'Karminvorläufer' ein. Als späte Sorte, ebenfalls von Foerster, wäre 'Redivivus' ein Kandidat. In den vergangenen Jahren konnte ich das u.a. in Potsdam beobachten, ich selbst habe beide Sorten noch nicht so lange, aber auch hier stimmte die genannte Blütezeit schon überein.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: sarastro am 29. August 2015, 16:41:11
Du kannst durch Rückschnitt im Prinzip bei jedem Phlox die Blütezeit steuern. Die reguläre, typische Blütezeit findet aber immer am nicht geschnittenen Exemplar statt, das schon länger im Garten steht. Die Blüte im Topf hat wenig mit der reellen Blütezeit zu tun, da die Phloxe oft erst im Mai/Juni getopft werden und so sich die Blütezeit nach hinten verschiebt. Phlox kann der Gärtner nach Belieben steuern, wenn's drauf ankommt.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Wühlmaus am 29. August 2015, 19:04:37
Danke Inken :)

Sarastro - diese Steuerung funktioniert ja aber nur "nach hinten heraus". So hab ich das auch mit den hohen Raublattastern gemacht. Mir geht es wirklich darum, so wie du es schreibst. Und in deinem PhloxMuseum wird man diese Unterschiede ja dann auch sehr gut beobachten können:
Zitat
Die reguläre, typische Blütezeit findet aber immer am nicht geschnittenen Exemplar statt, das schon länger im Garten steht.

Und so fände ich solche Angaben wie diese von Inken sehr hilfreich:

Früh: - 'Karminvorläufer' (Foerster)
Spät: - 'Redivivus' (Foerster)

Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: sarastro am 29. August 2015, 19:23:09
Nur, wer hält sich beim Bestellen oder Aussuchen wirklich an eine frühe, mittlere oder späte Blütezeit? Das ist für unsereins oder für einen ausgefuchsten Planer vielleicht von Interesse (Frage: gibt es die noch?) Aber für Ottos und Lieschens? Ich gehe von der Realität aus und da interessiert es die wenigsten, leider! Trotzdem werde ich mit der Zeit diese Faktoren berücksichtigen müssen, denn entweder man gibt sich mit ganzem Herzen der Materie hin oder man kann es bleiben lassen.

Viel mehr sollte man auch mal Duftnoten vergeben oder nach Jahren Standzeit ein Gesundheitsattest. Auch "Langspielplatten" wie 'Württembergia' oder 'Schneeferner' wären es wert, herausgetestet zu werden.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Martina777 am 30. August 2015, 09:48:49
Otto und Lieschen würden profitieren und einfacher zum schlaueren Planer werden, so Interesse besteht.

Als Gärtner ist man ja - im wesentlichen - Autodidakt. Da helfen gut aufbereite Informationen, wie sie etwa für Taglilienenfreunde durch die diversen Gesellschaften bereitgestellt werden, sehr.

(PS: Ja, auch zum Ergründen, welche Sorte einem die Gärtnerei anstelle der bestellten geliefert hat  ;) )
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Wühlmaus am 30. August 2015, 10:01:04
Ja, das sehe ich auch so.
Da Phlox in Sorten auch unbeschnitten ein mehrmonatiges BlūhFenster abdeckt, würden von solchen Angaben nicht nur Ottos und Lieschens sondern in meinen Augen auch die produzierenden Gärtner profitieren.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 30. August 2015, 10:45:06
 :o  :o Der Bundesgartenminister hat ein Gesetz erlassen: Weil Spaziergänger zu leicht abgelenkt werden können und dann gegen Bäume laufen, weil Nematoden zunehmen und weil immer mehr Mehltau vom Himmel rieselt,
ist nur noch e i n Phlox pro Garten zulässig!  ;D
Welcher darf bei Euch bleiben?

*traeumt vom nächsten Jahr und eventuellen Pflanzungen*
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Herr Dingens am 30. August 2015, 10:48:36
Also ich -  ich tu' ja nur so, als wär ich Gärtner, in Wirklichkeit bin ich natürlich keiner, und wie Martina sagt, ist man als Gärtner in hohem Maße Autodidakt, was im Besonderen für mich gilt, der ich vor meinem jetzigen Leben Schreibtischtäter war - richte mich ziemlich (auch) nach Angaben zum Blühbeginn. Ich versuche, als Einzelhandelsgärtnerei, die auch die Floristik beliefert, in gewissem Maße sowohl Farbpalette als auch Blühzeitbereiche abzudecken. Obwohl man natürlich unterscheiden muss, ob eine Sorte im Innviertel, in Hamburg oder auf der Schwäbischen Alb blühen soll, ist die Angabe von Blühbeginn und Blühzeit dennoch ziemlich hilfreich.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Herr Dingens am 30. August 2015, 10:50:43
:o  :o Der Bundesgartenminister hat ein Gesetz erlassen: Weil Spaziergänger zu leicht abgelenkt werden können und dann gegen Bäume laufen, weil Nematoden zunehmen und weil immer mehr Mehltau vom Himmel rieselt,
ist nur noch e i n Phlox pro Garten zulässig!  ;D
Welcher darf bei Euch bleiben?

