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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: Raphaela am 26. Dezember 2003, 14:45:15
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Ein Thema, das jetzt langsam wieder akut wird: Wie schütze ich meine Hochstämme am besten vor Frostschäden?
Zum Umbiegen der Stämme rate ich nicht, da das Risiko des Brechens sehr groß ist, wie ich oft gesehen habe: Mich persönich hat diese Methode schon in der Beschreibung abgeschreckt, darum habe ich sie nie ausprobiert.
Auch das Einwickeln der Veredelung und/oder der gesamten Krone mit
Plastiktüten oder anderen Kunststoffmaterialen halte ich nicht für empfehlenwert: Hier auf dem Land sieht man es noch sehr häufig und die Ergebnisse sind nicht überzeugend: Diejenigen Hochstämme, die es überleben, bekommen in der darauf folgenen Vegetationsperiode überdurchschnittlich oft Probleme mt Pilzerkrankungen, was wahrscheinlich mit dem Mangel an Luftzirkulation zusammenhängt.
Wenn tagsüber die Sonne auf diese Plastikmäntelchen fällt, passiert es besonders im Frühjahr leicht, daß die darin befindlichen Triebe zu früh zum Treiben angeregt werden, was bei darauf folgenden Minustemperaturen verhängnisvoll sein kann.
Keinerlei eigene Erfahrungen kann ich zu bestimmten Spezial-Vliesen beitragen. Die Erfahrungsberichte, die ich dazu gelesen habe, waren gemischt.
Vernünftiger Winterschutz beginnt mit einer stabilen Befestigung der Hochtämme o b e r h a l b der Veredelung, da Winterstürme und/oder Schneelast in manchen Gegenden eine mindestens ebeso große Gefahr datellen wie starke Minustemperaturen.
Aber auch, wenn die Hochstäme solide befestigt sind, können sie unter ungünstien Umständen um- oder ausbrechen, wenn das Gewicht zu groß wird. Das passiert leider schnell, wenn die gesamte Krone mit Stroh und Jutesäcken etc. eingebunden wird: Besonders, wenn so eine dicke Abdeckung nass wird, bringt sie eine Mene Gewicht auf die Waage.
Durch diesbezügliche traurige Erfahrungen anderer Hochstammbesitzer und durch die Beobachtung, daß sich in solch dicken Verpackungen mit totem Material und der darin lange anhaltenden Feuchtigkeit Kankheitserreger besonders wohl fühlen, bin ich von dieser Methode, die Hochstämme zu schüzen, abgekommen.
- Möglicherweise ist sie in kälteren Gegenden mit tieferen Temperaturen sinnvoll, hier in S-H mit Tiefstwerten von -15 bis -20 Grad
(die normalerweise auch nicht sehr lange anhalten) und langen Feuchtigkeitsperioden im Frühjahr, hat sie sich nicht gut bewährt.
Darum habe ich mir für die folgenden Winter eine andere Methode überlegt, die sich inzwischen (nach fünf Wintern) auch sehr bewährt hat und die ich nach diesem langjährigen Praxistest darum (zumindest für vergleichbare Klimagebiete) auch guten Gewissens empfehlen kann: Das Einwickeln der HST-Veredelungen mit l e b e n d i g e m Moos. Die Mooslagen werden dabei so um die Veredelungen gewickelt, daß sie von allen Seiten damit umgeben sind. Der Effekt von lebendigem Pflanzenmaterial ist, daß entstehende Feuchtigkeit auch wieder verbraucht wird. Bei starken Minustemperaturen bleibt das lebene Moos dicht genug, um einen sicheren Schutz zu gewähren und trotzdem atmungsaktiv. Gefährliche Temperaturschwankungen, besonders im Frühjahr, werden durch das lebende Pflanzenmaterial
abgedämpft. Möglicherweise kommt auch noch ein positiver Zusatzaspekt dadurch zustande, daß man Moos gewisse keimtötende Eigenschafte nachsagt. Da ich kein Chemiker oder Biologe bin, kann ich dazu nichts Genaues sagen, aufgefallen ist mir aber, daß die so geschützten Hochstämme in den darauf folgenden Vegetationsperioden bemerkenswert gesund waren.
