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Speakers Corner => Haustiere => Thema gestartet von: Obstjo am 06. September 2017, 10:20:12

Titel: Hunde an Leine
Beitrag von: Obstjo am 06. September 2017, 10:20:12
Hallo,

ich selbst habe keinen Hund, allerdings meine Schwiegereltern. Wenn wir mit den Kindern und dem Hund spazieren gehen, ist er oftmals nicht angeleint mit der Begründung er sei sehr lieb und hört. Nun ist es aber ein sehr großer Hund, wiegt ungefähr 50 KG und ist teilweise auch recht wild. Zu unseren Kindern ist er sehr resepektvoll und hält meist Abstand, allerdings kommen uns beim SPazieren auch häufig andere Familien entgegen und auch dann kommt der Hund meist nicht an die Leine sondern wird nur zu den Schwiegereltern gerufen, damit er nah bei uns läuft.

Mir ist das immer sehr unangenehm, weil man nie weiß, wie die anderen Spaziergänger zu solchen Hunden stehen. Wie seht ihr das?
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: erhama am 06. September 2017, 20:34:58
Unangeleinte Hunde sind für mich ein rotes Tuch. Ich bekomme Panik.

Auch bellende oder schnell herumlaufende Hunde wirken auf mich aggressiv und angsteinflößend, selbst wenn da ein stabiler Zaun dazwischen ist.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Natternkopf am 06. September 2017, 21:44:37
🌿 Salü Obstjo

Du könntest doch hier mal was schreiben. 🌸

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: dmks am 06. September 2017, 21:45:10
Daß ein Hund besonders lieb ist und gut hört etc. ist (sorry) meiner Meinung nach die billigste Ausrede.
Wenn dem so ist - dann geht er doch auch völlig problemlos an der Leine! ;)
Also warum gerade dann nicht?
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 07. September 2017, 19:59:12
Unangeleinte Hunde sind für mich ein rotes Tuch. Ich bekomme Panik.

Auch bellende oder schnell herumlaufende Hunde wirken auf mich aggressiv und angsteinflößend, selbst wenn da ein stabiler Zaun dazwischen ist.

Auch unser Hund (und dessen Vorgänger) gehen eher selten an der Leine.

Aber:
Es ist meine Aufgabe den Hund und die Umgebung im Auge zu behalten. Spaziergänger mit hüpfenden Kleinkindern, alte Leute mit unsicherem Gang oder Leute die Angst zeigen sind ein deutliches Signal für mich den Hund zu sichern.

Je nach Situation wird er entweder angeleint oder ins Platz gelegt oder auch nur straff bei Fuß geführt. In unserer übersichtlichen, weiten Landschaft mit den uns gut bekannten Spaziergängern reicht auch oft ein "WEG DA!"

In fremder Umgebung mit fremden Spaziergängern ist die Leine deutlich schneller dran als zu Hause. Zeigt ein Mensch Panik ist die Leine Pflicht. Zusätzlich wird der Hund ins Platz gelegt, damit er nicht rumzappelt. Schon deshalb, weil ich nicht einschätzen kann, wie ein Mensch in Panik reagiert.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: erhama am 07. September 2017, 20:17:30
Es wäre wirklich schön, wenn alle Hundehalter so verantwortungsbewusst wären.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 07. September 2017, 20:22:22
Leider hast du da recht.  :P

Es gibt viele Hundehalter die mich zur Weißglut treiben können. Wer andere belästigt, braucht sich über Leinenpflicht nicht zu wundern. Die spucken sich selbst in die eigene Suppe.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Adji am 11. September 2017, 22:15:25
Wir halten es wie Bufo: im Platz oder an der Leine straff entlang geführt. Würde auch ohne gehen, aber wer weiß...

Neben etlichen anderen Hundehalter(innen) die mich ebenfalls zur Weißglut treiben können - besonders solche mit Flexileine - ärgern mich aber auch Menschen.

Wie oft haben wir es schon erlebt, das Kinder mit ihren Fahrrädern, Dreirädern, Bobbycars bis vor die Schnauze von unserem Hund rasten, dann kreischten 'wir wollen ihn streicheln'. Ok er ist ein ausnehmend hübsches Exemplar, aber er ist immer noch ein Schäferhund. Kommen die Eltern dann angetrabt, werden wir wahlweise angepflaumt weil die Kinder den Hund nicht streicheln dürfen (die müssen ja schließlich ein Gefühl für Natur und Tiere entwickeln) oder weil unser Hund kaum noch zu bändigen weil völlig hektisch ist.

Ich verstehe die Angst vor Hunden und respektiere das. Aber der gesunde Respekt vor allerlei Getier scheint vielen von uns abhanden gekommen zu sein.
Gruß
Adji
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 12. September 2017, 07:54:59
...besonders solche mit Flexileine...

Exakt, das sind diejenigen welche.  :P

Mit Kindern habe ich dagegen nur gute Erfahrung gemacht, Die fragen wenigstens, ob sie mal streicheln dürfen. Auf ein Nein fragen sie nach dem Warum und verstehen dann.

Erwachsene wissen es leider besser. Wenn der Hund dann deutlich knurrt, meinen sie der meint das doch nicht so.  :o Meinen vorigen Hund musste ich oft vor respektlosen, übergriffigen Menschen schützen.

Der jetzige ist da zum Glück sehr viel einfacher gestrickt. Der lässt sich von jedem Fremden betatschen und freut sich auch noch.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Jopete am 06. November 2017, 22:16:13
Auch wenn man Hund gut gehorcht,sobald ich auf der Straße mit ihm bin kommt die Leine rauf.
Lieber Vorsicht als Nachsicht --> denn bei uns in der Nachbarschaft hat ein Hund schon Menschen angegriffen und der Besitzer bekam ziemliche Probleme.
Die brauche ich nicht also...Leine gut, alles gut :)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Orchidee am 07. November 2017, 14:20:08
Meiner Freundin kam eine Dame mit riesigem freilaufenden Hund entgegen. Schon von weitem schrie die Dame: der macht nix....
von wegen- Freundin gebissen dass sie zum Arzt musste. Sie hatte lange mit den Verletzungen zu kämpfen. Die Halterin wurde auch noch unverschämt. Meine Freundin hat sie dann angezeigt damit sie bezahlen durfte.

Daher sollten alle m.E. an die Leine beim Spaziergang wenn einem andere Menschen begegnen können.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 08. November 2017, 18:34:34
Ich finde es immer wieder verblüffend, wie wenig die Leute das Hundeverhalten einschätzen können. Am (im negativen Sinne) beeindruckendsten sind für mich Hundehalter, die "der tut nix" murmeln und das auch offenbar so meinen, während ihr Hund mit aufgestellten Haaren, nach vorne gezogenen Mundwinkeln und drohend gerunzelter Nase auf uns, also eigentlich auf meinen Hund, zu stakst. Da fehlt echt der Blick für alles, und die letzten beiden male waren das ältere Besitzer mit älteren Hunden, die sie schon länger haben. Ich finde es gruselig, wie man jahrelang mit einem Wesen zusammenleben kann ohne auch nur die elementarsten Zeichen des Verhaltens erkennen zu können. Solche Hunde bräuchten Hilfe von ihrem Besitzer, nicht Ahnungslosigkeit (beide waren an der Leine, was aber bei normaler Wegbreite und fehlender Aufmerksamkeit/Reaktionsbereitschaft vom Besitzer nicht reicht, um sicher mit einem anderen Hund vorbei zu kommen).

Es ist nix passiert, weil ich meinen Hund gut lesen kann und dann einfach weiträumig ausweiche. Aber für die Hunde tuts mir echt leid.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 08. November 2017, 18:54:49
Meiner Freundin kam eine Dame mit riesigem freilaufenden Hund entgegen. Schon von weitem schrie die Dame: der macht nix....
von wegen- Freundin gebissen dass sie zum Arzt musste. Sie hatte lange mit den Verletzungen zu kämpfen. Die Halterin wurde auch noch unverschämt. Meine Freundin hat sie dann angezeigt damit sie bezahlen durfte.

Hunde erkennen sehr gut, wenn jemand sich fürchtet. Und viele Hunde können schlecht damit umgehen, insbesondere, wenn sie Besitzer haben, die es nicht abraffen. Bei meinem Hund ist es definitiv so, dass sie (auch wenn die Leute körpersprachlich alles richtig machen) der Meinung zu sein scheint "der fürchtet sich, der muss was angestellt haben, also muss ich auch schimpfen". Scheißpeinlich für mich  :-[. Zum Glück zeigt sie solche Sachen sehr deutlich und geht viel lieber weg als nach vorn. Und sie nimmt Hilfe (in Form von "ich kümmere mich um den, du brauchst dich nicht sorgen" auch recht gern an.

Viele Leute, die sich fürchten, machen die Sache für Hunde noch schwerer, weil die typische Menschenreaktion bei Furcht leider so ist, dass Hunde das ganz falsch verstehen, weil es "unter Hunden" ganz was anderes bedeutet.
Typische Furchtreakton des Menschen:
- den Hund wie gebannt anstarren (das machen Hunde gegenüber anderen Hunden als Drohverhalten)
- ganz steif vor Angst werden (steif und staksig gehen ist bei Hunden häufig auch eher Drohen, bei "ich fürcht mich, tu mir nix" machen sich Hunde ganz welpig schlotterig, oft bis zum Fragezeichen verbretzelt)
- wegrennen (leider für etliche Hunde ein Auslöser für Hetzverhalten)
- Kinder/Jugendliche, die sich fürchten sind manchmal total ätzend, die machen nämlich so "Scheinangriffe" also auf den Hund drohend zugehen, oder mit Stecken Richtung Hund hauen - und wenn dann die Angst zu viel wird quietschend wegrennen. Da hab ich echte Probleme meinen Hund ruhig zu halten, weil ich selbst am liebsten die Gfraster anbrüllen würde, dass sie  nicht so einen Blödsinn machen sollen  >:(. Das hilft dem Hund aber nicht beim Coolbleiben  :-\. Wenn da Erziehungspersonen dazu greifbar sind, red ich aber schon mal ein deutliches Wort.


