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Garten- und Umwelt => Naturpark => Thema gestartet von: Schneckenfreundin am 11. Juni 2017, 18:11:37

Titel: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 11. Juni 2017, 18:11:37
In diesem Faden möchte ich über die Entwicklung eines Gebiets berichten, das als "Johanneshof" bezeichnet wird und wo die Stadt eine Wohnbebauung mit Einfamilien- und Reihenhäusern plant. Derzeit befindet sich dort eine Brachfläche, die durch den Schäfer als Weideland genutzt wird. Zum großen Teil handelt es sich um eine Trockenrasenfläche mit entsprechender Flora und Fauna.

Mit heutigem Datum haben engagierte Bürger eine Bürgerinitiative (künftig als BI bezeichnet) gegründet. Ziel ist, die geplante Erweiterung des Siedlungsgebietes  - die nicht hundertprozentig zu verhindern sein wird - zu begleiten, Einfluss zu nehmen auf das "Wie" der künftigen Nutzung, eine nachhaltige Nutzung anzustreben und schützenswerte Naturräume zu erhalten.

Details zum Planungsvorhaben können hier nachgelesen werden. Das Material wurde auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht.

Hier findet sich der aktuelle, rechtsgültige Flächennutzungsplan.

Im Flächennutzungsplan ist nicht die gesamte Fläche des Planungsareals als Wohnbaufläche festgeschrieben. Die Stadt strebt eine entsprechende partielle Veränderung des FNP an. Die BI wird ihre Möglichkeiten nutzen, dagegen vorzugehen.

Eure Gedanken, Tipps und Informationen sind hier gern willkommen.

Derzeit sieht es auf dem Areal so aus:
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Waldmeisterin am 11. Juni 2017, 21:51:37
ich drück euch die Daumen, dass ihr diesen schönen Flecken Erde erhalten könnt (auch wenn ich leider wenig Hoffnung habe, bisher wurde am Ende doch fast alles zugebaut  :'()
Aber könntest du deine Fragen (und die Antworten) in den verschiedenen anderen Threads hier rein kopieren? Mir ist vollkommen klar, dass die Reichweite in den Fachthreads deutlich höher ist als hier, aber es wäre toll, hier als Zusammenfassung nachlesen zu können, was du so alles gefunden hast.
Rein botanisch betrachtet ist das ja schon deutlich mehr, als man auf einer 0815-Brache erwarten würde  :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 11. Juni 2017, 22:20:46
Der besondere und schlechte Witz ist, dass das Landschaftsschutzgebiet "Strausberger und Blumenthaler Wald- und Seengebiet" fast die ganze Strausberger Innenstadt und angrenzende Wohngebiete einzuschließen scheint, dass es aber exakt an der östlichen Freiraumgrenze des Stadtgebietes endet.

Jasione montana, Armeria maritima und Potentilla argentea weisen mindestens darauf hin, dass Sandtrockenrasen dort sein könnten. Das wären geschützte Biotope, für deren Beseitigung nicht einfach "nur" ein kommunaler Beschluss, sondern eine naturschutzbehördliche Genehmigung oder Befreiung notwendig wären. Genaueres muss die Biotopkartierung zum Vorhaben zeigen, auf deren Qualität zu achten ist.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 11. Juni 2017, 22:23:31
Ja, ich wollte sowieso noch eine Zusammenfassung bringen. Schließlich konnte ich ja tatsächlich auch ein paar Sachen selbst besttimmen.

Lerchenzorn, deswegen ist ja die weitere Bebauung auch nur in Richtung Osten möglich - wenn überhaupt.

Wie oben schon angedeutet, sind wir nicht gegen Stadtentwicklung - aber gegen unbegrenztes Wachstum an der Peripherie, wenn es noch genügend zentrumsnahe unbebaute Flächen gibt.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 11. Juni 2017, 22:29:26
Ich finde das auch einen ziemlichen Schlag in die Landschaft, der vorzeichnet, dass anschließend das Wuchern nach Norden und Süden an die bestehenden Wohngebiete heran beginnt.