Die Gegenprobe: Im letzten Winter bekamen drei der vorher mit Moos geschützten Hochstämme (Schneewittchen, Souv. de la Malmaison und Mme Pierre Oger) gar keinen Winterschutz, ein weiterer (Blush Noisette) nur relativ spät einen Winterschutz aus totem, organischem Material (Stroh). (Zwei andere, Schneekoppe und Stanwell Perpeual bekommen schon läner keinen Winterschutz mehr, da sie hier keinen brauchen. )
Die Ergebnisse: Schneewittchen ist erfroren (Wühlmausschäden haben sicher zur Vitalitätsminderung beigetragen, waren aber in diesem Fall nicht ursächlich, wie sich beim Ausgraben der Unterlage zeigte). Souvenir de la Malmaison und Mme Pierre Oger zeig(t)en starke Schäden, bei letzterer sind zwei von drei Veredelungstrieben ausgefroren. Blush Noisette (Veredelung mit totem Material geschützt)
zeigte mittlere Frostschäden und ungewohnt starken Pilzbefall im darauf folgenden Sommer.
Dieser, zwar unbeabsichtigte, dafür aber sehr aussagekräftige Vergleichstest hat mich davon überzeugt, in diesem Winter wieder lebendiges Moos zum Schutz der Hochstammveredelungen zu verwenden.
Keine Aussagen kann ich zur Verwendung von lebendem oder toten Moos beim Schutz von Strauch- oder Topfrosen treffen, da ich dieses Verfahren noch nicht getestet habe: Wahrscheinlich verhält es sich aber mit Kontakt zur Erde anders als ohne.
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Hallo Rapahaela,das mit dem Stroh ist sehr Aufschlussreich. Da ich das auch immer gemacht habe und nicht wußte, woher mein Problem mit Krankheiten kommen.
Ich werde gleich mal unsere Moosplantage abgrasen.Moos habe ich in rauhen Mengen. Mal sehen, ob das meinen beiden Hochstämmen (Rosarium und Ghislaine de Feligonde) bekommt.
Bei meinen Strauchrosen und den Beetrosen häufe ich immer mit einem Kompost und Rindenmulch gemisch an. Das ich dann im Frühjahr im ganzem Blumenbeet verteile.Damit habe ich gute Erfahrung gemacht.
Grüsse little
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Hallo!
Zum Thema (Pilz-)Erkrankungen durch Winterschutz habe ich auf einer Internet-Seite eines Gärtnereibetriebs aus Minnesota (USA-Härtezone 2 bis 6) gelesen, daß man dazu rät, die Rose vor dem Vergraben oder Einpacken vorbeugend mit einem Breitband-Pflanzenschutzmittel >:( zu behandeln. Kommt für mich absolut nicht in Frage, sie bekommen ein paar gute Wünsche mit, das und die Schachtelhalm-Tee-Orgien 8) des heurigen Sommers müssen reichen.
Prinzipiell stellt sich mir die Frage: wovor schützen wir unsere Rosen eigentlich im Winter: Kälte, Näße, Zugluft, Sonne?
Und: wie stark läßt sich die Winterhärte von uns selbst beeinflussen - durch Standort und Düngung?
Meine Zwergstammrose hat (wie jedes Jahr) einen alten Baumwoll-Matchsack übergestülpt bekommen, der Stamm ist in die strohigen Reste der Unterpflanzung (Steinkraut) gewickelt.
Meine Hochstammrose (neu) hat rund um die Veredelung eine dicke Schicht Stroh, zusammengehalten wird das ganze durch eine Ummantelung aus Frühbeetvlies. Auf den Stützstäben, die weit über die Krone rausreichen, steckt ein Stück Styroporplatte als Regenschutz. Nach stärkeren Regengüssen werde ich auf jeden Fall kontrollieren, ob das Stroh feucht geworden ist.
Die Blätter habe ich vor dem Einpacken bei beiden Stammrosen komplett abgezupft.
