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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Neuling01 am 15. November 2015, 14:27:09
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Ich möchte eine eher freiwachsende (Blüten-)Hecke pflanzen (ca. 8-9m), habe mir dazu auch bereits einige Gehölze ausgesucht (die Hecke soll zum Teil einen hässlichen kleinen Zaun verdecken und zum Teil auch als Vogelschutz- und Vogelnährgehölze dienen):
- Sambucus nigra 'Black Lace'
- Ribes sanguineum 'King Edward VII'
- Crataegus monogyna
- Pyracantha coccinea 'Soleil d'Or' (vielleicht auch eine andere Sorte?)
- Viburnum bodnantense 'Dawn'
Das wären so meine Favoriten, nun benötige ich noch etwas Hilfe bei der richtigen Anordnung der Pflanzen (auch über Verbesserungsvorschläge was die Auswahl der Pflanzen anbelangt würde ich mich freuen, da ich mit freiwachsenden Hecken noch bisher wenig Erfahrung habe).
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Kolkwitzia!!!
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Cornus mas
Cornus alba + sanguinea
Amelanchier
Euonymus
Corylus
Viburnum
Philadelphus
div. Wildrosen
VG Wolfgang
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rosa "frühlingsduft", schafft an die 3m höhre und breite, die bienen lieben sie und der duft ist wundervoll
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Fressen die Vögel bei dir die Früchte von Feuerdorn? Hier hängen die sehr lange.
Wie hoch und breit darf die Hecke werden?
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Hier hängt das von der Sorte ab.
'Orange Charmer', wächst kräftig, ist jetzt schon leer
'Teton', bislang sehr langsam wachsend, die Beeren hängen teilweise noch zur Blütezeit.
(Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass die Pflanze noch klein ist und die Beeren in der Ecke möglicherweise nicht entdeckt werden...)
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Fressen die Vögel bei dir die Früchte von Feuerdorn? Hier hängen die sehr lange.
Wie hoch und breit darf die Hecke werden?
Darf so 3m breit und bis zu 4m hoch sein.
Danke schonmal für alle Tipps, einen Philadelphus (und auch Euonymus) finde ich sehr interessant für die Hecke.
Ich bin um ehrlich zu sein kein Fan von Rosen, aber Rosa 'Frühlingsduft' ist mir auch eine Überlegung wert^^
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Bei 4 m Höhe könntest du eventuell auch einen Zierapfel (als Hochstamm) einbauen...
'Adirondack' bildet eine relativ schlanke Krone.
Ich habe in der Hecke auch einen Judasbaum stehen.
Tolle Blüte im Frühjahr, und die Meisen sind ganz versessen auf die Samen.
Allerdings hängen die (leeren) Schoten sehr lange, so dass mich schon unwissende Nachbarn fragten, ob der arme Baum krank sei...
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Wenn die Hecke nur so um die 4m hoch werden darf, bedeutet das für einige genannte Sträucher entweder regelmäßigen Schnitt an der "Oberkante", oder alle paar Jahre ein Auf-den-Stock-setzen, also das Absägen aller Stämme so 10-20cm überm Boden.
Crataegus monogyna, Corylus avellana werden wesentlich höher als 4m, Cornus mas auch, wächst aber recht langsam, manche Euonymus und Amelanchier-Arten werden ebenfalls höher.
Ich habe Hecken aus Cornus sanguinea und Cornus alba 'Sibirica', erstere pendelt bei 4-5m, zweitere bei 3m Höhe.
Die Vögel lieben die Beeren von Cornus sanguinea, ob sie die weißen Beeren von C. alba genauso gern haben, hab ich noch nicht eingehend beobachtet.
Mit Ligustrum vulgare könntest du noch ein weiteres einheimisches Gehölz einbringen, bei dem die Beeren gern genommen werden und was auch nicht so hoch wird.
Edit:
wieviele Meter lang soll die Hecke werden?
Bei so unterschiedlich hoch wachsenden Gehölzen muss man den niedriger bleibenden mehr Platz zwischen den höher werdenden gönnen, sonst werden sie von diesen erdrückt, oder vielleicht davon ein paar Exemplare nebeneinander setzen, also ein Streifen, der dann niedriger ist.
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Wenn die Hecke nur so um die 4m hoch werden darf, bedeutet das für einige genannte Sträucher entweder regelmäßigen Schnitt an der "Oberkante", oder alle paar Jahre ein Auf-den-Stock-setzen, also das Absägen aller Stämme so 10-20cm überm Boden.
Crataegus monogyna, Corylus avellana werden wesentlich höher als 4m, Cornus mas auch, wächst aber recht langsam, manche Euonymus und Amelanchier-Arten werden ebenfalls höher.
