garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: Diana am 13. September 2005, 08:09:22
-
Hallo!
Ich habe dies Jahr das erste mal ganz wunderbare Tomaten. Dank Lisl's Spende :)
Nun möchte ich gern Samen für nächstes Jahr nehmen, weiß aber nicht so recht wie ich es anstellen soll ???
Habt ihr Tipps für mich?
Danke schon mal und liebe Grüße,
Diana
-
Diana, ich streiche die Tomatenkerne auf ein Küchenkrepp und beschrifte das.
Damit sind die Samen so 3 Jahre lang haltbar.
(ich mach das aber dieses Jahr auch zum ersten Mal!)
LG
Soni
-
Die aller einfachste Methode ist, die Samen aus der Tomate zu kratzen und auf ein Kückenkrepp zu streichen. Darauf können sie trocknen und auch bleiben. Das Krepp kannst Du dann praktischerweise auch noch beschriften.
Soni war schneller! ;)
-
Müssen die Tomaten dazu überreif sein?
Die Idee mit dem Küchenkrepp ist super!!!
-
Eine reife Tomate, reicht aus. Ich habe die Kerne in ein feines Sieb gegeben, und ausgewaschen, danach im Küchenkrepp getrocknet, ist auch gut bei Passionsblumensamen!
LG
Asarina
-
Hallo Diana, wenn die Tomaten überreif werden, besteht die Gefahr, dass die Samen in der Frucht vorzeitig zu keimen beginnen. Dann sind sie unbrauchbar. Normale Reife ist am besten.
LG Lisl
-
ich wasche sie immer in einem küchensieb durch damit nicht mehr so viel glibber mit aufs küchenpapier kommt.
wenn sie richtig trocken sind mache ich sie in zip-tütchen. damit keine feuchtigkeit drankommt habe ich mir aus der apotheke trockenperlen besorgt welches die feuchtigkeit aufsaugt. davon tue ich dann auch welche mit ins tütchen( in einem stück kaffeefilter. ;)
falls es jmd. interessiert
die trockenperlen sind von caelo und die genaue bezeichnung ist: Trockenperlen Caelo orange.
-
so siehts dann fertig aus
-
Hallo!
Ich nehme lieber eine Kaffeefiltertüte. Das Papier ist fester und bleibt nicht am Samen kleben, wenn er getrocknet ist. Meine, es reißt nicht nach dem Abmachen der Samen.
Besser ist noch fermentieren. Samen mit etwas Wasser in eine Schale für ca. drei, vier Tage stehen lassen. Dann in einem Sieb ausspülen und trocknen. Ergebnis: Saubere Samen
Grüße
Oliver
-
Hallo!
Besser ist noch fermentieren. Samen mit etwas Wasser in eine Schale für ca. drei, vier Tage stehen lassen. Dann in einem Sieb ausspülen und trocknen. Ergebnis: Saubere Samen
hallo olli bb
ich glaube vier tage ist so lange, dass es schon heftig riecht. ich begnüge mich damit, dass ich ausspüle, wenn der gärungsprozess solange fortgeschritten ist, dass beim spülen die samen unten schwimmen und der mansch oben...
allerding ernte ich für den samen immer die ersten vollreifen früchte und nicht erst jetzt halb viertel vor der angst und unter braunfäuledruck (den wir ja dieses jahr bei den tomaten hatten)...
-
ach so, wollte ich eigentlich noch sagen: man muss das fermentieren abbrechen, bevor der keimprozess beginnt. und das dauert bei den tomaten ja nicht allzu lange...
-
nachtrag. jetzt hoffentlich der letzte.
mein samenangebot findet ihr im grünen brett dieses forums
-
Hallo
Also ich nehme mein Saatgut nur von Tomaten ab, wenn diese auch gesund sind. Bei Braunfäule nehme ich kein Samen ab.
Bevor ich die Tomate ernte, suche ich mir solche aus, die der Sorte am ehesten gleichen und am schönsten sind, wegen der Selektion.
Verwende Tomaten die weder "nur rot gefärbt" sind noch solche die schon fast überreif sind. So in der Mitte ist eigentlich sehr gut.
Anschliessend schneide ich die Tomate unten mit einem Messer auf drücke den ganzen Inhalt in eine Schüssel gebe etwas Wasser hinzu bis alles bedeckt ist und lasse das ganze ca 4- 5 Tage stehen.
Bis dahin hat sich eine Art "Schimmelrasen" auf dem ganzen gebildet und die Samen haben eine Fermentierung hinter sich. Im Prinziep keimen solche besser als solche ohne diese Behandlung.
Anschliessend gebe ich alles in einen Sieb, spüle das ganze kräftig mit Wasser ab und entnehme dann die Samen.
Diese werden dann auf Küchenkrepp gelegt zu trocknen. Je nach Feuchtigkeit, wechsele ich einige Male das Küchenkrepp.
Danch nehme ich die Trocknen Samen und lege sie in einen Schrank wie er auch für Schrauben und dergleichen benutzt wird, so mit vielen kleinen Schubladen eben. ::)
Und dann kommt das wichtigste.
Das beschriften.
Denn der beste Samen nützt nix ohne einen Sortenname ;D ;D ;D
Hoffe dass meine Erklärung euch weiterhelfen kann. ;)
Lieben Gruss von der Kartoffel :)
-
Denn der beste Samen nützt nix ohne einen Sortenname ;D ;D ;D
Genau! Sonst müssen nämlich so komische Bestimmungs-Threads im Forum gestartet werden... ;)
Und so sieht die "faule" Küchenpapier-Methode aus:
-
Hallo Nina
Hab jetzt leider kein Bild, aber Du solltst mal meinen Küchentisch sehen.
Alles voller Gläser zum fermentieren.
Ich glaub nächstes Jahr mach ichs auch nach der "faulen Methode"
-
Ich glaub nächstes Jahr mach ichs auch nach der "faulen Methode"
Tüten kann man sich dann auch sparen Skorpion, weil die Samen am Papier kleben bleiben. :)
-
Stimmt, aber wo lagerst Du dann das Papier ??? mit den Samen
-
Die liegen in einem Kommode flach übereinander.
-
Wenn meine getrocknet sind kommen sie in eine Blechdose.
Gelagert werden meine Samen ( Schätze ) im Keller, wo keiner hinstoßen kann.
-
Hallo
@Nina
Die "faule" Küchenpapier-Methode hab ich noch nie gehört, klingt aber irgendwie ganz lustig. Werde mir mal dieses Wortspiel merken ;D ;D ;D
Gruss Kartoffel :)
-
ich finde es etwas kritisch, wenn ihr alle erst jetzt über die samengewinnung nachdenkt. das ist ein wenig zu spät.
meine ich jedenfalls.
ich halte es jedenfalls so, dass ich die ersten vollreifen früchte nicht verspeise, sondern aus ihnen den samen gewinne. das hat meiner meinung nach folgende vorteile:
1. die gefahr einer sortenverkreuzung mit anderen tomatenpflanzen wird verringert
2. hochreife früchte haben die besseren "gene" als nachgereifte früchte aus dem " letzten ausverkauf des jahres"
3. man kann die samen unter günstigeren bedingungen gewinnen (sprich: richtig wärme zum fermentieren oder trocknen)
nachteil: man möchte ja so gerne reinbeissen, wenn endlich etwas reif wird..................................................
alles verständlich!
-
wie kann man bloss kartoffel heissen, wenn man tomaten mag???
oh doch: ich glaube zu verstehen...
kartoffeln gibt es auch in allen farben von weiss, gelb, rot bis blau.
blau?
bei den tomaten sagt man dazu schwarz.
-
Hallo Diana, wenn die Tomaten überreif werden, besteht die Gefahr, dass die Samen in der Frucht vorzeitig zu keimen beginnen. Dann sind sie unbrauchbar. Normale Reife ist am besten.
LG Lisl
hallo lisl b.
bleibt die frage, was du unter "normaler" reife verstehst? ich ernte die tomaten lieber knackig als matschig. dann sind sie für mich "normal reif". nun meine ich aber, dass man die samen nur von wirklich hochreifen tomaten machen sollte. also lieber einen tag länger hängen oder liegen lassen, bis sie sich richtig "weich" anfühlen.
den rest noch schnell essen und die samen "bergen"
-
Hallo
Also ich nehme mein Saatgut nur von Tomaten ab, wenn diese auch gesund sind. Bei Braunfäule nehme ich kein Samen ab.
Bevor ich die Tomate ernte, suche ich mir solche aus, die der Sorte am ehesten gleichen und am schönsten sind, wegen der Selektion.