Und jetzt schaue ich jeden Abend bange auf die Anzeige der Wetterstation... ::) und mit gierigen Augen auf die Zweige unseres Weihnachtsbaumes - die perfekte Abdeckung für die Strauchrosen! :)
Liebe Grüße, Barbara
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Das Gefährlichste für die hochstämme ud alle anderen Rosen ist zuviel
Sonne zur Unzeit (im Frühling, enn´s nachts dann wieder friert).
Darum kann man durch die Pflanzung (sorry Sch...tastatur, neue...)
schon auch zu besserem Winterschutz beitragen: Plätze, die im Winter relativ schattig sind, sind weniger gefährlich als solche, wo die Sonne sehr draufknallt.
Manche Rsen (wie z.B. viele Tee- und Noisetterosen) mögen auch nicht so gerne Winternässe und Frühjahrs-Staunässe, da sind relativ wintertrockene Pläte günstiger.
Gespritzt wird bei mr auch gar nix, höchstens mal verdünnte Milch gegen Mehltau ;)
Aber Blätterabzupfen wär mir auch zu müham und u.U. können dabei auch kleine Veletzungen an den Trieben ntstehen (manche Blätter sitzen hier noch sehr fest, z.B. bei den Wincster Cathedrals), durch die dann Krankheitserreger eindringen können.
Bin aber gespannt auf eure Erfahrungen mit den unterschidlichen Methoden :)
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Hallo!
Zum gießen mit Schachtelhalm-Aufguß,habe ich eine Frage.
Eigendlich zwei.
1) Mischverhältnis Wasser,Tee
2)nur den Boden um die Rose wässern oder auch die Blätter besprühen??
Gruß little
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noblauchtee hab ich mmer eins: neun versprüht, wegen der besseren Ergiebigket.
Schachtelhalmtee hab ich noch nicht selbst hrgstellt (mangels Rohstoff), sondern immer Schachtelhalmextrakt nach Verpackungsangae verdünt und mit der Gießkanne über die anze Pflaze geschüttet: Nährstofe werden ja durcaus auch von den Blättern aufgenommen.
Wilden Beinwell (symhytum officinalis) gibt´s hier enug, darum vrwene ich hauptsächlich en für Kräuterjauchen: Der 24 Stunden in asser gejauchte Beinwell (Achtung: Keine Blüten und Samenstände verwenden: Sonst wuchert er nacher überall im Garten)
wird aus er Mülltonne enommen und die zurückbleibene (extem stinkende) Jauche eins : neun mit wasser gemscht. Diese Flüssgkeit dann mt der Geßkanne komplett über die Pflanzen geschüttet (also auch über die Blätter). - Natürlich nicht bei Sonne ;)
Schachtelhalmtee kann sicher auch über die Blätter verteilt werden.
Arbeitsparender ist ahrscheinlich Mulchen mit gesundheitsfördernden Kräutern: Hab einge Exerimente gemacht mit Beinwellblättern direkt an/unter en Pflazen (eicht in den Boden eingearbeitet): Das scheint ebnfalls gut zu funktionieren und ist zeitsparender und knochenschonender 8)
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@Raphaela: Schönes Thema. Danke für deine wie immer fundierten und genauen Erfahrungsberichte :)!
Prinzipiell stellt sich mir die Frage: wovor schützen wir unsere Rosen eigentlich im Winter: Kälte, Näße, Zugluft, Sonne?
Und: wie stark läßt sich die Winterhärte von uns selbst beeinflussen - durch Standort und Düngung?
Wie Raphaela schon gesagt hat, ist die Wintersonne frostreicher Tage und Nächte für die Rosen schwierig. Über ihre grünen Triebe verlieren sie mehr Feuchtigkeit, als sie von dem gefrorenen Boden her nachschaffen können.
Ebenso sind aber - besonders in lufttrockenen Klimaten - der Winterwind und die trockene Kälte ein Problem. Was im Sommer die Rose vor Krankheitsbefall schützen kann - nämlich ein gesunder Luftzug durch das Blattwerk - wird im Winter die Triebe austrocknen. Wenn dann der Boden gefroren ist, so ist die Rose (das gilt auch für Immergrüne und viele andere frostempfindliche Pflanzen) nicht in der Lage, diesen Feuchtigkeitsverlust wieder auszugleichen.
