garten-pur

Garten- und Umwelt => Quer durch den Garten => Thema gestartet von: sw1002 am 22. März 2016, 10:09:27

Titel: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:09:27
wir haben in einem Neubaugebiet gebaut. Das Neubaugebiet ist auf einem Acker, der Boden ist Lehmboden. Wir haben keine Hanglage. Rund um unser kellerloses Haus ist bei den Bodenarbeiten Bodenaustausch gemacht worden, der Gartenbereich wurde aber durch den Gartenmenschen (kein Fachmann) nur begradigt. Es wurde kein Boden ausgetauscht. Rückwärtig haben wir einen Höhenunterschied von ca 50 cm den wir mit einer Böschung die mit L-Steinen befestigt ist, abfangen. Vom Haus weg sind die Terasse sowie die Wege abschüssig gestaltet. Der Boden ist Lehm, nicht mit Sand durchmischt worden. Großer Fehler!

Im hinteren Bereich des Gartens wo der Rasen ist, staut sich das Wasser, weil es nicht abfliessen kann. Die erste nicht wasserführende Schicht ist bei uns auf 5m. Eine Punktdrainage wurde bis 2m versucht, ergebnislos. Rundherum sind die Nachbarn, alle sind ca 50-70cm höher als wir. Wir konnten nicht höher weil wir dann vom Haus her an die obere Baugrenze gestossen wären

Meine Fragen an Euch:

Ein Gartenbauer schlägt zum normalen Bodenaustausch mit Drainage und Rollrasen verlegen der ca 5500 EUR kosten sollte eine Alternative vor:

Er will mittels Gartenfräse den Boden bis auf 30 cm komplett umfräsen und jeweils 3 m3 Sand und 3 m3 Humus einarbeiten.

Diese Aktion wäre um die hälfte Billiger, es müsste nur die bestehende Grasnarbe und etwas von dem Lehmboden abgefahren werden.


Was haltet Ihr von dem Vorschlag? Auf der Fläche (87mq) soll weiter Spielrasen für die Kinder vorhanden sein.

Ich überlege ob wir dann zusätzlich eine Drainage durch den Garten machen sollen... und wie diese verlaufen soll.

Wir dürfen Regenwasser nicht in den Kanal einleiten. Würde eine Sickergrube bei den Bodenverhältnissen überhaupt Sinn machen?

Oder evtl. eine Regentonne bei der man regelmäßig abpumpt und das Wasser dann ins Fallrohr der Dachentwässerung leitet?


Bitte um Eure Hilfe und Kommentare!
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 10:16:43
Steht das Wasser dort ständig oder nur nach regnerischen Perioden? Letzteres würde auf verdichteten Boden durch die Bauarbeiten hinweisen. Könntet Ihr ein wenig Gefälle ins Grundstück einarbeiten und das Wasser am Rand in einer Mulde sammeln und dort versickern lassen? Die Mulde ließe sich sogar mit Sumpfpflanzen aufhübschen. Alles, was mit Maschinen zu machen ist, kann zu neuen Verdichtungen führen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:19:39
Das Wasser sammelt sich auf der gesamten Fläche nach jedem Regenguss. Es braucht dann 2-3 Tage bis es versickert ist, in der Zeit kann man den Rasen nicht betreten ohne leicht zu versinken und sich evtl. nasse Füsse zu holen.  Der Boden ist ein reiner Lehmboden, die erste wasserdurchlässige Sickerschicht ist bei uns auf 5m (lt. Bodengutachten).
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 10:23:58
Mir ist nicht klar, was ein Bodenaustausch auf den oberen 30 cm bringen soll, wenn es darunter etliche Meter mit Lehm weiter geht.

Zitat
Der Boden ist ein reiner Lehmboden, die erste wasserdurchlässige Sickerschicht ist bei uns auf 5m (lt. Bodengutachten).

Dann kann eine Punktdrainage, die nur 2m tief ist, ja auch nichts nützen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 10:26:10
Ich glaube auch, dass das nach ner größeren Baumaßnahme riecht. Die Frage ist, was man will. Es gäbe sicher einige, die diese natürliche Situation für Moor, Teichbau etc. ausnutzen würden. Eine belastbare Wiese ist dort sicher schwierig.

Ich denke auch, dass ein Gefälle her muss, wie Staudo meinte - unten eine Art Sickerzone....
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:29:09
Naja in diesem Neubaugebiet haben alle Leute solche Böden, die Frage ist für mich eher ob man den existierenden Boden aufarbeiten sollte (der Boden wurde noch nie aufgelockert, dort wo jetzt der Rasen war, lag ein 1,5 m hoher Erdhaufen (Aushub)) oder ob wirklich der boden auf 30-40 cm komplett ausgetauscht werden soll
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 10:30:19
Liest du, was dir oben geantwortet wurde und was du gefragst wirst??
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: enaira am 22. März 2016, 10:30:27
Mir ist nicht klar, was ein Bodenaustausch auf den oberen 30 cm bringen soll, wenn es darunter etliche Meter mit Lehm weiter geht.

Sehe ich auch so, auch wenn ich absolut kein Fachmann.
Um Einarbeiten von Sand und Humus kommt ihr aus meiner Sicht auf keinen Fall drum herum, so unsere Erfahrungen mit schwerem Lehm. Wir haben beim Sand gespart und dies später bereut. Der Boden wird stellenweise im Sommer noch immer steinhart.

