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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Witan am 28. März 2019, 14:18:51
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Hallo alle Zusammen!
Vor einigen Wochen habe ich mir nun vorgenommen, eigene Erdbeeren anzubauen, da ich absolut unzufrieden mit dem Geschmack von Erdbeeren aus dem Supermarkt bin und auch die Erdbeeren von Spargel/Erdbeerständen bei uns in der Region nicht so wirklich berauschend sind, zumindest meiner Meinung. Ich sammle selber oft Wildpflanzen aus der Natur, dazu zählen auch die heimischen Walderdbeeren, die ich vom Aroma sehr mag, aber diese natürlich winzig sind und ich mir daher gedacht habe, dass es eigentlich keine schlechte Idee wäre, die freie Fläche, die wir aktuell haben, für den Anbau von Erdbeeren zu nutzen.
Ich selber bin mir jedoch extrem unsicher, auf welche Erdbeersorten ich mich einlassen sollte bzw. welche Erdbeersorten am besten zu meinen Standorten und meinen Erwartungen passen.
Sehr wichtig zu erwähnen wäre, dass ich unbedingt extrem süße und aromatische Erdbeersorten anbauen möchte! Das hat oberste Priorität für mich, auch wenn dann Erntemenge, Größe und Resistenz leiden sollten (wobei es natürlich umso besser wäre wenn jene Probleme zu vermeiden wären).
Mithilfe des Internets versuche ich bereits seit mehreren Wochen, mich über verschiedene Erdbeersorten zu informieren, um herauszufinden, welche wirklich am besten zu meinem Geschmack und Standort passen, jedoch muss ich gestehen, dass ich kaum wirklich etwas aussagekräftiges finde... Zumeist wird sehr allgemein gesprochen... Händler preisen eh jede Sorte an und detaillierte Infos zu Geschmack und Standortvorrausetzungen sind sehr schwer zu finden. Daher würde ich mich extrem freuen, wenn man mir hier weiterhelfen könnte...
Auf Basis der wenigen Informationen, die ich über das Internet gefunden habe, würde ich zumindest wenn es um den Geschmack geht (bitte korrigiert mich, falls eine der Sorten nicht extrem süß und aromatisch sein sollte) folgende Sorten als interessant bezeichnen:
Direktor Paul Wallbaum
Hansa
Mieze Schindler
Lambada
Wädenswil 6
Wie man sieht, wäre ich durchaus auch an alten Sorten interessiert, solange der Geschmack wirklich überzeugen kann und ich bescheid weiß, auf was ich zu achten habe und wie ich zu pflegen habe (was ich leider nicht tue).
An sich kann man sagen, dass ich von der Auswahl bei manfredhans ziemlich überzeugt war, auch wenn auch dort die Informationen zu den einzelnen Sorten recht oberflächlich bleiben...
Ist die Lambada eigentlich wirklich so süß wie einige Hersteller behaupten, oder kommt die an die alten Sorten nicht ran bzw es gibt noch viel süßere Sorten?
Neben der Geschmacksfrage, kommen jedoch nun folgende Probleme bzw. Fragen bezüglich meiner Standortmöglichkeiten hinzu:
Zunächst einmal sei erwähnt, dass ich nur zwei Orte frei hätte, an denen ich Erdbeeren anpflanzen könnte. Zunächst eine kleinere Gartenfläche, mit einem sehr steinigen Boden (in der Erde trifft man andauernd auf irgendwelche Steine beim umgraben), zudem steht dort bereits ein größerer Haselnussstrauch, der jedoch erhalten bleiben soll und für einen gewissen Schatten sorgt. Daher hatte ich persönlich überlegt dort eine recht wildwachsende Erdbeerwiese anzulegen, wobei ich mir da dann auch wieder unsicher bin, welche Sorte auf einem so steinigen Boden am besten bestehen kann und extrem süß und aromatisch wäre...
Vielleicht kann mir da ja jemand einen Tipp geben?
Der zweite Ort würde schon deutlich bessere Erde bieten (Kompost mit Universalerde aus dem Handel und Beerendünger von Obi), jedoch bin ich mir sehr unsicher, ob der Platz ausreichen würde um eine angemessene Ernte zu ermöglichen. Es handelt sich hierbei um ein in unser Haus integriertes "Gewächshaus". Es ist jedoch kein typisches Gewächshaus, da es nur eine sehr leichte Wärmeisolierung bietet (im Winter ist es etwas wärmer als draußen, aber trotzdem kommt der Frost locker durch). Zudem kommen Insekten und etwas Frischluft durch mehrere Öffnungen in den Gewächshauswänden regelmäßig durch. Die Erde ist in selbstgebaute Kasten gefüllt, zudem auch in zahlreiche riesige Gärtnerkübel.
Anbei leider nur 1 Bild (wegen Beschränkungen) um zumindest einen groben Eindruck vom Gewächshaus zu vermitteln.
Es handelt sich um 2 selbstgebauten Kästen. Jeder Bereich bis zur Abtrennung ist fast einen halben Meter breit und deutlich über einen Meter lang.
Anbei habe ich zusätzlich 11 (meist deutlich über einen halben Meter breite) Gärtnerkübel positioniert. Es wäre noch Platz für paar weitere.
Luft und Insekten dringen durch zahlreiche Löcher in den leicht durchsichtigen Wänden durch, die Decke bietet eigentlich ausreichend Sonneneinfall (zumindest konnte man dort vor einigen Jahren richtig schmackhafte Tomaten und Gurken anbauen), ich habe jedoch gelesen, dass die Sonneneinstrahlung von extremer Bedeutung für die süße der Erdbeeren ist... Licht kommt ja an sich gut durch, aber ich frage mich nun, ob die Scheiben des Gewächshauses die Einstrahlung der Sonne mindern und dadurch auch der Geschmack der Erdbeeren dann nicht so süß sein könnte? Ist das eine unbegründete Sorge von mir oder sollte man das bedenken?
Und wie gesagt frage ich mich an sich, ob der auf den Bildern gezeigte Platz in den Kästen und Kübeln eine angemessene Ernte einbringen kann (auch mit weniger ertragreichen Sorten)? Wie eng sollte ich die Erdbeeren setzen bzw. ist das auch von Sorte zu Sorte unterschiedlich? Welche Sorte würde in diesen Kübeln mit der oben genannten Erdzusammenmischung gut gedeihen und trotzdem extrem süß und aromatisch schmecken?
Ich hoffe sehr, dass man mir da etwas die Sorge nehmen kann und an sich helfen kann...
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Hallo Witan,
ich versuche mal eine Teilantwort, wobei ich die Fotos nicht sehen kann, da diese als Links bei Neulingen gelöscht werden.
Fotos kannst Du gut einstellen, indem Du auf der Antwortseite ganz unten bei "Datei anhängen" einen Dateianhang anwählst auf deiner Festplatte...
