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Garten- und Umwelt => Komposthaufen => Thema gestartet von: Raphanus am 07. Januar 2006, 23:59:58

Titel: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 07. Januar 2006, 23:59:58
Ich hoffe, dass ich hier mit diesem Thema richtig bin!

Ich hab mich mit dem Thema Mulch nun ein wenig auseinandergesetzt und die Berichte einer Gärtnerin gelesen, die ein bestimmtes System des Mulchens ins Leben gerufen hat! ;)
 
Gibts hier den einen oder anderen Gärtner, der mit Heu und Stroh das ganze Jahr über mulcht? ::)


(verzeiht die Frage, wenn evtl. davon schon in anderen Threads geschrieben wurde, aber ich kann leider zeitmässig nicht alles lesen!)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: cimicifuga am 08. Januar 2006, 00:02:19
gilt bei heu auch rasenschnitt? ;D wenn ich ihn kriegen kann, dann kommt der auf die beete. ist hier aber ein rares gut :-X ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Luna am 08. Januar 2006, 00:09:40
mit mulchen habe ich Mühe, wegen den Schnecken, ich setze nach Möglichkeit auf eine ganzjährige "Gründüngung", da habe ich im Gemüsegarten das "Schleimgetiere" besser im Griff.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 08. Januar 2006, 01:30:37
Das Zusammentreffen unglücklicher Umstände ist Schuld daran, daß ich heute erst mulchen kann. Dazu verwende ich Häckselgut vom Herbstschnitt. Die Mulchschicht ist eigentlich immer recht dünn - ca. 1 cm -, da die Menge, die mir zur Verfügung steht, begrenzt ist.
Grasschnitt lasse ich immer auf dem Rasen liegen, muß dann natürlich häufig mähen, damit das Schnittgut kurz ist und schnell bis auf die Narbe runterrieselt. Nur wenn ich es nicht schaffe und das Schnittgut lang ist, kommt es auf die Beete.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 08. Januar 2006, 05:32:38
Hallo Radieschen, zu Stroh kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, außer, dass ich es den Erdbeeren unterlege, damit die Früchte rein bleiben. Leider halten sich darunter gerne die Schnecken auf und leben da wie im Schlaraffenland, sodass ich immer häufiger überlege, darauf zu verzichten.
Heu als Mulch finde ich nicht so gut, weil es ja die Grassamen enthält und mir auch zu sperrig scheint.
Ich verwende Rasenschnitt, mit dem mich mehrere Nachbarn beliefern und sich auch noch bedanken, dass sie ihn so einfach loswerden können ;) !
Ich habe nicht mehr und nicht weniger Schneckenplage als meine nichtmulchenden Nachbarn. Die großen Braunen halten sich nicht unter dem Mulch auf sondern sitzen bei Trockenheit lieber unter Steinen, Brettern, im Komposthaufen etc. .
Ich würde auf Mulchen nicht mehr verzichten wollen! Es spart Gießen , oftmaliges Jäten und Hacken und ist zugleich Dünger.
LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 08. Januar 2006, 09:20:06
mulchen mit rasenschnitt hat bei mir bewirkt, dass alle samen aus der wiese fröhlich im gemüsebeet keimten. :-\
mulchen mit stroh (aus dem hasenstall vermischt mit hasendünger) hat sich wesentlich besser bewährt, obwohl auch da nicht gefressene körner keimten.
mulchen mit ausgerissenem, noch nicht blühendem "unkraut" geht auch.
und zuletzt: mulchen mit kompost, meist unfertigem, grobem, ist auch wirksam.
so probier ich halt herum.
lg.b.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 08. Januar 2006, 09:31:15
Nun, mir geht es um ein bestimmtes System, bei dem sehr dick (mdt. 20cm, natürlich nach und nach) mit Heu und Stroh und natürlich auch anderen Materialien gemulcht wird.... ;)

Lisl, das kommt schon in die Richtung...

Aber scheinbar gibt es dazu weniger Praktiker, als ich dachte? ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Ute* am 08. Januar 2006, 10:09:35
Heu und Stroh habe ich als Mulchmaterial nicht zur Verfügung. Ich mulche mit dem angetrockneten Grasschnitt die Gemüsebeete. ca 2 -3cm hoch. Wenn ich es dicker packe, fängt es jedes Mal an zu schimmeln.
Das beste Gras wächst aber auch bei mir auf den Beeten. ;D
Ein Grund ,warum es nur auf die Gemüse- aber nicht in die Staudenbeete kommt.
Mein Nachbar mulcht mit Stroh, welches vorher den Kaninchen als Einstreu diente. Er verteilt es nach dem Ausmisten, immer erst für eine Woche auf seine gemähte Wiese.Als ich ihn fragte, wieso, meinte er,damit die Samen ausfallen können und es nicht ganz so "scharf" auf die Beete kommt.Sein Gemüse kann sich sehen lassen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: shrimpy am 08. Januar 2006, 10:14:29
mulchen mit rasenschnitt hat bei mir bewirkt, dass alle samen aus der wiese fröhlich im gemüsebeet keimten. :-\


das kann ich nur bestätigen ;D Habe mir auch mit dem Grasschnitt viel Unkraut, was ich vorher mühsam ausgerissen habe, wieder zurückgeholt. Da wir nicht soooo oft mähen, ist bei uns immer ein bißchen Unkraut im Grasschnitt.
Ich greife auch auf halbfertigen Kompost zurück. Im Sommer nehme ich auch Gemüsereste - z.B. die großen Rhabarberblätter, Kohlblätter etc. Darunter lassen sich die Schnecken dann wunderbar absammeln. Auch ein paar Tage gelagertes Schreddergut hat sich bewährt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 09. Januar 2006, 12:24:31
Zusammenfassung Mulchen für Gemüseflächen, aus Erfahrungen und Beobachtungen, ergänzt um einiges Angelesene

- Heu und Stroh sind sehr gut geeignet, bei starker Windgefährdung vor Regen ausbringen. Wässern nur, wenn zänkische Nachbarn bereitstehen, sich über herübergewehte Strohhalme zu beschweren.
- Schreddergut (Holzschrot) gibt anfangs wuchshemmende Substanzen ab, gut geeignet für Wege, Sitzplätze, für Anbauflächen erst nach Ablagern
- Zeitungspapier / Pappe eignet sich bestens zur Unkrautunterdrückung, als untere Mulchschicht bei stark bewachsenen Flächen (Rasen), die in Beete umgewandelt werden sollen. Darauf eine weitere Schicht aus ästhetischen Gründen und gegen das Verwehen. Manche Leute haben Bedenken wegen der Inhaltsstoffe.
- Frisches Material (Rasenschnitt, Unkraut in größeren Mengen) antrocknen lassen, (a) wg. der Freisetzung von CO2, (b) wegen der Attraktivität für Schnecken. Zumindest aber sehr dünn ausbringen, so dass es auf einer bereits vorhandenen Mulchschicht trocknen kann.
- Mist ablagern lassen, enthält sehr viel N, Gefahr der Überdüngung. Ist der Charakter des Mists sehr „erdig“ verliert er einige Eigenschaften, die fürs Mulchen wichtig erscheinen. Vielleicht am besten abgelagerten Mist unter einer Deckschicht aus eher magerem stark strukturiertem Material (Heu, Stroh) ausbringen.
- Kompost betrachte ich unter Mulchgesichtspunkten ähnlich wie Mist, nahrhaft, aber erdig.
- die Mulchschicht muss immer dick genug sein, es darf keine Erde zu sehen sein, dann läuft auch wenig Unkraut auf, Wurzelunkraut „vergeht“ bzw. lässt sich nach einiger Zeit sehr gut und locker ziehen / roden. Für Winde und Schachtelhalm mag das nur eingeschränkt gelten, gut aber für Brennnessel und Quecke.
- Samenunkräuter vor der Samenbildung ausreißen und einfach liegen lassen auf dem Mulch, ebenso Putzabfälle geernteter Pflanzen. Die Wurzeln der Unkräuter wachsen auf der Mulchschicht nicht an.
- Wurzelunkräuter (wenn sie durch den Mulch durchstoßen) beizeiten ausgraben, Wurzeln gezielt verrotten (Wassertonne, Kompost) und wieder ausbringen.
- Befallenes Pflanzenmaterial (Braunfäule, Botrytis, ....) nach Gefährdung, Gartengröße, persönlicher Einstellung und technischer Möglichkeit behandeln / entfernen / vernichten.
- Für Direktsaaten und für gegen Mulch empfindliche Pflanzen (Sellerie) einen schmalen Streifen von Mulch freiharken, durchziehen / grubbern, dabei Wurzelunkraut entfernen, harken, säen, angießen. Nach dem Auflaufen die Mulchschicht so dicht wie verträglich an die Pflanzen dranschieben.
- Für Pflanzungen einfach mit Pflanzholz durch den Mulch pflanzen, ev. einen „Kragen“ flachen Mulchs um die Pflanzen bilden, damit sie nicht versinken, angießen. Nach dem Pflanzen zu mulchen funktioniert wenig gut.
- Auf stark verunkrauteter Fläche für Erdbeerpflanzen / Gemüsestauden / Himbeeren / ...... je Pflanze einen Kragen aus Pappe (aufgeschnittener Karton) bilden, Zwischenflächen ebenfalls mit Pappe / Papier bedecken, Stroh drauf. Für Spargel ist das vermutlich ungeeignet.....
- Nachmulchen nicht vergessen, die Schicht zersetzt sich und wird immer flacher. Wie schon gesagt: der Boden muss ständig dick bedeckt sein. Sonst läuft tausenderlei Unkraut auf.
- Beschaffung: Die meisten Gärten werden nicht genug Mulchmaterial selber produzieren. Auf Reiterhöfen, aus der Landwirtschaft, von Nachbarn kann man einiges Akquirieren. Ohne Rumfragen geht das nicht. Immer gut: Stadtgartenämter, die geben oft Schreddergut kostenfrei ab.
- Zum Erwärmen der Erde im Frühjahr (bei Bedarf, z. B. frühe Kartoffeln) Mulch wegharken, schwarze Folie auslegen, nach einiger Zeit mit Sonneneinstrahlung bzw. zum Pflanzzeitpunkt Folie entfernen, pflanzen, Mulch wieder ausbreiten.
- Bodenverdichtung: Bei starker Mulchschicht dürfte sich eine gute Lastverteilung beim Drauftreten ergeben, die Bodenverdichtung ist imo gering und das Anlegen vieler Wege überflüssig. Man tritt hin, wo erforderlich, da aber Jäten und Gießen nicht anstehen, betritt man die Beete eh kaum.
- Arbeiten: Das Arbeiten auf einer Mulchschicht aus trockenem Material finde ich sehr angenehm. Man kann sich ohne weiteres hinknieen und setzen, bekommt keine Erdbollen unter den Schuhen.
- Nachbarn: Treten meist mit großer Skepsis an das Neue heran. Irgendwann verließ mich die Motivation, mit missionarischem Eifer das Mulchen zu beschwärmen,. Heute sage ich oft, ich hätte von dieser Methode „mal irgendwo gelesen“ und wolle es ausprobieren.
- Arbeitsaufwand - und hier wird es gesellschaftsphilosophisch: Warum eigentlich wird das knochenbrechende bodenschädigende Umgraben und nichtendende Unkrautjäten als Wert an sich so hochgehalten? Im Schweiße deines Angesichts sollst du deinen Acker bestellen und dein Brot essen - oder so ähnlich, heißt es. Da darf man natürlich nicht mit leichter Hand ausbringen, dem Gedeihen friedlich zusehen und mit Freude ernten.
Und macht euch die Erde untertan - haben wir ja auch schon ganz gut geschafft..... Und auch hier kommen wir immer gern der Forderung nach, der Erde einen Tort anzutun.
Vielleicht vielleicht widerspricht das Mulchen allzu sehr unserem Arbeitsethos und unserem Selbstverständnis?

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Asimina am 09. Januar 2006, 12:57:50
Da kann ich Dich ja nur loben für Deinen Mulcheifer, ich versuche es auch, wo es mit möglich ist. :)
Aber hast Du kein Problem mit Schnecken ?
und grad bei Direktsaaten, wie Möhren und dergleichen hab ich immer Probleme gehabt. Sogar, wenn ich den Mulch wie Du vorgeschlagen hast, auf die Seite geräumt habe.
Außerdem haben wir Werren (Maulwurfsgrillen) im Garten. Die freuen sich über Mulch wie narrisch. Zumindest auf den Beeten, die sie besiedeln, muss ich auf die Zudecke verzichten.
Auf den Beeten, auf denen ich Pflücksalate und Baumspinat stehen habe, kann ich auch keinen Mulch drauftun, da ich sonst im Frühjahr keine Jungpflänzchen habe.
Ansonsten kann ich Dir nur beipflichten.
Ich amüsiere mich auch immer über meine Nachbarn, die jeden Herbst ihre Beete schön umgraben oder fräsen, nur um das im Frühjahr dann nochmal zu machen, weil alles wieder zusammengeklatscht ist.
Ich setze auf Gründüngung, die abfriert. Jede freie Stelle wird nach dem Abernten mit geeigneter Gründüngung versehen. Wenn der Frost drüberging, hat der Boden eine schöne Mulchschicht. Im Frühjahr werden die Reste mit der Motorhacke eingearbeitet und es kann losgehen.
Auf den "Pfluglosen" Anbau hab ich es noch nicht ankommen lassen.

Aber an Kommentare meiner Nachbarn bin ich auch schon gewöhnt.

"Was machen denn die Stinkerle (Tagetes) zwischen den Rüben und warum wächst und blüht denn da roter Klee auf dem Beet. Und ganz unheimlich sind ihnen ja ganze Beete mit Buchweizen oder Phacelia.
Sind das Drogen ? War auch schon Thema am Dorfstammtisch, hab ich erfahren. Aber da steh ich drüber ;D

Wenn ichs genau betrachte, dann ist bei mir im garten die Gründüngung das, was bei Dir die Mulchdecke ist. ;)
Hauptsache, der Boden liegt nicht brach und trocken da.

Weiter so, ich werde mal versuchen, ein Beet komplett zu mulchen.
Mal schauen.

Gruß
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 09. Januar 2006, 13:05:55
@ gülisar - vielen Dank für eine ausführliche Darstellung. Arbeitest Du eigentlich zur Ernteverfrühung auch mit Vliesen und verwendest Du die auch bei gemulchten Flächen?

Ich habe im Herbst auch so einiges dick gemulcht - z.B. dick um die alten Johannisbeersträucher und habe auch auf ein frisch gerodetes Beet Gründüngung (Bitterlupine) gesät. Im Frühjahr werde ich noch ein wenig mit einem schwarzen Mulchvlies rumexperimentieren, da ich 1. nicht genügend Mulchmaterial für alle Beete haben werde und 2. ich mich bei den kleinen Jungpflanzen wie Salat etc. auch nicht ganz traue... Jedenfalls kann ich danach nach von unterschiedlichen Erfahrungen berichten - Versuch macht kluch!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fisalis am 09. Januar 2006, 13:06:52
Mulch setze ich zurückhaltend, aber doch regelmässig ein. Vor allem im Winter bedecke ich die Beete mit allen möglichen Pflanzenteilen, neben Heu von der Wiese auch mit Blättern, halbverrottetem Kompost und Holzschnipseln. Im Sommer achte ich vor allem bei heissem Wetter auf eine lückenlose Abdeckung frei liegender Erde mit Mulch. Das beste Mulchmaterial ist m.E. Heu. Von dickem Mulchen halte ich nix.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 09. Januar 2006, 14:14:07
Gülisar, tausend Dank für Deinen wirklich sehr ausführlichen Erfahrungsbericht!
 
 ;)

 ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 09. Januar 2006, 15:58:05
ja, Gülisar, ich mulche auch dick, aber erst, wenn die Pflanzen schon größer sind. Anstatt zu hacken, kommt dick Rasenschnitt (von den Nachbarn) drauf, auch auf das Unkraut. Außerdem muss der Boden vor dem Mulchen feucht sein. Ich mulche auch unter den Tomaten, sogar in den Kübeln, wo Platz ist.
Noch einfacher geht es nicht!
LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Eva am 09. Januar 2006, 17:24:53
Ich mulche meistens spätestens im Sommer, wenn mir das Gießen zu blöd wird. Rasenschnitt kann man in der Geimeinde am Grünsammelplatz holen, da muss man halt gucken, dass man einen Samenarmen erwischt.

Das funktioniert gut und die Schnecken plagen mich mit oder ohne Mulch.

Und im Winter kommt Laub an alle Ecken.

Meistens ist irgendwie trotzdem keine dicke Muchschicht zu sehen, weil alles entweder überdeckt ist von den Stauden die drüber wachsen, oder von den Amseln sorgfältig in den Boden eingearbeitet wird ::)....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 09. Januar 2006, 23:13:50
Mit Grasschnitt mulche ich auch, aber den kann man nicht so dick aufbringen wie Heu oder Stroh. Das dick aufbringen (15-20cm) hat den Vorteil, daß man auch Samentragendes heu aufbringen kann. Alles was ich dick mit Heu oder Stroh mulche, brauch ich nur einmal pro Saison mulchen, meist im Mai, es fällt zwar schnell zusammen, aber bis es vergeht brauchts schon seine Zeit. Im Herbst kommt dann nochmal eine dicke Schicht Häckselgut darauf. Im Frühjahr räume ich die Reste weg, und lasse den Boden 4-6 Wochen offen liegen, zu ausäen und pflanzen. Er erwärmt sich dann auch schneller.
Christina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 10. Januar 2006, 07:30:20
ich mulche mit rasenschnitt (beet, gemüsegarten). das geht gut bis im sommer fast nix mehr anfällt, weil die wiese nimmer so stark wachst. ich habe mir daher voriges jahr ein rasenschnittlager eingerichtet, hat gut funktioniert. gejätetes kommt direkt vor ort gleich aufs beet (gemüsegarten.

im gemüsegarten habe ich allerdings probleme mit den schnecken, (da geht nur dünn mulchen, die feuchtigkeit wird trotzdem gehalten), da wüsste ich gerne ob stimmt dass strohmulch gleich auch die schnecken abhält. hätte den nachteil, dass das von ausserhalb des garten kommen müsste, alles andere fallt vor ort an.

bei mir ist ein beet nur in gutem zustand, wenn mulch drauf liegt, da hab ich die umgekehrte reaktion von vielen anderen gärtnern: nackte erde=ungepflegt ;D

noch eine frage zum stroh: soll dass noch zerkleinert werden vor dem aufbringen?

lg, brigitte

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 10. Januar 2006, 07:33:31
....Das dick aufbringen (15-20cm) hat den Vorteil, daß man auch Samentragendes heu aufbringen kann. Alles was ich dick mit Heu oder Stroh mulche, brauch ich nur einmal pro Saison mulchen, meist im Mai...

das ist interessant, von unserer wiese haben wir ende mai anfang juni genug heu zum mulchen vom gemüsegarten....

da blüht aber das gras schon, das versamt sich also nicht wenn handbreit gemulcht? locker aufschichten, oder?

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 10. Januar 2006, 09:21:44
Hallo Gülisar,
das ist eine klasse Zusammenfassung!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 10. Januar 2006, 12:27:06
Hallo Gülisar,
das ist eine klasse Zusammenfassung!

stimmt!!!

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 10. Januar 2006, 15:05:09


das ist interessant, von unserer wiese haben wir ende mai anfang juni genug heu zum mulchen vom gemüsegarten....

da blüht aber das gras schon, das versamt sich also nicht wenn handbreit gemulcht? locker aufschichten, oder?

lg, brigitte

ja, ich nehme auch das Heu von meiner eigenen Wiese, ich schichte es locker auf, und drücke dann mit einer Hand etwas fest. Die Höhe in den ersten Tagen ist eher höher als 20 cm. Nach dem ersten Regen fällt es aber schnell zusammen. Es ist ein bißchen schwierig die Höhe zu schätzen. Auf jeden Fall war ich vor einigen Jahren auch immer sehr vorsichtig, und habe dünn gemulcht. Im Laufe der Jahre wirds bei mir immer dicker, und ich habe festgestellt, daß das gerade bei Heu auch viel besser ist. Nur bei frischem Rasenschnitt muß man halt vorsichtig sein. Den nehme ich meistens nur im Spätfrühling, solange die Kulturen noch klein sind, dann fangen ich an Beet für Beet, und auch die Wege sind wichtig, mit Heu, erst vom Vorjahr die Reste, dann auch frisches, zu mulchen.

Chrsitina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 10. Januar 2006, 21:13:37
Gülisar, toller Beitrag bzw. Zusammenfassung.

Bei mir bis zum Sommer viel Rasenschnitt, den ich nach Möglichkeit ein paar Tage in einen großen Plastiksack stecke und in der Sonne schmoren lasse. Wird ziemlich warm oder eher heiß und ich bilde mir ein, das die gröbsten Samenprobleme damit behoben sind. Muß allerdings damit noch mehr Erfahrungen sammeln.

Ansonsten fürs mulchen alles was anfällt und so dick wie möglich auftragen. Habe ziemlich wasserdurchlässigen Boden und würde vom Gießen ohne mulchen nicht mehr wegkommen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 10. Januar 2006, 22:34:39
@Zuccalmaglio, ist das nicht eine ziemliche Matscherei? Wie bekommst Du das gleichmäßig verteilt?
Ich bin eben noch auf eine andere Idee gekommen, die ich in diesem Jahr mal ausprobieren will. Das Gras meiner Wiese lasse ich nach der Mahd ca. eine Woche liegen, damit es trocknet und die Samen ausfallen. Danach verteile ich es knapp 20 cm hoch auf dem Rasen und häcksle es mit dem Rasenmäher. Klappt gut, habe ich schon öfter mit frischem Mahdgut gemacht. Der Rasenmäher ist ziemlich robust.
Das Häckselgut nehme ich dann zum mulchen und hoffe, daß nicht mehr so viele Samen darin sind.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 11. Januar 2006, 10:14:52
Equitesetum,
deine Idee mit dem Häckseln des Heus ist verlockend. So aus dem Bauch heraus nehme ich aber an, das längst nicht alle Samen herausfallen. Selbst wenn du mit dem Mäher dreimal drübergehst. Aber man sollte es ausprobieren.
Wenn in der Wiese fast nur Gras und nichts anderes Problematisches wächst: Wäre nicht ein halblanger Schnitt vor der Samenreife des Grases möglich, so Mitte Mai zum erstenmal? Das geht natürlich auch nicht, wenn du eine schöne bunte Kräuter-/Blumenwiese willst oder hast.

Ja, das mit dem Grasschnitt im Sack ist eine kleine Sauerei und müffelt auch ein wenig. Sieht auch nach ein paar Tagen schon angeschimmelt
aus, wovon aber nach 2-3 Tagen auf dem Beet nichts mehr zu sehen ist. Da gewinnen wohl andere Mikroben die Oberhand. Auf jeden Fall wird es in dem Sack ziemlich heiß, wenn er in der Sonne steht.
Wem es zu eklig ist, soll Handschuhe anziehen. Ich machs ohne.
Verteilen läßt es sich gut, da es gut komprimiert und feucht ist.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Tom Schmid am 11. Januar 2006, 20:07:49
Wenn wir schon beim Thema mulchen sind!
Wie schaut es eigentlich mit Rindenmulch oder Rindenkompost aus.
Verwendet ihr es zum Mulchen wenn ja bei welchen Pflanzen?
Ich finde er riecht sehr gut aber ich verwende nur Häckselgut oder eben Rasenschnitt.
Wie schauts bei euch aus?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 12. Januar 2006, 22:15:39
Hallo Zuccalmaglio,
es ist eine Wiese, die zweimal im Jahr gemäht wird und schon eine gewisse Vielfalt entwickeln soll. Sie wurde vor drei Jahren mit einer Mischung autochthoner Saaten eingesät.
Ich denke, wenn man das Mahdgut eine Woche trocknen lässt, fällt schon ein Teil der Samen aus. Wenn man es dann kräftig häckselt, fällt bestimmt noch mal ein großer Teil aus. Der - hoffentlich geringe - Rest landet am Ende mit dem gehäckselten Heu unter den Sträuchern und zwischen den Gemüsepflanzen.
Versuch macht kluch. Ich werde von meinen Erfahrungen berichten.

@Tom, Rindenmulch hat wuchshemmende Eigenschaften und entzieht dem Boden bei der Verrottung Stickstoff. Rindenkompost oder Rindenhumus ist - unter Zugabe von Stickstoff - verrottet, enthält wesentlich mehr pflanzenverfügbare Nährstoffe und kann ähnlich wie normaler Kompost angewendet werden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Tom Schmid am 12. Januar 2006, 22:25:29
Danke Equisetum für die Auffrischung. ;)
Die Eigenschaften von Rindenmulch sind mir bekannt,gerade aus diesem Grund verwende ich eben nur Häckselgut und Rasenschnitt.
Mich interressiert ob Rindenprodukte noch verwendung als Mulchmaterial bei euch finden?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 13. Januar 2006, 23:44:58
Wege zwischen Beeten und Abgrenzungen zwischen Beet und Wiese streue ich mit Rindenmulch ab. Dadurch habe ich dort nur wenig Aufwand mit Unkraut.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 14. Januar 2006, 09:50:48
@ Equisetum und alle anderen:

Habt Ihr immer die gleichen Wege, also sind diese fest angelegt oder "wandern" die auch mal von Jahr zu Jahr ein paar Zentimeter weiter? ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 14. Januar 2006, 10:21:46
Die ca. 70 qm Gemüsebeet sind mit 2 Wegen aus 30 x 30 cm Wachbetonplatten in 3 Beetflächen unterteilt.
Zwischen den Kulturen laufe ich auf dem Mulch oder auf einem ausgelegten Brett.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 14. Januar 2006, 11:18:45
Tom Schmid,

den Hausgarten habe ich vorigen Winter komplett mit frischem Holzschrot gemulcht, mit Ausnahme einiger kleiner Kräuterbeete für Petersilie, Schittlauch.
Da hier nur Rosen, Kräuter, Bäume und Sträucher wachsen vor ich mit dem ergebnis sehr zufrieden - so gut wie kein Unkrautdurchwuchs. Und im Sommer kein Anblick trockener harter Erde, das finde ich immer betrüblich, im WInter kein MAtsch, man kann jederzeit überall hintreten.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: findling am 14. Januar 2006, 11:29:55
also wenn ich das richtig verstanden hab, dann ist es nicht so gut größe flächen vollständig mit rindenmulch zu belegen, wenn man dazwischen bodendecker großziehen will, weil der rindenmulch ihnen die nährstoffe wegnimmt? richtig so? ???
aber was mache ich dann, damit ich nicht dauernd jäten muss bis die bodennahen pflanzen groß geworden sind? oder soll ich zwischendurch eine schícht anderen mulchmaterials aufbringen, damit genug nährstoffe im boden bleiben und wenn ja welche? ich bräuchte da schon einiges, mengenmäßgi gesehen... :P, da reicht mein kompost niemals aus...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: doerte am 14. Januar 2006, 20:47:02
ja, die mikroorganismen die den rindenmulch oder sonstiges zersetzen brauchen stickstoff zum leben und nehmen so gesehn dem boden diesen naehstoff weg. man sollte deshalb immer vor dem mulchen duenger aufbringen um das auszugleichen. ansonsten kann ich einen artikel in der gartenpraxis empfehlen - bernd hertle hat da mal seine doktorarbeit ueber mulchmaterialien vorgestellt. er war damals technischer leiter im sichtungsgarten weihenstephan, freising. www.gartenpraxis.de.
da gab es zum beispiel auch ziegelschrot, kakaoschalen und split als mulchstoffe. also einfach mal in der hp dort nachschauen in welcher ausgabe das war....
die doerte.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: findling am 15. Januar 2006, 10:15:16
liebe, doerte, vielen dank, werde ich mir vor der nächsten mulchaktion zu gemüte führen und mir entsprechendes überlegen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Färberwau am 19. Januar 2006, 00:21:26
Zitat
Gibts hier den einen oder anderen Gärtner, der mit Heu und Stroh das ganze Jahr über mulcht?


Ja, ich bin so ein Gemüsebeet-Ganzjahresmulcher.

Verwendet wird ausschließlich Heu von der eigenen Wiese, im Herbst vermischt mit Laub. Die erste Mahd ist etwa Ende Mai, weitere folgen in ziemlichen Abständen, d.h., ich lasse das Grünzeug recht lang werden, grad so, dass es der Mäher noch schafft. Da ich nur bei trockenem Wetter mähe, habe ich bereits am nächsten Tag das Heu so, wie ich es brauche. Einige Säcke voll nehme ich im Herbst in Reserve, für den ersten Bedarf im Frühjahr.

Das Heu wird locker zwischen die Reihen und Pflanzen eingestreut und anschließend gleich begossen. Das bewirkt, dass es nicht vom Wind vertragen wird und sich schneller zu einem Filz verbindet. Nach etwa 3 Wochen ist der Teppich fertig und hält theoretisch sind Saisonende. Bei einer kleineren Nachpflanzung wird die Zudecke etwas geöffnet und anschließend wieder zurechtgeschoben. Bei einer Nachkultur ist es einfacher, alles abzuziehen und frisch aufzustreuen - gegebenenfalls unter nochmaliger Verwendung des alten Materials. Der Arbeitsaufwand pro lfd. m Beet beträgt etwa 15 min. p.a.. Das ist nur ein Bruchteil der Zeit, die ich sonst brauchen würde für Unkraut jäten und Boden lockern. Vor allem aber reduziert sich das Gießen um schätzungsweise ein Drittel. Die Anwendung richtet sich verständlicherweise nach der Beetbelegung. Bei vorgezogenen Pflanzen wird sofort gemulcht, bei Saaten zunächst nur mit Vlies abgedeckt und erst nach dem Verziehen eingestreut.

Zum Mulchen bin ich gekommen, weil es mir mit dem vorhandenen tonigen Lehmboden nicht möglich war, eine gleichmäßige und ausreichende Wasserversorgung zu erreichen. Bei längerer Trockenheit brach der Boden in große Schollen mit tiefen Spalten, unabhängig davon, wie viel gegossen wurde. Durch das Einstellen jeglicher Umgrabtätigkeit, durch jährliche Kompostgaben und konsequentes Mulchen hat sich das Problem weitestgehend erledigt.

Nachteile habe ich bisher nicht festgestellt. Durch richtiges Mulchen gibt es nicht mehr unerwünschte Beikräuter, sondern weniger! Auch die Schnecken sind nicht mehr geworden. Nach meiner Beobachtung verstecken sich Schnecken in Erdspalten und unter bzw. zwischen Steinen und Platten, im Salat und wer weiss sonst noch wo, aber nicht unter (letztlich) 5 mm Grasfilz. Einziges Ärgernis sind die Amseln. Wenn die zu gegebener Zeit mit ihrem kriminellen Nachwuchs auftauchen entsteht erheblicher Renovierungsbedarf.

Ich meine, zumindest (ernsthaft) ausprobiert sollte es jeder biologisch wirtschaftende Freizeitgärtner einmal haben. Wenn das Ergebnis nicht überzeugt, ist ja nichts verloren.

Ich wünsche ein schönes Gartenjahr
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 19. Januar 2006, 07:31:51
Färberwau, vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht ;)

Ermutigt mich nun doch, die Methode auszuführen...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 19. Januar 2006, 08:48:15
danke ,färberwau, dass mit dem angiessen nach dem einstreuen ist mir so richtig als wichtiger schritt bewusst geworden!

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: anis am 19. Januar 2006, 10:12:19
Hallo!
Wir haben wie Färberwau bei Trockenheit sehr harten rissigen Lehmboden. Da unser Garten an einem warmen Südwesthang neben Wald liegt haben wir aber auch jede Menge Wühlmäuse (und 3 Katzen ;D).

Ich habe schon früh in meiner Gärtner-Laufbahn mit Grünzeug- und Häcksel-Mulch (nicht nur bei Gemüse, sondern generell auch bei Stauden) zu arbeiten versucht, aber das hat die Mäuse sehr gefreut.
Vor ca. 3 Jahren habe ich mineralischem Mulch (siehe doerte) entdeckt (angeregt durch Beth Chatto, obwohl mein Mulchen mit Kies kein Kiesgarten ist).
Ich nehme (ist am billigsten) Betonschotter, ca. 3 cm dick. Das hält den Boden drunter locker und feuchter, die Mäuse haben diesen Mulch nicht ganz so lieb ;) und besser aussehen als welkes Grünzeug tut er auch.

Liebe Grüße, anis.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Färberwau am 21. Januar 2006, 10:03:46
@ gülisar, habe deinen kundigen und engagierten Beitrag erst jetzt aufmerksam gelesen. Einige Sätze daraus sollte man hier nochmals hervorheben.

Zitat
Man tritt hin, wo erforderlich, da aber Jäten und Gießen nicht anstehen, betritt man die Beete eh kaum.
Genau so ist es. Kaum oder wenig Unkraut unter Mulch!

Zitat
- Arbeitsaufwand - und hier wird es gesellschaftsphilosophisch: Warum eigentlich wird das knochenbrechende bodenschädigende Umgraben und nicht endende Unkrautjäten als Wert an sich so hochgehalten?
Vielleicht Selbstgeißelung? Ich meine, wer nicht mulchen will, der solls halt sein lassen. Aber in Diskussionen wird immer wieder -in Ermangelung belegbarer Argumente- die Aussage gemacht: "... aber wie das halt ausschaut!?". In meinem Beitrag habe ich den optischen Aspekt ausgeklammert da Geschmackssache und somit nicht verhandelbar. Aber auch hier sollte man gegenhalten. Ich finde den Mulchfilz zwischen meinem Gemüse allemal schöner und attraktiver als einen unnötigerweise malträtierten offenen Boden.

Viele schöne Gartentage!

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: potz am 21. Januar 2006, 11:59:21
Auch die Schnecken sind nicht mehr geworden. Nach meiner Beobachtung verstecken sich Schnecken in Erdspalten und unter bzw. zwischen Steinen und Platten, im Salat und wer weiss sonst noch wo, aber nicht unter (letztlich) 5 mm Grasfilz.
@Färberwau:
1. Von welcher Größenordnung an Beeten sprechen wir hier? 25qm? 50qm? 100qm? 200qm? 500qm? 1000qm?
Das wäre wichtig zu wissen, um deine Schnecken-Erfahrung einordnen zu können! Denn das "Schneckenproblem" ist anscheinend nur ein "Kleingärtner-Problem" und im großflächigen (Erwerbs-)Anbau zu vernachlässigen.l

2.Wo sich Schnecken verstecken ist m.E. eine Art-Frage, will sagen: je nach Schneckenart unterschiedlich.

3.Grasfilz: Kein Problem mit "Luftabschluß"?? ->Schimmel, ungesunde Fäulnis. Ich mulche mit Heu nur den Kronenbereich meiner Obstbäume und hab dieses Problem da.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 21. Januar 2006, 21:34:14

Vielleicht Selbstgeißelung?


Vielleicht auch ABM, weil man sonst nix zu tun hat !? ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 21. Januar 2006, 21:40:21
@potz
Zitat
Denn das "Schneckenproblem" ist anscheinend nur ein "Kleingärtner-Problem" und im großflächigen (Erwerbs-)Anbau zu vernachlässigen.l

das stimmt nicht. wie denn auch? eher umgekehrt. die richtigen umweltbedingungen vorausgesetzt, vermehren sich die nacktschnecken auf den großen monokulturen ganz besonders gut. und die kleinen, ganz fiesen heißen ja nicht umsonst acker- und nicht schrebergartenschnecken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Phlox am 22. Januar 2006, 07:44:44
Ich bin auch ein Mulcher und betreibe das schon 12 Jahre. Gemulcht wird im Sommer mit Heu. Da habe ich immer einen Rundballen neben den Beeten liegen und habe somit wenig Arbeit. So ein Ballen reicht mir 2 Jahre (bisher, aber nun hat meine Mutter das Mulchen auch entdeckt und ihr Garten wird nun auch gemulcht) Im Winter kommt auf die Beete Haselnusslaub beschwert mit etwas fertigem Kompost.

Der Mulch hat mir in meinen bisher 3 Gärten immer sehr geholfen. Der erste Garten hatte schweren Boden, der wurde unter dem Mulch nicht so schnell trocken und hart. Der 2. Garten war fast nur ein Sandgarten und noch dazu am Hang. Durch den Mulch hat der Regen den Boden nicht abgetragen und der sandige Boden konnte das Wasser langsam aufnehmen.

Mit den Schnecken habe ich mit Mulch nur Vorteile. Haben sie eine Futterpflanze gefunden sitzen die faulen Tiere direkt daneben unter dem Mulch. Ganz junge Setzlinge schütze ich mit Plastiktöpfchen denen ich den Boden abgeschnitten habe. Die zu überwinden ist den Schnecken zu anstrengend.
Mit dem Aussamen gibt es auch keine nennenswerten Probleme, bin da aber auch nicht so pinkelig.
In meinem 3. Garten, der schon Jahrhundertelang Garten war und perfekten Boden hat gab es anfangs Probleme mit hunderten Werren, die unter dem Mulch einfach gut sichtbar waren. Danach hatte ich Drahtwürmer. Das sind aber Probleme, die vorhanden waren und durch das Mulchen sichtbar wurden. Beides habe ich nun im Griff. Momentan wächst sich die Wühlmaus zum Problem aus. Aber dem Mulchen geb ich daran nicht die Schuld.
Im Obstgarten mulche ich die Baumscheiben nur im Sommer, im Winter bleiben sie frei, gerade wegen der Mäuse.

Gruß Phlox
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Penny Lane am 08. März 2006, 10:54:56
Wir mulchen jedes Jahr mit Rindenschrot - mittlerer Größe alle Blumenbeete außer dem Steingarten (ist ja klar). Ich lasse sogar das Laub darunter liegen. Vor dem Mulchen kommt ein blauer Dünger, gemischt mit Hornspäne und Kalkperlen. Darauf kommt der Mulch. Je nach Art der Bepflanzung dickere oder dünnere Schicht. Damit habe ich sehr gute Ergebnisse erzielt. Im Herbst streue ich dann meinen Kompost (falls er mir reicht) auf die Beete. Geschredderte Pflanzen etc. wäre auch noch gut, da fehlt mir aber die Hardware. Es müßte schon ein starker Motor sein.

Gruß Penny
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 08. März 2006, 18:49:44
Vor dem Mulchen kommt ein blauer Dünger, gemischt mit Hornspäne und Kalkperlen. Darauf kommt der Mulch.

Penny, ohne Dir zu nahe treten zu wollen: ist das nicht zuviel des guten?
Du hast ja geschrieben, dass Du im Herbst Kompost ausbringst, wozu dann noch Blaudünger? Und Kalkperlen? Hab ich noch nie was davon gehört... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: knorbs am 08. März 2006, 19:21:26
@radieschen

bin zwar nicht penny lane, aber will doch was zu deiner erstaunten frage sagen...penny lane gab an, dass sie mit rindenschrot mulcht. rindenschrot hat ein sehr weites, d.h. ungünstiges c/n-verhältnis von ~200:1 (näheres zum c/n-verhältnis z.b. hier unter ziff. 2.3). erwünscht wäre ein verhältnis von ~25:1. also muss stickstoff zugeführt werden. das macht penny lane auf 2 arten...mit dem mineraldünger blaukorn als sofort wirksamen stickstofflieferanten + hornspäne als langsam wirkende kontinuierliche stickstoffquelle (die hornspäne müssen ja auch erst mineralisiert werden). also durchaus nachvollziehbar um den verrottungsprozess der rinde zu beschleunigen. die kalkperlen sind ja kein dünger, sondern heben den ph-wert an...ob's das wirklich braucht kann ich nicht beurteilen. ich meine mich zu erinnern, das die humuskomplexbildung dadurch verbessert wird...weiß ich aber jetzt wirklich nicht mehr.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Penny Lane am 08. März 2006, 20:11:03
Danke Knorbs. Ich habe mich wirklich gründlich informiert. Meine Beete sehen immer klasse aus (bis die Schnecken kommen - leider kommen sie trotz Rindenschrot!), die Bepflanzung ist kommt mit diesen Dingen gut zurecht. Meine Düngergaben sind aber wirklich sparsam. Ich dünge nur noch die Rhodos und Rosen nach der Blüte etwas nach. An die Rhodos gebe ich aber keine Kalkperlen.

Gruß Penny
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 08. März 2006, 23:39:44
Die Kalkperlen (granulierter Kalk?) wirken einer Versauerung des Bodens durch das Rindenschrot entgegen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 09. März 2006, 18:50:38
Danke Knorbs. Ich habe mich wirklich gründlich informiert.


Das hatte ich nicht angezweifelt ;)

Knorbs, danke für die ausführliche Beschreibung, schon wieder was gelernt!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: sunrise am 09. März 2006, 19:25:58
Da ich jeden Sommer sehr viel Schawolle zum waschen habe und auch dreckige aussortiere,mulche ich mit Schafwolle.
Das Unkraut kommt so gut wie nicht durch,die feuchtigkeit im Boden wird sehr gut gehalten und es verrottet auch.
Wenn ich dann was zu häkseln habe,dann kommt das noch obendrauf. ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 13. März 2006, 13:34:35
Auch nicht schlecht, vielleicht sollte ich die Haare meiner Hunde auch zum Mulchen nehmen ;D

Gibts hier jemanden, der Comfrey/Beinwell extra anbaut zum Mulchen?
(Natürlich auch für anderes ausser zum Mulchen...)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 14. März 2006, 09:00:35
Voriges Jahr fand ich eine große Beinwellgruppe an einem Bach, habe davon drei kleine Pflanzen in den Garten gesetzt. Wenn er so weiter wächst, wird er mit Sicherheit zum Mulchen verwendet - die Blätter sind riesig geworden, bis 50 cm lang, 20 cm breit. Allerdings war die Pflanzstelle sehr nahrhaft und schattig - vielleicht ist er deshalb so groß geworden.

Habe mal von einem (kaukasischen?) Beinwell gehört, der bis zu 1,8 m hoch werden soll. Ich weiß zwar nicht, ob ich ihn im GArten haben möchte, aber zum Mulchen wäre er sicherlich noch geeigneter.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 14. März 2006, 09:19:49
Beinwell ist inzwischen in unserem Garten das am meisten gehasste Unkraut, pardon: Wildkraut.

Kaum noch entfernbar und kommt überall hoch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 14. März 2006, 09:26:46
ich mulche am meisten mit Grasschnitt, hat sich hier gut bewährt. Unkraut kommt nicht durch, und es entsteht schöner schwarzer Mutterboden, kleinkrümelig und locker.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 14. März 2006, 09:30:59
ich mulche am meisten mit Grasschnitt, hat sich hier gut bewährt. Unkraut kommt nicht durch


Beinwell, Ackerwinde und Giersch aber doch ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 14. März 2006, 09:32:54
nein, auf die Dauer nicht mehr. Der Giersch wird immer kleiner, irgendwann nur noch 3 cm und gelb.... und dann wieder ne dicke Schicht drauf.... und dann wars das erst mal.... man muß aber dranbleiben.... ewig ist nichts im Garten!

Ackerwinde ist schwieriger - laß sie wachsen - man kann sie eh nur eindämmen. Vernichten geht nicht außer vielleicht Roundup... sie wurzelt bis zu einem Meter tief.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 14. März 2006, 09:34:24
Dann musst du eine andere Sorte Giersch haben. ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 14. März 2006, 09:36:05
wahrscheinlich - möchtest Du was davon?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 14. März 2006, 09:42:01
Hey - ich habe den nationalen Bestand an Giersch. Bin quasi Giersch-König :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 14. März 2006, 09:43:36
dann bin ich aber Kaiser!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 14. März 2006, 11:43:35
Beinwell kann man auch essen, Tees bereiten, Wundsalben herstellen.... ;)

Ein recht vielseitiges "Un"kraut

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 15. März 2006, 09:11:52
... und blüht sehr schön ... :-X
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 15. März 2006, 09:20:31
eine - unschöne - methode, giersch loszuwerden: mit alten teppichen abdecken. sozusagen der megaresistente dauermulch. nach 2 - 3 jahren kann man dann die teppichreste aufnehmen, der giersch sollte aufgegeben haben. auch gut: dick papier und pappe und zB rindenschrot über giersch. das kann dann liegen bleiben.

ähnliches gilt auch für quecke: dick mulchen, dann wandern die wurzeln nach oben, man kann sie, nach aufnehmen der abdeckung, recht leicht entfernen.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 10:05:23
hab mich gar nicht getraut das zu sagen ( weil dann gleich wieder einer auf die Druckerschwärze , Chemie ect. .... hinweist, oder nicht?) - aber das mit dem Zeitungspapier habe ich auch schon gemacht...., und es klappt vorzüglich. Ca.5-10cm dicke sollten die Lagen schon sein.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Inge am 15. März 2006, 10:22:26
 Fars: Bin quasi Giersch-König und toto Kaiser
Zitat
Nun wer von Euch beiden hat denn
Aegopodium podagraria "Aureovariegata"
eine Form des Giersch mit gelb gerandeten Blättern?
Liebe Grüsse Inge
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 15. März 2006, 10:41:24
dann bin ich aber Kaiser!

Wieso eigentlich, wo du doch so ein vorzügliches Gegenmittel hast? ;D


All diese "Mittelchen", ob Mulch oder Zeitungspapier oder Teppiche, wirken doch nur da, wo Giersch eine etwas größere, von anderen Pflanzungen freie Fläche bewächst. Dort ist mir G. relativ egal, da er, wie bereits gesagt, so unattraktiv nun auch nicht ist.

Wie aber wollt ihr Giersch in üblicherweise eng bepflanzten Staudenbeeten mit den hier genannten Bekämpfungsmaßnahmen beseitigen?

Da hilft nur eins: immer wieder ausgraben, Stauden aufnehmen, Wurzelballen auswaschen, Giersch rausziehen. Da man mit Sicherheit ein paar Stückchen nicht erwischt hat, beginnt das Ganze im nächsten Jahr erneut. Was sollte man auch sonst mit seiner Freizeit anfangen?


Äh, panaschierten Giersch habe ich nicht. Ich mag panaschierte Pflanzen grundsätzlich nicht. Habe auch keine einzige. Insofern fällt mir der Verzicht auf diese Gierschsorte nicht allzu schwer.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 10:57:01
in dicht bepflanzten Staudenbeeten hilft sicher umgraben - was aber gleichzeitig den Boden auflockert und wieder attraktiv für neue Ausläufer vom geliebten Giersch macht.

Es gibt auch roundup - und sein Ruf ist schlimmer als seine tatsächliche Wirkung, die letztlich nur den Eiweißstoffwechsel vom Blattgrün stört, in die entsprechende Wurzel geht und NUR ausnahmslos DIE Pflanze schädigt, die damit Berührung bekommt.

Große Flächen z.B. unter meiner Buchenhecke - mulche ich lieber. Aber wenn es um verzwickte Sachen geht neben kostbaren Stauden, die sich nun wirklich nicht ausgraben lassen - z.B. alte Strauchpäonien - dann greife ich zum Pinsel und streiche die Blätter - und nur DIE Blätter!!! vom Giersch ein, und er hat verspielt.
Das muß man - wenn man es überhaupt will! - früh und gleichzeitig spät genug machen - nämlich wenn genügend Blattgrün vom Giersch vorhanden ist, das die Substanz auch aufnehmen und weiterleiten kann in die Wurzeln - die Stauden aber meist noch nicht soweit ausgetrieben haben. Und wenn man vorsichtig damit ist, klappt das super - ohne die geringste Verletzung irgendeiner kostbaren Pflanze. Mit dem Boden an sich hat roundup GAR NICHTS zu tun.

Die Flüssigkeit darf natürlich NUR und AUSSCHLIEßLICH auf den Giersch kommen. Friemelarbeit - letztlich aber effektiv. So habe ich den Giersch - und z.B. Leimkraut ( weiß aber nicht genau wie es heißt - rankt weit und flach, blüht levkojenartig, aber nur weiß-rose und vernichtet mit seinem Wuchs alles drumherumwachsende - läßt sich nicht ausgraben, weil es bricht und jeder Krümel wieder anwächst) wegbekommen an Stellen, an denen kein Umgraben möglich war, ohne den Gesamtablauf zu stören.

LG Toto - ich halte sonst auch nix von Chemie....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 15. März 2006, 11:14:37
Wieder eine kleine "Streitfrage" (an denen es bei Giersch nicht mangelt):

Round up hilft nicht gegen Giersch. Es mag zwar sein, dass die Blätter vergilben, aber die Rhizome werden nicht abgetötet. Es war nur ein wirksames Mittel auf dem Markt mit dem Namen "Weedex". Leider wurde es inzwischen verboten.

Ich hatte mich bei Bayer erkundigt, ob es inzwischen irgendein anderes Mittel gäbe. Antwort: Nein.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 11:26:54
Roundup hilft gegen Giersch, auch dessen Rhizome ( habe später in einem Beet probehalber gegraben und alle vertrockneten Rhizome bis 50 cm tief herausgenommen - sie sind nicht wiedergekommen ) - kann also eine Fotosession zum Beweis machen.... nein ehrlich. Man muß es nur nach dem ersten Mal nach etwa 14 Tagen weiterem Wachstum nochmals einsetzen - das überlebt er nicht. Falls dann dennoch wieder etwas kommt, nochmal - dann ists endgültig vorbei.

Es ist ja die Frage zwischen - wie schnell wächst Giersch... und wie schnell wirkt das Mittel.

z.B. bei totaler Trockenheit und Windstille und möglichst heißem Tag, wenn die Pflanze wenig andere Chancen hat, durch das Blattgrün Wasser aufzunehmen ( z.B. Morgentau ect. ) - und man bestreicht sie dann mit roundup, kann man sich die Wiederholung sparen. Dann wirkts sofort. Ist aber die Luftfeuchtigkeit hoch, keine Sonneneinwirkung, dann muß man sie erneut bestreichen.
Ich habe das wirklich ausprobiert - da hier im E-Fall nur Giersch wachsen würde....und seitdem ich Bezugsquellen aus dem Landhandel habe, ist das Zeugs auch bezahlbar.

Ich habe damit Beete sauber bekommen, die ich hätte ansonsten vergessen können incl. der teuren Pflanzen darauf. Ein wenig Fingerspitzengefühl und Beobachtung der natürlichen Gegebenheiten ist natürlich nötig. Ein Wundermittel ist es nicht. Und wenn Giersch auf einem Grundstück vorhanden ist, wird er auch irgendwie immer wiederkommen.... das ist nun mal so. Beete jedoch - kann man durchaus damit Gierschfrei bekommen... zumindest für einige Jahre.... bis von anderen Stellen mit Giersch dessen Ausläufer wiederkommen... Ein Garten ist ein Garten ist ein Garten....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 15. März 2006, 11:46:33
http://de.wikipedia.org/wiki/RoundUp


Deckt sich im Übrigen auch mit meinen Erfahrungen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 11:53:20
so verschieden sind die Erfahrungen.... meine Beete sind ca. 19 Jahre alt hier und vom Giersch befreit.... tsss

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Inge am 15. März 2006, 11:53:32
Zitat
Roundup hilft gegen Giersch
, auch dessen Rhizome ( habe später in einem Beet probehalber gegraben und alle vertrockneten Rhizome bis 50 cm tief herausgenommen - sie sind nicht wiedergekommen ) - kann also eine Fotosession zum Beweis machen.... nein ehrlich. Man muß es nur nach dem ersten Mal nach etwa 14 Tagen weiterem Wachstum nochmals einsetzen - das überlebt er nicht. Falls dann dennoch wieder etwas kommt, nochmal - dann ists endgültig vorbei.

Es ist ja die Frage zwischen - wie schnell wächst Giersch... und wie schnell wirkt das Mittel.

z.B. bei totaler Trockenheit und Windstille und möglichst heißem Tag, wenn die Pflanze wenig andere Chancen hat, durch das Blattgrün Wasser aufzunehmen ( z.B. Morgentau ect. ) - und man bestreicht sie dann mit roundup, kann man sich die Wiederholung sparen. Dann wirkts sofort. Ist aber die Luftfeuchtigkeit hoch, keine Sonneneinwirkung, dann muß man sie erneut bestreichen.
Ich habe das wirklich ausprobiert - da hier im E-Fall nur Giersch wachsen würde....und seitdem ich Bezugsquellen aus dem Landhandel habe, ist das Zeugs auch bezahlbar.

Ich habe damit Beete sauber bekommen, die ich hätte ansonsten vergessen können incl. der teuren Pflanzen darauf. Ein wenig Fingerspitzengefühl und Beobachtung der natürlichen Gegebenheiten ist natürlich nötig. Ein Wundermittel ist es nicht. Und wenn Giersch auf einem Grundstück vorhanden ist, wird er auch irgendwie immer wiederkommen.... das ist nun mal so. Beete jedoch - kann man durchaus damit Gierschfrei bekommen... zumindest für einige Jahre.... bis von anderen Stellen mit Giersch dessen Ausläufer wiederkommen... Ein Garten ist ein Garten ist ein Garten....
Toto meinst Du, daß Deine Methode auch gegen Allium ursinum (Bärlauch) helfen könnte? In einem Teil meines Gartens verliere ich alljährlich den Kampf gegen ihn. Der treibt mich zum Wahnsinn!
Danke Inge
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 11:56:11
@ inge:bin keine Experte - da gibts hier andere im Forum, die sich auf die Bücher verlassen. Du kannst es nur ausprobieren - mit großer Vorsicht NUR das Bärlauch bestreichen.... meine Erfahrungen sind positiv.... stehen aber in keinem Buch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 15. März 2006, 20:34:25

Toto meinst Du, daß Deine Methode auch gegen Allium ursinum (Bärlauch) helfen könnte?


