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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: troll13 am 30. Januar 2020, 20:25:43
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Hallo zusammen,
Könnt ihr mir bei der Bestimmung dieser Wolfsmilch helfen, die vor drei Jahren als Sämling in meinem Garten aufgetaucht ist und die inzwischen auch selbst etliche Nachkommen erzeugt hat.
Das (zugegeben schlechte) Foto stammt aus dem Mai 2018. Die Pflanze ist inzwischen noch wesentlich üppiger und sie ist wintergrün. Sie bildet sehr stark verzweigte Blütenstände aus und die einzelnen Blütenköpfchen sind relativ klein. Auffallend ist der helle Mittelstrich auf der Lauboberseite der relativ glatten Blattspreite.
So viele Euphorbia-Arten habe ich nicht im Garten. Wirklich ausdauern ist hier eigentlich nur 'Goldener Turm' aber Euphorbia cornigera schließe ich hier eher aus.
Ich hatte hier jedoch einmal 'Walenburg's Glorie'. Die Originalpflanzen sind jedoch inzwischen nicht mehr vorhanden. Könnte das hier Euphorbia palustris sein?
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Hier noch ein Bildausschnitt.
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So ein bisschen untypisch sieht sie mir für E. palustris aus. Die wächst normalerweise recht aufrecht und auch die Blüten sind kompakter.
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Was mag es sonst sein?
Versuche gerne Detailfotos zu machen.
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So was tauchte bei mir auch auf. Wegen Verdacht auf unkontrollierte Vermehrung vorsichtshalber entfernt. Sind aber schon wieder Sämlinge da ::)
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Nun habe ich in der Mittagspause noch ein paar neue Fotos gemacht
Die ganze Pflanze wird ca, 80 cm hoch. Die abgeblühten Stängel aus dem Vorjahr sterben ab und die Blütentriebe für dieses Jahr werden offenbar schon im Vorjahr gebildet.
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Ein am Grund fünfach verzweigter Blütenstand .
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Ein einzelnes Bltüenköpfchen
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Eine Triebspitze auf dem man Laubform auf der Ober- und Unterseite erkennen kann.
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Der neue Trieb ist deutlich behaart und rötlich gepunktet.
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Ich habe noch einmal versucht, mich zu erinnern, welche Wolfsmilcharten ich hier im Garten schon hatte.
Am ehesten passen die Merkmale zu Euphorbia wallichii. Könnte das sein?
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Euphorbia wallichii finde ich recht überzeugend. Die Blattzeichnung und der Habitus sind gut ausgeprägt, und auch die Anordnung der Hochblätter stimmt mit Web-Bildern überein (wobei dieses Kriterium m.E. eher schwach ist). E. wallichii wird zum Beispiel bei Longacres als "evergreen" bezeichnet. E. palustris schließe ich aus, von denen hat noch keine der mehreren Varietäten hier etwas Grünes im Winter gezeigt.
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Danke für den Link und deine Einschätzung. An Euphorbia palustris glaube ich, nachdem ich ein wenig nachgelesen habe, auch nicht mehr.
Aber ich befürchte, es ist doch nicht so einfach, wie ich mir das erhofft habe.
In Sichtungen in der Schweiz und hier in Deutschland scheint es immer Probleme bei der Artzuordnung von Pflanzen unter dem Namen E. cornigera und C. wallichii bzw. was unter diesem Namen im Handel war, gegeben haben.
Und wir müssen bedenken, dass ich hier Sämlinge habe, die nicht unbedingt so ausfallen müssen wie die Originalpflanze, die ich unter dem Namen E. wallichii vor Jahren einmal gepflanzt hatte.
Aber spannend bleibt es trotzdem. Es sind Euphorbien, die man als "wintergrün" bezeichnen kann. Ob dies auch "gartenwürdig" heißt, ist eine andere Sache, wenn man die absterbenden Triebe aus der Staude herausschneiden muss, ohne die Neutriebe dabei abzubrechen.
Vielleicht wird es ein privates Sichtungsprojekt für die nächsten Jahre.