Häufig sind auch mehrere Faktoren für den Zusammenbruch einer Pflanze über den Winter verantwortlich.
Liebe Grüße,
Iris
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Hallo Rapaela,
danke für die Tips. Werde ich mal im Frühjahr auspropieren.
Auf den Winterschutz habe ich bis jetzt versichtet, weil bei mir (oberes S-H) die Blätter noch fast an allen Rosen dran sind
und ich an der Romanze noch Blütten habe.
Knoblauchtee ist der nur gegen Krankheiten oder auch gegen Rollblattwespe ect. gut ??.
Gruß little
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Hallo!
@Raphaela & Iris: danke für eure Erläuterungen! Zu Testzwecken sollte man vielleicht mehrere Hochstämme der gleichen Sorte am gleichen Standort mit verschiedenem Winterschutz versehen - das wäre dann tatsächlich aussagekräftig. Aber wer würde das schon machen?! ::)
@Little: Knoblauch hat vorallem eine fungizide (=pilzabtötende) Wirkung, deshalb wirkt er hervoragend gegen Mehltau u.a. Pilze.
In ausreichender Menge könnte er natürlich auch eine abwehrende Wirkung auf diverse tierische Schädlinge haben. Es gibt Leute, die darauf schwören, daß ihre Rosen weniger Blattläuse haben, seitdem sie ganze Knoblauchzehen in die Rosenbüsche hängen (erinnert mich ein biserl an transsylvanische Dracula-Abwehr-Methoden...).
Das Problem bei der Anwendung gegen Viecher wird wohl sein: du müßtest derartig oft und in großen Mengen Knoblauchtee versprühen, sodaß man dann wohl kaum noch vom Duft der Rosen sprechen könnte!
Zwiebelschalentee hilft übrigens gegen Spinnmilben und stinkt ebenfalls bestialisch...
Liebe Grüße, Barbara
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Ab einer gewissen Menge an rosen ist das alles auch ziemlich aufwendig: Knoblauch hab ic dealb einfach diekt zu de (meisten) Roen gepflant, das scheint ihnen in jeder Hinsicht gut z bekommen.
Ab und zu kürze ich die Knoblauchtriebe ein und leg sie auf´s Brot (Gärtner müssen ab und an auch mal für sich was Gesudes tun ;))
oder zum Mulchen an die Rosenwurzeln. - sonst sieht´s irgendwnn aus wie eine noblauchplantage 8)
Unterpflazung mit Kräutern (Zwiebeln, Majoran, Thymian, etc) ist sowieso immer gut, man muß nur drauf achten, daß die trockenheitstoleranten Kräuter durch den Rosdendnger nicht zu mastig werden.
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Hallo zusammen,
diejenigen, denen in den Rosen aufgehängte Knoblauchzehen ästhetisch ein Graus sind, können auch einen Knoblauchtee selbst herstellen:
Ca. 70 g Knoblauchzehen kleinhacken und mit 1 l Wasser überbrühen.
Unverdünnt bei auftretenden Pilzerkrankungen sprühen. Oder auch vorbeugend ab Frühjahr.
Schöne Grüße
Hans
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Hallo Barbara
danke für die Auskunft beim Knoblauch.
Zwiebeln pflanze ich immer im Kreis um die Rosen. Dadurch habe ich fast keine Blattläuse, um den Rest kümmern sich die Marienkäfer. :D
Bei andern beißern hatte ich mit Zwiebeln, leider keinen Erfolg.
Dafür jedoch eine menge sehr grosser Zwiebel. Zwiebelmeet auf frieschem Schwarzbrot lecker,lecker.
Gruß little
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Hallo!
Um jetzt wieder die Kurve zum eigentlichen Thema „Winterschutz für HST“ zu kriegen - gleich ein paar Fragen (bin ein neugieriger Mensch ;)):
Biegt denn irgendwer von euch seine Hochstammrosen um? ??? Scheint wohl unter den „privaten“ Gärtnern gar keine beliebte Methode zu sein!
