garten-pur
Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: Karin L. am 15. Januar 2019, 07:32:23
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Ganz wichtig für die Zukunft für alles was kreucht und fleucht:
https://volksbegehren-artenvielfalt.de/
Bitte fleißig teilnehmen!
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Nun komme ich nicht aus Bayern, aber ganz ehrlich:
Allein die Art wie die Texte (Forderungen) formuliert sind, würde mich davon abhalten das Ding zu unterschreiben. Erinnert doch sehr stark an diverse unsägliche Petitionstexte die mir vorgeworfen wurden. Unterschrieben habe ich nicht eine.
Sehr schön ist der letzte Punkt:
Ende Januar 19 wird gefordert was im April 18 beschlossen und im September 18 durchgesetzt wurde, übrigens EU-weit? Nur damit nochmal Neonicotinoide und die bösen Konzerne Bayer und Monsanto ins Spiel kommen?
Und der Punkt mit der Ausbildung ist auch toll:
Der integrierte Pflanzenschutz ist heute mehr Thema denn je und übrigens rechtlich bindend!
Chemischer Pflanzenschutz wird seit Ende des 19. Jahrhunderts betrieben. Das ist nur bis in die 1990er Jahre kaum aufgefallen (oder war schlichtweg egal), also immerhin gut 100 Jahre, von Dingen wie DDT etc abgesehen.
Die Mittel die wir auch in den 1990er Jahren noch verwendet haben waren mindestens so unselektiv wie Neonicotinoide. Aber die Flächen waren kleiner, es gab (mehr) Ackerrandstreifen, Knicks etc. und es gab keine einige hundert ha große Maiswüsten etc.
Ja, wir müssen in der Landwirtschaft was ändern und das dringend. Das wird allerdings auf Landesebene nichts werden und vermutlich nicht einmal auf Bundesebene.
Mit teilweise sachlich und fachlich falschen Forderungen in einem Volksbegehren erst recht nicht.
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Danke, Daniel, mir geht es ähnlich. Meine Reaktion auf diese Aktion ist ebenfalls zwiespältig.
Zum Thema Landwirtschaft hast du das schon zusammengefasst.
Im Abschnitt " weniger Pestizide":
"Sind wir bereit aus Profitgründen und fehlgesteuerte Agrarpolitik, Artensterben, Bodendegradierung und nitrithaltigem Trinkwasser zu akzeptieren?"
Nitrat - das nur nebenbei.
Auch der restliche Text in dem Teil ist mehr eine populistische Aneinanderreihung von Phrasen.
Im vorgeschlagenen Gesetztestext wird gefordert, dass "im Staatswald das vorrangige Ziel zu verfolgen ist, die biologische Vielfalt des Waldes zu erhalten oder zu erreichen.“
Ich fürchte, das wird nicht funktionieren.
Wenn wir auch in Zukunft Holz nutzen wollen - sei es als Bauholz oder als Brennholz, werden wir um Wirtschaftswälder nicht herumkommen, in denen Bäume wegen eben dieser Nutzung gepflanzt werden. Realistisch wäre wohl eher, einen Teil der Wälder aus der Nutzung praktisch ganz herauszunehmen und den anderen Teil zu nutzen.
Oder machen wir uns einen schlanken Fuß und importieren eben noch mehr Holz aus Rumänien, Skandinavien, Russland und Übersee und vergessen großzügig, dass dort überwiegend erst recht nicht nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird?
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Ich bin bei sowas auch erst mal skeptisch, aber ich werde auf jeden Fall teilnehmen.
Das Volksbegehren zielt ja auf eine Ergänzung des Bay. Naturschutzgesetzes ab.
Ich finde Klasse, dass z.B. Themen wie Landschaftspflege in Lehrpläne aufgenommen werden sollen. Zusammenhänge von Düngung und Artenvielfalt.
Die Streuobstwiesen sollen gesondert geschützt werden und bei Ausgleichsmaßnahmen sollen alte Kulturpflanzen besonders berücksichtigt werden.
Wiesen dürfen nur noch zu bestimmten Zeiten gemäht werden.
Flächen des Freistaates Bayern sollen grundsätzlich nur ökologisch bewirtschaftet werden u.s.w.
Ich finde, eine gute Sache :D
Also am 31.01.2019 - 13.02. ins Rathaus zum eintragen. Wie schreiben sie so schön: "Werde Rathausheld" ;D
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Im vorgeschlagenen Gesetztestext wird gefordert, dass "im Staatswald das vorrangige Ziel zu verfolgen ist, die biologische Vielfalt des Waldes zu erhalten oder zu erreichen.“
Ich fürchte, das wird nicht funktionieren.
Schaue ich aus dem Fenster, sehe ich Mischwald, der im Besitz des Landes Brandenburg ist. In diesem Wald wird das gemacht. Da liegen noch viele 2017 umgestürzte Bäume herum, darunter große Eichen. Der zuständige Förster muss diese Linie mittragen, macht als ausgebildeter Forstwirt dabei keinen recht glücklichen Eindruck. Derzeit werden die Kiefern großflächig braun. Die Trockenheit hat dem Borkenkäfer ideale Bedingungen geboten.
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Wenn die Themen in Lehrplänen auftauchen, hoffe ich wirds irgendwann eine Generation geben, die die Fehler der `Umweltschützer´ von heute wieder gerade bügelt.
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Mich würde Lerchenzorns Ansicht zu dem Volksbegehren interessieren.
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Im vorgeschlagenen Gesetztestext wird gefordert, dass "im Staatswald das vorrangige Ziel zu verfolgen ist, die biologische Vielfalt des Waldes zu erhalten oder zu erreichen.“
Ich fürchte, das wird nicht funktionieren.
Schaue ich aus dem Fenster, sehe ich Mischwald, der im Besitz des Landes Brandenburg ist. In diesem Wald wird das gemacht. Da liegen noch viele 2017 umgestürzte Bäume herum, darunter große Eichen. Der zuständige Förster muss diese Linie mittragen, macht als ausgebildeter Forstwirt dabei keinen recht glücklichen Eindruck. Derzeit werden die Kiefern großflächig braun. Die Trockenheit hat dem Borkenkäfer ideale Bedingungen geboten.
Hier im Spessart ist nahezu alles Staatswald. Staatswald wird in Bayern momentan wirtschaftlich betrieben. Das entstand irgendwie auch mal aus einem Volksbegehren, wo damals eben keiner hinging.
So entstehen Mondlandschaften und (Nahezu)Kahlschläge durch riesige Harvester. Das Holz wird dann nach China verschifft. Soll nachhaltig sein, das ganze.
Also ich denke, es schadet nicht, dass sich da jetzt mal was tut!
Freilich lässt sich auch über die ein oder andere Forderung darin streiten. Und darüber, wie das ganze umgesetzt werden soll und wird.
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Also ich denke, es schadet nicht, dass sich da jetzt mal was tut!
Freilich lässt sich auch über die ein oder andere Forderung darin streiten. Und darüber, wie das ganze umgesetzt werden soll und wird.
Das ist doch genau der Punkt!
Natürlich wird es Zeit, dass sich das Eine oder Andere ändert.
Aber wie kann ich denn irgendein Volksbegehren, eine Petition oder sonstwas unterschreiben in dem es Punkte gibt über die ich noch diskutieren/streiten oder sonstwas muss?
Ich unterschreibe ja schließlich auch keinen Vertrag in dem es für mich strittige Punkte gibt und mache mir dann mal Gedanken drüber wie man das dann vielleicht noch lösen kann oder eben nicht!
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Kommt in dem Begehren soweit ich sehe nicht vor:
In Bayern wird pro Jahr durchschnittlich eine Fläche von 44km² für Verkehrs- und Wohn/Gewerbeflächen versiegelt. (als Vergleich: mehr als die halbe Fläche des Chiemsees)
Sollte man auch mal drüber nachdenken! 8) Das wären eine Menge Biotope.
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Es gibt freilich noch eine Menge an Punkten, über die man nachdenken könnte.
Politik bedeutet immer Kompromisse, das ist freilich in der heutigen ICH-EGO-Gesellschaft zunehmend schwieriger durchzusetzen.
Zudem geht es ja erst mal darum, das Volksbegehren überhaupt durchzubekommen. Der Bayerische Landtag ist dann unter Zugzwang und muss ggf. einen Gegenentwurf vorlegen, über den dann durch Volksentscheid abgestimmt wird.
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Und wenn der abgelehnt ist wird ein Volksbegehren umgesetzt, das so von den Befürworten garnicht gewollt ist? Ähnlich wie beim Brexit? Hauptsache es geht erstmal durch?
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Dann wird überhaupt was verändert. Das ist das Ziel. Und das könnte durchaus zum Positiven sein.
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Ich sehe in dem ganzen Volksbegehren halt nicht einen Ansatz zur Einschränkung des eigenen Wohlstands oder Gewohnheiten (Verkehr, Industrie, Konsum) - es ist darauf ausgerichtet daß andere etwas tun müssen.
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Dann wird überhaupt was verändert. Das ist das Ziel. Und das könnte durchaus zum Positiven sein.
Veränderung ist doch kein Selbstzweck.
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Also ich kann im Gesetzesvorschlagstext nichts Negatives erkennen. Da steht auch nirgends was mit Neonicotinoiden bzw. Bayer/Monsanto drinnen. Lediglich im neuen "§ 23 a Verbot von Pestiziden" ist das Ausbringen von Pestiziden in Naturschutzflächen etc. außerhalb intensiv genutzter Flächen verboten. Plus möglicher Ausnahmen.
Auf der Internetseite steht natürlich viel "Werbewirksames" für das Volksbegehren, letztendlich ist aber der Gesetzentwurf dazu maßgeblich.
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Ich sehe in dem ganzen Volksbegehren halt nicht einen Ansatz zur Einschränkung des eigenen Wohlstands oder Gewohnheiten (Verkehr, Industrie, Konsum) - es ist darauf ausgerichtet daß andere etwas tun müssen.
Eine Sendung über den Bauernverband, Bayer, BASF, läßt grüßen.
Interessant ist der Schluß.
https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzZlMjJkY2E2LWI2MjItNGMwYS1hMmNkLWE2MDY4YjQ4YzYwZA/reportage-und-dokumentation
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Ich habe mir mal die letzten 15 Min angeschaut und habe das übliche gesehen - Filz, graue Herren in grauen Anzügen, Worthülsen, jeder will das größte Stück vom Kuchen bekommen usw.
Stimmig finde ich die dort gemachten Aussage, dass wohl viele Bauern quasi reingerutscht sind in dieses System von immer größer und billiger, Masse statt Klasse, usw.
Hier im (früher bitterarmen) Vogelsberg mit eher schlechten Böden, ist eine eher extensive Rinderhaltung weit verbreitet. Vor allem Mutterkuhhaltung für Fleischrinder mit Bullen auf der Weide für die nächste Generation ;) Auch einige Milchbauern, wohl hauptsächlich im Nebenerwerb. Einiges an Bio.
Diese Bauern haben garkeine Zeit, um "nebenbei" noch Politik zu machen - das machen die Grossbauern, die "nebenbei" noch dafür sorgen, dass für Betriebe ihrer Größe und Aufbau das meiste an Subventionen rausspringt und die Regelungen z.B. für die Gülle lasch bleiben.
Im Rhein-Main-Gebiet, Wetterau und anderen begünstigten Lagen gibt es (zu) große Viehbetriebe, die nicht genug eigenen Grund haben, um die Gülle dort legal zu verspritzen.
Deshalb pachten die großflächig die für sie günstigen Wiesen - im Vergleich zu den Preisen in den Gunstregionen - im Vogelsberg, kippen dort an Gülle ab was nur geht, bauen auf diesen Flächen dann Weidegras in Monokulturen an und scheren sich einen Sch..ß um die Umwelt :P
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Gülle ist ein organischer Dünger der dort wo er meist benutzt wird, nur bis zu gewissen Grenzen benutzt werden darf. Grenzen siehe überarbeitete Düngerverordnung.
In der Gartenanlage und im Wohnviertel hier ist es auf recht gutem Boden so, dass Gülle Mangelware ist und stattdessen auf andere organische Dünger wie Kompost und Mist (auch als Pellets) oder Hornspäne usw zurückgegriffen werden muss. Oft wird dieser organsiche Dünger zugekauft und in unverhältnismäßig hohen Mengen ausgebracht, da Kontrollen gänzlich fehlen. Es fehlt auch ein Bewusstsein, was ökologisch verträglich ist. Leider wird von den Flächen, auf dem dieser Dünger sorglos verbreitet wird nur selten was essbares geerntet, weder für die haustiere noch für die Küche. Stattdessen wird anfallende Pflanzenmasse Treibstoffintensiv entsorgt.
Ich fände es toll, wenn jeder einzelne dieser so praktizierenden Menschen hier bereit wäre, mit gutem Beispiel voranzugehen und diesen ökologischen Wahnsinn zu beenden.
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Ich sehe in dem ganzen Volksbegehren halt nicht einen Ansatz zur Einschränkung des eigenen Wohlstands oder Gewohnheiten (Verkehr, Industrie, Konsum) - es ist darauf ausgerichtet daß andere etwas tun müssen.
Wir, die Verbraucher, müssen etwas ändern, das Fleisch aus Massentierhaltung nicht mehr kaufen, wenn die Politiker nichts ändern.
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Dann schaue mal beim nächsten Discounter in die Einkaufswagen.
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Dann schaue mal beim nächsten Discounter in die Einkaufswagen.
Ich bin nur für mich verantwortlich, wenn viele mitmachen, ändert sich was. Biobauern sind früher belächelt worden, in Österreich sind es inzwischen ganz viele. Sogar Li.l macht jetzt mit.
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..., wenn viele mitmachen, ...
[/quote]
Genau dort liegt m. E. ein "Knackpunkt". Während ich meinen Joghurt aus dem Pfand-Glas esse, lese ich in der Zeitung, dass die Zahl der Urlaubsreisen mit dem Flugzeug erneut steigt.....
Na - das Zitieren ging früher auch besser... ;D
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Ja und?
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Schaut mal auch etwas weiter ;)
Was treibt die Landwirtschaft zum Maisanbau? Beispielsweise unser Energiehunger. 8) Es soll hier aber weniger Energiemasse angebaut werden.
Täglich werden 60 Hektar der Landwirtschaft entzogen für unseren Wohlstand zubetoniert. (und gerade Bayern ist hier trauriger Spitzenreiter mit mehr als 15 Hektar pro Tag!) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4e/1_S12EG_2015_bld_544.png
Nie waren junge Leute in der Landwirtschaft so gut ausgebildet wie heute!
In besagter Volksinitiative wird an Symptomen rumgedoktert und mit Halbwahrheiten argumentiert.
Wälder sollen extensiver gestaltet werden (das ist auch gut) andererseits werden aber riesige Schneisen für Skipisten und Infrastruktur, Wasserspeicher in die Bergwälder geschlagen.
Alles in dieser Initiative sind Forderungen ohne unsere Spaß- Freizeit- und Autogesellschaft zu tangieren.
Gerade Bayern:
Wie würde sich ein Verbot von Schneekanonen und Stop des Tourismus(neu)ausbaus auf die Natur auswirken?
Pillepalle? 8) die Schneekanonen Europas nutzen so viel Energie wie eine Stadt von 150.000 Einwohnern und so viel Wasser wie eine Großstadt wie Hamburg.
Alles nur für Spass!
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Wir, die Verbraucher, müssen etwas ändern
Ja.
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gestern kam ein interessanter Film dazu...
Alpendämmerung, Europa ohne Gletscher
https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzc0MWUwODMzLTQyMGYtNDc5OS04YTZlLTA2ZmZmYjAzODllYw/reportage-und-dokumentation
Diese Skigaudi muß aufhören, schneesicher werden nur Orte einiges über 2000m sein, bzw erledigt sich von alleine.
Diese sogenannte "Spaßgesellschaft" ödet mich an.
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Hab ich leider nicht gesehen - bin auch pappesatt für heute, wenn ich uns als Gesellschaft so anschaue (und ich nehme mich da auch nicht aus) sehe ich als Summe Überversorgung mit Lebensmitteln, PS-strotzende Autos, Energieverbrauch weit über unseren Ressourcen, Maschinen mit denen wir reden, Hochtechnologie als Wegwerfprodukt, Städte in denen einem vor Licht und Lärm nachts schlecht wird, Billigflieger für mehr Urlaubspaß... Schneller, bunter, lauter, mehr!!!
Und wenn wir dann morgens ein Öko-Müsli kauen ist alles wieder gut. :-X
Und die Landwirtschaft soll's nun richten - das kann sie - aber nicht alleine!
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Hab ich leider nicht gesehen - bin auch pappesatt für heute, wenn ich uns als Gesellschaft so anschaue (und ich nehme mich da auch nicht aus) sehe ich als Summe Überversorgung mit Lebensmitteln, PS-strotzende Autos, Energieverbrauch weit über unseren Ressourcen, Maschinen mit denen wir reden, Hochtechnologie als Wegwerfprodukt, Städte in denen einem vor Licht und Lärm nachts schlecht wird, Billigflieger für mehr Urlaubspaß... Schneller, bunter, lauter, mehr!!!
Und wenn wir dann morgens ein Öko-Müsli kauen ist alles wieder gut. :-X
Und die Landwirtschaft soll's nun richten - das kann sie - aber nicht alleine!
Unterschreibe ich ::)
Ich mach ja seit 4 Jahren hier einen auf Aussteigerin/Selbstversorgerin mit Krankenversicherung, Fleisch esse ich seit Jahren nicht mehr, Eier von freilaufenden Hühnern, Bio-Alpen-Milch von der DM-Drogerie - da ich seit 5 Jahren kein Auto mehr habe, bestelle ich fast alles im Internet, aber DHL kommt hier sowieso jeden Tag, um die Briefkästen mit Werbung zu füllen :P
Bin seit 4 Jahren auch nicht mehr in Urlaub gefahren und die Nachbarn fragen mich ernsthaft, wie man sowas aushalten kann...immer nur zu Hause :-X und haben keinerlei Verständnis dafür, wenn ich sage, dass ich schon genug für dieses Leben in Urlaub war und mich jetzt daheim am wohlsten fühle ...
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gestern kam ein interessanter Film dazu...
Alpendämmerung, Europa ohne Gletscher
https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzc0MWUwODMzLTQyMGYtNDc5OS04YTZlLTA2ZmZmYjAzODllYw/reportage-und-dokumentation
Diese Skigaudi muß aufhören, schneesicher werden nur Orte einiges über 2000m sein, bzw erledigt sich von alleine.
Diese sogenannte "Spaßgesellschaft" ödet mich an.
Ich bin viiiele Jahre mit der Familie in der ersten Januarwoche Ski gefahren, die jetzt abgeschnittenen Skiorte kenne ich alle ...
Vor etwa 10 Jahren hatte ich dann keinen Bock mehr - man fährt zig 100 km, um dann mit zig anderen am Lift zu warten, dann mal schnell runtergestümpert, Abends die Standardgastronomie beehrt und dafür einen Haufen Geld ausgeben.
Ist mein inzwischen Ex-Mann dann halt mit den Kindern alleine gefahren, die waren schon groß genug...
Als bekennende Pessimistin glaube ich nicht, dass "wir" noch die Kurve bekommen...
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Bei mir ist es 26 Jahre her, als ich das letzte mal auf dieses Brettern stand...mein Mann war Skilehrer!
Ich war fast jedes WE in den Alpen, war eine schöne Zeit. Wir sind mit Bus gefahren.
Aber jetzt ist eine andere Zeit.
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Lust auf einen gesunden Frühlingssalat in der Kantine oder Restaurant?
Oder lieber selbstgekauft und zubereitet?
Dazu gehören Radischen:
(https://up.picr.de/34848634do.jpg)
und Schlotten:
(https://up.picr.de/34848641yn.jpg)
noch etwas Feldsalat gefällig?
(https://up.picr.de/34848674hf.jpg)
Wird alles bewässert. Und auch früh im Jahr angebaut. Feldhase und bodenbrütende Vögel, tja, da erfriert oder verpilzt halt der Nachwuchs wenn beregnet wird. Deswegen gibts hier die nächsten paar km keine. Da helfen auch keine Knicks. Einfach mal drüber nachdenken wenns wieder Salat gibt.
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.... wenn man nicht soweit zu fahren hat und erst recht mit dem Bus, dann ist es ja in Ordnung, wenn man das tolle Alpenpanorama regelmäßig genießt.
Aber dieser Ski-Zirkus, wo jeder kleine Ort mitmachen will und schnell noch einen Lift baut und gleich die Schneekanonen dazu, selbst wenn die Prognosen sagen, dass es in wenigen Jahren nur noch in höchsten Lagen kalt genug sein wird für Schnee und Schneekanonen - Wahnsinn, was da für Resourcen verballert werden...aber im Weltmassstab trotzdem nur ein Fliegenschiss an der Wand ...
@ thuja thujon
... bin unschuldig, ziehe im Winter Sprossen für frisches Grün und habe genug Gemüse für das ganze Jahr...aber selbst hier im Örtchen sind es - wenn überhaupt - nur noch die alten Leute, die noch ein bisschen was anbauen - die jungen Leute fahren wegen der Arbeit in die Stadt und kaufen dort dann Fertigsalat ein ... ein paar Freaks wie ich spielen keine Rolle und werden auch nicht als Vorbild wahrgenommen, sondern als spinnerte Alte ;)
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Es gibt auch junge Beratungsresistente.
Neben dem Radieschenacker ist eine `Naturschutzwiese´. Leider recht abgekoppelt, also ein Inselchen, von der nächsten Wiesenfläche abgeschnitten durchs Neubaugebiet. Man sieht die Häuser im Hintergrund. Die Bewohner haben egal ob mit oder ohne Kind einige Hunde. Ratet mal wo die hinmachen und wo die Plastikspielzeuge hinfliegen. Und von was man auf der Wiese um 8h geweckt wird wenn man am Seeufer im Karpfenzelt geschlafen hat.
Wertschätzung gibts wohl noch weniger wie spinnerte Alte.
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Es gibt halt (ernsthaft) knapp mehr Hunde in Deutschland als Kinder.
Bei über 11 Millionen Hunden kommt im Jahr so manche Kuhherde unter den Fleischwolf...
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... und schon hat man Buletten.
Jetzt wäre also nur noch der Bogen zu Bismarck zu schlagen.
:-X
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Dafür genügt doch ein Hering ;).
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und gerade um Vernetzung von Biotopen geht es in dem Volksbegehren. Und dass man einem 0815-Durchschnittsschüler in Bayern (=Gymnasiast) versucht beizubringen, wieso es auf einer Wiese blüht. Und dem Freistaat vorzuschreiben, dass er seine eigenen Flächen ordentlich bewirtschaftet.
Ihr jammert alle nur rum, kauft Biojoghurt und esst kein Fleisch.
Wenn ich möchte, dass Tiere artgerecht gehalten werden, dann muss ich gerade Fleisch essen, und zwar das von verantwortungsvoll gehaltenen Tieren. Sonst rentiert sich das für den kleinen Halter nicht. Fleisch kann man in Mitteleuropa nachhaltig erzeugen, wenn man will. Quinoa und Amaranth nicht, das essen wir den Kleinbauern in Südamerika weg ;)
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..., dann muss ich gerade Fleisch essen, und zwar das von verantwortungsvoll gehaltenen Tieren. Sonst rentiert sich das für den kleinen Halter nicht. Fleisch kann man in Mitteleuropa nachhaltig erzeugen, wenn man will. Quinoa und Amaranth nicht, das essen wir den Kleinbauern in Südamerika weg ;)
Korrekt. Und Tofu gehört für mich auch in die Kategorie Umweltsünde. Kurze Wege von der Erzeugung zum Verbrauch zählen für mich viel mehr als "Hauptsache Bio". Aber ich kaufe einen Großteil meiner Nahrung auch auf dem Wochenmarkt. Diese Möglichkeit hat nicht jeder zur Verfügung.
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..., dann muss ich gerade Fleisch essen, und zwar das von verantwortungsvoll gehaltenen Tieren. Sonst rentiert sich das für den kleinen Halter nicht. Fleisch kann man in Mitteleuropa nachhaltig erzeugen, wenn man will. Quinoa und Amaranth nicht, das essen wir den Kleinbauern in Südamerika weg ;)
Korrekt. Und Tofu gehört für mich auch in die Kategorie Umweltsünde. Kurze Wege von der Erzeugung zum Verbrauch zählen für mich viel mehr als "Hauptsache Bio". Aber ich kaufe einen Großteil meiner Nahrung auch auf dem Wochenmarkt. Diese Möglichkeit hat nicht jeder zur Verfügung.
Ich mache meinen Tofu selbst und zwar basierend auf Sojabohnen aus bayerischen Bioanbau.
Quinoa und Amaranth kaufe ich auch nicht, sondern Sonnenblumenkerne und Leinsamen von Alnatura.
Dazu Bioland-Gerste und Hafer aus Deutschland zum selbst mahlen und flocken in kleinen Mengen ....
Bananen habe ich auch schon seit Jahren keine mehr gekauft usw... aber was ich mache hat nunmal keinen Einfluss auf das große Ganze, denn die Mehrheit macht es eben anders und rennt kopflos jedem angeblichen Trend hinterher und dann als Belohnung 2 Wochen Mallorca Allinclusive für 800 € inkl. Flug - das Leben ist schön :-X
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Ihr jammert alle nur rum, kauft Biojoghurt und esst kein Fleisch.
Quinoa und Amaranth nicht, das essen wir den Kleinbauern in Südamerika weg ;)
Ich esse wenig Fleisch, vom Bauern meines Vertrauens und abundzu mal Fisch.
Quinoa und Ameranth habe ich schon vor über 25 Jahren erfolgreich am Bodensee angebaut, das funktioniert auch in D.
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..., wenn viele mitmachen, ...
(Dieses Zitat ist von Dornröschen #21)
Genau dort liegt m. E. ein "Knackpunkt". Während ich meinen Joghurt aus dem Pfand-Glas esse, lese ich in der Zeitung, dass die Zahl der Urlaubsreisen mit dem Flugzeug erneut steigt.....
[/quote]
Ja und?
... aber was ich mache hat nunmal keinen Einfluss auf das große Ganze, denn die Mehrheit macht es eben anders und rennt kopflos jedem angeblichen Trend hinterher und dann als Belohnung 2 Wochen Mallorca Allinclusive für 800 € inkl. Flug - das Leben ist schön :-X
Genau mein Reden. Es sind zuviele, die nicht mitmachen...... Nach dem Motto: "Nach mir die Sintflut". Inwieweit sich dieser Spruch später bewahrheiten wird, werden wir wohl nicht mehr erleben... aber was ist mit unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln?
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Wenn ich diese Leute nicht erreiche, überzeugen kann, dann muß der Staat Veränderung herbeiführen zB durch anderes Verteilen der EU Töpfe.
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Wenn ich diese Leute nicht erreiche, überzeugen kann, dann muß der Staat Veränderung herbeiführen zB durch anderes Verteilen der EU Töpfe.
Und da fände ich es zum Beispiel einen guten Ansatz den Landwirten den Ertragsausfall zu vergüten der entsteht, wenn er das letzte kg N nicht düngt oder wenn er den letzten Meter zum Rand ohne Herbizide bewirtschaftet etc. pp.
Erscheint mir jedenfalls sinnvoller als jedes zusätzlich geerntete kg zu vergüten.
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Wenn ich diese Leute nicht erreiche, überzeugen kann, dann muß der Staat Veränderung herbeiführen zB durch anderes Verteilen der EU Töpfe.
Und da fände ich es zum Beispiel einen guten Ansatz den Landwirten den Ertragsausfall zu vergüten der entsteht, wenn er das letzte kg N nicht düngt oder wenn er den letzten Meter zum Rand ohne Herbizide bewirtschaftet etc. pp.
Erscheint mir jedenfalls sinnvoller als jedes zusätzlich geerntete kg zu vergüten.
Dem stimme ich grundsätzlich zu, aber ich glaube nicht daran, da dies ein kompletter Paradigmenwechsel wäre und viiiieleicht sogar ethisch ein Problem bei dem viiiielen Hunger auf der Welt ... wobei mir die Problematik bekannt ist, dass der subventionierte Verkauf von Überschüssen der ersten Welt in die dritte Welt die dortigen (Klein-) Bauern erst recht platt macht... aber erzähl das mal Organisationen wie Brot für die Welt usw.
In Bezug auf die Randstreifen gibt es - glaube ich - durchaus Fortschritte, aber freiwillig macht das auch wieder keiner :P
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Wenn ich diese Leute nicht erreiche, überzeugen kann, dann muß der Staat Veränderung herbeiführen zB durch anderes Verteilen der EU Töpfe.
