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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: Bufo am 07. Juli 2019, 21:34:48
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Hier im Forum sind ja auch einige Erwerbsgärtner unterwegs. Deshalb hoffe ich, dass hier auch Kundenwünsche eine größere Verbreitung finden. Meine Meinungsäußerung beim Gärtner vor Ort findet zwar freundliches Gehör aber keine große Verbreitung.
Anfang Juni habe ich mir ein paar Töpfchen Husarenknöpfe gekauft. Im frisch gepflanzten Staudenbeet sollten sie den Boden bedecken und Lücken füllen. Jetzt (4 Wochen später) stehen sie noch genau so da wie ich sie gekauft habe. Sie recken und strecken sich nicht. Ich denke die sind gestaucht worden(?) und finde das ganz großen Mist.
Aus den 90ern kenne ich die noch als langrankig und filigran.
Seit einigen Jahren kaufe ich auch keine "normalen" Primeln und keine Stiefmütterchen mehr. Die Blüten werden immer größer und sehen aus wie bunte Putzlappen :P ...und wehe es regnet drauf. :'(
Impatiens walleriana habe ich in diesem Jahr aus dem gleichen Grund zum letzten Mal gekauft.
Man kann es mit den Zuchtzielen auch übertreiben. Größer, bunter und gestauchter ist nicht immer schöner.
Das wollte ich mal los werden.
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grade bei den stiefmütterchen gibts hier viele und kleinere als früher
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bufo, richtig so! und wenn schon stauchungs"hormone" verwendet werden, will ich eine saubere deklaration, und natürlich eine ungestauchte alternative! mir ist schon mal gestauchte gaura untergekommen, wer auf diese bescheuerte idee kam, der*dem sollen die hände abfaulen. :P >:(
wärmebedürftige balkonpflanzen im märzverkauf weit vor den eisheiligen wäre auch noch so ein thema, aber das betrifft ja mehr die gartencenter und baumärkte – hoffentlich jedenfalls. :-\
@ lord: hornveilchen sind aber nicht ganz dasselbe wie stiefchen – so wie kleinblütige kissenprimeln nicht wirklich schöne, harmonisch proportionierte topfprimeln ersetzen können. oder gibt es bei euch echte stiefmütterchen mit kleineren blüten?! neid!
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Zumindest die Gartencenter reagieren auf Kundenwünsche. Die wollen Balkonblumen, sobald sich die erste Märzsonne zeigt. Und sie wollen es immer noch großblumig, bunt aber in der Höhe balkon- oder terassengerecht.
Zu bestaunen ist dieses Kaufverhalten jedes Wochenende an der Kasse der Gartencenter.
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oder gibt es bei euch echte stiefmütterchen mit kleineren blüten?! neid!
ich bin zu blöd um diese auseinanderzuhalten, falls es kreuzungen gibt
jedenfalls wären mir hornveilchen lieber und ich krieg meistens solche die aussehn wie stiefmütterchen, aber kleine, ich mag auch die grossen, aber nicht auf meiner erde ;D du könntest ja mal säen, da kriegst du alles, ist eh deine neue leidenschaft, die leiden schafft ;)
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Was als Hornveilchen angeboten wird, sind kleinblumige Stiefmütterchen, vielleicht auch mit cornuta-Blut. Ich habe eher den Eindruck, dass die großblumigen Stiefmütterchen aus der Mode kommen.
Was die gestauchten Pflanzen angeht: Die Kunden, also die meisten, greifen eher zu kurzen, kompakten, überreich blühenden Pflanzen als zu langen, gakeligen mit ein paar Blüten am Triebende. Ungestauchte Pflanzen gibt es noch am ehesten in der Gärtnere um die Ecke, die noch selbst produziert. Allerdings kaufen auch die zu.
Mir wurde mal für den Park ein Acer cappadocicum 'Aureum' mitgebracht, der strauchförmig geschnitten war. Mittlerweile ist es wieder ein Baum mit Krönchen. Allerdings hätte er so in keinen PKW gepasst und hätte auch nicht so schnuckelig nach Vorgartenstrauch ausgesehen.
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Ich habe eher den Eindruck, dass die großblumigen Stiefmütterchen aus der Mode kommen.
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Ungestauchte Pflanzen gibt es noch am ehesten in der Gärtnere um die Ecke, die noch selbst produziert. Allerdings kaufen auch die zu.
Dein Wort in die zuständigen Gehörgänge.
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Die einzige Gärtnerei um die Ecke produziert nicht selbst. Das ist auch "nur" ein Händler. :-\
Eigene Aussaaten habe ich früher problemlos hingekriegt, mit F1-Saatgut komme ich nicht klar.