Verwende Tomaten die weder "nur rot gefärbt" sind noch solche die schon fast überreif sind. So in der Mitte ist eigentlich sehr gut.
wie ist es eigentlich wirklich?
haben tomaten, die der sorte am ähnlichsten sind wirklich die besseren gene, bzw. hat man dann soetwas wie eine garantie, dass genau solche früchte nächstes jahr wieder kommen?
und hat das düngen der tomaten unter umständen eine wirkung auf den samen, den wir nächstes jahr säen?
die braunfäule wird ja von ein pilz verursacht, sind die samen der befallenen tomaten bereits anfälliger, als solche, die die fäule nicht haben?
und kann man die tomaten widerstandsfähiger machen in dem man etwa nur samen von tomaten vermehrt, die noch nicht erkrankt waren
fragen, über fragen 8)
lg,
mariella
-
Hallo
Also ich nehme mein Saatgut nur von Tomaten ab, wenn diese auch gesund sind. Bei Braunfäule nehme ich kein Samen ab.
Bevor ich die Tomate ernte, suche ich mir solche aus, die der Sorte am ehesten gleichen und am schönsten sind, wegen der Selektion.
Verwende Tomaten die weder "nur rot gefärbt" sind noch solche die schon fast überreif sind. So in der Mitte ist eigentlich sehr gut.
wie ist es eigentlich wirklich?
haben tomaten, die der sorte am ähnlichsten sind wirklich die besseren gene, bzw. hat man dann soetwas wie eine garantie, dass genau solche früchte nächstes jahr wieder kommen?
und hat das düngen der tomaten unter umständen eine wirkung auf den samen, den wir nächstes jahr säen?
die braunfäule wird ja von ein pilz verursacht, sind die samen der befallenen tomaten bereits anfälliger, als solche, die die fäule nicht haben?
und kann man die tomaten widerstandsfähiger machen in dem man etwa nur samen von tomaten vermehrt, die noch nicht erkrankt waren
fragen, über fragen 8)
lg,
mariella
Hallo Mariella
Ja ja Fragen über Fragen ;)
Hoffe kann sie dir auch alle beantworten.
Jede GemüseSorte hat ein ganz spezielles Erscheinungsbild. Dieses zu erhalten ist das wichtigste beim erhalten einer Sorte.
Wenn du über mehrere Jahre hinweg zB: beim Salat immer nur von denen Samen aberntest, die mickerig sind und als erstes geschossen sind, wirst du im laufe der Zeit auch nur noch solche Pflanzen ernten. Du hast anstatt schöne grosse und relativ schossfeste Salate dieser Sorte zu erhalten, nur mickerige und schnell schiessende Salate herangezogen.
Sieh es wie mit der Erziehung. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Aus einer schlechten Selektion wieder eine gute zu bekommen, wird schwieriger als andersherum. Daher ist es wichtig bei der Saatgutgewinnung nur die besten und schönsten zur Saatgutgewinnung zu nutzen.
Die Düngung hat eine sehr grosse Rolle auf die gesamte Pflanze. Wie weit sich dies auf den Samen überträgt, ist glaube ich schwierig zu beantworten. Ob es negative oder positive Auswirkungen auf die Keimfähigkeit hat, kann ich dir leider nicht beantworten.
Auf jedenfall ist eine ausgewogene Düngung mit organischerm und mineralischem Dünger immer besser als entweder zuviel oder nicht genug.
Leider kann man die Tomaten nicht resistent machen gegen die Braunfäule, in dem man nur Saatgut von nicht befallenen Pflanzen abnimmt. Das Risiko bleibt immer bestehen. Wiederstandsfähiger kann man sie in dem Sinne machen, dass sie nicht schon den Pilz im Rucksack gleich mitbringen. Will heissen, wenn wir Saatgut haben was den Keim, also den Pilz direkt mit sich her schleppt, ist es schon von vornherein zu 100% sicher dass wir Probleme mit der Braunfäule bekommen.
Saatgut was von gesunden Pflanzen abgenommen wurde, ist wenigsten in dem Punkt clean.
Ich hoffe dass ich dir mit meinen Antworten weiterhelfen konnte.
Wenn nicht 100%, du findest mich ja hier im Forum ;) ;) ;)
Lieben Gruss von der Braunfäule-Resistenten Kartoffel :)
-
erste antwort zu den ähnlichkeiten:
tomaten sehen im ersten jahr fast immer der sorte ähnlich, von der die samen stammen. ABER: eben nur als frucht. man denkt, man hat eine sortenreine tomaten und macht samen davon. leider zeigen sich meist erst im nächsten jahr die genetischen verkreuzungen.
ist mir leider auch vorgekommen.
deshalb gewinne ich auch keinen samen aus dem freiland, wo zu viel insekten rumfliegen. lieber bestäube ich im haus (durch schütteln der pflanzen aller zwei tage). die profis binden wohl sogar die bestäubten blüten zu. habe ich jedenfalls gehört)....
ist zwar auch keine optimale methode. aber geht grad so.
ps: zu den anderen fragen später. ich mach für heute erst mal schluss
-
Hallo lonesome
Ja ja die lieben Verkreuzugen. Wenn die nicht wären, hätten wir eine Menge Arbeit weniger. ;D ;D ;D
Ja um sortenreine Tomaten oder andere Gemüsesorten zu bekommen, muss man die Blüte bevor sie bestäubt werden "zubinden", damit keine fremde Pollen von anderen Sorten auf die Narbe gelangt.
Zugebundene Blüten muss man also selbst bestäuben. Danach noch einige Tage zugebunden lassen und so hat man später sortenreine Tomaten und dergleichen.
Ist natürlich viel Arbeit, aber so kann man eine bestimmte Sorte mit ihren ganz speziefischen Eigenschaften immer wieder neu bekommen, ohne dass sich was ändert.
Gruss von der Kartoffel :)
-
doch nochmal kurz, weil sich meine antwort mit der kartoffels gequert hat:
zum thema düngung: ich meine, man sollte keinen samen von einer künstlich überdüngten pflanze nehmen. aber das ist bei der tomate weniger problematisch, weil sie eine überdüngung sowieso nicht mag und entsprechend reagiert (missbildungen wie zum beispiel schopfbildung). also kannst du das thema bei normal gezogenen tomaten eigentlich abhaken.
zum thema braunfäule: da ich meine tomatensamen (wie schon einmal irgendwo beschrieben) von den ersten hochreifen früchten nehme, kann das thema braunfäule kaum eines sein. denn sie tritt bei den meisten sorten noch nicht auf.
bei befall würde ich nie samen gewinnen. das verbietet sich einfach.
insofern muss ich der kartoffel-fraktion eigentlich zustimmen.
ps: kartoffel, heute habe ich dich als "blauer schwede" vernascht. war echt lecker und gut für augen ;D
-
he, kartoffel
haben wir heute einen wettstreit ???
dann suche ich mir morgen eine andere sorte aus ;D
-
vielen dank für euere antworten, interessant zu wissen!
ich hatte dieses jahr nur ochsenherz und die im freiland (habe kein GH) waren viel grösser und leckerer als die in den kübeln, an der hauswand.
besteht jetzt die gefahr, dass aus dem gewonnen samen, nächstes jahr gar keine ochsenherzen kommen?
-
aber nichts für ungut. ich glaube, wir schwimmen beim diesem thread auf der gleichen wellenlänge...
-
Hallo lonesome
Na hab ich dir wenigstens als "blauer schwede" geschmeckt? ;D ;D ;D
Nur das mit dem "Wettstreit" hab ich nicht so ganz verstanden?
Gruss Kartoffel :)
-
vielen dank für euere antworten, interessant zu wissen!
ich hatte dieses jahr nur ochsenherz und die im freiland (habe kein GH) waren viel grösser und leckerer als die in den kübeln, an der hauswand.
besteht jetzt die gefahr, dass aus dem gewonnen samen, nächstes jahr gar keine ochsenherzen kommen?
Hallo Mariella
Wenn du nicht sortenrein das Saatgut gewonnen hast, besteht die Gefahr dass zwar nicht unbedingt äusserlich eine Veränderung sichtbar ist, aber innerlich. Nun kann man sagen, solange man aussen nix sieht, was soll daran schlimm sein?
Nun dein Ochsenherz wird, falls es sich verkreutzt hat in einigen Generationen so veränderen, dass es nicht mehr unbedingt diese Sorte ist, die du eigentlich haben möchtset. Das können kleinere Unterschiede aber auch grössere sein. Manchmal ist das ja bei der Neuzucht erwünscht. Aber wenn man eine bestimmte Sorte so haben möchte, wie man sie kennengelernt hat, ist eine sortenechte Saatgutgewinnung unumgänglich.
Probier aber dein Saatgut nächstes Jahr auf jedenfall aus. Bin gespannt was draus wird? Kannst dich ja hier im Forum melden, sobald die "Riesen-Ochsenherzen" im Garten wachsen ;D ;D ;D ;D ;D
Gruss von der Kartoffel :)
-
Hallo lonesome
Na hab ich dir wenigstens als "blauer schwede" geschmeckt? ;D ;D ;D
Nur das mit dem "Wettstreit" hab ich nicht so ganz verstanden?