Welche Materialien für den Winterschutz benutzt ihr? ???
Ich zähle mal auf, was ich bisher so kennengelernt habe:
Lebendes/totes Moos, trockenes Fall-Laub, Stroh, Holzwolle, Schafwollsocken, Strumpfhosen, Styroporflocken zum Ummanteln der Veredelungsstelle
Ballentuch, Sackleinen, Baumwollstoff, Vlies, Ölpapier, Plastiksäcke zum Drüberstülpen
Nadelholzzweige, Stroh-, Reet- u. Bastmatten zum Schattieren
Kennt ihr noch mehr? ???
Liebe Grüße, Barbara
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"Biegt denn irgendwer von euch seine Hochstammrosen um? Scheint wohl unter den ?privaten? Gärtnern gar keine beliebte Methode zu sein!"
Nicht nur unter den privaten Gärtnern ist das keine beliebte Methode mehr - im Rosarium Dortmund ist man auch dazu übergegangen, kaum noch umzulegen.
Dort werden die Rosenstämme mit Fichten- und Tannenzweigen eingepackt, dann mit Ballentuch umwickelt (sieht dann auf dem Rosenweg sehr interessant aus - wie vom Verpackungskünstler Christo....).
Und jedes Jahr im November beim letzten Vortrag des Rosenvereins wird empfohlen, es doch genauso zu machen (und jedes Jahr mit den gleichen Bildern... sodaß man bei der 15. Wiederholung fast schon gelangweilt wegguckt... Aber es sind ja auch immer Neulinge dabei.) Und das Ballentuch wird en gros eingekauft, in kleine Mengen geschnitten und recht preiswert an die Anwesenden verkauft.
Ich selbst hab nun keine Hochstämme, kann deshalb keine eigenen Erfahrungen beitragen, sondern nur halt darauf hinweisen, daß die Vereinsmitglieder es inzwischen wohl alle so machen und damit zufrieden sind. Nicht zu früh einpacken, wird auch immer gesagt... der Schutz dient weniger dem Frostschutz, als dem Schutz vor der Sonneneinstrahlung nach den Nachtfrösten - wie ja schon gesagt wurde.
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Hallo Barbara,
also ich biege (schweren Herzens) meinen verbliebenen einen Hochstamm 'Paul Noel'. Zusätzlich habe ich dann noch die Krone wie bei einer Beetrose angehäufelt, dass alles aber nur, weil es der erste Winter nach der Pflanzung ist.
Ansonsten hatte ich bisher mit Hochstämmen nicht viel Glück - alle nicht umgebogenen haben den sibirischen Winter vor zwei Jahren nicht überlebt und im letzten Jahr ist mir die neu angepflanzte Ersatz-'Abraham Darby' trotz der Moosmethode von Raphaela gleich wieder erfroren :'(
Ich glaube aber auch, dass es für Hochstamm geeignete (sprich: winterharte) und weniger geeignete Rosensorten gibt und dass leider eine Menge Rosenveredler das auf HST veredeln, was gerade "in" ist - die Ergebnisse siehe oben...
Und ausprobieren ist ja speziell bei HST ein teueres Vergnügen!
Viele Grüße
Stefan
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Hallo Stefan,
wenn du dein Bäumchen biegst - wie machst du es? Hast du keine Angst, dass es bricht? Ich stelle mir das Biegen nicht einfach vor.
LG Silvia
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Klar hab' ich Angst Silvia - aber ich mache es so, wie ich's gelesen habe: langsam über die Verdickung am Ansatz des Stamms biegen und anschließend mit Klammern festpflocken. Hat bisher problemlos geklappt - Mut brauchts trotzdem und ich weiß nicht wie das bei älteren Exemplaren ausschaut, die lassen sich wohl kaum mehr biegen. Aber da fehlt mir bisher noch (leider) die Erfahrung.
Viele Grüße
Stefan
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Nun habe ich auch seit einigen Jahren einen Hochstamm-Paul-Noel (natürlich 8)) und ich habe ihn NIE geschützt, nicht einmal mit einem nackigten Alibizweig!