Je mehr man sich fürchtet, um so schwieriger ist es, seine Körpersprache bewusst zu steuern. Besser wäre: Körper und Kopf/Blickrichtung leicht seitlich drehen, durchschnaufen, Arme und Schultern locker hängen lassen. Bewegungen langsam, eher seitlich weggehen oder mit abgewandtem Blick rückwärts weggehen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: erhama am 08. November 2017, 22:14:17
Ich überlege grad, was ich als Hundeangsthase mache: mich an GG anklammern, wegsehen (oder nur aus den Augenwinkeln zum Hund schielen), möglichst weit ausweichen und rasch das Weite suchen.

Ich als Nichthundehalter mag mich nicht mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befassen. Mir reicht es schon, wenn ich nicht angebellt, angesprungen, angeschnuppert werde. Und ich verlange von Hundehaltern, dass sie ihren Hund so weit beeinflussen können, dass der Hund das auch nicht macht.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 08. November 2017, 22:29:48
Ich als Nichthundehalter mag mich nicht mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befassen.

Ich als Hundehalter sage dazu: "Recht so!"
Es ist meine Aufgabe meine Fellnase von dir fern zu halten.

Allerdings habe ich gelegentlich schon darum gebeten, dass man mir sagt, wenn man Angst hat. Das macht für mich nämlich einen großen Unterschied. Im Normalfall sorge ich nur für ausreichend Abstand.
Im Angstfall muss die Hundenase zusätzlich ins Platz gehen und MICH dabei anschauen. So sieht der fremde Mensch fast nur noch den Hundehintern und kann ihm nicht ins Maul schauen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 09. November 2017, 08:56:09
Ich überlege grad,...

Ich als Nichthundehalter mag mich nicht mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befassen. Mir reicht es schon, wenn ich nicht angebellt, angesprungen, angeschnuppert werde. Und ich verlange von Hundehaltern, dass sie ihren Hund so weit beeinflussen können, dass der Hund das auch nicht macht.

Ja, das seh ich auch so. Deswegen erschüttern mich die tutnix Halter auch so.

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Violatricolor am 09. November 2017, 09:03:34
Zitat
Ich als Nichthundehalter mag mich nicht mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befassen.

Das wäre eine ganz spontane Reaktion, aber hilft sie auch? Es ist ja genau zu Deiner Sicherheit und dass Du eben nicht gebissen wirst, wovor Du Dich ja fürchtest, dass man wissen sollte, wie sich selber zu verhalten.
In meiner Hundeschule habe ich z.B. gelernt, dass ein Hund an der Leine viel gefährlicher ist, als ohne Leine. Denn an der Leine fühlt er sich durch die Gegenwart seines Herrn mutiger und unterstützt und wagt sehr viel mehr, als wenn er allein herumstrolcht.
Da aber ein angeleinter Hund seinen Mitmenschen auf der Strasse ihre Angst vor dem Hund wegnimmt - und diese Angst ist es ja, die den Hund "aufhorchen" lässt -, ist es natürlich zivilisierter, ihn anzuleinen, weil es ja auch den Besitzer  beruhigt.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Violatricolor am 09. November 2017, 09:06:12
..... ausserdem nimmt Dir das Bewusstsein, wie eigentlich ein Hund funktioniert, Deine Angst vor ihm oder zumindest verringert sie.  Ein ganz erheblicher Vorteil, finde ich.  :)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Wühlmaus am 09. November 2017, 10:27:28
..... ausserdem nimmt Dir das Bewusstsein, wie eigentlich ein Hund funktioniert, Deine Angst vor ihm oder zumindest verringert sie.  Ein ganz erheblicher Vorteil, finde ich.  :)

Das sehe ich deutlich anders: das Bewußtsein oder das Wissen, wie ein Hund funktioniert, muss ich als NichtHundehalter wirklich nicht haben!
Als Kind und Jugendliche hatte ich sehr viel und auch sehr engen Kontakt mit Hunden und "verstehe" sie ein wenig. Aber darauf verlassen würde ich mich heute nicht mehr, denn es gibt inzwischen viel zu viele verhaltensgestörte Hunde und Hundehalter  :-[
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 11:45:20
Leine ist bei uns grundsätzlich. (Es gibt ausreichend abgezäunte Areale, in denen sich die Tiere frei bewegen können).

In unserer weitläufigen flachen, sehr überschaubaren Landschaft ist stets der Reiz gegeben, dass ein Hase oder Reh aufspringt.
1994 verlor ich eine Hündin, da ein Freund meinte, sie könne ruhig frei laufen, in der Dämmerung noch dazu. Sie rannte einem Reh hinterher - in 5 km Entfernung verursachte sie 2 Unfälle auf der Bundesstraße mit einem Sachschaden von 32 000 DM damals. Haftpflicht.
Die Hündin war angefahren, keine sichtbare Wunde, aber die Wirbelsäule. Ich musste sie einschläfern lassen - sie war 2,5 Jahre alt.
Der Schock saß sehr tief.

Leine ist einfach Pflicht. Es hätte auch ein Personenschaden sein können, ein Kind z.B. ....

Darüber machen sich die meisten Hundebesitzer leider keine Gedanken. Immer wieder erlebe ich solche, meist jüngeren (sorry, ich war damals auch jung) Erst-Hundebesitzer, die meinen, sie hätten das nun-plus-ultra Training erfunden und ihr Hund käme i m m e r  auf Rufen.
Das tut er sicherlich - bis zum ersten Mal: "Das hat er noch nie gemacht."

Natürlich gibt es gehorsame Hunde. Aber: Es sind und bleiben Tiere, die nie!!! zu 100% sicher reagieren. Das gilt für große und kleine Hunde gleichermaßen. Im Übrigen: auch wir Menschen sind nicht 100%. Ich kann niemals von einem Nichthundebesitzer erwarten oder verlangen, dass er sich hunde-"richtig" verhält.

Als Hundebesitzer bin ich - und nur ich!!! - in der Pflicht, mein Tier zu sichern.

§1 der StvO:
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Das, genau das - gilt m.E. auch für jeden Hundebesitzer.

Ich war damals jung und unerfahren. Heute möchte ich dieses schreckliche Erlebnis als Warnung weitergeben - vielleicht kann ich damit einem anderen Tier den Schmerz und den Tod ersparen. Mein Verlust damals durch meine Schuld begleitet mich noch heute, 30 Jahre später.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 11:58:32
Zitat
Ich als Nichthundehalter mag mich nicht mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befassen.
Es ist ja genau zu Deiner Sicherheit und dass Du eben nicht gebissen wirst, wovor Du Dich ja fürchtest, dass man wissen sollte, wie sich selber zu verhalten.

Wenn ein Mensch keinen Hund hat, hat das einen Grund. Er "muss" sich überhaupt nicht mit irgendetwas, was ihn nicht interessiert, auseinandersetzen. Er "kann", wenn er "möchte"... "muss" schon mal gar nicht.

In meiner Hundeschule habe ich z.B. gelernt, dass ein Hund an der Leine viel gefährlicher ist, als ohne Leine.

Das ist der größte Blödsinn (sorry), denn ich jemals las. Wenn ein Hund die Leine als positiv empfindet, ist er definitiv nicht gefährlich. Leine und Gefährlichkeit haben absolut nichts! miteinander zu tun. Leine ist das Freundschaftsband zw. Hundebesitzer und Hund.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 12:05:06
denn es gibt inzwischen viel zu viele verhaltensgestörte Hunde und Hundehalter  :-[

genau so ist es.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Violatricolor am 09. November 2017, 12:18:02
Wühlmaus und Toto, ich glaube, Ihr habt mich falsch verstanden, denn darum ging's mir ja nicht. Ich bin absolut nicht für unverantwortliches Hundebesitzer-Verhalten. Jedoch, wenn man für sich selber kleine Hilferegeln bekommen kann, um sich selber auch zu schützen, dann fühlt man sich bei Begegnungen mit fremden Hunden schon wesentlich sicherer. Wild anlaufende Hunde beruhige ich auch noch zusätzlich mit sanfter Sprache/Stimme, und das hilft immer. Was nützt Dir ein Gesetz gegen den wirklichen Augenblick, wenn's dann mal drauf ankommt?

Natürlich sind Hunde nicht 100%ig gehorsam, aber auch sie sollte man verstehen und warum man bei ihnen Reflexe auslösen kann.
Mir hat man mal gesagt, dass die Dogge am 100%igsten von allen Rassehunden sei. Ausgerechnet dies Riesending! Hu! ???

Und trotzdem, einen fremden Hund, dazu noch an der Leine, den würde ich nie anfassen. Denn was die meisten auch nicht wissen, ist, dass Hunde gerade an der und mit der Leine zur Attacke dressiert werden. Wenn man dies weiss, dann wird man doch vorsichtiger, aber eben nicht ängstlicher.
Und selbstverständlich, wenn ich einen Hund hätte, dann käme er in der Stadt an die Leine, ganz klar.