Gruss Kartoffel :)
@ lonesome
Glaube zu verstehen was du mit dem Wettstreit gemeint hast. Hab hinten angefangen mit lesen, so hab ich erst jetzt bemerkt, dass du schon fast alles das geschrieben hast, was ich noch mal weiter unten geschrieben habe. :o :o
Naja sie´s halt so: Doppelt genäht hält besser ;D ;D
Glaube auch dass wir auf derselben Wellenlänge bei diesem Thread schwimmen. ;)
Lieben Gruss von der tomatigen Kartoffel :)
-
Verstaändnisfrage: Aber womit soll sich denn Mariellas Ochsenherz verkreuzt haben? Sie hatte doch dieses Jahr nur die eine Sorte?
-
Verstaändnisfrage: Aber womit soll sich denn Mariellas Ochsenherz verkreuzt haben? Sie hatte doch dieses Jahr nur die eine Sorte?
ha! stimmt! darauf bin ich gar nicht gekommen! vielleicht ist mein ochsenherz doch sortenrein 8) und ich hab schon per PM gewarnt ;D
-
Verständnisfrage: Aber womit soll sich denn Mariellas Ochsenherz verkreuzt haben? Sie hatte doch dieses Jahr nur die eine Sorte?
das konnte sich kartoffel sicherlich nicht vorstellen, dass mariella nur die eine sorte hatte. hat er bestimmt überlesen. und er hat es auch ein wenig heftig und abschreckend dargestellt...
aber gerade ochsenherzsorten neigen zu sehr unterschiedlich grossen früchten
-
bleibt die frage, was du unter "normaler" reife verstehst? ich ernte die tomaten lieber knackig als matschig. dann sind sie für mich "normal reif". nun meine ich aber, dass man die samen nur von wirklich hochreifen tomaten machen sollte. also lieber einen tag länger hängen oder liegen lassen, bis sie sich richtig "weich" anfühlen.
hallo lonesome, ich mache es auch so, dass ich die ersten noch "knackfrisch" ernte, aber im laufe der Zeit sie immer länger an den Pflanzen hängen lasse, damit ich a) mehr derselben Sorte reif bekomme (für die Samengewinnung) und b) sie noch besser reifen zu lassen, weil die meisten ja doch noch geschmackintensiver werden (außer einigen gelben, die zu lange gelassen leicht mehlig und fad schmecken). außerdem halten sie da länger als geerntet und aufgelegt.
LG Lisl
-
Hallo
Natürlich hatte ich mit den "Riesen-Ochsenherzen" ein klein wenig übertrieben. ;D
Falls Mariella nur eine Tomatensorte im Garten hatte ist die wahrscheinlichkeit, dass sie sich gekreuzt hat, sehr unwahrscheinlich.
Recht habt ihr. Bin halt davon ausgegangen, dass jeder im Garten so viele verschiedene Sorten anbaut, und ganz vergessen, dass ich auch mit einer Sorte angefangen habe. :D
Hab die Sorte noch heute immer im Anbau. Und zwar ist es die kartoffelblättrige Sorte "Matina".
Passt eigentlich gut zur Kartoffel? ;D ;D ;D ;D
Lieben Gruss Kartoffel :)
-
mariella:
nun habe ich mich selber ertappt und festgestellt, dass ich von der reisetomate, die du möchtest, nur einfach getrockneten samen habe.
die samengewinnung über die vergärung soll aber eigentlich besser sein. du wirst auch einen optischen unterschied bei den samen sehen.
;)ich hoffe schon morgen. kommt auf die post an.
-
Gestern habe ich gezählt: in diesem Jahr wurden in meiner Küche 60 verschiedene Sorten entkernt und teilweise fermentiert.
Jetzt fehlt nur noch die jap. Zwiebel, dann bin ich fertig.
-
Gestern habe ich gezählt: in diesem Jahr wurden in meiner Küche 60 verschiedene Sorten entkernt und teilweise fermentiert.
Jetzt fehlt nur noch die jap. Zwiebel, dann bin ich fertig.
alle achtung ! das hieße ja, dass du mindestens 60 sorten tomaten anbaust ? da bin mit meinen reichlich 50 ja arm dran. und samen habe ich bisher von 8 sorten gemacht. soll auch nicht mehr werden, denn damit ist der bedarf für mich und einen gartenfreund in der nähe eigentlich gedeckt.
gestern haben wir übrigens grob geplant, wer welche sorten heranzieht und was wir zukaufen an neuem saatgut (sprich: saatgut von anderen sorten)...
-
hi zusammen!
@ kartoffel, ja, ich hab wirklich nur eine sorte gehabt, soll sich aber nächstes jahr ändern, ich bin grad am überlegen: bei uns gibt es so kleine gemeindegrundstücke, die die gemeinde verpachtet - wasser ist auch dabei, und die pacht soll recht gering sein, mal sehen... auf alle fälle ist unser garten definitiv zu klein für meine tomatenhysterie ;D
@ lonesome, kein problem, ich denke mal, dass ich es trotzdem schaffe dir nächstes fotos von deiner reisetomate zu posten :)
@wattemaus, ich sag nur "WOW" wo nehmt ihr bitte den platz her für so viele tomaten *ganzneidischbin*
lg,
mariella
-
Ich hatte sogar 100 Sorten.
Aber: ein paar Sorten habe ich in den Vorgarten gepflanzt und nicht mehr wiedergefunden in dem Dschungel.
Und da dieses Samen puseln irre viel Arbeit ist, von manchen mußte ich 2x Samen nehmen, weil mir alles geschimmelt war, habe ich nicht von allen Sorten Samen genommen.
Ingesamt müßten es aber 90 verschiedene sein(mit denen vom letzten Jahr), von denen ich die 60 tauschen kann.
Aber: im kommenden Jahr baue ich nur noch die Hälfte an, ich habe nichts eingemacht oder eingefroren, weil einfach die Pflege zu viel Arbeit war, vor allem als die Fäule anfing.
Hat jemand die "Mazpulcenu", die sind bei mir nichts geworden und die Tomate war so gut.
-
Tina, ich werde nachsehen, ob ich noch Mazpulcenusamen dabei habe. Wenn nicht, bekomme ich sie wahrscheinlich wieder.
LG Lisl
-
Will heissen, wenn wir Saatgut haben was den Keim, also den Pilz direkt mit sich her schleppt, ist es schon von vornherein zu 100% sicher dass wir Probleme mit der Braunfäule bekommen.
Saatgut was von gesunden Pflanzen abgenommen wurde, ist wenigsten in dem Punkt clean.
Und auch lonesome schreibt ähnlich: zum thema braunfäule: da ich meine tomatensamen (wie schon einmal irgendwo beschrieben) von den ersten hochreifen früchten nehme, kann das thema braunfäule kaum eines sein. denn sie tritt bei den meisten sorten noch nicht auf.
bei befall würde ich nie samen gewinnen. das verbietet sich einfach.
Dieser Punkt interessiert mich auch schon länger. Laut dem "Handbuch Samengärtnerei" stimmt das keinesfalls, was du schreibst.
Die Autoren sind der Ansicht, dass sogar von gesunden Früchten, die von Stauden mit Braunfäulebefall stammen, noch Samen geerntet werden können ohne Gefahr der Krankheitsübertragung.
-
Liebe Diana,
vielleicht hilft es Dir und anderen Nutzern, wenn ich etwas aus unserer Praxis zur Saatguternte und -aufebereitung für eine spätere Vermarktung schreibe.
Bei der Saatgutaufbereitung von Arten, deren Samen von einer mehr oder minder klebrigen Fruchthülle umgeben sind, die auch durch längeres Waschen mit Wasser nicht vollständig gereinigt werden konnten, kam es bei der anschließenden kühlen Lagerung immer wieder zu Befall mit diversen Pilzen. Das führte teilweise zu finanziell schmerzlichen Totalverlusten bei zahlreichen Arten. Hiervon betroffen waren besonders diverse Nachtschattengewächse (wie Lycopersicon - Tomate, Solanum - Nachtschatten) als auch andere fruchtbildende Arten (wie Carica spec. - Papaya Arten). Das Saatgut erschien äußerlich immer mehr oder minder sauber, d.h. fruchtfleischfrei, jedoch hafteten immer noch kleine Mengen an, die einen wunderbaren Nährboden für Infektionen bildeten. Die Keime bzw. Sporen waren dabei entweder bereits latent auf bzw. in der Frucht vorhanden oder wurden von außen bei der "Waschung" übertragen.
Prinizipiell setzen wir weder Insektizide noch Fungizide zur Desinfektion unsere Saatgutes ein. Ansonsten müssten wir alles so behandelte Saatgut separat kennzeichnen und es kann auch nicht sicher gestellt werden, dass der private Verbraucher dieses auch nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen (Handschuhe etc.) aussät.