*traeumt vom nächsten Jahr und eventuellen Pflanzungen*

Die Obergurus hier schwören auf 'David'.
Bei mir fliegt 'David' als erster raus, besser gesagt, ist vor ein paar Wochen rausgeflogen. Mehltaumaschine, das!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: enaira am 30. August 2015, 10:52:47
Hab ich in diesem Jahr sogar mit der etwas mimosigen Gräfin erlebt :D


Du meinst sicher die 'Gräfin von Schwerin', oder?
Die habe ich mir kürzlich bei Foerster mitgenommen, weil sie angeblich eine der duftstärksten ist.
Allerdings konnte ich an den in der Gärtnerei vorhandenen Blütenstielen keinen Duft wahrnehmen, auch zu Hause bei der gekauften Pflanze bislang nicht. Wetterabhängig? Man kann doch wohl davon ausgehen, dass Foerster die richtige Sorte verkauft.
Und was das Mimosige angeht: Wie kann ich bei der Pflanzung sicherstellen, dass sich die Gräfin bei mir wohlfühlt?
Hornspäne, freier Stand, ausreichend Wasser, was noch?
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Herr Dingens am 30. August 2015, 11:00:28
Foerster ist nach meiner Erfahrung nicht mehr Foerster.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 30. August 2015, 11:15:42
@enaira: Lass die Hornspäne weg, nimm Kompost, Kompost, Kompost.
Es geht auch mit mäßig dosiertem Blaukorn.
Guda hatte in diesem Thread schon mal von ihren Düngemethoden berichtet. Lesens- und merkenswert :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: enaira am 30. August 2015, 12:57:56
Was spricht gegen die Hornspäne? Ich gebe eigentlich immer bei der Pflanzung welche mit ins Pflanzloch.
Gibt es Pflanzen, die das nicht so mögen? Ist mir bislang noch nicht aufgefallen...
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: enaira am 30. August 2015, 13:00:41
Guda hatte in diesem Thread schon mal von ihren Düngemethoden berichtet. Lesens- und merkenswert :D

Wo denn? Ich finde leider nur einen anderen Beitrag von ihr.
War das vielleicht in einem anderen Thread?
Würde mich sehr interessieren und passte ja auch hierher!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Albizia am 30. August 2015, 13:22:34
Foerster ist nach meiner Erfahrung nicht mehr Foerster.

Foerster kauft, wie viele andere auch, natürlich auch bei anderen Staudenproduzenten zu, keine Staudengärtnerei in dieser Größe könnte den Bedarf von so vielen Kunden allein mit eigenen Mutterpflanzenquartieren in solch riesiger Vielfalt selbst decken. Das ist völlig normal und gang und gäbe.

Solange die Qualität stimmt, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 30. August 2015, 13:31:30
@enaira: Hornspäne ist reiner Stickstofflieferant.
Entschuldigung, es war wohl Phloxgarten III.

Hab den Text gefunden:


Ich gestehe, dass ich meine Phloxe großzügig dünge: im Spätwinter, im Frühling, im Frühsommer und nochmal mit Kalimagnesia im Frühherbst. Flüssigdünger brauchen sie deswegen keinen mehr.
Mulch haben sie ständig um die Füße - in der Regel Mulchkompost (also noch nicht völlig verrotteter Kompost, meistens bereits nach ca. 6 Monaten Rotte nutzbar). Im Frühling kriegen sie Blaukorn, der schnell wirkt + Hornspäne, also ordentlich Stickstoff, damit das Höhenwachstum angeregt wird. Im Frühsommer kriegen sie Rosendünger (nur noch schwach Stickstoff, dafür aber P+K-betont).

Blaukorn ist nicht Blaukorn. Je nach Hersteller, variiert die Zusammensetzung doch erheblich! Der (neue) Blaukorn von Compo hat zu wenig Stickstoff, der alte war gut. Der Blaukorn von Borena hat eine für Phloxe ungünstige Zusammensetzung von 7-7-7 und daher eher für Irise brauchbar. Der beste für Phlox ist der von ALDI, der ist stickstoffbetont. Der ist auch am günstigsten.

Zur Flüssigdüngung von Töpfen und Kübeln nehme ich in Wasser aufgelösten HAKAPHOS-Gartenprofi von Compo (gibts in 5L-Eimern). Wirkt sofort und wird sehr gut vertragen. 

Vorsicht mit phosphorbetonten Düngern. Unsere Böden enthalten mehr als genug Phosphor. So viel können die Pflanzen gar nicht aufnehmen. Außerdem blüht der Phlox willig, zusätzliche hohe Phosphor-Gaben sind also nicht notwendig. Phosphor hat aber auch noch eine andere Aufgabe: er sorgt für ein gesundes, kräftiges Wurzelwerk. Hierfür gibt es aber Spezialprodukte, zum Beispiel "Agrosil" von Compo. Das ist ein Phosphat-Silizium-Gemisch und kann bei aller Art Neupflanzungen verwendet werden, auch bei Sträucher und Bäume. Ich habe vor 2 Jahren einen vom Sturm umgewehten älteren Boskoop mit Hilfe des Nachbarn wieder aufgerichtet, angeseilt und den ausgerissenen Wurzelballen wieder eingepflanzt. Mit Agrosil hat sich der Baum innerhalb von 2 Jahren wieder so stark verwurzelt, dass der überhaupt nicht mehr wackelt und wieder reichlich trägt.
Wer also kümmernde Phloxe hat, sollte es mal mit Agrosil probieren.

Kali ist wichtig für ein ausgereiftes Gewebe, auch im Frühjahr sollte Kali nicht fehlen, dadurch bekommen die frischen Triebe ihre Festigkeit und sind weniger Nematoden-anfällig. Außerdem hilft Kali, den Wasserhaushalt der Pflanze zu regulieren. Im Herbst sorgt Kali dafür, dass das Wurzelwerk gestärkt und ausgereift in den Winter geht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Phloxe kaum überdüngen kann. Fehlenden Dünger quittieren sie hingegen mit Kümmerwuchs und Anfälligkeit für diverse Krankheiten. Wenn der Boden um die Phloxe gut und regelmäßig (3x jährlich) üppig gedüngt ist, ist Flüssigdünger unnötig.