Was wär ich froh, wenn ich Bärlauch im Garten hätte :-[
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 15. März 2006, 20:41:20
ein Garten ist und bleibt eine künstliche Insel... man kann nicht alles haben... ich hätte auch gern z.B. Rhododendron oder Azaleen - möglichst alles in Gelb... oder z.B. immergrüne Clematis.... geht hier aber leider nicht...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 16. März 2006, 14:23:28
Wie du deinen Giersch in Staudenbeeten losgeworden bist, toto, sollte eingehender diskutiert werden. So weit ich weiß, gibt es hier viele, die von dieser "Geißel" geplagt sind. Mit Roundup dürfte es allerdings kaum gelungen sein. Ich reite nur deshalb auf dem Thema herum, weil so mancher durch den bisherigen Diskussionsverlauf zu einem Fehlkauf verleitet werden könnte. Das Unternehmen selbst (Monsanto) schreibt, dass Giersch durch dieses Herbizid nicht ausreichend bekämpfbar ist. Siehe hier:
http://www.roundup-ultra.de/service/RUTurbo_Unkraeuter_graeser.pdf
(letzte Seite, unten)

Das hat mit Bücherweisheit absolut nichts zu tun, sondern nur mit einer möglichst sach- und fachgerechten Informationsweitergabe.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 16. März 2006, 14:29:58
kann nur meine eigenen Erfahrungen weitergeben und tue das auch gerne aber: - sorry - mehr geht leider nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 16. März 2006, 23:54:34
Hallo Inge !
Ich habe den Girsch panaschiert in 2 Töpfen angepflanzt. Er sieht ganz toll aus darin, er steht links und rechts neben einer weißen Bank und wird von allen bewundert. Irgenwann im Spätsommer schneide ich ihn zurück und er treibt ganz schnell wiede aus. Ich schneide auch alle Blüten sofort ab, damit er sich nicht versäen kann. In Töpfen ist er wirklich dekorativ.
Liebe Grüße von elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 17. März 2006, 09:44:22
Komme soeben aus einem Gartencenter. Dort habe ich von Celaflor das "Bio-Unkrautfrei Essanol" gekauft. Nach Angaben des Herstellers soll es auch gegen Giersch wirken, in dem es auf die Blattmasse gesprüht wird.

Ich werde es ausprobieren.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fisalis am 17. März 2006, 09:55:37
Enhält als Wirkstoff naturidentische Essigsäure und ist für einjährige Pflanzen geeignet. Ist Giersch einjährig?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: callis am 17. März 2006, 10:32:32
Hallo Inge und Elis,

eine Weile hatte ich auch panaschierten Giersch in Töpfen. Ich fand aber, dass er sehr leicht sonnenempfindlich war und die Weißanteile der Blätter leicht verbräunten. Hab ihn deshalb wieder abgeschafft.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fips am 17. März 2006, 10:47:17

 8)
Wie du deinen Giersch in Staudenbeeten losgeworden bist, toto, sollte eingehender diskutiert werden. So weit ich weiß, gibt es hier viele, die von dieser "Geißel" geplagt sind. Mit Roundup dürfte es allerdings kaum gelungen sein. Ich reite nur deshalb auf dem Thema herum, weil so mancher durch den bisherigen Diskussionsverlauf zu einem Fehlkauf verleitet werden könnte. Das Unternehmen selbst (Monsanto) schreibt, dass Giersch durch dieses Herbizid nicht ausreichend bekämpfbar ist. Siehe hier:
http://www.roundup-ultra.de/service/RUTurbo_Unkraeuter_graeser.pdf
(letzte Seite, unten)

Das hat mit Bücherweisheit absolut nichts zu tun, sondern nur mit einer möglichst sach- und fachgerechten Informationsweitergabe.


Ich hatte vor Jahren an mehreren Stellen im Garten Giersch. Plötzlich und aus unerfindlichen Gründen war keiner mehr da.
Wenn ich 's mir recht überlege, könnte es nach Tschernobyl gewesen sein.
Mich stimmt aber doch hoffnungsvoll daß.....

...da helfen keine Pillen, selbst Round-up versagt !

Giersch ist in der Naturkostküche sehr beliebt, weil gesund. Regelmäßiger Verzehr kann also zum Rückgang desselben beitragen.

Lg, Fips
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 17. März 2006, 11:03:56
Darüberlaufen hilft definitiv, verträgt sich aber weniger gut mit anderen Stauden. Allenfalls Quecke duldet es.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fisalis am 17. März 2006, 11:17:55
Enhält als Wirkstoff naturidentische Essigsäure und ist für einjährige Pflanzen geeignet. Ist Giersch einjährig?

Nein. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze.

Was folgern wir daraus? Die Essigsäure wird zwar den oberirdisch sichtbaren Teil verätzen, die Wurzel schlägt aber wohl wieder aus. Das Mittel ist also genau so "wirksam" wie eine Schere. Aber Geld lässt sich damit natürlich gut verdienen. Immerhin sollten sich Schäden an der Natur in Grenzen halten.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Inge am 17. März 2006, 11:36:33

Zitat


Zitat
Was wär ich froh, wenn ich Bärlauch im Garten hätte :-[
Zitat
Ach Radieschen!
Genau so habe ich vor ca 25 Jahren auch gedacht, als ich ein kleines Büscherl im Wald ausgegraben habe und in mein sogenanntes "Waldstück" im Garten gepflanzt habe. Und er hat sich wohlgefühlt und sich ausgebreitet und ausgebreitet und aus........
Jetzt beherrscht er den ganzen Nordgarten. Solange er grün ist, ist das ja ganz schön und gut, aber danach ist dort grausliche Wüste und die anderen Pflanzen wachsen dort nur kümmerlich.
 Ich würde dort so gerne Helleboren ansiedeln, glaube aber nicht, daß sie demBärlauch standhalten könnten.
Soll ich Dir vielleicht Pflanzen schicken?
Liebe Grüße Inge
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 17. März 2006, 20:40:55
Ach Inge... ich hab letztes Jahr an mehreren Stellen im Garten Bärlauch ausgesetzt, hatte ein paar Pflänzchen erworben... ich glaube kaum, dass die noch was werden, die eine Stelle war zu sonnig, die nächste wurde von den Katzen umgegraben und somit der Bärlauch ausgegraben, hinterm Kirschbaum hab ich seither nicht nachgeschaut, da man sehr schwer ran kommt....
Falls ich welchen brauche, wende ich mich vertrauensvoll an Dich, wenn ich darf ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: knorbs am 17. März 2006, 20:42:58
btw...bärlauch wird nur zum wucherer im lehmboden...in sandigen böden muss man ihn betteln ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 17. März 2006, 21:15:06
btw...bärlauch wird nur zum wucherer im lehmboden...in sandigen böden muss man ihn betteln ;)


Ich hab Lehmboden ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Querkopf am 18. März 2006, 01:38:07
Hallo, Fars,
hallo, Toto,

gegen Giersch habe ich alle Methoden ausprobiert, die's so gibt. Ergebnis:

- Zeitung drauflegen, mindestens 1,5-2 cm dick (plus Rindenmulch obendrauf, damit das Papier liegenbleibt), ist am erfolgreichsten und zuverlässigsten - wenn das Papier verrottet ist, sind vom Giersch höchstens noch schwächliche Rhizömchen direkt unter der Oberfläche übrig, die man mühelos absammeln kann. Nachteil: Setzt größere unbepflanzte Flächen voraus, mindestens A3-Format braucht's am Stück, sonst geht's nicht. Und es dauert; zwei Jahre Geduld haben muss man schon.

- Ausbuddeln und Rupfen, Rupfen und Ausbuddeln ist bei mir die Methode der Wahl, wo das Zeitungs-Verfahren sich nicht anwenden lässt, also in dichten Stauden- oder Gehölzpflanzungen. Führt langsam, aber sicher dazu, dass der Giersch von Jahr zu Jahr schwächer, dünner, zögerlicher austreibt. Und vor allem seine Rhizome immer weiter aus der Tiefe an die Oberfläche schiebt, was sie leichter entfernbar macht. In Kombination mit "Gegenpflanzung" (wüchsiges Zeug: Maiglöckchen, Geranium sanguineum, Walderdbeeren etc.) habe ich auf diese Art ein paar Ecken blitzsauber entgierscht - Nachteil: hat jeweils fünf bis sieben Jahre gedauert. Ohne Gegenpflanzung dauert's noch länger, "lotta continua", der Kampf geht weiter ;D... Aber die Lage sieht mittlerweile Erfolg versprechend aus :D.

- Roundup habe ich einige Male da benutzt, wo weder Buddeln noch Abdecken möglich ist. Zum Beispiel in den Oberflächen-Ritzen auf, an und vor einer Stützmauer, die eine ca. einen Meter hohe Terrassenstufe zwischen Hof und Garten abfängt - in der Nähe dieses konstruktiv nicht idealen Betonteils hat langwurzeliges Grünzeug schon aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen (bestehende kleine Risse dürfen keinesfalls "wachsen", ein Mauerbruch wäre katastrophal). Der Giersch, der sich in besagten Ritzen festgesetzt hatte, war zwar mangels üppiger Nahrung recht mickrig, aber enorm zäh. Gegen ihn habe ich - Nothilfe! - Roundup eingesetzt. Die Mauer war flott gierschfrei. Dauerhaft.

Erfolg also. Zum Roundup-Gebrauch innerhalb dichter Beete kann ich mich trotzdem nicht durchringen. Erstens fürchte ich angesichts der Hersteller-Warnung, dass kräftige Giersch-Kolonien das Gift überleben. Zweitens kann ich das Zeug noch weniger leiden als den Giersch (das will was heißen!). Und drittens und wichtigstens werde ich die Sorge nicht los, dass erwünschte Nachbarpflanzen Schaden nehmen könnten :-\.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pocoloco am 18. März 2006, 06:35:12
Muß dem Querkopf zustimmen, die geeignetste Methode, Giersch zu bekämpfen, ist ihn auszugraben. Ich habe zum Glück recht lockeren mürben Gartenboden, da habe ich ihn binnen zweier Jahre ziemlich in den Griff bekommen. Hauptproblem ist einfach, das jedes Fitzelchen Wurzel wieder treibt. Also Boden locker halten und immer versuchen, alle Wurzeln zu erwischen. Und sobald ein neuer Austrieb sichtbar wird, gleich ausgraben. Sogar unter der Brommbeerhecke habe ich ihn mittlerweile fast vollkommen eleminiert. ;D ;D ;D Nur von den Nachbarn aus den Flächen, die sie Rasen nennen, wächst er noch beharrlich herrüber :-\.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 18. März 2006, 06:42:54
könntest du an den grenzrandstreifen nicht kartoffeln bauen, uwe und so den zuzug bremsen?
mein garten ist zum glück noch gierschfrei. wenn ich stauden aus garten geschenkt bekomme, wo ich giersch wahrnehme, zerlege ich die vor dem einpflanzen bis zum kleinsten würzelchen ! hat bisher funktioniert! aber ich habe mir dafür andere wucherer, wie z.b. die goldnessel (freiwillig >:( ) in den garten geholt!
lg lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 18. März 2006, 07:45:30
Querkopfs Erfahrungen decken sich mit den meinen. Ausgrabe, ausgraben und nochmals ausgraben. Bei Roundup bin ich nach wie vor misstrauisch. Wenn sogar der Hersteller, der üblicherweise das Blaue vom Himmel lü... , äh, verspricht, die Wirksamkeit verneint, dann bin ich geneigt, das Verschwinden des Gierschs anderen Schwächezuständen zuzuschreiben. Möglicherweise wäre er auch verschwunden, wenn nur die Blattmasse abgerissen worden wäre.

Das Regenerationsverhalten dieser Pflanze ist erstaunlich. Als Weedex noch zugelassen war, habe ich es an gewissen Stellen erfolgreich angewendet. Jetzt feiert der Giersch dort wieder seine fröhlichen Urständ.

Lisls Methode ist zweifellos zu empfehlen. Und dennoch übersieht man das eine oder andere Wurzelstückchen. Ich hatte im vergangenen Herbst einen von Giersch befallenen Phlox aufgenommen und geradezu atomisiert, sorgfältigst verlesen und die Staudenstücke wieder in Aufzuchttöpfe gepflanzt. Sie trieben nach wenigen Wochen erneut aus. Zuerst allerdings fröhlich winkend ein paar Giersch-Stückchen.

Wenn diese Welt untergeht, wird der Giersch überleben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kazi am 18. März 2006, 08:06:31
Tja der Giersch, den habe ich ja auch in ausreichender Menge. Das Ausgraben hat bei mir die Bestände im Gemüsebeet auch schon um einiges dezimiert, dabei habe ich den Garten ja erst ein Jahr. Hier wächst er auf den kompletten 1600 qm, nebst Brombeeren und Brennesseln.

Ich möchte jetzt einen recht großen Bereich im Garten, der grob von Brombeeren und Brennesseln gesäubert wurde abdecken.
Hierzu eine Frage, ich habe bei uns im Schuppen von den Vorbesitzern 2 Rollen Linoleum gefunden. Könnte man dieses dazu verwenden oder ist das eher ungeeignet (weiß ja nicht was da ggf. in den Boden abgegeben wird).
Wäre ja praktisch, wenn ich das Linoleum nehmen könnte, denn es würde für einige qm reichen. Schön aussehen würde es nicht, aber wenn es hilft. ;)

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: findling am 18. März 2006, 08:59:24
hi ihr profi-mulcher!

wie schon etwas weiter vorn in dem thread angesprochen hab ich ne ziemlich große mulchfläche, wó diverse sträucher (rosen, weigelien, korkenzieherhasel, aber auch amberbaum und ahorn) als sichtschutz gepflanzt wurden - dazwischen diverse bodendecker und gräser, immer wieder aufgelockert durch was blühendens wie azaleen oder heidekraut.
nun hab ich letztes jahr zweimal rindenmulch ausgebracht, denn der viele regen hat irgendwie nach drei monaten schon wieder größere stellen mulchfrei gemacht...
da der rmulch dem boden stickstoff entzieht hätte ich heuer vor, eine schicht hornspäne dazwischen zu streuen und erst dann wieder rmulch draufzugeben, damit die bodendecker auch wirklich mal wachsen (der zuwachs bei denen war bisher eher bescheiden) -> aber ich hab irrsinnnig viel asche vom holz verheizen, da wollt ich nachfragen, ob ich statt der hornspäne nicht auch asche ausstreuen kann? ich glaube mich zu erinnern, dass holzasche als guter dünger bezeichnet wurde..?? ???

wer kann mir dazu was sagen?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 18. März 2006, 09:12:13
Zu Holzasche ist hier schon viel gepostet worden. Einfach mal in die Suchfunktion eingeben. Stickstoffmangel kann sie aber wohl nicht ausgleichen.

Hornspäne sind immer gut aber auch immer teuer. Vielleicht gibt es preiswertere Stickstoffdünger.

Bei dem Linoleum hätte ich keine Bedenken. Das Wenige, das die Bahnen an den Boden abgeben können, dürfte für eine Verseuchung wohl kaum reichen. Wer aber empfindlicher ist, wird das möglicherweise anders sehen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Lilo am 18. März 2006, 09:33:35
[OT]
Nächste Woche Montag gibt's bei L..l preiswerte Hornspäne. Da lacht das Gärtnerherz.
[/OT]

LG Lilo
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: findling am 18. März 2006, 09:46:04
auch bei L*** in Österreich???
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Manfred am 18. März 2006, 09:51:01
Hallo Findling,

hier findest du eine Analyse zur Holzasche (Anfang untere Hälfte):
http://www.franks-garten.de/f075f.htm
Stickstoff liefert sie wie schon gesagt nicht.

Da Rindenmulch den Boden sauer macht, liegt mangelndes Wachstum evtl. nicht an Stickstoffmangel (Auf einer Fläche ohne Entnahme eh seltsam) sondern an zu sauerem Boden. In diesem Fall würde eine Ausgleichskalkung mehr bringen. Lass doch mal eine Bodenprobe machen.

LG Manfred
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 18. März 2006, 17:03:01
[OT]
Nächste Woche Montag gibt's bei L..l preiswerte Hornspäne. Da lacht das Gärtnerherz.
[/OT]

LG Lilo

Was heißt preiswert, Lilo?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: shrimpy am 18. März 2006, 17:25:32
bin zwar nicht Lilo - aber für 2,5 kg 2,29 EUR geht schon ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 18. März 2006, 21:11:02
Hab zwar erst Hornspäne geholt, aber da werd ich trotzdem mal bei L... vorbeischauen, geht ja nicht kaputt! :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 20. März 2006, 12:47:59
Hallo Findling,

hier findest du eine Analyse zur Holzasche (Anfang untere Hälfte):
http://www.franks-garten.de/f075f.htm
Stickstoff liefert sie wie schon gesagt nicht.

Da Rindenmulch den Boden sauer macht, liegt mangelndes Wachstum evtl. nicht an Stickstoffmangel (Auf einer Fläche ohne Entnahme eh seltsam) sondern an zu sauerem Boden. In diesem Fall würde eine Ausgleichskalkung mehr bringen. Lass doch mal eine Bodenprobe machen.

LG Manfred

Dann wäre Holzasche ja schon wieder vorteilhaft, wenn auch zu beachten ist, daß der Eintrag an Kalium und Phosphor wesentlich höher wäre als der von Kalzium. Der o.g. Analyse zufolge wäre der Schwermetalleintrag über Holzasche relativ gering, was den Stimmen, die von der Verwendung von Holzasche abraten, entgegensteht.
Ob der vergleichsweise hohe Chromanteil von der Verbrennung imprägnierten Holzes herrührt?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 25. März 2006, 11:25:55
Auch wenn es jetzt noch zu kalt ist, um im Garten effektiv was zu tun, plane ich doch schon schön vor mich hin ;D
Nun wollte ich schon ein bißchen anfangen, die Beete vorzubereiten, da liegt so viel Kastanienlaub drauf, das wollte ich wegräumen. Und dann fragte ich mich, ob ich das nicht nutzen könnte, um zu mulchen. An Ort und Stelle ist es ja schon und ich könnte es so beiseite schieben, daß ich dazwischen dann säen und pflanzen kann. Spricht was gegen Kastanienlaub als Mulch? Später würde dann Rasenschnitt und so drauf kommen, aber erstmal so als Basis.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 25. März 2006, 11:59:48
thisbe, kastanienlaub nehme ich nicht zum mulchen aber nur aus dem grund, weil mein baum die miniermotte hat. ich hebe jedes blatt auf und entsorge es im normalen mistkübel.
lg.b.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 25. März 2006, 19:01:35
kastanienlaub nehme ich nicht zum mulchen aber nur aus dem grund, weil mein baum die miniermotte hat.

Hmmm, weiß gar nicht, ob unsere Kastanie die Motte auch hat ???
Ist bestimmt für den Baum nicht so gut, aber tut die auch was an anderen Pflanzen?
Wie kann ich das denn erkennen, ob unser Baum befallen ist?

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 25. März 2006, 23:17:30
kastanienlaub nehme ich nicht zum mulchen aber nur aus dem grund, weil mein baum die miniermotte hat.

Hmmm, weiß gar nicht, ob unsere Kastanie die Motte auch hat ???
Ist bestimmt für den Baum nicht so gut, aber tut die auch was an anderen Pflanzen?
Wie kann ich das denn erkennen, ob unser Baum befallen ist?

das würdest du eindeutig erkennen: gänge in den blättern, braune blätter noch im sommer und ein allgemeines dahinkränkeln.
ob die motte auch auf andere pflanzen geht, das glaub ich eher nicht, sie scheint auf kastanien spezialisiert zu sein.
lg.b.

Viele Grüße, Thisbe


tut mir leid, hab IN das post geschrieben..... :-\
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 25. März 2006, 23:22:35
http://www.lk-dbr.de/php/amt66/miniermotte.php
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 26. März 2006, 11:45:30
http://www.lk-dbr.de/php/amt66/miniermotte.php

Oha, das ist ja spannend.
Richtig gesund sah die Kastanie, glaube ich, nicht aus. Aber über leicht braune Blätter an der Kastanie habe ich mir keine Sorgen gemacht. Ich war mehr mit den braunen Blättern an den Tomaten beschäftigt :(

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wattemaus am 07. April 2006, 07:42:41
Im Gemüsegarten ist uns aufgefallen: dort wo die Beete im Winter bedeckt waren, ist die Erde wunderbar locker geblieben, obwohl wir recht schweren Lehmboden haben, während an den unbedeckten Stellen richtig geackert werden mußte, um sie zu lockern.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 07. April 2006, 20:42:36
Im Gemüsegarten ist uns aufgefallen: dort wo die Beete im Winter bedeckt waren, ist die Erde wunderbar locker geblieben, obwohl wir recht schweren Lehmboden haben, während an den unbedeckten Stellen richtig geackert werden mußte, um sie zu lockern.

Ich habe das am letzten WE bei Freunden im Garten festgestellt (da waren wir und es war zum ersten Mal vernünftiges Gartenwetter - und ich nicht zu Hause! Da mußte ich einfach "fremdgärtnern"), als ich da das ganze Laub zusammengeharkt habe, kam ein wunderbarer Boden zum Vorschein. In meinem Garten hätte ich ja ganz schnell was anderes gemacht... Aber so habe ich die Arbeit in der Sonne genossen ;)
Bin gespannt, was bei mir unter dem "Wintermulch" zum Vorschein kommt.

Sonnesehnsüchtige Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 07. April 2006, 22:02:06
Bei meinem Lehmboden schütte ich im Herbst auf die umgegrabenen Flächen alles Laub ( Kirsche, Apfel, Weide ect. ) drauf, zusätzlich den Stallmist ( Hühner+Gänse ) vom Winter und die gesamte Holzkohleasche der Heizperiode vom Kamin ( Fläche 25x10m ), ohne es weiter unter zu graben. Es liegt den ganzen Winter da drauf, auch der letzte Grasschnitt - die umgegrabenen Beete sind also den ganzen Winter dicht bedeckt .... im Frühjahr wie jetzt ist alles locker - ich brauche nur noch mit einem Grubber durch, und das Stück ist bepflanzbar und zum aussäen geeignet. Dies Jahr ( etwa alle 3 Jahre ) kommen auch noch ein paar Karren Sand drauf - wunderbarer lockerer Boden "von alleine"... der Frost hat die Schollen aufgebrochen, das Laub ist verrottet, der Mist auch, Asche und Sand lockern und tausende Regenwürmer haben zusätzlich ihr Werk vollbracht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 08. April 2006, 00:47:04
Hallo toto !
Das gefällt mir was Du da schreibst, wie Du mit Deinem Boden und Deinen Regenwürmer umgehst. Da siehst Du wie die Dir dankbar sind und für Dich arbeiten. Ein intelegenter Mensch macht sich die Natur zum Freund. Ich finde das machst Du toll. Was denkst Du wie Dein Gemüse gesund ist, Du erzeugst wirklich noch Nahrungsmittel. Mach weiter so. Ich meine das wirklich Ernst. Früher hat man das auch so gemacht, ohne Kunstdünger und das ging auch.
Liebe Grüße von elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 08. April 2006, 10:33:43
@elis: Manchmal entsteht auch aus der Not eine Tugend.... es ist z.B. nicht bezahlbar, Gemüsebeete auf einem großen Grundstück mit Hornspänen o.dgl. zu düngen...

Ein Komposthaufen ist hier nicht zu machen, da sich dort dann "Mitbewohner" ansiedeln.

Also wird alles, was organisch anfällt - außer Unkraut natürlich - auf die Beetfläche gebracht - das ist das Einfachste und hat - wie man sieht hier - NUR Vorteile. Und es ERLEICHTERT UND DÜNGT - das muß man immer bedenken dabei.

Das Umgegrabene abdecken ( oder auch mit Phacelia besäen z.B. - die friert ab und bildet eine dichte Decke im Winter ) hat zudem den Vorteil, daß dort kein Unkraut z.B. in milden Wintern wächst. Wenn man Phacelie sät im Herbst, muß man allerdings im Frühjahr wieder umgraben.... das habe ich mir in den letzten Jahren erspart durch og. Methode.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 08. April 2006, 14:29:19
Warum lässt Du das Umgraben nicht sein und hackst nur ein bisschen den Gründünger ein oder schiebst es auf die Seite, bevor Du die Beete wieder benutzt?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 08. April 2006, 14:44:52
Warum soll ich es beiseite schieben? Gründünger ist doch Gründünger, weil er der Erde was nutzt??? Oder verstehe ich da was falsch?
Bei mir bleibt das alles in der Erde, und über Ernten kann ich nicht klagen - ohne andere gekaufte Dünger.
Siehe auch unter #111
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 09. April 2006, 00:04:16
Sorry, hab das vielleicht falsch ausgedrückt...
Ich meinte in erster Linie das Umgraben, das evtl. gar nicht nötig ist, wenn man konsequent mulcht...
Der Gründünger hat ja, nachdem er z.B. im Winter abgefroren ist, den Boden schon "gedüngt" und hat ihn mit seinen Wurzeln "belüftet" (das falsche Wort)... man hackt ihn dann höchstens noch ab und lässt ihn dann liegen oder hackt ihn leicht unter...

Also, ich hab für meinen Garten beschlossen (lehmig-tonig), dass ich nie mehr wieder ;) unmgraben werde... meine Oma hat das jahrelang mit dem Boden gemacht und er taugte zum Schluss nur noch als Boden für drittklassigen Rasen und nicht mal der wollte in dem Boden so richtig heimisch werden! :-\
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fisalis am 10. April 2006, 08:29:34
Seh ich auch so, Susi, dass die Methode von toto ohne Umgraben noch naturnäher wäre, weil dann die Bodenschichten und die darin lebenden Kleintiere nicht durcheinander geraten. Auf die immer wieder gelobte Frostgare kann getrost verzichtet werden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Penny Lane am 10. April 2006, 08:51:41
Auch ich habe das Laub vom Herbst liegen lassen und dann Rindenmulch drauf gestreut. Es ist unglaublich, wie viele Regenwürmer sich einfinden. Aber auch kleine schwarze Schnecken :'(. Und das auf dem Hostabeet. Aber bis jetzt trauen sich die Hostas noch gar nicht so aus dem Boden. Nur die Sorte Liberty im Topf schaut schon 10 cm heraus.

Gruß Penny
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 10. April 2006, 10:39:43
Als zeitnaher Gartenbericht zum Mulchen:

Wir hatten im August vorigen Jahres ein großes Gartengrundstück übernommen, welches 15 Jahre brach lag und vollständig mit Brennesseln zugewachsen war - bis gut 2 m hohe Pflanzen mit männerdaumendicken Wurzeln.

Die Nesseln wurden mit der Sense gemäht, dann auf das zukünftige Gemüsebeet eine gut 20 cm dicke Strohschicht aufgebracht, darüber schwarzes Bändchengewebe gelegt. Das blieb so liegen bis gestern.

Der erste Streifen Gemüsebeet wurde freigelegt von Plane und Mulch, mit dem Sauzahn und Kultivator durchgezogen, dabei auf ca. 10 qm noch eine halbe Schubkarre recht maroder Brennesselwurzeln rausgezogen. Danach wurde gepflanzt (Erdbeeren - ich weiß, falsche Zeit, aber auch soooo viel Ungeduld ;-)) und dicke Bohnen gelegt. Die Erde war noch sehr kalt und nass, dass sollte aber diesen Kulturen nicht schaden.

Ich war positiv überrascht - wiewohl ich auf den Erfolg gehofft hatte - wie wenig Arbeit (Mähen, Mulchen, Abplanen) in einem verwilderten Garten zu einem bepflanzbaren Beet führen kann.

Eine noch zu lösende Frage ist der Umgang mit den Beetkanten, da hier ja reichlich vitale Brennesseln darauf warten, wieder in das Beet hineinzuwandern. Zur Zeit sind die Kanten mit Resten von Teichfolie abgedeckt, aber dieses Material steht nicht für das ganze Beet zur Verfügung. Möglicherweise eignen sich abgekantete Bleche, mit zusätzlicher Antischneckenwirkung.

Am Donnerstag werden voraussichtlich Kartoffeln, Schalotten und Steckziebeln ausgebracht......... .

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 10. April 2006, 10:46:45
Wenn Du guten Boden hast, werden Brennesseln immer wieder wachsen ( übrigens wichtig für Nachtfalter... naja)... jedenfalls wirst Du mit Abdecken allein nicht auskommen. Brennesseln müssen immer wieder gejätet werden....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 10. April 2006, 13:21:39
...dann auf das zukünftige Gemüsebeet eine gut 20 cm dicke Strohschicht aufgebracht, darüber schwarzes Bändchengewebe gelegt.


Gülisar, ich hab ja nun schon mehrere Beiträge von Dir zum Thema Mulch gelesen, Du scheinst sehr viel Ahnung davon zu haben ;)

Aber muss diese schwarze Folie unbedingt sein? :-[
Welchen Zweck erfüllt sie?

Ich habe am Wochenende den verrotteten Pferdemist, der den Winter über unter Kartons auf den Gemüsebeeten lag, auf einem Stück Wiese verteilt, diese Schicht ist jetzt ca. 10-15cm dick, ganz locker "in Form" gezogen mit dem Rechen.
Darüber soll jetzt noch das nicht gepresste Stroh, das dringend von dem jetzigen Platz weg muss, da ich neue Ballen bekomme...
Das wird bestimmt nochmal 10cm hoch...
Das ganze soll bis nächstes Jahr so bleiben.

Und dann noch Plane drauf???
Ne, oder?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fisalis am 10. April 2006, 13:28:57
Ne. Folie hat im Garten nichts verloren. Abgesehen davon, dass man (jedenfalls bei PVC) nie weiss, welche Weichmacher ausdiffundieren, siehts nicht so toll aus, und den Zweck, Neubewuchs zu verhindern, erfüllt eine dicke, aber sauerstoffdurchlässige Mulchschicht aus natürlichen Materialien, wie eben eine Strohdecke, besser, weil nix fault.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: agathe am 10. April 2006, 13:46:42
ich habe mir heuer erstmals eine schwarze mulchfolie gekauft, vor allem weil ich hoffe dass der boden darunter wärmer bleibt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 11. April 2006, 10:42:44
Radieschen, das Bändchengewebe wird in Gärtnereien und Baumschulen verwendet, es ist sehr reißfest.

Die Gründe es auszulegen, waren folgende:

- Die Strohschicht war von Anfang an nicht sehr gleichmäßig (Arbeit musste schnell gehen). An zu dünn gemulchten Stellen - und auch da wo die (gebrauchte) Plane Löcher hatte - kamen sofort wieder Nesseln durch. Pflanzen brauchen Lichtimpulse zum Wachsen, die wollte ich ihnen nehmen.

- Das Gelände ist ziemlich stark dem Wind ausgesetzt. Da wir dort Neulinge sind, wollte ich nicht gleich in den ersten Tagen jede Menge Stroh in die Nachbargärten verwehen lassen.

- Unter der Plane bildet sich ein erheblicher Wärmestau. Da das Auslegen schon im August erfolgte, hatte ich die Hoffnung, auch durch Überwärmung einigen Nesseln den Garaus zu machen. (Im Winter hat Plane den gegenteiligen Effekt - sie schützt Empfindliches, auch Tiere fühlen sich darunter eher wohl).

- Ein gut und dauerhaft (organisches Material zersetzt sich, unterschiedlich schnell) bedeckter, nicht zu schmaler Beetrandstreifen sollte das Einwachsen unerwünschter Pflanzen (Gras, Nesseln, Giersch,...) in das Beet verhindern können - da überlege ich aber noch, wie ich das mache. Das winsichere Festlegen von Folie ist nicht immer einfach und lohnt sich auf Randstreifen wohl weniger als bei Beetflächen.

- In weniger kritischen Fällen als meinem Brennesselacker hat sich das reine Mulchen mit organischem Material bewährt. Im Kleingarten, den wir vorige Saison bewirtschafteteten, wurde nur mit Heu gemulcht - ein brachliegendes Beetstück sowie ein Rasenstück, auf dem wir Kartoffeln ausgebracht hatten. Beide Flächen hatten hervorragende Gemüseernten (wobei ich jetzt nicht von der Braunfäule rede :-().

- Totos obiger Einwand, die Brennesseln würden wiederkommen, ist sicherlich nicht unberechtigt - ich behaupte auch nicht, alle Probleme für immer gelöst zu haben. Aber das Verhältnis von Arbeitsaufwand zu Nutzen (bestellfähiger Boden ohne Graben, Jäten) spricht aus meiner Sicht sehr für das gründliche Mulchen.

Die Frage nach Plastik im Garten und überhaupt im Leben ist eine geschmackliche. Sicherlich fände ich es ansprechender, z. B. dickes Sisalgewebe zu haben, aber schon Gießkannen aus Metall wären mir zu schwer, Wasserfässer aus Holz wohl kaum zu beschaffen, Schläuche aus Naturkautschuk - gibt es die überhaupt? oder gar Leder (!), Anzuchtgefäße aus Ton zu schwer und unpraktisch, Gewächshäuser aus Glas zu teuer und zu empfindlich, Zwiebelnetze aus Baumwolle kenne ich auch nicht, Gummi(?)stiefel und Regenjacke aus künstlichem Stoff mag ich nicht missen.....aber das ist ja ein anderes Thema.

auf dem Weg in den Garten - gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 11. April 2006, 10:53:41
So verschieden ist das - ich z.B. empfinde umgraben nicht so sehr als Arbeit, sondern eher als sportliche Betätigung. Ich mach das gerne im Oktober/November bis Frost, weil es dann so ungemütlich wird, daß man freiwillig nicht gern raus geht.... hat man aber eine Stelle zum Graben, wird man draußen schnell warm und meinen Beeten ( Lehm ) tut es auch gut. Lehm einfach liegen lassen und nur mulchen geht hier nicht - daß wäre in spätestens 2 Jahren "Beton"... und der Aufwand mit Folien gegen Brennesseln zu kämpfen, wäre mir wieder zu groß, weil auch wieder Kosten+ kaufen verbunden.... ich ziehe meine Brennesseln einfach nur raus, am besten wenn es feucht ist... dann hat man gleich den ganzen Wurzelstock in der Hand...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 11. April 2006, 11:16:23
Siehst du, Toto, als wärmenden "Wintersport" haben wir die Holzwerbung ;) !

Du hast recht, wenn man die Folie kaufen muss, wird es ernsthaft teuer. Die Kleinmengen im Gartencenter haben einen irren Preis pro qm, die Großmengenrollen für Gärtnereien kann man ohne Trecker gar nicht bewegen.

Aber wie mal jemand so schön sagte: "Der Kleingärtner kann alles gebrauchen". So sieht es in den meisten Kolonien auch aus - eigentlich ein Entsorgungspark für allen Schrott aus Haushalt, Werkstatt, Firma.
Jedenfalls, man wird hellhörig, und wann immer jemand etwas loswerden will, prüft der innere Kann-ich-das-gebrauchen-Scanner die Verwendbarkeit im Garten.
So sind wir zu Bohnenstangen aus demontierten Wasserleitungen (nein kein Blei) gekommen und halt auch zu der Bändchenplane und zu Wasserbehältern, die ehemals Pflanzgefäße für Hydrokulturen waren.
Und als umweltmoralischer Aspekt sei zu berücksichtigen, dass bereits hergestellte, aus ihrem vormaligen Gebrauch ausgemusterte Gegenstände wieder, anders und neu zu verwenden sicherlich nicht nur finanzen- sondern auch ressourcenschonender ist als alles, was man meint haben zu müssen, in ökonagelneu zu erwerben.
Aber da hab ich mich shon wieder thematisch vergaloppiert......

offenbar mitteilsam heute, gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: toto am 11. April 2006, 11:24:18
Siehst du, Toto, als wärmenden "Wintersport" haben wir die Holzwerbung ;) !
offenbar mitteilsam heute, gülisar

Ich habe Holz im Kamin zum Feuern, und die Asche kommt auch aufs Umgegrabene....
Mit meinem Sport ( Graben ) allerdings spare ich das Holz drinnen - das Wärmeempfinden nach "Grabungen" ist doch sehr viel anders... ;D, und ich muß mir langsam Sorgen machen, ob ich noch genug Asche habe.....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 11. April 2006, 11:35:23
Ich finde - von wegen Kunststoff - daß man immer Nutzen und Nachteil abwägen muß. Wir haben im letzten Herbst einen verwilderten Kleingartenübernommen und aus der Wiese schonmal ein Stück zum Beet umgewandelt, indem wir die Rasensoden abgetragen haben und Gründünger noch ausgesät haben. Nur abdecken schien uns zu wenig über Winter, obwohl ich Gülisars Methode spannend finde. Die Rasensoden liegen nun exra auf einem großen Haufen, der mit einer schwarzen Folie (PE nicht PVC, wenigstens etwas besser, denke ich) abgedeckt ist. Im Mai werde ich Löcher reinschlitzen und ein paar Kürbisse reinpflanzen, da diese ja warme Füße mögen. Die verrottenden Grassoden sind zugleich guter Dünger. Nach der Ernte kommt das Zeug vom Hügel in hoffentlich bis dahin gämzlich verrotteter Form wieder zurück aufs Beet.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 11. April 2006, 13:14:24
Eure Berichte sind sehr interessant! :)

Toto, denkst Du nicht, dass auch Dein Boden durch konsequentes dickes Mulchen lockerer werden würde?
Ich hab selbst einen tonig-lehmigen Boden und war auf der Suche nach Möglichkeiten, den Boden lockerer zu machen ohne großen Aufwand...
In vielen Büchern wird beschrieben, dass auch "unsere" Böden durch das Mulchen lockerer werden können, allerdings natürlich nicht innerhalb eines Jahres...

Ich werde es jedenfalls testen, kann dann in zwei oder drei Jahren mal berichten! ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Venga am 11. April 2006, 18:52:27
Bei uns im Kleingarten wurde mulchen nicht gern gesehen, vom Stroh zwischen den Erdbeeren mal abgesehen.
Wir haben im Herbst immer ein Beet spatenstichtief ausgehoben, alle Pflanzenreste von den Blumen- und Gemüsebeeten hineingetan und mit der ausgehobenen Erde abgedeckt, wie ein Hügelbeet. Im Frühjahr wurden Gurken darauf ausgesät und Kürbis und Zucchini gepflanzt. Zum Jahresende hatte das Beet dann wieder Gartenbodenhöhe, aber die Erde war wunderbar locker und fruchtbar - wir haben Schubkarrenweise geerntet.
Im Herbst haben wir dann das gleiche mit dem nächsten Beet gemacht.
Nach ein paar Jahren hatten wir den ganzen Gemüsegarten durch und den Boden wesendlich verbessert. Wir haben im Laufe unseres Kleingärtnerlebens den Gemüsegarten 3x "durchgehügelbeetet", unser vormals schwerer nasser Boden war locker und hatte genau die richtige Feuchte.
Während die Nachbarn tagelang fuderweise Mist untergegraben haben, düngten wir die anderen Beete "nur" mit Kompost (Kompost sieben und verteilen war 1Tag Arbeit im Frühjahr) und wir haben nicht weniger als sie geerntet.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 12. April 2006, 08:04:52
Bei uns im Kleingarten wurde mulchen nicht gern gesehen, vom Stroh zwischen den Erdbeeren mal abgesehen.


Na, das ist mal ne tolle Kleingartenanlage :(
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Biobella am 12. April 2006, 10:56:43
Zitat
Bei uns im Kleingarten wurde mulchen nicht gern gesehen

Was ist denn das für ein Kleingarten?

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Venga am 12. April 2006, 11:37:47
Es stand nicht in den Statuten, und gemulcht wurde wahrscheinlich trotzdem. Aber eben dezent, dass es nicht so ins Auge sticht.
Wir standen in Konkurenz mit einem anderen Kleingarten um den Preis des gepflegtesten Kleingartens und so haben sich die Leute bemüht den Mulch zu verstecken, z.B. durch Abdeckung mit Erde oder sie haben ganz drauf verzichtet. Selbst über Winter habe ich kaum einen Garten gesehen, der gemulcht war.
Ich selbst kannte zu der Zeit (vor 20Jahren) mulchen gar nicht. :-[ Vielleicht ging es den Anderen auch so.
Ein Garten, dessen Beete voll Laub oder Geschreddertem sind, sieht ungepflegt aus. In einem Kleingarten muß Ordnung herrschen. - Das war die allgemeine Meinung, der ich mich auch anschloß.
Die Vorzüge des Mulchens habe ich erst in meinem eigenen Garten kennengelernt: Ich wußte nicht wohin mit dem ganzen Rasenschnitt und habe ihn zwischen den Sträucher verteilt. Im Herbst habe ich mit dem Geschredderten das Gleiche gemacht. - So bin ich zum Mulchen gekommen. :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Biobella am 12. April 2006, 13:42:14


Wenn dein Kleingarten im Bundesverband organisiert ist, sollte Mulchen sogar empfohlen werden. Die im Bundesverband organisierten Kleingärten sind per Gesetz zu umweltschonendem Gärtnern verpflichtet. Das ist die Ordnung.
Wenn du mehr Tips brauchst, sieh mal auf der Homepage nach:
http://www.kleingarten-bund.de/


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 12. April 2006, 16:56:23
Ein Garten, dessen Beete voll Laub oder Geschreddertem sind, sieht ungepflegt aus. In einem Kleingarten muß Ordnung herrschen.

Hmmm. Das ist bestimmt Geschmackssache. Gemulchte Beete sehen, meines Erachtens, nicht unordentlicher aus, als nackte Erde. Nur eben ANDERS.
Mein Freund hatte sich auch gesträubt, aber als er im Sommer den Unterschied in der Bodenbeschaffenheit (locker und dezent feucht versus trocken und verbacken) hat er aufgehört zu maulen.

Viele Grüße, Thisbe *die vorsichtshalber den Spaten versteckt hat...* ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Venga am 12. April 2006, 18:09:04
Danke für den Tipp.
Aber wir haben den Kleingarten abgegeben.
Wir haben seit 15 Jahren ein Haus mit Garten und mulchen natürlich inzwischen auch, allerdings nur über Winter. (ich mag das immer noch nicht leiden) Zwischen den Sträuchern mit Rasenschnitt und Geschreddertem, zwischen den Stauden mit Laub.
Im Frühjahr werden die Beete abgeharkt und mit gesiebtem Kompost abgedeckt.
Umgegraben habe ich ewig nicht mehr. Den Spaten benutzen wir nur noch um Pflanzlöcher auszuheben oder große Stauden auszubuddeln und zu teilen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: shrimpy am 12. April 2006, 20:07:43
ich bin auch überzeugter Mulcher. Aber ich kenne einige, die diese gemulchten Beete als "unordentlich" abtun. Das sei so ähnlich, wie wenn man beim Putzen den "Dreck" unter den Teppich kehrt :o
Ich glaube, mulchen oder nicht ist eine Art Gärtnerphilosophie - die einen lieben geleckte Beete mit schön dunkler Erde, in der alles in Reih und Glied ausgerichtet wächst - für andere ist ein Beet erst vollkommen, wenn es "natürlich" aussieht, mit Mulch und schön dicht bewachsen. Drum soll jeder nach seiner Façon seelig werden und seine Beete oder seinen Garten so bearbeiten wie er/sie es für richtig hält. Arbeitssparend ist mulchen allemal, wenn man es mal richtig angefangen hat ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 13. April 2006, 00:06:54
Im Herbst hatte ich eine Menge Gehölzschnitt herangeschafft, weil ich ein Hügelbeet bauen wollte. Leider hat sich die Ausführung meiner Gartenpläne verzögert und so habe ich den Berg gehäckselt.
Jetzt bin ich mir unsicher, ob ich ihn zwischen den Sträuchern und Stauden verteilen soll oder besser bis zum Herbst lagere, um dann einen neuen Anlauf in Sachen Hügelbeet zu unternehmen.
Oder kann man ein Hügelbeet jederzeit anlegen?
Was sagt Ihr?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: oile am 13. April 2006, 00:17:00
Ich schaffe es selten, Gartenarbeiten dann durchzuführen, wenn sie laut Ratgeber angesagt sind. Daher würde ich an Deiner Stelle auch das Hochbeet dann aufsetzen, wenn ich eben dafür Zeit habe.
Es kann natürlich passieren, dass es sich im Lauf des Jahres setzt (das wird sicher so sein), aber soo schlimm wäre das doch nicht, oder?

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 14. April 2006, 23:25:26
Na ja, setzen wird es sich ohnehin.
Mal sehen, wann ich Zeit finde. Ich will ohnehin meinen Gemüsestreifen von der Ost- auf die Westseite des Gartens verlegen. Wahrscheinlich ist es günstig, innerhalb des laufenden Jahres die neuen Beete vorzubereiten und im Herbst dann die alten plattzumachen und in Rasen zu verwandeln. Allerdings habe ich dann einerseits weniger Wind, andererseits aber auch etwas weniger Sonne, weil ich zwar die Morgensonne eher auf dem Beet haben werde, nachmittags die Hecke aber Schatten wirft.
Hmmm, ich zögere noch ein bißchen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 23. April 2006, 21:11:35
Hallo Radieschen,

das ist ja mal ein Thread nach meinem Gusto! ;)

du meinst vermutlich die Mulch-Methode nach Ruth Stout

Ich mulche schon seit 10 Jahren.
Die ersten Jahr nur im Sommer mit anfallendem Rasenschnitt.

Seit einigen Jahren mulche ich auch und vor allem über Winter.
D.h. sobald die Beete leer sind (was sich natürlich bis März hinziehen kann) kommt eine Puderschicht Kompost auf das Beet bei Starkzehrern, etwas Gesteinsmehl.
Algenkalk und Algomin auch nur bei Starkzehrern.
Darauf dann dicht Stroh, das schon mal einen Ziegenstall durchwandert hat, aber noch sehr sauber ist, also mit geringstem Mistanteil.

Der Mulch liegt locker 20 cm und setzt sich bis über das Frühjahr bis auf wenige cm.
Bereits im Mai ist der Mulch so zusammengefressen von Regenwurm und Co, daß ich mit Rasenschnitt ergänzen muß.

Diese Mulcherei erspart mir Umgraben, Jäten, Gießen (außer 1x nach dem Pflanzen) und ich muß nur noch wenig düngen mit Kompost und Algomin.
Kompost verstehe ich als eine Art Impfung wie Hefe im Teig.
Dann verläuft die Verrottung direkt auf dem Beet und es werden den Pflanzen kontinuierlich Nährstoffe zugeführt.

Wenn jemand jammert, daß der Mulch zusammenklebt, fault, nicht richtig verrottet, dann liegt das daran, daß gleichzeitig mit chemischen Düngemitteln oder Spritzmitteln gearbeitet wird, was das Bodenleben kaputt macht.

Das Prinziep, den Boden über Dauermulch (eine Art Flächenkompostierung) zu ernähren, kann nur funktionieren, wenn konsequent auf Gifte verzichtet wird.

Giersch habe ich auch, der steht gerne auf humosem Boden.
Er ist sozusagen ein Kompliment an den Gärtner und gedeiht umso besser, je besser die Versorgung mit Dauerhumus ist.
Erkennbar daran, daß er auf den Mulchbeeten auch in der Vollsonne wächst.
Durch den dicken Mulch wird er aber nicht wirklich nervig, ich gehe einfach von Zeit zu Zeit duch, wo er steht und rupfe die Blätter oberirdisch ab.

Meine Erfahrung mit Schnecken besagt, daß die vom Mulch nur dann profitieren, wenn er in der Saison frisch auf den nackten Boden kommt.
Die Schicht Dauermulch behagt ihnen gar nicht.
Da entsteht ein anderes CO2-Klime, das sie nicht so gut vertragen, die Pflanzen aber umso mehr.
Auch sitzt der Mulch dann so zusammen, daß wenig Höhlen enstehen, die Schnecken so sehr lieben.

Nur dieses Jahr bin ich nicht zum Wintermulchen gekommen, weil Schnee lag von November bis Mitte März.
Echt krass.
Erst diese Woche habe ich gemulcht, das werden mir die Schnecken danken.
Aber das ist immer noch das kleinere Übel!

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 05. Mai 2006, 16:31:01
Hallo Ihr Mulcher,

ich merke gerade, daß mich der ganze Mulch im Augenblick auf den Beeten beim Säen eher stört :( Letztes Jahr hatte ich erst gemulcht, als die Pflanzen schon eine gewisse Größe hatte, aber nun lag der Mulch über den ganzen Winter und ich war auch froh drüber. Weil der Boden echt gut war und weil ich dachte, dann habe ich ihn gleich an Ort und Stelle. Für die ersten Reihen ging das auch noch mit vorsichtigem zur Seite harken, aber jetzt laufen nach und nach verschiedene Sachen auf und ich muß furchtbar aufpassen, daß ich die nicht zuharke.
Nun habe ich schon überlegt, den Mulch vorsichtig zu entfernen und erst wieder zu mulchen, wenn alles größer ist. Aber eigentlich will ich das nicht - muß doch auch andere Möglichleiten geben ???

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 05. Mai 2006, 20:32:09
Hallo Thisbe,

wie meinst Du das genau:
Zitat
und ich muß furchtbar aufpassen, daß ich die nicht zuharke.

Hast Du nur Saaten auf einem Beet?
Warum harkst Du die Saaten zwischen dem Mulch?

Bei mir geht das ganz gut mit Mischkultur, die so aussieht:
Ich pflanze Starkzehrer und Schwachzehrer gemischt innerhalb einer Zeile, z.B. Kohl, Salat.

Diese Zeilen kommen etwas weiter auseinander, als ohne Mischkultur.
Dazwischen hacke ich eine Reihe etwas frei vom Mulch und säe irgendwas.

So geht das ganz gut.
Probleme hatte ich mit Mulch und Saaten nur, als ich noch frisch gemulcht habe.
Also auch erst gepflanzt und dann gemulcht.
Das geht irgendwie überhaupt nicht auf.
Der Mulch ist dann noch so locker und vom Wind leicht zu verblasen, so daß die Saatreihen immer halb zugeweht waren.

Wenn der Mulch über Winter liegt, dann haben von unten die Regenwürmer & Co schon angefangen, den einzuarbeiten, d.h. der liegt sehr stabil und ich kann leicht eine schmale Reihe frei machen zum säen.

Manchmal mache ich die Reihe frei, säe, drücke die Samen fest und bedecke sie dann mit Erde, die ich von einem Mutterboden-Haufen hole.

Für die Saaten ist manchmal besser, wenn sie in ehr magerem Boden aufgehen und das kann ich von meinem Mulchboden wirklich nicht behaupten, daß er mager ist.

Wäre wirklich jammerschade, wenn Du den guten gemulchten Boden jetzt offen liegen lassen würdest!

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 06. Mai 2006, 08:33:25
Hi Lissy,

Zitat
Wäre wirklich jammerschade, wenn Du den guten gemulchten Boden jetzt offen liegen lassen würdest!

ich werde tapfer bleiben und meine Beete bedeckt lassen. Heute wird auch das Gartenwasser wieder angeschlossen, dann gieße ich mal ein bißchen, habe viel Laub beim Mulch und das ist jetzt recht trocken. Vielleicht wird es dann besser.

Zitat
Hast Du nur Saaten auf einem Beet?
Warum harkst Du die Saaten zwischen dem Mulch?

Ich habe zum Teil gepflanzt, zum Teil gesät. Das Problem ist nicht, daß ich im eigentlichen Sinn harke (daher mulche ich ja, um mir das zu sparen ;D ) sondern, wenn ich auf einem Beet, auf dem schon was ist, eine neue Reihe anlegen will, harke ich mir die Reihe frei und muß dann mit dem Mulch irgendwo hin. Am Anfang war das noch ganz problemlos, als auf den Beeten nix war. Langsam wird es kompliziert. Ist aber vielleicht eine Organisationssache - ich habe oft in der Mitte erst später zu pflanzende Hauptkulturen und die Ränder schon früher bestückt. Wäre andersrum sicher einfacher, dann könnte ich den Mulch immer Richtung Weg schieben, ohne über was anderes drüber zu müssen. Weißt Du, wie ich das meine?

Zitat
Der Mulch ist dann noch so locker und vom Wind leicht zu verblasen, so daß die Saatreihen immer halb zugeweht waren.

Genau, das ist es. Nicht unbedingt der Wind ist das Problem, sondern meine Aktionen beim Säen und Pflanzen :P

Immerhin habe ich gestern in unserer Stadtbibo ein Mulchbuch entdeckt, das werde ich mir nächste Woche ausleihen. Und nächstes Jahr weiß ich dann auch schon mehr aus eigener Erfahrung. Man wächst ja mit der Herausforderung 8)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 06. Mai 2006, 10:32:07
Hi Thisbe

Zitat
sondern, wenn ich auf einem Beet, auf dem schon was ist, eine neue Reihe anlegen will, harke ich mir die Reihe frei und muß dann mit dem Mulch irgendwo hin

Ja, klar das Problem kenne ich schon auch.

Ich versuche das einfach dadurch zu umgehen, daß ich die empfindlicheren Saat-Kulturen mit robusten Pflanzen-Reihen mische.
Dann kann ich den Mulch, den ich für die Saatreihe abziehe bei den Pflanzen unterbringen.
Denen macht das nix, wenn sie dicken Mulch haben.

Erzähl mal, welches Mulchbuch das ist und ob es interessant ist, wenn Du es gelesen hast!

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Jindanasan am 06. Mai 2006, 10:36:36
hallo, ich habe auf ein noch leeres beet rasenschnitt aufgebracht, aber gestern festgestellt dass das beet drunter ganz trocken ist. muß man den mulch gießen bzw wie hoch muß er sein?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 06. Mai 2006, 10:43:22
Hallo Jindanasan,

wenn das Beet schon vor dem Mulchen sehr trocken war, dann kann Gießen nicht schaden.