Antworten möchte ich zur Mieze Schindler, denn die habe ich selbst :) und bei der ist es wichtig zu wissen, dass die rein weiblich blüht und deshalb einen Bestäuber in Form einer anderen Erdbeersorte braucht, die zur gleichen Zeit blüht und auch Pollen hat - typischerweise wird als Bestäuber für die Mieze die Senga Sengana empfohlen wegen der gleichen Blühperiode. Kann aber auch mit anderen Sorten klappen, sie müssen halt gleichzeitig mit der Mieze blühen ;)
Die Mieze bildet recht wenige Früchte aus und diese sind recht weich und nicht lagerfähig - aaaaaber es gibt diese aaalte Sorte deshalb noch, weil schon halbreife Früchte genießbar sind und ausgereifte Früchte seeehr süß sind. Außerdem erneuert sich die Mieze immer wieder von selbst durch Ableger, die praktisch direkt neben der Mutterpflanze wurzeln und so kann die Mieze recht alt werden - allerdings bringt sie auch seeehr gerne normale Ableger...
Über den Anbau im GH kann ich nichts sagen ;)
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Danke für den Hinweis mit den Bildern und dem Anhang! So ist zumindest ein Bild möglich, wenn das leider auch nicht die durchsichtigen Wände zeigen kann...
Ja, das die Mieze Schindler wie auch Direktor Paul Wallbaum rein weiblich blüht, habe ich zum Glück auch mitbekommen. Ich wäre durchaus bereit mich trotzdem auf beide Sorten einzulassen, insbesondere, wenn der Geschmack wirklich so umwerfend sein soll! Jedoch frage ich mich, welche Sorte als Befruchtersorte besonders gut geeignet wäre UND zudem meinen Geschmack trifft (Senga Sengana soll ja geschmacklich eher so durchschnitt sein, von dem was ich zumindest so gehört habe, was nicht viel ist)
Zudem ob die Insekten, die jährlich in das Gewächshaus eindringen für die Befruchtung ausreichen oder ob man im Zweifelsfall irgendwie selber nachhelfen kann?
Das die Mieze Schindler sehr weich und nicht lagerfähig ist, stört mich absolut nicht... das mit den wenig Früchten ist halt nur in soweit beunruhigend für mich, da ich mir an sich ja unsicher bin, wie viele Pflanzen ich in dem gezeigten Gewächshaus am besten unterbringen kann?
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Mieze Schindler ist geschmacklich sicher die Top-Erdbeere. Die Befruchtersorte ist für den Geschmack völlig egal. Sie müssen nur gleichzeitig blühen.
Ich würde dir noch die Mara des Bois empfehlen. Die ist absolut lecker und gibt fast den ganzen Sommer über Früchte. Das wäre auch ein guter Befruchter für Mieze Schindler.
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Mara de Bois ist eine super Sorte, fruchtet bis in den Dezember und schmeckt nach Walderdbeere.
Schon doppelt empfohlen...
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Mara de Bois ist eine super Sorte, fruchtet bis in den Dezember und schmeckt nach Walderdbeere.
Ja, davon habe ich auch gehört. Sie soll ja aber leider ziemlich anspruchsvoll sein, was die Erde und den Standort betrifft und zudem wenig Ableger bilden (wo ich mich dann frage, wie ich sie am besten vermehren soll ohne neue kaufen zu müssen). Zudem wird meist ja auch nur gesagt, dass sie nach Walderdbeere schmeckt, ist sie aber auch wirklich sehr süß? Bzw. die Früchte im November und Dezember sollten ja dann nicht mehr so wirklich prickelnd sein?
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die Früchte im November und Dezember sollten ja dann nicht mehr so wirklich prickelnd sein?
Ja, da hast Du wohl recht! Das ist zum Beispiel bei Kirschen und Spargel auch so ein Problem, da sind die Ernten im November und Dezember auch nicht mehr wirklich befriedigend... ;D
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Servus Witan,
zum Thema "Erdbeer-Wiese": vor einigen Jahren habe ich ein paar "Florika" Pflänzchen geschenkt bekommen. Die haben sich stark vermehrt und gedeihen bei uns prächtig im Halbschatten (nur vormittags Sonne). Der Boden ist ziemlich kompakter Lehm und ich dünge dort nicht, ist so eine "Wildwuchs-Stelle", dennoch bilden sich viele Ableger.
Als "extrem süß" würde ich sie nicht bezeichnen, eher als "extrem säurearm".
Die Früchte sind klein, zahlreich, haben ein intensives Walderdbeeren-Aroma und duften auch stark danach. Manchmal weht uns der Wind diesen Duftgruß bis vor die Eingangstüre.
Schade das man die verschiedenen Sorten, welche man gerne hätte, nicht vorab kosten kann (zumindest hier nicht, wo ich lebe).
Freundliche Grüße,
Galatea
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Mieze Nova als Nachfolgerin der Mieze Schindler ist auch sehr süss, braucht keinen Bestäuber und ist zumindest hier fast überall zu bekommen.
Ich würde in diese Tröge nur jeweils 2 Pflanzen setzen.
Zum Glashausanbau kann ich nix sagen, da sind bei mir nur Tomaten drinnen, alles andere bekommt früher oder später Läuse.
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Wädenswil 6 ist so ziemlich das beste, was ich selbst geerntet habe. Ich mag auch süße Erdbeeren.
Das geht so in Richtung Mieze Schindler, jedoch hängt bedeutend mehr dran und die Beeren sind größer.
Polka fällt mir dazu auch noch ein, wie schon oben genannt. Sie ist sehr robust, auch eher weich und süß.
Zuckerkönigin gibt's auch noch, da hängt aber auch wenig dran, sehr süß.
Lambada, Mara des Bois und anderen modernen Sorten wars bei mir zu trocken.
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zum Thema "Erdbeer-Wiese": vor einigen Jahren habe ich ein paar "Florika" Pflänzchen geschenkt bekommen. Die haben sich stark vermehrt und gedeihen bei uns prächtig im Halbschatten (nur vormittags Sonne). Der Boden ist ziemlich kompakter Lehm und ich dünge dort nicht, ist so eine "Wildwuchs-Stelle", dennoch bilden sich viele Ableger.
Als "extrem süß" würde ich sie nicht bezeichnen, eher als "extrem säurearm".
Die Früchte sind klein, zahlreich, haben ein intensives Walderdbeeren-Aroma und duften auch stark danach. Manchmal weht uns der Wind diesen Duftgruß bis vor die Eingangstüre.
Danke für diesen Hinweis! Ich habe selber mit dem Gedanken gespielt "Florika" draußen anzusiedeln... extrem süß wäre natürlich besser, aber Waldbeeren-Aroma und säurearm ist auch schonmal was.
Mieze Nova als Nachfolgerin der Mieze Schindler ist auch sehr süss, braucht keinen Bestäuber und ist zumindest hier fast überall zu bekommen.
Von der Mieze Nova habe ich auch bereits gelesen, jedoch soll sie ja im Vergleich zur Mieze Schindler an Aroma und Süße eingebüßt haben?