Ich vermute, dass dort ein ehemaliges militärisches Übungsgebiet oder Kasernen waren? Dann hätte der Ausschluss aus dem LSG nichts mit fehlender Schutzwürdigkeit zu tun, sondern wäre aus den damaligen, politischen Gründen zu erklären. Das LSG ist 1965 ausgewiesen worden. Da war es meist unvorstellbar, sowjetische oder NVA-Militärflächen in LSG einzubeziehen.
Andererseits ist es nicht unmöglich, Flächen in LSG zu bebauen, wenn eine geringere Beeinträchtigung der Landschaft nachzuweisen ist als im gegebenen Fall. Das näher zu untersuchen, würde ich hier einfordern. Man könnte ja das hier anstehende Gebiet ersatzweise an das LSG anschließen. (Ist aber ein hoher Verfahrensaufwand.)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Waldmeisterin am 11. Juni 2017, 22:42:29
da bin ich gespannt, Erhama!
Ich kenne die Gegebenheiten vor Ort ja nicht, kann das mit den innerstädtischen Bauflächen also nicht beurteilen. Allerdings kenne ich genug Beispiele von Gemeinden mit verfallenden Ortskernen, die dennoch ungehemmt Neubaugebiete ausweisen. Offensichtlich sehen die Gemeinden Bedarf an "homogenen Wohnumfeldern": In einem Naubaugebiet versammeln sich ähnliche Altersstruktur (junge Familien), ähnliche finanzielle Möglichkeiten, ähnliche soziale Schichten. Ob die Leute dann da bauen, weil sie das ähnlich sehen oder nur, weil es woanders nicht geht, weiß ich freilich nicht.
Und aus meinem Heimatkaff im Landschaftsschutzgebiet kenne ich auch die Argumentation der Ortschafts-/Gemeinde-/Stadträte: wir haben so viel Natur rund ums Dorf, da sind diese paar 1000qm nun wahrlich kein Verlust. Dass sich in diesen Räten auffallend viele Bauunternehmer und Bauern mit Acker- bzw. Bauerwartungsland tummeln, hat damit natürlich rein gar nichts zu tun  :P
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lonicera 66 am 11. Juni 2017, 22:52:43
Interessant wäre noch dazu, wie sich die Versiegelung des Bodens durch bebaute Flächen auf den Grundwasserspiegel auswirkt.
Dazu müßte es dann einen Kommentar der Behörde (Obere- untere Naturschutzbehörde? ) geben.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 13. Juni 2017, 16:02:40
Die Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel sind wirklich sehr interessant. Unser See verliert seit einigen Jahren sehr viel Wasser - hier kann man dazu nachlesen, ansonsten einfach mal Straussee bei Google eingeben. Das geplante Wohnbaugebiet liegt auf einer Erhebung, und jetzt ist dort wie gesagt Trockenrasen. Zur Versiegelung durch Gebäude, Hofflächen und Verkehrswege kommt dann die Entnahme größerer Mengen Leitungswasser, weil die meisten Häusle- und Gartenbesitzer eben keinen Trocken- sondern Grünrasen wollen. Wieviel wasser braucht man dazu, so pro qm gerechnet? In der brandenburgischen Steppe?
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Staudo am 13. Juni 2017, 16:45:57
Trinkwasser hat Brandenburg genug und die meisten Wasserverbände freuen sich über einen Mehrverbrauch. Es hapert am flächendeckenden Regen und so trocknen derzeit überall die Seen und Teiche zurück. Proteste á la Stuttgart 21 „Wir gründen jetzt eine Bürgerinitiative und suchen den Juchtenkäfer“ halte ich für vergeudete Energie. Wichtiger fände ich Öffentlichkeit (was ja z.B. hier passiert) und Gespräche mit den Abgeordneten. Holt Euch die Tageszeitung und die Wochenblätter heran, nehmt Kontakt mit dem rbb auf.  ;)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Krokosmian am 13. Juni 2017, 17:22:54
Das mit dem Juchtenkäfer war nur einer der Aspekte des Protestes, muss aber immer wieder zum Vereinfachen herhalten. Egal, dieses sogenannte Bahnprojekt wird eben nun durchgezogen und ist eigentlich ein gutes Stichwort.

Vergesst nicht, dass es für fast Alles nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter gibt. Manchmal, wenns drauf ankommt, mehr als man denkt. Auf diese gilt es einzugehen. 
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 13. Juni 2017, 22:19:42
Unsere Bürgerinitiative wird keine Antiinitiative sein, die gegen alles ist, sondern möchte sich für eine behutsame und nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen. Die Bebauung einer Trockenrasenfläche mit hundert Einfamilienhäusern halten wir eben nicht für nachhaltig.

Im Zuge des Planungsverfahrens wird natürlich geprüft, welche Arten dort vorkommen. Es sollten aber auch Zweifel erlaubt sein, ob die Firma, die das macht, wirklich objektiv an die Sache ran geht.

rbb ist eine gute Idee.
Noch steht ja alles in den Startlöchern.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 13. Juni 2017, 22:42:02
Trinkwasser hat Brandenburg genug ...

