garten-pur
Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Zuschauer am 21. November 2005, 14:54:08
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Hallo ,
ich hab dieses Jahr zum ersten mal Grünkohl angebaut und das auch mit Erfolg (2,oo m hoch, na gut ein wenig übertrieben aber wohl doch so 80 cm ;D).
Bis jetzt kannte ich Grünkohl nur vom hören-sagen, hab auch noch nie welchen gegessen.
Jetzt aber mal ne kleine Frage, wie erntet man den eigentlich.
Mit dem Messer ist mir schon klar :D, aber erntet man von unten nach oben oder von oben nach unten, wächst der überhaupt nach oder erntet man die ganze Pflanze wie bei Blumenkohl ? Kann man die Blattstiele mitessen?
Hab natürlich schon im vorraus schon alle Bekannten zum Grünkohlessen eingeladen.
Leider ist er nicht verpackt und es steht demzufolge auch keine Zubereitungsanleitung auf der Verpackung ( wie bei Iglo ).
Hat jemand ein gutes Rezept und Erfahrung mit Grünkohl . Durchgefroren ist er schon mal ( - 3 Grad ) .
Was ist übrigens mit der Wurst ( Pinkel oder so ähnlich ) die üblicherweise dazugehört tut`s da auch ne grobe Bratwurst ( die hat man im Badischen )?
Fragen über Fragen.
Schon mal danke für Eure Antworten.
Gruss
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Lies erst mal hier. Den Rest beantworten wir dann gerne.
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gut auch blattweise, grob bis mittel geschnitten in eine minestrone. falls mal keine wurst zu gesichte steht, mag mensch ja net immer. oder als salat, kurz angedünstet in streifen, mit senfsaat dazu.
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Ich hab mir gerade den Link durchgelesen, bleiben aber doch noch Fragen.
Klar ist dass fortlaufend geerntet werden kann :D und von unten nach oben
( hoffentlich schmeckt mir Grünkohl sonst habe ich ein langandauerndes Problem )
Schneidet man den Blattstiel raus , bleibt der hart?
Riesenweib ich bin schon eher ein Fleischesser, die Rezepte im Link waren jedoch alle ein wenig unvollständig, wieviele Kartoffeln, wieviel Grünkohl
( - kg, -Blattanzahl, -Lidl Tüten..) pro Versuchskaninchen :),wie lang kochen?
Boa die "Pinkel " - Wurst - Zubreitung liest sich schon ein bißchen extrem. Kaum zu glauben das die schmeckt, wobei wer schon mal gesehen hat wie Blutwurst/ Schwarzwurst gemacht wird schreckt vor nichts mehr zurück.
Gruss
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Da mußt du schon im Bremer Umland aufgewachsen sein, um so etwas überleben zu können! :o :o
Evt. ein paar Schnäpse einkalkulieren.
Aber Grünkohl selbst ist schon eine feine Sache!
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ich nehme die mittelrippe raus, gebe eventuell sie zuerst ins fett/wasser, was auch immer das mittel der wahl zum garkochen ist. dann erst die blätter. manchmal kommen sie zum suppenkochen, manchmal auf den kompost. wie mir grad ist, ich gebs zu.
mengen? fang mit wenig an, steigere nach geschmack, vielleicht findest Du in :P. auch bei der kochdauer scheiden sich die geister wie bissfest bissfest eigentlich ist.
lg, brigitte
manche essen kohl auch als rohkost.
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Es gibt zwei regionale Wurstsorten, die arg gewöhnungsbedürftig, weil recht fett, sind: Pinkel und Bregen.
Üblicherweise wird westfälische Mettwurst oder ein Stück frisches oder geräuchertes Bauchfleisch mitgekocht. Manche essen auch Kassler dazu. Ist halt alles eine Geschmackssache. Ich persönlich bevorzuge Mettwurst. Dazu gibt es dann "Schröllmännekes", kleine Pellkartoffeln, die im Ganzen in der Pfanne goldbraun geröstet werden.
Bier und ein "Klarer" zum Abschluss sind unabdingbar.
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Als Vegetarier kann und will ich dir zur Pinkelwurst (der Name sagt alles...) nix sagen. Ansonsten:
Stiel wird mitgegessen. Folgendes Simpelrezept hat sich bewährt:
p.P.
2 mittelgrosse Grünkohlblätter
Olivenöl
Salz
Ev. Chili oder Pfeffer
Grünkohlblätter in feine Querstreifchen schneiden. Wenig Olivenöl in Bratpfanne und anfänglich in hoher, dann stark reduzierter Hitze halbweich braten/dünsten. Kurz vor Schluss nach Belieben Salz, Chili und ev. mehr Olivenöl beigeben. Liebhaber werden auch eine durchgedrückte Knoblauchzehe oder (igitt) Kümmel nicht verschmähen. Unverzüglich als Gemüse servieren oder ev. mit Tomatensugo unter Teigwaren, Reis oder mehlig kochende Kartoffeln mischen. Pinkelfetischisten informieren sich über die Fortsetzung bitte anderswo... ;)
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...Stiel wird mitgegessen....Grünkohlblätter in feine Querstreifchen schneiden....
wie jung erntest Du die blätter Grynn (gefiel mir fast so gut wie ULF). handtellergross? kleiner? ich ernte oft zu spät, dann sind die rippen schon etwas härter.
