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Garten- und Umwelt => Quer durch den Garten => Thema gestartet von: Conni am 01. Oktober 2015, 13:37:18
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Heute Morgen fiel mir bei der Gartenrunde ein Gebilde auf, das kunstvoll zwischen zwei Halmen einer Habichtskrautblüte gebaut wurde. Ein danebenstehender Grashalm wurde auch mit eingewoben, das Baumaterial für die "Wände" sind Habichtskrautblätter, die also erst mal vom Erdboden nach oben befördert werden mußten.
Wer hat hier gebaut?
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Und von der anderen Seite:
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... ich hol es noch mal hoch - vielleicht hat ja doch noch jemand eine Idee? :)
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Das ist mir schon mal untergekommen aber damals habe ich auch nicht rausgefunden was es ist. Gibt eigentlich zwei grobe Möglichkeiten.
1.Ein getarntes Spinnengelege
2.Ein getarnter Schmetterlingskokon oder was von einer Pflanzenwespe.
Schwierig ich denke schon drüber nach seit Du es gepostet hast. Mit solchen Vermutungen ist Dir vermutlich nicht sehr geholfen.
Darum habe ich gehofft das hier ein Schlaukopf ist der das in den letzten Jahrzehnten gesehen hat und mal nachgeschaut hat. :P
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Danke, Axel, fürs nach- und mitdenken. :) Blattschneider-diverse hab ich schon recherchiert, hab aber nichts gefunden, was einigermaßen passt. Und auseinanderpflücken wollte ich es nicht, kann ich nicht. Hoffen wir weiter auf einen Schlaukopf.
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Mir lässt das Gebilde auch keine Ruhe und ich weiß schon nicht mehr, mit welchen Stichworten man das Internet noch füttern könnte.
Etwas merkwürdig ist, dass man quasi keine Fäden sieht, mit denen das Ding zusammen gehalten wird. Tropische Weberameisen fallen als Erzeuger aus und prinzipiell würde ich Spinnen eher als Raupen zutrauen, dass sie Blätter nach oben befördern und dort verankern.
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Das war mir schon die ganze Zeit unheimlich. Die Blätter sind völlig grün.
Könnte vielleicht sowas wie eine Galle oder ein Pilz sein.
Wenn Du die ganze Pflanze siehst auf dem Originalfoto kannst Du da gut suchen
http://www.pflanzengallen.de/pflanzenverzeichnis.php?letter=A
Sonst wird es eine lange aber sehr interessante Suche.
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Auch wenn das Rätsel erst mal eins bleibt, freu ich mich, dass es auch Euch keine Ruhe läßt. Danke Dir, Zwiebeltom!
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Danke Dir auch für die Seite, die ich jetzt nach dem Einfall es könnte eine Galle sein gefunden habe, sie ist eine wahre Fundgrube. Da kann man Stunden Rätsel aus der Vergangenheit lösen.
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Eine Pflanzengalle? Aus unterschiedlichen Blättern? Mit einem Grashalm drin? Hm. Jetzt ist es dunkel, morgen soll es dauerregnen, aber ich schau auf jeden Fall noch mal danach. Und bin gespannt, ob die verwobenen Blätter auch eine Woche später noch grün sind.
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Die Blätter sind anscheinend von der gleichen Art an der besonnten Seite rot an der anderen grün.
Ein Grashalm ist das nicht das ist eine Seitenknospe und ein alter ist verzweigt. Das machen Gräser so nicht.
Bin auch erst drauf reingefallen.
Kann auch sein das die Pflanze unterhalb des abgestorbenen Blütenstandes noch mal eine Rosette gemacht hat. Wenn Du sie findest schau doch mal wie die Bodenrosette aussieht.
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Ein Grashalm ist das nicht das ist eine Seitenknospe und ein alter ist verzweigt. Das machen Gräser so nicht.
Bin auch erst drauf reingefallen.
Bist Du sicher? Den Rest des Grases hab ich zum Fotografieren zur Seite gebogen, deshalb bin/war ich eigentlich sicher, dass es ein Grashalm war. :-\
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Für mich ist das ein Grashalm. Außerdem sind Gallen doch nicht so in Lagen aufgebaut. Das sieht mir eher nach zusammengeklebt aus.
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Schau doch mal das oberste Bild im Original an,
Unten kommt da ein grüner Stengel, hinter den Blättern ist ein grüner der aber keinen Knoten hat sondern eine Blattschuppe. Dann ist da noch der gelbe Stengel der da raus kommt ist aber unterhalb eben nur der grüne.
Von der anderen Seite ist es genau umgekehrt. Außerdem haben alle Blätter eine Zentrale von dem sie ausgehen.
Wohl doch eine Rosette irgendwas wie Crepis.
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Im ersten Bild gehen alle Blätter nach rechts im darunter nach links, da ist meine Vermutung schon wahrscheinlich.