Auf Dauer würde ich da nicht drauf wetten: Grundwasserversalzung in Brandenburg (oder auch hier).
Strausberg gehört zwar nicht zu den besonders gefährdeten Gebieten, ist aber auch nicht völlig sicher.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: zwerggarten am 13. Juni 2017, 23:29:17
super, dann macht man halt eine saline auf und vertickt die original straußberger salzblüte exklusiv auf berliner biomärkten. :-X
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Juni 2017, 21:21:44
Das geht schon deswegen nicht weil Strausberg mit s geschrieben wird.



 ;D

Ab dem 18.6. wird jetzt jeden Sonntag ein geführter Spaziergang über das Gelände stattfinden. Zwei Mitglieder der BI werden soweit möglich  dabei Fragen interessierter Spaziergänger beantworten.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Rieke am 14. Juni 2017, 22:10:18
Ihr werdet nicht darum herum kommen, Euch mit Planungsrecht zu beschäftigen, leider eine sehr kompliziertes Thema.

Ein paar Informationen zur Bauleitplanung und zur Bürgerbeteiligung:

Wegweiser zur Bauleitplanung vom BUND Berlin. Ein Teil davon ist zwar Berlin-spezifisch, aber der generelle Ablauf ist in allen Bundesländern der gleiche, und das BauGB (Baugesetzbuch) ist Bundesrecht.

Klagebefugnis ist auch noch so ein Begriff, den man kennen sollte. Klagebefugt sind nämlich nur Personen, die in ihren Rechten verletzt werden. Stellvertretend für Flora und Fauna sind anerkannte Naturschutzverbände klagebefugt. Wenn es eine Orts- oder Kreisgruppe vom Nabu, BUND usw. gibt, nehmt rechtzeitig Kontakt auf. Mit etwas Glück findet ihr da jemanden, der sich mit Planungsverfahren auskennt.
Liste der vom Land Brandenburg anerkannten Umwelt- und Naturschutzvereinigungen
Die Klage ist natürlich erst nach Aufstellung des B-Plans oder der Änderung des FNPs möglich, aber die Möglichkeit sollte man von Anfang an im Hinterkopf haben. Ich weiß nicht, wie lang die Fristen nach der Aufstellung des B-Plans für die Einreichung einer Klage sind, aber besonders lang sind sie nicht.

Das Umweltinformationsgesetz verpflichtet Behörden, Umweltinformationen heraus zu geben. Ich glaube, da gibt es noch eine andere Rechtsgrundlage für. Jedenfalls sollte man versuchen, von den lokalen Behörden Gutachten über die Deponie, vorhanden ökologische Studien usw. zu bekommen. Da ist die Zusammenarbeit mit einem Umweltverband möglicherweise auch hilfreich, die kennen die Ansprechpartner.

Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Juni 2017, 22:51:45
Rieke ich danke Dir, das sind sehr wertvolle Informationen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 16. Juli 2017, 18:27:59
Unsere sonntäglichen Naturwanderungen auf dem Johanneshof werden inzwischen von den Leuten angenommen. Auch zwei der Stadtverordneten sind am 09.07. mitgewandert und haben sich unsere Argumente angehört.
Heute habt sich die BI zu einer zweitan Arbeitssitzung getroffen. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Schon im November soll die Stadtverordnetenversammlung über die Entbehrlichkeit der entsprechenden Flurstücke abstimmen. Wenn dieser Beschluss durchgeht, wäre der Weg für einen Verkauf an einen Investor frei.

Wir haben mehrere Aktionen geplant: Infostände, weitere Mobilisierung "von unten", Gespräche mit Stadtverordneten.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 16. Juli 2017, 18:36:37
Heute habe ich wieder einige Bilder machen können. Der Johanneshof ist zur Zeit ein einziges Blütenmeer. Die Sandgrasnelken und Bergsandglöckchen stehen in voller Blüte und ziehen zahlreiche Insekten an.







Dianthus seguieri



Kleiner Feuerfalter



Wer ist das?



Wer kennt dieses auffällige Insekt?