Hundebesitzer sind verantwortlich für ihr Tier und für das, was es in der Umgebung anstellen kann. Jeder mit einem Wachhund  sollte zu gegebener Zeit mit ihm in die Hundeschule gehen, um selber zu lernen, wie man ihn erziehen muss. Das ist in meinen Augen einfach eine Pflicht. Will man das nicht, weil es etwas kostet, dann hilft nur ein Verzichten auf solche Hunde und man nimmt sich lieber einen Schosshund (obwohl der ja auch dasselbe Gebiss hat ..... ;) )
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Violatricolor am 09. November 2017, 12:31:15
Zitat
Das ist der größte Blödsinn (sorry), denn ich jemals las.

Dann nehme ich mal an, dass Du noch nie in einer Hundeerziehungsschule warst und Dich allein mit ihrer Erziehung befasst hast.
Die Leine ist vielleicht für den Besitzer ein Freundschaftsband, aber in Wirklichkeit ist es ein Dressurmittel, selbst in positivem Sinne, also nicht nur  zur gewollten Agressivität. Die Leine macht den Hund agressif, ob wir's nun wahrnehmen oder nicht.

So, das meinte ich nur, um Erhama  zu zeigen, wie sie sich von ihrer "Abneigung" (Angst) etwas befreien kann. Von einem MUSS war nicht die Rede.  :) Denn genau auf fremde Hundebesitzer ist prinzipiell überhaupt kein Verlass, aber für das, was Du tust und weisst, warum Du es tust, damit kannst Du immer rechnen. "Hilf Dir selber ....", ist keine schlechte Devise, meine ich. :)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 09. November 2017, 12:33:42
Das ist der größte Blödsinn (sorry), denn ich jemals las.

Ich hatte mich auf meine Hände gesetzt.  :-X

Denn was die meisten auch nicht wissen, ist, dass Hunde gerade an der und mit der Leine zur Attacke dressiert werden.

Auch hier setze ich mich auf meine Hände.  :-X
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 09. November 2017, 12:37:10
Wenn Erhama sich so dringend mit Hundewesen beschäftigen sollte, dann sollte ich wohl auch ganz dringend stricken lernen. Das will ich aber nicht.  :P

(Wir hatten übrigens schon immer die "schwierigen" Hunde und unsere TÄin ist heilfroh, dass sie uns für solche Hunde hat. Wir sind also nicht ganz Ahnungslos.)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 12:45:27
Zitat
Das ist der größte Blödsinn (sorry), denn ich jemals las.
Dann nehme ich mal an, dass Du noch nie in einer Hundeerziehungsschule warst und Dich allein mit ihrer Erziehung befasst hast.
Die Leine ist vielleicht für den Besitzer ein Freundschaftsband, aber in Wirklichkeit ist es ein Dressurmittel, selbst in positivem Sinne, also nicht nur  zur gewollten Agressivität. Die Leine macht den Hund agressif, ob wir's nun wahrnehmen oder nicht.

nö... Hundeschule? Was ist das? ;D ;D ;D

Ich mache seit 30 Jahren BH, IPO, BGH, Fährte usw.usw,usw.
Eine Leine ist kein Dressurmittel. Hunde an der Leine dürfen nicht aggressiv sein - denn vor jeder dieser verschiedenen, übrigens europaweit gültigen VDH-Prüfungen wird einem Richter der Hund an der Leine vorgeführt und auf sein Verhalten getestet. Ist der Hund aggressiv, wird er nicht für eine Prüfung zugelassen.

Sowas lernt man allerdings nicht in den tausend Hundeschulen für viel Geld , schon klar.

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 12:49:34
Denn was die meisten auch nicht wissen, ist, dass Hunde gerade an der und mit der Leine zur Attacke dressiert werden.

Wenn eine Hundeschule einen derartigen Schwachsinn "lehrt" bzw. weitergibt, wäre das eine Anzeige lt. TSchG  wert.
Wie heißt diese Hundeschule? Gern per pn.

Verbreite bitte nicht öffentlich einen derartigen Unsinn.

Sorry, solche dummen Aussagen schüren das Unverständnis und sind einfach komplett FALSCH.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 09. November 2017, 12:52:46
Hundetrainer/in ist nun mal kein geschützter Begriff, ebensowenig wie Stricklehrer/in. Ich könnte also auch eine Strickschule aufmachen.  ;)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 12:59:36
Hundetrainer/in ist nun mal kein geschützter Begriff, ebensowenig wie Stricklehrer/in. Ich könnte also auch eine Strickschule aufmachen.  ;)
so isses. Deine Strickschule besuche ich gern - habe da noch Nachholbedarf. Wann? Wo? 8)

Zu uns kommen oft Hunde mit "Hundeschulen-Schäden" auf den Platz, leider.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an das Video vor Jahren (Topfschlag... war wohl der Napf) von einer "bedeutenden"  sogenannten Hundeschule.

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Bufo am 09. November 2017, 13:08:30
Zu uns kommen oft Hunde mit "Hundeschulen-Schäden" auf den Platz, leider.

Hier auch, leider.  :-\

Aber wir sind vom Thema weg.
Respekt und Rücksichtnahme meinen Mitmenschen gegenüber gebietet es mir jeden so zu nehmen wie er ist. Wer keinen Hundekontakt wünscht, der soll auch keinen ertragen müssen. Also Abstand, im Bedarfsfall auch großer Abstand + Leine und fertig.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 09. November 2017, 13:14:18
Zu uns kommen oft Hunde mit "Hundeschulen-Schäden" auf den Platz, leider.

Hier auch, leider.  :-\

Aber wir sind vom Thema weg.
Respekt und Rücksichtnahme meinen Mitmenschen gegenüber gebietet es mir jeden so zu nehmen wie er ist. Wer keinen Hundekontakt wünscht, der soll auch keinen ertragen müssen. Also Abstand, im Bedarfsfall auch großer Abstand + Leine und fertig.

So sehe ich das auch.
Sogar meinem eigenen Hund zuliebe: warum soll mein Hund sich von jedem x-beliebigen "streicheln" lassen?
Er könnte es, weil er es gelernt hat - aber ich möchte es einfach nicht. Ich lasse mich ja auch nicht von jedem Fremden streicheln ;D ;D ;D... und wenn es einer wagen sollte ;D, dann beiße ich 8) 8) 8)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: erhama am 09. November 2017, 16:56:25
Ähm --- Hunde streicheln? Das würde mir nie im Leben einfallen, einen Hund zu streicheln.
Beruhigend auf ihn einsprechen? Würde ich ja gern, aber meistens bin ich bei Hundebegegnung grad damit beschäftigt, mich selbst von einem Panikschrei abzuhalten oder daran zu arbeiten, dass es nur ein gemäßigtes "Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaarg" oder so wird.

Nein, ich werde mich nicht mit Hunden und ihrem Wesen beschäftigen. Wenn alle Hundebesitzer so verantwortungsvoll wären wie toto (die ich hier nur als Beispiel nenne), wäre das auch nicht nötig.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 10. November 2017, 12:26:17
Zitat
Und trotzdem, einen fremden Hund, dazu noch an der Leine, den würde ich nie anfassen. Denn was die meisten auch nicht wissen, ist, dass Hunde gerade an der und mit der Leine zur Attacke dressiert werden. Wenn man dies weiss, dann wird man doch vorsichtiger, aber eben nicht ängstlicher.
Hundebesitzer sind verantwortlich für ihr Tier und für das, was es in der Umgebung anstellen kann. Jeder mit einem Wachhund  sollte zu gegebener Zeit mit ihm in die Hundeschule gehen, um selber zu lernen, wie man ihn erziehen muss. Das ist in meinen Augen einfach eine Pflicht. Will man das nicht, weil es etwas kostet, dann hilft nur ein Verzichten auf solche Hunde und man nimmt sich lieber einen Schosshund (obwohl der ja auch dasselbe Gebiss hat ..... ;) )

Also ich setz mich mal nicht auf die Finger.
Hundeschulen, in denen Leinenführigkeit nicht positiv verknüpft sondern aversiv trainiert wird, sind nicht wirklich auf dem Stand der Zeit, manchmal gelingt es sogar, welche aus Tierschutzgründen aus dem Verkehr zu ziehen. Hunde "scharf machen", so dass sie an der Leine einfach so losbeißen ist definitiv verboten, wenn ein Wachhund/Haushund einen Einbrecher beißt, wird der Besitzer wegen Körperverletzung angezeigt (und verurteilt). Schutzhundetraining als Hundesport hat als Ziel nicht "beißt alles, was in die Nähe der Leine kommt und bei drei nicht aufm Baum ist" sondern eine sehr gezielte, steuerbare  Form von "beißt genau dann, wenn es angesagt ist in den Schutzärmel".
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 10. November 2017, 13:10:27
Also ich setz mich mal nicht auf die Finger.
Hundeschulen, in denen Leinenführigkeit nicht positiv verknüpft sondern aversiv trainiert wird, sind nicht wirklich auf dem Stand der Zeit, manchmal gelingt es sogar, welche aus Tierschutzgründen aus dem Verkehr zu ziehen. Hunde "scharf machen", so dass sie an der Leine einfach so losbeißen ist definitiv verboten, wenn ein Wachhund/Haushund einen Einbrecher beißt, wird der Besitzer wegen Körperverletzung angezeigt (und verurteilt). Schutzhundetraining als Hundesport hat als Ziel nicht "beißt alles, was in die Nähe der Leine kommt und bei drei nicht aufm Baum ist" sondern eine sehr gezielte, steuerbare  Form von "beißt genau dann, wenn es angesagt ist in den Schutzärmel".

