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Pflanzenwelt => Arboretum => Thema gestartet von: phorris am 24. September 2017, 02:21:33
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Hi!
Wir haben eine Hängebirke die langsam recht weit auf die Straße wächst. Ich habe mal auf ein paar Seiten nachgelesen, wie es mit einem Schnitt von dickeren Ästen aussieht und da wird immer was anderes empfohlen. Mal soll man im Winter, dann wieder im Frühjahr schneiden, dann soll man lieber gar keine großen Äste schneiden. Wie man schneiden soll wird auch unterschiedlich beschrieben. Manche schreiben, dass man ein paar "Augen" stehen lassen soll, andere sagen man soll direkt an einer Verzweigung abschneiden, damit es keine "Besentriebe" gibt. Vielleicht kann mir jemand ein paar Tips geben, wann und wie man etwas dickere Äste am besten schneidet.
Hier mal ein Foto von dem Baum (Ja, mir ist klar, dass der nicht so schön geschnitten ist):
https://picload.org/view/dgaicrri/dsc_0228.jpg.html
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Birken schneidet man normalerweise überhaupt nicht, nur wenn, wie bei dir, der Baum zu breit wird, muß man eingreifen.
Ich würde erst im frühen Frühjahr schneiden, wenn man sieht, wo's lang geht.
Dickere Äste auf einen passenden Seitentrieb zurücknehmen und keine Stummel stehen lassen. Wenn die Äste zu dicht stehen, auch mal einen komplett entfernen.
Danach würde ich das Kleinzeugs noch auslichten, genau so wie man es mit anderen Bäumen auch macht.
Vor allem immer wieder aus etwas Entfernung kontrollieren, damit der Baum eine ausgewogene Form bekommt.
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Ich schnippel dauernd an meiner herum,weil ich sie möglichst flach und schmal halten will.
Ich denke,man kann sie auch jetzt im Herbst schneiden.Meine hat mir das noch nie übel genommen.
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Ujeh, da hast du aber was vor. Nimm dir unbedingt jemanden dazu, der "navigiert". Sie sieht ja bisserl aus wie ein Topfkuchen, der zu früh aus dem Ofen kam.
Ich würde unten anfangen, so viel rundum wegnehmen, dass sie nicht mehr über die Straße hängt, und mich dann nach oben vorarbeiten - sodass ein lockerer Schirm entsteht. Dann würde ich mal beobachten, wie sie sich im Frühjahr entwickelt, und dann die Korrekturen machen. Und in den Folgejahren drauf achten, dass sie gar nicht erst wieder so dicht wuchert.
LG lune
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Ich denke,man kann sie auch jetzt im Herbst schneiden.
"Rumschnippeln" kann man immer, also das was die kleine Handschere so leisten kann.
Für stärkere Rückschnitte gehört der Herbst, also jetzt, kurz vor dem Laubfall, zu den allgemeinen Tabuzeiten, bei Birken erst recht, da die zu den schlechten Wundheilern gehören.
Birken sollte man, wie z. B. auch Walnüsse, im Spätsommer, also im August schneiden.
Wenns einem dann zu unübersichtlich ist, kann man im Winder an den beabsichtigten Schnittstellen ja schon mal Bänder anbringen.
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Jetzt habe ich wieder das alte Problem. Der eine sagt im Frühjahr und der andere im Herbst.
Wenn ich im August schneiden soll, dann müsste es doch auch jetzt noch möglich sein.
Dickere Äste auf einen passenden Seitentrieb zurücknehmen und keine Stummel stehen lassen.
Sollte ich dann eine Säge benutzen? Mit einer Gartenschere werde ich wohl immer einen kleinen Stummel übrig haben.
Und sollte man ein Wunderverschlussmittel benutzen?
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Im Frühjahr beim Laubaustrieb ist der Saftdruck bei Birken enorm, wenn du Birkenwasser ernten willst, genau richtig, wenn du kein "Blut" sehen kannst, der falsche Zeitpunkt.
Ich habe schon Birken bluten gesehen, die im Frühjahr vor /während des Austriebs geschnitten wurden, da blutet mir das Herz gleich mit. Es ist genau wie bei Walnuss und Süßkirsche, der Hoch- /Spätsommer ist nach meiner Erfahrung die beste Zeit. Im Winter davor mit dicken roten Wollfäden die herauszusägenden Äste markieren hilft sehr gut beim Sommerschnitt im dichten Laub.
