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Garten- und Umwelt => Quer durch den Garten => Thema gestartet von: fromme-helene am 12. Mai 2016, 10:35:53
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Es gibt doch so einiges, was von einem Pinzieren im Mai oder Juni profitiert. Ich habe keinen Thread gefunden, der sowas mal zusammenträgt.
Wer macht mit?
Ich weiß von:
Astern
Helenium
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Jaaa, super, ich will auch schon seit Tagen nach dem Chelsea Chop fragen, gut, dass Du dran denkst! Ich weiß noch Phlox, Monarda, Chrysanthemen doch eigentlich auch, oder? Und frage mich, ob man das von den Astern auf Kalimeris übertragen kann? Bei meiner einbeinigen Leucanthemella hab ich es jetzt einfach todesmutig gemacht ...
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Astern
Helenium
Einfach trocken halten, dann werden sie von sich aus nicht höher als einen Meter. ::)
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Bei Phlox würde ich es nicht machen - die Hauptblüte ist kräftiger. Allerdings schneide ich die Blüten vom Phlox schon bei den ersten Anzeichen des Blütenendes weg, dann entwickeln sich die Verzweigungen noch schnneller. Bei Astern pinziere ich manchmal bei den ganz hohen Sorten, wenn sie ungünstig stehen. In diesem Jahr wird das nicht nötig sein. Die hohen Störenfriede sind inzwischen alle umgezogen. Im letzten Jahr habe ich diese weiß-blühende Wucheraster, mit den kleinen Blüten pinziert - die kam garnicht mehr zur Blüte in der Saison. Es darf also auch nicht zu spät sein.
Ansonsten pinzieren bei mir manchmal Schnecken die Dahlien. Würde ich freiwillig nicht machen - ist aber auch kein Schade :D
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Einfach trocken halten, dann werden sie von sich aus nicht höher als einen Meter. ::)
Trocken steht hier eh alles. Und allzu große Höhe ist auch nicht das Problem.
Mir geht es eher darum, einen kompakteren, buschigeren Wuchs zu erzielen, der das Umkippen verhindert. Dazu neigt in meinem Tonboden leider ungefähr alles, was höher als kniehoch wird. :-\
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Umkippen bei Kniehöhe - das ist ja wirklich blöd. Was hat das mit dem Boden zu tun? Die müssten doch einen schönen festen Stand haben im tonigen Boden.
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Das schon, aber anscheinend werden sie mastig. Wenn genug Platz drumrum ist, wachsen aus einem glatzigen Mittelpunkt sternförmig kahle, niederliegende Triebe, und außenrum gibt es einen grünbunten Ring. :-X
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Ach so :(.
Dann nimm doch eine Staudenstütze, wenn es nicht anders geht. Für Dahlien und Astern mache ich es sowieso. Ich nehme diese grünen Halbmondstützen, die es im Frühling bei Ne..to gab :D :D habe ich inzwischen reichlich für alle Fälle. Die kann man gut verstecken.
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Ach, da verpasse ich eh den richtigen Zeitpunkt. Oder der Boden ist dann gerade wieder so hart, dass ich sie verbiege. Die schlimmsten dieser Umfall-Kandidaten sind hier unterdessen auch schon eliminiert.
Nun aber zurück zum Thema. :)
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Wir sind doch voll im Thema :D. Bei mir fallen sie wegen seitlichem Lichteinfall um, z.B. die Dahlien. Niedrige Sorten würden das verhindern, oder pinzieren ;D
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Sedum ist mir noch eingefallen.
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Echt, Sedum? Das verzweigt sich dann?
Allein für die Info hat sich der Thread gelohnt. Die hatte ich schon zu entfernen erwogen, genau wegen des oben geschilderten Verhaltens.
Das probiere ich! :D
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Bei Sedum funktioniert das prima. Die Stiele bringen viele Seitenäste und darauf kleinere Blütendolden.
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Pur bildet.
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Genau, bei mir haben die sich nämlich auch ziemlich hemmungslos in den Beeten gefläzt. Entfernt hab ich sie trotzdem, weil hier noch Winterfeuchtigkeit dazukommt - man will ja nicht völlig gegen irgendwelche Standortansprüche angärtnern. ;)
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Wie sieht es denn mit diesem Eupatorium rugosum 'Chocolate' aus?
Und Staudenknöterich?
