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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Aella am 19. August 2005, 08:40:51

Titel: Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 19. August 2005, 08:40:51
da nun die pilzzeit wieder anfängt und ich am wochenende auf eine große ausbeute im wald hoffe, bin ich mal auf eure pilzrezepte gespannt.

man macht ja selbst doch immer wieder das gleiche...

schirmlinge mag ich sehr gerne paniert, mit salat.
röhrlinge am liebsten angebrutzelt, mit sahne unf weißwein abgelöscht zu nudeln oder reis.
oder mit fleisch als geschnetzeltes
junge stäublinge in scheiben gebraten über den salat.
etc etc...

oder einfach eine schöne gemischte pilzpfanne mit speck und zwiebel angebrutzelt, dazu brot/baguette/toast mit butter

erzählt mir mal eure lieblingsrezepte mit pilzen!
bin schon sehr gespannt auf neues
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 19. August 2005, 08:46:27
Nun ja, auch die Steinpilze in dicke Scheiben schneiden und beidseitig in einer Mischung aus Butter und Olivenöl anbräunen.

Eine Handvoll Stockschwämmchen an den Rinder- oder Schweinebraten geben und mit schmoren lassen.

Hallimasch (mein Lieblingspilz) in vorher angerösteten Bauchfleischwürfeln und gedünsteten Zwiebeln garen, mit Sahne ablöschen, Petersilie darüberstreuen. Manche kochen H. vorher ab, weil sie auf einige etwas giftig wirken. ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: max. am 19. August 2005, 09:09:57
@hortulanus,
Zitat
angerösteten Bauchfleischwürfeln

frisches bauchfleisch, oder geräuchert?
das schöne am hallimasch ist, daß ihn fast niemand sammelt. vielleicht sollte man keine werbung für ihn betreiben, sonst geht´s genauso wie mit pfifferlingen und steinpilz. aber daß er für schwächliche naturen unbekömmlich ist, läßt hoffen.
gruß
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 19. August 2005, 09:13:31
Geräuchert. :)

Ein Stückchen (wirklich nicht viel, sonst ist das Aroma zu penetrant) "Krause Glucke" an eine (selbstverständlich selbstgemachte) Rindsbouillon. Kurz mit aufwallen lassen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bb am 19. August 2005, 09:26:37
das schöne am hallimasch ist, daß ihn fast niemand sammelt.

hier in der Region sieht es anders aus.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 19. August 2005, 09:36:29
ich hoffe, dieses jahr endlich einmal eine krause glucke zu finden.......

ich finde es herrlich.
nicht nur, daß hier im forum mein gärtnerinteresse geteilt wird, nein, auch kochen und pilze sammeln wird hier groß geschrieben.

herrlich ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: martina 2 am 19. August 2005, 15:59:20
Hortulanus, wie stehts mit dem Bier zum Hallimasch? Vor ihm wird ja vor allem in Verbindung mit Alkohol gewarnt.

I
Zwiebel mit geräuchertem Speck in etwas Öl gelb werde lassen, blättrig geschnittene Eierschwammerl/Pfifferlinge dazugeben, ca. 15 min. dünsten. Vorher nicht zu mehlige Kartoffel weichkochen, leicht überkühlen, in Scheiben schneiden.
Unter die Pilze mischen, das Ganze gut durchbraten, jetzt erst salzen, gut pfeffern und mit wenig gemahlenem Kümmel, Petersil und möglichst frischem
Majoran oder Zitronenthymian würzen. Mengen beliebig je nach Geschmack bzw. Pilzvorrat. Empfindliche lassen den Speck weg und geben stattdessen am Ende etwas Schinken dazu. Wer mag, bekommt einen grünen Salat - möglichst aus dem Garten ;D

II
Hüte von kleinen Steinpilzen mit einem Gemisch aus Petersil, Pfeffer, Knoblauch, Semmelbrösl, ein paar Tropfen Olivenöl und nach Belieben frisch geriebenem Parmesan füllen, entweder in geölter Alufolie verpackt oder in feuerfestem Geschirr ca. 20 Min. grillen, dann erst salzen. Die Italiener geben noch etwas gehackte Anchovis dazu, ist aber nicht jedermanns Sache.

Die Krause Glucke muß jung sein, darf also nicht modrig riechen! Ich finde sie am besten in einer gemischten chinesischen Pfanne.

Die Krönung sind für mich die Hüte von Frauen- bzw. Fleischtäubling, in Butter gebraten, gesalzen und gepfeffert und auf Schwarzbrot mit Butter gelegt. Auch junge Reizker...

Martina
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 19. August 2005, 16:21:18
Als wir im vergangenen Herbst in der Toskana waren, haben wir uns mit Freunden den Luxus einer Trüffel-Knolle gegönnt.

Bandnudeln al dente, kurz in Olivenöl + Butter geschwenkt, Trüffel darüber hobeln, mit Parmesan bestreuen. Landwein.

Zwischendurch mehrmals zufrieden seufzen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: kazi am 21. August 2005, 22:07:41

das schöne am hallimasch ist, daß ihn fast niemand sammelt.

Bei uns ist das auch anders, er wird hier viel gesammelt.
Oft komme ich zu spät und es ist schon alles brauchbare gesammelt. :-\
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: fisalis am 22. August 2005, 13:58:39
Die meisten Pilze, in Scheibchen geschnitten, brauchen bloss vier Begleiter:

Olivenöl, Knoblauch, Kräuter* und Meersalz.

In ersterem werden die durchgedrückten Knoblauchzehen zusammen mit den Pilzscheibchen auf nicht zu starkem Feuer vorsichtig angedünstet, und alsdann die fein gehackten, frischen Kräuter beigefügt. Dann kosten und nach Bedarf salzen. Zum Schluss ev. nochmals Salz und Öl.

Ob einfach so, auf einer gerösteten Brotscheide als Crostini, oder an Pasta als Sugo, verschimmeln wird so in Pilzgericht nie.

*Basilikum, Origano, glatte Petersilie, Rucola, Hirschhornwegerich... oder Salbei, Thymian, ...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 14:10:09
Ich beneide euch um die Pilze! und zu allem Elend haben heute Nacht eine horde Raupen meinen Rukola verspeisst >:( >:( >:( inzwischen sind sie ganz biologisch aufgeräumt. Hühnerfutter!
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 22. August 2005, 14:14:26
Wir waren gestern in den Pilzen. Durchaus erfolgreich: Steinpilze (war schon Säuglingsmord) und Maronen. Pech nur, dass ich beide nicht sonderlich mag.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 14:20:26
 :P Schleck :P Aber ganz toll finde ich ein Reizgerrezept: Stiele entfernen , ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren , abtrocknen , wie Wiener Schnitzel würzen und panieren und ausbacken. Bah jetzt láuft mir aber das Wasser im Munde zusammen. Der Reizger kommt aber wohl etwas später, oder?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 22. August 2005, 14:31:30
:P Schleck :P Aber ganz toll finde ich ein Reizgerrezept: Stiele entfernen , ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren , abtrocknen , wie Wiener Schnitzel würzen und panieren und ausbacken. Bah jetzt láuft mir aber das Wasser im Munde zusammen. Der Reizger kommt aber wohl etwas später, oder?

Und nicht klopfen?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 14:41:36
 ;DWitzbold ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 22. August 2005, 14:47:11
bei uns werden waldpilze meist nur gesalzen,an kräutern oder gewürzen kommt höchstens zwiebel und petersilie dazu, um nicht ihren eigengeschmack zu beeinträchtigen.
mir sagte mal eine köchin, dass es ganz wichtig wäre, sie richtig braun anrösten zu lassen - grad erst vor dem anbrennen vom herd nehmen oder ablöschen! das hebt ihren geschmack tatsächlich sehr!
lg lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 14:50:44
Pure Reizger habe ich noch nie so gegessen. Keine Ahnung wie sie schmecken würden.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 22. August 2005, 15:06:34
bei uns werden waldpilze meist nur gesalzen,an kräutern oder gewürzen kommt höchstens zwiebel und petersilie dazu

So halten wir es auch, allerdings gerösteter Speck muss sein.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Mutabilis am 22. August 2005, 15:33:32
Gulasch mit viel Pilzen: Zwiebel + Knoblauch anbräunen, aus dem Topf nehmen, Fleisch anbräunen, Zwiebeln wieder dazu, etwas Wassern angiessen, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran dazu, einkochen lassen, bis es fast ansetzt, Wasser und Tomatenmark dazu, abschmecken, nochmal etwas einkochen lassen und dann ordentlich Pilze, mindestens so viel wie Fleisch, dazu und kurz garen lassen. Dazu Böhmische Knödel - ein Gedicht!
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 15:36:23
Gut dass ich deine Adresse nicht weiss, du hättest mit einem Überfall rechnen können zur Mittagszeit ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Unkraut am 22. August 2005, 17:34:37
Ich hatte die Strumpfmaske auch schon auf. Welche Pilze verwendest Du denn für das Gulaschrezept?
Gruß von Unkraut
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 22. August 2005, 19:05:14
wer mehr bilder sehn möchte, unter gartenjahr "wald- und wiesenpilze"
findet ihr sie.

