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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: Starking007 am 16. Januar 2016, 10:36:20

Titel: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 16. Januar 2016, 10:36:20
Schnecken - die Stichwortesuche
dazu hier im Forum ergibt eher ein Themen- und Kategoriechaos. (Schönes Wort!)

Der vom Partisanengärtner empfohlene Thread hat im Titel einen Rechtschreibfehler
und zieht sich schon sehr. Er bleibt trotzdem lesenswert.

In welchen Bereich man den Thread ansiedelt, bietet schon viel Diskussionsstoff,
sicher würden viele das Thema lieber unter Pflanzenschutz/Schädlingsbekämpfung ansiedeln. Wir sind ja hier ein Gartenliebhaberforum und kein Naturschützerhaufen.
Das ist natürlich provokativ, denn ich bin der Meinung, dass ein erfolgreicher Gärtner zwangsläufig ein Naturschützer sein muss, zumindest in seinem Garten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Christine Marijan am 16. Januar 2016, 11:16:24
Die richtige Frage waere vielleicht wie man im Garten in Eintracht mit Schnecken leben kann?
Ich gebe auch zu, dass irgend etwas im Garten schiefgeht, wenn man zu viele Schnecken (in meinem Fall Nacktschnecken) hat. Dieses Jahr werde ich versuchen ihnen einen schattigen Bereich des Gartens zu lassen und ihnen ihre Lieblingsgerichte vorzusetzen in der Hoffnung, dass sie meinen Gemuesegarten in Ruhe lassen. Eigentlich glaube ich garnicht, dass das ein Erfolg sein wird, aber ich gebe ihnen eine Chance! Wenn's nicht klappt, muss ich eben wieder auf Jagd gehen und die gefaehrdetsten Gemuesebeete mit einem elektr. Zahn umgeben.
Also, es wuerde mich seeehr interessieren, wie der "erfolgreiche Gaertner" zwangslaeufig in Einklang mit Nackschnecken lebt.  Ich wuerde das sehr gerne tun, allerdings moechte ich -nicht viele - meiner Gemuesepflanzen verlieren, viele alte Sorten, die auch Schutz verdienen. :(
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Steingartenfan am 16. Januar 2016, 12:47:09
Also,bei mir kriegen die Schnecken 2x im Jahr, anfang März und dann nochmal Ende Oktober/Anfang November Schneckenkorn .
Jetzt werden bestimmt einige sagen Schneckenkorn/Chemie gegen Molusken dieserTierquäler ::), ich machs halt so und steh dazu!
Diese Methode hat sich bisher bestens bewährt , den Rest des Jahres sammle ich halt die eine und andere Schnecke ab und schmeiß die in die Biotonne !
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 16. Januar 2016, 17:12:06
Dann fang ich mal ganz von vorne an.

Ihr dürft hier einfach weiter dazwischenschreiben,
das macht ihr ja sowieso………………..

Warum ich mich berufen fühle das schwierige und wichtige Thema „Schnecken“ zu beackern?

Beruflich bin ich Fachberater für Gartenbau, vorrangig für Privatgärten und öffentliches Grün.
Also sowas wie ein „Troubleshooter“.
Ich hab weder gelernt noch studiert, was den Vorteil hat, dass ich gezwungen war mir (fast) alles selbst anzueignen, durchzuprobieren. Es dürfte nicht allzuviel Gärtner geben, die mehr Staudenarten in Kultur hatten als ich (hier aktive und echte Staudengärtner ausgenommen). Das nötige Selbstbewußtsein habe ich mir dabei auch angeeignet!

Privat ist das Hobby „Garten“ fast mein Ein und Alles, bestimmt mein Leben.
So etwas über fünf Jahrzehnte sind das nun, mit wenig Lücken.
Langjähriges GdS-Mitglied, Organisator für Tag der offenen Gartentüre seit 2000, Gastgeber für zahlreiche Besucher in unserem kleinen Privatgarten.
Sogar in den Print- und TV-Medien bin ich präsent (Welch ein Satz!!!!).
Im Staudengarten, Ausgabe ?/2000, schrieb ich mal „Schnecken im Alpinum – Ja!“
Als lokaler Referent biete ich einen Vortrag zum Thema „Leben mit Schnecken im Hausgarten“ an.
Der wird überhaupt nicht nachgefragt. Man könnte sich ja erwischt vorkommen. Vielleicht sogar zum Denken und Handeln gezwungen?! Man müßte sich von Spekulationen und Beileidsbezeugungen verabschieden. Nee, dann lieber nicht.

Warum so komplex, tiefgründig?
Es geht um Schnecken!!
Es gibt definitiv keinen Gartenliebhaber, der von diesem Thema nicht betroffen ist.
Ein extrem beliebtes Thema, meist um sich gegenseitig zu bemitleiden,
ein bedeutender Wirtschaftsfaktor (2010 wurde auf 10% der Winterkulturenfläche landwirtschaftlich Schneckenkorn angewandt), aber dementsprechend auch Schadensfaktor.
Also ein Millionengeschäft.
Die Folgen von Schneckendepressionen (nur die beim Mensch) sind da noch gar nicht berücksichtigt.
Umweltschäden möchte ich noch gar nicht ansprechen………………

Ihr merkt schon, das Thema kann ich nicht rein sachlich beackern, auch wenn ich mich immer wieder drum bemühen werde.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Krokosmian am 16. Januar 2016, 17:31:36
...
Man müßte sich von Spekulationen und Beileidsbezeugungen verabschieden. Nee, dann lieber nicht.
...

 ;D

Es ist doch äußerst befriedigend, den abgefressenen Rittersporn als (vermeintliche) Vergeltungsmaßnahme im Schneckenkorn zu versenken ;).
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 16. Januar 2016, 17:38:40

Warum ich mich berufen fühle das schwierige und wichtige Thema „Schnecken“ zu beackern?


Die Berufenen habe meist gerne Infos
Bedrohte Schnecken in der Schweiz

Grüsse von
Schneckenkopf äh Natternkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Cryptomeria am 16. Januar 2016, 17:51:47
Ebenso viele Schnecken sind in Deutschland bedroht. Es geht hier - und das sollte man vielleicht stärker hervorheben - eigentlich nur im die Spanische Nacktschnecke. Die Weinbergschnecke steht unter Schutz und alle weiteren häufigeren sind eigentlich vernachlassigbar.
VG Wolfgang
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 17. Januar 2016, 05:27:30
Es geht hier nicht nur um die Spanische Wegschnecke - zumindest mir nicht.
Nischendenken führt selten zum Erfolg, ja nicht mal zu Verständnis,
beim Gärtnern schon gar nicht!


Den Schneck an sich vergleiche ich gerne mit dem Taliban.
Ich weis, mancher wird das als unpassend empfinden, aber das Thema ist so einprägsamer!

Früher gab`s den Taliban gar nicht, allenfalls einige regionale Wegelagererclans (Ackerschnecken).
(Taliban ist hier die Spanische Wegschnecke (eigentlich gar nicht Arion lusitanicus, sonder A. vulgaris. Nicht mal wissenschaftlich hatte sich bis vor kurzem jemand ordentlich damit befasst).
Anfangs mischten wir uns in ihre Region ein, verfolgten aber nur unsere eigenen wirtschaftlichen Interessen (Ölfelder etc…, Globalisierung von Nahrungsmitteln und Pflanzen). So verschleppten wir das Problem zu uns.
Dann ging`s so richtig los, sämtliche Großmächte versuchten ihr Glück. Truppen marschierten ein, Embargos wurden verhängt, Bomben aller Art abgeworfen (Mesurol, Methiocarb, Eisen-III-Phosphat), in Mengen und mit Kollateralschäden (Laufkäfer, Hunde, Gehäuseschnecken). Viel Geld und Leben wurde vernichtet. Die Umwelt verschmutzt. Die intelligenten (?) Großmächte haben verloren. Gegen Schafhirten! (Schnecken), die unkoordiniert und doch mit gleichem Ziel uns immer noch großen Ärger machen (unsere Pflanzen fressen), ja sich vielleicht sogar weiter ausbreiten? Will man gegen sie kämpfen, verkriechen sie sich in den Berghöhlen (Hohlräume vom umstechen), dann stärken sie sich an den Geldern, die wir an sie bezahlen mußten um die Truppen dort zu halten (Komposthaufen, Jungpflanzen). Sie verstecken sich hinter der Zivilbevölkerung (Holzbretter im Gemüsegarten), selbst wenn man sie dort absammelt, sind sie in Kürze und in gleicher Stärke wieder da! Das geht schon seit vielen Jahren so (Opa und Oma), was sollen wir nur machen, kapitulieren oder noch stärkere Waffen?

Was ist der Fehler?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Krümel am 17. Januar 2016, 08:29:40
Das falsche Mulchen?  :)

(Du machst es ja spannend, du!)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Herr Dingens am 17. Januar 2016, 09:36:08
Herr Schneckenphilosoph  ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: bristlecone am 17. Januar 2016, 09:42:48
Gastroposoph.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 17. Januar 2016, 11:20:46
Guten Tag

Den Schneck an sich, das find ich spannend.



Den Schneck an sich vergleiche ich gerne mit dem Taliban.
Ich weis, mancher wird das als unpassend empfinden, aber das Thema ist so einprägsamer!


Was ist der Fehler?



Fehler weiss ich leider nicht, doch les ich gerne hier weiter.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 17. Januar 2016, 12:32:36
Starking, Du schreibst wunderbar! Weitermachen!!!!!

*setzt ein ganz höfliches "Bitte" dazu und abboniert sofort diesen Fred*
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 17. Januar 2016, 12:45:36
Um mal in Starkings Bild zu bleiben:

Ich würde als erstes die Kriegshandlungen in Form von Bombenabwürfen einstellen. Die Kollateralschäden sind einfach zu groß.
Kriminelle Elemente unter den Taliban, insbesondere auf frischer Tat erwischte, würde ich je nach Tatschwere einer sofortigen standrechtlichen Exekution zuführen oder (die von mir bevorzugte Variante) zur Zwangsarbeit auf dem Komposthaufen verurteilen. Fluchtwege sind dabei entweder zu verbauen (gern in Form eines Wassergrabens) oder so zu gestalten, dass die Benutzung einfach mal keinen Spaß macht. Moos, trockener Splitt könnten da Stichworte sein.
Am allerwichtigsten erscheint mir jedoch, Verbündete unter der Zivilbevölkerung zu suchen (Schneckengegner, Spitzmäuse, Igel, Laufenten, Hühner, aber auch so unscheinbare Gesellen wie die von partisanengärtner vorgestellten Kellerglanzschnecken) und gezielt den Partisanenkampf zu fördern.

Und jetzt weiß ich endlich, wie partisanengärtner zu seinem Nicknamen kam  ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Cryptomeria am 17. Januar 2016, 14:13:06
Ich muss hier Einspruch einlegen, denn der Vergleich ist den Schnecken gegenüber nicht fair. Von den knapp 240 in Deutschland vorkommenden Schneckenarten in den versch. Lebensräumen sind viele äußerst selten und bedroht. Die allermeisten sind dem Normalbürger völlig unbekannt, leben überhaupt nicht in Gärten , d.h.  nur eine kleine Handvoll ärgern den ( Gemüse-)Gärtner. Man könnte auch sagen 95% tangieren uns überhaupt nicht. Zudem sind sie wie ganz viele andere Bodenbewohner sehr wertvoll beim Verarbeiten von abgestorbenem Material.
Ich finde, man sollte also hier in einem Forum das Thema etwas differenzierter angehen und  über entsprechende Arten sprechen. Möglicherweise lassen sich die einzelnen Arten auch verschieden bekämpfen.
Den " Schneck " an sich gibt es also nicht.

Vg Wolfgang
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: pearl am 17. Januar 2016, 14:25:29
sooo schlecht finde ich den Vergleich jetzt auch wieder nicht. Im natürlichen Gleichgewicht haben Schnecken eine Funktion. Stört man ökologische Systeme, dann hat man ein Übermaß an Lebewesen, die natürliche Gleichgewichte wieder herstellen. Das will man im Garten mehr oder weniger und zwar nicht. Manche auf keinen Fall, die wollen Gärten, die weit von natürlichen Gleichgewichten entfernt sind und wo sie maximal eingreifen müssen. Immer, wieder, sofort. Die Eingriffsgärtner.

Wenig Aufwand haben die Gelassenheitsgärtner. Alte Veteranen meist, die schon alle Widrigkeiten im Garten erlebt haben und hoffnungslos in manchem Kampf gescheitert sind. Sie verschwenden ihre Energien nicht mehr. Sie wissen, was zu tun ist.

Sie sorgen für Gerechtigkeit und Gleichgewicht in ihren Regionen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 17. Januar 2016, 15:01:59
Erhama hats begriffen (obwohl im Raume Berlin zu Hause!!!),
kann sich ausblenden.

Weiter geht`s:

Was ist der Fehler?
Das ist relativ einfach.

Es wird gegen einen Feind gekämpft, den man gar nicht kennt, man kämpft gegen Unbekannt.
Wer kennt seine Geschichte, die Religion, seine Heimat, seinen Boden, seinen Glauben?
Wer weis schon wie hart dessen Alltag ist, wie er seit Generationen geprägt wurde von den rauen Bedingungen? Und wer weis was der überhaupt für ein Ziel hat? Vielleicht hat man ihm das Ziel seiner Existenz genommen? Ihn in Gruppen zerschlagen, die jetzt unterschiedliche Ziele an unterschiedlichen Orten verfolgen – oder gar nicht mehr wissen, was sie tun.

Zumindest bei den Schnecken muss man da anders rangehen.
Praktisch ist es im englischsprachigen Raum, da werden Nacktschnecken und Gehäuseschnecken gleich grundsätzlich unterschieden, in Slugs and Snails. Dazu noch extra unter Schneckenarten.

Es beginnt beim Lebensraum, ich berichte hier von meinem, meiner Heimat, der Frankenalb, dem Oberpfälzer Jura!!!
Relativ trocken, 700-750mm Jahresniederschlag, Untergrund Karst, weit und breit kein fließendes Wasser, gar kein Grundwasser, aber lehmhaltiger Oberboden, wenn auch extrem unterschiedlich. Reichlich Kalk macht es den Gehäuseschnecken leicht. Rundum Landwirtschaft, halb Bio. Das ist klar ein Vorteil! (Zählungen). Nebenan Hausgärten, keine intensiven.
Also großklimatisch nicht optimal für Gehäuselose.
Gartengestaltung grundsätzlich schneckenfeindlich, viel Fels, Steine, Schotter und Splitt.
Wenig Gießwasser. Bepflanzung schneckenfeindlich, meist mit dem Ziel der totalen Bodenbedeckung. Wer Tagetes, Zinnien und Dahlien in Schneckenrevier setzt, kann gleich die Taliban mit Waffen beliefern!
Tausende Hosta. Um das vorwegzunehmen: Mit denen habe ich keine herausragenden Schneckenprobleme!!! Auswirkungen natürlich. Probleme sind was anderes: Haus abgebrannt, Kinder krank, Job weg. Aber ausgerechnet die schneckenempfänglichste Hosta, die blöde und doch schöne Schneefederfunkie, wächst am Schnellsten und wird mitsamt ihrem Problem verbreitet. Und schon ist der Ruf ruiniert. Die festlaubige June hatte hier noch nie ein Schneckenloch. Bekommt man aber auch nicht beim Pflanzlbasar hängerweise nachgeschmissen.

Da ich sehr viele Privatgärten sehe (ich hab mal hochgerechnet, bin auf 16640 gekommen), hab ich einen Überblick, wie das Schneckenproblem verteilt ist:
Je intensiver, gründlicher und vor allem ordentlicher ein Garten bewirtschaftet wird, desto größer sind die Schneckenprobleme, grob und pauschal ausgedrückt.
Je intakter im Sinne von Lebensgemeinschaften, was auch immer man darunter verstehen mag, desto weniger Schneckenprobleme.
Ökofuzzi-Gärten, mit flächig Brennesseln, Giersch und Schlehen rechne ich hier nicht zu intakten Gärten.
Altgras- Grün- und Küchenabfallecken sind Schneckenbrutstätten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Suse am 17. Januar 2016, 18:05:10

Je intensiver, gründlicher und vor allem ordentlicher ein Garten bewirtschaftet wird, desto größer sind die Schneckenprobleme, grob und pauschal ausgedrückt. Je intakter im Sinne von Lebensgemeinschaften, was auch immer man darunter verstehen mag, desto weniger Schneckenprobleme.