Hier noch einmal der wirklich auffällig gestreifte Hinterleib.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: zwerggarten am 16. Juli 2017, 20:26:04
wenn es die borstige dolchwespe ist, glückwunsch! :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Zwiebeltom am 16. Juli 2017, 20:37:38
Den Käfer halte ich für einen Schmalbock der Gattung Anastrangalia.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 16. Juli 2017, 20:48:20
Das ist die Borstige Dolchwespe, kein Zweifel! Danke!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 08. August 2017, 19:49:26
Am letzten Sonnabend hatten wir in der Stadt einen Infostand aufgebaut, haben Flyer verteilt und Unterschriften gesammelt. Die Resonanz war überwiegend gut.

Auch die Presse war da, ebenso am Sonntag zur Naturwanderung.

Unser Gutachten ist in Arbeit.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: andreasNB am 08. August 2017, 20:41:46
Ein gut geschriebener Artikel !

Ich hoffe ihr habt Erfolg.
Die Art&Weise der Bebauung ist weder nachhaltig noch zukunftsweisend und der Ort wirklich unpassend.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 23. August 2017, 20:10:23
Es gibt Neuigkeiten: unser Gegengutachten ist auf einem sehr guten Weg.

Weiß jemand, was ein FFH-Lebensraum ist?
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Paw paw am 23. August 2017, 20:28:31
Da hilft Dir bestimmt Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie weiter.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 23. August 2017, 20:38:04
Danke  :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 23. August 2017, 22:27:20
Die rechtliche Wirkung eines nach FFH-Richtlinie geschützten Lebensraumes ist umstritten. Meistens triffst Du auf die Meinung, dass nur wirksam geschützt ist, was sich auch in einem ausgewiesenen FFH-Gebiet befindet. (Das ist im Johanneshof nicht der Fall.) Wichtiger ist, ob geschützte Biotope nach § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes vorhanden sind. (Sandtrockenrasen zum Beispiel)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 26. August 2017, 18:38:02
Sandtrockenrasen dürfte auf jeden Fall vorhanden sein. Bin wirklich auf das Gutachten gespannt. Heute haben wir wieder einen Gang übers Gelände gemacht. Die spätsommerlichen Impressionen möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Wer gräbt solche Löcher? Der Gang hat ca 1 cm im Durchmesser, führt schräg in die Erde, und es zeigt sich kein Bewohner, wenn man Sandkörnchen hinein rieseln lässt.



Diese Pflanze muss ich noch bestimmen.







Wespenspinnen habe ich vier Stück insgesamt gesehen.







Coenonympha pamphilus, das Kleine Wiesenvögelchen



Kennt jemand dieses Insekt? Chica?







Ein Prachtexemplar.



Die Blüten des Ackerstiefmütterchens leuchten aus dem Grün.



Wer spinnt solche Kokons?



Nun schon ein alter Bekannter: Hauhechelbläuling.


Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 26. August 2017, 18:51:53
Im Bild 2 hast Du einen blass geratenen Blutweiderich.

Auf der Nickenden Distel sitzt irgendeine Schwebfliege. Da kann jemand anderes sicher näheres sagen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 26. August 2017, 18:53:06
Der große Kokon ist sicher von einer Spinne. Genauer lässt es sich aus dem Bild allein nicht erkennen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 26. August 2017, 18:58:24
Und den hier konnte ich in meinem Buch auch nicht finden.




Du meinst, das ist Blutweiderich? Auf Trockenrasen?
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 26. August 2017, 19:06:54
Blutweiderich habe ich anders in Erinnerung. Die Pflanzen waren nur ca max. 35 cm hoch. Hier nochmal ein Bild. Mich erinnerte es von weitem an Heidekraut, aber das ist es natürlich nicht.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 26. August 2017, 19:29:14
Nein, das ist kein Blutweiderich, sondern Zahntrost (Odontites vulgaris). In #27 hatte ich mich geirrt - war am Smartphone.  :-[
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 26. August 2017, 20:48:01
Danke  :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Quendula am 27. August 2017, 09:57:36
Die Schwebi auf Bild 7 könnte Helophilus pendulus sein.

PS: Möglicherweise auch H. trivittatus.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 07. September 2017, 09:36:36
Hier wird weiter diskutiert.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 08. Oktober 2017, 18:11:46
Inzwischen ist es Herbst geworden auf dem Johanneshof.

Für uns als Bürgerinitiative ist es zumindest ein warmer, wenn nicht heißer Herbst. Wir sind viel unterwegs mit Infostand, Flyer verteilen, Unterschriften sammeln. Wir werden wahrgenommen, von den Menschen hier und von der Presse, und diese Woche wird der blaue Robur zu uns kommen.

Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Quendula am 08. Oktober 2017, 18:50:37
Wir werden wahrgenommen, von den Menschen hier und von der Presse, ...

