garten-pur
Garten- und Umwelt => Quer durch den Garten => Thema gestartet von: klara kümmel am 12. Februar 2016, 17:31:11
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hallo,
wir haben ein kleines stück wald. da soll jetzt ein schöner waldgarten entstehen. allerdings haben wir vor ca.16 jahren dort den großblättrigen efeu und wilden wein gepflanzt. den versuche ich gerade zu entfernen - das ist eine arbeit für jemanden, der vater und mutter vergiftet hat :P.
gibt es vielleicht tipps oder tricks, die diese arbeit erleichtern könnten?
vg k.k.
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Ja, aber das böse G-Wort darf ich hier nicht sagen ;)
Rein chemiefrei hilft da nur roden, roden, roden, bei beiden ist das Problem daß zwar die Ursprungspflanze unterhalb des Wurzelhalses nicht mehr austreibt (aus der Wurzel) aber dafür endlos Triebe auf dem Boden getrieben haben sollten und an faktisch jedem Auge eine potentiell neue Pflanze angelegt ist. Eine flach arbeitende Motorhacke oder Fräse wäre vielleicht noch eine Möglichkeit - hängt davon ab wie tief eine Bearbeitung möglich ist. ansonsten Handgrubber, Harke, Sauzahn und viel Schweiß!
Oder integrieren ;) also zumindest den Efeu kann ich mir an den Stämmen im Waldgarten gut vorstellen.
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Roden!! Ich habe eine größere Fäche nahezu Efeufrei bekommen. Dazu habe ich eine Grabegabel benutz, so bekam ich die Wurzeln auch gut heraus. Die Einzelnen, die jetzt noch versuchen zu kommen, werden auch wieder gleich gründlich entfernt, wobei es nicht unbedingt auf einen Tag ankommt.
Ich habe so viel Platz geschaffen, damit die Ameisen meine Hepatica weiter ausbreiten können
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Mit Pappe abdecken und dann mit organischem Material abdecken. Das wird die Blätter erst mal entfernen und eine schöne Bodengare ergeben.
Danach lässt sich das hübsche Geflecht relativ effektiv entfernen.
Ohne das Laub siehst du jeden Wurzelpunkt recht deutlich durch die gelben Geiltriebe die daran austreiben.
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das mit der pappe klingt verlockend, aber es finden sich noch etliche pflanzen dort, die ich retten möchte - und es wäre natürlich die methode für den geduldigen gärtner - aber wer ist das schon? ich habe schon eine lange pflanzenliste, die ich im märz/april dort einbringen will. das ist ja der grund für meine aktion.
auch stehen dort größere rhodos, deren flache wurzeln ich nicht schädigen möchte.
ich sehe schon - die krückerei geht morgen unverändert weiter! :P
vielen dank für die antworten. k.k.
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Du wirst es schaffen, aber nur mit klassischer Handarbeit. Ich habe nur einen relativ kleinen Garten und den Efeuwuchs des Nachbarn unterschätzt...er kommt immer wieder. Lass keinem Blatt eine Chance...aber auf Dauer wirst du es schaffen. Und die neue Bepflanzung nimmt sich auch ihren Platz und verhindert die ungehinderte Ausbreitung...aber eben nicht nur...
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Ich kenne das Problem auch aus eigener Erfahrung: Sehr viel Handarbeit, alle anderen Versuche sind fehlgeschlagen. Und viel Geduld, denn 1x reicht meist nicht.
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Wie groß ist die Fläche insgesamt? Vlt lohnt es sich, einen Teil nach Partisanengärtners Anleitung abzudecken und die anderen Abschnitte Stück für Stück händisch zu bearbeiten. Wenn das Gelände und die Technik es zulässt, kann man auch erst mal mit dem Rasenmäher durch und damit die Blätter oben drauf sowie möglichst viel Triebe entfernen. Dann sieht man die Ranken besser.
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alles in allem etwa 50 m2, wobei der größte teil schon efeufrei ist.
einen rasenmäher besitzen wir gar nicht, da wir einerseits rasen für eine platzverschwendung hielten und andererseits diesen lärm durch die rasenmäher verabscheuen. befreit sind bis jetzt die einigermaßen zugänglichen bereiche. alles was jetzt noch weg muß, würde man auch mit einem rasenmäher nicht mehr erreichen, liegt unter sträuchern und überwuchert einen verrosteten maschendrahtzaun mit betonpfeilern. der war schon da, als wir das grundstück erwarben. und am liebsten wäre mir natürlich, ihn auf dem häßlichen zaun zu belassen und nur im bodenbereich zu entfernen. habe nur bedenken, ob sich das dann noch kontrollieren läßt.
könnte man das so machen? ???
vg k.k.
