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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: Ruby am 11. August 2017, 21:19:57
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Es ist nun an der Zeit dass ich den letzten Teil des Gartens urbar mache. Unser Grundstück grenzt an einen Bach wo einige Schwarzerlen wild wachsen. Der Sturm vor zwei Wochen hat einige Erlen entwurzelt und es sind Lücken entstanden. Dieser Teil sollte den Garten quasi einen Rahmen geben und im Sommer sollte es halbwegs blickdicht sein.
Der Streifen ist in etwa 30m lang und ca. 6m breit. Eine Lücke habe ich für einen durchaus hohen Baum, der darf im Alter durchaus die Höhe der Schwarzerlen erreichen. Davor hätte ich gerne einige kleine bis mittlere Bäume gepflanzt bzw. durchaus mittlere/hohe Sträucher, die aufgeastet werden können.
Ich habe die letzten Tage schon gesucht aber irgendwie komme ich nicht weiter. Es darf durchaus auch etwas Farbiges sein, Purpurea/Aurea. Schön wäre natürlich eine schöne Herbstfärbung, gelb oder rot damit sich diese von den Erlen etwas abheben.
In die engere Wahl sind bereits Ptelea trifoliata 'Aura', Staphylea colchica, Halesia carolina, Syringa x prestioniae 'Royalty' und event. Salix hookeriana gekommen. Sind die in 7a/6b ausreichend winterhart? Es herrscht beim Bach natürlich ein eigenes Kleinklima, Photinia hat es dort nicht überlebt. Teilweise bläst der Wind auch dort richtig durch. Heptacodium miconioides gedeiht unmittelbar ein paar Meter weiter vorne prächtig.
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Die Winterhärte dürfte gegeben sein.
Was mich etwas verwundert: Die von dir genannten Gehölze wachsen eher auf etwas trockeneren Böden (vielleicht mit Ausnahme der Halesia), während Schwarzerlen am Naturstandort es ja feucht bis nass haben.
Prächtige Herbstfärbung in feuchteren Böden, da fiele mir spontan Nyssa sylvatica ein. Die erreicht allerdings als älterer Baum mindestens die Dimension der Schwarzerlen.
Wie wäre es mit Acer circinatum, dem Winblattahorn: frosthart, liebt feuchtere Böden, verträgt Halbschatten, prächtige rote Herbstfärbung.
Oder Acer pensylvanicum, einer der Schlangenhautahorne: verträgt ebenfalls Halbschatten, Herbstfärbung leuchtend gelb, interessante Rinde.
Oder einer der anderen Schlangenhautahorne: Acer x conspicuum 'Phoenix', Acer davidii 'Serpentine'?
Exotisch: Asimina triloba, die Pawpaw oder "Indianerbanane". Auf reife Früchte wirst du vermutlich verzichten müssen, aber der kleine Baum ist auch so sehr schön, hat interessante schokoladenbraune Blüten und das Laub wird im Herbst leuchtend buttergelb.
Auch exotisch: Sassafras albidum. Ganz ungewöhnliches Laub, intensive Herbstfärbung. Wächst nicht ganz einfach an, braucht in der Jugend etwas Schutz, kommt aber in der Heimat Nordamerika bis rauf in die Neuenglandstaaten vor, wo's mindestens so kalt wird wie hier.
An Sträuchern fiele mir spontan ein:
Wie wäre es mit Calycanthus x raulstoni 'Hartlage Wine' - große rötlich braune Blüten, sehr ausgefallen, Herbstfärbung der Blätter leuchtend gelb.
Schöne gelbe Herbstfärbung haben auch Lindera benzoin, L. angustifolia und L. obtusiloba, dazu duftet das Laub beim Zerreiben aromatisch. Die "Fiebersträucher" sind aber nicht ganz einfach zu bekommen, die erst und die zuletzt genannte Art bekommt man am ehesten (Eggert, Esveld).
Was Einheimisches: Viburnum opulus, hier einer der schönsten Herbstfärber, zuverlässig intensiv rot, über zwei Wochen, rote Früchte, weiße Blüten, die Insekten anziehen. Liebt feuchtere Lagen, gern im Unterholz von feuchteren Waldstandorten.
Nicht heimisch, aber in Blüte und Wuchs schöner: Viburnum sargentii 'Onondaga'.
Cephalanthus occidentalis, der Knopfbusch, blüht im Hochsommer, gern von Insekten besucht. Liebt ebenfalls etwas (luft)feuchtere Lagen, kann sogar nass stehen.
