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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: callis am 19. Mai 2005, 01:06:49

Titel: Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 01:06:49
In diesemj Jahr hatte ich zum ersten Mal, seit 15 Jahren das Phaenomen, dass ein Viech sich in meinem Garten herumtreibt iund ganz roh Stauden zerstört.
Es muss ein größéres Tier sein, dass da dieses Frühjahr in besonders üppig gewachsenen Horsten tobt. Bisher sind ihm in den letzten 5 Wochen zum Opfer gefallen: ein üppiger Narzissenhorst, zwei stabile Taglilienhorste, 5 von 8 Ritterspornstängeln der Sorte 'Grünberg', zwei sehr straffe Bartiris-Schwerter. Jeden Morgen bange ich, was als nächstes drankommt.,
Zunächst dachte ich an Katzen, die es sich in meinem Garten auch immer recht bequem machen. Aber fremde Katzen waren hier schon immer und haben außer Katzenminze nichts zerstört.
Hunde kommen nicht in Frage. Sie betreten meinen Garten nie.
Machen Marder sowas? oder wer sonst?

Hier mal ein Bild der Zerstörungswut.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Cogito am 19. Mai 2005, 04:53:28
Ist das dahinter der Grundstückszaun? Wenn ja, kann es sein, daß menschliche Vandalen (ballspielende Kinder) daran schuld sind? Abgefressen sieht das ja nicht aus, eher wie reingetrampelt. :o
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Silvia am 19. Mai 2005, 08:23:48
Wirklich sehr misteriös! Direkt am Boden sind die Pflanzen nicht abgebrochen, oder? In welcher Höhe sind die Pflanzen denn beschädigt? Vielleicht lässt sich so auf die Länge irgendwelcher Beine schließen.

Kommt sowas in der Nachbarschaft auch vor?

LG Silvia
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 09:28:53
Kinder sind völlig ausgeschlossen, da neben mir auch ein altes Weib wohnt ;).
Bei den Nachbarn habe ich noch nicht von vergleichbaren Schäden gehört, aber die haben ja auch Gemüsegärten oder Wiese pur. Das scheint das Viech weniger zu reizen.
Die Höhe der Bruchstellen variiert von etwa 10-25 cm. Manche Fächer sind auch gleich ganz an der Basis ausgebrochen. Ich glaube nicht, dass da gefressen wird, eher getobt, sich gedreht oder sowas.

Mein Auto ist in Ordnung. Aber ein Nachbar hat z.Zt. immer das Mardergitter unter dem Auto liegen, was mich auf die Idee mit dem Marder brachte.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Silvia am 19. Mai 2005, 09:31:35
Und Waschbären? Hast du sowas schon gehört?

LG Silfvia
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 09:37:10
Über Waschbären habe ich nie etwas gehört oder gelesen.
Sie klingen so nach Wassernähe ;D. Die haben wir aber nicht.

Sind die auf dem Vormarsch? Und wo leben sie normalerweise?
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Ismene am 19. Mai 2005, 09:43:34
Waschbären früher nur in Hessen am Edersee, heute sogar am Stadtrand von Kassel/Göttingen.
Guckst du hier, Callis, das ist echt was für dich. ;D
http://www.nabu.de/nh/301/waschbaer301.htm

Zitat
Eine wenig wählerische Ernährungsweise, enorme Kletterkünste, eine unglaubliche manuelle Geschicklichkeit seiner tastempfindlichen handähnlichen Vorderpfoten, gepaart mit einem gesunden Quantum Esprit: diese Mischung macht den Kleinbären immer mehr zum erfolgreichen Stadtstreicher