Diesen beiden Argumenten stimme ich völlig zu:
Schaffen eines möglichst ausgeglichenen Lebensraums für die Jäger und für die Gejagten.

Ein sehr gründlicher, 'sauberer' Gärtner registriert jeden Schneckenbiß, jammert darüber und hat in seinem Garten wenig Überlebensplätze für Schnecken-, bzw. Schneckeneierräuber.

Ein entspannter Gärtner registriert die Schäden nicht so genau (oft wachsen sie sich auch aus) oder passt sich in seiner Pflanzenwahl an.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 17. Januar 2016, 18:31:33
Erhama hats begriffen (obwohl im Raume Berlin zu Hause!!!),



Solln das heißen, hä??


Erhama ... kann sich ausblenden.


Nö. Ich bleib hier.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Silvia am 17. Januar 2016, 19:39:44
Diesen beiden Argumenten stimme ich völlig zu:
Schaffen eines möglichst ausgeglichenen Lebensraums für die Jäger und für die Gejagten.

Ich weiß nicht, ob es immer so in unserer Hand liegt und wir nicht zu sehr auf unseren Garten gucken. Auch die Gärten drumum spielen eine Rolle.

In meinem alten Garten in einer Siedlung mit freistehenden Einfamilienhäusern hatte ich Schnecken ohne Ende. Muschelkalkboden. Es gab viele Weinbergschnecken, aber vor allem Nacktschnecken. Manchmal kamen sie mir vor wie gesät. Dabei gab es bei mir gar nicht so viel, was sie groß fressen konnten. Klar haben sie mir auch ein paar Stauden abgefressen, bis die aus den Kinderschuhen gewachsen waren. Aber das hat nie im Leben für alle Schnecken gereicht.

Hier dagegen, Lehmboden, ringsum Felder, nur ein direkter Nachbar, bei uns leckerstes Gemüse, sehr viele Stauden, die in meinem alten Garten das reinste Schneckenfutter waren, trotzdem halten die Schnecken sich in Grenzen. Ich kann ohne Probleme barfuß auf dem Rasen laufen ohne befürchten zu müssen, auf eine Nacktschnecke zu treten. Da wird nichts bewusst gestaltet, dass man die Schnecken fernhält. Es gibt trotzdem viel, viel weniger als im alten Garten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: urban.gardening am 20. Januar 2016, 09:36:44
Wie kann man sie denn aber wirklich wirksam fernhalten?! Ich meine, man kann ja seine Pflanzen manchmal noch so hoch machen und trotzdem hab eich das Gefühl, sie fressen alles nach und nach weg! :/
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 20. Januar 2016, 13:18:01
Um Kontrolle und notfalls auch absammeln wirst Du bei schützenswerten Pflanzen nicht drum rum kommen  ;).
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 20. Januar 2016, 13:25:10
(Taliban ist hier die Spanische Wegschnecke (eigentlich gar nicht Arion lusitanicus, sonder A. vulgaris. Nicht mal wissenschaftlich hatte sich bis vor kurzem jemand ordentlich damit befasst).
Anfangs mischten wir uns in ihre Region ein, verfolgten aber nur unsere eigenen wirtschaftlichen Interessen (Ölfelder etc…, Globalisierung von Nahrungsmitteln und Pflanzen). So verschleppten wir das Problem zu uns.

Korrekt ist: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spanische-wegschnecke-kommt-nicht-aus-spanien-a-975951.html

Diese Theorie ist daher veraltet - schade, daß Du sie hier trotzdem breittrittst.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 20. Januar 2016, 13:28:38
Da ich sehr viele Privatgärten sehe (ich hab mal hochgerechnet, bin auf 16640 gekommen), hab ich einen Überblick, wie das Schneckenproblem verteilt ist:
Je intensiver, gründlicher und vor allem ordentlicher ein Garten bewirtschaftet wird, desto größer sind die Schneckenprobleme, grob und pauschal ausgedrückt.
Je intakter im Sinne von Lebensgemeinschaften, was auch immer man darunter verstehen mag, desto weniger Schneckenprobleme.
Ökofuzzi-Gärten, mit flächig Brennesseln, Giersch und Schlehen rechne ich hier nicht zu intakten Gärten.
Altgras- Grün- und Küchenabfallecken sind Schneckenbrutstätten.

Je weniger schneckenempfindliche Pflanzen vorhanden sind, desto geringer ist das Schneckenproblem. Dieser Aspekt sollte vielleicht auch berücksichtigt werden - gerade in naturnahen Gärten wird meist kein Schneckenfutter gepflanzt, daher können sie sich dort weder so gut vermehren, noch so großen Schaden anrichten.

Hier kann ich beobachten: je feuchter und schattiger die Verhältnisse sind, desto besser gedeihen die Schnecken, vorausgesetzt es gibt genug Futterpflanzen im jeweiligen Garten.

LG
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 15:24:00
Die Frage „Was kann ich gegen die Schnecken tun?“

Beantworte ich zuerst mit einer Gegenfrage: „Wo wohnt dein Igel?“
Oft ist die Ausgangsfrage damit beantwortet, das Beratungsgespräch zu Ende.

Ich hasse es wenn immer alle etwas „dagegen“ tun wollen.
Warum macht keines was dafür?

Dafür, dass sich die Gegenspieler der Nacktschnecken wohlfühlen:
Igel, die fressen kaum oder gar keine Spanier, aber stehen für den ganzen Lebensraum.
Kröten, Frösche und Molche sind die besten Jungschneckenvertilger überhaupt,
Vögel, Käfer, Mäuse usw……………………………
Und auch der Tigerschnegel! Der gräßlich hübsch gestreifte.
Dass Gehäuseschnecken den Lebensraum besetzen, eng machen für Nackte, behaupte ich einfach.
Vorsichtshalber kann man leere Schneckenhäuser auslegen, symbolisch als Zeichen der Vergänglichkeit…………………….

Dafür dass die Pflanzen gesund sind, dass es ihnen gut geht.
Nicht verweichlicht (täglich gegossenes Gemüse) oder überdüngt sind.
Dass sie am richtigen Standort und im richtigen Boden stehen,
kleinflächiger Bodenaustausch oder Sonderpflege ändert da wenig.

Nacktschnecken und auch die Gehäustragenden lieben oder brauchen als Nahrung abgestorbene, absterbende und kranke Pflanzenteile.
Viele Gartler vergessen, dass eine mastige junge Salatpflanze für die Schnecke wie krankes Pflanzengewebe ist. Dass diesen auch noch die Bitterstoffe weggezüchtet wurde tut den Rest.
Und dann wird das Pflänzchen mit groben Fingern gequetscht, die Blättchen geknickt. Ganze Wolken von süßen Geschmacksnoten durchziehen gasförmig den Garten, signalisieren jeder Schnecke wo sie hin muss.
Der Pflanzer wundert sich, weil er keine Ahnung vom Leben hat.
Die Schnecke findet das passende Futter mit ihrem Geruchssinn, also Duftwolken vermeiden!
Oder: Den Duft überlagern! Mit Lavendelhäcksel, Rainfarn geht es super oder sonstwas Riechendes und leicht Verfügbares.
Rasenschnitt!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 20. Januar 2016, 15:46:54
Nacktschnecken und auch die Gehäustragenden lieben oder brauchen als Nahrung abgestorbene, absterbende und kranke Pflanzenteile.
Hast Du das denn schon mal mit einem Zoologen besprochen?

Viele Gartler vergessen, dass eine mastige junge Salatpflanze für die Schnecke wie krankes Pflanzengewebe ist. Dass diesen auch noch die Bitterstoffe weggezüchtet wurde tut den Rest.
Es reicht schon ein Weinbergschneckenzüchter - Schnecken sind nicht blöd und bevorzugen die für sie nahrhaftesten Pflanzenbestandteile und das sind nun mal nicht die alten faserigen Stängel sondern die frischen zarten Austriebe.

Geht es Dir in diesem Thread wirklich um belegbare Fakten?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 15:57:04
Hier ist mal die Originaluntersuchung zu der Herkunft der " Spanischen"
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eva.12177/full
Da die Zahl der Proben und die Dichte und die Probengebiete nicht ausreichend groß sind um das abschließend zu klären ist das nur ein begründeter Verdacht.
Aber interessant ist es schon das zwei Gentypen nur in Deutschland gefunden wurden.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Dietmar am 20. Januar 2016, 16:11:35
Zitat
Spanische Wegschnecke kommt nicht aus Spanien

Politisch korrekt kann die spanische Wegschnecke gar nicht aus Spanien kommen, eher aus Nordafrika oder Griechenland.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Dietmar am 20. Januar 2016, 16:21:22
Es wurde schon ein gutes Mittel gegen die spanische Wegschnecke genannt: Dinosaurier.

Es ist eine Legende, dass diese von 60 Millionen Jahren ausgestorben sind. Es gibt heute noch viel mehr Dino-Arten als Säugetierarten, nämlich die Raptoren.

Zumindest 2 Arten der Raptoren sind sehr effektiv gegen die spanische Wegschnecke: die Laufenten und die Hühner.

Nicht weit von unserem Grundstück ist eine nasse Wiese, die unter Landschaftsschutz steht. Nur ein Grundstück befindet sich dazwischen. Früher konnte ich jeden Tag einen Eimer spanische Wegschnecken auf meinem Grundstück ablesen. Es hat nichts geholfen, da der Nachschub unendlich war.

Seit zwei Jahren hält ein Nachbar ein halbes Dutzend Hühner, die auch auf der Wiese "scharren". Die Hühner fressen die Eier der Schnecken und seitdem hat die Schneckenpopulation in unserem Garten um 90 % abgenommen, obwohl die Hühner gar nicht auf unser Grundstück kommen. Nur noch vereinzelte Schnecken gibt es mal und die sind "beherrschbar". Es gibt keine Invasion mehr wie früher.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 17:48:22
"Nacktschnecken und auch die Gehäustragenden lieben oder brauchen als Nahrung abgestorbene, absterbende und kranke Pflanzenteile.
Hast Du das denn schon mal mit einem Zoologen besprochen?"

Lieber nicht!
Es zählen einige Biologen (in der Natur beruflich aktive) zu meinem Freundeskreis.
Meist fragen die mich......................


"...das sind nun mal nicht die alten faserigen Stängel sondern die frischen zarten Austriebe...."
Stimmt so nicht. Manche können gar kein frisches Grün fressen. Ob sie mangels faserige Stängel ans Grün gehen?
NaJa, ne Nacktschnecke ist nicht blöd, und wenn ne Weinbergschnecke über Jungsalat stolpert, nimmt sie ihn mit.
Auf was ich hinaus will, müßte jeder Mitleser nun langsam begreifen.
Und wenn jemand nicht will, soll er gern seine erfolgreiche Methode weiter anwenden.

Klar will jeder den Tipp. "Kipp das drauf, dann ist Ruhe"
Gut, dass es sowas nicht gibt, Wär genausoblöde wie krankheitsfreie dauerblühende Rosen ohne Stacheln.

Belegbare Fakten - in der Natur, Einstein und Stephan Hawking würden jetzt laut lachen.
Ich halt mich übrigens für einen sachlich nüchternen Realist.

Besuch und anschauen reicht meist als Beweis.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 18:17:36
Ich hatte vor Jahren eine Erfahrung der besonderen Art.
Mein damals kleines Gärtchen bestand aus wenig mehr als 30 qm Nutzfläche.
Am tiefsten Punkt eines großen Gartens war es nass sehr lehmig und von Süden und Westen von hohen Bäumen einen guten Teil des Tages beschattet.

War als ich es bekam eine Wiesenfläche, fast Rasen. Am westlichen Ende war der Nachbar, südlich davon ein steiler Abhang durch einen Zaun getrennt mit waldartigem Bewuchs, aufgelockert durch Gartenabfälle die die Hausbesitzer nicht auf dem Kompost wollten.

Östlich davon eine fast feldartig genutzte Fläche mit viel nacktem Boden, Schneckenkorn, Schneckenjagden, auch sonstige Gifte und Feuer gegen eingebildete oder wirkliche Feinde war sehr häufig.

Dort wurde täglich gegossen außer es regnete. Einmal in der Woche Unkraut gehackt.

Ich habe nur mit einer Grabgabel  meine Fläche leicht gelockert (eingestochen und ein wenig hin und her gewackelt).
Dann habe ich die Rasensoden von gewünschten Wegen abgehoben und die zu bepflanzenden Flächen damit ein wenig gehügelt.  Da wo ich meine Wege wollte habe  ich Hackschnitzel gestreut um dort gehen zu können.

Das Geviert zum Hausbesitzer hin wurde von mir mit Beerensträuchern abgeteilt mit Zwiebelpflanzen und schattenverträglichen Stauden unterpflanzt.
Auf den kleinen grabhügelähnlichen Beeten säte ich Kapzinerkresse, Ringelblume Sonnenblumen, Hokaidokürbisse und rote Beete pflanzte ein paar Lilien, Dahlien,  und Kartoffeln. Alles ein wenig durcheinander.
Schneckennachschub bekam ich von angrenzenden nachbarlichen Gartenabfallhaufen und von dem gleich daneben liegenden Kompost der Hausbesitzer. Von ihrer Fläche kam vermutlich keine.
Es waren nachts auch immer die lieben roten zu sehen und bei feuchtem Wetter auch tagsüber.

Ich habe dort sehr häufig das eindringende Gras, Hahnenfuß und aufkommende Beikräuter abgerissen und damit gemulcht. Außerdem sehr viele Schubkarren von Rasenschnitt der umliegenden Gärten der Nachbarschaft laufend dort zwischen meinen Pflanzen ausgebreitet.

Gegossen habe ich nie und auch keiner Schnecke einen Fühler gekrümmt. Auch meine Hausbesitzer ließen sie auf dieser Fläche in Ruhe wohl in der Hoffnung, dass ich es büßen müsste. Zu ihrem "Feld "  war ein zwei Meter breiter Todesstreifen und auch zum Zaun Richtung Bahngleände.

Sie hatten trotz zweimal täglicher Schneckenjagd (früh und abend) mit Exekutierung durch eine große Hacke und Schneckenkorn überall Fraßstellen.

Die einzigen Schneckenschäden die ich fand waren vielleicht insgesamt ein Dutzend sehr kleiner Löcher in einigen Sonnenblumenblättern und jungen Kürbisblättern und das eine oder andere Dahlienblatt.

So riesige und gesunde Pflanzen hatte ich noch nie vorher, aber auch bis jetzt noch nicht.
Sie waren in nicht kleiner Zahl da, müssen sich aber von der Mulchfläche ernährt haben.

Der Nachbar hatte nichts gepflanzt, aber meine Vermieter klagten pausenlos über die Schäden die die Schnecken  und andere wirkliche und eingebildete Schädlinge machten und die viele Arbeit die sie hatten.
Eigentlich nicht zu erklären.


In meiner langen Karriere fiel mir auf das man die Nacktschnecken (A.v.)sogar  auf eigentlich ungeliebte Pflanzen trainieren kann. Bei Giersch  ist es mir gelungen durch Abrupfen und schütteres Mulchen an Ort und Stelle die Schnecken auf den Geschmack zu bringen. An den Stellen wo ich die Schnecken gar nicht bekämpfe weil da nichts Anfälliges wächst, haben sie angefangen,  größere Flächen gelegentlich abzuweiden. Da stehen dann ab und an Gierschgerippe  auf zusammenhängenden Flächen rum.