der samstag war von erfolg gekrönt.

hier meine ausbeute:


ausbeute.jpg


(parasol, steinpilze, flockis, maronen, pfifferlinge, flaschen- und birnenstäublinge, rauhfußröhrlinge)

und hier fertig geputzt in der schüssel.
war mehr als genug, die zwei größten steinpilze habe ich in scheiben geschnitten und getrocknet.


pilzschuessel.jpg




was daraus wurde?

also...

speck, zwiebel und knoblauch mit etwas öl und butter in der pfanne angedämpft.
pilze dazu und schön schmurgeln lassen.
mit salz und pfeffer gewürzt, ein becher sahne aufgegossen und ein wenig einkochen lassen.
in der zwischenzeit bavette (ganz lange, ganz dünne bandnudeln) al dente gekocht.
diese direkt mit in die pfanne und gut gemischt.
etwas gehackte petersilie drüber.

dazu gab es kurz gebratene schweinefiletscheiben und salat.

war seeehr lecker.
die ersten pilze im jahr sind doch die besten :P :D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 22. August 2005, 19:23:20
Und wieder jemand der mit Recht seine Wohnadresse nicht verrät um einen überfall an Mitessern zu vermeiden, mmmmh lecker hört sich das an.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Hortulanus am 22. August 2005, 19:52:03
Gulasch mit viel Pilzen: Zwiebel + Knoblauch anbräunen, aus dem Topf nehmen, Fleisch anbräunen, Zwiebeln wieder dazu, etwas Wassern angiessen, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran dazu, einkochen lassen, bis es fast ansetzt, Wasser und Tomatenmark dazu, abschmecken, nochmal etwas einkochen lassen und dann ordentlich Pilze, mindestens so viel wie Fleisch, dazu und kurz garen lassen. Dazu Böhmische Knödel - ein Gedicht!

Nach meiner Erfahrung benötigt G. eine beachtlich lange Schmorzeit. Dann wären die Pilze ja total hinüber. Oder ist das gewollt?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Athyriana am 22. August 2005, 20:39:10
@ Aella

Hallo Aella, ich sehe auf deinem Foto Riesenschirmpilze, oder täusche ich mich da?
Ich war bis jetzt immer der Meinung man könne diese nur als "falsche" Schnitzel essen, also mit Mehl, Ei und Weckmehl paniert in der Pfanne braten. Meine Mutter sagte immer die sind zäh wenn man sie wie normale Pilze zubereitet. Stimmt das etwa nicht?

LG
Athyriana
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 22. August 2005, 22:46:02
ja, richtig, das sind parasolpilze bzw riesenschirme.

nein, zäh find ich sie garnicht.
ok, den stiel muß man wegbrechen..der ist nichts, aber den hut verzupfe ich einfach und ziehe evtl die huthaut noch ab. dies aber nur, wenn sie nicht mehr schön ist.

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: sarastro am 22. August 2005, 23:21:00
Wir sind als Kinder sozusagen mit Pilzen großgezogen worden, im Südschwarzwald gab es ja eine Menge davon, bis zu dem Zeitpunkt, wo die Schweizer und Italiener kamen!

Aber allen "Schrott" haben wir nicht genommen! Bevorzugt wurden Pfifferlinge, Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze, zum Würzen von Soßen noch Totentrompeten. Im November sind besonders lecker panierte Schopfttintlinge, aber nur jung gepflückt! Dagegen lass ich jeden Parasol stehen!

Der weitaus beste Pilz, den ich kenne, ist jedoch der Brätling! Äußerlich wie ein heller Reizger mit weißem Milchfluss, aber noch wesentlich besser im Aroma! Man sagt, die Franzosen legen ihn auf eine heiße Herdplatte und rösten ihn an. Dies duftet ganz unbeschreiblich. Aber Brätlinge findet man höchst selten, lediglich an trockenen Steilhängen auf sauren Böden. Man kann die Stellen nicht beschreiben, man hat sie im Blut oder nicht! Brätlinge kleingehackt in Hackfleischklöße (Buletten, Deutsches Beafsteak, Fleischküachli etc) - ein Gedicht!

Kann Lisl nur beipflichten, es ist wichtig, die Pilze lange in der Pfanne in Butter zu rösten, nur mit wenig Zwiebeln, kein Wein und kein Essig, wie es oft der Brauch ist. Dann behalten sie ihren eigenen Geschmack am besten. Dies gilt besonders für Pfifferlinge. Eine Prise Pfeffer, ein Schuss Olivenöl und ein wenig Petersilie dazu, ein Ei. Das wär's eigentlich schon.

Leider gibt's bei uns immer noch nichts, ganz untypisch für das feuchte Wetter.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 23. August 2005, 06:29:23
Ihr macht mir alle so einen "Planger", dass ich heute unbedingt auch mal nachschauen gehen muss ! (der Garten soll etwas warten ::) ...)!
Ja, Christian, bei uns findet man mit viel Glück auch manchmal noch einen Brätling. Diesen hat man bei uns früher, wie die Reizker, auch auf der Herdplatte gebraten. Jetzt machen wir das auf Alufolie. Ich mag aber Reizker nicht .
Mein Vater mochte so gern Reizker- oder Hallimarschgulasch, was die Mutter immer extra für ihn machte, weil es sonst niemandem schmeckte.
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 23. August 2005, 07:16:26
den schopftintling paniert?
im ganzen oder längs durchgeschnitten?

zerfällt dieses zarte pilzchen dabei nicht?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: sarastro am 23. August 2005, 07:40:46
Du kannst kleine als Ganze panieren und größere der Länge nach durchschneiden. Jedoch immer ohne Tintenausfluss, also ganz jung und knackig!

Wir nahmen nie Täublinge und Co., auch nie Champignon, da besteht einfach die Gefahr der Verwechslung. Es gab ja Sammler aus dem Banat, Siebenbürgen, Ostpreußen und dem Sudetenland, die wahrscheinlich aus der Not heraus alles nahmen, was irgendwie essbar war. Die Pilzbücher streiten sich auch, im einen steht genießbar, im anderen "Hervorragender Speisepilz".

Lediglich Wiesenchampignon pflückten wir einige Male, und jetzt kannst du suchen, suchen, leider vergebens.

Jedenfalls macht das Schwammerlsuchen unendlich Spass und man kommt in Regionen des Waldes, wo Fuchs und Has sich Gute Nacht sagen!
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 23. August 2005, 08:03:52
Beim Schopftintling muss man aber ganz besonders darauf achten, vorher und nachher weder Russischen Tee, noch Alkohol oder Kaffee zu trinken! Das sollte man eigentlich bei allen Pilzen beachten, aber beim Schopftintling ganz besonders.
Da wird irgendwie die Verdauung gestoppt, hab ich mal gelesen und auch schon erfahren dürfen ;) ..... Hatte Magenkrämpfe und mir war übel, weil ich nach einer guten Pilzmahlzeit Kaffee getrunken hatte .... :P !!!!!!
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Amur am 23. August 2005, 08:22:46
DAs mit Alkohol und Pilzen gilt für ein paar. Aber Schopftintling? Faltentintling schon.

dieses WE gabs ja genügend Regen (von Freitag bis heute so 80l/m²) und die Maronen schießen raus wie verrückt.

Da ich selten in der Küche bin, überwiegen bei mir die einfachen Gerichte.
Entweder mit Zwiebeln und etwas Knoblauch und Petersilie in der Pfanne anbraten und dann ein oder zwei Eier drüber. Oder in Öl viel Knoblauch rein, diesen separat etwas im Öl braten lassen und dann Pilze drüber mit etwas Kräuter nach eigenem Gusto. Dazu ein frisches Brot.
Reizker kann man ebenfalls in der Pfanne, ohne sonstiges anbraten. Einfach auf die Pfanne legen (auf der Glasplatte des Herdes machen sich die Pilzreste nicht so gut) und etwas salzen.
Ausserdem die köstlichen Wildgerichte mit Sahnesauce. Aber da kann ich keine Details dazu sagen. Das übersteigt meine Kenntnisse. Die macht meine Frau.

mfg
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: kazi am 23. August 2005, 08:50:58
Mal eine Frage. ;)

Wie friert ihr Pilze ein? Meine Eltern haben die Pilze immer geputzt, gewaschen und dann in einem Topf so ca. 10 min. geschmort und dann eingefroren.
Nun habe ich gelesen, dass man sie eher roh einfrieren soll.
Macht das jemand?