Zitat
Bei einer Göttinger Katzenhalterin schlüpfte eines Abends ein Waschbär sogar unverhohlen durch die Katzenluke, stopfte sich vor ihren Augen mit Breckies voll und verdaute den Schmaus auf dem Wohnzimmerschrank
:o ;D
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 09:53:37
Ist ja sehr interessant, Ismene, und amüsant auch.
Da werde ich mal bei unseren Jägern nachhören, ob irgendwo Waschbären gesichtet worden sind.
Aber wenn es wirklich ein Waschbär wäre, warum hätte er es denn ausgerechnet auf meine Stauden abgesehen ???
Die schmecken weder nach Mülltonne noch nach Brekkies ;D
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Cogito am 19. Mai 2005, 10:22:56
Dann laß vielleicht mal die Mülltonne offen stehen, streu Brekkies rein und befestige eine Kletterhilfe daran. Wenn der Müll am nächsten Tag verstreut ist und die Brekkies gefressen sind, waren's wohl wirklich Waschbären. :D
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 10:27:03
Klasse Idee ;D ;D ;D
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: oile am 19. Mai 2005, 13:00:09
Sind die Pflanzen denn nur abgeBrochen oder auch angefressen? Ich beobachte das auch manchmal bei mir und habe Katzen im Verdacht. Wenn die sich in die Wolle kriegen, kennen die gar nichts! Und nach dem Winter müssen schließlich die Reviere wieder neudefiniert werden....
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 14:18:33
abgebrochen, oikle, weshalb ich ja zuerst auch an tobende Katzen dachte.
Aber die Katzen durchwandern meinen Garten immer, seit 17 Jahren, tags und nachts. Aber noch nie hat eine Pflanze so ausgesehen, wie dieses Jahr schon mehrmals.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Silvia am 19. Mai 2005, 14:26:14
Katzen kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen. Das muss was Größeres sein. Irgendwelche Personen, die sich nächtens dort unerlaubterweise aufhalten, kommen auch nicht in Frage? Fehlt irgendwo was?

LG Silvia
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: ulla am 19. Mai 2005, 17:07:20
Genau so aussehende Schäden habe ich auch immer, meist etwas später im Jahr. Schöne Büsche von Hemerocallis und mein Lampenputzergras müssen regelmäßig dran glauben, werden völlig niedergewalzt! Den Täter habe ich noch nicht erwischt, aber ich war bisher eigentlich sicher, daß es rollige Katzen sind, die den Schaden anrichten. Bei uns gibt's viele, unser Naturgarten ist ein magischer Anziehungspunkt für alle Dorfkatzen und -kater >:(.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Lilia am 19. Mai 2005, 21:30:25
Wildschweine könnens keine sein? :o
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: callis am 19. Mai 2005, 21:54:40
Es gibt zwar Wildschweine hier in den Wäldern. Aber da der Garten nachts geschlossen ist, wüsste ich nicht, wie sie hereinkommen sollten. Außerdem würden sie dann sicher auch noch Wühlschäden und Huftritte hinterlassen.

Menschen würden sich sicher Pflanzen an anderen Stellen aussuchen, die leichter zugänglich wären. Und wenn mich da jemand ärgern wollte, könnte er das im Sämlingsgarten nachts ganz ungeniert. Der ist jederzeit zugänglich.

Da war das Viech bis jetzt zum Glück noch nicht. :)
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Landpomeranze † am 19. Mai 2005, 22:13:14
Ich tippe auf Marder - solche Schäden habe ich ab und zu rund um den Kirschbaum - zuerst holen sie die Kirschen, dann toben sie drunter. Einer Nachbarin haben sie einen großen bepflanzten Kübel ruiniert, da waren auch sämtliche Triebe abgebrochen.

lg, Patricia
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: oile am 19. Mai 2005, 22:59:58
Marder oder eben doch Katzen. Ich bleibe dabei. Katzen sind ja nun nicht eben Leichtgewichte, zumindest nicht die wohlgenährten, die ich so kenne - und wie gesagt, wenn sie mal in Fahrt sind, ist die ganze gerühmte Behutsamkeit wie weggeblasen!

LG
oile
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Raphanus am 20. Mai 2005, 10:41:26
Und wie siehts aus mit großen nachtaktiven (Raub-) Vögeln, die in den Beeten was leckeres suchen und finden?
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Scilla am 20. Mai 2005, 23:51:37
Hallo Callis,

