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Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Mariella am 05. Juni 2005, 09:51:47

Titel: Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 05. Juni 2005, 09:51:47
hallo leute!

da ich nicht in 3 verschiedene threads posten wollte um vielleicht eine antwort zu bekommen, mache ich es hier - also sozusagen alles auf einmal.

abgesehen von meine tomatenprobleme, kommen jetzt in mein neu angelegtes mini gemüsebeet lauter neue dazu.

ich habe irgendwann (leider habe ich noch nicht die gewohnheit aufzuschreiben, wann genau ich gepflanzt oder gesät habe) radiesschen als band in die erde gelegt, sie sind auch sehr brav gewachsen und ich hab sie auch regelmässig gegossen, damit sie nicht holzig werden und auch rechtzeitig geerntet. trotzdem haben sie irgendwelche kleine würmer drin gehabt, ich wusste gar nicht dass es sowas gibt.

als nächstes mein rucola - er sieht prächtig aus und schmeckt auch so, allerdings sind die blätter total durchlöchert, jetzt habe ich dort so winzig- kleine schwarze käfer gesehen. was kann man dagegen tun?

dann sind meine zucchini dran - es sollte eine kletternde sorte sein, aber die wollen nicht klettern. dafür haben sie jetzt schon so riesige blätter - ca. 40cm durchmesser - werden sie, glaubt ihr, doch irgendwann mal klettern oder bleiben sie so und spielen sonnerschirm für alles andere rundherum?

naja und die karotten wollen auch nicht so recht - hin und wieder sieht man diese dillartige büschel aber das war auch alles.

und meine zuckererbsen sind gerade mal 10cm hoch - keine knospen und kein wachstum :'(

das einzige was halbwegs gesund zu sein scheint ist der koriander und sämtliche andere kräuter in der ersten reihe...
ich weiss, dass es keine geheimrezepte gibt für alles was ich beschrieben habe, aber vielleicht habe ich einiges falsch gemacht und ihr wisst was es ist

lg,
der traurige gartenneuling *g*
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: pocoloco am 05. Juni 2005, 18:53:01
Hi,

im speziellen ist das recht schwer zu beurteilen, da unterschiedliche Pflanzen auch unterschiedliche Ansprüche haben. Und nicht jeder Boden und jede Lage ist für jedes Gemüse geeignet. Daher laß mal nicht gleich den Kopf hängen, da muß man einiges ausprobieren und leider auch die eine oder andere leidvolle Erfahrung hinnehmen. Bohnen und Kartoffeln gehen bei mir eigentlich problemlos, *dreimalaufholzklopf*, an anderen Dingen kann ich schier verzweifeln, so kriege ich z.B. keinen Bärlauch in den Garten. Wurzeln und Porree fallen regelmäßig den Viechern zum Opfer, selbst nach mehreren Jahren Pause mit diesen Gemüsen, sodaß diese nicht aus meinem eigenen Boden stammen können. Einiges kann man aber selbst dazutun: So brauchen Möhren sehr tiefgründig lockeren Boden, hab´ irgendwo in einem 50er Jahre-Gartenbuch gelesen, doppelte Spatentiefe umgraben, was ja auch nicht so unlogisch ist, sie sollen ja recht schnell eine gerade und lange Pfahlwurzel ausbilden. Außerdem haben Wurzeln eine sehr lange Keimdauer, und wenn man sie zu früh sät, vergammeln die Saat in der Erde. Zuccini stehen gerne auf Kompost oder Mist, da sie Starkzehrer sind. Allerdings hab´ ich von kletternden Sorten nicht wirklich was gehört, bei mir wachsen sie auf dem Boden.

Vielleicht machst Du einfach einmal etwas genauere Angaben, wann z.B. hast Du die Zuckererbsen gesät, meine sind seit dem 15.3. drin und haben die ersten kleinen Schötchen, also fast drei Monate. Es war ja bisher auch recht kalt.

Grüße

Uwe
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: bea am 05. Juni 2005, 19:54:35
Hallo Mariella
die Löcher an deiner Ruccola stammen von Erdflöhen, wie du richtig beobachtet hast, sind das kleine Käfer, die wegspringen, wenn man in die Nähe kommt. Ausser, dass es nicht sehr schön aussieht, machen diese kleinen Löcher der Ruccola nix. Man kann es auch problemlos essen, ist ja keine Krankheit, es hat nur zuvor schon jemand davon genascht.