Ich würde in diese Tröge nur jeweils 2 Pflanzen setzen.
Nur 2 Pflanzen hört sich echt wenig an :-\ Ich hatte ja bereits damit gerechnet, dass ich da kaum was anpflanzen werden kann... aber bei nur 2 Pflanzen pro Abschnitt und dann noch einer so ertragsschwachen Sorte wie Mieze Schindler... kann ich da überhaupt noch mit nennenswertem Ertrag rechnen? Ich hatte ja ursprünglich damit gerechnet in so einen Abschnitt schon so 6 Pflanzen setzen zu können, zumindest hat das bei Tomaten immer gut geklappt...
Wädenswil 6 ist so ziemlich das beste, was ich selbst geerntet habe. Ich mag auch süße Erdbeeren.
Das geht so in Richtung Mieze Schindler, jedoch hängt bedeutend mehr dran und die Beeren sind größer.
Danke für die Information! Dann lohnt sich Wädenswil 6 doch an sich deutlich mehr als die Mieze Schindler, weil ja im Gegensatz dazu Selbst-befruchtend, mehr Ertrag und Größer oder gibt es irgendeinen Hacken?
Polka fällt mir dazu auch noch ein, wie schon oben genannt. Sie ist sehr robust, auch eher weich und süß.
Kann Polka denn geschmacklich mit den anderen mithalten? Habe da jetzt eher weniger was von viel süß0e bei der Sorte gelesen.
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Vielleicht erstmal von jeder Sorte nur eine Pflanze ? Dann kannst du selber probieren, was deinem Gaumen schmeckt und welche Sorte sich unter deinen Bedingungen wohlfühlt.
An meiner Erdbeerwiese hatten nur die Schnecken ihren Spaß, für mich blieb nichts mehr übrig.
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Vielleicht erstmal von jeder Sorte nur eine Pflanze ? Dann kannst du selber probieren, was deinem Gaumen schmeckt und welche Sorte sich unter deinen Bedingungen wohlfühlt.
Diese Idee hatte ich auch schon im Kopf, aber wenn ich nach Aussagen pro Kübel eh nur 2 Pflanzen setzen sollte, kriege ich nicht einmal alle Sorten, die mich interessieren würden in das Gewächshaus... Ansonst ist die Idee echt gut.
Kennt sich denn jemand darin aus, wo man am besten günstig Land erwerben kann, das einigermaßen für etwas größeren Erdbeeranbau für den Eigenbedarf geeignet ist? Ich lebe ja auf dem Land und ringsum gibt es sehr viele freie Flächen, ich habe mich nur nie groß damit beschäftigt... reicht es da eine einfache Wiese zu erwerben oder sollte man da schon was spezielleres nehmen und wenn ja wo am besten soetwas erweben?
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Ich muss sagen die Mieze Schindler kenne ich nicht. Denke ich. Ich hatte mal eine No Name alte Erdbeersorte bekommen und jahrelang weitervermehrt. Da waren die relativ kleinen Beeren so süss, dass sie schon bittersüss waren. Marmelade damit zu machen war nicht einfach. Es wäre ohne Zucker gegangen. Die lasse ich jetzt aber auslaufen, weil die Mieze Nova deutlich größere Beeren bringt und auch schön süss ist. Ich finde sie sehr gut.
Nein, gib nicht mehr als 3 Erdbeeren da rein. Wenn sie zuwenig Platz haben kann ja kein schöner Horst draus werden.
Je weniger umso mehr Erdbeeren wirst Du bei guter Pflege ernten.
Meine Schwester bestaunt immer meine Erdbeeren. Sie pflanzt sie zu eng, und ist auch beim Ausläufer wegmachen schlampig. Das heisst es ist alles viel zu eng beinander und der Ertrag lässt sehr zu wünschen übrig.
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Nein, gib nicht mehr als 3 Erdbeeren da rein. Wenn sie zuwenig Platz haben kann ja kein schöner Horst draus werden.
Je weniger umso mehr Erdbeeren wirst Du bei guter Pflege ernten.
Meine Schwester bestaunt immer meine Erdbeeren. Sie pflanzt sie zu eng, und ist auch beim Ausläufer wegmachen schlampig. Das heisst es ist alles viel zu eng beinander und der Ertrag lässt sehr zu wünschen übrig.
Ich habe halt gelesen, dass man je nach Sorte enger setzen kann. Z.B. angeblich Lambada enger gesetzt werden kann...
Aber ich finde immer nur Splitterinformationen im Internet und bin ja selber ein Laie, also fällt es mir schwer da eine Entscheidung zu treffen.
Ich sorge mich halt, dass wenn ich da nur 2-3 Pflanzen setze pro Kübel, die Ernte extrem mickrig ausfällt. Man möchte ja schon bei dem Arbeitsaufwand auch etwas aus der Sache ziehen.
Trotzdem danke für den Hinweis, dann muss ich das ganze Projekt vielleicht überdenken...
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Die Mara de Bois steht bei mir im Hochbeet zwischen allerlei Gemüse und hat sich in einem Jahr stark vermehrt.
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Die Mieze Schindler kann man sicher uneingeschränkt empfehlen. Die Mara des Bois auch; ich habe in dem wettermäßig verrückten Jahr 2018 sogar noch welche Anfang November geerntet. Die Manille, die mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen ist, ist nach meiner Erinnerung ein Abkömmling der Mara des Bois - und zwar ein sehr interessanter!
Nicht billig und nicht sehr ertragreich, aber im Geschmack etwas ganz Besonderes ist die Moschuserdbeere "Schöne Wienerin". Kann ich sehr empfehlen; ist aber schon auch Liebhaberei.
Gruß
BR
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Meine Nummer eins unter den Erdbeeren ist ganz klar Mara de Bois.
Die Neue Mieze habe ich erst seit einem Jahr aber die macht sich auch sehr gut. Neben Waedenswil 6 macht mir noch die Maikoenigin und der Schwarze Peter Freude, aber eher als Exoten. Im Garten sind mir die einmalfruchtenden ganz Recht, da hat das Ringen mit dem Schneckenvolk auch wieder ein Ende. Auf dem Balkon ist mir Mara de Bois lieber, sie moechte aber regelmaessig in neue Erde.
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(So richtige gespannt bin ich aber auf diese hier: die erste, die Blueten schiebt von allen und ein eigener Saemling einer fantastisch leckeren Erdbeere aus einem Erdbeerkoerbchen von einem hiesigen Flohmarkt (evtl. Mieze Schindler) - blueht heuer das erste Mal!)
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Nach den ersten beiden Jahren Erdbeerbeet habe ich letzten Sommer nun ein neues angelegt.
Aus der Sortenwahl vom ersten Beet habe ich für das neue Beet aus geschmacklichen Gründen nur die Senga Sengana rausgehauen, ich fand sie trotz Vollreife überhaupt nicht süß sondern sehr säuerlich mit seltsamen Aroma. Mehr als für Marmelade haben die nicht getauft.