Ich habe Hecken aus Cornus sanguinea und Cornus alba 'Sibirica', erstere pendelt bei 4-5m, zweitere bei 3m Höhe.
Die Vögel lieben die Beeren von Cornus sanguinea, ob sie die weißen Beeren von C. alba genauso gern haben, hab ich noch nicht eingehend beobachtet.
Mit Ligustrum vulgare könntest du noch ein weiteres einheimisches Gehölz einbringen, bei dem die Beeren gern genommen werden und was auch nicht so hoch wird.
Edit:
wieviele Meter lang soll die Hecke werden?
Bei so unterschiedlich hoch wachsenden Gehölzen muss man den niedriger bleibenden mehr Platz zwischen den höher werdenden gönnen, sonst werden sie von diesen erdrückt, oder vielleicht davon ein paar Exemplare nebeneinander setzen, also ein Streifen, der dann niedriger ist.
Es sind nur so 8-9m und vor allem auf den Crataegus monogyna (ja den würde ich auch regelmäßig an der Oberkante schneiden) und den Sambucus nigra 'Black Lace' möchte ich auf jeden Fall nicht verzichten. Welche Gehölze würden denn deiner Meinung nach gut dazu passen?
Wären kleinere Sträucher im Vordergrund (kleinere Spiraen/Pontentillen/Hypericum) auch noch sinnvoll?
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Viburnum opulus (die Wildart, nicht eine Sorte mit gefüllten Blüten) oder Viburnum lantana. Erster mag es etwas feuchter, letzterer eher etwas trockener und sonniger.
Auf Pyracantha würde ich übrigens verzichten - den zu schneiden ist eine Strafarbeit.
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Auf Pyracantha würde ich übrigens verzichten - den zu schneiden ist eine Strafarbeit.
Das sehe ich anders.
'Teton' wächst bislang so langsam, dass ich noch gar nicht schneiden musste.
'Orange Charmer' ist auch gut beherrschbar, finde ich zumindest... ;)
Wenn dir Philadepphus zusagt: Da gibt es auch kleinere Sorten.
Bei mir steht P. erectus, ist sehr handlich und duftet genau so gut wie die großen.
Zu dem Holunder könnte ich mir übrigens ein Kolwitzie gut vorstellen, auch wenn du die bislang anscheinend noch nicht in die engere Wahl gezogen hast.
Unendliche Blütenfülle und herrlicher Duft!
(http://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/14149/Wegseite_15-3.jpg)
(http://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/14149/Kombi_15-16.jpg)
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Ist das mit dem 'Black Lace' wirklich eine so gute Idee?
In Solitärstellung bzw. Alleinstellung sehr schön aber junge Pflanzen wachsen nach meiner Erfahrung so verhalten, dass sie zwischen den anderen vorgeschlagenen Sträuchern untergehen. Es sei denn, du planst Pflanzabstände von 2 Metern...
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Wenn es ihr um die Farbe geht, könnte sie ja auch Physocarpus nehmen, wie auf meinem Bild.
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@enaira: Kolkwitzie mit Duft? Da habe ich wohl ein Ausnahmeexemplar erwischt, oder der Standort auf Sand behagt ihr nicht. Ich habe sie schon über 12 Jahre, sie blüht auch reichlich, hat aber noch nie geduftet.
Das mit dem Feuerdorn würde ich auch eher so sehen wie bristlecone, zumal mein Pyracantha auch noch Ausläufer schob.
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@enaira: Kolkwitzie mit Duft?
Mein Exemplar weht richtige Wolken durch den Garten.
Schwer zu beschreiben, wie die Kohlröschen, die kleinen dunkelroten Orchideen, die in den Tiroler Bergen wachsen.
Lateinischer Name fällt mir gerade nicht ein...
Hier habe ich es: Schwarzes Kohlröschen, Nigritella rhellicani
Die riechen angeblich nach Vanille, für mich ist es aber eine etwas andere Note.
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Kann ich bestätigen. :D
Aber sind ständig geschnittnene Kolkwitzien nicht ein Akt von "Vergewaltigung"? :-\ :-X
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Eigentlich braucht man nur gelegentlich ältere Äste bodennah herausschneiden.
Die Äste sind auch dekorativ, abblätternde Rinde...
Oder sieht mein Exemplar vergewaltigt aus? :-\
Die steht schon seit etwa 15 Jahren dort.
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Danke für die Hinweise zum Duft. Dann werde ich meiner Kolkwitzie nächstes Jahr mal gut zureden. Oder es mit Kompostgaben versuchen.
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Ach, stimmt, 8-9m hattest du im Eröffnungspost geschrieben 8)
Hm, mein 'Black Lace', als ich ihn von trocken-sonnig zu halbschattig-frisch umgepflanzt hatte, wuchs so wie normaler Sambucus nigra, eigentlich recht zügig...