Von Zapfen halte ich ganz allgemein nichts, auch wenn sie mitunter empfohlen werden, weil sie holzzerstörenden Pilzen Tür und Tor in die Hauptäste oder gar in den Stamm hinein öffnen.
Jetzt habe ich wieder das alte Problem. Der eine sagt im Frühjahr und der andere im Herbst.
Wenn du bei Google die Suchbegriff birke saftdruck eingibst, wirst du einheitliche Aussagen zum Schnittzeitpunkt finden.
Mit einer Gartenschere werde ich wohl immer einen kleinen Stummel übrig haben.
Auch mit einer scharfen Gartenschere lässt sich stummelfrei schneiden, wenn man keine Ambossschere verwendet und sie richtig herum ansetzt ("Klinge zum Stamm") :)
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Wahrscheinlich liest man deshalb so viele verschiedene Tipps, weil der eine schon im Frühjahr, der andere im Herbst geschnitten hat, und sein Baum hat es jeweils überlebt. ;) Fest steht jedenfalls, dass Birken beim Schnitt im Frühjahr zum "Bluten" neigen, was den Baum evtl. schwächt. Schneidet man im Herbst, wird man evtl. Probleme mit dem Wundverschluss bekommen, da es Pilze in der tendenziell feuchteren Witterung leichter haben. Vielleicht ist der Sommer also wirklich die beste Zeit.
Andererseits darf so ein Baum natürlich keinesfalls in den Straßenraum hineinragen, da stehen optische und gesundheitliche Aspekte hintenan. Bei dickeren Ästen ist eine scharfe Säge oder eine hochwertige Astschere auf jeden Fall anzuraten, um einen sauberen Schnitt hinzubekommen. Wundverschlussmittel verwendet man heutzutage wohl nur noch bei größeren Schnittflächen, um die Selbstheilungskräfte des Baums nicht zu sehr zu stören, aber da die Birke hier ihre Schwächen hat, ist der Einsatz vielleicht nicht verkehrt.
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Und wie vermeide ich jetzt diese Besentriebe? Das kenne ich von einen Ahorn und sieht nicht schön aus.
Von Zapfen halte ich ganz allgemein nichts, auch wenn sie mitunter empfohlen werden, weil sie holzzerstörenden Pilzen Tür und Tor in die Hauptäste oder gar in den Stamm hinein öffnen.
Was genau ist denn mit Zapfen gemeint? Ich kenne nur Tannenzapfen :S
Zitat von einer Webseite:
Ausnahmen sind Gehölze mit starkem Saftdruck wie Walnuss, Birke, Ahorn und Goldregen. Sie sollten nicht im Frühjahr, sondern nur im August oder September geschnitten werden.
Andere Seite:
Stark „blutungsgefährdete“ Bäume (Walnuss, Ahorn, Birke) können sowohl im Frühsommer, als auch
im Spätsommer geschnitten werden, wenn der Saftdruck nicht mehr so hoch ist.
Also wäre der beste Zeitpunkt so August/September? Anfang nächsten Monats kommt ein Baumpfleger hier vorbei. Sollte ich ihm das mal Zeigen, oder einfach selber machen, oder ist es dann schon zu spät?
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Manche schreiben, dass man ein paar "Augen" stehen lassen soll
Das meine ich mit "Zapfen". Wenn der Ast nicht direkt am Stamm abgesägt wird, sondern ein Stück stehen bleibt.
Wir sagen auch Kleiderhaken dazu :(
So etwa:
(http://up.picr.de/30452690fw.jpg)
Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich wohl eher jetzt noch schnell schneiden, anstatt es vielleicht im Frühjahr tun zu müssen (Ordnungsamt, Lichtraumprofil über Gehwegen 2,5m, über Straßen 4,5m)
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(Ordnungsamt, Lichtraumprofil über Gehwegen 2,5m, über Straßen 4,5m)
Das habe ich so noch nicht gewusst. Aber diese Bestimmung habe ich nur in dem Bayerisches Straßen- und Wegegesetz gefunden. Für Hessen habe ich sowas nicht gefunden. Wenn das in Hessen auch so ist, dann müsste sich das Ordnungsamt aber schon gemeldet haben.
Wenn ich danach gehe, dann müsste ich den Baum also bis zur Grundstücksgrenze zurückschneiden lassen?
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Die Bestimmungen mögen sich je nach Bundesland etwas unterscheiden, aber auch hier in Rheinland-Pfalz gibt es solche Regelungen, und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden starten in regelmäßigen Abständen Aufrufe im Amtsblatt, über die Grundstücksgrenze ragende Bäume und Sträucher zu beschneiden, damit sie kein Hindernis für Fußgänger und Verkehr darstellen.
