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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Most am 20. November 2019, 09:01:18
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Leider wollen meine Kartoffeln schon austreiben. Jetzt möchte ich sie rüsten und zu schneiden. Raffeln für Rösti, Scheiben für Auflauf und Spalten für Ofenkartoffeln und dann einfrieren. Roh, geht das? Oder muss ich sie vorkochen?
Habt ihr mir Tipps? :)
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Roh einfrieren geht zwar theoretisch, aber dann werden sie süß. Schmeckt nicht mehr. Gekocht lassen sie sich einfrieren, sind aber aber arg weich beim Verarbeiten. Schon fertige Kartoffelgerichte ( Kartoffelbrei z.B) lassen sich am besten einfrieren. und wieder auftauen.
Röstitaler schon braten und dann einfrieren wäre eine Möglichkeit.
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Hab das ein-, zwei Mal probiert, uns schmeckt das nicht. Die werden weich und nehmen irgendwie einen komischen Geschmack an. Auch Eintopfgerichte mit Kartoffeln schmecken nicht mehr wirklich gut.
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finger weg vor frost und erdäpfel
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Naja, gut gekocht, z. B. als Eintopf geht das schon. Um wie viele Kilo handelt es sich denn?
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Schon fertige Kartoffelgerichte ( Kartoffelbrei z.B) lassen sich am besten einfrieren.
Ein solches Kartoffelpüree habe ich schon mal bei Freunden gegessen. Die Gastgeberin hat ihm aufgetaut, zum aufgewärmten Milch und Butter gegeben und erneut mit Mixerstab traktiert. Geschmacklich war es völlig in Ordnung, bzw. für mich ohne Unterschied zum Frischen. Warum sie solche Vorräte im Gefrierfach hat, weiß ich allerdings nicht ;D
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finger weg vor frost und erdäpfel
Andere Länder, andere Sitten: Im bolivianischen Altiplano werden kleine Kartoffeln auf Tüchern ausgebreitet "gefriergetrocknet": Tagsüber knallt die Sonne drauf, nachts sinken die Temperaturen in der klaren trockenen Höhenluft weit unter 0 °C ab. So schrumpeln die Kartoffeln ein und werden haltbarer. Geschmacklich sehr gut - wenn man süße Kartoffeln mag.
Aber der Geschmack mag natürlich auch an den dort angebauten Sorten liegen.
Siehe auch Chuño.
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das stimmt schon und wenn man davon leben muss ists was anderes
ein freund von mit musste viele tonnen wegschmeissen, er lagerte sie paar grad zu kühl, waren alle süß
das war fast sein ruin, er lieferte alle wirte hier, musste die kartoffeln wieder abholen und hatte keinen ersatz
den grossen rest zuhause brachte er zu einem hirschgatter
ich bin halt empfindlich bei erdäpfel, esse nichtmal den salat davon vom vortag
ein ehemaliger jagdfreund in HU hat 2000 ha, da erfuhr ich viel über lagerung und temperatur, auch dass die temp anders ist für erdäpfel wenn chips daraus gemacht werden
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Einfrieren geht gut, nur muss man hinterher Wodka daraus brennen.
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ich bin halt empfindlich bei erdäpfel, esse nichtmal den salat davon vom vortag
das geht mir genauso...
hab mal für einen Freund vorgekocht, Gulasch mit Kartoffeln und portioniert eingefroren.
Die Kartoffeln schmeckten bäh, die flogen raus, sowas passiert mir nicht noch mal.
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Gegarte Kartoffeln bekommen schnell ein Fehlaroma. Hat aber nichts mit Einfrieren zu tun.
Einfrieren geht gut, nur muss man hinterher Wodka daraus brennen.
;D
Da kjann man sich aber das vorherige Einfrieren sparen und gleich zum Verschnapsen schreiten...
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Gegarte Kartoffeln bekommen schnell ein Fehlaroma. Hat aber nichts mit Einfrieren zu tun.
Vermutlich die Kombi, hatte sie in einer Gefrierdose zusammen mit dem Gulasch.
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:-\ Ich sehe schon, dass das keine so gute Idee ist. Ich dachte halt Pommes bekommt man ja auch gefroren.
Naja müssen wir halt möglichst viel Kartoffeln essen und der Rest wandert dann auf den Kompost.
Trotzdem danke für eure Antworten.
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Most, hast Du irgendeine Möglichkeit, die Kartoffeln kühler zu lagern? Dann könnte ich mir vorstellen, dass die Keime nicht mehr oder nur noch sehr langsam weiterwachsen und Du die Kartoffeln wie gewohnt verwenden kannst.