Das mit dem Alkohol kenne ich auch vom Faltentintling, Lisl. Der Schopftintling hat uns da noch nie Probleme bereitet.

LG
Katja

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 24. August 2005, 07:17:12
Ich friere die Pilze (falls ich mal zu viele finden sollte... ::))roh - nur geschnitten - ein. Früher dünstete ich sie immer an, aber roh geht ´s genau so gut.
Ich kenne den Faltentintling nicht, aber mit dem Schopftintling ging es meinem Mann mal ziemlich schlecht, weil er schwarzen Tee dazu getrunken hatte. Es war noch dazu das erste (und letzt)Mal, dass wir die verwendeten, weil sie im Garten wuchsen und in meinem Pilzbuch (als Spargelpilz)als so fein beschrieben waren . Ich hatte sie in Ei und Bröseln (Paniermehl) paniert und herausgebacken. Sie waren ganz jung, wie sie sein sollten und schmeckten wirklich fein....
 Erst in einem anderen Pilzbuch las ich dann das vom Tee, Kaffee und Alkohol - generell bei allen Pilzen - aber besonders hier bei diesem .
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Mutabilis am 24. August 2005, 07:59:04
Gulasch mit viel Pilzen: Zwiebel + Knoblauch anbräunen, aus dem Topf nehmen, Fleisch anbräunen, Zwiebeln wieder dazu, etwas Wassern angiessen, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Majoran dazu, einkochen lassen, bis es fast ansetzt, Wasser und Tomatenmark dazu, abschmecken, nochmal etwas einkochen lassen und dann ordentlich Pilze, mindestens so viel wie Fleisch, dazu und kurz garen lassen. Dazu Böhmische Knödel - ein Gedicht!

Nach meiner Erfahrung benötigt G. eine beachtlich lange Schmorzeit. Dann wären die Pilze ja total hinüber. Oder ist das gewollt?
Je zäher das Fleisch, desto länger die Kochzeit, ja, das stimmt. Dann sollte man einfach noch ein oder zwei Runden "angiessen und köcheln lassen". Um den Geschmack pilziger zu haben, kann man zum Angiessen das Einweichwasser von getrockneten Pilzen nehmen.
Die frischen Pilze kommen ganz am Schluß dazu und werden dann nur einmal kräftig durchgekocht.

Ich nehme immer gemischte Waldpilze, notfalls auch braune Champignons dazu. Ausserhalb der Saison dann die Champignons und getrocknete Waldpilze. Nur Pfiffelinge finde ich zu schade, ihr zartes Aroma geht dabei völlig unter.

Die brate ich mit gaaaanz wenig Zwiebel und Speck und lösche mit Sahne ab, frische Petersilie drüber und dazu ein (Quatsch, ganz viele) Semmelknödel.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bb am 24. August 2005, 08:16:32
Katja, Pilze friere ich –geputzt und geschnitten – roh ein und sie kommen später gefroren in die Pfanne.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: kazi am 26. August 2005, 14:28:34
danke bb, das werde ich dann auch mal so machen. ;)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 29. August 2005, 17:29:38
also: einen duftenden Sauvignon blanc zu einer pfanne voll gebratener mischpilze bzw. einen GV Smaragd zu paniertem Parasol, was soll da nicht zusammen passen??
 ::) tom
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Phlox am 10. September 2005, 22:29:54
Reizkersuppe
In kochende Gemüsebrühe Reizker in Scheiben hineingeben und einige Zeit mitkochen Suppe andicken. :-*
Phlox
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 14. September 2005, 11:57:49
ja! das ist super gut!! ich nehm oft auch gemischte pilzreste dazu, ein gedicht!
tom
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 14. September 2005, 12:03:53
also: einen duftenden Sauvignon blanc zu einer pfanne voll gebratener mischpilze bzw. einen GV Smaragd zu paniertem Parasol, was soll da nicht zusammen passen??
da kann ´s dir aber einmal schlecht gehen ::) - Kaffee, Tee und Alkohol sollte man nicht vor oder unmittelbar nach Pilzessen trinken :o ! Wär ja schad um dich ::) :-\ !
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 14. September 2005, 12:10:02
Pomali!
Bei bestimmten Pilzen (Tintlinge sind da sehr bekannt) ist Alkoholgenuß dazu bzw. unmittelbar nachher ungünstig.
Kaffee oder Tee schaden höchstens schwachen Seelen, aber die kriegen eh davon Magendrücken.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 14. September 2005, 12:13:34
dann hab ich eine schwache seele :-\. mir ging´s einmal sauschlecht, weil ich kaffee nach einer pilzmahlzeit getrunken habe....waren aber lauter gute , kannst es glauben ::) !
lg lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 14. September 2005, 12:18:45
das kommt davon! hättest einen guten wein dazu getrunken, wär dir nicht schlecht geworden! ;D
"alte" kaffeetante!
 ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 14. September 2005, 12:20:24
ausserdem sauf ich wein nicht literweise zum essen, aber so ein- zwei gläschen schaden nie!!
 :-*
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 14. September 2005, 12:22:23
 ;D - nein, es war sicher die schwache seele .... ::)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 14. September 2005, 13:03:27
liegt die bei dir im magen ::)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 14. September 2005, 13:09:11
Darfst halt nur Kathreiners Malzkaffee trinken ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 14. September 2005, 13:24:01
 ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 14. September 2005, 13:37:02
pfui teufel! da glaub ich eh, wenn deiner "seele" schlecht ist! mit viel milch vielleicht auch noch...
 :P
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: martina 2 am 14. September 2005, 14:41:55
Hallo allseits,
also bei uns wird auch zu Pilzgerichten Bier und Wein - in Maßen, wie odium sagt - getrunken. Und auf meinen Kleinen Schwarzen nach dem Essen mag ich auch nicht verzichten. Schopftintlinge wachsen bei uns nicht, und Hallimasch lass ich deshalb stehen. Leider, ich erinnere mich an das wunderbare Hallimaschgulasch meiner Großmutter.
Aber es gibt noch eine, wie mir scheint, relativ unbekannte Ausnahme, nämlich die Maronen. Früher haben wir die in großen Mengen gegessen und das anschließende Unbehagen nicht richtig zugeordnet - da wars aber auch oft mehr als ein Achterl 8), besonders abends.
Da unsere Gegend von dem Reaktorunfall in Tschernobyl doch ganz schön was abgekriegt hatte, erkundigten wir uns in der Folge bei einer zentralen Stelle hinsichtlich Caesiumbelastung usw., und dort erklärte man uns, wieviele Pilze man wie oft essen dürfe und vor allem welche. Leider hatte sich herausgestellt, daß die Maronen generell quasi wie ein Schwamm :o alle Schwermetalle aufnehmen (was nachträglich unsere seltsamen Zustände vor dem Gau erklärte) und bis zum Hundertfachen belastet waren (sind). Das dürfte sich aber nicht herumgesprochen haben, denn es gibt sogar Maronenrezepte in Kochbüchern von sogenannten Haubenköchen ???
Auch den Zigeuner, der jung wie Champingnons schmeckt, essen wir aus diesem Grund nicht mehr. Will aber hier keine Panik machen. Ein Freund aus der Nachbarschaft holte sich im Sommer '84 alle Steinpilze, die bei uns am Waldrand standen - so viele gabs vorher nie und nachher auch nicht mehr - und erfreut sich bester Gesuindheit. Das muß jeder halten, wie er meint.
lg, Martina
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 14. September 2005, 15:39:01
Die Caesiumbelastung gibts mancherorts noch immer. Allerdings ist das unmittelbar nicht merkbar, Caesium ist ein dem Kalium verwandtes Element und wird im Körper weitgehend so wie Kalium aufgenommen, nur ist eben das Cernobyl-Caesium relativ stark radioaktiv und daher - langfristig - schädlich. Übrigens ist auch das natürliche Kalium schwach radioaktiv, ohne jegliche Reaktoren, und Kontaminationsmeßgeräte können auch mit Kaliumsalzen kalibriert werden.
Ich hab auch damals schon Geigerzähler gehabt, die Strahlung war örtlich SEHR unterschiedlich meßbar. Stärker radioaktive Schwammerl sind mir noch nicht untergekommen, allerdings war ich nicht in den betreffenden Gebieten und hab auch nicht extra danach gesucht.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: martina 2 am 14. September 2005, 18:58:34
Naja, leicht radioaktiv ist ja das ganze Waldviertel, vielleicht leuchten wir bald im Dunklen 8) Den Geigerzähler haben wir damals auch überlegt zu besorgen, aber es dann bleiben lassen. Die Caesiumbelastung bleibt zumindestens 30 Jahre, nimmt aber, soviel ich mich erinnere, langsam ab. Daß man es nicht "merkt", ist ja gerade das Gefährliche. So wurde argumentiert, als ich davor warnte, die Kinder ungehindert Heidelbeeren essen zu lassen, die durch den Waldboden ja auch stark belastet waren.
Deinen Ausführungen nach sind also auch z.B. Bananen radioaktiv? Möchte gar nicht wissen, was sich da alles potenziert ???
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 14. September 2005, 19:03:52
Du selbst bist radioaktiv, Dein Körper enthält von Natur aus Kalium. Schon ohne Atombomben und Atomreaktoren.
Möglicherweise ist ein nicht unbedeutender Teil der natürlichen Evolution durch natürliche Radioaktivität bedingt.
Trotzdem, je weniger, desto besser. Wie ich zur Kur in Badgastein war, hab ich natürlich dort wegen des gepriesenen Radongehalts gefragt. Um die Antwort haben sich alle herumgewunden...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: martina 2 am 14. September 2005, 19:31:13
Mhm. Na servus...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 15. September 2005, 14:42:24
na martina, jetzt bist aber sprachlos! hättest auch nicht gedacht, dass du schon verdächtig nahe am sondermüll bist! :o
drum, ein zwei glaserl GV und schon strahlst du!!
 ;D tom
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: martina 2 am 15. September 2005, 15:28:06
 ;D :-X ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Cogito am 22. September 2005, 21:15:58
Find ich toll, daß ihr alle selbst Pilze sammelt. ich würde mich das nicht trauen, auch wenn ich mich noch so gut auskenne. Bin damit eben leider nicht aufgewachsen.
Wahrscheinlich würde ich nach dem Essen bei jedem Glucksen im Bauch denken ich hab ne Pilzvergiftung. ;D So werde ich mich immer mit Champignons und Austernseitlingen aus dem Supermarkt zufrieden geben müssen. :'(