Genügt das fürs Erste?
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Nyssa sylvatica und Cephalanthus occidentalis würden mir auch einfallen. dazu jedoch auch Taxodium dystichum, wenn du vor Koniferen nicht zurückschreckst. Dazu vielleicht Clethra alnifolia und eine Eicheblatthortensie im Unterwuchs (der "Strauchschicht").Viburnümmer sowieso, wenn der Boden nicht zu kalkhaltig ist.
Der Misserfolg mit Photinia beruht vermutlich auf auf dem zu feuchten Standort. Das mögen sie gerade eben gar nicht.
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Denke auch an die vielen buntrindigen Salix-Arten und Cornus-Arten. Im Winter kombiniert ein tolles Bild.
Acer rubrum ( mit versch. Auslesen ) färbt auch prächtig, ebenso Quercus coccinea.
Du bist ja wahrscheinlich eher Laubfan. Nur mal so zum Färben an feuchtem Standort: Metasequoia + Taxodium.Wobei die Färbung von Individuum zu Individuum völlig verschieden ist und die Metas leider sehr früh ihr Laub verlieren. Man sollte also ( ähnlich wie auch bei Parrotia ),will man gut färbende Exemplare, im Herbstlaub kaufen.
VG Wolfgang
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Ich glaube, dass Photinia in der Gegend, wo Ruby laut ihrem Profil wohnt (nahe Linz. Österreich), dem Winter nicht standhält. Jedenfalls nicht die immergrünen Glanzmispeln.
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Parrotia persica oder auch P. subaequalis wären auch noch wunderbar als Herbstfärber.
Hamamelis auch, wobei man den Sorten von H. x intermedia sogar Auswahl hat, ob die Herbstfärbung eher gelblich sein soll ('Palida' z. B.) oder eher orange oder rötlich.
Sehr schön in der Herbstfärbung ist auch H. vernalis 'Sandra'.
Und dann wäre da noch Hamamelis virginiana, sattgelb im Herbst, Blüte ebenfalls gelb und zur selben Zeit, daher nicht so auffallend, es sei denn, man "jagt" nach der Sorte 'Mohonk Red'. ;)
Taxodium und Metasequoia sind natürlich toll, aber vielleicht auf die Dauer schon zu groß. Ebenso Quercus coccinea.
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Die Winterhärte dürfte gegeben sein.
Was mich etwas verwundert: Die von dir genannten Gehölze wachsen eher auf etwas trockeneren Böden (vielleicht mit Ausnahme der Halesia), während Schwarzerlen am Naturstandort es ja feucht bis nass haben.
Prächtige Herbstfärbung in feuchteren Böden, da fiele mir spontan Nyssa sylvatica ein. Die erreicht allerdings als älterer Baum mindestens die Dimension der Schwarzerlen.
Wie wäre es mit Acer circinatum, dem Winblattahorn: frosthart, liebt feuchtere Böden, verträgt Halbschatten, prächtige rote Herbstfärbung.
Oder Acer pensylvanicum, einer der Schlangenhautahorne: verträgt ebenfalls Halbschatten, Herbstfärbung leuchtend gelb, interessante Rinde.
Oder einer der anderen Schlangenhautahorne: Acer x conspicuum 'Phoenix', Acer davidii 'Serpentine'?
Exotisch: Asimina triloba, die Pawpaw oder "Indianerbanane". Auf reife Früchte wirst du vermutlich verzichten müssen, aber der kleine Baum ist auch so sehr schön, hat interessante schokoladenbraune Blüten und das Laub wird im Herbst leuchtend buttergelb.
Auch exotisch: Sassafras albidum. Ganz ungewöhnliches Laub, intensive Herbstfärbung. Wächst nicht ganz einfach an, braucht in der Jugend etwas Schutz, kommt aber in der Heimat Nordamerika bis rauf in die Neuenglandstaaten vor, wo's mindestens so kalt wird wie hier.
An Sträuchern fiele mir spontan ein:
Wie wäre es mit Calycanthus x raulstoni 'Hartlage Wine' - große rötlich braune Blüten, sehr ausgefallen, Herbstfärbung der Blätter leuchtend gelb.
Schöne gelbe Herbstfärbung haben auch Lindera benzoin, L. angustifolia und L. obtusiloba, dazu duftet das Laub beim Zerreiben aromatisch. Die "Fiebersträucher" sind aber nicht ganz einfach zu bekommen, die erst und die zuletzt genannte Art bekommt man am ehesten (Eggert, Esveld).