Nach einer Reise nach Südamerika und Besuch eines dort ansässigen Saatgutvertreibers von diversen Fruchtarten und -sorten erhielten wir dann den entscheidenden Hinweis auf eine einfache aber auch wirkungsvolle Methode, die wir seitdem vor allem bei Arten, die eine sehr harte bzw. stark ledrige Samenhüle besitzen, mit Erfolg anwenden.
Zunächst wird das Saatgut grob gereinigt durch Zerquetschen der Früchte, Auswaschung der Samen mit Wasser und manuelles Entfernen bzw. Abgießen der gröberen Bestandteile des Fruchtfleisches soweit wie möglich. Danach mischen wir eine halbe Tasse dieses Gemisches mit einer halben Tasse eines hopochlorithaltigen Mittels (wie z.B. Dan Klorix, Ace, Clorox, Domestos, Bref etc.) rühren um und lassen das ganze bei kleineren Samen (wie bei Lycopersicon, Solanum und Physalis) ca. 1 Minute ziehen. Durch diese Methode wird vor allem das feine noch den Samen anhaftende Fruchtfleisch zersetzt und die meisten Keime und Sporen werden abgetötet.
Danach wird das ganze in ein Sieb abgegossen und mit reichlich Wasser nachgewaschen. Schließlich wird das Gemisch, sofern immer noch Fruchtfleisch vorhanden ist, in eine Schüssel gegeben und mehrmals Wasser hinzugefügt und abgegossen - so lange bis das ganze in Wasser schwebende Fruchtfleisch entfernt wurde. Schließlich werden die Samen ca. drei Tage lang offen bei Raumtemperatur getrocknet und kommen dann zur kühlen Lagerung bis zum Verkauf.
Seitdem hatten wir nie wieder Schwierigkeiten mit Infektionen bei diesen Arten während der Lagerung. Und nach Keimfähigkeittests bei allen so behandelten Arten konnte keine Senkung der Viabilität des Saatgutes beobachtet werden, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass in der nur kurzen Einwirkdauer von knapp 1 Minute kein Bleichmittel in die Samen endringen kann, sondern die Samenschale - wenn überhaupt - nur von außen leicht angreift. Bei sehr hartschaligen Arten hat diese Methode sogar zu einer Erhöhung der Keimrate bzw. Beschleunigung des Keimprozess geführt, da die Quellung des Nährgewebes nach einer Aussaat vereinfacht oder beschleunigt wird.
Die negative Erfahrung bei der Handhabung dieser Bleichmittel war, dass schon kleine Spritzer zu einer Verfärbung von Klamotten führt - aber das kann man durch eine vorsichtige Anwendnung einfach verhindern. Weiterhin wird aus diesen Mitteln bei stark säurehaltigen Früchten (bei einigen Tomatenarten war das der Fall) aus dem Hypochlorit Chlorgas frei gesetzt (was sich in einem starken Schwimmbadgeruch äußert), das kann jedoch ebenfalls leicht verhindert werden, wenn vor einer Behandlung mit diesen Mitteln zunächst so viel Fruchtfleisch wie möglich ausgewaschen oder entfernt wird. Und schließlich verfärbt sich bei einigen Arten auch das Saatgut (z.B. bei Saracha jaltomate, die Samen sind von Natur aus mittel- bis dunkelbraun und färben sich dadurch fast schwarz) - aber wie bereits oben gesagt ist dies nur eine äußerliche Veränderung und hat keine Auswirkung auf die Keimfähigkeit
Viele Grüße und - frohes Waschen!
Bjørn Malkmus
Dipl.rer.oec.
-
björn verstösst zwar intensiv gegen die regeln, indem er einen link mit werbung macht; aber er hat meiner meinung eigentlich etwas recht:
denn durch die gärung und das anschliessende waschen bekommt man vielmehr fruchtfleisch von dem samen ab als durch die blosse trocknung.
ich oder du können ja mal einen thread aufmachen, inwieweit und in welchen pflanzenteilen (samen/reste im boden...) die "ph.infestans"-pilze überwintern können. das würde mich auch wahnsinnig freuen, dabei etwas neues zu erfahren.
denn, obwohl es bei mir nur leichten befall (nur einige früchte waren befallen) gab, ich wage z.z. nicht an den gleichen platz im nächsten jahr zu denken.
aber ich glaube, das war etwas abgeschweift: ich bleibe trotzdem bei meiner methode, möglichst früh samen aus vollreifen früchten zu gewinnen. vielleicht noch aus zwei anderen gründen: man kommt zeitlich nicht in zugzwang und hat das warme wetter zum vergären und trocknen.
-
Der Platz wo seit heuer mein Tomatentunnel steht, war letzten Sommer voller kranker Tomaten. Ích habe den Boden nicht desinfiziert oder dgl. - heuer stehen sie alle da wie die Einser !
Wenn ich mit solchen Chemikalien hantieren müsste, um Samen zu gewinnen, hätte ich nie damit angefangen. Das mag seine Berechtigung für Profis haben, aber in meinem Garten würde ich das nie machen.
Ich glaube nach wie vor, dass in meinem etwas rauen Kleinklima das Wichtigste für den Gesunderhalt der Tomatenpflanzen ein geschützter, aber luftiger Standplatz ist, wo es zu keinem Hitzestau kommen kann. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, die Pflanzen im Frühjahr erst auszupflanzen, wenn wirklich die kühlen Nächte vorüber sind. Wenn sie von Anfang an gut wegstarten können, sind sie viel widerstandsfähiger als wenn es durch zu frühes Aussetzen zu einem Wachstumsverzug kommt.
Ich säe jedes Jahr sowohl nur auf Papier getrocknete, sowie auch fermentierte Samen aus und merke überhaupt keinen Unterschied an der Gesundheit der Pflanzen im Laufe der Saison. Einzig der Standort macht ´s , wie lange sie länger anhaltendem ungünstigen Wetter trotzen können.....
Das ist meine langjährige Erfahrung .
-
Ich säe jedes Jahr sowohl nur auf Papier getrocknete, sowie auch fermentierte Samen aus und merke überhaupt keinen Unterschied an der Gesundheit der Pflanzen im Laufe der Saison.
ja, aber die unfermermentieren samen lagerst du doch auch nicht freien. sondern zumindest dort, wo kein tiefer frost hinkommt...
was tötet den pilz ab ausser das nichtvorhandensein von pflanzen-substanz oder kälte?
-
die unfermentierten Samen lagere ich, wie die fermentierten in einem Schrank im Wohnzimmer (trocken natürlich, bei ca. 20°...).
Von kranken Früchten nehme ich keine Samen.
-
Danach mischen wir eine halbe Tasse dieses Gemisches mit einer halben Tasse eines hopochlorithaltigen Mittels (wie z.B. Dan Klorix, Ace, Clorox, Domestos, Bref etc.) rühren um und lassen das ganze bei kleineren Samen (wie bei Lycopersicon, Solanum und Physalis) ca. 1 Minute ziehen. Durch diese Methode wird vor allem das feine noch den Samen anhaftende Fruchtfleisch zersetzt und die meisten Keime und Sporen werden abgetötet.
Einen agressiven WC Reiniger möchte ich nicht an meine Samen lassen. Hier geht es auch nicht um Fermentation, sondern der Reiniger frisst sozusagen das Fruchtfleisch innerhalb einer Minute weg, wenn ich das richtig verstehe. Kann schon sein, dass Viren das nicht überstehen. Winke Günther, schau mal hierher.
Aber wie gesagt, Braunfäule wird nicht über die Samen übertragen.
-
kann ich verstehen, denn die fermentation geht von allein nach spätestens zwei tagen los.
hoch lebe mutter natur.
dann allerdings abgiessen, bevor der keimprozess beginnt. ungefähr dann, wenns natürlich stinkt (riecht)
-
Jenseits des Großen Wassers ist Hypochlorit extrem beliebt, grad, daß es nicht auch noch in die Suppe kommt...
Als Desinfektionsmittel ist es sicher wirksam, das "Ding an sich" ist nicht extrem stabil, man kann beim Zersetzen der Lösung direkt zuschauen (weswegen Pulverprodukte meist etwas stabileres Lithiumhypochlorit drin haben). Die Zerfallprodukte sind eigentlich ungiftig, allerdings können mit organischem Material sehr ungute Nebenprodukte entstehen.
So weit, so halbwegs gut.
Der Einsatz zur Vorbehandlung von Sämereien ist mir eher neu, allerdings weiß ich, daß z.B. mache hartschaligen Samen mit konzentrierter (!) Schwefelsäure vorbehandelt werden können...
Solange nur der äußere Schleim betroffen ist, wird schon nix passieren, man darf halt nicht zu konzentriert und nicht zu lange arbeiten.
