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Garten- und Umwelt => Gartenküche => Thema gestartet von: Luna am 23. November 2005, 14:04:51
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Hilfe! Heute hat mir meine Schwiegermutter 3 Kilo Holzäpfel in den Keller gestellt, was mach ich damit, hat jemand ein Rezept?
Herzlichen Dank :)
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:-\Zersägen? :-\
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Hey die sind nicht aus Holz, das sind so unscheinbare kleine Äpfelchen, roh schmechen sie ???
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Au, nicht gleich mit den Dingern werfen, ich kenne sie nicht,
:'(war nur ein Witz :'( Sind Holz- und Lederäpfel vielleicht dasselbe?
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Pferdeäpfel sind jedenfalls was anderes. Biologieunterricht an der Grundschule muss unbedingt bleiben!
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Lederäpfel kenne ich wiederum nicht. Schwiegermütterchen hat nur geschrieben: "Holzäpfel", bei ihr :-X nachfragen mag ich gar nicht.
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@ fi(e)s alis!!!!
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Ich dachte immer, Holzäpfel sind Futter für z. B. Rehe
???
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Vielleicht ist die Luna ja ein solches Rehlein... :-X
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Hier ein Rezept für Gelee, vielleicht hilft dir das weiter ;)
Zutaten
900 g Holzäpfel
1 3/4 l Wasser
Lavendelzweige
900 g Zucker
Anleitung
Dieses wohlriechende klare Gelee sieh mit einem Lavendelzweig im Glas
besonders huebsch aus. Sie koennen auch anderes Obst, wie Aepfel,
Quitten oder Hagebutten verwenden.
Die Aepfel in Stuecke schneiden, mit zwei Lavendelzweigen und dem
Wasser ine inen Topf geben. Aufkochen lassen und bei gelegentlichem
Umruehren etwa 1 Stunde mit verschlossenem Deckel leise koecheln
lassen. Den Inhalt durch ein Seihtuch in eine grosse schuessel
abgiessen und mehrere Stunden ruhen lassen. Das Seihtuch nichta
usdruecken, da das Gelee sonst truebe wird.
Den Saft in einen Messbecher fuellen und in einen sauberen Topf
abgiessen. Auf je 600 ml Saft 450 g Zucker geben. Vorsichtig erhitzen,
solange umruehren, bis der Zucker sich vollstaendig aufgeloest hat und
dann fuer etwa 8-10 Minuten sprudelnd kochen lasen, bis die Masse
geliert.
Den Topf von der Platte nehmen und mit einer Schaumkelle den Schaum von
der Oberflaeche abschoepfen. Die MAsse in vorgewaermte, sterilisierte
Glaeser fuellen. Lavendelzweige kurz in kochendes Wasser halten und in
jedes Glas einen Stiel stecken. Mit Oel- und Transparentpapier
verschliessen.
Gruß Karin
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::)Inzwischen bin ich etwas weiter gekommen, in meinem Keller stehen 3 Kilo Wildäpfel "Malus sylvestris".
Aber ich habe im Google kein Rezept gefunden, Rehe habe ich übrigens noch keine ;D !
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:)Liebe Karin
Herzlichen Dank für das Rezept, Lavendelblüten hat es noch im Garten. :). Ich mache mich ans pflücken bevor der Schnee kommt.
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;D Hey fisalis, die Äpfel sind nach dem Rezept von Karin mit Lavendel in der Pfanne, gönn dir ein Päuschen und geh eine Curry-Wurst essen ;D ;D ;D!
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Das mache ich auch mit meiner Mispel- Wildfrüchte - Sammelaktion von heute Mittag . Lavendel hört sich gut an und sieht sicher nett aus. Wenn ich nach Verkostung überlebe, wird's sicher ein nettes Weihnachtsgeschenk.
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Holzäpfel heißen nicht zu Unrecht so.
Sie sind SEHR gerbstoffreich und ziehen sämtliche Körperöffnungen zusammen. Aufgrund des meist hohen Pektingehalts gelieren Produkte daraus meist vorzüglich.
Jedenfalls brauchen sie mehr Zucker, alleine werden sie selten verarbeitet.
