garten-pur

Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: toto am 30. Juli 2017, 14:15:13

Titel: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 14:15:13
Seit sehr vielen Jahren sind unsere Einfahrt + Parkplatz + einiges mehr (Hühnergarten, schmale Wege) mit Feldsteinen gepflastert.
Allerdings: ich muss jedes bzw. jedes 2. Jahr mindestens die Steine bzw. die Fugen auskratzen. Meinetwegen könnte es sogar zuwachsen, je grüner, je schöner. Das allerdings funktioniert nicht - denn dann hält sich das Wasser in den Fugen und es vermoost völlig.
Natürlich gibt es allerlei Zeug gegen Moos, Unkraut usw. - das "aber": es geht nicht nur um den Bewuchs, sondern hauptsächlich um die Erde, die sich in den Fugen sammelt und ein Abfließen des Wassers verhindert.

Anbei Fotos, die ich jeweils mit Bewuchs und freigekratzt nach einem Extremregen heute (wiedermal) zur gleichen Zeit machte . Man sieht deutlich: freigekratzt ist sehr schnell trocken - Bewuchs bleibt nass.

Besonders im Herbst/Winter kann das sogar gefährlich sein, weil glitschig.

Meine Frage an alle, die Erfahrungen mit elektrischen Gartengeräten haben: gibt es irgendein Gerät, das es mir ersparen könnte, auf den Knien über die Steine zu kriechen, um sie freizulegen? Es betrifft auch die Erde zwischen den Steinen, also nicht nur Moos und Grünzeug. Das Wasser muss abfließen können.
Hat irgendjemand möglicherweise ein ähnliches Problem? Wie handhabt Ihr das?

(http://up.picr.de/29938620ak.jpg)

(http://up.picr.de/29938623ok.jpg)

(http://up.picr.de/29938624iw.jpg)

hier nochmal nebeneinander deutlich zu sehen - es ist übrigens unabhängig von Sonne/Schatten, auch dort, wo die Sonne den ganzen Tag ist, wächst Gras bzw. sammelt sich Erde, woher auch immer:
(http://up.picr.de/29938621ph.jpg)


Vielleicht als Zusatz: die stein sind im Kiesbett verlegt (40 cm, dadrunter Lehm), letztlich für die Ewigkeit, liegen gut und fest und wenn trocken oder freigekratzt eingentlich perfekt.


Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Sternrenette am 30. Juli 2017, 14:18:22
Kein Elektrogerät, aber wirksam: wir hatten das gleiche Problem beim Betonpflaster auf der Nordseite unter dem Nußbaum. Dann war vom Pflastern der feine Sand fürs Ausfugen übrig. Ich hab ihn mit der Schaufel schwungvoll über die Fläche verteilt, und wir haben das Pflaster gründlich damit gekehrt.

Seitdem ist es wesentlich besser.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 14:22:11
Hatte ich auch schon dran gedacht: freikratzen und mit Kies auffüllen ???
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Sternrenette am 30. Juli 2017, 14:49:00
In meinem Fall wars gewaschener Flußsand.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: nana am 30. Juli 2017, 15:05:49
Bei Sand wäre ich vorsichtig, ob die Steine nachher noch fest sitzen.

Wir haben in der Garagenauffahrt Natursteinpflaster mit sehr breiten Fugen (1cm plus / minus). Damit die fest sitzen, hat der GaLa-Bauer beim Einbau mit einer Mischung aus Sand und Split (ich schätze um die 5mm) gefugt. Der grobkörnige Anteil gibt den Steinen den Halt. Die mischen sich das aber selbst zusammen, zu kaufen scheint es das so nicht zu geben.

Bewuchs hat es aber trotzdem reichlich. Zumindest da, wo die Rasenbewässerung hinreicht und für gute Lebendbedingungen sorgt.  ;)

Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Staudo am 30. Juli 2017, 15:14:01
Es gibt chlorathaltige Steinplattenreiniger. Die beseitigen auch den Bewuchs.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 16:05:09
Die Steine sitzen bombenfest sozusagen. Zum einen sind es sehr große Feld-Steine (30x30 cm)/schwer... zum anderen liegen sie seit 1992 und werden täglich mit dem Auto befahren, da rührt sich nichts. Da gibt es also keine Probleme. Die Fugen sind breiter als 1 cm - z.T. 3-4 cm. Daher sammelt sich darin die Erde im Laufe der Zeit.