Auf unserem Grundstück war der Boden durch Baumaschinen schwer verdichtet (zuletzt bebautes Gelände), aber das Wasser stand dort wenigstens nicht.

Ein Landwirt hat uns den Boden aufgerissen und die obere Schicht neu gebracht. Das war aber auch Lehm, weil das hier der Ackerboden ist.

Bei dir sind sicher größere Maßnahmen nötig, wenn du eine für Kinder bespielbare Wiese willst...
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:31:36
Meint ihr dass es dann sinnvoll wäre wie von ihm geplant den Boden auf 30-40cm komplett umzugraben, sand und humus einzuarbeiten?
zudem schlägt er eine drainage vor. das problem ist wie man das wasser der drainage abführt. einleiten in den kanal geht bei uns nicht. der nachbar hatte die idee das drainagewasser einfach über eine rinne auf die strasse laufen zu lassen...
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 10:35:39
Gibt es noch Ackerland oder ist alles schon überbaut?
Wie sieht es, wenn es noch angrenzendes Ackerland gibt, dort mit der Wasserversickerung aus?

Ich mutmaße auch, daß das Problem beim Hausbau erschaffen wurde, Lehm ist eigentlich ein wunderbarer Boden da nährstoffreich, nährstoffspeichernd und abgebend und feuchtigkeitsspeichernd (für die Pflanzenwurzeln), verträgt aber ein Durchkneten durch ständiges Überfahren mit Baggern, Lastwagen usw. überhaupt nicht.
Dann werden alle Luftporen zusammengepresst und du hast nachher was wie Töpferton.

FALLS das der Grund wäre, könnte eher ein Tiefpflügen und dabei Einbringen von Sand helfen, Tiefpflügen bedeutet, tiefer als 30cm, das kann je nach Pflug bis 60cm tief gehen.
Wohlgemerkt, könnte.

Eine richtige Drainage braucht in eurem Fall dann eine richtig tiefe und recht große Sickergrube, die mit Kies gefüllt ist.
Auf die Straße leiten geht gar nicht, da werdet ihr schnell Besuch von der Gemeinde haben.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Bufo am 22. März 2016, 10:36:09
6m³ Sand auf rund 90m² Fläche bringt eine Schicht von 6,66666cm.

Wenn das Wasser darunter nicht weiter eindringen kann, dann bringt das auch nicht so viel.
Ich würde auf eine clevere Bodennivellierung setzen und wie Staudo einen Sumpfgarten gestalten. Die Spielwiese anheben und eine tiefer gelegene Sumpffläche, wo das überschüssige Wasser hinlaufen kann. Für die Spielwiese würde ich mindestens 10cm Sand (+5cm Humus) einarbeiten, damit das Wasser schneller in die Mulde sickern kann.

Irgendwo hier im Forum berichtet jemand über ein selbst gebautes Moor im Garten. Das könntest du ohne großen Mörtelkübeleinsatz auch machen. Quasi aus der Not eine Tugend machen.

Vielleicht findet das jemand und setzt einen Link dahin?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: pidiwidi am 22. März 2016, 10:36:23
(geschrieben im Anschluss an #4) oder sogar ein Sickerschacht. Bei uns in der Kleingartenanlage sind die bis zu 8 m tief, wenn ich jetzt mal schätzen soll mit einem Durchmesser von min 1 m und werden mit Drainagekies aufgefüllt. Umliegende Parzellen haben dann nochmal eigene Drainagegräben die dorthin führen. Auch ich hab meine Beete 50 cm tief umgeraben, Sand eingearbeitet und direkt an die Entwässerungsgraben angeschlossen. Letztes Jahr war ich zufrieden - aber da hat es ja auch nicht super viel geregnet. Vorher war meine Parzelle auch eher ein tagelanges Feuchtgebiet.
Ein Nachbar hat an der tiefsten Stelle seines Gartens (ist fast eben) ein grosses rundes Loch von ca 60 cm gegraben und mit Drainagekies verfüllt und eine Art Sumpfbeet angelegt. Dort sammelt sich nun sein ganzes Wasser, aber er meint es hätte ruhig noch tiefer sein dürfen.

Ach so ganz vergessen der Boden ist extrem verdichteter Bauschutt und Lehm bei dem Wasser tagelang nicht abfliest.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:38:53
Angrenzend ist Ackerland. Dort versickert das Wasser schneller, da lockerer. Eigentlich wollten wir die gesamte Fläche als Rasen nutzen, da wir kleine Kinder haben ist auch nix mit Moor oder Teich.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 10:42:44
Wenns angrenzend schneller versickert ist es so, wie ich dachte.

Sehr tief umbrechen und mehr Sand als geplant einbringen.

Drainage mit dem von pidiwidi genannten Sickerschacht wär wahrscheinlich dann auch sinnvoll, aber wesentlich teurer.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Bufo am 22. März 2016, 10:43:18
Lieber ein halber Garten bespielbar, als garkeiner.  ;)
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 10:43:48
Sehr tief... heißt 50cm???
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 10:53:11
Wennmöglich mindestens.