Und da fände ich es zum Beispiel einen guten Ansatz den Landwirten den Ertragsausfall zu vergüten der entsteht, wenn er das letzte kg N nicht düngt oder wenn er den letzten Meter zum Rand ohne Herbizide bewirtschaftet etc. pp.
Erscheint mir jedenfalls sinnvoller als jedes zusätzlich geerntete kg zu vergüten.
....
In Bezug auf die Randstreifen gibt es - glaube ich - durchaus Fortschritte, aber freiwillig macht das auch wieder keiner :P
Gerade die Randstreifen stehen im Gesetzesentwurf des Volksbegehrens
:
Art 3 (4) Nr. 3:
bei der landwirtschaftlichen Nutzung ist es verboten
...3: Feldgehölze, Hecken, Säume...Feldraine...als naturbetonte Strukturelemente der Feldflur zu beeinträchtigen. Beeinträchtigung ist jede Schädigung....insbesondere das Unterpflügen.....
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Die dürfen auch jetzt schon nicht beinträchtigt werden. Was wäre da neu?
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Dass nicht nur die alte sondern auch die neue Verordnung missachtet wird? Dank GPS können Traktoren heute zentimetergenau auf der Grundstücksgrenze entlangfahren.
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Dass nicht nur die alte sondern auch die neue Verordnung missachtet wird? Dank GPS können Traktoren heute zentimetergenau auf der Grundstücksgrenze entlangfahren.
Könnten, tun sie aber nicht (immer) ... gegen Verstöße helfen wirksame Strafen, aber da will ja wieder keine Krähe der anderen ein Auge aushacken und falls Privatleute sowas melden würden, grüßt sie keiner mehr usw. ::)
Ende vergangenen Jahres ? war im Rahmen der täglichen Wettervorhersage für Hessen (von 19:14 - 19:29) einer vom NABU/Landwirtschaftamt/?? da, der eine speziell entwickelte Blühmischung für die neu ? vorgeschriebenen ?? , blühenden Randstreifen vorstellte - viele Fragezeichen, ich weiß
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Ich halte Blühstreifen für Öko-Deko. Gut, sie sind besser als nichts. Noch besser wäre die fachgerechte Pflege nährstoffarmer Standorte.
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Besser Deko als Glyphosat-Wüste... ;)
... und die fachgerechte Pflege nährstoffarmer Standorte ist wohl eher was für Fachleute als für den Standardbauern, der was über Getreide und Rübenanbau gelernt hat ... ;)
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Glückwunsch! :-X
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Glückwunsch! :-X
für mich?
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Ja.
War ironisch gemeint, ich hatte drauf gewartet, dass dieses Schlagwort endlich fällt.
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Ja.
War ironisch gemeint, ich hatte drauf gewartet, dass dieses Schlagwort endlich fällt.
... bin manchmal zu dumm für diese Welt ... welches Schlagwort ?
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Glyphosat, der Inbegriff des Bösen. :D
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Glyphosat, der Inbegriff des Bösen. :D
Aaaah, Danke :)
Wenn ich als Bauer keinen Blühstreifen will, sondern Acker, dann zupfe ich ja am Rand vom Acker auch nicht mit Hand und Hacke, oder ? ;)
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Rüben und heimisches Getreide bedürfen übrigens eines viel höheren Pflanzenschutzmittel-Aufwandes als Mais. ;)
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Aaaah, Danke :)
Wenn ich als Bauer keinen Blühstreifen will, sondern Acker, dann zupfe ich ja am Rand vom Acker auch nicht mit Hand und Hacke, oder ? ;)
Wenn ein Landwirt nicht will, dass auf dem Acker etwas anderes wächst als seine Kultur, hat er insgesamt mindestens 100 Wirkstoffe zur Verfügung die das unterbinden und zwar etliche Male dauerhafter als Glyphosat.
Zum 1.987. Mal: Glyphosat ersetzt (teilweise) den Pflug und ist sehr nützlich um z.B. Quecke, resistenten AFU, Disteln etc. aus dem Acker zu kriegen nicht mehr und nicht weniger.
Was nach der Anwendung keimt wird nicht erfasst. Vielleicht kommts irgendwann mal an.... ::)
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Rüben und heimisches Getreide bedürfen übrigens eines viel höheren Pflanzenschutzmittel-Aufwandes als Mais. ;)
Pssst! :-X ;D
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In Bezug auf die Randstreifen gibt es - glaube ich - durchaus Fortschritte, aber freiwillig macht das auch wieder keiner :P
Doch, machen sie, das hatten wir schonmal im anderen Thread:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,61430.msg2922974.html#msg2922974
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Es wäre schon viel geholfen, vor allem den kleineren Bauern, wenn durch die EU nicht die Masse gefördert wird, sondern Artenreichtum, weniger Wiesenmahd mit Rücksicht auf Bodenbrüter, 1 Jahr Brache, wie früher in der Dreifelderwirtschaft, keine Güllespritzungen.
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Das Grundinteresse dieses Volksbegehrens ist ja kein schlechtes! Aber warum geht man so unausgegoren an die Sache ran? *seufz*
Als ob man - satirisch gemeint - den Autobahnstau mit einer Reglementierung von weißen Kleintransportern begegnen wollte!
(schaut euch um, da gibt's so viele)
Wär auch ein Anfang, löst aber nicht das Problem.
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Es wäre schon viel geholfen, vor allem den kleineren Bauern, wenn durch die EU nicht die Masse gefördert wird, sondern Artenreichtum, weniger Wiesenmahd mit Rücksicht auf Bodenbrüter, 1 Jahr Brache, wie früher in der Dreifelderwirtschaft, keine Güllespritzungen.
100 % Zustimmung :)
@ Daniel - reloaded
Ich weiß über Glyphosat und Co. ganz gut Bescheid und ganz früher habe ich auch 1 x Roundup selbst verwendet um Giersch zu besiegen - hat natürlich nicht geklappt :P
Ich gehöre weder zu den Leuten, die alles Übel dieser Welt Glyphosat ankreiden und mit einem Verbot sind wir dann automatisch im real existierenden Sozialismus Paradies ... noch habe ich romatische Vorstellungen davon, wieder hektarweise alles mit Hand und Hacke zu entkrauten, weil man sonst kaum was erntet, aber dafür ist das alles dann ganz BIO.
Rüben und Getreide habe ich nur als weitgehend willkürliches Beispiel verwendet - nährstoffarme Standorte sind nunmal kein Schwerpunkt im bäuerlichen Wirken und Ausbildung ;)
Lass uns die Friedenpfeife rauchen, wir sind in unseren Ansichten nicht weit auseinander :D
@ dmks
Weil die Initiatoren selbst mehr Meinung als Ahnung haben ???
... da wird gerne mal was verwechselt...
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@ dmks
Weil die Initiatoren selbst mehr Meinung als Ahnung haben ???
Da will ich nicht spekulieren. Manchmal ist selbst 'paradoxe Intervention' in der Politik ein wirksames Mittel....
Das Thema trifft den Zeitgeist, regt aber - so wie es aufgezogen ist - nicht zum Denken an.
(Erinnert mich an eine hiesige Volksinitiative "gegen Massentierhaltung" - von den drei Unterschriftensammlern am Info-Stand konnte mir keiner sagen ab wie vielen Tieren, oder überhaupt mit welcher Bemessungsgrundlage etwas Massentierhaltung ist.)
Ich sollte einfach erstmal unterschreiben...
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@dmks:
Mir scheint, du wärst perfekt aufgestellt, um sowas mal richtig durchdacht, ausgegoren anzustoßen?
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Wohl nicht.
Für sich selbst unbequeme Lösungen möchte kaum jemand unterschreiben. ;)
Unabhängig davon war ich mehrere Wochen im Rahmen einer anderen Volksinitiative viel unterwegs - das war recht einfach...es ging um Geld.
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Schade
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Was wäre Dein Thema?
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@ dmks
Weil die Initiatoren selbst mehr Meinung als Ahnung haben ???
(Erinnert mich an eine hiesige Volksinitiative "gegen Massentierhaltung" - von den drei Unterschriftensammlern am Info-Stand konnte mir keiner sagen ab wie vielen Tieren, oder überhaupt mit welcher Bemessungsgrundlage etwas Massentierhaltung ist.)
Ich sollte einfach erstmal unterschreiben...
Gutes Beispiel für das, was ich vermute ... ::)
Was nichts daran ändert, dass ich sehr für mehr Artenvielfalt, naturnahen Ackerbau usw. bin !!!
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;) Ich bin auch für naturnahe Autos!
Lass uns die Friedenpfeife rauchen, wir sind in unseren Ansichten nicht weit auseinander :D
ist unterschrieben! :D
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Du bist hier auch als Daniel-reloaded unterwegs...spannend ;)
Naturnahe Autos finde ich auch toll...die verbrauchen beim Bau nämlich nur natürliche Materialien wie Eisen (kann man einfach ausbuddeln), bisschen Plastik (ist ja eigentlich Erdöl, also matschiger alter Kompost), bisschen Gummi (kommt vom Baum), Stoff (kommt auch von irgendeiner Pflanze oder Schaf) und der Rest ist bestimmt auch ganz naturnah ... und beim Fahren verbrauchen die auch nichts, denn der Strom von den E-Autos kommt ja einfach aus der Steckdose weil die Sonne keine Rechnung schickt .... und Benzin ist aus Erdöl, also alter Kompost .... und hinten raus kommt nur ein bisschen heißer Dampf heiße Luft. Toll
... ich glaube, ich bin jetzt reif fürs Bett ;)
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Ob das Volksbegehren bis ins Detail perfekt ausformuliert werden muss, mag man sehen, wie man will 8)
Es ist aber ein mehr oder weniger kleiner Schritt in die richtige Richtung, den man unterstützen sollte.
Irgendwo muss man anfangen ::)
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Was wäre Dein Thema?
Ich als weder Bio- noch Konventionell-Deutscher hab da sowieso nix mitzureden und auch kein spezielles Thema, aber du scheinst mir hochgradig kompetent, eloquent, gewitzt...alles scheint vorhanden zu sein, um so ein Projekt erfolgreich anzustoßen.
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Ob das Volksbegehren bis ins Detail perfekt ausformuliert werden muss, mag man sehen, wie man will 8)
Es ist aber ein mehr oder weniger kleiner Schritt in die richtige Richtung, den man unterstützen sollte.
Irgendwo muss man anfangen ::)
Grundsätzlich stimme ich dir zu :) ... aber ich habe so den Verdacht, dass es diese ganzen - grundsätzlich gut gemeinten - Aktionen/Volksbegehren generell nicht gut tut, wenn sie mit arg heißer Nadel gestrickt werden und so ein Problem mit der Glaubwürdigkeit bekommen.
Mit über 50 Jahren Lebenserfahrung auf dem Buckel - und ich war immer ein naturbegeisterter Typ - überwiegt bei mir halt eher der Pessimismus - gerade auch, was die Fähigkeit der Masse zur Änderung liebgewonnener Gewohnheiten, Eitelkeiten, Protzereien und Konsumrausch und den Drang zur Ausbeutung Schwächerer, also auch "der Natur" angeht :-X
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@dmks:
Mir scheint, du wärst perfekt aufgestellt, um sowas mal richtig durchdacht, ausgegoren anzustoßen?
Mich würde mal interessieren, ob du ggf. eine eigene Landwirtschaft hast, oder vielleicht wenigstens bei Eltern, Großeltern mal mitgeholfen hast und da reingewachsen bist. Sicher auf dem Land aufgewachsen, mit Garten, Selbstversorgung. Wiesengrundstücke unterhalten, Streuobstbäume gepflanzt und Schlehenhecken ausgemäht. Richtig in der Landschaft mit angepackt halt. Dich über tanzende Ameisenbläulinge gefreut und als Kind einen Strauß Himmelschlüssel gepflückt. Vielleicht bist du auch selbst Imker und mit deinem Volk viel in der Landschaft unterwegs?
Das wären in der Tat Voraussetzungen, so ein Projekt in die Hand zu nehmen. Meinen Respekt und meine Stimme hättest du!
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Ob das Volksbegehren bis ins Detail perfekt ausformuliert werden muss, mag man sehen, wie man will 8)
Es ist aber ein mehr oder weniger kleiner Schritt in die richtige Richtung, den man unterstützen sollte.
Irgendwo muss man anfangen ::)
Genau so sehe ich das! Meckern kann schließlich jeder, machen tut kaum einer.
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Du bist hier auch als Daniel-reloaded unterwegs...spannend ;) ...
???
sicher ein missverständnis!
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Ich werde auch unterschreiben, um so meinem Nichteinverständnis mit bestehenden Zuständen der Politik gegenüber Ausdruck zu verleihen.
Als spezifisch unzureichend gebildeter Durchschnittsbürger würde ich mir wünschen, dass daraufhin die von mir als Steuerzahler finanzierten Politiker, deren wissenschaftliche Experten und Berater aktiv werden, um mögliche Alternativen zu durchdringen und gegebenenfalls gesetzliche Veränderungen zu initiieren.
Darüberhinaus kehre ich soviel mir möglich vor der eigenen Haustüre.
Soweit so naiv, aber eine andere Möglichkeit sehe ich für mich nicht, um etwas zu bewegen.
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Du bist hier auch als Daniel-reloaded unterwegs...spannend ;) ...
???
sicher ein missverständnis!
... ich hatte Daniel-reloaded die Friedenspfeife angeboten und dmks hatte dieses Angebot angenommen ;) ... falls es da "Geheimwissen" gibt, bin ich nicht eingeweit :)
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Als spezifisch unzureichend gebildeter Durchschnittsbürger würde ich mir wünschen, dass daraufhin die von mir als Steuerzahler finanzierten Politiker, deren wissenschaftliche Experten und Berater aktiv werden, um mögliche Alternativen zu durchdringen und gegebenenfalls gesetzliche Veränderungen zu initiieren.
Darüberhinaus kehre ich soviel mir möglich vor der eigenen Haustüre.
Soweit so naiv, aber eine andere Möglichkeit sehe ich für mich nicht, um etwas zu bewegen.
... wenn ich mir so die diversen Berateraffären der Regierung anschaue und außerdem, wie oft (selbsternannte) Experten entweder ihre eigene Aussage widerrufen oder - noch schlimmer - darauf beharren, obwohl lääängst widerlegt - dann ist das Kehren vor der eigenen Haustür wohl der effektivste Weg, zumindest lokal etwas zum positiven zu verändern ::)
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... wenn ich mir so die diversen Berateraffären der Regierung anschaue und außerdem, wie oft (selbsternannte) Experten entweder ihre eigene Aussage widerrufen oder - noch schlimmer - darauf beharren, obwohl lääängst widerlegt -
Öffentliche Aufmerksamkeit, Kontrolle und Engagement scheinen mir ein probates Mittel, menschliche Untiefen zu regulieren. Der ausschließlich kritische oder beleidigte Rückzug ins stille Kämmerlein hat eher noch keine gute Sache auf den Weg gebracht.
Um Medi zu zitieren :"Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung" ;D (gefällt mir nach wie vor 8))
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Ich werde auch unterzeichnen. Es ist ein Signal in die richtige Richtung. Daß wir auch anderswo noch einen Ruck oder eher viele 'Rucke' brauchen (Konsum, Flugreisen, Flächenverbrauch etc.), macht dieses Signal, sofern die Bevölkerung es sich und den Regierenden sendet, nicht wertlos.
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... wenn ich mir so die diversen Berateraffären der Regierung anschaue und außerdem, wie oft (selbsternannte) Experten entweder ihre eigene Aussage widerrufen oder - noch schlimmer - darauf beharren, obwohl lääängst widerlegt -
Öffentliche Aufmerksamkeit, Kontrolle und Engagement scheinen mir ein probates Mittel, menschliche Untiefen zu regulieren. Der ausschließlich kritische oder beleidigte Rückzug ins stille Kämmerlein hat eher noch keine gute Sache auf den Weg gebracht.
Um Medi zu zitieren :"Andere haben auch irgendeine Ahnung" ;D (gefällt mir nach wie vor 8))
Das Zitat von Medi gehört auch zu meinen Lieblingszitaten :D
Ich habe mich nicht beleidigt ins stille Kämmerlein zurückgezogen, sondern es entspricht eher meinem Naturell, meine Überzeugungen alleine durchzuziehen ;D
@ Malvegil
Vielleicht unterschreibe ich auch :) ... ich sage ja nicht, dass dies alles Quatsch und verlorene Liebesmühe ist und deshalb sollte man es garnicht versuchen !!!!
Aber aus Erfahrung rechne ich nicht mit allzuviel Änderungen in der "großen Politik" und wenn ich mich irre - umso besser ;D
... und damit bin ich raus aus diesem Thema und wünsche - ganz ehrlich - viel Erfolg :D
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Ich sehe die Mängel, werde aber unterzeichnen für ein Vorlksbegehren. Wie ich unsere Bayrische Regierung kenne, wird sie dann vorher was auf den Weg bringen das auch mit Macken behaftet ist. Aber sie bewegen sich dann wenigstens in die richtige Richtung.
Bundesweit bleibt es dann dennoch spannend.
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Fast nichts ist besser als gar nix.
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Grundsätzlich stimme ich dir zu :) ... aber ich habe so den Verdacht, dass es diese ganzen - grundsätzlich gut gemeinten - Aktionen/Volksbegehren generell nicht gut tut, wenn sie mit arg heißer Nadel gestrickt werden und so ein Problem mit der Glaubwürdigkeit bekommen.
Mit über 50 Jahren Lebenserfahrung auf dem Buckel - und ich war immer ein naturbegeisterter Typ - überwiegt bei mir halt eher der Pessimismus - gerade auch, was die Fähigkeit der Masse zur Änderung liebgewonnener Gewohnheiten, Eitelkeiten, Protzereien und Konsumrausch und den Drang zur Ausbeutung Schwächerer, also auch "der Natur" angeht :-X
Mal ganz ehrlich, mit dem Volksbegehren wird die Weltordnung ganz gewiss nicht geändert. Aber trotz aller Skepsis kann ich nicht auf dem Standpunkt verbleiben: es ändert sich eh nichts, also wofür unterschreiben :-X und wenn ich noch 100 Volksbegehren unterschreiben muss, dann tue ich das, nur für eine geringe Chance, das es doch was in Bewegung bringt :)
Und ganz ehrlich: es kostet mich nur einen kleinen Spaziergang und eine Unterschrift 8)
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Mal ganz ehrlich, mit dem Volksbegehren wird die Weltordnung ganz gewiss nicht geändert. Aber trotz aller Skepsis kann ich nicht auf dem Standpunkt verbleiben: es ändert sich eh nichts, also wofür unterschreiben :-X und wenn ich noch 100 Volksbegehren unterschreiben muss, dann tue ich das, nur für eine geringe Chance, das es doch was in Bewegung bringt :)
Und ganz ehrlich: es kostet mich nur einen kleinen Spaziergang und eine Unterschrift 8)
.... und ich dachte, wir haben Meinungsfreiheit und diskutieren hier ergebnisoffen ;)
Nochmals:
Wenn ich einen Zauberstab hätte oder per Losverfahren ab Morgen zur Weltherrscherin gewählt würde, dann würde ich mich gleich ans Werk machen und die Bewahrung Der Natur zu meinem Schwerpunkt machen...
Aber da ich nunmal nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube, erlaube ich mir ;), meine Überzeugung - die weitgehend im Einklang stehen mit vielem, was hier geäußert wurde - in meinem stillen Kämmerlein/eigenen Garten auszuleben :)
Ich fordere auch niemanden auf, mir auf meinem Weg zu folgen und wenn dieses oder ein anderes Volksbegehren ein Megaerfolg wird - SUPER :D
...und jetzt bin ich hier endgültig raus 8)
Grüße
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Jetzt demonstrieren in verschiedenen Städten jeden Freitag die Schüler, damit endlich etwas gegen den Klimawandel unternommen wird - es sei ihre Zukunft um die es geht... Wieviele von diesen Schülern reisen wohl in den nächsten Winter-Ferien zum Skifahren in die Berge.... ::)
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Bevor man etwas (von Anderen) fordert, sollte man zuerst bei sich anfangen.
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Ich bin noch nie geflogen... und werde es auch nicht tun. Das Gleiche gilt für Kreuzfahrten....
Ich kann gut verstehen, warum Vogelsberg "hier raus" ist.
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Die Schüler könnten ja z.B. lernen und ihr Wissen später in den Dienst der Menschheit stellen.
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Jetzt demonstrieren in verschiedenen Städten jeden Freitag die Schüler, damit endlich etwas gegen den Klimawandel unternommen wird - es sei ihre Zukunft um die es geht... Wieviele von diesen Schülern reisen wohl in den nächsten Winter-Ferien zum Skifahren in die Berge.... ::)
Ich habe es auch gerade in den Nachrichten gesehen. Würde mich nicht wundern, wenn die Lehrer dahinter stehen würden.
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@Nox: Klar, könnte sein.
Ich finde es grundsätzlich ja nicht schlecht, dass die Schüler auf die Straße gehen. Es ist nunmal ihre Zukunft.
Allerdings erinnert mich so etwas immer an eine ehemalige Freundin: Sie war Vegetarierin, hat aber eine Scheibe Salami mit in die Gemüsepfanne getan - für den Geschmack ::)- mitgegessen hat sie die Scheibe natürlich nicht.... das ist so inkonsequent.
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Aha - und was hat das mit dem Volksbegehren zu tun?
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Lösch doch einfach alle Posts in diesem Faden, die OT sind....
Was hat Skifahren damit zu tun?
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Aha - und was hat das mit dem Volksbegehren zu tun?
Das frage ich mich auch.
Ebenso wie der Stolz darauf, noch nie geflogen oder an einer Kreuzfahrt teilgenommen zu haben.
Die Antwort: Es gibt ein angenehmes Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit.
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Aha - und was hat das mit dem Volksbegehren zu tun?
Das frage ich mich auch.
Ebenso wie der Stolz darauf, noch nie geflogen oder an einer Kreuzfahrt teilgenommen zu haben.
Die Antwort: Es gibt ein angenehmes Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit.
So ein Quatsch. Wo steht denn bitte, dass ich stolz darauf bin? Es ist einfach eine Tatsache, die ich erwähnt habe, nachdem Dornröschen meinte, man solle erst bei sich selbst anfangen, bevor man von anderen etwas fordert. Da muss man auch nichts hineininterpretieren. ::) Musst Du mal nachlesen, dann verstehst Du das auch.
Moralische Überlegenheit? So ein Quatsch. Haben wir uns schonmal unterhalten?
Wie gesagt: Löscht doch einfach die Posts, die OT sind. Am besten im ganzen Forum, spart massig Speicherplatz.
Was hat Dein Post mit dem Volksbegehren zu tun?
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Nun komme ich nicht aus Bayern, aber ganz ehrlich:
Allein die Art wie die Texte (Forderungen) formuliert sind, würde mich davon abhalten das Ding zu unterschreiben. ...
Genau das ging mir bei der Lektüre auch durch den Kopf. Gut gemeint vielleicht. Aber wegen der ...teilweise sachlich und fachlich falschen Forderungen ...
nicht gut.
... Auch der restliche Text in dem Teil ist mehr eine populistische Aneinanderreihung von Phrasen. ...
Leider ja. Formuliert nach dem Motto "Nagel mal 'nen Pudding an die Wand".
Wenn man den Links weiter nachgeht, stolpert man drüber, dass die Initiative eine Partei-Angelegenheit ist, sie kommt von der ÖDP.
Die Unterschriftenaktion läuft bis Anfang Februar. Die öffentliche Diskussion zum Thema wird dann noch eine Weile anhalten.
Und lässt sich vermutlich prima für Wahlkämpfe nutzen: Am 26. Mai wird das Europäische Parlament gewählt. Im Frühjahr 2020 sind in Bayern die nächsten Kommunalwahlen.
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Was meinst du mit 'Partei-Angelegenheit'? Das Volksbegehren wurde von der ÖDP initiiert, viele Verbände haben sich dem angeschlossen.
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Manchmal tun sich auch Verbraucher und Landwirte zusammen. ;)
https://www.wir-haben-es-satt.de/
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@ Gartenplaner und Mediterraneus - hab mal 'ne PM geschrieben. ;)
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Manchmal tun sich auch Verbraucher und Landwirte zusammen. ;)
https://www.wir-haben-es-satt.de/
Super...
171 Traktoren, 35000 Menschen !
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Sorry, finde ich den letzten Quark. Nicht nur wegen der AbL-Hetze.
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Dahinter stehen über 50 Organisationen: Umweltorganisationen, Verbraucherschützer, Landwirte, Kirchen...
https://www.wir-haben-es-satt.de/ueber-uns/traegerkreis/
Es geht hier mal nicht um mehr Förderung/Geld insgesamt, oder um Verbote - sondern um eine andere Verteilung.
@ Thuja: ja, ist auch nicht perfekt, ;) weiß ich!
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Wie der Name und zahlreiche Forderungen schon sagen, nein, es geht nicht um Verbote. Niemals nicht...
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Welche Verbote?
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Nur kurz, zB:
`Stoppt alle Ackergifte sofort für Bienen, Insekten und Menschen´
Damit wäre auch der Bioanbau raus.
`Vielfältige Fruchfolgen statt Alibiblühstreifen´
Also Mais, Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrübe und Leguminosen jeweils als Monokultur?
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Nur kurz, zB:
`Stoppt alle Ackergifte sofort für Bienen, Insekten und Menschen´
Damit wäre auch der Bioanbau raus.
`Vielfältige Fruchfolgen statt Alibiblühstreifen´
Also Mais, Weizen, Gerste, Raps, Zuckerrübe und Leguminosen jeweils als Monokultur?
Für den ersten Fakt hab ich jetzt die Quelle nicht gefunden.
Beim zweiten - der Fruchtfolge kann ich Info geben:
Es geht darum innerhalb eines Betriebes ein möglichst breites Spektrum an verschiedenen Kulturen und Zwischenfrüchten aufzubauen - wodurch auch die Größe der Flächen einzelner Pflanzen verringert wird. Klar bleiben Blühstreifen und Ehda-Flächen trotzdem ein Thema, entgegengewirkt wird aber solchen Betrieben, die hauptsächlich auf eine oder wenige Pflanzenarten setzen. (beispielsweise Mais) durch eine finanzielle Förderung von Pflanzenvielfalt statt Förderung je Fläche, egal was draufsteht.
Detaildiskussionen würd ich aber (damit es nicht den Rahmen sprengt) gern hierhin verlegen:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,61430.0.html
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Manchmal tun sich auch Verbraucher und Landwirte zusammen. ;)
https://www.wir-haben-es-satt.de/
Klasse! Wir waren dieses Mal nicht dabei, das wäre für GG noch zu anstrengend gewesen.
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Nun komme ich nicht aus Bayern, aber ganz ehrlich:
Allein die Art wie die Texte (Forderungen) formuliert sind, würde mich davon abhalten das Ding zu unterschreiben. ...
Genau das ging mir bei der Lektüre auch durch den Kopf. Gut gemeint vielleicht. Aber wegen der ...teilweise sachlich und fachlich falschen Forderungen ...
nicht gut.
... Auch der restliche Text in dem Teil ist mehr eine populistische Aneinanderreihung von Phrasen. ...
Leider ja. Formuliert nach dem Motto "Nagel mal 'nen Pudding an die Wand".
Wenn man den Links weiter nachgeht, stolpert man drüber, dass die Initiative eine Partei-Angelegenheit ist, sie kommt von der ÖDP.
Die Unterschriftenaktion läuft bis Anfang Februar. Die öffentliche Diskussion zum Thema wird dann noch eine Weile anhalten.
Und lässt sich vermutlich prima für Wahlkämpfe nutzen: Am 26. Mai wird das Europäische Parlament gewählt. Im Frühjahr 2020 sind in Bayern die nächsten Kommunalwahlen.
Was ist denn so falsch, wenn dieses Thema in den Wahlkampf kommt? (Der Diesel ist ja nun schon totgemacht, obwohl eigentlich der wirtschaftlichste Motor :-\ )
In den Wahlkampf, in den Sinn.
Beachte bitte auch, welche Parteien das Volksbegehren unterstützen. DIE Partei in Bayern ist nicht dabei. Sie muss nachlegen ;)
Und nochmal, maßgeblich ist der Gesetzestext, welcher das Bay.Naturschutzgesetz ändern, bzw. dahin aufgenommen werden soll. Also bitte nicht nur die öffentlich wirksamen Phrasen zitieren (die find ich auch nicht alle gut), sondern bitte oben auf "Gesetzestext" klicken.-
Es geht drum, was zu bewegen. Diese Chance sehe ich in diesem Volksbegehren.