Noch was: Sandiger Boden hält den Dünger schlecht. In solchen Böden sollte öfters - auch flüssig - gedüngt werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich zusätzlich Lehm besorgen und in den Sand einarbeiten (mind. 30cm tief).
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Herr Dingens am 30. August 2015, 13:39:42
Foerster ist nach meiner Erfahrung nicht mehr Foerster.

Foerster kauft, wie viele andere auch, natürlich auch bei anderen Staudenproduzenten zu, keine Staudengärtnerei in dieser Größe könnte den Bedarf von so vielen Kunden allein mit eigenen Mutterpflanzenquartieren in solch riesiger Vielfalt selbst decken. Das ist völlig normal und gang und gäbe.

Solange die Qualität stimmt, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden.


Das meine ich nicht mal. Alles fängt bei der Grundeinstellung zum Kunden und beim Serivce an. Und bei Foerster ist die Situation so: "Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag!"

Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Schantalle am 30. August 2015, 13:43:27
Dann ich auch:

Zitat
Ich habe in einer Anleitung gelesen, es wäre gut, Phlox im zeitigen Frühjahr mit Hornspänen zu düngen. In der Hauptwachstumszet im Mai dann eine mineralische Düngung.
Genau das ist eine Empfehlung, die so ausgesprochen, mich verunsichert (und mich ganz allgemein veranlasst, weitschweifend zu antworten ;)).

Ratschläge, wann man was zu tun hat, hängen immer von der Klimazone und dem Kleinklima des Gärtners :o Gartens ab. Und vom Boden! Wir hier mit unserem fetten Lehm-Tonboden brauchen nur sehr selten mit reinem Stickstoffdünger nachzuhelfen (nur für ausgesprochene Starkzehrer). Sandböden brauchen Stickstoff natürlich sehr wohl.
Außerdem muss jeder für sich entscheiden, ob er mit biologischen oder konventionellen Industriedüngern arbeiten will.
Grob gesagt wäre das zeitige Frühjahr die Zeit, in der die stärksten Fröste vorbei sind. Eine alte und sehr einleuchtende Empfehlung war, Hornspäne noch auf Schnee zu streuen, damit mit beginnender Schneeschmelze die sich zersetzenden Wirkstofe in den Boden gezogen werden. Nur haben wir nicht mehr in jedem Jahr Schnee und außerdem streue ich nur ungern einfach so H. auf den Boden, derweil auch Vögel, Mäuse und Konsorten :o angelockt werden. Und mein kleines, verfressenes Labi-Hündchen atmet alles ein, was verführerisch riecht.........!
Also, leichtes Einarbeiten ist vorteilhaft, wenn man Hornspäne geben möchte. Das geht nur dann, wenn zumindest die oberen Erdschichten bereits getaut sind.
Wer junge Pflanzen bereits im Herbst mit Kompost verwöhnt hat, sollte im Nachwinter auf Hornspäne verzichten; eingewachsene, ältere freuen sich darüber!
Je nach "eigener" Witterung kann dann bereits im April oder im Mai ein mineralischer Dünger gegeben werden. Ich ziehe Depotdünger vor, die nicht durch Frühjahrsfeuchtigkeit schnell ausgewaschen werden oder gebe auch hier einen biologischen Dünger, wie z.B. "Animalin", der ebenfalls langsam wirkt (daher bereits im April düngen) und im allgemeinen eine Stickstoffüberdüngung verhindert.
Phlox liebt einen gut ernährten Boden, nach meinen Beobachtungen sollte man junge Pflanzen jedoch nicht zu sehr "pushen", sie werden sonst zu weich und anfällig für Schädlinge aller Art.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: enaira am 30. August 2015, 13:53:42
Danke euch, dann werde ich meine Phloxe auf jeden Fall mal besser füttern. Ich bin da meist zu sehr zurückhaltend, auch bei anderen Pflanzen. Außer Hornspänen bei der Pflanzung und Kompost alle 1-2 Jahre (reicht nicht für alle) gebe ich meist nicht. In diesem Jahr hatte ich allerdings einige Beete mit gekauftem Rindenkompost versorgt, das Ergebnis sieht man stellenweise schon! :D

Und - die Gräfin geruht heute schon etwas zu duften! :D :D :D
Brauchte vielleicht nur das passende Wetter.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 30. August 2015, 13:59:20
Ich bekomme hier gütegesicherten Feinkompost, da komme ich (und meine Pflanzen) bestens mit zurecht.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 30. August 2015, 14:03:46
@enaira: Lass die Hornspäne weg, nimm Kompost, Kompost, Kompost.
Es geht auch mit mäßig dosiertem Blaukorn.
Guda hatte in diesem Thread schon mal von ihren Düngemethoden berichtet. Lesens- und merkenswert :D


Dieser Beitrag war von Lisa15!
Blommorvan, nett von Dir gemeint - aber nein, nicht von mir.

Zum Kompost stehe ich, zum Mulchen auch, sofern der Mulch reicht .

Und sonst nein, ich dünge nicht so viel, wie Lisa empfiehlt. Unser Boden ist sehr fruchtbar und schwer. Er hält alle zwei Jahre gegebenen Dünger sehr lange, dazu Kompost, Kali ist meiner Meinung nach wichtig. Aber sonst gebe ich nicht viel. Würde ich Lisas Dosierungen anwenden, hätte ich Tannenbäume, aber vermutlich keine Blüten.
Zitat
Fehlenden Dünger quittieren sie hingegen mit Kümmerwuchs und Anfälligkeit für diverse Krankheiten.
Stimme zu. In diesem Jahr, in dem wir zumindest die Jungpflanzen häufig gießen mussten, habe ich hin und wieder flüssig nach gedüngt.