Eigentlich ist der Mulch ja auch dazu da, daß es darunter schön feucht bleibt und die Regenwürmer & Co allzeit gute Arbeitsbedingungen finden.

Nur wenn es schon vor dem Mulchen trocken war, kann der Mulch auch nicht vor Austrocknung schützen!

Ich verwende den Mulch sehr dick, damit er wirklich etwas bringt.
Allerdings kommt es auch drauf an, wie verklumpt der Rasenschnitt ist.

So wie es sich anhört, ist er ja ehr trocken, dann kannst Du ruhig 10 cm mulchen, das setzt sich ziehmlich schnell.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Jindanasan am 06. Mai 2006, 12:17:40
danke lissy, habe nicht genügend rasenschnitt gehabt, aber beim nächsten mal mähen pack ich wieder was drauf.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 14. Mai 2006, 17:34:50

Erzähl mal, welches Mulchbuch das ist und ob es interessant ist, wenn Du es gelesen hast!


Von Ruth Stout "Mulch-Gärtnern ohne Arbeit"
Ist eher eine Zusammenfassung verschiedener Artikel, die Ruth Stout wohl über die Jahre in Zeitschriften veröffentlicht hat. Hintendran sind noch ein paar Tips von Richard V. Clemence (hatte ich noch nie vorher gehört).
Ist ganz nett, einen enormen Wissenszuwachs hat es mir allerdings nicht gebracht. Sie hat das alles ganz alleine für sich entwickelt und ich denke, wenn man das über die Jahre hinweg macht, findet man das für sich beste System.
Bei den Anmerkungen von Clemence war ein Hinweis über das Säen direkt auf den Mulch. Das muß ich mir nochmal genau durchlesen ;D

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 14. Mai 2006, 22:53:56
Thisbe, ich konnte aus dem Büchlein viel Wissenswertes entnehmen, ist zwar, wie Du beschrieben hast, wohl so eine Art Zusammenfassung, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 15. Mai 2006, 21:07:53
Thisbe, ich konnte aus dem Büchlein viel Wissenswertes entnehmen, ist zwar, wie Du beschrieben hast, wohl so eine Art Zusammenfassung, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch ;)

Nö, klar nicht.
Aber ich hoffe immer auf DIE Anleitung ;D
Immerhin ist mir bei der Lektüre klar geworden, daß ich vielleicht auch einfach machen kann, ohne alles vorher gelesen haben zu müssen - und es trotzdem funktionieren könnte 8)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 15. Mai 2006, 22:37:16
Miss Stout beschreibt ja mehrmals in dem Buch, dass man, noch bevor unkraut hoch kommt, einfach weiter mulcht und mulcht und mulcht.... ;D

Ich versuchs jetzt einfach mal, nur geht mir so langsam das Material aus :-X
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 16. Mai 2006, 09:12:26
Thisbe, natürlich kannst du mulchen, ohne vorher eine Bibliothek durchgearbeitet zu haben. Habe das Buch von Stout auch erst vor kurzem gelesen und fand es herzlich überflüssig. Das Wichtige darin passt auf eine DIN A 4 - Seite und steht auch hier in diesem Faden. Mehr als eine Seite gibt es zum Mulchen auch nicht zu sagen......

Der Rest des Werks ist imo Selbstbeweihräucherung.

Radieschen - eventuell duchwachsende Kräuter abreißen / ausreißen, mit Sense / Sichel mähen. Dann etwas Dichtes (Papier / Pappe / Folie) drauflegen. Aber du hast schon recht - für wirksames Mulchen braucht man immens viel Material.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 16. Mai 2006, 16:49:57
Ich bekomme jetzt von einem Bauern (nein, ich muss es holen) mehrere Ballen ca. 5 Jahre altes Heu, das er sonst auf dem Misthaufen entsorgen würde...

Juchee, endlich kann ich das Unkraut weiter ersticken ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 16. Mai 2006, 20:53:17
Habe das Buch von Stout auch erst vor kurzem gelesen und fand es herzlich überflüssig. Das Wichtige darin passt auf eine DIN A 4 - Seite und steht auch hier in diesem Faden. Mehr als eine Seite gibt es zum Mulchen auch nicht zu sagen......

Hallo Gülisar,

na ja, wenn ich Stout letztes Jahr um die Zeit gelesen hätte, wäre es sicher viel aufregender für mich gewesen.
Ich finde es bei solchen Büchern (mit der Permakultur und der Mischkultur ist es mir ähnlich gegangen) immer sehr schade, daß zu einer laut Autor so erfolgreichen Methode keine verwertbare "Anleitung" zu bekommen ist ???
Ich meine, manchmal mag es schwer sein, Dinge vernünftig in Worte zu fassen, aber trotzdem. Oder ich bin noch nicht auf die richtigen Bücher gestoßen?
Beim Mulchen finde ich es insgesamt leichter. Dennoch sind Tips immer hilfreich. Ich hatte ja grade erst solche Aussaatprobleme. Sowas könnte mal in einem Buch stehen. Glücklicherweise habe ich Euch für den Erfahrungsaustausch, das kann kein Buch :-*

Ich bekomme jetzt von einem Bauern (nein, ich muss es holen) mehrere Ballen ca. 5 Jahre altes Heu, das er sonst auf dem Misthaufen entsorgen würde...

Oh, Du Glückliche!
Bei mir geht es im Augenblick durch Laub und Geschreddertes und Reste vom letzten Jahr. Dennoch warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Rasenmähereinsatz meines Liebsten ;)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Toni am 10. Juni 2006, 08:25:40
Hallo,
ihr schreibt ihr werft Euren Rasenschnitt auf die Beete. Ich habe das auch schon öfter gesehen nur habe ich mich noch nie getraut das zu tun. Wir haben sehr viel Unkraut im Rasen und meine Befürchtung ist, dass sich diese Unkräuter dann auch auf den Beeten verteilen. Wir fahren den Schnitt immer zum Entsorgen, was natürlich sehr lästig ist. Auch auf den Kompost traue ich mich nicht, dass Zeug zu werfen. Wie ist das bei Euch?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 10. Juni 2006, 08:43:04
Bei mir müssen die Beete nicht unbedingt total unkrautfrei sein, Quecke (???) hab ich sowieso, die werde ich nie los, würde ich auch nicht loswerden, wenn ich nicht mulchen würde...
Es gibt diverse Autoren, die das Mulchen propagieren, sie behaupten, wenn die Mulchschicht immer dick genug ist, hat Unkraut keine Chance...
Dazu fehlt mir aber die Erfahrung, da ich erst angefangen habe...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 10. Juni 2006, 09:32:09
Na ja, auf den Beeten mulchen ist ja nur da möglichst, wo nichts wächst bzw. wachsen soll. Und die wenigen freien Stellen, die z.B. ein Staudenbeet aufweisen sollte (wenn überhaupt!), mit Mulch zu bedecken, hindert das Unkraut ja nun nicht, sich zur Staude zu flüchten, um an oder in dieser fröhlich weiter zu wachsen. Es gibt harmlose Unkräuter, die zu bekämpfen sich nicht lohnt. So z.B. Vogelmiere. Soll sie doch im Fintsern unter den Stauden weiterwachsen. Ernsthaftere Ärgernisse, wie z.B. Brennnessel, Löwenzahn oder gar Giersch und Zaunwinde, bekommt man mit dem Mulchen nicht weg. Im Gegenteil: Sie werden noch zusätzlich genährt.

Bei Gemüsebeeten mit ausreichendem Zeilenabstand mag es allerdings sinnvoller sein, zu mulchen. Dazu sollten die Nutzgärtner etwas sagen.

Ich werfe den Rasenschnitt nur auf die Kompostmiete. Habe ihn auch schon mal unter die Bäume geworfen, fand aber den schmierigen Zersetzungsprozess nicht so prickelnd.

Die Komposthaufen löse ich im Spätherbst oder im Frühjahr auf und verteile ihn großzügig über die Beete. Ob reifer Kompost oder nicht, ist mir dabei egal. Das Gröbere kommt unter die Bäume.

Unkräuter entsorge ich grundsätzlich über den Kompost. Einzige Ausnahme: Giersch, Quecke und Winde. Die gammeln auf einem separaten Haufen, den sich der Teufel holen mag.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 10. Juni 2006, 11:29:26
ich mulche locker mit rasenschnitt, und nicht soinderlich hoch. interessanterweise ist die chose bei mir nicht schmierig, sondern eher trocken, und ist nullkommanix weg. ich finds praktisch bei jungen pflanzflächen, um die verdunstung zu minimieren. dort, wo ich festes (oder -getretenes) erdreich auflockern möchte, bringt's sehr viel (u.a. unter einem baum ;D, unter den jungen immergrünen)

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 12. Juni 2006, 16:19:59

Hallo, liebe Gartenfreunde,

schön, dass ich euch gefunden habe. Ich dachte schon, es gibt sonst keine "Mulcher" auf dieser Welt (außer denen, die ich dazu bekehrt habe)

Ich bin übrigens durch das Buch von Ruth Stout dazu gekommen. Da ich haupsächlich Nutzgarten habe, und Arbeit sparen will, kommt mir das Mulchen sehr entgegen. ;D
Ich mulche ganzjährig und mit fast allem, was ich bekommen kann. Hauptsächlich mulche ich mit Wiesengras, Silage oder Heu, und zwar sehr dick. Nach einigen Jahren des Herumprobierens bin ich nun zu dem Ergebnis gekommen, dass das Mulchen eine ganz hervorragende Sache ist und kann es mitlerweile fast nicht glauben, dass das nur so wenige Gärtner machen. ???

Rasenschnitt nutze ich zwar auch, aber ich finde ihn nicht so ideal, da er immer überall kleben bleibt und ich ihn aus meinem Salat fischen muss und ihn unter den Schuhen mit ins Haus trage. Es gibt übrigens außer der Mutter (Ruth Stout) auch noch Väter des Mulchens: Kurt Kretschmann und Rudolf Behm. Die beiden haben auch ein Buch darüber verfasst: "Mulch total" Ist leider auch keine richtige Anleitung, aber es kann schon viele Fragen beantworten.

So hoffe ich, dass wir uns hier in diesem Forum reichlich über das Mulchen austauschen werden. Ich finde schon, dass es einiges darüber zu sagen gibt, jdenfalls mehr als eine DIN A4 Seite voll.
Vor allem finde ich interessant, damit zu experimentieren, welche Pflanzen mit welcher Art Mulch am besten gedeihen, auf welchem Boden man wie dick oder womit mulchen soll, wo man Mulchmaterial herbekommt, ob es tatsächlich Schnecken und Mäuse anlockt...Es ist schon ein breites Feld, wenn man sich wirklich dafür interessiert! :)

In meinen Augen hat das Mulchen folgende Vorteile: ;D
-weniger oder kein Gießen mehr
-saubere Schuhe, wunderbares Gehen auf der weichen Mulchdecke
-der Garten ist bei jenem Wetter betretbar
-kein Umgraben oder Pflügen mehr
-der Boden wird nicht so stark verdichtet
-Der Boden wird vor Verschlämmung und Vertrocknung bewahrt
-Die Bodenlebewesen können ungestört und ununterbrochen organisches Material zu wertvollem Humus umsetzen, dadurch hat man ständig Nährstoffnachschub. Was die Bodenlebewesen dabei verbrauchen, ist nur ein Bruchteil von dem, was der Boden bekommt.
-kein zusätzliches Düngen erforderlich
-Umweltschonend und sehr naturnah
-Kaum noch Unkraut jäten
-Kaum noch Arbeit mit einem Komposthaufen (die meisten Abfälle bleiben an Ort und Stelle und werden mit einer Machete direkt am Boden ein wenig zerkleinert)
-Keine Probleme mehr, "Gartenabfälle" zu entsorgen

Ein paar Nachteile hat's auch: :-\

-Mulchmaterial muss beschafft werden (nicht jeder hat den Bauern um die Ecke)
-Bei Direktsaaten muss eine Reihe entmulcht werden, was manchmal schwierig ist, da Amseln es gut meinen und diese Reihe nackter Erde gleich wieder zumulchen ;)
-evtl. mehr Schnecken und Mäuse (was ich gerne genauer wüsste!)
-Die Düngemittelverkäufer verdienen nichts mehr
-Die Spaten- Motorhackenverkäufer gehen pleite
-für konservative, pinglige Leute sieht ein Mulchgarten (Muga) "unordentlich" aus. (Dabei richtet man in Wirklichkeit "Unordnung" an, wenn man den Boden umgräbt! >:(
-Für Workoholiks gibt es zu wenig zu tun, so dass sie auf dumme Gedanken kommen könnten ;)

herzliche Grüße
Moni


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 12. Juni 2006, 20:53:19
Hallo Moni,

herzlich Willkommen hier :D
Als Mulchanfängerin freue ich mich besonders, einen "erfahrenen Hasen" mehr zum löchern zu haben ;D


-Bei Direktsaaten muss eine Reihe entmulcht werden, was manchmal schwierig ist, da Amseln es gut meinen und diese Reihe nackter Erde gleich wieder zumulchen ;)

Wie hast Du denn das Problem gelöst? Die Amseln haben mir bisher noch keine Schwierigkeiten gemacht, aber das "Entmulchen" der Reihe schon. Eine befriedigende Lösung habe ich leider noch nicht gefunden.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 12. Juni 2006, 21:03:21
Thisbe, warum ist das schwierig? Ich ziehe einfach mit der Harke das Material beiseite und häufe es in langer Reihe längs des Beetes auf. Der lange Hügel dient mir meist auch als Weg / Tritt- / Sitzfläche beim Arbeiten. Bietet es sich später an, wird er wieder zurückgegabelt zwischen die Pflanzreihen.

Das einzig Unangenehme ist, dass die Unkrautsamen nach dem Entmulchen im wahrsten Sinne Morgenluft wittern und zu keimen beginnen. Feucht genug sind sie dank der Mulchdecke ja. Die entmulchten Beete sind auch die einzigen, an denen ich nennenswert Unkraut sehe im Gemüsegarten. Einzig Winde und Schachtelhalm zeigen sich vom Mulch unbeeindruckt. Lassen sich aber auch leichter rupfen so.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 12. Juni 2006, 21:12:24
Hallo Gülisar,

ich habe ja eigentlich eine geschlossene Mulchdecke und will immer nur einzelne Reihen entmulchen. Ein ganzes Beet vom Mulch zu "befreien" wäre tatsächlich nicht schwer, aber wenn ich (ich mache Mischkultur) die beiden äußeren Reihen schon bestückt habe und die Mitte dann mit der Hauptkultur dran ist, weiß ich nicht recht, wohin mit dem Mulch, ohne die Keimlinge in den anderen Reihen zu begraben ???

Für nächstes Jahr habe ich mir vorgenommen, erst alle Reihen in den Mulch zu ziehen, ehe ich ein Beet in Betrieb nehme. Letztes Jahr war mein erstes Mulchjahr, da habe ich erst angefangen zu mulchen, als die Pflanzen schon größer waren.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 12. Juni 2006, 21:42:13
Hallo, Wenn das Frühjahr da ist, entmulche ich die Beete, die ich einsäen will immer komplett, auch wenn ich nicht das ganze Beet auf einmal einsäe oder bepflanze. Dann hab ich meist 4-6 wochen einige Beete, die nicht gemulcht sind. Das ist aber die einzige Zeit im Jahr, wo mein Boden offen runmliegt. Meist ist das auch die Zeit, in der mein Heu alle ist, und man noch keinen neuen Nachschub an Mulchmaterial hat. Wenn ich später im Jahr noch was säe, mache ich das meist in Schalen als Vorkultur.(Auch wegen der Schnecken besser) In die gemulchten Beet ein Pflänzchen reinzsetzten ist ja nicht so schwer.

Auf jeden Fall möchte ich aufs Mulchen nicht mehr verzichten.

Christina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 13. Juni 2006, 00:32:22
(ich mache Mischkultur)


Mache ich auch...
ich musste feststellen, dass meine Reihenabstände viel zu gering sind (musste Platz sparen, da ich noch nicht so viel habe), dann tritt das Problem auf, das Du geschildert hast, dass man den Mulch auf die Reihe schiebt, die es grade nicht nötig hätte...
Aber mit ein bisschen Improvation klappt das schon ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 13. Juni 2006, 09:05:40
Hallo Thisbe, wenn du bei Mischkultur immer Reihe um Reihe abwechselst, ist das möglicherweise schon unpraktisch, den Mulch wegzunehmen, es ist ja kaum Platz zum Zwischenlagern.

Aus ähnlichem Grund habe ich alle Wurzelgemüse (Direktsaaten) auf einem Beet. Das wird ganz entmulcht fürs Aussäen. Der Sortenwechsel von Reihe zu Reihe (Mischkultur) ist deshalb nicht so schwer einzuhalten, da die Reihen recht lang sind (10 m). ich komme also nicht in Versuchung, 5 Reihen Möhren nebeneinander zu säen. Eine Reihe Möhre, dann Porree, Möhre, Schwarzwurzel, dann Rettich, Steckrübe, Rote Rübe.......

Mal schaun, ob ich den Mulch dies Jahr zurückbringe. Wegen des Samenunkrauts schon, andererseits sind mir voriges JAhr die Reihen so schnell mt dem Gemüselaub zu gewachsen, das ging auch ohne ganz gut.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 13. Juni 2006, 09:24:29
Mulch ist nicht mehr und nicht weniger als eines unter vielen Hilfsmitteln im Garten. Mulch deckt unbewachsene Flächen, bewahrt die Feuchtigkeit und aktiviert das Bodenleben.

Warum also gleich die integrale Mulchwirtschaft propagieren? Entweder - oder? Ich setze Mulch differenziert ein, etwa jetzt, wo die Hitze den Boden austrocknet. Ein Glaubensstreit - Mulchwirtschaft oder nicht - ist nicht die Mühe wert.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 13. Juni 2006, 11:09:59
Mulch ist nicht mehr und nicht weniger als eines unter vielen Hilfsmitteln im Garten. Mulch deckt unbewachsene Flächen, bewahrt die Feuchtigkeit und aktiviert das Bodenleben.

Warum also gleich die integrale Mulchwirtschaft propagieren? Entweder - oder? Ich setze Mulch differenziert ein, etwa jetzt, wo die Hitze den Boden austrocknet. Ein Glaubensstreit - Mulchwirtschaft oder nicht - ist nicht die Mühe wert.

Hallo Hans,

es geht hier nicht um einen Glaubensstreit >:(, sondern um einen fruchtbaren Austausch über eben dieses "Hilfsmittel" wie Du es nennst. Es geht hier darum, eine Methode zu optimieren, und vielleicht dem ein oder anderen seine Vorurteile gegen das Mulchen zu nehmen und es mal auszuprobieren.

Es ist ein großer Unterschied, ob man Mulch ganzjährig anwendet und auf das Umgraben verzichtet, oder ihn nur mal für eine kurze Zeit zwischen die Reihen legt, um zu verhindern, dass der Boden austrocknet, trotzdem aber noch umgräbt. Nur bei einem ganzjährig gemulchten Garten, der nicht umgegraben wird, hat der Boden die Möglichkeit, seine natürliche Schichtung aufzubauen und ein intaktes Bodenleben zu beherbergen. Ich kann nur sagen: siehe Vorbild Natur - die macht es schon seit Ewigkeiten so. :D

Gruß
Moni



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 13. Juni 2006, 11:18:26
Viele Mulchdiskussionen drehen sich aber eben doch um alles oder nichts und schrecken viele potentielle (Teil-)Mulcher ab. Die meisten Bücher zum Thema suggerieren mit Titeln wie "Der Mulchgarten" gleichsam, dass die Beete ganzjährig unter einer Schicht aus Pflanzenmaterial liegen müssen.

Ich grabe auch nicht um, sehe aber neben Mulchflächen auch Techniken wie Gründüngung oder dichte Mischkultur ohne Mulch als wertvoll an.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 13. Juni 2006, 11:41:32
Viele Mulchdiskussionen drehen sich aber eben doch um alles oder nichts und schrecken viele potentielle (Teil-)Mulcher ab. Die meisten Bücher zum Thema suggerieren mit Titeln wie "Der Mulchgarten" gleichsam, dass die Beete ganzjährig unter einer Schicht aus Pflanzenmaterial liegen müssen.

Ich grabe auch nicht um, sehe aber neben Mulchflächen auch Techniken wie Gründüngung oder dichte Mischkultur ohne Mulch als wertvoll an.

Hallo Hans,
wo etwas wächst, wächst was, ob Gründüngung oder dichte Mischkultur oder ein Kohlkopf - da ist kein nackter Boden. Wenn die Gründüngung fällt, ist sie Mulch. Die Techniken, die Du nennst, schließen das Mulchen doch nicht aus - im Gegenteil, und umgekehrt auch nicht! Sie ergänzen sich doch! :D Bis die (Misch)-Kulturpflanzen groß sind, gibt es Lücken dazwischen - und dort liegt dann eben Mulch.

Wie gesagt, die einzige Ausnahme, wo der Boden eine Zeit lang unbedeckt bleibt, ist zur Saatzeit bis zum Aufgang der Jungpflanzen (nur bei Direktsaat, und dann auch nur da, wo die Saatkörnchen liegen) Das trifft dann halt bei der Gründüngung auf eine Fläche zu. Sobald die Pflanzen größer sind, bedecken sie ja die gesamte Fläche. Wenn man Jungpflanzen setzt, sollte der Boden gemulcht sein.

Die Bücher "suggerieren" nichts - es ist so. Wieso schreckt Dich das ab? :o
Was ist denn schlimm daran?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 13. Juni 2006, 11:47:01
Mich schrecken sie nicht ab, aber die Angst der Mulchgegner hat ihre Ursache im fast schon ideologischen Mulchdogma, um es mal etwas überspitzt auszudrücken, dass jeder cm2 nackter Boden eine Katastrophe ist. Das Buch dieser Stout gibt ja viele praktische Anregungen, aber man kommt leicht in so ein gut-schlecht-Schema, es wird eben alles am Mulch gemessen.

Daher: Mulch ist in jedem Garten nützlich, auch in solchen, die das Prädikat Mulchgarten nicht zu erlangen vermögen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 13. Juni 2006, 12:00:39

Daher: Mulch ist in jedem Garten nützlich, auch in solchen, die das Prädikat Mulchgarten nicht zu erlangen vermögen.

Du sagst es.
Wir sollten jetzt die Diskussion wieder sachlicher führen. Mich interessiert weniger, was die Leute vom Mulchen abhält, als die Erfahrungen der Leute, die es tun - um neue Ideen und Verbesserungen zu bekommen.

Da ist das Problem des "Entmulchens" einer Reihe zur Saatvorbereitung.
Oder das Problem mit den lieben Amseln, die den Mulch auf die Saat schmeißen. Womit mulche ich was am Besten? Wie dick mit welchem Material? Welche Arbeitsgeräte sind sinnvoll?

Ich habe mal gelesen, dass im ökologischen Erwerbsanbau (zB. im Weinbau)zum Teil nur deshalb auf das Mulchen verzichtet wird, weil es noch keine Maschinen zum Mulchen gibt - und weil Handarbeit so teuer ist, verzichtet man lieber drauf.
Vielleicht ist hier ja noch der ein oder andere findige Forumsteilnehmer, der dieses Problem löst!

Gruß
Moni

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 13. Juni 2006, 13:40:49
na ja, sehr praktisch ist Häcksel aus Chinaschilf, weil er gut verteilt werden kann, auch zwischen Jungpflanzen, in beliebiger Dicke. Allerdings hat das ja keiner im Garten, muss also gekauft werden. Sonst ist das beste Material Heu. Ein Grund mehr, einen Teil des Rasens in Wiese zu verwandeln und sich eine Sense anzuschaffen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Equisetum am 13. Juni 2006, 17:17:59
Meine Erfahrung zu Chinaschilf:
ich mische es immer mit anderem Häckselgut. Es ist sehr holzig.
Jedes Jahr wird der Miscanthus-Horst einmal komplett abrasiert. Bei ~100 cm Durchmesser kommt da schon was zusammen.
Das Häckseln ist bemerkenswert und unterhaltsam für die gesamte Nachbarschaft. Erstens staubt es nämlich kräftig, wenn die über 3 m langen, trockenen Halme bündelweise in den Häcksler gezogen werden (naja, das merken die eigentlich nur bei Wind), zweitens macht es ziemlichen Krach, da die Halme sehr hart sind. Mein Häcksler ist normalerweise sehr leise.
Zu guter letzt kann ich dann auch noch die Messer wechseln, da sie durch das häckseln des Grases sehr schnell stumpf werden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Eva am 13. Juni 2006, 17:35:10
Ich werde demnächst wieder Rasenschnitt bei der Gemeindesammelstelle (oder beim Nachbarn) holen und meinen Staudengarten mulchen.

Im Frühling hab ich nicht gerne soo viel Mulch auf dem Beet, denn
1) fehlt mir dann die Übersicht, welche Pflanzen wo kommen,
2) habe ich am Jahresanfang gern einen Überblick über die Nacktschneckendichte, damit ich zumindest die fetten überwinterten Exemplare erwische, bevor sie ihre Eier legen
3) ist es bisher auch ohne Mulch immer feucht genug gewesen

Im Sommer dagegen hilft mir der Mulch, dass ich nicht so viel gießen muss. Einmal in der Woche gießen muss für das Gemüse reichen. Stauden kriegen eigentlich nur bei Dürre was. Und die Beerensträucher, die so unter einem großen Baum stehen, dass sie gar keinen Regen oder Tau erwischen, werden auch einmal / Woche gewässert. Ohne Mulch hielten die im Hochsommer nicht durch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 13. Juni 2006, 19:00:05
Hans hat schon recht, dass das Mulchen ab und an recht ideologiebelastet vertreten wird. Vielleicht sind die Mulcher aber deshalb so argumentationsfest, weil sie skeptischen und neugierigen Fragen stärker ausgesetzt sind als die mehrheitlichen Stino-Gärtner.

Und wie jeder Mensch weiß, der seinerzeit Deutschunterricht genießen musste und Herrn Hauke Haien kennengelernt hat:
Selberdenken und Andersmachen fördert nicht die Akzeptanz in der sozialen Bezugsgruppe!!
Und fast jeder Mensch, der seinerzeit dem Deutschunterricht unterzogen wurde, hat diese Lehre nicht gelernt.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 13. Juni 2006, 19:32:02
Und wie jeder Mensch weiß, der seinerzeit Deutschunterricht genießen musste und Herrn Hauke Haien kennengelernt hat:
Selberdenken und Andersmachen fördert nicht die Akzeptanz in der sozialen Bezugsgruppe!!
Und fast jeder Mensch, der seinerzeit dem Deutschunterricht unterzogen wurde, hat diese Lehre nicht gelernt.

Ein kühner Schluss und geistiger Rösselsprung ;D

Mulchen ist aber doch gar nicht ideologiebelastet, da es sich um einen rein "mechanischen" Vorgang handelt: Die Bodengare wird durch verrottendes und feuchtigkeitserhaltendes Bio-Material gefördert.

Vielen ist es lediglich zu mühsam, zu "unordentlich" oder nur bedingt möglich. In meinen Staudenbeeten ist kein Platz für Mulchmaterial. Den Effekt schaffen die Zierpflanzen aufgrund des engen Standes zum Teil alleine.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 13. Juni 2006, 21:04:01
Hallo Hans-de,

Daher: Mulch ist in jedem Garten nützlich, auch in solchen, die das Prädikat Mulchgarten nicht zu erlangen vermögen.

Na, ob man das nicht als Dogma mißinterpretieren könnte - Mulch ist per se gut- ;)

Zitat
Warum also gleich die integrale Mulchwirtschaft propagieren? Entweder - oder? Ich setze Mulch differenziert ein, etwa jetzt, wo die Hitze den Boden austrocknet. Ein Glaubensstreit - Mulchwirtschaft oder nicht - ist nicht die Mühe wert.

Ich hatte den Eindruck, daß sich hier an der Mulcherei Interessierte austauschen und noch nicht gemerkt, daß wir in einen Glaubensstreit geraten waren 8) Aber Dein Eintrag hat sehr schön gezeigt, wie schnell eine kleine Streiterei darüber in Gang kommen kann. War für mich ganz interessant, jetzt bin ich aber wieder gespannt auf Eure Erfahrungen - egal wieviel Prozentig der Mulch in Euren Gärten ist ;)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 14. Juni 2006, 08:26:48
...Stino-Gärtner. ...

gülisar, was bedeutet das "Stino"?

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 14. Juni 2006, 09:03:04
stinknormal
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 14. Juni 2006, 10:23:48
Hallöle,

meine Aussagen zum Thema Mulch beziehen sich in erster Linie auf den Nutzgartenbereich. Ich bin ein Gourmet - Gärtner, da kommt es mir in erster Linie auf 1a Qualität und Geschmack an, und ob ich die Arbeit schaffe. Deshalb ist es mir ziemlich schnurz, ob der Garten hübsch aussieht, obgleich ich auch immer Blumen zwischen mein Gemüse setze, weil ich sie liebe.

Meine Beerenbüsche und Erdbeeren mulche ich gerne mit einem Material, das den Boden etwas sauer erhält, wie Laub, Holzschnitzel, Tannennadeln u.ä.. Da wächst auch der Waldmeister und der Bärlauch ganz gut. Ich habe mal gelesen, dass Erdbeeren, die auf sauerem Boden wachsen am Besten schmecken. :)

So achte ich auch besonders bei Kohl darauf, dass er das bekommt, was ihn bekömmlich macht. Kohl schmeckt, wie man ihn nährt. Deshalb benutze ich keinen Mist, keinen Kunstdünger und keine Gülle.
Lediglich etwas stark verdünnte Brennesseljauche im Jungpflanzenstadium.
Die restliche Düngung übernimmt der Much aus Wiesenheu. Bisher hatte ich immer einen Kohl, der süß wie Obst schmeckte, und die Köpfe waren riesig! (ja ich bin ein Angeber)

Mediterane Kräuter mulcht man wohl am Besten mit Steinen. ;) Die brauchen vor allem Wärme und mageren Boden.

Kartoffeln wachsen unter einer 30cm dicken Silage-Schicht.
Auch im Gewächshaus mulche ich, wo sonst die Erde freiliegen würde, wie im übrigen Garten mit Gras, Unkkräutern, Gemüseabfällen und Ernteresten, welken Blumensträußen (nur unbehandelte), Hobelspänen, Haaren, Heckenschnitt, Eierschalen uvm. Nur Fleischiges :-[ und Stinkendes :-\, Schmieriges :-\ und Stacheliges >:( werfe ich auf den Kompost. Den muss ich dann manchmal auch mit anderem Zeug füttern, damit ich nicht nur Matschkompost habe und eine gute Rotte entsteht.

Im Ziergarten würde ich auch ehr darauf achten, wie's aussieht, aber da wir noch am Haus bauen, habe ich noch keinen Ziergarten. Da könnt ihr mir sicher gute Tipps geben.

Zur Arbeitstechnik mit Mulch schreibe ich später noch mal was, ich muss jetzt leider schlussmachen. Bis bald!

Gruß
Moni



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: adlerleo am 19. Juni 2006, 14:22:05
Hier ein paar Fragen von einem Neumulcher (drittes Jahr):

- Wenn man im Herbst mit Laub mulcht - plus Kalk (wg. sauer) oder nicht?

- Womit im Frühjahr mulchen (kein Laub da, noch kein Rasenschnitt/ Heu)?

- An die Dauermulcher: im Herbst habe ich letztes Jahr alles abgeräumt und bin mit dem Sauzahn durchgegangen. Kann man sich das eventuell sparen, wenn man die Dauerbedeckungsmethode betreibt?

Neuangelegte Beete brauchen besonders viel Mulch, weil die Lücken zwischen den Pflanzen noch ziemlich groß sind (Bei mir konkret: Kräuter-/ Gewürzbeet). Da viel frischer Kompost im Boden steckt, ist das Material außerdem mir-nix-dir-nix verschwunden ...

Schöne Grüße, Leo
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 19. Juni 2006, 18:34:44
Hallo Leo,

 - deine erste Frage kann ich nicht beantworten. Bodenprobe ist angesagt und die Klärung, was denn da wachsen soll. Welchen Boden braucht die gewünschte Kultur?

 - zu2: Das Beschaffen von Mulchmaterial kann aufwendig werden, wenn man selber relativ viel zu mulchende Fläche (bei uns: Gemüsebeet) und wenig mulchliefernde Fläche (Wiese) hat. Bei Bauern / Reiterhöfen nachfragen. Auch Stadtgartenämter / Gemeinden / Straßenmeistereien / KOmpostwerke geben ggf. zu unterschiedlichen Konditionen unterschiedliche Materialien ab. Hier heißt es organisieren und nicht wählerisch sein. Allerdings: KOmpost aus KOmpostwerken verwende ich nicht - was andere in die Biotonne tun, will ich nicht in meinem Gemüsegarten!

 - zu 3: Das kannst du dir je nach Boden und gewünschter Kultur sparen. Wenn, dann in der ersten Wärmeperiode im Frühjahr abräumen - dann kann der Boden sich erwärmen und etwas abtrocknen und mit Sauzahn / Kultivator durchziehen. Das Durchziehen ist m. E. nur bei Wurzelgemüsen und / oder besonders schwerer Erde erforderlich, da Möhren z. B. sonst beinig werden oder sich schlecht ausbilden. Alles, was gepflanzt / gesteckt wird, braucht m. E. keine lockernde Bodenvorbereitung bei Dauermulch.
Allerdings: Menge an Mulchmaterial nicht unterschätzen!

Da du von einem Kräutergarten schreibst: Habe meinen Hausgarten (Kräuter, Stauden, Rosen, empfindliche Obstarten) vor 2 Jahren mit Pferdemist und Schreddergut (Holzschrot vom Stadtgartenamt zum Nulltarif) komplett gemulcht - alles wächst supergut und es gibt fast kein Wildkraut mehr. Der Boden ist überall sauber und betretbar, sofern noch nicht völlig von den üppigen Pflanzen überwachsen.

gülisar



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 20. Juni 2006, 11:32:09
Hier ein paar Fragen von einem Neumulcher (drittes Jahr):

Hallo adlerleo,

wenn Du im 3. Jahr mulchst, dann bist Du jedenfalls weniger neu als ich ;D . Für mich ist es erst das 2. Jahr.

Zitat
- Womit im Frühjahr mulchen (kein Laub da, noch kein Rasenschnitt/ Heu)?

Ein bißchen knapp war (und ist auch jetzt noch teilweise) der Mulch im Frühjahr schon, aber insgesamt ging es. Ich hatte nämlich über Winter alles liegen lassen und außerdem befindet sich mein Garten direkt unter einer großen Kastanie :-\ Da konnte ich das Laub gleich an Ort und Stelle nutzen, habe es im Herbst einfach nicht weggeräumt.

Zitat
- An die Dauermulcher: im Herbst habe ich letztes Jahr alles abgeräumt und bin mit dem Sauzahn durchgegangen. Kann man sich das eventuell sparen, wenn man die Dauerbedeckungsmethode betreibt?

Ich habe im Frühjahr Beet für Beet freigeräumt, mit der Grabegabel bearbeitet und den Giersch rausgesammelt. Dann den Mulch wieder verteilt. Dabei habe ich genau gemerkt, wo vorher mehr Mulch lag und wo weniger. Je mehr Mulch, desto lockerer der Boden und desto weniger Giersch ;)
Wie ich das nächstes Jahr mache, weiß ich noch nicht. Werde ich spontan entscheiden und hängt wahrscheinlich auch mit davon ab, wie stark gemulcht ich meinen Garten in den Winter schicken kann ::)

@gülisar
Zitat
Habe meinen Hausgarten (Kräuter, Stauden, Rosen, empfindliche Obstarten) vor 2 Jahren mit Pferdemist und Schreddergut (Holzschrot vom Stadtgartenamt zum Nulltarif) komplett gemulcht - alles wächst supergut und es gibt fast kein Wildkraut mehr.

Das klingt sehr gut. Hast Du das im Herbst gemacht und den Mist auf dem Mulch verteilt?
An Pferdemist in unterscheidlicher Ablagerung komme ich ja ausreichend ran, nun interssiert mich halt das wie, was die Verwendung betrifft.

Viele Grüße, Thisbe

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 20. Juni 2006, 12:43:14
Thisbe,
erst habe ich den Mist ausgebracht, im Sommer, frisch. Davon wird abgeraten, das ist mir bekannt, hat aber nicht geschadet.

Das Schreddergut habe ich im Winter darüber gegeben - die Stadtgartenämter führen die Pflegearbeiten, bei denen Schreddergut anfällt idR Anfang des Jahres durch.

Inzwischen wächst alles wie verrückt, ich stehe bis zu den Hüften in Kräuter- und Blumenstauden, die Rosen sind voller Blüten, der Wein sprießt, auch Aprikose und Quitte gedeihen prächtig.

Sollte es zuviel N gegeben haben,werde ich die Quittung womöglich in Form von Schädlingsanfälligkeit bekommen. Bisher sieht es aber nicht danach aus :-). Und Regenwürmer haben wir ohne Ende ...... .

gülisar

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 20. Juni 2006, 13:24:54
Hallo Adlerleo,
- Wenn man im Herbst mit Laub mulcht - plus Kalk (wg. sauer) oder nicht?

Antwort: Hier schließe ich mich Gülisar an. Wenn Du da Bedenken hast, hilft eine Bodenuntersuchung. Sowas kann man auch selber machen. Es gibt von neudorf so ein set dafür (Primus Calcitest)

- Womit im Frühjahr mulchen (kein Laub da, noch kein Rasenschnitt/ Heu)?

Antwort: Im Frühjahr braucht man zum Glück weniger Mulch als sonst im Jahr, da man meist, wo direkt gesät wird, den Mulch beiseite schiebt. Wenn der Bedarf an Material steigt, ist auf den Wiesen auch schon wieder Mulch nachgewachsen. :)
Ansonsten würde ich auch bei Bauern oder Reiterhöfen nach altem Heu oder Silage fragen.

- An die Dauermulcher: im Herbst habe ich letztes Jahr alles abgeräumt und bin mit dem Sauzahn durchgegangen. Kann man sich das eventuell sparen, wenn man die Dauerbedeckungsmethode betreibt?

Antwort: Ja, das kannst Du Dir dann sparen! :D

Neuangelegte Beete brauchen besonders viel Mulch, weil die Lücken zwischen den Pflanzen noch ziemlich groß sind (Bei mir konkret: Kräuter-/ Gewürzbeet). Da viel frischer Kompost im Boden steckt, ist das Material außerdem mir-nix-dir-nix verschwunden ...
Antwort: Ja, da staune ich auch immer wieder, wie schnell das verschwunden ist. Mein Nachbar hat einen großen Walnussbaum - er kann's nicht glauben, dass ich das Laub will - aber bei mir verrottet das Zeug in wenigen Monaten vollständig, wo andere sagen, Walnusslaub würde erst nach 3 Jahren verrotten!
Wenn ich im Gartenfachhandel sogenannte "Schnellkompostierer" ???sehe, kann ich nur lachen. ;D Die Flächenkompostierung ist allem überlegen! ;)

Schöne Grüße, Moni
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: adlerleo am 20. Juni 2006, 17:09:13
Schöne Grüße, danke für die Tipps! Pferdemist ist sicher gut - und die Quelle sehe ich auch schon, weil mein Töchterlein seit 3 Wochen reiten geht ...

Unsere frischangelegten (Mager-) Blumenwiesen werden irgendwann schon mal genügend Heu produzieren. Forumsangeregt habe ich den Schnitt vom vorvorigen WE trotz massig Samen dick verteilt, jetzt bin ich mal gespannt auf die Grasproduktion zwischen Thymian, Estragon und Liebstöckel ...



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 21. Juni 2006, 15:25:09
Hallo adlerleo,

Mist ist o.k., ich würde ihn aber keinesfalls, wie viele es tun, untergraben oder einarbeiten oder so'n Quatsch. Einfach damit mulchen. Ich persönlich habe auch mal Mist verwendet, ich nehme aber lieber Gras oder Heu, das ist sauberer. Was Pferde oder Kühe ausscheiden, ist schließlich nichts anderes als: Heu oder Gras minus Körperwärme, Bewegungsenergie uvm. Im Gras/Heu ist alles drin!
Gruß Moni
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 21. Juni 2006, 22:17:38
Thisbe,
erst habe ich den Mist ausgebracht, im Sommer, frisch. Davon wird abgeraten, das ist mir bekannt, hat aber nicht geschadet.

Das Schreddergut habe ich im Winter darüber gegeben - die Stadtgartenämter führen die Pflegearbeiten, bei denen Schreddergut anfällt idR Anfang des Jahres durch.

Hi Gülisar,

na, ich werde es mal so machen, daß ich die abgeräumten Beete mit Mist versehe. Wenn ich noch was zum mulchen finde, kommt es drüber. Oder erst Mulch beiseite und dann Mist?
Mal sehen. Was wäre mein Leben, wenn ich nicht ständig neue Gartenideen ausbrüten könnte 8)
Jedenfalls habe ich bis zum nächsten Frühjahr ausreichend Zeit, mit wegen des Schreddergutes umzuhören.

Viele Grüße, Thisbe *die ihren Garten mittlerweile fast langweilig findet - außer Ernten bleibt kaum was zu tun ::) *
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 21. Juni 2006, 23:55:51
außer Ernten bleibt kaum was zu tun ::) *


Bei mir schon: Schneckenkorn ausstreuen >:( anders könnt ich gar nix ernten :'(
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 22. Juni 2006, 15:02:26
Hallo!

Ich bin eine eher unerfahrene Mulcherin, Marke: Der Not gehorchend... Wir haben sehr tonigen Boden, der bei dieser Hitze natürlich zu steinharten Klumpen zusammenbäckt.

Gibt es Material, mit dem man besser nicht mulchen sollte?
Anders rum: Ich habe gerade einigen Buchs-Schnitt, kann ich den auch verwenden, der wäre so herrlich unkrautfrei?


L.G. Eva
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 22. Juni 2006, 22:01:23
Ich habe im letzten Spätsommer rund um die Johannisbeeren dick mit Wiesenschnitt gemulcht. Nun kommen viele Unkräuter und auch Gras sowie Quecke durch. Soll ich einfach wieder Material oben drauf schmeißen oder vorher den Mulch beiseite schieben und die Unkräuter beseitigen?

Und wie handhabt Ihr das mit ausgezupften Wurzelunkräutern bzw. blühenden Unkräutern, mulcht Ihr auch damit? Ist bei Wiesenschnitt ja manchmal schwer zu trennen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 22. Juni 2006, 22:11:19
Hallo Frida,

Nun kommen viele Unkräuter und auch Gras sowie Quecke durch. Soll ich einfach wieder Material oben drauf schmeißen oder vorher den Mulch beiseite schieben und die Unkräuter beseitigen?

ich zupfe das Unkraut einfach raus. Das geht meist sehr einfach. Entweder, weil der Boden unter dem Mulch schön locker ist oder, weil die Unkräuter durch den Mulch nicht richtig Fuß fassen konnten.
Wenn ich genug Mulch habe, gebe ich nach dem Zupfen noch was drüber.

Zitat
Und wie handhabt Ihr das mit ausgezupften Wurzelunkräutern bzw. blühenden Unkräutern, mulcht Ihr auch damit? Ist bei Wiesenschnitt ja manchmal schwer zu trennen.

Wenn ich ungemulchte Stellen hacke, wandert das dabei "geschwürfte" Grünzeug entweder in den Müll, oder auf einen extra Haufen in der hintersten Gartenecke. Mit gejätetem Unkraut mulche ich nicht, wenn es nicht viel ist, lasse ich es höchstens auf dem Mulch liegen, aus dem ich es gezupft habe.
Unkräuter im Wiesenschnitt sind bei mir kein Problem. Mag sein, daß ich deshalb immer wieder Löwenzahn verschleppe, aber der ist ja recht gut in den Griff zu bekommen.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 22. Juni 2006, 22:14:27
Bei mir schon: Schneckenkorn ausstreuen >:( anders könnt ich gar nix ernten :'(

Das hält sich bei mir *klopf auf Holz* glücklicherweise in Grenzen. Ich finde zwar Fraßspuren, aber solange die Biester sich mäßigen, kann ich durchaus auch teilen :-\

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 22. Juni 2006, 22:16:47
Hallo frida, unter den johannisbeeren mulche ich so dick, dass aufkommendes unkraut zugedeckt wird. dazu nehme ich aber auch verholztes, z.B. etwas zerkleinerter beerensträucherschnitt, damit es locker bleibt (wie waldboden!). das unkraut beseitige ich da nicht vorher, nur die brennnesseln schneide ich vorher ab....
hier bin ich auch nicht zimperlich, was blühendes unkraut betrifft, aber im anderen garten kommt sowas eher nicht zum mulchmaterial. wurzelunkräuter lasse ich entweder in der sonne verdorren oder bringe sie in den angrenzenden wald. die gebe ich nicht mal auf den kompost.
lg lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 22. Juni 2006, 22:20:36
Hallo Lisl,
... und wenn die Wurzelunkräuter verdorrt sind, tust Du sie dann auf den Kompost oder aufs Beet?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 22. Juni 2006, 22:27:16
wenn sie wirklich ganz dürr sind, gebe ich sie am komposthaufen eher in die mitte, wo es am heißesten wird. aufs beet gebe ich die nie. windentriebe kommen immer in den wald! ich glaube, die werden selbst getrocknet wieder lebendig ::) ... ;) !
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 22. Juni 2006, 22:30:53
Hallo Lisl!

Ich weiß, das ist jetzt OT, aber mit den Wurzelunkräutern auf dem Kompost ist das bei mir überhaupt kein Problem. Die bleiben beim Kompostsieben ohnehin zurück.
Gerade die Wurzelunkräuter sollen ja sehr gehaltvoll sein, weil sie wie der liebe Windling in Tiefen vordringen, die andere Pflanzen nicht erschließen können. Darum gebe ich die immer auf den Kompost.
Samentragende Unkräuter schmeiße ich beim Jäten meist auf den Rasen, da sollen sie erst aussamen, bevor ich sie beim nächsten Rasenmähen wieder mit einsammle.

L.G. Eva
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 22. Juni 2006, 22:34:02
windentriebe kommen immer in den wald! ich glaube, die werden selbst getrocknet wieder lebendig ::) ... ;) !

Immerhin lassen die sich verjauchen! ;D ;D ;D ;D Und dann gieße ich meine Pflanzen mit den wertvollen Inhaltsstoffen aus sechs Meter Tiefe!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 22. Juni 2006, 22:41:54
Inhaltsstoffen aus sechs Meter Tiefe!

 :D :D :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 23. Juni 2006, 00:56:38
Was soll in 6 m Tiefe (anaerober Bereich) gehaltvoller sein als in 30 cm?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 23. Juni 2006, 07:40:14
Was soll in 6 m Tiefe (anaerober Bereich) gehaltvoller sein als in 30 cm?
vielleicht gibt es da unten noch mehr unverbrauchte mineralstoffe ?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 23. Juni 2006, 07:57:07
Wer soll die denn oben "verbrauchen"?

Meines Wissens nutzen sog. Tiefwurzler ihre in die Tiefe gehenden W. nicht der Ernährung wegen (die erfolgt aus den oberen Bodenschichten), sondern aus Gründen der Standfestigkeit.

Etwas anderes mag zutreffen, wenn verschiedene Bodenarten in nur wenigen Meter Tiefe vorkommen.

Aber so klingt mir das ein wenig "esoterisch". Etwa "dummer" Rittersporn und "kluge" Winde. Oder gibt es dazu nachgewiesene Erkenntnisse?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 23. Juni 2006, 08:23:29

Warum sollte die Winde, die ja ohnehin ein Schlinger ist, aus Gründen der Standfestigkeit in 6 m Tiefe wurzeln? Gibt es da nachgewiesene Erkenntnisse? ;)

Es ist ja egal, die Wurzelunkräuter kommen bei mir am Komposthaufen praktisch gar nicht vor, also werde ich sie weiter dorthin geben. Diese Erfahrung teile ich mit anderen, ist aber auch nicht wissenschaftlich belegt und wundert mich selbst.

L.G. Eva
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 23. Juni 2006, 08:59:41
Zitat
Wer soll die denn oben "verbrauchen"?
Die Pflanzen brauchen doch auch Mineralstoffe .
Zitat
Etwas anderes mag zutreffen, wenn verschiedene Bodenarten in nur wenigen Meter Tiefe vorkommen.
Das ist doch ganz normal, dass der Boden in verschiedenen Tiefen auch ganz unterschiedlich geschichtet ist.
Zitat
Meines Wissens nutzen sog. Tiefwurzler ihre in die Tiefe gehenden W. nicht der Ernährung wegen (die erfolgt aus den oberen Bodenschichten), sondern aus Gründen der Standfestigkeit.
Das glaube ich so nicht...... Gerade Tiefwurzler wie Disteln und Quecken sollen ja einen besonders gehaltvollen Kompost (oder Jauche) ergeben, wenn sie wirklich ganz verrottet sind. Es gibt auch bestimmte Gründüngungspflanzen, die sehr wertvolle Stoffe aus den tieferen Bodenschichten hochholen...., glaube, Phacelia,wenn ich nicht irre... !

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 23. Juni 2006, 10:42:24
Was Pferde oder Kühe ausscheiden, ist schließlich nichts anderes als: Heu oder Gras minus Körperwärme, Bewegungsenergie uvm. Im Gras/Heu ist alles drin!

Na ja... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 23. Juni 2006, 16:00:55
Kommt drauf an, was sie sonst noch zu fressen bekommen ...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 24. Juni 2006, 10:56:02
Hallo,

zu Eurem Probelm mit Gras und Kuh und deren Ausscheidungen möchte ich aus Kurt Kretschmann's Buch "Mulch Total" zitieren:

"Es ist eine erhebliche Gras- und Kräutermasse, die ein Rind täglich frisst.. Daraus deckt das Tier den Ersatz für aufgewandte Muskelkraft, die es a) zur Bewegung benötigt, b) demn Wärmehaushalt verbraucht, c) für das Wachstum notwendig hat und d) bei weiblichen Tieren für die Milcherzeugung haben muss. Was bei diesem Prozess übrig bleibt, ds ist zwar noch ein Nährstoffe enthaltender Rückstand, der aber im Vergleich zum Kraftwert der Ausgangsmasse der Gras- und Kräutermenge, einen erheblichen Verlust darstellt. Umgekehrt, wenn wir mit der Ausgangsmasse der täglichen Futtermenge den Boden im Total-Mulch-Garten bedecken und damit die Regenwürmer und die anderen Bodentiere füttern, so ist das Ergebnis an Fruchtbarkeit weitaus größer....
...dazu kommt, dass heute auch im Stall und in der Massentierhaltung viele chemische Arznei- und Desinfektionsmittel benutzt werden, die früher unbekannt waren.(bei Pferdehaltung übrigens auch, Wurmkur und Co, [Anmerkung von Mulchmaus])
...Wenn man seinen Garten fruchtbar machen will, ist man nicht auf tierischen Dünger angewiesen..."
und
"Fruchtbarkeit, so wurde es dargestellt und geglaubt, sei nur über Tierhaltung zu erreichen. Auf unsere Wälder übertragen müsste man schlussfolgern, weil Wildschwein, Reh und Hase darin leben, können auch die Bäume wachsen. Das aber würde nur als ein schlechter Witz empfunden werden."

Was soll denn aus den Tieren mehr herauskommen, als man in sie hineingibt?! Ein Ding der Unmöglichkeit!
Mist lockt außerdem viele Schädlinge an. Versucht mal, Möhren oder Porree anzubauen, wenn Ihr im Herbst davor Mist gegeben habt- ihr werdet Euch vor Fliegenmaden vor Eurer eigenen Ernte ekeln! Außerdem wird der Nitratgehalt in den Planzen erhöht, das sieht man nicht, ist aber gesundheitlich bedenklich.

Nun zu Eurem Problem mit den Wurzelunkräutern:
Die langen Wurzeln dieser Pflanzen dienen nur dazu, bestimmte Mineralien (und Wasser natürlich) aus tieferen Erdschichten zu holen. Viele Mineralstoffe lagern in den Gesteinen in tieferen Schichten und werden dort durch Wassser und Wurzelausscheidungen dieser Pflanzen gelöst und somit verfügbar gemacht. Das Prinzip der Gründüngung fünktioniert so (wobei dort noch bei Leguminosen die Stickstoffbindung aus der Luft hinzu kommt.)Leguminosen=Schmetterlingsblütler

Zu Eurem Problem mit Wurzelunkräutern:
Die Wurzelunkräuter in den Wald zu bringen, heißt, wichtige Nährstoffe aus dem Garten zu befördern. In einem richtig gemulchten Garten sind diese Kräuter kein Problem. Wo sie vorhanden sind, werden sie auch genutzt, als Gründüngung. Ob es gut ist, sie zu verjauchen, bezweifle ich, und es ist meiner Meinung nach eine unnötige Arbeit. Wenn man rund ums Jahr mit solchen Kräutern mulcht, werden diese mit samt ihren wertvollen Inhaltsstoffen von Bodentieren zersetzt und in verträgliche Maße den Pflanzen zugeführt.
Brennesseljauche z.B. kann Schaden anrichten, wenn man sie unverdünnt an die Wurzeln gibt.
Warum seid Ihr alle so fleißig?
Schneidet die Wuzelunkräuter ab oder reißt sie aus, so gut wie es geht und legt sie auf einen dicken Heu- oder Grasmulch, und ihr habt was davon!
Klar kommen hier und da wieder ein paar Überlebenskünstler raus, aber bedeutend weniger, als ohne Mulch.