Wenns bei euch in der Gegend poröse Lava zu kaufen gibt, würd ich vielleicht sogar eher Lavasplitt in 0-8mm Durchmesser nehmen.
Aber es muss poröse Lava sein!
Damit baust du sozusagen die Poren wieder in den Lehm ein, denn diese Lavaform ist durch Gase beim Vulkanausbruch regelrecht aufgeschäumt worden und hat so natürlicherweise ganz viele kleine Poren und Gänge.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 11:02:51
Eigentlich wollten wir die gesamte Fläche als Rasen nutzen, da wir kleine Kinder haben ist auch nix mit Moor oder Teich.

In einer Sickermulde, die auch nur ganz flach sein muss und sogar mit Gras eingesät und gemäht werden könnte, ertrinkt maximal ein Erwachsener und auch nur, wenn der bereits gut befüllt ist.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Bufo am 22. März 2016, 11:15:49
Dazu bedarf es aber deutlich mehr Feuerwasser im Kopf als Sickerwasser in der Pfütze.

Nachtrag:
Ein paar kleine Quadratmeterchen mit der Schwanenblume sind sehenswert, brauchen eine flache Pfütze und bremsen Kinder aus:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/wildpflanzen/16282.html
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: uliginosa am 22. März 2016, 12:15:44
Einen Sickerschacht, aus dem du in Trockenzeiten Gießwasser gewinnen könntest, musst du eh kindersicher abdecken.

Und in einer Mulde, die mit üppigen Sumpfpflanzen bepflanzt ist, kann wirklich niemand ertrinken.

Außerdem, nur Rasen für die Kinder?  :-[
Das wird denen auch schnell langweilig.
Wie wäre es denn mit wenigstens ein paar Beerensträuchern, die brauchen wenig Pflege und die Kinder lernen, dass Nahrung auch aus dem Garten kommen kann.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 12:42:41
Wohin wird das Regenwasser vom Dach geleitet? Falls das auf diese Fläche geleitet wird, ist eine Regentonne sicherlich sehr sinnvoll, genauer gesagt notwendig. Das Wasser muß man auch nicht wegleiten, das kann man in trockenen Zeiten als Gießwasser verwenden.

So wie du den Garten beschreibst, ist es eine Mulde mit 5 m durch Bauarbeiten verdichtetem Lehm als Untergrund. Da nur bei den obersten 30 oder 60 cm was zu tun (Boden austausch, Sand einbringen etc.) wird nichts nützen.

Das kannst Du tun:

a) Du akzeptierst die Situation, sammelst das Wasser und legst auf einigen qm einen kleinen Teich oder ein Sumpfbeet an - oder einen Wasserspielplatz für die Kinder.

b) tiefgründige Bodenlockerung. Eine preiswerte natürliche Möglichkeit für die Bodenlockerung wäre, im ersten Jahr flächendeckend große Sonnenblumen auszusäen. Die haben ziemlich tiefgehende Wurzeln (1-2 m).

c) Sickerschacht, der bis zu der durchlässigen Schicht in 5 m Tiefe reichen muß.



Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 12:45:59
Zitat von: Rieke link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2606381#msg2606381 date=1458646961]
Wohin wird das Regenwasser vom Dach geleitet? Falls das auf diese Fläche geleitet wird, ist eine Regentonne sicherlich sehr sinnvoll, genauer gesagt notwendig. Das Wasser muß man auch nicht wegleiten, das kann man in trockenen Zeiten als Gießwasser verwenden.

So wie du den Garten beschreibst, ist es eine Mulde mit 5 m durch Bauarbeiten verdichtetem Lehm als Untergrund. Da nur bei den obersten 30 oder 60 cm was zu tun (Boden austausch, Sand einbringen etc.) wird nichts nützen.

Das kannst Du tun:

a) Du akzeptierst die Situation, sammelst das Wasser und legst auf einigen qm einen kleinen Teich oder ein Sumpfbeet an - oder einen Wasserspielplatz für die Kinder.

b) tiefgründige Bodenlockerung. Eine preiswerte natürliche Möglichkeit für die Bodenlockerung wäre, im ersten Jahr flächendeckend große Sonnenblumen auszusäen. Die haben ziemlich tiefgehende Wurzeln (1-2 m).

c) Sickerschacht, der bis zu der durchlässigen Schicht in 5 m Tiefe reichen muß.

Regenwasser vom Dach wird in die Kanalisation geleitet.
Wir haben schon überlegt den Garten leicht abschüssig wie das Gelände verläuft zu gestalten damit sich das Wasser an einer Stelle sammelt (links vom Haus, da ist der Durchgang nach vorne, Pflaster mit 20cm RCL drunter. Nur was weiter? Regentonne vergraben und Drainage daran anschließen? Sickergrube macht ja nur sinn wenn wir eine versickerungsfähige Schicht haben. Nach Bodengutachten ist diese bei 5m. Und so tief graben .... wer will das schon?
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 13:03:03
Ich denke, bei der kleinen Fläche könnte es auch mit tiefer Punktdrainage funktionieren, d.h. bis in 5 m Tiefe.

Aber ich würde aus der Not eine Tugend machen und mit dem Wasser was Hübsches gestalten. Gerade für Kinder ist Wasser zum Spielen viel spannender als ein Rasen.

Ich hätte als Kind einen Sonnenblumendschungel geliebt  :D.