Für diejenigen, denen das alles zu theoretisch ist, bleibt Euphorbia cornigera 'Goldener Turm' meine Empfehlung. Ernst Pagels hat hier eine Sorte ausgelesen, die sich hier seit fast 20 Jahren bewährt hat.
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Für diejenigen, die sich intensiver mit der Gattung Euphorbia beschäftigen, hier noch je eine botanische Zeichnung von E. cornigera und von E. wallichii, die vom selben Zeichner stammen und die (zumindest theoretischen) Merkmalsunterschiede verdeutlichen.
Dazu noch die Artikel in 8/2004 und 3/2013 aus der Gartenpraxis die sich beide mit dem Thema in Randbemerkungen befassen.
Auch wenn meine Sämlinge tatsächlich zu E. wallichii gehören könnten, bleibt einmal die Frage, woher sie stammen könnten. Ich bin der Meinung, dass ich die Art vor Jahren einmal gekauft und ausgepflanzt habe aber sie ist irgendwann wieder verschwunden. Wie lange mögen die Samen im Boden wohl überdauern oder habe ich die Samen doch mit anderen Pflanzen eingeschleppt. :-\
Zum anderen ist der Standort interessant. Entgegen der allgemeinen Lebensbereichbeschreibung für E. wallichii "Freifläche/Gehölzrand sonnig, frisch" tauchen die Sämlinge seit drei Jahren in einer recht stark beschatteten Gartenecke auf, die zumindest in den letzten beiden Sommern knochentrocken war.
Vergleichbare Erfahrungen habe ich jedoch auch mit E. cornigera 'Goldener Turm' gemacht. Das Exemplar oben auf dem Foto steht an der Ostseite im Regenschatten des Hauses und bekommt nur am Morgen für kurze Zeit direkte Sonne. Dazu ist der Boden dort so sandig, dass er mir im Sommer durch die Finger rieselt.
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Ich finde, ein wesentlicher Unterschied zwischen Euphorbia cornigera und Deiner Pflanze ist im Habitus zu finden. E. cornigera macht höhere, kaum verzweigte Triebe, die endständig den doldigen Bütenstand tragen. Bei Deiner Pflanze gibt es unterhalb der Spitze deutliche Verzweigungen des Hauptstängels, die alle Blütenstände aufweisen. Dieses Merkmal finde ich eher auf Bildern von E. wallichii.
Man kann diese Erfahrung vermutlich nicht auf alle Wolfsmilcharten verallgemeinern, aber hier im Garten laufen immer wieder Sämlinge von Euphorbia lathyris auf, obwohl ich schon seit Jahren versuche, keine Pflanze mehr zur Samenreife kommen zu lassen. Euphorbia peplus ist sogar noch hartnäckiger.
Wo Pflanzen keimen und wachsen, ist immer etwas überraschend. Auf meinem begrünten Garagendach steht Euphorbia cyparissias 'Fens Ruby'. Sämlinge davon erscheinen hier und da auf dem sonnigen Garagenvorplatz, wo sich die Rhizome in den sandigen Pflasterfugen auch gut halten und immer wieder ein paar Triebe hochschicken (und nur schlecht wegzubekommen sind :P). So weit, so erwartbar. Die Art hat sich hinter der Garage aber auch in einer 30 cm dicken Schicht aus Holzschreddergut angesiedelt - im Halbschatten anderer Bäume! In den feuchten, allmählich vererdenden Holzschnitzeln beginnt sie flächendeckend herum zu wuchern.
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Ich hole den Thread noch einmal hoch, weil ich mir inzwischen noch ein möglicher Kandidat für meine Bestimmungsfrage untergekommen ist.
Was mich unsicher werden lässt, ist einmal die große Anzahl der Sämlinge, die ich hier finde. Dies ist eigentlich eher typisch für Einjährige oder kurzlebige Stauden. Im Gegensatz zu Euphorbia cornigera 'Goldener Turm' scheint meine Pflanze zudem nicht mehrtriebig aus dem Boden auszutreiben sondern verzweigt sich eher aus einem "Stamm".