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Ich ernte sie fortwährend. Hab halt generell zarte Pflänzchen - 8). Gut, wenn mal so gegen das Frühjahr hin eine holzig erscheinende Rippe daherkommt, kann es schon vorkommen, dass ich die rausschneide. Ansonsten find ich das schade.
P.S. Dass übrigens eine letztjährige Pflanze erst ausgiebig geblüht und nun auch noch gleichermassen gefruchtet hat, war überraschend. Aber damit nicht genug: Sie wird die erste sein, die mir am vielstieligen Neuaustrieb besonders zarte Blätter liefert.
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ist schade ja. aber meist verwerte ich sie, eben länger garen.
ich muss den kohl meist reinschmuggeln ins essen >:(.
lg, brigitte
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Für Vegetarier hätte ich ein Grünkohlkuchenrezept.
Hab es aber selber nur einmal gemacht, hab es als zu aufwendig empfunden
Schmeckt allerdings lecker....
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lass es doch herüberwachsen! oder ist es auch so aufwendig zum abschreiben wie zum kochen? höchstwahrscheinlich :-\
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Jetzt weiss ich wenigstens, woher das Wort "pinkeln" kommt. :o ;D
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lass es doch herüberwachsen! oder ist es auch so aufwendig zum abschreiben wie zum kochen? höchstwahrscheinlich :-\
;D Nee, nee, das geht schon ;D
Habs nur leider nicht zur Hand.
Mañana....
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Habe folgendes gefunden:
Pinkel ist eine Grützwurst, die in Norddeutschland, besonders in der Gegend um Bremen und Oldenburg, zu Grünkohl gegessen wird.
Sie besteht im wesentlichen aus Speck, Grütze von Hafer oder Gerste, Rindertalg, Schweineschmalz, Zwiebeln, Speisesalz, Pfeffer und anderen Gewürzen. Die Masse wurde ursprünglich in einen gereinigten Mastdarm vom Rind (plattdeutsch: "Pinkel") gefüllt. Der Name könnte auch daher kommen, dass die fertigen Würste nach der Herstellung an der Decke aufgehängt wurden und tropften (also "pinkelten").
Grünkohl mit Pinkel ist ein sehr gehaltvolles Essen, da in den Grünkohleintopf zusätzlich noch Bauchspeck und andere Würste gegeben werden. Tradition haben die Kohl-und-Pinkel-Touren (auch "Kohlfahrt" genannt), winterliche Ausflüge zu Landgasthöfen.
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Und das hier:
Hirn oder Brägen (auch Bregen) wird in der Küchensprache das Gehirn von Schlachttieren genannt. Es besteht aus einer zarten, grauweißen Masse, die viel Fett und Vitamine enthält.
Kalbs- und Lammhirn eignet sich vor allem für Vorspeisen, Pasteten und Ragouts - Schweine- und Rinderhirn wird vorwiegend zu Wurst verarbeitet.
Zur Vorbereitung sollte Hirn gründlich gewässert werden. Dann die Haut abziehen, Blutreste und Adern entfernen und noch einmal spülen. Anschließend in Wurzelbrühe vorsichtig garen lassen und nach Rezept weiterverarbeiten.
Gerichte mit Hirn sind z. B. Hirnpalatschinken, Hirnschöberlsuppe, Ragout fin, Brägenwurst.
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ja, das schmeckt auch prima, das hirn. aber die haut läßt sich nicht abziehen. es ist auch nicht nötig. es reicht aus, blutgerinnsel nach dem
wässern zu entfernen.
und bries?
und hoden?
und euter?
"das kann man alles essen!" hieß es früher, wenn das kind zögernd auf den gekochten schweinekopf schaute.
gruß
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Eine gute halbe Badewanne voller gewaschener Grünkohlblätter, durchgedreht und solange sachte gekocht, bis es fast Mus ist, ergibt ungefähr 8 Portionen fertigen Grünkohl.
Kann man Grünkohl anders als durchgedreht überhaupt essen?
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"Durchgedreht" ist nur etwas für Esser mit den "Dritten".
Grünkohl wird lediglich grob gehackt. Ungeübte Hacker bestellen anschließend 5 Biere nur mit dem Daumen. Grünkohlessende Wirte verstehen diese Geste.
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Aber doch nicht nur so gehackt ??? Vorher doch sicher 'gstrippt" :o ???gestampfter Grünkohl mit Kartoffeln und heisser Kochwurst, ist ungefähr das einzige altholländische Gericht das ich esse , 2-3x im Winter!!!! Sieht aus , wie schon mal gegessen, aber ist - äh- sättigend! ;D
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Vorher doch sicher 'gstrippt" :o ???
Versteht sich von selbst.
Dein gestampfter Grünkohl lief in meiner Heimatstadt unter den Sammelbegriff "Durreen". Steht für alles, was durcheinander gekocht wurde.
Mochte ich als Kind besonders gerne. Ich brauchte weniger zu kauen.