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Ich denke der Knöterich kommt nicht zur Blüte, wenn er pinziert wird.... Staudenknöterich im Garten ::)
Das schöne dunkle Eupathorium bleibt bei mir am trockenen Standort so niedrig, dass ich nie auf den Gedanken käme ;)
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Einschlägige Astern, Chrysanthemen, Helenium und andere Pinzierkandidaten weisen hier aufgrund der letzten vier praktisch niederschlagsfreien Wochen (1,7 mm) aktuell nur Wuchshöhen zwischen 3 und 7 cm auf. Soll mit dem Pinzieren nur eine Reduktion der Endhöhe erreicht werden, würde ich das in solchen Fällen bleiben lassen. Pinzierte Rauhblattastern erreichten hier im Vorjahr aufgrund der nachfolgenden Trockenheit nur Wuchshöhen um 60 cm und gingen damit optisch völlig in den Beeten unter.
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Staudenknöterich im Garten
Ich meine Bistorta / Persicaria / WasAuchImmer amplexicaulis. ;)
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Wer pflanzt sich so was frei willig in den Garten? :o
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Staudenknöterich im Garten
Ich meine Bistorta / Persicaria / WasAuchImmer amplexicaulis. ;)
Polygonum ;)
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Nicht alle Knöteriche sind bäh. Aber was würdest du da pinzieren?
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Nicht alle Knöteriche sind bäh. Aber was würdest du da pinzieren?
Na, diese aufsteigenden Triebe? Oder sind die eigentlichen Sprossachsen das, was auf dem Boden bzw. kurz unter der Oberfläche rumlümmelt? Die Blüten will ich natürlich nicht abschneiden. 8)
@ Herr Dingens: Danke, ich wusste grad nicht, was der aktuelle Stand ist. Und es lohnt wohl auch nicht, es sich einzuprägen. Heißt in 14 Tagen eh wieder anders. ;)
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Schneidet man Kerzenknöteriche im Verblühen großzügig zurück, bewirkt das ja ebenfalls das Schieben von zügig erblühenden Neutrieben aus den Blattachseln, insofern sollte das Pinzieren oberhalb von irgendeinem Blatt des sich bildenden Blütentriebes einen ähnlichen Effekt haben. Wobei ich bei meinen Knöterichen späteres Erblühen als wenig zweckdienlich empfände und die Wuchshöhe eher durch Pflanzung geeigneter Sorten regulieren würde, als mir die Arbeit Maischnitts zu machen. Hier erblühen auch erste Sorte schon, z.B. just 'Blackfield'.
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Jetzt schon! :o
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Eupatorium soll gehen, das haben hier aber auch freundlicherweise die Schnecken schon erledigt. >:( Veronicastrum hab ich auch noch als möglichen Kandidaten gefunden, das könnt ich mal versuchen.
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Staudenknöterich im Garten
Ich meine Bistorta / Persicaria / WasAuchImmer amplexicaulis. ;)
Niemals
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Kalimeris pinziere ich jedes Jahr. Dann fallen sie nicht um und die endgültige Höhe passt besser in meine nicht allzugroßen Beete.
Die abgezwickten Spitzen werden getopft und ergeben bereits im Spätsommer kleine blühende Pflanzen, die sich bestens als Mitbringsel bei Gartenbesuchen eignen.
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Hervorragend, das ist doch mal ein Wort! :)
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Ich meine Bistorta / Persicaria / WasAuchImmer amplexicaulis. ;)
Niemals
Danke.
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Kalimeris pinziere ich jedes Jahr. Dann fallen sie nicht um und die endgültige Höhe passt besser in meine nicht allzugroßen Beete.
Die abgezwickten Spitzen werden getopft und ergeben bereits im Spätsommer kleine blühende Pflanzen, die sich bestens als Mitbringsel bei Gartenbesuchen eignen.
Toller Tipp, danke
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Hat jemand schon mal Agastachen pinziert?
Hier werden sie immer viel zu hoch und fallen dann um - daher überlege ich, es heuer mal zu versuchen - vorausgesetzt es gibt dann auch mehr Blüten.
LG
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Kann man machen, aber dann bilden sie entsprechend mehr Seitentriebe und verlieren ihren Habitus als aufrechte Ordnungshelden im Beet. Hat sich bei mir nicht bewährt. Wenn sie bei Dir nicht standfest sind, dann hast Du sie wohl in zu fettem Boden gepflanzt.