kann Dir echt nachfühlen,denn bei mir im Garten hat über einen längeren Zeitraum -etwa 3/4 Jahr,sporadisch immer wieder irgendein Tier gewütet.
Da waren manchmal in einer Nacht mehrere Stauden beschädigt / abgerissen / zerrupft -manchmal auch etwas angefressen. Es sah manchmal verheerend aus am Morgen.
An Katzen glaube ich keinesfalls,denn solche Schäden entstehen im Allgemeinen nur bei Kämpfen.(die ja dann jeweils von Weitem hörbar sind ::) ) Es gab aber unter den paar Katzen hier nur ganz selten Streitereien.
So konnte ich natürlich auch nur spekulieren : Marder?Auch Igel können auf der Suche nach Fressbarem Schäden machen,hab ich schon mal beobachtet. Kaninchen oder Feldhasen sowieso. ???
Kannst ja mal ein paar Karotten auslegen nacht und gucken was passiert! ;)
In meinem Fall waren es definitiv keine menschlichen Zerstörer,denn man konnte deutlich Scharrspuren von einem (etwas grösseren) Tier erkennen.
Ein Nachbar hat einmal junge Füchse beobachtet,die in einer Staudenrabatte gespielt und sich regelrecht darin gewälzt haben...
die Schäden danach kannst Du Dir ja sicher bildlich vorstellen...
Ich weiss jetzt nicht,ob Du auf dem Land lebst oder in Stadtnähe?

Nun ist hier seit einigen Monaten endlich wieder Ruhe eingekehrt.
Ausser den Igeln konnte ich nie etwas sehen oder hören.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle,dass der ganze Spuk bald vorbei ist!

Mitfühlende Grüsse
Scilla
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Venga am 06. Juli 2005, 23:27:53
Hallo,
das wird ein Stein(Haus)marder gewesen sein.
Ich hatte das vor 2Jahren. Alle Baumscheiben nach und nach verwüstet. Ich hab´ihn durch Zufall dabei vom Balkon aus beobachten können. Ein befreundeter Jäger lieh uns eine Marderfalle. Allerdings dauerte es 4Wochen bis er gefangen war, das sind verfl... schlaue Biester. Die Baumscheiben waren bis dahin allerdings hin. Aber lieber ein Beet verwüsten als ein Auto ankauen.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Querkopf am 07. Juli 2005, 21:14:12
Hallo, Callis,

sind die Zerstörungen immer in derselben Ecke? Dann könntest du den nächtlichen Vandalen vielleicht das Toben dort abgewöhnen. Bei uns gab's vor ein paar Jahren regelmäßig ähnliche Spuren im Vorgarten: wie zertrampelt aussehende, zerknickte Lavendel, Schleierkräuter, Stauden, abgebrochene Zweige an einer noch kleinen Strauchpäonie. Nur die (sehr stachligen) benachbarten Rosen blieben unberührt. Was mich irgendwann auf die Idee brachte, kurze, dünne Bambusstäbe mitten in die gefährdeten Gewächse hineinzustecken, so fest und eng, dass sich kein Viech mehr auf/in den Pflanzen rollen konnte. Daraufhin war Ruhe. Wer unsere nächtlichen Besucher waren, haben wir nie rausgekriegt, war dann aber auch egal ;D...

Nur auf sich selbst muss man dabei aufpassen: Dünne Stäbe sind gefährlich für die Augen. Notfalls sollte man kleine Kugeln o. ä. oben draufstecken, wenn man sich in einer derart "bewehrten" Ecke oft bücken muss.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Amur am 08. Juli 2005, 08:26:28
Solche Verwüstungen sind in den allermeisten Fällen Marder.
Im Moment ist der Nachwuchs sowieso in seiner Flegelphase und da kommen Blumenbeete und ähnliches gerade bestens zum Austoben.

In machen Fällen (Katzenminze wars bei uns) sinds auch Katzen, aber die setzen sich nur rein und rollen sich drauf rum. Da wird dann im allgemeinen nix rausgebissen oder so.

mfg
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Irisfool am 14. Juli 2005, 17:07:03
Frisch von der Pressestelle.
Der Puma ist eingefangen! Der Puma, der schon eine Weile die Veluwe (Niederlande) unsicher macht und in Atem hält ist endlich zur Strecke gebracht. Ein spezielles Team entdeckte das Tier und konnte es unschädlich machen. LG Irisfool