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Grünkohlkuchen (2 Pers.) ohne Hirn und Pinkel und sonstige Schweinereien :)
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125 g Quark
6 Eßl. Sahne
2 Eigelb
Kräutersalz
100 g Polenta (Maisgrieß)
50 g Greyerzer
400 g Grünkohl
2 gr. Zwiebeln
30 g Butter
3 TL Gemüsebrühe
2 EL Petersilie
2 Chillies (entkernt) z.B. Jalapeños
0,5 TL Majoran
1 - 2 Knoblauchzehen
weisser Pfeffer, frisch gemahlen
Muskatnuß, frisch gerieben
2 Eiweiß
150 g Möhren
1 TL gem. Koriander
1 TL Zitronensaft
2 EL Creme fraiche
frischer Meerrettich nach Geschmack
Quark mit Sahne, 4 EL Wasser, Eigelben und Salz cremig rühren.
Eine Springform (20 cm) einfetten und mit Maisgrieß ausstreuen
Restlichen Maisgrieß und Käse (bis auf 2 EL) unter den Quark rühren
30 Minuten quellen lassen
Grünkohl waschen, Blätter von den Stielen streifen und fein(!) schneiden
1 Zwiebel fein würfeln und in Butter andünsten.
Grünkohl, 2 TL Brühe und 3 EL Wasser dazugeben, bei schwacher Hitze 8-10 Min.
knapp weich garen
Backofen auf 200 Grad vorheizen, Grünkohl und Kräuter unter die Quarkcreme mischen.
Knoblauchzehen dazupressen, mit Pfeffer und Muskat würzen
Eiweiß steif schlagen, unter die Quarkcreme heben und die Masse in die Form füllen.
Rest Käse darüber streuen
Grünkohlkuchen im unteren Backofen ca. 40 Minuten backen, bis die Oberfläche
hellbraun und fest ist. Auf einem Kuchengitter ca. 10 Min. abkühlen lassen,
danach auf eine Kuchenplatte heben
Möhren säubern, Chillies klein schneiden. 1 Zwiebel fein würfeln und in Butter
andünsten, Koriander und Chillies darunter mischen
Möhren fein raspeln, Möhren und übrige gekörnte Brühe und 1/4 l Wasser dazugeben.
Zugedeckt bei schwacher Hitze garen, bis die Möhren weich sind.
Danach die Mischung pürieren. Zitronensaft und Creme fraiche unterrühren.
Sauce mit Meerrettich leicht scharf abschmecken (ist aber durch die Chillies
meist scharf genug).
Sauce über den Grünkohlkuchen verteilen.
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das ist ein wochenendrezept :D klingt nach mampfi-bampfi.
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Und das hier:
Hirn oder Brägen (auch Bregen) wird in der Küchensprache das Gehirn von Schlachttieren genannt. Es besteht aus einer zarten, grauweißen Masse, die viel Fett und Vitamine enthält.
Kalbs- und Lammhirn eignet sich vor allem für Vorspeisen, Pasteten und Ragouts - Schweine- und Rinderhirn wird vorwiegend zu Wurst verarbeitet.
Zur Vorbereitung sollte Hirn gründlich gewässert werden. Dann die Haut abziehen, Blutreste und Adern entfernen und noch einmal spülen. Anschließend in Wurzelbrühe vorsichtig garen lassen und nach Rezept weiterverarbeiten.
Gerichte mit Hirn sind z. B. Hirnpalatschinken, Hirnschöberlsuppe, Ragout fin, Brägenwurst.
Und bei all dem ist BSE dann definiv ein Thema >:(
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klingt superlecker, Piementa. Das werde ich in der gartenarmen Winterzeit mal ausprobieren. Aber der Kuchen wird doch noch warm gegessen oder? (vonwegen 10 Min. abkühlen und dann auf Kuchenplatte)
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Ja, den Schritt schenke ich mir auch immer ;)
Etwas abgekühlt lässt der Kuchen sich aber besser schneiden
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kann das mal jemand alles in die gartenküche bringen, wo es hingehört?
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Gruenkohlrezepte variieren im Norden maechtig, sowohl was das Anbratfett angett, als auch das Bindemittel, die Fleischbeilage und die Form der Kartoffeln dazu..Mich hats aus SH in die Bremer Gegend verschlagen- da liegen Gruenkohlwelten dazwischen.
Also als feinstes Fett gilt Gaenseschmalz, anderes Schmalz tut es auch oder ausgelassener Speck oder neumodische Butter.
Mit oder ohne und wieviel Zwiebeln, auch diskussionswuerdig
Knofi ist definitiv neumodisch kann lecker sein
Die Angelegenheit im Topf wird durchaus fluessig, dagegen hilft
Kartoffel oder Mehl oder (Hafer)gruetze
Das Fleisch wurde ja schon angesprochen, was geht ausser den seltsamen Wuersten:
normale Kochwurst ala Mettwurstenden
Kassler, geraeucherter Schweinbauch, geraeucherter Bauchspeck
ganz fein: Gaensekeule, auch derberer Wildbraten oder -wurst
die Kartoffeln sollten wohl immer ganz klein sein, im ganzen werden sie haeufig gebraten (Bratkartoffeln sind auch ueblich) und meines Wissens nur in SH werden sie mit Zucker karamelisiert!!