Zwei Anmerkungen:
wieviel Zier und wieviel Vogelschutz- und Ernährung solls denn sein?
Crataegus-Früchte werden gern im Laufe des Winters genommen, aber an meinem 'Black Lace' hab ich den Eindruck gewonnen, daß die Vögel gegen das dunkle Laub die Beeren gar nicht als solche erkennen - während ein wilder Sambucus sofort geplündert wird, kaum daß die Beeren ein wenig Röte bekommen, hingen sehr viele Beeren, die noch nicht von alleine abgefallen waren, noch im Oktober am Strauch.
Ribes und Kolkwitzia sind äußerst dekorative Sträucher, bieten außer Ansitz aber wenig Nahrung, soweit ich das abschätzen kann.
Wenns mehr um Versteck- und Ansitzmöglichkeiten geht, wär das ja völlig ausreichend.
Cornus alba 'Sibirica' bietet einen schönen Winteraspekt durch die leuchtend rote Rinde.
Was die unterschiedlichen Wachstumsstärken angeht - ich würde auf diesen 8-9m wahrscheinlich schauen, ob ich die Pflanzen in aufsteigender Reihenfolge ihrer zu erwartenden Höhen pflanzen könnte - also von niedrig über mittel zu hoch (oder umgekehrt, je nachdem wo der am höchsten werdende Strauch am besten platziert ist, um vielleicht das Nachbarhaus zu verstecken oder Ähnliches) und nicht die Wuchshöhen mischen.
Ich würd den Crataegus vielleicht auch nicht an der "Oberkante" schneiden, sondern alle paar Jahre im Inneren auf unterschiedlichen Höhen die höchsten Äste herausnehmen, um ihn in der Höhe zu reduzieren, das ergibt ein natürlicheres Bild und er verzweigt sich von Innen.
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Ich gebe zu, dass mir der Duft in den ersten Jahren auch nicht so aufgefallen ist.
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Ribes und Kolkwitzia sind äußerst dekorative Sträucher, bieten außer Ansitz aber wenig Nahrung, soweit ich das abschätzen kann.
Ich habe in diesem Herbst den Eindruck, dass die Spatzen und Meisen, die sich in der Kolkwitzie tummeln, auch die Samen naschen.
Auf alle Fälle ist der Strauch ein beliebter Sitzplatz.
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ist dir die Kolkwitzie in meinem Garten aufgefallen? Steht mehr als 20 Jahre und wurde noch nie geschnitten. Höhe mehr als 3 Meter und Umfang ebenso groß. Ich möchte sie nicht missen aber für kleinere Anlagen nicht unbedingt empfehlen.
Ähnlich in der Wirkung, auch ohne Schnitt kleiner bleibend aber leider ohne Duft können Deutzien wie 'Tourbillion Rouge' sein.
Aber zurück zum eigentlichen Thema...
Hat schon jemand Lonicera tatarica genannt? Ein robuster Strauch mit Bienenfreundlichkeit und Fruchtbildung, der recht ansehnlich ist und auch von der Wuchsstärke in eine solche Pflanzung passen dürfte.
Dazu auch noch die diversen Cotoneaster-Arten, die um die zwei Meter hoch werden, gerne von Insekten besucht werden, Früchte ausbilden ,die Vögel mögen und dazu auch noch eine tolle Herbsfärbung produzieren.
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Ach, stimmt, 8-9m hattest du im Eröffnungspost geschrieben 8)
Hm, mein 'Black Lace', als ich ihn von trocken-sonnig zu halbschattig-frisch umgepflanzt hatte, wuchs so wie normaler Sambucus nigra, eigentlich recht zügig...
Zwei Anmerkungen:
wieviel Zier und wieviel Vogelschutz- und Ernährung solls denn sein?
Crataegus-Früchte werden gern im Laufe des Winters genommen, aber an meinem 'Black Lace' hab ich den Eindruck gewonnen, daß die Vögel gegen das dunkle Laub die Beeren gar nicht als solche erkennen - während ein wilder Sambucus sofort geplündert wird, kaum daß die Beeren ein wenig Röte bekommen, hingen sehr viele Beeren, die noch nicht von alleine abgefallen waren, noch im Oktober am Strauch.
Ribes und Kolkwitzia sind äußerst dekorative Sträucher, bieten außer Ansitz aber wenig Nahrung, soweit ich das abschätzen kann.
Wenns mehr um Versteck- und Ansitzmöglichkeiten geht, wär das ja völlig ausreichend.
Cornus alba 'Sibirica' bietet einen schönen Winteraspekt durch die leuchtend rote Rinde.