Wenn Euch das Mulchen ein Graus ist, und Ihr unbedingt Mist verwenden wollt und Angst vor den Wurzelunholden habt, macht einen schönen Kompost daraus; dann habt Ihr was zu tun und richtet trotzdem keinen Schaden an.
Diesen Kompost gebt an Eure Pflanzen, sie werden sich freuen. Nur bitte nicht eingraben!

Gruß
Moni

PS. Schaut mal hier:http://gaertnerblog.de/blog/index.php?tag=mulch

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Eva am 26. Juni 2006, 20:12:04
Mulchmaus,

möchtest Du das Mulchen mit den schlimmen Wurzelunkräutern (Giersch, Quecke, Winde, auch Brennesselwurzeln können hartnäckig sein) wirklich empfehlen, bzw. im eigenen Garten ausprobieren? Ich kann gerne ein paar Schubkarren voll beisteuern - zum Glück nicht aus meinem Garten, aber meine Schwester hat genug davon. Die Queckenwurzeln überdauern die Kompostierung auf einem normalen Komposthaufen, wieso sollte man denn auch noch damit mulchen? Ich hau mir ja auch nicht absichtlich mit dem Hammer auf den Zeh?

Mit Wurzelunkräutern sind hier nicht solche Sachen gemeint, wie Lupine, Ölrettich etc. die mit ihren tiefen Wurzeln eine deutliche Bodenverbesserung bewirken können, vor allem bei sehr dichten Böden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 26. Juni 2006, 22:51:15
Quecke rupfe ich ab und lass sie liegen an Ort und Stelle... wie sich das entwickelt? man wird sehen ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 27. Juni 2006, 09:56:56
Beim Ab(!)rupfen wird es kein Problem geben, die Halme wachsen nicht wieder an. Beim Aus(!)rupfen aber trage ich jede Wurzel respektvoll aus dem Garten und versenke sie in der Biotonne.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 27. Juni 2006, 10:17:17
Gülisar, von Dir hätt ich anderes erwartet ;)

Aber auch, wenn ein paar Wurzeln dran sind, lass ich Quecken AUF dem mulch liegen...
Wie gesagt, ich weiß nicht, was sich daraus entwickeln wird, mulche ja erst seit diesem Jahr!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 27. Juni 2006, 10:26:34
Radieschen, es könnte schon sein, dass die Wurzeln vertrocknen, will ich nicht ausschließen. Aber ich werfe halt immer mal wieder was auf den Mulch und stelle mir vor, dass Wurzelunkräuter, wenn sie denn so lecker feucht und warm zwischen 2 Mulchschichten liegen, doch wieder anfangen könnten zu treiben.....

Und es gibt Pflanzen, die mag ich nicht: Quecke, Winde z. B. Brennessel ist dagegen "easy", Giersch unkritisch (okay, er wächst auch nicht im Gemüsebeet).

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 27. Juni 2006, 11:02:19
Aber ich werfe halt immer mal wieder was auf den Mulch und stelle mir vor, dass Wurzelunkräuter, wenn sie denn so lecker feucht und warm zwischen 2 Mulchschichten liegen, doch wieder anfangen könnten zu treiben.....
gülisar

Okay, das ist natürlich ein Argument, allerdings liegen bei mir die "Kräuter" lange oben auf, da ich nicht ständig mulche....
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 27. Juni 2006, 16:56:29
Hallo Eva und alle!

Bei feuchtem Wetter passiert es tatsächlich, dass mal das ein oder andere Unkraut wieder Wurzeln schlägt. Allerdings, bis das durch den Mulch wieder metertief in der Erde ist, habe ich es längst wieder am Schlafittchen, und es läßt sich auch leicht herausziehen. Ich arbeite sowieso lieber bei trockenem Wetter, und dann vertrocknen die Wurzeln.
Von mir aus kannst Du, Eva, mir eine Schubkarre voll von den Dingern bringen - ich habe echt kein Problem damit! Glaubst Du, bei mir gäbe es keinen Giersch, keine Disteln, Ackerwinde usw.? Wächst hier genauso wie überall. Im Gemüsegarten machen sie aber keine Probleme!
Wer sehr änstlich ist, kann die Wurzeln ja auf einem Gitter oder einer Plane in der Sonne vertrocknen lassen, und dann damit mulchen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 27. Juni 2006, 17:50:33
Hallo Mulchmaus!

Ich bin jetzt nicht die Eva, die Du angesprochen hast. Aber ich würde auch nicht mit Wurzelunkräutern mulchen. Wenn da am nächsten Tag vielleicht Regen kommt, kann ich die Arbeit von vorne beginnen. Und ich stehe nicht Gewehr bei Fuß neben jedem Beet.

Aber ich verstehe wirklich nicht, warum ihr die nicht auf den Kompost gebt. Die sind maximal in der obersten Schicht, dort aus dem lockeren Kompost leicht rauszuziehen und außerdem siebe ich ja noch. Spätestens da, beibt hängen, was wieder angetrieben hat.

Die Samenunkräuter dagegen, sind im Kompost eine echte Plage.

L.G. Eva

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 28. Juni 2006, 12:54:32
Die Samenunkräuter dagegen, sind im Kompost eine echte Plage.
L.G. Eva

Hallo Zittergras,
o.g. Aussage verrät, dass Du nicht wirklich mulchst! Dann ist es piepegal, ob die Unkräuter Samen haben oder nicht - nein - es ist sogar besser, wenn sie im samentragenden Stadium sind, da sie dann am meisten Nährstoffe haben.

Ich kann Euch nur wärmstens folgende Bücher empfehlen:
Kurt Kretschmann und Rudolf Behm: "Mulch Total"
und
Ruth Stout:"Mulch" (leider nur noch Restbestände im Antiquariat)

Hast Du mal hier http://gaertnerblog.de/blog/index.php?tag=mulch hereingeschaut?

Grüße
Moni


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 28. Juni 2006, 13:39:37
Hallo Moni!

Ich habe mir Deinen Link angeguckt!
Du mulchst mit Heu? Da fehlt es bei mir schon und wenn ich ehrlich bin, dafür bin ich ein wenig zu bequem. Weder mag ich mit der Sense mähen und Heu machen, noch habe ich eine Fläche, wo ich ernsthaft Heu gewinnen könnte.
Das kleine Fleckchen Wiese rund ums Haus, will ich unbedingt betreten können. Also bleibt mir fast nur frisches Mulchmaterial aus dem Garten und das ist mir im heurigen Frühjahr auf den Beeten fast verfault, dabei habe ich wirklich sehr vorsichtig und dünn gemulcht.
Stroh würde mich zwar reizen, aber da möchte ich im Garten nicht welches verwenden daß zuvor gespritzt wurde. Woher anderes nehmen?

So wurschtle ich halt dahin und probiere mal dies, mal das, um unsere schwere Erde ein wenig lockerer zu machen. Langsam wirds besser.

Den Schnecken gefällt die Methode ja wirklich sehr gut! Wir geht es Dir damit?
Besonders im Herbst, wenn Du mit Laub mulchst, haben die dann nicht eine große Freude damit?
Wenn ich unter den Obstbäumen mulche, dann graben mir die Wühlmäuse dort alles um. Da habe ich Angst, daß sie sich auch an den Baumwurzeln vergreifen-verbeissen.

L.G. Eva
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 28. Juni 2006, 13:50:15
(1) Es gibt ja auch noch die Frage des Anblicks: Mich persönlich dauert der Anblick nackter unbedeckter Erde, ich finde es regelrecht schmerzhaft anzusehen. Das scheint aber eine Gewöhnungssache zu sein.
Menschen, die mit dem Anblick eines gemulchten Gartens nicht vertraut sind, fragen mich manchmal. "Und wann räumst du das weg?"

Ich denke oftmals, wenn ich an ungemulchten Flächen vorbeigehen "Und wann kommt da endlich etwas drauf?"

(2) Ein, wie ich finde, ganz interessanter, in noch eine andere Richtung zielender Aspekt betrifft die biodyn. Methode respektive das Anwenden der Aussaattage nach Maria Thun. Zwar bin ich keine gläubige Anthroposophin, experimentiere aber dieses Jahr mit dem biodyn. Aussaatkalender - vielleicht wirkt er ja auch bei Ungläubigen.

Beim aufmerksamen Lesen fiel mir auf, dass Frau Thun das Bedecken der Erde stark ablehnt, mit der Begründung, kosmische Kräfte könnten dann weniger gut auf die Erde einwirken. Nunja.

Zwar denke ich, wenn sie denn wirken, dann wirken sie sicher auch durch 15 cm Wiesenschnitt, aber man rät halt davon ab. Es heißt sogar, die im Winter vermehrt auftretenden Maulwurfshügel bezeugten das Bedürfnis der Erde nach Aufnahme kosmischer Energie. Soweit, so skurril. Aber wer weiß schon wirklich....?

Meine Frage nun: Gibt es unter den - so ich nenne sie mal - Hardcore - Mulchern Anwender des biodyn. (oder anderer) Mondkalender? Habt ihr ggf. irgendwelche Wirkungen, Gegenwirkungen, Wechselwirkungen bemerkt? Gibt es hier gar Gartenfreunde, die aufgrund der Empfehlungen der Frau Thun aufs Mulchen verzichten? Sie ist ja überzeugte Vertreterin des Hackens, welches wiederum an bestimmte Tage geknüpft ist und bei Mulch ja gar nicht ausgeführt werden kann - und auch nicht braucht.

ich bin sehr gespannt auf Äußerungen hierzu - gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Santolin am 28. Juni 2006, 14:32:34
Ich habe mit großem Interesse die bisherige Diskussion verfolgt. Ich habe letztes Jahr mit Mulchen angefangen, in erster Linie, um möglichst viel Feuchtigkeit im Boden zu halten. Und dann natürlich, um das Unkraut zu unterdrücken. Ersteres ist mir gut gelungen, zweiteres - naja 8).Der positive "Unkrautbeitrag" von Mulch in meinem Garten ist, dass der Boden unter der Mulchschicht locker und feuchter ist und sich so einige Unkräuter mit ziemlich viel Wurzel ausreißen lassen. Meine größten Gegner sind Brombeeren und Fingerkraut.Ich habe mit gekauftem Rindenmulch angefangen und im Herbst einen Häcksler gekauft und dünne Äste gehäckselt. Auf den Beeten, auf denen ich das Häckselgut aufgebracht habe, ist fast kein Unkraut gekommen, der Belag ist ziemlich verfilzt, aber nicht schmierig oder schimmelig, sondern trocken. Außerdem sah er zumindest in neuem Zustand durch die unterschiedlichen Farben von Holz und Rinde und das alles recht klein, sehr attraktiv aus.
LG Santolin
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 28. Juni 2006, 15:34:06
Hallo Zittergras,

hauptsächlich mulche ich mit Heu und Wiesenschnitt, das Heu bzw. Silageheu muss ich mir besorgen. Bislang konnte ich immer kostenlos welches kriegen. Wenn Du einen sehr kleinen Garten hast, würde ich versuchen, Heu in kleinen Ballen zu bekommen, das lässt sich meist problemlos in irgendeiner Ecke stapeln. Es ist immer gut, etwas im Vorrat zu haben, um bei Bedarf nachmulchen zu können.

Hallo Gülisar,

sicherlich wirken Kräfte aus dem Kosmos auf unseren Garten ein. Siehe SONNE! Ich denke, da gibt es noch mehr, doch wir wissen nicht viel darüber. Ich finde es gut, dass Maria Thun versucht hat, mehr darüber herauszufinden. Doch ich habe schwer den Eindruck, dass sie, wie leider viele Frauen, zu esoterisch an die Sache gegangen ist.
Es steckt mehr Aberglaube dahinter als wissenschaftliche Erkenntnisse. Viele Missgeschicke oder auch positive Ergebnisse werden dem Universum zugeschoben, anstatt nach den wirklichen Gründen zu forschen.
So sehe ich auch die Anwendung des Aussaatkalenders sehr kritisch, der für mich nicht mehr als ein Horoskop darstellt. Da richte ich mich doch lieber nach Temperatur, Niederschlag usw. und außerdem danach, wann ich überhaupt Zeit habe, zu säen oder zu pflanzen!

Ich denke aber, liebe Gülisar, Du solltest da einen neuen Thread eröffnen; hier geht`s ja um's Mulchen. Wenn das Frau Thun dies tatsächlich aus solchen Gründen abgelehnt hat, kann ich nur sagen, dass sie sich mit den ursprünglichsten Grundlagen des Lebens zu wenig beschäftigt hat.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 28. Juni 2006, 21:45:21
Du mulchst mit Heu? Da fehlt es bei mir schon und wenn ich ehrlich bin, dafür bin ich ein wenig zu bequem. Weder mag ich mit der Sense mähen und Heu machen, noch habe ich eine Fläche, wo ich ernsthaft Heu gewinnen könnte.


Ich mache auch nicht selbst Heu, aber der eine oder andere Landwirt verschenkt sicher altes Heu, das er nicht mehr verfüttern kann....
Bekomme z.B. von einem Landwirt, bei dem ich auch Heu für die Pferde gekauft habe, 15-20 Ballen altes Heu, das ist ca. 4 Jahre alt und total verstaubt, taugt also seines Erachtens nur noch für den Mistahufen. Denkste ;D
Wenn Du keinen findest, der Dir sowas überlässt, kannst Du sicher auch ein paar Ballen frischeres Heu kaufen, kostet nicht die Welt, darüber haben wir hier schon mal diskutiert, bei uns kostet ein Ballen Heu höchstens 2 Euro
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 01. Juli 2006, 14:19:48
So, habe gerade einen Unkraut-Weg in einen Mulch-Weg verwandelt 8)
Das einzige Beet, daß mir noch nicht so recht gefällt, ist das Kartoffelbeet. Weil, das ist ganz konventionell gestaltet. Nur Kartoffeln, nackte Erde. Macht sich mit dem Häufeln einfach besser, gefällt mir aber nicht :-\
Wie baut Ihr denn Eure Kartoffeln an?

Neugierige Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 01. Juli 2006, 16:58:18
Kartoffeln werden nicht überall in der Welt angehäufelt, bei mulchfreiem Anbau. In vielen Gegenden werden sie einfach in die platte Erde gepflanzt, die auch platt, also unangehäufelt bleibt.

Das funktioniert auch in D ;) .

Das Anhäufeln hat mW vorrangig die Funktion, eine größere, sich also schneller und stärker erwärmende Erdoberfläche zu schaffen. Manche behaupten auch, es gäbe dann weniger grüne, also unbedeckt gewachsene Kartoffeln.

An dieser Stelle greift das Mulchen aber ganz wunderbar: Wenn man auf ein Beet, welches dick gemulcht ist, Kartoffeln in den Boden pflanzt (mit der Handschaufel), normale Tiefe unter der Erdoberfläche, dann spart man Anhäufeln und Jäten und hat eine dicke Decke, die vor etwaigem Grünwerden schützt.

Es empfiehlt sich, vor dem Pflanzen dick zu mulchen
- weil das Mulchen zwischen Pflanzen immer mühsamer ist als auf freiem Beet
- weil der Mulch im Lauf des Jahres an Dicke verliert und man ab Kartoffelblüte gar nicht mehr zwischen den nunmehr dichten Pflanzen mulchen kann.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 01. Juli 2006, 18:01:10
Hi Gülisar,

das klingt gut :D
Hat mein Freund noch einen Grund mehr, sich über meine Gärtnergewohnheiten zu ärgern ;D Umgraben lasse ich ihn nicht und überall liegt "Zeug" auf dem Boden, evtl. auftretendes Unkraut wird nicht sofort weggehackt. Und nun auch noch ungehäufelte Kartoffeln 8)

Es empfiehlt sich, vor dem Pflanzen dick zu mulchen

Könnte ich nicht auch die Kartoffeln ganz normal pflanzen und dann drüber mulchen, also direkt nachdem die Knollen in der Erde sind? Wäre ja viel einfacher, als Löcher in den Mulch zu machen...

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 02. Juli 2006, 16:11:25
Thisbe, na klar, bei Kartoffeln geht das ja - mulchen nach dem Pflanzen, da sie ja tief gepflanzt werden. Wahrscheinlich war ich in Gedanken schon wieder bei Zwiebeln, Kohl, Porree etc., welche ich nach dem Mulchen pflanze.

Und da wir voriges Jahr das ganze - damals zukünftige - Gemüseland gemulcht haben, gibt es ja nur ausnahmsweise mulchfreie Streifen. Einen Vorteil hat es allerdings, wenn man schon vorher gemulcht hat - ein Vorteil, den ich sehr schätze: Man kann wunderbar im Sitzen arbeiten, selbst im Frühjahr ist der Mulch - sofern keine Regenperiode - trocken und warm von unten, man kann also mit seiner Saatkartoffel- oder Steckzwiebelkiste prima trocken und sauber über den Boden robben ;)

viel Freude im Garten, gülisar



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 03. Juli 2006, 09:23:20
Man kann wunderbar im Sitzen arbeiten, selbst im Frühjahr ist der Mulch - sofern keine Regenperiode - trocken und warm von unten, man kann also mit seiner Saatkartoffel- oder Steckzwiebelkiste prima trocken und sauber über den Boden robben ;)

Hi Gülisar,

 :D
Ich robbe zwar nicht über den Boden und arbeite auch nicht im Sitzen, aber ich mag es total gerne, barfuß über den Mulch zu laufen. :)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 03. Juli 2006, 10:10:14
Ja, das liebe ich auch - barfuß im Garten. Einer der größten Genüsse. Irgendwann werde ich alle alle Brennnesseln im Garten besiegt haben und kann dann auch außerhalb meines Gemüsebeetes barfuß laufen - herrlich.

träumend, gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: mensa am 22. Juli 2006, 21:25:49
Ich gieße jetzt auch jeden Tag ungheurige Mengen an Wasser.

Kübelpflanzen halten natürlich besser das Wasser, vorausgesetzt der Kübel selbst wird nicht intensivst Sonnenbestrahlt wie der sonstige Erdboden im normalen Garten. Kübel, damit meine ich mindestens 10 Liter Fassungsvermögen und nicht die kleinen Dinger weche an Friedhöfen oder Supermärkten zu kaufen sind. Kübel eingraben wenn man einen Garten hat ist natürlich das beste.

Und falls wem der KLIMAWANDEL interessiert, in Wien und bestimmt auch in Teilen von Deutschland hat es Kälte für wärmeliebende Planzen wie Tomate, Gurke Paprika und vor allem Kürbis bis zu den Hundstagen nach den Eismännern Anfang Juni gegeben
UND SEIT DEM IST KEIN NENNENSWERTER REGEN GEFALLEN ! ! !

Tiefgründig Gießen, das ist unser Los. Aber nicht mit kalten Leitungswasser alles auf einmal. Von mir aus, Rasen verträgt es, und Tiefwurzler, aber kein Gemüse. Aber selbst Gemüse welches doch in Hauserde-Humus-Sand-Gemisch am besten aufwächst, hält bei absoluter Trockenheit auch 3 Tage ohne gießen bei Affenhitze ohne Schaden durch wenn ihre Füße mal ausreichend gegossen wurden.

Wichtig daher, über ein bis zwei Tage lang die Gartenerde zeitlich kleinweise durchdringend nässen, und dann in den Urlaub fahren.
Denn, Sommergewitter welche später in der Urlaubszeit unbemerkt nachhelfen - sind ja immer drinnen und nicht so abwegig. (Nachbar zwangsvergattern wenn es nicht so seien sollte)
Na klar, wir leben in einer Kommune namens Staat, worauf sich der Nachbar auch als Gießpatron angesprochen fühlen kann.

Gruß
mensa

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Anne Rosmarin am 22. Juli 2006, 21:58:01
Hallo Ihr,

ich mulche auch, soweit ich es schaffe und bin sehr zufrieden. Hab neulich erst eine Tonne Stroh für 48 Euro gekauft. Erspart mir viel Arbeit. Wir haben ein Gartengrundstück ohne Wasser, d.h. ich muß alles, was ich vergieße, z.B. beim Pflanzen, mit dem Handwagen 150m weit fahren.(am Haus ist ein Brunnen) Zum Pflanzen reicht es, und ab und zu eine bedürftige Pflanze zu wässern. Ansonsten nehme ich auch Rasenschnittt, Brennesseln und was so wächst.

Tomaten bekommen bei uns nie Wasser nach der Pflanzung, höchstens etwas Jauche, aber das nur nach Regen, und den hatten wir hier lange nicht mehr. Ich pflanze auch sehr tief, so daß gerade die obersten Blattpaare noch herausschauen. Die Pflanzen sehen etwa 4 Wochen sehr klein aus und starten dann durch und überholen oft die der Nachbarn, die nicht so tief pflanzen.

Allerdings haben wir schweren Lehmboden, der hält das Wasser ziemlich gut, jetzt ist er in ungemulchten Bereichen ab ca 10 cm feucht, wo gemulcht ist etwa ab 5cm.

Meine Nachbarn sagen, hier sei es besonders trocken, weil der Regen jeweils nicht über die Hochspannungsleitung kommt, vorm Bau der Leitung habe es mehr geregnet. Wir als zugezogene können das nicht vergleichen. Ich weiß nicht, ob sowas sein kann. ::) ;D ;)

Jedenfalls haben alle ein Problem hier, wenn die Sommer trocken sind. Neulich sagte mir eine Nachbarin, daß sie alles(Gemüse) möglichst früh aussäht, damit der Bestand dicht ist, wenn es trocken wird. Lagermöhren säht sie schon im April, auch Rote Bete und Futterrüben ziemlich zeitig. Werd ich nächstes Jahr auch mal machen.

Ich find mulchen einfach logisch, mir gefällts.

Mein GG hat die mir Trockenheit vorhergesagt, "treibt die Esche vor der Eiche gibts die große Bleiche", das war 2003 übrigens auch so, die anderen Jahre trieben die Eichen eher.

Liebe Grüße,

Anne


 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 22. Juli 2006, 23:06:06
Ich hab fast nur positive Erfahrungen mit Mulch gemacht, ich muss kaum Giessen, ausser manchmal die Paprikas, Bohnen und zur Zeit auch mal die Gurken.
Die Tomaten haben erst einmal Wasser aus der Giesskanne erhalten, ausser die in Kübel.

Fast heißt, dass ich der Ackerwinde nicht Herr werde.
Bei Mulch ist eben nix mit Hacken und das ist scheinbar das einzige, was die Winde nicht verträgt :(

Ich mulche übrigens mit Heu (hatte ich wohl schon erwähnt ;) ) und lasse ausgerissene Gräser, etc. einfach liegen.
Der Rasenschnitt bleibt auf dem Rasen liegen oder kommt an die Johannisbeeren oder kleine Bäumchen.
Ansonsten bekommen die Johannis-, Stachel- und Himbeeren Strohmulch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 22. Juli 2006, 23:13:32
@anne rosmarin,
Zitat
Lagermöhren sät sie schon im April
das ginge in meiner gegend nicht. die würden bis herbst riesig groß werden und holzig und schließlich platzen. ähnliches gilt für lauch und winterkohlsorten.
die müssen alle mehr oder weniger jetzt gesät bzw. gepflanzt weren, um sichoptimal zu entwickeln, was im derzeitigen klima fast nicht möglich ist - ob mit oder ohne mulch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Anne Rosmarin am 23. Juli 2006, 00:14:23
Hallo :)

@sauzahn, groß werden die Möhren schon. Das stört mich persönlich nicht. Muß ich nicht so viel schälen :P. Anscheinend bleiben sie auch zart. Muß mal die Sorte nachfragen. Hatte schon bei Maianbau einmal eine Möhre von fast 700g.

Ja, pflanzen ist schwierig, merk ich grade am Rosenkohl, den ich spät gepflanzt habe und auch am Lauch. Mal sehen, ob die durchkommen.

@radieschen, ich ziehe den Mulch einfach beiseite, dauert nicht allzulange pro Beet, da kann ich auch hacken, bzw. mit der Grabegabel ausgraben. Letzteres geht meist recht gut, da der Boden ja weicher ist. Hat übrigens paar Jahre gedeurt, bis ich drauf kam. Nachher lege ich den Mulch wieder hin und gebe meist noch etwas neuen drüber.

Ackerwinde(bzw. Zaunwinde) ist schon schwierig. Nach 2 Jahren Frust haben wir den verseuchten Bauerngarten vorübergehend erst mal aufgegeben. Jetzt hab ich gelesen, daß man die Ackerwinde mit Mulchfolie erledigen kann. Jedes Jahr ein Stück vom Garten, wie wäre das?

Wir können uns nur erst mal 250qm Mulchfolie nicht leisten ;D, und außerdem ist genug Gemüseacker da. Allerdings sieht es natürlich katastrophal aus ::). Aber bei einem sehr großen Grundstück ist es schwer, alles ordentlich zu halten. da bräuchte man wohl Personal zu ;)
 Liebe Grüße,

Anne
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: mensa am 23. Juli 2006, 01:16:45
Ich bin jetzt endlich Unkrautfrei. Jede blühende Wildpflanze wird gesehen und entfernt, da auch die nähere Umgebung gänzlich wildfplanzenfrei ist.
Also Mulchen kommt nur mit feinen Material wie Sägekettenschnipsel oder gekauften Rindenmulch in Frage. Das wenige Blattwerk welches sonst anfällt ist einfach zu wenig um eine flächendeckende Schicht gegen Austrocknung zu schaffen. Zum Beispiel müsste man 10 cm hoch grünen Grasschnitt auftragen, welcher in 5 Tagen zu 1 cm Heu wird und dadurch wirklich wirkt.
Und ihr habt unkrautreies Gras ohne Gänseblümchen, ohne GrasBlütenstände, also englichen Rasen ? ?
Ich habe Angst daß ich mit der Mulch unerwünschte Planzen unabsichtlich sähe.
Da ist mir trockener Kompost aus den städtischen Kompostwerken schon lieber.
Gruß
mensa
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 23. Juli 2006, 09:06:27
Ich bin ja nicht pingelig, aber daß die Amseln mir den Mulch überall verteilen, finde ich nicht so toll :(
Is ja schön, daß sie meinen Garten mögen und sie sollen auch ihren Spaß haben, aber wo ich Mitte der Woche ein Beet ganz frisch gemacht hatte und das so schön adrett aussah, fällt es nun besonders auf :-\
Die älteren Beete sind schon nicht mehr so ordentlich, sollen sie dich da wühlen.

Wollte ich nur mal sagen ;)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 23. Juli 2006, 09:29:41
Ja, Anne, das mit der Mulchfolie hab ich auch gelesen, allerdings müsste sie wohl mdt. ein Jahr liegen :-\

Wo bekommt man sowas eigentlich her und wie teuer ist das?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Anne Rosmarin am 23. Juli 2006, 10:00:05
Hallo,

@mensa, das Unkraut/Wildkraut will ich ja nicht loshaben, nur eindämmen. Hat auch seine Funktion. Bei mir darf Vieles wachsen, wenn es nicht zu sehr stört. Wildsamen gibt es doch immer im Boden. Hab übrigens auch mal alles bekämpft, mich aber nicht wohl gefühlt dabei.

@susi,mit Folie weiß ich noch nicht Bescheid.


 Auf alle Fälle würd ich Stroh oder Häcksel drauflegen. Zum einen wegen der Optik, zum anderen, um die Schicht zu verstärken.

Ich werd mal ein Stück versuchsweise behandeln, wenn ichs zeitmäßig schaffe.

@thisbe, Amseln haben wir hier nur wenige, die stören nicht weiter.

Liebe Grüße und schönen Sonntag!,

Anne
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 24. Juli 2006, 08:38:34
Gegen Winde hilft Folie nach meiner Erfahrung nicht. Bis zu 10 Monate war meine damals künftiges Gemüseland abgedeckt mit Mulch und Folie. Die Winde kommt heute trotzdem durch. Allerdings finde ich, dass sie sich aus dem Mulch prima ziehen lässt: tief unten greifen, gefühlvoll ziehen. Aus dem lockeren Boden kommt die Wurzel ganz gut raus - meine Erfahrung. Aber es bleibt eine Geduldsprobe......

Ansonsten kann ich sagen, dass sich das Mulchen dies Jahr besonders zu lohnen scheint. Unsere Kartoffeln stehen frisch grün da und wachsen wohl - dés sieht zumindest viel versprechend aus.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 25. Juli 2006, 22:40:46
Hi Gülisar,

Zitat
Meine Frage nun: Gibt es unter den - so ich nenne sie mal - Hardcore - Mulchern Anwender des biodyn. (oder anderer) Mondkalender? Habt ihr ggf. irgendwelche Wirkungen, Gegenwirkungen, Wechselwirkungen bemerkt? Gibt es hier gar Gartenfreunde, die aufgrund der Empfehlungen der Frau Thun aufs Mulchen verzichten?

Das ist mir ganz neu, daß Frau Thun gegen Mulchen war.
Ich selbst kann mit der biodyn-Methode weniger anfangen.

Als ich vor 22 Jahren meine Gärtnerlehre im bio-org. Gemüsebau gemacht habe, haben wir spasshalber Versuchsreihen mit Radieschen ect. angelegt und waren schon der Meinung, daß Radieschen die am Wurzeltag gesät waren, viel größer werden.

Aber ich selbst halte mich nicht dran, bei mir läuft der Garten neben Allem anderen her und ich kann mich mit den Aussaaten nur danach richten, wann ich Zeit habe, bzw. ob das Wetter paßt.

Durch die Aussage, daß Mulchen den kosmischen Einfluß verhindert, ist mir die ganze Mond-Aktion noch etwas suspekter geworden.

Mulch hat für mich so viele handfeste und nachvollziehbare Vorteile.
Mein Gemüse ist so gesund und wüchsig bei sehr geringer Arbeit, daß ich nie auf Mulchen zugunsten Mondkalender vezichten wollte.

Gruß, Lissy
P.S. die auch immer Mitleid bekommt mit den armen ausgedörrten ungemulchten Beeten ;)

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 25. Juli 2006, 23:54:50
@ Gülisar
@ Brennessel

Hallo zusammen, ich mache auch Dickmulch.
Mein Gartenjahr beginnt anfang Winter. Heu habe ich genug zur Verfügung. Das lege ich ganz dick auf. Ende Februar / Anfang März - je nach Wetter - beginne ich mit Dicken Bohnen.
Reihe mit Schnur markieren, mit Pflanzholz lochen und Bohne rein. Abdecken tu ich die dann mit (gekaufter) Aussaaterde.
Reihen für Saat bereite ich so vor:
Mulchdecke mit dem Spaten schlitzen, mit Aussaaterde die Reihe anlegen, säen und mit Aussaaterde wieder die Saat abdecken.
Die Wurzeln wachsen durch den Schlitz in die Erde.
Das wenige Unkraut, daß durch den Mulch wächst, lasse ich handhoch werden. Dann läßt es sich besser ausreißen. Es wird gleich wieder als Mulch draufgelegt.
Schnecken gibt es die Menge... Früh morgens gehe ich mit einer Schere auf Jagd. Schneckenkorn nehme ich auch. Werde wohl was überlegen in Richtung Schneckenzaun.
Habe festgestellt, daß roter Salat weniger gefressen wird als grüner.
Irgendwas scheint die Schleimer da zu stören...
Werde nächstes Jahr mal versuchen, Pflanzen länger vorzukultivieren (schneckengeschützt). Vielleicht bekomme ich so einen Vorsprung vor den Schnecken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 26. Juli 2006, 00:05:59
Hallo Hardy!

Ist Dein Boden also immer bedeckt?

Und wie dick ist Dein Mulch?

Wie siehts denn bei Dir aus mit der Ackerwinde, hast Du damit keine Probleme?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 26. Juli 2006, 06:36:19
@Hardy, ich beginne das Gartenjahr im Gemüsegarten (hier oft erst im April möglich) noch ohne Mulch. Den bekomme ich erst nach dem ersten Rasenschnitt von meinen Nachbarn. Anfangs fällt die Mulchdecke noch dünn aus - richtet sich immer nach dem anfallenden Material.
Jetzt hätte ich z.B. gerne eine dickere Mulchdecke, aber: woher nehmen, wenn das Rasenmähen wegen der Trockenheit entfällt... ? Aber auch eine dünne Decke ist schon besser als gar nichts!

Da bei uns kaum oder höchstens eine Folgekultur möglich ist, säe ich nach dem Abernten der Flächen noch einjährige Gründüngung ein, wenn es sich noch ausgeht. Wenn nicht, grabe ich spät im Jahr (wegen der Schnecken!) leicht um oder lasse den Boden einfach so liegen . Vieles richtet sich hier einfach nach dem Wetter - und nach mir, was mich um diese Jahreszeit noch freut..... ::)!

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 26. Juli 2006, 08:02:46
Guten Morgen Lisl und Susi,

Heu habe ich von meiner Weide (Milchschafe).
Den Boden bedecke ich im Winter handhoch, die übrige Zeit so, daß kein Licht auf den Boden fällt. Anfangs nahm ich auch alte Zeitungen dafür.
Graben tu ich nicht, evtl. mal mit dem Sauzahn durchziehen.

Ackerwinde, Brennessel, Distel und Ampfer kommen natürlich durch den Mulch. Brennessel und Winde ziehe ich raus. Das geht durch den lockeren Boden ganz gut.
Distel und Ampfer steche ich aus.
Nächstes Jahr versuche ich mal Distel, Ampfer und Winde mit RoundUp einzupinseln. Damit vernichte ich sie systemisch bis in die Wurzel (hoffe ich).
Durch den Bau einer Kleinkläranlage und Arbeiten am Haus habe ich dieses Jahr den Garten sehr vernachlässigt...
Ich gelobe nächstes Jahr Besserung. ;-)

Wie zieht ihr eure Pflanzen vor? Habt ihr ein Gewächshaus?
Das wäre mein nächster Wunsch. Am Fenster habe ich da Probleme.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 26. Juli 2006, 08:49:57
Reihen für Saat bereite ich so vor:
Mulchdecke mit dem Spaten schlitzen, mit Aussaaterde die Reihe anlegen, säen und mit Aussaaterde wieder die Saat abdecken.
Die Wurzeln wachsen durch den Schlitz in die Erde.

Hallo Hardy,

das werde ich mir merken :D
Denn ich hatte Problme, die Reihen im Mulch anzulegen, ohne mir andere Reihen heillos zuzumulchen.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 26. Juli 2006, 11:19:39
Hallo Hardy, machst du das wegen dem Unkraut, dass du den Boden lichtdicht machst oder hat das noch einen anderen Grund?
Ich grabe um, weil ich mir einbilde, dann länger vom "Unkraut" Ruhe zu haben.....
Ich habe zum Vorziehen der Pflanzen einen Wintergarten und später dann einen Doppelstegplatten-Tunnel, was mir die Sache sehr erleichtert.

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 26. Juli 2006, 12:37:10
Hi Hardy,

insgesamt decken sich meine Mulcherfahrungen sehr mit Deinen.
Auch ich mache die Erfahrung, daß die Schnecken roten Salat weniger mögen, als grünen.
Ebenso scheinen sie grüne Zucchini zu bevorzugen, mit gelben habe ich kaum Schnecken-Probleme.
Wie lange machst Du das schon mit dem Dauermulch?

Ich mache das jetzt seit vier Jahren und habe immer weniger Probleme mit Schnecken.
Das Klima, das unter der Mulchdecke entsteht, scheint ihnen nicht so zu behagen.
Auch wird die Decke so dicht und hat keine Hohlräume, die sie so schätzen.

Hier stimme ich nicht mit Dir überein:
Zitat
Nächstes Jahr versuche ich mal Distel, Ampfer und Winde mit RoundUp einzupinseln.
RoundUp ist ja auch ein Gift und Regenwürmer und andere Bodenzersetzer reagieren sehr empfindlich auf chemische Unkrautvertilgungsmittel.
Du mußt damit rechnen, daß die positive Wirkung des Dauermumus
(Gute Krümelstruktur durch Lebendverbauung, ständige Nährstoffzufuhr durch ständige Zersetzung, gute Lockerung durch Regenwurm-Aktivitäten) nicht mehr stattfindet und der Mulch nur noch vor sich hin gammelt, weil er nicht richtig zersetzt wird.

Faulende Mulchdecke wurde hier schon manchmal von Mulchgegnern als Argument gebracht, warum sie nicht mulchen.
Das liegt meiner Meinung nach daran, wenn nicht konsequent auf Gifte verzichtet wird.

Und dauerhaft wirkt das RoundUp ja auch nicht.
Soweit ich weiß, muß man das auch immer wieder aufbringen.
Da ist es kaum Mehrarbeit, das Unkraut rauszuziehen, wenn es handhoch ist.
So wie Du beschreibst, mach ich das auch.

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 26. Juli 2006, 13:51:57
Hallo Lissy.

das mit dem Nichtmulchen von Frau Thun ist schon merkwürdig. Ich fahre derzeit zweigleisig:

- Mulchen - aus Überzeugung und weil ich ein fauler Mensch bin (bin ich eher nicht, habe aber noch tausend andere Interessen, und sei es im SChatten zu sitzen und ins Grüne zu starren)
- Anwenden des Thunschen Mondkalenders zu Testzwecken. Zumindest was pflanzen, säen, schneiden angeht, bin ich da auch ziemlich konsequent in der Berücksichtigung. Der Garten hat eine hohe Priorität, ich verschiebe lieber anderes als meine Gartenarbeiten. Das Wässern frischgepflanzter Gemüse mache ich nicht nach Kalender, hacken auch nicht, da ich ja gar nicht hacke.

Bisher sind die Resultate beeindruckend. Aber ob es am Mulch, an Frau Thun, am frischen Gartenland, am Zufall, am lieben Gott lag - DAS wird leider nie jemand zweifelsfrei bestimmen können.

Hallo Hardy, du hast eine PN!

liebe Grüße, Gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 26. Juli 2006, 19:47:53
@ Lisl
Richtig, ich mulche einmal um den Boden beschattet zu halten - das mögen die Lichtkeimer nicht,
zum Anderen, um auch nach einem Regen lockeren Boden zu behalten,
zum Dritten, um die Pflanzen über Bodenorganismen zu ernähren,
zum Vierten, um die Verdunstung zu minimieren - das spart Gießwasser und zum Fünften, um das Gemüse/Obst möglichst sauber zu ernten.

@ Lissy
Mit den Zucchis hatte ich bisher noch keine größeren Probleme. Vielleicht sind "meine" Schnecken nur noch nicht auf den Geschmack gekommen...?
Den Garten habe ich vor 2 Jahren auf sehr felsigem, aufgeschütteten Boden neu begonnen. Seitdem mulche ich recht dick. Da wir hier im Außenbereich wohnen, machen die Schnecken der ganzen Gegend wohl hier ihren Betriebsausflug hin... >:(
Zum RoundUp habe ich eine andere Haltung.
Ich bin natürlich auch gegen Flächenspritzung und auch dagegen, jedes Unkraut chemisch zu vernichten.
Aber RoundUp wirkt systemisch, d.h. es tranportiert vom Blatt direkt in die Wurzel und zerstört die Pflanze von innen. Der Wirkstoff Glyphosat hat eine sehr geringe Halbwertszeit und baut sich innerhalb von 14 Tagen ab, sodaß man sogar bei Flächensprühung dann gleich wieder säen könnte. Das Bodenleben wird fast nicht beeinträchtigt. Auch ist es nicht bienengiftig.

Aber zur Anwendung respektiere ich natürlich Deine Einstellung.
Nur bedenke: Ich hatte mir z.B. Giersch eingeschleppt - der wurde mehr und mehr :'(
Ich hatte die Alternative, einmal richtig aufzuräumen und dann Ruhe zu haben oder mich den Rest meines Lebens zu ärgern...
Ich habe mich für den ersten Weg entschieden. Der Giersch ist für immer weg. (Das geht aber nicht mit RoundUp).
Das Gleiche galt für Brombeeren. Felsiger Untergrund, jede Ranke riß ab und trieb wieder neu aus - eine Lebensaufgabe...
Jetzt habe ich Ruhe und es kommt nichts mehr nach. Nun macht giftfrei gärteln wieder Spaß...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 26. Juli 2006, 22:37:05
Will Euch mal von meinen Erfahrungen mit schwarzer Mulchfolie berichten. Im letzten August/September hatte ich stark verunkrautete Grassoden abgestochen und leicht angehäuft, schwarze Folie drüber. Im Mai dieses Jahres habe ich Schlitze in die Folie gemacht und Kürbisse und Zucchini reingepflanzt. Die Pflanzen sind gigantisch, in der ganzen Umgebung hat niemand solche. Habe in den letzten drei Tagen von drei Pflanzen 20 mittelgroße Zucchini geerntet.
Das Gras ist verrottet und dient als Nahrung. Ackerwinde jedoch sucht sich über weite Strecken einen Weg ins Freie und kommt an einigen Stellen aus den Schlitzen raus ::) .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 27. Juli 2006, 22:02:04
Hi Hardy,

ich möchte nicht die x-Grundsatzdiskussion auslösen, wenn Du sagst, Du hast keinen Bock gegen das Unkraut anders vorzugehen, dann ist das ok.
Aber das RoundUp so harmnlos ist, kann ich einfach nicht stehen lassen.

Auch im Produkt-Sicherheitsdatenblatt steht
Zitat
Toxizität für Bodenorganismen, wirbellose Tiere
Regenwurm (Eisenia foetida):
Akute Toxizität

Ebenfalls akute Toxizität für Wassertiere und Grünalgen.

Auch haben neuere Forschungen gezeigt, daß RoundUp keinesfalls so schnell abgebaut wird, wie immer behauptet wird.
Es wurde auch im Grundwasser nachgewiesen, wo es eigentlich gar nicht hinkommen dürfte, wenn es so wäre, wie behauptet.

Die positive Wirkung der Mulchdecke funktioniert eigentlich nur, wenn ständig für Zersetzung selbiger gesorgt ist.
Da finde ich es einfach absurd, Mittel einzusetzen, die Regenwürmer massiv schädigen.

Wie gesagt, wie Du das machst, ist Deine Sache, aber Nachahmer sollten zumindest wissen, welche Auswirkungen es evt. haben kann, diese Schnellmethode einzusetzen.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 27. Juli 2006, 22:57:49
Hallo Lissy,

es geht nicht darum, ob ich "keinen Bock" habe, sondern darum, daß ich keine andere Möglichkeit habe, Brombeeren zwischen den Felsen endgültig zu eliminieren.
Da ich nicht flächendeckend sprühe - wie in der Landwirtschaft - sondern einzelne Pflanzen gezielt angehe, ist die negative Auswirkung auf das Bodenleben minimal, ebenso der evtl. Eintrag in`s Grundwasser. Das sollte man schon im richtigen Verhältnis sehen.
Einen negativen Einfluß auf die Rottefähigkeit der Mulchdecke kann ich nicht feststellen.

Ich kann nur wiederholen: Lieber eine einmalige relativ harmlose Anwendung mit einer vereinzelten Nachbehandlung, als mich jahrelang zu ärgern...

Natürlich gehört RoundUp nicht in Wassernähe, und da wende ich es auch nicht an.

Wenn Du eine bessere, wirkungsvolle Möglichkeit gegen Brombeeren kennst - ich bin lernfähig. ;)

Auch Neophyten wie die Robinie halte ich damit in Schach.

Es würde mich interessieren, wo ich etwas über Deinen Hinweis zu neueren Forschungsergebnissen nachlesen kann.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 28. Juli 2006, 09:31:40
Also Brombeeren kannst du doch einfach ausreissen. Wenn sie wieder nachwachsen, musst du halt dranbleiben für eine Weile, aber den noch so gezielten Einsatz von Roundup rechtfertigt das doch nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 28. Juli 2006, 10:44:31
Also Brombeeren kannst du doch einfach ausreissen...

Im normalen lockeren Boden sicher, aber zwischen Felsen bist Du ewig dahinterher. Ich spreche aus Erfahrung... :(

Aber das Thema hat sich ja für mich erledigt, das Stück ist ja inzwischen Brombeerfrei. :D :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hans-de am 28. Juli 2006, 10:47:49
Aber das Thema hat sich ja für mich erledigt, das Stück ist ja inzwischen Brombeerfrei. :D :D

Dafür mit überdurchschnittlich vielen invaliden Regenwürmern... :P
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 28. Juli 2006, 11:14:59
Also Brombeeren kannst du doch einfach ausreissen. Wenn sie wieder nachwachsen, musst du halt dranbleiben für eine Weile,
...... So an die 10, 20 Jahre ;D - So lange dauerte es wirklich bei mir, bis der letzte Ausläufer verschwand.......Irgendwann geben die schon auf....... 8)!
Aber mit dem Roundup geb ich dir völlig Recht, lieber Hans :) !

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 28. Juli 2006, 13:34:18
Hi Hardy,

mal ne andere Frage, wenn da eh nur Felsen sind und vermutlich nichts Gescheites wächst, warum läßt Du die Brombeeren nicht einfach wachsen und erfreust Dich an den Beeren?

Es gibt bei mir eine einzige Pflanze im Garten, die ich so sehr hasse, daß ich sie mit Vergnügen kille und das ist die Esche.

Wir haben mehrere Bäume in der nähe, die sich so stark versamen, daß überall Sämlinge aufgehen.

Aber auch hier kann ich nicht erkennen, was der Vorteil sein soll von roundup.
So schnell, wie ich das Mittel drauf tue, hab ich sie ja auch rausgerissen, das ginge bei Robinien genauso.

Die Hauptarbeit ist ja, offenen Augens durch den Garten zu gehen und die Dinger zu finden, bevor sie so groß sind, daß das Entfernen in Mühe ausartet.

Erinnert mich immer an den kleinen Prinzen, der Angst hat, daß sein Planet gesprengt wird. :)

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 11. August 2006, 22:05:41
Zitat
Thisbe, ob mulchen doch nicht so das Gelbe vom Ei ist ???
fragt mich Natura im Erntethread .

Ich bin sehr gefrustet von meinen mickrigen Ergebnissen in diesem Jahr :( . Aber ich will nicht glauben, daß es am Mulchen liegt.
Habe grade vorhin zwischen zwei Reihen Möhren gestanden, auf einem Stück Erde, mit dem nach dem Bearbeiten mit der Grabegabel im Frühjahr nichts weiter als Mulch passiert ist. Und ich bin eingesackt, als wäre frisch gegraben gewesen. Also nix verdichtete Erde.
So müßten es die Pflanzen doch eigentlich mögen ???

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 11. August 2006, 23:59:53
Hi Lissy, `tschuldigung, daß ich erst jetzt antworte.
Ich hatte vergessen, die automatische Benachrichtigung zu aktivieren.

Der Garten ist mit ziemlich vielen Felseinsprengseln bis hin zu massivem Felsuntergrund bestückt. Darüber baue ich Humus auf für den Garten. Bei uns gibt`s von der Stadt kostenlos reifen Kompost satt. :D
An den Rändern halte ich die Brombeeren in Schach (und ernte natürlich auch), aber mitten im Garten bringt ausreißen nichts - wie schon geschildert. Da habe ich jetzt einen brombeerfreien Garten, ohne mich 10, 20 Jahre über Nachwuchs-Brombeeren zu ärgern. Ich möchte ja auch noch was Anderes essen... ;)

Zu den Robinien: Die kannst Du nicht ausreißen. Das sind ja keine Sämlinge sondern zum Teil armdicke Ausläufer. Sämlinge wären lästig, aber kein Problem. Hier hilft nur RoundUp - wenn Du nicht einen Bagger einsetzen willst.
Als Hobby-Imker bin ich zwar an Robinien interessiert, aber nicht da, wo sie nicht hingehören.

Apropos Bienen: Vor 6 Jahren habe ich mir 5 Bienenbäume (Euodia hupenhensis) gepflanzt. Dieses Jahr blühen seit 2 Wochen die ersten zwei. Es ist ein Wahnsinn, wie es da summt und schwirrt. Ich könnte stundenlang zuschauen. Im Moment stockt es aber. Für das Land ist der Regen ja gut, aber für die Bienen... >:(

Na ja, man kann nicht alles haben... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 13. August 2006, 10:49:21
Nochmal zu meinem Beitrag - Mulch und schlechte Ernte.
Ich glaube ja nicht recht dran. Aber was denkt Ihr?

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 13. August 2006, 10:52:57
das ist sicher nicht so.es gibt ja so viele andere einflüsse, wie düngung, belichtung, wasserversorgung, die für das wachstum wichtig sind.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 13. August 2006, 11:06:01
Hi Thisbe,

vielleicht bin ich ja blind, aber ich finde Deinen Beitrag nicht:
"Mulch und schlechte Ernte".

Ich habe nur den Beitrag über Deinen Erntefrust gelesen, aber nicht im Zuammenhang mit Mulch.

Wo finde ich das?
Kannst Du das vielleicht verlinken?

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 13. August 2006, 11:10:24
@Lissy
Schau mal Beitrag 257, hier in diesem Thread ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 13. August 2006, 11:26:30
Hi Thisbe,

also doch blind ;D

Nein, das glaube ich nicht, daß es am Mulchen liegt.
Da dürfte ich kein Jahr eine gute Ernte haben.

Auch der Boden ist so wie von Dir beschrieben, schön locker.

Allerdings zum Thema Möhren sag ich lieber nichts, die kann ich auch nicht.

Aber die Tomaten stehen bei mir auch in Kübeln, wobei ich ca 1/3 der Erde jedes Jahr durch Kompost ersetze.
Dann werden sie abgemulcht.

Also ganz ähnlich wie bei Dir.

Eine Tomate habe ich, die ist als Sämling in einem Kübel gewachsen, der zur Überwinterung im Gewächshaus stand.
Die habe ich stehen lassen, sie hat aber nicht die Pflege bekommen wie die anderen, also keinen Mulch, keinen Kompost und die sieht so aus, wie Du von Deinen beschreibst.

Beschreib doch mal genau, was Du so machst mit Deinen Beeten und Kulturen im Jahresverlauf.
Wo kaufst Du die Pflanzen?
Was und wann düngst Du?
Spritzt Du?
Hast Du mal eine Bodenprobe machen lassen?
u.s.w.

Gruß, Lissy
P.S. ich hab ein anderes blödes Problem:
Im Garten gedeiht alles super und ich komm nicht zum Ernten und Verkochen, weil ich soviel unterwegs bin und stattdessen Gaststättenfraß in mich reinstopf.
Das stinkt mir echt ::)





Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 13. August 2006, 13:25:26
Beschreib doch mal genau, was Du so machst mit Deinen Beeten und Kulturen im Jahresverlauf.
Wo kaufst Du die Pflanzen?
Was und wann düngst Du?
Spritzt Du?
Hast Du mal eine Bodenprobe machen lassen?
u.s.w.

Tja, also.
Eigentlich mache ich nicht sehr viel :-[

Ich versuche mich an Mischkultur.

Ich ernte (wenn es was zu ernten gibt ::) ) und zupfe Unkraut aus, das durch den Mulch kommt. Wenn ich neuen Mulch habe, mulche ich nach. Eine abgeerntete Reihe hacke, reche und wässere ich, ehe ich neu säe. Auf die Saat kommt statt Erde Kompost und dann mulche ich nach.

Bis auf meine Knollensellerie (die ich in Mischkultur mit Blumenkohl anbauen wollte - der nix geworden ist *hmpf*) habe ich keine Pflänzchen gekauft.

Ich dünge, bis auf die Kompostgabe auf die frische Reihe nach der Saat, nicht.

Spritzen? Meinst Du Brühen oder Gift? Ich spritze keins von beiden.
Brühen habe ich irgendwann mal vor. Gift nicht.

Eine Bodenprobe wäre ein Idee. Unser Boden ist schwer und lehmig. Das war bei der Hitze sicher von Vorteil.
Eine Freundin mit Sandboden hat sonst deutlich bessere Ernteergebnisse, jetzt ist ihr aber alles vertrocknet, weil sie nicht gießen konnte.

Ich werde es weiter versuchen. Aber es hat mich trotzdem gefrustet.
Mensa schrieb irgendwo was mit Sand, das werde ich nochmal genau lesen.
Und ob der Kompost vielleicht zu "lasch" ist? Denn die Tomaten hätten mit 50% Erde 50% Kompost doch eigentlich prächtig werden müssen ???

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 13. August 2006, 17:55:00
Hi Thisbe,

das Einzige, was ich erkenne, was evt. schädlich sein könnte, das ist der Kompost auf die frischen Saaten.

Du solltest auf die frischen Kulturen nur gut gereiften Kompost geben und diesen keinesfalls unterhaken.

Ich gebe ja den Kompost irgendwann in der stillen Jahreszeit auf die Beete und mulche danach dick ab, so daß die Beete ganzjährig gemulcht sind.
Bis ich pflanze und säe, ist der Kompost gut durchgereift.

Wenn frischer Kompost auf den Beeten zersetzt wird, entstehen Stoffe, die die feinen Pflanzenwurzeln schädigen.

Kompost kann eigentlich nicht zu "lasch" sein, höchstens zu frisch.
Letzteres kann aber z.B. die Tomaten gar nicht stressen, die mögen das.
Was kommt bei Dir auf den Kompost?

Wenn ich Dich richtig verstehe, ziehst Du Deine Pflanzen selbst an.
Hier könnte noch ein Problem liegen.
Wenn die Pflanzen während der Anzucht zu dunkel oder zu kalt hatten, dann erholen sie sich nie wieder so recht.

Ich kaufe fast alle meine Pflanzen, weil ich ihnen keine ordentliche Anzucht bieten kann.
Versuch doch nächstes Jahr mal halbe halbe mit eigenen und gekauften Pflanzen, damit Du ausschließen kannst, ob es daran liegt.