Saatgut von weißen Impatiens ohne F1 suche ich seit vielen Jahren vergeblich.
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fallen die weissen impatiens dann echt?; ICH KÖNNTE SCHON SAMEN abnehmen von meinen weißen
die großen stiefmütterchen werden hier seit paar jahren nichtmehr angeboten, wir sind der zeit etwas vorraus ;D................oder weit hinterher
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Wenn andere Farben in der Nähe sind, dann fallen die nicht immer echt. Es wäre aber eine Grundlage, auf der man über die Jahre mit Auslese was machen könnte.
Kann ich dir per PN meine Adresse schicken?
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ja gern, aber ich muss schaun ob die überhaupt samen angestzt haben
es stehn andere daneben, erst seit kurzen, weil ich eine neue farbe für mich gefunden habe, herrliches flieder, und eine farbige die weiß aufhellt mit orangem fleck in der mitte
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Wenn ich mir die Kundschaft in Discounter, Baumarkt, Gartencenter und Co. anschaue, denke ich auch, dass die meisten Leute gestauchte Pflanzen wollen, möglichst solche, wo man schon reichlich Blüten dran sieht (außer vielleicht bei bekannten Allerweltssachen wie Hornveilchen, Geranien und Co.). Auch wenn sie viermal so viel kosten, die großen Töpfe gehen weg wie warme Semmeln, und die üblichen Jungpflanzen in 9er-Töpfen führen ein Schattendasein und werden irgendwann verramscht.
Es gibt kaum noch Gärtnereien, die selbst produzieren, aber zumindest ein großes Gartencenter, welches aus einer örtlichen Gärtnerei hervorgegangen ist, produziert nun wieder vermehrt selbst und vermarktet das auch so, mit eigens gestalteten Töpfen aus Recycling-Kunststoff samt blauem Engel drauf, und die Gauras, die ich dort z. B. sah, waren sicher nicht gestaucht. Ich hoffe sehr, dass das bei den Kunden ankommt, immerhin werden mittlerweile vermehrt auch bienenfreundliche Stauden nachgefragt und angeboten.
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Am Freitag besuchte ich eine Art Gartenmarkt mit mehreren Ständen mit bunten Riesenpflanzen, gestaucht und ungestaucht und völlig uninteressant für mich.
Ich suche immer den Stand einer selbst vermehrenden Gärtnerei auf, die sowohl gut bewurzelte ältere Pflanzen als auch Neuheiten (oft im argen Jugendstadium) anbietet zu sehr moderaten Preisen, Sortiment sehr groß und spannend.
Dieser Stand war ausgesprochen sehr umlagert, die Schlange an der Kasse lang, die Gespräche mit dem Gärtner sind immer nett. Die Pflanzen brauchen allerdings, bis sie eingewurzelt und angewachsen sind, teilweise schon etwas mehr Augenmerk. Letztes Jahr hatte ich leider Ausfälle. bei einigen der Neuerwerbungen von dort.
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Den "richtigen" Stiefmütterchen jammere ich auch hinterher. Es gibt nur noch die grässlich lappigen F1-Hybriden oder die kleinen, als Hornveilchen bezeichneten. Auch Saatgut für die normalgroßen Stiefmütterchen ist nicht mehr zu finden. :-\
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Mich nervt, dass inzwischen fast ausschließlich Hybride angeboten werden.
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Es gibt kaum noch Gärtnereien, die selbst produzieren,
Ein paar gibts schon noch, vieles was getopft wird, stammt halt vom Jungpflanzenlieferanten und wird dann weiterkultiviert. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Beim Topf-, Beet- und Balkonzeugs schon länger gang und gäbe, ist es auch im Staudenbereich teils zunehmend. Wobei gerade da der Eine oder Andere ein paar Sachen wieder mehr selbst als Mutterpflanzen hält, um ständigen Falschlieferungen zu entgehen. Eine echte Gegenbewegung ist das allerdings nicht, die würde nicht zuletzt auch am Mangel an Fachkräften scheitern. Die Bereitschaft zu einem Job, bei dem man unter Umständen hart arbeiten muss und das nicht nur bei Kaiserwetter, sondern auch bei regnerischen 1 oder hitzigen über 30°, sinkt. Und wer dann doch daherkommt ist eben krank wenns haarig wird. Glücklicherweise habe ich ein paar Arbeitskollegen aus Polen/dem Kosovo, ohne die ich wahrscheinlich einfach kündigen würde... :-X
Das musste ich meinerseits loswerden! Zum eigentlichen Thema, das Sortiment wird halt von dem bestimmt was sich verkauft, ich selbst kann die gefühlt hunderttausend bunten Heuchera-Sorten nicht mehr sehen und wünsche mir die Grünlaubigen mit roten und rosa Blüten zurück, auch wenn es Sorten mit Blatt- und Blüteschmuck gibt.