Entferner für Moos, Gras usw. ist mir durchaus bekannt. Das nützt aber nix, wenns sofort wieder nachwächst (alle 4 Wochen... und sogar im Winter), weil die Fugen zu breit und voll mit Erde - statt Sand - sind.
Woher die Erde kommt - alles mögliche, vom Rasen angeschwemmt ... wenn Moos wächst, hält es jeden Staub fest... und plötzlich ist es Erde (innerhalb 1-2 Jahren). Es wachsen auch Algen, eigenlich alles, in den Fugen auch Helleborus.

Daher habe ich ja die Arbeit mit dem frei kratzen. Witzig ist das nicht. Ich dachte manchmal gibt es ein Gerät dafür, irgendwas kärcherartiges oder so... es kann ruhig "härterer Natur" sein, kaputt geht da nix - höchstens ich, wenn ich das bis zur Kiste machen muß 8)
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: AndreasR am 30. Juli 2017, 16:11:32
Mit einem Hochdruckreiniger sollte man die Erde schon herausbekommen, gibt halt nur eine Riesensauerei. Wenn man dann so ein Sand-Splitt-Gemisch einfüllt, könnte man die Fugen vielleicht dauerhaft von allzu üppigem Bewuchs freihalten.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 16:16:07
Was heißt Sauerei? Fliegt der Fugeninhalkt weit ???

Hier nochmal die Größe. Diese Steine bewegt niemand im Guten weg, auch sacken sie nicht, da passiert gar nix mit. LKW-tauglich zudem die Auffahrt+Parkplatz.
Außerdem - fällt mir grad ein - sind die Dinger hochkant gelegt. Heißt: nur die kleinste Fläche ist sichtbar. Sind ineinander verkeilt.

Die eine Spur war heute meine schweißtreibende Nachmittagsbeschäftigung... grrr...

Welcher Hochdruckreiniger ???

(http://up.picr.de/29940420tn.jpg)

(http://up.picr.de/29940421ka.jpg)
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Sternrenette am 30. Juli 2017, 16:25:46
Das sieht toll aus :D

Das Überkehren mit Sand hat hier gleichzeitig das Moos entfernt.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: AndreasR am 30. Juli 2017, 16:38:48
Ich habe einen Kärcher mit "Dreckfräse", kein besonders luxuriöses Modell, aber es funktioniert. Je nachdem, wie geschickt man sich anstellt, kann man die beim Kärchern entstehende Sauerei vielleicht in Grenzen halten, denn mit dieser "Dreckfräse" fliegt der Fugeninhalt teils meterweit. Einfacher als Deine "Sträflingsarbeit" ist es allemal, aber man sollte das vielleicht nicht gerade im Sommer machen, wo man die halbe Wiese überfluten würde, denn auf Deinem Foto sieht das wirklich idyllisch aus. :)
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 16:39:21
Nehme ich da eher feineren oder gröberen Sand? Ich meine, ich (und Hunde und Katzen) möchte ja nicht unbedingt den Sand dann mit ins Haus schleppen. Der soll dann schon in den Fugen liegen bleiben.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: AndreasR am 30. Juli 2017, 16:42:28
Wie nana schon sagte, für breite Fugen solltest Du am besten eine Mischung aus Sand und feinem Splitt nehmen, denn reiner Sand braucht ziemlich lange, bis er sich richtig setzt, und wird schnell wieder aus den Fugen herausgetragen, so dass sich dort wieder Staub und Co. sammelt.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 16:45:12
Ich habe einen Kärcher mit "Dreckfräse"