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Kalimeris pinziere ich jedes Jahr. Dann fallen sie nicht um und die endgültige Höhe passt besser in meine nicht allzugroßen Beete.
Die abgezwickten Spitzen werden getopft und ergeben bereits im Spätsommer kleine blühende Pflanzen, die sich bestens als Mitbringsel bei Gartenbesuchen eignen.
Toller Tipp, danke
Habe ich bei den 5 Kalimeris-Sorten, die ich mir Frühjahr besorgt hatte, auch gemacht. Bewurzelung in weniger als 14 Tagen. Vor einer Woche getopft, gehen sie bei dem Wachswetter jetzt richtig ab. Jetzt brauche ich viel Gartenbesuch, damit ich ~ 30 Pflanzen loswerde ;-)
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Wie haltet Ihr es mit Monarda? Ich wollte meine Bestände teilpinzieren, um Gesamtblüteperiode zu verlängern. Ich habe aber ob der hohlen Stängel leichte Skrupel, ob sie das so mögen.
Klaus
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Eupatorium soll gehen, das haben hier aber auch freundlicherweise die Schnecken schon erledigt. >:( Veronicastrum hab ich auch noch als möglichen Kandidaten gefunden, das könnt ich mal versuchen.
Bei Veronicastrum beraubst Du Dich des majestätischen Wuchses. Ich habe letztes Jahr Kopfstecklinge gemacht mit der Folge, dass in den drunterliegenden Blattachseln viele schwächere Seitentriebe entstanden sind, die in alle möglichen Richtungen, aber nicht nach oben gezeigt haben. Sah optisch bescheiden aus, hat mir aber immerhin weiteres Stecklingsmaterial beschert.
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Kann man machen, aber dann bilden sie entsprechend mehr Seitentriebe und verlieren ihren Habitus als aufrechte Ordnungshelden im Beet. Hat sich bei mir nicht bewährt. Wenn sie bei Dir nicht standfest sind, dann hast Du sie wohl in zu fettem Boden gepflanzt.
???
Wir gärtnern auf magerem Schotterboden in einer normalerweise sommertrockenen und sehr warmen Region - als aufrechte Ordnungshelden sind sie hier völlig ungeeignet.
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Über welche Arten/Sorten sprechen wir denn?
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Über welche Arten/Sorten sprechen wir denn?
Agastache Rugosa-Hybride 'Black Adder'
Agastache Rugosa-Hybride 'Blue Fortune'
Beide sind hier vergleichbar hochwüchsig und spillerig - Veronicastrum im Gegensatz dazu wächst buschig und stabil.
LG
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in einer normalerweise sommertrockenen und sehr warmen Region
Wir hatten das Thema oft genug: Im Grazer Bereich der Illyrischen Klimazone fallen von Juni bis Anfang September annähernd 400 mm Niederschlag und damit beinahe so viel wie z.B. im Nordosten Deutschlands in einem ganzen Jahr fällt. Ferner ist die mittlere Windgeschwindigkeit mit 1,4 m/s in Deiner Region eine der niedrigsten in ganz Europa, was die temperaturbedingt leicht höhere Verdunstung sofort wieder kompensiert. Die Steiermark ist somit alles andere als sommertrocken. Trockenperioden über vier oder auch mal sechs Wochen sind in Mitteleuropa völlig normal und nicht auf die südliche Steiermark beschränkt.
Zur Ausgangsfrage: ich pinziere Agastachen regelmäßig zur Stecklingsgewinnung (diese wurzeln binnen weniger Wochen). Spät pinzierte Pflanzen verzweigen sich in der Tat in zu großer Höhe und werden dann kopflastig. Setzt man den Schnitt aber schon zu Wachstumsbeginn bei 20-30 cm Wuchshöhe an und stutzt sie dann fast bodennah, wirkt sich dies nicht so gravierend auf den Habitus aus.
@Gartenklausi: Für mich erzielte das Pinzieren von Monarden bisher noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Die Blüten an den Verzweigungen neigten oft zu Kümmerwuchs. Irgendwie gab das immer ein struppiges und inhomogenes Bild ab. Unpinzierte Pflanzen wirkten stets harmonischer.