Pflanzen verdunsten übrigens viel Wasser. Das wird durchaus zur Entwässerung eingesetzt. Eine große Pappel ist nur für Dich keine Lösung. Bei einem bepflanzten Sumpfbeet bleibt wahrscheinlich wenig Wasser zum Versickern übrig.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 13:05:00
Ja wir haben bereits Punktdrainagen 2 m Tief gegraben, nur hat das nix gebracht und ich kenne keinen der einen 5m Erdbohrer hier in der nähe für NORMALE Preise zu verleihen hat.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 13:08:36
Bei 2 m Tiefe staut sich das Wasser natürlich und kann nicht weiter versickern, da sind ja immer noch 3 m Lehm. Deswegen meine ich auch, daß eine Auflockerung der oberen 30 cm alleine nicht helfen wird.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 13:12:48
Aber durch die Auflockerung kann die 30-50cm dicke Schicht das Wasser zumindest von der Oberfläche abführen. Wir haben hier im Rheinland mit den bebauten Ackerböden alle das Problem, auch wenn ich auf den ortsansässigen Spielplatz gehe, ist dieser nach dem es geregnet hat matschig.

Ich würde ja zusätzlich noch eine Drainage einbringen, dann ein Gefälle und das Wasser z.B. in einer Regentonne sammeln und es wenn die Tonne voll ist in das Fallrohr von der Dachentwässerung mittels Tauchpumpe umpumpen.
Was haltet ihr von der Idee?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 13:13:41
Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie ist der Tod für mein Problem...
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 13:15:24
Zitat von: Staudo link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2606403#msg2606403 date=1458648821]
Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie ist der Tod für mein Problem...

Habe ich da irgendwas verpasst? *IRONIE?*?

1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 13:19:45
Ja.

Ehe ich tausende Euro für fragwürdige Maßnahmen verbraten würde, nähme ich Schaufel und Schubkarre und würde den Rasen mit etwas Gefälle neu anlegen. Am einfachsten ist das, wenn man an einer Seite anfängt, etwas Erde aufzutragen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 13:20:11
Ich finde, du hast jede Menge verwertbare Tipps bekommen in allerkürzester Zeit - wie wäre es mit einem kleinen Dankeschön, dass sich so viele hier intensiv in deine Thematik eingelesen haben - jede Menge Lösungen aus meiner Sicht.  8)
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 13:26:00
Ich bin erstaunt über Eure Haltung:
Ich habe keinen von Euch kritisiert, niemanden blöd angemacht, habe selbst an Ideen gesponnen.

Also was soll der Groll???

Klar bin ich sehr dankbar für Euren Input. Es ist toll wenn sich viele Leute darum kümmern. Das ist der Beweis das Euch die Sachen hier am Herzen liegen

Ich finde es aber nicht in Ordnung mich für eine Idee die vielleicht nicht so toll ist abzuwatschen

Einen Kommentar  <Geh mir weg mit Deiner Lösung, sie ist der Tod für mein Problem...>
interpretiere ich "hau ab hier, Du hast eh keine Ahnung, warum fragst Du noch so doof"....
Sorry ... finde ich unterirdisch. Man muss auch nicht alles kommentieren..



 Ich habe keine Ahnung von Garten, ja. Aber dazu ist ein Forum wie dieses doch da, zu helfen, oder?

Bin seit 25 Jahren in Foren unterwegs. Sowas ist mir noch nie passiert.... *KOPFSCHÜTTEL*

In Eurer Netiquette steht übrigens:

<Daher bitten wir um

einen freundlichen und respektvollen Umgangston miteinander,
Verzicht auf Beleidigungen, Verleumdungen und persönliche Angriffe> ...
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 13:35:11
In den Nutzungsbedingungen steht allerdings auch nicht, dass Humor unerwünscht ist. Du könntest den Satz z.B. bei Youtube eingeben und gucken, was da kommt.
Ich bin Pragmatiker und halte die ganzen Gedanken über Pumpen, Drainagen und Sickerschächte für übertrieben.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 13:37:43
Und ich frage mich, wo pragmatisch das Wasser am unteren Ende des Gefälles hinsoll  ???
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Staudo am 22. März 2016, 13:39:01
Das steht weiter oben: Sumpfbeet, Versickerungsmulde o.ä. Da steht halt nach Regen für eine Weile das Wasser und verschwindet dann auch wieder.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Melisende am 22. März 2016, 13:42:08
Ich fasse den Faden mal zusammen:

sw 1002:
Ich habe ein Problem. Wenn ich 2x2 ausrechne, komme ich mal auf 3 und mal auf 5.
Was ist die richtige Lösung?

mehrere User:
Die richtige Lösung ist 4.

sw 1002:
4 gefällt mir aber nicht.
Soll ich mich also für 3 oder für 5 entscheiden?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 13:44:18
Zitat
Aber durch die Auflockerung kann die 30-50cm dicke Schicht das Wasser zumindest von der Oberfläche abführen. Wir haben hier im Rheinland mit den bebauten Ackerböden alle das Problem, auch wenn ich auf den ortsansässigen Spielplatz gehe, ist dieser nach dem es geregnet hat matschig.