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Was mich immer an der Debatte Artensterben in den Medien stört, ist das immer nur die Bauern für alles alleine verantwortlich gemacht werden, obwohl die Städte und Komunen genau so viel dazu beitragen. Wenn ich sehe wie oft die Gemeinde bei uns auf den Friedhof Pestizide versprüht, da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln. Und auch die riesigen monotonen ungenutzten Grünflächen der Städte und Gemeinden in ganz Deutschland bieten ein erhebliches Potenzial für unsere geschundene Tierwelt die nicht genutzt wird. Ich bin mir ziemlich sicher das, wenn nur 10% dieser flächen fachmännich zu Magerwiesen umgestaltet werden würde, würden nicht mehr so viele Vögel geschwächt sterben. Ich finde das echt ein Armutszeugnis für unser Land! Über all werden Milliarden verschwändet und in den armen Ländern wo die Landbevölkerung dank unserer üppigen agrarsubventionen sich nicht wegen der überflut an Billigware am Markt behaupten können wird großartig getönt das sie ihre Tierwelt besser schützen sollen, und wir bekommen es noch nicht mal auf die reihe unsere Insekten zu schützen. Und die Grünen, die sich immer als die große Umweltschutz Partei ausgeben, sind genau so inkompetent und Blind wie die anderen Parteien auch. Sie hatten damals in der Rot-grüne Koalition die chance etwas positiv zu verändern, Neonikotinoide und Glyphosat gab es damals schon, aber sie haben lieber die unsinnige Ökosteuer, eingeführt um den kleinen Mann noch mehr zu schröpfen.
Auch wenn die meisten Petitionen wegen unseren mächtigen Lobbyisten keine Chance haben siehe Glyphosat, finde ich es doch eine sehr gute Sache und ein Fünkchen hoffnung bleibt ja immer bestehen.
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bla, bla.
glyphosat ist das allerbilligste argument, und so dumm. notfalls hier im forum nachlesen.
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Wenn ich sehe wie oft die Gemeinde bei uns auf den Friedhof Pestizide versprüht, da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln. Und auch die riesigen monotonen ungenutzten Grünflächen der Städte und Gemeinden in ganz Deutschland bieten ein erhebliches Potenzial für unsere geschundene Tierwelt die nicht genutzt wird.
Riesige ungenutzte Grünflächen?
In der Tat sind alte Friedhöfe vielerorts inzwischen grüne Oasen inmitten einer zunehmend dichteren Bebauung. In den alten hohen Nadelbäumen leben oft Waldohreulen. Von einem massiven Pestizideinsatz ist mir hier nichts bekannt.
Was für Pestizide sollen das sein?
(und jetzt bitte nicht Glyphosat auf den Wegen.)
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Nicht nur die Friedhöfe und Miniwäldchen sind die letzten Grünbrücken in den Städten. Selbst die `Agrarwüsten´ im Stadtgebiet sorgen hier noch für frische Luft. Durch die kleinstrukturierte Landschaft, nicht der Flurbereinigung zum Opfer gefallen, aber zunehmend durch Nachverdichtung bedroht, können sich hier noch Arten halten die es in den ursprünglichen Gebieten nicht mehr schaffen.
Klar könnte es hier besser laufen, besser abgestimmte Mähtermine der Wiesen, weniger Störung durch Katzen oder Menschen, weniger Vermüllung usw. Aber da muss man auf die untere Ebene, die die was macht. Die Leute, die es können.
Aktuelles Beispiel:
geplantes Baugebiet, katholische Kirche und Stadt wollen ein Wohnviertel aus dem Boden stampfen, mit allem drum und dran. Ökologisch soll gebaut werden. Auch ein Unverpacktladen ist geplant. Wow. Wie das im ökologischen Kapitalismus eben so in höchsten Kreisen schwadroniert wird. Dafür müssen neben einer extensiv betriebenen Pferdehaltung nur eine der letzten Rückzugsorte zahlreicher Tierarten weichen, die Trennlinie im Biotopverbund (4 spurige Strasse) wird um ein vielfaches vergrößert, die Hecken, Säume, Gräben, ungedüngten Wiesen, die Gemüsefelder, soll alles weg, dafür wird eine bisher gesperrte Strasse geöffnet, was wegen Nord-Süd-Verbindung einen extreme Zunahme des Verkehrs bedeuten wird bei durch das neugeplante Wohngebiet weiter sich verschlechternder Frischluftzufuhr für den Stadtkern.
Die Umweltverbände stehen größtenteils da mit geöffnetem Mund und wissen nicht was sie sagen sollen, diejenigen, die zuerst Worte finden, verlieren sich in den üblichen leeren Phrasen und schimpfen und wettern und sagen kann doch nicht sein, was da alles unwiderbringlich verloren ist.
Keiner kommt auf die Idee mal biologische Fachkenntnisse spielen zu lassen und mit einem ökologischen Konzept an die Projektplaner ranzutreten um denen zu erklären, was an einem Unverpacktladen auf grüner Wiese unökologisch ist und ob man die geplanten Häuser wirklich bis in den letzten Winkel aus architektonischen Gründen zimmern muss. Und das es nicht ökologisch ist, feuchte Gräben und die Hektare drumrum über einen Meter aufzuschütten damit man das Regenwasser auf der 100-jährigen Überschwemmungsfläche halten kann. Ich finds einfach schade dass die Umweltverbände, zumindest hier, garnichts mehr taugen und auch nur noch mit Glyphosat und Selbstmitleid, wie schlecht doch alles ist, kommen.
Leider hilft mir das was im Volksbegehren zur Artenvielfalt drin steht in diesem konkreten Fall nicht weiter. Ich denke es gibt ähnliche Vorhaben in anderen Städten, auch dort werden die letzten Lebensräume der `Artenvielfalt´ auf solche und ähnliche Weise bedroht. Es geht nicht um ein paar hundert Eidechsen oder auf was der Artenschutz achten muss, es geht darum naturverträgliche Konzepte zu erarbeiten.
Im Zweifelsfall auch auf dem Friedhof bzw auch gerade dort. Da muss aber mehr her als ungefüllte Blumen zur Grabgestaltung oder mal ne Haselmausexkursion mit Schulkindern.
PS: wenn ich den Verdacht hätte, mit dem Unkrautmanagment auf den Splitwegen der Friedhöfe würde was nicht stimmen, würde ich den Vorgesetzten der zuständigen Abteilung alternative Konzepte vorschlagen. Lipco Wegepflegegerät etwa. Der Krach könnte aber auch sensible Vögel verschrecken oder zu teuer sein. Also Fachmännich gut durchdenken sowas.
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Hier wird auf dem Friedhof immer mal wieder von den Grabbesuchern Salz auf das Unkraut gestreut. Das sieht ordentlicher aus!!
Die Friedhofsverwaltung versucht das zu verhindern weil so die alten Bäume doch mal aufgeben müssen. Wenn dann Äste fallen muss zur Sicherheit der Friedhofsbesucher der Baum dann weg.
Viele, besonders ordentliche Leute sind darüber froh. Das gibt weniger Laub das von den Gräbern gerecht werden muss. Die Grabsteine werden auch nichtmehr angehoben etc.. Das dann ein paar Jahre später die Wurzeln zu Erde werden und die Grabsteine dann in die andere Richtung kippen, bringt keiner in den Zusammenhang.
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@ Bristlecone, mit riesige ungenutzten Grünflächen meine ich nicht die Flächen auf den Friedhöfen, sondern die Größen ungenutzten Wiesenflächen, die man sehr oft sieht.
Bei uns auf dem friedhof fahren sie mit einem Spritzwagen die Wege ab, und die Reihengräber werden mit giftspritzen & Atemschutzmaske behandelt. Schlimm finde ich es auch, dass viele Besucher dann kurz danach ihre Gräber sauber machen, und ungeschützt die vergifteten Pflanzen anfassen.
Was da genau versprüht wird weis ich natürlich nicht, aber falls es dich interessiert kannst du dich im Pflanzenschutzdienst/Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer in deinem Bundesland schlaumachen. Habe eine liste gefunden, aber die ist aus 2016 und warscheinlich nicht aktuell. Google mal Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Friedhöfen ist eine pdf Datei.
Den Arbeitern selber kann man keine Vorwürfe machen, die machen nur ihren Job und bekommen ihre Order von ihren Vorgesetzten.
Aber gut jeder kann es so sehen, wie er/sie es will, viele Gartenbesitzer finden Pestizide sehr praktisch und ich habe nicht vor hier zu Missionieren! Mich stört halt, dass sie immer nur auf die Bauern einhacken, obwohl sie kein stück besser sind.
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Mir ist es lieber, wenn Glyphosat, Pelargonsäure oder Wuchstoffherbizide eingesetzt werden als kochendes Wasser, Abflammen oder gar Salz oder "Steinreiniger". Letzterer ist häfig Natriumchlorat: als Herbizid verboten, als Biozid ganz legal zu kaufen.
Größere Günflächen gibt es immer weniger.
Der Gedanke, die nicht als öde Rasenflächen, sondern als Wiesen zu pflegen, ist gut, scheitert aber oft an der Umsetzung.
Hier im Ort wurde aus Kostengründen die Pflege nach einiger Zeit dann doch wieder an den günstigsten Anbieter vergeben. Der mäht, wenn er Zeit hat, und das Mähgut bleibt liegen.
Der Bauhof, der auch die Grünflächen pflegt, ist chronisch unterbesetzt. Nun soll er die Flächen auch noch giftfrei pflegen. Der Arbeitsaufwand ist aber gar nicht zu leisten.
Folge: mehr Wechselflor mit Komplettaustausch von Oberboden und Bepflanzung.
Schön bunt, aber für die Natur verloren.
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Ich selber lehnen zwar jeglichen Gift Einsatz auf meinem Grundstück ab, ich finde es aber auch wieder so scheinheilig, dass sie bei den Privatpersonen so streng sind und sogar den einsatz von Essigreiniger unter strafe stellen, und selber auf Öffentlichen grün machen was sie wollen. Wenn du in deinem Garten das zeug versprühst, ist das deine sache, aber auf Öffentlichen flächen wo Passanten nichtsanend mit den zeug in kontakt kommen oder die armen Gärtner die keine wahl haben, wenn sie ihre Arbeit behalten wollen das finde ich einfach nicht richtig.
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Eine Gefährdung von Passanten oder später den Besuchern ist beim Einsatz der von mir genannten Herbizide schlicht und einfach nicht gegeben.
Für Beschäftigte gibt es Arbeitsschutzmaßnahmen.
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Ich glaube das hamlose Glyphosat das deine guten Dambakterien zerstört und das Bayer noch das genick brechen wird, (klageflut USA) wird mit der zeit verschwinden. Aber dann kommt wieder Irgendetwas anderes Unbedenkliches.
Aber gut, über dieses thema könnte man sich stunden lang steiten und im Grunde genommen bringt es ja sowiso nichts.
Ich wünsche dir alles gute und noch ein schönes Wochenende! :)
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Über Glyphosat gibt es hier einen ellenlangen Thread, in dem alles Aspekte der Toxizität ausgiebig beleuchtet wurden.
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,31295.0.html
Lohnt sich zu lesen, auch wenn ich fürchte, dass es in deinem Fall wenig ändern wird.
In meinem hat es dazu geführt, dass ich weiten Teilen der Umweltschutzbewegung seitdem mehr als skeptisch bis ablehnend gegenüberstehe.
Ich habe einfach die Nase gestrichen voll von deren Verleumdungen.
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Das ist ja auch gut so, jeder soll seine eigene meinung haben und wenn du dafür bist, ist das doch auch vollkommen in ordnung! ;) ;D
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Brissel hat den Schritt schon hinter sich und ist vom Glauben zum Wissen konvertiert. Er ist Toxikologe und kennt sich einfach aus. ;)
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Es geht auch anders.
https://www.buntewiese-tuebingen.de/%C3%BCber-uns/unsere-modellwiesen/
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Ich selber lehnen zwar jeglichen Gift Einsatz auf meinem Grundstück ab, ich finde es aber auch wieder so scheinheilig, dass sie bei den Privatpersonen so streng sind und sogar den einsatz von Essigreiniger unter strafe stellen, und selber auf Öffentlichen grün machen was sie wollen.
Auf öffentlichen Flächen macht niemand was er will. Die sind gemaßregelt und von Auflagen überflutet und leisten meistens trotz klammer Finanzen einen für diese Verhältnisse guten Job. Das sollte man auch mal anerkennen und nicht nur schimpfen. Basta.
Wenn einer machen kann was er will, dann findet das im Privatgarten statt. Dort wird eher Backpulvergift auf die Rosen gespritzt als auf dem Spielplatz oder Friedhof. Sachkunde und gute fachliche Praxis ist hier das Zauberwort. Essigreiniger verharmlosen zeugt nicht von differenzierter, sachlicher Betrachtung.
Was den oft geforderten Wechselflor angeht, ich finde sowas furchtbar. Nicht nur der Optik wegen, sondern eher wegen des Ressourcenverbrauchs.
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Dornröschen, das war doch die Mähkonzepte-Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Uni? Wie war da die Finanzierung?
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Dornröschen, das war doch die Mähkonzepte-Entwicklung in Zusammenarbeit mit der Uni? Wie war da die Finanzierung?
Das ging von der Uni schon 2010 aus.
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Ich finde es gerade sehr spannend zu verfolgen in welche Richtung die letzten Posts gehen..... tragisch, dass ich mit meinem ersten Post in diesem Faden offenbar recht hatte. :-\
Das werde ich nicht unkommentiert stehen lassen, auch wenns jetzt völlig OT wird:
Bei uns auf dem friedhof fahren sie mit einem Spritzwagen die Wege ab, und die Reihengräber werden mit giftspritzen & Atemschutzmaske behandelt.
1. Jeglicher Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Nichtkulturland ist grundsätzlich erstmal verboten, dazu zählen selbstverständlich auch Wege auf Friedhöfen.
Sollte das was du schreibst also tatsächlich stimmen, haben die Friedhofsgärtner entweder eine Ausnehmegenehmigung vom Pflanzenschutzamt (in Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin und meines Wissens auch NRW kann man sich das Geld für den Antrag sparen, die Genehmigung wird ohnehin nicht erteilt, in anderen Bundesländern weiß ich es nicht) oder sie handeln schlichtweg illegal.
Ein Anruf bei deinem zuständigen Pflanzenschutzamt schafft Klarheit und ggf. für den Friedhof ausgesprochen teure Abhilfe.
Zum Atemschutz: trage ich bei ziemlich jeder Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Gärtnerei. In der Spritze befinden sich meistens Mikroorganismen. Denn ich möchte auch keine konzentrierten Pilzsporen, Bakterien etc einatmen. Was ich damit sagen will? Eine Atemschutzmaske und entsprechende Kleidung zeugen noch lange nicht von der massiven Giftigkeit des Mittels, sondern oft lediglich von der Vernunft des Anwenders oder schlicht von der Einhaltung der Anwendungsbestimmungen.
es dich interessiert kannst du dich im Pflanzenschutzdienst/Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer in deinem Bundesland schlaumachen. Habe eine liste gefunden, aber die ist aus 2016 und warscheinlich nicht aktuell. Google mal Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Friedhöfen ist eine pdf Datei.
Was du vorschlägst schadet dir auch nicht.
Interessant ist nämlich nicht nur was in der Liste steht, sondern auch mit welchen Auflagen die Anwendung verbunden ist.
Außerdem schadet es nicht sich aktuelle Listen zu beschaffen statt auf 3 Jahre alten herumzureiten, dabei hilft dir übrigens gerne der zuständige Pflanzenschutzdienst. ;)
Befremdlich in diesem Zusammenhang finde ich allerdings schon, dass bei uns in Schleswig-Holstein Vorox F (Flumioxazin), das einzige zugelassene Herbizid das einen Totenkopf trägt, ohne weitere Auflagen verwendet werden darf (wohlgemerkt auf Kulturflächen, NICHT auf Wegen etc), andere PSM, die bei Weitem harmloser sein dürften, allerdings mit so strengen Auflagen versehen sind, das ein Einsatz nahezu unmöglich wird.
Ich selber lehnen zwar jeglichen Gift Einsatz auf meinem Grundstück ab, ich finde es aber auch wieder so scheinheilig, dass sie bei den Privatpersonen so streng sind und sogar den einsatz von Essigreiniger unter strafe stellen, und selber auf Öffentlichen grün machen was sie wollen.
Das ist ja nun schlichtweg Unsinn! Nirgends ist der Einsatz von PSM so streng geregelt wie auf öffentlichen Flächen. Die Anzahl der Wirkstoffe ist stark eingeschränkt und die Auflagen sehr viel mehr und strenger als z.B. auf landwirtschaftlichen Flächen oder auch im Kleingarten!
Und zum Essigreiniger: das PflSchG verbietet grundsätzlich jede Anwendung jeglicher PSM auf Nichtkulturland, die PflSchAnwVO geht noch weiter ins Detail und davon ist grundsätzlich niemand ausgenommen. Dabei spielt es schlichtweg keine Rolle ob es sich hierbei um ein Herbizid handelt oder um eine Substanz von der eine herbizide Wirkung ausgeht.
Übrigens wird hier in Schleswig-Holstein zwar auf das Verbot hingewiesen, aber keine Strafe verhängt wenn jemand bei der Ausbringung vo Essig und Salz zur Unkrautbekämpfung erwischt wird. Allerdings geht das dann zur Umweltbehörde und das kann deutlich teurer werden.
Pervers ist allerdings das von Bristlecone angesprochene Natriumchlorat via Biozid-VO.
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Zum Atemschutz: trage ich bei ziemlich jeder Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Gärtnerei. In der Spritze befinden sich meistens Mikroorganismen. Denn ich möchte auch keine konzentrierten Pilzsporen, Bakterien etc einatmen. Was ich damit sagen will? Eine Atemschutzmaske und entsprechende Kleidung zeugen noch lange nicht von der massiven Giftigkeit des Mittels, sondern oft lediglich von der Vernunft des Anwenders oder schlicht von der Einhaltung der Anwendungsbestimmungen.
Vermutlich hast du in der Gärtnerei auch Sicherheitsschuhe an wenn du Pflanzen topfst oder gießt, im Hausgarten haben die viele nichtmal beim Rasenmähen an. Im Hausgarten muss demnach alles ungefährlich sein.
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Vermutlich hast du in der Gärtnerei auch Sicherheitsschuhe an wenn du Pflanzen topfst oder gießt, im Hausgarten haben die viele nichtmal beim Rasenmähen an. Im Hausgarten muss demnach alles ungefährlich sein.
Selbstmurmelnd, alles andere gäbe auch böse Ärger mit der Berufsgenossenschaft, sollte ich mir die Erdpalette doch mal auf den Fuß stellen..... ;D
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der jegliche faktenbasierte diskussion unmittelbar erübrigende kernsatz von choces "meinung":
Ich glaube ...
;)
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...
In meinem hat es dazu geführt, dass ich weiten Teilen der Umweltschutzbewegung seitdem mehr als skeptisch bis ablehnend gegenüberstehe.
Ich habe einfach die Nase gestrichen voll von deren Verleumdungen.
Gerechterweise sollte man niemals vergessen, dass Industrie (und Wissenschaft als willfähriger Helfer) erst jahrzehntelang Politik und Bürger mehr oder weniger an der Nase herum und in die Irre geführt haben, bevor die Umweltschutzbewegung (leider) zu den gleichen Waffen in dem hässlichen Krieg gegriffen hat.
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der jegliche faktenbasierte diskussion unmittelbar erübrigende kernsatz von choces "meinung":
Ich glaube ...
;)
... und kennt sich einfach aus. ;)
Fakten!?
Schön, wenn alles einfach wäre und die Dinge nicht immer in einem viel komplexeren Zusammenhang stünden.
Glaube ist vielleicht der Versuch einer Ordnungsfindung im Angesicht zu vieler widersprüchlicher Fakten.
Als Nichtexperte kann ich den Experten auch nur glauben :-\
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In meinem hat es dazu geführt, dass ich weiten Teilen der Umweltschutzbewegung seitdem mehr als skeptisch bis ablehnend gegenüberstehe.
Ich habe einfach die Nase gestrichen voll von deren Verleumdungen.
Gerechterweise sollte man niemals vergessen, dass Industrie (und Wissenschaft als willfähriger Helfer) erst jahrzehntelang Politik und Bürger mehr oder weniger an der Nase herum und in die Irre geführt haben, bevor die Umweltschutzbewegung (leider) zu den gleichen Waffen in dem hässlichen Krieg gegriffen hat.
Du bringst es, vermutlich unfreiwillig, auf den Punkt:
Wer sich zum Opfer macht, nimmt sich jedes Recht, sich zu wehren, man ist ja schließlich das Opfer böser Mächte und deren willfähriger Helfer.
Und weil man sich in einem schmutzigen "Krieg" befindet, kennt man auch keine Gegner mehr, sondern nur noch Feinde. Mit denen muss man sich nicht auseinandersetzen, die muss man fertigmachen, mundtot.
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...
In meinem hat es dazu geführt, dass ich weiten Teilen der Umweltschutzbewegung seitdem mehr als skeptisch bis ablehnend gegenüberstehe.
Ich habe einfach die Nase gestrichen voll von deren Verleumdungen.
Gerechterweise sollte man niemals vergessen, dass Industrie (und Wissenschaft als willfähriger Helfer) erst jahrzehntelang Politik und Bürger mehr oder weniger an der Nase herum und in die Irre geführt haben, bevor die Umweltschutzbewegung (leider) zu den gleichen Waffen in dem hässlichen Krieg gegriffen hat.
Du bringst es, vermutlich unfreiwillig, auf den Punkt:
Sehr freiwillig - ich beobachte genau das seit Jahren.
Wer sich zum Opfer macht, nimmt sich jedes Recht, sich zu wehren, man ist ja schließlich das Opfer böser Mächte und deren willfähriger Helfer.
Ich sehe es genau umgekehrt - dass die Allgemeinheit mehr als einmal "Opfer" war, in wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Hinsicht - hat die Bevölkerung so gegen die "Experten/Wissenschaft/Industrie" aufgebracht, dass man KEINEM mehr wirklich vertraut.
Insofern wird sich inzwischen gegen alles mit allem gewehrt.
Und weil man sich in einem schmutzigen "Krieg" befindet, kennt man auch keine Gegner mehr, sondern nur noch Feinde. Mit denen muss man sich nicht auseinandersetzen, die muss man fertigmachen, mundtot.
Die Strategie ist nur bei den Umweltschutzorganisationen noch nicht so lange im Einsatz, wie bei den vorhergenannten.
Und umso mehr fertiggemacht, mundtot gemacht, diskreditiert wird, umso mehr wird das Vertrauen in Wissenschaft und Fakten mit Sargnägel durchlöchert.
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Ich kann mich Bristlecone nur anschliessen. Selber habe ich das Argumentieren aufgegeben, führt zu nix, überzeugt niemanden, keiner rückt von seinem Standpunkt ab.
Ich kann nur sagen, wenn die Effekte so überwältigend klar wären wie z.B. beim Rauchen, dann hätte sich die Diskussion schon erledigt. Da man es aber hier mit Minimaleffekten zu tun hat, die kaum über das Rauschen hinausgegen, jagen sich Gutachten und Gegengutachten, man sollte also sich entspannen und sagen, es gibt Schlimmeres.
Und: wer gegen Intensiv-Landwirtschaft ist, sollte das direkt sagen, statt über die Dörfer zu gehen und ein Pflanzenschutz-Mittel oder Herbizid nach dem anderen zu verteufeln. Heute war ich im Magasin Vert und habe mir mal so das Angebot 2019 betrachtet.
Mittel gegen Kräuselkrankheit beim Pfirsich: Bouillie bordelaise (im Kleingedruckten), zu extrem hohen Preisen. Wirkt das eigentlich noch gegen Kräuselkrankheit oder ist das nur dem Kunden das Geld aus der Tasche gezogen ?
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...wenn die Effekte so überwältigend klar wären wie z.B. beim Rauchen, dann hätte sich die Diskussion schon erledigt. ...
Laut wiki sind ab 1962 die schädlichen Effekte des Rauchens (Lungenkrebs, koronare Herzkrankheiten) wissenschaftlich klar belegt.
Das hielt nicht von jahrzehntelanger heftiger Gegenwehr (aus privatwirtschaftlichen Gründen) ab.
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Heute war ich im Magasin Vert und habe mir mal so das Angebot 2019 betrachtet.
Mittel gegen Kräuselkrankheit beim Pfirsich: Bouillie bordelaise (im Kleingedruckten), zu extrem hohen Preisen. Wirkt das eigentlich noch gegen Kräuselkrankheit oder ist das nur dem Kunden das Geld aus der Tasche gezogen ?
Um das kurz zu beantworten:
Ja, Kupferkalkbrühe wirkt gegen Kräuselkrankheit. In D aber nicht mehr zugelassen, bei dir offenbar schon.
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...wenn die Effekte so überwältigend klar wären wie z.B. beim Rauchen, dann hätte sich die Diskussion schon erledigt. ...
Laut wiki sind ab 1962 die schädlichen Effekte des Rauchens (Lungenkrebs, koronare Herzkrankheiten) wissenschaftlich klar belegt.
Das hielt nicht von jahrzehntelanger heftiger Gegenwehr (aus privatwirtschaftlichen Gründen) ab.
Stimmt.
Die Tabakindustrie leistet auch heute noch und gerade in Deutschland intensive und erfolgreiche Lobbyarbeit.
So wie jahrzehntelang die Asbestindustrie.
Das geht aber am Kern der Sache vorbei.
Ein erheblicher Teil der Umweltorganisationen verhält sich vollkommen irrational und weigert sich schlicht, Erkenntnisse zur Kenntnis zu nehmen.
Stattdessen wird mit viel moralischer Empörung, aber wenig Sachverstand, kräftig getönt.
Das Tragikomische ist, dass diesen Umweltschützern ihre eigene Art gerade auf die Füße fällt: Ein Teil von Bevölkerung und Politik weigert sich schlichtweg, die Erkenntnisse zur Gefährlichkeit von NO2 und Feinstaub zur Kenntnis zu nehmen.
Mit ebensolchen fadenscheinigen Behauptungen. Man könnte geradezu meinen, die hätten bei BUND und Co. gelernt.
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Andere zu belehren ist leichter zu ertragen als selbst belehrt zu werden. ;) Ein Glyphosatverbot trifft die anderen. Ein Fahrverbot u.U. einen selbst.
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Lass uns einen kleinen ersten Schritt in die richtige Richtung tun und allen verbieten, mit Glyphosat zu fahren.
Ich denke, dieser Vorschlag ist mehrheitsfähig.
Wir sind schwer OT.
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...wenn die Effekte so überwältigend klar wären wie z.B. beim Rauchen, dann hätte sich die Diskussion schon erledigt. ...
Laut wiki sind ab 1962 die schädlichen Effekte des Rauchens (Lungenkrebs, koronare Herzkrankheiten) wissenschaftlich klar belegt.
Das hielt nicht von jahrzehntelanger heftiger Gegenwehr (aus privatwirtschaftlichen Gründen) ab.
Stimmt.
Die Tabakindustrie leistet auch heute noch und gerade in Deutschland intensive und erfolgreiche Lobbyarbeit.
So wie jahrzehntelang die Asbestindustrie.
Das geht aber am Kern der Sache vorbei.
tut es das?
Ein erheblicher Teil der Umweltorganisationen verhält sich vollkommen irrational und weigert sich schlicht, Erkenntnisse zur Kenntnis zu nehmen.
Hm....wie die Tabak- und Asbestindustrie? 8)
Stattdessen wird mit viel moralischer Empörung, aber wenig Sachverstand, kräftig getönt.
Das Tragikomische ist, dass diesen Umweltschützern ihre eigene Art gerade auf die Füße fällt: Ein Teil von Bevölkerung und Politik weigert sich schlichtweg, die Erkenntnisse zur Gefährlichkeit von NO2 und Feinstaub zur Kenntnis zu nehmen.
Mit ebensolchen fadenscheinigen Behauptungen. Man könnte geradezu meinen, die hätten bei BUND und Co. gelernt.
Nee, nee, BUND hat (leider) bei "denen" gelernt, aber "die" versuchen es halt immer wieder auf die Art - hat ja einige Jahrzehnte ganz gut funktioniert.... :-X
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Woher kennt ihr alle Umweltschutzorganisationen nur so gut?
Ich bin seit Jahren beim BUND Berlin aktiv (Naturschutz und Wasser), mal mehr, mal weniger - aktuell aus familiären Gründen kaum noch. Ich habe die internen Diskussione in der Regel als differenziert und fachlich gut erlebt. Gerade viele der Aktiven haben was Einschlägiges studiert, Biologie, Landschaftsplanung etc., arbeiten selbst im Naturschutz und wissen, wovon sie reden. Genauso wissen die meisten, daß man im Umweltschutz nur was erreichen kann, wenn man Kooperationspartner sucht und findet, und das funktioniert nicht, wenn man die Welt schlicht in Freunde und Feinde unterteilt.