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Dunkel und kühl gestellt lässt sich das Austreiben noch etwas verzögern. Auch im Kühlschrank geht, wenn man den Platz hat und nur kleine Mengen. Ansonsten kann man auch angekeimte und schrumpelige Kartoffeln noch lange Zeit verwenden :). Musst also nicht alles gleich kompostieren.
Einfrieren ist ungünstig, da wie schon geschrieben, dann die Stärke teilweise in Zucker umgewandelt wird. Aber Du könntest, falls Du magst, Kartoffelsuppe in große Gläser einkochen. Vlt sogar dabei reduzieren bzw gleich mit wenig Wasser kochen. Dann bei Verwendung der Gläser die Suppe mit Wasser oder Brühe strecken. Dann wäre wenigstens ein Teil der Ernte über den Winter gerettet.
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ich bin halt empfindlich bei erdäpfel, esse nichtmal den salat davon vom vortag
Auch Erdäpflgulasch, Suppe oder Pürree mag ich dann nimmer. Hatte mal irgendwo gelesen, daß die Kartoffel dann Giftstoffe entwickeln, was hier aber schon mal bestritten wurde. Woher das von Bristlecone erwähnte Fehlaroma kommt, weiß ich auch nicht, hab aber schon aus diesen Gründen nie etwas damit eingefroren. Bin allerdings überhaupt kein großer Freund davon und hab deshalb auch leider keinne Tipp für Most, außer rasch verbrauchen, ein bisserl austreiben macht ja nix, wie Quendula sagt. Die Bauern im Waldviertel essen ihre Kartoffel bis zur neuen Ernte im Juli, und in meinem Keller halten sie grundsätzlich auch so lange, man muß halt immer wieder die Triebe entfernen. Für Knödl etc. geht das immer noch, solange sie schmecken. Und das tun sie noch lange, besser als die meisten Frühkartoffel ;)
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Andere Länder, andere Sitten: Im bolivianischen Altiplano werden kleine Kartoffeln auf Tüchern ausgebreitet "gefriergetrocknet": ... Geschmacklich sehr gut - wenn man süße Kartoffeln mag.
Aber der Geschmack mag natürlich auch an den dort angebauten Sorten liegen.
Siehe auch Chuño.
Bei dieser traditionellen Methode geht´s aber auch eher um die Sicherung des Überlebens. Ich habe das in Bolivien ein paar Mal probiert und war jedesmal weniger überzeugt... Schmeckt einfach irgendwie matschig.
Wird ja heute in den Zeitungsbeilagen in Südamerika wieder als Superfood beworben, aber in den Städten gibt´s dann doch eher die leckeren frischen Kartoffeln ;) auf den Dörfern mag das anders sein.
Übrigens hat die Produktion von Chuno die Lebensmittelkonzerne zur Erfindung des Fertigpürees "inspiriert". Sättigt auch, aber ansonsten... 8)
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Da kjann man sich aber das vorherige Einfrieren sparen und gleich zum Verschnapsen schreiten...
wenn das mal so einfach wäre
und welche filter um den geschmack wegzukriegen
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Irgendwo gibt es vorgebratene Bratkartoffeln tiefgekühlt zu kaufen - die haben mir überzeugend gut geschmeckt. Versuch' doch sowas mal.
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Es gibt so einige Kartoffeln und -produkte tiefgekühlt zu kaufen. Ich gehe davon aus, dass sich die Struktur und der Geschmack der Ware beim industriellen Schockgefrieren anders bzw weniger verändert, als wenn man das Gleiche mit den üblichen Haushaltsgeräten versucht.
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Da ist bestimmt was dran...
Bei Eintöpfen habe ich das schon bis hin zum totalen Geschmacksverlust erlebt. Einmal bei einem Kohlrübeneintopf mit Geflügel. Der hat vorher saugut geschmeckt und danach war alles vorbei. Unglaubliche Metamorphose ....
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Es gibt so einige Kartoffeln und -produkte tiefgekühlt zu kaufen. Ich gehe davon aus, dass sich die Struktur und der Geschmack der Ware beim industriellen Schockgefrieren anders bzw weniger verändert, als wenn man das Gleiche mit den üblichen Haushaltsgeräten versucht.
ich hatte mal himbeeren eingefroren, die schimmelten dann bis sie durchgefroren waren
da ist mit garantie ein unterschied