Mein Liebligsrezept für Champignons (geht sicher auch mit anderen Pilzen):

Einen Becher süße Sahne in einen Topf mit schwerem Boden geben. Auf mittlerer Stufe erhitzen. 2-3 EL Parmesan dazugeben und mit dem Schneebesen sofort verrühren, damit nichts klumpt. In Scheiben geschnittene Champignons dazugeben und bei mittlerer Hitze schmoren. Nach ca. 5 min. auf schwache Hitze runterschalten. Gelegentlich umrühren. 1 feingeschnittene Knoblauchzehe und 2EL Limettensaft hinzufügen. Nach weiteren 10 min. mit Pfeffer und frischen Kräutern nach Belieben würzen. Salz ist wegen des Parmesans und des Zitronensaftes meist nicht mehr nötig.
Das ganze paßt zu Farfalle-Nudeln oder auch Reis. Mir sind Nudeln allerdings lieber.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: sarastro am 22. September 2005, 21:23:29
cogito, blöde Frage: nimmst du Parmesan aus der Tüte oder den echten, alten, guten am Stück zerrieben? Dein Rezept möchte ich ausprobieren.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Cogito am 22. September 2005, 21:39:21
Also, ich nehme meist den aus der Dose, aber mit echtem geriebenen schmeckts natürlich noch besser. Ist halt immer so ne Sache wenn man allein lebt...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: cimicifuga am 22. September 2005, 21:43:29
@cogito: das parmesan problem als single hab ich auch immer gehabt bis mir dann jemand sagte, dass man parmesan in kleinen stückchen einfrieren kann und dann direkt aus der TK in die Reibe geben kann. Funktioniert prächtig und man hat nie wieder schimmligen parmesan rumliegen :P ;)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Cogito am 22. September 2005, 21:47:27
Tatsächlich - Parmesan kann man einfrieren? :o Ich danke dir für diesen Tip! habe den Dosenparmesan schon lange so satt...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: trudi am 22. September 2005, 21:56:51
Bei uns gibt es auch nur die gezüchteten Champignons.

Ich brate sie halbiert oder je nach Größe in Scheiben geschnitten in etwas Fett und Zwiebeln an. Dann kommt ein Schuß Balsamico darüber und kurz mit anbraten. Zm Schluß erst die Sahne und Tessiner Kräuter.

Parmesan dazu werde ich demnächst auch probieren. Ich glaube ich schaffe so eine elktrische Parmesanreibe an, gefroren geht das sicher gut damit.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 22. September 2005, 22:00:27
Mit etwas Geduld braucht man Parmesan gar nicht reiben, da wirds eine pulvrige Masse aus Milbenhäuten, Käseresten, und restlichen Käsemilben 8)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: cimicifuga am 22. September 2005, 22:37:40
super günther - wo beziehe ich diese tollen milben? hört sich ja fast wie heinzelmännchen an *lol* 8)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 22. September 2005, 22:53:57
Einerseits:

http://de.wikipedia.org/wiki/Milbenk%C3%A4se

Milbenkäse
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 
Ein Laib MilbenkäseDer Milbenkäse (auch Spinnenkäse und mundartlich Mellnkase genannt) ist eine lokale Spezialität aus dem Dorf Würchwitz im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

Zur Herstellung wird ein gründlich entwässerter und einige Tage im Kühlen getrockneter Rohmilchkäse (Quark) zunächst gewürzt (vor allem mit Salz und Kümmel), anschließend geformt (z.B. zu Stangen, handtellergroßen Kugeln oder wie hier im Bild zu kreisrunden Laiben von etwa 15 cm Durchmesser) und dann ein bis zwölf Monate in einer Kiste gelagert, in der sich mehrere Millionen Käsemilben (Tyroglyphus casei) befinden. Zur Ernährung der Milben wird Roggenmehl verwendet. Dies verhindert auch, dass die Milben den Käse selbst fressen. Die Ausscheidungen tragen dabei zur Reifung des Käses bei und bewirken auch, dass er länger haltbar ist. Im Verlaufe des von außen nach innen ablaufenden Reifungsprozesses färbt sich das Äußere des Käses nach etwa vier Wochen gelb, bis es nach drei Monaten in ein rötliches Braun und nach einem Jahr schließlich in eine schwärzliche Färbung übergeht. Die Milben werden beim Verzehr des Käses mitgegessen und oft auch ohne Käse z.B. als Brotbelag verwendet.

Gesundheitlich ist der Käse völlig unbedenklich. Bei einer Untersuchung von Milbenkäseproben im Biologisch-chemischen Institut Hoppegarten in Dahlwitz-Hoppegarten im Januar 1996 wurden weder Schimmelpilze noch schädliche Keime gefunden. Der Milbenkäse soll traditioneller Auffassung gemäß zudem die Verdauung anregen. Milbenallergiker berichteten in jüngster Zeit, dass ihre Allergie durch regelmäßigen Verzehr des Käses verschwunden sei.

Der Milbenkäse gehört zur Gruppe der Sauermilchkäse. Der Fettgehalt in der Trockenmasse liegt bei etwa 1%. Sein Geschmack erinnert an einen leicht bitteren Harzer Käse mit einem leicht prickelnden Nachgeschmack, der wohl von den Ausscheidungen der Milben herrührt.