Beerenwunder als Frühsorte war gut und auch schön süß, für sie steht nun aber die Lambada, deren Eigenschaften muss ich aber erst noch abwarten.
Alle anderen Sorten habe ich aber übernommen, dies waren Korona, Elsanta, Polka und Symphony. Das waren geschmacklich alles fantastische Erdbeeren die sehr süß, aromatisch und saftig waren.
Eine Sorte möchte ich noch besonders hervorheben, dies ist die Honeoye, so gute Erdbeeren habe ich noch nie gegessen. Der Ertrag ist zwar nicht so hoch wie bei den vier anderen oben aber geschmacklich eine Sensation. Zuckersüß und wahnsinnig aromatisch. Bild von der Sorte habe ich unten eingefügt.
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Ich denke, es ist kein Zufall, dass hier die ganzen sehr süßen Sorten als gleichzeitig recht ertragsschwach beschrieben werden, während die Senga - jahrzehntelang die Standardsorte für die Massenernte - eher auf der säuerlichen Seite ist und den Zucker der Marmelade braucht...
Auch eine Erdbeerpflanze kann nunmal nur eine bestimmte Menge an Zucker und sonstigen Aromastoffen bilden und auf je mehr Früchte sich diese verteilen, je weniger süß und aromatisch werden die Früchte nunmal...
Also muss man sich wohl entscheiden - Masse oder Klasse - und ich habe die Mieze für die leckeren Früchte direkt in den Mund und die Senga als Befruchter und als Massenträger für Marmelade :)
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Mara de Bois im November
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Witan, im ersten Jahr wird die Ernte sowieso dürftig sein. Aber im zweiten dann... ;) :D Und dann muss man eh schon wieder Ableger topfen und nach der Ernte die neuen Pflänzchen setzen. Ich habs ausprobiert,- im dritten Jahr geht der Ertrag sehr zurück. Wenn man immer eine etwa gleichbleibende Ernte möchte sollte man zugleich 1jährige Pflanzen haben und 2jährige. Ich habe 4 Beete. Davon rode ich jedes Jahr 2 und mach von den Ablegern im August zwei neue Beete.
Ausprobiert hab ich einige Sorten, Korona hab ich nur verkostet, sie hat gleich wieder gehen müssen, gar nicht unser Geschmack.
Geblieben bin ich bei Mieze Nova und Honeyoe. Sie hat im zweiten Jahr wirklich sehr schöne Früchte, sie ist etwas später reif als Mieze Nova. Wirklich süss ist sie allerdings nur wenn sie schön dunkelrot ausgereift ist. Mieze Nova ist auch heller rot schon süss.
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Danke schonmal für die zahlreichen Antworten! :) Es verbleiben aber weiterhin noch einige Fragen von meinem ersten Post offen... vielleicht findet sich da ja noch jemand, der die Antworten kennt.
Die Mara de Bois steht bei mir im Hochbeet zwischen allerlei Gemüse und hat sich in einem Jahr stark vermehrt.
Scheint ja auf dem Foto wirklich enger gepflanzt zu sein... Fruchten sie trotzdem gut? Mache mir halt immer noch Gedanken, inwieweit sich dann bei mir der Aufwand lohnen würde, wenn man nur 2-3 Pflanzen pro Kübel setzen sollte :-\
Die Mieze Schindler kann man sicher uneingeschränkt empfehlen. Die Mara des Bois auch
Die beiden werden ja auch eindeutig sehr stark empfohlen, werde diese also wohl sicher anpflanzen. Ich würde nur echt gerne Mal mehr über die Sorten Direktor Paul Wallbaum und Hansa erfahren. Im Internet werden sie ja als noch besser als Mieze Schindler beworben, kann das jemand hier bestätigen oder gibt es einen anderen Hacken bei den beiden Sorten? Die Wädenswil 6 wird auch oft als geschmacklich gleichwertig zur Mieze Schinder dargestellt, kann das auch jemand bestätigen?
Die Manille, die mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen ist, ist nach meiner Erinnerung ein Abkömmling der Mara des Bois - und zwar ein sehr interessanter!
Nach dem Internet eine Züchtung aus der Sorte Marionnet. Wieso interessant?
Nicht billig und nicht sehr ertragreich, aber im Geschmack etwas ganz Besonderes ist die Moschuserdbeere "Schöne Wienerin". Kann ich sehr empfehlen; ist aber schon auch Liebhaberei.
Ich habe bereits überlegt diese Sorte draußen verwildern zu lassen, bin mir aber noch unsicher, welche Sorte/n für draußen als zuckersüße und aromatische Erdbeerwiese am besten wäre.
Neben Waedenswil 6 macht mir noch die Maikoenigin und der Schwarze Peter Freude, aber eher als Exoten.
Wieso nur als Exoten und nicht regulär? Zu wenig Ertrag oder zu mühsam?
Im Garten sind mir die einmalfruchtenden ganz Recht, da hat das Ringen mit dem Schneckenvolk auch wieder ein Ende. Auf dem Balkon ist mir Mara de Bois lieber, sie moechte aber regelmaessig in neue Erde.
Schnecken sind bei mir im Gewächshaus zum Glück kein Thema, jedoch soll Mara de Bois doch wenige Ableger bilden, die oft wechseln zu lassen sollte ohne Neukauf ja schwer sein...
Alle anderen Sorten habe ich aber übernommen, dies waren Korona, Elsanta, Polka und Symphony. Das waren geschmacklich alles fantastische Erdbeeren die sehr süß, aromatisch und saftig waren.
Eine Sorte möchte ich noch besonders hervorheben, dies ist die Honeoye, so gute Erdbeeren habe ich noch nie gegessen. Der Ertrag ist zwar nicht so hoch wie bei den vier anderen oben aber geschmacklich eine Sensation. Zuckersüß und wahnsinnig aromatisch. Bild von der Sorte habe ich unten eingefügt.
Naja, die genannten Sorten scheinen ja eher zu den üblicheren zu zählen. Ich möchte natürlich nicht vorschnell Urteilen, kenne ja keine davon selber, aber wenn man sich sogar so manche Sternebewertung der Verkäufer auf Basis von Geschmack zu jenen Sorten anschaut, werden diese dort meist mit 2-3 von 5 Sternen bewertet, während Mieze Schindler oder Mara des Bois auf 5 kommen. Würde mir diese Sorten also höchstens zum Vergleichstest anschaffen.
Ich denke, es ist kein Zufall, dass hier die ganzen sehr süßen Sorten als gleichzeitig recht ertragsschwach beschrieben werden, während die Senga - jahrzehntelang die Standardsorte für die Massenernte - eher auf der säuerlichen Seite ist und den Zucker der Marmelade braucht...
Auch eine Erdbeerpflanze kann nunmal nur eine bestimmte Menge an Zucker und sonstigen Aromastoffen bilden und auf je mehr Früchte sich diese verteilen, je weniger süß und aromatisch werden die Früchte nunmal...