Was Einheimisches: Viburnum opulus, hier einer der schönsten Herbstfärber, zuverlässig intensiv rot, über zwei Wochen, rote Früchte, weiße Blüten, die Insekten anziehen. Liebt feuchtere Lagen, gern im Unterholz von feuchteren Waldstandorten.
Nicht heimisch, aber in Blüte und Wuchs schöner: Viburnum sargentii 'Onondaga'.
Cephalanthus occidentalis, der Knopfbusch, blüht im Hochsommer, gern von Insekten besucht. Liebt ebenfalls etwas (luft)feuchtere Lagen, kann sogar nass stehen.
Genügt das fürs Erste?
Ja, danke, genügt fürs Erste :D
Echt, beim Googeln hatte ich den Eindruck dass diese Bäume/Sträucher auch mit frischen, feuchteren Böden zurechtkommen. Es ist nicht so, dass dort bei längerem Regen gleich überschwemmt wird da es zum Bach abfallend ist. Unmittelbar in Bachnähe (1-2m) würde ich sagen feucht, der Rest ist frisch.
Nyssa sylvatica habe ich auch in der engeren Wahl, bin mir aber nicht sicher ob die hier winterhart genug sind. Asimina triloba stufe ich auch als nicht genug hart ein, vielleicht täusche ich mich ja auch.
Sassafras albidum würde mir sehr gefallen und die Fiebersträucher auch!
Calycanthus habe ich. Viburnum opulus möchte ich nicht mehr, der war im alten Garten jedes Jahr abgefressen bis er starb, im Garten davor voll mit schwarzen Läusen. Viburnum habe ich hier bereits Arten/Sorten, das reicht fürs Erste. Doch, der V. sargentii 'Onondaga' ist schon schön, kommt auf die Ersatzliste.
Cephalaria occidentalis habe ich.
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Nyssa sylvatica und Cephalanthus occidentalis würden mir auch einfallen. dazu jedoch auch Taxodium dystichum, wenn du vor Koniferen nicht zurückschreckst. Dazu vielleicht Clethra alnifolia und eine Eicheblatthortensie im Unterwuchs (der "Strauchschicht").Viburnümmer sowieso, wenn der Boden nicht zu kalkhaltig ist.
Der Misserfolg mit Photinia beruht vermutlich auf auf dem zu feuchten Standort. Das mögen sie gerade eben gar nicht.
Koniferen gehen bei mir gar nicht, bin umzingelt von Mischwald und vielen Fichten, die Nachbarn haben einen Fichtenzaun, das genügt ;)
Clethra alnifolia muss ich mir nochmals ansehen, mit Clethra werde ich irgendwie nicht warm, keine Ahnung warum. Eichblatthortensien wachsen hier bereits zwei.
Viburnümmer wie gesagt hat es hier schon vier, wachsen sehr gut, der Boden neigt eher zu sauer und nicht kalkhaltig.
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Bedenke, dass Metasequoia und Taxodium sommergrün sind und von daher nicht typisch koniferenartig.
Asimina triloba kommt in ihrer Heimat bis ins mittlere Michigan vor, dort dürfte es ähnlich kalt werden wie in deiner Ecke. Als Jungpflanze würde ich sie schützen, aber ich denke, die Winterhärte dürfte schon gegeben sein.
Noch was: Salix magnifica, das Laub inkl. der Herbstfärbung hat was.
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Denke auch an die vielen buntrindigen Salix-Arten und Cornus-Arten. Im Winter kombiniert ein tolles Bild.
Acer rubrum ( mit versch. Auslesen ) färbt auch prächtig, ebenso Quercus coccinea.
Du bist ja wahrscheinlich eher Laubfan. Nur mal so zum Färben an feuchtem Standort: Metasequoia + Taxodium.Wobei die Färbung von Individuum zu Individuum völlig verschieden ist und die Metas leider sehr früh ihr Laub verlieren. Man sollte also ( ähnlich wie auch bei Parrotia ),will man gut färbende Exemplare, im Herbstlaub kaufen.
VG Wolfgang
Ja, Wolfgang, Salix und Cornus könnte ich mir gut in der "ersten Reihe" vorstellen.
Bei Acer bin ich etwas verhalten im Moment, hier wachsen bereits einige vom Vorbesitzer und in den Wäldern ringsum. Mir gefallen sie sehr gut aber wenn ich statt einem Acer was anderes finde passt das auch.