Ein möglicher Kandidat könnte auch Euphorbia corallioides, sein, die als kurzlebige Staude beschrieben wird, die im "zweiten bis dritten Jahr ihren Höhepunkt" zeigen soll.
Bei Jellitto wird Saatgut angeboten. Wenn ich sie mir mit anderen Pflanzen eingeschleppt haben sollte, dürfte ich jedoch nicht der einzige sein, der diese Woflsmilch im Garten findet. :-\
Das könnte übrigens mein privates Sichtungsthema für 2020 werden. Inzwischen habe ich die Wildform von E. cornigera sowie E. wallichii und E. schillingii bestellt, um hier vergleichen zu können.
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Nun sind es seit gestern Abend über 100 Klicks mehr aber niemand antwortet? ???
Bin ich wirklich der Einzige, bei dem diese Wolfsmilch im Garten herumgeistert? :-\
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Hallo zusammen,
Könnt ihr mir bei der Bestimmung dieser Wolfsmilch helfen, die vor drei Jahren als Sämling in meinem Garten aufgetaucht ist und die inzwischen auch selbst etliche Nachkommen erzeugt hat.
Das (zugegeben schlechte) Foto stammt aus dem Mai 2018. Die Pflanze ist inzwischen noch wesentlich üppiger und sie ist wintergrün. Sie bildet sehr stark verzweigte Blütenstände aus und die einzelnen Blütenköpfchen sind relativ klein. Auffallend ist der helle Mittelstrich auf der Lauboberseite der relativ glatten Blattspreite.
So viele Euphorbia-Arten habe ich nicht im Garten. Wirklich ausdauern ist hier eigentlich nur 'Goldener Turm' aber Euphorbia cornigera schließe ich hier eher aus.
Ich hatte hier jedoch einmal 'Walenburg's Glorie'. Die Originalpflanzen sind jedoch inzwischen nicht mehr vorhanden. Könnte das hier Euphorbia palustris sein?
Ein schönes Gartenbild!
Auf Deine private Anfrage hin habe ich heute einmal trotz Sturm versucht das zu fotografieren, was ich vor langer Zeit einmal aus als mit Euphorbia corallioides bezeichneter Saat von der GdS gezogen habe. Die Pflanze erhält sich seither durch Aussaat, kann aber leicht gejätet werden. Die glatten, rötlichen Stängel passen zumindest zu dem Artnamen, unterscheiden sich aber deutlich von den behaarten Deiner Pflanze. In milden Wintern kann diese Pflanze auch ein wenig blühen, wie man auf dem aktuellen Foto sieht, nach der Hauptblüte aus neuen Trieben eigentlich die ganze Vegetationsperiode über. Leider bin ich keine Botanikerin und habe auch bislang keine Quelle gefunden um meine Pflanze sicher als Euphorbia corallioides identifizieren zu können.
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Euphorbia corallioides? Schon leicht verblüht am 11. Februar.
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@ Norna,
vielen Dank für die Fotos von deiner Euphorbia.
Auf den ersten Blck scheinen das zwei unterschiedliche Pflanzen zu sein aber...?
Letztes Jahr habe ich drei Sämlinge aus der näheren Umgebung der Ursprungspflanze getopft, die ohne Schutz draußen stehen habe. Es war etwas schwierig, bei diesem Wetter zu fotografieren aber diese drei sehen deiner Pflanze schon wesentlich ähnlicher.
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Hier noch weitere (etwas unscharfe) Bildausschnitte.
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Diese mehr oder weniger harten Triebe aus dem letzten Jahr sind auch durchgehend rot und offenbar nicht behaart und haben auch keine wirklch wintergrünen Triebe wie die vermeintliche Mutterpflanze. :-[
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Nur was soll ich davon halten? ???
Zwei unterschiedliche Arten oder bastardisieren die Dinger? oder sind etwa nur die noch jungen, weichen Treibteile behaart?