Die Erflöhe können auch daran schuld sein, dass nur so wenige Karottensämlinge zu sehen sind - diese fressen sie im ganz jungen Stadium sehr gerne oder Schnecken haben sie beim auflaufen abrasiert.

Die Würmer in den Radieschen gibt es je nach Witterung und Boden mal mehr mal weniger häufig. - Einfach wegschneiden, was befallen ist, den Rest kann man immer noch essen.

Wie lange ist es ungefähr her, dass du deine Erbsen gesät hast?
Erbsen mögen keinen frisch gedüngten Boden und bevorzugen einen gut durchlässigen Boden.
Grabe mal vorsichtig entlang einer Erbsenpflanze nach unten und schau nach, ob vielleicht Wurzelläuse saugen.

Auch eine Kletterzucchini hat einen riesigen Durchmesser an dem Platz wo sie gepflanzt wurde. Erst geht sie in die Breite und dann erst in die Höhe, bzw wandert übers Beet, wenn man ihr keine Rankhilfe gibt. Sie brauchen eigentlich mehr Platz, nach meiner eigenen Erfahrung, wie eine ganz normale Zucchini.

LG, Bea
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Feder am 05. Juni 2005, 21:07:30
Hallo Mariella
Gegen Erdflöhe, die eigentlich eher Schönheitsfehler verursachen, ;), nützt es, das Beet feucht zu halten. Sie lieben nämlich Trockenheit.
Karotten und Radieschen würde ich als schwierige Gemüse bezeichnen, die wachsen nicht in jedem Gartenboden gleich gut. Würmer in Rettichen kann man mit Gemüsefliegennetzen verhindern, die müssen aber ständig auf den Pflanzen bleiben.
Das mit der Zucchini ist wie Bea es beschreibt, sie beginnen erst nach einiger Zeit zu klettern. Dann jedoch muss man sie sehr gründlich und regelmässig aufbinden, sonst liegen sie am Boden und brauchen viel mehr Platz als andere Zucchini. So grosse Blätter sind für Zucchini normal.
Erbsen machen meiner Beobachtung nach gerne eine kleine Pause, wenn sie ungefähr handhoch stehen. Da musst du ein bisschen Geduld haben. Es ist gut, wenn man sie in diesem Stadium anhäufelt, dann werden sie auch standfester.
Insgesamt muss man im Garten immer damit rechnen, dass das eine gedeiht, das andere nicht, oft ist das jedes Jahr unterschiedlich und man weiss gar nicht, warum. Das perfekte Gemüse, wie es im Supermarkt liegt, gibt es aus dem eigenen Garten ohne Gift selten, dafür schmeckt es aber besser.
Also, nur Mut und Geduld.
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 06. Juni 2005, 07:04:12
guten morgen!

vielen dank für euere antworten!

ich hab mein beet von gärtner anlegen lassen (mein freund hat diesbezüglich zwei linke hände :-X) und weil der garten leicht abschüssig ist, hat er das ganze mit natursteine umrandet - so eine art mini trockenmauer - und mit frischer komposterde aufgefüllt.
voriges jahr hatte ich dort verschiedenes gemüse stehen, aber ausser die stangenbohnen wollte alles nicht so recht, ich hatte dafür keine würmer und erdflöhe.

ich vermute, dass die frische erde diese flöhe schon gehabt hat.

was die zucchini angeht schätze ich jetzt mal, dass ich doch einen fehler gemacht habe, weil mein gemüsebeet wirklich sehr, sehr klein ist und 3 zucchinipflanzen in diesem ausmass vielleicht zu viel des gutens sind :-) (übrigens die sorte heisst "black forrest F1")
die erbsen scheinen keine flöhe oder wurzelläuse zu haben, gesät habe ich sie schätzungsweise am 12 - 13 mai - sie haben auch noch keine kletterhilfe, weil sie mir so klein vorkommen.

aber jetzt mache ich mir doch sorgen über meine "testfreilandtomaten" die an sich nicht soooo knapp bei den zucchinis standen. mittlerweile sieht es aus, als würden die tomaten recht bald keine sonne mehr haben. nächstes jahr finde ich ein eigens zucchiniplätzchen :-)

ich stelle später ein foto rein, aber bitte nicht auslachen ;D!