Metasequoia sofort wenn ich ein paar Meter mehr zur Verfügung hätte und den Baum in Einzelstellung pflanzen könnte. Aber der große Baum sollte den Gürtel der Schwarzerlen "unterbrechen". In diesem Kontext passt Metasequioa leider nicht.
Parrotia persica habe ich bereits 'Persian Spirit' im Garten. Obwohl, im Hintergrund würde eine Parrotia schon gut zu den Erlen passen ...
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Ich glaube, wenn ich mal in die Ecke komme, wäre dein "Arboretum" ein lohnender Abstecher! ;)
Und noch was eher niedrigeres, mit schönem Laub und bei sonnigerem Stand guter Herbstfärbung: Xanthorrhiza simplicissima.
Und für feuchte schattige Lagen in Bachnähe: Oplopanax horridus. Keine auffallende Herbstfärbung, aber das Laub und die Triebe ansonsten ...
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Bedenke, dass Metasequoia und Taxodium sommergrün sind und von daher nicht typisch koniferenartig.
Asimina triloba kommt in ihrer Heimat bis ins mittlere Michigan vor, dort dürfte es ähnlich kalt werden wie in deiner Ecke. Als Jungpflanze würde ich sie schützen, aber ich denke, die Winterhärte dürfte schon gegeben sein.
Noch was: Salix magnifica, das Laub inkl. der Herbstfärbung hat was.
Wow, ist die Salix magnifica schön :D Warum ist mir die noch nie begegnet? Die könnte man auch schön aufasten.
Salix sachalinensis würde mir auch gefallen.
Was ist mit Cercidiphyllum japonicum? Würde der auch gehen? Da habe ich nämlich hier einen stehen, der für eine andere Stelle gedacht wäre, wo er mir aber dann vielleicht doch etwas zu groß würde.
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Ďas dürfte gehen, aber Cercidiphyllum wird mit der Zeit svon etwas größer.
Wenn das mit Vorschlägen so weiter geht: Du hast nur 30 Meter! ;)
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Ich glaube, wenn ich mal in die Ecke komme, wäre dein "Arboretum" ein lohnender Abstecher! ;)
Und noch was eher niedrigeres, mit schönem Laub und bei sonnigerem Stand guter Herbstfärbung: Xanthorrhiza simplicissima.
Und für feuchte schattige Lagen in Bachnähe: Oplopanax horridus. Keine auffallende Herbstfärbung, aber das Laub und die Triebe ansonsten ...
Ja, gerne, komm vorbei wenn du in der Nähe bist :D
Um Xanthorrhiza simplicissima schleiche ich schon ein paar Jahre herum. Aber die Ausläufer haben ihn mich noch nicht kaufen lassen. Für diese Situation ist er mir zu klein ::) In der ersten Reihe quasi stehen Heptacodium, Cornus 'Kesselringii', Colutea arborescens, Viburnum burkwoodii und noch ein paar andere.
Oplopanax horridus, wunderbar, danke :D Zwar zu klein für diesen Bereich aber ich muss woanders eh noch ein Riesen-Eupatorium roden ;)
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Ja, leider "nur" 30m ;)
Den Cercidiphyllum würde ich ganz nach hinten in den Schwarzerlen-Gürtel setzen es sei denn, er wirkt wie ein Fremdkörper. Da würde dann doch die Parrotia persica wieder besser passen vom Laub?
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Mir fällt dazu noch Rhamnus fragula 'Asplenifolia' ein, zierlich-filigranes Laub,das im Herbst gelb färbt, eine interessant gepunktete Rinde aufweist und ca. 4x3m gross wird.
Meinen Taxodium distichum 'Nutans' finde ich auch immer wieder einen Hingucker, besonders auch im Herbst, wenn sich seine Nadeln rostrot verfärben, bevor sie abfallen.
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Danke, tarokaja.
Der Rhamnus fragula 'Asplenifolia' wäre auch eine Möglichkeit für irgendwo dazwischen.
Muss ich mir ansehen, ich habe letztes Jahr bei einem Sitzplatz eine Hecke aus Rhamnus fragula 'Fine Line' angelegt.
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... Es ist nicht so, dass dort bei längerem Regen gleich überschwemmt wird da es zum Bach abfallend ist. Unmittelbar in Bachnähe (1-2m) würde ich sagen feucht, der Rest ist frisch.