Empfindliche Esser blanchieren den Gruenkohl
Badewanne zum Waschen war frueher durchaus ueblich, in Gruenkohlgegenden kann man ihn jetzt saeckeweise gestrippelt und gewaschen auf dem Markt kaufen.
Eine sehr feine Version geht mit Butter, Zwiebel, ohne Bindemittel. mit Weisswein statt Wasser und einer Menge muerber Aepfel. Sehr lecker, ganz leicht!
Gruenkohltouren sind fatal ob des schon waehrend der Wanderung reichlich genossenen Schnapses. Man geht mit Bollerwagen voller Getraenke los und jeder hat ein Schnapsglas am Band um den Hals.
Im Gasthof am Ziel wird dann noch der Gruenkohlkoenig ausgekegelt, vor oder nach der Gruenkohlvoellerei. Huhh...
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Gruenkohltouren sind fatal ob des schon waehrend der Wanderung reichlich genossenen Schnapses. Man geht mit Bollerwagen voller Getraenke los und jeder hat ein Schnapsglas am Band um den Hals.
Im Gasthof am Ziel wird dann noch der Gruenkohlkoenig ausgekegelt, vor oder nach der Gruenkohlvoellerei. Huhh...
Da schlagen die Sitten der alten Wikinger noch ein bißchen durch, oder? :-X
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könnte mal die zuständige dame/oder herr diesen thread dem küchenpersonal weiterreichen? hat ja schon lange nichts mehr mit dem anbau zu tun.
gruß
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Das Wetter bekommt dem Grünkohl nicht: Erst ist im November so warm, dann plötzlich sehr kalt, und jetzt wieder warm. Der weiss nicht, ob er nun wachsen oder ruhen soll. Zeigt sich an einzelnen erfrorenen :o Blättern, so kennt man ihn ja gar nicht.
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Kann mir nicht noch wer sagen, ob er bei seinen Grünkohlen dasselbe beobachtet hat? Oder hab ich allenfalls ein anderes Problem?
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Das Wetter bekommt dem Grünkohl nicht: Erst ist im November so warm, dann plötzlich sehr kalt, und jetzt wieder warm. Der weiss nicht, ob er nun wachsen oder ruhen soll. Zeigt sich an einzelnen erfrorenen :o Blättern, so kennt man ihn ja gar nicht.
da du mit problem offensichtlich allein (=einsam) dasteht, will wenigstens ich(=lonesome) antworten:
meinen grünkohl habe ich eben inspiziert. ausser einigen blätter unten, die abgefallen sind, habe ich keine abnormen veränderungen erkannt.
ich verwende allerdings seit langem die sorte "niedriger grüner krauser", die ja nicht mehr eu-konform ist, weil "sie sich nicht MASCHINELL ernten lässt"...
allerdings hat die sorte einen guten vorteil: sie duckt schnell unterm schnee weg: heisst sie wird zugedeckt, weil sie besonders klein ist.
Kann mir nicht noch wer sagen, ob er bei seinen Grünkohlen dasselbe beobachtet hat? Oder hab ich allenfalls ein anderes Problem?
zum anderen problem: ich mag auch keine PINKEL(=bei uns heisst das übrigens knackwürste) aber ich mache vorzugsweise grünkohl-eintopf mit geräucherchten schweinerippchen. willst du das rezept???
klaus-peter
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Danke, lonesome, aber ich ess kein Fleisch. Ansonsten bin ich froh, dass meine Not doch noch wer erhöhrt hat. Dann muss es wohl an den lokalklimatisch ungünstigen Bedingungen hier bei Zürich liegen, dass meine ebenfalls niedrigen Grünkohle teilweise schlapp machen. Konnte immerhin ersmals ernten am Samstag, hoffe, die erholen sich noch vollständig in den nächsten Wochen.
P.S. Das andernorts angeforderte Rezept zur Zubereitung deines unverhofft verendeten Blauwals kann ich dir aus obgenanntenm Grund leider ebenfalls nicht liefern...
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sorry:ich war eben auch grad bei einem ernsten thema.
doch danke für diesen beitrag: jetzt muß ich nochmal etwas richtigstellen: ER (der blauwal) ist nicht verendet, sondern lebt. lies bitte den thread nochmal und sieh dir das aufregende bild darin an...
zur grünkohl-ernte: ich füttere die mittelstrünke meinen hasen. die mögen das. mögen deine "dach-hasen" das auch?
wie schmecken katzen eigentlich? was sagen deine nachbarn zu dem thema, da du sie ja offensichtlich nicht selber isst.?
klaus-peter
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Entschuldige mein flüchtiges Lesen betreffend deinen Wal. Das Bild ist in der Tat umwerfend! Ich hoffe, ich bin dir da nicht zu nahe getreten. All das ändert nix, dass ich betreffend Zubereitung, insbesondere Gardauer, weiterhin ratlos bin.
Hinsichtlich meiner Dachhasen darf ich anmerken, dass mein diesbezügliches Vegetariertum von den Nachbarn erstaunlich gut akzeptiert wird. Sollen ansonsten ähnlich schmecken wie Hasen und werden bisweilen in gewissen Etablissements nach wie vor als solche serviert. Meine Katzen fressen allerdings keine Grünkohlstrünke, sondern lediglich Hühner.