Andere Fungizide mögen bequemer sein.
Wenn ein fachmännischer Anwender damit gute Erfahrungen gemacht hat - den Versuch kann's wert sein.
Ich habs noch nicht gebraucht, sogar aus schlechten Früchten, auf den Kompost geschmissen (ich weiß, soll man nicht) sind gesunde Pflanzen gewachsen....
-
Jenseits des Großen Wassers ist Hypochlorit extrem beliebt, grad, daß es nicht auch noch in die Suppe kommt...
Als Desinfektionsmittel ist es sicher wirksam, das "Ding an sich" ist nicht extrem stabil, man kann beim Zersetzen der Lösung direkt zuschauen (weswegen Pulverprodukte meist etwas stabileres Lithiumhypochlorit drin haben). Die Zerfallprodukte sind eigentlich ungiftig, allerdings können mit organischem Material sehr ungute Nebenprodukte entstehen.
So weit, so halbwegs gut.
Eine Sache wollte ich oben eigentlich nicht schreiben: in Südamerika wird das dort erhältliche Produkt Clorox sehr gerne zum Desinfizieren von (...und nun guten Appetit...) Essen verwendet! So wird Salat und alle Gemüse und Früchte, die roh verzehrt werden, in Kolumbien ausgiebig in Clorox "eingelegt" und anschließend gewaschen. Wenn ich nicht auf die Inhaltsstoffe geschaut hätte und wüsste, dass daas Mittel nur Hypochlorit enthält und dieses an der Luft schnell zu Sauerstoff, Wasser und Kochsalz zerfällt, dann wäre mir echt der Appetit vergangen. Auf der anderen Seite werden dort mit dieser Methode die besonders auf Salat überall vorhandenen Amöben mit Sicherheit ausgeschaltet und meine eigene Erfahrung sagt mir, dass eine Amöbenruhr weit unangenehmer ist als die eventuelle Aufnahme von Clorox in minimalen Mengen.
-
Nicht nur in Südamerika...
Bei den in Lateinamerika (und nicht nur dort) gegebenen Wasserverhältnissen ists fast besser etwas Clorox zu schlucken als z.B. Leitungswasser. Selbst agua purificada ist nicht immer ganz astrein.
-
Andere Fungizide mögen bequemer sein.
Ja bequemer wahrscheinlich, aber wohl auch giftiger, da das mehr oder minder gut biologisch abbaubare organische Verbindungen sind, wenn man vielleicht einmal vom vertriebenen Netzschwefel für einige wenige Pilzarten absieht...
Wenn ein fachmännischer Anwender damit gute Erfahrungen gemacht hat - den Versuch kann's wert sein.
Ja, wir sind doch alle auch experimentierfreudig, wenn es ums Pflegen von Pflanzen geht, die eigentlich als unkultivierbar gelten ;)
-
Nicht nur in Südamerika...
Bei den in Lateinamerika (und nicht nur dort) gegebenen Wasserverhältnissen ists fast besser etwas Clorox zu schlucken als z.B. Leitungswasser. Selbst agua purificada ist nicht immer ganz astrein.
Günther, Du scheinst ein Leidensgenosse bei der ungewollten Aufnahme von Parasiten durch verunreinigtes Wasser zu sein... :)
-
Und zu guter Letzt (bevor wieder zum eigentlichen Thema zurückgekehrt wird) noch diese Story: bei einem Asiamarkt in Frankfurt/Höchst hatte ich mir vergangenes Jahr diverses Frischgemüse gekauft, dieses gründlichst gewaschen und dann als Rohkostsalat zubereitet. Mein Hausarzt war drei Tage später äußerst fasziniert, dass ich mir eine tropische Krankheit in Deutschland zugelegt hatte: Amöbenruhr in der thailändischen Variante :-X
-
Außer schälbaren Früchten ißt man lieber nix roh.
Und: Eiserner Magen kann (fast) alles vertragen ;D
-
Oh man, früher hat man sich höchstens ein paar Spulwürmer eingefangen, wenn man Früchte vom Strauch genascht hat. Aber die sollen ja durchaus nützlich sein! ::)
Jedenfalls klingt es schon seltsam, mit was man die Samen alles behandelt, damit sie gebrauchsfertig sind. Wie hat man das denn früher gemacht?
LG Silvia
-
Zaubersprüche gemurmelt. 8)
-
Vielleicht war es ja auch so wie mit vielen Dingen des täglichen Bedarfs: es kam weniger auf das Äußere an, sondern auf den Inhalt.
Heute muss z.B. ein Dosenöffner nicht einfach nur funktional sein und Dosen möglichst einfach und sicher öffnen können, sondern er muss zu aller erst einmal schön aussehen.
Auf die Samen übertragen gilt vielleicht dann das: früher war es unwichtig, ob sie von außen perfekt "sauber" waren und "adrett" aussahen, sondern es war hauptsächlich wichtig, dass daraus auch Pflanzen gezogen werden konnten.
Aber ganz ehrlich: was würde man heute über Saatgut denken, dass von außen irgendwie etwas schimmelig aussieht? Wahrscheinlich würde man gleich meinen, dass auch die Qualität überhaupt nicht gut sein kann, oder? Aber die Erfahrung hier im Forum widerspricht dem dann doch: auch Saatgut aus fermentierten Früchten kann kräftige und gesunde Pflanzen liefern. In der Natur steht ja auch keiner neben einer Tomatenpflanze und reinigt die Samen bevor sie in die Erde gelangen, außer sie werden von Vögel gefressen, dann erfolgt doch irgendwie eine Art von Reinigung... Alles ist relativ. ;)
-
Fermentierte Tomatensamen sind sehr schön: weiss, sauber und silbrig glänzend in ihrem Pelzchen. Aber auch Tomatensamen auf Papier sind nicht schimmlig oder grausig. Man sieht eben die Farbe des Fruchtfleisches. Das Fruchtfleisch ist eine natürliche Keimschutzpackung.
Biologisches Saatgut darf nicht chemisch behandelt werden, da gibt es strenge Richtlinien. Eine Möglichkeit ist die Wärmebehandlung in exakt 50° C heissem Wasser, dabei werden manche Keime relativ sicher abgetötet. Aber wie gesagt, für Tomaten ist das gar nicht notwedig.
-
Oh ich merk schon, Samenernte ist eine Philpsophie :-X Hab alles mit Interesse gelesen.
Ich habe jetzt beide Möglichkeiten, die mit dem Küchenpapier und auch fermentieren ausprobiert.
Nur eines weiß ich, vor Braunfäule brauch ich mich nicht zu fürchten, da hatten wir schon jahrelang keine Probleme mehr damit. Die Tomaten stehen unterm Dach in einem Hochbeet, an einer warmen Stallwand, Südseite und bekommen außer Wasser, aufgelösten Pferdeäpfeln und ab und an eine Ansprache von mir ::) nix extra.
Winke, Diana
-
Oha, überlegt doch mal!
Phytospora ist ein Pilz.
Wo bilden Pilze ihre Fruchtkörper?
An der Oberfläche, wo es luftig ist und die Sporen sich verbreiten können.
Was brauchen Pilze zum wachsen?
Das Substrat, auf das sie spezialisiert sind, in diesem Fall lebende Pflanzen, bevorzugt: Kartoffeln!
Hauptüberträger der Braunfäule sind überjährige Kartoffeln!!
Von Braunfäule, die in als Mulch liegengebliebenen Tomaten überwintert, habe ich noch nichts gehört.
Tomatensamen, ob fermentiert oder mit Fruchtfleischresten getrocknet, sind als Überlebensmedium einfach ungeeignet.
Es sei denn, in der Tomate wäre ein luftiger Hohlraum oder man läßt evtl. von Myzel durch- oder auch umwachsene Samen lange feucht liegen und gibt dem Pilz dadurch Gelegenheit zur Bildung von Fruchtkörpern. Das findet sicher nicht unauffällig statt.
Jeder, der was auf sich hält, was Samengewinnung anbetrifft, wird solche Umstände zu vermeiden suchen bzw. ggfs. auftretende Veränderungen aufgrund feuchter Lagerung feststellen und den betroffenen Samen wegwerfen.
So gesehen könnte selbst Samen von Braunfäule-befallenen reifen Tomaten unbesehen weiterverwendet werden.
Könnte. Sofern meine Argumentation vollständig ist.
-
So einfach ist es wohl nicht. Pilzerreger können durchaus an den Samen haften, z.B die Phoma Pilze an Kohlsamen.
Das Handbuch Samengärtnerei von A. Heistinger macht zu diesen Vorgängen gut recherchierte Angaben, wie mir scheint.
-
@ feder:Man sieht eben die Farbe des Fruchtfleisches. Das Fruchtfleisch ist eine natürliche Keimschutzpackung.
wenn man sie zuvor abwäscht sehen sie sehr sauber aus. wobei das ja eigentlich nicht wirklich wichtig ist. ;)
was den pilzbefall angeht so gehe auch ich auf nummer sicher und verwende nur samen aus gesunden früchten.