Nicht genug um ihm dauerhaft zu schaden, aber das strebe ich dort gar nicht an.
Das ist mir jetzt schon im zweiten Garten so gelungen. Das erste mal eigentlich ohne Absicht. Da war plötzlich über Nacht eine Fläche von etwa einem qm völlig ohne Gierschblatt, nur Gerippe.

Mit dieser Methode habe ich auch das  bei mir damals auf mehr als 1000 qm flächig vorkommende drüsige Springkraut ausgerottet.  Das starb dann auch in den Nachbargärten aus, da sie die Sämlinge auffraßen. Ich habe dort eigentlich nur an den Stellen ausgerupft wo sie wirklich störten, nicht mehr als max.10 % des Bestandes.

Dabei handelt es sich etwa um eine Fläche von mehr als einem Hektar, wobei sie nur bei mir flächig vorkamen und in den großen Gärten der Nachbarn an den vernachlässigten Stellen. Eingeführt hatte ich es wie ich zugeben muß.

Diesen Versuch habe ich natürlich im Schrebergarten nicht wiederholen können. Es dort  anzusiedeln würden die mir nicht verzeihen.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 20. Januar 2016, 18:27:24
Axel, habe ich richtig verstanden: Du hast die Schnecken auf Giersch bzw. das Drüsige Springkraut "dressiert", indem Du den Giersch bzw. das D.S. abgerupft, an Ort und Stelle liegen gelassen und die Schnecken haben dieses bevorzugt?
Dann verstehe ich aber nicht, warum sie nicht an den Mulch bzw. die damit gepflegten Beete gegangen sind, die Du weiter oben beschreibst?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 18:27:44
Das die Glasschnecken auch in dem Bahnabhanggarten ein Faktor gewesen sein könne mag durchaus sein. Auf der waldähnlichen Fläche gab es sie sicher, auch waren da nur äüßerst selten Nacktschnecken zu sehen. Nur am Rand wo ich ein wenig schneckenverträgliche Schönheiten auf dem waldrandähnlichen schattigem Gebiet des Bahngeländes  gepflanzt habe waren die Roten in relativ geringer Anzahl zu sehen, ohne merkliche Schäden anzurichten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 18:29:22
Ich habe ja dort geschrieben sie haben sich dort vermutlich eben von der Mulchfläche also dem Mulch ernährt. Sonst hast Du das richtig verstanden.
Bevorzugt würde ich auch nicht sagen, sie haben sie eben dort eben auch gefressen. Sonst waren da aber auch keine anderen Schneckenfutterpflanzen dort. Da war halt mal ein qm Giersch kahl, das andere Zeugs war ja auch nur Beikraut und da habe ich nicht jedes Blatt geprüft.
Weil sie dann den Sprung von den ausgerupften Springkrautpflanzen zu den Sämlingen gemacht hatten ist das halt ausgestorben.
Erst wurde es in einem Jahr sehr selten und im Jahr drauf war es ganz weg.
Da an solchen Stellen weder die Nachbarn noch ich Schnecken gejagt haben hat sich das Verhalten etablieren können.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 20. Januar 2016, 18:39:14
"Nacktschnecken und auch die Gehäustragenden lieben oder brauchen als Nahrung abgestorbene, absterbende und kranke Pflanzenteile.
Hast Du das denn schon mal mit einem Zoologen besprochen?"

Lieber nicht!
Es zählen einige Biologen (in der Natur beruflich aktive) zu meinem Freundeskreis.
Meist fragen die mich......................
Frag mal einen, der sich auf Schnecken spezialisiert hat. Offenbar hast Du davon keinen im Freundeskreis.

Belegbare Fakten - in der Natur, Einstein und Stephan Hawking würden jetzt laut lachen.
Nachdem alle beide für ihre Theorien berühmt geworden sind, ist das nicht sehr wahrscheinlich.


Ich halt mich übrigens für einen sachlich nüchternen Realist.
Wirst Du auch von anderen dafür gehalten?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 18:42:12
Also ich habe einige Wissenschaftler von der Uni in meinem Freundeskreis die sich damit befassen.
Die sind für solche Theorien ziemlich aufgeschlossen.
Aber ich bin ja Kümstler da erwartet man Querdenken.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 20. Januar 2016, 18:43:32
Ich habe ja dort geschrieben sie haben sich dort vermutlich eben von der Mulchfläche also dem Mulch ernährt. Sonst hast Du das richtig verstanden.
Bevorzugt würde ich auch nicht sagen, sie haben sie eben dort eben auch gefressen. Sonst waren da aber auch keine anderen Schneckenfutterpflanzen dort. Da war halt mal ein qm Giersch kahl, das andere Zeugs war ja auch nur Beikraut und da habe ich nicht jedes Blatt geprüft.
Weil sie dann den Sprung von den ausgerupften Springkrautpflanzen zu den Sämlingen gemacht hatten ist das halt ausgestorben.
Erst wurde es in einem Jahr sehr selten und im Jahr drauf war es ganz weg.
Da an solchen Stellen weder die Nachbarn noch ich Schnecken gejagt haben hat sich das Verhalten etablieren können.

Finde ich interessant - warum bloß fressen unsere blöden einheimischen Nacktschnecken das Springkraut im Freiland nicht? Warum verschmähen sie im Garten meiner Mutter den Giersch. Weder dort noch da gibt es großartig Schneckenfutterpflanzen, aber massig Schnecken.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 19:04:48
Vielleicht weil Ihr das nicht so macht wie ich es beschrieben habe? Ist vielleicht etwas unordentlich und dauert vielleicht ein paar Jahre bis plötzlich Ergebnisse da sind.
Ich weiß zum Beispiel das Starking den Leiter des Botanischen Gartens Hof gut kennt und mit ihm auf einer Ebene diskutiert.
Hast Du auch solche Freunde?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: schober am 20. Januar 2016, 19:20:10
Zitat von: Starking007 link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2563880#msg2563880 date=1453299840]
Dass Gehäuseschnecken den Lebensraum besetzen, eng machen für Nackte, behaupte ich einfach.

Das behaupte ich seit wenigen Jahren auch.
Waren die Gehäusernen vor etlichen Jahren noch die Ausnahme, sind sie bei mir seit etwa 3 Jahren regelrecht explodiert. Dafür sehe ich nur noch den Bruchteil von den Roten.
Letztere konnte man mit (sparsamen) Korn noch im Zaum halten, die Gehäusernen mögen dies aber nicht.
Und die Schalentiere fressen auch die Giftpflanzen, welche die Roten (fast) nicht anrühren.
Digitalis, Helleborus, Aconitum, etc.

Mein halbwilder Garten hat aber viele Versteckmöglichkeiten, auch für die "Schneckenfresser"
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 19:22:14
Etwas welk ist auf jeden Fall für Schnecken attraktiver als eine eingewachsene standortangepasste Pflanze. Da wirst selbst Du keinen Fachmann auftreiben der das bezweifelt.

Ich vermute das sie eben stellenweise auf den Geschmack kommen können wenn sie nicht abgesammelt werden und immer wieder neue das lernen müssen. Beim Giersch waren das immer Stellen die eben von mir in unregelmäßigen Abständen gerupft wurden um einigen Pflanzen etwas Luft zu machen. Die nachgewachsenen Blätter waren also weicher als die ringsum stehenden. Könnte eine Erkärung sein. Den Rest macht die Selektion. Das dauert aber.
Das Springkraut hatte ich etwa 20 Jahre bis es in zwei Jahren ausstarb.

Die ganze Zeit habe ich es gelegentlich ausgerissen, wo es störte und an Ort und Stelle liegen lassen. Nicht wegen der Schnecken sondern weil ich kein so fleißiger ordentlicher Gärtner bin.

Beim Springkraut wird ja bei normaler Bekämpfung alles entfernt um ein wiederanwachsen zu vermeiden. Da kann das also nicht klappen wenn meine Theorie stimmt. Die Beobachtung entspricht aber den Tatsachen, warum auch immer.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 19:30:53
Mein Freund Charly mit einem der schönsten Gärten die ich kenne wächst auch Springkraut auf vielleicht ein paar tausend qm von seinen vielleicht zwei Hektar.
Da selektiert er nur auf weißblühende und macht mit den wenigen rosanen das gleiche wie ich. Bis jetzt kann ich noch keinen Effekt erkennen. Aber ich kann warten.
Er bekämpft Schnecken nur punktuell, selten und eigentlich an den Springkrautflächen gar nicht soweit ich weiß.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 21:11:48
Axel!  :D Ich wollte schon nach Dir rufen.

Die Beobachtung, dass Schnecken Gemüse in Ruhe lassen, wenn der Boden mit Grasschnitt bedeckt ist, hat auch Conni schon gemacht, wenn ich mich recht erinnere.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:22:05
Bei mir im Schrebergarten haben sie allerdings auf allen so gemulchten Beeten sich als Schädlinge erwiesen. Da hatte ich noch nicht angefangen den sanften Weg zu gehen.
Der Boden ist dort ziemlich kaputtbehandelt von meinem Vorgänger und ich werde noch ein oder zwei Jahre brauchen bis ich da Hoffnung haben kann.

Das ist wie ich erfahren muß eine Geduldssache und man muß auch mal einen Totalschaden in Kauf nehmen. Auch über einige Jahre. Das lerne ich schon noch.

Conni hat ja einen sehr schönen Garten der schon ziemlich im Gleichgewicht ist. Kann man auf meiner jetzigen Fläche noch nicht sagen. Da wurde noch mit viel Gift, Kunstdünger ab und an Kochsalz oder ähnliche Hausmittelchen gegärtnert.

Verschlammte verdichtete Böden wo was angepflanzt war, wo der gewachsene Boden noch vorhanden ist steht Ton an mit einer vielleicht 5 cm belebten Schicht, nicht das ihr denkt das wäre dann Humus gewesen nur ein wenig anders gefärbter Ton. Sind aber nicht viele Flächen so und ich bin ja schon ein paar Jahre drauf.

Na ja eben eine Aufgabe für einen wie mich. Besonders da man in einem Schrebergarten mit einem Arm auf den Rücken gebunden arbeitet. ;)
Da sind die Nachbarn und die Schrebergartenordnung, beides wird bis an die Grenze strapaziert. 8)

 Nur meine Kenntnisse über Pflanzen und Tiere geben mir etwas Spielraum. Da habe ich keine große Konkurrenz.
Ncht zuletzt weil es das Forum als Rückendeckung und Lernort gibt.

Aber Gemüsegärtner sind da einige denen ich das Wasser nicht reichen kann. Sind aber schon an die 30 Jahre oder mehr auf Ihren Flächen und haben einen gut gepflegten Boden.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:33:26
Charly hat ca. 10000m2 Schneckenparadies.
Waldgarten mit Bach.
Aber keine - wenig Probleme mit Schnecken.
Da kann man lernen.

Axel und andere: Danke dass du mir beistehst,
manche hier sind zäh!

PS: Meine Zebrina detrita (Märzenschnecke) erhält sich seit Jahrzehnten selbst auf wenigen Quadratmetern. Größe: Ca. 1,5cm

(https://lh3.googleusercontent.com/-SXUJ0IALb3c/Vp_uLZCucUI/AAAAAAABU_Y/kvQI4_7is_s/s640-Ic42/R0014814.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:36:18
Zur Auflockerung
Hainbänderschnecke in der Natur

(https://lh3.googleusercontent.com/-0SukPVj5BPI/Vp_uDvBZNVI/AAAAAAABU_I/7NrU6-HCriE/s640-Ic42/Ranui%252520Herbst%25252007%252520%2525285%252529.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 21:37:51
Besonders da man in einem Schrebergarten mit einem Arm auf den Rücken gebunden arbeitet. ;)
Da sind die Nachbarn und die Schrebergartenordnung, beides wird bis an die Grenze strapaziert. 8)


Oh je. Du solltest so einen Oilenpark haben wie ich, wo Du praktisch schalten und walten kannst, wie Du willst. Aber ein Schneckenproblem hatte ich vergangenen Sommer dort auch - war teilweise mein Fehler: Erdbeeren werde ich bestimmt nicht mehr mit Holzwolle beglücken. Was glaubst Du, was sich da alles eingenistet hat! Und Kürbisse in ihrer Blütezeit im hohen ungemähten Gras war auch nicht gerade der Bringer. Ich denke jetzt über ein Rankgestell nach, in Basel habe ich so etwas gesehen. Dann kann ich die Wiese wachsen lassen und trotzdem Kürbisse ernten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:38:35
Von den Hainschnecken habe ich auch viele im Schrebergarten, aber Deine Zebrina hab ich noch nicht entdeckt. ist ja ein seltenes Schätzchen. Mal sehen ob sich da was mit Steinen vom Waldrand machen lässt, wenn mein rechter Flügel wieder belastbar ist.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 21:40:25


PS: Meine Zebrina detrita (Märzenschnecke) erhält sich seit Jahrzehnten selbst auf wenigen Quadratmetern. Größe: Ca. 1,5cm


Wie "hältst" Du die? Ist sie so standorttreu?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:40:46
Das war ja das komische meine Kürbisse wuchsen vor allem in die Wiese rein und keine Blüte wurde befressen. Verstehe ich heute immer noch nicht. Vor allem die anderen auf dem Acker wurden aufgefressen nur 5 Meter weiter.
 Im Schrebergarten wurden alle beiden Aussaaten letztes Jahr mit Stumpf und Stiel vernichtet.

Allerdings wegen der angesiedelten Glasschnecken keinerlei Bekämpfung. Die seltenen Regenereignissse reichten den Nackten völlig.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 20. Januar 2016, 21:43:24
OT:
... wenn mein rechter Flügel wieder belastbar ist.
Was los  :o?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:44:23
Märzenschnecke ist ein Trockenrasenspezialist,
Rote Liste.
Trockenbereiche hab ich und da bleibt sie,
auch wenn es gerade ein paar Quadratmeter sind.
Die kleinen sind putzig, 3x3mm, wie Milchzahnspitzen.

Gartenbänderschnecke (heller Mundsaum), beide gehören zu den Schnirkelschnecken.
(https://lh3.googleusercontent.com/-Bg1tetvgbrQ/Vp_uJipomaI/AAAAAAABU_Q/hIw8cWarres/s640-Ic42/R0014813.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:45:15
In den verschiedensten Varianten.

(https://lh3.googleusercontent.com/-fsRQgq__T5c/Vp_uPv7Z0AI/AAAAAAABU_g/B3dWierFoXQ/s640-Ic42/Ranui%252520Herbst%25252007%252520%2525284%252529.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:45:28
Zwei Sehnen abgerissen sind aber jetzt wieder erfolgreich geflickt. Männer sind halt Verschleißmaterial.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 20. Januar 2016, 21:46:06
Schönes Bild von den beiden Schnecken auf #50

Danke Starking007, das macht Freude.

Lg Natternkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:46:35
Die Steinpicker hab ich auch,
ich mag sie! 13mm

(https://lh3.googleusercontent.com/-6mTpJbUt6FI/Vp_upNRNPbI/AAAAAAABU_w/ciZg8K-uj2k/s640-Ic42/Birgland%252520ex%252520%2525289%252529.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:47:27
Zwei Sehnen abgerissen sind aber jetzt wieder erfolgreich geflickt. Männer sind halt Verschleißmaterial.

Hast mit einer Bronzeschnecke gerauft?  ;) ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 21:48:07
Der Bernsteinschnecke ist es hier zu trocken

(https://lh3.googleusercontent.com/-C4A-s20UMFY/Vp_uv5U3i5I/AAAAAAABU_4/kP57oEVWIR0/s640-Ic42/Hohenburg%2525200609%252520%25252835%252529.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 20. Januar 2016, 21:48:43
Männer sind halt Verschleißmaterial.
Frauen auch  :(  ::)  ;D...

Toitoitoi  :D! Bis zur warmen Saison bist Du hoffentlich wieder fit.


Arthur, wir hatten die Schnirkel mal "gezüchtet", für ein Schulprojekt. War auch ne Baumschnecke dazwischen. Spannendes Thema, aus einem Gelege kam auch eine spitzgehäuste Schnecke raus - zwischen ganz vielen runden  :). Hab sie aber dann aus den Augen verloren  :-\.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 21:49:05
Die Steinpicker sind klasse. Ich glaube nicht, dass bei mir solche rumkriechen.

