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Pflanzenwelt => Rosarium => Thema gestartet von: Walt am 03. September 2020, 12:02:23
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oder die eierlegende Wollmilchsau,
wir haben ein kleines Rosenbeet (siehe Bild) ca. 5 m lang, 20 cm breit, von Steinen eingefasst. Dort hatte ich vor Jahren - ohne die geringste Ahnung - bei Förster Stauden ein paar David-Austin-Rosen gekauft und eingesetzt. Leider ist das so ziemlich in die Hose gegangen. So ziemlich alles was man an Pestilenzen haben kann - Rost, Mehltau, Sternrußtau und jede Menge Blattläuse - hat sich ausgebreitet. Nachdem ich mit schlechtem Gewissen in den ersten beiden Jahren noch mit der Chemiekeule dagegen angegangen bin, hab ich das später wie im Rest des Gartens sein lassen.
Inzwischen sieht das Ganze ziemlich jämmerlich aus und viel mehr Ahnung von Rosen als damals hab ich zu meiner Schande immer noch nicht.
Nun gibt es zwei Alternativen - raus mit den Dingerns und was anderes gepflanzt - was aber schade wäre, denn eigentlich hatten die Rosen einen schönen Hintergrund für das davorliegende Kiesbett (Thymian, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Minze, usw.) abgegeben - solange sie noch was hermachten.
Oder hier nach robusten Strauchrosen fragen!
Wunsch: rote oder gelbe Blüten - gerne länger blühend, dichtes Blattwerk, max. 150 cm hoch - und so weit wie möglich gefeit gegen alles was da so an Widrigkeiten auftauchen kann.
Über Vorschläge und Ideen würde ich mich sehr freuen.
Gruß
Walt
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Die Sorten von Austin haben bei mir auch versagt und inzwischen bevorzuge ich robustere Sorten, auch wenn die nicht ganz so charmant und duftend sind. Im Gegensatz zu Dir habe ich schweren Lehmboden im Garten.
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In meinem Vorgarten steht 'Resonanz' von Noack: winterhart, feuerwehrrot, üppig und dauerhaft blühend, um den Duft wahrzunehmen muss man sich etwas anstrengen ;). Sie gilt als Beetrose, bildet einen schönen geschlossenen Busch von etwa 1 m Höhe.
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Gesund und duftend ist die Rugosahybride 'Wild Eagle' von Ruf. Beliebt bei Hummeln und Bienen, sie bildet einen dichten runden Busch. :D
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Für das schmale Beet geeignet sind evt. welche von den robusten neuen Teehybriden. In rosarot kann ich aus meinem Garten 'Charisma' empfehlen, in gelb 'Sunny Sky'. Die gelben sind oft etwas heikel, auch was die Frosthärte betrifft, Kombinationen von gelben und roten Rosen mag ich persönlich nicht so.
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'Sunny Sky':
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Vielen Dank,
die 'Resonanz' sieht schon mal sehr gut aus. Wundervolle Farbe. Das mit dem Duft ist nicht ganz so schlimm. Durch den vielen Lavendel im Kiesbeet davor ist da eh ein olfaktorischer Overkill.
Walt
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Es kommen bestimmt noch mehr Vorschläge. :)
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Das ist jetzt aber nicht gerade das breiteste Rosen(-Hoch)beet, so mit 20 cm 8)
Und etwas schattig scheint es auch zu sein, und da die Farne so schön gedeihen, wohl auch mit etwas Luftfeuchtigkeit.
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Wie breit dürfen die Rosen denn dort werden?
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Es wäre gut, mehr über die Stand- und Bodenverhältnisse zu wissen. Ist dort Erde angeschüttet? Nach dem Foto scheint es so zu sein. Bei ansonsten tiefgründigem Boden könnte dort vielleicht Perle d' Or zurecht kommen.
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Die Ausrichtung des Beets ist genau Ost-West. D.h. sie stehen da schon sehr sonnig. Die Farne dahinter auf der Nordseite stehen deutlich tiefer.
Ich hab nochmal ein Bild aus dem April angehängt, da kann man das "Beet" nochmal von vorne sehen. Breit ist es wirklich nicht besonders, aber ich dachte als Tiefwurzler könnten Rosen das ab.
Was die Breite angeht, hab ich eben nochmal nachgemessen. Die minimale Pflanzbreite, also offene Erde sind 35 cm - die maximale 80 cm. Dazu kommen auf beiden Seiten nochmal ca. 15 cm Steine. Macht zusammen minimal 65 cm. Also könnten die zu pflanzenden Rosen auch 1 m breit werden.
Boden ist generell ziemlich sandig - also nur Sand ;D. An der Stelle hab ich damals den Sand ca. 40 cm tief herausgeholt, den darunterliegenden Bereich gelockert und mit Rosenerde aufgefüllt.
Gruß
Walt
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Kleine Bodendeckerrosen wären keine Alternative ???
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Kleine Bodendeckerrosen wären keine Alternative ???
Eher nicht. Zum einen werden die Pflanzen im Kiesbeet dann kaum noch einen Blick auf die Rosen zulassen und zweitens sollen die Rosen den dahinterliegenden Bereich mit den Farnen ein wenig beschatten.