Solcherart Empfehlungen sind für den gut, der die gleichen Standortbedingungen hat, sonst aber sind sie zu modifizieren.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 30. August 2015, 14:08:12
Ach, Du @Schantalle! Wo hast Du das denn ausgegraben?! Da hätte ich mir ja sparen können, was ich grad geschrieben habe.
 :)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 30. August 2015, 14:08:49
Ich bekomme hier gütegesicherten Feinkompost, da komme ich (und meine Pflanzen) bestens mit zurecht.

So gut müsste man es haben!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Schantalle am 30. August 2015, 14:17:01
Ach, Du @Schantalle! Wo hast Du das denn ausgegraben?!

Habe die Suche bemüht, die Ergebnisse auf "Stauden" und "von Guda" begrenzt.
(kann aber sein, dass ich es in meinen Lesezeichen ebenfalls noch habe. Du bist bei mir die Queen der Lesezeichen, da gibts ein Ordner "Gartenpraxis-Guda")

Zitat
Da hätte ich mir ja sparen können, was ich grad geschrieben habe.

Doppelt hält besser! ;D Sonst kannst Du immer noch auf "Ändern" klicken und den eigenen Text ändern, wenn Du magst!  :P :P :P
(blommorvan übrigens auch)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: zwerggarten am 30. August 2015, 15:40:56
... es war wohl Phloxgarten III.

irrtum, im phloxgarten II. ;D

Zitat
Hab den Text gefunden: ...

und wenn man den fremdtext ordentlich verlinkt und nicht nur den text kopiert und im eigenen post wiedergibt, dann lässt sich sofort erkennen von wem und wann, und was interessantes daraufhin noch folgte (tut es). ;)

hier, phloxdüngung von lisa15
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: blommorvan am 30. August 2015, 16:18:07
und wenn der Hund nicht gek..... hätte, hätte er den Briefträger gefangen. 8)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: zwerggarten am 30. August 2015, 16:27:43
hundek.... als ultimativer phloxdünger?! :o ;D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: sarastro am 30. August 2015, 16:48:47
Also ich -  ich tu' ja nur so, als wär ich Gärtner, in Wirklichkeit bin ich natürlich keiner, und wie Martina sagt, ist man als Gärtner in hohem Maße Autodidakt, was im Besonderen für mich gilt, der ich vor meinem jetzigen Leben Schreibtischtäter war - richte mich ziemlich (auch) nach Angaben zum Blühbeginn. Ich versuche, als Einzelhandelsgärtnerei, die auch die Floristik beliefert, in gewissem Maße sowohl Farbpalette als auch Blühzeitbereiche abzudecken. Obwohl man natürlich unterscheiden muss, ob eine Sorte im Innviertel, in Hamburg oder auf der Schwäbischen Alb blühen soll, ist die Angabe von Blühbeginn und Blühzeit dennoch ziemlich hilfreich.

Das habe ich ja auch nie bestritten!

Trotzdem kaufen nun mal 80 % aller Kunden nach dem Auge und nicht nach dem Blühverhalten. Glaubt mir das, wir sind tagtäglich damit konfrontiert. Und dass eine viel zu frühe oder verzögerte, späte Blüte gleich als eine Fehllieferung angesehen wird, haben wir leider schon desöfteren erfahren müssen. Darum gilt erst der längere Standort im Garten und nicht die Topfkultur, welche vom Vermehrungszeitpunkt abhängig ist.

Eigene und echte Mutterpflanzen sind das A und O einer renommierten Staudengärtnerei. Leider ist dies bei vielen kaum mehr der Fall. Aber es gibt Lieferanten, bei denen man seine Mutterpflanzen exklusiv aufpflanzen und vermehren lassen kann. Aber Foerster hat immer noch große, eigene Mutterpflanzenbestände, eigentlich müsste da alles stimmen, da kommen schließlich genug Phloxfanatiker und -kenner vorbei.

'Gräfin von Schwerin' entwickelt sich bei uns nicht zur Diva, sondern kristallisiert sich immer mehr als eine der wüchsigsten und vitalsten Sorten heraus. Es ist mir fast schon unverständlich, warum so viele mit ihr Probleme haben. Meine stammt von einer Phloxkennerin aus Frankreich. Im Salzkammergut sah ich dicke Horste von 'GvS', die alles in den Schatten stellen, was ich bis jetzt sah! Man kennt sie auch am Wuchsverhalten sehr gut aus anderen "lilablassblauen" Sorten heraus.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: enaira am 30. August 2015, 16:52:21
Na denn, Sarastro, vielleicht habe ich ja Erfolg mit ihr... :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Inken am 30. August 2015, 22:19:30
...,
ist nur noch e i n Phlox pro Garten zulässig!  ;D
Welcher darf bei Euch bleiben?

 :o ;D

CrépusculeAppassionataVitaBauernstolzLadaBérangerFrauenlobProfessorWentSchneefernerRauhreif.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: zwerggarten am 30. August 2015, 22:23:52
die sorte nehme ich auch! ;D

falls da nicht womöglich irgendwo außerhalb meines displays die buchstabenfolge "euphorion" verborgen ist... ::) :P ;)
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Albizia am 30. August 2015, 22:36:46
...,
ist nur noch e i n Phlox pro Garten zulässig!  ;D
Welcher darf bei Euch bleiben?

