garten-pur
Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Herr Dingens am 23. August 2019, 16:32:36
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OMG, ich sterbe gerade ;D
Ich habe gar nicht gewusst, dass es hier so einen thread gibt. Morgen werde ich mich erst mal hinsetzen und ein wenig hier rum lesen, vielleicht finde ich auch was über den richtigen Backofen zum Brot backen.
Edit: Link zum Brot-back-Thread ergänzt. :)
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;D ;D
Ja, so eine nach frischem Brot duftende Küche hat was. Und dann das Verkosten des lauwarmen Gebäcks...das ist Luxus pur. :D
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Jaja, vor allem hat ein gut schmeckendes Brot was!
Weil wir so langsam und absehbar mit der ganzen Bauerei fertig werden, in rund 3 Monaten wollen wir einziehen, gehts allmählich auch darum, ein Gerät zum Brot backen zu finden, deshalb wende ich mich mal an die Schwarmintelligenz.
Es ist die Frage, tuts ein "normaler" elektrischer Backofen? Sollte es ein spezieller Brotbackofen sein?
Kann es auch ein Gasbackofen sein?
Weil wir gerade noch am Bauen sind, haben wir alle Optionen: Gas, Strom, ... , wir müssen uns nur für was entscheiden, und das dann machen.
Wir werden übrigens im Wohnhaus eine normale Innen-Küche haben, zusätzlich aber auch noch ein extra stehendes Küchen-Haus, in dem man entweder dann für wesentlich mehr Leute kochen kann oder auch nur bestimmte Arbeiten drin verrichten, wie Chilis braten, u.ä., was in der Innen-Küche unweigerlich dazu führt, dass das ganze Haus dann entsprechend riecht.
Sicher scheint momentan nur eines: ein Brotbackautomat kommt nicht in Frage, es muss schon ein Backofen sein.
Sicher ist auch, es wird ein Backofen ohne Herd-Teil. Gekocht wird mit Gas, und der Backofen soll mit dem Herd-Teil nichts zu tun haben.
Als ich noch in Deutschland gelebt habe, habe ich mal ein bisschen übers Brotbacken gelesen, aber so wirklich Zeit mich einzulesen hatte ich dann doch nicht, und das hat mich eigentlich nicht schlauer gemacht, sondern eher verunsichert. Da stand was von "schwaden" und großen Kieselsteinen in den Backofen geben und von mindestens 270 Grad und so ... - Wenn ich meiner Frau was von 270 Grad sage, schaut sie mich höchstens fragend an. Angeblich braucht man keinen Umluft-Ofen, sondern einen Heißluft-Ofen?
Ich weiß ja nicht, was benötigt man wirklich? Also wenn ich schon einen Backofen zum Brotbacken kaufe, dann soll er dafür auch uneingeschränkt taugen. Dass man mit dem Ofen daneben dann noch andere Leckereien backen kann, setze ich eigentlich als Selbstverständlichkeit voraus.
Was ist eigentlich mit einem Backofen mit Schamottsteinen? Ob hier so was überhaupt zu kriegen wäre?
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Ach ja, und wieder andere Leute stellen irgendwelche V2A-M8 Schrauben im Blechkasten in den Backraum.
Ob es auch Leute gibt, die nur bei Vollmond Brot backen?
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Guten Morgen, Herr Dingens. :)
Es geht auch ohne V2A-Schrauben und bei bedecktem Himmel. ;)
Ein ganz normaler elektrischer Herd/Backofen tut es wunderbar. Mir ging es am Anfang auch so, dass ich drei Tage nur übers Backen gelesen habe und erst mal ständig "Vokabeln" nachschlagen mußte. Letzten Endes klingt es komplizierter, als es ist.
Schwaden und heiße Steine lass ich weg, Heißluft oder Umluft braucht der Herd auch nicht. Ich nehme (und viele andere hier machen das wohl auch so) einen gußeisernen Bräter, der mit dem Ofen auf 260°C vorgeheizt wird. Da hinein kommt der im Gärkörbchen fertig gegangene Brotteig, nach einer Viertelstunde wird die Temperatur im Ofen auf 200°C reduziert, nochmal zwanzig Minuten später kommt der Deckel des Bräters ab und nach weiteren zwanzig Minuten ist das Brot fertig.