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Das lässt sich dann aus meiner Sicht mit relativ wenig Aufwand kontrollieren und auch handhaben, solange man das regelmäßig macht.
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Hier kraucht der Efeu auch am Zaun entlang und rankelt sich dort hoch. Einmal im Jahr gehe ich dort intensiv durch und reiße oder schneide alle in den Garten wollenden Triebe weg. Dabei werden auch alle sichtbaren Sämlinge mit entfernt. Es geht und ich finde ihn im Zaun ganz gut, weil er den nach unten hin "abdichtet" und die Wildschweine da keine Ambitionen zum Durchkriechen haben. Alles, was in die Bäume will, wird abgerissen, sobald ich es sehe. Ist bei meinen zwei "befallenen" Bäumen aber auch überschau- und schnell machbar ;). Ich mag Efeu als Baumvariante nicht gern :-\. Habe den Eindruck, dass es den Bäumen nicht gut tut. Kann subjektiv sein, aber alle efeuüberwucherten Bäume sehen hier leidend aus.
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Ich habe vor ca 3 Jahren auch eine Efeufläche entfernt. Hier wurde eine Kiefer gefällt und gleich gehäckselt, diese Häckselgut habe ich auf die Efeufläche gekippt, ca 60 Schubkarren voll, 2o cm hoch. Ein Jahr später war das Efeu weg und eine lockere Erde war entstanden. Zwar noch mit gröberen Anteilen, aber schon gut zu bepflanzen. Bis heute ist noch nichts wieder von dem Efeu wieder gekommem.
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Habe den Eindruck, dass es den Bäumen nicht gut tut. Kann subjektiv sein, aber alle efeuüberwucherten Bäume sehen hier leidend aus.
Ich erinnere mich an einige Diskussion hier im Forum. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es keine Beweise, dass Efeu gesunden Bäumen schadet.
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Auch ich habe eine total mit Efeu überwucherte Fläche gerodet.
Dazu wurden die einzelnen Pflanzen mit der Kreuzhacke gekillt. Nur die Wurzel abhacken.
Danach konnte das ganze Geflecht wie ein Teppich aufgerollt und entsorgt werden.
Beim Aufrollen kamen immer wieder fest sitzende Pflanzen zutage, die auch abgehackt wurden.
Kein Efeu trieb danach wieder aus!
Allerdings muß mindestens 1mal im Jahr die ganze Fläche auf Sämlinge kontrolliert werden.
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... ihn auf dem häßlichen zaun zu belassen und nur im bodenbereich zu entfernen. habe nur bedenken, ob sich das dann noch kontrollieren läßt.
könnte man das so machen? ...
Das wäre eine andere Variante von "selbst pflanzen". ;D
... Allerdings muß mindestens 1mal im Jahr die ganze Fläche auf Sämlinge kontrolliert werden.
Mindestens! ;D
... und auch von Stammteilen (Neuaustrieb), die versehentlich (in der Erde) verblieben sind.
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Ist etwas OT, aber vielleicht kann es mir jemand erklären wann und wie Efeu in die Altersform kommt, also blühen und überhaupt auch noch mit Samen um sich werfen kann?
Wusste es glaub ich mal, habe das aber erfolgreich verdrängt, nachdem ich vor über zwanzig Jahren als ganz junger Lehrling zusammen mit einem Leidensgenossen an einem sonnigen Herbsttag zweihundert oder mehr Meter mit Efeu bepflanztem Maschendrahtzaun beschneiden durfte. Mit der Felco, man wollte lange Ranken um daraus wiederum möglichst viele Stecklinge gewinnen zu können. Das Zeug hatte was in oder an sich auf das ich wie allergisch reagierte, kann selbst heute nur noch mühevoll den Würgereiz unterdrücken wenn ich dran denke. Fast im wahrsten Wortsinn...
Und soll er nicht selbstinkompatibel sein? Wenn man nur einen Typ pflanzt sollte es dann doch eigentlich keine Sämlinge geben, außer es ein zweiter in greifbarer Nähe? Hier waren mal zwei Blühreife, seitdem der eine gerodet wurde gibt es, vielleicht bilde ich mir auch ein, merklich weniger Sämlinge.
