garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: kudzu am 27. Dezember 2015, 01:03:58
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was ist air pruning?
nicht mal Wiki weiss was dazu und deutschen Begriff hab ich keinen dafuer gefunden
in einem Artikel der University of Washington zm Bau eines Air Pruning Table heisst es in etwa "Air pruning geschieht, wenn Wurzeln ohne extreme Luftfeuchte der Luft ausgesetzt sind, die Wurzelspitzen verbrennen regelrecht was die Pflanze dazu anregt staendig durch Verzweigung neue, gesunde Wurzeln zu produzieren, wenn die Wurzeln in einem geschlossenen Gefaess nicht der Luft ausgesetzt sind wachsen die Wurzeln beengt und spiralig entlang der Gefaesswand"
hat erst mal nix mit Tomaten zu tun, erklaert aber ganz gut, wie Air Pruning funktioniert
Air Pruning Toepfe ohne Bankrott anmelden zu muessen
billige selbstgenaehte Grow Bags
ich werd in Fruehjahr wohl aus Faulheit einfach ein paar von den billigen, wiederverwendbaren Einkaufstaschen aus non-woven polypropylene als grow bags verwenden und ausprobieren, was passiert
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... ich werd in Fruehjahr wohl aus Faulheit einfach ein paar von den billigen, wiederverwendbaren Einkaufstaschen aus non-woven polypropylene als grow bags verwenden und ausprobieren, was passiert
... weil ich keinen Plastikmuell in meinem Garten mag, ...
ahja. ::)
vielleicht sollte kudzulein mal mit kudzulein darüber kritisch ins gericht gehen. ;D
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..........
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Sind diese nonwoven polypropylene bags für Wurzeln durchlässig?
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wenn man den Herrn in diversen Videos glauben darf, JA
ein Aussie verwendet '90% shade cloth' *gruebel* Schattierungsgewebe wie man es zB fuer Treibhaeuser nimmt
ein Jutesack sollte eigentlich auch gehen, manche Baumschulen liefern ja Baeumchen mit Wurzelballen in 'brurlap' gewickelt,
Wiki uebersetzt das mit 'Sackleinen' oder 'Rupfen'
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Rupfen dürfte zu grob sein und ob es eine ganze Saison durch hält, bezweifle ich erstmal.
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Der "Sack" aus Polypropylen-Vlies soll die Wurzeln nicht durchlassen, er dient als waaserdurchlässiger (z.B. über den"Übertopf") Pflanzbehälter, denke ich mal.
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hmmm, sieht nicht so aus, als sollte da noch ein Pflanzbehaeltnis drunter
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Möglicherweise bekommt man denselben Effekt durch Pikieren und mehrfaches Umtopfen. Ich knipse außer bei Tiefwurzlern immer die Wurzelspitzen ab, wenn ich Sämlinge umtopfe.
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hmmm, sieht nicht so aus, als sollte da noch ein Pflanzbehaeltnis drunter
Gieße ich dort, läuft unten das Wasser raus. :-[
https://www.youtube.com/watch?v=VPxj8e2r7H0
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Ich könnte mir vorstellen,dass es -ähnlich wie beim gärtnern auf Strohballen- nur mit einer automatischen Tröpfchen Bewässerung funktioniert .
Wenn man bedenkt, wie schnell "normale" Kübel im Sommer schon austrocknen ...
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Hier wird das Bewässerungsmanagement gezeigt.
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... Wenn man bedenkt, wie schnell "normale" Kübel im Sommer schon austrocknen ...
Stimmt, die Wurzelballen werden vermutlich unheimlich schnell austrocknen.
Vielleicht halten sich dafür aber die Wurzeln an das Ziel, unten im Topf nicht im Kreis zu wachsen.
Fehlen nur noch praktische Erfahrungen.
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Hier wird das Bewässerungsmanagement gezeigt.
"air pruning" wird auch ohne "self watering" praktiziert, findet man im In.
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muss es denn immer Hi-Tech sein?