@ Axel
gute Besserung und achte auf den Flügel
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 20. Januar 2016, 21:49:56
Das Buch kennste schon?
Die Schneckenfauna der Schweiz
Ist nicht nur Schweiz drin.

Hatte ich mir bei Neuerscheinung gekauft
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:51:01
Eigentlich kann ich das auch nicht ganz nachvollziehen. Nichts anders gemacht als die letzten 40 Jahre. ;D
Da wächst ohne mir erinnerliche Ursache aus einem Knochen so ein Zacken raus der sowas wichtiges abschabt.

Die Steinpicker habe ich auch  wo ein paar Felsen rumliegen, die ich von einem Lesehaufen mitgenommen habe und viele verschiedene Schnirkelschnecken.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 20. Januar 2016, 21:54:02
Kenn ich leider nicht ich habe das
http://www.amazon.de/Landschnecken-Mitteleuropas-Bestimmungsbuch-Biologen-Naturfreunde/dp/3490179188
Aber wenn ihr bestellt über den Link im Forum  ;) aber nicht im Thread sondern hier
http://www.garten-pur.de/305/Garten-pur_Portal/Bestellungen_ueber_Partnerprogramme/Partnershop_zum_Stoebern.htm
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 22:32:42
1 Click  ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 22:35:25
Und hier die gute alte Weinbergschnecke,
im Sommerschlaf, weg von der Bodenhitze.

(https://lh3.googleusercontent.com/-g5R88JzrrJU/Vp_y_ATOAAI/AAAAAAABVAM/dXcOgAKUB4s/s640-Ic42/Pfannschmid%252520%2525287%252529.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 22:36:27
In Hochglanz,
Gehäuse genarbt, also Kampferfahren!!!

(https://lh3.googleusercontent.com/-IK7LgToQbmo/Vp_zooGqpXI/AAAAAAABVAk/BObEhf7_IxQ/s640-Ic42/RIMG6396.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 22:37:02
Tigerschnegel, unser Helfer!

(https://lh3.googleusercontent.com/-tCsqL4lyZVA/Vp_zVAgLi1I/AAAAAAABVAU/zjnKMMf3cVE/s640-Ic42/R0015106.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 20. Januar 2016, 22:41:07
Tigerschnegel finde ich richtig schön.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 20. Januar 2016, 22:46:08
Kennen lernen, Strategie erarbeiten, Ausrottung unmöglich, Dauerkampf teuer und anstrengend, das raubt die Zeit für die Pflanzen

(https://lh3.googleusercontent.com/-N9-xlTTeI3k/Vp_zhEUfBZI/AAAAAAABVAc/jrnbIOoZ7-E/s640-Ic42/AR0010453.JPG)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Gartenplaner am 20. Januar 2016, 22:51:47
Ich find die letzten 2-3 Jahre ganz viele leere Gehäuse von Weinbergschnecken bei mir in den Hecken hauptsächlich im oberen Teil des Gartens, das find ich eigentlich nicht so toll  :-\
Die Jahre davor fand ich zumindest wesentlich mehr lebende Exemplare...
Bei mir gibts aber auch viele Ecken und Enden, an denen sich Schneckenvertilger wohl auch wohl fühlen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Hortus am 21. Januar 2016, 00:10:28
Bei mir im Garten gibt es  die  Schwarze Wegschnecke (Arion ater).
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Hortus am 21. Januar 2016, 00:12:26
Außerdem finde ich immer wieder einmal diese Schnegel-Form (evtl.  Schwarzer Schnegel (Limax cinereoniger):
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: häwimädel am 21. Januar 2016, 00:27:25

Es wird gegen einen Feind gekämpft...
Ihn in Gruppen zerschlagen, die jetzt unterschiedliche Ziele an unterschiedlichen Orten verfolgen – oder gar nicht mehr wissen, was sie tun.


 ;)also das und Axels Beschreibungen erinnern mich sehr an meine Erfahrungenmit deer sog. "Spanischen"
andere Gärten - andere Vorlieben

der 1. Garten:
lehmiger Boden, mitten in der Wiese angelegt, Nacktschnecken ohne Ende, trotz Kröten, Igel, Hühnern in der Nachbarschaft. Die Beete habe ich damals mit Spinat gemulcht, ich war nur alle 1 - 2 Wochen dort. Am Rand zur Wiese hin eigentlich als "Opferkultur" gedacht Tagetes, Pflücksalat. Die Schnecken haben weder Tagetes noch Pflücksalat angerührt. Allerdings hatte ich dort keine Chance mit Kürbissen und Sonnenblumen. Sonnenblumen ca. 50cm hoch sind dort in einer Woche komplett verschwunden, teilweise waren noch paar Stielreste da :)

der 2. Garten
Wohngebiet - Dorf, sandiger Betonlehm
allerdings hatten dort nur Gewächse, die Schnecken nicht mögen eine Chance
"Opferkulturen" wurden genauso vernichtet wie die eigentlichen - ohne tägliches Absammeln keine Chance. Sogar die Aussaaten auf dem Terrassentisch wurden an einem Wochenende gekillt. Da habe sogar ich an Schneckenkorn gedacht... Und dann die Tigerschnegel entdeckt, und die Blindscheichen, und Nachbars Laufenten kamen zu Besuch... Trotzdem, dort hätte man jeden Tag vor Ort sein müssen, um eine Chance auf Salat zu haben. Aber die Kürbisse in der Wiese sind gewachsen  ;)

parallel dazu das 3. Gärtchen
Innenstadt, Sandboden
bis vor zwei Jahren gab es hier keine "Nackten" (vielleicht hat die muslimische Nachbarschaft was gegen FKK?  ;)) Jetzt sind sie auch hier angelangt. Aber auch Weinbergschnecken, Tigerschnegel, seit letztem Herbst wohnt ein Igel bei mir, was mich sehr freut, auch wenn er keine Nacktschnecken frißt. Ich arrangiere mich. Schneckenkorn kommt nicht infrage. Manchmal nerven mich die Nackten, wenn sie gerade die schönsten Erdbeeren anfressen - aber es sind immer nur einzelne, es reicht immer für mich, die Nachbarskinder, Freunde.Die angefressenen werfe ich in der Nähe ins Zierpflanzenbeet, in der Hoffnung das Schneckenbuffet zu verlagern, scheint zu klappen. Jedes Jahr werden meine hohen Sedümmer trotz trockenen, durchlässigen Bodens und sonnigen Standorts von Mehltau befallen. Die Schnecken räumen das auf, der Neuautrieb wird in Ruhe gelassen.

Ich bin weder Erwerbsgärtner noch muß ich von den Erträgen meines Gärtchens leben. Die Vögel fressen jedes Jahr die Hollunder leer. Sollte ich deswegen... Aber das ist ein anderes Thema.

Und immer wieder stellt sich die Frage: Was hat so ein Tier außer seinem Leben? Und welches Recht habe ich, es zu töten? Trotzdem: Finde ich Gelege, decke ich sie auf und stelle sie den Fraßfeinden zur Verfügung. Abtreibung statt späterer Mord.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 21. Januar 2016, 07:22:07
Ich weiß zum Beispiel das Starking den Leiter des Botanischen Gartens Hof gut kennt und mit ihm auf einer Ebene diskutiert.
Hast Du auch solche Freunde?

Zoologen sind für Schnecken zuständig - Botaniker für Pflanzen.

Wir haben beides (mein Mann ist Zoologe) und zusätzlich noch Ökologen, Greenpeace-Gutachter, Umweltschutzbeauftragte, aber auch private Schneckenhalter (Terrarium/Aquarium) etc. - das Schneckenthema wird hier sehr breit diskutiert (Nudibranches und Süßwasserschnecken sind auch spannend).
Entsprechend heftig fällt das Kopfschütteln über einige der Behauptungen in diesem Thread aus.

Offenbar geht es hier mehr um Philosophie und Theorie und Einzelbeobachtungen und Meinungen und Behauptungen - ich hätte mir Fakten gewünscht, vielleicht auch noch objektiv vergleichbare Versuchsanordnungen - eine naturwissenschaftliche Vorgehensweise. 
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Krümel am 21. Januar 2016, 07:29:00
Mich täte in erster Linie mal das "falsche Mulchen" interessieren, das Starking im anderen Thread angesprochen hatte.

*platzt fast vor Neugier*
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 07:42:55
Gerade bei den häufigen Schnecken könnten manche Zoologen viel von solchen Botaniker-Gärtnern lernen. Da sind mir die Geoökologen schon lieber etwas weiter im Horizont. Wobei ich bei einem Arten-kenntnis sehr vermisst habe.
Sind bei mir einige aus dieser Ecke.

Auch Zoologen habe ich schon außerhalb ihrer meist kleinen Spezialgebiete in Situ kläglich versagen sehen. Wobei sie das mit Anstand und einem gewissen Humor taten. Die hatten allerdings keine Dünkel gegenüber den wirklich interessierten ausgefuchsten Laien.  ;)
Hängt halt nicht von dem Titel sondern vom Charakter ab.

Das bei den Futterversuchen in einem Terrarium keine standortgerechten unverletzten Pflanzen vorkommen ist schon mal einer der Hauptfehler der meisten solcher Versuche.

Unterschiedliche Gärtner machen unterschiedliche Erfahrungen, manchmal wie bei mir auch der gleiche Gärtner.
Das sollte einen Wissenschaftler auf neue Fragestellungen bringen.

Dazu sollte man sein "Wissen" aber nicht nur als Abwehr gegen die unbequeme Infragestellung des anerkannten Wissensstandes benutzen.

Einem Laien verzeihe ich eher mal eine ungenaue Formulierung oder einen absoluten Schluß. Einem Wissenschaftler gegenüber bin ich deutlich intoleranter. ;) 8)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 08:15:34
Ich weiß zum Beispiel das Starking den Leiter des Botanischen Gartens Hof gut kennt und mit ihm auf einer Ebene diskutiert.
Hast Du auch solche Freunde?

Zoologen sind für Schnecken zuständig - Botaniker für Pflanzen.

Wir haben beides (mein Mann ist Zoologe) und zusätzlich noch Ökologen, Greenpeace-Gutachter, Umweltschutzbeauftragte, aber auch private Schneckenhalter (Terrarium/Aquarium) etc. - das Schneckenthema wird hier sehr breit diskutiert (Nudibranches und Süßwasserschnecken sind auch spannend).
Entsprechend heftig fällt das Kopfschütteln über einige der Behauptungen in diesem Thread aus.

Offenbar geht es hier mehr um Philosophie und Theorie und Einzelbeobachtungen und Meinungen und Behauptungen - ich hätte mir Fakten gewünscht, vielleicht auch noch objektiv vergleichbare Versuchsanordnungen - eine naturwissenschaftliche Vorgehensweise. 


Ich bin für eine Umweltorganisation tätig. Im letzten Jahr war ich Zuhörer bei einem Vortrag und dort wurde von der Schnecke als Polizei im Garten gesprochen, die gerne an hochgepumpte, kränkliche Pflanzen gehen. Der Vortrag wurde zwar "nur" von einem Gärtner gehalten, der hatte aber jahrzehntelange Erfahrung.

Ich glaube, wir müssen uns auch mal davon verabschieden, immer alles wissenschaftlich ergründen zu wollen. Wissenschaftliche Forschung und Praxis sind oft zwei paar Schuhe. Diesen Thread habe ich auch nicht so verstanden, dass hier das Schneckenproblem wissenschaftlich aufgearbeitet werden soll, sondern als Zusammenfassung vieler Erfahrungen. Und ist Erfahrungsschatz nicht mindestens genauso wertvoll?

Meine Erfahrung zeigt übrigens, dass der Nachbar, der bis letztes Jahr bei uns im Garten 3 Beete bearbeitet hat und großzügig mit Blaukorn gedüngt hatte, mehrmals Salat nachpflanzen musste, da die Pflänzchen von den Schnecken radikal abgefressen wurden, während ich nebenan kein Schneckenproblem bei meinen Salatpflanzen hatte.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 08:29:47
Das ist eigentlich die "Hauptkrankheit " von dem gewöhnlichen Blick auf die Wissenschaft.
Ein wissenschaftlicher Versuch muß erst mal eine vielzahl von Variablen  der Wirklichkeit weitgehend ausschalten um zu nachvollziehbaren (wiederholbaren) Ergebnissen zu kommen.
Das ist aber eben kein Abbild der Wirklichkeit, sonder immer ein Sonderfall. Wichtig zum Verstehen aber nicht der ganze komplexe Zusammenhang.

Bei deinem Beispiel würde ich das mal laienhaft, so, vorsichtig ausdrücken: Die mögliche höhere Konzentration von Salzen (Düngesalze)im Boden bei Deinem Nachbarn, könnten die Pflanzen über den ganzen Zeitverlauf zeitweise welker erscheinen lassen, was möglicherweise eine entsprechende Reaktion der Schnecken ausgelöst hat.

Es ist nur eine Anekdote, auch wenn sie vielleicht häufiger vorkommt.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 21. Januar 2016, 08:33:42
Ich vermute,  dass nicht die Welke (=Wasserentzug) entscheidend ist,  sondern, sondern früh einsetzende Abbauprozesse mit entsprechenden Duftsignalen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 08:52:40
Auch eine Möglichkeit.

Für einen Versuch müsste man so viele Faktoren standardisieren wie nur irgend möglich. Falls dabei welche ausgeschlossen werden können, die man nicht unter Kontrolle bringen kann, muss das getan werden.

Also als Auswahl Kleinklimaunterchiede, Bodenunterschiede, einschließlich Bodenleben (Mykorrhiza etc.) Bearbeitungsunterschiede, genetische Unterschiede der Pflanzen, so klein wie irgend möglich halten.

Das dabei jede standortgerechte Pflanze wie wir sie draußen im natürlichen Lebensraum mit allen zufälligen Beziehungen erleben nicht vorkommen kann ist aber auch gewollt. Sie sehen aber oft so aus.

Dann müsste man eigentlich noch die Schnecken entsprechend standardisieren oder eine möglichst große Zahl aus möglichst vielen bekannten Herkünften hernehmen um die Unterschiede statistisch in den Griff bekommen zu können.

Da hat man das Eigentliche noch gar nicht getan. Eine Versuchsanordnung entwickeln, die die gefragten  Aussagen eindeutig ergibt. Das lässt sich nicht in ein paar Tagen aus dem Ärmel schütteln, darum lass ich es jetzt.
das Ergebnis sieht ja nicht so aus das man daraus verlässliche Ratschläge für die Praxis geben könnte.
Also, wenn Du das tust und das lässt, hast Du keine Schneckenprobleme.

Da fängt ja die Arbeit in der unsicheren Praxis erst an. Um in möglichst vielen Situationen erfolgreich mit dem Schneckenproblem umgehen zu können bedarf es viele Jahre  und vieler Gärtner die die Grenzen dieser Erkenntnis vor Ort austesten.

Vielleicht finden aber hier auch die Laien ein paar noch nicht bekannte Möglichkeiten die dann irgendwann mal ein paar Wissenschaftler auf nachvollziehbare Füsse stellen. ;) Auch wenn das nicht sehr wahrscheinlich ist.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 09:18:32
Was ich noch vergessen habe. Für die kontrollierbaren Variablen müsste eigentlich noch jeweils ein definiertes Set von Abweichungen als weitere Versuchsreihe angenommen werden. Da könnte ich vermutlich noch ein paar Tage dran rumschrauben und wäre noch nicht fertig.
Entwickeln und streichen wenn es sich machen lässt...
Was man nicht streichen kann und auch nicht unter Kontrolle bringen kann, muß man dann durch eine große Zahl von Versuchen statistisch eingrenzen....
Ich hör jetzt auf und schau mir staunend eure Erfahrungen an.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 21. Januar 2016, 09:32:36
Ich habe letztes Jahr eine Zucchinipflanze auf den fast Fertigen Kompost gepflanzt. Dort ist Nacktschneckenparadies. Der Jungpflanze habe ich einen Schneckenkragen verpasst. Die Ernte war gut.
Ich werde Schneckenkragen auch dieses Jahr einsetzen,  v. a. für junge Stauden. Für ein intensiv genutztes Gemüsebeet haben sich Netze bewährt, die ich eigentlich wegen anfliegenden Gernemitessern einsetzte.