Die Arbeit des BUND wird immer noch stark von Ehrenamtlichen getragen, und da gibt es natürlich auch immer wieder Äußerungen, die zu vereinfacht sind oder halt nicht stimmen. Ich kann mich an eine Situation vor vielen Jahren erinnern, da hat jemand von einer BI die nicht ganz einfach zu verstehenden Folgen einer Gewässerausbaus auf die Fliessgeschwindigkeit falsch dargestellt. Daraus hat dann jemand von der Befürwortern des Ausbaus abgeleitet, dass die Gegner allesamt keine Ahnung hätten (soweit ich mich erinnere, gab es einen langen Artikel im Tagesspiegel), ohne sich die Mühe zu machen, auf irgendeine fachlich korrekte Darstellung von uns hinzuweisen. Aber ein demokratisch organisierter Verband muß damit leben, daß die Mitglieder nicht alle mit einer Stimme sprechen und auch mal völlig daneben liegen.
Um auf das Volksbegehren zurück zu kommen: ich habe mir den Gesetzestext durchgelesen und wenn ich in Bayern leben würde, würde ich unterzeichnen. Den Gewässerrandstreifenschutz z.B. finde ich sehr wichtig, denn so wird auch der Nährstoffeintrag in die Gewässer deutlich vermindert.
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Sicher gibt es, wie etwa auch beim NaBu, sehr viele engagierte Mitglieder, die mit viel Engagement dabei sind.
Ich war selbst mal Mitglied bei Greenpeace und beim BUND.
Und vor nicht so langer Zeit auf BUND-Veranstaltungen als Referent zum Thema Feinstaub und Stickoxide.
Aber woher kommt dann diese "dunkle" Seite bei BUND, Grünen und anderen: Dieses unsägliche Video, bei der Glyphosat auf Kinderköpfe regnet: https://m.youtube.com/watch?v=ET1dXwCy3N8
, die - wider alle Fakten - bis heute anhaltende Kampagne, dass BfR, EFSA und andere Behörden, Gremien, Institutionen und Fachleute abschreiben, inkompetent sind, die Wahrheit unterdrücken?
Dieses Festhalten an Scharlatanen wie Seralini?
Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
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Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Greenpeace, WWF etc. heute professionel gemanagt werden. Das heisst, es geht ums Geld.
Und Spendengelder lassen sich nun mal sehr viel besser einwerben, wenn man möglichst mit Katastrophen-News und Schock-bildern wirbt.
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Das sehe ich ähnlich. An der Basis wird viel wertvolle und engagierte Arbeit gemacht. In den Vorständen werden Kampagnen geschmiedet.
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Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Greenpeace, WWF etc. heute professionel gemanagt werden. Das heisst, es geht ums Geld.
Und Spendengelder lassen sich nun mal sehr viel besser einwerben, wenn man möglichst mit Katastrophen-News und Schock-bildern wird.
Professionelles Management ist nicht per se schlecht.
Der BUND hat übrigens wie jeder eingetragene Verein einen Schatzmeister, legt einen Jahresbericht bei den Mitgliederversammlungen vor und muß seine Gemeinnützigkeit nachweisen, da ist nicht viel Raum für Geschäftemacherei.
Aber woher kommt dann diese "dunkle" Seite bei BUND, Grünen und anderen: Dieses unsägliche Video, bei der Glyphosat auf Kinderköpfe regnet: https://m.youtube.com/watch?v=ET1dXwCy3N8
, die - wider alle Fakten - bis heute anhaltende Kampagne, dass BfR, EFSA und andere Behörden, Gremien, Institutionen und Fachleute abschreiben, inkompetent sind, die Wahrheit unterdrücken?
Dieses Festhalten an Scharlatanen wie Seralini?
Um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Die Glyphosat-Diskussion ist auch aus meiner Sicht aus dem Ruder gelaufen, ähnlich beim Fracking. In beiden Fällen handelt es sich um "Stellvertreter-Kriege", es geht eigentlich um Gentechnologie bzw. um fossile Brennstoffe, aber das ist hier OT.
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... und damit sind wir auf dem Niveau von Donald Trump, AfD und ähnlichen. Dafür gebe ich meine Unterschrift nicht her.
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PS: Gewässer in Berlin: was ich dort nicht verstehe ist warum die regelmäßig umkippen können wenns stark geregnet hat und sowas nicht mal angegangen wird. Was sagt der BUND diesbezüglich dazu? Was der Nabu? Gibt es in Berlin auch einen regionalen Umweltschutz, -forschungs oder Landschaftspflegeverein? Was sagen die dazu?
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PS: Gewässer in Berlin: was ich dort nicht verstehe ist warum die regelmäßig umkippen können wenns stark geregnet hat und sowas nicht mal angegangen wird. Was sagt der BUND diesbezüglich dazu? Was der Nabu? Gibt es in Berlin auch einen regionalen Umweltschutz, -forschungs oder Landschaftspflegeverein? Was sagen die dazu?
Das sagt die Berliner Morgenpost dazu.
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Ja, soweit habe ich das als Südwestdeutscher auch mitverfolgt. Von wem kam die Initiative oder der Druck was zu verändern? Die Stadt (Industrie, Klassenfeind) hats sicherlich nicht freiwillig angepackt.
Wie wurde der Kopromiss ausgehandelt, statt die Ursache abzustellen stattdessen ein Belüftungsschiff drüber fahren zu lassen? Dieselverbrauchend... ? Wurde das mal wenigstens intern kommuniziert?
Trotzdem müsse man sich klarmachen, dass der Tod der Fische ein alljährlich auftretendes Phänomen und keine Katastrophe sei. „Die Fischpopulationen leiden darunter jedenfalls nicht extrem“, so Rohland. Für die Entfernung der toten Fische, erklärt sie, seien die Fischereiämter zuständig, die bei hoher Belastung allerdings nicht immer gleich zur Stelle sein könnten.
Mir ist bewusst dass die Gewässer historisch bedingt um Berlin recht eutrophiert sind, die Fliessgeschwindigkeit kenne ich auch, der Fischbestand ist dementsprechend ein Abbild. Der verbuttete Fisch fast vergleichbar mit dem Rhein in den 80iger Jahren. Seitdem hat sich am Rhein aber viel getan, Lachse usw. Aal ist wieder in allen Größen vertreten, Brassen geht deutlich zurück und wächst dafür ab usw.
Vom NABU habe ich mal was mit Renaturierung der Havel mitbekommen, da konnten wohl Gelder mobilisiert werden. Danke für dieses Engagement. Ich finds auch toll wenn man sich mit Kanufahrern und der Tourismusbrange irgendwie einigt.
Eine Aussage wie im Zitat, die wäre hier aber undenkbar. Die würde allen Verantwortlichen nicht nur zweimal um die Ohren fliegen.
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Die Kurzfassung: Berlin hat in einem großen Teil des Stadtgebiets Mischkanalisation, d.h. Regenwasser von den Straßen und Grundstücken wird zusammen mit dem Abwasser in der Kanalisation abgeführt. Bei einem starken Regen reicht die Kapazität nicht und Regenwasser gelangt in die Gewässer, die in Berlin sowieso schon ziemlich eutroph sind. Eine Gegenmaßnahme ist die Förderung der Regenwasserversickerung, u.a. durch eine Versiegelungsabgabe, wenn man das Regenwasser von seinem Grundstück in die Kanalisation einleitet. Diese Abgabe ist auch in den Gegenden von Berlin mit Trennkanalisation fällig.
Der BUND Berlin hat gemeinsam mit dem BUND Brandenburg erst seit einem Jahr wieder einen AK Wasser, der keinen hauptamtlichen Mitarbeiter hat. Zu diesem Thema gibt es keine aktuelle Stellungnahme. Da es ein altes, schon lange bekanntes Problem ist, könnte es in den Archiven des BUND eine Stellungnahme geben.
Insgedamt ist der Berliner Wasserhaushalt eine komplexe Angelegenheit mit vielen menschlichen Eingriffen, die weitere Eingriffe zur Folge haben usw. Maßnahmen wie das Röhrichtschutzprogramm gehören dazu, die Phosphateliminierungsanlage in Tegel usw. Renaturierungsmaßnahmen an Havel und Spree stossen auch an Grenzen, weil beides Bundeswasserstraßen sind.
Vom NABU habe ich mal was mit Renaturierung der Havel mitbekommen, da konnten wohl Gelder mobilisiert werden.
Das ist an der unteren Havel in Brandenburg, die Mittel gab es im Zusammenhang mit der Buga.
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Ja, untere Havel. Kein Berlin, kein Silokanal.
AK Wasser, seit einem Jahr wieder, na das hört sich doch gut an. Freut mich. Bleibt nur der fade Beigeschmack, warum war das die letzten Jahre kein Thema. War Monsantobashing wichtiger als vor der Haustür was zu bewegen? Ich frage das bewusst so ketzerisch, weil der öffentlich wirksame Naturschutz auch eine Industrie ist.
Der AK Wasser freut mich wirklich. Es gibt wohl doch noch Umweltschützer und nicht nur Greenwasher. Ich hoffe der AK besteht aus mehr als 2 Leuten und der Altersdurchschnitt ist unter 60 Jahre.
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... Vom NABU habe ich mal was mit Renaturierung der Havel mitbekommen, da konnten wohl Gelder mobilisiert werden.
Das ist an der unteren Havel in Brandenburg, die Mittel gab es im Zusammenhang mit der Buga.
BUGA-Mittel mag es dazu auch gegeben haben. Die hauptsächliche Finanzierung erfolgt aber seit 2005 aus dem Bundesprogramm "Naturschutzgroßprojkete":
Untere Havelniederung
Auch hier herrscht nicht die reine Idylle. Wenn bei Hochwasser zum Schutz an der Unterelbe die Wehre bei Quitzöbel geöffnet werden und Elbwasser weit in die Aue der Unteren Havel hinauf strömt, wird es dort künstlich so lange zurückgehalten, dass wechselfeuchte Auenwiesen ausfaulen und sich zu ruderalen Flutrasen wandeln.
Ansonsten: In Projekten wie dem genannten und in einfachen Kreis- und Ortsgruppen gibt es deutschlandweit zahlreiche Ehrenamtliche, die sich beispielhaft in Schutz und Pflege von Landschaft und Tier- und Pflanzenarten einbringen. Für ein pauschales Draufhauen auf NABU, BUND und andere Vereine sehe ich überhaupt keinen Anlass.
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AK Wasser, seit einem Jahr wieder, na das hört sich doch gut an. Freut mich. Bleibt nur der fade Beigeschmack, warum war das die letzten Jahre kein Thema. War Monsantobashing wichtiger als vor der Haustür was zu bewegen? Ich frage das bewusst so ketzerisch, weil der öffentlich wirksame Naturschutz auch eine Industrie ist.
Der AK Wasser freut mich wirklich. Es gibt wohl doch noch Umweltschützer und nicht nur Greenwasher. Ich hoffe der AK besteht aus mehr als 2 Leuten und der Altersdurchschnitt ist unter 60 Jahre.
Zum AK Wasser: es musste halt jemand die Zeit und Energie haben, den AK zu starten. Wer sich ehrenamtlich beim BUND engagiert, braucht sich über seine Freizeitgestaltung eigentlich keine Gedanken mehr zu machen. Bei anderen Umweltverbänden dürfte das ähnlich sein. Ich habe es bisher leider aus privaten Gründen (Eltern) bisher nicht geschafft, da mitzuarbeiten.
Deine Bemerkung über "Naturschutz als Industrie" kann ich in Zusammenhang mit dem BUND Berlin nicht nachvollziehen. Im Bereich Naturschutz hat der BUND Berlin 3 Mitarbeiter, die nicht zu Unrecht über hohe Arbeitsbelastung klagen. Geschäftsführer und das übrige Verwaltungspersonal, Büromiete etc. sind ein Etat von 160.000 € - reich wird da niemand. Bei BUND-Gruppen in Bayern wird es ähnlich aussehen.
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Noch ein Nachtrag: sehr viel Zeit geht mit Stellungnahmen zu den vielen Bebauungsplänen und Bauprojekten drauf, eine mühsame Arbeit mit geringer Öffentlichkeitswirksamkeit.
Zurück zu dem Volksbegehren: in der jetzigen Phase führt das ja erstmal zu einer Abstimmung im Landtag, d.h. der Gesetzentwurf wird mit großer Wahrscheinlichkeit abgelehnt. Erst mit dem Volksentscheid wird tatsächlich über das Gesetz entschieden. Beim Volksentscheid kann die Landesregierung einen eigenen Entwurf zur Abstimmung stellen, der hoffentlich den naturschutz gegenüber der aktuellen Situation stärkt. Wem der Entwurf der Umweltverbände zu weit geht, kann dann immer noch dagegen stimmen, unabhängig von der Unterzeichnung jetzt.
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Noch ein Nachtrag: sehr viel Zeit geht mit Stellungnahmen zu den vielen Bebauungsplänen und Bauprojekten drauf, eine mühsame Arbeit mit geringer Öffentlichkeitswirksamkeit. ...
oooooch, das tut mir jetzt aber leid: da fällt echt ganz wirklich arbeit an, nachdem sich die umweltverbände nicht nur stark, sondern auch breit gemacht haben und sich ihre beteiligungs- und klagerechte rechtsverbindlich haben stärken lassen?! sowas. :-\
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Nun gibt es die Möglichkeit nicht nur zu unterschreiben, sondern auch was zu tun:
Ein bayerischer Landwirt legt bereits für 50€/2a/100m² mehrjährige Wiese an.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/blumenwiese-20-000-m2-artenvielfalt-bienenweide-rettet-bienen/1048179358-239-6366?utm_campaign=socialbuttons&utm_content=app_ios&utm_medium=social&utm_source=copylink&fbclid=IwAR2TOVbp_TQuUdlxQZh6THlVc0hv6bNXNpn07cCUrAR5QM-SacYA8okU5IM
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Das entspricht hier dem Verkaufspreis von Grünland! :D
Win-Win vom Feinsten!!!
Ich find es gut.
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Ich auch.
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Das Volksbegehren in Bayern bekommt medial ordentlich Gegenwind.
Vor allem der Bayerische Rundfunk kaut immer wieder die Argumente des Bauernverbandes durch. Man tue schon soviel auf Basis der Freiwilligkeit, alles wird auf dem Rücken der Bauern ausgetragen, Bio wird vom Verbraucher nicht gewünscht und und und.
Die hiesige Tageszeitung macht mit, ein großes Foto mit Sonnenblumen und Phacelia, mit der Unterschrift : Blühwiese. Darunter ein Artikel über hiesige Landwirte, die "freiwillig" solche Naturoasen angesät haben. Alles ist gut, so wie es ist. Scheinbar. Die globalisierte Blumenwiese mit amerikanischen Arten. Trump lässt grüßen.
Der Leser kapiert freilich nicht, dass solche "angesäten Blumenkästen" keine heimische Natur sind. Für den Landwirt ist es einfach, so eine Mischung ist ruckzuck mal ausgesät, die Förderung dafür beantragt, im nächsten Jahr wird sie untergepflügt und Mais angebaut. Die Schmetterlingsraupe guggt in die Röhre(nblüte der Sonnenblume und stirbt aus). So funktioniert Naturschutz heutzutage :P
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Bio ist auch keine Lösung sondern ökologischer und klimatsicher Unsinn.
Was gebraucht wird sind Flächenstilllegungen und diese Flächen müssen hinterher auch entsprechend der Zielarten gepflegt werden. Dazu braucht es Menschen, die sowas machen können.
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Oder Tiere.
Hier ist es nämlich das Problem, das solche artenreichen Wiesen nicht mehr durch Schafe gepflegt werden und deshalb verbuschen, damit verschwinden die Lebensräume für die eigentlich dort ansässigen Insekten. Wenn Mensch das, wie versucht einmal im Jahr niederschneidet, nützt das wenig.
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Einmal schneiden ist besser als gar nichts. ;)
Ich werde heute weder ein Volksbegehren unterschreiben noch für die Klimarettung streiken sondern Obstbäume schneiden.
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Das mache ich nach Feierabend auch. Stirnlampe liegt bereit.
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So, so. Du gärtnerst also mit dem Mond? ;D
Bio ist auch keine Lösung sondern ökologischer und klimatsicher Unsinn.
Was gebraucht wird sind Flächenstilllegungen und diese Flächen müssen hinterher auch entsprechend der Zielarten gepflegt werden. Dazu braucht es Menschen, die sowas machen können.
Das ist doch Quatsch. Selbstverständlich sind extensiv genutzte Flächen in allen Nutzungsarten notwendig und sinnvoll, wenn Artenvielfalt erhalten und gefördert werden soll. Auch im Acker.
Auch, wenn zum hundertsten Mal vorgekaut. Viele Biolandbau-Flächen zeigen gute Ergebnisse, ohne dass Biolandbau allein eine Garantie für Artenreichtum ist.
Viel zu wenige Flächen im "konvetionellen" Landbau zeigen, dass Artenreichtum in extensiv genutzten Teilflächen auch dort möglich wäre.
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Das ist ein Statistiktrick. Jeder Praktiker weiß, dass das Ergebnis mit mehr sinnvollen Maßnahmen besser wird. Also der gute konventionelle (eher integrierte) Betrieb mehr leistet als ein schlechter Biobetrieb. Die Tier- und Pflanzenwelt versteht kein Biosiegel.
Sieht man auch hier in der Gartenanlage, recht kleinräumig alles, Saumstrukturen usw., selbst Fasan kommt mal vorbei und dort machen ihm nichtmal die Katzen was aus. Das hat aber nix damit zu tun ob man den Salat mit KAS oder Hornspänen düngt.
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Einmal schneiden ist besser als gar nichts. ;)
Ich werde heute weder ein Volksbegehren unterschreiben noch für die Klimarettung streiken sondern Obstbäume schneiden.
Damit hast Du zwar recht, dennoch zeigt sich in einem bestimmten sehr großen (Naturschutz)Gebiet, das mit Menschenkraft nicht hinterher zu kommen ist, deswegen gibt es eine Initiative, die Druck auf die Umweltministerin macht zur Förderung der Beweidung...es gibt jemanden, der das übernehmen würde, aber eben nicht ohne Bezahlung. Die Initiative hat schon viel erreicht. :D
Wenn das Wetter es zulässt, rode ich heute weiter Brombeeren um eine offene Trocken(garten)landschaft wieder herstellen zu können... :D
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aber eben nicht ohne Bezahlung.
Das ist überall das Problem. Warum machen die das nicht kostenlos? ;)
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In unserer Gartenanlage muss fast jeder 5 Arbeitsstunden machen. Da machen das einige Kostenlos, der Rest bezahlt fürs nichtmachen. ;D
Wie die Kreefelder Studie gezeigt hat, ist es sinnvoll Brombeeren zu roden um die Offenlandschaft wieder freizustellen. Ist im Garten, gerade trockenen, bestimmt ähnlich, wenn auch noch nicht wissenschaftlich bewiesen.
Hier laufen manche Projekte auch mit einem Freiwilligentag der Metropolregion (nutzen auch Firmen für Teambildungsmaßnahmen).
neues aus dem Berntal und nun wirds zur Ausgleichsfläche für ein Bauprojekt mit Eidechsenumsiedlung. Also Finanzierung für die nächsten 25 Jahre gesichert.
Mannheim zahlt 180.000 Euro für Ausgleichsflächen im Berntal
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Das ist ein Statistiktrick. Jeder Praktiker weiß, dass das Ergebnis mit mehr sinnvollen Maßnahmen besser wird. Also der gute konventionelle (eher integrierte) Betrieb mehr leistet als ein schlechter Biobetrieb. Die Tier- und Pflanzenwelt versteht kein Biosiegel.
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Nein. Mit Statistik ist da nichts. Das sind die offensichtlichen Tatsachen, die der Praktiker vor Ort sehen kann, wenn er die mit gezielten Maßnahmen auf Ökolandbauflächen erreichte Artenvielfalt beobachtet.
Warum gerade die integrierte Landnutzung da besser sein soll, lässt sich hier nicht erkennen. Die mag im Ressourceneinsatz günstig zu bewerten sein. Standörtliche Differenziertheit und Vielfalt erzeugt sie ja gerade nicht, sondern gleichmäßig gute Bedingungen für die Kultur, nicht für wildes Leben. Nö, nö. Bisher sind es hier, im Tiefland, immer noch Biolandwirte, die das meiste an gefährdeten Tieren und Pflanzen vorzuzeigen haben. Nicht alle und nicht überall, aber systematisch mehr und qualitativ besser als die konventionelle Übermacht.
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Das sind die offensichtlichen Tatsachen, die der Praktiker vor Ort sehen kann, wenn er die mit gezielten Maßnahmen auf Ökolandbauflächen erreichte Artenvielfalt beobachtet.
Da könnte man all zu leicht reininterpretieren das gezielte Maßnahmen in integrierten Betrieben oder in Flächen ohne Pflanzenschutz oder Düngung die Maßnahmen nicht richtig wirken.
Das ist aber keine Frage von Schubladendenken.
Schau dir bitte auch mal die Bodenpunkte und die Kulturen an von den Biobetrieben und den integrierten. Ob man sowas miteinander vergleichen kann?
Standörtliche Differenziertheit und Vielfalt erzeugt sie ja gerade nicht, sondern gleichmäßig gute Bedingungen für die Kultur, nicht für wildes Leben.
Funktioniert bei mir im Garten beides auf sehr kleiner Fläche ohne größere Probleme. Wohl eine Frage der Ausmaße der jeweiligen Flächen die sich nebeneinander abwechseln. Ein 50ha, unkrautfreier Biomaisacker mit einem Knick am Rand ist wohl nicht mit meinem Gärtchen plus Hecke und Knick hinter dem an meinen kaputten Zaun angrenzenden Splitweg daneben gleichzusetzen.
Welche Maßnahmen meinst du die systematisch besser in Biobetrieben gemacht werden?
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aber eben nicht ohne Bezahlung.
Das ist überall das Problem. Warum machen die das nicht kostenlos? ;)
Das Schneiden durch die Zweibeinigen ist zwar kostenlos, das Fressen der Vierbeinigen aber nicht...und vielleicht nicht nur das Fressen...Klick...40 km sind keine Entfernung.
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Das sind die offensichtlichen Tatsachen, die der Praktiker vor Ort sehen kann, wenn er die mit gezielten Maßnahmen auf Ökolandbauflächen erreichte Artenvielfalt beobachtet.
Da könnte man all zu leicht reininterpretieren das gezielte Maßnahmen in integrierten Betrieben oder in Flächen ohne Pflanzenschutz oder Düngung die Maßnahmen nicht richtig wirken.
Das ist aber keine Frage von Schubladendenken
Da muss man nichts reininterpretieren. Genau das steht oben, dass mit gezielten Maßnahmen in beiden Landbau-Arten Vielfalt erreichbar wäre und dass Biolandbau-Flächen ebenso artenarm und strukturarm sein können wie konventionell genutzte. Der Punkt ist, dass gezielte Förderung der Artenvielfalt im konvetionellen Anbau kaum umgesetzt wird, sondern meist mit den auf "Bunt" getrimmten, aber wirkungsarmen oder wirkungslosen Greening-Methoden der schöne Schein geschaffen werden soll. Und wenn das dann nicht klappt, sondern in Jahren wie dem vergangenen nur "Melde", also Gänsefuß, auf den Blühstreifen wächst, wird schnell alles, was Artenschutz auf dem Acker ist, verteufelt. Es braucht dann erst wieder Aufklärung, dass man das eben besser auf zuvor ausgehagerten, weniger wuchskräftigen Böden gemacht hätte und dass es in jeder Hinsicht sinnvoller ist, langjährige Segetalarten-Schutzflächen einzurichten, statt bunte, weithin leuchtende Schein-Vielfalt mit Dünger hochzupuschen und damit in Dürrejahren vor die Wand zu fahren.
Standörtliche Differenziertheit und Vielfalt erzeugt sie ja gerade nicht, sondern gleichmäßig gute Bedingungen für die Kultur, nicht für wildes Leben.
Funktioniert bei mir im Garten beides auf sehr kleiner Fläche ohne größere Probleme. Wohl eine Frage der Ausmaße der jeweiligen Flächen die sich nebeneinander abwechseln. Ein 50ha, unkrautfreier Biomaisacker mit einem Knick am Rand ist wohl nicht mit meinem Gärtchen plus Hecke und Knick hinter dem an meinen kaputten Zaun angrenzenden Splitweg daneben gleichzusetzen.
So ist es. Und genauso ist es im unkrautfreien Biozid-Acker. Wobei ich den Fasan (s.o.) nicht als Maßstab für besonders gute Bedingungen nehmen würde. *)
Welche Maßnahmen meinst du die systematisch besser in Biobetrieben gemacht werden?
Zum Beispiel ein Verzicht auf den zweiten Striegel-Durchgang, der den Segetalarten den Garaus machen würde. Mit einem Durchgang kommen viele winterannuelle, konkurrenzschwache Arten noch klar.
Ein bewussterer, langfristiger Umgang mit Problem-Unkräutern, weil man sich nicht auf ultimative Herbizideinsätze verlassen kann.
Eine im Durchschnitt deutlich höhere Bereitschaft, zusätzliche Maßnahmen des Segetalartenschutzes oder andere Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt durchzuführen.
* edit: Bestimmte, wichtige Artenschutz-Ziele werden aber niemals in Deinem oder einem anderen Kleingarten zu erreichen sein, sondern bräuchten eben Teile dieses oder eines anderen Ackers, in einer anderen als der intensiven Nutzung.
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... Schau dir bitte auch mal die Bodenpunkte und die Kulturen an von den Biobetrieben und den integrierten. Ob man sowas miteinander vergleichen kann? ...
Ja, die kann man vergleichen, hierzulande jedenfalls.
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So, es ist geschafft.
Trotz massivem Gegenwind des Bay. Bauernverbandes haben über 1Mio Leute unterschrieben. Das Volksbegehren führt zum Volksentscheid :D
Herr Söder hat schon angekündigt, sich mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen und einen eigenen Vorschlag zu erarbeiten. Dieser steht dann zusammen mit "Rettet die Bienen" zur Abstimmung. Ziel erreicht :D
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Super Nachricht! Danke an alle, die sich für diese gute sache eingesetzt haben! ;) ;D
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Und jetzt werden die NABU-Ortsgruppen gestürmt und finden sich zehntausende Helfer zur Pflege bedrohter Biotope ein. :D
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Dort fährt man dann mit dem SUV hin um gleich seine Geländetauglichkeit zu testen :-X
Edit wollte das hinzu fügen...
Auch das stand heute in der Zeit...
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Quatsch. Die fordern wegen den verschmutzten Autos schnell den Bau von asphaltierten Wegen.
Hat eigentlich jemand mitbekommen dass die Initiatoren nicht mehr alle ihre Forderungen gut finden? zB Walzverbot auf Grünland ab dem 15. März, auf manchen Flächen liegt da noch Schnee. Nicht ganz praxistauglich. Ich hoffe die Politik kann das an die Wand fahren noch verhindern.
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dass die Initiatoren nicht mehr alle ihre Forderungen gut finden? zB Walzverbot auf Grünland ab dem 15. März, auf manchen Flächen liegt da noch Schnee. Nicht ganz praxistauglich.
Blödsinn. Nicht die Initiatoren finden das nicht mehr gut, sondern LW-Ministerin Kaniber hat das angeprangert.
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Mag sein. Bin kein Bayrer und hab auch nicht alles verfolgt.
Ich kam deswegen drauf: https://www.topagrar.com/suedplus/news/schwieriger-als-fast-alles-10322726.html
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Hat eigentlich jemand mitbekommen dass die Initiatoren nicht mehr alle ihre Forderungen gut finden? zB Walzverbot auf Grünland ab dem 15. März, auf manchen Flächen liegt da noch Schnee. Nicht ganz praxistauglich. Ich hoffe die Politik kann das an die Wand fahren noch verhindern.
Das stimmt so nicht. In Fernsehdiskussionsrunden haben die Verantwortlichen auf den Vorwurf der Landwirtschaft bzgl. dieses Themas hin zu bedenken gegeben, dass es an der Politik sei, das Gesetz an die entsprechenden Umstände anzupassen, bspw. in höheren oder alpennahen Regionen diese Frist entsprechend hinauszuschieben.
Es gibt bei vielen Gesetzen entsprechend modifizierte Ausnahmen von der Regel.