Kiddie-Pool drunter, handbreit Wasser rein, ab und an auffuellen?
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und so ein kiddie-pool ist kein plastikmuell?
mal von den bei youtube gezeigten scillablauen chemiefässern abgesehen...
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Du gehst mir echt auf den Senkel, Zwerg
'man' in Video nimmt Kiddie Pool, oder haddu da nicht aufgepasst?
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Du gehst mir echt auf den Senkel, Zwerg ...
ich häng mich ja nicht in jede krude idee rein und schaue deshalb auch nicht jedes mögliche video dazu; das mit der herstellung eines dieser blauen lochfässer für die papaya hat mir genügt – aber ich staune ununterbrochen über widersprüche. ;)
wie schön, dass weiße schrift auch mit der neuen pur-software anwendbar ist, um geheime botschaften zu schreiben!
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bitte geh und spiel mit Pearl
cleanup on isle 4, please!!!!!!!!!!
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Die Frage die sich mir stellt ist vor Allem: Was soll das?
Das Ding an sich ist ein alter Hut und wird, meines Wissens, z.T. in Baumschulen gemacht um die Drehwurzeln bei Topfkultur zu verhindern. Dazu gibt/ gab es genoppten und gelochten Kunststoff auf Rolken der wie ein Topf zusammengelegt wird. Sobald die Wurzelspitze mit Luft in Kontakt kommt stirbt sie ab und es tritt eine Verzweigung ein. Sinnvoll ist sowas bei Gehölzen die verpflanzt werden sollen damit sie gut weiterwachsen (hoher Fein- und damit Saugwurzelanteil). Für Tomatenpflanzen unsinnig, die stehen eh nur kurze Zeit in kleinen Töpfen und für die Kultur bis zur Ernte ist es völlig wumpe wie oft und wieviel sich die Wurzeln um sich selber drehen.
In diesem Fall ist das nichts als eine überflüssige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme die obendrein noch die Bewässerung unnötig schwierig macht. Denn wenn die Wurzeln unten unten ständig im Wasser stehen sterben sie stumpf ab, da ist dann mit "Air pruning" (was stumpf übersetzt "luftstutzen" heißen dürfte) auch nichts zu retten.
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Die Frage die sich mir stellt ist vor Allem: Was soll das?
...Für Tomatenpflanzen unsinnig, die stehen eh nur kurze Zeit in kleinen Töpfen und für die Kultur bis zur Ernte ist es völlig wumpe wie oft und wieviel sich die Wurzeln um sich selber drehen.
In diesem Fall ist das nichts als eine überflüssige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ...
was das soll?
Informationsfluss anregen?
eine Diskussion ueber das fuer und wieder ausloesen?
Erfahrungsaustausch zum Nutzen derjenigen, die's noch nicht selber gemacht haben und derjenigen, die's verbockt haben?
wieso Tomaten? wer hat gesagt es muessen Tomaten sein?
und was hast Du gegen Tomaten als Testobjekte?
wieviele Leute hier setzen ihre Tomaten nicht in Beete sondern in Toepfe?
ob und wie sich jemand sinnlose Beschaeftigung verschafft, ist deren jeweilige Sache, es soll sogar Leute geben, die sammeln Briefmarken oder gehen joggen
wenn Du was Produktives beitragen willst/kannst waere nett, Du wuerdest das tun,
wieso sterben die Wurzeln stumpf ab, wenn der Topf unten Wasser ziehen kann?
wenn Wurzeln im Wasser einfach absterben, wieso tun sie das dann in Hydro-Toepfen nicht auch?
verhindert Airpruning jetzt 'nur' dass "die Wurzeln sich um sich selber drehen" oder
regt es - auch - Bildung von mehr Feinwurzeln an? wieso sollte ich nicht mehr von diesen Wurzeln haben wollen
und was tun die im Gegensatz zu anderen Wurzeln?
tbc
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Zu allererst: Ganz sicher nicht in diesem Ton! Ich habe dich nicht angegiftet, dann brauchst du das auch nicht zu tun!