Bild durch link zum Bild ersetzt. LG Nina
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Setina am 14. Juli 2005, 17:24:47
 ;D ;D ;D
Beindruckend - und die waren wirklich nur zu zweit??
Für das Riesenviech ?
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Setina am 14. Juli 2005, 17:27:56
Nö, mal im Ernst Callis,
vielleicht waren ja es ja Kater? Meiner geht jetzt abends schon immer zum Raufen mit anderen raus und wenn ich die nicht immer von den Beeten jagen würde, würde da nichts übrig bleiben.
Hast Du denn abends gar nichts gehört? Kreischen, fauchen oder so?
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Christiane am 15. Juli 2005, 00:58:33
Ich finde die Idee mit den Stöckchen oder irgendetwas anderem Piekigen in die Pflanzen Gestecktem gut. Bewahrt unsere Katzenminze vor der Zerstörung :). Warum sollte es also nicht andere Tiere auch abschrecken?!? Wie wäre es mit einem auf die Lauer legen, wenn dieses Phänomen beinahe jede Nacht auftritt? Vielleicht bewaffnet mit einer dieser super leistungsfähigen Wasserpistolen?

LG
Christiane
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Tolmiea am 15. Juli 2005, 01:33:35
Katzen kann ich net glauben Callis.
Bei unseren zwei jungen Hübschen im gebärfreudigen Alter geben sich die Kater praktisch die Klinke in die Hand, und es gibt überhaupt keine Schäden. Zumindest nicht bei den Pflanzen.

Tobende und beißende Marder im Blu..menrausch könnte ich mir dagegen vorstellen.

liegrü g.g.g.




Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Lilia am 29. Juli 2005, 09:59:20
Ich sah gestern abend bei Freunden die von Callis beschriebenen Verwüstungen im Garten.
Dort waren es definitiv Marder, sie wurden beim Toben erwischt.
Ob es jetzt zwei männliche waren oder ein gemischtes Paar, war nicht recht auszumachen.
Als unsere Freunde sie zurechtweisen wollten ob der angerichteten Schäden, wurden sie recht kehlig angeknurrt.
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Querkopf am 11. Oktober 2008, 22:07:39
Hallo allerseits,

hier war's grad mal wieder so weit >:(.

Gestern hatte ich mich noch gefreut, wie gut die noch jungen Gräser dastehen, dass sommerschlabbrige Storchschnäbel nach dem Rückschnitt wieder runde, straffe Horste ausgebildet, Hostas apartes Herbstgelb entwickelt, Taglilien neues Laub getrieben haben. Heute Morgen war's damit vorbei, ein Bild der Verwüstung: geknickte, zerrupfte, plattgedrückte Gräserhorste, ebenso platte Stauden. Irgendwelche Viecher (Marder? Katzen?) haben nächtens rumgetobt und sich vermutlich ausgiebig auf allem Möglichen gewälzt. Jedenfalls musste ich aus drei benachbarten Beeten einen großen Berg abgebrochener Halme, Blätter, Blüten auflesen :(.

Ärgerlich. Bei einigen Pflanzen traurig :'( - gerade bei den Gräsern hatte ich mich auf den Winteraspekt gefreut. Aber nix Irreparables. Auch nicht das erste Mal (wir wohnen am Waldrand), und die Bambusstab-/ Schaschlikspieß-Abschreckungsmethode ist eigentlich eine sichere Bank. Vorm Dunkelwerden habe ich sie praktiziert. Wobei mir freilich aufgefallen ist, dass das abendliche Provisorium dieses Mal kein Dauerzustand werden kann, denn es waren einfach zu viele, zu verschiedene Pflanzen betroffen.

Bei den Gräsern waren es neben den üblichen Verdächtigen - niedrige Blauschwingel, Blaustrahlhafer, Engelshaargras, Stipa, Zittergras - auch feinhalmige Chinaschilfe, Diamantgras, Lampenputzergräser. Bei den Stauden u.a. Hems, Geraniümmer, Hostas, Pulmonarien, Primeln, Astilben, Astrantien, Sedümmer. Und ich kann doch nicht sämtliche niedrigen bis mittelhohen Pflanzen "spicken" ::)...

Gibt es nach euren Erfahrungen mit tierischen Wälzer-Vandalen irgendwas, das sie gar nicht reizt (und deshalb keines Schutzes bedarf)? Bärenfellgras scheint zu pieksig, es ist bei den neuen und vorherigen Wälzaktionen verschont geblieben. Aber sonst??