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Auch hier möchte ich noch mal die Rose Augusta Luise von Tantau erwähnen...
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Das hört sich alles nicht nach einem guten Rosenplatz an. :-\ Wo Farne gedeihen,wachsen nicht unbedingt Rosen und auf Sand kann man da auch nicht strotzende Gesundheit erwarten.Dann noch die Erhöhung und die geringe oberflächliche Breite,durch die nur wenig Wasser aufgenommen werden kann,ich weiß nicht.Sie würden wohl wieder hungern.Rosen auf Rosen auch nicht ideal.Ich würde da etwas anderes probieren.
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Ich würde da etwas anderes probieren.
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Ich könnte mir z.B. Bartblume, hohes Sedum, Echinacea, Salvia nemerosa, Aster amellus, Aster frikartii 'Mönch', Coreopsis 'Full Moon' vorstellen.
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Dem stimme ich auch zu, würde aber dazu drei Rosenhochstämme, gleiche Sorte pflanzen.
Die beschatten dann das Farnbeet und bringen auch Struktur in das Ganze.
Sorten-Vorschläge: Marie Curie, Red Leonardo, Yellow Meilove. Alle bei Dräger erhältlich.
(https://up.picr.de/39363006ib.jpg)
Dieser Hochstamm (Sir John Betjeman) steht in meinem Irisbeet. Im Frühling blühen dort viele Tulpen, danach die Iris und nach der ersten Rosenblüte zeigen sich die Lilien.
Als vordere Einfassung habe ich vor kurzem eine Reihe Geranium renardii gepflanzt.
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Die Ausrichtung des Beets ist genau Ost-West. D.h. sie stehen da schon sehr sonnig. Die Farne dahinter auf der Nordseite stehen deutlich tiefer.
Ich hab nochmal ein Bild aus dem April angehängt, da kann man das "Beet" nochmal von vorne sehen. Breit ist es wirklich nicht besonders, aber ich dachte als Tiefwurzler könnten Rosen das ab.
Was die Breite angeht, hab ich eben nochmal nachgemessen. Die minimale Pflanzbreite, also offene Erde sind 35 cm - die maximale 80 cm. Dazu kommen auf beiden Seiten nochmal ca. 15 cm Steine. Macht zusammen minimal 65 cm. Also könnten die zu pflanzenden Rosen auch 1 m breit werden.
Boden ist generell ziemlich sandig - also nur Sand ;D. An der Stelle hab ich damals den Sand ca. 40 cm tief herausgeholt, den darunterliegenden Bereich gelockert und mit Rosenerde aufgefüllt.
Gruß
Walt
Was ist denn das links für ein Strauch?
So wie es aussieht, stehen die Rosen im Traufbereich oder sogar unter dem Strauch?
Rosen brauchen über sich Blauen Himmel.
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m.E. müsste es robuste Rosen für Walts Beet geben.
Die Rosen auf dem Foto stehen in Sand (allerdings im Untergrund feucht) mit wenig Sonne (offen Richtung Nord-Ost).
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Ich hatte im alten Garten ein Rosenbeet vor alten Kiefern auf trockenem Sand. Sie bekamen bis etwa Mittag Sonne, dann lagen sie bis zum späten Nachmittag im Schatten. Sie standen in einer Art Schneise zwischen großen Bäumen.
Sehr gut gediehen dort Marie Curie, Sally Holmes und - obwohl von Austin - Graham Thomas.
Letztere war nach drei Jahren ein derart riesiges Ungeheuer, dass ich sie beim Umzug nicht mitgenommen, sondern mir lieber eine neue gekauft habe.
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Meine einzige gelbe Rose ist Teasing Georgia (auch von Austin). Bislang gesund, jedoch erst letztes Jahr gepflanzt, habe also keine Langzeiterfahrung.
Sandboden, im Hochsommer nur 4h nachmittags Sonne, derzeit fast keine Sonne mehr, bildet trotzdem noch Blüten. Rote Rosen habe ich nicht.
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robust und immer gesund wächst bei mir im Sandboden die "Heidetraum"
Grüßle
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Meine einzige gelbe Rose ist Teasing Georgia (auch von Austin).
Die ist auch meine einzige gelbe. ;) Wird im Lehmboden riesig. Ich weiss nicht recht, ob sich so eine Georgia mit so wenig Bodenraum zufriedengeben wird.
Ich sage mal noch `Easy Going`, habe sie in guter und gesunder Erinnerung (war eine Kübelrose und der Winter...)
Kleinere eher zierliche Sträucher wären keine Alternative zu den Rosen in der Funktion als Schattenbringer?
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Was ist denn das links für ein Strauch?
So wie es aussieht, stehen die Rosen im Traufbereich oder sogar unter dem Strauch?
Rosen brauchen über sich Blauen Himmel.
Weder Traufbereich noch unter dem Strauch. Neben einer Eibe (ganz links) steht eine Reneklode, deren Äste aber nördlich hinter den Rosen stehen.
Vielen Dank für die weiteren Tipps!!