Und zur Systematik:
(Auszug)

Systematik der Spinnentiere

Reich: Animalia (Tiere)
  Unterreich: Metazoa (Vielzeller)
  Abteilung: Eumetazoa (Gewebetiere)
  Unterabteilung: Bilateria (bilateralsymmetrische Tiere)
  Stammgruppe: Articulata (Gliedertiere)
  Stamm: Arthropoda (Gliederfüßler)
  Unterstamm: Chelicerata (Scherenfüßer oder Fühlerlose)
  Klasse: Arachnida (Spinnentiere)
  Ordnung: Acari oder Acarina (Milben)
 
  Unterordnung: Sarcoptiformes
  Familie: Acaridae (Vorratsmilben)
 
  Gattung: Tyrophagus
  Art: Tyrophagus casei (Käsemilbe)

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Katrin am 22. September 2005, 23:23:38
*urks*
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Cogito am 22. September 2005, 23:31:12
nee... das würde ich nicht essen :-X
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Wattemaus am 23. September 2005, 08:01:09
Hat jemand einen Tip, wie man etwas Erfahrung in Sachen Pilzen sammeln kann?
Einfach in den Wald gehen und pflücken halte ich für gefährlich.
Ein bereits verstorbener (nicht an Pilzen)Freund meiner Eltern war Pilzexperte und ich kann mich noch an seine Geschichten mit Pilzvergiftungenen erinnern.
Leider habe ich seine ganzen Beschreibungen der eßbaren Pilze vergessen.
Außer daß Hallimasch langzeit giftig sein soll.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 23. September 2005, 08:31:44
Am allerbesten wäre, öfter mit einem Pilzkenner suchen gehen zu können, denn es ist so schade um jeden ausgerissenen oder abgeschnittenen Pilz, der dann zuhause weggeworfen wird, weil er vielleicht ein nicht genießbarer oder giftiger ist. Nur mögen manche Pilzesammler nicht gerne ihr Revier verraten...
Zu mir kommt öfter ein alter Freund, klappt die Kofferraumtüre auf und ich muss ihm sagen, welche von den vielen Pilzen, die er mitgebracht hat, essbar sind. Meist bleiben dann nicht viele übrig..... Ich kenne aber auch nur die bei uns gängigsten Pilze .
Ich staune immer wieder über so viel Vertrauen und würde keinen Pilz essen, den ich selbst nicht zu 100% kenne!
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Nina am 23. September 2005, 09:31:06
Ja, das sehe ich auch so.

Eine gute Seite mit den verschiedenen Pilzen unterteilt in Gift-, Speisepilz und Ungenießbar, finde ich diese:
http://www.ludi-s.de/pilze/speisepilze.htm

Allerdings nutzt das im Wald natürlich wenig. ;)
Dann vielleicht doch lieber den Klassiker: Der Kosmos Pilzführer
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: sarastro am 23. September 2005, 09:36:00
So sehen wir das auch, Lisl. Nicht alles nehmen, was in den Büchern als essbar angesehen wird, denn dies sind ohnehin die meisten Pilze. Ob sie dann wirklich gut schmecken, ist eine andere Frage! Es wird zum Beispiel ein mords Zirkus um die Reizger gemacht, ich finde sie äußerst unappetitlich. Das gleiche gilt für Ritterlinge, Krause Glucke und Perlpilz.
Hingegen hat man mit Maronen, Rotkappen, Steinpilzen, Pfifferlingen, Brätlingen (ist überhaupt der beste!!), Parasol, Totentrompeten, Birkenpilzen die meiste Freude, weil sie wirklich alle gut schmecken.
Aber dies ist sowieso alles sehr subjektiv.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 23. September 2005, 11:15:10
Erstens eß ich nur die Schwammerln, die ich sicher kenne.
Zweitens gibts viel weniger echte Giftpilze als man glaubt. Die allermeisten führen zu einer mehr oder minder kräftigen Magen-Darm-Verstimmung. Echt extrem kritisch sind eigentlich "nur" die Knollenblätterpilze und solche mit verwandten Inhaltsstoffen, vorzugsweise wegen der (zu) spät einsetzenden Wirkung.
Beispielsweise gibts faktisch keine giftigen Röhrlinge, sie sind entweder roh unbekömmlich oder schmecken grauslich (Gallenröhrling).
Fazit: Langsam mit die Füß' ins kalte Wasser ;D
Ein gutes Buch (eben z.B. Kosmos), Vorsicht, und Beratung durch beispielsweise das Marktamt udgl., bis man immer mehr SICHERE Pilze kennt. Selbsternannte Pilzexperten findet man öfter auf Friedhöfen oder in der Notaufnahme, denen trau ich nicht unbedingt. Und die diversen "Erkennungsregeln" sind sowieso ein Schmarren.
Bei Pilzen, die man roh zu verzehren beabsichtigt, doppelte Vorsicht.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: andrea am 23. September 2005, 11:36:32
Zitat
Außer daß Hallimasch langzeit giftig sein soll.

den esse ich seid meiner Kindheit :o ???
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: oidium am 23. September 2005, 11:42:46
ich auch, aber das kochwasser schütte ich weg!
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Wattemaus am 23. September 2005, 13:37:50
Pilzkenner: woher nehmen und nicht stehlen?
Nein, das Buch alleine ist mir nicht sicher genug.
Sieht der Perlpilz nicht dem Pantherpilz zum verwechseln ähnlich?
Der eine hat ne Verdickung am Stiel und der andere nicht?
 ??? :o
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 23. September 2005, 13:52:26
Echte Pilzkenner - SEHR mühsam.
Und wenn Du nicht sicher bezüglich Verwechslung bist: MUSST Du Dich davon im ärgsten Notfall ernähren? Lass sie stehen oder spiel Russisches Roulette - liegt an Dir.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: brennnessel am 23. September 2005, 14:26:36

Sieht der Perlpilz nicht dem Pantherpilz zum verwechseln ähnlich?

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass der Perlpilz Rosa am Stiel hat, oft auch unter der Haut der Kappe. Die Schuppen soll man immer entfernen. . Der Pantherpilzstiel ist weiß bis cremeweiß, hat kein bisschen Rosa .
Eine Knolle hat, glaub ich, der Pantherpilz auch, bin da aber jetzt nicht sicher....
LG Lisl
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Cogito am 23. September 2005, 15:50:32
Ich versteh das nicht daß manche mit dem Buch in der Hand in den Wald gehen und sich da Pilze sammeln. Für mich sehen viele Pilze absolut gleich aus, egal ob giftg, ungenießbar oder eßbar. Auf einer anderen Abbildung sehen sie dann wieder komplett anders aus. Darauf würde ich mich nie verlassen.
Ich erkenne nur den Fliegenpilz sicher, aber der ist ja leider giftig. ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 23. September 2005, 16:23:39
Ich erkenne nur den Fliegenpilz sicher, aber der ist ja leider giftig. ;D

Und da streiten die Gelehrten...
Ich äße ihn auch nicht.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Silvia am 23. September 2005, 17:38:46
Ich erkenne nur den Fliegenpilz sicher, aber der ist ja leider giftig. ;D

Sie weißen Stippen können sich bei Regen übrigens abwaschen und es bleibt die rote Kappe. Zu verwechseln ist er mit dem Pantherpilz, der ähnlich aussieht, aber eine braune Kappe trägt. Beide sind giftig und können bei Verzehr zu Halluzinationen und Übelkeit führen. Der Pantherpilz zählt zu den giftigsten Pilzen! Allerdings kommt es selten zu ernsthaften Unfällen, da beide sehr markant aussehen.

Beide Pilze gehören zu der Amanita-Gattung, dazu gehören die Wulstlinge, Scheidenstreiflinge und die Knollenblätterpilze. Allen gemeinsam sind die freistehenden Lamellen, die nicht bis an den Stiel heranreichen, und weißes Sporenpulver.

Pilze sollten nicht geschnitten, sondern aus der Erde herausgedreht werden, damit man sie ganz erwischt. So erkennt man auch, ob sie unten eine Knolle, teilweise mit einer Scheidenhülle, haben. Dann sollte man die Finger davon lassen! Denn das ist auch ein Erkennungsmerkmal des Knollenblätterpilzes. Nicht alle Amanita-Pilze sind zwar giftig, aber die Gefahr einer Verwechslung ist einfach zu groß!

Alle Amanita-Pilze besitzen auch ein Velum. Das ist eine Gesamthülle, die beim Wachsen des Pilzes reißt. Manchmal erkennt man noch Reste davon auf dem Hut.

LG Silvia
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: andrea am 23. September 2005, 18:15:35
Jetzt in Arte "Wunderbare Welt der Pilze"
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bb am 24. September 2005, 09:40:31
Hat jemand einen Tip, wie man etwas Erfahrung in Sachen Pilzen sammeln kann?

Gute Einstiegspilze für den Ungeübten sind die Röhrlinge. Die Arten sind überschaubar und verhältnismäßig leicht zu bestimmen. Unter ihnen ist nur ein Pilz, der auch abgekocht giftig ist, der Satanspilz (Boletus satanas).

Mit einer guten Beobachtungsgabe, einem Blick fürs Detail und einer methodischen Vorgehensweise bei der Bestimmung lernst du nach und nach einige schmackhafte Pilze kennen.

Die ersten Exemplare wandern noch nicht in die Pfanne, sondern werden zur Bestimmungsübung gesammelt.

Du merkt dir den Fundort: Laub- oder Nadelwald, Eiche, Kiefer, Birke etc.