ob und wie sich jemand sinnlose Beschaeftigung verschafft, ist deren jeweilige Sache, es soll sogar Leute geben, die sammeln Briefmarken oder gehen joggen
wenn Du was Produktives beitragen willst/kannst waere nett, Du wuerdest das tun,
Habe ich, übrigens mehr als mach anderer in diesem Faden, bereits getan. Z.B. erklärt wo das sinnvoll sein kann und was es damit auf sich hat.
wieso Tomaten? wer hat gesagt es muessen Tomaten sein?
und was hast Du gegen Tomaten als Testobjekte?
wieviele Leute hier setzen ihre Tomaten nicht in Beete sondern in Toepfe?
Hier wurde eingeworfen, dass irgendein Link zwar nichts mit Tomaten zu tun habe aber.....
So kam ich auf Tomaten.
Es spricht sicher nichts gegen Tomaten zum testen, aber auch nichts dafür. Bei Gemüse etc. ist es schlicht sinnlos. Für die kurze Kulturzeit ist es völlig egal wie oft, wie stark und in welche Richtung sich die Wurzeln drehen.
Eine Pflanze sorgt schon von sich aus dafür, dass sie ausreichend Feinwurzeln hat denn nur damit kann sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen (mit den Wurzelhärchen an den Feinwurzeln).
Sinnvoll ist air pruning nur dann wenn eine Pflanze in einem kleineren Bereich als natürlich viele Feinwurzeln bilden bzw behalten soll. Beispiel wären Obstbäume in der Baumschule. Die würden an sich ihre Feinwurzeln am Rand der Kronentraufe ausbilden und zum Stamm gin dicke Haltewurzeln bilden. Wenn diese dicken Wurzeln sich verdrehen hat die Pflanze es schwerer am Endstandort anzuwachsen (artabhängig). Deshalb werden die Wurzeln im Boden regelmäßig gekappt und der Baum verpflanzt (verschult). In Töpfen muss die Pflanze regelmäßig umgetopft werden (oft mit Wurzelschnitt) oder man verhindert das Waschstum der dicken Wurzeln durch Belüftung (das was du als air pruning kennst). Ohne hohen Feinwurzelanteil dicht am Stamm wäre kein Baum verpflanzbar.
Daraus ergibt sich aber auch, dass das bei Pflanzen die schnell in größere Gefäße kommen und darin bleiben (Gemüse etc) völlig sinnlos ist und die Kultur nur überflüssig kompliziert macht (Bewässerung!).
Zum Rest gleich mehr, ich muss erstmal nach Hause.
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So, weiter gehts:
wieso sterben die Wurzeln stumpf ab, wenn der Topf unten Wasser ziehen kann?
wenn Wurzeln im Wasser einfach absterben, wieso tun sie das dann in Hydro-Toepfen nicht auch?
Nicht falsch verstehen, war auf die Schnelle geschrieben.
Die Wurzeln sterben dort ab wo das Substrat ständig nass ist. Im Endeffekt führt der dadurch bedingte Sauerstoffmangel zum absterben der Wurzeln. Das heißt also, wenn die unteren 5cm eines solchen Sackes ständig im Wasser stehen damit die Säcke genug Wasser ziehen können hast du in den unteren 5-10 cm gar kein Wurzelwachstum mehr und Fäulnis im Substrat. Spätestens dann hättest du jeglichen eventuellen positiven Effekt von größerem Feinwurzelanteil weggewischt da du die gesamte Wurzelmasse deutlich reduzierst durch die Fäulnis.
Warum das bei Hydrokultur nicht passiert?
Ganz einfach: es passiert doch. Und zwar immer dann wenn Hydro falsch gepflegt wird.
1. Hydropflanzen sind von Anfang an in Blähton gezogen, dadurch ist ihr Wurzelaufbau etwas anders.
2. Hydropflanzen stehen in einem völlig sterilen Substrat das sehr viel Luft an die Wurzeln lässt aber kaum Wasser speichert.