Die Starkzehrer wie Kohl und Tomaten bekommen bei mir noch etwas Oscorna und alle bekommen Gesteinsmehl, weil dann der Boden noch schöner krümelt nach meiner Erfahrung.

Mein Boden ist auch ehr von der schweren Sorte.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 13. August 2006, 21:23:40
@ Thisbe - wieviel Kompost ist es denn, den Du auf die Beete gibst?

Und woher hast Du ihn bzw. was kommt bei Dir rein in den Kompost (oder rauf)?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 14. August 2006, 06:14:12
@ Thisbe - wieviel Kompost ist es denn, den Du auf die Beete gibst?

Und woher hast Du ihn bzw. was kommt bei Dir rein in den Kompost (oder rauf)?

Auf meinen eigenen Kompost kommen Küchenabfälle und was im Garten so anfällt - nur die Unkräuter versuche ich, in die Mülltonne zu entsorgen.

Der Kompost, den ich grade im Garten verwende, ist von meiner SchwieMu, wir haben noch keinen eigenen "ferigen". Die kompostiert alles, was sich kompostieren läßt. Also auch die Unkräuter.

Ich hatte auch überlegt, ob der Kompost zu heftig für die frischen Saaten ist, aber eigentlich pudere ich die Reihen nur zu. Weil es halt so schwer ist, eine Reihe in ein gemulchtes Beet zu fabrizieren und mit der ursprünglichen Erde wieder zu bedecken...

Zitat
Ich kaufe fast alle meine Pflanzen, weil ich ihnen keine ordentliche Anzucht bieten kann.
Versuch doch nächstes Jahr mal halbe halbe mit eigenen und gekauften Pflanzen, damit Du ausschließen kannst, ob es daran liegt.

Hmmm, Lissy,
mit einem Teil der Pflänzchen werde ich das nächstes Jahr versuchen. Gurke und Zucchini zum Besipiel, könnte ich schon im Vergleich anbauen. Mit den Tomaten wird das nicht gehen - meine Wunschsorten kann ich nirgens hier als Pflänzchen kaufen ;)

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 14. August 2006, 08:19:45
Hi Thisbe,

Das Problem mit dem Zudecken der gesäten Reihen im Mulch kenne ich natürlich auch.
Ich nehme lieber blanke Erde als den frischen Kompost.

Genau im Moment der Keimung sind die Saaten enorm empfindlich gegen den frisch aufgebrachten Kompost, außer er ist jahrelang abgelagert, aber dafür ist er ja zu schade.

Ich habe auch immer das Unkraut auf den Kompost, allerdings fällt bei mir seit dem dicken Dauermulchen nur noch wenig an und das reiße ich nur raus und laß es auf der Mulchdecke liegen.

Was die Wunschtomaten angeht, vielleicht liegt es ja genau an d e r Sorte?
Glaub ich zwar nicht wirklich, aber eine Test-Vergleichs-Tomate kannst Du doch auch mal anbauen.
Meine Tomaten aus dem Gartencenter schmecken auch superlecker, wenn ich sie so frisch aus dem Gewächshaus hole.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 14. August 2006, 09:18:49
Weil es halt so schwer ist, eine Reihe in ein gemulchtes Beet zu fabrizieren und mit der ursprünglichen Erde wieder zu bedecken...
 

Hallo Thisbe, lies mal Nr. 240... :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 14. August 2006, 10:03:52
@Lissy
Tomaten, Lissy, Tomaten ;)
Schau mal hier...
Und es gibt deutliche Geschmacksunterschiede - von wässrig bis sehr aromatisch.

@Hardy
Ja, danke.

Aber so viel anders ist Deine Methode nicht. Nur daß ich eben die Reihe mit Kompost fülle. Zum Schlitzen ist mein Mulch nicht dick genug. Wollte auch mal versuchen, eine Reihe mit Erde auf den Mulch zu streuen. Und vielleicht sollte ich wirklich auf Erde umsteigen, damit ich den "Hemmfaktor Kompost" ausschließen.

Viele Grüße, Thisbe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 14. August 2006, 10:39:00
Hi Thisbe,

Zitat
Und es gibt deutliche Geschmacksunterschiede

tja, seufz....

Hab ja geschrieben, daß ich zur Zeit kaum dazu komme, meine eigenen 0815-tomaten zu essen sondern stattdessen häufig unterwegs so wiederliche Hollandtomaten essen muß.

Aber irgendwann komme ich auch noch mal dazu so tolle Sorten zu probieren.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 14. August 2006, 12:21:00
...eine Reihe mit Erde auf den Mulch zu streuen...

Hallo Thisbe,

Erde auf Mulch funktioniert. Bei mir aber geht das nicht, da ich mit Heu dick mulche. Mach ich da Erde drauf, keimt der ganze Samen im Heu >:(
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 16. August 2006, 11:01:20
Hallo,

mit Erde auf Mulch habe ich leider auch keine so guten Erfahrungen gemacht. Man muss es ständig feucht halten und es funktioniert nur, wenn der Mulch unter der Erde schon sehr stark zusammengerottet ist.

Ich mulche normalerweise sehr dick, so kommt bei mir nur "Mulch aufschneiden" in Frage. Ich sehe aber hier noch Verbesserungsmöglichkeiten, und ich werde noch fleißig experimentieren!
Gruß
Moni

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 07. September 2006, 19:35:44
Hier ein Beitrag zum pfluglosen Ackern, analog zum spatenlosen Gärtnern:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/531710/

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Thisbe am 07. September 2006, 20:43:49
Das ist interessant :D
Werde mich wohl mal gemütlich mit meinem Freund hinsetzen und den Beitrag mit ihm zusammen nochmal anhören. Vielleicht glaubt er dann, daß Mulchen nicht schlecht ist ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 08. September 2006, 08:37:36
Ihr Mulchexperten, ihr, ich habe eine Frage: Ich mulche hauptsächlich mit Rasenschnitt und, wenn vorhanden, auch mit Kompost, auch wenn ich davon nie genug habe. Wie ist das mit dem Stickstoffhaushalt und dem Rasenschnitt? Entzieht der dem Boden Stickstoff? Oder wie war das nochmal?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 08. September 2006, 09:44:58
Hi Pimpinella,

das Mulchen mit Rasenschnitt ist diesbezüglich unbedenklich, weil der ein recht ausgeglichenes C:N-Verhältnis hat.
Jedenfalls viel besser als Stroh, Rindenmulch ect.

Ich mulche seit Jahren damit und sehe nie ein Stickstoff-Problem.

Ich mulche auch über Winter mit Stroh, der hat allerdings ein paar Ziegenknödel, deswegen gibt es da auch kein Problem.

Mit Kompost mulchen ist eigentlich schade für den Kompost, weil er sehr leidet unter der blanken Sonne.
Er trocknet dann ein und die Boden-Bakterien, die ja ein wichtiger Effekt sind vom Kompost sind, gehen z.T. kaputt unter UV.
Die Regenwürmer mögen das auch nicht, aber die können sich schnell genug verziehen.

Deswegen bringe ich irgendwann im Spätwinter eine dünne Schicht Kompost oberflächlich auf und mulche den noch ab.

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 08. September 2006, 17:51:52
Ja, so mache ich das auch - Kompost und dann Rasenschnitt drüber. Jetzt bin ich aber beruhigt wegen dem Stickstoff. Danke! :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Traudi am 20. Oktober 2006, 22:50:40
Hier ein aktueller Erfahrungsbericht aus meinem Garten:

Er ist so abgelegen und zu groß als dass ich ihn bändigen könnte. Daher wird ALLES was an der einen Seite abgeschnitten wird an anderer Stelle verteilt:
Wiesenschnitt um die Bäume (Baumscheiben dazu zu sagen wäre übertrieben)
Hecken- und Baumschnitt wird nach Möglichkeit von vornherein klein geschnitten - mit "klein" meine ich dabei Stücke bis 10-15 cm Länge, und das kommt unter Sträucher und zwischen die Weinstöcke.
Laub ebenso.
Alles übrige in eine ehemalige große Wasserauffanggrube 3x3 m groß und 1,5 m tief, dort lagert es 2-3 Jahre bis ich es rausschippe und auf die Beete verstreue. Kompost kann man eigentlich nicht nennen, aber es ist alles besser als die schwierige steinige Weinbergsboden.

Und alles was ich verteile, auf Baumscheiben, unter Sträuchern und in Beeten, ist binnen 1 Jahr mit der normalen Erde eins geworden und nicht mehr als Mulch erkennbar.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: martina. am 05. November 2006, 15:09:41
Hallo, hat jemand Erfahrung mit Leinstroh als Mulchmaterial?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 07. Dezember 2006, 08:09:30
....Alles übrige in eine ehemalige große Wasserauffanggrube 3x3 m groß und 1,5 m tief, dort lagert es 2-3 Jahre bis ich es rausschippe und auf die Beete verstreue. ...

lese erst jetzt wieder in den thread rein, und habe da eine frage, Traudi:

wohin gibst du das ja weiter laufend anfallende übrige während das alte übrige die 2 bis 3 jahre in der grube zersetzt?

oder wirfst Du laufend in die grube und setzt sozusagen alle paar jahre den "haufen" um?

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 07. Dezember 2006, 08:48:14
Hallo Brigitte,

Du hast mich zwar nicht angesprochen, aber hier meine Art, zu kompostieren:

Im Garten mache ich Flächenkompost, so, wie das Material gerade anfällt. Das erspart mir die mühsame Umsetzerei.

Für den Küchenkompost habe ich einen gemauerten hausnahen Doppelbehälter. Die Trennwand dazwischen besteht aus Lochziegeln, die den Würmern das Wandern von einer auf die andere Seite ermöglicht.
Erst wird eine Kammer gefüllt - das reicht für 1 Jahr.
Dann die Andere.
Die Würmer ziehen durch die Ziegel in den frischen Teil automatisch um.
Wenn diese Seite dann auch gefüllt ist, gebe ich gerade nur die obere Schicht des alten unverrotteten Kompostes auf den neuen und leere dann den alten in den Garten.
Kann ich nur empfehlen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 07. Dezember 2006, 09:35:55
des is eine interessante variante, mit den lochziegeln (sind das solchene?), ich brauch einen komposthaufen auch (fast) nur für die küchenabfälle

Du meinst also, dass Traudi auch eine art trennung verwendet?

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 07. Dezember 2006, 10:26:15
Hallo Brigitte,

was Traudi macht, weiß ich nicht.
Ich hatte nur meine Version geschildert.

Die Mittelwand mit den Lochziegeln habe ich mit Normalformat-Ziegeln (Baustoffhandel) gebaut. Ob eckige oder runde Löcher ist dem Gewürm wurscht... ;)
Den Boden nicht betonieren, sondern offen lassen.
Vorne, wo ich das Material wieder entnehme, habe ich rechts und links je eine U-Schiene angedübelt. In die schiebe ich (senkrecht) ein Abschlußbrett.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 07. Dezember 2006, 10:28:48
 :-[ouuups, hab jetzt erst bemerkt, daß "solchene" ein Link war...

Jo, das sind sie..
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 07. Dezember 2006, 10:45:13
wie breit ist ein abteil?

lg, brigitte

boden net betonieren is eh kloa ;D woher sollen denn genügend würmer kommen

einmal net den link unterstrichen *grins*das machich sonst immer, weil der farbunterschied net so wahnsinnig gut zu sehen ist...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 07. Dezember 2006, 10:55:13
Hi Brigitte,

Maße sind ziemlich wurscht. Ich hatte Steinreste. Das folgende Maß reicht für 4 bis 5köpfige Familie:

70 x 70cm pro Abteil. Vorne 55, hinten 75cm hoch.
Klappe drüber wegen Ratten und Regen.

Beim Start würde ich Würmer zusetzen.
Keine Fleischreste auf den Kompost, auch Citrusschalen und Bananenschalen verrotten nur langsam, vor allem, wenn nicht Bio...

Viel Erfolg...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: riesenweib am 07. Dezember 2006, 12:03:44
wir haben bis jetzt einen kompostplatz (also einen simplen komposthaufen) alter sitte (ist 40 jahre im betrieb ;)) und einen 'kobel' aus holzbrettern, den mein mann vor 2 jahren gebaut hat. 1mx1mx1m in etwa, beides hauptsächlich aus küchenabfällen genährt. gerbsäurehältiges laub kompostieren wir extra, da haben wir viel, auch allfälliges schnittgut von nadelbäumen, z.b. dem christbaum.

wir geben schon immer keine essenreste oder fleischreste auf den kompost, bananenschalen und agrumenschalen gibts nur in bio, und das selten.

wie schon ganz vorne im thread erwähnt, bin ich ansonsten, schon aus natürlicher faulheit, anhängerin der flächenkompostierung, wie das so schön heisst.

lg, brigitte
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 07. Dezember 2006, 15:09:55
...bin ich ansonsten, schon aus natürlicher faulheit, anhängerin der flächenkompostierung,

Hi Brigitte, kann ich tiefstens nachempfinden... ;D ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 23. Dezember 2006, 13:52:14
Hallo Mulcher,
wir haben letzten Herbst ein Schattenbeet angelegt. Das erste Bild
zeigt es Ende Mai .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 23. Dezember 2006, 13:53:49

jetzt liegt das Beet unter einer dicken Schicht Eichenlaub.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 23. Dezember 2006, 13:58:22
kann ich diese Schicht im Frühjahr liegen lassen oder
ist es besser , sie mit einem Laubsauger zu zerkleinern bzw.
abzurechen ?Frühjahrsblüher sind zb. Anemonen, Winterlinge, Schneegl.,
Krokusse , Hundzahn usw.. Kommen die dann noch durch?

MfG Falk
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Elfriede am 23. Dezember 2006, 14:02:52
Auf meinen Beeten bleibt diese Laubschicht immer liegen. Im Frühjahr kommt noch extra Häckselgut drauf.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Penny Lane am 27. Dezember 2006, 10:30:08
Ich lass das Laub auch auf den Beeten und gebe im März Rindenmulch drauf. Auf einem Hangbeet möchte ich, dass sich viele Pflanzen aussäen, deshalb lasse ich auch das Laub liegen und gebe im März unkrautfreie Blumenerde drauf. Die Samen, die es schaffen mit dieser Situation fertig zu werden, erfreuen mich im Sommer mit ihrem Blütenreichtum. Nur im Alpengarten "blase" ich das Laub weg. Das sieht besser aus und die Steinabdeckung soll ja auch sichtbar sein.
Gruß Penny
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: josefinebiene am 09. Februar 2007, 13:13:24
Hallo an alle Mulcher,
ich habe mich erst neu in diesem Forum angemeldet, verfolge aber schon eine ganze Weile die Beiträge zum Thema Mulchgarten.
In diesem Herbst habe ich zum ersten Mal meinen Garten gemulcht statt umzugraben. Jetzt suche ich natürlich alle Tipps wie man einen Garten das ganze Jahr über am Besten mulcht. Irgendwo habe ich gelesen, dass man die Beete auch zuerst mit nassem Zeitungspapier bedecken kann bevor die eigentliche Mulchschicht aufgetragen wird. Das soll zum Einen dafür sorgen, dass die Beete länger feucht bleiben und außerdem soll verhindert werden, dass unerwünschte Samen im Beet keimen. Zum Beispiel wenn mit Heu gemulcht wird.
Ich habe dazu auch einiges gefunden aber immer nur im Zusammenhang mit unbepflanzten Beeten die einfach nur sauber gehalten werden sollen.
Hat von euch erfahrenen Mulchern schon jemand ein Gemüsebeet so vorbereitet? Oder hätte das Nachteile für die Pflanzen?
Ich freue mich über jeden Tipp und danke schon einmal im Voraus
Liebe Grüße josefinebiene
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gülisar am 09. Februar 2007, 13:25:37
Man kann Papier dick auslegen, dann Heu oder Stroh oder Laub oder sonstwas drübergeben und mit einem Pflanzholz Löcher durchpieken und das Gemüse da hinein pflanzen. Das habe ich mit einem Stück Wiese so gemacht, um Kohl zu ziehen - ging prima und verblüffte die Gartennachbarn.

Natürlich geht das auch mit schon vorbereitetem Land. Aussäen kann man so natürlich nicht, dazu braucht es einen schmalen Streifen frische offene Erde.

Sehr gut auch: Erdbeerpflanzen eine "Manschette" aus Papier verpassen, darüber etwas Material gegen das Verwehen. So spart man das Jäten und erhält saubere Früchte.

Prinzipiell ist der Trick bei Mulchen, es dick genug zu machen. Hat man zu wenig Wiesenschnitt, Heu, Stroh etc. kann eine untere SChicht Papier oder Pappe eine relativ langlebige Lösung sein, besonders um Wurzelunkräuter abzuwürgen.

Gegen das Auflaufen von Unkraut hilft generell, dick genug zu mulchen. Keine Angst vor Heu. Es ist imo das beste Material.

gülisar
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 09. Februar 2007, 14:14:02
Hi josefinebine,

Gülisar's Erfahrungen zum Mulchen kann ich nur unterstreichen.
Dick ist wichtig und nach Möglichkeit lange vor dem Auspflanzen, Säen, damit der Mulch schon schön zusammengesessen ist.
Wenn der Mulch frisch ist, dann fördert er mehr die Schnecken ist mein Erfahrung.
Eine alte Mulchdecke scheint sie ehr zu stören.

Ich nehme auch Heu und Stroh und Rasenschnitt, was ich nur kriegen kann.
Z.B. ist das Heu/Stroh schon mal durch einen Ziegenstall gelaufen, aber noch recht sauber.

Jetzt ist meine bevorzugte Mulchzeit. Früher geht fast nicht, weil ich so lange Kohl, Lauch ect. stehen lasse.

Mit Papier habe ich keine Erfahrung.
Zeitungspapier mit Druckerschwärze wäre mir im Gemüsebereich ehr unsympathisch, obwohl das angeblich heute nicht mehr giftig sein soll.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: josefinebiene am 09. Februar 2007, 15:00:37
vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich wollte auch hauptsächlich die Beete auf die das Kraut und der Salat kommen mit Papier bedecken. Wie viele Schichten Papier sollte man denn nehmen?
Ich habe meine Beete im Herbst ziemlich dick mit Stroh und Laub bedeckt (15-20 cm). Wenn älterer Much besser ist kann ich ja das was im Frühjahr übrig geblieben ist weiter verwenden. Wie dick macht ihr denn die Mulchschicht im Sommer? Da soll sie ja nicht ganz so hoch sein wie im Winter.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Echinacea am 09. Februar 2007, 15:14:06
Also, ich mulche das ganze Jahr durch, alles was anfällt (also nicht nur Heu und Stroh) landet auf der Fläche.
Aber wie meinst Du das mit dem übrig gebliebenen Mulch?
Deckst Du die Beete wieder ab?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: josefinebiene am 09. Februar 2007, 15:23:29
Hallo echinacea,
nein ich wollte die Beete nicht wieder abdecken. Aber bei einer Schicht von 20 cm Dicke bleibt doch noch eine ganze Menge Mulch übrig der noch nicht verrottet ist und wenn ich Zeitungspapier unterlegen will muß ich ja die Beete erst freiräumen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Echinacea am 09. Februar 2007, 15:38:33
Josefinebiene, brauchst Du denn unbedingt noch Zeitungspapier bei einer Schichtdicke von 20cm? Wenn Du fleißig weitermulchst, hat Unkraut doch auch wenig bis gar keine Chancen, aufzulaufen... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: josefinebiene am 09. Februar 2007, 15:54:56
Hallo echinacea,
überall wo ich bisher nachgelesen habe was zum Thema Mulch zu erfahren war stand, dass man im Sommer die Mulchschicht nicht dicker als 10 cm machen soll. Ich möchte die Zeitung auch wegen der Samen aus dem Heu unterlegen. Ich habe leider nicht genug praktische Erfahrung um zu beurteilen ob das alles so stimmt. Deshalb habe ich mich an euch erfahrene Mulcher gewandt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Echinacea am 09. Februar 2007, 16:07:32
Josefinebiene, m.W. wirst Du im Heu keine Samen mehr finden, ausser in frischem Wiesenschnitt.
Wenn Heu aussamt, dann bringt vermutlich auch die Zeitung nix, da der Samen sicher auch in der Mulchschicht Erfolg haben wird, zu keimen.
Ich frage mich, weshalb die Schicht im Sommer nicht so dick sein sollte... ich könnte mir vorstellen, dass sie im Frühjahr nicht so dick sein sollte, damit sich der Boden schneller erwärmt, aber ob das nun anders ist, als mit einer dickeren Schicht, bleibt dahin gestellt ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 10. Februar 2007, 11:33:52
Hi josefinebiene,

Wenn Du den Mulch im Winter schön dick hast, dann mußt Du gar nichts machen, nach meiner Erfahrung.
Die Schicht wird von alleine dünner.
Wenn Du erst mal ein gutes Bodenleben hast, dann geht das schneller, als Du denkst und wünscht.
Meine dicken Regenwürmer fressen das so schnell weg, daß ich kaum nachkomme, im Sommer auf der bestehenden Mulchdecke mit Rasenschnitt nachzumulchen.
Bei mir ist das mit Heusamen kein Problem.
Zeitungspapier wäre mir viel zu unhandlich.

Ich finde viel wichtiger, daß die Mulchschicht schön ungestört zusammenrottet. Deswegen würde ich die Finger davon lassen, einfach Löcher für Pflanzen und Rillen für Saaten reinmachen.
Das geht im pflanzl. Mulch ja viel besser als im Zeitungspapier.

Daß die Schicht im Sommer dünner sein soll, kann ich mir nur deswegen vorstellen, damit die Pflänzchen nicht "ertrinken".

Ansonsten ist der Mulch ja im Sommer besonders wichtig, weil da das Unkraut am besten wächst und der Boden am meisten austrocknet.

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: josefinebiene am 10. Februar 2007, 21:58:13
Hallo ihr netten hilfsbereiten Mulcher,
ich glaube ich stehe ein bisschen auf dem Schlauch. ???
Pflanzt ihr im Frühling direkt in die Mulchschicht ohne die Beete mit irgendeiner Methode zu lockern?
Dann wäre die Methode mit der Zeitung wiklich umständlich.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Echinacea am 10. Februar 2007, 22:09:13
Ich mach im Frühjahr nix mit Vorbereiten... Wenn ich Pflanzen raussetze, dann zieh ich den Mulch ein Stück auseinander, buddel ein Loch und setz die Pflanze rein. Wenn ich säre, dann ziehe ich den Mulch eben auf die entsprechende Länge auseinander und sähe in die entstandene Rille, bisschen Erde drauf und gut ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 11. Februar 2007, 11:53:03
Hi josefinebiene,

Zitat
Pflanzt ihr im Frühling direkt in die Mulchschicht ohne die Beete mit irgendeiner Methode zu lockern?

Ja genauso wie Echinacea mache ich das auch.
Das ist ja gerade der Gag an der Ganzjahresmulchmethode.
Der Boden drunter ist wunderbar locker und der Mulch selbst soll eine dichte Schicht sein.

Sobald Du den Mulch lockerst entstehen Höhlen und die lieben die Schnecken.
Außerdem entsteht unter der dichten Mulchdecke ein bestimmtes CO2 reiches Kleinklima. Das mögen die Schnecken nicht, die Pflanzen aber umso lieber, weil die ja bekanntlich von CO2 leben.

Das Unkraut würde auch besser keimen, wenn Licht an die Samen kommt.
Das wollen wir ja vermeiden.

Aber ganz unter uns...der Hauptgrund, warum ich die Schicht lasse, wie sie ist, ist meine Faulheit ;D

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 30. April 2007, 10:43:02
Hallo,

ich habe zufällig diese Seite gefunden und habe mich sofort angemeldet, da ich auch ein paar Fragen zu diesem Thema habe.

Ich habe letzten Sommer einen Garten angelegt (bin also auf diesem Gebiet totaler Neuling). Ich habe nicht viel Zeit, möchte aber trotzdem gerne ein bißchen Gemüse und Obst pflanzen und habe von der Mulchmethode gehört.

Ich habe mir Heu besorgt und alles dick gemulcht. Mir hat es auch super gefallen und (im Vergleich zu einem ungemulchten Stück) konnte ich das Unkraut (auch viel Ackerwinde) supergut im Griff halten und der Boden blieb natürlich feucht.

Ich habe außerdem eine Hecke mit Kirschlorbeer als Sichtschutz gepflanzt und hoffe natürlich, dass sie schnell wächst. Auch hier habe ich überall dick Heu gelegt.

Zum Winter (als Schutz) habe ich überall noch mal dick Heu nachgelegt. Ich habe jetzt erst wieder im Frühjahr angefangen im Garten etwas zu machen. Tja, für die Mulchdicke habe ich noch nicht so das richtige Gefühl. An manchen Stellen war noch ein bißchen Mulch/Heu und der Boden klasse, feucht, locker, kaum Unkraut. An anderen Stellen war das Heu komplett weg und wieder Unkraut gewachsen und an weiteren Stellen hat das Heu geschimmelt und Unkraut wuchs.

Was mich aber am meisten geschockt hat: An meiner Hecke waren lauter Wühlmausgänge, alles total unterhöhlt. Wahrscheinlich ist die Hecke deswegen kaum gewachsen! In die angrenzenden Beete führten ebenfalls ein paar Wühlmausgänge. Das hat mich total verunsichert, ob es richtig war mit dem Mulch.

Hätte ich die Hecke frei lassen müssen, werden die Mäuse hier vorwiegend angezogen? Was kann ich besser machen? Vor allem: was mache ich mit den Mäusen? Wenn ich nun wieder dick mulche, ziehe ich dann noch mehr Mäuse an?

Dann zum Säen: Ich habe gelesen, dass in den Mulch mit dem Spaten eine Reihe "geschlitzt" wird, was heißt das genau? Wird das Heu vorher zerkleinert? Wenn ich versuche, mit dem Spaten durchzuziehen, ziehe ich trotzdem das Heu mit, da der Spaten ja nicht schneidet. Dann habe ich wieder einen Heuhaufen liegen. Oder wie ist das zu verstehen?

Insgesamt möchte ich schon gerne weiterhin mit Heu mulchen. Ach ja, wieso hat sich wohl Schimmel gebildet? Bzw. kann sich Schimmel nicht sowieso eher bilden, wenn die Schicht zu dick ist?

Ich hoffe, Ihr könnt mir die Fragen beantworten.

Schon mal vielen Dank und viele Grüsse
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 30. April 2007, 14:01:28
Hallo tamara,

ja, man liest immer wieder, daß Mulch die Wühlmäuse begünstigt.

Ich persönlich bin mir nicht sicher.
Ich kenne viele Leute mit Wühlmaus-Plage, die nicht mulchen.
Ist Dein Boden sehr sandig?

Selbst betreibe ich Dauermulch und habe keine Probleme mit Wühlmäusen.
Evt. weil meine Katzen die Wühlmäuse zwar nicht fressen, aber als Spielzeug betrachten. :P

Vielleicht versuchst Du nächstes Jahr erst später zu mulchen.
So gegen Herbst ist die Schicht ja sowieso ziehmlich verbraucht.
Ich mulche dann meist erst wieder im Januar, Februar, d.h. ab Nov. ist die Erde eine Weile blank.
Da haben sich die Wühlmäuse evt. schon anderweitig eingerichtet für den Winter.

Insgesamt kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, daß die Vorteile überwiegen.
Jetzt z.B. bei der anhaltenden Dürre ist mein Boden immer noch schön krümelig frisch unter der Mulchdecke.

Ich denke, es ist ganz normal, daß der Mulch ungleich schnell verrottet.
Ist bei mir auch so je nach Material, Gemüse-kultur, Sonneneinstrahlung...
Jetzt fange ich an, die Löcher in der winterlichen Stroh/Heu-Decke durch Rasenschnitt zu ergänzen. Wo der Mulch fehlt, drückt natürlich auch Unkraut durch.
Dieses Jahr war ja auch extrem, die Verrottung hat ja über Winter kaum einen Tag ausgesetzt, weil so warm war. Normal ist noch mehr Mulch über und entsprechend weniger Unkraut.

Andererseits sehe ich das positiv, weil all der Mulch ja zu bestem Humus verrottet ist.

Wenn bei Dir was schimmelt, dann liegt das vielleicht daran, daß Dein Bodenleben noch nicht so entwickelt ist, weil Du ja erst angefangen hast mit Mulchen.
Da hilft nur einfach weiter machen bis sich die richtigen Verrottungs-Bodenkulturen aufgebaut haben, die keinen Platz für Schimmelkulturen lassen.

Ich mache das seit vielen Jahren mit sehr dickem Dauermulch und da schimmelt nix mehr, es wird alles schön zersetzt.

Du darfst aber keine Gifte oder Kunstdünger einsetzen, weil davon die Regenwürmer und anderes Bodenleben Schaden nimmt.
Ohne die klappt natürlich auch keine schöne Verrottung, dann schimmelt das Zeug.

Mit dem Säen ist schon etwas aufwändiger als ohne Mulch.

Wie das mit dem Spaten gehen soll? Bei kurzem Rasenschnitt kann ich mir das noch vorstellen. Aber bei Heu oder Stroh? Keine Ahnung wie das gemeint ist.

Ich ziehe den Mulch mit den Händen oder einer kleinen Handhacke mit Zinken auseinander, damit eine blanke Reihe entsteht.

Ist natürlich 1x Mehraufwand, dafür habe ich später weniger Mühe mit Unkraut.

Gruß, Lissy

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 30. April 2007, 14:29:27
Hallo Lissy,

vielen Dank für deine Erklärung. Ich möchte schon gerne weitermachen. Ich war nicht sicher, ob ich die Mulch-Schicht nicht zu dick gemacht habe.

Unser Boden ist insgesamt eher lehmig. Ich habe letztes Jahr an einigen Stellen Sand und Kompost beim Umgraben dazugegeben. Danach habe ich gemulcht. Ich hoffe natürlich auch auf das dauerhafte Graben und Hacken verzichten zu können.

Ach so, wie ist das mit der Hecke oder größere Büsche? Mulch direkt dran/drunter oder Abstand halten (ich habe schon häufiger gelesen, man sollte ca. 10 cm rings rum frei lassen, aber wächst dort dann nicht Unkraut?) Ich habe alles zugemulcht.

Desweiteren habe ich über Permakultur gelesen, man sollte Topinambur pflanzen, um die Wühlmäuse von den anderen Pflanzen abzulenken. Ich bin hin und her gerissen, nicht, dass ich mir dadurch noch mehr Mäuse anlocke?

So ganz habe ich es noch nicht verstanden: Mulche ich nun im Winter als Winterschutz und erneuere jetzt im Frühjahr, damit es bis zum Winter wieder verrottet oder wann sind die besten Zeiten? MUSS die Schicht zwischendurch dünner werden oder kann man regelmässig nachlegen? Gibt es da Regeln / Erfahrungen, wann/wie es am besten ist?
 
Jede Antwort bereitet mir im Moment neue Fragen.

Viele Grüsse
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 30. April 2007, 14:50:13
Hi tamara,

ich selbst mulche meine Büsche nie.
In der Natur müssen die Sträucher ja auch mit Unterbewuchs klar kommen, bzw. wenn die Sträucher und die Hecke größer sind, unterdrücken sie ja auch den Unterbewuchs.
Ist wohl ehr eine Frage der Optik, ob da was wächst.

Das kann schon sein, daß der Mulch unter der Hecke besonders förderlich ist für die Wühlmäuse.
Laß das doch mal versuchsweise weg.

Tobinambur habe ich auch und auch dort keine Probleme mit Wühlmäusen.

Wenn Du genug Platz im Garten hast, dann mach doch mal einen Versuch.
Du hast ja eh schon Wühlmäuse, also was solls... ;D

Du mußt nur bedenken, daß Tobinambur sehr hoch wird, also nicht in Süden von den anderen Kulturen anbauen.
Und er wuchert wie Tod und Teufel, d.h. 1x Tobinambur immer Tobinambur.

Deswegen würde ich ein kleinen Beet freihalten, wo dann immer Tobi bleibt und wo Du ihn in Schach halten kannst.

Ich mag ihn sehr gerne, im Winter bei frostfreiem Boden gibt es immer Knollen zu ernten, die sind lecker und gesund.

Mit der Dicke vom Mulch halte ich es sehr unterschiedlich, wobei ich eigentlich meistens zu wenig habe.
Der normale Rhythmus bei mir sieht so aus:

Im Jan/Februar dick mulchen mit Heu/Stroh, dann wo Löcher entstehen während der Saison Rasenschnitt nachlegen.
Das wird dann bis Herbst immer weniger, weil ich zu wenig habe und zwischen Nov. und Feb. ist der Boden oft frei, weil noch Kulturen stehen, die ich erst abernte vor dem nächsten Mulch, Z.B. rosenkohl, Wirsing ect.

Bevor der dicke Dauermulch drauf kommt, wird ganz dünn Kompost ausgebracht und mit etwas Gesteinsmehl überpudert.
Bei den Starkzehreren kommt noch etwas Oscorna dazu.
Deswegen ist von Vorteil, wenn die Schicht mal dünner bis ganz weg ist.
Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich den Kompost a u f den Mulch gebe.

Für das Bodenleben im Kompost ist am Besten, wenn er nicht untergegraben, aber mit der Mulchschicht vor Sonneneinstrahlung geschützt wird.

Das ist meine Methode, die einfach durch die Umstände geprägt ist.
Und die Umstände wollen manchmal, daß mir der Mulch ausgeht und die Schickt sehr dünn wird. Ein Zwang ist das sicher nicht.

Eigentlich kannst Du nicht viel falsch machen, wenn Du immer da wo gerade wenig ist etwas Mulch nachlegst, den Du gerade zur Hand hast.

Je mehr Du fragst, desto mehr verschiedene Antworten wirst Du vermutlich bekommen, weil es so viele unterschiedliche Methoden gibt und jeder denkt, die eigene ist die Einzig richtige. ;)

Ich greife auch öfter mal einen Tipp auf, aber das meiste habe ich einfach durch Versuch und Irrtum getestet.

Gibt ja leider wenig Erfahrungsberichte zur Mulchkultur.
Die einschlägigen Bücher kennst Du?
Sonst mußt Du mal bei Amazon suchen.
Ich habe sie alle gelesen und aus jedem was übernommen und mache das Meiste wieder ganz anders. :D

Gruß, Lissy



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 30. April 2007, 14:57:20
Ich sehs auch eher von der weniger komplizierten Seite. Also wenns so trocken ist wie jetzt und die Sonne am Nachmittag niederbrennt, kann man auch gejätetes Unkraut - grausam - auf dem Beet liegen lassen. Meine Wiese liefert immer mal wieder Heu, und auch leicht verholztes Material, das beim Sieben des Komposts für besondere Anwendungen übrig bleibt, taugt gut als Mulch. Im Frühjahr etwa auch die rausgeschnittenen, und kurz geschnittenen vorjährigen Himbeerruten. Hauptsache, da ist keine grössere Fläche nackter Erde stundenlang der heissen Sonne ausgesetzt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. Mai 2007, 10:11:21
Hallo Lissy,

du hast mich auf jeden Fall schon mal wieder bestärkt weiterzumachen. Ich habe sofort das nächste Beet vorbereitet und dick gemulcht.

Im Moment habe ich das Gefühl, die Wühlmäuse werden weniger. Ich habe die Hecke freigemacht/entmulcht und die Mäusegänge glattgezogen. Topinambur werde ich so oder so mal pflanzen. Ich habe gelesen, man kann ihn auch als Sichtschutz nutzen?

Ich bekomme übrigens Heu vom Nachbarbauern, so dass es am Mulchmaterial nicht mangelt. Ich kann demanch IMMER dick dauermulchen. Ist das gut?

Nach wie vor würde mich interessieren, wie das mit dem Heu "aufschlitzen" gemeint ist. Ich finde es doch nicht so einfach, das Heu auseinanderzuziehen, dann liegt es auf frischgesäetem.

Ich habe noch einen relativ steilen Hang zu bepflanzen. Der Boden ist z.Z. der reinste Beton, das geht mit pflanzen gar nichts. Nun ja, ob dieses Jahr oder nächstes ist egal. Kann ich wohl den Boden verbessern, wenn ich versuche, ebenfalls ganz dick Heu zu mulchen (sofern es nicht runterrutscht) und noch ein Jahr warte mit der Bepflanzung? Oder kann ich wohl auf das Heu Zucchini oder Melonen pflanzen?

Ich hoffe auf zahlreiche Tips und Erfahrungen.

Viele Grüsse
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 03. Mai 2007, 10:24:12
Also wo du mulchst kannst du nichts säen. Da musst du das Heu wegschieben oder entfernen, und erst wieder an die gekeimten Pflänzchen schieben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. Mai 2007, 10:39:25
Das ist mir schon klar. Am einfachsten ginge es natürlich, wenn man eine Rille durch das Heu "schneiden" könnte. Dann hat man auch keine Platzprobleme.

Ich hoffe, dafür hat jemand eine Idee.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 03. Mai 2007, 11:23:08
Ich denke, es geht nicht anders, als den Mulch an der Stelle, an der Du was säen willst, "auseinander zu pfriemeln". Solange offen lassen, bis die Saat gekeimt hat und dann nach und nach den Mulch an die jungen Pflanzen wieder ran schieben!

Was die Dicke des Mulches betrifft: es sollte immer viel Materiel da sein, sonst wird der Boden vermutlich wieder zu sehr verdichtet, es sei denn, man betritt die Beete gar nicht... geht bei mir beispielsweise nicht, da ich keine Beete habe, sondern in Reihen anpflanze, das benötigt zwar mehr Platz, aber ich finde es praktischer.
Das ständige Mulchen nutzt dem Boden, die "Herde unter der Erde" (der Spruch kommt von Gülisar ;) ) hat immer was zu tun!
Du musst nicht nur Heu nehmen, Du kannst das gejätete Unkraut liegen lassen, Rasenschnitt verteilen, manche Leute nehmen auch Küchenabfälle, so erübrigt sich ein Komposthaufen. Mach ich nicht, mir behagt das nicht, und so hab ich dann auch Kompost für andere Pflanzen...

Es gibt übrigens ein tolles Buch von Ruth Stout, man bekommt es allerdings nur noch gebraucht, heißt "Mulch-Gärtnern ohne Arbeit", oder so ähnlich, hat mir in der Anfangszeit sehr genutzt, da ich keine Vorstellung hatte, was Mulchen überhaupt ist
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. Mai 2007, 12:54:00
Also, habe ich es dann richtig verstanden, dass ich das ganze Jahr über immer wieder dick nachmulchen kann, egal ob Sommer oder Winter?

Einzelne Grashalme oder Unkräuter lasse ich auch beim Rausrupfen oben drauf liegen, aber größere Mengen z.B. beim Ernten kommen in den Kompost. Es gefällt mir einfach nicht. Und wie gesagt, ich habe genug Heu.

Kann ich eigentlich z.B. Kapuzinerkresse auf den Mulch pflanzen? Ich tue mich echt schwer mit dem Mulchwegschieben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 03. Mai 2007, 13:44:00
Ich tue mich echt schwer mit dem Mulchwegschieben.


Offenkundig. ;) Nun, es ist aber ganz einfach: Du ergreifst einfach an der Stelle, wo du säen willst, das Heu mit beiden Händen und trennst es in zwei Teile. Dann legst du es wieder ab und achtest drauf, dass da in der mitte eine Stelle unbedeckt bleibt. Zu dick würde ich nicht mulchen, dafür immer mal wieder offene Stellen abdecken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 03. Mai 2007, 14:45:08
Also, habe ich es dann richtig verstanden, dass ich das ganze Jahr über immer wieder dick nachmulchen kann, egal ob Sommer oder Winter?

Ich mach es jedenfalls so, wenn ich Material habe, schmeiß ich es drauf... Ich baue recht viele Runkelrüben an, die haben ja mächtiges Blattwerk. Wenn ich sie ernte (nicht alle auf einmal) schneide ich die Blätter ab und lasse sie auf dem Mulch liegen, man sieht absolut nix mehr davon, die letzte habe ich im Dezember geerntet!

Zitat
Einzelne Grashalme oder Unkräuter lasse ich auch beim Rausrupfen oben drauf liegen, aber größere Mengen z.B. beim Ernten kommen in den Kompost. Es gefällt mir einfach nicht. Und wie gesagt, ich habe genug Heu.

Ja, mir gefällt es manchmal auch nicht, wenn soviel "querbeet" rumliegt. Aber das ist, glaube ich, der gärtnerische Ehrgeiß, immer alles ordentlich zu haben und den Garten immer schön aufräumen.
Davon hab ich nun Abstand genommen, zumal es für mich einfach zeitsparender ist, als immer alles schön in Schach zu halten.

Zitat
Kann ich eigentlich z.B. Kapuzinerkresse auf den Mulch pflanzen? Ich tue mich echt schwer mit dem Mulchwegschieben.

Ich denke, wenn Du sie in/auf den Mulch säst, wird das nix werden, denn der Mulch wirkt auch keimhemmend, man mulcht ja nicht zuletzt, weil man das Unkraut unterdrücken will...
Und wenn Du vorgezogene auspflanzt, werden sie sicher nicht richtig Fuß fassen können!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lissy am 03. Mai 2007, 15:35:21
Hallo Tamara,

Ich glaube wirklich, daß Du mit dem Heu nichts falsch machen kannst, wenn Du immer gut nachlegst.

Von Zeit zu Zeit muß natürlich Kompost auf die Flächen, damit "die Herde unter der Erde" mal was "Richtiges" zu beißen hat.

Ich würde zum Aussäen auch mal herzhaft mit der Hand zulangen und auseinanderzupfen, bis der blanke Boden kommt.
In diese Reihen kannst du dann noch etwas Erde aufschütten als Saatbeet.

Deinen Hang kannst Du prima mit Kürbis, Zucchini, Mais oder Stangenbohnen vorbereiten.
Also für Kürbis/Zucchini so ca alle Meter im Quadrat mit dem Spaten etwas trockene Erde wegschaffen und durch gute Erde / Kompost ersetzen.

Dann alles dick abmulchen und erst danach in die Kompost-Flächen den Mulch etwas beiseite schieben und die Pflanzchen einsetzen.

Wenn Du viel Kompost hast, dann kannst Du die Fläche auch flächig dünn bepudern. Damit impfst Du den Boden mit Bakterien, die dann das Heu schön zersetzen statt schimmeln zu lassen.
Etwas Gesteinsmehl würde ich auch noch drüber pudern.

Für Stangenbohnen bzw. Mais machst Du keine Kompost-Häufelchen sondern -Reihen, mulchst alles ab und ziehst den Mulch zum Aussäen etwas beiseite.

Mit Kartoffeln mache ich das auch so:
Mit der Hacke ziehe ich den Boden (ohne Mulch) auf Reihen, gebe etwas Kompost drauf und mulche dick ab. Danach erst lege ich die kartoffeln möglichst tief in die Reihen. Danach gucke ich das Beet bis zur Ernte nicht mehr an.
Das gibt auch einen Superboden für das nächste Jahr.

Ich denke aber, daß die Kartoffeln auf Deinem "Beton-"hang nicht so gut gedeihen.

Andererseits wäre ja auch egal, wenn Du nicht so viel erntest sondern nur vom guten Boden im nächsten Jahr profitierst.

Bzw. wenn der Hang sehr steil ist, würde ich es nur mit Kürbis ect. probieren.
Die machen schön dicht, da rutscht nix mehr weg.

Ich beneide Dich um Deinen schönen Heumulch. :)
Das ist und bleibt immer ein Beschaffungsproblem bei mir.

Gruß, Lissy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 03. Mai 2007, 15:50:15
Manchmal hat man ein wenig den Eindruck, um die ganze Mulcherei werde ein wenig ein arg grosses Tamtam gemacht. Man schaue sich halt mal in einem Wald um, was da so die Erde bedeckt. Das ist das Vorbild. Es gibt dort keine nackte Erde, aber auch keine riesigen Heuhaufen. Es zersetzt sich halt kontinuierlich das Material, welches von den Pflanzen fällt. Im Garten muss dieses zugeführt werden, weil die Pflanzen ja geerntet werden. Das ist alles.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. Mai 2007, 15:59:54
Vielen Dank, Lissy, für deine ausführlichen Erklärungen. Gibt es denn bei dir keine Bauern in der Nähe oder Reitställe?

Jedenfalls bilde ich mir ein, dass Heu besser ist. Ich hatte nämlich auch ein paar Strohballen bekommen. Allerdings hatte ich die nur unter die Hecke gelegt und am Zaun entlang, wo eben nichts Essbares gepflanzt ist, um insbesondere die Ackerwinde im Zaum zu halten. Hat auch funktioniert, aber hier waren ebenfalls Wühlmäuse. Ob wohl Hecke/Sträucher aber auch Stroh den Mäusen besser gefällt? Ich werde es jetzt mal nur noch mit Heu probieren.

Am Hang geht es mir weniger um die grosse Ernte, sondern um zunächst möglichst einfach den Boden ein bißchen zu verbessern. Ich habe mehr spasshalber Zucchini- und Melonenpflanzen vorgezogen und doch recht viele kleine Pflanzen gekommen. Da die doch ranken, dachte ich, nutze ich doch einfach die Hangfläche. So oft mag ich eh keine Zucchini essen... wenn es also nichts wird, egal...Kürbisse mag ich ja überhaupt nicht, aber vielleicht pflanze ich dann doch welche.

Ich hoffe, es funktioniert dauerhaft mit dem Mulchen! Ich finde, es ja schon klasse, wieviel weniger Unkraut durchkommt. Mein Mann war/ist da skeptisch, weil er die Mulchmethode nicht kennt und niemanden, der es macht. "Wenn es gut wäre, würde es ja schließlich jeder machen!" Ich glaube daran und probiere weiter!

Ich glaube, jetzt habe ich schon wieder eine ganze Menge gelernt!
Dieses Forum ist echt super interessant und informativ!

Viele Grüsse

 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 03. Mai 2007, 16:24:59
Heu ist allemal besser als Stroh, denn es wird schneller zersetzt als Stroh! Warum das so ist, weiß ich nicht... bei mir kommt Stroh unter die Beerensträucher, ab und zu auch mal aufs Gemüsebeet, aber nur ganz wenig...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 10. Mai 2007, 07:14:26
Jetzt habe ich mal wieder eine Frage. Wie macht man das mit dem Dünger?

Wenn ich ganzjährig dick mit Heu mulche, wie dünge ich dann? Muss ich das Heu "abkratzen" und dann Dünger verteilen und anschließend wieder das Heu drauf? Stelle ich mir sehr umständlich vor. Außerdem ist dann die Mulchschicht wieder aufgelockert, das ist doch schlecht wegen der Schnecken.

Oder wenn ich säe/pflanze in die freien Löcher/Reihen Dünger streuen? Aber ist das gut für den Samen/die kleinen Pflanzen?

Den Dünger auf dem Heu zu verteilen macht sicher keinen Sinn, oder?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 10. Mai 2007, 08:37:25
Mulch hat ja auch düngende Funktion, indem sich die unterste Schicht kontinuierlich zersetzt. Starkzehrer wie Zucchini kannst in ein mit Kompost ausgefüttertes Loch setzen. zusätzlicher Dünger ist m.E. unnötig.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Aella am 10. Mai 2007, 08:42:11
ich hatte den letzten grasschnitt eine woche lang in einem jutesack aufbewahrt und gestern unter den frisch gepflanzten beerensträuchern verteilt.

das gras war leider schon etwas angemodert und ich glaube leicht schimmelig.
unter den beeren habe ich es nur locker verteilt, damit die feuchtigkeit entweichen kann.
war das nun schlimm, daß das gras schon angeschimmelt war? schadet das meinen beeren?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 10. Mai 2007, 08:47:08

war das nun schlimm, daß das gras schon angeschimmelt war? schadet das meinen beeren?

Nein. Du selbst solltest das allerdings nicht zu tief inhalieren.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 10. Mai 2007, 09:28:41
Ich mulche auch mit dem, was gerade so im Garten anfällt (Grasschnitt usw.).
Leider reicht es nie für die gesamte Anbaufläche, obwohl ich mich schon von den Nachbarn versorgen lasse.

Meine Mulchschichten sind recht dünn. Bei Gemüse, speziell wenn die Pflanzen noch jung sind, kann ich mir eine dicke Mulchschicht nicht so richtig vorstellen.

Hat jemand Bilder von seinem "dick gemulchten" Gemüsegarten? Das interessiert mich doch sehr.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Bauerngarten am 10. Mai 2007, 10:07:34
Hallo an alle,
Ich möcht in diesem JAajhr auch beginnen meinen Garten zu mulchen aber esdauert doch eine ganze Zeit as Material zusammen zu bekommen.Da ich Stroh bei einem Bauern bekommen kannwollte ich soweit wie möglich nutzen. Habe aber Gehört das es für die Kartoffeln nur mit reinem Stroh nicht so günstig sein soll. Hat jemand damit Erfahrung, wäre für mich sehr hilfreich.
Gruß Ulrike
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Landfrau am 11. Mai 2007, 16:41:17
Seit einigen Tagen regnet es ja nun, aber während der großen Hitze hatte ich fantastisch gute Erde unter dem Mulch. Da schlappte nix - nur an den offenen Stellen - den Saatreiehen - war es sarahamäßig staubtrocken und nichts lief auf.
 
Zum nächsten Winter werde ich voraussichtlich das ganze Gemüseland mit gewebeplane abdecken - das spart Mulchmaterial, welches ich erst von der Wiese im April / Mai ernten kann und hält den Boden auch wunderbar feucht. Material zu beschaffen ist auch mein größeres Problem.

Landfrau
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kraut_ruebe am 12. Mai 2007, 20:18:21

dieses jahr haber ich erstmals minze und melisse, die inzwischen in riesigen mengen wachsen und unaufhörlich nachschub produzieren als mulchlieferanten im einsatz :D

klappt wunderbar :D

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 14. Mai 2007, 18:38:41
Hallo Mulchfreunde,

habt ihr nicht Lust, an unserer Mulchtagung teilzunehmen? Schaut mal hier rein: http://gaertnerblog.de/blog/index.php?tag=mulch
Dieses Treffen ist rein unkommerziell, dass allein durch unsere Begeisterung am Mulchen entstand. Ihr findet im Gaertnerblog auch jede Menge Infos zum Mulchen.
Wer das Buch von Kurt Kretschmann "Mulch total" kennt, wird schnell erraten, warum wir das Treffen ausgerechnet in Bad Freienwalde machen - dort ist nämlich der Original "Mulch Total Garten", der inzwischen von Kretschmann`s Nachfolgerin gepflegt wird.
Ich selber fahre übrigens etwa 700km dafür.

Wer immer noch am Mulchen zweifelt, der sollte sich mal umschauen, was sich weltweit in der Landwirtschaft tut. Dort wird nämlich zunehmen auch nicht mehr "umgegraben", d.h. gepflügt, weil es nämlich total schädlich für den Boden ist. Die Experten sprechen von Mulch- und Direktsaat, und dieses Verfahren ist im Prinzip genau unser Mulchsystem: Erntereste und Gründüngung werden auf den Feldern belassen und es wird direkt in den ungearbeiteten Boden gesät - es ist das fortschrittlichste System überhaupt. Hier noch ein interessanter Link dazu: http://www.rolf-derpsch.com/direktsaat.htm

Ich sage Euch: in hundert Jahren macht es keiner mehr anders! ;)

@Caro: schau mal in meinen Garten: http://gaertnerblog.de/blog/2006/monikas-mulchgarten/

Grüße,
Moni
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Bauerngarten am 15. Mai 2007, 08:33:28
Hallo Ihr Mulcher,
Kann ich eigentlich meinen Komposthaufen den ich ja eigentlich nicht mehr brauche wenn ich auch mulchen möchte und somit alles liegen bleibt einfach entleeren und auf meine Gartenflächen verteilen oder sollte ich es erst einmal gut liegen lassen und dann den Kompost verteilen?
Gruß Ulrike
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 15. Mai 2007, 09:25:49
Mulchst Du denn wirklich den ganzen Garten? Falls nicht, würde ich den Kompost erst mal reifen lassen und den fertigen dann z.B. für Tomaten, Paprika und Co. verwenden oder z.B. unter Sträuchern verteilen...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 15. Mai 2007, 09:47:04
Hallo Ulrike, das ginge schon. Man nennt das dann Flächenkompost. Es ist halt vielleicht nicht gerade recht schön anzuschauen (außer du deckst es dann mit Rasenschnitt etc. zu) - und alle Pflanzen brauchen auch nicht gleichviel davon!

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Ostschweiz am 15. Mai 2007, 10:06:58
Kann ich eigentlich meinen Komposthaufen den ich ja eigentlich nicht mehr brauche wenn ich auch mulchen möchte und somit alles liegen bleibt einfach entleeren und auf meine Gartenflächen verteilen.

Rüstgut aus der Küche kompostiere ich immer noch zusammen mit Eierschalen , Kaffeesatz usw. Die eingesammelten heiss gebadeten Schnecken und noch ein paar Dinge mehr sind doch auf dem Komposthaufen besser aufgehoben als in der Mulchschicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Ostschweiz am 15. Mai 2007, 10:10:52
was sich weltweit in der Landwirtschaft tut. Dort wird nämlich zunehmen auch nicht mehr "umgegraben", d.h. gepflügt...