Richtig. Und natürlich der Situation angepasst - also prüfungskonform und zwar ausschließlich zur Prüfung oder zum Training. Dabei - und das ist wichtig und oberstes Gebot - ist absolute Unterordnung unverzichtbar. Manchmal wird der SchD auch als höchste Form der Unterordnung bezeichnet. Hunde, die sich nicht absolut untergeordnet verhalten in diesem Prüfungs ABSCHNITT (es ist nur ein Drittel der Prüfung! und dauert genau max.5 Minuten - im Gegensatz zur Fährte, die manchmal durchaus eine halbe Stunde und länger dauern kann) - und zwar auf ein einziges Wort! - bestehen die gesamte Prüfung nicht (Unterordnung/Fährte/SchD). Mit diesen Hunden (Gebrauchshunderassen) wird also "etwas mehr" gearbeitet (und zwar täglich) als mit anderen in Hundeschulen, wo jede Stunde bezahlt wird... und ein Effekt erwartet wird, der nicht hinten und vorne ausreicht für einen zivilisierten Hund. Im Übrigen unterliegt diese Art von Hundesport besonderen Anforderungen an Halter (Prüfung), Hund (Voraussetzung BH) und Helfer (Prüfung/regelmäßige Pflichtlehrgänge/Ausbildung). Selbst der Platz unterliegt Kontrollen.

Hundeschulen, die Leinenführigkeit negativ besetzen, arbeiten tierschutzrelevant. Vielleicht wären da auch mal solche scharfen Kontrollen angesagt, wenn so etwas wie violatricolor weitergibt, dabei herauskommt.

Sorry, aber "Hunde an Leine werden aggressiv gemacht" - das kann einfach nicht so stehen bleiben, da krempelt sich mir der Hut hoch.

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 10. November 2017, 13:49:15
Vielleicht meint Violatricolor ja auch das hier. Aber das hab ich immer nur Hunden gegenüber, nicht Menschen gegenüber beobachtet
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 10. November 2017, 13:56:31
Vielleicht meint Violatricolor ja auch das hier. Aber das hab ich immer nur Hunden gegenüber, nicht Menschen gegenüber beobachtet

ich auch  ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Wühlmaus am 10. November 2017, 14:49:35
toto und Eva,
Danke für diese und die folgenden Ausführungen und die sich daraus ergebende Diskussion zum Gebrauch der Leine!
Ich lese das sehr aufmerksam.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 10. November 2017, 14:57:15
toto und Eva,
Danke für diese und die folgenden Ausführungen und die sich daraus ergebende Diskussion zum Gebrauch der Leine!
Ich lese das sehr aufmerksam.

Das finde ich toll.

Leine ist was positives. Kein Hund muss an der Leine zerren, wenn er Leine als positiv gelernt hat.
Bei Prüfungen (BH) soll die Leine durchhängen. Zieht der Hund - durchgefallen. Bei IPO nur ohne Leine - geht der Hund Dir von der Seite - durchgefallen.
So eine Ausbildung braucht sehr, sehr viel Zeit - mit viel Motivation und positiver Bestärkung.

Wenn ich hier die Leinen nehme (ich brauche nur in die Richtung zu schauen) - flippen beide vor Freude aus.
Leine heißt für beide: es passiert jetzt was tolles... so sollte es wohl sein.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Wühlmaus am 10. November 2017, 15:13:11
So kenne ich das auch von früher. Und ein leises "(bei) Fuß" hat immer sofort die Spannung aus der Leine genommen. Den Bewegungsdrang haben die Hunde und ich dann mit "Stöckchen werfen" bedient. Ich weiß gar nicht mehr genau, wer da dann immer zuerst ko war 8)
Ein sehr ungutes LeinenErlebnis hatte ich als junges Mädchen (vielleicht 11 oder 12) als ich während eines Spazierganges mit einem angeleinten Schäferhund von zwei auf´s Wildern spezialisierten Hunden aus der Nachbarschaft gestellt wurde...
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 10. November 2017, 15:26:21
Ja, das gibt schon ziemlich verrückte Sachen. Meine Eltern hatten als ersten Hund einen Irish Setter... und null Erfahrung. Wussten scheinbar nicht mal, wie groß er wird ;D ;D ;D, unglaublich. Als er dann im Sitzen sein Maul auf den Tisch legen konnte, ... wurde er zur Oma aufs Dorf gegeben. Unklar.

Aber nun ja, 60-er Jahre - da waren Hunde noch nicht so "en Vogue" wie heute schon der Trend zum "Zweithund" geht - leider oft auch ohne Erfahrung - aber mit Hundeschule "ohne Leine". Wird ja sogar im TV als Familienprogramm gezeigt - gruselig.

Andere Zeiten, noch früher - gehörten Hunde (meist SH-Mischlinge von klein bis groß) zur "Normalausstattung" auf dem Bauernhof. Liefen einfach mit. Da gabs statt Leinen ne Kuhkette oder die Wäscheleine, als Futter die Reste vom warmen Mittag... und gut war.
Nicht immer waren sie "nur unglücklich"... ich denke mal, oft glücklicher als heute. Vor allem wurden älter...


Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 10. November 2017, 16:13:25
Hundetrainer/in ist nun mal kein geschützter Begriff, ebensowenig wie Stricklehrer/in. Ich könnte also auch eine Strickschule aufmachen.  ;)

In  D brauchen Leute, die professionell Hunde ausbilden inzwischen zumindest eine Erlaubnis von der Behörde. Zuständig sind die Amtstierärzte, und die sollten eigentlich inzwischen auch einheitliche Leitlinien haben. Allerdings gibt es immer noch sonne und sonne
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: July am 10. November 2017, 19:09:20
Interessant wie hier die Leine angesehen wird:)
Wir haben seit 30 Jahren Deutsche Doggen und es ist für uns immer selbstverständlich gewesen, daß der Hund angeleint ist wenn wir spazieren sind. Und alle fanden die Leine bisher überhaupt nicht schlimm und negativ.
Aber ich kenne viele Leute deren Hunde gar keine Leine kennen und auch nicht kennen sollen, weil es ja Zwang ist und weil der Hund ja in der Hundeschule war und gut gehorcht...........
Ich habe in 23 Jahren Hundepension fast alle Rassen kennen gelernt und auch alle Menschen.......und könnte Bücher schreiben über Hunde, Leinen und Herrchens und Frauchens ;D
.........und immer wieder Hundeschule und bloß keine Leine............unsere Hunde waren nie in einer Hundeschule und hatten kein Problem mit der Leine und wenn meine alte Perle nur die Leine sieht dann tanzt sie schon, weil wir dann ja spazieren gehen wollen:)

Toto....meiner Freundin ist Ähnliches passiert vor 2 Jahren.......der Prozess läuft immer noch.....ihr Labrador ist vom Strand auf den Fahrradweg gelaufen und ein alter Herr mit Rad ist zu Fall gekommen und musste im Krankenhaus behandelt werden........
aber ihr Hund läuft immer noch ohne Leine.....weil er ja aufs Wort gehorcht und zur Hundeschule geht........

Ich habe dafür einfach keine Worte......man kann einem Hund niemals 100%ig trauen.
LG von July
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 10. November 2017, 20:02:21
Interessant wie hier die Leine angesehen wird:)

Ich habe dafür einfach keine Worte......man kann einem Hund niemals 100%ig trauen.
LG von July


@July: ich kann dem auch nicht folgen. Bei uns ist grad wieder ne junge Frau mit SH, der überhaupt nicht gehorcht nach Hundeschule. Er macht, was er will, pubertär und Frauchen? Wer ist Frauchen?... fragt er ständig.
Ok, die Hundeschule brachte immerhin soviel, dass er Angst vorm Platz hat und wir ihm erst mal zeigen mussten, dass der Platz Spaß pur ist - mit viel, viel, viel Geduld. Nicht so einfach, wenn ein Schaden früh entstand und tief geprägt ist. Sie kann momentan gar nichts mit ihm machen - außer halligalli, um ihn aufzulockern usw. , was schon schwer genug ist. Wenn er ne Leine dran bekommt, legt er die Ohren an und beginnt zu kriechen - ist das nicht furchtbar? Hundeschule-Ergebnis.

Wenn man sowas sieht, ist man durch mit sog. Hundeschulen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Obstjiffel am 11. November 2017, 08:38:51
Aber trotz solcher Erfahrungen mit Hundeschulen und dem Thema Leine, es ist wie immer. Ja es gibt solche und solche. Und wir Halter haben ja nun mal die Möglichkeit und zu belesen und die Hundeschulen auch ohne Hund zu besuchen und anzuschauen. Für Enjas Welpenschule war ich schon vor ihrer Geburt hier unterwegs und hab mir die in Frage kommenden angeschaut. Und als es soweit war, haben wir mit drei mir passend erscheinenden einen Tag Probe ausgemacht. Die erste fiel dann mit ihr gemeinsam schon nach drei Minuten aus. Bei der zweiten hat es sofort gepasst. Training ist immer mit Leine und Enni freut sich wie ein Hinkel, wenn es hin geht. Ich kann jeder Zeit unsere Trainerin anfunken wenn ich irgendein Problem oder eine Frage habe. Im Laufe des ersten Jahres hat sich jetzt eine ziemlich stabile Gruppe gebildet über Welpen- und Junghundekurs. Hab in der Zeit aber auch gemerkt, das Angebot der Hundeschule kann super sein, aber was der Hundehalter davon macht und umsetzt ist eben leider häufig ....naja. Manche kommen nur damit der Hund spielen kann.