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Und jetzt werden die NABU-Ortsgruppen gestürmt und finden sich zehntausende Helfer zur Pflege bedrohter Biotope ein. :D
Wird kaum reichen.
Hoffentlich gibt es bald mehr Bewußtsein für die Notwendigkeit, dass jeder auf die ein oder andere Art gefordert sein wird, seinen Beitrag, soweit ihm möglich, zu dieser unserer Zukunft zu leisten. Und nicht nur zur Zukunft der Bienen, Vögel und Feldhamster.
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Ja. Man könnte zB unterschreiben. :-X
Danke fürs klarstellen fyvie.
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Ja. Man könnte zB unterschreiben. :-X
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Hoffentlich nicht nur, aber auch 8)
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Ich bin jedenfalls froh, dass ich letztlich doch unterschrieben habe, obwohl ich diesem komischen Passauer ödp-Haufen nicht über den Weg traue, schon seit dem Nichtraucher-Volksbegehren nicht.
Ich finde ganz sicher nicht alles gut, was da drinsteht, und ich fand auch den "Wahlkampf" der ödp reichlich polemisierend und manipulatorisch. Aber alles ist besser als gar nix.
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'diesem komischen Passauer ödp-Haufen'...inwiefern, habe das damals noch nicht so mitverfolgt?
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Damals Frankenberger, der sich so unbeliebt gemacht hat, dass er sich in Passau nicht mehr sehen lassen konnte, jetzt Agnes Becker. Leute, die andere Leute für ihr eigenes Ego manipulieren und in Kauf nehmen, die Gesellschaft zu spalten... Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es denen wirklich um Bienen geht. Ist aber auch viel "Bauchgefühl" meinerseits dabei...
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.... Agnes Becker. Leute, die andere Leute für ihr eigenes Ego manipulieren und in Kauf nehmen, die Gesellschaft zu spalten... Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es denen wirklich um Bienen geht. Ist aber auch viel "Bauchgefühl" meinerseits dabei...
Das ist aber eine heftige Unterstellung. Gut, dass du den letzten Satz noch angefügt hast :-\
In der Politik, bzw. Öffentlichkeit kann man denke ich immer davon ausgehen, dass die entsprechendenden Leute über ein starkes Ego verfügen und dieses dann auch als Mittel zum Zweck einsetzen. Der Eine schlauer, der andere weniger schlau. Aber Ihnen das dann zum Vorwurf machen möchte ich nicht, es gehört schon auch etwas dazu, als öffentliche Zielscheibe und Projektionsfläche zu dienen.
Und für seinen Teil, den er sich dazu denkt, ist jeder selbst verantwortlich.
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So, es ist geschafft.
gestern Bayrische Nachrichten gesehen, und ich gratuliere allen Bayern! Freu mich, wenn es einen ersten Keil in der Tür gibt. Warum sich die Bauern so aufregen? Der Bauernverband kümmert sich auch um Klein- und Kleinstbauern? Was ist so bedrohlich dran, wenn 30 % der Bauern ökologisch wirtschaften? Ich bin für eine Förderung durch die Landesregierung für Bauern, die umstellen. Nicht diese kläglichen 150 € wie für die Erhaltung von traditionellem Kulturland, sondern richtig.
Es wird spannend.
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Dass auch mal was gutes aus Bayern kommt. ;D
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Art 3 (3) Grundgesetz: niemand darf wegen seiner Abstammung, Heimat und Herkunft benachteiligt werden.
Meiner Meinung nach gilt das auch für Bayern, auch wenn das permanente Bayernbashing lustig zu sein scheint.
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Dass auch mal was gutes aus Bayern kommt. ;D
>:( .....wo viel Schatten, da viel Licht! ;D
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Es wird doch keiner hinters Licht geführt werden?
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Der Gesetzentwurf wird 1:1 übernommen, plus Förderung für Landwirte und Bioanbau.
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Dann drücken wir mal die Daumen, dass das möglichst ein Erfolg wird.
Und man daraus für weitere derartige Ansätze im Guten wie im Schlechten lernt.
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Ich bleibe gespannt.
Aber es hat sich echt was getan. :D
www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/21166-rtkl-erfolgreiches-volksbegehren-was-rettet-die-bienen-konkret-bewirkt
Ich vermisse noch ein bisschen die Kommunen. Schließlich mulchen die tausende Kilometer Straßenränder zum falschen Zeitpunkt tot :-\
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Ich vermisse noch ein bisschen die Kommunen. Schließlich mulchen die tausende Kilometer Straßenränder zum falschen Zeitpunkt tot :-\
...leider ja; hier neben den Ackerflächen, mit Grün-/Misch- Saaten über Winter gut aufgestellt. Die kommunalen Flächen des Radweges daneben (nicht Bankett, sondern das Begleitgrün dahinter) ...gemulcht im November. :-X
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Ich wäre auch dafür auf Ackerland in den Fahrgassen der Kulturen Beikräuter wachsen zu lassen. Ich denke da an Kamille, Mageritte, wilde Möhre, Kornblume, Mohn, Lein, ... auch im Getreide Mittig in den Fahrgassen Lerchenfenster zu lassen. Das schränkt Landwirte nicht nennenswert ein, bringt der Natur aber viel Nutzen.
Die Straßenrände mulchen, bin ich völlig eurer Meinung, sollte man so mähen, das Wildblumen gefördert werden. Nur die Sichtdreiecke an Einmündungen und Kreuzungen müssen natürlich frei gehalten werden.
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Was mich an diesen Volksbegehren stört ist daß weiterhin immer nur die Landwirtschaft in die Pflicht genommen wird, während einer der größten Faktoren: die immer weitere Flächenversiegelung, Ausbau von Verkehrswegen und Licht als gegeben hingenommen wird! Wir reden über die Pflege vom Straßenrand während allein in Deutschland weiter 365 Tage im Jahr täglich 70 Hektar Land zubetoniert werden! (und ich nenn diese Zahl auch immer wieder - bis mal jemand begreift daß das ein Wahnsinn ist!)
Das sind über 25.000 Hektar Grün- und Ackerflächen pro Jahr. Häuser, Verkehrswege, Industrie - für unser aller "Wohlstand"
PS: für alle die die Umrechnung nicht im Kopf haben: ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter.
Grundsätzlich ist es gut Initiative zu zeigen und auch zu ergreifen - und wenn der erste Schritt gemacht ist kommen hoffentlich auch weitere.
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Was mich an diesen Volksbegehren stört ist daß weiterhin immer nur die Landwirtschaft in die Pflicht genommen wird,
Danke. Genau das Problem habe ich auch mit solchen Aktionen.
Auch wenn ich die Aussage mit dem Ausbau von Licht kein bisschen verstehe :-\.
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Dank LED wird Licht zu machen immer billiger und so werden die Nächte immer heller. ;)
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Aber da wird doch kein Licht ausgebaut ???? Nur viel zu oft unnötig verschwendet und zu Müll degradiert :-\.
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Ich wäre auch dafür auf Ackerland in den Fahrgassen der Kulturen Beikräuter wachsen zu lassen. Ich denke da an Kamille, Mageritte, wilde Möhre, Kornblume, Mohn, Lein, ... auch im Getreide Mittig in den Fahrgassen Lerchenfenster zu lassen. Das schränkt Landwirte nicht nennenswert ein, bringt der Natur aber viel Nutzen.
Die Fahrgasssen sind ja nun nicht da damit der Bauer mal irgendwo heizen kann wenn auf der Autobahn wieder Stau ist. Der muss da ja leider ab und an mal drüber und der Pflanzenschutz kostet dabei meist auch ordentlich Geld. Wenn die von dir genannten typischen Unkräuter mit evtl. verdichtetem Boden klarkommen würden, müsste man die extra in den Fahrgassen aussäen. Dazu müsste man auch die Düsen der Spritzgestänge einzeln abschalten, um die Fahrgasse von der Herbizid/Fungizid/Insektizid/Wachstumsreglerbehandlung auszunehmen.
Das würde Geld kosten. Solche Maschinen würde sich der kleine Familienbetrieb eher nicht leisten können, die große Agrarfabrik aber könnte das eher verschmerzen, erst recht wenns bezuschusst werden würde.
Um nicht in die Falle zu geraten, die kleinen Bauern kaputtzumachen zugunsten der Großunternehmer, weil auch mal Mohn wieder wie man es von früher kennt im Weizenfeld blühen sollte, könnte man natürlich auch die alten Herbizide wieder zulassen. Evtl brauchts eine `chinesische´ Firma dafür weil die westlichen Firmen kein Atrazin mehr so richtig herstellen wollen. Wie wohl jeder weiß, sind die bekannten Leitunkräuter (zB Klatschmohn) in den jeweiligen Kulturen wie Weizen usw meist eine Folge der Wirkungslücke von einzelnen Herbiziden bzw Herbizidklassen, der eher mechanische Effekt der Fruchtfolgegestaltung wie Winterung und Sommerung ist eher nur Teil des Themas, der aber von den Herbiziden bzw deren Lücken überdeckt wird.
Dein Vorschlag wäre für mich unterm Strich also ein weiteres Beispiel, wie man das Gegenteil von dem erreicht, was man möchte. Eben so, wie das seit 30 Jahren gängige Praxis ist. Die Natur und die leute, die sich mit auskennen gegen die Wand fahren. Deswegen bekomme ich das kotzen wenn Hintz und Kuntz was bewegen können. Volksbegehren Artenvielfalt wird später ähnlich viele Anhänger finden wie jetzt der Brexit. Der hatte mal eine Mehrheit, Artenvielfalt war nur mal Zeitgeist ohne Mehrheit.
Wie dmks schreibt: hört auf, die grüne Wiese zuzubauen und die Gegend drumrum mit Freizeitgestaltung zu zerstören. Überlasst die grüne Wiese den Leuten, die sie kennen, und nicht den Thuja-Gärtnern von morgen.
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Thujas sind derzeit bei den Insekten sehr beliebt. 8)
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tja
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die immer weitere Flächenversiegelung, Ausbau von Verkehrswegen und Licht als gegeben hingenommen wird! Wir reden über die Pflege vom Straßenrand während allein in Deutschland weiter 365 Tage im Jahr täglich 70 Hektar Land zubetoniert werden! (und ich nenn diese Zahl auch immer wieder - bis mal jemand begreift daß das ein Wahnsinn ist!)
Das sind über 25.000 Hektar Grün- und Ackerflächen pro Jahr. Häuser, Verkehrswege, Industrie - für unser aller "Wohlstand"
Dort haben Regenwürmer genauso wenig Chancen wie unter Schottergärten.
Die Gründe dafür sind bekannt: Schädlich für die Bodenflora sind demnach etwa Monokulturen, Rückgang von Grünflächen, Düngung durch Gülleeintrag, Pestizide und zu viel Bodenbearbeitung. In vielen Äckern leben nur drei bis vier, maximal zehn verschiedene Regenwurmarten, hatte die Umweltschutzorganisation WWF in einem Bericht geschrieben.
Gegen zu viel Bodenbearbeitung kann man z.B. Glyphosat einsetzen. Das wäre ja schon mal ein Anfang. :D
Ich halte diesen Bericht für zu plakativ. Die Arten sterben! Die Bauern sind schuld!
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Auch wenn ich die Aussage mit dem Ausbau von Licht kein bisschen verstehe :-\.
Zum Thema Licht:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/insektensterben-toedliches-schwirren/20908430.html
So ein Artikel ist sicher nicht erste Wahl - erläutert aber das Grundproblem. Wir beleuchten inzwischen nachts einfach alles: Wege und Straßen, Industrieparks und Logistikzentren, Fassaden, Gärten, Skipisten, ganz zu schweigen von unzähligen Insektenfallen mit Strom. Wir sind der erste bekannte Planet des Universums der von alleine leuchtet!!!
Es nutzt dem Nachtfalter wenig auf dem Acker Nahrung zu finden wenn er dann unter sinnlosen Lampen sein Ende findet!
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Ich habe im letzten Jahr Kontakt zu unserer Gemeide aufgenommen, mit der Bitte,zu prüfen, wie und ob eine Peitschenlaterne, die direkt an unseren Garten grenzt, nachts ggf. ausgeschaltet bzw. durch ein kleineres, weniger helles Exemplar ausgetauscht werden könne.
Antwort :
- ausschalten geht auf keinen Fall!
Warum das nicht geht, ist mir ehrlich gesagt, nicht klar. Es handelt sich um ein kleine Nebenstraße, die nachts quasi null benutzt wird. Diese Absage ist wie ein jahrzehntelang eingeübter Reflex. Ich meine, dass ihn vielen/den meisten Rathäusern, überhaupt nicht mal rechts und links geschaut wird. Innovative Lösungen gibt es kaum. Die Konzepte, die hinter dieser Vollausleuchtung jeglicher Siedlungen stehen, sind völlig überholt, und trotzdem wird einfach so weitergemacht.
Eigentlich hoffe ich tatsächlich , dass es in den nächsten Jahren sooooo offensichtlich wird mit den drastischen Folgen des Klimawandels, dass endlich ein Ausbruch aus diesen ganzen Verkrustungen und eingefahrenen Entscheidungswegen stattfinden kann. Es muss richtig weh tun, damit sich was tut. Und wenn es nur um das Abschalten von völlig überflüssigen, überdimensionierten Lichtquellen geht.
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Die Gründe dafür sind bekannt: Schädlich für die Bodenflora sind demnach etwa Monokulturen, Rückgang von Grünflächen, Düngung durch Gülleeintrag, Pestizide und zu viel Bodenbearbeitung. In vielen Äckern leben nur drei bis vier, maximal zehn verschiedene Regenwurmarten, hatte die Umweltschutzorganisation WWF in einem Bericht geschrieben.
Gegen zu viel Bodenbearbeitung kann man z.B. Glyphosat einsetzen. Das wäre ja schon mal ein Anfang. :D
Ich halte diesen Bericht für zu plakativ. Die Arten sterben! Die Bauern sind schuld!
Es gibt Hinweise, dass Glyphosat Auswirkungen auf Regenwürmer und Mykorrhiza im Boden hat, welche genau, ist noch gar nicht richtig erforscht.
Pestizide in Europas Flüssen
Der Flächenverbrauch ist klar ein Teil des Problems.
Lichtverschmutzung auch.
Durch die stromsparenden LED ist das Problem größer denn kleiner geworden, weil es billiger geworden ist, viel zu beleuchten.
Wieviel Fläche in Deutschland ist Siedlungs- und Verkehrsfläche?
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV-Fläche) ist die drittgrößte Nutzungsart. Sie nahm Ende 2016 13,8 % – also 49.254 km² – der Gesamtfläche in Anspruch
Wieviel Fläche ist in landwirtschaftlicher Nutzung in Deutschland?
51,1 Prozent (%) der Gesamtfläche wurden landwirtschaftlich genutzt.
Das ist ziemlich viel Fläche, die durch Nutzung entweder negativ oder auch positiv hinsichtlich Artenvielfalt beeinflusst werden kann.
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Ich habe im letzten Jahr Kontakt zu unserer Gemeide aufgenommen, mit der Bitte,zu prüfen, wie und ob eine Peitschenlaterne, die direkt an unseren Garten grenzt, nachts ggf. ausgeschaltet bzw. durch ein kleineres, weniger helles Exemplar ausgetauscht werden könne.
Antwort :
- ausschalten geht auf keinen Fall!
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Da fängt so langsam an, sich was zu tun.
Es gibt erste Planungen für Straßenbeleuchtung, die sich durch Bewegungssensoren einschaltet, wenn wirklich jemand sich darauf zubewegt und danach dann wieder ausschaltet, sobald keiner mehr auf dem Weg unterwegs ist.
Dafür müssen natürlich alle Straßenlaternen, für die das überhaupt in Frage kommt, umgerüstet werden, was wieder ein Kostenfaktor für die Gemeinden und somit den Steuerzahler ist.....
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Ja, das ist ja ein guter Weg, wenn sich die Kommunen dahingehend bei ihren Umrüstungen bewegen. Top. Aber trotzdem könnte doch mal kurzfristig der pragmatische Weg eingeschlagen werden und das Licht auf den Nebenstraßen nachts zwischen 22/23 und 5 Uhr ausgeschaltet werden. Das würde erst einmal nichts kosten, nur einsparen. Und technisch möglich müsste das doch sein...
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Wahrscheinlich verhindert das eine nicht ganz unbegründete Angst vor Haftung, juristischen Komplikationen, politischen Beben und ähnlichem, wenn durch fehlende Beleuchtung "was passiert".
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Nicht nur Angst; die Gesetzeslage schreibt das vor.
(1) 1Den Gemeinden obliegt es im Rahmen des Zumutbaren als öffentlich-rechtliche Pflicht, Straßen innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrten zu beleuchten, ...
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Kein Allheilmittel - aber auch ein weiterer Ansatz: Begrünungspflicht für Flachdächer.
http://www.taz.de/!5559895/
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Nicht nur Angst; die Gesetzeslage schreibt das vor.
(1) 1Den Gemeinden obliegt es im Rahmen des Zumutbaren als öffentlich-rechtliche Pflicht, Straßen innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrten zu beleuchten, ...
Hier ist es in den Seitenstraßen von 2 Uhr bis 5 Uhr stockdunkel. Es ist also "zumutbar" . :)
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@dmks, einer der wenigen wirklich guten Aktionen des rotgrünen Senats in Bremen, diese Dachbegrünungsauflage, aber auch das Bremer
Vorgehen gegen die Verschotterung der Vorgärten, ansonsten hat sich der Bau- und Umweltsenator Lohse nicht mit viel nachhaltig-ökologischen Ruhm bekleckert, sondern betreibt munter unter dem Diktat der Wohnungsnot die Versiegelung der weniger freien Flächen
in Bremen weiter.
Auch im direkten niedersächsischen Umland wird eine wertwolle Fläche nach der anderen zur Bebauung freigegeben, weil Bremen und Niedersachsen um jeden Neubürger sprich Steuerzahler massiv buhlen ( Bremen sollte aus ökologischer Sicht also eine niedersächsische
Kreisstadt werden )
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Hier die Ergebnisse vom runden Tisch: http://www.bayern.de/wp-content//uploads/2019/04/rundertisch_bericht_glueck_190426_final.pdf
Kann jemand etwas über die wegen des Volksbegehrens gerodeten Streuobstwiesen im Kreis Forchheim oder auch anderswo berichten? Mich konnten die Berichte nicht wirklich aufklären um was es dort geht.
https://www.infranken.de/regional/forchheim/infoveranstaltung-ueber-biotopkartierung-im-landkreis-forchheim-erlebt-gigantischen-besuch;art216,4161628
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Obstwiesen sind in Bayern bisher nicht als geschützte Biotope geführt, für die ein genereller Schutz gilt, unabhängig davon, ob sie im einzelnen als Schutzgebiet ausgewiesen wurden oder anderweitig amtlich festgestellt wurden.
Die Kartierung dient (jedenfalls hierzulande, in Brandenburg) lediglich der Dokumentation und besseren Nachvollziehbarkeit des Bestandes geschützter Biotope, ist aber keine Voraussetzung für die Wirksamkeit des gesetzlichen Schutzes.
Das bayerische Volksbegehren hat, soweit ich erkennen kann, nur extensiv genutzte Obstwiesen im Blick, keine intensiv genutzten Obstbaugebiete. Was genau künftig in den Biotopschutz fällt, müsste wohl eine Verwaltungsvorschrift oder Biotopschutz-Verordnung regeln. Für Brandenburg, wo Streuobstbestände von Beginn an (seit 1991) geschützt waren, ist das zum Beispiel in der Biotopschutz-Verordnung im Punkt 4.2. geregelt.
Wenn in Bayern noch kein näher bestimmter, gesetzlicher Schutz greift, kann es sein, dass einzelne Eigentümer in Panik verfallen und lieber schon einmal abholzen. Dem beugt man in der Regel damit vor, dass man, bis zum Erlass wirksamer Regelungen, einstweilige Veränderungssperren ausspricht. Ob das in Bayern mit Annahme des Volksbegehrens passiert ist, weiß ich nicht.
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Dem beugt man in der Regel damit vor, dass man, bis zum Erlass wirksamer Regelungen, einstweilige Veränderungssperren ausspricht.
Besser wäre es, den Besitz und die Pflege schützenswerter Biotope lukrativ zu machen. ;)
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Die Obstbäume, die noch stehen, stehen auf ungünstigen Grundstücken, sind Ausgleichspflanzungen oder gehören seltsam-verschrobenen Typen. Alles andere ist meistens längst gerodet. In den 70ern gabs dafür Prämien....
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Die Ausgleichspflanzungen stehen ja auch nicht lange, weil sich keiner drum kümmert. Das soll sich ja bessern, wenn ich das richtig aus dem Text gelesen habe.
Ansonsten versteh ich die Panik in der Fränkischen Schweiz auch nicht. Wenn etwas unter Schutz stehen soll, dann muss es auch irgendwie gefördert werden, damit es so erhalten werden kann.
Im Idealfall bekomme ich dann Geld für meine Streuobstwiese, für die ich bisher nichts bekommen habe.
Voreiliges Absägen von Hundertjährigen Baumveteranen versteh ich nicht, solche Leute haben mit Natur nichts am Hut. Keinen Respekt. Die verkaufen sicher auch ihre Großmutter meistbietend.
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Quark. Streuobstwiesen sind für die meisten Besitzer nur Last. Dass geschützte Biotope gefördert werden, passiert in Einzelfällen durchaus. Die Regel ist es nicht.
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Die Leute haben aber offensichtlich Angst, dass sie dadurch "enteignet" werden würden, wenn die Wiesen als Biotope eingestuft werden. Wenn meine Wiese als Biotop eingestuft wird, durch Gesetz, dann muss ich dafür auch was bekommen.
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Evtl. bekommst Du einen Bußgeldbescheid, wenn Du die Wiese in Unkenntnis der neuen rechtlichen Lage veränderst.
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Also doch lieber absägen?
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Damit wärst Du auf der sicheren Seite.
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:'(
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Dem beugt man in der Regel damit vor, dass man, bis zum Erlass wirksamer Regelungen, einstweilige Veränderungssperren ausspricht.
Besser wäre es, den Besitz und die Pflege schützenswerter Biotope lukrativ zu machen. ;)
Das wiederum kann in einem Gesetz geregelt werden.
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Das wird zu teuer und fällt daher aus.
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Ach, ich glaube nicht, daß in der fränkischen Schweiz je Öl gefunden wird. Das sind Ängste bzw Hoffnungen, weshalb es zur Zeit auch keinen Naturpark Steigerwald gibt.
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Eigentlich hoffe ich tatsächlich , dass es in den nächsten Jahren sooooo offensichtlich wird mit den drastischen Folgen des Klimawandels, dass endlich ein Ausbruch aus diesen ganzen Verkrustungen und eingefahrenen Entscheidungswegen stattfinden kann. Es muss richtig weh tun, damit sich was tut.
Leider leider seh ich das auch so. Selbst wenn "langsam" kleine Fortschritte gemacht werden, ist das nicht genug. Zuviel laeuft falsch, Politiker denken nur "short-term" bis zur naechsten Wahl, die Wirtschaftslage ist wichtiger als das Ueberleben. Deshalb, ja, es wird nichts einschneidendes passieren um die Lage wirklich zu aendern. Aber irgendwann werden wir alle eben gezwungen werden unseren absurden Lebensstil zu aendern. Was zusaetzlich schlimm ist, dass den vollen Preis wahrscheinlich die naechste Generation zahlen darf.
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Deswegen reden Politiker von Bildung, dass die nächste Generation genug Geld hat zum zahlen.
Quatsch.
Mal ernsthaft: Volksbegehren hin oder her, wenn das durch ist und alle vorerst zufrieden sind, sollte man das Thema vielleicht mal ernsthaft anpacken. Siehe Vorschlag von Staudo etwa.
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Bisher behaupten Landwirtschaft(sfunktionäre) und glauben-wollen Politiker eben immer noch allzu gerne, dass natürlicher Reichtum einfach so da ist, wo Forst- und Landwirtschaft ist und wenig zielgerichtete Fördermittel fließen. Steht ja schließlich so in den Präambeln zu allen Förderrichtlinien.
Die Bereitschaft, ausreichend Geld für präzise wirkende Maßnahmen auszugeben, wird auch künftig sehr begrenzt sein. Den Wettstreit mit Ertragskulturen, alternativen Energien, weniger wirksamen, aber einträglichen "Greening"-Maßnahmen usw. wird der Naturschutz nicht gewinnen. Insofern braucht es tatsächlich Grenzen und Zwänge, z. B. eine klare Verpflichtung auf wenigstens 7 bis 10 % extensiv bewirtschaftete, nicht mit wieder nur in Flächenkonkurrenz stehenden Zwischenfrüchten oder peppig bunten, ökologisch schwachen Blühflächen belegte Ackerflächen. Bei dieser Quote kann man vielleicht davon ausgehen, dass sich regelmäßig eine höhere Artenvielfalt und nicht mehr nur rein zufällig auch Artengemeinschaften einstellen, die heute kurz vor dem Verschwinden stehen.
Ich sehe für einen solchen, konsequenten Umgang mit Landnutzern derzeit aber keine politische Bereitschaft.
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Ich sehe auch keinen Sinn darin. Wenn man was schützen will, sollte man es schützen. Also richtig machen.
Pauschale 10%, stell dir 10% extensiv bewirtschaftet in den Vorgärten vor, was soll davon profitieren? Und außer den Allerweltsarten, welche von denen die am aussterben sind?
Auf dem Acker ists nicht anders, sei es wegen Pflanzenhygiene oder was auch immer meist nicht wirklich umsetzbar. Wir reden ja nicht von Ziwschenfrüchten. 10% in Vertragsnaturschutz, da kann was draus werden und die Bewirtschafter sollen mehr als von Zuckerrüben, Raps oder Weizen dafür bekommen. Wenn es die Gesellschaft ernst meint, dann eben den Soli umwidmen und nochmal das selbe drauflegen.
Das ist dann ein Richtungswechsel weg von mehr Humus und fruchtbaren Böden, weg von schwarzer Null, hin zu Artenirgendwas. Das Artenirgendwas sollte man vorher vielleicht noch definieren.
Wildbienen sind ja seit über 15 Jahren keine mehr Ausgestorben, bzw seit Glyphosateinführung geht die Aussterberate extrem zurück. Hat natürlich nix miteinander zu tun, aber so laufen Politikschlagzeilen die ja scheinbar zumindest bei den Bayrern fruchten.
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Ja, kann ich mir vorstellen, 10 % extensiv bewirtschaftetes Gartenland. Immerhin sackt inzwischen selbst die Kleine Brennessel zur nicht mehr allerorten erlebbaren Erscheinung ab. Und einige der seltensten Arten von heute waren die Allerweltsarten von vorgestern.
Es geht zuerst um ein Aufhalten weiterer Verluste bei heute noch regelmäßig auftretenden Arten. Und das geht nur mit regelmäßigem und großflächigem Angebot extensiv gestalteter Flächen. Und zwar in Bindung an die sonstigen, intensiv genutzten Flächen. Alles andere, die ausschließliche Spaltung der Landschaft in entlegene Naturschutzperlen mit Nagelscheren-Pflege hier und "Wilde-Sau-Normallandschaft" dort funktioniert ja nun schon seit 100 Jahren nicht, weil man zwar vielleicht einen Eigentümer/Nutzer noch an der Zerstörung dieser Perlen hindern, ihn aber fast niemals zu deren Pflege verpflichten kann.
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Es muss sich endlich etwas bewegen, man muss doch was machen, forderten die Unterzeichner des Volksbegehrens: https://www.nordbayern.de/region/forchheim/angst-vor-artenschutzgesetz-landwirte-fallen-baume-in-frankischer-schweiz-1.8867328
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Es gibt in Brandenburg ein Volksbegehren, das dem NABU gar nicht gefällt 8)
Auch für Insekten, auch von Menschen die Artenvielfalt wollen.
Initiatoren, Partner und Unterstützer sind allerdings Leute die selbst täglich mit der Materie zu tun haben und zusammenarbeiten statt gegeneinander. ;)
Dazu gehören: Bauernverband, Jagdverband, Landesverband Imker, Forum Natur, Fischereiverband, Ökologischer Landbau, Pro Agro, Gartenbauverband...und viele viele Klein- und Familienbetriebe.
http://initiativebienensummen.de/
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Tja, sehr viel mehr habe ich dazu nicht gefunden. Hast Du noch weiteres Material dazu, dmks?
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Auch hier in B-W startet eine solche Initiative.
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In Brandenburg werden ja gerade in einem Naturschutzgebiet und dem Umfeld Wälder, Gärten etc. mit einem Totalinsektizid vom Hubschrauber aus wegen Nonnenbefall gespritzt. Momentan hat endlich ein Gericht die Angelegenheit gestoppt.