-
Bei dem Erreger der Krautfäule handelt es sich um den Pilz Phytophthora infestans. Gemäß diesem :http://www.pa.ipw.agrl.ethz.ch/courses/diagnose/kart/kart111.htm und einigen anderen Links handelt es sich bei diesem um einen Pilz, der derzeit nur in lebendem Gewebe, sprich in Saatkartoffeln überleben kann, die Sporen vergehen im Boden binnen drei Wochen. Daher ist es mehr als unwarscheinlich, daß man mit Tomatensamen aus befallenen Tomaten eine Infektion im Folgejahr hinbekommt. Dennoch würde ich nur im Notfalle von kranken Pflanzen Samen nehmen, aus Prinzip. Aber eine direkter Befall im Folgejahr ist derzeit eher auszuschließen.
-
Heißt es nicht auch bei der Fäule, daß sie erst ab Mitte Juli auftritt?
Jedenfalls habe ich noch keine an den Jungpflanzen gehabt.
Und draußen kriegen sie die Fäule so oder so, jedenfalls bei mir.
Im Prinzip müßte man mal ausprobieren, Saatgut aus befallenen Früchten zu nehmen, aber so mutig bin ich dann doch nicht.
-
Der Pilz Phytophthora infestans stellt ja relativ enge klimatische Ansprüche für sein Keimen, bzw. die Vermehrung, "in Abhängigkeit von der Temperatur - entweder direkt (opt. 24 Grad Celsius)" und eine entsprechende Feuchtigkeit. Das dürfte als Erklärung für das Auftreten erst im Juni/Juli ausreichen.
-
könnte man, natürlich nur rein theoretisch betrachtet, die tomatenpflanzen vorbeugend mit einem fungizid spritzen, wie das z.b. im weinbau üblich ist?
::) tom
-
könnte man, natürlich nur rein theoretisch betrachtet, die tomatenpflanzen vorbeugend mit einem fungizid spritzen, wie das z.b. im weinbau üblich ist?
das würde ich persönlich nie machen. selbst beim wein, den ich mit einem kupfer-mittel behandele, halte ich eine karenz-zeit von vier bis sechs wochen ein.
und stell dir mal vor, wenn du im juni irgendwas spritzt, was den pilz im juli/august stoppen soll, dann willst du doch nebenan schon die ersten tomaten ernten.
ich kenne zwar die mittelchen nicht, die du verwenden möchtest, aber ich habe in der sache meine eigene meinung und die ist ein nein.
allerdings nutze ich auch übliche natürliche aufbaumittel sowie ein algenpräparat. aber das alles zähle ich nicht zu den fungiziden.
-
da hier wohl wenige erfahrungen mit samen aus pilzerkrankten früchten haben werde ich da welche von nehmen, anbauen und kucken was nächstes jahr draus wird. ein versuch ist es auf jeden fall wert.
zum thema fungizide:
lieber esse ich keine als zu spritzen. aber möglich ist in diesem falle was gefällt.
-
ich probiere es auch mit einer sorte aus, will die pflanze aber dann schon isoliert aufstellen, bin ja keine terroristin ! - oder gilt das dann nicht als versuch ?
lg lisl
-
hab ich nie gesagt, ich will meine pflanzen spritzen! die frage war rein theotetisch!!
ist nicht kupfer ebenso giftig?? und wie schaut es hier mit der belastung von boden und wasser aus?
ich verwende für meine trauben kein kupfer mehr!!
ich hätte eigentlich an netzschwefel gedacht, vor der blüte und vielleicht auch nachher, wenn noch genügend zeit ist bis zur ernte. ich könnte es auch an einer isolierten pflanze mal versuchen. die müsste aber überdacht stehen, weil es den schwefel sonst runterwäscht!
man macht sich halt so seine gedanken....
;) tom
-
Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, es gibt Kupfermangelkrankheiten.
Netzschwefel - nunja, der Saure Regen besteht auch zu einem erklecklichen Teil aus Schwefeloxiden....
In diesem Sinne...
-
klar, alles hat ein für und wider! drum spritze ich auch nix!!
zum thema samenfermentieren oder auf krepp streichen:
habe ein wenig verunsichert durch die diskussion von 2 samen derselben sorte, 1x von einem "profi" fermentiert, 1x von mir persönlich auf küchenkrepp gestrichen, eine keimprobe gemacht und hab jetzt 2 gesunde keimlinge stehen wie eine "1"! :D sehe (für mich!!) keinen unterschied. beide möchten jetzt pikiert werden!! irgendwie bringe ich es nicht hin, sie auf den kompost zu werfen, ich werde sie am fenster überwintern! ;)
;) tom
-
Dann wirst Du uns ja wahrscheinlich mit "Weihnachtstomaten" in den Wahnsinn treiben... ;) ;D
-
Eine Sache wollte ich oben eigentlich nicht schreiben: in Südamerika wird das dort erhältliche Produkt Clorox sehr gerne zum Desinfizieren von (...und nun guten Appetit...) Essen verwendet! So wird Salat und alle Gemüse und Früchte, die roh verzehrt werden, in Kolumbien ausgiebig in Clorox "eingelegt" und anschließend gewaschen.
Ich habe gerade mit einer Guatemaltekin, die mit einem Kolumbianer verheiratet ist, telefoniert und gefragt, ob sie Clorox verwendet. Sie kennt das nicht und auch ihre Schwiegermutter benutzt es nicht. Sie wohnen in Bogotà, dort gibt es angeblich sehr gutes Wasser.
LG
-
Dann wirst Du uns ja wahrscheinlich mit "Weihnachtstomaten" in den Wahnsinn treiben... ;) ;D
wenn ihr das noch nicht seid, gerne! :-X
ist dann eine Hick´s Nepalese, die zu weihnachten früchte hat, eine "weihnachtstomate"?
könnte ich nicht dann den baum und vor allem die kugeln sparen.... 8)
;) tom
-
Dann wirst Du uns ja wahrscheinlich mit "Weihnachtstomaten" in den Wahnsinn treiben...
@nina: glaube ich nicht. denn weihnachten gibt es zwar rote kugeln am baum. und keine tomaten.
@tom: wie man bei uns sagt: das wird nichts. lass die kleinen pflänzchen sterben, bevor sie es begreifen, was sie sind. das ist bei saatproben üblich und wesentlich humaner...
-
So mutlos machen würde ich oidium nicht ! Ich habe mal spaßhalber eine Wildtomate im temperierten Wintergarten als Hängetomate durchkultiviert. Die trug ganz fleißig ihre kleinen roten Kügelchen auch im Winter. Sie brauchten zwar lange, aber immerhin......Im Frühjahr machte sie eine lange Pause und trug dann auch nicht früher als die neu gesäten anderen.
Es war eine Wildtomate aus dem Hochland von Mexiko.
LG Lisl
-
Danke Lisl,
ich hatte mich auch schon mal mit dem Gedanken auseinandergesetzt, jetzt noch einige Geiztriebe zu nehmen und diese zu überwintern. Nur dürften die wohl zu schnell zu groß werden?
Uwe
-
Nachdem es in Glashäusern auch klappt - brauchst "nur" Deine Wohnung entsprechend herrichten ;D
-
wenn ihr das noch nicht seid, gerne! :-X
ist dann eine Hick´s Nepalese, die zu weihnachten früchte hat, eine "weihnachtstomate"?
könnte ich nicht dann den baum und vor allem die kugeln sparen.... 8)
;)
Ja wunderbar! ;D
Da bin ich ja mal gespannt, wie dieses Jahr der Weihnachtsbaum-Thread aussieht.... ;)
Ich könnte ja auch ein paar Gelbtafeln in Herz oder Tannenform schneiden. :D
-
ich glaube, das sind die 4 probleme eigentlich:
1. keiner kennt sich mit tomatenzucht im wintergarten aus (ich persönlich habe keinen wintergarten) @brennessel: bitte dazu mehr und ausführlich...
2. keiner ausser tom will es wagen.
3. keiner sät so spät noch aus. @tom: das werden nur "spirlle"
4. bei uns ist sterbehilfe noch nicht erlaubt. deshalb der hinweis mit dem humanen sterben...
-
ich würde es jederzeit auch ausprobieren, wenn ich einen hellen wintergarten hätte!
tomaten sind human? das ist mir neu ::)
-
Ooooch,
ausprobieren täte ich das schon, und wenn ich den Tannebaum sparen kann, hab ich ja auch genügend Platz. Leider sind meine Fensterbänke bereits mit den Peppies des Jahres belegt, und entsprechend auch noch mit Pflanzenlicht in Form von Leuchtstoffröhren garniert. Irgendwo muß der Wahnsinn doch ein Ende haben. ;D
@ lonesome, ohne eine "Sonnenbank" für die Tomaten wird´s sicher nix.