Also muss man sich wohl entscheiden - Masse oder Klasse - und ich habe die Mieze für die leckeren Früchte direkt in den Mund und die Senga als Befruchter und als Massenträger für Marmelade :)
Das ist wohl durchaus verständlich. Ich suche wie gesagt auch nur nach wirklichen Geschmackswundern, aromatisch und zuckersüß, nur direkt für den Frischverzehr! An Marmeladen etc. bin ich absolut nicht interessiert.
Witan, im ersten Jahr wird die Ernte sowieso dürftig sein. Aber im zweiten dann... ;) :D Und dann muss man eh schon wieder Ableger topfen und nach der Ernte die neuen Pflänzchen setzen. Ich habs ausprobiert,- im dritten Jahr geht der Ertrag sehr zurück. Wenn man immer eine etwa gleichbleibende Ernte möchte sollte man zugleich 1jährige Pflanzen haben und 2jährige. Ich habe 4 Beete. Davon rode ich jedes Jahr 2 und mach von den Ablegern im August zwei neue Beete.
Ja, dem ist mir durchaus schon bewusst :) Ich plane aber neben ein paar Testsorten, erstmal vor allem auf Frigopflanzen zu setzen, da diese ja noch im selben Jahr gute Erträge liefern sollen. Zudem
soll das mit dem Ertrag pro Jahr ja auch Sortenabhängig sein, weswegen ich mir echt mehr Informationen zu den einzelnen Sorten in irgendeinem Archiv/LAuflistung oder so wünschen würde... ich kann nur sagen, dass z.B. die Sorte "Madame Moutot" 15 Jahre konstante Erträge bringen soll, zumindest nach einer Internetquelle. Wäre echt toll wenn es ein detailiertes Archiv zu Erdbeersorten geben würde... bisher habe ich aber noch nichts im Internet gefunden...
Bei der Mieze Nova bin ich mir halt immernoch unsicher... es gibt Leute im Internet, die meinen sie hätte zugunsten ihrer neuen Fähigkeiten, wie selbstfruchtbarkeit, größere Früchte etc. an Geschmack eingebüst im Vergleich zur Mieze Schindler, etwas, was ich wie gesagt auf jeden Fall meiden möchte, bei meiner Wahl, also maximal eine Testpflanze.
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Die Mara wird nicht so groß, daher habe ich sie mit etwas Abstand nach Gefühl gepflanzt. Wenn du Platz hast, kannst du die Ableger gleich daneben fixieren, so füllt sich der Zwischenraum der Reihen.
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Das mag komisch klingen, letztes Jahr haben wir Mieze Schindler Erdbeeren im Baumarkt gekauft und im Kübel auf unseren Südbalkon gepflanzt. Sie haben einige Früchte getragen, aber wir fanden sie eher wässrig und mit wenig Aroma. Ob uns keine echte Mieze Schindlers verkauft worden sind oder liegt es womöglich am Substrat?
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Das mag komisch klingen, letztes Jahr haben wir Mieze Schindler Erdbeeren im Baumarkt gekauft und im Kübel auf unseren Südbalkon gepflanzt. Sie haben einige Früchte getragen, aber wir fanden sie eher wässrig und mit wenig Aroma. Ob uns keine echte Mieze Schindlers verkauft worden sind oder liegt es womöglich am Substrat?
Die echte Mieze hat rein weibliche Blüten, d.h. es gibt keine Staubgefäße. Daran kann man sie recht gut erkennen, denn es gibt sonst nur wenige/kaum/keine im Baumarkt erhältlichen Sorten, die rein weiblich sind.
Die Früchte selbst sind irgendwie unrund ;), also etwas verbeult/ausgebeult ;)
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"Die beiden werden ja auch eindeutig sehr stark empfohlen, werde diese also wohl sicher anpflanzen. Ich würde nur echt gerne Mal mehr über die Sorten Direktor Paul Wallbaum und Hansa erfahren. Im Internet werden sie ja als noch besser als Mieze Schindler beworben, kann das jemand hier bestätigen oder gibt es einen anderen Hacken bei den beiden Sorten? Die Wädenswil 6 wird auch oft als geschmacklich gleichwertig zur Mieze Schinder dargestellt, kann das auch jemand bestätigen?"
Paul Wallbaum ist ein Nachkömmling der Mieze. Mich beeindruckt er nicht besonders. Aus der Familie der Mieze wäre nach meiner Erfahrung am ehesten die Deutsche Gewürzerdbeere zu empfehlen, die wohl gleichzeitig mit der Mieze gezüchtet, aber nicht kommerzialisiert worden ist. Die ist aber nicht ganz billig. Von den modernen Nachkommen gefällt mir die "Neue Mieze" besser als die "Mieze Nova", allerdings waren die Pflanzen in dem verrückten Sommer 2018 recht hitzeempfindlich.
Die Hansa schmeckt mir sehr gut, ist aber nicht mit der Mieze verwandt. Hier darf man nicht den Fehler machen (den ich im ersten Jahr machte) und sie zu früh ernten. Sie wird sehr dunkel, ist dann aber aromatisch. Ich mag sie, würde sie der Mieze aber nicht vorziehen.
Die Manille ist im Vergleich zur Mara des Bois keine remontierende Sorte. Die Früchte sind etwas fester, haben aber ein ähnliches Aroma. Sie sind hier in der Gegend in einem Geschäft einmal zum doppelten Preis normaler Erdbeeren verkauft worden.
Gruß
BR
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Als Ergänzung noch ein Vorschlag:
Man kann auch über das sich vergrößernde Reifefenster nachdenken und Spät- wie Frühsorten in Betracht ziehen.
Als Spätsorte würde ich die Malwina empfehlen, die nach meiner Kenntnis über einen Klon in ihrem Stammbaum auch Elemente der Mieze Schindler in sich trägt. Bei der Malwina ist die Größe der Pflanze zu beachten: Die kann bei guten Bedingungen schon beachtlich sein.
Bei den Frühsorten bin ich nach mancherlei Versuchen bei der Daroyal gelandet, einer modernen Sorte aus Frankreich. In Punkto Geschmack überzeugt sie sich mehr als die im Erwerbsanbau verbreitete Cleri aus Italien. Meine Versuche mit historischen Frühsorten wie Deutsch Evern oder Reusraths Allerfrüheste haben mich nicht recht überzeugt. Besser ist im Zweifel noch Macherauchs Marieva, die bei mir früh reift, aber doch schwächer als die Daroyal ist.
Gruß
BR
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Sie haben einige Früchte getragen, aber wir fanden sie eher wässrig und mit wenig Aroma.
Kann so etwas bei der Mieze Schindler wirklich passieren oder handelt es sich wirklich um eine andere Sorte? Wenn es auch bei ihr passieren kann: Wie verhindert man soetwas?