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Wir hatten das Thema oft genug: Im Grazer Bereich der Illyrischen Klimazone fallen von Juni bis Anfang September annähernd 400 mm Niederschlag und damit beinahe so viel wie z.B. im Nordosten Deutschlands in einem ganzen Jahr fällt. Ferner ist die mittlere Windgeschwindigkeit mit 1,4 m/s in Deiner Region eine der niedrigsten in ganz Europa, was die temperaturbedingt leicht höhere Verdunstung sofort wieder kompensiert. Die Steiermark ist somit alles andere als sommertrocken. Trockenperioden über vier oder auch mal sechs Wochen sind in Mitteleuropa völlig normal und nicht auf die südliche Steiermark beschränkt.
Klar - das Klima hier ist ja völlig normal und durchschnittlich für Mitteleuropa; es macht ja schließlich keinen Unterschied, ob man Agastachen hier oder in einer ozeanisch beeinflußten Region kultiviert ::).
Aber besten Dank für die abermalige Belehrung!
Zur Ausgangsfrage: ich pinziere Agastachen regelmäßig zur Stecklingsgewinnung (diese wurzeln binnen weniger Wochen). Spät pinzierte Pflanzen verzweigen sich in der Tat in zu großer Höhe und werden dann kopflastig. Setzt man den Schnitt aber schon zu Wachstumsbeginn bei 20-30 cm Wuchshöhe an und stutzt sie dann fast bodennah, wirkt sich dies nicht so gravierend auf den Habitus aus.
Wenn ich das richtig verstehe, bringt es bei Dir also nichts im Hinblick auf üppigere Blüte, buschigeren und niedrigeren Wuchs.
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Eupatorium soll gehen, das haben hier aber auch freundlicherweise die Schnecken schon erledigt. >:( Veronicastrum hab ich auch noch als möglichen Kandidaten gefunden, das könnt ich mal versuchen.
Bei Veronicastrum beraubst Du Dich des majestätischen Wuchses. Ich habe letztes Jahr Kopfstecklinge gemacht mit der Folge, dass in den drunterliegenden Blattachseln viele schwächere Seitentriebe entstanden sind, die in alle möglichen Richtungen, aber nicht nach oben gezeigt haben. Sah optisch bescheiden aus, hat mir aber immerhin weiteres Stecklingsmaterial beschert.
Ich hab es jetzt leider schon gemacht - dann schau ich mir das Ganze dieses Jahr mal an und werde ggf. aus Schaden klug. ;) Bei Epilobium wäre es jetzt wahrscheinlich auch zu spät, oder? 'Stahl Rose' ist brusthoch und hängt dann demnächst wahrscheinlich über den Weg.
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Hemerocallis, wenn Deine Agastachen spillerig wirken, stehen sie vielleicht zu mager (ich hatte das Umkippen in Gedanken mit dem naheliegenden "wegen zu mastigem Wuchs" assoziiert).
'Black Adder', 'Blue Fortune', A. foeniculum und noch einige andere stehen bei mir auf sandigem, leichten Boden, bekommen aber im Frühjahr immer eine gute Portion Kompost. Sie werden bis zu 2 m hoch ('Black adder', die anderen nicht ganz so hoch), haben einen kräftigen, vieltriebigen Wuchs und stehen die ganze Saison bis zum Rückschnitt im Spätwinter wie eine 1. Nach drei, spätestens vier Jahren wollen sie aber nicht mehr. Deshalb immer schön Stecklinge machen im Mai.
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Aber besten Dank für die abermalige Belehrung!
Jederzeit gerne wieder.
Wenn ich das richtig verstehe, bringt es bei Dir also nichts im Hinblick auf üppigere Blüte, buschigeren und niedrigeren Wuchs.
Im Hinblick auf eine optisch wirklich üppiger wirkende Blüte nicht, da die Größe der Blütenstände geringer ausfällt. Das Mehr an Blüten bringt unter dem Strich für meinen Geschmack keinen optischen Zugewinn. Ähnlich ist das auch bei Phlox paniculata.
Niedriger und buschiger ist die Pflanze hingegen schon. Stabiler Wuchs ist wie gehabt aber nur mit frühzeitigem oder eben besonders starkem Rückschnitt zu erzielen: die Pflanze muss die Verzweigungen bodennah bilden; zu hoch angesetzter Schnitt lässt wie geschrieben die sich verzweigenden Triebe kopflastig werden, und man erreicht das Gegenteil des Gewünschten.