Roundup lässt sich natürlich in grösserer Arbeitsbreite verteilen und die Bodenverdichtung ist beim Überfliegen auch geringer als beim Pflügen :-X
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 15. Mai 2007, 12:30:59
@o.ch.:
Ich weiß nicht was Du mit dieser Aussage bekräftigen möchtest >:(, aber ich bezweifele es, ob Du wirklich informiert bist:
Der Einsatz von Herbiziden ist im konvetionellen Anbau weitaus größer als bei der Mulch- und Direktsaat.
Dass ein Bauer bei ca 4oo ha Anbaufläche nicht das Unkraut mit der Hand auszupfen kann, so wie wir es im Garten tun, ist ja wohl klar.
Darum ist Bioanbau ja auch so kostspielig!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 16. Mai 2007, 09:17:35
Im "Gemüsebeet" wurde darüber gesprochen, dass man Gemüse/Salat sich selbst aussäen lassen kann. Das finde ich sehr interessant. Ich hatte meinen Feldsalat auch bis zum Frühjahr stehen und blühen lassen, dann aber doch entsorgt. Eigentlich schade, ich habe nicht daran gedacht, dass er sich dann wieder aussäen könnte.

Jetzt aber meine Frage, wenn ich dick gemulcht habe, können sich die Pflanzen dann überhaupt selbst aussäen? Der Mulch soll doch Unkraut abhalten, dann kann eigentlich ja auch kein Salat- oder Gemüsesamen durchkommen, oder? Mulch und Selbstaussäen geht das?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 16. Mai 2007, 11:08:10
hallo tamara,

nein, wenn Du dick mulchst, werden sich Deine Salatpflanzen genausowenig aussäen wie das Unkraut.
Wenn Du möchtest, dass sich der Salat von selber aussät, darfst Du dort nicht oder nur ganz dünn mulchen. Dass dort dann auch Unkräuter keimen können, ist klar. Je größer die Fläche, je mehr Arbeit hat man dann wieder mit der Jäterei. Ich würd's mir überlegen, den Samen zu sammeln, und gezielt zu säen.

http://gaertnerblog.de/blog/2006/graebst-du-noch-oder-mulchst-du-schon/

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 16. Mai 2007, 11:57:11
Danke, Mulchmaus. Wenn ich mir das so überlege, bleibe ich doch lieber beim Mulch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Ostschweiz am 16. Mai 2007, 12:10:59
@o.ch.:
Ich weiß nicht was Du mit dieser Aussage bekräftigen möchtest >:(, aber ich bezweifele es, ob Du wirklich informiert bist:
Der Einsatz von Herbiziden ist im konvetionellen Anbau weitaus größer als bei der Mulch- und Direktsaat.

Ich habe Verwandte die Farmer sind. Und pfluglose Direktsaat nach Roundup Einsatz schaue ich also als konventionellen Anbau an. Wohlverstanden, ich esse auch Teigwaren und Brot und trinke Bier und Wein aus konventionellem Anbau. Ich wollte damit nur sagen, dass die riesigen Flächen in Deinem Link zwar nicht gepflügt werden und dass auch direkt gesät wird aber das eben auf diesen grossen Flächen nur mit dem Einsatz eines Totalherbizids möglich ist. Und solche sind hier nicht unumstritten...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 17. Mai 2007, 07:00:23
eine kurze bemerkung am rande:
seit ich heuer auch im gemüsebeet konsequent mulche (vor einigen wochen tw. mit stroh, jetzt mit pflanzenresten) sind mäuse im beet eingezogen.... :-\
ich hoffe, sie vergreifen sich nicht an meinen pflänzchen.... :P ;)
lg.b.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mulchmaus am 17. Mai 2007, 13:05:55
Hallo Berta,

wenn es Wühlmäuse sind, empfehle ich dir, Fallen zu stellen - Wühlmäuse können viel Schaden anrichten.
Es gibt sehr gute Fallen von der Fa. Neu..d... (will hier ja keine Schleichwerbung machen, aber die sind echt ihr Geld wert)

@o.ch: sieh' s mal so, auch die Bauern, die pflügen, benutzen Herbizide. Tatsächlich braucht man bei Mulch- und Direktsaat auf Dauer weniger davon und ist somit auf alle Fälle besser. Mit konventionell meinte ich den traditionellen Ackerbau mit Pflug.

Bioanbau unterscheidet sich ja nochmal von der Mulch- und Direktsaat.
wenn ich es mal vereinfacht ausdrücken darf:

Schlecht = konventionell mit Pflug
besser = Mulch- und Direktsaat
sehr gut = Bioanbau mit Mulch und Direktsaat, Unkrautkontrolle mechanisch.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 17. Mai 2007, 16:06:41
mulchmaus, ich glaub, es sind "normale" mäuse, gänge konnte ich keine entdecken, ich hab nur 2 mäuse gesehn, die auf der suche nach essbarem waren, nämlich oberirdisch sozusagen, nicht gängegrabend.... ;)
lg.b.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 17. Mai 2007, 16:14:44
Bei mir gibt es auch "normale" Mäuse.
Mein Gemüse fressen die nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: berta am 17. Mai 2007, 16:17:48
na dann laß ich sie ungeschoren..... ;) ;D
lg.b.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Ostschweiz am 18. Mai 2007, 17:16:55
@o.ch: sieh' s mal so, auch die Bauern, die pflügen, benutzen Herbizide. Tatsächlich braucht man bei Mulch- und Direktsaat auf Dauer weniger davon und ist somit auf alle Fälle besser. Mit konventionell meinte ich den traditionellen Ackerbau mit Pflug.

Es kommt wahrscheinlich auch noch auf die Fruchtfolge und den Boden bzw. die vorkommenden Wildkräuter an, wieviel Herbizid jeweils nötig wird. Weil sich ja nicht alle Wildkräuter mit Pflügen gleich gut unterdrücken lassen. Aber ziemlich sicher ist Nichtpflügen nicht nur ökonomisch sondern auch ökologisch ein Vorteil, wenn der Herbizideinsatz seriös erfolgt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 24. Mai 2007, 10:04:13
Ich habe übrigens auch Wühlmäuse. Irgendwie scheint der komplette Garten mit Gängen durchsetzt zu sein. Trotzdem möchte ich nicht auf das Mulchen verzichten, (noch) überwiegen die Vorteile. Bisher habe ich auch noch keinen Schaden feststellen können.

Ich habe schon Fallen aufgestellt, aber irgendwie scheine ich immer nur "alte" Gänge zu finden.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: GreenThumbs am 30. Mai 2007, 16:25:04
Seit heute oute ich mich dann auch mal als Flächenkomposter.
Habe heute vormittag abgelagertes Stroh, angereichert mit Meerschweinausscheidungen, auf mein Gemüsebeet ausgebracht. Neben den positiven Eigenschaften wie Verbesserung des Bodenklimas, Nährstoffeintrag, Verdunstungsrückhalt, Unkrautunterdrückung,... verspreche ich mir davon auch, den in Heerscharen über meine Pflanzen herfallenden Schleimern etwas entgegenzusetzen.

Ist meine Hoffnung berechtigt oder beeindruckt die das am Ende gar nicht?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 30. Mai 2007, 16:27:37
Ist meine Hoffnung berechtigt oder beeindruckt die das am Ende gar nicht?

Es wird ja gern behauptet, dass die Mulcherei das Schneckenleben begünstigt.
Ich hab allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Schnecken den Aufenthalt am Tage unter lebenden Pflanzen bevorzugen...
Ich hab nicht mehr Schnecken als vorher, aber auch nicht weniger!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: GreenThumbs am 30. Mai 2007, 16:34:25
Schade; ich hatte gehofft die mögen das trockene Stroh nicht an ihrer Schleimsohle. :-\ Aber rein optisch hat das Beet schon was. Sieht irgendwie so aufgeräumt aus. 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 30. Mai 2007, 17:25:30
Sieht irgendwie so aufgeräumt aus.

Dann wart mal, bis die Amseln kommen. :D

L.G. Eva
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 30. Mai 2007, 17:58:54
Sieht irgendwie so aufgeräumt aus.

Dann wart mal, bis die Amseln kommen. :D

L.G. Eva

Amseln sind seeehr kooperationsbereit bei der Schneckendezimierung.

Nachdem sie schon in den frühen Morgenstunden (aber auch während des Tages) unter dem Mulch nach Schleimern in handlicher Größe gesucht haben, breitet man im Gegenzug das Mulchmaterial wieder dekorativ aus, damit sich alle Schnecklein darunter einfinden können, um am nächsten Morgen rechtzeitig für die Amseln parat zu sein. ;D ;D ;D

Moosfladen (die an Schnecken-Verkehrsknotenpunkten ausgelegt werden sollten) werden von beiden Fraktionen besonders geschätzt :P 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 30. Mai 2007, 22:50:20
Gut zu wissen, werd ich mal Mossfladen auslegen :D ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Landfrau am 30. Mai 2007, 23:04:43
Nacktschnecken - und um die geht es wohl - fressen Grünes. Sie verstecken sich gern unterm Mulch und kommen raus, sobald das Klima ihnen zusagt in der Dämmerung, bei Regen. Dann klettern sie auf die Pflanzen und schlemmen, die Schleimer.

Wenn man einen Schneckenzaun hat (nie wieder ohne!), macht es Sinn, bei den Pflanzen Schneckenkorn auszulegen, auf ihrer nächtlichen Reise zum Futterplatz stolpern, ähhh, rutschen, sie dann aufs blaue gekörnte Leckerli.

Ideal: Schneckenkorn auf ein Stück Fliese, darüber aus Dachrinne oder ähnlichem ein regenfestes Dach. Dann schwemmt das Gift nicht ungenutzt in den Boden und die SChnecken finden es trotzdem gut. Das Fliesenstück muss kleiner sein als das Dach!!

Und noch was: Mulchmaterail nie außerhalb des Schneckenzauns lagern - es sammeln sich u. U. Massen von Schnecken drunter. Habe vorige Woche ca. 2 kg (!) Schnecken an einem Abend gesammelt - alle hatten wir vorher mit draußen gelagertem Stroh in das Gemüsebeet gelöffelt. Unter den gesammelten Schnecken haben dann am nächsten Morgen die Elstern und Krähen ein Massaker angerichtet. Ist das jetzt tierfreundlicher als Schneckenkorn - das frag ich mich seither. Fressen und Gefressenwerden.

Gartengrüße, Landfrau
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 31. Mai 2007, 00:32:07

Unter den gesammelten Schnecken haben dann am nächsten Morgen die Elstern und Krähen ein Massaker angerichtet. Ist das jetzt tierfreundlicher als Schneckenkorn - das frag ich mich seither.

Eine gute Frage. Schaun wir mal:

1. für die Schnecken? Ein Schnabelhieb tötet schneller als Schneckenkorn.

2. für die Vögel? Durch artgerechte Ernährung ein Beitrag zur Arterhaltung der natürlichen Schneckenfeinde.

Ergebnis: Eindeutig JA ! ;D

LG gundelrebe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 31. Mai 2007, 01:22:59

 Habe vorige Woche ca. 2 kg (!) Schnecken an einem Abend gesammelt ... Unter den gesammelten Schnecken haben dann am nächsten Morgen die Elstern und Krähen ein Massaker angerichtet.

Wie und worin hast Du die Schnecken über Nacht so aufbewahrt, daß am nächsten Morgen die Vögel dran konnten?

Eines meiner bisher ungelösten Probleme ist: Es wäre gut, die Schnecken abzusammeln ... doch was mache ich dann mit denen, wenn ich sie nicht töten mag/kann?

Danke schon mal.

LG gundelrebe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 31. Mai 2007, 08:02:54
Also, ich habe nicht den Eindruck, dass die Schnecken durch das Mulchen mehr geworden sind. Ich finde eher, bei einer größeren Mulchfläche, die richtig dick gemulcht ist und das Heu schon ein bißchen liegt und ineinanderfällt, sind es weniger. In der Mitte der Mulchfläche finde ich weniger Schnecken als in den Randgebieten oder auf ungemulchten Flächen.

Nein, die Schnecken machen mir weniger Sorgen. So langsam bekomme ich mehr Angst vor den Wühlmäusen. Eine habe ich erst gefangen. Irgendwie stelle ich die Fallen entweder vor die falschen Gänge oder die Fallen werden regelrecht unterwühlt. Ich möchte doch zu gerne auch mal Topinambur oder Knollenziest ernten. Die Wühlmäuse leben wie im Schlaraffenland und ich guck in die Röhre!

Erzählt mal, wie geht Ihr damit um?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gart am 31. Mai 2007, 09:22:28
Wenn man einen Schneckenzaun hat (nie wieder ohne!), macht es Sinn, bei den Pflanzen Schneckenkorn auszulegen, auf ihrer nächtlichen Reise zum Futterplatz stolpern, ähhh, rutschen, sie dann aufs blaue gekörnte Leckerli.

Ideal: Schneckenkorn auf ein Stück Fliese, darüber aus Dachrinne oder ähnlichem ein regenfestes Dach. Dann schwemmt das Gift nicht ungenutzt in den Boden und die SChnecken finden es trotzdem gut. Das Fliesenstück muss kleiner sein als das Dach!!

Und noch was: Mulchmaterail nie außerhalb des Schneckenzauns lagern - es sammeln sich u. U. Massen von Schnecken drunter. Habe vorige Woche ca. 2 kg (!) Schnecken an einem Abend gesammelt - alle hatten wir vorher mit draußen gelagertem Stroh in das Gemüsebeet gelöffelt. Unter den gesammelten Schnecken haben dann am nächsten Morgen die Elstern und Krähen ein Massaker angerichtet. Ist das jetzt tierfreundlicher als Schneckenkorn - das frag ich mich seither. Fressen und Gefressenwerden.

Bei soviel Kriegstreiberei gegen die Schnecken stimmt doch was nicht. Wer derart mit Gift um sich schmeisst, sollte mal grundsätzlich überlegen: Je mehr Schnecken bekämpft werden, dest rasanter vermehren sie sich. Wenn du keinen hochgradig kontaminierten Garten willst, wirst du verlieren. Bald auch den Spass am Garten.

Versuch lieber, ein Gleichgewicht herzustellen. Schneckenzaun, kombiniert mit Schneckenkragen um besonders gefährdete Pflanzen, mehr brauchts nicht. Dann warten, bis sich Schnecken und ihre Feinde einpendeln. Mulch hat da wenig Einfluss.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Katrin am 31. Mai 2007, 10:13:12
Ich möchte doch zu gerne auch mal Topinambur oder Knollenziest ernten.

Ich würde mich mehr vor dem Topinambur als vor den Mäusen fürchten.... (sorry für den unnützen Beitrag)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 31. Mai 2007, 12:04:26
Je mehr Schnecken bekämpft werden, dest rasanter vermehren sie sich.....

Hä? Wie ist denn das zu verstehen?

Zitat
Versuch lieber, ein Gleichgewicht herzustellen. Schneckenzaun, kombiniert mit Schneckenkragen um besonders gefährdete Pflanzen, mehr brauchts nicht. Dann warten, bis sich Schnecken und ihre Feinde einpendeln. Mulch hat da wenig Einfluss.

Gart, nenn mir doch mal bitte einen bezahlbaren Schneckenzaun, der ca. 50m lang ist!?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 31. Mai 2007, 12:35:47
"Ich würde mich mehr vor dem Topinambur als vor den Mäusen fürchten.... (sorry für den unnützen Beitrag)"

Ich habe jetzt erst ein paar Knollen gesetzt und Angst, ob dann überhaupt etwas wächst. Noch habe ich nichts. Vielleicht wird der Topinambur auch nie wuchern, weil die Mäuse dies sofort verhindern!

Irgendwie schein ja jeder mit etwas anderen "zu kämpfen" zu haben!

Schneckenzaun finde ich für große Flächen auch zu teuer. Vielleicht einfach genug pflanzen, dann ist es nicht so schlimm, wenn mal etwas ausfällt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Landfrau am 01. Juni 2007, 08:31:34
Gundelrebe:

Eimer mit Deckel - gibt's von Bekannten, die in irgendeiner Weise mit Gastro, Gruppenverpflegung, Imbiss zu tun haben als ausgediente Mayo-/Ketchup- und sonstwas-Leckerli-Eimer.
Zartfühlende Menschen mögen noch kleine (!) Luftlöcher in den Deckel schneiden und ein paar Salatblätter ;-) dazugeben.

Früh morgens so auskippen, dass Elstern, Krähen etc. gut rankommen und die Schnecken nicht so schnell weg - ein asphaltierter Feldweg z. B..

Dann hat man das Töten elegant delegiert und schläft ruhiger.

Landfrau
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 01. Juni 2007, 13:17:19
Eine gute Idee, Landfrau. Doch leider wird es bei mir nicht funktionieren, das Vogelmahl früh morgens für die Vögel bereitzustellen, da mein Garten zu weit weg ist und ich fast ausschließlich abends dort bin.

Du hast mich allerdings auf DIE Idee gebracht: Der Garten ist zu groß, um ihn ganz mit Schneckenzaun abzugrenzen, deshalb werde ich es umkehren und mit Schneckenzaun eine winzige (~0,5 - 1 qm) Schneckensammelstelle machen, bei dem die Kletterabwehr nach innen zeigt und sie dadurch nicht aus ihrem Garten raus können.

Ich hoffe, daß Elstern, Krähen und Amseln sich darauf einstellen und reichlich bedienen werden. Dann könnte Absammeln im offenen Garten Sinn machen.

Danke für den Tip
gundelrebe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 01. Juni 2007, 14:08:10
Ha, auch nciht schlecht, da muss man erst mal drauf kommen! ;D

Nur ob das mit der Verbindung in den Ecken so funktioniert... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 01. Juni 2007, 14:37:52
Ich habe einen Anbieter gefunden, der Innenwinkel anbietet :D http://www.hemiga.de/3.html
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Landfrau am 04. Juni 2007, 08:55:14
Gundelrebe, dass klingt pfiffig!

Dein Vogelfutterplatz sollte dann groß genug sein, dass Krähen und Elstern drin landen können / reinspringen können. Die SChnecken dürfen keine Rückzugsmöglichkeit haben, also weder Laub / Gras noch ZUgang zu lockerer Erde - sie verkriechen sich bei Trockenheit in den Boden. Uns si sollten von den Vögeln schnell erkannt werden können.

Das ist auch bedenkenswert bei Schneckenzäunen: Über etliche Zeit noch werden Schnecken wieder aus dem Boden innerhalb des Zauns kommen, auch wenn man denkt, man wäre schon alle los. Und man bedenke: Jede Schnecke legt 200 - 500 Eier! Und zur Begattung braucht es nicht mal Männlein und Weiblein - zwei Individuen reichen völlig. da Zwitter.

Gartengrüße, Landfrau

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 05. Juni 2007, 02:48:57
Danke für die Zusatztips, Landfrau!

Um die Elstern anzulocken, könnte ich ja noch etwas Glitzerndes auf der Erde verankern.

Ich habe den Eindruck, daß die Schnecken im vergangenen Herbst und Winter bei mir gar nicht mehr aufgehört haben für Nachwuchs zu sorgen und jede Schneckendame 5 - 6 x 200 - 500 Eier verteilte. Ein sehr fruchtbarer Garten ... :P

Liebe Grüße
gundelrebe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 16. Juni 2007, 22:51:53
Hallo, Ihr Mulcher !

Habe gestern den Vorteil vom Mulchen deutlich gesehen. Meinen Gemüsegarten mulche ich regelmäßig mit abgetrockneten Rasenschnitt. Gestern hat es auf 1 Stunde 65 Liter auf den qm geregnet, die gemulchte Flächen haben es locker weggesteckt, die ungemulchten Stellen sahen schlimm aus, richtig plattgewalzt. Ich werde es weiter so praktizieren.

Liebe Grüße von elis.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 16. Juni 2007, 23:20:39
Ich möchte mal meine Erfahrungen niederschreiben.

Einen Teil meines Gemüsebeetes habe ich vor 3,5 Jahren im Herbst mit der Motorhacke bearbeitet, es war vorher Wiese, auf Rat eines befreundeten Landwirtes habe ich die Fläche vorher nicht abgestochen, was ein großer Fehler war.
Anschliessend hatte ich alten Pferdemist aufgebracht, das ganze abgedeckt mit Stroh, und Kartons drauf. Das Frühjahr drauf die Kartins entfernt und den Rest liegen gelassen.
Das Ergbenis war naja, aber lag sicher auch an der kurzen Ruhephase.

Einen weiteren Teil des Beetes habe ich im selben Jahr mit Pferdemist und Stroh abgedeckt und wieder eine Plane drüber, der Boden wurde NICHT bearbeitet, die Abdeckung kam einfach auf die gewachsene Wiese.
Letztes Jahr hatte ich auf der Fläche ein paar Zucchini-Pflanzen und dieses Jahr sind dort 50 Tomatenpflanzen, sie stehen in einem super Boden, die obersten 5-10cm sind dunkle, sehr gut riechende Erde... unglaublich eigentlich, da die Fläche ja überhaupt nicht bearbeitet wurde...
zudem ist es dort nach dem vielen Regen nicht so quatschnass wie auf dem anderen Teil, der bearbeitet wurde... das Wasser wird viel besser vom Boden aufgenommen.

Mein Fazit für die Zukunft: keinerlei Bearbeitung mehr, sondern einfach nur abdecken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 16. Juni 2007, 23:28:13
auf einer fläche, die vorher wiese war, wächst in den ersten jahren einfach alles unglaublich gut, ob mit oder ohne mulch. die probleme kommen später, wenn schädlinge und pilzkrankheiten "gerochen" haben, daß es dort was zu holen gibt.
ein starkes argument für die dreifelderwirtschaft.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Raphanus am 16. Juni 2007, 23:29:22
Von gut wachsen, kann ich noch nicht berichten, ich sehe nur, wie gut der Boden geworden ist...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 16. Juni 2007, 23:32:27
du wirst sicher eine riesen-ernte einfahren, wenn das wetter mitspielt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: callis am 25. Juni 2007, 10:57:21
Gerade habe ich eine Chamaecyparis pisifera 'Filifera Aurea' geschreddert, weil sie die 10fache Größe dessen erreicht hatte, was man mir in der Gärtnerei seinerzeit gesagt hatte, und andere Gehölze schädigte.

Nun denke ich, dass das Schreddermaterial sicher Unkraut sehr wirksam unterdrücken würde. Aber muß das Material erst ablagern und wie lange? Und macht Mulch aus Scheinzypressen eventuell sauren Boden? Und was für einen Stickstoffdünger sollte ich eventuell zuvor ausbringen zwischen den Stauden, ehe ich mulche?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kraut_ruebe am 25. Juni 2007, 11:10:58


Gart, nenn mir doch mal bitte einen bezahlbaren Schneckenzaun, der ca. 50m lang ist!?

ich bin nicht gart ;D aber ich hatte erfolgreich einen simplen schneckenzaun über etwas mehr als 50 meter länge im einsatz: blech, etwa 40 cm hoch, oben einige zentimeter im 45 grad winkel gebogen, die kanten sind mit einer blech-zackenschere (wie auch immer das ding richtig heisst) geschnitten.

das blech kostete so ca 100 euro, das werkzeug kann man sicher auch ausleihen (blechschere, kantenbieger und die zackenschere) oder eine spenglerei damit beauftragen.



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 10. September 2007, 14:40:13
Hallo,

wie geht es jetzt weiter?

Ich habe einiges an Bohnen gepflanzt, jede Menge Kapuzinerkresse, Mais, Salat, der geblüht hat (weil ich soviel gar nicht ernten konnte) und ein paar andere abgeerntete Pflanzen.

Reiß ich nun die Pflanzen einfach raus und lass sie an Ort und Stelle als Mulch liegen? (Ich möchte dieses Jahr nichts neues mehr pflanzen)

Reicht das wohl aus, dass zwar alles schön verrottet, aber nicht jede Menge Unkraut wächst?

Viele Grüsse
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 10. September 2007, 15:39:03
Kommt drauf an, ob jetzt Unkrautsamen oder Wurzeln im Boden sind, Tamara! Nur ganz dicke Mulchschichten können eine Zeitlang Unkraut unterdrücken.
Umsonst ist Mulchen aber trotzdem nicht, weil sich die durchgewachsenen unerwünschten Pflanzen leichter aus dem lockeren Boden ziehen lassen!

LG Lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 11. September 2007, 12:48:46
Danke Lisl. Insgesamt ist der Boden schön locker geworden, da ich ja das ganze Jahr gemulcht habe. Dies möchte ich mir für das nächste Jahr erhalten.

Wie macht ihr das denn, wenn ihr abgeerntet habt? Laßt ihr die Pflanzen auch liegen oder kommt alles auf den Kompost?

Übrigens, hatte ich vor einiger Zeit von meinem Hang geschrieben. Den habe ich den ganzen Sommer über dick gemulcht, z.T. mit Heu und Stroh, aber auch jegliche Grünabfälle, die angefallen sind. Zeitweise war der Hang schon reichlich dick bedeckt. Allerdings habe ich nun festgestellt, dass sich mittlerweile doch schon eine schöne Erdschicht mit vielen Regenwürmern entwickelt hat.

Ich hoffe, dass ich den Hang dann nächstes Jahr problemlos bepflanzen kann. Ein paar Pflanzen, wie Kirschlorbeer, der leider total mickert, Stachelbeeren und Johannisbeeren habe ich schon gepflanzt. Bin gespannt, wie sie sich entwickeln.

Als vorübergehender Bodendecker habe ich Zucchini gepflanzt. Zumindest die runden Tellerzucchini haben sich nun gut entwickelt und ausgebreitet.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 11. September 2007, 13:04:09
bitte, Tamara ;) ! ich gebe die reste schon auf den kompost, schaffe mir aber in meinem großen gemüsegarten gelegentlich denzentrale stellen dafür, weil auf dem haupt-kompostplatz schon 3 nachbarn ihre abfälle deponieren und ich nicht so gerne alles nur zum spaß spazierenfahre (erst als abfall, dann als fertiger kompost).
an zwei oder drei geeigneten stellen (auf leeren gemüsebeeten)mache ich einfach haufen mit den im herbst anfallenden pflanzenresten. im frühling ist meist nicht mehr viel davon da. ich verteile das in der umgebung oder setze kürbisse und zucchini drauf.
dieses jahr wird besonders viel material anfallen, weil alles viel mehr wächst (nein: wuchert! ;) ) als normalerweise!

lg lisl
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 15. September 2007, 10:46:58
Hallo !

Ich mache sogenanntes Bokasi aus meinen Gartenabfällen. Grabe die Beete auf, schmeiße alles rein und trete es fest, gebe Urgesteinsmehl drüber und gieße mit verdünnten Ema gut an und gebe die Erde wieder drüber. So kann das liegen bis zum Frühling. Habe es schon vorigen Herbst auch so gemacht. Der Boden war sowas von tiefgründig locker und so fruchtbar.Außerdem mulche ich den ganzen Sommer mit allen was anfällt, ausgerissenen Unkraut,Rasenschnitt,Gemüseabfälle. Ich hatte kaum Schnecken, da ist das Ema "schuld", das macht Antioxidantien im Boden und das mag der Schneck nicht, darum kommt er gar nicht. Der Humuszuwachs ist sehr gut mit dieser Methode.
Liebe Grüße von elis.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 15. September 2007, 10:48:08
So siehts nachher aus, jetzt überlege ich noch ob ich Gründünger ansäe oder Feldsalat. Was würdet Ihr machen.

lg elis.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 16. September 2007, 22:34:00
Feldasalt würde ich machen. Er hinterläßt nach der Ernte immer so eine schöne feinkrümelige Erde.

Christina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: uliginosa am 05. Oktober 2007, 12:37:08
Hallo !

Ich mache sogenanntes Bokasi aus meinen Gartenabfällen. Grabe die Beete auf, schmeiße alles rein und trete es fest, gebe Urgesteinsmehl drüber und gieße mit verdünnten Ema gut an und gebe die Erde wieder drüber. So kann das liegen bis zum Frühling. Habe es schon vorigen Herbst auch so gemacht. Der Boden war sowas von tiefgründig locker und so fruchtbar.Außerdem mulche ich den ganzen Sommer mit allen was anfällt, ausgerissenen Unkraut,Rasenschnitt,Gemüseabfälle. Ich hatte kaum Schnecken, da ist das Ema "schuld", das macht Antioxidantien im Boden und das mag der Schneck nicht, darum kommt er gar nicht. Der Humuszuwachs ist sehr gut mit dieser Methode.
Liebe Grüße von elis.

Was ist Ema?
Wirkt das auch gegen Wühlmäuse? ??? 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 01. November 2007, 17:59:55
Beim surfen habe ich dieses Tagebuch einer extremen Mulchgärtnerin gefunden - für alle, die etwas über praktische Erfahrungen lesen wollen, ist dies sehr interessant.


http://www.gartenwelt-natur.de/index_tagebuch.html
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 10. November 2007, 19:54:38
Hallo,

ich lasse mulchen, von den Bäumen und vom Wind. Mit anderen Worten, ich bin zu faul das Laub zwischen den Pflanzen herauszuklauben. Damit die Frühlingsblüher hochkommen können werden dann an einem sonnigen Wintertag Laubansammlungen grob weggenommen und damit hat es sich.
Nach Euern begeisterten Berichten habe ich mir überlegt, eine Laubdecke zwischen die Erdbeerreihen (derzeit unkrautfrei) zu packen. Wie schaut es aus? Wie sind Eure Erfahrungen?


Viele Grüße

Peter
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: fars am 10. November 2007, 19:58:21

ich lasse mulchen, von den Bäumen und vom Wind. Mit anderen Worten, ich bin zu faul das Laub zwischen den Pflanzen herauszuklauben.

Und das mir, der ich eine Stunde lang in meinen Steingärten free-climbing gemacht hat, um das reingewehte Laub penibelst herauszulesen. :P
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 10. November 2007, 19:58:26

Nach Euern begeisterten Berichten habe ich mir überlegt, eine Laubdecke zwischen die Erdbeerreihen (derzeit unkrautfrei) zu packen. Wie schaut es aus? Wie sind Eure Erfahrungen?


Das mache ich jedes Jahr so, weil ich so viel Laub habe.
Ob das eine Ertragssteigerung bringt, weiß ich nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 10. November 2007, 20:03:57
Das mache ich jedes Jahr so, weil ich so viel Laub habe.
Ob das eine Ertragssteigerung bringt, weiß ich nicht.


Ähm, dafür nehme ich Wasser und etwas Blaukorn. Aber ich würde es schon begrüßen, wenn die Erdbeeren etwas weniger faulen und es vor allem weniger Unkraut gibt.


Danke für die schnelle Antwort

Peter
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 10. November 2007, 20:13:59
Bis zum Frühjahr, wenn das Unkraut wieder ordentlich loslegt, ist kaum noch Laub da. Teilweise trägt der Wind das Laub zu den Nachbarn, der Rest verrottet.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 10. November 2007, 20:15:22
Na dann wird morgen mit Laub gemulcht, wenn das Wetter halbwegs geht.


Viele Grüße

Peter
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dicentra am 10. November 2007, 20:26:52
Teilweise trägt der Wind das Laub zu den Nachbarn, der Rest verrottet.
Genau, und die holen dann den Laubsauger raus, um die paar Blätter von ihrem vollkommen sterilen Rasen wegzusaugen, während ich versuche, mein kostbares Laub in meinem eigenen Garten zu behalten ;D.

LG Dicentra
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 01. Januar 2008, 18:54:11
Hallo, zunächst mal Allen ein Frohes Neues Jahr!
So, dann zu meiner Frage. Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass Pappen ausgelegt werden (und Mulch?) um Unkräuter loszuwerden. So ganz habe ich es aber nicht verstanden.

Ich habe noch ein Stückchen Hang, wo zum einen der Boden nicht besonders toll ist und ein bißchen Gras und Unkraut wächst. Wie gehe ich am besten vor? Ich wollte Pappen und dicken Heumulch auslegen, aber in welcher Reihenfolge? Kann ich einfach auf das Gras dick Heu, dann Pappe und dann nochmal dick Heu legen? Oder die Pappe direkt auf das Gras und das Heu nur obendrauf? Wie lange das Verrotten dauert, ist mir nicht so wichtig. Ich hoffe, dass der Boden durch den Mulch verbessert und lockerer wird.

Außerdem möchte ich es mir natürlich so einfach wie möglich machen, ohne vorher erst noch groß Unkraut entfernen zu müssen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 02. Januar 2008, 23:23:32
Hallo Tamara89,

Pappe auf den Boden - das "erstickt" das Unkraut.
Dann mit Heu abdecken.
Wenn das naß wird, verfilzt es und verdeckt auch bei Sturm die "häßliche" Pappe.

Pappe hält ziemlich lange, deshalb zur Aussaat Rillen reinstechen (Spaten) oder zur Seite räumen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. Januar 2008, 09:06:42
Danke schön.

Ist es eigentlich egal, zu welcher Jahreszeit ich Pappe und Heu drauflege?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Susanne am 03. Januar 2008, 09:10:48

Im Prinzip ja. Allerdings bleibt der Boden länger kalt, wenn du Pappe und Heu auf das gefrorene Erdreich legst, weil die Mulchschicht isoliert und so die Kälte im Boden hält.
Umgekehrt kannst du auf die Weise ein Stück Erde länger offen halten, je nach Temperaturen sogar über den ganzen Winter.

An einem Hang würde ich die Pappe-Heu-Schicht mindestens mit großen Steinen beschweren. Dort trocknet alles wegen des Gefälles schnell ab, und abgesehen davon, daß die Chose schnell ins Rutschen kommen kann, fliegen dir möglicherweise schon beim ersten Sturm Pappe und Heu um die Ohren. In so einer Position ist schwarze Mulchfolie vielleicht doch die bessere Lösung.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 03. Januar 2008, 09:39:42
Tach Susanne,

da hast Du recht, aber ich würde, wenn möglich, einen Hang immer terassieren. Das erspart lebenslange Quälerei - es sei denn, man hat ein längeres und ein kürzeres Bein... 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Susanne am 03. Januar 2008, 09:52:23

Du meinst, vor allem, wenn man ein längeres und ein kürzeres Bein hat? Weltmeister im Rückwärtsgehen... :o
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 23. Januar 2008, 09:54:39
Also, Pappe und Heu habe ich erfolgreich ausgelegt. Und trotz des heftigen Windes in den letzten Tagen ist alles liegengeblieben. Es ist aber auch nur ein Streifen von ca. 1 m Höhe, zudem noch zur windgeschützen Seite. Da werde ich mal warten, bis alles verrottet ist.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 23. Januar 2008, 11:16:48
Zitat von: tamara89
link=board=29;threadid=9699;start=390#msg601515 date=1201078479
Da werde ich mal warten, bis alles verrottet ist.
Zitat


Hallo Tamara,

Verrotten dauert zu lange. Im Frühjahr den Saat- oder Pflanzstreifen einfach etwas freiräumen. Wenn die Pflanzen dann etwas größer sind, Mulch wieder ranschieben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 23. Januar 2008, 11:28:47
Danke Hardy, aber ich bin immer noch dabei, den Garten erst anzulegen. Da schaffe ich eben nicht alles auf einmal.

Diese Ecke werde ich wahrscheinlich aus Zeitgründen dieses Jahr noch gar nicht bepflanzen. Ich habe mir aber gedacht, ehe dort das Unkraut noch höher und dichter wächst, bekomme ich es zum einen ohne großen Aufwand weg und zum anderen wird der Boden verbessert und locker, so dass ich dann nächstes Jahr problemlos pflanzen kann.

Oder habe ich bei meinen Überlegungen wieder etwas übersehen?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 23. Januar 2008, 14:34:29
Da hast Du völlig Recht... ;)

Viel Spaß im Garten. Ich bin gerade mit dem Schneiden der Obstbäume beschäftigt. Im Gartren geht es erst im Februar los (säen von "Dicken Bohnen").
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 24. Januar 2008, 08:13:28
Auf den "Freiflächen" habe ich bisher ja immer ganz dick gemulcht. Wie ist es denn jetzt z.B. da wo Topinambur, Knollenziest, Zuckerwurzel.... wächst. Im Moment ist ja oberirdisch alles weg.

Der Mulch soll ja einerseits Wachstum unterdrücken, anderseits den Boden verbessern. Wenn ich über den Winter dick mulche, kommen die Pflanzen dann trotzdem im Frühjahr wieder raus?

Je mehr "Stauden", mehrjährige oder sich selbst aussähende Pflanzen stehen bzw. wachsen, desto schwieriger finde ich es mit dem Mulchen.
Wann kann ich welche Pflanzen abdecken? Oder muss ich immer gucken, dass an den Pflanzstellen Löcher in der Mulchdecke sind?

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 24. Januar 2008, 08:21:46
Moin Tamara,

auch das ist ganz einfach: Bei den Stauden/Topis dünn mulchen.
Die treiben da schon durch.
Im Winter wächst ja sowieso kaum was an Unkraut.

Nach dem Durchtrieb wieder dick mulchen.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 24. Januar 2008, 08:33:49
Dann werde ich das mal wieder so machen. Irgendwie finde ich einen "Heu-Garten" auch ganz schön.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: martina. am 17. Februar 2008, 11:18:05
Wir haben diese Woche eine Eibe etwas ausgelichtet und das Schnittgut gehäckselt.
Kann ich es als Mulchmaterial verwenden oder ist Eibe aufgrund der Giftigkeit ungeeignet?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 17. Februar 2008, 11:23:57
Hallo tinesmaragaid,

Eibe ist zunächst für den Menschen giftig.
Das Bodenleben wird damit fertig.

LG - Hardy
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 17. Februar 2008, 11:24:48
Eibe ist für Säugetiere giftig, nicht für Pflanzen. Ich hätte keine Bedenken. Das Häckselgut ist stickstoffarm, das muss man lediglich bedenken.


Viele Grüße

Peter
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Tollpatsch am 17. Februar 2008, 11:31:00
Wir haben diese Woche eine Eibe etwas ausgelichtet und das Schnittgut gehäckselt.
Kann ich es als Mulchmaterial verwenden oder ist Eibe aufgrund der Giftigkeit ungeeignet?
Mit Küchenabfällen und Grasschnitt und anderem Häckselgut, gemischt in den Kompost,
und im Herbst damit mulchen.
Zersetzt sich dann besser, und lockerer Humus.
hzl.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: martina. am 17. Februar 2008, 11:46:40
Danke euch :-*
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tapir am 23. Februar 2008, 14:36:55
im unlängst erworbenen Büchlein "Das Mulchbuch" von Dettmer Grünefeld aus dem Pala-Verlag fand ich einen entzückenden Ausdruck: Sonnenmulch . Gemeint ist damit eine Mulchschicht aus Kies oder größeren Steinen für mediterrane Pflanzen.
Das Buch ist übrigens für Mulch-Anfänger recht brauchbar, enthält auch Wissenswertes über Regenwürmer und Grünpflanzen.

Liebe Grüße, Barbara
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 24. Februar 2008, 21:25:32
mulcht hier eigentlich jemand mit seetang? oder wirft ihn auf den kompost?

die frage geht wohl eher an die nordlichter, die anderen bräuchten dafür ja eine gewisse transportlogistik ;)

würde mich wirklich interessieren: seetang? somebody?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 24. Februar 2008, 21:27:29
Ich glaube, der wäre auf die DAuer zu salzig.

Es gibt hier aber - OT - ein Unternehmen, das sich den Salzgehalt als natürlichen Brandhemmer zunutze macht und einen Dämmstoff daraus herstellt (ich glaube, das Zeug wird zu Platte gepresst und getrocknet).
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Arachne am 24. Februar 2008, 21:40:09
Vor langer Zeit haben viele ärmere Norddeutsche nicht auf Strohsäcken, sondern auf "Matratzen" mit Seetang gelegen. Meine Mutter hat als Flüchtling 1949 auch noch auf so einem Teil geschlafen. OT Ende.

Ich weiß nicht, in meinen Garten würde ich keinen Seetang haben wollen. Er ist zu salzhaltig und der Zersetzungsgeruch ist auch nicht unbedingt nasenfreundlich. Grasartiger Tang zerfällt bald, aber Blasentang ist zäh (und enthält eben in den Kammern reichlich Salzwasser).

 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: uliginosa am 24. Februar 2008, 22:19:12
Vor langer Zeit haben viele ärmere Norddeutsche nicht auf Strohsäcken, sondern auf "Matratzen" mit Seetang gelegen. Meine Mutter hat als Flüchtling 1949 auch noch auf so einem Teil geschlafen. OT Ende.

OT: War das wirklich Seetang?
Seegras (Carex brizoides), das in feuchten Wäldern große wellig aussehende Bestände bildet, wurde früher als Matratzenfüllung verwendet.

Seetang dürfte wirlich auf Dauer zu viel Salz einbringen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Arachne am 24. Februar 2008, 22:29:07
OT: Ja. Es war Seetang als Füllung drin. Jedes Jahr holte abwechselnd ein Bauer das Zeug mit dem Wagen vom Strand und jeder im Dorf nahm sich davon, was er brauchte. War eine zähe Masse, die jeden Morgen mit viel Mühe/Kraft wieder flachgeklopft werden musste.

"Waldwolle" wurde übrigens für Kopfkissen verwendet. Das waren die Fasern der Samenstände der Weiden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: uliginosa am 24. Februar 2008, 22:38:42
 :o OH! :o

Da bevorzuge ich doch meine Matratze! ;D ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Susanne am 25. Februar 2008, 07:49:33


Ich habe in der Bretagne gesehen, wie Bauen große Mengen Seetang (Zuckertang und Palmentang) vom Strand geholt haben, um ihn als Dünger auf die Felder zu bringen. Beide Tangarten sind flach und enthalten keine Hohlräume.
In der Gegend werden hauptsächlich Artischocken und Blumenkohl angepflanzt, beide können etwas Salz vertragen oder sogar gebrauchen.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 25. Februar 2008, 08:10:39
Auch rote Bete und Mangold können etwas Salz ab.

Doch insgesamt finde ich das Mulchen mit Seetang im Kleingarten/Hausgarten wenig attraktiv, man müßte das Zeug ja auch erstmal am Strand zusammenharken, irgendwie zum Garten befördern, den Gestank aushalten.... da gibt es andere Mulchmaterialien, die unkomplizierter zu verwenden sind.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 25. Februar 2008, 08:19:29
Abgesehen von fridas Vorbehalten müsste das Salzige auch für Sellerie sehr gut sein, der das ja als Küstenpflanze gerne mag!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 27. Februar 2008, 12:31:49
Hallo,

ich habe nun einen Silageballen bekommen und wollte damit mulchen. Heu habe ich leider im Moment noch nicht. Das Silo ist schon ziemlich angegammelt und müsste somit wohl recht schnell verrotten.

Wirkt sich Silo anders aus als Heu? Ich meine damit, wenn Silo an die Tiere verfüttert wird, hat es ja mehr Enerige/Eiweiß als Heu. Macht sich das auch bei den Pflanzen bemerkbar? Ist Silo höherwertiges Mulchmaterial?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wutzi am 27. Februar 2008, 13:43:04
Ich glaube nicht, dass ich mit Grassilage mulchen würde.
Gut, ich hab´s noch nicht probiert aber...
Grasilage wird dadruch haltbar, weil die Kohlenhydrate im Gras durch Bakterien in Milchsäure umgewandelt wird. Wie beim Sauerkraut einlegen.
Durch den niedrigen pH Wert ist es haltbar und wird nicht mehr so leicht zersetzt.
Silage hat also weniger Energie als Gras.

Wenn er gammlig ist, dann ist vermutlich beim Silieren was schiefgelaufen. Es kommt dann oft zu einer Buttersäuregärung. Das Zeug ist also auf jeden Fall sauer und das hemmt die meisten Bodenorganismen bei ihrer üblichen Arbeit. Ausserdem mögen viele Pflanzen keinen niedrigen PH-Wert.

Direkt schaden tut die Silage nicht, wir fahren unsere alte, gammelige Silage auch auf den Acker. Aber ich würde Heu, Stroh, Laub oder ähnliches immer vorziehen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Arachne am 27. Februar 2008, 14:15:52
Wirkt sich Silo anders aus als Heu? Ich meine damit, wenn Silo an die Tiere verfüttert wird, hat es ja mehr Enerige/Eiweiß als Heu. Macht sich das auch bei den Pflanzen bemerkbar? Ist Silo höherwertiges Mulchmaterial?


Veränderung im Nährstoffgehalt tritt beim Silieren nicht ein.
Es ist nur so, dass Kühe Wiederkäuer sind, d. h. das aufgenommene Futter wie Heu oder Gras wird im Pansen der Tiere mit viel Wasser "eingeweicht", anschließend wiedergekäut und kann erst dann verdaut werden.
Siliertes Futter kommt dem Zustand des Futters, wie es im Pansen entsteht, sehr nahe. Das macht der Kuh die Verdauung leichter.

Was ist eigentlich mit den evtl. vorhandenen Sämerein in der Silage? Sind die noch keimfähig?

Wenn Deine Silage angegammelt ist, Vorsicht beim Ausbreiten wegen der evtl. enthaltenen Pilzsporen. Diese möglichst nicht einatmen.
 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. März 2008, 10:45:41
Also, dieser Siloballen war eigentlich für Pferde bestimmt. Da aber die Folie beschädigt war und somit anfing zu gammeln, konnte er natürlich nicht mehr verfüttert werden und war über.

Wegen der Samen in der Silage mache ich mir keine Sorgen. Die Silage wird dick genug verteilt, so dass Keime und Unkraut unterdrückt werden.

Die Silage war beim Auspacken noch feucht und hatte diesen typischen Gärungsgeruch. Einen Teil habe ich nun auf den ersten Beeten verteilt, nach 1 - 2 Tagen ist der Geruch weg und die Silage trocknete ab.

Mir geht es zunächst darum, Unkraut zu unterdrücken und Wasser zu speichern. Bisher habe ich mit Silo als Mulchmaterial auch noch keine Erfahrung. Ich hoffe aber, das es ähnlich gut verrottet wie Heu.

Das meiste sieht noch recht normal aus. Um die paar gammeligen Stellen habe ich mir nun keine Gedanken gemacht, da ich dachte, es trocknet an der Luft ab und verrottet.

Als ich anfing zu mulchen, hatte ich gleich total dick mit Heu gemulcht und manche Stellen fingen ebenfalls an zu gammeln und zu faulen. Hier hatte mir dann jemand recht schön erklärt, das erst einmal der Verrottungsprozess in gang und das Kleinklima mit den ganzen "Arbeitstieren" (Würmern) entwickeln muss. Irgendwann begann es rasend schnell zu verrotten, außerdem waren dann auch mehr Würmer vorhanden.

Ok, an die Säuerung habe ich nicht gedacht. Hält sich das denn? Vergeht das nicht mit dem Trocknen und Verrotten?

Nun ja, ich werde es jetzt einfach mal ausprobieren, wie es sich mit Silo entwickelt.



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Daggi am 03. März 2008, 11:30:16
laut Ruth Stout soll es möglich sein mit angegammeltem Heu zu mulchen.
Sie bekam ihres geschenkt.
Ich kenne es allerdings nur in der Theorie und kenne auch nicht den Unterschied Heu/Silage (Gärung unter Luftabschluß?)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 03. März 2008, 12:33:57
Nun, so ist es bei mir auch. Ich habe das Silo geschenkt bekommen und werde auch wieder Heu bekommen, aber das wird noch ein paar Wochen dauern. Eben weil es nicht mehr verfüttert werden kann.

In #309 ist Lissy schon auf das Thema "Schimmel" eingegangen.
Nach den Anfangsschwierigkeiten verrottet das Heu nun immer total schnell. Außerdem habe ich nun mehr Regenwürmer im Boden.

Ich kenne es nur aus der Pferdefütterung, dass Silage immer und frisches Gras (im Frühjahr) eiweißhaltiger ist als Heu.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. März 2008, 13:33:50
nach eifrigem lesen über mulchen hier in der kompostabteilung habe ich am wochenende eine schwierige ecke in meinem garten in angriff genommen:

der garten hat eine leichte hanglage direkt nach süden. an der unteren rechten grundstücksgrenze steht ein nadelbaum (ich weiß noch nicht mal, was das ist) in der ecke, am zaun eine ligusterhecke. unter diesem baum wächst nix, isjaklar. vom obstbaumschnitt letztens habe ich einen großen haufen schnittgut (die bäume waren fast zehn jahre nicht geschnitten worden). und außerdem habe ich jede menge staudenschnittgut und feinen gehölzschnitt am wochenende zusammengebracht.

jetzt habe ich damit begonnen, unter diesem baum das kleingeschnittene material zu verteilen. das hab ich alles mit der hand kleingebrochen bzw. geschnitten :o mit dem holz von den obstbäumen möchte ich an ostern versuchen, den bereich unter dem baum mit einer art niedrigem totholzzaun zu umgeben. ich dachte mir, aus den stärkeren stücken gerade pflöcke zu schneiden und diese leicht versetzt in die erde zu schlagen. zwischen diese pflöcke will ich dann die dünneren äste mehr lagern als flechten, weil das mit diesem material wohl nicht geht.

damit hätte ich eine "ordentliche" begrenzung der beschatteten fläche unter dem baum, die ich dann mit weiterem kleingeschnippelten totholz und später dann laub usw. auffüllen will. das soll kein komposthaufen sein (den habe ich in einer anderen ecke), weil ich von der terrasse aus und wenn man in den garten kommt, da auch immer draufgucke. aber totzholz und laub finde ich optisch nicht problematisch, zumal das ja durch das zäunchen eine begrenzung erhält. und vielleicht kann ich ja nach ein paar jahren dort auch mal etwas pflanzen.

kann man das jetzt flächenmulch nennen? ich will's auf nachfrage auch meinen nachbarn erklären können ;D und was haltet ihr davon?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. März 2008, 13:34:36
und hier der bisher erreichte zwischenstand des projektes:
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 11. März 2008, 14:48:41
Hallo Freitagsfish,

ich glaube es ist nicht gut, im Wurzelbereich von Bäumen dick zu mulchen. Flachwurzler wurzeln deshalb flach, weil sie die obere dünne Schicht nutzen. (Sauerstoff? Bodenleben? Pilzsymbionten?)



Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Tara am 11. März 2008, 17:56:45
Unter unseren Kiefern ist eine geschotterte Fläche, auf der wirklich kein Grashalm wuchs. Da ließ ich einmal eine Ladung Rindenmulch ein klein wenig zu lange liegen. An die unterste Schicht kam ich dann nicht mehr ran, weil die Kiefern das Ganze ratzfatz durchwurzelt hatten.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. März 2008, 18:07:42
tara, du meinst also, daß mein flächenmulch dem baum nicht schadet? (ich glaube, es ist eine fichte, weil: fichte sticht, sagt man doch, oder?)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Tara am 11. März 2008, 18:34:58
Ich bin Gartenneuling, kann nur sagen, daß es unseren nicht geschadet hat. Warum sie das so schnell durchwurzelt haben, weiß ich ebensowenig - entweder waren sie froh, nach all den Jahren endlich Schappi zu bekommen, oder sie schnappten verzweifelt nach Luft (siehe Post von Hardy) oder sowas. Bei uns ging es jedenfalls gut.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hardy am 11. März 2008, 22:51:26
Frag doch einfach mal beim Forstamt nach oder bei einer Forst-Baumschule.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 11. März 2008, 23:06:11
und hier der bisher erreichte zwischenstand des projektes:
Sieht gut aus.Du kannst bedenkenlos so fortfahren.Das zerbrochene Holz wird nicht so von den Wurzeln genutzt,Erst wenn es verrottet,wird es von Wurzeln durchzogen,weil diese Schicht wasser und nährstoffreicher ist und für den Baum,egal was für ein Flachwurzler beworzugt genutzt wird.
Aber es stellt keine Gefahr für deinen Baum dar,der schon größer ist.Er behällt seine tieferen Wurzeln.
LG FRank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. März 2008, 11:33:57
@wiesentheo: vielen dank für deine einschätzung! dann werde ich also bedenkenlos fortfahren ;)

noch eine nachfrage: ich hatte gehofft, mit diesem mulchprojekt die fläche unter dem baum vielleicht doch nach ein paar jahren mal bepflanzen zu können. glaubst du, das wäre möglich?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pinguin am 12. März 2008, 11:58:52
hallo freitagsfish, es gibt für jeden Standort geeignete Pflanzen, bei entsprechender Sortenauswahl kannst Du Deine Fichte auch jetzt schon unterpflanzen, :D schließlich ist sie ja aufgeastet und lässt Licht durch, eine Mulchschicht ist dabei sicherlich sinnvoll, da sie die Verdunstung herabsetzt, auch wäre es von Vorteil, wenn Du die frisch gesetzten Pflanzen im Sommer bei anhaltener Trockenheit gießen kannst, insgesamt sehe ich dann keine grossen Probleme,
welche Pflanzen für Dich in Frage kommen, wird im wesentlichen von den vorhandenen Licht- und Bodenverhältnissen (also sandig oder lehmig, ph-Wert hoch oder niedrig ? etc.) abhängen
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. März 2008, 12:02:53
danke pinguin.

ich bin immer verwirrt, weil so viele leute sagen: da wächst überhaupt nichts drunter! und man sieht ja auch immer viele kahle stellen unter so nadelgehölzen in gärten. und selbst, wenn der besitzer dort nichts pflanzt, sollten sich dann nicht von alleine pflanzen ansiedeln, die mit dem standort klarkommen? man sieht aber immer nur kahle, benadelte baumscheiben! ???

(erst einmal brauche ich die fläche aber auch wirklich zum "totholzmulchen", weil ich sonst gar nicht weiß, wohin mit dem zeug.) ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 12. März 2008, 12:07:04
Versuchs doch mit Geranium maccrorrhizum, wächst sicher.