Das ist aber eine klassische Methode,  hat nichts mit komplexen Versuchsreihen zu tun. :-[
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 09:37:45
@Axel,
genau das war mein Gedanke, ob wir hier in diese Rahmen überhaupt eine naturwissenschaftliche Aufarbeitung leisten können und wollen. Wie gesagt, die Wirklichkeit schaut oft anders aus.  ;)

@Oile,
das ist echt interessant! Sind das die Netze um z.B. den Kohlweißling vom Kohl abzuhalten?
Warum so verlegen? ;-) Genau solche Erfahrungen finde ich Gold wert! *doch mal nach Netzen Ausschau halten muss*
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 21. Januar 2016, 09:41:35
Es sind feine Gemüsenetze zum Abhalten u.a.  der Möhrenfliege.  Wichtig ist dabei auch der dichte Abschluss nach außen. Ich schaufle dafür Erde auf die Ränder.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 09:45:54
Danke, Oile! Dann werde ich mir mal Gemüsenetze anschaffen - sind zwar nicht ganz billig, aber man kann sie ja mehrmals verwenden. Und so hätte man dann zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ;-)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 11:06:24
Wir haben Zoologe Ökologen, Greenpeace-Gutachter, Umweltschutzbeauftragte,  Schneckenhalter

Und trotzdem Schneckenprobleme?

Dann stimmt was nicht.........................
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 11:10:02
Salat pflanzen:
Über Winter gares Beet nur leicht abrechen, ganz frischen Rasenschnitt einige Zentimeter drauf verteilen. Mit drei Finger spreize ich den Mulch weg, das Salatpflänzchen hab ich zwischen den drei Fingern, rein, Mulch wieder ran. Fertig. Bei mir funzte das jahrelang, kein Pflänzchen Verlust ohne ein Hauch Schneckenkorn. Bei mir. Da stimmen auch die anderen Bedingungen. Das mal 10 Schnecken auf dem Beet waren, stellte kein Problem dar, schließlich hatten sie es nur auf den Mulch abgesehen. Ist der Rasenschnitt angetrocknet, begehen ihn die Schnecken ungern, er klebt am Bein. Gegossen wird eh nur am Tag der Pflanzung, bis auf Extreme abgesehen.
Dass Schnecken ungern auf Splitt, Asche, groben Sand laufen ist klar, in manchen Heftln steht was von zerbröselten Eierschalen, ha, das ist Schneckenlockmittel, wegen des Duftes!

Bretter zwischen den Beeten heb ich nicht mehr auf, ist eh kein Schneck drunter.

Wer in Schneckenproblemlagen Gemüse baut und keinen Schneckenzaun rum hat,
ist wie ein Brandstifter ohne Streichhölzer.
Schneckenzaun: Im Netz anschauen, skizzieren, mit 20€ zum Spengler in der Brotzeit gehen, möglichst wenn weder Chef noch Kapo da, da geht so manches! Auch zum Drecks-Nachbar hin, zum Bach usw………….
Ich kenne Gartler, die haben bisher mehr Geld für Schneckenkorn ausgegeben, als für einen Blech-Schneckenzaun nötig gewesen wäre! Auch ums Hochbeet.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 11:28:45
Ich habe im letzten Jahr angefangen zu mulchen und bin wirklich sehr begeistert davon. Im Beet mit üppig wachsenden Pflücksalat sah ich die ein oder andere Schnecke am Mulch, aber Fraßschaden am Salat hatte ich keinen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 21. Januar 2016, 11:45:23
Und trotzdem Schneckenprobleme?
Nö - im Gegensatz zu einigen Gärten nebenan.

Dann stimmt was nicht.........................
Ja - für die Schnecken (speziell die Nacktschnecken).
Hier im Garten passen die Bedingungen nicht so optimal - kein Mulch, Tropferbewässerung, wenig Niederschlag, hohe Temperaturen. Im Hostabeet gibt es ab und zu Schneckenkorn - für Gehäuseschnecken passen die Bedingungen nämlich besser und die lieben Hostas genau wie ihre nackten Verwandten.

Bei meiner Mutter hingegen mit mehr Niederschlag, fettem Lehm, viel Schatten, üppiger (Un-)Krautschicht (Giersch etc.), Kompost und fallweise auch Mulch trotz kaum noch schneckenempfindlicher Pflanzen geht es ihnen ganz hervorragend - sie könnte sie kiloweise verkaufen (leider hat sie bloß Nackt- und keine Weinbergschnecken).

Aber ich will Euch hier nicht weiter stören bei Eurer Mythensammlung - vergeßt bitte nicht auf die Mondphasen, Sonnenflecken, Erdstrahlen und Wasseradern!

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 21. Januar 2016, 11:46:22


Wer in Schneckenproblemlagen Gemüse baut und keinen Schneckenzaun rum hat,
ist wie ein Brandstifter ohne Streichhölzer

Was macht denn ein Brandstifter ohne Streichhölzer?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 11:46:47
Schneckenkorn:
Ja, ich verwende es, das Echte. So wenig als irgend möglich, soviel als unbedingt nötig.
Das Bio, Eisen-II-Phosphat:
Meine Erfahrung: Entweder man streut andauernd, massenhaft. Oder erschlägt die Schnecken mit der Schachtel. Geht auch. Ist halt ökologisch.
Gift – Chemie sowenig als möglich, aber:
Wer raucht und säuft, seine Haare färbt, Sternchen auf die Fingernägel klebt, mit Weichspüler wäscht und zum Esoterik-Tröster mit dem A6 fährt, gerne auf die Malediven fliegt und zum Gärtnern himmelblaue Handschuhe (!) trägt, Kunstdünger verteilt, usw…. den ertrage ich nicht als Öko-Fuzzi-Argumentierer!

Wenn es nötig ist, dann nach der ersten Schneeschmelze im Februar/März. Mitte März ist die Zeit der besten Schneckenbekämpfung vorbei.
Und nicht innen im Garten! Außer wenn das Lockmittel die Schnecken vom Nachbarn auch gleich anziehen soll. Dann schon. Sie sollen doch raus oder? Also dann das Schneckenkorn außen rum (rechtlich auf eigenem Grund). Und zwar gar nicht soo viel. Auf 0,5 bis 1m Breite 8-10 Korn reichen für normale Gärten. (Anwendungshinweise auf der Packung verbindlich beachten!).
Dass landwirtschaftliches Schneckenkorn die doppelte Wirkstoffmenge bei halbem Preis hat, möchte ich erwähnen.
Später im Jahr dann nur mehr punktuelle Bekämpfung, aber nicht unmittelbar an der Pflanze, sondern auch dann sehr dünn breitwürfig. Wer in Frühbeet oder im Gemüse so wenig als möglich der Wirkstoffe in den Boden lassen will, der dosiere in Marmeladedeckeln, mittels drei Stöckchen ein durchsichtiges Dach aus nem Weckglasdeckel – fertig.
Schneckenkorn – Chemie:
Der Wirkstoff Metaldehyd bringt den Wasserhaushalt der Schnecken durcheinander, durch starke Schleimproduktion sterben die Tiere ab. Höhere Dosierungen können bei Menschen und Tier zu Vergiftungserscheinungen führen. Nach bisherigen Untersuchungen sind Igel, die metaldehydvergiftete Schnecken gefressen haben, zumindest nicht akut gefährdet. Im Boden wird Metaldehyd zu Essigsäure abgebaut. (Nach Stiftung Warentest).

Trotzdem nicht sorglos werden, es geht um`s Töten!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 11:47:47
"...Was macht denn ein Brandstifter ohne Streichhölzer?..."

Der erreicht sein Ziel nie!!!!!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 11:49:40
"....Mondphasen, Sonnenflecken, Erdstrahlen und Wasseradern!.."

Wenns funzt und nix kost - isses OK!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 12:56:09
Das ist schon erstaunlich wie ein angeblicher Verteidiger der Wissensschaftlichkeit als erster die Esotherikkarte in die Runde wirft. Scheint ein "Wissenschaftler"-Reflex zu sein. Sollte man mal untersuchen. 8)

Wenn es eng wird wirft man diesen Knochen in die Runde und alle streiten dann auf dem gewünschten Niveau. ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: bristlecone am 21. Januar 2016, 13:14:04
Nö.  ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 21. Januar 2016, 13:19:16
Das ist schon erstaunlich wie ein angeblicher Verteidiger der Wissensschaftlichkeit als erster die Esotherikkarte in die Runde wirft. Scheint ein "Wissenschaftler"-Reflex zu sein. Sollte man mal untersuchen. 8)

Wenn es eng wird wirft man diesen Knochen in die Runde und alle streiten dann auf dem gewünschten Niveau. ;)

Und das kommt von Dir, wo Du ellenlange erklärt hast, warum man sich diesem Thema ohnehin nicht wissenschaftlich nähern kann?
Wäre bloß Arbeit - ist anstrengender als 'Weisheiten' zu posten.

Wer will, kann - wer nicht will, hat 1000 Ausreden.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 14:16:51
Und das kommt von Dir, wo Du ellenlange erklärt hast, warum man sich diesem Thema ohnehin nicht wissenschaftlich nähern kann?
Wäre bloß Arbeit - ist anstrengender als 'Weisheiten' zu posten.

Wer will, kann - wer nicht will, hat 1000 Ausreden.

Da du es gerne wissenschaftlich aufgearbeitet hättest, dann mach bitte Vorschläge, wie das denn ausschauen könnte. Wie sollen die Versuche aufgebaut sein, wie kann man identische Bedingungen schaffen, welche Unsicherheiten müssten außen vorgelassen werden etc.?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 14:29:26
Ja bitte mach Dir die Arbeit. Würde sicher die meisten interessieren, mich eingeschlossen.
Das ist sicher fruchtbarer, als mit ein wenig Demagogie den tapferen Krieger gegen die voraufklärerische Dunkelheit zu geben.
Das ist nicht das richtige Stockwerk dafür. ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hymenocallis am 21. Januar 2016, 14:44:02
Ja bitte mach Dir die Arbeit. Würde sicher die meisten interessieren, mich eingeschlossen.
Das ist sicher fruchtbarer, als mit ein wenig Demagogie den tapferen Krieger gegen die voraufklärerische Dunkelheit zu geben.
Das ist nicht das richtige Stockwerk dafür. ;)

Das wäre doch die Aufgabe des Threadöffners, oder?

Wer sich als Schneckenexperte positioniert, sollte auf eine solide Faktenbasis zurückgreifen können.
Kann man das nicht, weil man nur Fallstudien bei der Hand hat, kann man selbstverständlich den Fragesteller angreifen. Aber hilft das dem Thema wirklich weiter?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 14:49:10
Soll das eine der tausend Ausreden sein? ;)

Am meisten würde mich dieser schwierige Teil der exakten Fragestellung interessieren. Da könnten dann alle mit rationalen Argumenten versuchen daran zu feilen damit wirklich ein Ergebnis rauskommen könnte.
Kann ruhig ein Teilaspekt sein, mehr würde uns vermutlich überfordern.

Wenn Du es ernst meinst am besten hier bei den Tieren in einem neuen Thread. Einzige Regel logisch muß es sein.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Krokosmian am 21. Januar 2016, 14:50:15
Meine Erfahrung zeigt übrigens, dass der Nachbar, der bis letztes Jahr bei uns im Garten 3 Beete bearbeitet hat und großzügig mit Blaukorn gedüngt hatte, mehrmals Salat nachpflanzen musste, da die Pflänzchen von den Schnecken radikal abgefressen wurden, während ich nebenan kein Schneckenproblem bei meinen Salatpflanzen hatte.

Was hat das Blaukorn mit Schnecken zu tun? Oder geht es eher um die gesamte Art des Gärtnerns, die dieser Nachbar betreibt?

Und falls ich irgendwas überlesen habe, das diese erklärt, dann bitte ich um Entschuldigung, dieser Thread ist mir allmählich wirklich zu hoch :-[.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 14:57:42
Das ist ein aufgefallener Unterschied des Gärtnerns der eher anekdotisch ist. Passt aber hierher wenn wir diesen Einzelaspekt nicht totreiten.

Das sonstige Gärtnern des Nachbarn würde ich auf einem ähnlichen Niveau vermuten wie Du, aber das ist eher nicht wissenschaftlich zu begründen. Ich kenne eben begnadete Gärtner im Forum die erfolgreich den blauen Kragen praktizieren.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Wühlmaus am 21. Januar 2016, 15:00:04
Es könnte doch sein, dass die blau gekörnten Salate schneller - und zarter (!!) - wachsen, als anderer Salat ??? Schnecken sind nun mal Feinschmecker und je zarter ein Salat, desto leckerer für sie 8)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 15:08:00
Könnte und dies ist schon ein dritter Erklärungsansatz für das beobachtete Phänomen. Hier sollte glaube ich ein praktischer Erfahrungsaustausch stattfinden. Darum mein Vorschlag für einen extra Thread.

Vermutlich hat das für Kunstdünger schon jemand untersucht. Wenn nicht wäre das ein schön eng umgrenztes Fragegebiet für den neuen Thread
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Krokosmian am 21. Januar 2016, 15:08:44
Ich kenne eben begnadete Gärtner im Forum die erfolgreich den blauen Kragen praktizieren.

Ja, ich auch, nicht nur im Forum. War nicht wertend, eher nachfragend gemeint ;).

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 15:22:05
Bleibt schön brav ich geh jetzt einen Krankenbesuch machen.
Bitte in der Zwischenzeit hier keine Esoargumente bringen die funktionieren vielleicht in der Wirklichkeit aber ganz sicher nicht in diesem Forum.
Wobei ich, wenn es funktioniert, auch gern alle sonstigen Begleitumstände hätte...
Ach Spaßverderbermodus aus.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 17:32:14
Hat hier jemand Erfahrung mit dem Ausbringen von Schneckenjauche? Ich überlege es dieses Jahr zu testen, auch wenn die Vorstellung ziemlich eklig ist.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 21. Januar 2016, 17:33:10
Was soll das bringen?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Staudo am 21. Januar 2016, 17:34:59
Es stinkt fürchterlich.  :D

Schnecken sind Kannibalen von begrenztem Intellekt. Die werden sich kaum beeindrucken lassen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 17:38:31
Angeblich soll es die übrig gebliebenen Schnecken fern halten. Ich suche nach einer sinnvolleren Verwertung für die Biomasse Schnecke als sie einfach in den Hausmüll zu werfen oder im Klo zu ersäufen.

Zitat
Es stinkt fürchterlich.  :D

Vielleicht besteht daraus der Abschreckungseffekt?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Conni am 21. Januar 2016, 17:40:58
Abschreckung funktioniert so wahrscheinlich nicht, das Gegenteil wird eher eintreffen. Bei Nacktschnecken, die tot (weil ein Gärtnermesser sie traf) irgendwo liegen, finden sich sehr schnell weitere Nacktschnecken ein, die sich am Leichnam laben.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 21. Januar 2016, 17:41:23
Tote Schnecken (liegengelassen) ziehen neue Schnecken an. Wenn die Leiche vertilgt ist, werden sie sich nach anderen Nahrungsquellen umsehen. Ich beerdige tote Schnecken (so viele ermorde ich ja nun nicht) auf dem Kompost. Biomasse zu Biomasse.