Ein Gaganov- Phlox von 1956: 'Timur'  :D

Und damit das alles nicht zu OT wird:

Einer meiner Phloxe scheint mit den Wurzeln aus dem Boden "herauszuwachsen". Es sieht aus, als säße er zu hoch, die ordentliche Kompostpackung war wohl zu dick im Herbst, da kroch er nach oben.  ;) Der Kompost ist ja nun wieder weg und der Phlox ist nun ein "Hochbeiner". Geblüht hat er trotzdem. Soll ich ihn besser wieder tiefersetzen und wenn ja, wann? Frühjahr oder besser noch diesen Herbst?

Und da ist 'Timur':

 
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: zwerggarten am 30. August 2015, 23:25:57
sieht ein bisschen aus wie oljenka auf koks... :-X ;D

schön!
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Norna am 30. August 2015, 23:44:04


Einer meiner Phloxe scheint mit den Wurzeln aus dem Boden "herauszuwachsen". Es sieht aus, als säße er zu hoch, die ordentliche Kompostpackung war wohl zu dick im Herbst, da kroch er nach oben.  ;) Der Kompost ist ja nun wieder weg und der Phlox ist nun ein "Hochbeiner". Geblüht hat er trotzdem. Soll ich ihn besser wieder tiefersetzen und wenn ja, wann? Frühjahr oder besser noch diesen Herbst?



Manche Phloxe haben die Neigung, im unteren Triebbereich oberirdisch Wurzeln zu bilden. In meinem Garten sind das besonders wüchsige Exemplare.
Ob diese Neigung durch meinen schweren Boden befördert wird, kann ich nicht sagen. Man sieht es aber auch bei frisch gekauften Pflanzen in Torfsubstrat.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 31. August 2015, 09:47:52
Einer meiner Phloxe scheint mit den Wurzeln aus dem Boden "herauszuwachsen". Es sieht aus, als säße er zu hoch, die ordentliche Kompostpackung war wohl zu dick im Herbst, da kroch er nach oben.  ;) Der Kompost ist ja nun wieder weg und der Phlox ist nun ein "Hochbeiner". Geblüht hat er trotzdem. Soll ich ihn besser wieder tiefersetzen und wenn ja, wann? Frühjahr oder besser noch diesen Herbst?

Wie Norna bereits sagte, manche Phloxe neigen mehr als andere aus dem Boden herauszuwachsen. Prinzipiell tun es aber alle, deshalb ist es auch so wichtig, immer wieder mit Mulch nachzuhelfen!
In normalen Jahren geschieht nicht viel, wenn der Ballen etwas erhöht steht. In diesem trocknen Jahr erkannte man jedoch sehr deutlich, weshalb die einen Pflanzen schneller gelbe Blätter bekamen oder direkt zu welken begannen und andere vital blieben. Die Herausgewachsenen hatten nicht nur Wasser-, sondern auch Nährstoffmangel.
Albizia, wenn Dein Phlox noch nicht sehr lange steht und eh bereits geteilt werden sollte, würde ich ihn nach dem endgültigen Abblühen so zurückschneiden, dass noch Laub vorhanden ist, anschließend aufnehmen , das Pflanzloch erweitern, den Phlox wieder so einsetzen, dass er nach Absacken der Erde noch gut bedeckt ist. Natürlich liebevoll mit Kompost verwöhnen, obenrum- unten nützt er nicht viel, unter die Pflanze kommt nur etwas Gartenerde. Dann sollte er über Winter genügend neue Wurzeln gebildet haben, dass er im nächsten Frühjahr gut austreibt und gesund bleibt und ordentlich blüht.
Bei dieser Methode hast Du den Vorteil, dass aus den Randbereichen wieder aus den jungen Wurzeln neue Triebe kommen und Du nach zwei Jahren ein Monster hast! Willst Du ihn jedoch verpflanzen / teilen, musst Du akribisch alle im alten Loch verbliebenen Wurzeln herausklauben, damit sie sich nicht mit einer neuen Pflanze mischen.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Albizia am 31. August 2015, 10:14:11
Norna, danke für die Info  :D und Guda ganz herzlichen Dank für die ausgiebige Anleitung, die mir wirklich sehr weiterhilft.  :D

Der Phlox steht jetzt drei Jahre, ist aber nicht so groß, dass ich ihn unbedingt teilen müsste. Da er jetzt schon das 2. Jahr etwas hochbeinig steht, hat er sich nicht wirklich stark bestockt. Ich werde ihn also an der gleichen Stelle belassen und nach dem Abblühen das Pflanzloch erweitern, ihn aufnehmen und genau so vorgehen, wie du beschrieben hast.

Und dann mal gucken, wieviel er sich im nächsten Jahr darüber gefreut hat.  :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 31. August 2015, 14:06:48
Zitat
Und dann mal gucken, wieviel er sich im nächsten Jahr darüber gefreut hat.  :D
Und dann vom erfreuten Phlox ein Bild machen, bitte.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Albizia am 31. August 2015, 23:02:22
Zitat
Und dann mal gucken, wieviel er sich im nächsten Jahr darüber gefreut hat.  :D
Und dann vom erfreuten Phlox ein Bild machen, bitte.

