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Garten- und Umwelt => Atelier => Thema gestartet von: Mufflon am 04. April 2019, 11:32:52
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Vor 15 Jahren haben Jugendliche unsere Nordwand am Haus mit Farbe bekleckert.
Der Besitzer, der mittlerweile verstorben ist, wollte einfach den Efeu drüberwachsen lassen.
Wie man sieht, hat das nicht geklappt.
(https://up.picr.de/35432704lv.jpg)
Gärtnerisch habe ich fast völlig frei Hand.
Das Fensterbrett ist auf Höhe 1,70m.
Das Beet darunter ist nur 40cm tief.
Ich bin für alle Vorschläge dankbar.
Sonne fällt dort nur morgens drauf, bis ca. 10°°
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Wie feucht ist es denn da? Ich vermute, direkt an der Wand eher trocken, ansonsten nicht ganz so.
Was für Boden: Bauschutt? Kalkhaltig?
Ich vermute, du suchst nach einem passenden (immergrünen) Gehölz?
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Der Efeu schafft das schon noch, sieht doch schon gut aus.
In diese Lücke passt natürlich ein Gehölz gut - Sichtschutz - dann also immergrün - eine Eibe??
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Eine wäre einfach und unkompliziert.
Ebenso Prunus lusitanica.
Aber ein solcher Standort müsste sich auch für etwas Besonderes eignen.
In der Klimazone: Eine Kamelie z. B.
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Der Standort ist an sich trocken, allein schon, weil der Efeu haushoch wächst.
Egal wie oft ich Triebe dorthin leite, die wachsen nicht fest und sterben irgenwann ab.
Der Boden ist lehmhaltig.
Edit sagt, kein Bauschutt unten drunter, so ziemlich die einzige Stelle rund ums Haus.
Kamelie wäre schön, aber reicht der echt so wenig Sonne?
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Eine Kletterhortensie hätte das besser geschafft.
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Auf die Schnelle im Schneegestöber ein Foto: 'Back Lace'
Nordseite vom Haus, Ecke vom Hauseingang, verbesserter Lehmboden, zur Straße hin abschüssig und im Sommer nicht sehr feucht, muss ab und an mal gegossen werden.
Steht dort den zweiten Winter, war beim Pflanzen gut 1 m hoch, hat letzten Sommer kräftig getrieben und blüht jetzt gerade sehr schön.

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Sehr schön! :D
Das würde die Wand definitiv aufwerten.
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Auswahl an Sorten hättest du jedenfalls genug.
Die Fachleute hier im Forum werden dir sicherlich Vorschläge machen, die für eine ganze Kamelienwand reichen werden! ;)
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Sehr schön! :D
Das würde die Wand definitiv aufwerten.
Würde auch zu dem Blau passen 8)
Aber ohne Ironie: Da diese Farbe ja offenbar sehr langlebig und dominant ist, sollte die Farbe der Blüten "harmonieren"...
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In der Wahl der Blütenfarbe und -form herrscht ja bei Kamelien eher kein Mangel.
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Ich weiß 8)
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Könnte man die Wand nicht überpinseln und oben, an der Traufe, einen Sprühschlauch anbringen, der an einer Hochdruckpumpe hängt, die wiederum über einen Bewegungsmelder angesteuert wird?
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Der Boden ist lehmhaltig.
Ich vermute auch kalkhaltig? Ist für Kamelien glaube ich suboptimal.
Wenn schon der Efeu nur wenige Triebe bekommt, die dann absterben, alles andere ist in der Regel anspruchsvoller. Ich denke, ohne Bodenverbesserung, entsprechendes Düngen und Wässern wird das nix. Und wenn ihr sowas macht, dann legt vermutlich auch der Efeu bessern los (die Bodenverbesserung wenigstens kann man sich bei dem wohl sparen).
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Der Efeu wird mit Wässern und Düngen kräftig wachsen, da denke ich auch.
Der Boden an der Stelle, wo ich die Kamelie am Haus gepflanzt habe, ist auch kalkhaltiger Lehm. Ich hab den dann mit Sand, Blähton und Rhodoerde gemischt.