LG Falk
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 12. März 2008, 12:08:22
Und Aster divaricatus und Helleborus foetidus. ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 12. März 2008, 12:10:19
OT- ;D ;D ;D wo wir beim Thema sind - grüß Dich Peter ;D

Ich werd meine gleich einpflanzen. ;D Nochmals danke!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. März 2008, 12:10:57
Versuchs doch mit Geranium maccrorrhizum, wächst sicher.

ja, ich glaube, das hatte ich schon einmal in einem anderen thread gelesen - danke! die stelle ist den ganzen tag sehr schattig, nur am späten nachmittag scheint schräge sonne drauf.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 12. März 2008, 12:15:51
wächst trotzdem ;)
LG Falk
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pinguin am 12. März 2008, 12:18:38
freitagsfish, es kommen halt nur ganz bestimmte Pflanzen mit einem solchen Standort zurecht, bei mir haben sich von allein Ginster, Holunder und Schafgarbe unter den Fichten angesiedelt, die wachsen bei uns in der Heide wild, wo sie fehlen, können sie sich natürlich auch nicht von allein aussäen, angepflanzt habe ich z.B. Skimmien, Torfmyrten, Lavendelheiden, verschiedene Heidepflanzen (Erica, Calluna), Rebhuhn-, Blau- und Preiselbeeren sowie Azaleen, dazu muss ich sagen, dass der Boden bei mir sauer und sandig ist,
denkbar wären auch Storchschnabel-Arten, Taubnesseln, Efeu, Silberpfennig - kahl muss es auf jeden Fall nicht aussehen, solange ausreichend Licht auf den Boden gelangt - in reinen Fichtenwäldern mit dichtem Baumbestand wächst irgendwann wirklich nichts mehr, weil das Licht nicht mehr ausreicht und zu wenig Wasser auf den Boden gelangt, bei einzeln stehenden Nadelbäumen ist das anders :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 12. März 2008, 23:26:20
Ja ja,du jannst alles anpflanzen,was Schatten braucht,oder verträgt.
Wie Pinguin schon sagt und die anderen auch.Blos zu wild wuchern sollte es nicht und deine Aufschüttung verwachsen.Bei Efeu ist die Gefahr sehr groß.
Es gibt da auch schöne niedrigwachsende Schlingpflanzen,die sich sehr gut machen würden.Die blühen blau und sind nicht so massiv treibend.
Ich frage mal nach,wie die heißen.
Ich kann nie was mit den botanischen Namen anfangen ???.Vieleit weiß da jemand mehr.
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 12. März 2008, 23:29:23
z.B. vinca minor oder Vinca major "Variegata"
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 12. März 2008, 23:50:16
z.B. vinca minor oder Vinca major "Variegata"
Ist ja schön.Aber was ist das ???
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 12. März 2008, 23:55:58
Immergrün

http://images.google.de/images?q=vinca+minor&ie=UTF-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox&um=1&sa=N&tab=wi
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 13. März 2008, 00:19:32
Genau,die meine ich.
In unserei Vereinsgarten haben wir am Rande überall das und das verdecht alles,wass nicht jeder sehen soll.Ist auch noch immergrün und pflegeleicht
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 13. März 2008, 11:02:58
vor vinca major hat mich neulich eine gärtnerin aus dem foerster-garten streng gewarnt, ich solle es mir bloß nicht in den garten holen. sie haben im foerster-garten eine ziemlich große fläche damit bepflanzt, sieht auch gut aus, aber sie sagt, daß das zeug lange ranken in die rabatten davor wirft, die dann alle mit der hand vorsichtig entfernt werden müssen. die pflanzen selbst wären nur mit der sense an ihrem zugedachten platz zu halten. :o

(sorry OT)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 13. März 2008, 13:08:58
Möchte mich der Warnung vor Vinca major anschließen.

Vor 5 Jahren holte ich es mir in den Garten (ebenfals unter eine große Fichte) Wachstum gut, zu gut! Die langen Ranken kann man notfalls abschneiden, man muß aber immer hinterher sein. Was mich noch mehr störte, daß es nicht flach blieb, sondern zu einem Hügel heranwuchs.
Im letzten Frühjahr hab ich es wegmachen lassen (hätte meine Muskelkraft entschieden überfordert) und kämpfe seit dem immer noch damit.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 07. April 2008, 12:31:45
Hallo Mulcher,
im Januar bei schönsten Wetter - muß es doch gegeben haben - habe ich
im Garten Kompost und Mulch (Eichen- u.Lindenlaub von 2006) ausgebracht.
Eigentlich alles wie jedes Jahr und siehe da, es grünt im ganzen Garten.
Was habe ich mir hier in den Garten geholt ??? - Vögelmiere ???
Eigentlich passen wir beim Beschicken des Kompostes sehr auf.
LG Falk
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: *Falk* am 07. April 2008, 12:50:39
noch einmal ein Ausschnitt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. April 2008, 17:29:46
so, hier zeige ich euch das ergebnis des "bedenkenlosen fortfahrens". der flechtzaun und die "füllung" der fläche unter der fichte sind in anderthalb tagen arbeit mit vier händen entstanden.

der gesamte obstbaumschnitt von fünf bäumen, die seit zehn jahren nicht mehr geschnitten worden waren, ist dort hinein gegangen. wir haben mit der stichsäge dickere äste als pflöcke zurechtgeschnitten und mit einem riesen hammer in den zum glück weichen/lehmigen boden gedroschen, dann alles lange holz, immer gemischt dickere und dünnere äste, dort hinein"geflochten". die form des zauns folgt der linie der fichtenkrone. der rest wurde kleingebrochen (zum glück mußte ich nur wenig zerschneiden, sonst könnte ich jetzt nicht tippen!) und auf die fläche gebettet. dorthinein ging auch der gesamte staudenschnitt des ein jahr lang nicht gepflegten gartens, heckenschnitt und totholz von der ligusterhecke usw. usf.

wie man sieht, kann die fläche noch einiges material aufnehmen, z.b. laub im herbst. der zaun ist ungefähr kniehoch, man kann also gut drübersteigen. die nachbarn finden's in ordnung, weil's "ordentlich" aussieht. ich nenne das "gewollt", weil eben der zaun drumrum ist. ohne zaun hätte ich es so nicht gemacht. auf der fläche davor lag lange scharfer bausand, da werd' ich demnächst ein bißchen kompost draufstreuen und wildblumenwiesenmischung ausbringen, damit der anschluß zur angrenzenden wiese wieder hergestellt wird.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 11. April 2008, 17:39:15
Sieht gut aus freitagsfish
Wenn du noch Laub drauf tun willst,dann siedeln sich vieleicht auch Igel zum Winterschlaf an.
Wenn du Laub aufbringst,laß Laub von Birnen weg.
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pinguin am 11. April 2008, 17:42:21
ich find auch, das ist richtig schön geworden, freitagsfish, besonders der Flechtzaun! :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. April 2008, 17:43:23
danke wiesentheo!

ich hab keine birne im garten, aber so aus interesse: warum kein birnenlaub? ???

mit der igelansiedelung für den winterschlaf stehe ich in direkter konkurrenz zu meinem nachbarn, der hat eine ganze batterie liebevollst gebauter unterkünfte hinter seinem haus und meinte neulich, sein igelhotel wäre in diesem winter ausgebucht. er grinste wirklich wie ein fünf-sterne-hotel-besitzer! ::) ;D

@pinguin: danke auch dir! dafür, daß wir es zum ersten mal gemacht haben, ist es ganz passabel. und erstaunlich stabil!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 11. April 2008, 21:14:54
freitagsfisch, das habt ihr gut gemacht! Zu eurem Igelhotelbesitzer gratuliere ich euch! Gute Nachbarn sind ein Segen für den Frieden der Gartenseele.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 11. April 2008, 22:03:04
Nur so nebenbei, ich finde, freitagsfish, du bist eine echte Bereicherung hier im Forum. Habe deinen Blog abonniert! :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. April 2008, 23:09:41
dankeschön pearl und pimpinella! :)

und ja, bis heute haben wir glück mit unseren nachbarn! :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 08. Mai 2008, 07:46:58
Ich möchte noch mal über meinen Silageballen berichten.

Anfang März hatte ich hier ja nachgefragt, ob ein Unterschied zwischen Silo und Heu beim Mulchen wäre.

Ich habe das Silo genau wie sonst das Heu sehr dick ausgelegt. Am Anfang hat es noch ein bißchen gemüffelt (wie das bei Silo nun einmal so ist).

Nach ein paar Tagen ist es abgetrocknet, so dass der weitere Verlauf genau wie beim Heu war. Schöner Mulch, der schnell verrottet. Auch die paar angegammelten bzw. angeschimmelten Stellen waren nicht schlimm. Wie beim Heu ist an der Luft alles schnell getrocknet und verrottet. Ich habe den Eindruck, dass die angeschimmelten Stellen sogar fast schneller verrotten.

Wie mir Lissy anfangs erklärte, muss der Verrottungsprozess erst einmal in Gang kommen und genügend Würmer und Kleinstlebewesen vorhanden sein und dann läuft es ruckzuck von allein. Kann ich nun nur bestätigen.

Der einzige "Nachteil" bei der Silage ist am Anfang nur der Geruch. Es kommt dann darauf an, wie nah die Nachbarn wohnen bzw. wie groß der Garten ist. Wenn man die Möglichkeit hat, läßt man das Silo ausgebreitet ein paar Tage liegen und der Geruch verfliegt. Dann kann man es auch wieder in Nachbars Nähe verteilen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 30. Juni 2008, 13:34:55
so, am vergangenen wochenende habe ich mich bei meinen nachbarn als verrückt geoutet: wir hatten zu wenig wiesenschnitt, um alles mulchen zu können. und ich wollte mulchen, weil durch die bauarbeiten im letzten jahr und durch die art der bewirtschaftung der pächterin in den jahren vorher überall im garten offener boden ist. und offener boden bereitet mir tatsächlich pein...

als meine nachbarin dann beim rasenmähen war (und nachdem sie einen abend vorher bei unserer kleinen einweihungsparty von uns gut bewirtet wurde), habe ich sie um rasenschnitt gebeten. den leichten sammelbehälter über den niedrigen gartenzaun zu reichen, ist kein problem. wofür? war ihre frage. zum mulchen! meine antwort. ungläubiges gesicht bei der nachbarin (sie ist beim grünflächenamt angestellt!).

aber ich bekam ihren ganzen rasenschnitt, bin mulchend und vor zufriedenheit brummend durch meinen garten gezogen und hoffe nun auf die segensreichen effekte und darauf, daß meine nachbarin auch mal wieder eine wurst von mir nimmt ;D

sie war aber auch ganz froh, ihren rasenschnitt nicht kompostieren zu "müssen" - sie hat nämlich nichts, womit sie das mischen könnte... ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 30. Juni 2008, 21:49:03
ja, ja ich bin hier inzwischen auch bekannt als dankbarer Abnehmer von Rasenschnitt u. Laub ;D
Freitagsfish, deine kleine Mulchfläche unter der Tanne gefällt mir sehr, sehe es erst jetzt.

Christina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: knorbs am 01. Juli 2008, 16:39:53
...offener boden bereitet mir tatsächlich pein...

geht mir genauso...geradezu schmerzhaft empfinde ich es, wenn ich im schattenbereich in die pflanzung latschen muss + so richtig in den weichen boden einsinke. in den ganz sensiblen bereichen liegen allerdings überall trittsteine, aber die sind mir jetzt ausgegangen ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 02. Juli 2008, 21:23:23
Hallo ihr Lieben!
Bei mir fällt jede Menge Rasenschnitt an und bisher habe ich damit auch furchtbar fleißig alles mögliche gemulcht.
Jetzt möchte ich einige Staudenbeete vergrößern und ein Himbeerbeet neu anlegen. Und bisher bin ich da immer wie folgt vorgegangen: Rasensoden rausstechen, Kompost mit Garten- und Blumenerde mischen, ausbringen und dann Stauden einpflanzen.
Die Sache mit dem "Rasensoden rausstechen" ist aber schon etwas mühsam, das müsste doch mit Mulch einfacher gehen!
Ist es also eine schlaue Idee, meine ziemlich verunkrauteten Rasenflächen einfach mit Mulch zuzupacken, eine bestimmte Zeit zu warten, damit ich unkraut- bzw. rasenfreie Erde bekomme? Oder ist das Blödsinn?
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 02. Juli 2008, 21:27:31
@mari: wenn ich das, was ich hier gelernt habe, richtig wiedergebe, würde in deinem fall wohl das mulchen mit rasenschnitt nicht so gut und schnell zum erfolg führen. mulchen kann man aber auch mit anderen, für licht eher undurchlässigeren materialien, z.b. pappe.

ich werde das über den nächsten winter mal an ein paar stellen in meinem garten machen, um dann im frühjahr dort pflanzen zu können.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 02. Juli 2008, 21:31:22
Hallo freitagsfish :)!
Pappe zuschneiden, hinlegen und dann Rasenschnitt drauf, damit es nicht so dämlich aussieht?! :D
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 02. Juli 2008, 21:36:43
ja, so würde ich es machen. zwischen pappe und rasenschnitt vielleicht noch ein paar steine zum beschweren, damit's nicht wegfliegt...

dämlich sieht es so oder so aus, aber da wir den garten nicht am haus, sondern weit weg haben, ist es mir egal. und meine nachbarn sind im winter auch nur dort, um die freilaufende katze zu füttern. in wohngebieten mit gärten müßte man da vielleicht mehr rücksicht auf die optik nehmen. weiß nicht...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 02. Juli 2008, 21:39:40
Und meinst Du, ich kann dann da ev. so in einem Monat drauf pflanzen? Ich schätze mal, mein Unkraut ist da ziemlich hartnäckig!!
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 02. Juli 2008, 21:41:55
ich hab da ja noch keine erfahrungen, ein monat scheint mir aber nicht sehr lange zu sein, um zu diesem zeitpunkt des jahres alles unkraut dort zu meucheln. aber ich denke, es würde schon etwas bringen. warte doch mal ab, es werden sich bestimmt noch erfahrenere mulcher hier zu wort melden...
 :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 02. Juli 2008, 21:55:10
Mari, das dauert eine Vegetationsperiode. Wenn Du jetzt abdeckst, kannst Du im nächsten Frühjahr pflanzen.

Wenn Du ungeduldig bist, stichst Du die Grassoden ab und schichtest sie umgekehrt zu einem Hügel. Den bedeckst Du bis zum nächsten Frühjahr mit schwarzer Folie. Du kannst den Hügel noch nutzen, indem Du Löcher in die Folie machst und Kürbis oder Zucchini reinpflanzt, dann mußt du dich aber beeilen. Im nächsten Jahr sind die Soden verrottet und Du hast gute Komposterde.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 02. Juli 2008, 21:59:55
frida: mal eine nachfrage von mir bitte:

wenn ich im herbst abdecke, sollte das winterhalbjahr doch reichen, um den boden vorzubereiten, oder?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 02. Juli 2008, 22:10:41
Nein. Im Winter sind viele Pflanzen ohnehin eingezogen, da ist es denen egal, ob da noch eine schwarze Decke drauf ist oder nicht. Aber wenn sie eigentlich wachsen wollen und Photosythese machen etc.... dann haben sie ein Problem. M.E. ist jetzt schon höchste Eisenbahn zum Abdecken, wenn im nächsten Frühjahr gepflanzt werden soll.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 02. Juli 2008, 22:12:01
oh! aha! dann werde ich das nächste mal im garten gleich mal ein paar reviere abstecken, ähem: abdecken. danke, dein rat klingt sooo logisch!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 02. Juli 2008, 22:18:58
Hallo frida!
Danke schön für die Antwort!
Die Idee mit der schwarzen Folie ist nicht schlecht!
Ich schmeiße die Soden sonst immer auf den Komposthaufen, in der Hoffnung, dass noch ein paar Würmer drinnen sind!
Na dann räume ich mal den Rasenschnitt weg, den ich heute Nachmittag auf meine zukünftigen Beete getan habe und steche wieder mal Rasen aus! :)
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frida am 02. Juli 2008, 22:19:37
Ja, ich bin auch immer so ungeduldig. Aber im Garten muss man einfach Geduld haben, nutzt nix, würde mein Nachbar sagen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 05. Juli 2008, 11:14:09
Ich habe dieses Jahr meine Himbeeren mit erst Pappkarton und dann einer riesigen Schicht Rindenmulch abgedeckt. Das mögen sie offensichtlich, denn sie sind geschossen wie noch nie.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Eva am 07. Juli 2008, 21:17:24
 :D Mir ist gerade aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch gar nirgends gemulcht habe, weil alles zugewachsen ist - kein Platz zum Mulchen. Nur unter der Strauchpfingstrose nicht - da hab ich Radieschen gesät.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 07. Juli 2008, 21:30:38
Mulch!!!!!!!!!!!
Nachdem ich im Frühjahr frischen Kompost aufgefüllt hatte und da nun auch jedes Unkrautsamenkorn gekommen ist,hab ich den Komposthaufen,der eigendlich beträchtig groß ist,weil vom Verein was drauf kommt,mit 20 cm dicker Grasschnittdecke überlagern lassen.
Ob das hilft,dass da einiges Unkrautsaatgut abstirbt.Das einzige was da raus guckt,ist eine Kartoffel
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 07. Juli 2008, 22:02:05
Mulch!!!!!!!!!!!
... den Komposthaufen, der eigendlich beträchtig groß ist, weil vom Verein was drauf kommt, mit 20 cm dicker Grasschnittdecke überlagern lassen.

Frank

Wirklich 20 cm, Wiesentheo???!
Wie groß ist beträchtlich groß?

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 07. Juli 2008, 22:03:31
2 Meter breit 8 Meter lang und einen Halben hoch
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 09. Juli 2008, 21:26:52
2 Meter breit 8 Meter lang und einen Halben hoch

Ganz schöner "Mulchhaufen". Die 50 cm Höhe frisch aufgesetzt oder zusammengefallen? Warum so flach- damit Feld, Wald und Wiese noch was bringen können? ???

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 09. Juli 2008, 21:40:46
Hallo!
Täuscht mich das eigentlich, oder sind wir "Mulcher" immer noch eine relativ kleine Gemeinschaft?! :) ??? :)
Wir hatten kürzlich hier im Ort "Tag der offenen Gartentür" mit 11 offenen Privatgärten. Und als neugieriger Mensch habe ich mir da die Beete und Rabatten meiner lieben Nachbarn mal genauer angesehen.
Rindenmulch - überall, aber Rasenschnitt oder gar Kräuterschnitt? Nirgends.
Sieht das das meinen Nachbarn einfach zu gschlampert aus!?
(Hallo Bioberni, da war wieder Dein Lieblingswort! ;))
Aber ganz versteh ich es nicht. Ich kauf doch nicht ewig viele Säcke Rindenmulch, wenn ich den Grasschnitt sowieso habe?!! Ich glaub, vielen gehts da nur um die Optik.
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 09. Juli 2008, 21:43:19
Mari, das Wort habe ich mir geliehen, sollte eigentlich eine kritische Anmerkung zu meiner hervorragenden Kompostiererei sein.
Wiesentheo schummelt, der mulcht seinen Komposthaufen!
Mit dem Rindenmulch geht es nur um die Optik- das gleiche Lob wie für das Rindenmulchen habe ich für das Ausstreuen von reinem Sand (Beetweg, dünne Schicht, KLEINGÄRTNER- Versuch) bekommen.

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 09. Juli 2008, 21:48:18
Ist aber auch ein schönes Wort, und wir (Bayern/Ösis ;) ) verleihen doch gern Wörter! ;D
Und beim Kompost ist schummeln erlaubt! Was meinst Du was ich alles auf den Kompost schummle! Das willst Du alles gar nicht wissen!
Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 10. Juli 2008, 22:26:16
Ist aber auch ein schönes Wort, und wir (Bayern/Ösis ;) ) verleihen doch gern Wörter! ;D
Und beim Kompost ist schummeln erlaubt! Was meinst Du was ich alles auf den Kompost schummle! Das willst Du alles gar nicht wissen!
Mari

Jetzt will ich es aber wissen!
Was noch alles, neben Haaren, Fuß- und Fingernägeln und Hautschuppen ist soooo viel auch nicht mehr möglich?

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: nicoffset am 11. Juli 2008, 16:27:12
Aber ganz versteh ich es nicht. Ich kauf doch nicht ewig viele Säcke Rindenmulch, wenn ich den Grasschnitt sowieso habe?!! Ich glaub, vielen gehts da nur um die Optik.
LG, Mari

Ganz klar, oder auch einfach nur um pures Nichtwissen (soll keine forumsrelevante Andeutung sein!). Als ich mit Gärtnern begonnen hatte, fand ich mich mit dem Rindenmulch schon ungeheuer mulchfortschrittlich und hab erst nach zahllosen Säcken, Schleppen und Hunde vom Mulch-Kauen-Abhalten irgendwie die Erleuchtung bekommen, dass es auch anders - und zwar viel intelligenter - geht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 11. Juli 2008, 17:26:08
Hallo!
Ich gebs ja zu, ich habe auch schon mal einen Sack Rindenmulch gekauft, ganz am Anfang als Neu-Garten-Besitzerin.
Aber eben nur weil es eben alle machen. Aber das war mir schnell zu blöd. ;D
Faulheit siegt!
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 11. Juli 2008, 23:43:22


... Ich gebs ja zu, ich habe auch schon mal einen Sack Rindenmulch gekauft, ...

Mit Rindenmulch hatte ich nur die Gartenwege bestreut, momentan mulche ich die Beete mit Rasenschnitt (vorsichtig) und sonstigem kompostierfähigem Material (ausser Rosenschnitt und Ästen) von ausgesuchten Gartennachbarn.

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 13. Juli 2008, 20:12:33
Ich mulche halbe-halbe - neuerdings mit Rindenmulch, und zwar, weil ich meine Rasenfläche verkleinert habe, weil das Zeug besser aussieht, weniger leicht wegfliegt und meiner Beobachtung nach weniger Schnecken anzieht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 13. Juli 2008, 21:09:00
Ich mulche halbe-halbe - neuerdings mit Rindenmulch, und zwar, weil ich meine Rasenfläche verkleinert habe, weil das Zeug besser aussieht, weniger leicht wegfliegt und meiner Beobachtung nach weniger Schnecken anzieht.
Halb Rindenmulch und halb Rasenschnitt?
Manchmal sieht das nur mit Rasenschnitt wirklich etwas schmuddelig aus, gerade nach Regenphasen.
Die Idee ist nicht schlecht, ich bin nur dieser Säckeschlepperei so leid!
LG, Mari
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pimpinella am 13. Juli 2008, 21:36:58
Halb und halb heißt bei mir, dass manche Flächen mit Rindenmulch bedeckt sind und andere das Rasenschnittdepot darstellen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 14. Juli 2008, 13:01:39
habe jetzt am wochenende festgestellt, daß das unkraut aus gemulchten flächen wirklich leichter zu entfernen ist. und das war der effekt, nachdem nur 14 tage vergangen waren seit der rasenschnitt-mulchaktion.

viel weniger unkraut, und das geht leicht raus - ich bin hingerissen! (und habe dieses wochenende fleißig weitergemulcht, isjaklar.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 14. Juli 2008, 17:18:42
Ganz als Frischling - zumindest was die Mulcherei in Gemüsebeeten angeht. Hab heute eine temporäre Begrünung mit Ringelblumen rausgerissen, weil ich säen wollte. Und da lag es nahe, die Calendula nach nebenan zwischen Porree, Mangold und grad gekeimten rotblättrigen Chicorée zu packen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 14. Juli 2008, 17:27:36
und da, wo die Ringelblumen standen, ist jetzt Raddicchio di Treviso gesät, mit einem Hauch Rasenschnitt dazwischen...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mari1234 am 14. Juli 2008, 17:39:47
Na, das schaut ja witzig aus! :D
Wünsche gutes Wachsen!
Mari :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 14. Juli 2008, 17:45:22
Danke :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 15. Juli 2008, 07:37:15
Ganz als Frischling - zumindest was die Mulcherei in Gemüsebeeten angeht.

Hast recht, Conni. Beim Mulchen bist Du evtl. neu, aber wie routiniert Du die Saatrillen behandelst: alle Achtung. Ich kratze die immer noch vorsichtig mit der Hand zu.

Bernhard
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 20. Juli 2008, 21:18:10
Gut, ihr habt mich (es hat mich) überzeugt: es gibt weniger Unkraut, der Boden ist feucht und krümlig und es gibt nicht wesentlich mehr Schnecken. Also wende ich mich mulchend den anderen Gemüsebeeten zu...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: GrauerDaumen am 21. Juli 2008, 04:14:35
Hallöchen, mich würde mal interessieren wie oft Ihr Eure Mulchschicht auflockert?
Oder lockert Ihr sogar nie auf?
Ich denke das so ab und zu eine leichte Auflockerung nicht verkehrt sein kann, je nach verwendeten Mulchmaterialien.
Ich zb lockere auf nachdem ich drüber latschen musste, kurz den Grubber rein und paar mal hin und her ziehen.
Mfg Uwe
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 21. Juli 2008, 07:21:59
... und es gibt nicht wesentlich mehr Schnecken. ...

Warte es nur ab, Conni! Ich habe den Eindruck, dass meine Nachbarn sogar wesentlich weniger Schnecken haben, seitdem ich mulche.

@ Grüner (Entschuldigung: Schwarzer-edit- Grauer) Daumen: Ich lasse den Mulch in Ruhe da liegen, wo ich ihn hingetan habe. Wenn er ruht, kann er besser Gutes tun, das Auflockern sollen die Regenwürmer machen. Dein Mulch ist vielleicht noch zu groß für die kleinen Tierchen?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 21. Juli 2008, 15:58:28
das auflockern der mulchschicht überlasse ich meinen mulch-spezial-mitarbeitern, die ganz wild auf diesen job sind: sie heißen herr und frau amsel. ;D

allerdings sollten sie in ihrem eifer noch lernen, das zeug vielleicht doch nicht auf weg und terrasse zu schmeißen, sondern nur in den beeten umzudrehen. aber das bekommen wir auch noch hin - ich lobe immer viel! 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 21. Juli 2008, 17:36:25
@ Zausel: Das hab ich nicht ganz verstanden. Deine Nachbarn haben wesentlich weniger Schnecken. Gut. Und Du ? Sind die jetzt alle bei Dir, weil Du so schön mulchst ? Oder gibt es insgesamt weniger Schnecken, so daß sie sogar bei Nachbars weniger werden ?

@ Schwarzer Daumen: Auflockern ? Dafür liegt der Mulch ja dort, daß die Regenwürmer den Boden drunter lockerhalten. (Allerdings trete ich möglichst nie in die Gemüsebeete.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 21. Juli 2008, 18:05:31
und zwanzig zentimeter feuchter rasenschnitt sollten es ja nun auch nicht auf einmal sein...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 21. Juli 2008, 18:07:00
 ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 21. Juli 2008, 20:14:55
@ Zausel: Das hab ich nicht ganz verstanden. Deine Nachbarn haben wesentlich weniger Schnecken. Gut. Und Du ? Sind die jetzt alle bei Dir, weil Du so schön mulchst ? Oder gibt es insgesamt weniger Schnecken, so daß sie sogar bei Nachbars weniger werden ?

So ging´s mir auch. Erst dachte ich, das liegt am Jahr.
Dann aber habe ich nachts darauf geachtet, in welcher Richtung die krauchen. Alle zu mir.
Die spüren das Schlaraffenland.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 21. Juli 2008, 20:18:04
... ich lobe immer viel! 8)

Hatten wir das Thema nicht schon irgendwo?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Manfred am 24. Juli 2008, 16:50:44
Bekennende Mulcher:
http://www.nichtlustig.de/toondb/080710.html

Oder doch eher Komposter...
Egal.

;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 30. Juli 2008, 21:51:18
Bekennende Mulcher:
http://www.nichtlustig.de/toondb/080710.html

Oder doch eher Komposter...
Egal.

Nicht lustig. (Oder doch?)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nahila am 04. August 2008, 01:21:47
Mal ne ganz blöde Frage, aber womit mulcht ihr eigentlich im Frühjahr, wenns noch nicht so viele Grünabfälle hat?
Ich bekomm ja jetzt schon nicht genug zusammen für alles was ich gern mulchen würd, dabei "klau" ich immerschon den Grasschnitt hier am Haus und schleppe in durch den halben Ort in "meinen" Gemüsegarten...
Das Mulchen tut dem Boden hier wirklich sehr gut (der ist sonst eher betonartig im Sommer), aber ich hab einfach nicht genug Material fürchte ich...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 04. August 2008, 09:19:26
Im Frühjahr liegt bei mir noch das Vorjahreslaub.
Es reicht aber trotzdem nicht... ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 04. August 2008, 09:25:06
Erst hatte ich noch etwas altes Stroh übrig, dann begann die Saison mit dem Moos, das meine Nachbarn aus ihren Rasenflächen geklaubt haben. Danach regulär Rasenschnitt.
Dieses Jahr habe ich mir erstmals den Luxus erlaubt, das Chinaschilf per Hand in ca. 5 bis 10 cm große Stücke zu schneiden und in die Himbeeren zu verfrachten. Mal sehen, ob das gut geht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nahila am 04. August 2008, 10:48:25
Im Frühjahr liegt bei mir noch das Vorjahreslaub.
Es reicht aber trotzdem nicht... ::)

Ich hab nichtmal Laub :'(
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 05. August 2008, 11:33:52
[td]
Ich hab nichtmal Laub
[/td][td]Nicht einmal einen einzigen vernünftigen Nachbarn? (ich weiß- betteln ist nicht einfach)[/td]
[/table]
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nahila am 05. August 2008, 19:11:03
Wenn ich jetzt sage, dass auch in den Nachbargärten kaum (Laub)Bäume stehen, klingt das schon irgendwie lächerlich, oder? :-\

Ich hab aber noch nen großen Ballen Stroh, der eigenltich für die Erdbeeren geplant war, übrig; damit müsste sich das ärgste wohl überbrücken lassen...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 05. August 2008, 19:15:55
man kann auch ohne mulchmaterial prima mulchen (mit schwarzem mulchvlies)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 05. August 2008, 19:16:54
man kann auch ohne mulchmaterial prima mulchen (mit schwarzem mulchvlies)

Das sieht aber nicht so schön aus...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 05. August 2008, 19:18:41
doch. das sieht klasse aus. vor allem, wenn die pflanzen alles zugedeckt haben, was sehr schnell geht, weil das vlies das wachstum sehr stimuliert.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nahila am 05. August 2008, 21:18:53
Manche Pflanzen werden nächstes Jahr auch Vlies bekommen, aber das macht wohl nur Sinn bei mehr oder weniger dauerhaften Kulturen bzw größeren Einzelpflanzen.

Alles was direkt gesät wird zB stell ich mir dann mit Vlies doch etwas umständlich vor...

Wann treibt denn erfahrungsgemäß der bei Mulchern so beliebte Beinwell aus?

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: bioberni am 07. August 2008, 09:51:22
Wann treibt denn erfahrungsgemäß der bei Mulchern so beliebte Beinwell aus?

Im Frühjahr, die Brennnessel ist früher dran.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 13. Oktober 2008, 21:04:42
Werde ich mir mal selber antworten ...
Wer versucht ist, mit Heu oder fruchtenden Wildkräutern zu mulchen, sollte dann auch sehr konsequent immer weitermulchen. Es sei denn, er benutzt die wuchernden Pflanzen als Gründüngung.

(Freitagsfish, Brennesseln haben auch Samen!)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 16. Oktober 2008, 12:43:22
Ich mulche nun seit ca. 3 Jahren vorwiegend mit Heu, aber auch allem anderen Grünzeug, was ich im Garten überhabe.

Mit reinem Heu habe ich keine Probleme. Ich mulche dick genug, dann wächst dort auch nichts.

An den Stellen, an denen ich mit rausgerissenem Unkraut mulche und die Schicht nicht dick genug war, da wächst natürlich was nach. Was ich dann aber eben falls wieder zum Mulchen benutze.

Zumindest habe ich nun in der Zeit meines Mulchens auf einen Hang der vorwiegend nur aus Gestein bestand schon eine mehr cm-dicke Schicht schönen Boden bekommen, auf der ich nun gut pflanzen kann.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 20. Oktober 2008, 21:24:03
Tamara 96, ich erbitte (erbettle) mir Rasenschnitt von meinen Gartennachbarn.
Die allerdings jäten ihre Wildkräuterecken (ich wundere mich immer wieder, wo die die haben) auch mit dem Rasenmäher.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 22. Oktober 2008, 09:15:04
Ich hab Glück. :D Ich bekomme wieder so ca. 15 Heu- + Strohballen, die für Pferde nicht mehr verwendet werden können.

Da werde ich in den nächsten Tage mal so langsam versuchen, den Garten winterfest zu machen. Allerdings habe ich auch noch so verschiedenes geschnitten und entfernt, so dass ich im Moment selbst auch relativ viel Grünschnitt habe.

Ich denke, ich kann nun wieder rundum gut mulchen. :)

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. November 2008, 19:00:03
ich habe neulich ca. 15 qm staudenbeete neu angelegt - und hatte kein mulchmaterial mehr. nix. und keine zeit, den wald nach blättern zu harken, und keinen häcksler...

jetzt frage ich mich, ob ich nicht doch rindenmulch zukaufen sollte, um die beete zu bedecken. eigentlich finde ich rindenmulch :-X

aber so ganz ohne? ich sehe schon das unkraut fröhlich sprießen im nächsten frühjahr, bevor ich den ersten grasschnitt zur verfügung habe. hobelspäne könnte ich in massen bekommen, aber hier wurde schon einmal darauf hingewiesen, daß massive flächen damit wohl zu schimmeln beginnen. wat nu? rindenmulch?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: knorbs am 12. November 2008, 20:57:26
na klar...wenn du nichts anderes kriegen kannst als hobelspäne in rauhen mengen, dann nimm sie doch + freu dich. wieso schimmel? das sind holzzersetzende pilze + die brauchst du doch...wie sollen sich die späne denn zu mineralien umsetzen? ich nehme holzhäcksel + die späne beim sägen sowieso...ist auch nichts anderes.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. November 2008, 21:09:26
wieso schimmel? das sind holzzersetzende pilze + die brauchst du doch...wie sollen sich die späne denn zu mineralien umsetzen? ich nehme holzhäcksel + die späne beim sägen sowieso...ist auch nichts anderes.

danke knorbs! das ist ja eine erleichterung, man kommt ja auf die einfachsten sachen nicht selbst. du meinst also, der schimmel - die pilze, die zersetzen das holz, sind aber unschädlich für die stauden, ja? klingt sehr logisch!

(helle hobelspäne sehen für kurze zeit etwas komisch aus, aber das wäre mir über die wintersaison egal - und meinen nachbarn auch ;))
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 12. November 2008, 21:15:51
Die Späne sollten aber von unbehandeltem Holz sein.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 12. November 2008, 21:21:19
Die Späne sollten aber von unbehandeltem Holz sein.

ja klar! ich beziehe das material vom bautischler meines vertrauens. :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 23. November 2008, 21:18:34
ja klar! ich beziehe das material vom bautischler meines vertrauens. :)

Ich habe angefangen, den Kaffeesatz vom Küchenchef von gleichnebenan zu sammeln.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 23. November 2008, 21:24:02
du solltest aber darauf achten, nur den satz von fair-trade-kaffee zu benutzen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 23. November 2008, 21:49:19
zausel, ich bin stolz auf dich!

max.: wir sind nicht lehm. ::)

edit: bei meiner letzten großpflanzaktion hatte ich nix mehr zum mulchen. jetzt überlege ich, rindenmulch und hobelspäne zu mischen und nach weihnachten (da bin ich das nächste mal im garten) damit zu mulchen. ich hasse rindenmulch, aber nur mit hobelspänen ist es bestimmt auch nicht günstig.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 24. November 2008, 00:47:11
wieso schimmel? das sind holzzersetzende pilze ...
... der schimmel - die pilze, die zersetzen das holz, sind aber unschädlich für die stauden, ja?

diese Holzhumuspilze bilden im Moment auf meinen Pflanzen, die im Wintergarten stehen, Beläge. Das finde ich auch nicht schön.

Solche weißen wattige Überzüge sind nicht in Töpfen, die ich mit Splitt gemulcht hatte. Auch nicht auf denen, die ich mit Eichenlaubhumus versorgt und aufgefüllt habe. Granitmehl bedeckt präventiv alle Töpfe in denen sich noch Stecklinge befinden.

Deshalb habe ich auf die Stellen an denen mir die Pilzwohnung zu feucht zu sein schien Granitmehl gestreut. Die Amarcrinum und Agapanthus habe ich an der Basis etwas eingepudert. Dieser Pilz, der jetzt zu sehen ist greift die Pflanzen nicht an. Aber das Kleinklima scheint mir dann doch zu pilzfördernd zu sein und droht möglicherweise faulig zu werden. Das will ich nicht.

Wir werden sehen, ob es was bringt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Banane am 24. November 2008, 23:26:54
[quote author=pearl diese Holzhumuspilze bilden im Moment auf meinen Pflanzen, die im Wintergarten stehen, Beläge. Das finde ich auch nicht schön.

Solche weißen wattige Überzüge sind nicht in Töpfen, die ich mit Splitt gemulcht hatte. Auch nicht auf denen, die ich mit Eichenlaubhumus versorgt und aufgefüllt habe. Granitmehl bedeckt präventiv alle Töpfe in denen sich noch Stecklinge befinden.

Deshalb habe ich auf die Stellen an denen mir die Pilzwohnung zu feucht zu sein schien Granitmehl gestreut. Die Amarcrinum und Agapanthus habe ich an der Basis etwas eingepudert. Dieser Pilz, der jetzt zu sehen ist greift die Pflanzen nicht an. Aber das Kleinklima scheint mir dann doch zu pilzfördernd zu sein und droht möglicherweise faulig zu werden. Das will ich nicht.
Zitat

Es gibt viele unterschiedliche "Schimmelarten" und alle besiedeln eine ökologische Nische irgendwo im Stoffkreislauf. Mit der Zersetzung von Holz haben nur wenige von ihnen zu tun.

Starker Schimmelbefall im GH oder im kalten Wintergarten entsteht bei hoher Luftfeuchtigkeit in zu wenig belüfteten Bereichen.

Nach meiner langjährigen Erfahrung hilft dagegen entweder regelmäßiges Lüften oder eine kräftige Luftumwälzung z.B. durch Ventilatoren. Leider denken viele Wintergarten- und GH-Besitzer zu spät an Schäden durch mangelhafte Lüftung und Luftbewegung.

lG
Banane
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 25. November 2008, 14:40:36
schon, aber ich denke nicht andauernd daran. Wenn ich meine Pflanzen einräume, dann habe ich natürlich eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und das ist aber eher temporär.

Wenn die Nässe, die ich in Kübeln und auf Pflanzen und mit Pflanzen hereingebracht habe sich dann auf den Scheiben niederschlägt und im Laufe von 14 Tagen wieder abdampft, dann ist das für mich völlig in Ordnung.

Wenn ich meine Nässeprobleme in Kübeln und Töpfen mit geeignetem Mulch löse, dann auch.

Eichenlaubhumus ist deshalb gut geeignet gegen Pilze, weil es jede Menge Wasser speichern kann und wegen der Gerbsäure eine gewisse antimycotische Wirkung hat.

Granitmehl hat wie Sand oder Splitt keine Speicherräume für Wasser und deshalb wird die Nässe auf der Oberfläche nicht festgehalten. Dainage findet in den Kübeln statt, weil sie unten Löcher haben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 25. November 2008, 21:23:41
Muss ich mal sehen und begreifen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 25. November 2008, 21:38:33
wat den, wat denn?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 25. November 2008, 21:52:15
Habe bis dato gedacht, Mulch sollte organisch sein.
Dafür aber ordentlich Laubholzhäcksel rangeschleppt, damit ich (wie jetzt geschehen) ein paar mir unbekannte Pilze im Garten finde.

Was solls- ist Schnee, sehe sie nicht.
Pearl- Du schon auf?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 25. November 2008, 22:03:02
frach mich nich ob ich ausgeschlafen bin!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 25. November 2008, 22:39:29
zausel, ich habe hier gelernt, daß mulch wohl so ziemlich alles ist, was die erde abdeckt. außer erde. ähm.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lerchenzorn am 25. November 2008, 23:02:41
zausel, ich habe hier gelernt, daß mulch wohl so ziemlich alles ist, was die erde abdeckt. außer erde. ähm.

Das ist es. Kiesgärten sind auch gemulcht.
Als Problem bei Rindenmulch und Holzhäcksel fiele mir ein, dass beides wegen des hohen C/N-Verhältnisses ordentlich Stickstoff aus dem darunter liegenden Boden zieht. Heißt also, kräftig nachdüngen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 26. November 2008, 00:43:01
oder die Blätter vom Salat bleiben hellgelb.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Susanne am 26. November 2008, 09:24:22

Ich mulche gerne zweischichtig: Im Staudenbeet mit einer dünnen Schicht Blumenerde, gegebenenfalls mit etwa Ökodünger oder Kalk oder auch beidem versetzt. Darüber kommt dann eine Schicht Hächsel.
Im Irisbeet mit einer Sandschicht plus Dünger und Kalk, darüber eine feine Kiesschicht. Kompost bringe ich da nur noch vorbereitend bei Umpflanzaktionen ein.

Die untere Schicht aus feineren Materialien ebnet die Fläche automatisch, dadurch brauche ich von dem groberen und meistens teureren Material sehr viel weniger.
Selbstgehächseltes lasse ich erst ein paar Monate vorverrotten, bevor ich es als Mulch verwende.


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 27. November 2008, 21:54:22
du solltest aber darauf achten, nur den satz von fair-trade-kaffee zu benutzen.

@ max.: Darf ich solange mit normalem Kaffeesatz vorlieb nehmen, bis Lehm mir irgendwie was zukommen läßt?

zausel, ich habe hier gelernt, daß mulch wohl so ziemlich alles ist, was die erde abdeckt. außer erde. ähm.

@ freitagsfish, Susanne hat Ahnung, auch 'ne Menge eigene Erfahrung:

... mit einer dünnen Schicht Blumenerde , gegebenenfalls mit etwa Ökodünger oder Kalk oder auch beidem versetzt. Darüber kommt dann eine Schicht Hächsel.
Im Irisbeet mit einer Sandschicht plus Dünger und Kalk, darüber eine feine Kiesschicht. Kompost bringe ich da nur noch vorbereitend bei Umpflanzaktionen ein.

Die untere Schicht aus feineren Materialien ebnet die Fläche automatisch, dadurch brauche ich von dem groberen und meistens teureren Material sehr viel weniger.
Selbstgehächseltes lasse ich erst ein paar Monate vorverrotten, bevor ich es als Mulch verwende.

Heißt für mich: Ich mulche jetzt schon mit einer Schicht von 30 cm Erde, da ich ja im Bodenniveau endlich mindestens 30 cm höher bin als meine Nachbarn.
Bei meinem Sandboden nehme ich auf keinen Fall Kies oder Sand zur Hilfe, eventuell etwas Bentonit.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 02. Dezember 2008, 23:04:50
So, jetzt sammle ich Kaffeesatz und der setzt Schimmel an.
Lehm, hilf!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 08. Dezember 2008, 19:00:15
vielleicht interessant für euch:

link zur sinnhaftigkeit des mulchens und wie es geht:

http://www.nua.nrw.de/boden/naturtip/frame03.htm

und "bodenwelten" mit vielen infos und weiterführenden links:

http://www.bodenwelten.de/index.htm
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 08. Dezember 2008, 23:44:05
So, jetzt sammle ich Kaffeesatz und der setzt Schimmel an.
Lehm, hilf!

Zausel, du machst auch Sachen! Der Schimmel unterbleibt, wenn du den Kaffeesatz im Freien sammelst und tu noch Bananenschalen dazu!

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 08. Dezember 2008, 23:50:00
vielleicht interessant für euch:

link zur sinnhaftigkeit des mulchens und wie es geht:

http://www.nua.nrw.de/boden/naturtip/frame03.htm

und "bodenwelten" mit vielen infos und weiterführenden links:

http://www.bodenwelten.de/index.htm

sehr gut gemacht! Nützliche links, die dem Optimismus Recht geben, toll! Da bin ich dafür!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. Dezember 2008, 21:18:28
vielleicht interessant für euch:

link zur sinnhaftigkeit des mulchens und wie es geht:

http://www.nua.nrw.de/boden/naturtip/frame03.htm

und "bodenwelten" mit vielen infos und weiterführenden links:

http://www.bodenwelten.de/index.htm

Wenigstens ein Useri, das sich ernsthaft bemüht.

Pearl, da ich böse Erfahrungen mit in Schichten zusammengepapptem Kaffeesatz gemacht habe, wollte ich kleine Mengen trocknen und dann "sorgfältig" ausstreuen, da bei mir die Amseln nicht so ordentlich werkeln, wie bei freitagsfish.
Das auf der Heizung getrocknete Zeug fühlte sich recht trocken an, in den kleinen Körnchen war wohl noch ausreichend Restfeuchte, um dem Schimmel genug Wasser zu bieten.
Das Kaffeesatzsammeln werde ich nicht durchhalten, da ich dann eimerweise Müll noch über ca. 20 km mit Straßenbahn, Bus und Fahrrad herumkutschieren muss.

... wenn du den Kaffeesatz im Freien sammelst und tu noch Bananenschalen dazu!
Das nächste Problem: Das Sammeln von Kaffeesatz im Freien geht doch nur im Sommer, wenn man in den Cafés von Tisch zu Tisch geht?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 11. Dezember 2008, 21:45:54
wir sammelten auch ziemlich lange kaffeesatz auf der heizung - bis die fliegen ihn entdeckten... :P

jetzt werden nur noch eierschalen getrocknet und zermahlen dem gartenboden zugeführt - schade. das ist der fluch einer stadtwohnung, denn kompostfähiges material möchte ich nicht erst sammeln und dann durch die stadt zum garten tragen. außerdem sind meine zwei komposter jetzt schon übervoll allein durch herbstschnitt bzw. verfrorene einjährige! ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. Dezember 2008, 21:50:43
Wenn ich es recht bedenke, wollte ich das mit den Krümeln nur versuchen, weil freitagsfish davon so angetan war. Säckeweise Laub hat sie ausgeschlagen.

(Sie war wohl zu bequem, das Laub ein paar hundert km zu fahren.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 11. Dezember 2008, 21:54:07
na klar, ich bin schuld, warum auch nicht.
 ;) :D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. Dezember 2008, 21:55:20
(Sie war wohl zu bequem, das Laub ein paar hundert km zu fahren.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 11. Dezember 2008, 21:57:58
naja, die würmer lieben halt kaffeesatz - die fliegen aber leider auch...

mit dem getrockneten kaffeepulver habe ich meist gemulcht, statt ihn auf den kompost zu werfen - da kommen nur die frisch gebrauchten filtertüten drauf. meine rosen und helleborus bekamen immer ein bisschen altes trockenes pulver und ich habe den eindruck, die mögen das. :)

früher hatte ich mal einen balkonkompost für biogut, mulchen ging da aber nun leider gar nicht... 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. Dezember 2008, 22:13:06
früher hatte ich mal einen balkonkompost für biogut, mulchen ging da aber nun leider gar nicht... 8)

Kleiner Haufen, oder großer Balkon, richtig mit zweimal das Jahr Umsetzen und Schichten und Heißrotte und so was alles?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 11. Dezember 2008, 22:17:17
ach so! Ihr habt alle kein auch nicht das winzigkleinste Fitzelchen Garten an eurer Wohnung?!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 11. Dezember 2008, 22:24:20
@ zausel: nein, nur ein kübel-kompost auf einem kleinen balkon, jährlich frisch geimpft mit einer portion kompostleben. das musste man nicht umsetzen, das kompostierte ganz hervorragend! :D (allerdings fast sich selbst verzehrend; ernten konnte man da kaum was an kompost...)

@ pearl: es gibt zwar einen unversiegelten innenhof mit zwei alten, großen bäumen (birke und kirschpflaume) und einer niedrigen wegbegleitenden ligusterhecke, der ist aber zu schattig und nicht uns mietern überlassen. mit bananenschalen o.ä. würde ich wahrscheinlich auch eher die ratten statt irgendwelche würmer erfreuen...
und der hiesige balkon ist noch kleiner als der frühere, da geht auch kein kompost (habe eh kaum noch pflanzen da stehen, weil ich im sommer immer im garten bin und der balkon südlage hat - da gingen allenfalls kakteen und die mag gg nicht.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. Dezember 2008, 22:28:03
ach so! Ihr habt alle kein auch nicht das winzigkleinste Fitzelchen Garten an eurer Wohnung?!

Ja.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rosana am 17. Dezember 2008, 00:08:19
Ich mulche hauptsächlich mit Laub, wenn diese so langsam im Frühjahr am Vergehen ist, wird es durch den Rasenschnittt abgelöst, das kann man denn so das ganze warme Jahr über ausstreuen. Im Herbst nach dem letzten Rasenschnitt kommt eine Lage halbfertigen Kompost und dann eben darüber eine schöne Decke Laub (vor allem Linden- und Birkenlaub) auf die nackte Erde. Die Wurmtätigkeit jedenfalls steigt kräftig an - auch zur Freude der Vögel... :P

Meine Nachbarn werden sich sicherlich Fragen, was ich da tu. Bei ihnen wird das letzte Fitzelchen von der nackten Erde weggenommen

Liebe Grüsse Rosana

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: harald and maude am 17. Dezember 2008, 00:15:18

... wir sind auch große Mulcher - aller halbverrotteter Kompost kommt auf leere Beete - zur Freude der Bodenorganismen und Regenwürmer, die es uns im nächsten Jahr zurückgeben ...
Hab´ immer zu wenig und meine Nachbarn geben schon immer über den Zaun. Aber es ist nie genug.
lg Maude
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 25. April 2009, 23:50:35
Dieses Jahr outet sich wohl niemand.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 26. April 2009, 00:05:28
Hab doch ein Stück Garten gekriegt. So sieben mal vier meter. Ziemlich verdichteten Boden gelockert (Grabgabel) Mit halbreifem Kompost (hauptsächlich Äste etc.) ca 5-8 cm abgedeckt. Dann mit Rasenschnitt gemulcht.
Große Katastrophe!! Wie sieht das aus? Warum grabe ich nicht um? Das macht man nicht so! Weigere mich beharrlich den Garten der Planierraupenoptik meiner Mitbewohner anzugleichen. Sie gießen im Sommer fast jeden Tag. Ihr Boden ist trotz LKW Ladungen Kompost immer noch verdichtet. Nackt und bloß liegt er da. Nix mit Bodengare.
Kennen sie ohnehin nicht. Gehackt wird fast Spatentief alle paar Wochen gegen das Unkraut.
Mann wird mir wohl das Stück wieder entziehen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 26. April 2009, 00:07:53
warum mulchen, wenn überall pflanzen stehen? 8) ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 26. April 2009, 00:09:15
Das dichte pflanzen ist bei mir auch nicht erwünscht. Ich würde gern...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 26. April 2009, 00:09:34
Ich drück Dir die Daumen.

das auflockern der mulchschicht überlasse ich meinen mulch-spezial-mitarbeitern, die ganz wild auf diesen job sind: sie heißen herr und frau amsel. ;D

allerdings sollten sie in ihrem eifer noch lernen, das zeug vielleicht doch nicht auf weg und terrasse zu schmeißen, sondern nur in den beeten umzudrehen. aber das bekommen wir auch noch hin - ich lobe immer viel!

Meine Mulchmitabeiter decken schon mal bei ihrer unermüdlichen Arbeit die eine oder andere Erdbeerpflanze zu.
Wie kann ich denen das abgewöhnen?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 26. April 2009, 00:11:29
vielleicht die erdbeeren höher setzen? jede beere auf ihren eigenen kleinen hügel?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 26. April 2009, 00:11:43
Zitat
...Dieses Jahr outet sich wohl niemand. ...

vielleicht haben die mulcher vor dem hauptproblem alles mulchens kapituliert: daß es nämlich nie genug material zum mulchen gibt, außer man besorgt sich das material anderswo, das dann natürlich dort fehlt.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 26. April 2009, 00:13:05
Wenn Du darfst und willst, kannst du etwa 10 -20 cm lange sehr stachelige Zweige von Rosen, Brombeeren oder so drauf legen. Mögen sie gar nicht, besonders wenn sie etwas verzweigt sind. Leider stech ich mich auch dran.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 26. April 2009, 00:15:13
vielleicht die erdbeeren höher setzen? jede beere auf ihren eigenen kleinen hügel?

Habe ich versucht. Um jede Pflanze einen kleinen Ring aus Kompost (damit das Gießwasser bei Trockenheit nicht wegläuft), dann Rasenschnitt drauf. Die stehen jetzt unter dem Hügel.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 26. April 2009, 00:15:24
vielleicht haben die mulcher vor dem hauptproblem alles mulchens kapituliert: daß es nämlich nie genug material zum mulchen gibt, außer man besorgt sich das material anderswo, das dann natürlich dort fehlt.

so geht es mir auch - selbst wenn die komposter zurzeit geradezu überquellen... :P
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 26. April 2009, 00:16:06
Kompostplätze sind eine gute Quelle für Mulchmaterial. Bei uns steht ein Schild, daß man alle Mengen eintragen muß. Wenn die Menge weiterhin zu hoch ist wird der Platz nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Ich tu also ein gutes Werk.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 26. April 2009, 00:16:20
Zitat
...Dieses Jahr outet sich wohl niemand. ...

vielleicht haben die mulcher vor dem hauptproblem alles mulchens kapituliert: daß es nämlich nie genug material zum mulchen gibt, außer man besorgt sich das material anderswo, das dann natürlich dort fehlt.

stimmt. Es reicht nie...
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 26. April 2009, 00:16:49
Wenn Du darfst und willst, kannst du etwa 10 -20 cm lange sehr stachelige Zweige von Rosen, Brombeeren oder so drauf legen.