Dass sich das Ordnungsamt noch nicht gemeldet hat, ist sicher kein hinreichender Grund, es nicht zu tun. Entsprechende Regelungen finden sich entweder im Verkehrsrecht, oder aber im Nachbarrecht. Weiterhin sind beim Schnitt von Hecken und dergleichen aber auch Richtlinien zum Schutz z. B. von brütenden Vögeln zu beachten (in der Regel zwischen März und September). Vielleicht findest Du entsprechende Hinweise auf der Website Deiner Gemeinde, oder rufe bei der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung an.
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Soll ich den Baum dann bis zu Grundstücksgrenze zurückschneiden lassen, oder noch weiter, damit ich die nächsten Jahre erstmal Ruhe habe?
Und wie vermeide ich jetzt diese Besentriebe? Das kenne ich von einem Ahorn und sieht nicht schön aus.
Weiterhin sind beim Schnitt von Hecken und dergleichen aber auch Richtlinien zum Schutz z. B. von brütenden Vögeln zu beachten (in der Regel zwischen März und September).
Ja das kenne ich. Ich will einen Ahorn fällen lassen, der eine Stützmauer beschädigt und da muss dann extra ein Antrag gestellt werden, und dann kam einer vom Umweltamt vorbei um sich das anzusehen. Die Genehmigung für die Fällung habe ich immerhin bekommen. Und mit dem fällen warte ich noch bis zum Oktober.
Ich werde dann mal beim Baumdienst nachfragen, ob die sich damit auskennen.
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Soll ich den Baum dann bis zu Grundstücksgrenze zurückschneiden lassen, oder noch weiter, damit ich die nächsten Jahre erstmal Ruhe habe?
Und wie vermeide ich jetzt diese Besentriebe?
Wenn du die Birke sehr radikal zurückschneidest kommen die Besentriebe am ehesten.
Wenn ich es richtig verstanden habe bist du im Moment nicht unter Zugzwang wegen dem Schneiden, also keiner sagt du musst jetzt.
Im Moment würde ich die Birke lediglich ein bisschen von der Strasse wegholen, die Passanten auf dem Trottoir stört sie ja nicht. Dann den Besuch des Baumpflegers abwarten und hören was er meint. Mehr Schnitt dann erst im nächsten Sommer, eher etappenweise von Jahr zu Jahr und nicht radikal.
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Soll ich den Baum dann bis zu Grundstücksgrenze zurückschneiden lassen, oder noch weiter, damit ich die nächsten Jahre erstmal Ruhe habe?
Ich würde mit Vernunft herangehen. Fußgänger sollten ungehindert passieren können. Ansonsten gibt es keinen Richter, wo es keinen Kläger gibt. Die Angestellten des Ordnungsamtes werden nur bei Beschwerden einschreiten. Die haben auch anderes zu tun.
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Die Angestellten des Ordnungsamtes werden nur bei Beschwerden einschreiten. Die haben auch anderes zu tun.
hm, wir haben an der Grundstücksgrenze zum gemeindeeigenen Weg (ist nicht mal als Straße gewidmet!) eine gemischte Hecke mit ein paar Bäumen dazwischen, die Hecke befindet sich fast vollständig hinter einem Maschendrahtzaun, vor dem Zaun ist noch ein schmaler "Gehweg" neben dem Asphalt frei. Ganz hoch oben wuchsen ein paar Haselnüsse über den Weg.
Und eines Tages waren sie geschnitten! :(
ohne Vorwarnung, ohne uns zu fragen, ob wir das bitte machen könnten und sehr sehr unprofessionell - teilweise bis hinter den Maschendrahtzaun hinein, beim Nussbaum wurde ein Ast "abgerissen" - so sieht es aus, Riesenwunde an dem jungen Baum, ganz nah beim Stam, dass ich sogar Zweifel habe, ob er noch Zukunft hat....
Der Bürgermeister hat dann betroffen reagiert: "oh jeh, tut mir leid. ja, ja... wirklich nicht schön".
Aber mehr gibt es nicht und der Baum hat den Schaden.
Aber wenn bei euch nie geschnitten wird, ist so eine Katastrophe auch nicht wahrscheinlich...
wollte nur gewarnt haben: besser richtig und baumschonend selber machen.
Ich schneide lieber in der Vegetationsperiode, weil dann die Wunden schneller heilen - andere sagen im Winter, weil dann weniger Keime herumfliegen. ist ein bisschen Glaubenssache.