3. Hydropflanzen müssen zwischen den Bewässerungsgängen zwingend abtrocknen! Steht immer Wasser im Topf verfaulen die Wurzeln bis da wo ständig Wasser steht genauso wie in zu nasser Erde.
Deshalb ist es auch problemlos möglich eine Hydropflanze in Erde zu topfen (die Wurzeln gewöhnen sich sehr schnell um) aber nahezu unmöglich eine Pflanze aus Erdkultur auf Hydro umzustellen. Kleinste Erdreste fangen an zu faulen, die Wurzeln sind an die Kulturmethode nicht angepasst, die Fäulnis geht auf die Wurzeln über, die Pflanze ist tot.
Die Gemüsekultur auf Wasser funktioniert nur wenn schon die Sämlinge in Steinwolle gezogen wurden und nur weil der größte Teil der Wurzeln nicht ständig im Wasser hängt, die Wurzeln zwischen den Flutungen kurz antrocknen können (also nur hohe Luftfeuchte haben) und das Wasser ständig in Bewegung ist und damit sauerstoffhaltig (nennt sich Hydroponik).
verhindert Airpruning jetzt 'nur' dass "die Wurzeln sich um sich selber drehen" oder
regt es - auch - Bildung von mehr Feinwurzeln an? wieso sollte ich nicht mehr von diesen Wurzeln haben wollen
und was tun die im Gegensatz zu anderen Wurzeln?
Durch das "abbrennen" der Wurzelspitzen verhinderst du das Längenwaschtum der Wurzel bzw. unterbrichst es ständig, dadurch kann die Wurzel sich nicht drehen da sie schlicht nicht lang genug wird. Entsprechend erhälst du mehr kürzere und feinere Wurzeln.
Warum du davon nicht mehr haben wollen solltest?
1. Willst du vermutlich keine Bäume ziehen die du Jahre später verpflanzen können willst. Entsprechend sind sie unnötig.
2. Sind feine Wurzeln deutlich empfindlicher gegen zu wenig und zuviel Wasser. Du machst dir die Pflege unnötig schwer oder teuer (automatische Bewässerung)
3. Bildet jede Pflanze (auch wenn sich die Wurzeln 10x um den Topf drehen) genügend Feinwurzeln um sich zu ernähren. Aber wenn mal zuviel oder zu wenig Wasser da ist kann die Pflanze aus gröberen, unempfindlicheren Wurzeln leichter wieder Feinwurzeln bilden als wenn sie keine anderen hat.
Das jahrhunderte bewährte Einkürzen der Wurzeln beim pikieren und anschließend zügige Weiterkultur ist mehr als ausreichend und ein stabiles Wurzelwerk zu produzieren.
Wie heißt es so schön im plattdeutschen: nie an fummeln wenn wat löppt (übersetzt: nie was ändern wenn etwas funktioniert).
Die Erfahrung mit Pflanzsäcken (ebenfalls luftdurchlässig) bei Zierpflanzen hat mir jedenfalls gezeigt, dass Geranien etc in einer üblichen Ampel deutlich schöner werden als im Pflanzsack.
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Bravo. Das habe ich mit Freude gelesen.
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Nur am Rande gefragt, weil eigentlich OT:
Wieso funktioniert die Methode, Stecklinge im Wasserglas bewurzeln zu lassen, wenn Wurzeln durch Sauerstoffmangel im Wasser absterben?
Und wieso kann man, je nach Pflanzenart, sogar solche bewurzelten Stecklinge jahrelang im Wasserglas "weiterkultivieren", sogar mit Algenschleim und nur Wasser nachfüllen, also keine besondere Sauerstoffanreicherung des Wassers?
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Funktioniert es auch mit abgekochtem Wasser?
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Danke für diese ausführliche, verständliche Erklärung.