Hoffentlich auch von den Entscheidungsträgern nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen  :). Ich drücke euch weiterhin die Daumen und wünsche ganz viel Kraft und Sympathisanten.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 08. Oktober 2017, 18:54:23
Ihr habt gut gearbeitet. Wenn der RBB vorfährt, ist das schon eine Menge Aufmerksamkeit.
Bleibt dran. Weiterhin viel Glück und Erfolg!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 08. Oktober 2017, 19:29:16
Wir werden wahrgenommen, von den Menschen hier und von der Presse, ...

Hoffentlich auch von den Entscheidungsträgern nicht nur wahr-, sondern auch ernstgenommen  :). Ich drücke euch weiterhin die Daumen und wünsche ganz viel Kraft und Sympathisanten.

Das mit dem Ernstnehmen ist so eine Sache. Es gibt Verantwortliche, die uns (noch) als grüne Spinner abtun bzw. als Hundebesitzer, die besorgt sind, dass ihre Hunde nicht mehr ins Grüne sch... können. Dabei habe ich z.B. gar keinen Hund...

Wir setzen dagegen auf sachliche Gespräche.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Oktober 2017, 20:19:08
Das Fernsehen war da.
Leider ist es nur ein kurzer Beitrag geworden, die Diskussion und die Dreharbeiten dauerten zwei Stunden.
Wir denken, wir konnten unser Anliegen gut deutlich machen.

Der Fahrer des blauen Robur brachte es ganz zum Schluss auf den Punkt: "Das wird noch ein Kampf werden..."
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lerchenzorn am 14. Oktober 2017, 20:46:18
Ein Sechs-Minuten-Beitrag in den Landesnachrichten ist erstaunlich lang. Ich finde, Ihr habt Eure Anliegen sehr gut deutlich gemacht. Ihr wart richtig gut. Glückwunsch!

Das ist keine Gewähr, dass die Stadtverordnetenversammlung in Eurem Sinne entscheidet, aber ein Achtungszeichen, das niemand mehr übersehen wird.
Ich drücke Euch weiter die Daumen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Natternkopf am 14. Oktober 2017, 20:50:03
@Straussberg

Danke Erhama für den Ausflug auf dem See und in der Kleingartenanlage mit euch zusammen.
Da kann ich mich noch klar erinnern? inkl. der feinen Eierlikörtorte.  ;D

So von der Schweiz aus gesehen ein informativer, guter TV Beitrag.

Nur eines fehlte:
;) Beim Griechen  ;)


Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Oktober 2017, 21:04:50
Danke, ihr Beiden

@Natternkopf:  ;)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 30. Dezember 2017, 11:25:04
In den letzten Wochen sind wir nicht untätig gewesen. Regelmäßig haben wir Infostände aufgebaut, haben die Einwohnerfragestunde in der SVV genutzt, ein Gespräch mit der Bürgermeiserin hat statt gefunden.

Für den 27.5.2018 kann ich heute schon ein Highlight ankündigen: Wer schon immer mal den "Extrembotaniker" Jürgen Feder erleben wollte, hat an diesem Tag um 17.30 Uhr Gelegenheit dazu. Er wird mit uns über den Johanneshof spazieren und sicher jede Menge zu den Pflanzen dort erklären.

 :D :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Anubias am 30. Dezember 2017, 11:30:05
Das ist ja eine Superidee ! Da bekommt ihr viel Aufmerksamkeit für euer Anliegen  :D

Ich käme ja furchtbar gern mit gucken, aber es ist doch etwas arg weit weg.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Hausgeist am 30. Dezember 2017, 11:54:41
Also mich schreckt der eher ab.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Anubias am 30. Dezember 2017, 11:58:16
Ich finde ihn spannend - wenn auch arg durchgeknallt. Aber ich würde ihn schon gern einmal live erleben.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 30. Dezember 2017, 12:06:58
Mir ist schon klar, dass das eine Showveranstaltung ist - es geht darum, Leute zu interessieren, die auch nur mal gucken wollen und das Areal dann (hoffentlich) schön finden.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Dornroeschen am 30. Dezember 2017, 12:18:22
Der hat die Gabe aus einem Mauerblümchen etwas ganz Besonderes zu machen...viel Erfolg.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Weidenkatz am 30. Dezember 2017, 13:33:18
Gute Idee und sicher öffentlichkeitswirksam! :) Ich drücke Euch die Daumen - Eure Initiative kommt kreativ und kompetent rüber...
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: polluxverde am 30. Dezember 2017, 15:44:32
Auch aus Bremen ( der Heimat von J. Feder ) weiter viel langen Atem und Durchhaltevermögen im Kampf gegen die Bau- und
Versiegelungsfanatiker ! Wir kämpfen hier seit Jahren den gleichen Kampf gegen sog Bau- und Infrastrukturprojekte, siehe auch
auf unserer Homepage der BI Grünes St. Magnus.