Betreiber war das Land mit seinem SPD Umweltschutzminister mit dem bezeichnenden Namen Vogelsänger. Da kann es wohl gar nicht genug solche Volksbegehren geben um wenigstens sowas zu verhindern.
Da braucht man sich wirklich nicht zu wundern das da Populationen seltener Insekten völlig verschwinden.
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Bacillus thuringiensis?
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Da sollte mit Karate Forst gegen Insektenmassenvermehrungen vorgegangen werden. Ein Großteil der Arbeiten ist erledigt. Jetzt ist halt Schluss damit. Eventuell haben sich damit auch die Wälder erledigt.
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Pyrethroide sind das.
Ja irgendwas muß man tun.
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Tja, sehr viel mehr habe ich dazu nicht gefunden. Hast Du noch weiteres Material dazu, dmks?
Ich hab hier Listen liegen... ;D
Okay, aber zur Info: auf oben verlinkter Webseite lassen sich die aufgeführten Forderungen auch einzeln anklicken.
http://initiativebienensummen.de/#forderungen
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Ist klar ;D. Soweit weit ich schon und die Liste drucke ich mir auch aus. Aber ich wollte noch mehr wissen, als die eine Seite der Medaille. Du schriebst, dass der NABU dem kritisch gegenüber steht. Ich habe nix dazu gefunden.
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https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/04/brandenburg-volksinitiative-insekten-artenschutz-nabu-bund-bauernverband.html
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Danke.
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Schade. Die öffentlich/rechtlichen berichten wieder zugunsten der Kampagnenindustrie.
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Es stehen eigentlich alle wichtigen Fakten im Text, von beiden Sichtweisen; eine eigene Meinung muß sich natürlich jeder selbst daraus ziehen.
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Es gibt in Brandenburg ein Volksbegehren, das dem NABU gar nicht gefällt 8)
Auch für Insekten, auch von Menschen die Artenvielfalt wollen.
Initiatoren, Partner und Unterstützer sind allerdings Leute die selbst täglich mit der Materie zu tun haben und zusammenarbeiten statt gegeneinander. ;)
Dazu gehören: Bauernverband, Jagdverband, Landesverband Imker, Forum Natur, Fischereiverband, Ökologischer Landbau, Pro Agro, Gartenbauverband...und viele viele Klein- und Familienbetriebe.
http://initiativebienensummen.de/
Wenn ich lese, was da von den Landnutzer-Verbänden gefordert wird, dann kann das weder dem NABU noch irgend jemandem gefallen, der tatsächlich mehr Artenvielfalt in der Landschaft haben möchte. Mehr haben möchte, als es Land- und Forstwirtschaft, Angel- und Jagdverbände in den letzten Jahrzehnten - trotz großer Mengen an genau damit begründeten Fördermitteln - hinbekommen haben. Denn dazu lässt sich leider wirklich oft nur sagen: alles schon lange bezahlt, aber nie geliefert.
Beispiele?
Forderungen der "Initiative" zum Vertragsnaturschutz (Punkt 3.1 5.), neben nichtssagenden Schlagwörtern das hier: " ... dass bereits vorhandene Förderinstrumente durch den Vertragsnaturschutz nicht konterkariert werden. ... "
Was genau mit dieser Unterstellung gemeint ist, wird nicht ausgeführt. Nervt es manche schon lange, dass der Vertragsnaturschutz detaillierte Maßnahme-Anforderungen hat, die im normalen Betriebsablauf nicht immer leicht zu bedienen sind? Sollen die Maßnahmen aufgeweicht werden, um wieder (nur) das eben mal so Mögliche, aber unwirksame oder gar die Vielfalt weiter mindernde dennoch und noch einmal aus weiteren Geldtöpfen bezahlt zu bekommen?
Ich weiß es nicht und die so genannte "Initiative" schreibt es nicht.
Forderungen an die landeseigene Naturschutzstiftung, die nichts als Fragen offen lassen:
" ... Darüber hinaus sind bei der Erarbeitung von in der Praxis breit umsetzbaren Maßnahmen die Möglichkeiten des Naturschutzfonds Brandenburg besser als bisher zu nutzen. Der Naturschutzfond soll hierfür kurzfristig geeignete Projektvorschläge unterbreiten. ... "
Die Stiftung soll sich selbst dazu hergeben, billig und dem industriell arbeitenden Landwirt möglichst einfach von der Hand, nein, vom Großgerät gehende Maßnahmen mit wiederum geringer Wirkung oder gar zum Schaden der Artenvielfalt vorzuschlagen und gleich noch deren zusätzliche Finanzierung zu garantieren?
Das ist stark! Und handfester politischer Druck und Drohungen werden gleich hinterher geschoben: " ... Die Landesregierung wird aufgefordert, die Strukturen und Gremien des Naturschutzfonds so zu überarbeiten, dass künftig Vertreter der Landnutzer gleichberechtigt neben den Vertretern des Naturschutzes an der Erarbeitung von Programmen mitwirken können. ... " (Im entscheidenden Stiftungsrat sitzt übrigens genau 1 Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes.)
So, wie man jetzt bereits in die Agrarumweltmaßnahmen und den Vertragsnaturschutz aufweichend und schwächend eingreift, möchte man das bitte künftig auch in der Stiftungsförderung dürfen? Das macht Angst.
Wer brandneu ein "Biodiversitätsprogramm" für Brandenburg (Punkt 3.2) fordert, dabei nur auf die Nationale Biodiv-Strategie verweist und ansonsten langwierige Leitbildprozesse anstrebt, die am Ende zu - man höre und staune - vielgliedrigen Fruchtfolgen und Biotopvernetzung als einzigen, schon heute wie Gummi gebogenen und gezogenen Maßnahmeoptionen führen sollen, hat gleich mehrere Schüsse nicht gehört. (Zum Beispiel, dass das Land längst ein "Maßnahmenprogramm Biologische Vielfalt" hat, mit reichlich Aufgaben, aber auch Zugeständnissen an die Landnutzungen.) Oder er will den Schuss gar nicht hören, um wirksame Maßnahmen, die tatsächlich Änderungen und Anpassungen der gegenwärtigen Flächennutzung erfordern, möglichst lange aufzuhalten bzw. abzuwenden. (Interessante Sendung im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik - es schwant einem, worum es wirklich geht, jedenfalls nicht um eine reiche Landschaft, nicht um den Agrarbetrieb und die Landwirte)
Tut mir leid, dmks, ich halte das für eine reine PR-Aktion und Ablenkungsbewegung. Gerade vom so genannten Forum Natur ist man leider derartiges gewohnt und hat immer wieder guten Grund zum Misstrauen und genauen Hinsehen. Die im Feld arbeitenden Landwirte und -wirtinnen sind vermutlich besser beraten, sich nicht allzu sehr hinter ihren Verbändefunktionären zu verstecken, sondern mit ihrer eigenen persönlichen Bereitschaft zum wirksamen Handeln zu denen zu gehen, die gute und Erfolg versprechende Empfehlungen haben. Dann kann man anfangen, das Machbare auszuloten.
Zur Initiative der Naturschutzverbände ist hier der Download der Unterzeichner-Liste zu finden:
Volksinitiative Artenvielfalt
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Es stehen eigentlich alle wichtigen Fakten im Text, von beiden Sichtweisen; eine eigene Meinung muß sich natürlich jeder selbst daraus ziehen.
Ich lese dort nicht allzuviele Fakten, jedenfalls nix konkretes und auch keine konkreten Forderungen. Hätte mir etwas mehr konkreten Inhalt erwünscht, etwa wie beim bayrischen Volksbegehren den detaillierten Textvorschlag.
Der Nabu-Landesvorsitzende Friedrich Schmitz-Jersch sagte daraufhin dem rbb: "Wir alle wissen, wie sich der Pestizideinsatz, die Überdüngung der Landschaft, auswirkt."
Sowas ist für mich Polemik. Natürlich darf sich jeder daraufhin seine Meinung bilden. Wenn auf solcher Polemik basierende Meinungen zu einer Rechtsgrundlage werden, gibts allerdings Probleme. Ist wie beim rechnen, wenn der Anfang nicht stimmt und der Weg auch nicht, fällt einem irgendwann das Ergebnis auf die Füße.
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@lerchenzorn
Wie gesagt: Je nach Wissen oder Wollen muß sich jeder seinen Standpunkt bilden. Und vertreten.
Zusammenarbeit wäre auch nicht schlecht.
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Polemik, Nebelkerzen und Mäntelchen sehe ich in größerem Maße bei Bauernverband, Jägern und Anglern.
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Die im Feld arbeitenden Landwirte und -wirtinnen sind vermutlich besser beraten, sich nicht allzu sehr hinter ihren Verbändefunktionären zu verstecken, sondern mit ihrer eigenen persönlichen Bereitschaft zum wirksamen Handeln zu denen zu gehen, die gute und Erfolg versprechende Empfehlungen haben. Dann kann man anfangen, das Machbare auszuloten.
Manche haben mit sowas ja schon Erfahrung weil sie das tagtäglich machen. 4 oder 5 gliedrige Fruchtfolgen kann man fordern, erhöhen aber nicht die Artenvielfalt, sondern lediglich die Bodengesundheit eines Betriebes. Das ist aber nicht der einzige Pfeiler, mit dem die Landwirte umgehen müssen. Die müssen auch Ernten einfahren, die sie gewinnbringend verkaufen können. Welche 4 oder 5 gliedrige Fruchtfolge bietet sich hierzu deiner Meinung nach auf Brandenburger Böden an? Zuckerrüben?
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Polemik, Nebelkerzen und Mäntelchen sehe ich in größerem Maße bei Bauernverband, Jägern und Anglern.
Ja, die haben ein Kommunikationsproblem.
Es darf sich gerne jeder selbst fragen: wann hat man das letzte mal wirklich angepackt für den Naturschutz auf einer Fläche in der Nähe und wann hat man das letzte mal auf andere geschimpft, sie sollen es doch anders oder besser machen?
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@lerchenzorn
Wie gesagt: Je nach Wissen oder Wollen muß sich jeder seinen Standpunkt bilden. Und vertreten.
Zusammenarbeit wäre auch nicht schlecht.
Zweifellos. Schön wären aber auch einmal kritische und durchaus nicht zu leise Nachfragen und Forderungen der "tatsächlich in der Landschaft arbeitenden Bauern" an ihre Verbandsspitzen. Man darf dort schon mal klar machen, dass man nicht nur neuer Sorgen und Pflichten ledig gehalten werden möchte, sondern tatsächlich Hilfe auf dem Weg zu einer besseren Landwirtschaft erwartet. Mit dem, was da ausgebrütet wurde, bekommt die ganz sicher nicht.
@thuja-t
Lies noch mal genau. Ich weiß, dass man mit Fruchtfolgegestaltung keine völlig andere Artenvielfalt erreicht. Das möchten uns aber die Agrarfunktionäre weiß machen, weil es eine der Methoden ist, mit denen heute bereits Agrarumweltprogramme geschickt "ausgestaltet" werden, ohne tatsächlich an Erträgen und Produktionsflächen nachlassen zu müssen.
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Polemik, Nebelkerzen und Mäntelchen sehe ich in größerem Maße bei Bauernverband, Jägern und Anglern.
Errichtung von Koordinierungsstellen der Forschung, Einbeziehung des Städtischen Raumes und Vertragsnaturschutz halte ich für konkret, nicht für Deckmäntelchen.
PS: Neben Bauern, Jägern und Anglern; der Landesimkerverband ist auch dabei.
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Zum Vertragsnaturschutz hatte ich oben geschrieben. Ich erkenne da nichts konkretes. Ich erkenne Ansprüche auf Geldtöpfe bei gleichzeitiger Erklärung, dass dafür keine zu anspruchsvollen Maßnahmen erwartet werden dürfen. Das ist, gelinde gesagt, frech.
Das Beisein des Imkererbandes macht es leider nicht mehr besser.
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Zum Vertragsnaturschutz hatte ich oben geschrieben. Ich erkenne da nichts konkretes.
Kurzer Überblick mit Rechtsgrundlage und Kontaktdaten für ernstgemeinte Rückfragen hier:
https://mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.311938.de
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Die Richtlinie und die Maßnahmen sind mir bekannt. Ich vermisse konkretes und sehe illegitime Ansprüche in dem Forderungspunkt (5.) der Landnutzer-Verbände.
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Nächster Punkt der Forderungen der Landnutzerverbände, der sprachlos macht: 3.1. "... Blühflächen, Grünstreifen und Blühinseln als geeigneter Lebensgrundlage für Honigbienen und Insekten ... "
Also genau das für die heimische Artenvielfalt unwirksame, sogar verdrängende Maßnahmengebräu, das sich mit normalem Gerät und gewohnter Anbaugestaltung unterbringen lässt, keinen ungewohnten Aufwand für eine sorgsame Flächenpflege erfordert und einen üppigen, zusätzlichen Geldregen erwarten lässt. Auch hier: keinerlei Anforderungen an Qualität und Struktur der Flächen. Alles schön offen gelassen, damit am Ende nur ja nichts verpflichtendes abzuleiten ist.
Dass es längst einen Punkt im Vertragsnaturschutz zur Förderung von Segetalarten gibt, in dem heimische Pflanzengesellschaften und, bei sachgerechter Umsetzung, strukturreiche Standorte gefördert werden können - davon ist keine Rede. Ebenso wenig, dass Brachen wieder gefördert werden können, die sich in vielen Untersuchungen als besonders artenreiche und produktive Insektenhabitate zeigen. Und so weiter.
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Die versuchen den Spagat zwischen Überleben und Natur. Das was sie kennen. Konkreteres kam von den Naturschutzverbänden ja nie, die waren die letzten 30 Jahre mit Aluhut beschäftigt.
Das Land Brandenburg sollte die Landwirte anstellen und Naturschutz betreiben lassen.
Erdbeeren gäbe es dann aus Spanien, Kartoffeln aus Ägypten. Wenn das der normale Bürger möchte, sollte man ihm auch durch eine Steuer ermöglichen, dies zu finanzieren.
Zum Plastiktütenverbot im Supermarkt sollte es auch die Auflage geben, dass 20% des Einkaus Bio ist.
Nachhaltigkeit ist nicht nur Natur, sondern auch soziales und monetäres.
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Ich werfe mal als letztes (dann geh ich für heut) die Forderung der Begrenzung des Flächenverbrauches von täglichen 60.000 Quadratmetern in Brandenburg auf den Plan. Forderung 6 des Volksbegehrens.
Halte ich auch für konkret und wichtig. Täglich wird diese Fläche versiegelt für Straßen, Industrie, Logistikzentren, Wohngebiete und Freizeittempel. Was der Mensch braucht - das soll er haben!
Oder bedarf es auch mal Überlegungen zum Umgang damit? Auch wenn's wehtut.
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Ich sag jetzt einfach mal gute Nacht.
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Ja, die halten alle für wichtig, die nicht gerade bauen. ;)
Im Ernst: es gab in den letzten Jahren genau eine wirklich erfolgreiche Gesetzesänderung zur Minderung der Verluste von Landwirtschaftsflächen.
Dreimal raten?
Begrenzung neuer Versiegelungen für Siedlung und Verkehr? Nein.
Beschränkung der Flächenverluste durch Flächensolaranlagen und Windkraftanlagen? Nein.
Beschränkung von Maßnahmen des Naturschutzes in Landwirtschaftflächen?
Bingo. Das haben die Agrarfunktionäre schon vor einigen Jahren durchgesetzt - § 15 Absatz 3 Bundesnaturschutzgesetz.
Noch Fragen? Soll ich denen wirklich eine Vorreiterrolle im Kampf gegen Flächenverbrauch zubilligen?
Ich mach jetzt noch was schönes. Und dann: Gute Nacht!
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Für alle die nicht Gockeln wollen:
"(3) Bei der Inanspruchnahme von land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist auf agrarstrukturelle Belange Rücksicht zu nehmen, insbesondere sind für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignete Böden nur im notwendigen Umfang in Anspruch zu nehmen. Es ist vorrangig zu prüfen, ob der Ausgleich oder Ersatz auch durch Maßnahmen zur Entsiegelung, durch Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen oder durch Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen, die der dauerhaften Aufwertung des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes dienen, erbracht werden kann, um möglichst zu vermeiden, dass Flächen aus der Nutzung genommen werden."
Heißt: Wenn Flächen für Versiegelung in Anspruch genommen wurden - dann ist bei den entsprechenden Ausgleichmaßnahmen (zB. Vogelschutz- oder Baumpflanzungen) besser minderwertige Flächen zu verwenden als gutes Ackerland. Bisher ist es üblich für versiegelte (betonierte) Flächen als "Ausgleich" Flächen aufzuwerten, also beispielsweise Landwirtschaftsflächen in Biotope umzuwandeln.
(Wer ist hier eigentlich krank? Mach aus Grünland Autobahn - dafür machst Du aus anderem Grünland anders Grünland und alles ist gut?)
Das Volksbegehren setzt davor an - Vermeidung von Versiegelung und damit auch von diversen Ausgleichsmaßnahmen. ;)
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Skandal. Die Agrarfunktionäre wollen lieber guten Boden bewirtschaften um Brotweizen für mich zu ernten statt mit viel Mist und Gülle die kargen Böden nährstoffreicher zu machen.
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Braucht keiner. :P
Ich hab schon frische Marktgurken auf reiner Steinwolle wachsen sehen. ;)
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Ist Ressourcenschonender und stößt weniger CO2 aus, stimmt. Ist das dann Umweltschutz, Naturschutz oder Artenschutz?
Wohl weder noch, Flächenversiegelung wieder, noch schlimmer als Spargel und Folie. Gurke ist scheinbar der SUV der Veggi-Hipster. Geht scheinbar nicht ohne Kompromiss...
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Skandal. Die Agrarfunktionäre wollen lieber guten Boden bewirtschaften um Brotweizen für mich zu ernten statt mit viel Mist und Gülle die kargen Böden nährstoffreicher zu machen.
Das sind genau die Polemik und Verflachung, mit denen man die verständige und von dmks und mir gewünschte Zusammenarbeit abgleiten lässt. Schade, dieser fruchtlose Zynismus.
Wie gesagt, aus den Agrarverbänden war bisher nicht viel gegen Solarparks auf besseren Böden zu hören. Oder andere, die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zerstörende Flächenverbräuche.
Daher die Vermutung, dass es den Agrar-Lobbyisten bei Erzwingung der Formulierung im Bundesnaturschutzgesetz weniger um den Erhalt fruchtbaren Ackerlandes ging als um die Bewahrung der Basis für Umsatz und Profit der vor- und nachgelagerten Industrien (Agrochemie, verarbeitende Industrien und Exportunternehmen usw.).
(Einfach noch mal die oben verlinkte ARD-Doku ansehen. Da wird das auch gut eeutlich. Dort vor allem im Bezug auf die Blockade des Gewässer- und Grundwasserschutzes.)
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Daher die Vermutung, dass es den Agrar-Lobbyisten bei Erzwingung der Formulierung im Bundesnaturschutzgesetz weniger um den Erhalt fruchtbaren Ackerlandes ging als um die Bewahrung der Basis für Umsatz und Profit
Schonmal darüber nachgedacht daß für Landwirte der fruchtbarere Boden die Basis für Ertrag und Umsatz ist? ;)
Hinter der Initiative um die es geht stehen die Landwirte, nicht die nachfolgende Industrie!
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Leider nur in der gedruckten Ausgabe und nicht online frei verfügbar:
https://magazin.spiegel.de/SP/2019/21/163957941/index.html
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Schonmal darüber nachgedacht daß für Landwirte der fruchtbarere Boden die Basis für Ertrag und Umsatz ist? ;)
Das bezweifelt niemand.
Hinter der Initiative um die es geht stehen die Landwirte, nicht die nachfolgende Industrie!
Schade, dass in den Texten zur Initiative trotzdem keine wirksamen und verpflichtenden Maßnahmen erkennbar sind.
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Pflanzenschutzmittel reduzieren
"Pflanzenschutzmittel und Biozide mit insektiziden Wirkstoffen werden angewendet, um Pflanzen in ihrem Wachstumsprozess vor schädlichen Insekten zu schützen. Diese Mittel können, auch wenn sie zugelassen sind, negative Folgen auf andere Insekten und deren Bestände mit sich bringen. Mit einem umfassenden Monitoring sollen die Auswirkungen auf Insekten durch Pflanzenschutzmittel und Biozide unabhängig ermittelt werden. Ziel ist es, den Mitteleinsatz schnellstmöglich sachgerecht zu verringern. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll, auch im Verkehrsbereich, auf das Nötigste beschränkt werden. ... Wissenschaftliche Ergebnisse sind künftig bei Förderprogrammen für das Land Brandenburg zu berücksichtigen. "
Konkret gesagt: Fördermittel sind abhängig davon, ob man ans Minimum geht oder das gesetzliche Maximum beim PSM-Einsatz ausreizt.
Blühflächen, Grünstreifen und Blühinseln
Ein erster Schritt als sofort umzusetzende Maßnahme innerhalb des „Förderprogramms Artenvielfalt“ wird die Schaffung einer eigenständigen Landesinitiative zur Anlage von Blühflächen, Grünstreifen und Blühinseln als geeigneter Lebensgrundlage für Honigbienen und Insekten innerhalb der agrarisch und forstlich genutzten Kulturlandschaft sein. Das Ziel dieser Initiative soll es sein, für den Zeitraum der nächsten fünf Jahre eine Anlage solcher Flächen im Gesamtumfang von jährlich mindestens 5.000 ha zu ermöglichen.
Konkrete Zahl. ;) für deren Einhaltung die Initiatoren selbst verantwortlich sind.
Koordinierungsstelle für Insektenforschung
Die Landesregierung wird dazu auf der Ebene eines federführenden wissenschaftlichen Instituts eine „Koordinierungsstelle für die Insektenforschung im Land Brandenburg“ schaffen und eine qualifizierte personelle wie finanzielle Ausstattung gewährleisten.
Klarer Auftrag für die wissenschaftliche Begleitung.
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Pflanzenschutzmittel reduzieren
"Pflanzenschutzmittel und Biozide mit insektiziden Wirkstoffen werden angewendet, um Pflanzen in ihrem Wachstumsprozess vor schädlichen Insekten zu schützen. Diese Mittel können, auch wenn sie zugelassen sind, negative Folgen auf andere Insekten und deren Bestände mit sich bringen. Mit einem umfassenden Monitoring sollen die Auswirkungen auf Insekten durch Pflanzenschutzmittel und Biozide unabhängig ermittelt werden. Ziel ist es, den Mitteleinsatz schnellstmöglich sachgerecht zu verringern. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll, auch im Verkehrsbereich, auf das Nötigste beschränkt werden. ... Wissenschaftliche Ergebnisse sind künftig bei Förderprogrammen für das Land Brandenburg zu berücksichtigen. "
Konkret gesagt: Fördermittel sind abhängig davon, ob man ans Minimum geht oder das gesetzliche Maximum beim PSM-Einsatz ausreizt.
Du sagst es konkret. Aber es steht nicht im Papier und so will die "Initiative" erst einmal - neben allen bekannten und zum Handeln mahnenden Erkenntnissen - weiter forschen (lassen), um nicht handeln zu müssen. Die verheerenden Auswirkungen vieler Insektizide auf die wild lebende Insektenfauna sind gut untersucht und notwendige Schlussfolgerungen, einschließlich des Verbots bestimmter Mittel, liegen auf der Hand. Warum dann an dieser Stelle wieder nur Hinhaltendes, Unbestimmtes, Unnötiges. Was da steht, kann alles oder nichts sein. Im Zweifelsfall ist es nach aller Erfahrung: Nichts.
Warum wird nicht klipp und klar geschrieben, dass Insektizide, die wild lebende Nichtziel-Organismen nachhaltig schädigen, im Freiland zu verbieten sind?
Blühflächen, Grünstreifen und Blühinseln
Ein erster Schritt als sofort umzusetzende Maßnahme innerhalb des „Förderprogramms Artenvielfalt“ wird die Schaffung einer eigenständigen Landesinitiative zur Anlage von Blühflächen, Grünstreifen und Blühinseln als geeigneter Lebensgrundlage für Honigbienen und Insekten innerhalb der agrarisch und forstlich genutzten Kulturlandschaft sein. Das Ziel dieser Initiative soll es sein, für den Zeitraum der nächsten fünf Jahre eine Anlage solcher Flächen im Gesamtumfang von jährlich mindestens 5.000 ha zu ermöglichen.
Konkrete Zahl. ;) für deren Einhaltung die Initiatoren selbst verantwortlich sind.
Warum einzig und allein diese drei zweifelhaftesten aus all den vielen in den letzten Jahrzehnten entwickelten und erprobten Maßnahmen? Kein Wort zu langjährig extensiv bewirtschafteten, ebenfalls blütenreichen, dazu aber auch strukturreichen Ackerrandstreifen. Kein Wort zur Reduktion der Schnitthäufigkeit und Extensivierung im Teilen des immer noch weitestgehend blüten- und strukturarmen Intensivgrünlandes. Kein Wort zur differenzierten Beerntung von Grünlandschlägen mit gezieltem Belassen kleinerer, blütenreicher Teilflächen. Auch kein Wort, dass man, wenigstens an Ackerrändern, wieder längere Stoppelphasen einlegen könnte, für ein verlängertes Blütenangebot und zur Erholung der Samenbank der wild wachsenden Segetalarten. Warum kein Ruf nach Förderung der vom ZALF gründlich erprobten schlaginternen Extensivierung an den von Natur aus minder produktiven Standorten? Warum keine Forderung, den Fördersatz für den Segetalartenschutz im Vertragsnaturschutz endlich wieder auf ein akzeptables Maß anzuheben, damit die Maßnahme für den Landwirt annehmbar wird? (Ist von der Agrarbehörde abgesenkt worden, nicht vom Naturschutz.) Und so weiter. Nur bunt blühende, noch nicht einmal in der Artenzusammensetzung mit konkreten Anforderungen untersetzte Streifen, die am Ende überwiegend Show-Effekte, aber keinen wirksamen Artenschutz liefern. Tut mir leid. Bessere Noten kann ich da leider nicht geben.
Koordinierungsstelle für Insektenforschung
Die Landesregierung wird dazu auf der Ebene eines federführenden wissenschaftlichen Instituts eine „Koordinierungsstelle für die Insektenforschung im Land Brandenburg“ schaffen und eine qualifizierte personelle wie finanzielle Ausstattung gewährleisten.
Klarer Auftrag für die wissenschaftliche Begleitung.
Wozu? Die Museen, Universitäten und Institute sind vorhanden und können vom Land mit entsprechenden Arbeiten beauftragt werden. Die Stelle für den Insekten-Artenschutz im Landesamt lag jahrelang brach und wird hoffentlich demnächst wieder besetzt. Warum also eine in der Struktur und tatsächlichen Aufgabenstellung unklar gelassene Institution? Oder soll lediglich der oft und gern erweckte, falsche Eindruck verstärkt werden, dass wir alle noch viel zu wenig wüssten, was zu tun und zu lassen ist, um wild lebende Insekten wirksam zu schützen? Wir wissen zu wenig, richtig. Aber wir wissen genug, um zu sehen, was als nächstes zu tun ist und dass es wirkliche Erfolge nur mit differenzierten und definierten Nutzungsbeschränkungen in gewissen Flächenanteilen geben kann. Und genau das schreibt dieses so genannte Initiativpapier nicht auf.
Versteh mich nicht falsch. Ich denke, dass viele der sich hinter diesem Vorstoß versammelnden Landnutzer den ehrlichen Willen haben, etwas gutes in der Landschaft zu tun. Ich glaube auch, dass viele unter ihnen dazu praktisch bestens in der Lage wären. Dazu muss man sich dann aber auch einmal die weniger vertrauten und weniger bequemen Vorschläge anhören, durchlesen und manche davon annehmen. Gute Beispiele gibt es. Nicht sehr viele, aber nicht weit entfernt.
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Danke speziell an dmks und Lerchenzorn, dass ihr diese Diskussion hier offen und ausführlich austragt. Beitragen kann ich nichts aber ich lese mit großem Interesse mit!
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Heute steht in unserer Tageszeitung ein großer Artikel dazu. Lesen konnte ich ihn noch nicht. Eine Bildunterschrift fiel mir auf. Das Rebhuhn stirbt wegen der fehlenden artenreichen Offenlandschaften aus. Mein erster Gedanke: Die letzen verbliebenen Rest- und Ödlandflächen wachsen entweder zu oder werden von Amts wegen mit Naturschutzausgleichspflanzungen zugepflastert. Die Pflege solcher Flächen ist als Naturschutzmaßnahme nicht vorgesehen. Ein Hobby-Entomologe klagte mir neulich sein Leid. Die Vorländer der Schwarzen Elster wurden bis vor ein paar Jahren frauhenschuhig mit Schafen gepflegt. Jetzt kommen große Traktoren und mulchen alles platt. Danach braucht die Insektenpopulation Wochen, um sich wieder aufzubauen. Es sind nicht immer nur die Bauern.