Bei den abgeblühten und von der Spitze her absterbenden Triebe der Mutterpflanze ist auch keine Behaarung mehr zu erkennen.
Was mir jedoch immer noch nicht in den Kopf will ist, dass drei mehrjährige Pflanzen bei schattigem und geschützten Stand wintergrüne Triebe ausgebildet haben und die drei getopften Sämlinge nicht. :-\
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Gerade habe ich noch 2 Neutriebe abgezupft, die Stängel sind da noch grün, aber auch kahl.
Der Mittelstreifen ist wie auf den Blättern Deiner Pflanze weißlich.
Hybriden sind verschiedene von Euphorbia bekannt, vielleicht ist das bei Deinen Pflanzen das Problem.
Euphorbia corallioides hatte ich mir einmal gewünscht, weil Margery Fish sie auch für Schatten empfahl - bei mir tauchen Sämlinge aber gewöhnlich eher an sonnigen Standorten auf. Im Gegensatz zu vielen anderen Euphorbien kommt die Pflanze in meinem Garten aber auch gut mit schwerem, oft nassem Boden klar.
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Es bleibt mir vermutlich nichts anderes übrig als diese Wolfsmilch weiter zu beobachten.
Drei größere Exemplare habe ich jetzt an unterschiedliche Standorte auseinander gepflanzt, von sonnig bis vollschattig. Und ich werde weitere kleine Sämlinge topfen und untereinander und mit anderen gekauften Wolfsmilcharten vergleichen.
Es gibt leider so viele Arten in der Gattung und wenig brauchbare Literatur.
Aber das Sorten bzw. Unterarten, die einer gemeinsamen Art zugeordnet werden, völlig unterschiedlich ausfallen können, zeigen ja auch E. amygdaloides var. robbiae und E. amygdaloides Prupurea. Die eine hier immergrun und ausläufertreibend, die andere eine kurzlebige Mimose. :-[
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Moin,
das Thema lässt mich nicht mehr los und ich möchte einen alten Thread weiterführen, der bald 10 Jahre nicht mehr bearbeitet wurde.
Die erste Wolfsmilch die hier schon ein wenig Farbe zeigt, ist Euphorbia amygdaloides var. robbiae. Wer in WHZ 7 oder höher gärtnert, braucht nach meiner Erfahrung übrigens keine Sorge wegen der oft beschriebenen mangelnden Winterhärte zu haben. Hier hat sie in bald 20 Jahren Standzeit nur ein einziges Mal so starke Winterschäden gehabt, dass sie bodeneben abgefroren und nicht zur Blüte gekommen wäre. Sie ist danach jedoch kräftig wieder ausgetrieben.
Nach meinem Bestimmungsproblem mit der vermeintlichen E. corrallioides habe ich ein wenig investiert, um die Wildform E. cornigera, E. wallichii und E. schillingii "in echt" zu sehen und auseinanderhalten zu können. Außerdem werden E. palustris 'Walenburg's Glorie' und 'Teichlaterne' sowie die weiß blühende E. collorata hier noch in den Garten einziehen.
Diese amerikanische Wolfsmilch könnten einige hier aktuell auch (noch?) im Garten haben. Mich würden Infos zum optimalen Standort interessieren.
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Die erste Wolfsmilch die hier schon ein wenig Farbe zeigt, ist Euphorbia amygdaloides var. robbiae.
Hier ist Euphorbia rigida dieses Jahr die erste, die aufblüht :D .
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E.rigida ist bei mir eigentlich immer die erste blühende Euphorbie. Und eine der schönsten, finde ich :D
Sät sich neuerdings auch aus bei mir. Sehr moderat. Jedenfalls nicht so unkrautig wie myrsinites, welche ich mittlerweile auszurotten versuche.
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Vielleicht Euphorbia platyphyllos? Ein Ackerunkraut, hier auf der Roten Liste?
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Vielleicht Euphorbia platyphyllos? Ein Ackerunkraut, hier auf der Roten Liste?
Wenn du die Euphorbia aus den Eingangsposts meinst...?