...
Ist euer Bach langsamfliessend, mäandrierend?
Dann kann es gut sein, dass der Bach die Oberfläche des Grundwasserspiegels abbildet, insofern ist auch einige Meter vom Bach entfernt der Wasserspiegel auf dem Niveau der Bachoberfläche im Boden präsent - und für Bäume und Sträucher mit ihren tieferreichenden Wurzeln ist Wasser in einer Tiefe von 1m noch recht feucht.
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Wir haben ein Stück unterhalb des Hauses einen kleinen Bachlauf. Dort wächst u.a. die Vogelbeere/ Sorbus aucuparia. Gefällt mir jedes Jahr besser, v.a. jetzt mit den roten Beeren zum filigranen Laub. Vielleicht als möglicher Mitspieler zu grösseren Gehölzen.
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Cercidiphyllum kannst du gut nehmen. Er wächst nicht so schnell. Denke auch da an die Sorte ' Rotfuchs '. Schönes rotes Laub. Rotes Laub auch versch. Schlehensorten ( Purpurea,Rosea ) und Prunus padus ' Colorata '. Gedeihen auch bei deinem Boden.
Wenn du die Eberesche ins Spiel bringst. Da gibt es sehr viele Sorten + Arten mit weißen,gelben,rosafarbenen usw.Früchten, auch kleiner bleibende. Sehr attraktive Pflanzen bei Fruchtbehang.
VG wolfgang
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... Es ist nicht so, dass dort bei längerem Regen gleich überschwemmt wird da es zum Bach abfallend ist. Unmittelbar in Bachnähe (1-2m) würde ich sagen feucht, der Rest ist frisch.
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Ist euer Bach langsamfliessend, mäandrierend?
Dann kann es gut sein, dass der Bach die Oberfläche des Grundwasserspiegels abbildet, insofern ist auch einige Meter vom Bach entfernt der Wasserspiegel auf dem Niveau der Bachoberfläche im Boden präsent - und für Bäume und Sträucher mit ihren tieferreichenden Wurzeln ist Wasser in einer Tiefe von 1m noch recht feucht.
Der Bach ist langsamfliessend und das Bachbett in etwa 1,5-2m tief. Seit dem ein Ausgleichsbecken nicht weit von hier gemacht wurde hat er eine Tiefe von max. 50-80 cm in etwa.
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Damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt habe ich gestern ein paar Bilder gemacht:
(https://s19.postimg.cc/ko3ytsnkj/DSC_0006_4.jpg)
Genau in der Bildmitte ist ein bereits relativ großer Baum entwurzelt worden. In Windeseile macht sich hier eine Populus nigra breit. Man kann sie bereits sehen. Die möchte ich da raus haben und stattdessen einen großen Baum, der es mit den Erlen aufnehmen kann. Ich tendiere mittlerweile zu Nyssa sylvatica.
(https://s19.postimg.cc/udrcqck7n/DSC_0004_5.jpg)
Bei diesem Bild sieht man links zwei Bäume die schief stehen. Die stehen weiter vorne und hier ist es auch schon trockener. Hier könnte ich mir den Cercidophyllum vorstellen.
(https://s19.postimg.cc/qeu57ivkj/DSC_0005_6.jpg)
Statt der beiden entwurzelten Bäume links habe ich noch einen Liquidambar 'Starded' hier stehen.
Und so sieht der Dschungel aus:
(https://s19.postimg.cc/j04tf59oz/DSC_0007_6.jpg)
Bevor ich ans Pflanzen überhaupt denken kann muss das Ganze gerodet werden. Wird Schwerstarbeit denn Spritzen darf ich ja nicht.
Hier mal die Sträucher die ich als Vorpflanzung gedacht habe:
Salix hookeriana
Salix magnifica
Cercidophyllum 'Rotfuchs'
Sorbus 'Autumn Spire'
Cornus alba 'Sibirica'
Asimina triloba
Lindera obtusiloba (sofern ich sie irgendwo auftreiben kann)
Der eine oder andere Strauch wird sicherlich noch dazukommen ;)
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Das ist natürlich ärgerlich, wenn einem so ein wunderbarer Sichtschutz vom Sturm zerpflückt wird :-\
Was spricht gegen die aufkommende Populus nigra?
Wäre die einfachste, billigste, schnellste Lösung.
Wo ist denn die Grundstücksgrenze, da, wo der Maschendrahtzaun im letzten Bild zu sehen ist?