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Und soll er nicht selbstinkompatibel sein? Wenn man nur einen Typ pflanzt sollte es dann doch eigentlich keine Sämlinge geben, außer es ein zweiter in greifbarer Nähe? Hier waren mal zwei Blühreife, seitdem der eine gerodet wurde gibt es, vielleicht bilde ich mir auch ein, merklich weniger Sämlinge.
Da Efeu überall vorkommt, gewollt und ungewollt, in alten Parks, auf Friedhöfen, in alten Gärten, im Wald, in Industriebrachen - und im Herbst die Blüte eine reiche Nektarquelle für die Bienen ist, werden die wohl auch größere Strecken zurücklegen, um viele verschiedene blühende Pflanzen zu finden, könnt ich mir vorstellen.
Und da wiederum Vögel im Winter die Beeren gern fressen und irgendwoanders ausscheiden, kann man problemlos dann eben nur vereinzelt, aber immerhin auch Sämlinge haben, auch wenn keine Altersform in der Nähe zu sehen ist.
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Die reife Form entsteht wenn er einige Jahre in der senkrechten wächst meist 10 oder mehr Jahre. Als erstes verändert sich die Blattform. Meist rhombisch.
Da um die Zeit kaum was anderes nektarreiches blüht wird er wohl immer fruchten.
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Hallo Krokosmian,
ich nehme an du wußtest damals nicht, daß Efeu giftig ist. ( dein Lehrherr?)
Deine Schilderung passt genau zu den Vergiftungserscheinungen, die Efeu hervoruft.
Die Saponine verursachen Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, usw, kann auch tödlich verlaufen durch Schock, vor allem wenn man die Beeren ißt.
Äußerlich verursacht es Hautentzündungen und allergische Reaktionen. Bitte
Handschuhe tragen bei Rodung.
Efeu schadet erst, wenn die Baumkrone erreicht ist und dem Baum das Licht streitig macht.
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@Gartenplaner, klar, blühender Efeu ist nicht so wirklich was Seltenes, zwei direkt nebeneinanderstehende dürften aber die Chancen aber nochmals erhöhen, denk ich jetzt mal. Früher war es hier wirklich ein schlimmes "Samenunkraut". Das es zumindest gefühlt jetzt besser ist, kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass eine der Mütter weg ist, also der unmittelbare Druck fehlt, bzw. nachgelassen hat. Und ja, Vögel verschleppen ihn natürlich auch, ebenso Anderes. Hier keimen immer wieder Kratzbeeren (oder sowas), deren nächstes Vorkommen, (zumindest das was ich kenne) ist ein paar Kilometer weg.
@Partisanengärtner, also braucht eine juvenile Ranke "nur" was zum dran raufwachsen und genügend Zeit?
@Dornröschen, Vergiftung vermute ich weniger. Gefressen hatte ich das Zeug zwar schon, aber nur im übertragenen Sinne ;). Im Hals fühlte es sich wie ein verschluckter Besenstiel an, gab tränende Auge und Dauerniesen. Allergische oder ähnliche Reaktion nahm ich deswegen an, weil mein Kollege nur ein leichtes Kratzen im Hals hatte. Und als ich dann aufhörte, was trank und duschte hörte es auch auf. Könnte damals vielleicht der Blütenstaub gewesen sein? War ja im Herbst. Wobei ich heutzutage sehr gelegentlich mit getopftem Efeu hantieren muss, komme nicht immer drumherum. Wenn er sehr trocken (das Laub) aus dem GWH kommt, dann meine ich wieder so ein Jucken in der Nase zu haben, vielleicht gibt er dann irgendwelchen Staub ab? Wenn er frisch gegossen ist gehts.
Kein Ahnung, Freunde werden wir wohl nicht mehr, was schade ist, denn es gibt schöne Sorten. Und gelegentlich Findlinge, wenn man ein bisschen mit offenen Augen durch die Natur läuft. Vielleicht wenn ich das Laub immer befeuchte? Am besten mit Benzin. Und dann ein Feuerzeug...
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@Partisanengärtner, also braucht eine juvenile Ranke "nur" was zum dran raufwachsen und genügend Zeit?
... Am besten mit Benzin. Und dann ein Feuerzeug...