-
Da bin ich ja mal gespannt, wie dieses Jahr der Weihnachtsbaum-Thread aussieht.... ;)
Ich könnte ja auch ein paar Gelbtafeln in Herz oder Tannenform schneiden.
@nina
jetzt kommst du aber ab vom wirklichen thema.
gelbtafeln sind eigentlich was ganz anderes. die kann man nur verwenden gegen einige andere mitbewohner (z.b. kleine insekten)...
aber nicht für den weihnachtsbaum zurechtschneiden...
das klebt zu sehr an der schere.
-
Ich habe eine verglaste Loggia/Wintergarten, wo sich meine Tomaten befinden und ich habe dort auch schon im November noch Tomaten geerntet. ;)
-
Ich habe eine verglaste Loggia/Wintergarten, wo sich meine Tomaten befinden und ich habe dort auch schon im November noch Tomaten geerntet.
@nina
ja dann auf zum weihnachts-beitrag. aber bitte mit vielen fotos. tom und ich lehnen sich dann sicher begeistert zurück. und staunen. nich wahr, tom?
-
Ich weiß was Gelbtafeln sind, da ich sie gegen eine größere Population von weißen Fliegen einsetze.
Ich glaube ich werde noch ein paar Samen aussäen... ;)
PS: Lonesome, ich wäre Dir dankbar, wenn Du nicht ständig jeden/jede darauf hinweist, wenn er/sie eventuell vom Thema abkommt, und dann das zum Thema machst.
-
4. bei uns ist sterbehilfe noch nicht erlaubt. deshalb der hinweis mit dem humanen sterben...
Ich denke, dies ist der Hauptpunkt. Darf man z.B. eine im Dezember noch am Tropf hängende Tomate trocken legen? Empfindet sie dann Schmerz, wenn sie derart einfach austrocknet? Wie sähe allenfalls eine schmerzlindernde, aber lebensverkürzende Behandlung aus? Nun sind die Fachleute gefordert! (alles ohne Smeili)
-
PS: Lonesome, ich wäre Dir dankbar, wenn Du nicht ständig jeden/jede darauf hinweist, wenn er/sie eventuell vom Thema abkommt, und dann das zum Thema machst
.
ich bin nicht vom thema abgekommen. sondern eher du.
aber ich meine, man sollte die tomaten nicht ausserhalb ihres natürlichen zyklusses aussähen und aufpäppeln....
meine ich jedenfalls. (entgegen toms meinung)
@nina: was soll das nutzen, andere user, mit denen ich mich inzwischen einigermassen verstehe, immer wieder gegen mich aufzuwiegeln... wenn du mich auch jetzt schon wieder kritisierst.
lass die alten sachen endlich einmal ruhen.
-
Es ist immer wieder erstaunlich, dass Leute, die ständig etwas zu kritisieren oder anzumahnen haben. selbst so extrem empfindlich gegen Kritik sind.
Da dies in diesem Thread wirklich OT ist, möchte ich vermelden, dass ich meine Tomatensamen im Sieb möglichst weitgehend unter fließendem Wasser vom Glibber befreie und dann einfach auf einem Teller ausstreiche. Wenn sie am nächsten Tag trocken sind, kratze ich sie ab (Fingernägel ;D) und verpacke sie in Papiertütchen, die ich in der kühlen Speisekammer aufbewahre bis zum März.
-
@ lonesome,
mit der Haltung müßten wir auf ne Menge Gemüse verzichten, weil Tomaten und Paprika sind hier nun wirklich nicht heimisch. Und unter "natürlichen Bedingungen" angezogen, würden sie nie zur Fruchtreife bei uns kommen.
@ Callies: im Grunde gebe ich Dir Recht, wir sind wirklich o.T. aber es müssen Abschweifungen auch mal erlaubt sein. ;) Immerhin geht es um die Aufzucht von Tomaten. ;D
LG
Uwe
-
1. keiner kennt sich mit tomatenzucht im wintergarten aus (ich persönlich habe keinen wintergarten) @brennessel: bitte dazu mehr und ausführlich...
Das ist bei mir so: ich nehme im Herbst manchmal die eine oder andere Kübeltomate herein, wenn sie noch trägt und kältere Nächte drohen.
Jetzt habe ich z.B. einen Geiztrieb von Teardrops und Quick Pick sowie eine Phyra im Wintergarten. Ich lasse die hier, bis mir der Platz zu knapp wird - wenn die anderen Kübelpflanzen herein müssen - oder die Tomatenpflanze nichts mehr trägt. Die Wilde damals blühte und fruchtete so fleißig, dass ich sie einfach nicht entsorgen konnte! Natürlich war das Laub nicht so gsund und kräftig wie im Sommer. Es fehlte ihr sicher auch das nötige Licht, aber sie kam gut durch...
LG Lisl
-
@ Lisl,
ich denke, das durchkommen ist dabei auch das wichtigere, als nun den ganzen Winter zu ernten. Aber das macht ja schon Hoffnungen, das es klappen könnte. Und dann hat man doch recht kräftige pflanzen am Start. ;D
Uwe
-
nein, Uwe, kräftig war die dann nicht.
gut, die sorte ist sowieso eher ein zarterl....
sie machte eine lange pause und trug dann auch nicht viel vor den anderen.... ich machte aber ableger aus ihren nebentrieben. die wuchsen ganz gut!
lg lisl
-
na da geht´s ja ordentlich rund! ;D
ich hab nicht ausgesät, um die natur zu "vergewaltigen"! ich wollte nur wissen, ob es 1. einen unterschied zw. fermentiertem samen und auf küchenkrepp geklebten gibt; 2. ob ich keinen fehler bei der samengewinnung gemacht habe! 3. ob mir lisl eh keinen mist angedreht hat! ;D ;) :-*
da mir einfach um die beiden schösslinge leid ist (ich bin so sensibel! 8) ) und mir die tomatenpflanzen auch gefallen, wenn sie "nur" grün sind, stelle ich sie ans fenster! dass das licht im winter zu wenig wird, befürchte ich auch! kann ja rote kugeln draufhängen.... :-X
@ nina: wenn du zur weihnachtsdekoration was beiträgst, kriegst ein selbst gebasteltes (laubsägearbeit) weihnachtsgeschenk von mir! sonst isst eh keiner meine keks-kreationen!! :-\ ;D
@ lonesome: keine angst, lass mich nicht aufwiegeln! das "gewitter" von gestern hat sich schon wieder verzogen!
;) tom
-
...
ich hab nicht ausgesät, um die natur zu "vergewaltigen"! ich wollte nur wissen,..... ob mir lisl eh keinen mist angedreht hat! ;D ;)
::) hi, das siehst eh erst frühestens nächsten Mai - Juni ! wenn du die pflänzchen nicht ordentlich betreust, kannst aber nicht mich dafür verantwortlich machen ;) ! ...alles, was recht ist .... :P
lg lisl
-
Na siehst du, Lisl, was dabei herauskommt, wenn man sich nicht vor Mehltau in Acht nimmt. ;) Derartigen Besuch solltest du dir verbitten. ;D
-
Aber nein, Maria, überwintern lass ich den bei mir eh nicht ;D ! Er ist jederzeit herzlich willkommen :) !
LG Lisl
-
Ich hab eine Frage zur Fermentierung.
Wie lange lasst Ihr euren Samen Gären bzw. wie erkenne ich das eine ausreichende Gärung stattgefunden hat.
Grüße
aus
Oberbayern
Mario
-
das ist ganz verschieden, Mario. Wenn sich so eine Art Schimmelrasen zu bilden anfängt, lösen sich die Samen . Man darf nicht zu lange warten, weil es sonst leichter zu einer vorzeitigen Keimung kommt und die Samen damit unbrauchbar werden.
Bei Zimmertemperatur dauert das meist so 2-3 Tage. Wenn es kühler ist, länger.
LG Lisl
-
nana maria! soooo schlimm bin ich auch wieder nicht! ;D
aber eine gewisse vorsicht kann nie schaden...
8) tom
-
Habt Ihr Erfahrungen wie viele Jahre Euer selbst erzeugter Tomatensamen keimfähig bleibt ?