Enja läuft dort wo es paßt ohne Leine, im Radius von höchstens 15m um mich herum. Wenn uns Trecker, Autos, Jogger, Radler oder Spaziergänger entgegenkommen bleiben wir stehen und sie sitzt entweder aussen an meinem Bein oder "save" zwischen meinen Beinen. Je nach Situation und Eindruck vom entgegen kommenden auch angeleint. Bei entgegenkommenden Hunden wird sie immer angeleint, kann ja nicht riechen wie das Paar drauf ist. Wird leider von vielen Haltern auch stumpf ignoriert.

Meiner Erfahrung nach kann man sehr gut am eigenen Hund sehen, ob der Mensch der da kommt Angst hat oder nicht. Da machen wir dann auch mehr Platz wenn möglich. Das man keinem Hund 100%ig trauen kann unterschreiben ich, so wie uns auch. Uns sogar deutlich weniger als den Hunden. Ich liebe die Gassigänger die nur auf ihr Handy starren, stundenlang stehen und quatschen, neben dem Hund herlaufen und ganz woanders sind, jedenfalls eigentlich nicht wirklich auch nur Ansatzweise "mit" dem Hund gehen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Yetifreunde am 26. Februar 2018, 19:42:45
Spam

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Yetifreunde am 26. Februar 2018, 19:46:30
Link entfernt!1[/b]]Link entfernt!1 (ftp://[b)
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Secret Garden am 26. Februar 2018, 19:58:01
 ::)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Albizia am 26. Februar 2018, 21:37:49
Hundehalsband besticken lassen

Was steht denn drauf?

Herrchen/Frauchen und ich: Gemeinsam überall hin!  ::)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: lord waldemoor am 26. Februar 2018, 21:59:58
adresse drauf wäre ok
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Dexoman am 16. März 2018, 08:23:44
Finde ich wie kein Thema. Wenn jemand Angst hat, dann hat Angst immer, obwohl der Hund kein Problem macht.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Staudo am 16. März 2018, 08:25:37
Ein angeleinter Hund wirkt deeskalierend.  ;)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 10:39:09
Ein angeleinter Hund wirkt deeskalierend.  ;)
exakt!
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 16. März 2018, 12:31:35
Also, vom Verhalten und Umgang mit Hunden z. B. von Dir toto bin ich wirklich begeistert. Ich selbst habe keinen Hund, bin aber kein Hunde- geschweige denn ein Tierfeind.

Aber: Wenn ich hier im Außenbereich spazieren gehe, kommen mir manchmal Hundehalter mit Hund entgegen, manchmal auch mehrere gleichzeitig. Dann entdecken die Hunde mich und kommen auf mich zugelaufen. Ich habe zwar keine Angst vor Hunden, aber ich empfinde es als extrem unangenehm. Besonders, wenn man von den Hunden auch noch beschnüffelt wird. Und woher soll ich wissen, ob einer der Hunde vielleicht doch mal beißt?

Meine Bitte, den Hund doch zurückzurufen, wird meist mit dem typischen "Der tut nix" quittiert. Toll, das ändert doch nichts daran, dass der Hund mir nicht zu nahe kommen soll. Dazu kommt, dass die meisten Hunde nicht erzogen sind und nicht hören....

Neuerdings bin ich dazu übergegangen, zu rufen, dass ich eine Tierhaarallergie habe und die Hunde doch zurückgerufen werden. Erst dann kommen die Besitzer ganz schnell in die Füße und fangen ihre Hunde ein.

Besser wäre es, die Hunde würden an die Leine genommen.

Und noch besser wäre es, wenn sich nur Leute einen Hund anschaffen, die auch "Hundemenschen" sind. Will sagen, dass sie sich auskennen und insbesondere auch das nötige Gefühl und die nötige Autorität für so ein Tier haben. Bei einigen fehlt einfach "der Draht" zu ihren Tieren. (M.E. gilt das im Grunde für alle Tiere.)

LG Piccolina



Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 12:51:41
@piccolina: erst mal danke.
Du wirst es nicht glauben, aber auch mir als Hundehalter ist es äußerst unangenehm, wenn mich fremde Hunde anschnüffeln. Ich bin ja auch mal ohne Hund unterwegs... wenn mir dann die Hunde entgegen kommen und mich womöglich noch ablecken... ich finde das rücksichtslos von den Haltern, sorry, die Hunde können nichts dafür. Ob der nun was tut oder nicht, ist dabei völlig wurscht. Ich renne ja auch nicht auf wildfremde Menschen zu und streichle die ;-) ;-) ;-)

Es ist einfach eine Sache von Respekt (oder eben Respektlosigkeit) dem Fremden gegenüber. Wenn manche meine Hunde streicheln wollen und ich das nicht will, sage ich einfach: Vorsicht, der hat Flöhe!  ;D ;D ;D

Andererseits: wenn ich z.B. eine Familie sehe und die kleinen Kinder zeigen Ängste, Vater/Mutter versucht Erklärungen usw. - dann bin ich durchaus bereit, den Hund abzulegen und dem Kind zu zeigen und zu erklären, dass es in diesem Fall keine Angst haben muss und dass es den Hund auch mal streicheln darf, wenn es gefragt hat. Kleine Übungsstunde sozusagen ;-)...

Das ist immer situationsbezogen.

Freilaufende Hunde machen auch mir zu schaffen, zumal wenn ich meine beiden an der Leine habe.
Diese Unsitte - frei Leine - ist zumeist, sorry, bestimmten Hundeschulen zu verdanken, die lehren: der Hund kommt immer zurück, dieses Rückrufmysterium.
Es ist ein Hund, ein Tier, ein "Landraubtier"... in 98% kommt er (wenn gelernt) zurück, in 2 % definitiv nicht.
Kein Mensch ist 100%... warum sollte es dann ein Tier sein?

vor 60 Jahren
(http://up.picr.de/32111858hw.jpg)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 16. März 2018, 13:23:22
Hallo toto,

ich kann Dir nur zustimmen.

Das mit dem fehlenden Respekt ist auch so eine Sache.

Neulich kam ich aus dem Haus, ein freilaufender Hund war an meiner Treppe, lief zwei Meter und pinkelte an eine Staude....  die Besiterin kam dann auch, ich fragte, ob das denn sein müsse, ich wolle die Stauden morgen schneiden.

Nein, meinte sie, das müsse nicht sein, ich rufe ihn ja schon.    (Sie hat ihn erst gerufen, als sie mich sah.....)

Ja, sag ich, aber der hört ja gar nicht. Ich will die Stauden morgen schneiden, das ist doch eklig.

Dann die Krönung: Sie sagte: "Dann muss man da eben mal mit der Gießkanne drüber."

Unglaublich!!!!! Ich muss auf meinem privaten Grund erstmal die Pi..e von einem Hund wegmachen, bevor ich meine Stauden schneiden kann????? So eine bodenlose Frechheit.

Den Tieren mache ich bestimmt keinen Vorwurf. Es ist immer der Mensch Schuld, der sich ein Tier anschafft und damit auch die Verantwortung dafür übernimmt.

Das Bild ist süß - ich selbst hätte Bedenken bei kleinen Kindern und Hund. Wenn ich ein Kind hätte, hätte ich definitiv keinen Hund (aber das ist nur meine Entscheidung für mich persönlich.)

LG Piccolina

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 13:32:30
nun ja, ich bin mit der Hündin aufgewachsen... früher gab es auch andere Regeln. Ich höre noch, wie meine Großmutter immer sagte: fass den Hund nicht an, der ist schmutzig...  ;D... konnte sie dennoch nicht verhindern, war mein Spielgefährte.

Das mit Deinem Garten/fremder Hund... da hätte ich gewiss einen Zaun. Ist jedenfalls eine Zumutung der Besitzerin... unglaublich.
Kenne ich aber, insbesondere von Rüdenbesitzern, die meinen, ihr Rüde müsse ja schließlich markieren - weil es ja ein Rüde ist.
Auch solche Sprüche sind Unsinn und zeigen eigentlich nur den Menschen, der den Hund hält.
Rüden müssen, wenn sie müssen. Alles andere wie markieren z.B. gehört zu den Unerzogenheiten.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 16. März 2018, 13:45:54

Das mit Deinem Garten/fremder Hund... da hätte ich gewiss einen Zaun. Ist jedenfalls eine Zumutung der Besitzerin... unglaublich.

Rüden müssen, wenn sie müssen.

Ja, grundsätzlich finde ich es auch toll, wenn Kinder mit Tieren aufwachsen. Aber bei Hund und (Klein-)Kind hätte ich zu viel Angst.

Mit einem Zaun ist es leider nicht so einfach. Ich muss mit den Fahrzeugen raus und rein - da wäre ein Tor sehr nervig. Aber was noch mehr wiegt: das Grundstück liegt in einer Kurve und es ist abzusehen, wann der Zaun kaputtgefahren wird. Aber vielleicht finden wir irgendeine Lösung. Das wird nicht der einzige Hund sein, der hier auf das Grundstück läuft ohne dass ich es grad sehe....