Was sind da die Etwakosten? Läuft das Ding mit mit Strom oder Benzin (letzteres fände ich nicht so toll, weils stinkt...)
Ich habe absolut keine Ahnung, was ich da kaufen soll.
Ist das wie ein Staubsauger? Oder fliegt es rundherum?
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Mathilda1 am 30. Juli 2017, 16:48:48
der weg liegt halt tiefer wie die wiese(schaut nach rinne aus), da läuft dann alles zusammen. hab das gleiche problem im ehemaligen gemüsegarten(wo sich die steine gesetzt haben, bzw in den beeten wegen bodenverbesserung mehr erdvolumen ist), den weg spülts dann bei regen mit erde voll, das gras wächst dazwischen dann hervorragend, sodaß man den weg kaum noch sieht. dort werde ich deswegen die steine rausnehmen und höher legen.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: AndreasR am 30. Juli 2017, 16:57:36
Meiner ist ein "Kärcher K2 Home", kostet so um die 100 bis 120 EUR. Läuft mit Strom, man schließt ihn mit einem normalen Gartenschlauch an den Wasserhahn an. Und nein, ist kein Staubsauger, sondern da spritzt das Wasser mit hohem Druck (nomen est omen) aus einer Düse heraus und reißt alles, was nicht bombenfest ist, einfach mit. Rechne also damit, dass die Fugen in Deinem Weg dann wirklich leer sind, und der Inhalt sich längs des Wegs im Gras verteilt und eine mittlere Überschwemmung verursacht. ;) Es geht aber halt locker zehnmal so schnell wie mit der Hand und kostet praktisch keine Mühe. Mathilda hat allerdings recht, wenn sich in den Fahrspuren das Wasser sammeln kann und Erde von der Wiese eingetragen wird, bleibt einem eine gelegentliche Reinigung vermutlich nicht erspart...
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 17:04:56
Da hast Du völlig recht - das betrifft aber nur die Auffahrtspuren. Ansonsten ist der Parkplatz z.B. und unterm Carport das Gelände höher bzw. zur Auffahrt hin abfallend. Und dort sammelt sich die gleiche Erde/Dreck/Unkraut - obgleich pralle Sonne ganzen Tag.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Amur am 30. Juli 2017, 17:10:08
Wenn du eh das Problem hast dass die Fugen zuschwemmen, dann lass den Sand weg und nimm nur Splitt. Die körnung etwas kleiner als die schmalsten Fugen sind, muß die Körnung sein. So dass der halt auch wirklich überall reinkommt bis runter. Sonst setzen sich auch deine großen Steine u. U. mal.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Bufo am 30. Juli 2017, 17:22:57
Hat irgendjemand möglicherweise ein ähnliches Problem? Wie handhabt Ihr das?

Ich spüle 1x jährlich mit einem scharfen Wasserstrahl die Steine ab. Das setzt allerdings voraus, dass das Wasser irgendwo abfließen kann. Der Schlammberg, der am Ende liegen bleibt, ist dann leichter wegzuschaufeln.

Das setzt allerdings auch ausreichend Wasser im Brunnen voraus.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 17:50:40
Hat irgendjemand möglicherweise ein ähnliches Problem? Wie handhabt Ihr das?

Ich spüle 1x jährlich mit einem scharfen Wasserstrahl die Steine ab. Das setzt allerdings voraus, dass das Wasser irgendwo abfließen kann. Der Schlammberg, der am Ende liegen bleibt, ist dann leichter wegzuschaufeln.

Das setzt allerdings auch ausreichend Wasser im Brunnen voraus.

Ja, das mache ich auch. Vielleicht ist es sogar die beste Methode, wenn man es einfach regelmäßig macht. Brunnen ist hier nicht, dafür Regenwasserteich... nur dann müsste ich dort eine Pumpe mit etwas mehr Druck stationieren (wollte GG schon immer wg. Rasensprenger... ich war immer die Bremse :-X) - der Schlammhaufen geht einfach zu entsorgen, alle Wege hier gehen "bergab"
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: thogoer am 30. Juli 2017, 17:55:01
Vieleicht mit einem Hochdruckreiniger im flachen Winkel?, dann mit feinen Split und event. danach Sand ?
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Bufo am 30. Juli 2017, 17:59:29
Das nachfüllen der Fugen ist hier nicht notwendig, das geschieht von alleine.

Ich fände es auch blöd erst zu splitten und dann beim nächsten Spülen den Splitt wieder auf der Schaufel zu haben. Dann lieber die Schwemme aus dem eigenen Gartenboden. Die ist leicht wieder in den Garten zurück getragen.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 18:05:38
Das nachfüllen der Fugen ist hier nicht notwendig, das geschieht von alleine.

Fände ich auch besser, denn selbst wenn ich Sand verfülle, kommt ja der "Normaldreck" s.o. noch dazu. Mit Splitt wäre es dann garnicht mehr sauber zu halten, der verteilt sich nämlich auch auf dem Rasen im Anschluß - durch Hunde/Katzenpfoten und Schuhsohlen... und fliegt mir dann beim mähen um die Ohren.