Wenn er sich freut, dann ganz sicher.  ;) :D
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Norna am 31. August 2015, 23:31:53
Bei mir bekommen solche Phloxe einen Eimer Komposterde auf die Mütze - scheint ihnen sehr gut zu tun.
Titel: Re: Phlox- Anfaengerfragen
Beitrag von: Guda am 01. September 2015, 16:23:53
Grundsätzlich ja, aber das Hochwachsen verhindert man damit nicht. Also lieber erstmal (einen kleinen Horst) aufnehmen, und dann "Kompost auf die Mütze".
Titel: Re: Phlox- einfache Kulturfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 05. September 2015, 11:44:07
Da der Name Anfaengerfragen nicht gut gefunden wurde, eine Umbenennung- stets wieder änderbar  :)!

Ich wollte nur gern diese Frage stellen...(kann auch, wenn gewünscht in den phloxgarten verschoben werden)

Meine Frage:
Gestern haette ich heulen mögen,als ich die Wühlmaushaufen im Phloxbeet sah... ::) Gehen die Biester etwa auch daran?
Falls ja, sind Phloxe auch im eingebuddelten Kübel kultivierbar?  ???
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Guda am 05. September 2015, 15:39:27
Vielen Dank, dass Du den Thread umbenannt hast. Fragen hat jeder mal, nicht nur Anfänger.

Ja, leider gehen Wühlmäuse sogar sehr gerne an Phlox. Nach den milden Wintern gab es wohl eine explodierende Mäusepopulation. Im Forum haben viele über sie geklagt.
"Meine" Wühlmäuse gehen im Zweifelsfall zwar auch an Phlox, lieber haben sie jedoch die Wurzeln von Gehölzen. Nachdem ich zweimal erfolglos Großsträucher an der Grenze gepflanzt hatte, habe ich die dritte Tour in doppelt gelegte Draht-"beutel" gepackt. Mühsame Angelegenheit. Kaninchen- oder Kükendraht doppelt legen und in ein sehr großes Loch legen, Erde drauf und dann in der passenden Höhe die Pflanze draufstellen. Wieder Erde draufschippen, allmählich den Draht so hochbiegen, dass die Ränder sich ungefähr am Wurzelhals treffen, scharfe Kanten nach innen biegen!. Jetzt stehen die Sträucher seit etwa 5 Jahren ohne Fraßkalamitäten. Dadurch, dass der Draht praktisch ballonförmig im Loch ausgelegt wurde, hat die Pflanze ziemlich viel Platz, bis die Wurzeln an das Drahtgeflecht stoßen. Wenn die Mäuse dann etwas abfressen, juckt die Pflanzen recht wenig.
Man muss das Loch natürlich an der späteren Wurzelgeflechtgröße orientieren.
Für Phlox auf jeden Fall bis zu 30 cm tief und recht breit kann er auch werden.

Für Zwiebeln hatte ich Körbchen genommen . Sie hielten maximal 2 Jahre, dann waren sie durchgefressen. Töpfe werden vermutlich ähnlich behandelt werden.

Wir haben unterschiedlich viele Mäuse, andere aber vermutlich trotzdem mehr.
In einer Wühlmausgegend würde ich sehr gefährdete Pflanzen vermutlich ein "Hochbeet" anlegen: 10-20 cm Erde ausheben, Die Fläche mit kräftigem Draht, sicher mindestens doppelte Lage, auslegen. Eine entsprechend hohe Begrenzung mit Platten, Cortenstahl oder sonst was (Beton oder ähnlich geht natürlich auch und hält länger; gebürstet setzen sich bald Moose in die Ritzen, das sieht dann schön natürlich aus.) Bei 20 cm ausgehobener Tiefe brauchte man ca 20 cm oberirdischer Höhe.

Viel Mühe, aber wenn man keine Katze hat, ist das wohl die einzig dauerhafte Lösung.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Noodie am 05. September 2015, 16:08:47
Ich habe 3 Katzen, die hier zu Hause gemütlich auf den weichsten Kissen liegen. Ich gönne es ihnen, alleine schon deswegen, weil mein Garten in einem Zeckengebiet liegt, und ja, auch deswegen, weil ich meine Katzen abgöttisch liebe.  :-* ;D

Alles, was Guda über Körbe schrieb, kann ich unterschreiben, ich habe Hunderte von Körben gebastelt, um meine Rosen zu schützen.
Meinen Flieder-Hochstamm "Mme. Lemoine" allerdings, 1985 ohne Korb gepflanzt, haben die Mäuse gemeuchelt. Und vor kurzem beim nächsten Nachbarn einen voll tragenden Apfelbaum, der einfach umfiel. Im Herbst 2012 traf es eine meiner Süßkirschen, bewachsen mit einem großen Rambler. Auch sie fiel einfach um.

Und ich habe auch häufig erlebt, dass Mäuse die Körbe drainieren, indem sie darunter buddeln und Hohlräume schaffen.. Wenn man dann mal 2 oder 3 Tage bei Hitze und Trockenheit nicht hinguckt (mein Garten ist sehr groß), dann war es das für die betreffende Pflanze. Leider.

Momentan haben wir in D hauptsächlich eine Feldmausplage, schon im Frühjahr haben Landwirte eine Eingabe gemacht, Gift oberirdisch auslegen zu dürfen, statt nur mit Legeflinten. Mein "Rasen" (das war er mal...) ist zu einer Buckellandschaft mutiert, auf der man sich wirklich, wenn man nicht ständig aufpaßt, den Fuß umschlagen und brechen kann, obwohl er kurz gehalten wird. Mein Garten liegt ländlich, 2 Seiten sind von Wald umgeben, eine vom Landschafts- und späteren Naturschutzgebiet, die 4. Seite grenzt an eine Pferdekoppel, die früher mal ein Maisfeld war.