Sind das auch alles Mulden mit 50 cm Höhenunterschied zu den Nachbarflächen?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 13:45:28
Nein, wie gesagt wir liegen am tiefsten Punkt der Nachbarn. Der Spielplatz ist eben.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Sternrenette am 22. März 2016, 13:49:15
Wenn das Regenwasser nicht in den Abwasserkanal darf, dann gibt es doch einen Regenwasserkanal, oder? Die Strassenentwässerung muss ja auch irgendwo hin. Frag mal bei der Gemeinde, was die dazu sagen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Bufo am 22. März 2016, 13:49:47
Dann wirst du nicht drumherum kommen entweder eine Sickergrube (mindestens 5m tief) anzulegen, oder eben ein Sumpfbeet.

Dazu die entsprechende Geländenivellierung mit ausreichend Sand/offenporiger Lava für die Bereiche, welche trockener sein sollen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 13:51:22
Das steht weiter oben: Sumpfbeet, Versickerungsmulde o.ä. Da steht halt nach Regen für eine Weile das Wasser und verschwindet dann auch wieder.

Hm, ich kann schon irgendwie nachvollziehen, daß man bei 87m² nicht unbedingt in regelmäßigen Zeitabständen einen guten Teil davon als nicht wirklich nutzbares Feuchtgebiet gestaltet haben möchte, das ist bei Parks oder Obstwiesen ein bisschen anders  ;)
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Rieke am 22. März 2016, 13:55:07
Ich versuchs nochmal.

Zitat
Aber durch die Auflockerung kann die 30-50cm dicke Schicht das Wasser zumindest von der Oberfläche abführen.

Aber wohin? Bei dir doch nur zu dem Lehm darunter, und da sickert Wasser nur sehr langsam durch. Einen leichten Niederschlag wird der aufgelockerte Boden aufnehmen, bei stäkerem Regen wird es zwangsläufig Matsch.

Du kannst entweder das Wasser sammeln und eine Mulde in der Mulde anlegen. Das ist die einfachste Lösung und bietet gestalterisch auch interessante Möglichkeiten.

Oder du mußt deine Mulde nach unten öffnen - entweder auf der ganzen Fläche mit vielen kleinen Löchern, dann könnte auch eine geringere Tiefe (1-2m oder so) reichen oder mit einem 5 m tiefen Loch.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Sternrenette am 22. März 2016, 13:56:07
Baum pflanzen, der Wasser schluckt, oder warten bis das Gras richtig eingewachsen ist. Das kann schon helfen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: bristlecone am 22. März 2016, 14:03:47
In so einem staunassen Boden tun sich Bäume schwer, und in die Tiefe wurzeln sie dort auch nicht gerade ausgiebig.
Abgesehen davon, dass es Jahre dauert, bis der Baum eine geeignete Größe hat - und entsprechend Platz einnimmt - und der Effekt im Winter kaum zum Tragen käme.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenplaner am 22. März 2016, 14:05:23
...
Zitat
Aber durch die Auflockerung kann die 30-50cm dicke Schicht das Wasser zumindest von der Oberfläche abführen.

Aber wohin? Bei dir doch nur zu dem Lehm darunter, und da sickert Wasser nur sehr langsam durch. Einen leichten Niederschlag wird der aufgelockerte Boden aufnehmen, bei stäkerem Regen wird es zwangsläufig Matsch.
...

Wir stochern doch etwas im Nebel, es kann ja auch sein, daß das Bodengefüge massiv zerstört wurde durch die Bauarbeiten, siehe schnellere Wasserversickerung auf angrenzenden Äckern.
Ein Fachmann, der untersucht, ob eine oberflächliche Verdichtung vorliegt und wie tief sie reicht würde natürlich auch Geld kosten, könnte aber Klarheit über die Lösungsmöglichkeiten bringen.

Wenn man an dieser Schädigung was machen würde, KÖNNTE das das Problem zumindest lindern.
Wenn nicht, müsste wirklich die große Drainage gemacht werden.

Gut, zweimal den Garten umpflügen ist auch nicht schön, aber ehe man richtig Geld ausgeben muss, wenn es doch vielleicht mit nicht ganz so viel Geld lösbar wäre, würde ich das zuerst versuchen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 14:19:23
Für das Garten Umpflügen habe ich ein Angebot für ca. 2000 EUR.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gartenklausi am 22. März 2016, 14:23:54
Wir hatten ein ähnliches Problem: nach dem Hausbau war durch die Bodenverdichtung auf der Fläche hinter dem Haus nach jedem Regenfall eine Seenplatte. Da der Rasen dort ohnehin nicht wachsen wollte, habe ich mir bei Boels für 40 € einen Zweimann-Erdbohrer ausgeliehen und mit meinem Schwiegervater einen Vormittag lang ca 60 cm tiefe Löcher im Abstand von 50 cm gebohrt, mit Sand verfüllt und die Fläche wieder eingebnet. Nach dem Neueinsäen des Rasens waren die Probleme Geschichte. (Ich kann heute Abend mal Bilder raussuchen, das Vorher-Nachher ist wirklich recht eindrucksvoll).


Dass Dein Boden metertief kein Wasser führt, kann ich mir nicht vorstellen, zumal das Wasser auf den umliegenden Äckern  ja auch nicht stehen bleibt. Ich würd's an Deiner Stelle erstmal mit der Low-Budget-Variante ausprobieren.