vielen dank & lg,
mariella
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 06. Juni 2005, 07:58:07
Hallo Mariella, lass es dich nur nicht verdrießen! Auch nach über 30 Jahren Garteln gibt es bei mir jedes Jahr Sachen, die einfach nicht so wollen, wie ich es gedacht gehabt hätte ! Das ist wohl das Salz in der Suppe und sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird ;) !
Gegen die Erdflöhe kannst du Holunderblätter auf den Boden legen oder bei trockenem Wetter Holzasche streuen.
Möhren bekommen auch bei mir im Garten oft Maden, am Acker,den ich beim Nachbarn bebauen darf, dagegen nie. Dort ist ein viel schwerer Boden als in meinem sandigen Hausgarten. Außerdem ist der Acker dort jedes Jahr woanders. Aber heuer sind meine Möhrenpflänzchen - Anfang Mai gesät - auch erst 2 cm groß :-\ ! Die haben dort aber noch Zeit bis September!
Drei Black Forrest sind schon fast für ein Restaurant genug! Ich hatte vor Jahren eine davon und konnte fast nicht so viele Früchte verbrauchen und verschenken, wie die eine Zeitlang produzierte. Sie wächst wirklich sehr stark und eine braucht - auch aufgebunden - sicher 1m2 Boden. Du könntest die Tomaten jetzt noch versetzen, wenn du weißt, wohin damit.... ::)! ja, das Platzproblem kennt hier jeder ;) !
LG Lisl

Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 06. Juni 2005, 10:05:36
jaja das platzproblem, vor allem wenn man bedenkt, dass mein gemüsebeet insgesamt 1,5 x 2,5 gross ist ;D
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: bea am 06. Juni 2005, 10:21:14
Vielleicht könntest du dich auch entschliessen eine oder gar zwei deiner Zucchinipflanzen vorsichtig auszugraben, damit der Wurzelballen nicht beschädigt wird und sie weiterverschenken?

Wie Lisl schon sagt - frei interpretiert: Euch werden sonst die Zucchinis im Sommer zu den Ohren rauskommen ;) ;D

Wenn alles so dicht beieinander steht, sind Krankheiten und geringerer Ertrag häufig die Folge.
Lieber weniger Pflanzen, dafüraber gesunde und mit schönem Fruchtansatz.

LG, Bea
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 06. Juni 2005, 16:42:57
so ... mein gemüsebeet! :D

Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 06. Juni 2005, 16:44:46
ja bea, du hast recht - aber ich war so froh ein echtes gemüsebeet zu haben und die pflänzchen haben am anfang so winzig ausgesehen, dass ich mir gedacht habe, dass sich das locker ausgeht ...
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 06. Juni 2005, 19:20:54
Dein Garten ist ja prächtig, Mariella 8) ! Wie groß und gesund bei dir alles ist!
 Für die Zucchini musst du dir was einfallen lassen. Die wachsen wirklich stark! Könntest du ein massives Klettergerüst basteln? Man muss die Kletterzucchini mit starken Schnüren etc. hochbinden, wenn man sie klettern lassen will. Sie tun das nicht von alleine.An einer Stange geht da nichts. Oder du lässt sie am Boden aus dem Garten kriechen. ::)
LG Lisl
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 07. Juni 2005, 12:40:28
hallo zusammen! gsd war mein freund gestern da als ich deine antwort gelesen habe lisl!

... jetzt will er wissen was für ein gerüst er bauen muss, weil er irgendwie glaubt dass die zucchini sonst bis zum wohnzimmer wachsen werden ;D
hat jemand von euch eine ahnung wie man ein wirklich stabiles klettergerüst für so eine kleine fläche bauen kann und vor allem wie befestigen?
eine zucchinipflanze bekommt mein bruder, aber die anderen zwei würde ich doch gern lassen.
ausserdem haben wir gerade das spielhaus meiner tochter verschenkt und dort ...tadaaaaa! ... kommt mein zweites (gemüse)beet in der gleichen grösse und bauweise wie dieses :D :D und das in eine reihenhaussiedlung wo rundherum eher wert auf thujenhecken und "klassik" gelegt wird - cool, gell? *g*