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Es erstaunt mich ein wenig, dass lonesome und ich die einzigen sein sollen, die Grünkohl im Garten haben. Wäre sehr dankbar über weitere Stellungnahmen zu meinem Problem der Blattwelke.
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waren die "welk" gewordenen blätter unbrauchbar, fisalis?
sahen sie krank aus oder macht es der grünkohl auch wie rosenkohl, dass er die blätter als schutz vor kälte hängen lässt?
geht das jetzt noch weiter oder war es nur nach dem übergang vom warmen zum kalten wetter so?
bei uns sieht man dieses gemüse kaum irgendwo - höchstens mal zierkohle oder palmkohl. aber auch die muss man vor ganz tiefen temperaturen schützen.
lg lisl
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Es sind die untersten Blätter, die welk sind und es auch jetzt bleiben. Kochen könnte man sie vielleicht, aber nicht knackig braten. Habe auch auf "Schädlinge" hin untersucht, war aber nix sichtbar. Ich vermute nach wie vor, dass der warme November die Pflanzen zu weiterem Wachstum anregte, das dann im schlechtesten Moment vom Kälteeinbruch gestoppt wurde. Andere, viele kältere Winter haben sie locker überstanden. Es ist nun ja nicht so, dass die Ernte ausfällt, interessiert mich halt, ob da sonst noch wer dasselbe beobachtet hat.
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Ich mag keinen Kohl, der stinkt beim Kochen. Ich würde mir nur zur Deko toskanischen Palmkohl ins Gemüsebeet pflanzen.
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Lass dich bekehren, Lilo. Grünkohl ist anders! Die filigranen Blätter werden im Olivenöl leicht knusprig, und entwickeln ein einmalig herbsüsses Aroma. Irgendwann muss ich dir doch noch was vorkochen 8)
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Das wird dann schon ein Kälteschaden sein, fisalis! Wenn es nach so warmen Wochen plötzlich so stark friert, konnten sich die Pflanzen ja nicht drauf einstellen. Die erzeugen sich ja eine Art Frostschutz, wenn es langsam kälter wird. Wahrscheinlich hatten die anfangs keine Zeit mehr dafür.
Wenn die Blätter nicht matschig sind, könntest sie ja zu div. Gemüsesuppen etc. schneiden oder für Kohlrouladen etc...
LG Lisl
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Lass dich bekehren, Lilo. Grünkohl ist anders! Die filigranen Blätter werden im Olivenöl leicht knusprig, und entwickeln ein einmalig herbsüsses Aroma. Irgendwann muss ich dir doch noch was vorkochen 8)
Vorher solltest du aber ganz lieb und freundlich zu Sofie sein.
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@Lisl: Ich tippe auch da drauf. Ich verwerte die welcken Blätter vielleicht in einer Gemüsebrühe, wo sie zum Schluss abgeseiht werden, denn so zum direkt essen machen sie mich nicht an.
@Lilo: Die Bedingung ist etwas exotisch. Ich versuche, den Konflikt mit der Guten zu einem konstruktiven Ergebnis zu bringen. Gelingt das, komme ich auf das Grünkohlmenu zurück. ;)
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Die Bedingungen sind erfüllt, dann muss ich mich wohl bekehren lassen.
LG Lilo
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Na ja, tu dir keinen Zwang an, aber Grünkohl kurz im Olivenöl angebraten ist wirklich eine Offenbarung - und so rasch und so simpel, richtig kochmuffelverträglich ;D. Nur Mut!
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Tatsächlich habe ich mir gestern auf dem Markt einen Stengel Grünkohl gekauft, ihn in feine Streifen geschnitten und gemeinsam mit Zwiebeln in Olivenöl gebraten.
Die Küche war olfaktorisch auch nicht mehr als bei anderen Kochereien in Mitleidenschaft gezogen.
Mit Bratkartoffeln und Salat aus Winterettich serviert hat der Grünkahl recht gut geschmeckt. Herkules wollte den dritten Nachschlag und dann war da nix mehr.
Er kannte dieses Gemüse aus der Türkei und erzählte, dass es besonders beliebt an der Schwarzmeerküste sei. (Der Menschenschlag an der Schwarzmeerküste sind die Ostfriesen der Türkei) Und dass der Grünkohl bei häufigem Verzehr zu eienm vermehrten Abau von Jod und so zu einer Kropfbildung führe.
Also, @fisalis, sei vorsichtig, nicht zu viel Grünkohl, sonst kriegst du einen dicken Hals.
Wie verhält sich der Grünkohl eigentlich im Gemüsebeet. Kann er etwas mit Sandboden anfangen? Braucht er Wasser?
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Kann man das auch mit Wirsing machen? Der ist doch zu Grünkohl eng verwandt. Den kriege ich nämlich bei uns. Grünkohl ist etwas, was ins Flachland gehört. Und dann nur anbraten, nicht dünsten????
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Können schon, aber Wirsing bleibt dabei kohlig. Das Tolle am Grünkohl ist eben grad, dass da das Kohlige beim Braten ins Süsse wechselt. Grünkohl ist übrigens gut geeignet für Bergkultur, hält Kälte sehr gut aus.