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Es spricht sicher nichts gegen Tomaten zum testen, aber auch nichts dafür. Bei Gemüse etc. ist es schlicht sinnlos. Für die kurze Kulturzeit ist es völlig egal wie oft, wie stark und in welche Richtung sich die Wurzeln drehen...
kringelnde Wurzeln sind bei Tomaten eher nicht das Problem, einverstanden
aber hast Du grad geschrieben, es waere egal wie ich die Tomaten topfe, hoch, tief, mit anhaeufeln, halb liegend ...
weil
Eine Pflanze sorgt schon von sich aus dafür, dass sie ausreichend Feinwurzeln hat denn nur damit kann sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen (mit den Wurzelhärchen an den Feinwurzeln)...
? ? ?
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aber hast Du grad geschrieben, es waere egal wie ich die Tomaten topfe, hoch, tief, mit anhaeufeln, halb liegend ...
Jein.
Es ist schon aus Stabilitätsgründen sinnvoll Tomaten tief zu topfen (beim pikieren bis zu den Keimblättern, beim einpflanzen etwas tiefer als als der kleine Topfballen hoch ist, max. Bis zu den Blattansätzen). Das hat aber weniger mit zusätzlichen Wurzeln zu tun als mit der Stabilität der Pflanze. Bei veredelten Tomaten muss die Veredelungsstelle natürlich über der Erde bleiben, sonst bildet die Edelsorte Wurzeln und die Vorteile einer Veredelung sind dahin.
Anhäufeln kann sinnvoll sein wenn man mit bestimmten Stängelgrunderregern Probleme hat, wenn nicht ist es überflüssig, in Gefäßen allemal.
Und grundsätzlich ist es insbesondere Tomaten völlig wumpe wie sie gepflanzt werden solange die Triebspitze über der Erde bleibt könntest du sie sogar dekorativ in Schlangenlinien über den Boden legen. ;D
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Nur am Rande gefragt, ...(w)ieso funktioniert die Methode, Stecklinge im Wasserglas bewurzeln zu lassen,
Antwort am Rande: Wurzeln die sich im Wasser bilden haben einen etwas anderen Aufbau als Bodenwurzeln, weshalb sie damit zurecht kommen, dauerhaft unter Wasser zu leben und zu arbeiten. Beim Topfen wandeln sie sich recht schnell in Bodenwurzeln um bzw. der Neuzuwachs tut das. Am besten geht das allerdings, solange sie noch nicht zu lang sind. Deshalb sollte man Stecklinge aus Wasseranzucht recht bald eintopfen.
Dass es für den Ertrag von Tomaten egal ist ob man sie tief pflanzt oder mal eben mit dem Ballen auf den Boden stellt, liess sich in Anbauversuchen deutlich nachweisen, schon vor mehr als 30 Jahren.
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Was ich durch die verschiedenen Videos verstanden habe, soll man in kürzester Zeit schnell starke Pflanzen bekommen, weil eben die Wurzeln durch das "airpruning" zur verstärkten Weiterbildung angeregt werden. D.h. sie treiben nicht, wie sonst natürlich in die Tiefe, sondern durch ein ständiges Bestreben, die abgebrannten Wurzeln zu erneuern, in die Breite.
Da braucht man also auch gar nicht einzuwenden, dass das sinnlos sei, weil z.B. Tomaten oder sonstige Gemüsekultur doch nur eine kurze Zeit im Behälter bleibt. Die Videos zeigen sehr anschaulich den grossen Unterschied zwischen normal wachsenden und mit "airpruning" behandelten Pflanzen. Das allein ist für mich schon überzeugend.
Ein nächster Punkt ist die stimulierte Kraft der Pflanze, die sich doppelt und dreifach bemüht, ihr Wurzelwerk ständig zu erneuern bzw. zu ersetzen. Dadurch wächst sie wesentlich schneller, und, vor allen Dingen OHNE irgendwelchen zusätzlichen Dünger.
Die paar Zentimeter Wasser auf dem Boden sind ja nur dazu da, dass die Pflanzen von unten gegossen werden. Da wird man sie sicher nicht ständig drin stehen lassen, sondern erst nachgiessen, wenn die Pflanze es wieder braucht.