Kamelien haben keinen sehr großen Wurzelballen, da muss man keine großen Erdbewegungen veranstalten.
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Soll eigentlich nur die Lücke gefüllt werden, oder wäre es auch eine Option, den Efeu zu roden und eine komplett neue Wandbepflanzung vorzunehmen? Im letzteren Fall wäre z.B. die von Ephe schon ins Spiel gebrachte Kletterhortensie ein Kandidat. „Das Kletterpflanzenbuch“ von Peter und Ilse Menzel hat auf S. 128 die Rubrik „Sichere Blüher im Schatten“, woselbst steht:
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Aristolochia, Osterluzei; Clematis – einige großblumige Sorten; Cymbalaria, Zymbelkraut; Decumaria, Sternhortensie; Hablitzia tamnoides; Hydrangea, Kletterhortensie; Jasminum nudiflorum, Winterjasmin; Lonicera periclymenum, Geißblatt – Halbschatten, L. tragophylla; Pileostegia, Schneeballhortensie
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Oder eine ganz andere Idee: Efeu roden und vom Kunsterziehungskurs der örtlichen Schule ein Wandbild mit floralen Motiven aufsprühen lassen. (Vorher klären, ob das technisch auf dem vorhandenen Putz und über die Reste der Efeu-Haftwurzeln hinweg geht und ob die Sprühfarbe genug deckt, um die alte Farbe zu überdecken – und ob sie auf ihr hält.)
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Den Efeu roden hieße die Fassade an der Hausseite sanieren: Wird der Efeu entfernt, hat man die Reste der Haftwurzeln an der Wand, schlimmstenfalls löst sich beim Entfernen des Efeus stellenweise sogar der Putz mit ab.
Im besten Fall hieße das, dass die Wand gestrichen werden müsste, im schlimmsten Fall Verputzarbeiten.
Und in beiden Fällen ein Gerüst.
Das würd' ich mir sehr sehr gut überlegen!
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Roden und Streichen ist keine Option.
Ist ein freistehendes Haus, und das wird elend teuer.
Die Besitzerin wird das nicht leisten.
Entweder mir fällt eine gärtnerische Lösung ein, oder das bleibt so.
Erdaustausch, wäre möglich.
Gießen ist auch möglich, hab ich die letzten Jahre nicht, das stimmt.
Kletterhortensie würde mir auch gefallen.
Wäre es eine Möglichkeit, nur das Stück dort unter dem Fenster mit der Kletterhortensie 'Semiola' zubepflanzen?
Die wird ja nicht so hoch.
Die Möglichkeit mit der Kamelie interessiert mich aber auch, für die Stelle direkt neben der Tür.
Da steht im Moment eine alte, recht kaputte Zitronen-Zypresse.
Im Herbst dieses Jahr roden und nächstes Jahr pflanzen. ;)
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Eine besonders pflegeleichte Kamelie mit eher schmalem aufrechten Wuchs ist 'Spring Festival', etwas kleinere Blüten, rosa.
Steht bei mir auf der Nordseite und bekommt nur Morgensonne. Angeblich ist das nicht gut, macht ihr aber nichts.
Die Blüten sind auch regenfest.
Bild kann ich derzeit leider nicht bieten, bin nicht zu Hause....
Die Sorte ist auch relativ gut zu bekommen, gab/gibt es z.B. in diesem Jahr in brauchbarer Größe bei Dehner.
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Danke, die gefällt mir schon mal! Kommt auf die Liste!
Edit sagt: Ich wohne relativ nahe der Gärtnerei Schlösser, die haben eine gute Auswahl Kamelien jedes Jahr.
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Ich würds einfach mit einer anderen Efeusorte probieren.
Manche Efeusorten verzweigen sich nicht so stark, wenn dann erstmal Strünke wie auf dem Bild ausgebildet worden sind, geht die ganze Kraft nach oben in die Triebe, die eh viel Licht bekommen, da unten macht es für die Pflanze keinen großen Sinn mehr, Triebe und Laub auszubilden.