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heute hat mir ein freund meinen üppig wachsenden grünkohl zubereitet..... ::)....leider ohne hier vorher nachzulesen. :-\
er dünstete die blätter, schnitt die blattadern raus, speck dazu, würze............naja...... ::), braten bis der kohl weich ist....nur, er wurde nicht weich.
erst jetzt kam mir das fisalisrezept unter..... ;)
lg.b.
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ich sags doch, ein ziergegenstand :-X. ;D
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heute hat mir ein freund meinen üppig wachsenden grünkohl zubereitet..... ::)....leider ohne hier vorher nachzulesen. :-\
Heute??? ???
Gruenkohl ohne Frosteinwirkung gilt hierherum in den Gruenkohlhochburgen Dlands (ich sag nur: Oldenburger Palme) als kulinarisches Sakrileg!
Wenn man es nicht aushaelt, tuts wohl auch die TK Truhe. Ansonsten gibts es jetzt erst auf dem Markt die Gruenkohlsetzlinge- zugegeben, die sind nicht mehr so klein.
Gruenkohl kann lecker sein- und ist im Winter Anlass zu ausgedehnten Sozialaktivitaeten, wie Kohlwanderung (mit einem Handwagen voll Schnaps zu Fuss zur Gruenkohlkneipe- und extra Schnapsglaeser am Band um den Hals) mit Wahl der Kohlkoenige (per Kegeln oder besser Bosseln).
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das wollte ich immer schon wissen:
wo ich wohne, gibt es im winter oft keinen ordentlichen frost bis januar. hat das einlegen der blätter in die tiefkühltruhe (für wie lange?)
das gleiche ergebnis wie frost?
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brigitte, ach hätt ich nur auf dich gehört..... ;D ;D ;D
cornelia, die pflanzen sind riesig, ca 60cm hoch und die unteren blätter werden schon häßlich, ich wusste das nicht von der frosteinwirkung, das erklärt manches, danke! ;) :)
lg.b.
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Kann man das auch mit Wirsing machen? Der ist doch zu Grünkohl eng verwandt. Den kriege ich nämlich bei uns. Grünkohl ist etwas, was ins Flachland gehört. Und dann nur anbraten, nicht dünsten????
Ich hab schon letzes Jahr Grünkohl bei mir im Garten angebaut. Bin zwar in Niederösterreich zu Haus, aber soooo anders ists bei Euch ja auch nicht.
Und die Rezepte dafür hab ich mir aus dem Internet geholt. Uns schmeckt er und ich kann ihn nur empfehlen. Das Beste dabei ist, dass man bis ihn bis in den Winter draussen stehen lassen kann und nur so viel erntet wie man gerade braucht.
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das wollte ich immer schon wissen:
wo ich wohne, gibt es im winter oft keinen ordentlichen frost bis januar. hat das einlegen der blätter in die tiefkühltruhe (für wie lange?)
das gleiche ergebnis wie frost?
Ein ordentlicher Nachtfrost reicht voellig! Ob echt oder TK ist voellig wurscht.
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cornelia, die pflanzen sind riesig, ca 60cm hoch und die unteren blätter werden schon häßlich, ich wusste das nicht von der frosteinwirkung, das erklärt manches, danke! ;) :)
lg.b.
Gruenkohl ist hier eine typische Nachfrucht, deshalb gibt es eben jetzt die Setzlinge auf dem Markt, so ca 25cm hoch waren die schon. Am selben Stand gabs uebrigens auch ziemlich gutentwickelte Winterporree-Setzlinge.
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Cornelia, jetzt gibt keine gemüsesetzlinge mehr im Wiener raum (falls jemand was weiss, bitte sagen!!!), auch nicht grünkohl oder anderes was jetzt zum auspflanzen wäre. grünkohl kennt übrigens auch fast niemand.
lg, brigitte
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brigitte, das ist übrigens der, dessen samen ich von dir hab.... ;)
lg.b.
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Riesenweib! Hast du eine Ahnung wiiiiiie gut wir Grünkohl kennen...... ;D ;D ;D ;)
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Cornelia, jetzt gibt keine gemüsesetzlinge mehr im Wiener raum (falls jemand was weiss, bitte sagen!!!), auch nicht grünkohl oder anderes was jetzt zum auspflanzen wäre. grünkohl kennt übrigens auch fast niemand.
lg, brigitte
Ich war zwar nicht auf dem Markt, aber müsste es jetzt nicht Endivienpflanzen geben?
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??? Berta, ich hab Dir grünkohlsamen gegeben?? waas i goa nimma. :)
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endivie, donauwalzer? werde ich schauen, danke. muss eh wieder mal ins lagerhaus.
lg, brigitte
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??? Berta, ich hab Dir grünkohlsamen gegeben?? waas i goa nimma. :)
ganz sicha ! ;) ;D
lg.b.
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Gestern auf dem Markt hab ich gezielt geguckt: Es gab Jungpflanzen von
Gruenkohl "Lerchenzungen"
Kopfsalat
Eisbergsalat
Endivien?