Und drittens finde ich nicht, dass Tomaten so besonders gut wurzeln, wenn z.B. die klimatischen Verhältnisse nicht passen. Wenn sie nicht wurzeln wollen, dann machen sie auch keine Wurzeln und gehen ein. Zudem, gerade bei Tomaten, gibt es Techniken, wie man bewusst die Wurzeln "vermehren" kann, weil sie dann eben beim Umtopfen schon kräftiger sind. Denn, gerade das Umtopfen ist bei jeder Saat immer mit einem anfänglichen Verzögerungsprozess verbunden. Manche sprechen dann vom Schock des Umtopfens oder auch von Stress für die Pflanze.
Also, was soll's - man könnte es doch ruhig einmal versuchen? Als Hobbygärtner macht man doch so Einiges nicht immer Rentables, geldmässig gesehen, aber wenn es denn Spass macht? Und Erfolg versprechend sind eben immer die leichten Pflanzen, danach kann man ja an schwierigere herangehen.
Auf jeden Fall finde ich dieses "Airpruning" sehr spannend und habe auch schon meine Ideen, wofür ich das mal einsetzen werde.
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Ein nächster Punkt ist die stimulierte Kraft der Pflanze, die sich doppelt und dreifach bemüht, ihr Wurzelwerk ständig zu erneuern bzw. zu ersetzen. Dadurch wächst sie wesentlich schneller, und, vor allen Dingen OHNE irgendwelchen zusätzlichen Dünger.
Nicht nur die ständigen Verluste ausgleichen sondern auch noch vermehrt (oberiridsch?) wachsen, ohne zusätzlichen Input? Klasse!
Welches der Videos zeigt das?
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Musst mal gucken. Neben den Videos steht doch rechts noch eine ganze Reihe Videos ähnlicher Themen, die siehst Du Dir an. Bei einer steht ganz deutschlich der Vergleich. Einfach ein bisschen surfen. ;D
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klingt ja wirklich total überzeugend, unter extremstress das ultimative optimum abwerfen, und das auch noch nachhaltig... sowas kennen wir doch alle von uns selbst und aus unseren gärten, oder? ::) nur, wie kann das bloß ohne irgendeinen einsatz von em, homöopathischen präparaten oder terra preta funktionieren?! da stimmt doch was nicht! :o >:(
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Also, was soll's - man könnte es doch ruhig einmal versuchen? Als Hobbygärtner macht man doch so Einiges nicht immer Rentables, geldmässig gesehen, aber wenn es denn Spass macht?
Diese beiden Sätze halte ich für eine gute Antwort (neben den kontra-Antworten, die sehr schlüssig klingen) :). Wen es fasziniert, der soll es mal testen. Vielleicht lesen wir nächstes Jahr ein paar Erfahrungen.
Wer keinen Bock darauf hat, kann es ja sein lassen ;). Einmal seinen Standpunkt sagen, reicht.
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Ich habe jetzt ein paar Beiträge gelesen, der Einfachheit halber welche aus der Schweiz, da ist die Gefahr des Mißvertstehens geringer.
Es waren Beiträge zur rationellen Anzucht von Bäumen unter Vermeidung von Ringelwurzeln u. ä. Deformationen. Derartige Probleme bei Gehölzen nach Containeranzucht sind mir nur zu geläufig.
Mir kam dabei der Gedanke, ob das nicht was für meine kleinen Pawpaws sein könnte.
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Ein nächster Punkt ist die stimulierte Kraft der Pflanze, die sich doppelt und dreifach bemüht, ihr Wurzelwerk ständig zu erneuern bzw. zu ersetzen. Dadurch wächst sie wesentlich schneller, und, vor allen Dingen OHNE irgendwelchen zusätzlichen Dünger.
Dieser Punkt ist völliger Schwachsinn!
Und zu den nicht optimalen Bedingungen: wenn die Wachstumsbedingungen die eine Pflanze braucht (was schlicht Wärme, Licht, Wasser und Nährstoffe sind) nicht passen helfen auch keinerlei Versuche via airpruning oder sonstwas. Wenn Pflanzen nicht wachsen wollen liegt das nicht an der Pflanze sondern IMMER am Kultivateur der meint einer Pflanze seinen Willen aufzwingen zu müssen!