Klaus
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: kpc am 22. März 2016, 14:43:35
Was soll denn der Quatsch mit einer Regentonne ?
Das kann nur jemand vorschlagen der keine Ahnung hat und nicht rechnen kann.
Von einer vergleichsweise kleinen Dachfläche ( 100m² ) kommen bei 20mm Niederschlag,
2000 Liter Wasser ! Die gleiche Menge Wasser fällt auch auf ein entsprechend großes
Stück Garten !  Wieviele Regentonnen sollen denn da während des Regens regelmäßig
abgepumpt werden ?
Der einzige vernünftige Vorschlag war es Gefälle in das Gelände zu bringen.
Hat man am Ende des Gartens z.B. nur 10m² flache Grube, bedeutet das entsprechend der
o.g. Niederschlagsmenge und den ca 90m² Gartenfläche mal gerade einen Wasserstand
von 18cm, tatsächlich weniger, weil ein Teil des Wassers versickert.
Abgesehen davon hat die Einarbeitung von Sand oder Lava auf jeden Fall Sinn.

Wir hatten nach Ebnung des Gelädes und Rasenneueinsaat auch eine Seenplatte.
Wir haben nichts gemacht ( weil wir die Schn.... gestrichen voll hatten ).
Es wurde immer besser. Nach zwei Jahren war alles normal. Die Würmer hatten für Drainage gesorgt.
So lange muss man aber natürlich nicht warten.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 16:15:06
Die Regentonne hatte ich zum Sammeln des Wassers gedacht, mit einem entsprechenden Überlauf in die Kanalisation.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 16:35:43
Der Garten meines Nordlichts ist auch auf verdichtetem Untergrund angelegt - mit viel zu wenig Mutterboden. Es war eine Firma und es war Murks. Da es nicht überall so ist, lebt er ganz gut damit. Es betrifft eine Wiese - Zierrasen - aber Obstbäume wachsen auf dem Grundstück dort nicht, weil sie ständig in Staunässe stehen. Aber die Wiese ist immer schön grün. Auch ein Vorteil - wenn auch ein Kleiner.

Betrifft es denn das ganze Grundstück, oder nur die Wiese??
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 16:39:24
Es betrifft nur die Wiese. Die Bereiche fürs Haus ubd die Wege/Terassen haben einen gründlichen Bodenaustausch nach Bodengutachten erfahren
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Nina am 22. März 2016, 16:49:31
Für das Garten Umpflügen habe ich ein Angebot für ca. 2000 EUR.
  :o  :o

Das kommt mir aber arg überzogen vor.  :P
Wenn Du wie Du sagst Äcker um euer Grundstück herum habt, dann spreche doch mal einen Bauern an. Es sind doch wie ich richtig verstanden habe nur 87qm.

Ich habe für eine Fläche von 1300 qm 500 Euro mit dem Forstmulcher bezahlt. Also aus Dschungel/Wald eine Weidefläche machen.*
Da sollte ein Bauer (wenn er es nicht weit hat) für Deine Mikrofläche nicht mehr nehmen als 100 Euro.

*falls es Dich interessiert
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Silvia am 22. März 2016, 17:03:27
2000 Euro für so ein paar Quadratmeter ist Wucher. Ich frage mich aber, wie es funktionieren soll. Wenn die Fläche schwer zugänglich ist, kommt man mit schwerem Gerät, das so richtig tief pflügt, gar nicht drauf. Eine Zugmaschine mit Pflug muss wenden können. Viele haben auch gar keinen Pflug mehr. Aber man kann sich Handpflüge oder Motorhacken leihen. Da würde ich mich mal erkundigen.

Hast du schon mal versucht, Löcher zu bohren, um zu schauen, ob es nicht doch eine undurchlässige Tonschicht gibt? Man soll auch drainagieren können, indem man tiefe Löcher durch die undurchlässige Schicht bohrt und diese mit Kies füllt. Es ist allerdings die Frage, wie lange die offen bleiben.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: sw1002 am 22. März 2016, 17:06:20
Wir haben an einer Stelle bis auf 2 m gebohrt und dirt war es nicht durchlässig
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 17:07:16
Es betrifft nur die Wiese. Die Bereiche fürs Haus ubd die Wege/Terassen haben einen gründlichen Bodenaustausch nach Bodengutachten erfahren

Dann gleicht sich das mit dem Nordgarten meines Partners - belastbar ist so eine Wiese nicht. Bei ihm schadet es nichts, aber er hat sich auch von mir schon anfixen lassen, wegen einem Feuchtbiotop....

Ich wollte am Rand der Wiese im letzten Jahr einen Baum pflanzen - tiefer als einen knappen Spaten kam ich nicht in die Erde  :o :o :o
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Silvia am 22. März 2016, 17:11:57
Wir haben an einer Stelle bis auf 2 m gebohrt und dirt war es nicht durchlässig

Das hört sich aber nicht nach normaler Bodenverdichtung an. Mit was für Schwerlastwagen sollen die da drauf gewesen sein? Oder stand da mal was anderes? Was war das denn vorher?