Sie ist defintiv mehrjährig und nicht annuell wie E. platyphyllos und der Blütenstand ist einfach wie eine Dolde. Ich tippe inzwischen tatsächlich auf E. corallioides, die ich als Samen mit anderen Pflanzen eingeschleppt habe.
Aber ich werde sie weiter beobachten. ;)
Leider ist die Gattung so riesig und unübersichtlich, dass es trotzdem ein Schuss ins Blaue ist. :-\
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Hallo,
Kann mir jemand sagen welche euphorbia das war? Ich denke sie ist leider eingegangen, jetzt ist sie derzeit nur braun.. normalerweise war sie Winter grün. Ich weiß nicht woran es gelegen hat, würde sie aber gerne nochmal irgendwo nachbestellen.
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Bisr noch ein Bild von der Seite
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Ein letztes Bild...
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Es könnte Euphorbia x martinii sein.
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Ich tippe auf Euphorbia characias. Bei E. x martinii haben die Blätter meist eine etwas rötliche Farbe. Es gibt da aber ganz verschiedene Typen, je nachdem wie E. amygdaloides v. atropurpurea die Blattfarbe vererbt hat. Anbei ein Foto einer martinii aus meiner Zucht.
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Hmm, da muss ich mal googeln..Vielleicht sollte ich noch dazu sagen das sie ca 90cm-1m hoch war... und die Triebe waren später richtig “ holzig, nicht so weich/biegsam wie beispielsweise bei niedriger bleibenden den Sorten
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Also nach nochmaligem Bilderabgleich mit euren Tips bin ich der Meinung es müsste “Euphorbia characias ssp. wulfenii “ gewesen sein...danke euch!!
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...und ich bin ganz deiner Meinung, das ist Euphorbia characias ssp. wulfenii.
Gab es keine Sämlinge? Eigentlich ist die Art recht freigiebig.
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Doch, aber tatsächlich nur einen... und der sitzt ein
paar Meter weiter und passt da auch ganzen gut. Ich fand die eh wunderschön, im
Sommer wie im Winter... hab grad ne Bestellung aufgegeben da ich ja nun nicht auf die Märkte bauen kann. Ich hoffe die Gärtnereien halten durch...
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Sie sind wunderschön, man muss hier aber auch damit rechnen, das sie in härteren Wintern erfrieren, Sämlinge sorgen aber meist für Nachschub. ;)
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Euphorbia dulcis mit Brunnera macrophylla und Dicentra formosa...
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Euphorbia amygdaloides var. robbiae...
(Hoffentlich beutelt sie der angesagte Nachtfrost nicht allzusehr :-\)
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...und Sichtungsarbeit für dieses Jahr.
Im Uhrzeigersinn von oben links: Euphorbia palustris, E. cornigera, E. schillingii und E. wallichii. Was ich bis jetzt geliefert bekommen habe, scheinen tatsächlich unterschiedliche Arten zu sein. :D
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Anbei ein Foto einer martinii aus meiner Zucht.
Gefällt mir sehr!!
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@ troll, toller austrieb der euphorbia dulcis!!
Euphorbia amygdaloides var. robbiae mag ich auch sehr!! Nur leider verschwinden die bei mir schnell wieder... freue mich immer sehr wenn einer auftaucht...
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Anbei ein Foto einer martinii aus meiner Zucht.
Gefällt mir sehr!!
Ja!
Wie lange lebt x martinii bei dir so, Anomatheca? Vermelde leider einen Verlust nach ca. 4 Jahren. Vielleicht eher eine Standortsache?
E.a.var.robbiae braucht bei mir in 7b einfach Schutz. Den hat sie unter einer grossen Scheinzypresse selbst gefunden (ist dort hingewandert). Die, welche weiter draussen im `kleinen Osten`wachsen kriegen von Winter und Frost immer mehr oder weniger "eins aufs Dach".
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.
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WhZ 7b habe ich hier offiziell auch und E. a, var. robbiae seit bald 20 Jahren mitten im Garten unter einer Zaubernuss.