Ich denke, extrem scharfer Wasserstrahl...und Schlamm am Ende entsorgen auf dem Kompost, sozusagen "Rückführung", das wärs wohl.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 18:11:13
Sonst setzen sich auch deine großen Steine u. U. mal.

Das setzt sich nix, hat sich seit 92 nicht gesetzt.
Und: ich habe hier Kopfsteinpflaster von vor 50 Jahren freigelegt, war wohl mal von einem Schuppen der Eingang und mit 30 cm Erdschicht über die Jahre bedeckt (ich wollte was pflanzen und entdeckte es ;) ) - das ist immer noch "wie neu".
 
Split wird nicht funktionieren, weil manche Steine dermaßen dicht verkeilt sind, dass da nicht ein Körnchen zwischen passt. Ich glaube, auch im Winter beim Schneeschieben macht sich Split nicht so gut.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Bufo am 30. Juli 2017, 18:42:10
Ich habe mein Kopfsteinpflastern auch erst später entdeckt und handhabe die Spülung seitdem einigermaßen regelmäßig. Ich verwende dazu einen ganz normalen Gartenschlauch (lege nur meinen Zeigefinger vorne drauf) und eine "normale" Wasserpumpe. Sobald sich ein Schlammwulst bildet helfe ich mit einem Straßenbesen etwas nach.

So ein warmes Wetter wie heute macht das große Matschen zur willkommenen Abkühlung.  ;)
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 18:43:23
So ein warmes Wetter wie heute macht das große Matschen zur willkommenen Abkühlung.  ;)

Stimmt, für die Tiere auch ;)
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Bufo am 30. Juli 2017, 18:56:45
Da fällt mir noch ein:

Wenn ich mal ganz, ganz fleißig bin, dann steche ich mit dem Rasenkantenstecher noch eine Regenrinne am Wegesrand. Bevor nun der Weg wieder zugeschlammt wird füllt sich erst die Rinne mit Sand/Erde.
Das bringt je nach Gefälle und Regenmenge sogar mal ein Jahr ohne Spülung.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 30. Juli 2017, 19:49:27
Da fällt mir noch ein:

Wenn ich mal ganz, ganz fleißig bin, dann steche ich mit dem Rasenkantenstecher noch eine Regenrinne am Wegesrand.

Das mache ich ja auch, wenn ich kratze - neben den Steinen eine Rinne. Ich kratze auch nicht - ich "hebe aus" mit nem Spachtel. Das waren mit (gestern + vorgestern) Parkplatz 6 Karren Sand-Erde-Gemisch mit Unkraut dazwischen... und Regenwürmern. Das bekam der Kompost im Hühnergarten (unter Tannen frei zugänglich für Hühner und ihre Kratzarbeit) - insofern hatten die auch gut davon.

Aber ich muss eben sagen - mit den Jahren geht es auf die Knie, zumindest auf eins... und ob ich das mit 80 noch machen kann/will... bleibt fraglich. Einen Wasserschlauch kann ich mit 80 sicher noch halten ;D davon gehe ich mal aus. Eine Nachbarin goß mit Kanne noch mit 90 ihre Blümchen und ihr Gemüse - das ist das Ziel!
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Hero49 am 30. Juli 2017, 23:22:59
Nachdem Du jetzt sauber gemacht hast, kannst Du feinen Split auf dem Weg verteilen und in die Fugen kehren. Sand würde ich weglassen.
Mein Granitpflaster wurde auch mit feinem Split ausgefugt. Natürlich wächst immer wieder etwas in den Fugen, doch das ist händelbar.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Natternkopf am 31. Juli 2017, 12:57:56
Salü Toto

So vom "Schiff aus gesehen" gäbe es für mich folgende Handlungsweisen.
- Sein lassen und mit dem Leben.
- Fahrstreifen als höchsten Punkt herstellen und Flanken seitlich abfallend.
a) Pflaster raus und höher einlegen.  :-X
b) Rasen absenken  :)

Müsste ich was machen käme b) zum Zuge.
x) Grasnarbe abnehmen, Erde abtragen, Grasnarbe wieder darauf legen.
y) Grasnarbe abnehmen, frisch ansäen.

