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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: RosaRot am 11. April 2017, 10:13:52
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Gesucht wird eine attraktive Pflanze (Busch oder Staude) die in einem Kiefernwald gepflanzt werden kann, zur Kenntlichmachung eines bestimmten Ortes (im Mittelalter hätte man ein Steinkreuz gesetzt.)
Der Ort ist momentan relativ hell, da viel abgeholzt, ansonsten so wie Kiefernwälder sind: trocken, typischer Kiefernwaldboden, Rehe (also Wildverbiss ziemlich sicher), vermutlich auch Schweine und eventuell Menschen, die etwas zertreten oder ausbuddeln könnten usw. Gegossen werden kann vermutlich auch nicht regelmäßig.
Was käme in Frage? Eine Rose? Kartoffelrose z.B., welche? Oder etwas anderes? Ein schöner Strauch? Kann auch heimisch sein, muss aber eben etwas anders sein als die sonstige Flora dort. Es könnte auch Erde ausgetauscht oder verbessert werden.
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Quercus robur oder Tilia cordata und eine robuste Bank dazu?
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Sambucus racemosa 'Sutherland Gold'?
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@Staudo: Ich glaube, die Frage ging in Richtung "Strauch" 8)
Vielleicht ein Euonymus alatus? Ist zu jeder Jahreszeit einfach nur schön :D
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Ein vorzugsweise weiblicher Ilex sieht auch im Winter noch gut aus. Ist aber erst östlich der Weser etwas wirklich besonderes. Und der Kiefernschirm sollte künftig nicht plötzlich stark gelichtet werden.
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Amelanchier ovalis
Crataegus
Ptelea trifoliata
Cytisus scoparius
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Hm, wegen Wildverbiss - ein panaschierter Ilex sticht heraus, "markiert" also deutlich die Stelle, und wird wohl nicht gefressen
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@Staudo: Ich glaube, die Frage ging in Richtung "Strauch" 8)
Ich denke halt meist in anderen Dimensionen. :-[
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Eine vielstämmige Linde ist im Kiefernwald tatsächlich ein Platz-Halter. Irgendwann ist sie aber vermutlich nicht mehr allein.
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Interessante Vorschläge. Vielleicht muss ich noch hinzufügen, dass es hier immer sehr trocken ist. Die pflanzende Person hat weniger Pflanzenverstand als ich, deswegen hat sie mich gefragt und ich frage Euch... :), d.h., die zu pflanzende Pflanze sollte schon robust sein.
Eichen und Linden wachsen hier und werden auch zur Aufforstung verwendet, weil wir hier jetzt auch mit so einem blöden Kiefernschädling zu kämpfen haben, die Brandenburger wissen, was ich meine. Das heißt es wäre möglich, dass dann gerade dort mit Quercus robur aufgeforstet wird und der Ort nicht mehr zu unterscheiden wäre.
Eine Bank ist eine gute Idee, das werde ich vorschlagen. An Ilex dachte ich auch schon, weiß aber nicht ob der hier überhaupt wächst. Mahonien wachsen hier. Gäbe es da auch etwas panaschiertes oder besonderes, robust? Besenginster kommt auch teilweise wild vor, ob nun gerade dort, weiß ich nicht.
Holunder müssten wachsen, aber ob so mitten im Kiefernwald? Sie lieben ja doch eher besseren Boden?
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Sambucus racemosa wächst mehr in Wäldern, während S. nigra eher ein Hecken- und Waldrandbewohner ist.
Ja, sie brauchen schon ein bisschen Düngung (da kann man ja recht einfach nachhelfen) und es darf nicht zu staubtrocken sein (das könnte schon schwieriger werden).
Wie es mit Wildverbiss aussieht, die jungen Blätter sind schon sehr zart, aber Holunder ist ja auch leicht giftig, ob für Rehe und Wildschweine weiß ich allerdings nicht.
Stachlige Ilex-Blätter wären da von vorneherein wesentlich weniger attraktiv, und, eingewachsen, verträgt Ilex auch Trockenheit, soweit ich mich entsinne.