Du untersuchst:

den Hut: Größe, Farbe, Form, Oberfläche, Huthaut, Hutrand
die Hutunterseite: Röhren (Lamellen, Stacheln) und ihre Beschaffenheit, Farbe und Verfärbungen, Anheftung am Stiel etc.
den Stiel: Form, Farbe, Oberfläche, evtl. vorhandene Manschette etc.
das Fleisch: Farbe und Verfärbungen, Konsistenz, Geruch, Geschmack

machst dir Notizen und vergleichst die Ergebnisse in einem Pilzbuch (besser 2 oder 3)

Mit der Zeit gewinnst du an Sicherheit und wirst die Röhrlinge besser kennen als die erfahrenen Pilzsammler im Wald, deren Bestimmungsschlüssel heißt: „Die hat mein Opa auch gesammelt“.

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 24. September 2005, 10:24:18
Ich will niemanden verleiten, aber ich zitiere zwei aktuellere Quellen:

Satansröhrling:
.. nicht giftiger als andere roh giftige Pilze auch...
..aus der Literatur ... daß ... junge Exemplare davon zu den gebräuchlichen Eßpilzen zählen.
Gut durchgeschmort ist der Pilz nicht giftig.

( Dähncke, 200 Pilze )

Satansröhrling:
Der Satansröhrling verursacht lediglich Darmstörungen, ist also kein sehr gefährlicher Giftpilz.

( Gerhardt, Pilze, blv )

Kosmos brauch ich nicht zitieren, der dürfte die Quelle für die vorherigen Berichte sein.

Nochmals, ich muß nicht alles in den Mund stecken, was ich seh. Im Zweifel - stehen lassen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: cimicifuga am 24. September 2005, 11:49:40
Das gleiche gilt für Ritterlinge,
aber der violette rötelritterling der hier in massen wächst weil in keiner pflückt (weil ihn keiner kennt ::) ), der ist schon gut ;) und schön nochdazu 8)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: cimicifuga am 24. September 2005, 11:50:46
Lass sie stehen oder spiel Russisches Roulette - liegt an Dir.
hast du nicht grad vorher gesagt, dass eseh kaum wirklich tödliche pilze gibt ::)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 24. September 2005, 12:03:14
Ja.
Aber Schiß davor sorgt auch für Probleme. Wer etwas für giftig hält, kann sogar mit Platzpatronen Russisches Roulette spielen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Gryyn am 11. Oktober 2005, 12:23:19
Kennt jemand den angeblich nussig schmeckenden "Grifola Frondosa"? Findet sich hier seit neustem im Supermarkt.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Biobella am 11. Oktober 2005, 13:47:03


Grifola frondosa, Klapperschwamm oder Laubporling. Der Geschmack junger Exemplare (bis 15 cm breit) ist okay, sein Vorteil liegt darin, daß man ihn auf Substrat anbauen kann. In der Natur ist er nur sporadisch anzutreffen.
In den letzten Jahren ist viel auf dem Gebiet der Pilzzucht experimentiert worden, weil gezüchtete Pilze sicherer sind als gesammelte, und weil die Wälder dadurch auch vor Übersammlung geschützt werden.

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Wattemaus am 18. Oktober 2005, 08:00:39
Ich konnte mein Pilzkennerproblem lösen: Samstag waren Kazi, mein GG und ich im Wald und sie hat mir einige Pilze erklärt.
Sogar den Perlpilz habe ich gegessen, nachdem sie mir sehr überzeugend den Unterschied zwischen Perlzpilz und Pantherpilz erklärt hat.
Mein Parasol ist bald trocken und wird dann gemahlen.
Kazi,das war wirklich toll, wir sollten nur das nächste Mal den Weg markieren! ;D

Zum Satanspilz habe ich kürzlich gelesen, daß er in einigen Gegenden giftig ist und in anderen wiederum nicht.

Sonntag gehen wir (GG und ich) bei gutem Wetter Maronen sammeln
und einfach mal andere Pilze mit einem Bestimmungsbuch anschauen.
Die werden wir aber nicht pflücken, sondern nur mal vergleichen, wie gut Beschreibungen und Pilze übereinstimmen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: St. Alphonzo am 18. Oktober 2005, 11:54:56
Hallo zusammen,

keinerlei Bestimmungsprobleme bereitet der Shii-Take. Den erkennt man auf dem selbst beimpften Holz sofort ;D. Es braucht nur ein wenig Geduld (ca. 2 Jahre), minimales handwerkliches Geschick und ein schattiges Plätzchen im Garten.

Meine Pilze haben dieses Frühjahr zum ersten Mal (nach 2 Jahren) fruktifiziert. Ich habe 12 Stück 1,20m lange Buchenstämme beimpft. Ich bin über die Stämmchen richtig glücklich. Sehr gerne essen wir sie (leicht in Olivenöl vorgegart) in einer selbst gemachten gefüllten Pizza, in der sich auch die eigenen Schalotten befinden. Wenn ich den Deckel der Pizza anschneide und mir der Wohlgeruch entgegen strömt, :) :) :) :) :) Getoppt wird das ganze nur noch, wenn man durch den Schnitt eine gehörige Portion bestes Olivenöl in die Pizza hineinschüttet. Dann wird aus Essen Glück.

Viele Grüße
Michael
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: kazi am 19. Oktober 2005, 09:33:18

Kazi,das war wirklich toll, wir sollten nur das nächste Mal den Weg markieren! ;D


;D Passiert mir öfter, dass ich nicht mehr auf den Weg achte, laufe immer so viel kreuz und quer herum, dass ich dann manchmal echt ins Grübeln komme. ;D Vor allem in fremden Wäldern.

LG
Katja
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bb am 19. Oktober 2005, 17:21:54
Wattemaus, schön, dass du eine solch symphatische Lösung gefunden hast. Für das Wochenende wünsche ich dir einen großen Korb voll Maronen (mit den Rörhlingen bist du auf der sicheren Seite) und ganz viele Aha-Erlebnisse. Bei uns gab es noch eine kleine Nachlese, da aber mein Mann sich ohne sein bewährtes Schutzschild auf den Weg gemacht hatte, bezahlte er seine Funde mit 15, in Worten fünfzehn, Zecken.


Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Citrullus am 08. Februar 2006, 08:41:34
Es gibt jetzt anscheinend zertifiziert biologische Trüffel. Jedenfalls sind solche in der Trüffelpaste der Firma R*apunzel enthalten, und zwar 3%. Soviel ich weiss, kann man Trüffel nicht anbauen, oder? Es muss sich als um kontrollierte Wildsammlung handeln. Kontrolliert heisst dann gemäss der einschlägigen EU-Richtlinie, dass nur soviel gesammelt wird, dass der Bestand nicht gefährdet ist, und dass nur in Gebieten gesammelt wird, welche in einer gewissen Entfernung zu verschmutzenden Zivilisationseinreichtungen liegen. Ob es auch heisst, dass nur biologisch gehaltene Schweine bei der Suche behilflich sind, müsste noch geklärt werden. Auch nicht ganz klar ist, wie im Interesse einer nachhaltigen Ernte der Gesamtbestand in einem Gebiet festgestellt wird, ohne ihn auszugraben. Fast vergessen: Die Paste schmeckt.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 08. Februar 2006, 10:22:07
Du kriegst im Handel z.B. Haseln mit Trüffelmyzel.
Das heißt, Du kannst zumindest indirekt Trüffeln anbauen. Nur so wie Radieschen gehts noch nicht.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Citrullus am 08. Februar 2006, 10:33:39
Kurzrecherche ergab:

Link 1, Link 2.

Ob ichs wagen soll? ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. Februar 2006, 12:54:21
Hört sich ja lecker an.

Mich würde interessieren, ob die Lufttemperatur auf keinen Fall unter -5 C sinken darf. Ist dann lediglich Wachstumsstillstand oder geht der Pilz vollständig über die Wupper?

Auch wenn der Boden um den z.B. Haselnussstrauch permanent bewuchsfrei gehalten werden muss (aufwändig), stelle ich mir die Suche nach den Trüffelchen ganz schön mühsam vor. So ein paar qm umbuddeln.

Weiß jemand eine Bezugsquelle und Preise?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 08. Februar 2006, 15:06:27
Wenn jeder den halben Garten um die geeigneten Sträucher und Bäume umgräbt und Trüffel pflanzt, sinkt der Marktpreis und sie werden für jederman erschwinglich ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 08. Februar 2006, 15:19:18
Ich hab das Angebot in der vorigen Saison beim Praskac gesehen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Zuccalmaglio am 08. Februar 2006, 19:54:23
Danke!
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Nina am 09. Februar 2006, 08:36:17
Ob ichs wagen soll? ;D

Kannst Du denn die klimatischen Bedingungen erfüllen?