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Schwaden kannst Du einfach machen: Beim Ofen vorheizen die Fettpfanne/das tiefe Backblech auf unterstem Schub im Ofen lassen. Wenn der Ofen die richtige Hitze hat, einen halben Liter (oder so) Wasser aufs Blech kippen und in den entstehenden heißen Dampf schnell das Blech mit dem Teigling in den Ofen schieben. Nach 5 bis 10 Minuten musst Du eh die Temperatur reduzieren, dann kannst Du auch kurz die Ofentür öffnen und den eventuell noch vorhandenen Dampf rauslassen. Muss man aber auch nicht. Ich lass die Tür zu und reduziere meist die Temperatur gleich beim Einschießen. Die Hitze hält ja eh noch eine Weile, das genügt mir.
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Guten Morgen Herr Dingens
Ob Elektrisch oder Gas würde ich abhängig machen von:
a) Verfügbarkeit der Energiequellen (Unterbrüche viel oder selten)
b) Sind grosse finanzielle Unterschiede zwischen Gas- und Elektrischem Gerät
c) Möchte ich das Gerät auch mal zum trocknen von Pflanzen (Tomaten, Äpfel etc. ) nutzen.
Da ist ein elektrisches Gerät einfacher und genauer in der Temperaturregelung im Bereich von 40-60°
Grüsse Natternkopf
PS:
Hallo Quendula
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Danke Conni und Quendula!
Gußeiseren Bräter (ohne Holzgriffe) habe ich. Also heißt das, dass ich "nur" einen Gas- oder Elektrobackofen brauche, der mindestens 260 °C kann? Das wäre ja einfach zu lösen.
Hallo Frau oder Herr Natternkopf,
also ich habe hier Strom (selber legen lassen bzw. PV-Anlage) und Gas (18 kg-flaschenweise). Daneben gibts zur Absicherung auch Dieselgeneratoren, das heißt, Energie gibts eigentlich genug.
Mit den Preisunterschieden bei den Öfen muss ich mal sehen, das weiß ich nicht - sind nur die Preisunterschiede ein Kriterium, oder gibts sonstige Gründe für/gegen Strom/Gas?
Zum Trocknen von Äpfeln usw. haben wir eh ein Dörrgerät, da kann man auf 4 oder 5 Etagen Obstscheiben legen, die dann elektrisch getrocknet werden.
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Bei Gas weiß ich nicht, ob es irgendwelche tollen Entwicklungen auf dem Backofenmarkt gab. Bisher ist der Nachteil gewesen, dass die Flamme nur unten ist und genau dort auch die Haupthitze herkommt. Das kann passen, oftmals ist aber im Backraum die Wärme ungleich verteilt und man bäckt quasi dauernd nur mit Unterhitze.
Strom ist nicht nur bei der Temperaturregelung genauer, wie Natternkopf schon schrieb, sondern nutzt auch mehrere Möglichkeiten, den Backraum an verschiedenen Stellen zu heizen.
Wenn der Teig nicht zu weich ist, brauchst Du noch nicht mal einen Bräter. Dann kann der Teigling gleich aufs mehlierte Blech und nackig gebacken werden (Nach dem Backen noch heiß mit Wasser abstreichen!) Bräter gibt eine andere Kruste, was auch oft gewünscht ist.
PS:
Hallo Quendula
:D Hallo Natt!
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Einleuchtend, das Ding mit dem Gas von unten. Dann Strom.
Nochmal, für die Eindeutigkeit: was muss der Ofen können, als Mindestanforderung? 260 Grad muss er aufheizen können? Reicht das?
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Da warte mal auf die Antworten von denen, die häufig im Backofen Brot backen :).
Mein 20 Jahre alter Backofen geht offiziell nur bis 250 (also Standard). Allerdings habe ich den Eindruck, dass er etwas heißer heizt, als er angibt. Ich muss für ein gutes Backergebnis immer ein viertel hundert niedriger einstellen als gefordert.
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Bei meinem Backofen steht auch nur 250°C auf dem Drehschalter für die Temperatur, er läßt sich aber noch ein bisschen weiter drehen ... Ich dreh am Anfang bis zum Anschlag und dann halt auf 200°C runter. Nachgemessen habe ich die Temperatur noch nie, das Backergebnis ist gut - also kein Grund zur Sorge. (Bei den Backöfen, die mit Holz beheizt wurden, wurde bestimmt auch eher nach Gefühl und Erfahrung eingeheizt, ich glaube nicht, dass da aufs Grad genau eingeheizt werden konnte.)
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Salü Herr Dingens
Eine kleine Auswahl / Gasbetrieb
Zur Orientierung wie das so innen bei einem Gasbackofen aussehen kann.
Aufbau Heizung unten
Welche Konstruktionsprinzipien es gibt
Gasbackofen konventionell, Gasbackofen mit Umluft, Gasbackofen mit Gas-Grillheizkörper,
Grüsse Natternkopf ♂
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Conni, sag, könntest du vielleicht aus dieser spannenden Frage von Herrn Dingens ein eigenes Thema machen?