Man wird ja im Widerstand gegen ( Wohnbau-) Projekte von der anderen Seite ( Verwaltung/ Investoren/ geneigte bis umgefallene
Politiker ) immer gern als egoistisch, sozialfeindlich, fortschrittsfern  etc abgestempelt, nur weil man im direkten Umfeld das noch
vorhandene (öffentliche ) Grün schützt. Dabei wird auch immer das Totschlagargument, daß man ja den vielen wohnungssuchenden Mitbürgern, insbesondere  den sozial Schwachen, ein Dach über den Kopf verweigern würde, hervorgeholt,
dabei liegen die Probleme für die ( von der Bauwirtschaft kolportierte ?!) Wohnungsnot ganz woanders ( Wegfall der Mietpreis-
bindung, Gentrifizierung, versteckter Leerstand, fehlender Wille zur Bestandssanierung ).

Das gegenseitige Ausspielen von  Wohnungsnot gegen Anliegen des Natur - und Umweltschutzes ( dh  hier Schutz der unversiegelten Landschaft und Erhalt  der Naturräume) ist ein von interessierter Seite eine wirksame Waffe zur Stimmung-
mache gegen BIs und Naturschutzanliegen.

Jedenfalls ist ein Engagement gegen solche Projekte wie am Johanneshof für diejenigen, die Umwelt- und Klimaschutz ernst
nehmen, selbstverstaendlich, und es eben nicht nur eigennützig ( nach dem Motto "Not in my backyard")

Und im übrigen finde ich den Enthusiasmus für auch die unscheinbarste Pflanze , wie er von Jürgen Feder vermittelt wird,
inspirierend und ansteckend -- mit einem Buch von ihm in der  Hand  wird jeder Spaziergang zum Abenteuer und Schatzsuche !
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 30. Dezember 2017, 18:58:26
Gegen Wohnungsbau für die sozial Schwachen hätte hier niemand was - das würde nämlich nicht "JWD" stattfinden - weit abgelegen von ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten etc.

Eine Einfamilienhaussiedlung (Grundstücksgröße geplant von 600 - 1000 qm) bei Bodenpreisen von ca 150 € / qm ist aber ganz sicher nicht für Harz-4-Empfänger geplant. Das Argument zieht hier also nicht.

Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: zwerggarten am 30. Dezember 2017, 20:44:22
super, der termin ist vorgemerkt! :)

allerdings haben wir genau an dem tag vielleicht offene gärten in der kleingartenanlage, also mal sehen...
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 07. Januar 2018, 15:38:29
Ich finde ihn spannend - wenn auch arg durchgeknallt.

Natürlich sind wir Purlis auch alle total abgeklärt und so...

Der Termin mit Jürgen Feder hat sich um einen Tag nach vorn verschoben:
26.05.2018, um 17.30 Uhr, Rehfelder Straße in Strausberg - Treffpunkt ist gegenüber dem Eingang zur Gartensparte "Am Annafließ".
Wenn man bei G...le maps "Johanneshof" eingibt, wird es richtig angezeigt (auch wenn die gezeigte Straße nicht existiert...)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Januar 2018, 16:39:59
Allmählich wird es spannend.

Diese Woche beginnen die Ausschusssitzungen der Stadtverordnetenversammlung, und unter der Diskussionsvorlage "Nachhaltige Siedlungsentwicklung" wird es um den Johanneshof gehen - und um einen Vorschlag einer Fraktion, über die weiteren Planungen ein fünfjähriges Moratorium zu verhängen.

Drückt uns die Daumen!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Rieke am 14. Januar 2018, 17:52:29
Moratorium klingt ja schon mal gut.