Danke für Tipps :) & schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Conni am 11. Oktober 2008, 22:15:53
Hm, ich tät gern helfen, Querkopf, aber mir fällt selbst nichts ein, wenn sich nächtens Tiere wild in meinen Kräuter- und Gemüsebeeten wälzen, außer de.wikisource.org/wiki/Das_Fest_des_Wüstlings
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Querkopf am 11. Oktober 2008, 22:32:10
Hallo, Conni,

das hatte ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gelesen ;), danke :D...

Wenn alle Stricke reißen, wird es das. 1000 (!) Stück, das reicht dann für (m)ein Gärtnerleben ;).

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Darena am 11. Oktober 2008, 23:47:01
Querkopf, hast Du ein Foto für uns?

ich hab mir das Foto von Callis aus dem ersten Beitrag jetzt lange angesehen, für tobende Katzen erscheint es mir zu wüst. bei Katzen würden die Triebe vermutlich nur geknickt sein - aber das sieht zerfetzt aus. so, als hätte etwas die Blätter auseinander gerupft, um an Schnecken/Käfer zu gelangen, die zwischen den Blättern sitzen. (hm...Krähen? oder vielleicht ein Dachs? der geht zumindest auch an milchreifen Mais)

vielleicht macht einer der hier anwesenden Katzenhalter ein kleines Experiment: Brekkis in die Fächer streuen und abwarten wie die Pflanzen aussehen, nachdem die Katzen dran waren. dann hätte man zumindest mal einen Beiß/rupf/zerr/wüte-Vergleich.

Reh schließe ich aus - das würde fressen, nicht rupfen und liegen lassen.
Wildschwein ebenfalls - das würde mehr wühlen und den Boden umackern, um an die Knollen zu kommen. außerdem hinterläßt so ein Brocken von Viech meistens Trittsiegel.
Waschbär...möglich, aber eher nein, da der Schaden so begrenzt ist. der Waschi würde auch an anderen Stellen wüten, da er sehr neugierig, clever und unglaublich geschickt mit den Pfoten ist. der würde zB auch Blütenknospen abbrechen und futtern, durch den Zaun greifen, Gießkannen umwerfen, leere Blumentöpfe herumrollen (Schnecken und Asseln auf der Unterseite)...
ah, noch ein Test: harke den Boden rundherum locker auf, dann sieht man vielleicht am nächsten Tag Spuren (naja...vermutlich auch von Katzen...die fühlen sich ja von frischgeharkten Beeten geradezu magisch angezogen...als würd dort eine Leuchtreklame mit der Aufschrift "Toilette" stehen ;D)
Titel: Re:Wüstling, welcher
Beitrag von: Querkopf am 12. Oktober 2008, 11:56:11
Hallo, Darena,

danke fürs Mitüberlegen :). Nein, kein Foto. Sah gestern aber ähnlich aus wie in Callis' Eingangsposting: Hem-Laub kurz überm Boden abgebrochen, Pulmonarienlaub bodeneben, Geraniümmer platt, als sei was Schweres drübergerollt, Gräser teils flach, teils zerknickt. Eindeutige Spuren munterer tierischer Wälzereien.

"Meine" Wälz-Wüstlinge sind mit Sicherheit Katze(n) oder Marder. Beide streifen ständig durch den Garten (Marderlosung finde ich immer mal wieder), und beide veranstalten schon mal Wälzereien. Reh- oder Wildschwein-Spuren sehen völlig anders aus, und Waschbären gibt es meines Wissens hier nicht.

Die Schäden sind kein Drama, das wächst sich wieder aus. Doch kleine Freuden wie Gräserblüte und Gräser-Herbstfärbung lasse ich mir halt nicht rauben. Daher die Stäbchensteckerei, die Wälz-Vandalen offenbar stört und so die Pflanzen vorm Zerwälztwerden schützt. Nur will ich nicht mehr "spicken" als unbedingt nötig (GG, diese Spottdrossel, hat nacheinander Stacheldraht, Elektrozaun und die Berliner Mauer vorgeschlagen, das isses nich' ;D…).

Wenn irgendwer von euch zufällig wüsste, welche Wälz-Grundlage bei den Viechern unbeliebt ist - siehe Rosen, siehe Bärenfellgras -, könnte ich die Steckerei begrenzen. Wenn keiner was darüber weiß, müssen eben doch mehr Stäbchen her ::).

Schöne Grüße
Querkopf