Porree
Erdbeeren
Petersilie
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pfui. man neckt mich in HS. aber ichwerde jetzt auch extra aufpassen, normaler weise folgen ösi-geschäfte/märkte Dschen ja nach.
lg, brigitte
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das wollte ich immer schon wissen:
wo ich wohne, gibt es im winter oft keinen ordentlichen frost bis januar. hat das einlegen der blätter in die tiefkühltruhe (für wie lange?)
das gleiche ergebnis wie frost?
Ein ordentlicher Nachtfrost reicht voellig! Ob echt oder TK ist voellig wurscht.
Ich bin nicht dieser Ansicht. Der Frost draussen ist nach meiner Erfahrung eindeutig wirkungsvoller, der Kohl wird also erst mit einem richtigen Frost draussen süsslich. Grund ist, dass der Kohl im Gefrierschrank tot ist, der "Stoffwechsel" also nicht mehr existiert wie auf dem Acker, wo er wurzelt.
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Ich bin nicht dieser Ansicht. Der Frost draussen ist nach meiner Erfahrung eindeutig wirkungsvoller, der Kohl wird also erst mit einem richtigen Frost draussen süsslich. Grund ist, dass der Kohl im Gefrierschrank tot ist, der "Stoffwechsel" also nicht mehr existiert wie auf dem Acker, wo er wurzelt.
Dem stimme ich voll und ganz zu, weil der Tiefkühler -22 ° hat und nichts weiter.
Steht der Grünkohl, ebenso der Rosenkohl noch im Garten, kommt der erste Nachtfrost mit wenigen Minusgraden, tagsüber ist die Temparatur wieder über null Grad, so geht es einige Male auf und ab, das bewirkt das süssliche Aroma.
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cih stell mal die frage separat in einem thread. vielleicht weiß ja jemand die antwort.
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cih stell mal die frage separat in einem thread. vielleicht weiß ja jemand die antwort.
Ich weiss sie und hab sie gepostet. Genügt dir das nicht?
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nein.
ich bin mir vor allem nicht sicher, ob die begründung stimmt.
die zellen im blatt sind ja nach dem abtrennen nicht gleich tot und vielleicht funktionieren die vorgänge, die den zuckergehalt erhöhen, ja auch ohne verbindung des blattes zur wurzel. aber davon verstehe ich nichts, aber sicher weiß das jemand.
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hans.
..... er glaubt uns nicht :-X
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Ich kanns auch nicht fassen - unglaublich! Da gärtnert unsereins Jahrhunderte erfolgreich vor sich hin, und da kommt so ein Jungspund und zweifelt aus heiterem Himmel unsere fundierten Erfahrungswerte an tztz :P
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ich spreche bürgerInnen der eidgenossenschaft jedwede qualifikation ab, zu diesem thema erklärungen abzugeben. verständnisfragen sind vorläufig zugelassen.
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Sprecht ihr überhaupt vom gleichen Gemüse? 8)
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..... und schon gar denen die Grünkohl in Balkonkästen halten...... ;D ;D ;D ;)
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...und das als Garten bezeichnen ::)
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Na gut. Verständnisfrage: Was verstehst du unter Grünkohl? Es handelt sich keinesfalls um unreifen Rotkohl! Eidgenossen nennen den Grünkohl eh Federkohl. Und Rosenkohl gehört ins Rosarium.
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sie kennen noch nicht mal seinen richtigen namen und nennen ihn "federkohl"
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Alles Kohl und macht Blähungen :P
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Na feder wird sich für den "Kohl" bedanken..... ;D ;)
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@ Blähungen ;D Daher der "Wanst", ich verstehe...... ;D
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Und nicht alle irisse sind verrückt... :-X
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sie kennen noch nicht mal seinen richtigen namen und nennen ihn "federkohl"
Federkohl ;D ;D ;D
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Ist Braunkohl auch grün?
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@ hans.Nein , ich bin unik! ;D
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Mir genügt ein Federweißer
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Oder die weiterhin spitze Feder...
Wie auch immer, das klappt nicht in der Tk. 8)
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Als Mahlzeit heisst das bei und groenekool met worst und wird durchgestampft mit gekochten aardappelen gegessen. Brrrrrrr :P
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Vorschlag: Pflanz den Grünkohl im November in die TK um. Schalt sie ab und zu runter. Dann könnte es gehen. Sonst frag einfach wieder.
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Wie auch immer, das klappt nicht in der Tk. 8)
... ganz genau, darum bin ich damit im neuen Thread im Gemüsebeet gelandet :-*
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Vorschlag: Pflanz den Grünkohl im November in die TK um. Schalt sie ab und zu runter. Dann könnte es gehen. Sonst frag einfach wieder.
.... braucht er ab und zu auch Licht 8)
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Lunas "Feder"kohl sieht schon richtig aus.
Was den Frost angeht: meine Oma startete die Ernte "nach dem ersten Nachtfrost". Das ist hier nach wie vor gaengig (ich kauf Gruenkohl hier auf dem Markt, mein Garten ist ein Kohlweisslings/-eulenparadies.