lg,
mariella
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 07. Juni 2005, 13:02:25
 ;D ja, echt cool, Mariella :D !
Ist es da sehr windig? Es muss schon vom Gewicht der Pflanze einiges aushalten. Sie hat sehr kräftige Stängel und riesige Blätter, wenn sie in nahrhaftem Boden steht und man muss sie immer wieder anbinden. Von alleine kann sie nicht klettern (so ähnlich wie ein Kürbis, der auch Hilfe braucht) .
LG Lisl
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 07. Juni 2005, 13:26:32
hi lisl, ja windig ist es schon bei uns - die gegend rund um den neufeldersee ist ja quasi dafür bekannt. zeitweise ist der wind auch sehr stark ...
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 07. Juni 2005, 13:43:41
Oje! Da muss ein findiger Bastler her!
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 07. Juni 2005, 13:57:24
ui, dann kann ich nur hoffen, dass der titel auch die bastler anspricht ;D

ich hab grad vorhin unter den blättern der zucchinis geschaut - in der mitte - also da wo die blätter rauswachsen sind je 5 winzige zucchinis pro pflanze schon zu sehen 8)
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: brennnessel am 07. Juni 2005, 14:05:18
Vielleicht kannst auch hier im Atelier fragen? Vielleicht sehen da auch wieder andere Leute herein....?
Ja, die Black Forest hat auch bei mir sehr früh und viel getragen. Ich habe dann auch davon Samen genommen und bekam rankende und nicht rankende heraus. Ist ja eine Hybridsorte. Damals gab es die in Ö noch nicht zu kaufen. Ein deutscher Pflanzenfreund schickte mir die Samen.
Mir sind die nicht rankenden sympathischer. Aber vom Ertrag her sind die schon prima!
LG Lisl
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 07. Juni 2005, 14:06:44
guter tip! danke schön! werde gleich meine frage dort posten :-)
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Mariella am 19. Juni 2005, 00:02:13
weil es hier im forum grad so gemütlich ist (erkenn man schon meine forumsucht?*g*) berichte ich kurz:

die zuckererbsen haben heute reissig zum klettern gekriegt und bilden seit zwei tagen erste schoten

die zuchinnis wachsen wie verrückt und haben lauter früchte & blüten

die karotten scheinen sich doch wohl zu fühlen und sind so an die 4ocm gross

die testtomaten wuchern regelrecht, bilden aber nicht so viele blüten wie die, unterm dach (südmauer)

ich habe euere ratschläge befolgt und auch ein bisschen mit brennesseljauche gedüngt - eigentlich haben die tomaten die jauchen bekommen sollen, aber da alles so dicht an dicht steht, scheint es mehrere pflanzen erwischt zu haben. auch urgesteinsmehl habe ich eingearbeitet und vor allem die tomatenblätter damit "behandelt" - nocheinmal vielen dank für euere tips!

lg,
mariella
Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Matthi am 02. Mai 2007, 10:00:06
Hallo

Ich bin neu hier und habe ebenfalls probleme mit Radieschen.
An manchen haengen bis zu 20 solcher kleinen Wuermer drann.
Was wird am ende aus diesen Wuermern eigentlich? Oder wer legt diese Eier die am ende diese Wuermer werden?
Gibt es biologische Abwehr gegen dieses Wurmvolk? ???
Hilft Pyrethreum gegen diese Plage?

Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Matthi am 02. Mai 2007, 10:04:16
Hallo

Ich bin neu hier und habe ebenfalls probleme mit Radieschen.
An manchen haengen bis zu 20 solcher kleinen Wuermer drann.
Was wird am ende aus diesen Wuermern eigentlich? Oder wer legt diese Eier die am ende diese Wuermer werden?
Gibt es biologische Abwehr gegen dieses Wurmvolk? ???
Hilft Pyrethreum gegen diese Plage?

Titel: Re:Mein krankes Gemüsebeet
Beitrag von: Adji am 03. Mai 2007, 20:24:50
Huhu Matthi, ich hab dir darauf in dem von dir aufgemachten thread dazu geantwortet.

Pyrethreum hilft nur gegen Milben und Flöhe sweit ich weiss.

gruss
Adji