Zitat
Temperatur im Winter:
-5,0°C bis 8,0°C
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Citrullus am 09. Februar 2006, 09:46:03
Könnte knapp werden. Ev. mit einer Erdwärmesonde 8).
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: celli am 19. September 2007, 21:35:20
Heute mal was neues gefunden. Wurde dann als Sandröhrling identifziert. Beim Kochen kam dann die Überraschung mit lilafarbener Verfärbung. :o Da wird man dann erstmal misstrauisch. ??? Allso die ganze Sache erstmal wieder vom Herd und nachrecherchiert. Und siehe da, aus dem Sandröhrling wurde der Kuhröhrling. Zum Glück auch essbar. ;D
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 19. September 2007, 21:51:34
Es gibt relativ viele bläuende Röhrlinge.
Ist aber nur ein "optischer" Fehler.
Grob gesagt, es gibt keine giftigen Röhrlinge, eventuell noch in rohem Zustand. Ungenießbar - ja.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: fars am 19. September 2007, 21:53:58
Was ist mit Satanspilz?

http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/satanpil.htm

so auch andere.

Oder zählt erst Exitus als Giftbeweis?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 19. September 2007, 22:27:20
Grob gesagt, es gibt keine giftigen Röhrlinge, eventuell noch in rohem Zustand. Ungenießbar - ja.

Was ist mit Satanspilz?

http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/satanpil.htm

so auch andere.

Oder zählt erst Exitus als Giftbeweis?

auch der netzstielige Hexenröhrling (Boletus luridus) ist in der Verbindung mit Alkohol giftig
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 19. September 2007, 22:39:57
In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Und zum Satansröhrling, Boletus satanas:
"Dieser Pilz ist nicht giftiger als andere roh giftige Pilze auch, und das ist bei den meisten guten Speisepilzender Fall.
...
Gut durchgeschmort ist der Pilz nicht giftig. Vom Netzstieligen Hexenröhrling, der zu den gebräuchlichen Speisepilzen zählt, ist bekannt, daß er roh genauso giftig ist wie der Satansröhrling."

Rose Marie Dähncke
200 Pilze
Küchenpilze und ihre giftigen Doppelgänger
Bechtermünz
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 19. September 2007, 23:52:43
In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Und zum Satansröhrling, Boletus satanas:
"Dieser Pilz ist nicht giftiger als andere roh giftige Pilze auch, und das ist bei den meisten guten Speisepilzender Fall.


Ich kann diese Aussage so nicht stehen lassen, weil ich es nicht verantworten kann, dass sich ein User dadurch sicher fühlt und alle Röhrlinge kocht und isst und sich dadurch Schäden zu zieht

Wenn du diese Pilze sammelst und isst, ist das deine Sache, aber animiere hier nicht zu diesem zweifelhaften Genuss

Jeder Pilz ist essbar, aber einige nur einmal

Moderator Luna




Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Susanne am 20. September 2007, 00:19:44

Ein Kochbuch, das 200 Pilze aufführt, würde ich nicht unbedingt als zuverlässige Quelle betrachten. Da gibt es sicher genauere Nachschlagwerke.

Ich habe mal ein bißchen geblättert:
Satanspilz - Gift Muskarin, schon in kleinen Mengen giftig; nach 30 Minuten, manchmal aber auch erst nach Stunden, stellen sich heftiges, anhaltendes Erbrechen und schwere Durchfälle ein. Therapie: Magenspülung, Kohle, Natriumsulfat, parenteral Salz- und Flüssigkeitsersatz. Bei Zeichen von Parasympaticus-Erregung Atropin.

Guten Appetit. ::)


Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 20. September 2007, 00:23:11
Deine Privatmeinung in Ehren - ich hab für meine Ansicht beispielsweise eine Unterlage beigebracht. Und: Ich empfehle diesen Pilz nicht, ich hab nur darauf aufmerksam gemacht, daß er nicht unbedingt giftig sein muß.
Wenn z.B. Hallimasch empfohlen wird (gut, aber auch nicht für jeden verträglich), dann kann man mit den entsprechenden Hinweisen auch andere Pilze empfehlen.
Auf die Tintlinge hab ich schon verwiesen.
Sogar Fliegenpilze sollen genießbar sein, wobei da die Gelehrten noch streiten, der Nebenwirkungen halber muß man sowas aber nicht versuchen.
Wesentlich sind die EINDEUTIG giftigen Pilze, wie Rißpilz, Knollenblätterpilz, udgl. Die meisten anderen Giftpilze führen - gottseidank - "nur" zu kräftigem Bauchweh.
Unter den Röhrlingen ist jedenfalls kein tatsächlich eindeutig und unbedingt giftiger Pilz zu finden - zumindest bei uns.
Hysterie ist jedenfalls unangebracht, analog zu den Giftpflanzen im Garten.
Ich eß faktisch nur Pilze, die mir gut schmecken, nicht mit Krampf jeden, der nur halbwegs genießbar ist.
Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben....
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 20. September 2007, 00:36:27
Deine Privatmeinung in Ehren

bitte beachte die Signatur


Zitat
Hysterie ist jedenfalls unangebracht, analog zu den Giftpflanzen im Garten.

.. hab ich in meinem Posting nicht gefunden ;D

Zitat
Ich eß faktisch nur Pilze, die mir gut schmecken, nicht mit Krampf jeden, der nur halbwegs genießbar ist.

... ich auch, in meinem Körbchen sind nur Steinpilze und Pfifferlinge ;D

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 20. September 2007, 00:37:29

Satanspilz - Gift Muskarin, schon in kleinen Mengen giftig; nach 30 Minuten, manchmal aber auch erst nach Stunden, stellen sich heftiges, anhaltendes Erbrechen und schwere Durchfälle ein. Therapie: Magenspülung, Kohle, Natriumsulfat, parenteral Salz- und Flüssigkeitsersatz. Bei Zeichen von Parasympaticus-Erregung Atropin.




Was findet man in weniger antiken Unterlagen:

Satansröhrling – Boletus satanas, giftig, unbekannte Toxine

oder:

Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)

Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 20. September 2007, 00:42:45


Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)



da wird dann wohl ein Latrinum wie im alten Rom fällig
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Susanne am 20. September 2007, 09:48:23
Was findet man in weniger antiken Unterlagen:

Satansröhrling – Boletus satanas, giftig, unbekannte Toxine

oder:

Satanspilz
Wirkungsweise:
Akute Reizung des Magen-Darm-Traktes (Toxin und genauer Wirkungs-mechanismus unbekannt)

 ::)



Du findest anscheinend nur das, was dir ins Konzept paßt... sieh doch mal hier und hier nach. Aktuell und mit reichlich Referenzmaterial.

Zwei Tage heftigen Brechdurchfall kann ich nicht verharmlosen, das zählt für mich als ernst zu nehmende Vergiftung.





Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 20. September 2007, 10:19:34
Ein verdorbener Magen oder Montezumas Rache sind äquivalent.

Und: Überall wird darauf hingewiesen, daß der ROHE Pilz zu diesen Symptomen führt - hab ich schließlich auch gesagt.

In der "Gift"pilzdatenbank stehen, wenn man weiter schaut, auch beispielsweise:Hallimasch (Armillaria mellea) Latenz 1-4 Stunden eventuell auch bis 10 Stunden; Erbrechen, Durchfall und Darmkrämpfe,
Parasol (Macrolepiota procera), Butterpilz (Suillus luteus),
Maronenröhrling (Xerocomus badius) ...

Lauter teils sehr gern gegessene Speisepilze, eben mangelhaft zubereitet.

Das Muskarin ist wenigstens schon im Hades gelandet...

Übrigens, rohe Bohnen sind auch giftig 8) Ergo ...
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Gart am 20. September 2007, 10:42:42
Blausäure ist auch giftig, wird vom menschlichen Organismus in geringen Mengen aber gut vertragen bzw. durch die Leber ausgeschieden, ohne dass, wie etwa bei Alkohol, irrversible Leberschäden zurückblieben. Ausserdem verdampft es sehr gut. Gemahlene Aprikosenkerne können daher kurz erhitzt und bedenkenlos auch in grösserer Menge verwendet werden. Amaretti kann man so viele essen wie man will. Ist eben alles relativ. Wie haben Menschen doch immer wieder Mühe, Mythen differenzierter zu beruteilen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bristlecone am 20. September 2007, 10:46:52
 Die Giftigkeit des Satanspilzes ist - wie die einiger anderer Pilze auch - früher stark übertrieben worden. Eine heftige Magen-Darm-Reaktion mit Brechdurchfall wird bei einem gesunden Erwachsenen kaum lebensbedrohlich sein, eine ernste Vergiftung ist es allemal.
Mag sein, dass die Giftwirkung weniger heftig ausfällt oder verschwindet, wenn der Pilz genügend lange und genügend hoch erhitzt wird.
Als Speisepilz wird man ihn in jedem Fall nicht bezeichnen können.
Und vor der Sichtweise "Na, dann ist es ja nicht schlimm, wenn ich aus Versehen mal einen Satanspilz mit in der Pfanne habe", kann ich auch nur warnen.
Dazu kommt, dass der Pilz recht selten ist. Wer ihn findet und erkennt, sollte ihn allein schon aus dem Grund stehenlassen.