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To reduce height and floppy tendence in overly moist or partially shaded place (slightly delayed flowering)
In addition to those already mentioned
Boltonia-Chrysopsis villosa-Echinops-Eupatorium-Gaura-Helianthus salicifolius-Rudbeckia nitida-Salvia azurea-Solidago hybrids-Vernonia-taller forms of Veronica spicata
;)
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Hemerocallis, wenn Deine Agastachen spillerig wirken, stehen sie vielleicht zu mager (ich hatte das Umkippen in Gedanken mit dem naheliegenden "wegen zu mastigem Wuchs" assoziiert).
'Black Adder', 'Blue Fortune', A. foeniculum und noch einige andere stehen bei mir auf sandigem, leichten Boden, bekommen aber im Frühjahr immer eine gute Portion Kompost. Sie werden bis zu 2 m hoch ('Black adder', die anderen nicht ganz so hoch), haben einen kräftigen, vieltriebigen Wuchs und stehen die ganze Saison bis zum Rückschnitt im Spätwinter wie eine 1. Nach drei, spätestens vier Jahren wollen sie aber nicht mehr. Deshalb immer schön Stecklinge machen im Mai.
Danke für den Hinweis - bisher hab ich sie nie gedüngt, um mastigen Wuchs zu vermeiden - die Höhen waren hier bisher um 1 m. Sie stehen schon mehrere Saisonen, bisher haben sie sich weder nennenswert nach vorne noch rückwärts entwickelt.
LG
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Im Hinblick auf eine optisch wirklich üppiger wirkende Blüte nicht, da die Größe der Blütenstände geringer ausfällt. Das Mehr an Blüten bringt unter dem Strich für meinen Geschmack keinen optischen Zugewinn. Ähnlich ist das auch bei Phlox paniculata.
Niedriger und buschiger ist die Pflanze hingegen schon. Stabiler Wuchs ist wie gehabt aber nur mit frühzeitigem oder eben besonders starkem Rückschnitt zu erzielen: die Pflanze muss die Verzweigungen bodennah bilden; zu hoch angesetzter Schnitt lässt wie geschrieben die sich verzweigenden Triebe kopflastig werden, und man erreicht das Gegenteil des Gewünschten.
Es verhält sich also nicht so wie bei Astern und Chrysanthemen, die nach dem Pinzieren gleich große aber viel mehr Blüten als ohne produzieren? Die genannten schneide ich auf halber Höhe ab - sie stehen dann auch wesentlich besser. Mir ist Fülle und Blütenreichtum wichtig - nicht Höhe oder 'natürlich wirkende Optik' (die gibt es hier im Freiland rund um den Garten in mehr als ausreichendem Maß).
Momentan blüht hier gerade der Sommersalbei - ohne pinzieren buschig und üppig in der Blüte - ein ähnliches Erscheinungsbild habe ich mir von den Agastachen in etwas größer erhofft; schaffen sie das auch mit gärtnerischem Know-How hier nicht, bekommen sie den Flugschein.
PS: Vielleicht schaffst Du es ja doch noch, zur Kenntnis zu nehmen, daß sich das lokale Kleinklima in einem Garten nicht zu 100% mit dem einer Region decken muß. Die Region hier ist ein nach Süden offenes Becken mit einer tw. mehrere Meter dicken Lehmschicht (Ziegelwerke) - an den westlich, nördlich und östlich gelegenen Beckenrändern regnen sich die regionalen Sommerniederschläge ab, der Boden hält das reichliche Wasser gut. Keine Spur von Problemen mit Sommertrockenheit, eher schon mit den über die Ufer tretenden Bächen.
Wir im Süden auf reinem Flußschotterboden können die Sommergewitter am Horizont nur neidvoll beobachten - und wieder mal die Bewässerungsanlagen anwerfen (die umliegenden Gärtner pumpen dafür das Wasser in großem Stil aus dem nahegelegenen Fluß). Deine Klima-Analysen aus der Ferne helfen uns leider im Gartenalltag nicht weiter.
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Das Thema Agastache pinzieren hat sich erledigt - ich war zu spät dran, sie blühen bereits. Eventuell starte ich nächstes Jahr einen Versuch bei der Hälfte der Pflanzen.