Habt ihr schon mal auf eurem Eigentümernachweis vom Katasteramt geschaut, was da für ein Boden sein soll?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: APO am 22. März 2016, 17:19:59
Hi sw1002,
vielleicht ist es möglich eine kleine Handskizze hoch zu laden. Wenn möglich mit ein paar Massen und den Nachbargrundstücken. Es gibt Bundeslandabhängig Vorschriften was mit Oberflächenwasser zu geschehen hat. In den örtlichen BV ist bestimmt auch etwas dazu festgelegt. Bei uns in SA muss das anfallende Oberflächenwasser auf dem Grundstück verbleiben und dafr nicht auf öffentliche Flächen abgeleitet werden.
Hier werden zwar gute Ideen entwickelt aber in einem BG gibt es auch Nachbarn die ein Auge auf jeden werfen der nicht richtig handelt.
Wenn man das so liest besteht die Möglichkeit (gartenplaner hat glaube ich schon etwas darüber geschrieben) das der Oberboden zerstört ist. Wenn ein 40 tonner darüber fährt kann man damit rechnen das bis in eine Tiefe von 50-60 cm die Verdichtung so groß ist das man einen natürlichen Teich anlegen kann.
Also es müssen von deiner Seite einige konkrete Infos kommen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Gänselieschen am 22. März 2016, 17:22:19
Das klingt ja schrecklich. Schade, dass man während der Bauerei meist nicht vor Ort ist.....
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: YElektra am 22. März 2016, 17:45:46
Ich würde gerne wissen, warum ein Sumpfbeet ausser Frage ist? Für Kinder wäre das doch toll! Ertrinken werden sie darin bestimmt nicht, aber sie haben ganz viele Möglichkeiten damit zu spielen und rumzumatschen. Es gibt doch nichts langweiligeres für Kinder als eine grüne Rasenwüste. Ich habe ganz viele Erinnerungen davon, wie ich auf den Zwetschgenbaum geklettert bin, durch Hecken gekrochen bin, mit Blumen versucht habe Farben und Parfums herzustellen, Kartoffeln ausgegraben habe, Schnecken gesammelt... Das gibts im Rasen alles nicht (ausser vielleicht einer verirrten Schnecke). Aber dank moderner Technik kann man seine Kinder natürlich auch im Reagenzglas züchten und nur im hermetisch abgeschirmten Anzug nach draussen lassen.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Nina am 22. März 2016, 17:58:15
Den letzten Satz von Dir finde ich wirklich unnötig.  :-\

Ich weiß nicht wie alt die Kinder von sw1002 sind, aber Kleinkinder können auch in Pfützen ertrinken.

Hierzu ein Artikel: http://www.zeit.de/1999/38/Der_stille_Tod_im_Planschbecken
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: tomma am 22. März 2016, 18:16:00
Ich finde, die Vorstellungen passen irgendwie gar nicht zusammen. Wenn ich das richtig verfolgt habe, geht es um einen ziemlich kleinen Bereich (87 qm). Da sollte es doch möglich sein jemanden zu finden, der für wenig Geld die Fläche fräst, mit Sand und weiteren bodenverbessernden Mitteln vermischt und nebenbei irgendwo eine flache Senke modelliert, wo das überschüssige Wasser mittels Drainagerohr Zeit haben darf, zu versickern. Das ist weder schwierig, noch kostenaufwendig. Wenn dann statt Rollrasen zu verlegen, einfach Rasen gesät würde, wäre meines Erachtens sogar noch der vieldiskutierte Sickerschacht drin.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: GartenfrauWen am 22. März 2016, 18:32:57
Der Einfachheit halber habe ich nur die Einträge von sw1002 gelesen um alle Fakten zu kennen....
Für mich hört es sich an als ob ihre Familie vor kurzem erst eingezogen ist!??
Wie wäre es mit etwas Geduld und abwarten wie schnell es abtrocknet?
Bei mir ist auch eine Stelle im Rasen sehr nass und teilweise stehen im Spätwinter/Vorfrühling Pfützen.... Irgendwann ist die Stelle dann auch wieder trocken  :D
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: YElektra am 22. März 2016, 18:48:45
Zitat
Den letzten Satz von Dir finde ich wirklich unnötig.  :-\

Ich weiß nicht wie alt die Kinder von sw1002 sind, aber Kleinkinder können auch in Pfützen ertrinken.

Hierzu ein Artikel: http://www.zeit.de/1999/38/Der_stille_Tod_im_Planschbecke

Ich habe den Artikel gelesen. Darin ist von einer Regentonne, Teichen, Badewannen und Planschbecken die Rede. Von einem Kind das in einer Pfütze ertrunken ist steht nichts. sw1002 hatte sich eine Lösung mit einer Regentonne überlegt, eine Badewanne gibts im neuen Haus bestimmt auch, und auf den grünen Rasen kommt wohl früher oder später auch ein Planschbecken für die kleinen. Eltern sollen lieber lernen Gefahren richtig einzuschätzen und dies an ihren Nachwuchs weiter zu geben. Das ist wesentlich sicherer als sie von allem fern zu halten, an dem irgendwo auf der Welt mal ein Kind gestorben ist.