1. Ja. Muss gar nicht mal so hoch sein. In der einen Gartenecke gibt es einen erwachsenen Efeu am Gartenschuppen, nicht mal zwei Meter hoch ist der Schuppen.
2. :o
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Wenn Efeu aufrecht wachsen kann, fängt er nach 8 Jahren an zu blühen.
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Im Hals fühlte es sich wie ein verschluckter Besenstiel an, gab tränende Auge und Dauerniesen. Allergische oder ähnliche Reaktion nahm ich deswegen an, weil mein Kollege nur ein leichtes Kratzen im Hals hatte. Und als ich dann aufhörte, was trank und duschte hörte es auch auf. Könnte damals vielleicht der Blütenstaub gewesen sein? War ja im Herbst. Wobei ich heutzutage sehr gelegentlich mit getopftem Efeu hantieren muss, komme nicht immer drumherum. Wenn er sehr trocken (das Laub) aus dem GWH kommt, dann meine ich wieder so ein Jucken in der Nase zu haben, vielleicht gibt er dann irgendwelchen Staub ab? Wenn er frisch gegossen ist gehts.
wir haben ja 2014 in der Efeusammlung von Ingobert Heieck aufgeräumt. Die ganze Mannschaft hat geniest und gehüstelt. Hier habe ich das Thema begonnen:
hier gibt es eine erste Notiz zu dem, was am Wochenende gelaufen ist.
Bedeutende Heidelberger Efeusammlung erstrahlt im neuen Glanz - Rettungsaktion des Netzwerkes Pflanzensammlungen in der Abtei Neuburg auf der Seite der DGG.
Im TV ist das Ganze am 30.03.2014 um 8.30 Uhr im MDR.
Was in dem Artikel nicht drin steht: wir hatten mordsmäßig Spass! ;D
was ich vergessen hatte zu erwähnten war diese doofe Eigenart von Efeu Staub aufzuwirbeln, wenn man ihn versucht zu entfernen. Der Staub wirkt wie Niespulver und die Wirkung ist nur kurzfristig. Meiner Meinung nach ist das keine allergische Reaktion und auch keine toxische, sondern eine kurzfristige Irritation der Schleimhäute. Da sind ganz offensichtlich die Menschen unterschiedlich empfindlich.
Ich habe am letzten Wochenende auch Efeu geschnitten (Goldheart, ebenfalls Altersform mit Fruchtansatz.). Meine Augen brannten danach ganz schön. Ich habe den Eindruck, dass das daran liegt, dass die Angelegenheit ziemlich staubig ist. Immer wenn ich abgeschnittene Zweige heruntergerissen habe, war ich von einer feinen Staubwolke umhüllt. Wenn ich diesen Staub länger eingeatmet hätte, hätte ich bestimmt auch Kopfschmerzen gehabt.
Im Roth / Daunderer / Kormann, Giftpflanzen - Pflanzengifte, 4. Aufl., habe ich nur was von "primär irritativen und auch ... allergischen Kontaktdermatitiden" gefunden, die häufiger beim Zurückschneiden des Efeus entstehen sollen. Der die Reizung auslösende Stoff sitzt in den Blättern. Über Auswirkungen durch Einatmen habe ich nichts gefunden. Kopfschmerzen werden dort als eins von vielen Symptomen beim Verzehr der (giftigen) Beeren genannt. (Der Vollständigkeithalber: Auch der Verzehr von Efeublättern ist nicht ganz ohne.)
Also vielleicht beim nächsten Mal bei einem so lange dauernden Efeuschnitt mit Mundschutz arbeiten?!?
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Da sind ganz offensichtlich die Menschen unterschiedlich empfindlich.
Dann bin da wahrscheinlich besonders anfällig, war nicht vergnügungssteuerpflichtig.
Muss mich heutzutage gottlob nur noch sehr sporadisch mit Efeu rumschlagen. Und das bleibt hoffentlich so.
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Efeu ist die Grundlage vieler Hustensäfte.
vg K.K.
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ja und? Hilft das gegen den Staub, den Efeu aufwirbelt? Hilft noch nicht mal gegen Husten. Hustensäfte sind sowieso Blödsinn.
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Hustensäfte sind sowieso Blödsinn.
Hat bei meinem Grossen früher aber gewirkt, der schleimlösende Hustensaft. War aber nichts mit Efeu drin, der soll aber auch eine schleimlösende Substanz enthalten.
