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Garten- und Umwelt => Pflanzengesundheit => Thema gestartet von: deop am 27. Mai 2017, 07:57:12
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Hallo,
darf ich um Eure Hilfe bitte?
Einige meiner neuen Veredelungen (alle auf Quitte A, z.T. mit Zwischenveredlung Gellert oder Vereinsdechant) zeigen folgende Symptope:
Vor 2 Wochen:
- Triebe der Unterlage werden welk und hängen runter
- Blätter werden vom rand her braun (Unterlage und Reis)
- an einem Patienten werden die Blätter des Reises nicht nur braun sondern von außen her schwarz
Die welken Triebe der Unterlage habe ich daraufhin entfernt und die Töpfchen in den Schatten gestellt. Leider - werden die Blätter immer weiter braun - jetzt werden z.T. auch die Blätter der Veredelungen welk. Auch das Schwarz des kleinen Blattes frißt sich immer weiter bis zum Blattstengel vor.
Ich habe schon nach Einstichlöchern der Birnentriebwespe gesucht - nichts entdeckt. Bei einer Apfelveredelung gab es das selbe Problem - ein Trieb aus einem Auges des Reises wurde welk und hing herunter - alle anderen waren OK. Diesen welken Trieb habe ich entfernt - bis dato wachsen alle anderen Triebe aus den Edelaugen unproblematisch weiter.
Bitte lasst mich wissen wenn ihr weitere Photos braucht!
Vielen Dank!
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die Blätter des Reises
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die Blätter und Triebe der Unterlage QA werden welk
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die Blätter rollen sich auch etwas
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das immer weiter schwarz werdende Blatt des einen Reises
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das immer weiter schwarz werdende Blatt des einen Reises aus anderer Perspektive
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die schwarzen Blätter sind ganz klein - und wachsen seit mindestens 2 Wochen nicht
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weiterer Photos der Unterlage
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weitere Photos der Unterlage
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??? Mir kommt da Feuerbrand in den Sinn. Aber warte noch die Expertenmeinungen ab. Ich hoffe für dich dass es das nicht ist.
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Danke Most, ich hatte auch diese Befürchtung - aber ich hoffe noch auf andere Ursachen!
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An Feuerbrand glaube ich nicht.
Standen die Pflanzen draußen und haben möglicherweise Spätfrostschäden an Knospen und Trieben erlitten? Wenn das Kambium zwischen Rinde und Holz geschädigt wurde, gibt es Wachstumsstockungen.
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Danke Bristlecone,
Die Pflanzen standen seit März immer draußen - erst im Schatten und nach Austrieb in der Sonne. Während der Spätfrostperiode im April waren die Pflanzen für ein paar Tage in der frostfreien Garage.
Bzgl. Wachstumsstockungen: vor 2 bis 3 Woche habe ich alle Pflanzen gedüngt (insgesamt 20 Handveredlungen in Töpfen), alle ein paar Körner Blaukorn - eventuell alles mein Fehler und eine Überdüngung die sich nur bei den 4 Töpfen zeigt?
Hatte ich auch immer hin und herüberlegt - aber das sich weiter in das kleine Blatte fressende Schwarz s sieht wirklich nicht nach Überdüngungschaden aus???
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Feuerbrand war auch mein erster Gedanke. War aber bevor ich die Bilder gesehen habe. Feuerbrand sieht anders aus. Hatte ich hier an einer Nashi. Die war dann aber auch ganz schnell aus dem Garten verschwunden
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Haben die Töpfe in der prallen Sonne gestanden bevor das losging ?
Wurde bereits "kräftig" gedüngt ?
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Habe optisch dasselbe hier auch erlebt, bei nem Birnbaum im Balkonkübel, immerhin etwa 5 cm Stammdurchmesser. Ich gehe bei mir stark von einer Überdüngung bzw. daraus entstandener Wurzelverbrennung aus, bei der sich zusätzlich der viele und starke Sonnenschein Anfang diesen Jahres (vor der erneuten Kälte) ausgewirkt hat. Bin ich sicher auch selbst dran Schuld, da ich, wegen im Jahr zuvor erlebtem Schädlingsbefall, die obersten 2 - 3 cm des Bodens ausgetauscht habe, um evt. drin überwintert habende Schädlinge zu "erwischen". Und (leider) den Dünger drauf gestreut habe und dann erst wieder mit Erde aufgefüllt habe.
Möglicherweise kam es danach auch noch zu einem durchnässten Boden, da die übrig gebliebenen Wurzeln mein anfänglich weiterhin normales Gießen des Kübels nicht verbrauchen konnten.
Er hats, so wie es aussieht, überlebt und wird dennoch Früchte tragen, aber es ist nurnoch nen Viertel der ursprünglichen Krone übriggeblieben... :-(
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An Danielv8: aus eigenem Gefühl und nach Reaktion der anderen Bäume hatte ich nicht zuviel gedüngt - das können die kleinen Bäumchen natürlich ganz anders sehen, keinesfalls möchte ich dies ausschließen!
Ja, bevor das losging standen die Töpfe einen der Sonne - mehrerer Tage - nach einem warmen Tag ging's los und nach ersten Symptomen habe ich die Töpfe am Abend in den Schatten gestellt. Dort stehen Sie ohne Sonne nun schon 2 Wochen
Falls es nun zu einer Überdüngung kam - mit evtl. Wurzelverbrennung - kann ich nun noch etwas tun? evtl. die Veredlung bis auf 1 Auge runterschneiden und beten und hoffen das die Bäumchen noch mal austreiben? Die Triebe der Unterlage ganz entfernen auch wenn kein Blatt übrig bleibt?
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Genau das habe ich auch schon geschafft. :P
Mann glaubt ja gar nicht , wie heiß schwarze Töpfe werden können.
Die Pflanzen werden regelrecht gegart.
Bei hohen Temperaturen ziehen die so viel Wasser und Salze in die Blätter.
Bei mir stehen sie entweder im Schatten oder werden mit Topf vorübergehend im Garten eingebuddelt.
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Schatten.
Mit Regenwasser "durchspülen".
Schnibbeln würde ich sein lassen.
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Danke Euch,
habe alle durchgespült, trotz der gegenwärtigen Hitze sehen die meisten Patienten einigermaßen OK aus. Nur eine wird es wahrscheinlich nicht schaffen. Ja, wieder mal eine Lehre für das nächste mal!
LG, deop