Ist der einzige, der nie auch nur irgendeine Blessur hatte. Steht allerdings auch ziemlich schattig, der Hochstamm.
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Habt Ihr schon alle die HST-Rosen eingepackt? Mein steht noch uneingepackt in einer geschützten Ecke (noch in einem großen Topf).
Ich wollte sie erst Mitte Januar, wenn mit den stärkeren Frösten zu rechnen ist, einpacken.
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Das mit dem Umbiegen liest man ja sehr häufig. Als ich davon das erste Mal gelesen habe, hielt ich es für einen schlechten Scherz :D konnte ich mir doch nicht vorstellen, das sowas gut sein soll! Nach wie vor hätte ich aber auf keinen Fall den Mut zu sowas ::) ! Das mit dem Moos liest sich gut, ich nehme immer so Tannenreiser, die dann mehr schlecht als recht um die Veredelung befestigt werden.
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Ich benutze Vlies zum Einpacken der Rosen, bisher haben die Stämme es auch imme gut überstanden. Im letzten Winter (da hatten wir ja immer wieder fiesen eiskalten Wind) hat eas aber mein Just Joey Stämmchen dahingerafft :'(. Perle d'or sieht ewas merkwürdig aus, war aber von Anfang an eine Pleite (bestelle seit dem keine Stämmchen mehr bei Schultheis, da ich bei der Lieferung einige Merkwürdigkeiten an Hochstämmen bekam). Eine Schneewalzer, die besonders viel Wind abgekam fror auch stark zurück. Alle anderen 16 Hochstämme sind aber mit dem Vlies gut zurechtgekommen.
VLG - Beate
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Der kümmerlice Rest des Souvenir de la Malmaison-HSt
ist jetzt im Topf und steht im Schppen, bekommt dann
demnächst auch wieder ein Moospelzchen verpaßt,
Der Mme Pierre-Oger-Stamm (übrigens keine empfehlenswerte
Sorte für eine HST, wegen des Wuchs-Habtus) hat sich wieder
ganz gut berappelt, steht jetzt an einer schattigen Stelle im
Topf draußen und hat schon ein Moospolster, Blush Noisette
steht ebenfalls überWinter im Schuppen (da ist es schön schattig,
aber nicht wärmer als draußen) und bekommt erst ab Mtte Januar
Moos(zuuu sehr verpäppeln will ich sie auch nicht ;))
Stanwell Perpetual und Schneekoppe brauchen hier keinen
Schutz, trotz besonders exponierter Standorte: Wenn da ein
paar Triebe zurückfrieren würden, wär´s mir nur recht, dann
brauche ich im Frühjahr nicht soviel scheiden (sie werden zu
schwer, wenn man sie einfach drauflos wacsen läßt).
Für besonders kalte Gegenden und m i t etwas Schutz sind diese
beiden sicher beonders gut geeiget.
Der Schneewittchen-HST wird nicht ersetzt: Ich halte diese
Sorte langfristig nicht für optimal HSt-geeignet. Stefan hat recht:
Nicht jede Sorte verträgt mittel- oder langfristig das Veredeln auf HST...
Da gibt´s sicher Geeignetere als Schneewittchen.
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Hallo,
soviel zu meinen früheren Erfahrungen mit Hochstammrosen:
1. als sie noch jung und biegsam waren, habe ich sie heruntergebogen und die Krone mit Erde abgedeckt. Das ist den Rosenbäumchen prima bekommen. Dann probierte ich es einmal aus Zeitmangel mit Laub. Auch das war sehr gut. Aber nach ca. 3 Jahren traute ich mich nicht mehr den inzwischen kräftigeren Stamm umzubiegen. So wurden die Bäumchen von mir
2. mit Stroh umwickelt und einem Jutesack umwickelt, damit das Stroh bessser hält. Den Rosen bekam das zwar gut, aber ich nächsten Winter machte ich mir die Mühe nicht mehr. Denn das Stroh im Frühjahr dann aus dem Stachel- und Zweiggewirr loszuwerden, war eine zu aufwändige Sache. Ich überließ das Rosenbäumchen (Mme Boll) ihrem Schicksal. Sie hat noch viele Jahre überlebt. Zuletzt allerdings hatte sie nur noch einen Zweig bis der dann auch noch einging.