Grüße
Mario
-
Tomatensamen bleiben, wenn man sie ohne Keimschutzschicht lagert, lange keimfähig, bis zu 10 Jahren ist keine Seltenheit. Natürlich hängt es auch von den Lagerbedingungen ab, aber sie scheinen doch recht robust zu sein. Bei einem Kurs des VEN hörte ich, daß man auch schon 15 Jahre alte, schlecht gelagerte Samen zum erwachen gebracht hätte. ;D ;D ;D
-
10 jahre alte (auf küchenrolle gestrichene) samen einer Violetten Fleischtomate habe ich heuer noch erfolgreich ausgesät . bei diesen weiß ich das alter, weil ich das hier dazuschreibe.......
lg lisl
-
Jetzt bin ich draufgekommen,wie das sogenannte Fermentieren von Tomatensamen am schnellsten geht. Man nehme einfach immer den gleichen Becher und zwar ohne ihn auszuwaschen! Es geht ja nichts über die Faulheit. ;D Ein bisschen mit klarem Wasser ausschwenzen genügt. Es bleiben Reste an der Wand kleben, und die beschleunigen ganz immens die nächste Gärung. So hat man schon nach einem Tag saubere Samen. Scheint mir ähnlich zu funktionieren wie mit Sauerteig: immer ein bisschen übrig lassen. Aber Achtung, dass keine Samen im Becher zurückbleiben, ansonsten gibt es unliebsame Überraschungen im nächsten Jahr.
-
Habe für meine Sämereien in Filmdosen. Im Zeitalter der Dig. Fotografie sterben die aus. Die ZIP_Tüten sind Klasse, kann man mit CD_Stift gut beschriften nur wo bekomme ich die her (Raum Berlin)???? Kann mir bitte Jemand helfen?
LG Galeo
-
Statt Filmdosen kann man die Innenhüllen von Überraschungseiern nehmen. 8)
ZIP-Säckchen hab ich im Laborfachhandel bezogen, das ist aber sicher nicht die einzige Quelle.
-
frag einmal in geschäften, wo man filme zum entwickeln abgeben kann!
mir wurde mit der wachsenden anzahl der tomatensorten die sucherei mit den filmdöschen zu umständlich. jetzt habe ich sie in tütchen alphabetisch geordnet und das suchen ist ein kinderspiel ;) !
-
Habe für meine Sämereien in Filmdosen. Im Zeitalter der Dig. Fotografie sterben die aus. Die ZIP_Tüten sind Klasse, kann man mit CD_Stift gut beschriften nur wo bekomme ich die her (Raum Berlin)???? Kann mir bitte Jemand helfen?
LG Galeo
Hallo Galeo
diese Zip Tütchen bekommst du im Internet, oder in Fachgeschäften, die unter anderem Papierwaren und Bastelartikel verkaufen (da hab ich meine her)
Gruß Karin
-
Eine gute Methode,
Sämereien aufzubewahren ist,diese in Blechschachteln von Zigarillos zu tun.Die kann man schön und
gut aufgewahren.
Theo
-
Die ZIP_Tüten sind Klasse, kann man mit CD_Stift gut beschriften nur wo bekomme ich die her (Raum Berlin)???? Kann mir bitte Jemand helfen?
Ich habe in einem Schreibwarengeschäft gefragt, wo ich sie dann auch bestellt habe. Wartezeit eine Woche. Ich war überrascht, dass sie so billig waren. Selbst über ebay hätte ich sie nicht so günstig bekommen.
-
Hallo
Wir haben uns erst vor kurzem einige ;D Zip-Tütchen für Samen schicken lassen.
Bei packpack.de sind die kleinen, 40x60 zu 1000 Stück (eintausend) 1,95 Euro,
die Größe 60x80 zu 1000 Stück bei 3,00 Euro.
Liebe Grüße Susanna
-
Danke Susanne für den Tip,werde ich so machen schönen bei uns verregneten Sonntag
LG galeo
-
Damit ich die Ziptütchen stehend aufbewahren kann, stecke ich einen passenden Papierstreifen mit hinein, auf dem ich Namen etc. notiere.
-
ich hab auch zip-tütchen. kleine, in denen die samen sind, mit cd-marker beschriftet und dann etwas größere, in denen die tütchen geordnet reinkommen.
tomaten nach farben geordnet, ansonsten gemüse nach sorten..zucchini, gurken, paprika etc.
-
Ich habe meine Tomatenziptütchen der Übersicht wegen alphabetisch geordnet in ein Heft geklebt.Die letzten Jahr "verschwanden"nämlich immer wieder dringend gesuchte Tütchen während der Aussaatzeit um irgendwann im Winter wieder aufzutauchen. Jetzt habe ich meine Tomatensamen immer bereit und kann mich schön durchblättern.
-
nachdem ich letztes wochenende wieder mal saatgut verschickt habe, habe ich nun endlich wieder ordnung bei den tomatensamen geschaffen.
1 -
ein grosses verschliessbares glas (2l) mit den sorten drin, wo noch genug saatgut vorhanden ist. die samen sind in kleinen tictac's. aus diesen laesst sich wunderbar portionieren, ohne dass man das saatgut anzufassen braucht. diese stecken in beschrifteten zip-beuteln. und wandern im verschlossenen glas heute wieder in den kuehlen keller.
2 -
kleine beschriftete zip-beutel von den sorten, wo nur noch wenige samen (1-5) vorhanden sind. ebenfalls in einem schraubglas im keller.
3 -
die sorten, die ausgesaet werden sollen.
es existiert eine alphabetische liste mit 3 spalten. damit ich weiss, was wo ist.
-
Das ist aber sehr ordentlich, toll :D
-
ich finde folgendes motto gut:
"ordnung ist das halbe leben. drum ordne nie und lebe ganz."
aber manchmal geht es eben nicht anders. ;)
-
Hallo Tomatengarten
Müssen die Gläser verschlossen sein? ich lagere Samen in Blechschachtels gut sortiert in einer alten Weinkiste ;)
-
ich verschliesse sie, weil es im keller zwar kuehl, aber auch feucht ist.
ein muss ist das verschliessen natuerlich nicht.
-
Alles klar. :)
Ich hab mal gehört,daß Tomatensamen unter normalen Bedingungen bis zu 10 Jahren keimfähig bleiben sollen?
-
Wäre schön!
Dann kann ich mir mehr Zeit lassen beim ausprobieren der neuen Sorten. ;)
Wegen der Jing-Jang Bohne, WiesenTheo, schau ich wegen der Keimfähigkeit erst im März/April. Dann kann ich wenigstens was damit anfangen, sollten sie noch keimen. Ich geb dann bescheid.
Liebe Grüße Susanna
-
Hallo Diana und alle die hier lesen... ;)
Macht es nicht zu kompliziert, eine reife Tomate ausräumen, den Samen für 4-5 Tage ins Wasser geben, anschließend in einem Sieb in einem Wasserstrahl den Samen vom Schleim befreien und anschließend auf einer glatten Fläche, (Glasplatte, einen Teller oder einer beschichteten Platte ausbreiten zum trocknen, hier bleibt kein Papier kleben. Dann in ein kl. Glas geben und luftdicht verschließen. Man kann auch noch Reiskörner für die Aufnahme von Feuchtigkeit hinzugeben und so hält sich der Samen bis zum nächsten Jahr und länger. Ich sähe schon Anfang Dezember im Blumentopf aus, bei einer Größe von 50cm kommen die Pflanzen in einen einzelnen Topf und gedeihen im Wintergarten prächtig. Schon im April sind die ersten Tomaten reif. Ist es draußen dann so im Mai warm, kommen die Stauden nach raus in den Garten mit einem kl. Dach drüber und so hatte ich in diesem Jahr ab April bis heute täglich 5-6 Tomaten (hab nur 3 Stauden) manchmal auch bis zu einem Kilo und so geht es weiter, wird es kalt (ab 10°) geht es unter Glas im Wintergarten weiter bis keine Früchte mehr nachwachsen. Ist ein Stamm fertig, so hat sich bestimmt schon ein neuer von unten her auf den Weg nach oben gemacht und die 2. Generation Tomaten wächst heran.
mit freundlichem Gruß Sigi... :D
-
Ich mache mir die Ernte von Tomatensamen einfach. Die Samen mit dem Saft kommen in ein feines Sieb und werden unter kräftigem Reibejn so gut wie rein gewaschen. Dann kom :Dmen sie auf einen Unterteller und werden an einem geschützten Ort getrocknet. Danach lassen sie sich vom Teller notfalls mit dem Fingernagel abkratzen. Somit habe ich weitgehend einzelne Samenkörner.
-
Tomatensamen frisch aus der Frucht mit Glibber auf einen Notizzettel geben, den Zettel mit Namen und Jahr versehen und 3 Tage (oder besser 1 Woche ) bei Zimmertemperatur liegen lassen, bis der Samen mit Glibber am Papier festgetrocknet ist.
Diesen Zettel kann man eintüten, einglasen (oder einrahmen) bis zum Frühjahr.
Dann muss man den Samen abknibbeln und sähen. Man kann das Papier auch auseinanderreißen und mit Samen sähen.
...das ist für mich unkompliziert 8) ;)
-
Auf saugfähigem Papier (Küchenrolle etc.) getrocknet muss man die Samen gar nicht herunterfieseln. Man kann das mitsamt dem Papier auf die Aussaaterde legen, dün mit Erde zudecken und angießen - fertig :) !