Phlox ist auch betroffen. Ganz aufgefressen werden aber nur junge Pflanzen, deren Wurzeln noch nicht verholzt sind. Ältere Pflanzen werden zum Teil verschleppt, als wenn die Wühler Wurzelmaterial an den Wühlklauen mit sich führen; die Phloxe können durchaus ein paar Jahre verschwunden sein und dann irgendwann wieder auftauchen, was ich gerade mit der Sorte "Pink Flame" erlebt habe. Sie war über 7 Jahre lang verschwunden und ist plötzlich wieder da, 1 m vom alten Standort entfernt.

Ich rate dazu, jungen Phloxen einen Drahtschutz um die Wurzeln zu geben und sie regelmäßig zu beobachten. Bei Feldmäusen hilft normalerweise Giftgetreide, dieses Jahr aber sind die Ausmaße der Plage so groß, dass ich schon 6 kg (nur unterirdisch, in den Gängen) verfütterte... Ja, die Mäuse wurden weniger, aber es sind noch immer viel zuviele.

Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Noodie am 05. September 2015, 16:25:28
@Weidenkatz:

Ich habe Deine Frage nach dem eingebuddelten Kübel leider vernachlässigt, weil mich das Schreiben über Wühlmäuse einfach nur wütend macht, denn ich bin selber sehr betroffen davon.
Du kannst durchaus Phlox in eingebuddelten Kübeln oder Töpfen halten, allerdings musst Du akribisch darauf aufpassen, dass sie nicht austrocknen.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 05. September 2015, 20:33:31
Guda, Noodie:  :D Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und eure Erfahrungen!
Das ist sehr hilfreich für mich! Leider grusele ich mich vor den Mæusen, bin aber dennoch nicht in der Lage sie zu meucheln. Ich find das vœllig o.k., wenn man das macht, kriege das selber aber nicht fertig...Jedenfalls noch nicht  ;)... Wahrscheinlich ændert sich das, wenn sie hier im Winter tatsaechlich richtig loslegen - dann kœnnte ich sauer genug werden.
Bisher bleibt mir nur, auf die wilden Katzen auf dem Kgvgelaende zu bauen ( ein dicker roter hat uns schon einmal ein"Geschenk" vors Tor gelegt und ich habe viiel Katzenminze zum Wohlfühlen gesetzt, um Freundschaft aufzubauen ;D ) und ferner eben die Pflanzen mechanisch zu schützen.
Da bin ich sehr erleichtert, dass Phlox im Kübel auch funktioniert und werde es zum Teil probieren!  :)
Ebenso auch bei den Hostas und fuer die Zwiebeln werden Kœrbe gebastelt.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Typhoon 2 am 15. September 2015, 08:08:53
Da die Zeit des "Garten räumen" naht ein paar Fragen. Schneidet Ihr euren Phlox zurück? Wie viel darf oder muss stehen bleiben? Oder brecht Ihr die Stängel aus, verletze ich dabei die Pflanze?
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Guda am 15. September 2015, 08:50:14
Wer nicht zurückschneidet, muss Massenversamung in Kauf nehmen und damit Verdrängung der Mutterpflanzen, weil die Sämlinge oft vitaler sind als die Mütter.
Es würde genügen, direkt nach der Blüte die abgeblühten Dolden auszubrechen und den Rückschnitt entweder beim allgemeinen Aufräumen abzuschneiden oder im Frühjahr das vorzunehmen. Wie es in den Arbeitsablauf hineinpasst.
Heuer sind viele Phloxe vorzeitig gelb / braun geworden, da habe ich sie dann bereits nach der Blüte stark runtergeschnitten. Manche Sorten treiben Überwinterungsknospen. Ich denke, es hängt mit ihrer Abstammung zusammen.

Ob man ausbricht oder schneidet, ist eigentlich gleich. Über der Basis sind die Stängel oft bereits stark verholzt, da splittern sie sie und fordern zum Schönheitsschnitt auf, also schneide ich da gleich. "Grüne" Stiele lassen sich problemlos glatt abbrechen.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Weidenkatz am 24. September 2015, 16:43:13
Muss für meine Frage etwas ausholen  :) :
 Ich habe meinen Garten erst seit April und ihn verwildert, eher verödet, übernommen.
Einzig an ein paar kleinen Strauchrosen und aus dem Boden kommenden Pfingstrosen, konnte man im Frühjahr im Rasen ein ehemaliges Beet erahnen.
Als ich dann an der Stelle ein neues Beet ausgestochen habe, kamen schnell diverse hellgrüne Pflänzchen zutage...
Ich liess die stehen, um zunächst eine Art Bodendecker zu haben bzw. hoffte auf Sonnenblumen o.ä.... Einige wenige wuchsen über 20 cm hinaus und entpuppten sich als
Wilde Phloxe, wie ich hier im Forum und mit Hilfe von goo.... erfahren habe.

Meine Fragen nun:
1. Besteht eine Chance, dass die, die dieses Jahr nicht zum Blütenansatz kamen, und bei 20 cm blieben, naechstes Jahr blühen?
Wenn ja, was kann ich dafür tun?
Oder lieber rausrupfen?

