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Garten- und Umwelt => Quer durch den Garten => Thema gestartet von: wald am 27. Januar 2020, 07:03:10
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Hallo,
ich habe eine sehr spezielle Frage, wie klein dürfen die Wurzelstücke der bekannten Wurzelunkräuter(Quecke, Brennessel, Hahnenfuß) kleingehackt werden, damit die Wurzel so stark geschwächt wird das eine neue Pflanzenbildung unwahrscheinlich wird?
ist 1cm klein genug? oder vllt reichen sogar nur 2cm?
Ich weiß die effektivste Methode ist die Wurzel ausgraben und trocknen zu lassen in Jauche werfen und kompostieren. Ich finde Hacken aber deutlich spassiger *g*
Ich finde es recht schwierig nachdem Hacken von der Quecke oder noch schlimmer vom Hahnenfuß alle Wurzeln zu erwischen, es ist fast unmöglich, daher war jetzt meine Theorie ich hacke und hacke und hacke einfach alles klein, wohldem ich weiß das man bei Wurzelunkräutern nicht hacken soll. Theoretisch denke ich jedoch müsste wirklich viel hacken doch auch bei Wurzelunkräutern helfen. Wie sehen die alten Hasen das? :)
Es stellte sich mir jedoch trotzdem die Frage, ob die verschiedenen Pflanzen eine gewisse Mindestgröße brauchen um zu überleben. Ich glaube kaum das eine 0,1cm große Wurzel überleben kann *g* ok bei der Ackerwinde und Löwenzahn bin ich imr nicht so sicher, aber wie schaut es mit den oben genannten Wurzelunkräutern aus? :)
Gibt es hier eigentlich ein Unkrauthtread? Ich habe nichts gefunden..
Liebe Grüße
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Moin,
es bringt nichts den Boden mit den Wurzelunkräutern zu pürieren.
Hacken kannst du sobald wieder was grünes nachgetrieben ist, etwa jede Woche. Wenn du das ein halbes Jahr durchhälst, bist du viele Wurzelunkräuter los, hast dir aber die Bodenoberfläche zerstört/gepulvert.
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Ich finde Hacken aber deutlich spassiger *g*
Ich finde es recht schwierig nachdem Hacken von der Quecke oder noch schlimmer vom Hahnenfuß alle Wurzeln zu erwischen, ...
Wenn du das Hacken so liebst, dann nimm dazu doch lieber eine Kartoffelhacke statt der sonst üblichen Hacken. Quecken- und Gierschwurzeln bleiben lang und lassen sich aus dem so gelockerten Boden leicht herausziehen.
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Das geht schon....
Hab ich mittels Fräse bei Giersch gemacht - weg.
Aber ob du per Hand 0,5cm-Stückchen hinkriegst?
Privat hacken wir seit ca. 25 Jahren nicht mehr,
und haben seitdem auch kein Unkraut mehr.
Nur wenn wir Boden unnötig bewegen oder Fremderde einbringen.
Aber Orthopäden müssen auch leben!
Spass entschuldigt JEDE Art von Gärtnern.
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Spass entschuldigt JEDE Art von Gärtnern.
Das unterschreibe ich ganz dicke.
Deshalb gehe ich jetzt mit Hilfe eines Fugenkratzers(!) Steine setzen, jawollja. :D
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Ich sehe das als ziemlich schwierig an mit dem Hacken. Zumindest sollte möglichst trockener Boden vorliegen. Im feuchten Boden wachsen selbst sehr kleine Stücke wieder an.
Bei Giersch hilft es ganz gut, den Boden umzugraben und z.B. ein, noch besser zwei Jahre Kartoffeln oder anderes Gartengemüse reinzupflanzen. In umgegrabenem Gartenland findet man normalerweise keinen Giersch. Wir haben ihn nur dort, wo nicht gegraben wird, z.B. in Staudenbeeten und zwischen den Himbeeren.
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Das liegt aber weniger am Umgraben alleine, sondern daran, dass man beim Umgraben die Wurzeln ausliest.
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Bei Giersch reicht ständig abmähen, dann gibt er auch auf. Da sind Winden und Quecken schon eine andere Nummer.