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Ilex wird auch verbissen. Einen Verbissschutz zumindest in der Anfangszeit halte ich für unumgänglich.
Eine robuste panaschierte Mahonie: Wüsste ich nicht.
Trockenresistent, winterhart und ziemlich unverwüstlich wäre Perückenstrauch (Cotinus), da gibt es gelb- und rotlaubige Sorten.
Darf es eigentlich auf keinen Fall ein Baum sein?
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Ist es ein ganz normaler Kiefernwald, für den die Bestimmungen über gebietsfremde Gehölze greifen? 8)
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Es könnte sicher auch ein Baum sein. Im Moment wird an dem Ort ein Blumentöpfchen gepflegt, d.h. die Gedanken waren sicher noch nicht bis zum Baum gediehen sondern nur bis zur Pflanzung von etwas Dauerhafterem.
Für Sambucus racemosa ist es dort sicher zu trocken, ich las eben, dass er frischen Boden mag. Das ist dort sicher nicht so.
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Ist es ein ganz normaler Kiefernwald, für den die Bestimmungen über gebietsfremde Gehölze greifen? 8)
Soweit ich weiß ist das Waldstück in Privatbesitz, d.h. mit den Besitzern könnte man vermutlich reden.
Hier und da stehen hier auch in den Wäldern gebietsfremde Pflanzen, die zu früherer Zeit mal gesetzt wurden und heute als Besonderheiten gelten.
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Ist es ein ganz normaler Kiefernwald, für den die Bestimmungen über gebietsfremde Gehölze greifen? 8)
Von dem Erfordernis einer Genehmigung sind ausgenommen
1. der Anbau von Pflanzen in der Land- und Forstwirtschaft,
...
4. das Ausbringen von Gehölzen und Saatgut außerhalb ihrer Vorkommensgebiete bis einschließlich 1. März 2020; bis zu diesem Zeitpunkt sollen in der freien Natur Gehölze und Saatgut vorzugsweise nur innerhalb ihrer Vorkommensgebiete ausgebracht werden.
§40 BNatSchGes
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Aha, das heißt es wäre möglich, jetzt da auch etwas Besonderes zu pflanzen.
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Es könnte sicher auch ein Baum sein. Im Moment wird an dem Ort ein Blumentöpfchen gepflegt, d.h. die Gedanken waren sicher noch nicht bis zum Baum gediehen sondern nur bis zur Pflanzung von etwas Dauerhafterem.
Dann würde ich mir überlegen, vielleicht eine Kiefer zu pflanzen: ;D
Und zwar eine Pinus jeffreyi: winterhart, trockenresistent, mit bis zu 25 cm langen Nadeln und bei entsprechend alten Bäumen mit richtig großen Zapfen.
Oder, wenn's ne Nummer kleiner sein soll, eine Pinus aristata, die hat sehr auffallende, mit weißen Harzflocken besetzte Nadeln, die 10 Jahre oder länger am Strauch bleiben - daher der Name "Fuchsschwanzkiefer".
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;)
Aha, das heißt es wäre möglich, jetzt da auch etwas Besonderes zu pflanzen.
Nein, das heißt es nicht. Die Formulierung bedeutet, dass gebietsheimische Pflanzen zu verwenden sind, wenn sie geeignet und verfügbar sind.
Da die Pflanze offensichtlich auch nicht dem forstwirtschaftlichen Anbau dient, ist die dafür gegebene Befreiung nicht anwendbar.
Für Maßnahmen des Naturschutzes (das ist hier nicht das Thema) und der öffentlichen Körperschaften ist die Schonfrist bis 2020 ebenfalls nicht gültig. Sie haben die Anforderung bereits seit Inkrafttreten des Punktes zu erfüllen- wissen das aber oft nicht.
Ich würde das in diesem Fall gelassen sehen. (nicht, dass ich Ilex puschen möchte, aber der hätte als Einzelpflanze immerhin kein Potenzial zum invasiven Wüstling.)
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Hm, die Pflanzung von (fremdländischen) Kiefern im Kiefernwald entspricht vielleicht nicht gerade der Vorstellung...