Schon immer habe ich das Brot im normalen Elektroherd gebacken. Als neueste Errungenschaft habe ich mir kürzlich einen Schamottstein gekauft, der die Größe des Ofenrostes hat. Das heißt, dass ich bisher auch immer direkt auf dem vorgeheizten Backblech gebacken habe oder eben jetzt auf dem Stein.
Zum Schwaden stelle ich ein kleines Edelstahlpfännchen mit Wasser unten in den Ofen. Erscheint mir materialfreundlicher als wenn man kurz einen Schwubs Wasser unten in den Ofen kippt :-\ Mach ich aber auch manchmal :-X
Wenn du eh einen neuen Backofen kaufen wirst, ist noch zu überlegen, ob es vielleicht ein etwas größeres/breiteres Modell sein soll. Ich meine, dass ihr auch immer mal für mehr als zwei Personen kochen/backen wollt.
Dass dich der Appetit nach hiesigem Brot überkommt, kann ich gut nachvollziehen 8) Ab und an braucht man das! Selbst in der "belasteten" Luft von Shanghai war es mir gelungen, einen Sauerteig anzuziehen...
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:)
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Super :-*
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Zum Elektrogerät ist meist mehr bekannt darum lasse ich das Aussen vor.
Weitere Infos zu Gasbacköfen.- Der Gasbackofen und seine Temperatur
- Die Vorteile eines Gasbackofens
- Elektro- versus Gasbackofen?- chefkoch.de
Grüsse Natternkopf
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Aus dem mittleren Link:
Temperaturen von unter 150 °C können im Backofen meist nicht erreicht werden.
Also nix für Niedrigtemperaturgaren :-\.
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Ja, bei Standardgeräten
Also nix für Niedrigtemperaturgaren :-\.
Ausser er ist getacktet in der Steuerung. 8)
Minimaltemperatur
Die nachfolgende Temperatureinteilung gilt allerdings nicht für moderne Gasbacköfen, die mit einer Taktung versehen sind.
Durch die Taktung (unterbrochener, getakteter Betrieb) sind auch Temperaturen von lediglich 75 °C auf niedrigster Stufe möglich.
Fahren ja meist auch keine Autos mehr aus dem 80-er Jahre Technikstand.
Da hat sich auch bei den Backöfen was getan. ;)
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Es gibt spezielle Brotbacköfen, die das Wasser, das beim Backen verdampft im Backraum behalten. Das Ergebnis ist eine feine Kruste, die nicht zu hart ist. Die Firma Manz stellt so etwas her, man muss sich die Geräte allerdings leisten können.
In einem normalen Backofen entweicht der Dampf, dadurch wird die Kruste oft ziemlich hart. Mein letzter Backofen von Siemens, normales Modell und normaler Preis hält den Dampf wesentlich besser als seine Vorgänger und gibt auch relativ gute Brötchen und Brot.
Wenn ich viel Brot backen würde und es mir leisten könnte, würde ich mir so ein Manzteil zulegen.
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Ach ja, und wieder andere Leute stellen irgendwelche V2A-M8 Schrauben im Blechkasten in den Backraum.
Ob es auch Leute gibt, die nur bei Vollmond Brot backen?
;D Ganz sicher gibts viele Leute, die nach dem Mond backen, aber Schwaden hat damit nichts zu tun.
Im Plötzblog wird erklärt, was es damit auf sich hat und welche Methoden es gibt:
http://www.baeckerlatein.de/schwaden/
https://www.ploetzblog.de/faq-archiv/wie-bedampfe-ich-meinen-haushaltsofen-optimal/
Der Autor nimmts aber auch wirklich sehr genau mit seinen Broten. Das finde ich zwar toll zu lesen, aber für mich ist das nichts. Wenn, dann backe ich nur Kastenbrote. Dafür muß ich den Teig nicht ewig kneten und bei der Konsistenz muß ich es auch nicht so genau nehmen. Trotzdem schmecken uns die selbstgebackenen Gewürzbrote mit viel Sauerteig viel besser als gekaufte Brote.
Zum Schwaden schütte ich kein Wasser direkt in den Ofen, weil ich gelesen habe, daß es dem Ofen schaden könnte. Ich schiebe ein tiefes Blech schon beim Vorheizen unter das Gitter und dort hinein schütte ich das heiße Wasser. Beim Dampf ablassen entferne ich dann das Blech.
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Ihr seid spitze! Danke!