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Bei Quecke hab ich keine Zweifel daran, dass 1cm oder sogar wesentlich kleinere Wurzelstücke problemlos kräftig durchtreiben können - ich denke, eine Rhizom-"Knoten" mit 1mm rechts und links davon reicht aus....ähnlich dürfte es bei Winde sein :-X
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interessante einblicke, ich fand die idee mit dem krail (kartoffelhacke) sehr gut, daher habe ich mir mal nen krail gekauft, den wollte ich sowieso schon immer mal ausprobieren, dann kann ich auch schön weiter hacken, ohne am ende nur noch pulver übrig zu haben, haha, wobei mein plan auch eher so aussah das ich eine weile hacke so 1-2 monate und dann eine gründüngung wie inkarnatklee drüber haue, der inkarnatklee hatte bei mir bisher die beste unkrautunterdrückende wirkung :) , leider keimt er so langsam... vllt probiere ich auch mal raps bei den vorbereitenen obststrauchbeeten aus :)
wenn ihr noch weitere ideen habt würde ich mich freuen :D
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Ich würde mir eine richtig gute, stabile Schuffel kaufen und damit regelmäßig die Fläche bearbeiten...
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Das beste Mittel gegen Giersch sind Hühner. Ein völlig vergierschter Streifen von 1 m X 14 m zwischen Diele und Weg war mit 4 Hühnern nach ein paar Tagen clean. Ist auch nie mehr wieder gekommen. Heute haben wir 20 Hühner, die gute Gartenhelfer sind. Nur von Dauergemüse wie ewigem Kohl, Meerkohl oder dem guten Heinrich muss man sie fernhalten. Ansonsten unser zuverlässiges Räumkomando für alle anfallenden Gelegenheiten.
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Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Vor allem im Nutzgarten sehr praktikabel zur Bodenvorbereitung, Düngung inklusive. Zu Not eine kleine provisorische Hütte bauen und ein paar Hühner ausleihen. ;D
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Cool, ein Grund mehr, sich die Anschaffung von Hühnern zu überlegen (das Problem mit dem hier ansässigen Fuchs und dem Marder müsste ich allerdings auch noch lösen :-\).
Wie ist das eigentlich mit giftigen Pflanzen - lassen die Hühner ihre Schnäbel davon, oder muss man Vergiftungen befürchten?
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Unsere Hühner dürfen überall herumlaufen. Vergiftungen gab es hier noch nicht. Allerdings ist ihre unkrautbekämpfende Wirkung bei unserer Gartengröße überschaubar. ;)
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Ein Krail ist was feines. Wenns die stabilere Variante ist, geht der ganz gut zum wühlen, aber hacken ist nicht so seins. Viel eher kann er etwas tiefer arbeiten als ein Rechen.
Haben hier mal gute 100m² Quecke mit der Kreiselegge aufgelockert und hinterher abgekrailt, da kam fast nichts nach.
Inkarnatklee würde ich nicht unbedingt machen wenn es so lange braucht zum keimen. Probiere auch mal Kulturen, die recht schnell den Boden beschatten und danach dicht machen für alles was noch aus dem Boden kommen will. Getreide, Saubohnen, Sandhafer usw.
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Bei Quecke hab ich keine Zweifel daran, dass 1cm oder sogar wesentlich kleinere Wurzelstücke problemlos kräftig durchtreiben können - ich denke, eine Rhizom-"Knoten" mit 1mm rechts und links davon reicht aus....ähnlich dürfte es bei Winde sein :-X
Bei Giersch reichen nach eigener Erfahrung 0,5 cm Rhizom problemlos zur Erzeugung einer schönen neuen Pflanze :-X
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... Bei Giersch reichen nach eigener Erfahrung 0,5 cm Rhizom problemlos zur Erzeugung einer schönen neuen Pflanze :-X
Das mag ja sein.
Er hackt aber bis 0,1 cm Größe:... Ich glaube kaum das eine 0,1cm große Wurzel überleben kann ...
Außerdem würde ich mir das liebend gern ansehen. ;D
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Giersch fräsen:
80% auf Bild ist Giersch
(https://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/10873/KiRei_0508_28629.JPG)
Gleiche Fläche 2 Jahre später,
es war nie mehr Giersch da
(https://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/10873/CONVAR128.jpg)