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Aber diese Bestimmung habe ich nur in dem Bayerisches Straßen- und Wegegesetz gefunden. Für Hessen habe ich sowas nicht gefunden. Wenn das in Hessen auch so ist, dann müsste sich das Ordnungsamt aber schon gemeldet haben.
http://www.metropolnews.info/mp236481/frankfurt-freie-sicht-durch-pflanzenrueckschnitt
Ich wohne auch in Hessen :) und musste mich mit dem Thema leider gerade selbst beschäftigen, weil das OA herumspazierte und jedem Hausbesitzer eine Auflage machte, zu schneiden, dessen Sträucher /Bäume /Hecke über die Grenze oder ins Lichtraumprofil ragte. So muss nun eine superdichte, supergepflegte Leylandii-Hecke, die an einem 1,5-Meter-Gehweg etwa 20 cm überstand, gerodet werden, weil sie geschnitten völlig verboten aussähe >:(
Sie tun das also doch zuweilen, Staudo :-\
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Wenn du die Birke sehr radikal zurückschneidest kommen die Besentriebe am ehesten.
Wenn ich es richtig verstanden habe bist du im Moment nicht unter Zugzwang wegen dem Schneiden, also keiner sagt du musst jetzt.
Im Moment würde ich die Birke lediglich ein bisschen von der Strasse wegholen, die Passanten auf dem Trottoir stört sie ja nicht. Dann den Besuch des Baumpflegers abwarten und hören was er meint. Mehr Schnitt dann erst im nächsten Sommer, eher etappenweise von Jahr zu Jahr und nicht radikal.
Das Problem ist, dass es eigentlich nur ein dicker und ein recht dünner Ast ist, die weggenommen werden müssten. Und ob ich den dicken jetzt zur Hälfte oder bis zum nächsten Ast komplett wegschneide macht dann doch auch keinen Unterschied, oder? Der dicke Ast hat direkt am Ansatz einen Durchmesser von ca. 20cm.
Bekommt man die Besentriebe auch irgendwie in den Griff, so dass die irgendwann wieder nach unten Hängen, oder wachsen die dann immer nur noch nach oben?
Ich habe mal ein Bild gemacht (die zwei roten Striche sind die Äste, die auf die Straße ragen):
https://picload.org/view/dgogdaoi/dsc_0382.jpg.html
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Das Problem ist, dass es eigentlich nur ein dicker und ein recht dünner Ast ist, die weggenommen werden müssten. Und ob ich den dicken jetzt zur Hälfte oder bis zum nächsten Ast komplett wegschneide macht dann doch auch keinen Unterschied, oder?
Das Eine ist noch mal ein bisschen radikaler wie das Andere. ;) Und im Ernst, ich denke das macht keinen grossen Unterschied mehr. Wenn du so stark schneiden willst, ich würde wirklich bis zum nächsten Sommer warten.
Bekommt man die Besentriebe auch irgendwie in den Griff, so dass die irgendwann wieder nach unten Hängen, oder wachsen die dann immer nur noch nach oben?
Die Besentriebe abschneiden. Die wachsen auch bei normalen Birken sehr steil, unschön nach oben, wie es dem natürlichen Wuchs eigentlich nicht entspricht. Ich vermute, das ist bei Hängebirken auch so.
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Vielleicht kannst du die Äste ableiten? Ableitungsschnitt, sagt dir das was?
Dann wäre die Wunde wenigstens nicht direkt am Hauptstamm.
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Vielleicht kannst du die Äste ableiten? Ableitungsschnitt, sagt dir das was?
Dann wäre die Wunde wenigstens nicht direkt am Hauptstamm.
Wäre das nicht der Schnitt zum nächst stärkeren Ast? Also quasi die roten Striche in meinem Bild?
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Vielleicht hilft dir das etwas. (Bin jetzt auch etwas schlauer. ;))
https://www.baumpflegeportal.de/ihre-fragen/haengebirken-schneiden-auslichten/
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Birken faulen an offenen Wunden leider sehr leicht. Wobei diese Krüppelwüchsigen deutlich Schnittverträglicher sind als die normalen Birken. Also in der Zeit schneiden wo der Baum noch genügend lange aktiv ist um die Wunde mit pilzhemmenden Stoffen zu beschicken. Halte ich jetzt schon für zu spät.
Synthetische Wundverschlußmittel haben leider die Eigenheit noch lange vor dem eigentlichen Heilen einzureißen und dann den Pilzen eine Ideale Klimazone für den Angriff zu bieten. Unter dem rissigen Plastikzeug bleibt das Milieu schön nass um dem Pilz ideale Startbedingungen zu bereiten.