Ich habe mir selber vor paar Tagen in einem allseits bekanntem Fachhandel ein paar Mieze Schindler Pflanzen (zusammen mit der Befruchtersorte Senga Sengana, wobei mir diese nicht als wirklich gut geeignet erscheint) gekauft, solange ich noch auf meine Internetbrestellung warte. Auffallend ist nun bereits, dass jetzt bereits die Mieze Schindler blüht, was mich extrem verwirrt hat, da die doch im Fachhandel sicher keine Frigopflanzen verkaufen? Die Senga Sengana blüht natürlich noch nicht und ich weiß aktuell nicht, was ich tun soll? Die Blüten wegschneiden? Kommen dann noch welche nach deutlich später?
Paul Wallbaum ist ein Nachkömmling der Mieze. Mich beeindruckt er nicht besonders.
Darf man erfahren warum? Die Sorte wird ja sonst immer extrem hochgelobt.
Die Deutsche Gewürzerdbeere habe ich mir auch bereits bestellt, ebenso Hansa. Ich habe im Internet zwar 2 Seiten gefunden, welche die Manille verkauft haben, aber jetzt extra für diese eine Sorte kein Konto erstellt. Vielleicht nächstes Jahr oder noch im Spätsommer...
Als Ergänzung noch ein Vorschlag:
Man kann auch über das sich vergrößernde Reifefenster nachdenken und Spät- wie Frühsorten in Betracht ziehen.
Als Spätsorte würde ich die Malwina empfehlen, die nach meiner Kenntnis über einen Klon in ihrem Stammbaum auch Elemente der Mieze Schindler in sich trägt. Bei der Malwina ist die Größe der Pflanze zu beachten: Die kann bei guten Bedingungen schon beachtlich sein.
Bei den Frühsorten bin ich nach mancherlei Versuchen bei der Daroyal gelandet, einer modernen Sorte aus Frankreich. In Punkto Geschmack überzeugt sie sich mehr als die im Erwerbsanbau verbreitete Cleri aus Italien. Meine Versuche mit historischen Frühsorten wie Deutsch Evern oder Reusraths Allerfrüheste haben mich nicht recht überzeugt. Besser ist im Zweifel noch Macherauchs Marieva, die bei mir früh reift, aber doch schwächer als die Daroyal ist.
Ich habe mich jetzt Mehrheitlich für Mieze Schindler, Mara des Bois und Lambada entschieden. Nebenher noch zahlreiche einzelne alte Sorten, wie oben bereits erwähnt.
Ich habe zudem ein Video gesehen, wie ein Fachmann für Erdbeeren diese in ähnlichen Kübeln wie meinen recht eng gesetzt hat. Er hat es damit begründet, dass zwar ein Abstand vorherrschen sollte, aber man beim Kübelanbau keinen Gehweg zwischen den Reihen benötigt und die Früchte bei richtig gesetzten Pflanzen auch nicht am Boden liegen, sondern größtenteils in der Luft am Kübelrand hängen und auch die Blätter der Pflanze nach außen mehr Freiraum haben. Der Rand der Kübel kann also recht vollgepflanzt werden, nur die Mitte sollte dementsprechend nicht zu stark besetzt sein. Ich habe mich dementsprechend für 5 Pflanzen pro Kübel entschieden, da es sich bei meinen Kübeln ja auch um die größten im Handel erhältlichen handelt.
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Paul Wallbaum ist schon okay, nur ist er für mich geschmacklich keine Verbesserung gegenüber der Mieze. Aber das ist eine persönliche Einschätzung. Außerdem haben meine Pflanzen nicht reichhaltiger getragen als die Mieze. Aber man findet hier im Forum auch andere Erfahrungen. Vielleicht hast Du mit dem Direktor mehr Erfolg als ich.
Als erste Erdbeeren blühen bei mir dieses Jahr Manille und Königin Luise... Im vergangenen Jahr war auch die Hansa sehr früh dran.
Gruß
BR
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Neben Waedenswil 6 macht mir noch die Maikoenigin und der Schwarze Peter Freude, aber eher als Exoten.
Wieso nur als Exoten und nicht regulär? Zu wenig Ertrag oder zu mühsam?
Die beiden haben bei mir bisher nicht viel getragen, und halt nur einmal. Aber vielleicht kommt das dieses Jahr noch besser.
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Finde die weisse Ananas süss und aromatisch, dazu macht sie sich noch gut mit ihrer weissen Farbe.
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Weiß hier niemand, wie ich mit der jetzt schon allein blühenden Mieze Schindler verfahren sollte (siehe mein vorheriger Beitrag)?
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... das ist ja blöd :(
Erfahrungen habe ich keine, da meine Miezen im Beet immer brav zusammen mit anderen Sorten blühen... wenigstens kannst Du anhand der Blüten schon mal schauen, ob es wirklich rein weibliche Blüten sind ::) ... vielleicht bei einem Teil der Pflanzen die Blüten wegschneiden und auf eine kleine Nachblüte hoffen und sich ansonsten auf das nächstes Jahr freuen ;)
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Habe gerade im Obstgarten nach blühenden Erdbeeren Ausschau gehalten. Die Mieze braucht definitiv noch Zeit.
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Die Mieze braucht definitiv noch Zeit.
Das wundert mich ja eben... wurde aber im genannten Fachmarkt als Mieze Schindler verkauft, noch sind die Blüten zu klein und geschlossen um es zu bewerten, bei einigen sieht man aber schon leicht die weißen Blütenblätter...
Einzige Erklärung wäre für mich das es Frigopflanzen wären, die man früh eingetopft hat und dann in den Handel geschickt, aber würde man das im Fachhandel wirklich so tun?
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Angeregt durch die hier beschriebenen Erdbeersorten hab ich letzten Samstag beim Dehner "Hummi Aroma Auslese", "Honeoye" - (nicht verschrieben), und "Mize Schindler" gekauft. Was anderes oder besseres gab es nicht. Bin mal gespannt, ob diese Sorten anders sind, als Kindheitserinnerungen an köstliche Erdbeernaschereien noch vor der Ernte !? ;D
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Die "Mieze Schindler" aus dem Fachhandel blüht nun schon und hat eindeutig sowohl männliche als auch weibliche Blütenteile... kann also keine echte Mieze Schindler sein, obwohl es genau so da steht auf dem Etikett.
Was mir aufgefallen ist, ist das dort "Mieze Schindler (HZ)" steht. Hat das "HZ" irgendeine Bedeutung?
Zudem kamen jetzt auch die Frigopflanzen eines bekannteren "Profi" Onlinehandels an. Ich selber muss sagen, ich weiß nicht ob die "Powerplug Pflanzen" wirklich irgendeinen Vorteil gegenüber den normalen Frigopflanzen haben... sie kamen mit extrem vielen alten Pflanzenresten zwischen Herz und Blättern an, zum Teil auch Unkräutern, die dazwischen wucherten, wie z.B. kleine Brennesel-Pflanzen... aber einige hatten sogar merkwürdige weiße, fast durchsichtige Würmchen mit schwarzem Kopf zwischen dem Dreck und Wurzeln der Pflanzen... sind das nun konstruktive Destruenten oder aber Schädlinge? Hab da im Internet beides als Aussage gefunden...