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ja, das kurzlebige dekomistzeugs wird gekauft – aber doch vielleicht auch nur, weil es nicht genug wissen und keine erreichbaren alternativen gibt?! die hoffnung stirbt zuletzt... :-\
im schlimmsten fall ist es hoffnungslos und die privatfernsehenwinzhirnzombies kaufen egalwie pflanzen, so wie sie auch drama series, reality soaps und shopping channel konsumieren.
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Selbst Kundis die im noblen, oder zumindest hochpreisigen, Eventgartencenter vor den Toren der Stadt verkehren, sind nicht soviel anders. Weinen sich die Augen aus, dass die Einzelblüte der Hemerocallis nur einen Tag hält oder, dass die nur grüne Pfingstrose trotzdem "ganz schön viel" kostet. Und greifen dann eben zur aufgepumpten orangenen Echinacea.
Es kommt aber tatsächlich ein wenig darauf an, wie und ob es erklärt wird.
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echinacea sind jetzt aber schon sehr verlockend, hatte eine orangene in der hand am freitag, aber wieder zurückgestellt
ich habe nun garkeine mehr im garten, waren mal sehr viel :-[
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Klärt mich mal jemand auf, was an orangen Echis auszusetzen ist?
Meine eigene Erfahrung ist nur, dass alle gelben wie pinken, 2018 gepflanzten Echis hier wegen Schnecken und Zipperlein spät und zögerlich, nicht üppig in Gang kommen :-\. Ich werde ab sofort für gelb nur noch auf Sonnenbraut und - Auge setzen...
Ansonsten haben alle Gärtnereien hier jetzt Ecken mit der Überschrift bienenfreundliche und diese Pflanzen werden stark nachgefragt :)
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Betonung liegt auf aufgepumpte orangene Echinaceen ;)
Bei Sarastro gibt es (runterscrollen) zwei beeindruckende Vorher-Nachher-Bilder einer Echinaceen-Sichtung :o
Ich selbst bin im Baumarkt auch schon auf "aufgepumpte" Sonnenhüte reingefallen, aber selbst die Pflanzen vom Gärtner meines Vertrauens gehen von dem Augenblick an, in dem sie gepflanzt werden, in den Todeskampf über. Lediglich ein paar einfache E. pallida gedeihen hier zwar nicht wirklich, gehen aber wenigstens nicht ein.
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Danke :), bin beruhigt, dass es eher am Pimpen a l s an meinen gärtnerischen Fähigkeiten liegt...
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Echinacea sind in unseren sandigen Böden immer schnell verschwunden, auch die einfachen roten.
Am besten werden Sämlinge, die sich als Samenkorn selbst eine Pflasterritze suchen durften.
Es scheint also vor allem auf die Konkurrenzarmut und das Bodenmilieu anzukommen. Im Staudenbeet gehört es generell nicht zu meiner gärtnerischen Befähigung, irgendeiner Pflanze konkurrenzfreie Bedingungen zu bieten. :-X Vielleicht packen es ja auch die Super-Sonder-Farbsorten, wenn man sie mit gutem Abstand zu den nächsten Stauden in einen von Kies oder Pflaster geschützten Boden steckt.
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Die weißen und rosafarbenen Sämlinge von meiner Mutter sind ausgesprochen robust, sie stecken im Lehmboden monatelange Trockenheit ebenso weg wie nasse Winter, und wenn sie nicht gerade von anderen Pflanzen überwuchert werden, schaffen sie es eigentlich immer. Ansonsten kenne ich aber auch nur die aufgepumpte Baumarkt-Ware, keine Ahnung, ob es andere zuverlässige Farbsorten in den Staudengärtnereien gibt...
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Auch Saatgut für die normalgroßen Stiefmütterchen ist nicht mehr zu finden. :-\
Zumindest vor zwei, drei Jahren bekam man hier im Osten Saatgut sowohl der Schweizer Riesen als auch der Pirnaer Winterblühenden noch völlig problemlos in jedem Garten- oder selbst Supermarkt. Zumindest N. L. Chrestensen (mit deren Produkten viele dieser Regale bestückt sind) hat auch aktuell immer noch größere Mengen an Sorten, wie ein Blick in den Onlineshop unter www.gartenversandhaus.de zeigt.