In 8 bis 9 von 10 Jahren ist sie zur Blüte gekommen und wenn sie tatsächlich einmal zurückgefroren war, ist sie wieder ausgetrieben.
E. amygdaloides 'Purpurea', E. griffithii und E. x martinii habe ich hier mehrfach versucht, jedoch immer wieder wieder verloren. Auch E. polychroma hat sich hier nie dauerhaft etabliert.
Winterhärte scheint daher offenbar nur einer von mehreren Faktoren zu sein. :-\
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Diesen ungewöhnlich attraktiven Sämling habe ich leider nach ca. 5 Standjahren verloren. Inzwischen fand ich an völlig anderer Stelle im Garten 2 winzige Sämlinge und hoffe sehr, dass sie die bevorstehenden Frostnächte überstehen.
(https://up.picr.de/38114480fh.jpg)
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In 8 bis 9 von 10 Jahren ist sie zur Blüte gekommen und wenn sie tatsächlich einmal zurückgefroren war, ist sie wieder ausgetrieben.
Die geht bei mir auch nicht mehr freiwillig weg. ;) Nach dem Winter kann sie an den angriffigen Stellen einfach sehr unschön aussehen. Die Kälte kann dort einfach wirklich gut zugreifen, der Baum bietet Schutz.
Evtl. brauchen die anderen auch eher geschütztere Standorte? (x martinii stand bei mir recht frei, auch mit Wintersonne. Und leider keine hübschen Sämlinge. ;))
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Auch E. polychroma hat sich hier nie dauerhaft etabliert.
Die sind von Ausnahmen abgesehen kurzlebig. Die Ausnahmen bekamen dann z.B. Namen wie 'Major' und 'Midas'. ;) Hier halten sie sich gut über Sämlinge, die an den kuriosesten Stellen auftauchen wie z.B. in einem Sempervivumkübel.
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Eben! ;)
wenn es ihnen bei mir gefallen würde, sollte ich wie bei Euphorbia dulcis Sämlinge finden.
Trotz zweier Extremsommer scheint mein Gartenstandort für andere Arten wie z. B. E. palustris geeigneter zu sein. ;)
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Euphorbia palustris sollte umbenannt werden. Dieses "palustris" verbaut der Pflanze großartige Einsatzmöglichkeiten.
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Da hast du recht!! Bei mir steht die trocken im sonnigsten Gartenabschnitt....
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Auch E. polychroma hat sich hier nie dauerhaft etabliert.
Bei ihr steht da und dort zu lesen, dass sie gern etwas kalkhaltigen Boden mag. (Länger als 4,5 Jahre habe ich sie aber auch noch nicht im Garten.)
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die hat bei mir komplett eine maus abgefressen, da war nix mehr da, den stummel pflanzte ich, der treibt wieder :D
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Es gibt eine Reihe von Stauden, denen Kalkliebe nachgesagt wird, die sich bei mir nicht ausdauernd etablieren. Dazu gehören auch Aster amellus und Knautia macedonica.
Es gibt glücklicherweise genügend Wolfsmilcharten, die in meinem Garten zurechtkommen. Dazu gehört eben auch E. palustris, die sich in geringem Maße hier auch versamt, obwohl ich ursprünglich nur 'Walenburgs Glorie' gepflanzt hatte. Gespannt bin ich auf 'hoch gelobte Teichlaterne'. Ob sie im Vergleich tatsächlich so kompakt bleibt?
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Ja, bleibt sie. Die ist vom Habitus wie eine etwas groß geratende polychroma.
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Bei mir im Garten wird E. polychroma (epithymoides) alt: es gibt 20-jährige Exemplare, aus Samen gezogen.
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es gibt 20-jährige Exemplare, aus Samen gezogen.
Das klingt ja gut! :D
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Diese Walzenwolfsmilch scheint den richtigen Standort zu haben.
Sie ist dieses Jahr üppig gewachsen.