Ich habe auch einen anderen Onlinehandel genutzt uns muss sagen, dass ich wohl nicht mehr bei diesem "Profi" handel einkaufen würde, so wie die Qualität da aussieht.
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Die "Mieze Schindler" aus dem Fachhandel blüht nun schon und hat eindeutig sowohl männliche als auch weibliche Blütenteile... kann also keine echte Mieze Schindler sein, obwohl es genau so da steht auf dem Etikett.
Was mir aufgefallen ist, ist das dort "Mieze Schindler (HZ)" steht. Hat das "HZ" irgendeine Bedeutung?
Zudem kamen jetzt auch die Frigopflanzen eines bekannteren "Profi" Onlinehandels an. Ich selber muss sagen, ich weiß nicht ob die "Powerplug Pflanzen" wirklich irgendeinen Vorteil gegenüber den normalen Frigopflanzen haben... sie kamen mit extrem vielen alten Pflanzenresten zwischen Herz und Blättern an, zum Teil auch Unkräutern, die dazwischen wucherten, wie z.B. kleine Brennesel-Pflanzen... aber einige hatten sogar merkwürdige weiße, fast durchsichtige Würmchen mit schwarzem Kopf zwischen dem Dreck und Wurzeln der Pflanzen... sind das nun konstruktive Destruenten oder aber Schädlinge? Hab da im Internet beides als Aussage gefunden...
Ich habe auch einen anderen Onlinehandel genutzt uns muss sagen, dass ich wohl nicht mehr bei diesem "Profi" handel einkaufen würde, so wie die Qualität da aussieht.
HZ steht für Hochzuchtpflanzgut.
Ich habe einmal Daroyal als "Powerplug" probiert. Die haben ganz gut funktioniert und waren auch qualitativ einwandfrei. Man darf sich nur keine Wunder versprechen, wenn man im März/April Erdbeeren pflanzt und im Juni ernten will. Ist vielleicht in erster Linie eine Marketingsache...
Gruß
BR
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Ist das eine Mieze Schindler? Es wurde als solche 2018 im Baumarkt gekauft. Danke im Voraus!
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Ähm, hättest Du auch ein Bild von der Frucht?
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Ähm, hättest Du auch ein Bild von der Frucht?
Noch nicht, aber sobald es Früchte gibt poste ich hier wieder :)
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Ist das eine Mieze Schindler? Es wurde als solche 2018 im Baumarkt gekauft. Danke im Voraus!
... da ich Staubgefäße sehe, kann es zumindest nicht die ursprüngliche Mieze sein, denn die ist rein weiblich, hat also nur die dicke Narbe in der Mitte. Vielleicht Mieze Nova, aber da müßte man wirklich eine Frucht sehen.
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Mieze Nova habe ich vor drei (oder vier?) Jahren im Baumarkt gekauft, habe grade im anderen Erdbeerthread darüber geschrieben.
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Ich habe selbst keine Erfahrung mit der Nova, habe aber deinen interessanten Bericht über deine Nova gelesen und gerade auch etwas gegoogelt.
Von der Bildern her könnte ich jetzt die Frucht der Nova nicht von anderen Standardsorten unterscheiden, über eine Neigung zum Wuchern habe ich auch nichts gefunden.
Aber wie gesagt - ich habe persönlich keine Erfahrung damit :)
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Über die Sorten kann man streiten. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Die Erdbeere mit Walderdbeeraroma, zuckersüß, robust und ertragreich wie eine Senga Sengana gibt es einfach nicht. Man muss Kompromisse eingehen. Und auch beim Strandort kann nicht jeder Garten das Optimale bieten. Optimal ist so viel Sonne wie möglich. Die süßeste Sorte wird im Schatten von Bäumen oder Hecken nicht süß. Und wenn das Wetter in der Reifezeit nicht mitspielt, es viel regnet und die Früchte keine Sonne bekommen ist das Ergebnis dasselbe. Der Genuss, wirklich frische Erdbeeren zu haben, das ist doch das was den eigenen Erdbeeranbau ausmacht und das Experimentieren mit verschiedenen Sorten.
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Ist das eine Mieze Schindler? Es wurde als solche 2018 im Baumarkt gekauft. Danke im Voraus!
... da ich Staubgefäße sehe, kann es zumindest nicht die ursprüngliche Mieze sein, denn die ist rein weiblich, hat also nur die dicke Narbe in der Mitte. Vielleicht Mieze Nova, aber da müßte man wirklich eine Frucht sehen.
Das habe ich mir auch gedacht. Wobei ich bei anderen Erdbeeren auch zusätzliche schwarze Staubgefässe gesehen habe.
Interessant, dass die D....r Website zu Mieze Schindler eine Blüte zeigt, die genau wie meine aussieht (nur mit den äußeren gelben Staubgefäße).
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... habe mir das Foto auf der Webseite mal angeschaut und in der Tat, da hat sowohl der Fotograf wie auch die Person, die den Text gestaltet hat, mal wieder keine Ahnung gehabt.... die linke, kleinere Blüte ohne Staubgefäße ist die richtige Blüte, die größere rechts irgendeine andere Sorte :)
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Die Frage ist, bereiten solche "fachkundige" Personen auch die Pflanzen zum Verkauf? Ich habe die angebliche Mieze Schindler zwar im Baumarkt gekauft, aber ärgerlich ist es dennoch. Nun habe ich wenigstens eine Erklärung, warum es uns so wässrig und ohne Aroma vorkam.
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... habe mir das Foto auf der Webseite mal angeschaut und in der Tat, da hat sowohl der Fotograf wie auch die Person, die den Text gestaltet hat, mal wieder keine Ahnung gehabt.... die linke, kleinere Blüte ohne Staubgefäße ist die richtige Blüte, die größere rechts irgendeine andere Sorte :)
Manche Anbieter fügen noch eine Befruchtersorte hinzu. Vielleicht gibt's deshalb zwei verschiedene Blüten ;)
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... habe mir das Foto auf der Webseite mal angeschaut und in der Tat, da hat sowohl der Fotograf wie auch die Person, die den Text gestaltet hat, mal wieder keine Ahnung gehabt.... die linke, kleinere Blüte ohne Staubgefäße ist die richtige Blüte, die größere rechts irgendeine andere Sorte :)
Manche Anbieter fügen noch eine Befruchtersorte hinzu. Vielleicht gibt's deshalb zwei verschiedene Blüten ;)
Deh..r - vom dem auch meine Mieze stammt - fügt eine Befruchterpflanze dazu, wahrscheinlich SengaSengana.... aber auf dem Bild von der Mieze Schindler hätte deren Blüte trotzdem nichts zu suchen, schon garnicht so prominent im Mittelpunkt ;)
@LaraE
... fachkundiges Personal ;D ;D ;D ;D ;D - gefühlt das halbe Forum besteht aus Leuten, die teils erst nach Jahren festgestellt haben, dass ihnen - durchaus auch von teuren und seriös wirkenden Anbietern - die falschen Sorten zugesendet wurden.......