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Gartenplaner, ja, das ist ärgerlich :-\
Gegen die aufkommende Populus nigra spricht, dass sie an anderer Stelle weit in meinen Garten hineinreicht. Vom Nachbarn, der hat an der Grundstücksgrenze auch jede Menge selbst gekeimte Schwarzerlen. Ein paar hat er dieses Jahr auch herausnehmen müssen weil sie abgestorben oder umgeknickt sind. Eine große Schwarzpappel reicht, sieht auch toll aus weil sie bereits ein erwachsener Baum ist.
Nein, wir haben den Zaun vom Vorgänger praktisch übernommen. Erst kürzlich habe ich erfahren, dass unser Grundstück bis zum Bach reicht. Vom Zaun bis zum Bach sind es die bereits erwähnten 5-6 m.
Der Gärtner kommt Mitte September. Hauptsächlich um die entwurzelten Bäume zu entfernen und das Gestrüpp einmal zu mähen. Hier wurde fast drei Jahre nichts gemacht. Dann habe ich vor die Fläche mit Unkrautfolie zu bedecken, meine Bäume und Sträucher zu pflanzen und Rindenmulch drauf.
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Hallo Ruby,
ich kann mich bei den wunderbaren Aufnahmen Deiner Beete gar nicht auf das Thema konzentrieren... ;D
Markus
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Der Gärtner kommt Mitte September. Hauptsächlich um die entwurzelten Bäume zu entfernen und das Gestrüpp einmal zu mähen. Hier wurde fast drei Jahre nichts gemacht. Dann habe ich vor die Fläche mit Unkrautfolie zu bedecken, meine Bäume und Sträucher zu pflanzen und Rindenmulch drauf.
Zuerst: Ich finde den Blick auch so schon sehr schön.
Zum Zitat: Die Folie und den Rindenmulch weil du kleine Gehölze pflanzen wirst und befürchtest sie werden überwuchert?
Durchmähen in grösseren Abständen wäre keine Möglichkeit?
Frage deshalb, weil wenn ich mir vorstelle; ein kleiner Bach am Rande des Grundstücks, dürfte für mich ein bisschen wild sein. Rindenmulch und Folie empfände ich dort ein bisschen unpassend. Aber vielleicht willst du das ja auch nur so als Übergangslösung.
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In die freien Flächen zwischen jungen Gehölzen habe ich die ersten Jahre wilden Rittersporn, Seidenmohn, einige wenige Ringelblumen und alles "so Zeuch" gesät.
Das sah erstens sehr schön aus und hat mir zweitens das Unkraut zuverlässig ferngehalten. Inzwischen bedauere ich etwas, dass diese wilde Blümerei vorbei ist.
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In die freien Flächen zwischen jungen Gehölzen habe ich die ersten Jahre wilden Rittersporn, Seidenmohn, einige wenige Ringelblumen und alles "so Zeuch" gesät.
Dann warst du viel gescheiter als ich. ;) (Ich bin OT und hoffe Ruby verzeiht.)
Als eine lange Hecke gerodet war und viel offener Boden vorhanden kam mir nichts besseres in den Sinn als Gras einsäen zu lassen. Dabei wäre es die Chance gewesen Wildblumen einzusäen. Es fuchst mich noch heute sehr, sehr.
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Ich hole den Thread hier nochmals hervor. Mittlerweile wurden die entwurzelten Bäume entfernt und der Rest umgeschnitten. Das Unkraut haben wir einfach mit einem Freischneider geköpft. Vor ein paar Wochen habe ich sehr viele Symphytum auf der Fläche verteilt um den Unkrautbewuchs etwas unter Kontrolle zu bekommen. Es folgen noch weitere Pflanzen. Farne, größere wie Matteuccia struthiopteris könnte ich mir gut vorstellen im Erlendickicht.
Aber erstmal stehen hier jede Menge Bäume und Sträucher:
Cercidiphyllom japanicum wurde bereits gepflanzt
Magnolia tripetala
Salix fargesii
Viburnum nudum
Nissa sylvatica 'Red Rage'
Lindera benzoin
Xanthorrhiza semplicissima
Oplopanax horridus
Wahrscheinlich hole ich mir auch noch einen Cercis canadensis 'Aurea' und eine Asimina triloba, beide hat meine Baumschule hier stehen.
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Das klingt spannend. Zeigst du Fotos deiner Pflanzaktion? :D