3. Ein 2. Rosenbäumchen, ein Geschenk, pflanzte ich, bzw. versteckte ich mehr, in die Zweige einer Tanne, wobei die langen Triebe dann ganz natürlich aus den grünen Zweigen herauswachsen. So bekommt der Hochstamm nur ganz kurz etwas von der Wintersonne ab. Das habe ich mehrere Jahre ohne zusätzlichen Schutz erfolgreich so gehalten. Bis auf letzten Winter. Da hatte ich noch etwas Wintervlies übrig. Damit umwickelte ich mehrmals nur die VEREDELUNGSSTELLE. Im Frühjahr 2003 waren gleich mehrere Zweige erfroren. Das ist wahrscheinlich nur ein Zufall. Aber mit dem Wintervlies habe ich gar keinen so tollen Erfolg.
Mit dem Wintervlies habe ich 2 Winter lang andere frostempfindliche niedrige Rosen eingepackt. Der Erfolg war gleich Null. Beim Auspacken sah ich nur schwarze erfrorene Zweige und ich musste bis zur Erdanhäufelung runterschneiden. Diesen Winter werde weder meinen einzigen Hochstamm noch die kleinen Rosen einpacken. Nicht mit Vlies und nicht mit Fichtenzweigen.
Soviel zu meinen Erfahrungen.
Ich schütze aber beispielsweise einige Rosen, besonders an sonigen Wänden, mit Schilfmatten. Dazu kommen dicke Stäbe ringsum in die Erde und die Matte wird dann davor aufgestellt. An jedem Stab befestige ich dann mit Draht oder Schnur durch das Schilf hindurch die Matte, um sie sturmsicher zu machen. Damit hatte ich bisher noch den besten Erfolg. Ich könnte mir vorstellen, dass man rings um einen Hochstamm auch so eine Schilfmatte aufstellen könnte. Mein Gärtner hat mir mal bestätigt, dass Schilfmatte der beste Sonnenschutz wäre.
VG Christine
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Hallo Rosenfreunde,
ich bin heute zum ersten Mal in diesem Forum und finde gleich das Thema, dass mich interessiert.
Ich habe im Herbst meine ersten Hochstammrosen gepflanzt und noch gar nicht in punkto Winterschutz unternommen - zu meiner Schande?! Bei meinen anderen Rosen unternehme ich auch nichts besonderes und habe eigentlich keine schlechten Erfahrungen damit gesammelt. Ich bin gespannt, ob sich das auch auf die Hochstämme übertragen läßt.
viele Grüße
Rita
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hallo ihr lieben,
auch ich bin mir noch nicht recht schlüssig, wie ich denn nun meine HSTs am besten schütze. letztes jahr habe ich es mit laub und einem "hut" aus tannenzweigen gemacht. das ging einigermassen. dieses jahr wollte ich mal die jutesackvariante ausprobieren. aber das mit dem moss hört sich sehr gut an, raphaela! wenn ich denn bloß welches hätte!!! da muss ich wohl mal im wald gucken. ich werde es zumindest mal versuchen. stark beansprucht ist immer meine weisse muttertag als hst, da sie mitten in einer windschneise liegt (aber nicht mehr lange glücklicherweise, da gegenüber praktischerweise ein haus gebaut wird). da werde ich mal die jutevariante probieren.
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Hallo Rita!
In milden Klimagebieten kann das gutgehen: Mein Heritage-HST z.B. hat den letzten Winter auch völlig schutzlos überstanden (in Zone 7).
Ein Risiko gibt´s dabei aber immer...
Wenn du Jute nimmst, Elli, solltest du darauf achten, daß der HST sehr stabil oberhalb der Veredelung befestigt ist, besonders in einer Windschneise, sonst kann er durch das Gewicht (z.B. nach starkem Regen) ausbrechen.
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Haalloo Rita,
schön, dass Du Dich "traust" :D. Herzlich willkommen!