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Wobei diese Krüppelwüchsigen deutlich Schnittverträglicher sind als die normalen Birken.
Das scheint so sein, wusste ich nicht. (Krüppelwüchsig finde ich sie eigentlich grundsätzlich nicht (?), aber ist wohl Geschmackssache.)
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(Krüppelwüchsig finde ich sie eigentlich grundsätzlich nicht (?), aber ist wohl Geschmackssache.)
Nö - ist krüppelwüchsig. Eine Mutation, die ohne Veredelung auf Stamm nicht lebensfähig wäre (wie alle Hängeformen, die in der Natur nicht vorkommen).
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Aha, ein Fachausdruck, also? Ich sag`meiner Hängeulme trotzdem nicht das sie krüppelwüchsig ist, das ist für mich irgendwie negativ besetzt. Dann sag`ich ihr lieber Mutation. ;)
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Birken faulen an offenen Wunden leider sehr leicht. Wobei diese Krüppelwüchsigen deutlich Schnittverträglicher sind als die normalen Birken. Also in der Zeit schneiden wo der Baum noch genügend lange aktiv ist um die Wunde mit pilzhemmenden Stoffen zu beschicken. Halte ich jetzt schon für zu spät.
Synthetische Wundverschlußmittel haben leider die Eigenheit noch lange vor dem eigentlichen Heilen einzureißen und dann den Pilzen eine Ideale Klimazone für den Angriff zu bieten. Unter dem rissigen Plastikzeug bleibt das Milieu schön nass um dem Pilz ideale Startbedingungen zu bereiten.
Das macht Sinn. Also dann doch lieber bis nächstes Jahr im Frühling April/Mai warten?
Laut der Webseite (https://www.baumpflegeportal.de/ihre-fragen/haengebirken-schneiden-auslichten/) also:
"Bei strukturellem starkem Schnitt: optimal im Frühjahr, möglich im Spätwinter, suboptimal im Winter und schädlich im Sommer und Herbst"
Andere Webseite:
"Bei den Baumarten Ahorn, Birke und Nussbaum ist der Saftdruck ab Mitte März sehr stark, deswegen sollte man diese Baumarten nach Möglichkeit erst dann zurückschneiden, wenn die Blätter bereits geöffnet sind- je nach Temperaturen ab ca. Mitte April/Anfang Mai."
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Vielleicht kannst du die Äste ableiten? Ableitungsschnitt, sagt dir das was?
Dann wäre die Wunde wenigstens nicht direkt am Hauptstamm.
Wäre das nicht der Schnitt zum nächst stärkeren Ast? Also quasi die roten Striche in meinem Bild?
In deinem Bild wird ein dicker Seitenast weggesägt, große Wunde. Wenn du versuchst, ihn etwas entfernt vom Stamm auf einen kleineren Ast abzuleiten, verkleinert sich die Wunde // die Amputation ist nicht so heftig // evtueller Pilzbefall nicht gleich direkt im Hauptstamm.
So ungefähr:
(http://up.picr.de/30466247gm.jpg)
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Wenn du versuchst, ihn etwas entfernt vom Stamm auf einen kleineren Ast abzuleiten, verkleinert sich die Wunde
Problem ist, dass es eigentlich nur der eine dicke Ast ist und am Ende von dem Ast ein "Wulst" aus Verzweigungen ist, von denen alle kleineren Äste ausgehen.
https://picload.org/view/dgoddpca/dsc_0383.jpg.html
In dem Bild ist an der blauen Linie kein weiterer Ast. Erst an dem roten Kreis sind alle Verzweigenden Äste und der "Wulst" ist schon über dem Gehweg.
Wenn ich den dicken Ast jetzt in der Mitte absäge, dann wird der doch bestimmt auch absterben und komisch aussehen würde es auch.
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Ganz nüchtern betrachtet und ohne deinen Baum in real gesehen zu haben: Das komplette Entfernen der Hängebirke kommt für dich nicht in Frage? (Und dann etwas hinpflanzen was besser in den dortigen Raum passt.)
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Ich finde die Hängebirke sehr schön und würde sie gerne behalten. Bevor ich den Baum ganz entferne würde ich lieber einen Radikalschnitt versuchen.
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ok
(Meine Hängeulme wächst auch einseitig, allerdings natürlich bedingt wegen einem Baumnachbar, das ist noch ein bisschen anders als durch Schnitt. Aber versuch`s und erst dann kannst du ja sehen wie es wird.)