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Mich nerven zur Zeit vor allem die 'bienenfreundlichen' Pflanzen im Gartencenter. Einige Arten sind für Bienen und Hummeln vollkommen ungeeignet, werden aber da für teuer Geld angeboten, denn allein das Label 'bienenfreundlich' spült gleich ein bis zwei Euro mehr in die Kasse. >:(
Da wird man im Kräuterregal der meisten Supermärkte viel eher bienenfreundliche Pflanzen für viel weniger Geld finden.
Und ja, die althergebrachten aus Samen heranziehbaren Pflanzen verschwinden langsam aus den Sortimenten. Bei Chrestensen werde ich dann meist noch fündig, Sperli und Co haben eher Hochzuchtsorten mit Monsterblüten.
Und die Gemüsepflanzen im blauen Topf sind auch nicht meine Freunde. Da wird immer eine Mordsernte vorgegaukelt, die mit der Realität nichts zu tun hat. Die Preise für diese Pflanzen sind auch fern aller Vernunft. Aber irgendwer kauft das wohl trotzdem. ::)
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Mich nerven zur Zeit vor allem die 'bienenfreundlichen' Pflanzen im Gartencenter. Einige Arten sind für Bienen und Hummeln vollkommen ungeeignet, werden aber da für teuer Geld angeboten, denn allein das Label 'bienenfreundlich' spült gleich ein bis zwei Euro mehr in die Kasse.
Ich bin froh, dass das Thema Aufmerksamkeit hat. Habe eher Bedenken, dass es wie jeder "Trend" nächstes Jahr wieder out ist :-\.
Meine bevorzugte Pflanzendealerin sagte, dass die Leute plötzlich wesentlich mehr nachfragen, miteinmal "offen" blühende Rosen verlangen usw.. Das sei anstrengend und gut zugleich 😉
Naja und falsche Werbung habe ich auch schon mal gesehen als besonders bienenfreundlich, was es klar nichtwar. Aber das ist auch nix anderes als manch ausgedehnt behauptete Blütezeit oder ungeeigneter Standort auf dem Etikett. Fehler passieren, ob auch mal absichtlich oder unwissentlich, keine Ahnung....
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ja, das Bienending :-\
Beim Biber fielen mir auch die herzallerliebsten Bienenetiketten an vielen Pflanzen auf. Nur seltsamerweise waren da kaum Bienen dran. Anders die Staudenfläche beim Lieblingsgärtner :o Da war so viel Flugverkehr, dass ich mich kaum traute, die Pflanzen in die Schubkarre zu laden. Leider ist an den gleichen Stauden hier, wenige Kilometer stadteinwärts, jetzt deutlich weniger los. Ich schieb's vorerst mal aufs Wetter...
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Mich nervt, dass inzwischen fast ausschließlich Hybride angeboten werden.
Könnte Samen der Art sammeln und schicken wenn du willst.
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Ich werde ab sofort für gelb nur noch auf Sonnenbraut und - Auge setzen...
.....und Rudbeckia? ;)
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Scherzkeks ;D
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Das mit den bienenfreundlichen Pflanzen sehe ich natürlich auch positiv, aber manche Empfehlungen sind echt unter aller Kanone. Wenn z.B. Minze als bienenfreundlich empfohlen wird. Ich habe da noch nie bewußt irgendeine Biene, Hummel oder Verwandtes drauf gesehen, stattdessen feiert da alljährlich eine größere Gruppe grünschillernder Fliegen wilde Partys oder sie werden vom Minzkäfer gefressen. Ich meine, das ist doch total frustrierend, wenn man extra was für Bienen und Verwandte kauft und dann hat man fette Fliegen drauf sitzen. :-X
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Das ist rassistisch, auch fette Fliegen sollten vor dem Insektensterben bewahrt werden. ;)
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Kein Problem. Einfach einen Kadaver in den Garten legen.
Oder neben den Teich, dann werden Fliegen und Frösche fett. ;D ;)
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Das mit den bienenfreundlichen Pflanzen sehe ich natürlich auch positiv, aber manche Empfehlungen sind echt unter aller Kanone. Wenn z.B. Minze als bienenfreundlich empfohlen wird. Ich habe da noch nie bewußt irgendeine Biene, Hummel oder Verwandtes drauf gesehen, stattdessen feiert da alljährlich eine größere Gruppe grünschillernder Fliegen wilde Partys oder sie werden vom Minzkäfer gefressen. Ich meine, das ist doch total frustrierend, wenn man extra was für Bienen und Verwandte kauft und dann hat man fette Fliegen drauf sitzen. :-X
Das ist bei uns anders. Hier Industrie reichlich Wildbienen an der Mnze.
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Hier Industrie reichlich Wildbienen an der Mnze.
Dunkel Deiner Worte Sinn ist ???