Edith sagt, Conni war schneller.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 17:49:01
Und wie tötest du die Schnecken bevor sie auf den Kompost kommen? Ich habe meine Mühe damit die Tiere zu töten, aber einfach wegtragen und an anderer Stelle aussetzen bringt ja auch nichts.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Henki am 21. Januar 2016, 17:50:16
Ein Rasenkantenstecher ist äußerst rückenfreundlich.  :)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 17:52:29
 ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Staudo am 21. Januar 2016, 17:54:24
So wurde auch das Twin Scaling von Schneeglöckchen erfunden.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Henki am 21. Januar 2016, 17:54:27
Das ist mein voller Ernst. ;) Bei teilweise mehreren hundert Schleimern, die nach einem Regenschauer im Garten unterwegs sind, ist es eine sehr effektive Methode. Kadaver lasse ich liegen und wiederhole den Rundgang nach ein paar Stunden. Das funktioniert wie bei den Ameisen: Eine schlägste tot, fünfe kommen zur Beerdigung.  ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 18:04:53
Zitat
Das ist mein voller Ernst. ;) Bei teilweise mehreren hundert Schleimern, die nach einem Regenschauer im Garten unterwegs sind, ist es eine sehr effektive Methode. Kadaver lasse ich liegen und wiederhole den Rundgang nach ein paar Stunden. Das funktioniert wie bei den Ameisen: Eine schlägste tot, fünfe kommen zur Beerdigung.  ;D

Bei den Amerikanern im Drohnenkrieg wurde/wird das auch praktiziert, und die werden es wohl wissen.

Ich werde gleich mal schauen ob wir einen Rasenkantenstecher haben. ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 18:07:00
Zitat
So wurde auch das Twin Scaling von Schneeglöckchen erfunden.

Beim Rasenkantenstechen oder beim Schneckenzerschneiden? Immer wieder interessant zu hören wie viel Innovation auf vermeintlichen Fehlern beruht.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 18:09:11
Ein Rasenkantenstecher ist äußerst rückenfreundlich.  :)

Das ist mal ein toller, kreativer Tipp! Mit der Gartenschere (mit der ich dann ein anderes mal Gemüse abschneide) mag ich das nicht machen. Außerdem ist dann der Rasenstecher nicht mehr so häufig arbeitslos. ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Silvia am 21. Januar 2016, 18:26:02
Eine ehemalige Nachbarin hatten einen Stock, an den ihr unten ans Ende ihr Mann eine Rasierklinge drangebastelt hat. Damit drehte sie abends, wenn die Schnecken rauskamen, eine Runde durch den Garten und hat kurzen Prozess mit ihnen gemacht. Zisch, einfach in der Mitte durch.
Nicht, dass man das Gefühl hatte, dass sich dadurch die Anzahl wesentlich reduziert hätte. Der Nachschub riss nicht ab. Aber wer weiß, wie viele es ohne die Methode gewesen wären.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: obst am 21. Januar 2016, 18:39:49
Wenn wir die Schnecken nicht mit Schneckenkorn bekämpfen, sammel ich sie in einem alten Farbeimer ein und gieße dann schnell und zügig eine ausreiche Menge kochendes Wasser über die Schnecken. M.E. ist das wesentlich humaner als das Zerschneiden der Schnecken, da die Schnecken sofort tot sind und nicht lange leiden müssen. Die toten Schnecken bring ich dann zum Komposthaufen, wenn das Wasser abgekühlt ist.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 18:41:37
Meine Mutter hat das Problem früher mithilfe von mir und den Nachbarskindern gelöst: Für jede gesammelte Schnecke gab es fünf Rappen, für ein Nest von Schneckeneiern lag die Belohnung bei ganzen fünf Franken. Schweizer.  ::)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 19:21:08
Danke
Der letzte Post ist wenigstens etwas innovativ, aber etwas kostspielig. Wir sind also wieder bei dem üblichen Umgang mit dem Schneckenproblem gelandet. Mal sehen ob der Vogel  äh Thread nochmal Höhe gewinnt.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 21. Januar 2016, 19:30:59
Wolte ich auch grade anmerken.
Schneckenbekämpfungsthreads gibt es mehrere. Hier soll es um Leben mit Schnecken gehen.

Siehe da:
Die richtige Frage waere vielleicht wie man im Garten in Eintracht mit Schnecken leben kann?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: neo am 21. Januar 2016, 20:04:02
Hier soll es um Leben mit Schnecken gehen.

Siehe da:
Die richtige Frage waere vielleicht wie man im Garten in Eintracht mit Schnecken leben kann?

Man pflanzt nichts, was Schnecken zum Fressen gern haben.  ;) Liebe Leute, ich hab`s einfach, ich bin keine Gemüsegärtnerin! (Und für absolute Notfälle habe ich Schneckenkragen, gibt`s auch etwas hübscher als in Plastik, irgendwas Metallisches.)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Wühlmaus am 21. Januar 2016, 20:19:24
Es gibt ein Buch von Sofie Meys: ´Schneckenalarm`. Es will helfen, einen schneckenfreienarmen Garten anzulegen.
Leider weiß ich nicht, wie man forenfördernd verlinkt :-[
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 21. Januar 2016, 20:26:56
Das Buch von Sofie Meys hab ich auch und es hat mir zum Umgang mit Schnecken die Augen geöffnet. Es enthält viele Tipps und ist dazu noch humorvoll illustriert.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 21. Januar 2016, 20:30:33
Danke für den Buchtipp! Das werde ich mir besorgen.

@Quendula und Axel,
stimmt! Danke fürs auf den Teppich holen. *an die eigene Nase fasse*
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 20:35:24
Hier den Titel eingeben
http://www.garten-pur.de/305/Garten-pur_Portal/Bestellungen_ueber_Partnerprogramme/Partnershop_zum_Stoebern.htm

Nochmal danke das ihr so kooperativ seid.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 21. Januar 2016, 20:39:05
Das Buch klingt interessant  :D. Vielleicht wäre das ja nochmal was für mich.

Aus den Rezensionen:
Zitat
exzessive Zunahme von Hundekot rund um die meisten Wohnsiedlungen zur Erhaltung der Schneckenplage einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet.

Kann mir das einer erklären?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 20:44:04
Auch von mir danke für den Tipp! Das Buch ist schon gekauft. :) Am liebsten wäre mir ein Leben mir Schnecken. Ich habe nichts gegen sie; es gibt sogar Bilder von mir mir mehreren Gehäuseschnecken auf dem Arm. Wäre wirklich schön, wenn ich die schiere Menge einfach eindämmen könnte ohne zu rabiaten Methoden greifen zu müssen.  :)

Kann man eigentlich die Weinbergschnecke bei sich auf dem Grundstück ansiedeln? Oder andere bedrohte Schneckenarten?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 20:45:33
Zitat
Zitat
exzessive Zunahme von Hundekot rund um die meisten Wohnsiedlungen zur Erhaltung der Schneckenplage einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet.

Kann mir das einer erklären?

Ich vermute die Schnecken laben sich am Hundekot?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 20:47:49
Tun sie und Weinis kann man gut ansiedeln.
Falls Du nicht kalkhaltigen Gartenboden hast ist es vorteilhaft ein paar Kalksteine unter eine Hecke zu legen. Sie halten sich gerne da auf und werden einige Jahre alt.
Leider zertritt man immer wieder eine wenn man nachts ohne gute Beleuchtung in den Garten muß.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 20:54:56
Das wäre ja toll!  :D Ich google gerade mal danach wie ich die Weinbergschnecken am besten ansiedeln kann... Und danke für den Tipp mit den Kalksteinen! Da wäre ich nicht darauf gekommen.

Wieviel bekommt eigentlich garten-pur pro Einkauf über das Amazon-Portal? Ich frage mich ob sich die Mühe lohnt, oder ob ich nicht besser einfach einen Betrag spende.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 20:58:59
"....Leider zertritt man immer wieder eine wenn man nachts ohne gute Beleuchtung in den Garten muß...."

Deswegen kommen die in einen alten Topf
und wöchentlich auf dem Weg zur Arbeit an den Waldrand.

Übrigens hab ich mal "Methusalem", eine schon ausgeblichene, mit wasserfestem Stift markiert.
Zumindest aus ca. 500m Entfernung kam er zurück!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Starking007 am 21. Januar 2016, 21:01:44
Mulch gegen Schnecken:
Wenn ich schon Schneckenchaos habe und nicht bereit bin insgesamt die Zustände zu ändern, wird`s mit Mulch schlechter!
Wenn einer denkt und handelt, kann es besser werden.
Nicht in einem Jahr, nicht überall.
Mulch = Intakter Boden und Pflanzen = schlecht für Schnecken.
Noch immer wird Mulchen als Grünentsorgung betrachtet, dann kann an`s schon vergessen.
Es geht darum den Boden zu schützen, sorgsam und durchdacht. Das Bodenleben zu füttern.
Wer auf Sandboden bisher gehackt hat und umgestochen, hat so gut wie kein Bodenleben, da kann 1cm Schichtdicke schon genug sein. Bei mir verschwindet der 10cm Herbstmulch im Winter fast ganz.
Dieses Jahr, bei den Temperaturen, ist er jetzt schon weg. Immer soviel füttern wie der Boden braucht, beobachten. Und wenn der Gemüsegartenhumus zu fett ist, kann Rasenschnitt vielleicht sogar zuviel Stickstoff bringen und damit Nitrat. Und nur Holzhäcksel ist vielleicht schön und praktisch, aber der Regenwurm hat nix davon, die Schnecke schon, Feuchtigkeit.
Ablenkungsfütterung ist eine Überlegung wert, so könnte ich mir Restblätter vom geerneten Salat zwischen Jungpflanzen gut vorstellen!
Ich mach das auch mit Pfingstrosenblüten, nicht dass die gefressen werden, aber es sieht gut aus.........
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 21:04:29
Der Bestand hält das aus und wenn sie noch selten sind passiert das auch kaum. Nur wenn der Garten klein ist und dauernd jemand im Dunkeln durchrennt hätt ich wirkliche Bedenken. Übrigens können sie ganz schön schlimme Hausverletzungen heilen. Also nicht gleich erlösen, wenn sie nicht gerade platt ist.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 21:08:31
Bezüglich Amazon Link
Du kannst es halten, wie es Dir am angenehmsten ist. Beim Amazon-Kauf ist es halt nicht viel, aber es hilft, wenn viele es machen. Und direkte Spenden sind natürlich jederzeit willkommen.
Genauer kann ich es leider noch nicht sagen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 21:13:07
Im Schrebergarten haben ein paar nette Damen alte Weinbergschnecken mit Nagellack gekennzeichnet. Die wurden mir von Ihren ehemaligen Nachbarn noch drei Jahre nach ihrem Auszug zur Rettung angeboten.
Ohne die Markierung wären sie hops gegangen, so leben sie in einem Wildnisgebiet in der fränkischen Schweiz.
Das waren halt nicht nur Schnecken sondern eben jemand den man kennt.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 21:19:27
Nun habe ich gerade gelesen, dass man Weinbergschnecken gar nicht aus ihrem Lebensraum entnehmen darf, da sie ja unter Naturschutz stehen. Dann muss ich wohl bei einer Schneckenfarm nachfragen.

Zitat
Das waren halt nicht nur Schnecken sondern eben jemand den man kennt.

Wie schön.  :)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 21:22:24
Zitat
Weinbergschnecken frisch oder als Konserve?

Äääh das meinte ich nicht als ich nach "Helix pomatia bestellen" googelte.  ;D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 21. Januar 2016, 21:29:12
Vlt findest Du jmd der sie im Garten hat. Dort ist die Entnahme etwas anders geregelt. Denke ich. Hoffe ich.  :-\.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 21:30:29
http://www.helix-pomatia.de/haufige_fragen.html
Ich halte es so.
Essen oder in Massen komerziell sammeln würde ich sowieso nicht
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 21. Januar 2016, 21:37:23
Ich danke für den interessanten Link. Damit sind all meine Fragen geklärt. Jetzt brauche ich nur noch die Schnecken.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: maigrün am 21. Januar 2016, 21:41:09
kennt jemand von euch "das geräusch einer schnecke beim essen."?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Bufo am 21. Januar 2016, 21:47:24
Ablenkungsfütterung ist eine Überlegung wert, so könnte ich mir Restblätter vom geerneten Salat zwischen Jungpflanzen gut vorstellen!

Ob wissenschaftlich oder nicht, ich möchte hier einen Erfahrungsbericht zum Thema aufschreiben.

Solange ich noch Salat und anderes Gemüse angebaut habe, habe ich die äußeren Blätter immer abgeputzt und an Ort und Stelle fallen lassen. Nicht zwischen den jungen Pflanzen, sondern am Beetrand. Am nächsten Tag waren diese verputzt oder zumindest stark angefressen, während die Pflanzen daneben verschont wurden.
Irgendwo hatte ich mal aufgeschnappt, dass Schnecken lieber welkes Zeug fressen. Also habe ich es getestet und war mit dem Ergebnis ausreichend zufrieden.

Jetzt habe ich nur noch ein paar Erdbeeren, Tomaten, Paprika und ein paar Kleinigkeiten zum wegnaschen. Zarte Salatblätter fehlen in meinem Garten. Und damit auch das scheinbar beliebteste Schneckenfutter überhaupt. Hin und wieder nascht mal eine Schnecke von den Erdbeeren, aber das hält sich in Grenzen.

Die Schneckenpopulation in meinem Garten hat über viele Jahre hinweg eine erstaunliche Wandlung durchgemacht.
Im ersten Jahr bin ich nur sehr ungern durch den Garten gelaufen. Bei jedem Schritt knackte es mehrfach unter den Füßen. Wenn ich wieder ins Haus wollte, habe ich mit einem Schaber erst den Schneckenmatsch unter der Schuhsohle abgekratzt. In dieser Zeit konnte ich nur 2-3x im Jahr das meterhohe Gras mähen.

Später wurden die Gehäuseschnecken weniger, dafür waren Massen von den spanischen Wegeschnecken da. Nach 2 Jahren tauchte plötzlich der Tigerschnegel auf. Ich entdeckte, dass der die zertretenen spanischen verspeiste und war ganz froh darüber.

Jetzt sehe ich nur noch wenige Schnecken, aber unter den Büschen finde ich seit 2 oder 3 Jahren plötzlich große dicke Weinbergschnecken.

Wie haben sich die Pflanzen/der Garten in der Zeit entwickelt?
Zu Beginn war der Garten ein undurchdringlicher Dschungel aus Holunder- und Sauerkirschsämlingen, die etwa 15 Jahre ungestört vor sich hin wucherten. Nachdem ich das gerodet hatte wuchs auf der ganzen Fläche meterhoch die Quecke. Da knirschten die Gehäuseschnecken unter den Füßen.
Dann konnte ich etwas regelmäßiger mähen und die Quecke kürzer halten und schon kamen (komischerweise) die Nacktschnecken. Selbst auf dem gepflasterten Hof bin ich regelrecht ausgerutscht.
Ich fing an Bäume und Sträucher zu pflanzen und aus Schnittresten von Gehölzen Gestrüpptipis zu bauen. Vermutlich sind die Igel, die sich von meinen Rodungsaktionen gestört fühlten ziemlich schnell wieder da gewesen.

Jetzt hat sich ein Gleichgewicht eingependelt mit dem ich zufrieden bin.

Schneckenkorn habe ich in der Zeit kaum verwendet. Lediglich im Saatbeet habe ich den Boden vorbereitet, Schneckenkorn gestreut und Folie drüber gezogen. Darunter ist spontan das Unkraut gekeimt und die Schneckengelege sind geschlüpft (Wärme und Feuchtigkeit). Nach 10-14 Tagen habe ich die Folie abgenommen und hatte ein sauberes Saatbeet ohne Unkrautsämlinge und ohne verfressene Jungschnecken. So verfahre ich auch heute noch bei Freilandsaaten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 21. Januar 2016, 21:47:54
Danke das ist eine sehr interessante Beobachtung und wegen des Zeitraums doppelt wertvoll
Als ich vor vielen Jahrzehnten Zivildienst in einem Wohnstift machte hatte eine Bewohnerin eine Nacktschnecke in einem umgedrehten Blumentopf als Haustier. Gefunden hat sie die als Baby im Salat der im Speisesaal serviert wurde.
Könnte die rote gewesen sein nach meiner Erinnerung. Sie hatte viel Freude mit Ihrem Haustier, dass als sie es mir zeigte schon richtig groß war.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Bufo am 21. Januar 2016, 21:56:53
Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass es sich um den Zeitraum von 22 Jahren handelt.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 21. Januar 2016, 23:54:52
Servus Schneckengeplagte >:(  und Schneckenfreunde  :)

Im Kompostier und Gartenkurs 2010 wurde genau dies erläutert


..... dort wurde von der Schnecke als Polizei im Garten gesprochen, die gerne an hochgepumpte, kränkliche Pflanzen gehen. Der Vortrag wurde zwar "nur" von einem Gärtner gehalten, der hatte aber jahrzehntelange Erfahrung.