Für problematischer als den Satanspilz halte ich solche Pilze wie den Butterpilz, die als Speisepilze gelten, aber im Verdacht stehen, bei entsprechend empfindlichen Personen eine Art allergischer Reaktion auszulösen. Diese Unverträglichkeitsreaktionen treten nicht beim ersten Genuss des betreffenden Pilzes auf, sondern entwickeln sich mit der Zeit nach wiederholtem Verzehr. Sie können in (seltenen) schweren Fällen zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen und lebensbedrohlich sein.

 


 
 
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: bristlecone am 20. September 2007, 10:52:04
In Verbindung mit Alkohol ist auch der Tintling "giftig".

Um es zu präzisieren: Der Schopftintling ist mit und ohne Alkohol ein guter Speisepilz.

Der Faltentintling nur ohne: Er enthält eine Substanz, die den weiteren Abbau des Alkohols auf der Stufe des Acetaldehyds hemmt und daher bei zeitnah und Stunden nach dem Pilzverzehr erfolgenden Alkoholgenuss zu einem bombastischen Kater führt.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Irisfool am 20. September 2007, 10:53:00
Ich kann mich Luna nur anschliessen. Keine Experimente und schon garnicht in einem öffentlichen Forum, denn da könnten Jugendliche sehr wohl damit experimentieren und das will wohl Niemand auf dem Gewissen haben. Es sterben noch jährlich Leute an einer Pilzvergiftung und was für Erwachsenen grad noch "nur"Durchfall ist, kann für ein Kind schlimme Folgen haben...... Also Leute wenn ihr euch nicht sicher seid, lasst es stehen! Man muss nicht unbedingt immer alles tun , was eventuell möglich ist. ( Meine ganz private Meinung! ;)) LG Irisfool
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Susanne am 20. September 2007, 10:56:53

Ein Spezialist mag sich dafür interessieren, ob nun Muskarin oder Muscarin oder nicht Muscarin - der normale Pilzsammler denkt wohl eher in den Kategorien giftig, ungenießbar, eßbar.

Nach dieser Seite enthält Boletus satanas "Muscarin in erheblicher Menge; ein chemisch unerforschtes Kapillargift und ein Krampfgift."
Mich würde auch ein chemisch unerforschtes Kapillargift genügend abschrecken, zumal es mich an die Historie des Kahlen Kremplings erinnert, dessen tückische Spätwirkung erst vor wenigen Jahren entlarvt wurde.







Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 20. September 2007, 11:22:01
Ein kompetenter Überblick:

http://www.akh-consilium.at/daten/pilzvergiftungen.htm

bristlecones Beitrag spar ich mir zu kopieren, der Hinweis auf die Seltenheit, und der Hinweis auf den Butterpilz sei nur hervorgehoben.

Der WESENTLICHE Unterschied dürfte im Namen liegen: Satanspilz muß böse sein, Butterpilz muß gut sein. Für Laien. Und den Leuten, die alles, was sie finden, in die Küche schleppen und in den Mund stecken, ist sowieso nicht zu helfen.

Die "Gefahren" eines gut zubereiteten Satanspilzes und eines üblichen Gammelfleischdöners dürften nicht sooo unterschiedlich sein.

Wie auch immer, das Risiko bei Röhrlinge ist doch entschieden geringer als bei Blätterpilzen. Soviel ich weiß, sind bei den bekannten Pilzvergiftungen die Knollenblätterpilze und andere Blätterpilze bei weitem führend.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 20. September 2007, 13:54:26
ich hoffe, dass damit das Thema Giftpilze beendet ist, denn sie gehören nicht in die Küche
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 20. September 2007, 14:05:49
Ich wart schon lange auf Rezepte...

Nur noch eine Rosine aus dem Internet:

Homöopathische Ersthilfe bei Pilzvergiftungen:
"Die homöopathische Erste Hilfe funktioniert wie folgt:
Einen winzigen Teil des Erbrochenen auf etwas Baumwollwatte geben und das Ganze dann verkohlen. Dann den Vergifteten die verkohlte Watte abwechselnd durch beide Nasenlöcher kräftig hochschnupfen lassen."

Und zu Rezepten:
Rezepte mit rohen Pilzen sind faktisch immer - Zuchtpilze hoffentlich ausgenommen - mit großer Vorsicht zu behandeln. Hier ist die Gefahr recht groß, und auch bei absolut einwandfreien Pilzen können Probleme auftreten.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 20. September 2007, 14:09:03
Ich wart schon lange auf Rezepte...

Nur noch eine Rosine aus dem Internet:

Homöopathische Ersthilfe bei Pilzvergiftungen:
"Die homöopathische Erste Hilfe funktioniert wie folgt:
Einen winzigen Teil des Erbrochenen auf etwas Baumwollwatte geben und das Ganze dann verkohlen. Dann den Vergifteten die verkohlte Watte abwechselnd durch beide Nasenlöcher kräftig hochschnupfen lassen."




... folglich ist die Todesursache: "Rauchvergiftung"
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Luna am 20. September 2007, 14:30:58
eine schöne Vorspeise

gebratene Steinpilz auf Gartensalat mit caramelisiertem rosa Pfeffer


caramelisieret rosa Pfeffer

etwas Zucker in einer Pfanne leicht braun werden lassen, den rosa Pfeffer beigeben, mit Sherry ablöschen und noch warm über die gebratenen Pilze geben, das ganze mit etwas Zitronensaft und Olivenöl beträufeln und mit weing Salz aus der Mühle würzen



das Bild stammt vom 24.09.2006
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Nina am 24. September 2007, 15:04:04
Luna, der Teller sieht ja sowas von köstlich aus! :D

Ich habe nur ein "Vorher-Bild", weil die Gier zu groß war.
Dazu kam noch Butter, Schalotten, Sahne und Tagliatelle. :P
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Gart am 24. September 2007, 15:14:37
Und der Pinsel wird dann so roh dazugeknabbert? Oder muss man den panieren? ???
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Eva am 24. September 2007, 15:16:19
Dussel, der ist, um die Würmchen wegzukehren, damit es ein vegetarisches Gericht bleibt ;)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Gart am 24. September 2007, 15:17:45
Da sind Würmchen in den Pilzen? Ist das normal? ::)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 26. September 2007, 21:30:55
Zurück zum Thema.

Ich hab einen alten Kirschbaum, der es wahrscheinlich nimmer lange treibt.
Auf diesem wachsen seit ein paar Jahren beachtliche Baumschwämme.
Ich hab diese als Schwefelporling identifiziert.
Laut Literatur ist dieser genießbar.
Hat jemand damit Erfahrung?
Schmeckt er womöglich sogar gut?
Genießbar ist mir sicher zu wenig....
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: max. am 26. September 2007, 21:39:23
wenn die schwefelporlinge jung sind, schmecken sie mir sehr gut.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Aella am 26. September 2007, 21:43:41
schwefelporlinge hab ich noch nicht probiert, dafür birkenporlinge.

schmecken aber auch nur jung und klein gut...sonst zäh wie schuhsohle.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Günther am 26. September 2007, 21:44:33
Aha.
Wie zubereitet?

(Bezieht sich auf die Schwefelporlinge)
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: max. am 26. September 2007, 21:48:00
standardrezept:
in scheiben geschnitten, in viel butter gebraten, zum schluß feingehackte petersilie und etwas zitronensaft drauf, umrühren, salzen pfeffern fertig.
ich gehe davon aus, daß es sich bei deinen pilzen sicher um den schwefelporling handelt.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: fars am 26. September 2007, 21:49:09
Wie heißen die giftigen Alternativen?
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: max. am 26. September 2007, 21:54:49
ich kenne keine. das will aber nichts heißen.
Titel: Re:Pilzrezepte
Beitrag von: Crambe am 26. September 2007, 22:00:12
In einem meiner Pilzbücher "Der neue BLV-Pilzatlas" heißt es über Schwefelporlinge u.a.
" Junge Fruchtkörper gelten als gute Speisepilze. Es ist allerdings Vorsicht am Platze, da manche Menschen auf Schwefelporlinge allergisch reagieren"
 ::) ::) ::)
LG
Barbara