Mit den Atemwegen hatte ich nie Probleme beim Efeuschnitt, aber mit der Haut. Musste in einem Jahr raue Mengen davon zurückschneiden bei warmen Temperaturen und deshalb im T-Shirt. An den Unterarmen hat sich dann ein stark juckender Ausschlag gebildet. Das war wohl einfach zu viel direkter Efeukontakt auf die nackte Haut. Keine bleibenden Schäden. ;)
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Ja neo, ich hatte auch Hautjucken nach der letzten sommerlichen Rausreiß-Aktion. Das war kein Spaß.
Noch was Anderes hab ich beobachtet, vielleicht weiß jemand was dazu: Da wo die dicksten Wurzeln waren, hab ich beim Rausreißen so eine Art "weißes Pulver" entdeckt. Sah so ähnlich wie Kaminasche aus. Was kann das sein?
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Wurzelläuse vielleicht?
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Dieses "weiße Pulver" kenn ich von Stellen, mit altem Baumbestand, bei Fichten und um einen Feldahorn.
Wenn ich da buddele, tauchen regelmäßig Erdbrocken mit ganz viel weißem , pulverigem Zeug drauf aus dem Untergrund auf - meine These war, daß es Mykorrhiza ist, also mit den Baumwurzeln in Symbiose lebende Pilze im Boden.
Wenn der Efeu nicht an Bäumen wuchs, könnte es vielleicht auch eine Mykorrhiza vom Efeu selber sein ???
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tauchen regelmäßig Erdbrocken mit ganz viel weißem , pulverigem Zeug drauf aus dem Untergrund auf - meine These war, daß es Mykorrhiza ist, also mit den Baumwurzeln in Symbiose lebende Pilze im Boden.
Wenn der Efeu nicht an Bäumen wuchs, könnte es vielleicht auch eine Mykorrhiza vom Efeu selber sein ???
Höchst interessante These, Gartenplaner! Ja, ganz genauso sieht das aus und in ziemlichen Mengen. Würde mich echt interessieren, ob noch jemand ähnliche Beobachtungen gemacht hat und diese These stützen kann?
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den gleichen gedankengang hatte ich auch, als ich heute den fred nachlas. würde aber doch vielleicht bedeuten, dass dieser ominöse staub das aufgewirbelte mykorrhizza ist - und möglicherweise die reizsubstanz.
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ich hatte übrigens beim roden des efeus bisher weder haut noch aw-reizungen. hab ohne handschuhe gearbeitet.
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den gleichen gedankengang hatte ich auch, als ich heute den fred nachlas. würde aber doch vielleicht bedeuten, dass dieser ominöse staub das aufgewirbelte mykorrhizza ist - und möglicherweise die reizsubstanz.
Naja, Apfelbaeurin schrieb ja, daß das Pulver beim Rausreißen der dicksten Wurzeln, also doch im Boden, auftaucht und bei mir ist das Pulverzeug auch nur durch Graben an die Oberfläche zu bringen.
Bei dem Staub im Efeu handelt es sich meiner Meinung nach hauptsächlich um wirklichen Staub, aus der Luft "gefiltert".
Die Blätter bleiben einige Jahre an der Pflanze, im Blätterdickicht der Pflanze selber herrscht wenig Windbewegung, beste Vorraussetzungen, daß sich Staub aus der Luft absetzt und vor allem ansammelt.
Daneben sind vielleicht auch die vertrockneten, abgebröselten Reste dieser Art "Pelz" auf den älteren Efeutrieben in dem Staub, den man beim Abreißen aufwirbelt.
Das könnte dann allerdings bei empfindlichen Menschen allergisch wirken, weil Bestandteile der Pflanze
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... an einem sonnigen Herbsttag zweihundert oder mehr Meter mit Efeu bepflanztem Maschendrahtzaun beschneiden durfte. Mit der Felco, man wollte lange Ranken um daraus wiederum möglichst viele Stecklinge gewinnen zu können. Das Zeug hatte was in oder an sich auf das ich wie allergisch reagierte, kann selbst heute nur noch mühevoll den Würgereiz unterdrücken wenn ich dran denke. Fast im wahrsten Wortsinn...