Kursbeschrieb

Kursleitung
Ruth Ruef
Horst Heinel

Die beiden waren & sind mir Referenz genug und hat sich im Garten mehrheitlich bestätigt.

Gekrochene & Gehäuste
Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Zausel am 22. Januar 2016, 00:35:28
... Und jetzt weiß ich endlich, wie partisanengärtner zu seinem Nicknamen kam  ;D
Partisanengärtner
 ;)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Amur am 23. Januar 2016, 08:33:04
M. e. ist die Schneckenpopulation zu 90-95% abhängig vom mittelfristigen Wetterverlauf. Länger Nass = viele, länger trocken = wenig. Wieviele es absolut sind, ist sehr vom Biotop abhängig. Hier im Auwald sind es Unmengen verglichen mit den meisten anderen Ecken.
Ein Gleichgewicht wie hier proklamiert wird gibts m. erachtens nicht. Bis die Igel, Kröten und Co sich vermehrt haben, ist die Schneckeninvasion längst wieder abgeebbt. Ist ja ähnlich bei vielen anderen Invasionen, die letztendlich durch die Lebenszeit der Tiere oder durch Wetterveränderungen beendet werden. 
Bei entsprechendem Wetter (hier war es letztes Jahr z. Bsp. im Mai und Juni so) hilft selbst Schneckenkorn nur sehr begrenzt bei dem hohen Druck.
Allenfalls mechanischer Schutz kann da was helfen.

Also damit Leben, bedrohten Pflanzen helfen, wenn nötig und sich nicht zu sehr ärgern. Ausrotten will die ja eh hoffentlich niemand (zumindest ich nicht).
Ist wie mit allem wenn man was nutzen will in der Natur.

Zu der angeblichen Anfälligkeit von gedüngten Pflanzen wäre eher mal zu überlegen ob diese gedüngten (nicht überdüngten!) nicht eher deswegen genommen werden weil sie besser sind?
Sieht man oft genug mit landwirtschaftlichen Flächen. So findet man hier Rehe eher auf gut gepflegten, gedüngten Wiesen, seltener auf reinen Weidelgrasäckern (=Wiesen die nach einer Saison wieder umgbrochen werden) aber wenn die Auswahl da ist, sehr selten in reinen Magergraswiesen. Auch wenn du Wildäcker nicht zumindest etwas düngst, werden sie für Wild uninteressant. Dann gehen die lieber auf die landwirtschaftlichen Flächen.
Oder die Gänse an der Küste. Zu Millionen einst auf den Flächen zum Meer. Danach der Landwirtschaft weggenommen (heute Naturschutzflächen) und nicht mehr bewirtschaftet, interessieren sich die Gänse heute nicht mehr dafür und gehen lieber wieder weiter auf die genutzten Flächen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 23. Januar 2016, 11:54:57
Besser im Sinne von weicher zarter sind sie ja auch aus der Perspektive der Schnecken.
Das die Felder mit ihren abwehrgeschwächten (verminderte Bitterstoffe und andere die Fraßfeinde abschreckende Stoffe) Pflanzen eher beweidet werden ist ja auch klar, da muß auch niemand die Leckerlies suchen. Fastfood halt.
Ob das Wild dadurch gesünder wird dadurch, sei dahingestellt. Wir sind dadurch auch alle besser genährt 8)

Weil diese Pflanzen besser sind brauchen sie ja auch die ganzen Pestizide um zu überleben. 8)

Dass das Wild weiss was gesund ist zeigten ja die ganzen Hasen die blind durch den Genuss vom bitterstoffverminderten Raps mal durch die Felder irrten und dann eben oft jämmerlich verreckten.

Die Pflanzen die darauf selektiert werden leichter und besser zum Fressen zu sein verschwinden unter normalen (ohne Menschen) Bedingungen ja ziemlich schnell.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 23. Januar 2016, 12:08:39
In meinem Zweitgarten, den ich seit Herbst 2009 bewirtschafte, hatte ich noch nie ein nennenswertes Schneckenproblem - bis auf vergangenes Jahr. 2015 habe ich auch weniger Blindschleichen gesichtet, Eidechsen ebenfalls kaum. Dabei habe ich nach wie vor reichlich Unterschlupfe, Steinhaufen, Totholzhaufen, hohes Gras (wird nur zweimal/ Jahr mit der Sense gemäht).
Dass ich wenige Nützlinge bemerkt habe, kann auch daran liegen, dass ich weniger Muße hatte im vergangenen Jahr. Aber die Menge der Nacktschnecken war schon beeindruckend. Es macht mich etwas ratlos.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 23. Januar 2016, 13:10:40
Waren die Schäden auch entsprechend hoch?

Das die großen Nützlinge die Du erwähnt hast, einen merklichen Einfluß haben sehe ich allenfalls langfristig. Dazu schmecken die zu schlecht und sind auch zu schleimig. Sie werden nach meiner Beobachtung von keinem dieser Tiere als langfristiges Hauptfutter genommen.

Igel schon eher, aber auf den roten kauten sie extrem lange rum und speichelten entsprechend.
Warzenenten (halbwüchsige besonders) und Laufenten haben eine ganz andere Kapazität, aber sie verkoten die Fläche entsprechend und müssen nachts vor Räubern gesichert werden. Außerdem brauchen sie reichlich Wasser zum nachtrinken.

Blinschleichen, Eidechsen und verschiedene Froschlurche habe ich jahrelang gehalten und gezüchtet. Die haben nur in Ausnahmefällen kleine Exemplare versucht und meist wieder ausgespuckt.

Ich würde es eher für ein saisonales und biotopabhängiges Phanomen halten.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 23. Januar 2016, 13:28:51
Waren die Schäden auch entsprechend hoch?

Ja, teilweise schon: Iris sahen erbärmlich aus, Hemerocallis teilweise auch, für Helenium und Phlox brauchte ich Schneckenkragen, allerdings nicht für alle Sorten.

Zitat
Ich würde es eher für ein saisonales und biotopabhängiges Phanomen halten.

Mit saisonal könnte ich leben. Mit biotopabhängig eher weniger.  :-\
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Floris am 25. Januar 2016, 19:14:59
"Saisonal abhängig" würde ich mal interpretieren als von sonstigen Umständen abhängig auf die wir wenig Einfluß haben.

Ich habe im Mittel der Jahre eher ein geringes Problem mit Schnecken, aber im letzten Frühjahr war es doch wieder mal merklich.
Auch bei mir waren verschiedene Iris betroffen, ich habe vor allem bei denen abgesammelt.
Einen (potentiell) großen Eupatorium haben sie regelrecht weggefressen, ich habe es leider nicht gleich bemerkt. Er hat dann im Sommer ein paar kleine Nachtriebe geschoben um überhaupt zu überleben.

Oft hatte ich den Eindruck dass sie sich bei allem versammeln was neu in den Garten kommt. Oder wirkt die Fresserei sich da so besonders aus weil die Pflanzen erst mal einen geringeren Zuwachs haben? Mir schien es oft, als würden die Neuankömmlinge erst mal einen Lockruf aussenden.

Ich glaube nicht dass die üblichen Kulturmaßnahmen einen gravierenden grundsätzlichen Einfluß auf die Schneckenpopulation haben, Ich halte sie für zu anpassungsfähig um sich von solchen Kleinigkeiten irritieren zu lassen, zumindest die Arten die uns so üblicherweise ärgern. Wetterabhängig scheinen sie mir schon eher zu sein, und wenn die Umstände passen schlagen sie zu. Nur so kann ich es mir erklären, dass sie jedes Jahr eine andere Dynamik entwickeln, obwohl mein Garten in seinem Grundsatz sich kaum verändert.  Ich darf mich also nicht in Sicherheit wiegen, nur weil ich meine das Umfeld sei für die Feinde günstig oder die Pflanzen seien etabliert und es ginge ihnen gut.

Ich finde in meinem Garten auch verschiedene Arten von Schließmundschnecken. Ich nehme an, dass sie nachts Algenbeläge von den Steinen abweiden, zumindest finde ich sie dort. Die fielen mir schon in der Kindheit auf und es freut mich, dass sie immer noch da sind.

Wie schnell wachsen eigentlich junge Weinbergschnecken? Ich finde immer Erwachsene Tiere, aber nur ganz selten mal eine halbwüchsige, so als würden die irgendwo im Verborgenen heranwachsen.



Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 25. Januar 2016, 19:50:54
Frisch gepflanztes ist immer unter Sress.
Infrage kommt z. b. andere Kulturbedingungen (Glashaus oder andere Lichtverhältnisse, Luftfeuchtigkeit etc.) Wurzelschäden durch Transport und Umpflanzen.

Also fällt die Pflanze auf und wird befressen das stresst natürlich auch etc.
Mögliche Abhilfe
Ein Schneckenkragen oder andere mechanische Möglichkeiten für wenigstens ein paar Wochen. Sehr sorgfältiges Verpflanzen und vielleicht ein Repellent wie Moosextrakt , Kaffee oder Chilipulver und natürlich nachbehandeln nach jedem Regen oder bei Regen mit einem Behälter (Glas Eimer Topf etc.) schützen.

Mit diesen Verlusten leben. Oder was den anderen noch einfällt.

Schneckenpopulationen scheinen nach meinen und eben scheinbar auch anderen Beobachtungen über die Jahre zu fluktuieren. Wobei ich keine leicht nachvollziehbare Faktoren ausmachen kann. Das nenn ich saisonal mal eine Explosion und dann ein abflauen uber einoder zwei Jahre oder mehr,  auch unterschiedlicher Appetit kommt vor.

Wenn für eine Pflanzenart die Witterung ungünstig zu sein scheint, werden die plötzlich befressen obwohl in den günstigeren Jahren vorher kaum Schäden waren, das ist aber schon wieder ein unzulässiger Schluss von mir. 8)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 25. Januar 2016, 21:25:08


Wie schnell wachsen eigentlich junge Weinbergschnecken? Ich finde immer Erwachsene Tiere, aber nur ganz selten mal eine halbwüchsige, so als würden die irgendwo im Verborgenen heranwachsen.

Das würde mich auch mal interessieren.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: RosaRot am 25. Januar 2016, 21:43:38
Ganz kleine habe ich noch nicht gefunden, aber "Jugendliche" öfter.
Aber die schlafen jetzt noch. Hier kriechen aber schon die Kleinen mit den gelben Häuschen herum, so groß wie Hainschnirkelschnecken. (Ich weiß nicht, wie sie heißen.)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Isatis blau am 25. Januar 2016, 22:23:34
So ganz kleine Weinbergschnecken habe ich schon gesehen. Da ist das Haus noch ganz durchscheinend, weil es noch dünn ist.

In den letzten Jahren sind die Weinbergschnecken richtig viele geworden, kann das sein, weil sie nicht mehr gesammelt werden dürfen?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 26. Januar 2016, 04:19:18
http://www.schnecken-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?t=6804
Da kann man das wichtigste über die Weinbergschnecke nachlesen..
Sie sind sehr frohwüchsig sodaß die Winzlinge im ersten Herbst schon 1,5 cm haben können.
Wegen der gelben Schnecke schau Dir mal die Farbvarianten der Gartenschnirkelschnecke an.
https://www.weichtiere-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?id=426304
Nicht mal der dunkle Mund ist ein sicheres Abgrenzungsmerkmal.

In den Gärten ist es meist die Hainschnirkelschnecke mit ihren Farbmorphen
https://www.weichtiere-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?ID=426306
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 26. Januar 2016, 12:43:57
Gerade aus dem Briefkasten befreit: das Buch "Schneckenalarm" von Sofie Meys. Ich bin gespannt!  :D
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: RosaRot am 26. Januar 2016, 13:15:50
Partisanengärtner, du hast recht, es war ganz sicher eine gelb gefärbte Hainschnirkelschnecke.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 26. Januar 2016, 14:06:44
Zitat
Gerade aus dem Briefkasten befreit: das Buch "Schneckenalarm" von Sofie Meys. Ich bin gespannt!  :D

Schon da? :D Ich muss mich noch bis am 8. Februar gedulden (voraussichtliches Lieferdatum).
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 26. Januar 2016, 17:05:16
Oh, das ist aber noch ne Weile hin.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: YElektra am 26. Januar 2016, 17:43:44
Ja der Postversand zwischen Deutschland und der Schweiz ist bedauerlich langsam und teuer. Aber nicht länger als aus Hong Kong.  ;)

Partisanengärtner, wie kommt es eigentlich, dass du dich so gut mit Schnecken auskennst?
Titel: Liebevoller Schneckenfilm Re:
Beitrag von: Natternkopf am 26. Januar 2016, 20:30:52
Guten Abend

Habe vorhin einen Schneckenfilm angeschaut. Darin wird nicht "Eine Lösung" oder sonst was versprochen.
Was mir an dem so gefällt ist die liebevolle, unterhaltende Informationsdoku und wie darüber berichtet wird.
Dazu 1-2 Testwälle mit witzigem Kommentar und schöne Schneckenaufnahmen der verschieden Arten.
Der mit dem Basilikum anstatt Rosmarin, ist der Klacks auf dem Hemd. Nobody is perfect, aber die Bilder mit dem gesprochen Text genussvoll.

Schaut selbst: Schnecken?

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 26. Januar 2016, 21:06:49
Vermutlich bin ich in früheren Inkarnationen sehr lange auf diesem Level geblieben.  8)
Sie haben mich schon seit meiner frühen Kindheit fasziniert.
Aber gut würde ich das noch nicht nennen.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: oile am 26. Januar 2016, 22:13:03

Aber gut würde ich das noch nicht nennen.

Im Vergleich zu vielen anderen, mich eingeschlossen, würde ich es eher sehr gut nennen.  ;)
Titel: Schnecken
Beitrag von: Bufo am 26. Januar 2016, 22:59:18
Schaut selbst: Schnecken?

Der ist gut.  :D
Danke
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 27. Januar 2016, 03:12:47
Ja hat mir auch gefallen. Am Anfang denkt man noch, na ja das übliche, aber dann kommt eine sehr gesunde Einstellung rüber.
Leider kann ich das nicht so auffällig auf dem Kompost machen, da sonst mein Schrebergartennachbar sonst ausflippt.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: hostalilli am 27. Januar 2016, 08:41:55
Guten Morgen, ich habe mir den Film auch gerade angeschaut. Die Idee mit dem Kompost hat mir zuerst gut gefallen, aber wie ist es mit evtl. Gelegen? Verteilt man die dann nicht mit dem Kompost im gesamten Garten :o
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 27. Januar 2016, 09:16:35
Guten Morgen, ich habe mir den Film auch gerade angeschaut.
Die Idee mit dem Kompost hat mir zuerst gut gefallen, aber wie ist es mit evtl. Gelegen? Verteilt man die dann nicht mit dem Kompost im gesamten Garten :o

Salü hostallis

Tja, alles kann man nicht haben.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Teetrinkerin am 27. Januar 2016, 09:30:29
Ich finde auch die anderen Filme von ihr sehr sehenswert. Den Kanal kann ich sehr empfehlen.

Seit gestern weiß ich, dass die Wegschnecken ihre Atemöffnung oben auf dem Rücken haben. Das Büchlein ist recht interessant, allerdings fehlen leider Fotos oder richtige, detaillierte Zeichnungen. So gerne ich die Bücher vom Pala-Verlag mag, hier fehlen eindeutig Bilder.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: partisanengärtner am 27. Januar 2016, 09:31:46
Kompost sollte man ja nicht mehrere Zentimeter dick ausbringen. Da fallen die Gelege schon auf zumal sie ja selten tief im Kompost abgelegt werden. Wenn man einen windigen sonnigen Tag nimmt vertrocknen einzelne Eier schnell.