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Danke speziell an dmks und Lerchenzorn, dass ihr diese Diskussion hier offen und ausführlich austragt. Beitragen kann ich nichts aber ich lese mit großem Interesse mit!
Geht mir genauso. Verfolge eure Argumentationen sehr interessiert :). Danke auch für die weiterführenden Links (das Ergebnis der Dokumentation des ARD fand ich sehr deprimierend :().
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Warum einzig und allein diese drei zweifelhaftesten aus all den vielen in den letzten Jahrzehnten entwickelten und erprobten Maßnahmen? Kein Wort zu langjährig extensiv bewirtschafteten, ebenfalls blütenreichen, dazu aber auch strukturreichen Ackerrandstreifen.
Weil man "jahrelang extensiv bewirtschaftete Ackerrandstreifen" irgendwann erstmal mit einem Ackerrand/Blühstreifen anfangen muß! ;)
Und das mit den Extensivflächen steht im Punkt 3.3:
Weidetierhaltung
"Ein wichtiger Schwerpunkt des „Förderprogramms Artenvielfalt“ ist die nachhaltige Unterstützung der Brandenburgischen Weidetierhaltung durch eine wertschätzende finanzielle Förderung. Der Erhalt der Weidetierhaltung rettet extensive Weideflächen auf Grün- und Ackerland und sichert so auch die Arten- und insbesondere die Insektenvielfalt. ... Die Landesregierung hat durch geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Bürokratie beizutragen. Hemmnisse durch überhöhte gesetzliche Auflagen sind abzubauen."
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PS:
Eine Zusammenarbeit von Landwirt, Jäger, Imker und diversen sieht dann so aus:
Nochmal Nachträglich: Die vielen Bäume im Hintergrund sind Wald; links hinter den Zaunpfählen befindet sich eine Streuobstwiese; der Vordergrund ist Bienenweide plus Ackerunkraut und Wildäsung; hinterm Hochsitz ist völlig unbearbeitetes Brachland; und rechts im Bild Ackerfläche.
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Mit dem Typen würde ich mich vermutlich gut verstehen. ;D
Nur der letzte Satz irritiert mich ein wenig: Falls doch etwas dran ist am Klimawandel und es dieses Jahr doch wieder eine schlechte Heuernte gibt.
Heißt das, dass es keinen Klimawandel gibt, wenn die Heuernte in diesem Jahr gut ausfällt ???
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Heißt das, dass es keinen Klimawandel gibt, wenn die Heuernte in diesem Jahr gut ausfällt ???
Das ist ein sehr trockenes Thema.
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Nein, wechselfeucht. ;)
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... Nur der letzte Satz irritiert mich ein wenig: Falls doch etwas dran ist am Klimawandel und es dieses Jahr doch wieder eine schlechte Heuernte gibt.
Heißt das, dass es keinen Klimawandel gibt, wenn die Heuernte in diesem Jahr gut ausfällt ???
Genau. Er kann das aufgrund der Beobachtung seiner nächsten Umgebung für den Rest der Welt zuverlässig einschätzen. So wie das Artensterben. ::)
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Ich bin für eine Arten Vielfalt Steuer . Was bei CO2 geht müsste doch auch da möglich sein !
Wer nur Rasen und Bux hat muß halt mehr bezahlen .
LG Borker
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Das wird schwierig, Borker. ;)
Kohlendioxid ist eine so schön einfache und messbare Sache. Welche Artenvielfalt soll den Maßstab für die Steuer setzen? Die, die ich kenne und meine oder die, die Du im Blick hast? Oder die des Herr Michelchen .... ? Ich fürchte, am Ende würde das Gegenteil erreicht.
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Na ja, bei Deiner Artenvielvalt lerchenzorn müsstest Du ja noch eine Erstattung bekommen :D.
Das möchte ich mal sehen wie der erhöhte CO2 Ausstoß der Weltmeere bei Erwärmung des Wassers
oder wenn ich mal auch Medium Wasser aus der Plaste Flasche trinke gemessen werden soll ;D.
Aber vielleicht können wir ja die Artenvielvalt erhalten wenn wir Freitags dafür mit der Fridays for Future Bewegung mit auf die Straße gehen und für die Artenvielfalt demonstrieren.
Ob da nur so ein Volksbegehren ausreicht ?
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Genau. Er kann das aufgrund der Beobachtung seiner nächsten Umgebung für den Rest der Welt zuverlässig einschätzen. So wie das Artensterben. ::)
Meine unsinnige Schlussfolgerung bezieht sich auf eine ebenso unsinnige Formulierung der Journalistin. ;)
Ich war gerade auf "meiner" großen Streuobstwiese. Die hat immerhin fast anderthalb Hektar. Die Flora ist sehr artenreich. 8)
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Guck mal:
https://www.lr-online.de/branitzer-park-wird-samenspender-fuer-forst_aid-4709671
Für den "Ideenfundus".
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`In dem entsiegelten Boden ist ja nichts drin´
Habe ich auch manches mal gedacht, praktisch wars dann aber doch anders. Ich drücke die Daumen das die Ansalbung funktioniert und sich nicht zuviel Spontanvegetation durchsetzt.
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Guck mal:
https://www.lr-online.de/branitzer-park-wird-samenspender-fuer-forst_aid-4709671
Für den "Ideenfundus".
Ich vermute stark, dass Tina Grätz oder ihre Mitarbeiter sich genau angesehen haben, was da aus dem Branitzer Park kommt und dass es für die neue Fläche passt.
So wie ich die Firma und ihre Arbeit kenne.
Alter, gut gepflegter Herkunftsstamdort, Übertragung großer Teile des Arteninventars und das alles im nahen, örtlichen Zusammenhang. Das ist das beste, was man in der Neubegrünung von Biotopen machen kann.
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Neubegrünung von Biotopen, ein schönes Wort im synthetischen Naturschutz. Nur mal so nebenbei...
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erklär mal
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Neubegrünung von Biotopen
Es ging bei der Aktion darum auf städtischen Grünflächen statt "ordentlichem" Rasen artenreichere Wiesen anzulegen ;) Die dann natürlich erstmal entsprechend "ungepflegt" aussehen.
Dazu braucht's auch das Verständnis der Anwohner....daher mit viel Presse und dem kulturellen Hintergrund ;)
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Wie sieht es dort sieben Jahre später aus?
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Ich mache in den nächsten Tagen mal ein Foto! ;)
Interessant finde ich die Wahl des Standortes: diese Fläche ist nicht irgendwo im Hinterhof - sondern direkt im Stadtzentrum an der Hauptstraße.
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Ist nicht so das ich das nicht gutheise. Nur ist Natur sich entwickeln lassen eben was anderes als Samen aussäen und evtl. sogar einen Bestand pflegen.
Bilsenkraut hat dort jedenfalls nichts zu lachen. Und statt Gänsefußbrache Wiese ansalben macht auch Sinn. Nur ists eben mehr PR oder Ideologie als Natur im engeren Sinne. Ansalben eben, wenn man es ganz genau nehmen würde. Künstliche Natur, Illusion. Synthetischer Naturschutz.
Wenn der Bauer Mais anpflanzt kann er unerwünschte Flora mit Herbiziden behandeln. Wie macht man das bei Wiesentransfer? Deswegen bin auch ich gespannt was sich in 7 Jahren auf der Fläche etabliert hat.
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Scheint langfristig auch ganz gut zu gehen. Hier in Bayreuth gibt es Streifen und Flächen die das schon 20 Jahre und mehr große Bestände an Frühjahrsblühern, Gräsern, Wiesensalbei etc. zeigen. Zur Zeit ist es eben oft der Wiesensalbei der den Ton angibt.
Sie werden im Sommer einmal gemäht (das gibt eine Nachblüte) und im Herbst noch mal.
Es gibt aber auch Wechselbepflanzungen mit dem üblichen Inventar, die aber nur einen kleiner Anteil haben. Die Blühstauden und bunten Wiesen machen eindeutig weniger Pflege-Arbeit.
Darum werden die fortlaufend ausgeweitet
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Ist nicht so das ich das nicht gutheise. Nur ist Natur sich entwickeln lassen eben was anderes als Samen aussäen und evtl. sogar einen Bestand pflegen.
Bilsenkraut hat dort jedenfalls nichts zu lachen. Und statt Gänsefußbrache Wiese ansalben macht auch Sinn. Nur ists eben mehr PR oder Ideologie als Natur im engeren Sinne. Ansalben eben, wenn man es ganz genau nehmen würde. Künstliche Natur, Illusion. Synthetischer Naturschutz.
Wenn der Bauer Mais anpflanzt kann er unerwünschte Flora mit Herbiziden behandeln. Wie macht man das bei Wiesentransfer? Deswegen bin auch ich gespannt was sich in 7 Jahren auf der Fläche etabliert hat.
Die Übertragung einer Heusaat auf eine standörtlich ähnliche Fläche, die bisher wenig bewachsen ist, bietet die Chance, dass sich ein großer Teil der eingebrachten Arten am neuen Platz entwickelt. Was sich längerfristig etabliert, hängt vom Standort, den Witterungsbedingungen in der Auflauf- und Aufwuchsphase und von der langfristigen Nutzung oder Pflege ab. Nicht alles wird sich etablieren und nicht alles muss dies tun. Deshalb kann man sich auch Herbizide sparen. Robinien sollte und kann man raushalten, Landreitgras durch regelmäßige Pflege an zu starker Dominanz hindern.
Ansalbung wäre, Pflanzen oder Pflanzenmischungen über große Entfernungen hinweg zu verbringen, entweder außerhalb ihrer Verbreitungsgebiete oder in andere Regionen ihres Verbreitungsgebietes, so dass andere, genetisch fixierte Anpassungen an die regionalen Bedingungen möglich sind. Von Branitz nach Forst ist es ein Katzensprung, der die natürlichen und historischen Entfernungen des Austausches von Diasporen (Samen, Brutkörpern, Rhizomstücken usw.) widerspiegelt. Dieser Austausch ist heute durch Verinselung und Seltenheit solcher artenreichen Biotope oftmals unterbunden. Die Heusaat ist eine der inzwischen bewährten Methoden des "assistierten" Verbundes von Lebensräumen.
Alles in Ordnung und Stand der Technik, so wie es damals gemacht wurde. Mal sehen, was draus geworden ist.
(Bilsenkraut ist von dort wohl nicht berichtet worden. Wenn, dann hat es ein paar Jahre Zeit gehabt, die Samenbank für die nächsten 300 Jahre neu aufzufüllen. Das können nur die wenigsten Pflanzen und wohl keine der übertragenen Wiesenarten.)
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Dieser Austausch ist heute durch Verinselung und Seltenheit solcher artenreichen Biotope oftmals unterbunden.
Bestimmt auch im konkreten Fall. Wie gesagt, ich sehe das positiv. Auch wenn es wohl bei Stauden usw. kein ähnliches System wie die forstliche Herkunft bei Bäumen gibt.
Die Heusaat ist eine der inzwischen bewährten Methoden des "assistierten" Verbundes von Lebensräumen.
... und ist damit keine naturbelassene Natur sondern Landwirtschaft und blöd gesagt nichts anderes als der güllespritzende Maisbauer. Nur das das Motiv ein anderes ist und sich die Geldgeber unterscheiden. In etwa wie extrem links oder extrem rechts in der Politik.
Ich will das einfach nur anmerken, damit sich der Umweltschutz nicht irgendwann wieder dort findet, wo man heute zB die Spingkrautansalber von damals einordnet, die hatten es seinerzeit auch nur gut gemeint.
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???
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Wie sieht es dort sieben Jahre später aus?
Viele erwarten "den Brüller" einer Blumenwiese - ganz so ist es aber nicht. Das Ziel ist ja auch ein anderes. Zum Einen braucht so eine Fläche Zeit (eine Wiese stellt sich erst in vielen Jahren auf den Schnittrhythmus ein) und andererseits finde ich es schon erstaunlich, daß durch die ganze Aktion eine Akzeptanz entstanden ist statt kurzgeschorener Rasenflächen mit Trockenwiesen in der Stadt zu leben.
Hab heut ein paar Bilder gemacht - sind sicher Allerweltskräuter und -Gräser drauf. Trotzdem find ich den Ansatz nicht verkehrt! Viele Pflanzen entdeckt man sicher auch erst im Detail und zum richtigen Zeitpunkt.
Vergleicht es einfach mal mit der zugeschi...enen Grillwiese Am Mauerpark in Berlin ;D
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Detail:
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An der Straße.
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Und mit den Jahren erkennt man auch die Eigenheiten und Folgen der Jahreswitterung, kann Notfalls auch mit Mähzeitpunkt drauf reagieren.
Man muss auch nicht studiert haben um zu sagen, dass dieses Jahr die Trockenheitsverträglichen Arten gut und zahlreich dastehen.
Wenn die Bevölkerung mitspielt, dass da auch mal ein paar Halme etwas höher stehen und nicht alles glattgemäht gehört, ist das schonmal die Hauptsache.
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Ich wünschte, meine kleine Wiese wäre so schön bunt.
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Der Gehölzsaum am Wohngebiet:
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An den Bildern ahnt man das Dilemma der Stadt Forst. Die Stadt wird immer lückiger ...
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Da ist es vielleicht gut diese Lücken so zu schließen - als mit Logistikzentren oder BUGA-Parks ;)
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Gerade Ruinen sind Habitatflächen und bieten Raum für Entwicklung.
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Um mal den Bogen zurück zu spannen ;)
Eine Forderung der Initiative ist eben diese Einbeziehung städtischer Räume! Ob nun Wiesenfläche in der Stadt oder Erhalt alter Mauerflächen oder Verzicht auf Verkehrssicherung bei Baumbeständen in Teilbereichen von Parks.
"In seinen Möglichkeiten für Bienenschutz und Insektenvielfalt ist der urbane Raum bislang nicht hinreichend berücksichtigt. Ein weiterer Schwerpunkt des „Förderprogramms Artenschutz“ wird deshalb den Fokus auf den urbanen Raum lenken. Dabei geht es vor allem um die künftige Ausgestaltung und Bewirtschaftung kommunaler Grünanlagen sowie des gesamten noch nicht versiegelten städtischen Umfeldes. Dessen Anlage und Nutzung muss künftig in einer Art und Weise gestaltet sein, die dem Lebensraumschutz von Insekten und Kleintieren Rechnung trägt. "
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Ist leider oft an die Mittel der Stadt oder die Ehrenamtlichen Helfer gekoppelt. Totholz bis zu einer gewissen Höhe stehen lassen kostet nix außer erklären. Funktioniert sogar in einer wachsenden Stadt wie hier. Dafür klappt das vernetzen nicht, hier wird zerschnitten.
Ansonsten wünsche ich mir ein bisschen mehr Elan von den forschenden Einrichtungen wenns um die Artenvielfalt in den urbanen Räumen geht. Da sollte man sich auch lagsam weg von der Singvogel- und Schmetterlingskartierung bewegen und mal das ganze Spektrum, inklusive Neobiota, angucken.
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Schon immer habe ich auf meinen Grundstücken die natürlichen Kreisläufe beachtet. Niemals ist nur ein Krümelchen oder Tröpfchen "Kunst"-Dünger, -Gift in den Garten gekommen. Inzwischen habe ich einen insektenreichen und vogelreichen Garten. Alle sind willkommen. Keiner ist ausgeschlossen. Diejenigen Tiere, die in meinen Garten kommen, haben nie einen Schaden angerichtet. Allerdings lasse ich auch nicht jeden Menschen in meinen Garten. Ich wähle aus. Ich habe ein reines Gewissen, was Naturschutz betrifft. Wenn jeder in diese Richtung handelt, braucht's keine "öffentlichen" Aufrufe dieser Art.
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Du hast die Macht auszuwählen, welche Tiere in deinen Garten kommen!
Du musst ein Weiser sein - oder ein Narr.
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Manche nennen mich "so" und andere wohl auch "so".
Wer kann etwas dagegen haben, was mir in meinem Garten gefällt?
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Keine Ahnung. Ich bin ja kein Weiser.
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Weiter geht's:
Nun auch Baden-Württemberg:
www.Volksbegehren-Artenschutz.de
Fast noch ein bisschen radikaler als Bayern. Ich bin gespannt.
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https://www.blhv.de/artikel/grossflaechige-betroffenheit#stage
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Es gibt in Brandenburg ein Volksbegehren, das dem NABU gar nicht gefällt 8)
Auch für Insekten, auch von Menschen die Artenvielfalt wollen.
Initiatoren, Partner und Unterstützer sind allerdings Leute die selbst täglich mit der Materie zu tun haben und zusammenarbeiten statt gegeneinander. ;)
Dazu gehören: Bauernverband, Jagdverband, Landesverband Imker, Forum Natur, Fischereiverband, Ökologischer Landbau, Pro Agro, Gartenbauverband...und viele viele Klein- und Familienbetriebe.
http://initiativebienensummen.de/
Wenn ich lese, was da von den Landnutzer-Verbänden gefordert wird, dann kann das weder dem NABU noch irgend jemandem gefallen, der tatsächlich mehr Artenvielfalt in der Landschaft haben möchte. Mehr haben möchte, als es Land- und Forstwirtschaft, Angel- und Jagdverbände in den letzten Jahrzehnten - trotz großer Mengen an genau damit begründeten Fördermitteln - hinbekommen haben. Denn dazu lässt sich leider wirklich oft nur sagen: alles schon lange bezahlt, aber nie geliefert.
Beispiele?
Forderungen der "Initiative" zum Vertragsnaturschutz (Punkt 3.1 5.), neben nichtssagenden Schlagwörtern das hier: " ... dass bereits vorhandene Förderinstrumente durch den Vertragsnaturschutz nicht konterkariert werden. ... "
Was genau mit dieser Unterstellung gemeint ist, wird nicht ausgeführt. Nervt es manche schon lange, dass der Vertragsnaturschutz detaillierte Maßnahme-Anforderungen hat, die im normalen Betriebsablauf nicht immer leicht zu bedienen sind? Sollen die Maßnahmen aufgeweicht werden, um wieder (nur) das eben mal so Mögliche, aber unwirksame oder gar die Vielfalt weiter mindernde dennoch und noch einmal aus weiteren Geldtöpfen bezahlt zu bekommen?
Ich weiß es nicht und die so genannte "Initiative" schreibt es nicht.
Forderungen an die landeseigene Naturschutzstiftung, die nichts als Fragen offen lassen:
" ... Darüber hinaus sind bei der Erarbeitung von in der Praxis breit umsetzbaren Maßnahmen die Möglichkeiten des Naturschutzfonds Brandenburg besser als bisher zu nutzen. Der Naturschutzfond soll hierfür kurzfristig geeignete Projektvorschläge unterbreiten. ... "
Die Stiftung soll sich selbst dazu hergeben, billig und dem industriell arbeitenden Landwirt möglichst einfach von der Hand, nein, vom Großgerät gehende Maßnahmen mit wiederum geringer Wirkung oder gar zum Schaden der Artenvielfalt vorzuschlagen und gleich noch deren zusätzliche Finanzierung zu garantieren?
Das ist stark! Und handfester politischer Druck und Drohungen werden gleich hinterher geschoben: " ... Die Landesregierung wird aufgefordert, die Strukturen und Gremien des Naturschutzfonds so zu überarbeiten, dass künftig Vertreter der Landnutzer gleichberechtigt neben den Vertretern des Naturschutzes an der Erarbeitung von Programmen mitwirken können. ... " (Im entscheidenden Stiftungsrat sitzt übrigens genau 1 Vertreter des ehrenamtlichen Naturschutzes.)
So, wie man jetzt bereits in die Agrarumweltmaßnahmen und den Vertragsnaturschutz aufweichend und schwächend eingreift, möchte man das bitte künftig auch in der Stiftungsförderung dürfen? Das macht Angst.
Wer brandneu ein "Biodiversitätsprogramm" für Brandenburg (Punkt 3.2) fordert, dabei nur auf die Nationale Biodiv-Strategie verweist und ansonsten langwierige Leitbildprozesse anstrebt, die am Ende zu - man höre und staune - vielgliedrigen Fruchtfolgen und Biotopvernetzung als einzigen, schon heute wie Gummi gebogenen und gezogenen Maßnahmeoptionen führen sollen, hat gleich mehrere Schüsse nicht gehört. (Zum Beispiel, dass das Land längst ein "Maßnahmenprogramm Biologische Vielfalt" hat, mit reichlich Aufgaben, aber auch Zugeständnissen an die Landnutzungen.) Oder er will den Schuss gar nicht hören, um wirksame Maßnahmen, die tatsächlich Änderungen und Anpassungen der gegenwärtigen Flächennutzung erfordern, möglichst lange aufzuhalten bzw. abzuwenden. (Interessante Sendung im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik - es schwant einem, worum es wirklich geht, jedenfalls nicht um eine reiche Landschaft, nicht um den Agrarbetrieb und die Landwirte)
Tut mir leid, dmks, ich halte das für eine reine PR-Aktion und Ablenkungsbewegung. Gerade vom so genannten Forum Natur ist man leider derartiges gewohnt und hat immer wieder guten Grund zum Misstrauen und genauen Hinsehen. Die im Feld arbeitenden Landwirte und -wirtinnen sind vermutlich besser beraten, sich nicht allzu sehr hinter ihren Verbändefunktionären zu verstecken, sondern mit ihrer eigenen persönlichen Bereitschaft zum wirksamen Handeln zu denen zu gehen, die gute und Erfolg versprechende Empfehlungen haben. Dann kann man anfangen, das Machbare auszuloten.
Zur Initiative der Naturschutzverbände ist hier der Download der Unterzeichner-Liste zu finden:
Volksinitiative Artenvielfalt
Am letzten Samstag war ich in Dannenreich beim Treffen des AK Lepidoptera Brandenburg/Berlin. Ich habe auch ein paar Listen zur Volksinitiative Artenvielfalt des NABU/BUND mitgenommen. Ich vertraue den Laien beim NABU schon deshalb, weil sie das Wissen um die Ursachen besitzen. Das ist ein "Haufen" ;) (hoch)intelligenter Männer (fast ausschließlich :o), die sich unentgeltlich, nur aus Enthusiasmus geboren, für den Artenschutz einsetzen, sich in ihrer Freizeit die wissenschaftlichen Hintergründe einverleiben und dazu enge Netzwerke zu auf diesem Gebiet forschenden Institutionen pflegen. Von wirtschaftlichen Interessen, die immer Abhängigkeiten schaffen, wie bei den Bauernverbänden und auch
PS: Neben Bauern, Jägern und Anglern; der Landesimkerverband ist auch dabei.
bei den Imkern keine Spur. Was könnte objektiver sein? Es gab am Samstag interessante Vorträge von Peter Weißhuhn vom ZALF Müncheberg, Matthias Nuss vom Senckenberg Institut Dresden, Martin Wiemers vom Senckenberg Institut Müncheberg, vom freiberuflichen Biologen Oliver Brauner (der übrigens die "Nektarpflanzen" mitgeschrieben hat und mich unbedingt kennenlernen wollte) usw. usw.
Das Land Brandenburg sollte die Landwirte anstellen und Naturschutz betreiben lassen.
Abgesehen vom fehlenden Fachwissen, warum sollten die Interesse daran haben? Das schmälert ihre Einkünfte ;).
Für mich gibt es also gar keine Frage, welche Listen ich bei meinen Freunden herumtrage :D.
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in Dannenreich ... Brandenburg
Ich vertraue den Laien beim NABU schon deshalb, weil sie das Wissen um die Ursachen besitzen. Das ist ein "Haufen" ;) (hoch)intelligenter Männer (fast ausschließlich :o), die sich unentgeltlich, nur aus Enthusiasmus geboren, für den Artenschutz einsetzen...
Das ist ja traumhaft, Glückwunsch dazu.
Ich kenne das halt deutlich anders: viel Detailwissen, bei größeren Zusammenhängen wirds schon dünn, und wenn es um die zur Umsetzung von Maßnahmen notwendige Abwägung geht: totale Fehlanzeige.
Und bei der Qualität der immer wieder mal eingestreuten Pseudo-Fachbeiträge in der Verbandszeitschrift wundert mich diese Grundhaltung auch nicht.
Das Land Brandenburg sollte die Landwirte anstellen und Naturschutz betreiben lassen....
Abgesehen vom fehlenden Fachwissen, warum sollten die Interesse daran haben? Das schmälert ihre Einkünfte
Dabei geht es um die Durchführung, nicht um die Planung. Und bei der Ausführung von Bewirtschaftung simulierenden Maßnahmen sind die allemal besser als Ehrenamtliche.
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Die Themen vom Samstag habe ich hier kurz zusammengetragen.
Das Land Brandenburg sollte die Landwirte anstellen und Naturschutz betreiben lassen....
Abgesehen vom fehlenden Fachwissen, warum sollten die Interesse daran haben? Das schmälert ihre Einkünfte
Dabei geht es um die Durchführung, nicht um die Planung. Und bei der Ausführung von Bewirtschaftung simulierenden Maßnahmen sind die allemal besser als Ehrenamtliche.
Ich habe leider überhaupt kein Vertrauen in die Landwirte, die hier in der Gegend agieren. Auf meine E-Mail zur Artenvielfalt inklusive schöner Tagfalterfotos im ehemaligen Luzernefeld habe ich, wie schon angenommen, natürlich erst gar keine Antwort bekommen. Bei der Brisanz des Themas sollte es denen doch ein grundsätzliches Anliegen sein, sich über Naturschutzfragen zu informieren. Jeder ist verantwortlich für das Land, das er besitzt oder bewirtschaftet, auch die Landwirte, umso mehr als es bei ihnen ja um riesige Flächen und damit um riesiges Potenzial geht. Ich habe eine emotionale Bindung a la Scarlett O'Hara zu meinem Land und wenn es nur die etwas über 2.000 qm Garten sind, bei den Landwirten hat man den Eindruck sie benutzen einfach nur Produktuionsmittel um möglichst viel aus ihnen herauszuholen :-\.
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in Baden-Württemberg sieht die Sache ja so aus, dass die Landesregierung ein Eckpunktepapier herausgegeben hat. Das Volksbegehren Rettet die Bienen scheitert weil es nicht gut ausgearbeitet und nicht differenziert genug ist. Hier im Rhein-Neckar-Kreis gibt es eine Veranstaltung dazu mit MdL Uli Sckerl.
Vielleicht hattet ihr das ja hier schon.
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, vom freiberuflichen Biologen Oliver Brauner (der übrigens die "Nektarpflanzen" mitgeschrieben hat und mich unbedingt kennenlernen wollte)
Wenn Du ihn triffst, grüße ihn bitte ganz lieb von mir :D. Sein Fachwissen habe ich damals schon sehr bewundert.
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Leute mit Fachwissen über Grenzen hinweg sind Gold wert. Wieviel Hektar bewirtschaftet er?
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Volksbegehren
Was begehrt das Volk oder sollte es begehren?
Wenn es schon in den Medien steht und wenn Tausende Blätter geduldigen Papiers bedruckt werden...gibt es dann Naturschutz oder ist alles nur ein Alibi?
Im Nachhinein betrachtet:
Ich habe Planer der oberen und unteren Riegen aufgesucht und solche Veranstaltungen im hiesigen sowie überörtlichen Raum besucht. Keiner der Planer wollte aus seinem Sessel aufstehen und sowohl die Landwirtschafts- als auch die Gärten durchwandern, um zu erkennen, wo es schon gut ist und wo es nottut. Mit dem Verband im Rücken, Stift und Verstand, Reisekosten und Tagegeld kann kein Verständnis für die Naturzusammenhänge gewonnen werden.
Ein unbezahlter Laie kann besser über Naturschutz unterrichten, weil er's tagtäglich erlebt. Doch der bleibt in den MSM unerkannt, nur nicht bei g-p.
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Leute mit Fachwissen über Grenzen hinweg sind Gold wert. Wieviel Hektar bewirtschaftet er?
Es ist doch eigentlich total simpel, so und so viel Prozent der bewirtschafteten Flächen hat ein Landwirt verteilt auf so und so viele Standorte als einschürige Blumenwiese (oder was auch immer) mit den und den Pflanzen zu pflegen, fertig. Wir brauchen nur ein Gesetz dazu! Den Treckerfahrer zum Anlegen der Blumenwiese findest Du überall ;D - fertig! Entscheidend sind die inhaltlichen Angaben der Menschen die forschen und Daten sammelnd über die Flächen laufen um daraus ihre Schlüsse zu ziehen.