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Ein Spaltenbewohner - könnte das eine Hybride zwischen Euphorbia amygdaloides var. robbiae und characias sein? Keine Ahnung wie die dort keimen konnte, das ist eine dichte Reihe von Palisadensteinen als Hochbeeteinfassung. Im Hintergrund einer der mittlerweile 6 oder 7 großen characias, ursprünglich mal als Black Pearl gekauft, säen sie sich selber aus (trotz mittlerweile recht konsequentem Abschneiden der Fruchtstände).
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Hier ist leider das Namensschild verschütt gegangen, sie steht recht schattig (daher die miese Bildqualität) und bildet Ausläufer. Was könnte das sein?
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Vermutlich die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides).
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Ein Spaltenbewohner - könnte das eine Hybride zwischen Euphorbia amygdaloides var. robbiae und characias sein? Keine Ahnung wie die dort keimen konnte, das ist eine dichte Reihe von Palisadensteinen als Hochbeeteinfassung. Im Hintergrund einer der mittlerweile 6 oder 7 großen characias, ursprünglich mal als Black Pearl gekauft, säen sie sich selber aus (trotz mittlerweile recht konsequentem Abschneiden der Fruchtstände).
Hybride ist bei Wolfsmilch wohl immer möglich, aber warum könnte das keine E. characias sein? Die sind doch auch unterschiedlich.
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Ein Beitrag zur umstrittenen Winterhärte von Euphorbia amygdaloides var. robbiae...
Mehrere Nächte mit Spätfrösten bis - 5 ° C haben ihr hier nichts ausgemacht, wahrend die Blüten von Brunnera direkt daneben erfroren sind.
Sogar im Februar gepflanzte Rhizomteile ohne viele Wurzeln haben unter einer dünnen Laubdecke überlebt und kommen jetzt teilweise noch zur Blüte.
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Euphorbia fragifera blüht über einen längeren Zeitraum.
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Ich kann mich nicht erinnern, dass Euphorbia amygdaloides var. robbiae jemals so üppig blühte, wie dieses Jahr.
(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=66407.0;attach=698874;image)
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(https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=66407.0;attach=698876;image)
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Ich kann mich nicht erinnern, dass Euphorbia amygdaloides var. robbiae jemals so üppig blühte, wie dieses Jahr.
Auch bei uns sind sie ungewöhnlich üppig.
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...und Sichtungsarbeit für dieses Jahr.
Im Uhrzeigersinn von oben links: Euphorbia palustris, E. cornigera, E. schillingii und E. wallichii. Was ich bis jetzt geliefert bekommen habe, scheinen tatsächlich unterschiedliche Arten zu sein. :D
So einfach, wie ich es mir hier vorgestellt habe, scheint es doch nicht mit meiner kleinen Sichtung zu werden. :-\
Hat vielleicht jemand ein Vergleichsfoto vom Austrieb von Euphorbia cornigera 'Goldener Turm' für mich?
So sieht er bei der Wolfsmilch aus, die ich seit vielen Jahren unter diesem Namen im Garten habe.
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Das habe ich als E. cornigera von Staudenonline bekommen...
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Zum Vergleich...
E. wallichii von Kirschnlohr
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und...
E. schillingii von der "Staudengärtnerei"
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Die E. cornigera von Staudenonline sieht genau wie meine cornigera aus.
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Kann es angehen, dass ich seit vielen Jahren eine "falsche" Euphorbia 'Goldener Turm' im Garten habe? :-\
Diese Pflanze hat nur sehr wenig mit der E. cornigera von Staudenonline gemein. Diese wiederum sieht der E. wallichii sehr ähnlich. Vielleicht ist der Stängel roter und das Laub ist weniger zugespitzt.
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Wie will man das wirklich klären? Die möglichen Herkünfte der verschiedenen Kultivare erstrecken sich auf mehrere große Florengebiete, die nicht alle mit guten Florenwerken erschlossen sind. Die Artengruppe selbst ist in ihren Unterscheidungsmerkmalen oft so gering differenziert, dass die Nachbestimmung schon bei bekannter geografischer Herkunft große Probleme bereitet.