Wann soll man denn Daumen drücken?
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 14. Januar 2018, 18:25:43
Durch diese Gremien muss der Vorschlag:
16.1.18 - Bauausschuss
17.1.18 - Finanzausschuss
22.1.18 - Hauptausschuss
26.1.18 - Stadtverordnetenversammlung
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 16. Januar 2018, 20:42:48
Update:

Der Bauausschuss hat - wenn auch mit knapper Mehrheit - dem fünfjährigen Moratorium

ZUGESTIMMT
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Waldmeisterin am 16. Januar 2018, 20:49:39
ha, erste Hürde genommen, gratuliere!
Das hätte ich ja nicht gedacht, angesichts der fast schon pathologischen Bauwut momentan.
Finanzausschuss dürfte schwierig werden, so ein riesiges Neubaugebiet spült ja auch Geld ins Stadtsäckel  :-\
Ich drücke weiterhin die Daumen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: thuja thujon am 16. Januar 2018, 21:47:11
Glückwunsch.

Hatten am Wochenende hier mit der BI eine Infoveranstaltung, für die Anwohner und weitere Interessierte.
Ganz wichtig, Leute mit ins Boot holen bzw informieren, aufklären und nie locker lassen.
Auch zum hundertsten male die immer gleiche und sinnlose Diskussion ruhig und freundlich führen.
Niemals auf Lorbeeren ausruhen. Ziele im Auge behalten, seien sie auch noch so unwahrscheinlich.

In 5 Jahren kann sich viel ändern, damalig anvisierte Baufirmen gehen Pleite, der Bedarf ändert sich, neue, attraktivere Gebiete tun sich auf, Mehrheiten in der Politik ändern sich usw.

Wenn du Lust hast schau mal auf den Globus bei mir links neben den Beiträgen oder auch hier:
https://www.facebook.com/Trassenwald-419566778123699/?hc_ref=ARQssPMGw3rEjBBWxph9dMjhuXqSCCDNJ_2_Xe27SOlJ9Wu0GxK-z8eYklUXoZlfX48&fref=nf
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: oile am 16. Januar 2018, 21:59:52
Glückwunsch für die Überwindung der ersten Hürde.
Entscheidend dürfte der Hauptausschss sein. *drückt Daumen *
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 17. Januar 2018, 18:00:01
Entscheidend wird die Stadtverordnetenversammlung sein.

In 30 Minuten beginnt der Finanzausschuss zu tagen. GG wird dabei sein, ich brauch mal dringend einen Abend zu Hause.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 17. Januar 2018, 20:40:16
Update:

Der Finanzausschuss hat dem fünfjährigen Moratorium mit deutlicher Mehrheit

ZUGESTIMMT

 :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Waldmeisterin am 17. Januar 2018, 21:26:13
 :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Rieke am 17. Januar 2018, 23:38:02
Klasse  :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: MarkusG am 18. Januar 2018, 06:55:18
Herzlichen Glückwunsch! Da hat sich Euer Engagement aber gelohnt!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 20. Januar 2018, 17:37:47
Nun steht es auch in der Zeitung.

 :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 23. Januar 2018, 17:40:43
Gestern fand nun die Sitzung des Hauptausschusses statt, unter Leitung und Mitabstimmung von Frau Bürgermeisterin.

Der Hauptausschuss stimmte mit 5/5 Stimmen

UNENTSCHIEDEN.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: lonicera 66 am 23. Januar 2018, 17:45:13
 :D
Bravo!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Natternkopf am 23. Januar 2018, 18:29:34
Was bedeutet dies nun?

UNENTSCHIEDEN.

- Gut so
- Doof so
- Nochmals
 ???
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 23. Januar 2018, 18:40:58
Laut der Interpretation der Frau Bürgermeisterin gilt die Vorlage damit als abgelehnt. Was aber nicht schlimm ist, denn entscheidend wird die Sitzung und Abstimmung der Stadtverordnetenversammlung am 8.2.18.

Das von unserer Bürgerinitiative in Auftrag gegebene Gutachten wird bald fertig sein und etwas völlig anderes aussagen als das Gutachten des Planungsbüros.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Natternkopf am 23. Januar 2018, 20:12:56
Danke Erhama für die Antwort

Erinnere mich gerade an die feine Eierlikör Torte.    :)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 23. Januar 2018, 20:50:32
Die muss ja wirklich lecker gewesen sein.
 ;)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 24. Januar 2018, 17:46:39
Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass Frau Bürgermeisterin ihre Felle wegschwimmen sieht.

Am 25.2.2018 sind BüMei-Wahlen.  ;)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 09. Februar 2018, 18:18:31
Gestern war nun die lang erwartete Stadtverordnetenversammlung.
Schon im Vorfeld hatte die CDU-Fraktion als Einreicherin der Vorlage zur nachhaltigen Stadtentwicklung die Moratoriumsdauer gemaß dem Vorschlag der Bürgermeisterin auf zwei Jahre verkürzt.