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Ein unbezahlter Laie kann besser über Naturschutz unterrichten, weil er's tagtäglich erlebt. Doch der bleibt in den MSM unerkannt, nur nicht bei g-p.
"Ihnen darf man nicht trauen: Sie sind ein Experte." ::)
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Das zertifizierte Regio-Saatgut für die Blumenwiese je nach Ursprungsgebiet kann der Landwirt z. B. hier bestellen, die genaue Bodenart sollte er kennen (hier bei mir liegt saurer Sand an), dann noch die Forderungen zum Pestizidrückgang aus dem Volksbegehren und schon wäre allen geholfen. Für schwierige Arten wie z. B. einen der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge (Heller oder Dunkler?), der an den Dämmen der Schwarzen Elster auf ausschließlich Sanguisorba officinalis angewiesen ist und damit auf ein spezielles, strikt einzuhaltendes Mahdregime, liegen selbstverständlich in jeder Region auch bereits belastbare Daten vor. Hier sind Gesetze zum Schutz speziell dieser Arten zu erlassen. Die bisherigen Bitten an den zuständigen Wasserverband fruchten einfach nicht.
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Was ändert das Pflanzenschutzverbot? Welchen Insekten ist geholfen wenn die Pflanzen von Pilzen befallen werden und nicht mehr vermarktbar sind?
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Für schwierige Arten wie z. B. einen der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge (Heller oder Dunkler?), der an den Dämmen der Schwarzen Elster auf ausschließlich Sanguisorba officinalis angewiesen ist und damit auf ein spezielles, strikt einzuhaltendes Mahdregime, liegen selbstverständlich in jeder Region auch bereits belastbare Daten vor. Hier sind Gesetze zum Schutz speziell dieser Arten zu erlassen. Die bisherigen Bitten an den zuständigen Wasserverband fruchten einfach nicht.
Der Ameisenbläuling ist im hiesigen Bauamt durchaus bekannt. ;) Ob auf dem benachbarten Acker das Ausfallgetreide totgespritzt oder ob es umgepflügt wird, ist dem Bläuling vermutlich egal. Und der Wasserverband hat nur wenig mit Landwirtschaft zu tun.
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Der Stil der Diskussion in diesem Faden nähert sich, noch langsam, aber bedenklich dem kellerreifen Niveau des Unbekannte-Nachbar-Threads. ;)
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Es geht ja hier nicht nur um die Landwirtschaft Staudo. Es geht um die Artenvielfalt und die Volksinitiative dazu, bei mir speziell in Brandenburg und um meiner Meinung nach fehlende Gesetze dazu. Wenn es die gäbe könnte man sich diese ganze Rumlamentiererei einfach sparen, die hilft den bedrohten und schon ausgestorbenen Arten nicht. Belegbare, wissenschaftliche Fakten liegen vor, warum handeln wir nicht danach?!? Ich kenne den betreuenden Fachmann an der Schwarzen Elster, er hat mir erst am Samstag wieder von seinen mit Herzblut getränkten Einsätzen zum Schutz der Wiesenknopf-Bläulinge berichtet. Es ging nur um die Anpassung des Mahdregimes. Er war am Ende seiner Energie in diesem Fall.
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Diese Volksbegehren arbeiten vor allem mit Forderungen gegenüber der Landwirtschaft. ;)
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Sei friedlich Staudo und hilf den Ameisenbläulingen mit einem passenden Mahdregime, wenn Du da Einfluss hast :-*.
Ich stelle mir das vom gesunden Menschenverstand her sicher immer alles zu einfach vor, wenn es mein Land wäre, würde ich es so machen...
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Ich gebe mir ja schon Mühe, im Rahmen meiner Möglichkeiten. ;)
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Fein :D.
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Mal ne doofe Frage: wurde das Wissen um die Lebensbedienungen auserwählter Arten mal in einer Datenbank vereint?
Mir würde es zB helfen, wenn ich Standort trocken, lehmig, Nährstoffarm auswählen könnte und dann erstmal eine Auswahl typischer Pflanzenarten wie Schafgarbe angezeigt bekäme und ich diese nach tatsächlichem Vorkommen auswähle. Die Mähzeiten und -Höhe würde ich gerne mit einem `Regler´ selbst verschieben können, um besser zu verstehen, welche Insektenarten dort nicht mehr vorkommen werden bzw welche sich einstellen, wenn ich Mähtermine verschiebe.
Mir gehts hauptsächlich um eine niedrig gehaltene Kräuterwiese, weil ab 20cm Wuchshöhe die ersten Beschwerden der Großeltern der spielenden Kinder kommen.
Ein flächenmäßig in Städten sehr oft vorkommender Kulturraum. Fast um jeden größeren Wohnblock oder in Parkanlagen gibts solche Rasen/Wiesen mit ungenutztem Potential.
@Chica: Bläuling und der Kampf um den Mahdtermin: welche Begründungen für die Notwendigkeit des Beibehaltens des Mahdtermins wird vom Flächenbewirtschafter angeführt?
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Wenn man Insekten helfen möchte, kommt es nicht nur auf den Mahdtermin an, sondern auch auf das verwendete Werkzeug. Schlegelmulcher z.B. häckseln die Pflanzen samt Insekten und deren Gelege. Die in Insektenhotels so gerne verwendeten hohlen Stengel fehlen dann für die Überwinterung.
Leider sind Balkenmäher aus der Mode gekommen, diese haben geringere negative Auswirkungen auf Insekten.
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Mal ne doofe Frage: wurde das Wissen um die Lebensbedienungen auserwählter Arten mal in einer Datenbank vereint?
Mir würde es zB helfen, wenn ich Standort trocken, lehmig, Nährstoffarm auswählen könnte und dann erstmal eine Auswahl typischer Pflanzenarten wie Schafgarbe angezeigt bekäme und ich diese nach tatsächlichem Vorkommen auswähle. Die Mähzeiten und -Höhe würde ich gerne mit einem `Regler´ selbst verschieben können, um besser zu verstehen, welche Insektenarten dort nicht mehr vorkommen werden bzw welche sich einstellen, wenn ich Mähtermine verschiebe.
Mir gehts hauptsächlich um eine niedrig gehaltene Kräuterwiese, weil ab 20cm Wuchshöhe die ersten Beschwerden der Großeltern der spielenden Kinder kommen.
Ein flächenmäßig in Städten sehr oft vorkommender Kulturraum. Fast um jeden größeren Wohnblock oder in Parkanlagen gibts solche Rasen/Wiesen mit ungenutztem Potential.
So eine detaillierte Website wäre wirklich eine super Idee :D. Bei mehr als 560 Wildbienenarten in Deutschland, 182? Tagfalterarten, 3 Tausendund Nachtfaltern, von den anderen Insekten bei denen ich jetzt nicht so firm bin mal zu schweigen, ist das aber schwierig machbar. Was dem einen nützt, könnte dem anderen schaden außerdem. Für spezielle Arten, wie den angesprochenen Wiesenknopfbläuling braucht es auch eine spezielle Wiesenpflege. Sind solche Vorkommen nicht bekannt, helfen Dir im Moment da vielleicht diese Angaben? Du müsstest nur Dein Ursprungsgebiet heraussuchen und unter den Standortbedingungen z. B. "Magerrasen sauer" findest Du unter "Analyse" die 35 Pflanzenarten, die passen. Auch bei Rieger/Hofmann findest Du z. B. unter "Begrünung für den Stadt- und Siedlungsbereich", vielleicht unter "Verkehrsinseln" die richtige Mischung. Auf Nachfrage würden sie Dir sicher auch die genaue Zusammensetzung aufzeigen. Auch Syringa bietet Blumenmischungen mit Artangabe an, vielleicht passt "Schotterrasen" für Deine Idee? Strickler ist auch mit ellenlangen Pflanzenlisten dabei. Das Wissen um die Arten haben wir Gärtner ja den anderen schon einmal voraus, das müssen wir nutzen.
Gegen die Beschwerden der Großeltern hilft ein Schild mit der Aufschrift "Wildbienenwiese", "Insektenwiese", "Schmetterlingswiese". So etwas gibt's ganz sicher auch ohne "NABU", wen das stört ;).
@Chica: Bläuling und der Kampf um den Mahdtermin: welche Begründungen für die Notwendigkeit des Beibehaltens des Mahdtermins wird vom Flächenbewirtschafter angeführt?
Trotz andauernder Bitten und Erklärungen zur Notwendigkeit ist dem zuständigen Wasserverband der Mahdtermin irgendwie schnuppe. Es wird einfach gemäht, wie es in die zeitlichen Abläufe des Betriebes eben gerade hineinpasst. Selten passt das dann zum Fortpflanzungszyklus der seltenen Schmetterlinge, die zudem auch noch eine Symbiose mit speziellen Ameisenarten eingehen müssen um ihre Fortpflanzung abschließen zu können, meistens nicht :-\. Hier habe ich eine Abhandlung dazu gefunden, es geht also um Maculinea arion, den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Da trifft man immer wieder die gleichen Lepis :D. Ich sehe sie am nächsten Sonntag beim Entomologentreffen Südostbrandenburg, da kann ich sie noch einmal genau ausquetschen zu dem Thema ;). Fazit ist, dass die Fakten bekannt sind, wie fast überall, nur an der Umsetzung scheitert es mangels verbindlicher Verpflichtung (Gesetz?).
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Ein unbezahlter Laie kann besser über Naturschutz unterrichten, weil er's tagtäglich erlebt. Doch der bleibt in den MSM unerkannt, nur nicht bei g-p.
"Ihnen darf man nicht trauen: Sie sind ein Experte." ::)
:-*
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Danke Chica. So richtig helfen mir deine Links allerdings nicht weiter.
Es geht ja auch nicht um Saatmischungen, sondern bereits etablierte Pflanzen. Und die wurden von den Botanikern in den letzten Jahrzehnten sträflich vernachlässigt, wer interessiert sich schon für Stadtgrünlebensräume... Und wenn man die Pflanzen kennt, sind die noch lange nicht mit Insektenarten verknüpft. Ich kenns noch von den Rüsselkäfern, siehst du die Pflanzen, weißt du auch welche Rüsselkäfer dort vokommen können. Darum solls aber nicht gehen. Mir gehts um die Sache. Und da fordere ich ehrlich gesagt mal etwas Unterstützung von der PC-affinen Naturschutzjugend für die Praxis. Ein paar tausend Arten sind kein Hinderungsgrund, lediglich Fleißarbeit. Macht halt mal ein Wochenende bei winterlichem Pieselwetter draus, hauptsache da steht mal was. Andere Kampagnen werden doch auch organisiert.
Schilder mit Wiese helfen in etwa so viel wie Rasen nicht betreten oder Ballspielen verboten. Den Pfosten zum drumrummähen kann man sich sparen. Da braucht kein Baum für sterben. Ich mähe die Wiese derzeit so, dass sie nur für wenig Protest sorgt und bei den Insekten für etwas Zuspruch. Nur ist mir das unspezifische beim Zuspruch eben ein Dorn im Auge. Mir würde es deutlich mehr helfen, wenn ich irgendwo lesen könnte, was wie wo, statt das ich lesen muss, das irgendein PSM unter Umständen für Insektenrückgang sorgen kann und ich deswegen Bio kaufen soll, weil dort ja nicht gespritzt wird ::)
@Ekwisetum: wenn du mit dem Thema schon anfängst, in wie weit hilft es Insekten, wenn man nicht vom Rand anfängt zu mähen, sondern von der Mitte der Wiese aus? Ist das bei den Insekten ähnlich wie beim Wild?
@Chica: Mahdtermin und betriebliche Abläufe: die haben wir hier in der Stadt ganz gut geregelt bekommen, mit Aufklärungsarbeit auf Augenhöhe. Dann wirds auch verstanden, spätestens wenns auch noch Gründe dafür gibt. Betriebe, die kein Schnittgut verwerten, freuen sich über entzerrte Arbeitsspitzen und potentieller Akzeptanz falls mal jemand nachfragen sollte. Kein Prügel ist ja Lob genug. Manchmal muss man eben miteinander reden dass ein stemmbares Konzept draus entwickelt werden kann.
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Ganz so, wie Du es brauchst, kenne ich es nicht. Aber es gibt inzwischen online verfügbare Datensammlungen, die zum Teil auch selektierbar sind:
Bei Floraweb kannst Du unter "Suche nach Eigenschaften" Arten nach biologisch-ökologischen Merkmalen abfragen:
Floraweb Pflanzen-Eigenschaften
Hier kannst Du den Filter für die ökologischen Zeigerwerte nutzen. Substrateigenschaften und Blütezeiten sind hier leider nicht enthalten.
Eine sehr umfangreiche Datensammlung ist BiolFlor, die inzwischen testweise im Wiki der "Offenen Naturführer" nutzbar ist:
Artinformation BiolFlor
Darin kannst Du auch nach Eigenschaften suchen. Das Gestalten der Abfragen ist aber (noch?) nicht sehr komfortabel:
BiolFlor - Suche mittels Attribut
Hier kannst Du zum Beispiel Blühbeginn und Blühende als Suchkriterium festlegen und erhältst Artenlisten.
Ob Dir das entscheidend weiterhilft oder Du mit einiger Beobachtung der von Dir betreuten Flächen schneller zum Ziel kommst, kannst Du ausprobieren.
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Danke für das zusammensuchen der Links. Bequem ist wohl anders. Wenn ich Zeit und Lust hätte, mich 2 Wochen vor dem Rechner zu verstecken, hätte ich nicht gefragt. Bis dahin habe ich 2-3 Jahre gemäht und dabei vielleicht viel falsch gemacht.
Die Daten sind aber scheinbar da, jetzt müssen sie noch zusammenkommen und miteinander reden.
Wäre schön, wenn für sowas und damit einfach zu bedienende Hilfestellungen für Entscheider im Galabau die reichlich fliessenden Gelder eingesetzt werden würden. Ich glaube das hilft manchen und manchem mehr weiter als über die dritte Generation von Bläuling xyz zu reden.
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Ich spar mir jetzt mal weitere Antworten. ::)
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Die Mähzeiten und -Höhe würde ich gerne mit einem `Regler´ selbst verschieben können, um besser zu verstehen, welche Insektenarten dort nicht mehr vorkommen werden bzw welche sich einstellen, wenn ich Mähtermine verschiebe.
So eine Datenbank wäre auch m.M.n. für viele Menschen sehr hilfreich.
Wann die Pflanzen in der zu pflegenden Wiese blühen und fruchten, kann man durch aufmerksames Hinschauen erkennen.
Aber woher soll ich wissen, was sich für die auf diese Pflanzen angewiesenen Insekten ändert, wenn ich den Mahdtermin verschiebe oder statt einmal im Herbst 2x oder 3x jährlich mähe?
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Ich habe gestern eine (schon immer sehr artenreiche) Wiese gesehen, in der geradezu liebevoll kleine bis kleinste Flächen und hin und wieder sogar Einzelpflanzen von der Mahd ausgenommen waren. Sozusagen Nagelscherenpflege. Das war beeindruckend und lässt einen normalerweise grübeln. Verständlich wird es, wenn man um die hinter der Pflege stehenden Personen und ihre besonderen Kenntnisse weiß. Die seltenen und bedrohten Pflanzen sind denen genauso gut bekannt wie eine Reihe der besonderen Insektenarten, die auf bestimmte Pflanzen oder auf stehend überwinternde Halme oder noch ganz andere Strukturen angewiesen sind.
Ein solches Wissen kann man nur von wenigen erwarten und es gelänge nicht einmal, einen in bester Absicht, aber ohne dieses Wissen auf der Fläche arbeitenden Landwirt so einzuweisen, dass er das vergleichbar hinbekommt. Der einweisende Naturschutz-Theoretiker wäre schnell überfordert und der praktisch pflegende Landwirt schnell verzweifelt. Deshalb braucht es einfachere Muster, die nicht perfekt sind, aber brauchbare Ergebnisse liefern.
In einer innerörtlichen Grünfläche ist schon etwas gewonnen, wenn die Pflege auf zwei, höchstens drei Mahdgänge im Jahr begrenzt wird und zwischen den Durchgängen wenigstens 10, besser 12 Wochen Pause liegen. Die erste Mahd sollte nicht vor Mitte, besser Ende Mai erfolgen. Das geht ohne besonderes Wissen um einzelne Arten, manchmal aber nicht ohne Überzeugungsarbeit.
Besser wird es, wenn man Teilflächen oder Flecken und Streifen in jährlich wechselnder Anordnung ganz von der Mahd ausnimmt und am stehenden Halm überwintern lässt. Mit etwas Augenmerk werden das Flächen mit den im Gebiet besonderen Arten sein oder solche mit besonderen Halmstrukturen. Auch das geht ohne detaillierte Kenntnis.
Man wird dabei Fehler machen, je nach Sicht aus der einen oder anderen Richtung im Bezug auf die eine oder andere Artengruppe. Man macht damit aber auch schon vieles richtig.
Und ein Volksbegehren braucht man dafür sicher nicht. ;)
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danke, dass du dir das jetzt doch nicht gespart hast, und schön sachlich mit Minimalanforderungen an Verständnis sehr praktische Empfehlungen zusammengestellt hast! Ich kann das hier sehr gut brauchen. Auch meine Intuition, dass ich den Hang hier einfach ohne Mahd mal ein Jahr lang beobachte und hoffe, dass sich ein Gleichgewicht in der Vielfalt einstellt, wenn ich beobachte, lerne und nach Gefühl eingreife, kommt mir nun vernünftig vor.
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Schaut Euch (Du und die Gemeinde) mal die Bedingungen zum Vertragsnaturschutz an und stellt ggf. einen Antrag. Nahrungshabitate für den Wiedehopf sind sicher ein gutes Argument. Für die Obstwiese kämen wohl vor allem Maßnahmen unter 3.1.1 und 3.1.2 oder aber unter 3.3 in Frage.
Revidier mich wenn ich falsch liege, lerchenzorn, aber ich habe in die "Verwaltungsvorschrift zum Vertragsnaturschutz in Brandenburg" hineingelesen, die Du verlinkt hattest. Punkt 3.1.2 ist zu entnehmen, dass je später die (erste) Mahd (Nutzung) erfolgt, desto höher die Vergütung für die Flächen aus Fördermitteln ausfällt. Eine Mahd vor dem 16.06. kommt da gar nicht in Frage oder aber wird nur dann gefördert, wenn die nächste Nutzung nicht vor dem 30.08. erfolgt. Je nach Bodenart würde ich sagen:
Mahd so spät wie möglich,
so selten wie möglich,
so differenziert wie möglich (also verschiedene Flächen zu verschiedenen Zeitpunkten mähen) und
einige Flächen auch über Winter stehen lassen.
Das halte ich nach den Erfahrungen mit "meinen" Insekten für ein wesentliches Kriterium. Wo sollen die verschiedenen Arten in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien überwintern, wenn im Herbst eine "Radikalaufräumaktion" stattfindet??
Ich kenns noch von den Rüsselkäfern, siehst du die Pflanzen, weißt du auch welche Rüsselkäfer dort vokommen können.
Dies funktioniert natürlich bei Wildbienen und Schmetterlingen genauso und mir ist völlig klar, dass ich nicht in blühende Ranunculus sp. hineinmähen darf, wenn ich "meine" Hahnenfußscherenbienen behalten will. Aber vermutlich hast Du recht lerchenzorn, dass muss nicht jeder wissen (kann aber :-*), Wissen ist ja nicht schädlich.
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ich denke, für besondere/besonders geährdete/besonders förderungswürdige arten würden willigen pflegenden ohne spezialwissen differenzierte hinweise (im steckbriefformat: was beachten, welche speziellen futterpflanzen, wann mahd übers jahr, wann früheste beseitigung von überwinterungsstrukturen o.ä.) helfen, auch wenn natürlich die förderung einer solchen besonderen art sicher irgendeine andere beeinträchtigt – darum ja differenzierte, mosaikhafte pflege. wenn ich aber weiß, dass ich für eine besonders empfindliche art besser den hahnenfuß als die esparsette stehen lasse (oder anders herum), dann ist es doch besser als weiter total im dunkeln zu tappen.
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Hallo,
ich bin neu hier und geb jetzt mal meinen Senf dazu, ohne mich vorher vorgestellt zu haben. Werd ich aber gleich nachholen :).
Ich glaube ein Programm für fixe Mahdtermine je Art wäre einerseits extrem komplex und andererseits auch problematisch, da die Termine sich genau wie im Garten jedes Jahr um mehrere Wochen verschieben können.
Was auf jeden Fall günstig ist, ist fraktioniertes Mähen, also Teilbereiche zu unterschiedlichen Zeiten. Manche Arten profitieren durchaus von früher Mahd, der Schabrettfalter braucht Gras das bis August steht und die Florfliege freut sich, wenn gar nicht gemäht wird, weil sie dann Überwinterungsquartiere findet.
Wenn immer nur Teile gemäht werden, überlebt von jeder vorhandenen Art auch ein Teil. Ist gerade im öffentlichen Grün sicher nicht immer leicht umsetzbar und vermittelbar. Auf meinen Flächen merke ich aber einen deutlichen positiven Effekt, seit ich das so mache.
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Ich überlege gerade ob ich den "Rasen"(extrem übertrieben) vor dem Winter noch mal mähe, jetzt ist da plötzlich Gras (und anderes) gewachsen, welches das ganze Jahr eigentlich weg war... Oder lasse ich es einfach bis zum Frühjahr? Und sappe zur Wäscheleine durch immer höher werdendes Gras?
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Ich kenns noch von den Rüsselkäfern, siehst du die Pflanzen, weißt du auch welche Rüsselkäfer dort vokommen können.
Dies funktioniert natürlich bei Wildbienen und Schmetterlingen genauso und mir ist völlig klar, dass ich nicht in blühende Ranunculus sp. hineinmähen darf, wenn ich "meine" Hahnenfußscherenbienen behalten will. Aber vermutlich hast Du recht lerchenzorn, dass muss nicht jeder wissen (kann aber :-*), Wissen ist ja nicht schädlich.
Scheinbar ist Wissen schon schädlch oder wie soll ich das verstehen wenn man auf eine solche Anfrage `besser nicht antwortet´?
Ich will mal feststellen, um auch auf das Ursprungsthema Artenviefalt zurückzukommen: da gibts es einige Ostbauern, die spritzen ihre Baumstreifen mit Glyphosat sauber und bereiten damit den Wildbienen einen Lebensraum. Ungestörte Sandfläche. Geht Glyphosat, kommt die Unkrauthacke, Anhäufeln´mit gut 10cm, Lebensraum bzw Niströhren der Wildbienen zerstört. Naja, war in der Vergangernheit eine Glyphsatgeprägte Bewirtschaftung, dadurch haben sich die Wildbenen eingestellt. So kamen die Flächen mit den Jahren unter den Mantel Naturschutzgebiet.
Nun nimmt man das wesentliche Element weg, die Lebensräume der Wildbienen werden zerstört, das Naturschutzgebiet ist nicht mal mehr einen Pfifferling wert. Durch Naturschutz zerstört. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wen wundert es, das heute eine ganze Region mahnfeuer abgefackelt haben, um auf solchen Irrsinn aufmerksam zu machen?
Also ich komme hier als Privatgärtner im Forum mit einer Frage, Idee, könnte wegweisend sein, zumindest findet es 2-3 Interessierte, kommt aber von der `Naturschutzseite´ => null Interesse, ich möchte nichts verändern, sondern weiter meine Klientel bedienen.
Wenn mir nichts an der Natur liegen würde, würde ich noch heute Nacht nackig bei Vollmond die Kräuterwiese totspritzen und umpflügen, auch damit sich keine Leute mehr bei mir beschweren, warum da schon wieder so viel Insekten Enkel stechend unterwegs sind und ob ich das mähen nicht mal öfter machen könnte. Ich machs trotzdem nicht, trotz des saublöden Spruchs und der Nullunterstützung seitens des Umweltschutzes. Ob hier im Forum oder bei den Verbänden, ein Miteinander scheint nicht gewünscht zu sein. Ich ziehe also lediglich zum wiederholten male meine Lehre draus und hoffe, dass der nächsten Generation Unweltschützer etwas an der Natur liegt.
Bis dahin viel Erfolg dem Volksbegehren Artenvielfalt.
Und eines solltet ihr nicht vergessen, der Landwirt sorgt für euer Essen...
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Und sappe zur Wäscheleine durch immer höher werdendes Gras?
Eine Wäschewiese ist eine Wäschewiese. Da hat für mich auf alle Fälle die Funktionalität Vorrang. ;)
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Im saftig grünen Gras überwintert kaum etwas. Ich werde in Garten 2 auch noch mal mähen.
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ich denke, für besondere/besonders geährdete/besonders förderungswürdige arten würden willigen pflegenden ohne spezialwissen differenzierte hinweise (im steckbriefformat: was beachten, welche speziellen futterpflanzen, wann mahd übers jahr, wann früheste beseitigung von überwinterungsstrukturen o.ä.) helfen, auch wenn natürlich die förderung einer solchen besonderen art sicher irgendeine andere beeinträchtigt – darum ja differenzierte, mosaikhafte pflege. wenn ich aber weiß, dass ich für eine besonders empfindliche art besser den hahnenfuß als die esparsette stehen lasse (oder anders herum), dann ist es doch besser als weiter total im dunkeln zu tappen.
Mehr zu wissen ist immer von Vorteil zwergo, ich bin da ganz bei Dir. Und wenn mich eine Sache begeistert, dann fällt mir dieses Wissen von ganz alleine zu. Ich bin ja nun auch von Berufs wegen eigentlich das Gegenteil eines Biologen ;).
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@Ekwisetum: wenn du mit dem Thema schon anfängst, in wie weit hilft es Insekten, wenn man nicht vom Rand anfängt zu mähen, sondern von der Mitte der Wiese aus? Ist das bei den Insekten ähnlich wie beim Wild?
Es ist ähnlich, aber nicht vergleichbar. Raupen, Schnecken, Käfer können nicht so schnell ausweichen, wie man mäht. Was fliegen oder hüpfen kann, ist klar im Vorteil.
Beim Mähen versuche ich vor allem, den letzten Streifen so zu legen, daß nebendran kein Weg/Pflaster ist, sondern eine Rabatte oder Hecke.
Auf der Fläche lasse ich an manche Stellen Horste von Rainfarn stehen und kreise diese mit dem Mäher dann ein, damit die Insekten dorthin flüchten.
Der Rainfarn wird dann im November geschnitten.
Habe mir auch schon einmal überlegt, zunächst Zebrastreifen zu mähen, um nicht immer den Wiesenrand zu mähen, in den die Tiere gerade geflüchtet sind. Versuch steht noch aus.
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Und sappe zur Wäscheleine durch immer höher werdendes Gras?
Eine Wäschewiese ist eine Wäschewiese. Da hat für mich auf alle Fälle die Funktionalität Vorrang. ;)
Du könntest einen Weg reinmähen 8)
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Im saftig grünen Gras überwintert kaum etwas. Ich werde in Garten 2 auch noch mal mähen.
Meine Wiese ist heute das 2. Mal gemäht worden.
Schafft auch wieder nackte Erde und Lichteinfall für die Sämlinge, die nach dem Winter auflaufen.
Ich stecke seit ein, zwei Jahren zu den Himantoglossum Bambusstäbe, dass der Galabauer deren schon recht üppige Blattrosetten nicht obenrüber abrasiert sondern drumherum mäht, so versuche ich besonders diese Art zu fördern.
Die Rosetten der Ophrys apifera, die sich vielfach schon neu angesät hat bei mir, sind glücklicherweise niedriger als das Mähwerk.
Und ich habe die Samenstände beider Orchideen ganz gezielt eingesammelt und den staubfeinen Samen mit angefeuchtetem Finger auf hunderten Stellen am Boden abgestreift, um so viele Samen wie möglich in der Wiese zu behalten.
Mein Interesse liegt mehr bei der pflanzlichen Artenvielfalt, aber trotz "Pauschalpflege" ohne Sonderausnahmen hat sich auch die Insektenvielfalt merklich erhöht.
Ich glaube, eine "Pauschalpflege" wie sie früher die Landwirtschaft ablieferte mit Mahd im Juni oder später ist immer noch besser als gar keine Mahd, also Verbuschung, oder viele Mahden wie zur Silagegewinnung.
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Im saftig grünen Gras überwintert kaum etwas. Ich werde in Garten 2 auch noch mal mähen.
Das klingt gut! Dann bekommt die Wäschewiese noch einen Schnitt, irgendwann demnächst. :)