Efeu enthält Falcarinol, ein Stoff, der auch in manchen Doldenblütlern wie Sellerie und Möhren vorkommt und hautsensibilisierend wirken kann. Es gibt Fälle von Kontaktallergien nach langjähriger wiederholter Exposition gegen Saft von Efeu, mit dem man z.B. beim Schneiden in Berührung kommt.
In deinem Fall glaube ich aber nicht an eine Allergie, sondern an eine Reizung der Atemwege durch die feinen Härchen, die an Efeublättern und -trieben sowie den Haftwurzeln sitzen. Die lösen sich an älteren Trieben leicht ab und werden dann schnell mal beim Arbeiten eingeatmet.
Die Reaktion ist ähnlich wie bei Platanenlaub oder bei Laub von Viburnum rhytidophyllum, wo man schnell mal das Husten kriegt. Auch bei Buddleja 'Silver Anniversary' hatte ich das schon.
Wie gesagt, eine mechanische Reizung der Atemwege, keine Allergie.
Ein einfacher Mund- und Nasenschutz mittels Maske hilft.
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Hab ich in heftig nach kürzester "Exposition" bei der feinen Behaarung von Tetrapanax papyrifer erlebt - heftigster Reizhusten nach dem Aufsammeln der abgefallenen Blätter im Frühjahr.
(Gehört übrigens zur selben Familie der Araliaceae 8) )
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Uih - heisst das, ich sollte mit Mundschutz fahren, wenn ich mir einen Tetrapanax mitbringe und ihn ca. 4h im Auto hinter mir habe? ???
Sorry, ist zwar hier beim Efeu leicht OT... :-X
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Naja, ich hab das zum ersen Mal gemerkt, als er schon regenschirmgroße Blätter hatte und ich im Herbst da drunter hin und her kroch, um Rindenmulch als Winterschutz aufzuschütten, also immer an der Blattunterseite langstreifte.
Und als ich die abgefallenen Blätter im Frühjahr für die Grüntonne einsammeln wollte, da war ich aber schon vom Herbst davor vorgewarnt und hab den Mundschutz geholt, als ich das erste Kratzen spürte.
Als kleine Pflanze und auch die Ableger, die ich inzwischen abgenommen habe, kann ich problemlos handeln, topfen usw.
So, OT-Ende ;)
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@Quendula, entschuldige hatte deinen Beitrag überlesen
1. Ja. Muss gar nicht mal so hoch sein. In der einen Gartenecke gibt es einen erwachsenen Efeu am Gartenschuppen, nicht mal zwei Meter hoch ist der Schuppen.
2. :o
1., danke
2., :-[
@bristlecone
... Reizung der Atemwege durch die feinen Härchen, die an Efeublättern und -trieben sowie den Haftwurzeln sitzen. Die lösen sich an älteren Trieben leicht ab und werden dann schnell mal beim Arbeiten eingeatmet...
Wie gesagt, eine mechanische Reizung der Atemwege, keine Allergie...
Ja, danke das wird es gewesen sein! Bei jungen noch weichen Trieben ist tatsächlich nichts zu spüren. Ebenso wenn die Pflanzenoberfläche feucht ist, die Härchen werden dann wohl miteinander ver- bzw. an der Pflanze festkleben bleiben.
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Efeu enthält Falcarinol, ein Stoff, der auch in manchen Doldenblütlern wie Sellerie und Möhren vorkommt und hautsensibilisierend wirken kann. Es gibt Fälle von Kontaktallergien nach langjähriger wiederholter Exposition gegen Saft von Efeu, mit dem man z.B. beim Schneiden in Berührung kommt.
In deinem Fall glaube ich aber nicht an eine Allergie, sondern an eine Reizung der Atemwege durch die feinen Härchen, die an Efeublättern und -trieben sowie den Haftwurzeln sitzen. Die lösen sich an älteren Trieben leicht ab und werden dann schnell mal beim Arbeiten eingeatmet.
Die Reaktion ist ähnlich wie bei Platanenlaub oder bei Laub von Viburnum rhytidophyllum, wo man schnell mal das Husten kriegt. Auch bei Buddleja 'Silver Anniversary' hatte ich das schon.
Wie gesagt, eine mechanische Reizung der Atemwege, keine Allergie.
Ein einfacher Mund- und Nasenschutz mittels Maske hilft.