Eine neu dazugesetzte Efeupflanze würde das anders sehen und sich, ob der Konkurrenz, auch richtig Mühe geben.
Ich bin mir nicht sicher ob ich 'Woerneri' am Hausgiebel habe - wenn ja, verzweigt der sich sehr, sehr gut.
Dann kann man auch immer noch was Wertiges wieder davor pflanzen.
Eine Gefahr bei Dekorativem, das man davor ins Beet setzt und das dann jedoch nicht die Farbklecksermauer komplett verdeckt ist, dass der Blick auf das Dekorative gezogen wird - und sofort auf die merkwürdige Mauer dahinter "weiterrutscht".
Hab das bei der Schneeglöckchenfläche um den alten Feldahorn erlebt - sobald die Schneeglöckchen den Blick auf sich zogen, fiel mir erst die Blechdachplatte hinterm Zaun des Nachbarn so richtig auf.
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Roden und Streichen ist keine Option.
Ist ein freistehendes Haus, und das wird elend teuer.
Die Besitzerin wird das nicht leisten.
Entweder mir fällt eine gärtnerische Lösung ein, oder das bleibt so.
Die grundsätzliche Frage wäre halt, wie alt der Putz ist und in welchem Zustand. Normalerweise gibt man Außenputz 30 bis 40 Jahre Lebensdauer, wobei er aber auch deutlich länger halten kann. Aber irgendwann wird er dann doch mal erneuert werden müssen. Wenn er vor 15 Jahren neu war, wird natürlich keine grundlegende Sanierung in Zeitnähe anstehen (sofern er keine sonstigen Schäden hat), aber wenn er sich sowieso seinem Lebensende nähert, wär's sicher sinnvoll, diesen Fakt mit in die Überlegungen einzubeziehen.
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Die Besitzerin wird sich darüber keine Gedanken machen, ihr ist das egal. Die Dame ist recht alt, solange da der Putz nicht abbröselt, wird nichts geschehen.
Ein Gutachter vor 2 Jahren hat keine maroden Stellen gefunden, und da ich nur zur Miete wohne, habe ich keine Entscheidungsgewalt.
Ich darf pflanzen, wonach mir der Sinn steht, nur Bäume fällen darf ich nicht ohne Not.
Gartenplaners Einwände finde ich aber auch schlüssig.
Dieser blöde Farbfleck ist halt auf dem Weg zum Haus.
Jeder, der kommt, sieht das und oft wird gefragt, warum man das nicht verdeckt.
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Mal (oder lass malen) ein pfiffiges Bild drumrum :D. Irgendwas passendes. Es gibt sicherlich auch bei euch kreative Graffitikünstler.
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Wäre es eine Möglichkeit, nur das Stück dort unter dem Fenster mit der Kletterhortensie 'Semiola' zubepflanzen?
Kletterhortensien kann man nahezu unbegrenzt schneiden. Unsere halten wir seit mehr als 25 Jahren auf genau 2 x 2 m. Man sieht ihr den Schnitt (direkt nach der Blüte) nicht an.
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Die müsste dann aber nicht an der Mauer festwachsen, und wird das angesichts des Efeus auch kaum tun, wo der schon ist.
Kletterhortensien find ich sehr schön, an der Stelle ginge dann aber auch eine nicht kletternde Hortensie.
Wären halt beide nicht immergrün.
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Danke, Ephe, das klingt gut!
GG kann sich mit der Kletterhortensie auch anfreunden, und ich denke, wie probieren das aus.
Eine andere Hortensie wird dort zu breit, fürchte ich, das Beet hat ja nur 40cm Tiefe.
Die Kamelie werde ich vorne direkt neben der Tür setzen, das ist 3m weiter, dann wird der Blick nicht zum Farbfleck gezogen, wenn er nicht zu 100% verdeckt werden sollte.
Dank an alle, die mit überlegt haben! :D
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Zeig mal Bilder, wenn die Pflanzen stehen.
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Gerne!