Angeblich ist einmaischen, vergären, und Schnapsbrennen die beste Verwertung. Der gewonnene Schnaps bewährt sich bei äußerlicher Anwendung.
Echte Holzäpfel sind schon SEHR selten, meist sinds Wildlinge von Kultursorten und Kreuz-und-Quer-Hybriden.
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:)Liebe Karin
Herzlichen Dank für das Rezept, Lavendelblüten hat es noch im Garten. :). Ich mache mich ans pflücken bevor der Schnee kommt.
Äh,
das Rezept hatte ich dir im Netz gezogen, ich hab das nicht probiert, wär mir ehrlich gesagt zuviel arbeit mit den Krepperden( so heissen bei uns solche Kleinstäpfel.
Ich hatte im letzten Jahr eine Apfelschwemme und habe damals eine Menge Apfelmarmelade gemacht, die hält noch ein Weilchen.
Wenn das Gelee nicht schmeckt, bin ich für Regress Ansprüche nicht zuständig ;D 8) 8)
Gruß Karin
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Hallo,
ich kann Günther nur zustimmen, echte Wild- oder Holzäpfel sind tatsächlich sehr selten, was nicht zuletzt an der allgemeinen Verbreitung des Kulturapfels liegt, dessen zur Blütezeit allgegenwärtiger Pollen dazu führt, dass eine permanente Einkreuzung von Kultursorten in die letzten Wildpopulationen des heimischen Apfels stattfindet. Um zur Erhaltung des Wild- oder Holzapfels beizutragen, ziehen wir regelmäßig Bäume aus kontrolliert geerntetem Saatgut an, die zur Pflanzung in der freien Landschaft dienen und auch unsere eigene Streuobstwiese bereichern. Den Gerbstoffgehalt empfinde ich sogar als positiv, wenn man die Früchte anderem Apfelsaft/-most nur beimischt. Schließlich setzt man in Süddeutschland ja auch Speierling des Gerbstoffgehalts wegen dem Apfelmost zu, wenn man diesen etwas herber haben möchte. Wie Günther im Grunde schon geschrieben hat, ist nicht jeder "Kleinstapfel" ein Wild-Apfel. Meist handelt es sich nur um Wildlinge von Kultursorten, die teils genetisch bedingt, teils durch überreichen Fruchtbehang nur kleine Früchte ausbilden. Ein sehr gutes Merkmal junger Pflanzen des Wild-Apfels ist, dass sie sehr dornig sind. Wenn wir sie roden, ist dicke Schutzkleidung nötig, ebenso bei den Wild-Birnen deren Dornen wesentlich unangenehmer sind als diejenigen der Wildlinge von Kulturbirnen.
Hier zeigt sich übrigens ein interessantes Dilemma des Naturschutzes: Die Anlage und Pflege von Streuobstwiesen wird wegen ihres Wertes als Lebensraum für zahlreiche Tierarten allgemein gefördert, auch in Vorkommensgebieten der letzten Restpopulationen von Wildobstarten. Im Grunde trägt man damit zum weiteren Rückgang dieser Arten bei, wenn nicht sogar regional zu ihrem Aussterben.
Der Begriff "Lederäpfel" ist ein Synonym für die Gruppe der Grauen Renetten, also einer Gruppe von Kultursorten. Sie zeichnen sich durch eine stark berostete, trockene Schale aus und sind meist an Zucker wie auch Säure sehr inhaltsstoffreich. Beispeile dafür sind z. B. die Graue Herbstrenette, die Kanadarenette und die Graue Französische Renette.
Grüße
Urs
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:)Hallo Karin, so viel arbeit war es nicht, ich habe die gelben Miniäpfel mit einem scharfen Messer bearbeitet, danach im Dampfkochtopf entsaftet. Der Saft hat eine schöne rötliche Farbe und hat super geliert. Morgen gibt es die erste Kostprobe.
LG Irma :)
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:) Heute kam Schwiegermütterchen zum Kaffee (war ein Vorwand wegen den kleinen Äpfeln). Neidlos musste sie zugeben, dass ihr "Holzapfel-Gelée" nicht so lecker schmecke wie der meinige, nochmals ein Dankeschön an Karin für das Rezept, der Lavendel gibt dem Gelée schon das "gewisse Etwas" :-*