Da wäre mir y) lieber.

Für den aktuellen Unterhalt hast du ja schon mit Tipps erhalten.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 31. Juli 2017, 13:12:02
©Natternkopf:  ;) ganz so einfach ist das nicht. Grasnarbe bei Fahrstreifen abnehmen heißt: es kommt der blanke gelbe Lehm zum Vorschein.
Ich bin ja im Grunde froh, dass dort überhaupt Gras wächst. Es gibt Zeiten im Sommer (in diesem nun nicht, weil Regen im Übermaß), wo die Grasstreifen komplett vertrocknet wären, würde ich sie nicht sprengen. Man sieht es auch am Spurrand, dass dort kein Gras wächst, weil dort das Wasser z.T. abfließt, weil die Steine nur etwas höher sind als der Rand.
Dazu kommt, dass unter den Fahrstreifen eine Drainage liegt.

Man muss bei alledem bedenken, dass ohne Pflasterung dieser Hof definitiv nicht begehbar wäre. Es ist nicht nur "ein bischen Lehm" - es ist kompletter Lehmboden mit nur 10-15 cm Mutterboden drauf.
Daher eben auch die dicken, riesigen Feldsteine zur Pflasterung, die man im Normalfall nicht unbedingt verwenden würde - alle anderen kleineren Steine, seien sie noch so gut verlegt, wären schon längst abgesackt usw.

In dieser Gegend (und alle Häuser im Umkreis) haben die Häuser noch Feldsteinfundamente seit etwa 120 Jahren, so alt sind die Häuser hier alle. Ich denke mal, die "Vorfahren" wussten, warum sie das so machten. Es gibt Schichtenwasser. (wiki)

Die Spuren für die Auffahrt dienen demzufolge dem Wasserablauf, daher sind sie auch tiefer. Wären sie höher, hätte ich links und rechts im Winter Flüsschen, im Sommer blank, da der Lehm kein Wasser (oder nur langsam) aufnimmt.

Momentan ist die Situation die (und das war hier in meiner Zeit noch nie so, vielleicht manchmal im Winter), dass mitten auf den Rasenflächen Wasser steht - das Gras ist also im Wasser und kaum begehbar. Es drückt sich aus dem Boden heraus und es ist Schichtenwasser, kein Grundwasser.

Ich denke, die Idee, es mit nem scharfen Wasserstrahl freizuspülen - mit Abfluß und Schlammentsorgung - ist die Beste.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Natternkopf am 31. Juli 2017, 13:34:12
Salü Toto

Ja bei dieser Bodensituation ist es wohl das optimalste.

©Natternkopf:  ;) ganz so einfach ist das nicht. Sieht ganz danach aus.

Ich denke, die Idee, es mit nem scharfen Wasserstrahl freizuspülen - mit Abfluß und Schlammentsorgung - ist die Beste.

Wie Staudo schon erwähnte.
Zwischendurch mit Javel (verdünnt) besprühen.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: Gartenplaner am 31. Juli 2017, 16:38:58
Vielleicht noch ein Gedanke mit auf den Weg:
es gibt polymeren Fugensand-Trockenmischungen, das wird wie normaler Fugensand eingefegt in möglichst tief geleerte Fugen und dann mit feinem Wasserniesel befeuchtet, woraufhin der Fugensand "abbindet" und eine feste, wasserdurchlässige und elastische Schicht von 1cm Tiefe (laut Hersteller) bekommt.
Dansand Top Lock funktioniert so, es gibt aber andere Anbieter, hier bei Romex könntest du auch mal nachfragen.
Fragen ist sinnvoll, ich weiß nicht, bis zu welcher Fugenbreite welches System noch funktioniert.

Man muss nur aufpassen, diese polymeren Fugensand- Trockenmischungen nicht mit "unkrauthemmendem Fugensand" zu verwechseln, der mit hohem, alkalischem PH Unkrautkeimung verhindern soll.
Titel: Re: Kopfsteinpflaster-Katzenköpfe
Beitrag von: toto am 31. Juli 2017, 16:43:03
Vielleicht noch ein Gedanke mit auf den Weg:
....

Danke dir.
Ich habe mit solchen Sachen eher schlechtere Erfahrungen. Das wäre grundsätzlich gesehen eine zusätzliche Verdichtung.
Fände ich nicht passend.