So klebt niemand was zusammen. Außer vielleicht ein Mensch. ;)
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Ja, aber von der Seite kommt das Gras, außerhalb des Gebildes mit weiter auseinanderstehenden Samen, hinter dem Gebilde mit eng beieinander stehenden Samen. Aber es ist derselbe Halm.
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So klebt niemand was zusammen. Außer vielleicht ein Mensch. ;)
Ich wars nicht. ;) Und ich versuch morgen noch mal, das erstens wiederzufinden und zweitens noch mal Photos zu machen.
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Ich bin absolut sicher das sich der Grassamenstand nur reingemogelt hat, der kommt ja auch von der Seite unterhalb gut zu sehen. Die Korblütlersamenstände im Hintergrund könnten das gleiche sein. Du hast Doch das Originalfoto. Da sieht man sicher das es kein Grashalm mit Knoten ist. Unterhalb der Blätter ist das vertrocknete ziemlich sicher das gleiche und es ist verzweigt.
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Eulenfalter wie das blaue Ordensband bauen manchmal solche Teile.
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Es dürfte sich um die Außenhülle eines Überwinterungskokons einer Schmetterlingsraupe/Puppe handeln. Siehe hier: http://www.lepiforum.de/1_forum.pl?md=read;id=12513
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Danke, Argo und Hortus.
Bleibt nur herauszufinden, welcher genau.
Ihr seid klasse, alle zusammen! :D
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Die Blätter dürften vom Gewöhnlichen Ferkelkraut sein und ich kann mir vorstellen, dass Axel in #10
die Lösung schon hatte. Pule vielleicht doch einmal vorsichtig und schau nach, ob die Blätter nicht
gemeinsam aus der Gabelung des Stängels entspringen. Eine sekundäre Blattrosette mit deformierten
Blättern vielleicht. Ich sehe, wie Axel, auch nur einen, von der Seite durchstoßenden Grashalm.
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Die Blätter dürften vom Gewöhnlichen Ferkelkraut sein und ich kann mir vorstellen, dass Axel in #10
die Lösung schon hatte. Pule vielleicht doch einmal vorsichtig und schau nach, ob die Blätter nicht
gemeinsam aus der Gabelung des Stängels entspringen. Eine sekundäre Blattrosette mit deformierten
Blättern vielleicht. Ich sehe, wie Axel, auch nur einen, von der Seite durchstoßenden Grashalm.
Ich bin sicher, dass die zusammengefalteten Blätter an einer Stelle der Blütenstengel sitzen, an der sonst und normalerweise keine Blätter sind. Und ich sehe einen von außen kommenden, eingewobenen Grashalm (und hatte Axel so verstanden, dass er der Meinung wäre, dass das kein Grashalm ist, sondern etwas zu der Pflanze gehörendes, an der das Bauwerk sitzt). Ich mach noch mal Bilder, sobald Licht und Witterung es zulassen, versprochen. :)
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Richtig, an der Stelle sitzen normaler Weise nur schuppenförmige
Hochblätter. Es gibt aber Sprossungen, Abnormitäten. So etwas
könnte das sein.
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Genau das meinte ich was Lerchenzorn sagt der Grashalm hat sich nur in dieser Sekundärrosette verfangen.
Ich hab hier mal so eine Missbildung an einer Verbascum gezeigt. Das war eine Riesenrosette an dem oberen Ende des Blütenstandes sah aus wie eine Palme.
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Dann wäre es bei "Tiere im Garten" falsch. Ich schau es mir noch mal an, ganz vorsichtig. Aber nicht mehr heute. Habt Dank, alle zusammen. :D
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Mir ist gerade eingefallen das bei Sonnentauarten und Venusfliegenfallen sowas öfter mal am gewöhnlich unbeblätterten Blütenstiel vorkommt.
Im dortigen Forum haben sie das falsche Viviparie genannt. Ich weiß nicht ob das botanisch korrekt ist, aber bei Dionaea kann man diese kleinen Fallenrosetten am Blütenstiel durchaus zum bewurzeln bringen.
Die wachsen ja auch im feuchten Sphagnum.
Wenn ich eine Spinne oder eine Raupe wäre würde ich so eine kleine Rosette schon als willkommenes Versteck nehmen. Aber wenn es keiner entdeckt hat ist es wohl leer.
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Guten Morgen. :) Ich war eben noch mal draussen, hab eine Weile gesucht und es schließlich wiedergefunden. Ihr hattet Recht: es ist eine neue, kleine Blattrosette, die am Blütenstengel sitzt. Und der Grashalm hatte sich tatsächlich nur reingemogelt.
Die Blattrosette von unten:
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... und von der Seite.
Weil es unbewohnt ist, gehört es wohl doch eher zu "Quer durch den Garten". Ich verschieb es gleich.
Habt Dank für Eure Hilfe! :D
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Das war ja eine spannende detektivische Gemeinschaftsarbeit :D