2. Was ich nicht im Netz klaeren konnte:
Ist wilder Phlox eine eigene Art?
Oder verwilderter "normaler" Phlox?
Meiner ist ca 40 cm hoch, blüht ganz leicht Rosa, fast weiß, hat sehr schmale Blütenblätter. Er ist nicht sehr standfest.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: blommorvan am 24. September 2015, 20:40:55
ad 2.) die Gattung Phlox besteht aus etwa 70 Arten.
Die Wildform unserer Gartensorten ist Phlox paniculata.
Daraus wurden die heutigen Sorten selektiert.
Aber auch Phlox amplifolia oder Phlox maculata spielen dabei mit.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Bellis65 am 28. September 2015, 08:09:49
Wer nicht zurückschneidet, muss Massenversamung in Kauf nehmen und damit Verdrängung der Mutterpflanzen, weil die Sämlinge oft vitaler sind als die Mütter.
Es würde genügen, direkt nach der Blüte die abgeblühten Dolden auszubrechen und den Rückschnitt entweder beim allgemeinen Aufräumen abzuschneiden oder im Frühjahr das vorzunehmen. Wie es in den Arbeitsablauf hineinpasst.
Heuer sind viele Phloxe vorzeitig gelb / braun geworden, da habe ich sie dann bereits nach der Blüte stark runtergeschnitten. Manche Sorten treiben Überwinterungsknospen. Ich denke, es hängt mit ihrer Abstammung zusammen.

Ob man ausbricht oder schneidet, ist eigentlich gleich. Über der Basis sind die Stängel oft bereits stark verholzt, da splittern sie sie und fordern zum Schönheitsschnitt auf, also schneide ich da gleich. "Grüne" Stiele lassen sich problemlos glatt abbrechen.

Überwinterungsknospen, wie sehen dlie denn aus, bzw. hättest du evtl. ein Bild davon?
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Rosenfee am 03. Oktober 2015, 16:12:39
Ich habe eine Stecklingsfrage:

Vor ca. 8 Wochen habe ich von einem Phlox das Verblühte recht großzügig runtergeschnitten, oben das Verwelkte abgeschnitten, den Rest in die Erde gesteckt und mit einem Weckglas abgedeckt. Zu dem Zeitpunkt bekam diese Stelle im Beet noch Sonne. Am Weckglas hat sich gut Wasser gebildet und einer der Stecklinge hat tatsächlich noch eine kleine Blüte entwickelt, die sich auch noch öffnete.

Meine Frage lautet jetzt: Nehme ich das Glas zum Winter ab oder lasse ich es drauf? Sonne bekommt diese Beetstelle erst wieder ab Anfang März.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Henki am 03. Oktober 2015, 16:35:10
Ich hatte mit solch späten Stecklingen noch keinen Erfolg. Wenn er aber sicher bewurzelt ist, ist das Glas unnötig, in der Wintersonne wohl eher sogar kontraproduktiv.



Andere Frage: Ich habe heute angefangen, das Beet mit den Mickerphloxen aufzunehmen. Was ich ausgrub waren Phloxe mit teilweise nur noch kleinstem Wurzelballen, dafür aber jeder Menge Engerlingen vom Gartenlaubkäfer. Scheinbar munden ihnen einige Phloxe ganz vorzüglich.  :P

Ist dieses Problem anderswo auch schon aufgetreten? Eine Bekämpfung halte ich hier nahezu für zwecklos, das gesamte Grundstück ist dicht besiedelt.  ::)
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Guda am 04. Oktober 2015, 12:13:36
@Hausgeist: ich meine, es gibt Nematoden gegen diese Engerlinge - irgendwo gelesen. Da würde ich noch einmal nachhaken.
Und sonst die Ballen der Mickerlinge auswaschen und anschließend topfen. Die Gefahr im Ballen einen Wurzelfresser zu übersehen, ist doch recht hoch. Ich denke da nur an die Minis, die sich in frisch gekauften Heucheras verbergen!
Bei langjährigen Mickerlingen taucht bei mir immer die Frage nach der Entbehrlichkeit auf.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Henki am 04. Oktober 2015, 12:38:39
Ich weiß, man kann sie mit Nematoden bekämpfen. Aber auf einem halben Hektar?!  :P Heute beim Rasenroden habe ich nachgezählt: Unter einem Placken von 30x40 cm fand ich 22 Engerlinge und habe nicht mal akribisch gesucht. Hochrechnen möchte ich mir das nicht. In den Beeten ist der Befallsdruck teilweise nicht wesentlich geringer.
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Guda am 04. Oktober 2015, 12:50:05
Bääääääääääh! Ich beneide Dich nicht um dieses Krabbelzeug! Wir haben hier vor allem Engerlinge von Rosenkäfern, heißt es. Kann aber stimmen, denn sie leben vor allem im Kompost oder in Kübeln und Substratbehältern. Dort hole ich aber ähnliche Mengen heraus wie Du sie beschreibst.  Nicht einmal die Vögel sind von ihnen angetan.

Da wir keinen eigenen Rasen haben (aber von Grasflächen umgeben) kann ich den Umgang mit ihnen nur vom Hörensagen weitergeben. In der Flugzeit der Käfer sei es besser, den Rasen nicht kurz zuschneiden und auf eine Grundfeuchte zu achten. Die Engerlingmengen sollen in dem Fall signifikant zurückgehen. Die Laubkäfer würden kurzgehaltenes Gras über trocknem Boden vorziehen.

Hast Du in Kübeln/ Töpfen auch schon mal diese Engerlinge gefunden?
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Henki am 04. Oktober 2015, 12:58:15
Nein, bisher nicht. Im Moment helfen mir meine Laufenten, auf den frisch entgrasten Flächen die Engerlinge zu beseitigen. Sie scheinen ihnen gut zu schmecken - wie auch die schlüpfenden Käfer im Sommer. Interessant ist, dass vor allem die P. maculata betroffen zu sein scheinen. Vielleicht schmecken sie besser?
Titel: Re: Phlox-Kulturfragen
Beitrag von: Guda am 04. Oktober 2015, 13:14:19
Super, Laufenten sind natürlich größer als Singvögel, die haben mit den dicken Engerlingen Probleme.