Genau so. Efeu und Viburnum rhytidophyllum haben bei mir dasselbe bewirkt. Nach stundenlangem Schneiden hatte ich bei beiden nicht nur die mechanische Atemwegsreizung (tönt reizend, ist es aber überhaupt nicht ... die Nase läuft übelst dick, die Augen tränen, man sieht aus wie nach zwanzig durchzechten Nächten und fühlt sich auch so), sondern auch eine Kontaktdermatitis, sprich juckend-beissende Rötungen auf den Armen. Der Viburnum hatte es sogar geschafft, dass drei geschlagene Monate lang mein Geruchs-/Geschmacksempfinden auf mindestens ein Drittel reduziert war.
Auf Falcarinol bin ich nicht allergisch, ergo waren es bloss diese fiesen Haare.
Aber man lernt aus Fehlern: Die Schneiderei nehme ich nur noch gestaffelt vor und kleide mich dabei viktorianisch.
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*stellt sich Krümel als Queen Victoria vor.*
(http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_kinggrin_anbeten2.gif)
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Completely OT:
(Aus einen Single-Malt-Whisky-Kompendium)
"Queen Victoria used to lace her claret [i.e. to pour Islay Single Malt into Bordeaux], thereby ruining two of the most famous drinks at the same time."
Das könnte Krümel NIE passieren!
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Aber man lernt aus Fehlern: Die Schneiderei nehme ich nur noch gestaffelt vor und kleide mich dabei viktorianisch.
so etwa?
Vertreibung durch Abschreckung? Das funktioniert?
Sorry für OT, das hat mich jetzt zusehr gereizt ;)
...überlegt grad ob Schönsaufen bei Efeu erfolgversprechend ist...
OT Ende
Das weiße pulvrige Zeug kenne ich auch, sieht nach Bildvergleich nicht nach Wurzelläusen aus, sondern schon eher nach was myzelartigem. An allergische Reaktionen kann ich mich nach Efeu-Raus-Aktionen aber nicht erinnern :-\ Nur an heftigen Einsatz von Grabegabel, Spaten, Schere und Abreißen meterlanger Ranken. Und Rückenschmerzen.
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Hmpf.
Grossartig, wie ihr die Leiden der jungen Krümel in kichernde Niederungen zieht. Grossartig.
Mit zwei "s".
Zurück zum Thema:
Nee, Häwimädel, Schönsaufen funktioniert bei Efeubeschneidungen nicht. Und das noch dazugefügt: Allergien, liebes Mädel, entstehen gerne erst nach längerer Exposition. Schnibble an deinem Efeu weiter und tu es frohgemut, irgendwann wirst du meiner gedenken. ;D (Leider gibt es kein infernalisches Hähä-Gelächter-Emoticon. *gelächtert infernalisch: Höhö!*)
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Liebe Krümel,
mein Efeu ist Geschichte... bis auf so ´ne Ecke unter drei Restthujen, da dürfte er gerne mehr, wird aber von Brennesseln überwachsen ;) Irgendwann schmeiß ich das Gestrüpp (nicht die Nesseln) auch noch raus!
Und: Wer den Spott hat, braucht sich um den Schaden auch nicht mehr kümmern ;)
stelle mir grade infernalisch-krümelndes Gelächter und den dazugehörigen Emoticon vor ;D
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Allergien,
Allergien? Was ist das. Ich habe haufenweise mit bloßen Händen Efeu gerodet, teilweise auch mit weiß gepuderten Wurzeln. Ich habe keine Allergie gesehen. Wir haben hier doch keinen poisened ivy, wie in Kalifornien. der sieht in seiner Laubfärbung übrigens wunderschön aus.
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Tja: Es liegt in der Natur einer Allergie, dass nicht jeder eine solche bekommt, wenn er/sie dem betreffenden Allergen ausgesetzt ist, sondern nur der/diejenige, dessen/deren Immunsystem auf das Allergen reagiert.
Wenn das Immunsystem den allergenen Wirkstoff nicht erkennt, gibts auch keine allergische Reaktion. So gibts tatsächlich Leute, die Poison Ivy ungestraft seit Jahren mit bloßen Händen roden (nicht zur Nachahmung empfohlen).
Im Vergleich zu Poison Ivy ist die allergene Wirkungsstärke unseres echten Efeus sehr schwach.
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Ozonloch hab ich bisher auch noch keins gesehen...
Mir ist der Poison Ivy herzlich wurscht, mir reicht es unseren Efeu von mir fernzuhalten :-X.