Wenn ich in der Gärtnerei meine eine Pflanze bei 15 Grad kultivieren zu müssen die 18 Grad braucht darf ich mich nicht wundern, dass sie rückwärts wächst! Wenn ich nur die Hälfte des Düngers gebe den sie für gutes Wachstum braucht, darf ich mich nicht wundetn wenn sie stehen bleibt etc.
Dann kann ich sie noch so sehr zur Feinwurzelbildung zwingen, sie wird sich schlicht nicht gewegen bis ich die Temperatur anhebe oder den Nährstoffmangel beseitige!
Airpruning hat seine Berechtigung, dieser Faden ebtsprechend ebenso (wo habe ich mehrfach erklärt) aber das Rad ist damit ebenso wenig neu erfunden wie es Pfusch und Faulheit beseitigen kann.
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Ich habe jetzt ein paar Beiträge gelesen, der Einfachheit halber welche aus der Schweiz, da ist die Gefahr des Mißvertstehens geringer.
Es waren Beiträge zur rationellen Anzucht von Bäumen unter Vermeidung von Ringelwurzeln u. ä. Deformationen. Derartige Probleme bei Gehölzen nach Containeranzucht sind mir nur zu geläufig.
Mir kam dabei der Gedanke, ob das nicht was für meine kleinen Pawpaws sein könnte.
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Ja, auf jeden Fall! Genau dafür wurde diese Methode entwickelt! :D
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blöd nur, wenn dann jemand meint, diesen anzuchtzustand dauerhaft erhalten zu müssen... dann ist air pruning plötzlich ein relevantes thema für (urban) farming & gardening. :P
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Danke, Quendula! :D ;)
Vielleicht lesen wir nächstes Jahr ein paar Erfahrungen.
Ja, das wäre schön! Man kann ja alles Mögliche mit dieser Methode versuchen, angefangen von Saat, Stecklingen oder zu pikierenden Pflanzen.
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Es waren Beiträge zur rationellen Anzucht von Bäumen unter Vermeidung von Ringelwurzeln u. ä. Deformationen. Derartige Probleme bei Gehölzen nach Containeranzucht sind mir nur zu geläufig.
In einer Versuchsstation in Deutschland (aber wo ??? ) sah ich die Resultates solcher Versuche. Man hatte Bäume in verschiedenen Containern kultiviert, nach einigen Jahren augetopft und die Wurzelstöcke ausgestellt. Der Effekt des air prunings war eindeutig und beeindruckend: dichtes Wurzelwerk und kein Drehwuchs wie in großen Kübeln.
Um bei Gemüse den Ertrag zu steigern setze ich auf Licht, Wasser und Nährstoffe.
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Bevor man diese Methode die wir hier als airpruning bezeichnen entwickelt bzw. angewandt hat, hat es Versuche gegeben die Wurzelspitzen mit Kupferhydroxid auf der Topfinnenfläche zu verätzen und so den Drehwuchs zu verhindern.
War, meine ich mich zu erinnern, keine gute Methode. ;D
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Bin mal gespannt,ob das hier jemand testet ::) und für gut befindet... Innovative Ideen sind ja vom Grundsatz her gut -aber hier sehe ich keine sensationellen Vorteile. Zumal noch der enorme Aufwand der Bewässerung dazu kommt .
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Bin mal gespannt,ob das hier jemand testet ::) und für gut befindet... Innovative Ideen sind ja vom Grundsatz her gut -aber hier sehe ich keine sensationellen Vorteile. Zumal noch der enorme Aufwand der Bewässerung dazu kommt .
Air pruning ist eine Methode bei der Anzucht von Gehölzen. Sinnvoll und lohnend ist das für Betriebe, die eben dieses tun: Gehölze im großen Maßstab heranziehen und verkaufen.
["im großen" ergänzt. Danke.]
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fehlt da nicht noch "im großen"?! 8) ;)