Ich kann mir nur vorstellen, dass man die im Staudenhandel vorhandenen Sorten untereinander abgrenzt und, soweit sich geografische Ursprünge rekonstruieren lassen, in die Floren der Heimatgebiete schaut.
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Die Staudensichtung hatte sich vor einiger Zeit der Euphorbien angenommen. Unter Staudengärtnern herrscht seitdem eigentlich Konsens, wie der 'Goldene Turm' auszusehen und sich zu verhalten hat. Ob er botanisch richtig eingeordnet ist, ist aus gärtnerischer Sicht zweitrangig.
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Zunächst interessiert mich einfach, ob die Wolfsmilch, die ich schon lange im Garten habe, überhaupt 'Goldener Turm' ist. Diese Frage drangt sich auf, wenn ich sie mit der Pflanze vergleiche, die ich jetzt als E. cornigera bekommen habe.
Zum anderen findet man bereits in einem Artikel in der GP aus dem Jahr 2004 (8/2004 S. 15. ff.) Hinweise darauf, dass sowohl die Spezies E. cornigera als auch E. schillingii und E. wallichii teilweise unter falschem Namen im Handel sind, so dass es einem vielleicht auch noch passieren könnte, dass man ein und dieselbe Pflanze bekommt, obwohl man unterschiedliche Arten bestellt hat.
Das sollte eigentlich auch Erwerbsgärtner interessieren.
Mir wird es vermutlich nie gegönnt sein, die Spezies am Naturstandort zu sichten. Ebenso wenig wird Ernst Pagels in Pakistan gewesen sein, um die Artzuordung von 'Goldener Turm' abzusichern. Aber wir haben heute so etwas wie das Internet, wo man seriöse Quellen wie die "Flora of Pakistan" findet, in der zumindest E. cornigera und E. wallichii beschrieben werden. Zu beiden Wolfsmilcharten gibt es dort zudem botanische Illustrationen vom selben Autor, die auch aus dem Sessel heraus einen Vergleich beider Arten ermöglichen oder wenigstens darauf schließen lassen, ob eine gärtnerische Artzuordnung zutreffen kann oder eben nicht.
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Euphorbia polychroma "Bonfire":
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lerchenzorn und Staudo :-* :-*
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ich glaube ich muss meinen gewaltig großen Bestand von Euphorbia robbiae mal fotografieren. Wegen Nomenklatur, es ist nicht nur für Gärtner vernünftig Euphorbia robbiae den vollen Artstatus zu geben.
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so, (https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=52389.0;attach=702528;image)
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Wegen Nomenklatur, es ist nicht nur für Gärtner vernünftig Euphorbia robbiae den vollen Artstatus zu geben.
Aus gärtnerischer Sicht bin ich ganz Deiner Meinung.
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so, (https://forum.garten-pur.de/index.php?action=dlattach;topic=52389.0;attach=702528;image)
Ein eindrucksvolles Bild. :D
Wer den Platz dafür hat, sollte E. robbiae wirklich ausprobieren. Hier ist diese Wolfsmilch seit vielen Jahren unkaputtbar.
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Bei mir beginnt E. palustris mit der Blüte. Dies ist vermutlich der einzige verbliebene Horst der vor etlichen Jahren gepflanzten Walenburg's Glorie. Durch die anhaltende Trockenheit ist er dieses Jahr nicht ganz so üppig und nur ca. 50 cm hoch. Daneben habe ich einen mehrjährigen Sämling an andere Stelle im Garten, der heuer die 70 cm Marke schafft.
Dieses Jahr gepflanzte Vergleichspflanzen von Walenburg's Glorie, Teichlaterne und der Art selbst, sind noch ein- bzw. zweitriebig. Es dauert offenbar einige Zeit bis sich die Sumpfwolfsmilch in voller Pracht zeigt. aber sie hat sich hier als deutlich dauerhafter im Vergleich mit E. polychroma gezeigt.
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Noch ein Bild von dem vergleichsweise großen und dichten Blütenstand.