Natuerlich hat spaeter geernteter Gruenkohl mehrere Frostnaechte mit waermeren Tagen hinter sich, so faengt der Winter hier an. Gruenkohl bleibt ueblicherweise bis zum letzten Bissen auf dem Feld stehen, bei staerkerem Frost legt er sich manchmal hin, stehet meist aber wieder auf. Das der spaeter geerntete aber besser sein soll, habe ich nie gehoert oder geschmeckt.
Ich bin ja nun kein Chemiker, aber warum sollte die Umwandlung in Zucker nur in einer lebenden Pflanze ablaufen? Die Pflanze tut nix dazu, denke ich, oder?
PS Ich dachte, es geht hier um ungeduldige Superfruehernter- die spaeteren brauchen doch wohl garnichts zu tun in Richtung TK.
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Im Dunkeln wird er ganz vollautomatisch Weisskohl ;D ;)
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I C H sag dazu nix mehr. Wir warten auf die Ergebnisse von Dr. S.' Spezialthread... ::)
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in dem es zur zeit 1:1 steht
fars pro
du und luna contra. daß ich euch jeweils nur eine halbe stimme zubilligen kann , werdet ihr einsehen.
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in dem es zur zeit 1:1 steht
fars pro
du und luna contra. daß ich euch jeweils nur eine halbe stimme zubilligen kann , werdet ihr einsehen.
..... warum zähle ich nur 1/2, das möchte ich etwas genauer wissen ;D
.......... ich warte !
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weil der grünkohl dem schweizer wesen fremd ist.
deshalb dürfen eigentlich auch keine süddeutschen hier antworten. ich selbst auch nicht. ich frage ja nur.
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Jetzt habt ihr mich auch langsam neugierig gemacht und ich musste mein "gescheites" Buch (Knaurs Großes Gemüsebuch) hervorkramen ::) . Also, da steht u.a. zum Winteranbau: (den meint ihr doch, oder?)
Eine besondere Erschwernis dieses Anbaues ist, dass der Grünkohl bei Frost und Schneefall gern von Wildtauben und Fasanen angenommen wird. Sie picken das Herz aus und verschmutzen die Blätter ..(denkt an die Vogelgrippe :o !).
Die Gefährdung durch Wild und Vögel und die Tatsache, dass ab November unten am Strunk in Form gelber Blätter mehr abfällt als oben in frostfreien Perioden zuwächst, sind die Gründe dafür, dass viele Gärtner bereits im Oktober oder November nach den ersten Frösten die Gesamternte vornehmen, den Kohl sorgfältig waschen und das blanchierte Erzeugnis durch Gefrieren haltbar machen.
Die alte Volksweisheit, dass Grünkohl, der Frost gehabt hat, besser schmeckt, wird durch Analysen bestätigt. So hatte Grünkohl normal 1,8% Gesamtzucker, davon 1,0 % Disaccharide, Grünkohl nach starkem Frost aber 3,6% Gesamtzucker, davon 2,8% Disaccharide. Die Frosteinwirkung läßt den Zuckergehalt in der Pflanze also ansteigen und nimmt dem Kohlgericht etwas von seiner Herbheit.....
Warum das so ist, steht aber leider auch nicht da... ::)
LG Lisl
autsch: sehe das jetzt erst ::) : weil der grünkohl dem schweizer wesen fremd ist.
deshalb dürfen eigentlich auch keine süddeutschen hier antworten.
.... gilt sicher für ösis auch ??? ! jetzt hab ich mich aber so bemüht mit dem abtippen ....... ::)!
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Tatsächlich ein Rätsel, warum der Frost den Zuckernateil ansteigen lassen soll. Kann es sein, dass Zellen durch den Frost zerstört werden und das in ihnen enthaltene Wasser verdunstet, so dass der relative Zuckergehalt ansteigt?
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müsste das dann nicht in der gefriertruhe auch geschehen?
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Jein. Durch das Schockgefrieren (so schnell fallen ja im Freien die Temperaturen nicht) kann das Wasser nicht verdunsten.
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Mir fallen da jetzt auch noch die Kartoffeln ein, die nach Frosteinwirkung auch süßlich schmecken.... da wird Stärke in Zucker umgewandelt, glaube ich, mal gehört zu haben....
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@fars
Tatsächlich ein Rätsel, warum der Frost den Zuckernateil ansteigen lassen soll. Kann es sein, dass Zellen durch den Frost zerstört werden und das in ihnen enthaltene Wasser verdunstet, so dass der relative Zuckergehalt ansteigt?
ich glaube, weiß es aber nicht , daß manche pflanzen ihre kohlehydrate in zucker umwandeln, um sich vor frost zu schützen
zuckerwasser gefriert erst bei einer geringeren temperatur als wasser.
siehe lisls kartoffelbeispiel.
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Tja , so seht ihr mal wieder, am Beispiel von Lisl,dass die Südlichter doch was wissen..... ;D ;D ;D ;)
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Wär doch glatt einen Roman wert: Das Geheimnis des Grünkohls
Was sind dagegen schon die dunklen Gänge des Vatikans.
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Ich denke auch, dass es ein enzymatischer Abbau von Stärke zu Zucker sein muss, der den Zuckergehalt ansteigen lässt. Das passiert nicht einfach durch Einfrieren, wahrscheinlich werden irgendwelche Enzyme temperaturabhängig freigesetzt oder produziert.