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Hallo an alle!
Es ist inzwischen sehr viel Zeit vergangen, seitdem ich diesen Thread hier erstellt habe. Ich habe meine erste Erdbeerernte erlebt und wollte einfach Mal meine ersten Erfahrungen bzw. meine Meinung zu einigen Sorten abgeben.
Ich habe mir ja im Frühling so gut wie alle verfügbaren Sorten von Manfred Hans, Deaflora und Hummibeeren gekauft und auch einige Sorten von Lubera, Pöschke und paar moderne Standardsorten versucht. Es war anfangs wirklich nicht einfach den Erdbeerpflanzen gerecht zu werden. Viele, besonders im Gewächshaus litten an einer bis heute ungeklärten Welke, die schlussendlich zum Kümmerwuchs und vertrocknen von zahlreichen Pfanzen führte, weswegen ich u.a. zu einigen Sorten nicht viel sagen kann. Zum anderen aber auch weil einige Sorten dieses Jahr noch nicht getragen haben, zum anderen wohl aber auch, da ich wohl einige Sorten durch einen fehl eingeschätzten Standort zu wenig Sonne abbekommen haben und eventuell dadurch der eigentliche Geschmack verfälscht wurde.
Schlussendlich kann ich aber sagen, dass ich von der "Mieze Schindler" und auch zu meiner Überraschung von der "Moschata x Ananassa" komplett begeistert bin.
Die Mieze Schindler trifft absolut das Geschmacksprofil, was ich mir gewünscht habe und hatte bei mir, anders als oft zu hören, recht hohen Ertrag.
Ich hatte gleich mehrere pflanzen von einem Anbieter im Gewächshaus, ich muss aber auch dazusagen dass ich eine einzelne Mieze Schindler von Manfred Hans hatte, die ich draußen gesetzt hatte und die dort, eventuell wegen zu schattiger Lage, einen recht langweiligen Geschmack hatte. Die Moschata x Ananassa hatte trotz schattiger Lage unglaublich gute Früchte, leider nur sehr wenige dieses Jahr, war aber auch nur eine Pflanze.
Die Mara des Bois war für mich geschmacklich Ok aber nichts umhauendes, dennoch im Vergleich zu anderen überdurchschnittlich und dazu noch immertragend, weswegen ich sie, allein zur Bestäubung der Mieze Schindler behalten werde.
Die Lambada, welche überall als die süßeste Erdbeere vermarktet wird, war zwar durchaus im Gewächshaus süß, hatte auch große Früchte, jedoch einen wirklich geringen Ertrag und noch dazu, zumindest für mich einen seifigen Nachgeschmack in Richtung Spülmittel und total langweilige Geschmacksaromen, weswegen ich diese Sorte in Zukunft nicht weiterführen werde. Alle anderen Modernen Sorten haben für mich komplett versagt, sind entweder direkt eingegangen oder hatten einen absolut uninteressanten Geschmack (Malwina, Polka, Daroyal, Sonata sind sofort eingegangen; Florence und Korona haben trotz Frigopflanzen nicht getragen; Salsa ist geschmacklich eine Zumutung, Ostara relativ langweilig meiner Meinung)
Alle alten Sorten von manfred hans und deaflora habe ich draußen gepflanzt, dort sind zwar fast keine eingegangen, aber ich bereue dennoch die Lage, die sich doch nachdem die Bäume Blätter trugen als sehr schattig erwiesen hat, weswegen sicher der Geschmack stark verfälscht wurde und ich daher allen alten Sorten nochmal in anderer Lage eine zweite Chance geben möchte. Viele der alten Sorten haben noch gar nicht getragen, aber von denen, die getragen haben hat mir wie gesagt bis auf die Moschata x Ananassa keine zugesagt. Die hoch gelobte Gewürzerdbeere, Hansa, Direktor Paul Wallbaum, Wädenswil etc. total langweilig vom Geschmack. Aber wie gesagt kann ich mir das fast nicht vorstellen das dem ihr wahres Geschmaksprofil ist und ich es eifnach in anderer Lage nochmal versuchen muss.
Dennoch möchte ich Mal in dem Zusammenhang fragen, wer mir aus eigener Erfahrung andere Sorten empfehlen könnte, die geschmacklich an die Mieze Schindler oder Moschata x Ananassa rankommen? Da wäre ich echt sehr dankbar!
Ich habe auch im Frühjahr die Mieze Nova und Neue Mieze von Hummi angepflanzt, beide jedoch noch nicht getragen. Von der Mieze Nova habe ich schon relativ viel entäuschendes gelesen, mich würde aber insbesondere bei der Neuen Mieze von Hummi interessieren, wie da so die Erfahrungen sind? Ist sie geschmacklich wirklich ebenbürtig zur Mieze Schindler und bietet sonst nur Verbesserungen? Kann die "Praline" oder "Aroma" von Hummi da auch rankommen?
Erwähnenswert wäre auch die Erdbeere Atlantis, die ich zwar noch nicht probieren konnte, die bei mir aber extrem kräftig gewachsen ist und unzählbar viele Ausläufer gebildet hat. Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich diese weiternutzen sollte und wollte Mal fragen, ob jemand schon geschmackliche Erfahrung mit der Atlantis gemacht hat? Kommt die an die Mieze Schindler ran?
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Ich habe einmal eine Verkostung von Erdbeeren im Freundeskreis gemacht, bei der die Mieze und die Neue Mieze am besten abgeschnitten hatten. Bei mir haben sich im sehr heißen Jahr 2018 die Pflanzen der Neuen Mieze allerdings als empfindlich erwiesen, während die Mieze wie Unkraut weiter wuchs. Da dies aber nur eine Beobachtung aus einem Jahr ist, weiß ich nicht, ob sie verallgemeinert werden kann. Die Deutsche Gewürzerdbeere ist geschmacklich sehr nahe an der Mieze, was kein Wunder ist, da es sich ja um Schwestersorten halten soll. Auch in ihrem Wuchsverhalten sind sie sich sehr ähnlich. Der Ertrag der Mieze und der Deutschen Gewürzerdbeere übertrifft bei mir den Ertrag der Neuen Mieze deutlich - aber wiederum gilt die Einschränkung, dass ich die Neue Mieze erst seit 2018 habe und der Beobachtungszeitraum noch zu klein für endgültige Urteile ist.
Bei meiner Verkostung blieben alle anderen Sorte hinter der Mieze & ihren Verwandten zurück. Aber das heißt nicht, dass sie alle schlecht schmecken. Einige moderne Sorten von Hummi finde ich schon sehr gut, aber auch die Königin Luise und ein paar französische Sorten wie Manille und Gariguette. Die Malwina finde ich als Spätsorte auch sehr gut und als Frühsorte bin ich nach mancherlei Versuchen bei der Daroyal geblieben.
Gruß
BR