Um schon geschlüpfte Jungschnecken wieder wegzubekommen kann man vielleicht Lockfütterungen mit Kartoffelscheiben unter einer feuchten Abdeckung zum Absammeln ansetzen.

Auf Beeten sollte das praktikabel sein.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 27. Januar 2016, 20:40:19
Gegen Schneckengelege im Kompost hilft: Ende des Spätsommers sieben, bevor die Schnecken an die Eiablage gehen. Der gesiebte Kompost ist für Schnecken uninteressant, weil keine welken Pflanzenteile mehr drin sind, und kann unbedenklich ausgebracht werden.

Ich setze meine Schnecken auch auf dem Kompost aus, so wie im Film.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 29. Januar 2016, 16:11:15
Salü Floris

Habe soeben ein Video geschaut

Wie schnell wachsen eigentlich junge Weinbergschnecken? Ich finde immer Erwachsene Tiere, aber nur ganz selten mal eine halbwüchsige, so als würden die irgendwo im Verborgenen heranwachsen.

Das kann deine Frage nicht ganz beantworten, jedoch ein bisschen.
Weinbergschnecken im Garten

Grüsse Nattenkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: mavi am 06. April 2016, 18:30:49
Vor ein paar Tagen im Eichenlaub im Vorgarten gefunden, einträchtig beieinander.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Natternkopf am 06. April 2016, 22:21:26
Hallo Maxi

Schöne Aufnahme  8)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Amur am 17. April 2016, 17:29:26
An den Thread mußte ich vorhin beim Putzen der Morcheln denken.
Für Schneckenfans ist Morcheln sammeln vermutlich Pflicht. Mehr Schnecken nach Hause zu bringen obwohl man im Wald schon die sichtbaren weg getan hat, geht wohl nicht.
Alle möglichen. Mit Häuschen rund oder spitzig, ohne Häuschen braun, grün, rot oder gestreift. Alles dabei.

(http://i77.photobucket.com/albums/j42/Amur2/DSC02539_zps1hvoq9my.jpg)

(http://i77.photobucket.com/albums/j42/Amur2/DSC02540_zpsygjgoqlv.jpg)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: SusesGarten am 17. April 2016, 21:11:53
Sie seien Dir gegönnt! Schnecken und Morcheln. Ich glaube, ich würde sie nicht essen wollen. Weder die einen, noch die anderen.
Titel: Re: Schnecken und gefundene, herumliegende 33cl Bierflasche
Beitrag von: Natternkopf am 05. August 2016, 18:04:36
Guten Tag

Bei diesem Schnecken stelle das ich auch noch rein.
Sind ja nicht soo übersichtlich beisammen die Schneckenthreads, wie manchmal im eigenen Garten. :-(

Bevor ich kurz vor meiner Beobachtung an einem Spazierweg schreibe, die ich in einer kleiner Bewaldung mit Bachlauf gesehen habe,
vorgängig ein paar Einstiegszitate aus diesem Thread hier.



.. Ich vermute das sie eben stellenweise auf den Geschmack kommen können wenn sie nicht abgesammelt werden

Um Kontrolle und notfalls auch absammeln wirst Du bei schützenswerten Pflanzen nicht drum rum kommen  ;).


Mit diesen Verlusten leben. Oder was den anderen noch einfällt.
8)

Zu den Schnecken.
Habe vor ca. 10 Tagen am Bachlauf eine herumliegende 33cl Bierflasche aufgelesen zum Entsorgen.
Die war ziemlich voll mit Nacktschnecken und keine Gehäuseschnecke darin.

Das wäre zum Testen: Bierfläschen mit wenig Bier Inhalt auslegen.
- Es regnet nicht hinein
- Gehäuseschnecken kommen nur die Kleinen rein
- Keine anderen Tiere trinken oder essen davon
- Die besoffenen Abgelebten, locken vermutlich weitere an
- Einfaches zusammenlesen ohne schleimige Finger
- Kräftiges geschwungener Kreisbogen mit Flasche und alle sind draussen z. Bsp im Kompost  ;)

Da ich das erst letzthin gesehen habe, ist das bei uns im Garten n o c h  n i c h t  g e t e s t e t.
Aber das kommt noch.  :D

Sowas, wie oile schreibt, hilft auch.

Der Jungpflanze habe ich einen Schneckenkragen verpasst. Die Ernte war gut.
Ich werde Schneckenkragen auch dieses Jahr einsetzen,  v. a. für junge Stauden. Für ein intensiv genutztes Gemüsebeet haben sich Netze bewährt, die ich eigentlich wegen anfliegenden Gernemitessern einsetzte.

Das ist aber eine klassische Methode,  hat nichts mit komplexen Versuchsreihen zu tun. :-[
8)

Diese unterhaltsame und faktenreiche Büchlein erhielt ich zum Lesen.  :D
Es gibt ein Buch von Sofie Meys: ´Schneckenalarm`. Es will helfen, einen schneckenfreienarmen Garten anzulegen.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: erhama am 06. August 2016, 20:54:51
Das Büchlein von Sofie Meys habe ich auch. Habe es bei der Gartengestaltung weitgehend mit einbezogen und kein Nacktschneckenproblem mehr. Es gibt welche, natürlich - aber eben nicht im Übermaß. GG hat seinen Garten 200 m weiter und deutlich mehr von den Biestern.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: OmaMo am 16. August 2016, 13:59:09
Gut getarnt!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Flora1957 am 06. Oktober 2019, 13:08:32
Ich möchte Rootbarrier-Umrandungen von (insbesondere) Obstbäumen zur Verhinderung von Wurzeleinwuchs dekorativer gestalten und hatte zunächst an eine Ecolatrasenkante gedacht.
Jetzt habe ich Umrandungen aus Cortenstahl im Netz entdeckt, die ich noch schöner finde, die aber auch deutlich teurer sind.
Cortenstahl soll zugleich auch als Schneckenbarriere dienen (ist z.B. insbesondere bei den Indianerbananen immer wieder ein sehr großes Problem). Wer hat Erfahrungen hierzu gemacht?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: OmaMo am 08. Juni 2020, 08:06:51
Ich finde immer häufiger schlanke, schwarze Schnecken, ca 4 cm lang,
fast wie ein ganz schwarzer Tigerschlegel, ähnlich der Mittelmeer-Ackerschnecke.
Keine Wegschnecke, denn es fehlt das "Nackenschild"

An die kann ich mich vom letzten Jahr nicht erinnern..


Leider kein Foto, kann ich aber noch liefern
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 08. Juni 2020, 08:22:23
Lakritzschnecken


 ;) Evtl sowas hier?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: OmaMo am 08. Juni 2020, 08:43:44
Lakritzschnecken verschwinden von alleine ….

Ja, aber viiiiiel kleiner als der schwarze Schnegel - hoffentlich werden die nicht so groß  :o
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Bilse am 12. Juni 2020, 08:14:17
Guten Tag, allen im Forum!

Auf YouTube stieß ich vorhin auf dieses Video zum Thema Schnecken.
Ich konnte es kaum glauben, doch finde es ist ein Versuch wert!
Jedenfalls bin ich mir sicher, es gehört hier ins Garten-pur Forum!!
Link entfernt!1/qO74otm4MpQ
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Das Video auf YouTube heißt:
Tschüss, ihr Schleimer
Von: neues vom Landei
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 12. Juni 2020, 09:02:00
Die Stimme klingt computergeneriert :P. Aber ich leg mal einen klickbaren Link dahin - Tschüss, ihr Schleimer! Erfolgreich zum schneckenarmen Garten ;), inhaltlich ist das schon ziemlich interessant. Die Tipps gegen Schnecken sind ab Minute 6.
Zusammenfassung: getrocknete Minze auf schützenswerte Pflanzen bröseln; Schafwolle auf den Boden legen; Opferpflanzen; Nützlinge fördern und ihnen Überwinterungsquartiere bieten ...
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Weidenkatz am 12. Juni 2020, 09:47:08
Da ich kein Schneckenkorn verwenden will (ich mag das einfach nicht*schulterzuck*), sammle ich ab und versuche besondere Lieblinge (leider mag ich Hosta ::) ;)) zu schützen.
-
Meine Erfahrungen:
-Bei den gefährdeteren, grünlichen, weichblättrigen Hostasorten mache ich, so schnell wie möglich "Backups", auch, um verschiedene Plätze auszuprobieren.
Eindeutige Opfer kommen kurz vor Kahlfraß an sichere Plätze zur Genesung.
-"Halcyon" und "Blue Dragon" sind h i e r  ungefährdete Hosta, in Kombi gepflanzt mit einer "Invincible" (war mal Opfer), machen diese wesentlich weniger vincible ;). -
-Auslegen von Brettern - optisch schöner dicken, dekorativen Weidenästen in den Beeten oder leere Töpfe im Schatten - lässt sie darunterschlüpfen. -
-Mit ein wenig Beobachtung lässt sich herausfinden, welche Plätze Schnecken trotz scheinbarer Anziehungskraft (Schatten, feucht, lecker Pflanze ) dennoch meiden. Ich habe mitten im Garten so eine Stelle, die ich mir noch nicht erklären kann:Lauter unversehrte, sonst eindeutige Hostaleckerbissen stehen dort, es klappt. Ich vermute, da liegt irgendein abtörnender, nicht für uns Menschenwahrnehmbarer Duft in der Luft. Ist nur eine sehr  vage Vermutung, aber da, wo Pfingstrosen stehen (bei mir auch im Voll-oder Halbschatten) , kommen sie h i e r nicht hin.
-Ich verwende neuerdings weiche, stark angefressene Hostablätter und leicht angedrückte Minze (habe extra Minztöpfe mit wüchsigen, gut gedüngten Minzen für diesen Zweck angelegt) zum gezielten Ablegen vor gefährdeten jungen Gemüsepflanzen. Es klappt! Ich kann sie dort absamneln, Fraß bleibt aus.
-Ich hab mich erst über den rapide zunehmenden Hopfenklee im Rasen geärgert. Inzwischen ist er mein Freund:Er und der weiße und rote Klee ziegen sie hier auch magisch an. Prima Absammelstelle. Genauso wie z. B. 2 Hortensien und immer mal ein Kümmerphlox als "Opferpflanzen".
-
Nicht falsch verstehen: Mir liegt es fern, meine Methode " anzupreisen", wollte sie nur vorstellen. Wer körnen will, der soll das tun und braucht sich nicht durch eiliges Widerlegen m e i n e r Erfahrungen rechtfertigen.  ;) Mir gehts hier aber gut damit, trotz sehr schattig feuchter Gartenteile, einer schattigen, geradezu Wildnis nebenan und
fast  allabendlicher Sammlung von 1/2L Nacktschnecken. Also, es liegt nicht dran, dass sie nicht da wären.

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Felcofan am 12. Juni 2020, 10:02:01
es gibt ein paar lustige Youtube-Filmchen, wo sich jemand mühe macht, solche "Geheimtipps" zu testen...

https://www.youtube.com/watch?v=IQqlf_MlrMs

das klappt übrigens auch nicht mit KAffe, Kupfer usw

https://www.youtube.com/watch?v=Op9P3JjZdDw

ich find leider nicht die richtigen Filmchen wieder, so von oben in einen Eimer gefilmt,

hier noch mit frisch getrockneter Minze

die Frage ist, was nach einem Regenguss passiert


https://www.youtube.com/watch?v=1x-I4t9QWPs

Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Bilse am 12. Juni 2020, 10:55:02

 :o :-[
Asche auf mein Haupt, nun bin ich traurig und recht klein mit Hut!
Ich dacht, ich hätte die Lösung gefunden, Es wurde dort auch erwähnt, das die spanische Nacktschnecke gar nicht von Spanien eingeschleppt wurde, sondern eine heimische Art sei.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass das Video von dem ich schrieb ganz liebevoll über die Fauna berichtete und allein deshalb schon sehenswert war.
    Sehr schade!
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: MissEd am 12. Juni 2020, 11:04:31
Brauchst nicht traurig sein :). Das Video war doch ganz gut. Blöd nur, wenn die Schnecken sich nicht an solche Erkenntnisse halten :-\. Oder anders gesagt: Jede Schneckenpopulation ist eben anders (meine lieben Minze :-X) und jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er mit ihnen umgehen und koexistieren kann. Verschiedene Tipps kann man ja trotzdem mal ausprobieren. Wer weiß, am Ende funktioniert ja das eine oder andere ;).
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Brezel am 25. Juni 2020, 22:17:03
Die Minis sind in diesem Jahr einfach überall. An den Felsenbirnen waren sie, in den Rosenblütenblättern... und Yuccas lieben sie offensichtlich auch.  :)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Secret Garden am 25. Juni 2020, 23:19:28

Tolles Bild. :D Soviele Häuschenschnecken sah ich noch nie zusammen, nur die nackten. :-\
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Isabel am 27. Juni 2020, 18:43:04
Die Minis sind in diesem Jahr einfach überall. An den Felsenbirnen waren sie, in den Rosenblütenblättern... und Yuccas lieben sie offensichtlich auch.  :)

Könnten das junge Weinbergschnecken sein?
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Brezel am 27. Juni 2020, 19:04:43
Das sind sicherlich keine Weinbergschnecken, die habe ich in Brandenburg noch nie gesehen. (:()

Schnirkel- oder Bänderschnecken sind hier dagegen keine Seltenheit. Dass sie sich aber ausgerechnet die in voller Sonne stehende Yucca ausgesucht haben, erstaunt mich schon ein wenig.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Brezel am 27. Juni 2020, 19:13:43
Weinbergschnecken gibt es hier nur als Einwanderer.  ;D
(habe ich mir letztes Jahr aus Thüringen kommen lassen, und zumindest eine hat im Hausgarten, der Lehmboden und Schattenareale zu bieten hat, überlebt.  :D)
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Cryptomeria am 27. Juni 2020, 21:19:42
Das müssten bei dir " Heideschnecken " sein. Art müsste man bestimmen. Das wollte ich aber gar nicht sagen. Ich habe diese Schnecken häufig im Sommer in den Trockengebieten Europas gesehen, wie sie so in Massen an Pflanzen hängen und in Trockenstarre regenarme Phasen überdauerten. War es bei dir auch sehr trocken und heiß, dann könnte das bei deinen Schnecken evtl. auch zu treffen. Deshalb möglicherweise so viele an einer Pflanze.
VG Wolfgang
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: Brezel am 27. Juni 2020, 22:55:02
Hm, sehr trocken und heiß... das ist natürlich relativ.
Würde ich so nicht sagen, denn richtig heiß wird es für meine Begriffe erst ab heute (über 30 Grad). Trocken ist es nur auf diesem sonnenexponierten Beet, aber gerade die Yucca wird auch ab und zu gegossen.
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Kann natürlich sein, dass die Schneckenkinder sich nur deshalb überhaupt entwickelt haben, weil es ab und zu geregnet hat in diesem Jahr. Und dass sie auf der Yucca eben in Trockenstarre gefallen sind, während in anderen Bereichen des Gartens (mit mehr Schatten und täglicher Bewässerung) die Entwicklung der Altersgenossen munter weiterging.
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Aha, die Gemeine Heideschnecke.  :)
Scheint wie geschaffen für den Pulversand der Brezelwiese.
Titel: Re: Schnecken
Beitrag von: riegelrot am 27. Juni 2020, 23:13:38
Weinbergschnecken gibt es hier nur als Einwanderer.  ;D
(habe ich mir letztes Jahr aus Thüringen kommen lassen, und zumindest eine hat im Hausgarten, der Lehmboden und Schattenareale zu bieten hat, überlebt.  :D)
Der Rest ist dann sicherlich bis ins Rheinland bis zu uns gewandert. Ich habe eine regelrechte Invasion in allen Größen. Sind sie wirklich so unschädlich? Ich sammle sie ein, bringe sie ein Stück weiter zum Feld, aber am nächsten Tag sind sie oder die Verwandten wieder da. Wie los werden?