Was die unterschiedlichen Wachstumsstärken angeht - ich würde auf diesen 8-9m wahrscheinlich schauen, ob ich die Pflanzen in aufsteigender Reihenfolge ihrer zu erwartenden Höhen pflanzen könnte - also von niedrig über mittel zu hoch (oder umgekehrt, je nachdem wo der am höchsten werdende Strauch am besten platziert ist, um vielleicht das Nachbarhaus zu verstecken oder Ähnliches) und nicht die Wuchshöhen mischen.
Ich würd den Crataegus vielleicht auch nicht an der "Oberkante" schneiden, sondern alle paar Jahre im Inneren auf unterschiedlichen Höhen die höchsten Äste herausnehmen, um ihn in der Höhe zu reduzieren, das ergibt ein natürlicheres Bild und er verzweigt sich von Innen.
Eine konkrete Anzahl bei Zier-, Vogelschutz- und Vogelnährgehölzen habe ich nicht, sollte nur eine gute Mischung sein sofern die 8-9m das ermöglichen. Das einzige was ich sagen kann ist, dass als Vogelschutzgehölze am besten Gehölze mit Stacheln/Dornen wären da hier oft diverse Nachbarskatzen im Garten ihr Unwesen treiben...
Den Sambucus habe ich auch mehr aufgrund des Zierwertes ausgesucht und nicht vorrangig als Vogelnährgehölz.
Danke für den Tipp, werde die Sträucher (je nachdem wozu ich mich letztlich entscheide) in aufgsteigender Reihenfolge platzieren. :)
Bisher finde ich weiterhin Philadelphus und dank dem imposanten Bild von enaira auch die Kolkwitzie sehr interessant.
Deutzia 'Tourbillion Rouge' gefällt mir vom Zierwert her ebenso und Liguster als gutes Vogelnährgehölz (freiwachsend ja auch ein schöner Fruchtschmuck) sagt mir auch zu, da kann man sich ja gar nicht entscheiden bei der großen Auswahl . :-\
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physocarpus opulifolius (rot- gelb- oder grünlaubige sorten) finde ich super für freiwachsende hecken.
das gehölz scheint robust, die schneeballähnlichen blüten sind schön und die samenfrüchte werden von vögeln gut angenommen.
im winter tummeln sich hier die dompfaffen darin, ein wunderbarer anblick. :D
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Alternativ oder ergänzend auch:
• Berberis julianae (Julianes Berberitze): immergrün; dicht und bedornt – bei mir ein 1A-Rückzugsraum für Vögel von der daneben befindlichen Futterstelle
• Berberis thunbergii ′Atropurpurea′ (Thunberg-Berberitze): rotlaubig mit gelben Blüten
Zu der genannten Kolkwitzie: Sie kann recht groß werden. Selbst auf meinem kargen Sandboden ist sie – nach allerdings über 30 Jahren – ca. 4 m breit und knapp 5 m hoch. In der Blütezeit (4 bis 5 Wochen) sehr schön, danach weniger attraktiv; kann z.B. mit Clematis „aufgehübscht“ werden.
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Danke für alle Beiträge, werde mich wohl zusätzlich zu den Pflanzen die ich mir schon festgelegt hatte für Ligustrum, Berberis und eventuell noch eine Kolkwitzia entscheiden. :)
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Hm, mein 'Black Lace', als ich ihn von trocken-sonnig zu halbschattig-frisch umgepflanzt hatte, wuchs so wie normaler Sambucus nigra, eigentlich recht zügig...
Sicher Black Lace und nicht Black Beauty?
Na Mahlzeit. Ich hatte den Black Lace im Frühling gepflanzt, weil der Aprikosenbaum mir dort zu groß wurde - wenn der auch innerhalb von wenigen Jahren auf 5 m Höhe schießt bin ich betrübt. Obwohl, dann mach ich einen Schnitt-Hochstamm Hollunder draus...
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Definitiv 'Black Lace' :-\
Ich hab ihn 2012 umgesetzt, allerdings hatte er davor eben schon an der sonnig-trockeneren Stelle 2 oder 3 Jahre herumvegetiert, war also kein ganz Kleiner, hier ein Foto von Juni 2012:
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Und so sah er im Juni 2015 aus:
Edit meint, ich solle erläutern, daß die Eibenhecke paralell natürlich auch gut gewachsen ist - als Referenz kann man den 2. Knick im Apfelbaum nehmen, wo ein dicker Ast auf dem ersten Bild nach oben rechts abgeht - auf dem zweiten Bild ist der höchste Trieb des Sambucus genau auf der Höhe angekommen.
Schlußendlich nicht so wüchsig wie ein auf den Stock gesetzter normaler Sambucus, aber eben auch nicht schwachwüchsig.