Wenn man den Rüden an der Leine hat, dann kann man ja ein wenig steuern, wo er läuft  und hinmacht. Auf der anderen Straßenseite ist z. B. nur eine Koppel. Aber wenn der Mensch nicht will.....

LG Piccolina
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 13:48:53
Wenn man den Rüden an der Leine hat, dann kann man ja ein wenig steuern, wo er läuft  und hinmacht. Auf der anderen Straßenseite ist z. B. nur eine Koppel. Aber wenn der Mensch nicht will.....
LG Piccolina

so isses... immer das andere Ende der Leine.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Staudo am 16. März 2018, 14:05:59
Schön, was  ein potenzieller Spämmer für Diskussionen auslöst.  ;D Ich mag es auch nicht, wenn fremde Hunde auf mich zustürzen, habe aber zum Glück keine Angst vor den Tieren. Mache ich unterwegs ein Schwätzchen mit einem Hundehalter, sage ich schon mal, dass der Hund ruhig schnuppern darf. Das meine ich sogar ernst. 
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Waldschrat am 16. März 2018, 14:24:01
Hund und Kleinkind geht durchaus wenn zumindest ersterer gut erzogen/im Griff ist  ;D - vor 66 Jahren: 

(http://thumbs.picr.de/32112520rp.jpg)

ähm, bekomme es nicht gedreht

Ansonsten: Bin auch für rücksichtsvolles Miteinander und somit in der Regel für Leine.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 14:31:55
Schönes Bild!
Mal ehrlich - wer in irgendeiner Weise auf dem Land groß wurde, hatte unweigerlich auch mit Hunden zu tun, oder?
Da gab es allerdings noch keine Hundeschulen, die Hunde haben nicht wüst um sich gebissen und Kinder verschluckt... und bekamen auch kein Filet, sondern den Abfall vom Tisch und wurden trotzdem (oder deshalb?) steinalt.

Durch die Aufwertung durch alles Mögliche gibt es heute eben Probleme.
Letztlich sollte es immer nur um §1 der StVO gehen: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 16. März 2018, 14:38:24
Hund und Kleinkind geht durchaus wenn zumindest ersterer gut erzogen/im Griff ist  ;D

Ein Tier hat man nie (!!) zu 100 % im Griff.

Mir persönlich wäre es zu riskant. Aber hatte ich ja alles schon geschrieben. Es sind halt die Kinder die leidtragenden, wenn es dann doch zu einem Biß kommt.

LG Piccolina

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 15:27:59
... und die Eltern in der Verantwortung, wenn sowas passiert. Man hat als Eltern eine Aufsichtspflicht. Man nennt es auch Vernachlässigung der Aufsichtspflicht.
Hund und Kind alleine - n i e m a l s!

Es sind immer beide Seiten.
Wenn ein Kind in den Gartenteich fällt und Schlimmeres passiert, trägt der Teich keine Schuld.
Es sind doch völlig normale Dinge: Man geht auch nicht von hinten an ein Pferd, ohne es angesprochen zu haben.

Daher lege ich z.B. auch besonderen Wert darauf, wenn ein Kind meinen Hund streichelt, gleichzeitig nachhaltig zu erklären, dass es vorher bei  j e d e m  Hund  f r a g e n  muss.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 16. März 2018, 15:41:32
Ich hab ja nur von mir selbst geschrieben: Wenn ich Kinder hätte, hätte ich keinen eigenen Hund.
Wenn andere es anders machen, ist es für mich doch ok.
Ich finde nur die Konsquenzen für das Kind so tragisch, wenn es z. B. in das Gesicht gebissen wird.
Das kann m. E. auch passieren, wenn der Besitzer daneben steht.
Jeder macht das, was er meint verantworten zu können. Ist doch ok., oder?

LG Piccolina
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 16. März 2018, 19:40:50
Das kann m. E. auch passieren, wenn der Besitzer daneben steht.
Jeder macht das, was er meint verantworten zu können. Ist doch ok., oder?
LG Piccolina

Hast ja völlig Recht. Leider sehen das nicht alle so - und dann ist das trara groß...

Die eine Seite ist der Besitzer - die andere Seite sind die Eltern.
Ich habe/hatte auch ein Klein-Kind und hätte es

1. nie allein gelassen mit meinem (ach so lieben) Hund

und

2. NIE an fremde Hunde gelassen.

Insofern habe ich die Risiken (unter meiner Aufsicht! und Aufsichts-Pflicht!) ausgeschlossen für mein Kind.
Eigentlich verhältnismäßig einfach, wenn man sich seiner Verantwortung bewusst ist.
Die Unfälle, die bisher passierten - passierten nicht deshalb, weil jeder seiner Pflicht nachkam, sondern deshalb, weil eine Seite ihrer Pflicht  n i c h t  nachkam. So ist das.

Als Kind habe ich auch alle Tiere angefasst und stets die Antwort bekommen - bei Katze sowohl als auch bei Hund. Allerdings hatte ich immer selbst Schuld - was mir Eltern und Großeltern umgehend vermittelten.
Heute ist immer "der andere" schuld... und das nervt, gewissermaßen  ;)

Im Übrigen fasse ich auch heute selten oder nie fremde Hunde an. Man muss nicht jedes Tier, was man sieht, unbedingt "kuscheln".
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Roeschen1 am 18. März 2018, 15:19:04
Man, Kind ist lebenslang traumatisiert, wenn etwas passiert. Da muß keine Verletzung gewesen sein.
Ich hatte schon einmal Todesangst durch 3 große um ihre Rangordnung kämpfende Hunde. Das geht nie mehr weg.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: July am 18. März 2018, 16:40:33
Unsere beiden Jungs sind mit Deutschen Doggen im Haus aufgewachsen und unsere jetzt 1-jährigen Enkelkinder lernen auch gleich Hunde kennen. Unsere jetzt fast 10 Jahre alte Dogge geht sehr liebevoll mit den Kleinen um.
Ich bin auch mit Hunden und vielen Waldtieren und Federvieh aufgewachsen, wir Kinder haben u.a. einen Jungfuchs groß gezogen (vom Fuchbandwurm hat damals noch keiner geredet....).
Und ich muss sagen Es geht!!! Aber man darf ein Tier niemals mit einem Kind allein lassen, einem Tier niemals 100%ig trauen und auch kleine Kinder müssen gleich lernen, daß Hunde Grenzen haben und nicht gezwickt und gequält werden möchten.
Ich habe in 23 Jahren Hundepension fast alle Hunderassen kennen gelernt und viele Menschen, die nicht die Wahrheit über ihren Hund erzählen.
Gebissen worden bin ich trotzdem nur einmal von einem Dackel, der sich erschrocken hatte und der sich gleich dafür bei mir "entschuldigt" hat.
Und ausserhalb des Grundstückes bin ich für Hunde an die Leine!! Immer!
Aber heute brauchen die Hundebesitzer meist keine Leine mehr.......der Hund ging ja zur Schule und braucht nicht angebunden werden ::) ::)!
Erst neulich kamen mir Leute im Wald entgegen mit 3 Hunden, natürlich ohne Leine.....und brüllten schon von weitem ob ich mein Riesenviech dann auch halten könne und ob das Rüde oder Hündin ist und ob das beisst..........dann brülle ich zurück "Beisst" ;D ;D Und schon machen die Leute kehrt und ich habe wieder meine Ruhe ;D ;D Und überhaupt.....im Wald gehört jeder Hund an die Leine.....das Wild möchte auch seine Ruhe........das ganze ist ein Thema ohne Ende......:)
LG von July
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 18. März 2018, 17:32:04
Gebissen worden bin ich trotzdem nur einmal von einem Dackel, der sich erschrocken hatte und der sich gleich dafür bei mir "entschuldigt" hat.

Ich hatte mehrmals das "Glück"  ;D ;D ;D - war aber immer selbst schuld.
Einmal wollte ich zwei Pudel, die sich grad in der Wolle hatten, trennen. Wo? Na klar - mit Schnauzengriff... nur war mein Finger dann dazwischen. Ok, gelernt.
Das nächste mal umarmte ich eine Colliehündin von Bekannten... die drehte sich um, weil sie das wohl nicht mochte. Gelernt. Macht man ja auch nicht.
Bei meiner eigenen Hündin - Mittelhandknochen gebrochen im Spiel... auch meine eigene Schuld. Zum Glück kein Schmerz, OP und gut. Es lag am Spielzeug, das ich irgendwie verdreht in der Hand hielt. Gelernt.

Wahrscheinlich noch öfter gebissen, aber alles behalte ich auch nicht, weils auch nicht so wichtig war.

Will sagen: es passiert eben manchmal, es sind Tiere. Traumatisiert bin ich immer noch nicht ;D, es hat geholfen zu lernen,
dass man
1. streitenden Hunden nicht ins Maul fasst
2. fremde Hunde nicht umarmt
3. Respekt beim Spielen und auch sonst... und überhaupt bewahrt, ob Hunde klein oder groß sind.

Wenn meine Großen sich heute mal in der Wolle haben, gehe ich einfach weg... und im gleichen Moment hören sie auf.
Blut floß noch nie, laut ist es immer... Zickenalarm ;D

Zum Wald: im Wald schon mal grundsätzlich Leinenpflicht.
Ohne Leine sind meine nur im Training auf abgegrenztem Raum oder auf dem Hof/im Haus.



Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: July am 18. März 2018, 17:59:15
Wahrscheinlich bin ich im Leben auch mal öfters gezwickt worden, was ich aber vergessen habe, also kein Trauma:)

Eure uralten Nostalgiebilder mit den Hunden sind ja schööön!!!
Irgendwo habe ich - glaube ich - auch noch sowas in den alten Fotoalben.........

Und noch was, Hunde sind einfach ganz tolle Kameraden und Begleiter und auch mal Tröster. Ich möchte nicht drauf verzichten.
Bei unseren Kindern soll in den nächsten Jahren wohl ein Neufundländerbaby einziehen, auf jeden Fall soll es ein Felltier werden. Vom Berner Sennen sind sie nun ab.....die sind so oft krank und nicht immer nur freundlich.....habe selbst in meiner Pension die Erfahrung gemacht.

Man muss wohl einfach nur Glück haben und auch selbst dran arbeiten ;)
LG von July
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 18. März 2018, 18:05:22
Gebissen worden bin ich trotzdem nur einmal von einem Dackel, der sich erschrocken hatte und der sich gleich dafür bei mir "entschuldigt" hat.
LG von July

Hallo July, hallo toto,

also ich denke, dass da jeder so seine eigene Erfahrung und/oder Einstellung hat. Meine hatte ich ja schon dargelegt. Das muss jeder für sich entscheiden.

Was ist denn, wenn sich die Dogge oder ein anderer Hund erschreckt und das 1-jährige Kind beißt?
Habt ihr da denn gar keine Angst um Euer (Enkel-)Kind? Ich könnte das nicht...

LG Piccolina
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: July am 18. März 2018, 18:47:33
Hallo Piccolina:)
Ein Hund beisst ja nicht gleich wenn er sich erschreckt. Und nein unsere Dogge ist nicht schreckhaft mit Menschen.....eher mit Mäusen ;D
Der Dackel damals.....der war fremd und bei mir in Pflege und es war dunkel........

Ich lasse natürlich die kleinen krabbelnden Enkel und unsere Perle NIEMALS allein, auch nicht für eine Sekunde!! Und meist verzieht sich der Hund eh in Wintergarten wenn dort die Sonne scheint oder sie liegt in ihrem Korb und schläft seelig auf dem Rücken ;)
Die kleine Rike möchte da ständig hin hin hin......der kleine Karl freut sich nur und läßt Hund zufrieden.

....und die Enkel sind nicht jeden Tag bei mir.

Es läuft schon alles gut so und unsere Kinder sind ja auch hundeliebend.....wohl weil sie auch damit aufgewachsen sind......das macht schon immer viel aus.

Aber ich akzeptiere die Meinung anderer Menschen und ich möchte gar nicht, daß mein Hund jeden Menschen begrüsst und beküsst.....das tut ja nun wirklich nicht nötig und kann schon als Belästung gesehen werden und beängstigend wirken.
Und ich möchte auch nicht von jedem Hund angesprungen werden den ich unterwegs treffe.
LG von July
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 18. März 2018, 19:03:24

Hallo July, hallo toto,
Was ist denn, wenn sich die Dogge oder ein anderer Hund erschreckt und das 1-jährige Kind beißt?
Habt ihr da denn gar keine Angst um Euer (Enkel-)Kind? Ich könnte das nicht...
LG Piccolina

hatte ich schon geschrieben: weil Hund und Kind NIEMALS alleine zusammen sind, kann das nicht passieren.

Ich habe keine Angst davor, weil ich auf mein Kind oder Enkelkind (in spe ;)) aufpasse.
Und so wie July schrieb: ein Hund beißt nicht einfach mal so in ein Kind... warum sollte er das tun?
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 18. März 2018, 20:19:55
Hallo toto,

es gibt genug Beispiele, wo ein Hund auch ein Kind gebissen hat. Der Grund, warum es dazu gekommen ist, ist mir persönlich egal. Den Schaden hat das Kind. Das ist der Punkt um den es mir geht.

Ihr könnt das mit Euren Kindern und Hunden ja gerne so machen, da hab ich kein Problem mit. Ihr werdet mich aber nicht überzeugen und ich werde Euch nicht überzeugen. Ist doch ok.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man schnell genug sein Kind wegnehmen kann, wenn der Hund sich erschreckt und zubeißt. Dem Dackel aus dem Beispiel wäre es wohl egal gewesen, ob ihn nun ein Erwachsener oder ein Kind erschreckt hat. Wenn Hund und Kind nebeneinander sitzen/stehen kann man m. E. gar nicht schnell genug reagieren.

Aber wie schon geschrieben: Jeder hat seine Meinung - und das ist auch gut so.

Was ansonsten den Umgang insb. bzgl. Leine angeht, sollten andere sich gerne ein Beispiel an Euch nehmen.

Habt einen schönen Rest-Sonntag!

LG Piccolina

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 18. März 2018, 20:26:04
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man schnell genug sein Kind wegnehmen kann, wenn der Hund sich erschreckt und zubeißt.
LG Piccolina

das leidige Streitthema... man lässt das Kind erst gar nicht soweit ran an den Hund.

Der Hund ist ein Tier und kein Stoff-Tier, sondern ein echtes. Ein Tier ist NIE berechenbar - Kleinkinder im Übrigen auch nicht.
In jedem Fall!!! tragen die Aufsichtspersonen die Verantwortung.

Diese Diskussionen um "Hunde beißen Kinder"... ... kann ich - ehrlich gesagt - nicht mehr hören.
Auf Hunde UND Kinder aufpassen - das ist der Schlüssel.
Wer diese Verantwortung nicht tragen kann, sollte sich beides!!! nicht anschaffen.

Nebenbei: ich glaube nicht, dass es hier darum geht, jemanden zu überzeugen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 18. März 2018, 20:43:57
Wer streitet denn hier? Ich nicht.

Dass es Kinder gibt, die von Hunden gebissen wurden, ist ja wohl eine Tatsache. Diese Kinder gibt es definitiv.

Außerdem habe ich nicht verallgemeinert "Alle Hunde beißen Kinder" sondern gesagt, dass ich keinen Hund hätte, wenn ich ein Kind hätte. Mehr nicht.

Und das Thema Kind und Hund diskutier ich auch nicht. Du hast Deine Meinung und ich meine. Die haben wir beide dargelegt und gut ist. Damit ist für mich das Thema auch abgehakt. Alles gut.

LG Piccolina
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Quendula am 18. März 2018, 22:04:47
- Kleinkinder im Übrigen auch nicht.

DAS versuche ich den Hundespaziergängern beizubringen, wenn ich mit den kleinen Takis draußen bin  ::). "Der Hund tut nix..." - "Kann ja durchaus sein, aber das Kind schon."
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 18. März 2018, 22:30:33
Taki=Tageskinder?
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: July am 19. März 2018, 06:53:38
Kinder die von Anfang an von Hunden und anderen Tieren ferngehalten werden weil der Erwachsene sagt diese beissen.....werden nie ein richtiges Verhältnis zum Tier bekommen und ein Leben lang Panik vor Tieren haben weil sie es ja nicht anders gelernt haben.
In Kinderbüchern sind Tiere lieb und werden besprochen und gestreichelt und in natura beisst alles ??? ;D

Je früher je besser mit Hund und Kind. Und natürlich muss der dazugehörige Erwachsene auch ohne Angst sein.

Die Omas damals vor über 30 Jahren waren auch rebellisch:) Meine Mutter meinte die Dogge frisst das Baby, ich solle lieber einen Dackel anschaffen und die Dogge weggeben. Meine Schwiegermutter hatte nicht das Problem.....aber ihr war es eben nicht steril genug mit Hund und Kind im Hause ;D
Nach einiger Zeit hatten sie sich alle beruhigt:)
LG von July
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Quendula am 19. März 2018, 07:03:21
toto, ja.

July, volle Zustimmung.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 19. März 2018, 10:04:12
Kinder die von Anfang an von Hunden und anderen Tieren ferngehalten werden weil der Erwachsene sagt diese beissen.....werden nie ein richtiges Verhältnis zum Tier bekommen und ein Leben lang Panik vor Tieren haben weil sie es ja nicht anders gelernt haben.
LG von July

Hallo July,

niemand hat hier behauptet, dass Kinder von Hunden und anderen Tieren ferngehalten werden sollen.
Außerdem habe ich keine Angst vor Tieren. Respekt ja. Ich hätte auch Tiere, wenn ich die Zeit dafür hätte. M. E. sollte ein Tier nicht den ganzen Tag allein zu Hause sein. Das ist aber schon wieder ein anderes Thema.

Ich habe nichts dagegen, wenn andere Kinder mit Hunden aufwachsen lassen. Können andere gerne so machen. Aber es ist müßig das immer wieder zu wiederholen. Es wird anscheinend nicht verstanden.

Habt einen schönen Tag, die Sonne scheint.

LG Piccolina
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Quendula am 19. März 2018, 12:26:38
Hej Piccolina, musst Du ja auch nicht daurnd wiederholen  :). Widerspricht ja auch keiner. Hier sagt doch jeder nur seine Meinung zu dem Thema. Bei mehr als 15 Tausen Purlern kann das eben etwas dauern  ;).
Und, zumindest lese ich das so heraus, will keiner, dass (kleinere) Kinder und Hunde allein gelassen werden in der Gewissheit, dass die sich ja kennen und beste Freunde sind und schon nichts passieren wird. Bei beiden kann man nie hundert Prozent sicher sein, wie sie agieren und reagieren.