Nach einer heftig und emotional geführten Debatte (so schreibt eine Mitstreiterin, ich selbst konnte nicht an der Sitzung teilnehmen) stimmten die Abgeordneten mit 13 : 11 Stimmen bei zwei Enthaltungen

FÜR EIN 2-JÄHRIGES MORATORIUM,

die Planungen betreffend.
 :D :D :D :D :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: zwerggarten am 09. Februar 2018, 18:30:43
einige zeit gewonnen, aber leider noch keine sichere bank. dennoch: :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: häwimädel am 09. Februar 2018, 18:38:36
schön, daß Ihr Erfolg hattet.  :D Jetzt kommt das Schwerste: Dranbleiben!
Ich wünsch Euch viel Kraft und weiterhin engagierte Mitstreiter!
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 11. April 2018, 21:40:05
Frühjahrsputz nicht nur auf dem Johanneshof - aber der Müllberg auf dem oberen Bild stammt aus der Umgebung.

 :-\  :D
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Staudo am 12. April 2018, 07:30:31
Sehr schön.  ;)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 21. Mai 2018, 19:16:34
Nun sind es nur noch wenige Tage, bis Jürgen Feder mit uns über den Johanneshof wandert und sicherlich manches zur dortigen Vegetation zu erzählen hat.

Wer teilnehmen möchte, kommt am 26.5.2018 um 17.30 Uhr zum Johanneshof in Strausberg. Google maps weiß, wo das ist.  :D

Wer mehr Zeit hat, ist zuvor hierzu herzlich eingeladen.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 27. Mai 2018, 17:00:25
Gestern war nun der lang erwartete Gast bei uns.

Jürgen Feder kam, schaute sich einmal kurz um, bekam innerhalb von zwei Minuten noch die nötigen Hintergrundinformationen und legte dann los.
"Das ist toll hier! Gleich hier vorne eine Wiesenflockenblume, da muss ich bei uns erst mal fünfzig Kilometer fahren, um eine zu sehen. Und hier - Silberfingerkraut! In solchen Massen - eine typische Trockenrasenpflanze!"
Zu jeder Pflanze gab er dann noch einige Informationen zu Erkennungsmerkmalen, Herkunft, eventueller Giftigkeit oder Essbarkeit - und weiter mit Riesenschritten, bis er wieder etwas Interessantes gefunden hatte. Das alles gewürzt mit viel Humor und auch deftigen Bemerkungen.
"Die Insektenvielfalt hier im Osten - da gibt es noch die Feldgrille! In Bremen ausgestorben seit fünfzig Jahren - und hier komm ich her, geh einmal in den Wald sch....., und was hör ich? Die Feldgrille!"
Hinter allem spürte man aber sein ernsthaftes Anliegen, Wissen zu vermitteln und Natur zu schützen.

Es war ein wunderbarer Ausflug, lehrreich und vergnüglich und trotzdem sehr ernsthaft, so habe ich es jedenfalls empfunden.
Unsere Bürgerinitiative bekommt von ihm noch eine Aufstellung aller Pflanzenarten, die er uns gestern vorgestellt hat.
Und er würde gern noch einmal wiederkommen auf den Johanneshof.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 29. Mai 2018, 17:19:31
Hier findet ihr eine kleine Zusammenstellung von Fotos.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 01. Juni 2018, 15:26:27
 :D
Nun steht es auch in der Zeitung.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: zwerggarten am 01. Juni 2018, 15:52:25
ein guter artikel! :)
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Quendula am 01. Juni 2018, 16:02:27
Ja, sehr schön  :D.
Titel: Re: Johanneshof - vom Naturraum zum Wohngebiet?
Beitrag von: Schneckenfreundin am 12. Juni 2018, 20:38:42
Es geht weiter:

Unsere Bürgerinitiative hat jetzt einen prominenten Schirmherrn. Jürgen Feder hat sich nach dem ersten Rundgang, einem Grillabend und einem zweiten Spaziergang mit nur zwei unserer aktiven Mitmacher gern dazu bereit erklärt.

Am 06.07.2018 um 16.30 Uhr kommt er wieder zu uns. Wer also Zeit und Lust hat, ist eingeladen!

Und was soll man nun hiervon halten?
Plötzlich ist die Fläche, die die Stadt nach wie vor bebauen will, ein geschütztes Biotop, das nicht einmal betreten werden darf?  ???
Kann jemand eine Rechtsgrundlage dafür benennen?