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Pflanzenwelt => Pflanzenvermehrung => Thema gestartet von: Silvia am 30. Januar 2016, 10:11:35
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Ich habe einmal eine Frage zum Stecklinge aus Flieder ziehen.
Wir haben einen uralten Flieder, der sich wacker in einer Ligusterhecke hält. Er steht dort seit mindestens 55 Jahren, wahrscheinlich noch länger, und wurde nur unzureichend entfernt. Er handelt sich meiner wagen Erinnerung nach um einen einfachen Syringa vulgaris. Er wird einfach mit abgeschnitten.
Ich würde ihn nur gern an anderer Stelle auspflanzen, aber aus der Hecke bekommt man ihn natürlich nicht raus. Wie mache ich das am besten, damit es auch funktioniert?
Für Tipps dankbar! :D
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Gibt es nicht ab und an Ausläufer, die sich aus der Ligusterhecke rauswagen?
Oder zumindest neue Austriebe aus dem Boden in der Hecke?
Das wär nämlich der einfachste Weg, Flieder zu vermehren, da reicht schon ein kleines Trieblein mit ein paar Wurzeln dran.
Zum wie und wann bei Stecklingen müssen die Baumschuler was sagen.
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Gibt es nicht ab und an Ausläufer, die sich aus der Ligusterhecke rauswagen?
Da muss ich tatsächlich mal aufpassen. Da neben der Hecke Rasen ist, der wöchentlich gemäht wird, kommt nicht viel hoch. Aber ich könnte die Ecke ja mal aussparen.
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mein kopfstecklingsversuch ist leider gescheitert, aber immerhin innerhalb der gattung syringa hatten purli schon erfolg bei der vermehrung auf diese weise: flieder
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Woran ist es denn bei dir gescheitert? Wäre ja interessant zu wissen, damit ich weiß, worauf ich achten sollte.
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ich hatte so ein stecklingsvermehrungsset (minigewächshaus mit bewurzelungshormongel und merkwürdig schwammigen substratwürfeln) am start, ich denke, das war alles zu künstlich und zu nass. und vielleicht war es auch die falsche zeit, ich hatte zur blütezeit "geerntet", um die gewünschten farben und formen sicher zu erwischen... :-\
schade um die tollen alten sorten vom friedhof!
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schade um die tollen alten sorten vom friedhof!
Ach je, ja. Das erinnert mich daran, dass ich so einen schönen Flieder in meinem alten Haus hatte mit elendig viel Wurzelschösslingen. Da hätte ich doofe Nuss mal einen mitnehmen sollen. :-\
Sind die Sträucher denn weg?
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nein, soweit ich weiß, nicht – ich müsste nur zur blütezeit mal wieder ein paar stunden über diesen friedhof laufen und suchen und vergleichen – nur warum, wenn es mir dann doch nicht glückt? :-\ :-[ :'(
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Ich habe auch noch so einen alten Flieder. Der soll nun endlich einem weichen, der sich nicht durch Wurzelausläufer weiter verbreitet. Ich hab mir sagen lassen, dass dies bei Flieder der auf Apfel veredelt ist der Fall sein sollte. Hat jemand Erfahrung damit? Von meinen Wurzelausläufern bin ich gerne bereit welche zu verschenken. Ich müßte nur wissen, wie lang die sein sollten.
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Ein Ölbaumgewächs (Flieder), das auf einen Apfel (Rosengewächs) veredelt ist???
Hat man dir vielleicht einen Bären aufgebunden?
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nein, soweit ich weiß, nicht – ich müsste nur zur blütezeit mal wieder ein paar stunden über diesen friedhof laufen und suchen und vergleichen – nur warum, wenn es mir dann doch nicht glückt? :-\ :-[ :'(
Eine Veredlung wäre möglich.
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es ist schon schwierig, nur kopfstecklinge zu mausen... 8) :-X und ich habe weder unterlagen noch einen acker. ;)
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es ist schon schwierig, nur kopfstecklinge zu mausen...
Warnweste anziehen, Felco zücken und in aller Ruhe Reiser schneiden. Wenn jemand fragt, dann ist das eine mit dem Friedhofsträger abgesprochene Rettung seltenen Genmaterials im Auftrag der Humboldt-Uni.
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;D
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Flieder soll auf Liguster L. ovalifolium und Rotesche Fraxinus pennsylvanica zu veredeln sein.
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Danke , ich werde es mal versuchen. Liguster habe ich haufenweise. Die Vögel verbreiten ihn. Wie alt sollte die Unterlage sein? Ich habe welche von eintriebig bis stark verzweigt.
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Liguster mag als Unterlage jedoch für Syringa vulgaris etwas zu schwachwüchsig sein. Dann würde ich eher Eschen vorziehen.
Unterlagen müsste man dort wo welche stehen, als Sämlinge zuhauf finden.
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Ob unsere einheimische Esche taugt? Angeblich ist die beste Methode das Okulieren im Sommer. Von dieser Technik hängt es ab wie stark die Unterlage mindestens sein sollte.
Könnte mir auch eine Ammenveredelung vorstellen um doch wurzelechte Pflanzen zu bekommen.
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vor, glaube, 3 jahren hab ich das mal mit unserem weissen gefüllten exemplar versucht. der macht leider keine ausläufer.
hab im sommer stecklinge ohne blüten geschnitten. die habens bis zum kallus gebracht und dann abgelebt. :-\
aber vielleicht war ich zu spät? oder falscher standort? wenn sich da nen kallus bilden kann, vielleicht lassen die sich auch irgendwie zu wurzeln überreden?
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kallusgewebe hatten meine wohl auch, aber mehr war dann ebenfalls nicht. einem bekannten soll aber einer der stecklinge geglückt sein. :P
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Versucht es mal in lebendem Sphagnum.
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danke, das mache ich! :)