Ich les nur deshalb mit, und mische mich grad etwas ein, weil wir (Kollegin und ich) im Wald auf viele Hunde und ihre Menschen treffen. Die Meisten davon leinen die Hunde sofort an, wenn sie uns bemerken. Oder nehmen die Hunde dicht bei Fuß unter Kontrolle. Aber es gibt da auch Kandidaten, die uns einreden wollen, dass ihr Hund kleine Kinder gewohnt ist und wir zulassen müssen, dass unsere Takis Kontakt mit dem Tier haben, damit sie (die Kinder) nicht Panik angelernt bekommen. Panik vermitteln wir ganz sicher nicht  ::), aber Respekt vor fremden (!) Tieren. Und wir wollen auch nicht, dass die Hunde an unsere Kinder rangehen, auch nicht zum Schnuppern. Immerhin kann man sich das als Erwachsener so vorstellen, als wenn ein Stier auf einen zugerannt kommt und irgendwo hinten jemand ruft "Ganz ruhig stehen bleiben. Der tut nix!"  :-X :-X Nur so zum Größenvergleich.
Dass Hunde gute und zuverlässige Gefährten sind/sein können, müssen die Elten vermitteln. Ist nicht meine Aufgabe.


Meine Meinung; Ratschläge oder Tipps brauche ich nicht. Höchstens noch ein kurzes und schlagendes Argument. "Ich will das nicht", wirkt bei dem einen Hundehalter nicht  ::).
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 19. März 2018, 13:03:13
@Quendula: so isses.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Piccolina am 19. März 2018, 13:18:57
Meine Meinung; Ratschläge oder Tipps brauche ich nicht. Höchstens noch ein kurzes und schlagendes Argument. "Ich will das nicht", wirkt bei dem einen Hundehalter nicht  ::).

Hej Quendula,

wenn sich jeder draußen mit dem Hund so verhalten würde wie toto es beschreibt, hätten wir die ganzen Probleme nicht. Bei vielen Hundehaltern fehlt wirklich der Respekt.

Wenn freie Hunde auf mich zugelaufen kommen, rufe ich neuerdings, dass ich eine Tierhaarallergie habe. Das hat tatsächlich schon funktioniert, die Besitzer haben es dann sehr eilig, den Hund einzufangen.... vielleicht hilft es bei Euch auch.... ;)

LG Piccolina

Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Quendula am 19. März 2018, 13:20:44
Werde ich ausprobieren  :D.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 19. März 2018, 13:50:13
Quendula: wenn der Typ immer wieder seinen Hund ran lässt, obwohl du ihn aufgefordert hast das bleiben zu lassen, wär mein nächster Schritt Foto von Hund und Halter ans Ordnungsamt. Manche Typen sind echt zu blöd für gute Worte  >:(
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 19. März 2018, 14:28:46
PS: zum Thema Hund und Kind gibt es eine wirklich nette, sachlich gute Buchreihe vom Canimos Verlag.
Klick

Wenn man dagegen Hund und Kind googelt, stößt man zunächst auf endlos viele ach so niedliche You-Tube Videos, bei denen einem in der Regel die Haare zu Berge stehen, weil in 9 von 10 Videos genau die Situationen zu sehen sind, in denen Kinder gebissen werden. Und die Eltern filmen und finden es niedlich. (Umarmen, auf die Nase küssen, Kopf mit in den Napf stecken, Auf dem Hund sitzen oder ärgeres)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Staudo am 19. März 2018, 14:35:24
wär mein nächster Schritt Foto von Hund und Halter ans Ordnungsamt.

Vielleicht reicht es fürs erste das Smartphone zu zücken, mit Fotos zu drohen und die Kampfmutter zu spielen?
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Eva am 19. März 2018, 14:46:45
 :D
Häufig reicht das, das ist ja ein eingebauter Zwischenschritt.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: toto am 19. März 2018, 19:13:57
.... Regel die Haare zu Berge stehen, weil in 9 von 10 Videos genau die Situationen zu sehen sind, in denen Kinder gebissen werden. Und die Eltern filmen und finden es niedlich. (Umarmen, auf die Nase küssen, Kopf mit in den Napf stecken, Auf dem Hund sitzen oder ärgeres)

Ich denke, man darf nie pauschalieren und solche Filme verallgemeinern. Niemand von uns kennt die Situation.
Was für die eine Situation richtig ist, kann für die andere falsch sein.

Nach wie vor denke ich, dass viel mehr Kinder in elterlichen oder verwandtschaftlichen Gefilden missbraucht werden als Kinder von einem Hund gebissen werden.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Jana_Mai76 am 22. Oktober 2019, 10:02:08
Damit er frei rumlaufen kann und sich noch mehr Bewegung holt in dem er mal über Feld sprintet... ist doch klar! Hat ja nix mit der Gehorsamkeit zu tun. Kann ja nicht jeder nen Dauerlauf starten...
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Schnefrin am 23. Oktober 2019, 20:12:35
Damit er frei rumlaufen kann und sich noch mehr Bewegung holt in dem er mal über Feld sprintet...

... und dann hinter Hasen oder Rehen herjagt, bevorzugt dann wenn diese Tiere Junge haben...

... aber das hat er ja selbstverständlich noch nie gemacht und würde er auch nie machen, nicht wahr?  ::)
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Obstjiffel am 23. Oktober 2019, 23:34:29
Was mich in dem Zusammenhang echt mal interessieren würde ist, wie hoch der %tuale Anteil der Hunde ist welche Wild jagen, unabhängig davon ob es dabei stirbt. Und dann der %tueale Anteil des Wildes das von Autos getötet wird. Oder wieviele von ja tatsächlich immer noch Wilderern, oder Deppen die wie bescheuert mit Luftgewehren auf alles schießen was Nachts vierbeinig herum läuft, gibt sicher noch diverse andere Mensch gemachte Möglichkeiten. Danach kräht kein Hahn. Ist ja auch leichter auf den öffentlich beschriebenen Dingen herumzureiten, als sich Gedanken darüber zu machen was wir eigentlich alles so mit Tieren, egal ob Wild- oder Haustier, anstellen. Die Relationen sind für mich wirklich nicht begreifbar. Nein ich finde es nicht gut wenn mein Hund jagt und übe aktivt mit ihr. Doch tatsächlich glaube ich, jagende Hunde sind im Verhältnis deutlich seltener als Tötungen von Autos etc.

Wenn ich alleine auf meiner täglichen Fahrt zur Arbeit eigentlich ständig irgendwelche toten Füchse, Hasen, Marder, Igel, Vögel, Katzen und auch Hunde am Rand der Autobahn liegen sehe. Das ist etwas was mich zu einem sehr passiven Fahrer gemacht hat, immer auf der Hut vor dem was da vom Straßenrand kommen kann. Dass schließt Menschen ein. Vor gar nicht langer Zeit lag eine Wildsau unter einem Auto und ihre toten Frischlinge auf der Straße verteilt. Um die Frischlinge sind alle herumgekurvt und weiter gefahren. Ich hab sie dann wenigstens mal an den Rand geschafft bis der Förster kam. Mir tat das weh, Vorbeifahrende mussten unbedingt genervt hupen, weil ich im Weg war und ihnen ein paar Sekunden ihrer Zeit genommen habe.

Grundsätzlich, ich nehme Enja an die Leine wenn mir Menschen entgegen kommen, denen man immer! ansieht dass ihnen der Hund nicht geheuer ist. Ich gehe mit ihr an den Rand, lasse sie sitzen und warte bis derjenige vorbei ist. Die meisten bedanken sich tatsächlich dafür. Ich nehme sie grundsätzlich an die Leine wenn mir Hunde an der Leine begegnen und in der Setzzeit sowieso. Wir bleiben bei jedem Fahrrad, Jogger, Kindern etc. stehen, einfach damit der Gegenüber die Sicherheit hat, es passiert nichts. Dabei ist sie nicht zwangsläufig immer an der Leine, dass ist Situationsbezogen. Wenn man aufmerksam unterwegs ist sieht man, wo die Situation es erfordert. Das ist vielleicht eine halbe Minute meiner Zeit, auf einen Spaziergang verteilt kann es auch mal zu insgesamt fünf Minuten werden. Aber was ist das im Vergleich zu Theater, Stress, Unfrieden, Geschreie etc. Dem muss ich weder mich, noch meinen Hund noch den Gegenüber aussetzen.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Rieke am 24. Oktober 2019, 09:23:52
Das Problem ist nicht nur, ob der Hund ein Wildtier tatsächlich erlegt, schon das Aufscheuchen ist eine Belastung. Bei Wasservögeln, die im Winter oft gerade so überleben, kann das einmal Auffliegen wg. einem freilaufenden Hund schon zuviel sein.
Titel: Re: Hunde an Leine
Beitrag von: Peter_Lustig1000 am 01. Januar 2020, 21:12:40
Hallo Obstjo,
das ist ein schwieriges Thema. Ich finde es super, wenn Hunde frei herumlaufen dürfen, aber natürlich gibt es auch Menschen die angst vor Hunden haben oder es unangenehm finden, wenn ein Hund frei herumläuft. Vielleicht sollte man ihn in der Nähe von Menschenmassen anleinen und in der Natur frei herumlaufen lassen. Wenn er brav ist und nicht direkt zu den Menschen läuft, ist das ja total okay. Ich habe auch eine Hündin, die zwar sehr klein und zierlich ist, aber dennoch ist sie immer so glücklich, wenn ich die Leine abmache und das freut mich sehr.
Gruß,
Peter