Und wie verlockend wird es für die Kinder wohl sein wenn sie etwas älter sind mal in den Sickerschacht hinein zu steigen wenn dieser nicht niet- und nagelfest zugemacht ist?
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Sternrenette am 22. März 2016, 19:24:04
Die Kinder bringen den Deckel nicht hoch. Allerdings sollte man im eigenen Interesse eine billige Aluleiter einbauen, es sind schon Erwachsene in Zisternen ertrunken - in Regensburg glaub ich vor Jahren mal eine ganze Familie.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: kpc am 22. März 2016, 20:04:34
Bei sehr kleinen Kindern hätte ich auch Bedenken bei einer frei zugänglichen Wasserfläche.
Auch bei nur 20cm Wasserstand.
Es gibt aber Pfosten und Draht oder Zaunelemente oder man deckt das Ganze mit
zwei Baustahlmatten ab, so, dass sie nicht durchhängen.
Die Matten werden bald zugewachsen sein und bis die durchgerostet sind sind die
Kinder so groß, dass sie woanders 'baden'.
Titel: Re: Unser Garten steht unter Wasser! Hilfe was tun?
Beitrag von: Natternkopf am 22. März 2016, 20:39:10
Guten Abend allerseits

Also ich heute Morgen rein geschaut hatte waren es drei Beiträge.
Da ist fleissig geschrieben worden.

Salü sw1002

Die Tipps und Vorschläge sind ziemlich treffend was die bisher beschriebene Ausgangslage betrifft.

Wie ich beim durchlesen gesehen habe ist "Einiges in etwa Klar" was jedoch kaum zu passenden Tipps + Ergebnissen führen kann.
Nicht weil die Purler zu wenig Ahnung haben, sondern weil wir kaum brauchbare Fakten haben.
Etwas 'pointiert' ausgedrückt: Es ist kein Bodenprofil vorhanden, somit ist keine exakten Situationsbeurteilung möglich.
Mit Bodenprofil meine ich so etwas in der Art


Also mal Eines nach dem Anderen
Ohne auf dem Grundstück gewesen zu sein und ohne gesehen zu haben welche Maschinen bei welcher Bodenfeuchte oder sogar –nässe am Werke waren, gehe ich davon aus, dass:
- der Boden sehr stark verdichtet ist bis tief hinunter
- die „falsche“ Bodenhorizontschicht oben aufliegt
- das Gefälle der Bodenoberfläche unpassend ist
Bei diesen Hypothesen ist das Gefälle am schnellsten und wenigsten Aufwand zu korrigieren.
Etwas in der Art hat kpc schon erwähnt

Eine vernünftige Versickernungsleistung des Boden ist vorerst nicht zu erwarten. Egal ob Sickerungsschacht oder -grube.
Was kannst du, wollt ihr machen in der Endentscheidung kann ich nicht beantworten.
Idee von mir liefern?
Wasser gezielet an eine Ort führen. Am Sammelort zum Beispiel: Grube anlegen und mit grossen Steinen auffüllen. Ja die "fressen Volumen, dafür kommt niemand in den temporären See rein.

Wasser sammeln und abpumpen, na ich weiss nicht.
Das wäre nichts für mich.

In meinen Augen trifft es APO1 auch gut was die Gesamtsituation anbelangt.


Hier werden zwar gute Ideen entwickelt aber in einem BG gibt es auch Nachbarn die ein Auge auf jeden werfen der nicht richtig handelt.
Wenn man das so liest besteht die Möglichkeit (gartenplaner hat glaube ich schon etwas darüber geschrieben) das der Oberboden zerstört ist. Wenn ein 40 tonner darüber fährt kann man damit rechnen das bis in eine Tiefe von 50-60 cm die Verdichtung so groß ist das man einen natürlichen Teich anlegen kann.
Also es müssen von deiner Seite einige konkrete Infos kommen.

Noch was persönliches innerhalb des Themas.
In deiner Antwort #30 bist du etwas über das Ziel geschossen.
Es ist mir klar dass die vorangegangene Vorlage oder der Steilpass in einem schon etwas auslöst.
Den Satz von:
Aber dank moderner Technik kann man seine Kinder natürlich auch im Reagenzglas züchten und nur im hermetisch abgeschirmten Anzug nach draussen lassen.
finde ich auch etwas über das Ziel geschossen.
Jedoch als Neuling, in der ersten Themeneröffnung, wird das qualitativ (oder wie man dem sagt) anders ankommen.

Anyway, um das geht es ja eben nicht, sondern welche Entscheidung zu treffen ist um eine merkliche und sichtbare Verbesserung bei der aktuellen Bodensituation zu erhalten.

Vor ein paar Woche war eine vewandte, ähnliche Frage.
Da hatte ich ein paar Links reingestellt betreffs Bodenlockerung.
Neuanlage eines Teils unseres Gartens nach Baumaßnahme
Kann dir/euch eventuell hifreich sein.

Das A&O für die am meisten brauchbaren Verbessungshinweise, auf die Gegebenheit vor Ort bezogen, wird ein Bodenprofil sein.
Tönt nach Vielarbeit so ein Loch aus zuheben.
Ist es auch, jedoch halb so Wild. Nur nicht Eilen beim schaufeln in schwerer Erde! Der Nutzen durch diesen Einblick und die exaktern Info zu der passenden Entscheidung wird dies "Locker aufwiegen"

Last but not least
Herzlichen Glückwunsche zu neuen Wohnort
gutes Einleben mit der Familie

Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Natternkopf