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Beide Kiefern unterscheiden sich sehr und auf den ersten Blick von der Waldkiefer, auch für Laien.
Und würden auf dezente Weise einen Ort in einem Kiefernwald kenntlich machen - insofern ...
Eine Pinus jeffreyi wäre darüber hinaus ein forstlicher Versuch. ;)
Noch ein paar Vorschläge eher in Richtung in Deutschland heimische Bäume:
Elsbeere (Sorbus torminalis)
Speierling (Sorbus domestica)
Burgenahorn (Acer monspessulanum)
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Eine Pinus jeffreyi wäre darüber hinaus ein forstlicher Versuch. ;)
;D, na gut.
Was wäre mit Rosa majalis 'Flore Plena' ? Es könnte ja sein, dass die Vorstellungen doch bei etwas Blühendem bleiben?
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Die stand hier als berühmte(!) Bahnwärterzimtrose am Straßenrand. Die dürfte das packen.
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Das klingt gut! :)
Prunus serrula? Wäre das auch eine Idee oder ein anderer schöner Prunus? Mit Blüte im März vielleicht?
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Eine große Strauchrose würde mir auch gefallen.
Ich würde auch einen Kontrapunkt setzen, etwas Blühendes, wenn genug Sonne vorhanden ist, der Kiefernwald sehr licht ist.
Eine Mispel?
Sie wird nicht so groß, hat eine sehr schöne Blüte und Früchte für Mensch und Tier.
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dass ilex leider verbissen wird, wurde schon gesagt, bei mir seit neuestem fast in gänze mit stumpf und stiel. ::) auch rosen werden mit begeisterung abgefressen, jedenfalls junge triebe. an prunus avium hatte ich bisher keine schäden, ebensowenig an amelanchier oder taxus. und wie wäre es mit einer larix, wenn wir schon über bäume reden? ich mag ihr jahreszeitliches wechselspiel besonders gern.
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Ist's dort warm genug für Koelreuteria paniculata?
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@zwerggarten
Larixen wird's da bestimmt auch so geben. Vogelkirschen etc. sind hier auch nichts Besonderes, die wachsen aus allen Ritzen... ;), wenn Prunus, dann ein besonderer. mit rosa Blüten oder so.
@Kasbek
Es ist dort nicht kälter als hier, also in manchen Jahren bis - 23° ;), aber für gewöhnlich nicht, kaum Schnee, ist von hier ca. 15 km weg und vielleicht ein wenig näher am Gebirge. Also eine Blasenesche könnte schon wachsen sofern sie die Trockenheit aushält.
(was hier an Bäumen und Büschen wächst wie blöde und die Kiefernwälder "zerfrisst" sind Robinien, Liguster und Flieder...)
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der platz ist wohl eine erinnerungstätte an irgendwen oder irgendwas.
eine blühende rose, wie die genannte zimtrose, würde ich da passend finden. :)
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Trockenresistent, winterhart und ziemlich unverwüstlich wäre Perückenstrauch (Cotinus), da gibt es gelb- und rotlaubige Sorten.
Unverwüstlich, bis Verticillium zuschlägt. :P
Ich schmeiße mal Fagus sylvatica 'Franken' in die Runde.
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Fagus sylvatica 'Franken' ist hübsch. :D
Ich weiß nun aber inzwischen, dass es keine Bäume und Sträucher sein sollen.
So habe Schneeheide empfohlen für den Winter und Frühjahrsaspekt, nun wird noch etwas dazu passendes für den Sommer gebraucht. Keine Rosen. Das Gießen (was ja für die Schneeheide wichtig ist, bis sie angewachsen ist) wird erledigt so oft wie nötig, aber generell sind natürlich Pflanzen gefragt die mit einem solchen Standort auch so klar kommen. Noch Sommerheide dazu ist vielleicht ein bißchen viel Heide.
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In diesem Ausmaß und passend zur Heide käme als Sommerblüher der Färber-Ginster (Genista tinctoria) in Frage, in der hier wilden, niedrigeren Form.