Vielleicht möchte ich die Erdbeeren schmerzfrei ernten?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 26. April 2009, 00:18:03
mein ideal ist es ja, den boden irgendwann mal mit pflanzen zu bedecken, die ich dort wachsen haben möchte. dann geht ja der bedarf an mulchmaterial zurück. ich hoffe also auf ein gleichgewicht: je mehr sich meine stauden ausbreiten, umso weniger boden muß gemulcht werden, umso eher reicht das, was meine eigenen wiesenflächen an mulchmaterial liefern.

zur not laß ich mir vom tischlerfreund mal wieder einen sack hobelspäne schenken und strecke damit...

ich denke aber auch, daß ich in diesem herbst überall im gebiet das laub zusammenrechen und in meinen garten schleppen werde, weil meines nicht reicht für die letzte mulchschicht über den winter. hach!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 26. April 2009, 00:18:12
Alles geht nicht. Die Blutnote ist auch nicht zu verachten.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 26. April 2009, 00:20:15
über dieses Problem habe ich auch schon die eine oder andere Minute unterm Obstbaum und mit einem Fläschelschen sinniert.........

Meine Vision einer Lösung, wenn überhaupt, wäre der Besitz weitläufiger Grasflächen auf von Natur aus sehr fruchtbarem Boden, die Jahrzehnte brauchen, um richtig auszuhungern.

Aber wer hat das schon ......

Zwischenzeitlch behelfe ich mich z.B. damit, auf jede irgendwie und irgenwann freie Fläche z.B. Senf einzusähen, um ihn in den unterschiedlichsten Wuchsstadien abzuschneiden und als Mulch auf dne Gemüsebeeten zu verwenden oder unter den Beerensträuchern zu verwenden
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: zwerggarten am 26. April 2009, 00:21:59
bei mir wächst (fast) überall was - ich mulche also mit lebender materie. z.b. feldsalat, der sich derzeit überall blühend mit vergißmeinnicht um die tulpen in den staudenbeeten drängt... weil ich den richtigen erntezeitpunkt verpasst habe. für den feldsalat. ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 26. April 2009, 00:22:10
aber mal im ernst: wenn alles bepflanzt ist, geht der mulchbedarf doch zurück, oder steh' ich gerade auf dem schlauch? oder sprecht ihr hier ausschließlich vom mulchen auf gemüse- und obstkulturen?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: max. am 26. April 2009, 00:28:17
@575,
mein leichter boden zehrt den eingebrachten mulch so schnell auf, wie ich ihn einbringe. ich habe auch schon eine extrafläche mit luzerne eingesät, die sich als schnittgut prima eignet. aber das ist ein riesenaufwand. das gleiche gilt für zugekauften mulch vom kompostwerk.
inzwischen behelfe ich mir wie du mit grünsaat, aber vor allem mit mulchvliesen (im gemüsegarten). die bringen zwar nichts für das bodenleben, reduzieren aber unkrautaufkommen und wasserbedarf gewaltig. schön sind sie nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 28. April 2009, 13:03:21
Giersch ist eine nimmermüde Quelle für Mulchmaterial ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 29. April 2009, 13:33:50
Als ich vor 3-4 Jahren meinen Garten angelegt habe, bestand er fast vorwiegend aus Heu. ;) Seit nun viele Pflanzen deutlich größer geworden sind, benötige ich auch weniger Mulchmaterial.

Hm, ich denke, wenn auch der Rest mal irgendwann weiter bepflanzt bzw. größer gewachsen ist, sollte das Verhältnis zwischen benötigtem Mulch und vorhandenem Material wohl passen.

Ich hatte übrigens damals auch mal gefragt, was ich am besten an einem Hang mache, der vorwiegend aus Geröll und Steinbruch bestand. Ich habe die ganze Zeit ganz dick gemulcht (mit allem was ich hatte), inzwischen habe ich schon eine richtig schöne Schicht Erde oben drauf. Hier möchte ich natürlich noch weitermulchen und benötige die größte Mulchmenge.

Hm, vielleicht habt Ihr da noch ein paar Ideen: An diesem Hang (halbschattig-schattig) wachsen nun Stachel- und Johannisbeeren. Was könnte ich dazu als Unterpflanzung nehmen?

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: gundelrebe am 29. April 2009, 16:55:16
Was hältst Du von Erdbeeren?

Bei mir haben sich vor 2 oder 3 Jahren ein paar Ausläufer zwischen die Himbeeren verirrt. Es scheint ihnen zu gefallen. Sie vermehren sie sich rassant und bilden z.T. schon fast geschlossene Flächen. Im Winter mulche ich - ohne Rücksicht auf die Erdbeeren - großzügig mit Laub, das aber schon im zeitigen Frühjahr restlos verschwunden ist.

Besonders viel Erdbeeren ernte ich in diesem Bereich zwar nicht. Darum geht es mir in diesem Fall aber auch gar nicht. Sie sollen in erster Linie den Boden bedecken, die Erde für die Himbeeren feucht halten und andere unerwünschten Pflänzchen unterdrücken. Die unerwünschten Beipflanzen (hauptsächlich Gänsefingerkraut, Gras und Löwenzahn), die doch nicht ganz ausbleiben, rupfe ich aus oder hacke sie ab bzw.steche sie aus und lasse sie als Mulch liegen.

Nahrungskonkurrenz zu den Himbeeren scheint keine zu bestehen (die Himbeerernte war letzes Jahr ungewöhnlich reichlich), denn Himbeeren wurzeln flach und Erdbeeren sind Tiefwurzler. Ähnlich dürfte es bei Johannis- und Stachelbeeren sein.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 30. April 2009, 11:44:50
Danke für den Vorschlag.

Ich bin noch ein bißchen unentschlossen. Erdbeerableger hätte ich genug. Irgendwie hätte ich aber auch ganz gern etwas blühendes. Sollte natürlich flach sein und gelegentliches Drüberlaufen überleben (z.B. zur Ernte der Stachel-/Johannisbeeren.) Und sollte natürlich - so weit es geht - lästige Beigewächse wie Löwenzahn etc. unterdrücken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Davidia am 30. April 2009, 12:37:03
aber mal im ernst: wenn alles bepflanzt ist, geht der mulchbedarf doch zurück, oder steh' ich gerade auf dem schlauch? oder sprecht ihr hier ausschließlich vom mulchen auf gemüse- und obstkulturen?
Kommt darauf an, wie oft Du mulchst. Meine dicht mit Stauden bewachsenen (überwucherten...) Beete bekommen nur im Herbst bzw. Frühjahr Mulch. Da bilden auch die Rückstände von den Stauden schon eine Mulchdecke. Sonst mach ich nix.
Bei Freiflächen, die ich noch nicht bepflanzt habe, brauche ich 2x im Jahr Mulch, weil ich superaktive Riesenregenwürmer in Blindschleichengröße habe :).

Mulchmaterial bei mir ist gehäckselter Gehölzschnitt (Obstbäume, Forsythien und Sträucher aller Art) - da habe ich immer recht große Mengen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tapir am 13. Mai 2009, 11:15:09
im April war ich in der "Rosenstadt Baden bei Wien", dort probieren sie gerade Flachsabfälle als Mulch auf öffentlichen Grünflächen (vor allem Rosenbeeten) aus.
Wenn der Wind weht, kann man den Mulch in den Straßenrinnsteinen finden... ::)
so prickelnd finde ich die Idee derzeit nicht. Aber mal sehen, wie der Flachsmulch zur Rosenblüte im Juni aussieht.



flachsmulch.jpg




flachs_mulch_01.jpg



Liebe Grüße, Barbara
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 13. Mai 2009, 19:47:52
Ich werde auch nie mit Flachsschäben mulchen. Wenn mir das die Rinnsteine im Garten vollweht, ist das garnicht schön.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tapir am 14. Mai 2009, 23:06:56
 ;D
verwehter Mulch ist hier im Osten Österreichs, wo eigentlich dauert ein Lüfterl weht, schon ein Thema.
Ich würde z.B. gerne meine Erdbeeren mit Stroh unterlegen, müßte die Halme aber festnageln, damit sie nicht bei der Nachbarin landen.

Liebe Grüße, Barbara
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 18. Mai 2009, 19:34:08
tapir, es scheint mir sehr unwahrscheinlich, daß Langstroh weit weht (zumal, wenn man es nach dem Ausstreuen anfeuchtet).
Allerdings habe ich die Hecken zu meinen Gartennachbarn so ca. 10 bis 20 cm hoch mit verästeltem Heckenschnitt "abgedichtet", damit ja kein Blättchen zu ihnen rüberweht. Sonst müssten die ja noch öfter ihren Garten fegen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 22. Mai 2009, 08:06:58
Was Ihr immer mit dem Mulchen habt? So gehts doch auch bis zu einmal in der Woche tief umgewühlt (gehackt). Sieht so seit letztes Jahr Mai aus. Wird auch weiter so aussehen. :P
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tamara89 am 22. Mai 2009, 08:16:24
Was Ihr immer mit dem Mulchen habt? So gehts doch auch bis zu einmal in der Woche tief umgewühlt (gehackt). Sieht so seit letztes Jahr Mai aus. Wird auch weiter so aussehen. :P

Das sieht nicht schlecht aus. Bei mir würde es schon wieder an der Zeit scheitern. Ich habe eben nicht regelmäßig Zeit, um im Garten etwas zu tun. Mal schaffe ich es zwei, drei Tage hintereinander, dann können aber auch mal wieder 2 - 4 Wochen vergehen, bis ich wieder in den Garten komme.

Da mag ich dann doch nicht auf den Mulch verzichten. Eine Ecke war z.B. anfangs völlig mit Ackerwinde überwuchert, die konnte ich durch den dicken Mulch deutlich besser in den Griff bekommen als durchs Hacken oder Rupfen. An anderer Stelle mußte z.B. der Boden noch verbessert werden und dort kann man nun nach ca. 3 Jahren schon den Unterschied feststellen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 22. Mai 2009, 23:34:14
Was Ihr immer mit dem Mulchen habt?

Macht halt nicht jeder.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 24. Mai 2009, 12:50:53
Hallo !

Ich finde mulchen sehr wichtig und gut. Mulche immer mit Gemüseabfällen, wie Salatblätter und Salatstrünke usw. Das meiste mache ich mit Rasenschnitt. Ich habe fast kein Unkraut mehr dadurch, brauche viel weniger gießen und gar nicht mehr durchhaken. Bei schweren Regenfällen verschlämmt der Boden nicht mehr und der Boden wird viel fruchtbarer, lockerer und habe dadurch ein sehr reiches Bodenleben und viele Regenwürmer. Die Mikroorganismen bleiben dadurch am Leben weil sie immer viel zu tun haben, ich arbeite ja mit EM im Garten und meinen Boden brauche ich auch nicht mehr umgraben weil er so schön locker ist. Ich bedecke ihn im Herbst dick mit Rasenschnitt und Laub und Urgesteinsmehl, dann haben die Mikroorganismen und Würmer viel zu tun und im Frühling brauche ich die Beete nur abrechen und durchrechen und schon ist er fertig zum anbauen.

lg. elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 24. Mai 2009, 13:22:13
Ich muß mir das jeden Tag ansehen. Meine winzige gemulchte Fläche wird allerdings von Ihnen als schrecklich angesehen und gelegentlich von Ihrem Hund durchpflügt. Ich weiche gerade.
War also Galgenhumor. 8) 8) 8) 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: martina. am 24. Mai 2009, 13:27:09
im April war ich in der "Rosenstadt Baden bei Wien", dort probieren sie gerade Flachsabfälle als Mulch auf öffentlichen Grünflächen (vor allem Rosenbeeten) aus.
Wenn der Wind weht, kann man den Mulch in den Straßenrinnsteinen finden... ::)
so prickelnd finde ich die Idee derzeit nicht. Aber mal sehen, wie der Flachsmulch zur Rosenblüte im Juni aussieht.
Seit letztem Jahr mulche ich mit Leinstroh, das man in Ballen für Pferdeställe kaufen kann. Es enthält Unmengen Samen, die alle brav keimen ::) ;D ;) Wenigstens lassen sich die jungen Leinpflänzchen gut rauszuppeln und werden dann ihrerseits wieder Mulchmaterial.
Die hellbeigen Beete sind für's Auge erst einmal gewöhnungsbedürftig. :-\
Das Leinstroh lässt sich mit der Handschaufel sehr gezielt zwischen den Pflanzen verteilen. Ich streue i.d.R. auf das frisch gegossene Beet, das sorgt für Haftung.
Leinstroh rottet recht schnell und ergibt eine lockere Krume.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tapir am 24. Mai 2009, 23:43:15
im Beerenbeet (Him-, Brom-, Johannis- und Erdbeeren) mulche ich mit Dinkelspelz . Der war als Füllmaterial bei den Arche-Noah-Jungpflanzen im Karton. Der Dinkelspelz vom letzten Jahr hatte teilweise ausgetrieben (waren wohl nicht nur Spelzen) und ist mittlerweile kaum noch sichtbar. Der heurige Dinkelspelz-Mulch scheint mir seine zugedachte Funktion "Erdbeerfrüchte vor Schnecken und Schimmel bewahren" sehr gut auszuführen. :D

Liebe Grüße, Barbara
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: martina 2 am 06. Juni 2009, 18:14:02
Wind, Sand und Steine, mußte ich fortwährend denken, als ich Ende April endlich meinen Gemüse- und Staudengarten besäen und -pflanzen konnte. Der liegt direkt vor den Fenstern, weshalb ich bisher auf das Mulchen verzichtet habe. Hacke auch gern schnell durch, wenn ich aus der Stadt komme, das Unkraut ist daher das geringste Problem.

Im vergangenen Jahr habe ich erstmals Vlies ausprobiert und war, abgesehen davon, daß der Garten aussah, als wäre er schlafen gegangen, begeistert: alles war schön aufgegangen, der Boden locker und krümelig. Aber dann wieder: nach Regengüssen tausende kleine Steinchen auf den Beeten, die bei uns immer häufiger und stärker werdenden Winde, die den Sandboden gnadenlos austrocknen. Bei einem Besuch in Seitenstetten bemerkte ich dann, daß dort alles, Gemüsebeete und Rosen, mit Gras gemulcht war, und daß es gar nicht so schlecht aussah. Also machte ich es auch, wenigstens solange die Pflanzen klein waren und ich noch am Pendeln.

Heuer hab ich das Vlies vier Wochen draufgelassen und dann mit Grasschnitt gemulcht, davon hab ich mehr als genug. Bei den Obstbäumen hatte ich das immer schon gemacht, allerdings muß man, ebenso wie bei den Rosen, immer wieder kontrollieren, wenn Wühlmäuse im Garten sind. Sie waren mit ein Grund, weshalb ich lange mit dem Mulchen gezögert hatte. Aber seit ich die Geräte mit den sonderbaren Tönen habe, teufeln sie zwar immer wieder wo durch, scheinen sich aber nicht wirklich niederzulassen. Vorläufig ::).
 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tapir am 07. Juni 2009, 13:16:10
tapir, es scheint mir sehr unwahrscheinlich, daß Langstroh weit weht (zumal, wenn man es nach dem Ausstreuen anfeuchtet).
Allerdings habe ich die Hecken zu meinen Gartennachbarn so ca. 10 bis 20 cm hoch mit verästeltem Heckenschnitt "abgedichtet", damit ja kein Blättchen zu ihnen rüberweht. Sonst müssten die ja noch öfter ihren Garten fegen.


@ Zausel: angefeuchtetes Stroh habe ich jetzt im Hochbeet um die Melonenpflanzerln gelegt. Stimmt, das weht es wirklich nicht weg. :D
Das restliche Stroh habe ich zur Nachbarin über den Zaun geworfen ;D (allerdings verpackt und in Absprache mit ihr, sie will auch damit mulchen

Liebe Grüße, Barbara
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 09. Juni 2009, 13:48:27
hab neulich in einer gartensendung gesehen, daß man mit miscanthus-häckseln mulchen kann. das interessante: die schnecken mögen diesen scharfkantigen mulch wohl überhaupt nicht!

hat hier jemand erfahrung damit? und wo bekäme man denn so etwas her?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 09. Juni 2009, 15:00:19
Schnecken sind da hart im nehmen - das ist jedenfalls meine Erfahrung. Ob Sanddorn- oder Rosen- oder Brombeerschnitt, sie kriechen auf den scharfen Stacheln und Dornen völlig unbeeindruckt herum. (Ich habe mal versucht, Dahlien damit zu schützen. War eine blöde Idee.) Miscanthus habe ich allerdings noch nicht probiert.

Aber noch was anderes zu den Schnecken: Ich war ja, als ich im letzten Sommer mit mulchen angefangen habe, von Zausel eindringlich vor einer massiven Zunahme der Schnecken gewarnt worden. Ob es nun tatsächlich noch mehr geworden sind, als es in den Vorjahren schon waren, kann ich nicht sagen, es sind viele. Zu viele. Und sie können sich unter dem Mulch wunderbar verstecken, besonders, wenn Vögel auf der Jagd nach Würmern tiefe Löcher in die Erde gehackt haben, in denen sich so gut der Tag überstehen läßt. Aber: ich habe den Eindruck, dass eine frische Mulchdecke mit vielerlei Beikräutern die Schnecken vom frischen Gemüse ablenkt. Jedenfalls begnügen sich viele von ihnen mit Knabbern am Mulch - was die Schäden insgesamt geringer hält. (Wenn man mal vom allerlei Kohlarten und Sellerie absieht; die habe ich jetzt zum vierten Mal gepflanzt, sie sind schon wieder abgefressen. ::) )
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: oile am 09. Juni 2009, 16:25:13
(Wenn man mal vom allerlei Kohlarten und Sellerie absieht; die habe ich jetzt zum vierten Mal gepflanzt, sie sind schon wieder abgefressen. ::) )

Oh je, Du Arme. Mich würde das fürchterlich frustrieren. Vielleicht brauchst Du für diese Leckereien doch einen Schneckenzaun?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 10. Juni 2009, 10:24:55
Ich muß mir das jeden Tag ansehen. Meine winzige gemulchte Fläche wird allerdings von Ihnen als schrecklich angesehen und gelegentlich von Ihrem Hund durchpflügt. Ich weiche gerade.
War also Galgenhumor. 8) 8) 8) 8)

... war schon etwas verwundert - paßt so gar nicht zu Deinem Namen ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 10. Juni 2009, 10:26:43
hab neulich in einer gartensendung gesehen, daß man mit miscanthus-häckseln mulchen kann. das interessante: die schnecken mögen diesen scharfkantigen mulch wohl überhaupt nicht!

hat hier jemand erfahrung damit? und wo bekäme man denn so etwas her?

Hallo freitagsfish

bei den Bauern in Feuchtgebieten. Die bauen das an - ups ich glaube für Biogas? Irgend sowas.
Gruß _felicia
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Soili am 10. Juni 2009, 10:35:06
Beim ARD-Ratgeber 'Heim und Garten' war am Sonntag ein Beitrag über Mulchen mit Lavakies. Dürfte nur etwas teuer werden.

LG,
Soili
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Susanne am 10. Juni 2009, 10:39:10


Die Sendung habe ich mir auch angesehen. Das wird lustig, wenn der Lavakies sich beim Jäten und Nach- oder Umpflanzen mit der Erde mischt. Angeblich soll man drauf rumlaufen können...
Nach meinen Überlegungen hat man dann bald Terrazzo.

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 10. Juni 2009, 16:54:44
bei den Magerbeeten in Weihenstephan verwenden sie auch Lavakies. Sieht gut aus und funktioniert.
Wüßte nur nicht, wo ich das Zeug kaufen könnte...
Gruß _felicia
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nina am 10. Juni 2009, 17:05:08
Bei einem Besuch in Seitenstetten bemerkte ich dann, daß dort alles, Gemüsebeete und Rosen, mit Gras gemulcht war, und daß es gar nicht so schlecht aussah. Also machte ich es auch, wenigstens solange die Pflanzen klein waren und ich noch am Pendeln.

So habe ich es auch bei einer Neupflanzung gemacht. Auf dem Bild sieht man es nicht so gut. Ich bin aber sehr zufrieden mit der Methode und das Schnittgut macht jetzt auch Sinn.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lerchenzorn am 12. Juni 2009, 21:53:36
Lavakies. ...
Wüßte nur nicht, wo ich das Zeug kaufen könnte...

Baumarkt: im Winter bei den Baustoffen als Streulava. Im Sommer im Gartenmarkt bei den Steinen - oder im Sommer gar nicht, wenn ausgelistet. 40 kg ca. 8-10 Euro, im letzten Winter.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 14. Juni 2009, 14:13:10
Ich muß mir das jeden Tag ansehen. Meine winzige gemulchte Fläche wird allerdings von Ihnen als schrecklich angesehen und gelegentlich von Ihrem Hund durchpflügt. Ich weiche gerade.
War also Galgenhumor. 8) 8) 8) 8)

... war schon etwas verwundert - paßt so gar nicht zu Deinem Namen ;D
Bin es ja nicht freiwillig. Jeder Gärtner sollte eine kleine Fläche haben wo....
Wird schon aber den Namen änder ich nicht mehr so schnell, auch wenn ich ein Weichei bin.
Stein und Kiesmulchen ist eine bekannte und bewährte Methode. Mach ich jetzt wieder zwischen meinen Leberblümchen, muß mir aber dafür Kalksplit besorgen. Das Lavazeugs wird auch zum Pflastern verwendet. Ist mehr blaugrau. In Bayreuth und Richtung Fichtelgebirge Oberpfalz ist es eher als Kalk zu finden. Sind wie immer die Transportwege die das Material bestimmen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 14. Juni 2009, 21:41:31
... Baumarkt: im Winter bei den Baustoffen als Streulava.

Aber Vorsicht! Gibt es auch in der Ausführung mit Streusalz.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: freitagsfish am 15. Juli 2011, 16:34:16
in einer gärtnerei in wisconsin fiel mir auf, daß es überall im außengelände ganz intensiv nach schokolade roch. die erklärung: man mulcht dort mit kakaobohnenschalen!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 22. August 2011, 16:44:34
Das würde mir gefallen, der Wohlgeruch den ganzen Tag macht sicher Glücksgefühle, wo ich Schokolade liebe! Ich wüsste nur leider keine Kakaobohnenfabrik in meiner Nähe ;) .

"Mulchen", wohl eher abdecken mit dem oben beschriebenen Lavakies dagegen kann ich mir gar nicht vorstellen :o . Welcher Regenwurm und welche Mikroorganismen zersetzen denn Lavakies? Da kommt doch ein wesentlicher Aspekt einer Mulchdecke gar nicht zum Tragen: dass sie aus zersetzbarem Material besteht und mit der Zeit den Humusgehalt des Bodens erhöht. Nun, ich bin sowieso kein Freund der Kiesgärten :-X .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: knorbs am 22. August 2011, 16:53:05
es geht hier ums mulchen, nicht um den aufbau einer humusschicht + deswegen ist eine kiesauflage aus welchem material auch immer, sehr wohl mulchen, weil der boden darunter besser die feuchtigkeit hält + es sich auch eine sog. "bodengare" entwickelt. ohne solche kieslagen könnte man viele alpine pflanzen gar nicht in unseren gärten halten.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 25. August 2011, 13:58:57
Ich will dich bestimmt nicht ärgern, knorbs, aber ich würde mich da wohl eher der auch im Biogarten üblichen Definition anschließen, nach welcher man unter Mulchen die Abdeckung des Bodens mit unverrottetem organischem Material versteht. Dabei kann dann anorganisches Material dem Mulch zugesetzt werden, reine Abdeckungen aus anorganischem Material aber sind eben genau das, Abdeckungen ;) .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 14:26:08
Nachdem auch im Bio-Landbau sogar Mulch-Folien verwendet werden, würde ich hier den Begriff "Mulchen" nicht zu eng fassen. Es stimmt zwar, dass er ursprünglich so gemeint ist, wie Chica zitiert. Aber das Prinzip des Biogartens ist in erster Linie "Keine unbedeckte Erde!!" - die Humusgewinnung kommt erst in zweiter Linie hinzu. Ich denke (ohne ihn ganz gelesen zu haben), hier im Thread geht es um "Bodenbedeckung" zum Schutz der Erde.

Wir mulchen in unserem Reihen-Mischkulturgarten natürlich organisch. Aber im Hausgarten und auch auf neu angelegte Gemüsebeete bringen wir regelmäßig eine dicke Schicht Lavagrus aus. Das soll kein "Kiesgarten" sein und sieht auch nicht so aus - der Lavagrus ist dunkelrötlich und fein, optisch von weitem gar nicht erkennbar. Bei Kiesgärten steht der Zierwert und nicht der Schutz des Bodens im Vordergrund.
Der Effekt des Lavagruses ist phänomenal: Wir haben fettesten, tonigen Lehm, klebrig, im Winter staunass. Da hilft reine Humuszugabe nicht, da muss wärmespeicherndes, lockerndes mineralisches Material hinein, strukturstabil, nicht verrottend: Lavagrus.
Die Regenwürmer (die im geschützten Boden unter der Lava-Mulch-Schicht herrlich arbeiten und wühlen), ziehen durch ihre Tätigkeit nach und nach den Grus in den Boden. Du kannst an Frühjahrstagen den Unterschied wirklich fühlen: der "rohe" Lehmboden ist kalt und klebrig - der mit Lavagrus gemulchte ist locker und angenehm warm. Und erst dann funktioniert das Mulchen mit organischem Material - zur Bedeckung und Humusanreichung - hervorragend!!

Ich denke, man muss bei der Wahl des Mulchmaterials auch immer den vorhandenen Boden und seine Struktur bedenken. Auf eine staunasse Lehm-Ton-Schicht grundsätzlich nur organisches Material? Nach meiner Erfahrung: Nein.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 14:49:39
Windsbraut, ich stimme dir 100 % ig zu. Es gibt nichts besseres als Lava zum Mulchen. Ich verwende jetzt mal das Wort "Mulchen", weil sich die Lava sehr wohl auch in den Boden schafft und dort viel Gutes tut.
Der Boden wird warm und locker. Zudem gedeihen "grenzwertige" Pflanzen besser, da eben die Sonnenwärme gespeichert wird.
Im Gemüsegarten hab ich mich noch nicht getraut, Lava einzuarbeiten. Wenn, dann nur die ganz feine, die als Streugut verkauft wird.

Das einzige Problem dabei ist echt der Preis. Ich kaufe immer mal wieder ein paar Säcke voll, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dunkleborus am 25. August 2011, 14:56:17
In meinem Lavendelhang bin ich auch begeistert von Lava. Kaum mal ein Unkraut ein Spontanvegetatiönchen, der Boden vernässt nicht, trocknet weniger aus, man kann besser drauf rumlaufen, und die Leute sind begeistert, weil es so gepflegt aussieht.
In andern Beeten (Astern, Schattenstauden) liegt eigentlich immer was organisches auf der Erde, aber bei Lavendel passt das nicht.

Ich bin auch der Meinung, dass das Bodenleben gefördert wird und dass das herrliche Wort Mulch gerechtfertigt ist.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 15:03:17
Ja, manche Pflanzen, gerade aus dem Bereich Felssteppe oder Steingarten mögen keinen echten Mulch.
Das schlimmste, was man da hinschütten kann ist Rindenmulch. Es gibt eben Pflanzen, die hassen Humus ;)

Was mir noch aufgefallen ist: Hatte erst mit Rheinkies gemulcht, der ist sehr hell. Darunter war der Boden auch im Sommer sehr kühl, im Winter lange gefroren (logisch, die helle Farbe reflektiert das Sonnenlicht)
Unter Lava ist der Boden warm, im Winter nicht so lange gefroren. Zudem isoliert die poröse Schicht hervorragend.
Und manche Pflanzen lassen sich damit winterschutzmäßig gut anhäufeln. Einfach etwas Lava ankippen, fertig. Drunter bleibts luftig und geschützt. (Junge Feigenbäumchen z.B.)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 15:05:08
Im Gemüsegarten hab ich mich noch nicht getraut, Lava einzuarbeiten. Wenn, dann nur die ganz feine, die als Streugut verkauft wird.

Das einzige Problem dabei ist echt der Preis. Ich kaufe immer mal wieder ein paar Säcke voll, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Im Gemüsegarten verwenden wir die Streugut-Körnung - sollst mal sehen, wie das die Kartoffeln freut ........... ;D

Frag mal im Baufachhandel. Wir haben uns letztes Jahr 2 to bringen lassen, das waren zwei solche Riesen-Gewebesäcke . Das hat mit Lieferung 138 Euro gekostet, die Tonne ca. 50 Euro. Das ist schon ein anderer Preis als die Streugutsäcke, da geht das.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 15:10:42
Ja, das wäre sinnvoll. Ist aber immer so ein Act :-\

25 kg als Streugut kosten 6.19 Euro. In gröberer Körnung als Lavakiesel 15 kg 4 Euro.

Wenn man aber bedenkt, was so ein fürchterlicher (und sehr umstrittener) Rindenmulch mittlerweile kostet, gehts ja noch ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 15:11:38
Ja, manche Pflanzen, gerade aus dem Bereich Felssteppe oder Steingarten mögen keinen echten Mulch.
Unter Lava ist der Boden warm, im Winter nicht so lange gefroren. Zudem isoliert die poröse Schicht hervorragend.
Und manche Pflanzen lassen sich damit winterschutzmäßig gut anhäufeln. Einfach etwas Lava ankippen, fertig. Drunter bleibts luftig und geschützt. (Junge Feigenbäumchen z.B.)

Ja, ich habe mein Steingärtlein (ca. 8 m² unseres Südhangs) erst ein Jahr lang mit grobem und feinem Lavagestein vorbereitet, dann alle Rosularien, Semperviven, Jovibarben auf eine dicke Schicht Grus im Pflanzloch gesetzt und rundherum dick mit Grus angehäufelt. Da ist nichts an Winterkälte oder -nässe eingegangen. Dieses Jahr habe ich einen ähnlichen Rosmarin-Sorten-Freilandversuch gestartet ............ aber davon sollte ich anderswo berichten, passt nicht hier in den Mulch-Thread.

Aber, um darauf zurückzukommen - Lavagrus als Bodendecke - wunderbar! (Wenn wir Chica jetzt nicht überzeugt haben ............!!!)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 15:37:45
Nein, wir wollen doch keinen überzeugen, soll doch ein Insidertipp sein ;)

Irgendjemand muss ja auch noch die vielen Rindenmulchsäcke kaufen... :-X

(Rosmarin und Lava, das klingt erfolgversprechend)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 25. August 2011, 16:37:53

Aber, um darauf zurückzukommen - Lavagrus als Bodendecke - wunderbar! (Wenn wir Chica jetzt nicht überzeugt haben ............!!!)

Habt Ihr nicht, geht hier auch nicht so. Als Bodenverbesserer für bindigen, lehmigen, fetten Boden kann ich mir das Material nach Eurer Beschreibung gut vorstellen, ist ja dann auch gut so. Bei uns hier in der Gegend gibt es Sandboden, schlechte Wasserhaltung, wenig Nährstoffe, zu Versauerung neigend. Das, was da fehlt ist Humus, Futter, wasserhaltendes Material. Lavendel & Co wachsen hier wunderbarerweise im natürlichen Boden von ganz allein, Schäden durch Winternässe kommen nicht vor und nur nicht noch mehr Kies in den Boden, davon haben wir genug. Da hilft nur mulchen mit organischem Material, Rasenschnitt überall, Holzhäcksel/Rindenmulch/Sägespäne für Pflanzen, die sauren Boden vertragen. Und davon natürlich nichts gekauft, alles vom eigenen Grundstück oder den Nachbarn abgeschwatzt, die mit Rasenschnitt (noch) nichts anfangen können.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 18:07:00
Da muss ich mich selber zitieren:
Zitat
Ich denke, man muss bei der Wahl des Mulchmaterials auch immer den vorhandenen Boden und seine Struktur bedenken. Auf eine staunasse Lehm-Ton-Schicht grundsätzlich nur organisches Material? Nach meiner Erfahrung: Nein.

Das, was du schreibst, ist natürlich genau das, was ich meinte: Man muss den Boden betrachten. Deinen Sandboden mit Lavagrus zu mulchen, wäre ähnlich wie Eulen nach Athen tragen. Der braucht sicher Humus und darum eine organische Mulchdecke.

Wir können (und wollen!) dich nach deinen Schilderungen natürlich nicht zu der Verwendung von Lavagrus als Mulchmaterial überreden - das würde ja auch unseren Kenntnissen widersprechen.

Aber wir wollten dich ja auch eigentlich nur davon überzeugen, dass Lavagrus - auch wenn anorganisch - für gewisse Böden sehr wohl wunderbar zum Mulchen geeignet ist.......................
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Danilo am 25. August 2011, 18:50:06
Man muss den Boden betrachten. Deinen Sandboden mit Lavagrus zu mulchen, wäre ähnlich wie Eulen nach Athen tragen. Der braucht sicher Humus und darum eine organische Mulchdecke.

Ich finde, man muss neben dem aktuellen Zustand des Bodens vor allem die angedachte Bepflanzung betrachten. Nicht jeder durchlässige Sandboden muss notwendig zu einer Fläche mit Wald- oder Beetcharakter umgekrempelt werden. Er könnte genauso gut als optimale Ausgangslage für die Anlage einer auf Trockenresistenz ausgerichteten Pflanzung sein. Mit einer organischen Mulchung würde man sich um die Chance bringen, jenes zu verwirklichen, was beispielsweise Beth Chatto seit fünf Dekaden in die Gartenwelt hinausruft.
Und plötzlich wünscht sich Athen auch wieder Eulen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 19:26:43
Das stimmt natürlich - aber das schreibt Chica ja auch:

Zitat
Lavendel & Co wachsen hier wunderbarerweise im natürlichen Boden von ganz allein, Schäden durch Winternässe kommen nicht vor

Ich denke, es ging grundsätzlich darum - ist Lavagrus überhaupt als Mulch zu verwenden? Das fand Chica eher nicht - wegen des Sandbodens.

Dass man bei speziellen Pflanzvorhaben den Boden auf ganz bestimmte Weise vorbereiten muss, bleibt dabei natürlich unwidersprochen. Aber es ging hier nicht um Spezielles, sondern allgemein um Lavagrus als Mulch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 19:43:44
Vielleicht sollte man es nicht als reine Mulchschicht verwenden, sondern eher so in der kompletten oberen Bodenschicht.
Eine klare Trennung von Mulchschicht und Boden halte ich bei Lava nicht für so sinnvoll, bei anderen Splittmulchungen auch nicht.
Vielmehr sollte man erst etwas Lavagrus in die Erde einarbeiten und dann den "Mulch" aufbringen. So dass es nicht eine Art "Zudecke" des vorhandenen Bodens ist, sondern in einer Art Übergang. Sinnvoll ist auch eine Einbringung in unterschiedlichen Körnungen, grobe, mittlere und kleine Lavateilchen. Schön wären dann noch große Lavabrocken als Deko, also im nächsten Gran Canariaurlaub etwas Übergepäck mit einkalkulieren ;)
Durch Neupflanzungen/Umpflanzungen und Co. vermischt sich das Material eh von alleine. Es bleibt aber immer was an der Oberfläche, bzw. schafft sich von alleine nach oben.
Die Oberfläche muss dann nur noch hie und da etwas ergänzt werden. Und fertig ist der pflegeleichte Lavagarten für empfindliche Gewächse 8)

Wie gesagt, das sind dann spezielle Beete, die nicht jedermann hat und nicht jedermann gefallen, aber das sollen sie ja gar nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: leonora am 25. August 2011, 19:56:14
Auf Lanzarote nutzt die Landbevölkerung seit langem den Lavagrus vergangener Vulkanausbrüche als Mulch- bzw. Abdeckschicht im Trockenlandbau. Das Vermögen der kleinen Körnchen Wärme und Wasser zu speichern ist hierfür geradezu ideal. Außerdem schützt die Lavaschicht den darunter liegenden Boden vor Erosion. Das funktioniert so gut, dass man mittlerweile längst dazu übergegangen ist, bis zu 15 cm dicke Lagen Lavagrus künstlich auf die Felder aufzubringen, um noch in Extremlagen Trockenlandbau zu bewerkstelligen.

Wo ich wohne, kommt Trockenlandbau zwar nicht in Frage, eher das Gegenteil, aber meine Kakteen- und Sukkulentenbeete habe ich früher auch mit einer Schicht Lava abgedeckt. Wurde gern angenommen.

LG
Leo
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2011, 20:09:05
Jetzt macht mal nicht zuviel Werbung, nicht dass die Lava noch teurer wird ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Windsbraut am 25. August 2011, 20:40:15
Jetzt macht mal nicht zuviel Werbung, nicht dass die Lava noch teurer wird ;)

Hast Recht. Also, hört auf unseren Rat: Das Zeug taugt nicht!!


 ;D ;D ;D ;D ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 21. September 2011, 19:52:19
Hallo !

Ich habe heute in meinem Gemüsegarten ausgiebig gemulcht. Das Tomatengrün, Zuchinigrün, Paprikagrün,Tagetes kleingemacht und als Mulch draufgetan. Alles noch mit EM gegossen und so kann es liegen übern Winter. Im Frühling ist schon fast alles weg und darunter ganz lockere fruchtbare Erde. Das alles ohne umgraben, das macht ja mein bester Helfer, der Regenwurm.

lg. elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 21. September 2011, 20:32:46
Gärtnern ohne Mulch ist wie Atmen ohne Luft................

Je nach Pflanze Boden und Klima geht das von Kies über Hackschnitzel bis zum Rasenschnitt.

Und "mein" öffentlicher Rosengarten Amberg wird mit Rückstand aus Biogasanlagen gemulcht, eine Pracht und das ohne jegliche Spritzung"
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hänschen am 22. September 2011, 21:01:21
...Das alles ohne umgraben, das macht ja mein bester Helfer, der Regenwurm.

Das machen bei mir leider auch Maulwurf und vor allem die Wühlmaus - die Beete waren im Frühjahr erst nach ewigen Zeiten halbwegs verwendbar, und das auch nur letztendlich mit Hilfe der TC-Falle. Ich werde die Gemüsebeete über den Winter wohl nicht mehr mulchen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Lavagrussy am 06. Oktober 2011, 19:28:28
Hat jemand Erfahrungen, wie sich Lavagrus oder Lavakies, 8-16 mm, in Hanglagen bei Wind und Regen verhalten? Mein Rindenmulch wird diesbezüglich von Jahr zu Jahr empfindlicher/weniger.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 06. Oktober 2011, 19:41:01

Ich habe heute in meinem Gemüsegarten ausgiebig gemulcht. Das Tomatengrün, Zuchinigrün...

Hast du keine Angst vor Braunfäule und Mehltau im nächsten Jahr ??? ?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 07. Oktober 2011, 00:51:06
Hallo Chica !

Nein, habe ich nicht. Meine Tomaten und Zuchini waren bis zum Schluß gesund.

lg elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 07. Oktober 2011, 14:49:41
Da hast Du aber ein gutes Fleckchen Erde :D . Bei uns hat jeder Braunfäule an den Tomaten und Mehltau an Kürbis & Co, so dass man das Kraut immer extra entsorgen muss.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 07. Oktober 2011, 20:18:13
Hallo Chica !

Ich arbeite ja auch seit Jahren mit EM, deshalb habe ich diese Probleme nicht. Auch wenn es hier leider keiner hören will und sich nur lustig darüber gemacht wird.

lg. elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: caro. am 07. Oktober 2011, 20:26:06
elis, prächtig sieht das aus! toll!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 08. Oktober 2011, 07:17:07
Wunderschön, elis, was du aus diesem Stück Land, von dem ich ja auch das "Vorherbild" kenne, machen konntest! Lass dich nur nicht abbringen von deiner klugen und umweltfreundlichen Bewirtschaftungsweise ;) !
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Täubchen am 29. Oktober 2011, 19:18:46
Das Mulchen habe ich erst im letzten Jahr für mich entdeckt und in diesem Jahr das erste Mal auch Grasschnitt/Rasenschnitt verwendet. Ich habe schweren, teils tonigen Lehm und bin mit dem Ergebnis bisherher sehr zufrieden, zumal wir nur sehr wenig Regen übers Jahr hatten.
Nun habe ich mich heute einem extrem trockenen Rabattenbereich gewidmet und auch dort großzügig Rasenschnitt mit Laub vermischt, um die Pflanzen verteilt.
Dort wachsen auch einige Staudenpäonien - vertragen die mulchen oder soll ich die lieber aussparen ?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Pewe am 29. Oktober 2011, 19:24:27
Ich bekenne mich. Die ersten 6 Jahre war ich Kampfharker. Seit 1,5 Jahren mulche ich mit allem was ich habe und kriegen kann. Einzige Ausnahme: Kienäppel. Wenn ich sehe wie sich die gemulchten Bereiche bodenmäßig verbessert haben (fast alles ist m.M.n. besser als offener Boden), könnt ich mich sonst wo hinbeißen - 6 verplemperte Jahre.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 29. Oktober 2011, 20:18:13
elis,

ein schönes Stück.
Ich meine aber nicht wegen EM, sondern Trotz. Aber das ist ja Glaubenssache.
Meine Freilandtomaten waren bis zum letztwöchigen Rodetermin auch noch ohne Braunfäule. Ganz ohne EM. In dem Fall eine Sortenfrage.

chica,

ich denke, so hygienisch "sauber" kann und muß man gar nicht arbeiten, daß einem Pilzsporen wie von Braunfäule und Mehltau erspart bleiben. Und selbst wenn sie im eigenen Garten etwas dünner gesät sein sollten, so sind sie überm Zaun beim Nachbarn....sprich, überall vorhanden.
Ich mache mir selbst nicht mehr die Mühe, die Stangen von Braunfäulebefallenen Sorten zu säubern/desinfizieren. Was kommt das kommt oder kommt nicht.....

Bei nicht überall vorhandenen, relativ seltenen und destruktiven Infektionen wie z.B. Feuerbrand, Scharka etc. würde ich aber anders vorgehen.

Ach ja, zum mulchen, wenn immer es geht bzw. Material vorhanden ist, bekenne ich mich auch.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Froschlöffel am 30. Oktober 2011, 14:31:50
Auch ich bekenne mich zum Mulchen. Das Unkraut kommt zwar immer wieder durch, aber im Endeffekt steigert das Mulchen die Bodenqualität.
Am liebsten mulche ich mit Rindenmulch frisch aus dem Wald. An vielen Waldparkplätzen werden Kiefernstämme entrindet und anschließend liegt da kubikmeterweise herrenlose Kiefernrinde herum, für die man in Gartencentern 10 Teuronen je 60l-Sack als Pinienrinde bezahlt. Ich habe fast immer einen dieser praktischen grünen 250l-Säcke im Kofferraum dabei. ;D
An die hier mitlesenden Pfälzer: Aktuell findet man derartigen Rindenmulch am Parkplatz der Retzberghütte bei Sippersfeld. 8)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: laguna am 30. Oktober 2011, 18:14:11
Hallo zusammen,
heute brauche ich dringend einen Tipp von Euch Fachleuten.
Bekannte von mir haben vom Landschaftsgärtner einen Südhang mit Rosen, Stauden und Gehölzen bepflanzen lassen. Direkt beim Hauseingang wurde danach eine Fläche von 20 x 15 m mit Rindenmulch bedeckt und der restliche Hang wurde natur belassen. Nach mehreren Jahren kämpft die Gartenbesitzerin immer noch mit den mickrigen Pflanzen, die im gemulchten Bereich stehen. Sämtliche Pflanzen im nicht gemulchten Bereich sind wunderbar gewachsen. Nachdem der noch vorhandene Mulch schlecht entfernt werden kann, würde ich schon jetzt und im Frühling nochmals Hornspäne ausstreuen, damit die Pflanzen endlich Nährstoffe bekommen und dem Mulch der Garaus gemacht wird. Sollte zusätzlich noch Kalk oder Kalimagnesia gestreut werden oder wißt Ihr noch was besseres?
LG von laguna
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Oktober 2011, 18:32:26
Das ist ja der Sinn von Rindenmulch, dass eben nichts mehr wächst, auch nicht das gepflanzte ;) ;D

Ich würde auch Kompost drauftun, damit mehr Bodenleben reinkommt. Kalk kann nicht schaden. Kali auch nicht. Mist auch nicht.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: laguna am 30. Oktober 2011, 22:32:10
Danke für die schnelle Antwort! Dann werde ich das so weitergeben, damit im Frühling die Post abgeht.
LG von laguna
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: uliginosa am 30. Oktober 2011, 22:44:11
...Das alles ohne umgraben, das macht ja mein bester Helfer, der Regenwurm.

Das machen bei mir leider auch Maulwurf und vor allem die Wühlmaus - die Beete waren im Frühjahr erst nach ewigen Zeiten halbwegs verwendbar, und das auch nur letztendlich mit Hilfe der TC-Falle. Ich werde die Gemüsebeete über den Winter wohl nicht mehr mulchen.

die Empfehlung, bei wühlmäusen oder Maulwürfen im Winter nicht zu mulchen, kenne ich auch.

Aber wieso eigentlich? Den Wühlmäusen ist es egal, ob sie unter einer Mulchdecke leben oder nicht, dem Maulwurf nicht ganz, er freut sich über die vielen Regenwürmer. :P

Ohne Mulch sieht man die Haufen etwas besser, aber sonst?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Floris am 01. November 2011, 13:21:40
vielleicht weil sie (die Wühlmaus) unter einer Mulchschicht besser einen verborgenen Ein/Ausgang anlegen kann? Sie legen auch flach verlaufende sogenannte Laufgänge an. Das können sie unter einer Mulchschicht auch sehr gut.
Es soll schließlich Vögel und Katzen geben die ihnen nachstellen. Unter Mulch läßt es sich genauso gemütlich leben wie unter einer dicken Schneedecke.
Ich kenne die Empfehlung, bei jungen Obstbäumen im Sommer die Baumscheibe dick mit Mulchmaterial zu bedecken, diese im Winter aber auseinander zu ziehen, da sich sonst dort vermehrt Wühlmäuse aufhalten. Das gilt nicht für Rindenmulch, den mögen sie wohl nicht so (warum auch immer).
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: uliginosa am 01. November 2011, 22:14:56
Wahrscheinlich, weil Rindenmulch kleinteiliger ist, in die Gänge rieselt und nicht so schön stabile Decken bildet. :-X
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kiko63505 am 04. November 2011, 18:36:20
Hallo in die Runde,

Auch ich bin bekennender Mulcher, für mich gibt es nichts besseres im Garten. Astwerk/Rindenmulch allerdings werden sparsam eingesetzt, Holz verändert das C/N Verhältnis und raubt den Stickstoff.
ich setze auf das Motto... "ernähre den Boden damit der Boden dich ernährt" Mulchen erzeugt sehr viel Bodenleben und dieses wiederum sorgt für Nährstoffe.
Mulchmaterial fällt bei mir leider nicht genug an, diesen Mangel gleiche ich durch einen Blumenladen aus :D Hier hole ich mir bei Bedarf alles anfallende Grünzeug was nicht verkauft werden kann. Nun wird der eine oder andere sagen... das Zeugs ist ja vorbelastet, was aber ist nicht vorbelastet? Vieles dieser Vorbelastungen wird über die Würmer neutralisiert, ich jedenfalls kann damit gut leben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 04. November 2011, 18:48:39
Schnittblumen sind aber deutlich mehr belastet als alles andere in Deutschland. Dort werden Mittel eingesetzt, welche hier schon längst verboten sind. Hier kannst du es lesen. Ich könnte noch viele andere Internetseiten verlinken zu diesem Thema.

Nie und nimmer glaube ich, daß das Alles abgebaut wird.

Ganz abgesehen davon, daß man diese Schnittblumenhersteller nicht unterstützen sollte, die Arbeiter leiden, der Wasserverbrauch, der sinnvoller eingesetzt werden könnte, und der lächerliche Stundenlohn....

Ich sammle als Mulchfan in der Nachbarschaft, leider macht es der rechte Nachbar inzwischen ebenfalls.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kiko63505 am 04. November 2011, 21:16:02
Hallo Christina,

Dein Einspruch, der sicherlich eine Berechtigung hat und auch kommen musste, in Ehren, aber was ändert das an der Sache?. Wie ich schon sagte, es ist im Prinzip alles vorbelastet. auch die Lebensmittel aus den Supermärkten. Auch hier gibt es Verschwendungen und Lohndumping. Solange in D Schnittblumen gekauft werden, solange werden diese hergestellt. Jede Schnittblume in D gelangt früher oder später auf dem Kompost oder in der Biotonne und somit wieder in irgendeinem Garten. Was ist mit all den Pestiziden die in unseren Gärten ausgebracht werden? Bringt man diese nicht selbst aus, so ist es der Nachbar. Was ist mit all dem Kunstdünger der Jährlich tonnenweise in den Baumärkten verkauft und angewendet wird? Das alles ist ein Teufelskreis aus dem es kein entrinnen gibt, zumindest nicht kurzfristig.
Ich komme aus einem Spargelanbaugebiet, hier gibt es Biologisch angebauter Spargel, ... sagt man... seltsam allerdings ist die Tatsache das die Spargelfelder absolut frei von Unkräutern sind und gleich nach dem Feld spriest das Unkraut massenweise. Wir müssen also nicht zwingend ins Ausland gehen um Belastungen zu kaufen, die bekommt man gleich nebenan.
In meinem Garten, ich muss allerdings sagen, es ist kein Nutzgarten, habe ich in den letzten Jahren erfolgreich das Bodenleben vermehren können. Es finden sich auch wieder Insekten ein und nisten, ich denke so schlimm kann es nun nicht sein mit dem was ich mache. Kaufdünger oder Pestizide habe ich auch schon abgeschafft. Ich versuche zumindest aus der herrschenden Situation soweit als möglich naturnah zu arbeiten.
Anbei mal ein Tomatenbild aus diesem Jahr, hier wurde nur Wurmhumus und Erde verwendet. An der Rispe in meiner Hand hängen knapp 60 Tomaten die ich alle ernten konnte.
(http://www.imgbox.de/users/kiko63505/Tomaten_2011/Tomate2011_06.JPG)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 05. November 2011, 08:47:43
Ganz abgesehen davon, daß man diese Schnittblumenhersteller nicht unterstützen sollte, die Arbeiter leiden, der Wasserverbrauch, der sinnvoller eingesetzt werden könnte, und der lächerliche Stundenlohn....

Ich halte es auch auf alle Fälle für besser, wenn die Arbeiter arbeitslos sind und hungern. ::)


Abfall aus einem Blumenladen würde selbst ich eine Saison auf dem Komposthaufen zwischenparken.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Daniel - reloaded am 05. November 2011, 09:31:58
Schnittblumen sind aber deutlich mehr belastet als alles andere in Deutschland. Dort werden Mittel eingesetzt, welche hier schon längst verboten sind. Hier kannst du es lesen. Ich könnte noch viele andere Internetseiten verlinken zu diesem Thema.

Nie und nimmer glaube ich, daß das Alles abgebaut wird.

Ganz abgesehen davon, daß man diese Schnittblumenhersteller nicht unterstützen sollte, die Arbeiter leiden, der Wasserverbrauch, der sinnvoller eingesetzt werden könnte, und der lächerliche Stundenlohn....

Ich sammle als Mulchfan in der Nachbarschaft, leider macht es der rechte Nachbar inzwischen ebenfalls.

Naja, zumindest wäre es vorteilaft Ende 2011 nicht unbedingt einen Artikel aus 1996 zu verlinken..... ::)
Ansonsten stimme ich Staudo zu. Indem ich ausländische Schnittblumen boykottiere (ich boykottiere jegliche Schnittblumen, ausser die aus Mudderns Garten) werden sicher nicht die Arbeitsbedingungen besser sondern die Menschen schlicht arbeitslos.
Und Abfälle von Schnittblumen würde selbst ich (als bekennender Giftmischer), zumindest im Gemüsegarten, nicht als Mulchmaterial verwenden.

Allerdings hast du recht: Wenn man jetzt CKW-Insektizide (das Lindan im Link) als Beispiel nimmt wird das sicher nicht problemlos von den Bodenlebewesen abgebaut. Eher im gegenteil. Diese verbindungen dürften ab gewissen Mengen das Bodenleben eher schädigen. Die Frage ist allerdings inwiefern Lindan und Co. überhaupt noch eingesetzt werden. Innerhalb der EU gar nicht mehr, was nicht heissen soll, dass das auf anderen Kontinenten ausgeschlossen ist.

Ich hatte eigentlich vor, viel mehr dazu zu schreiben, aber das geht weeeeeiiiiit ins OT.


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kiko63505 am 05. November 2011, 12:12:03
Hallo Daniel,

Dein OT würde mich jetzt schon interessieren, bitte lass uns daran teilhaben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 05. November 2011, 13:23:03
Vielleicht in einem eigenen Thread? ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Daniel - reloaded am 05. November 2011, 13:40:18
Hallo Daniel,

Dein OT würde mich jetzt schon interessieren, bitte lass uns daran teilhaben.


Hat absolut nichts mit dem Thema zu tun sondern eher mit dem verlinkten Artikel, aber bitte sehr:

OT ein/
Wie ich schon schrieb halte ich es für fragwürdig einen fast 15 Jahre alten Artikel in einem aktuellen Thema zu verlinken.
1996 war z.B. Lindan auch in D noch ein zugelassenes PSM, Captan ebenfalls nicht verboten sondern lediglich nicht mehr zugelassen.
2011 ist es umgekehrt: Lindan hat ein EU-weites Anwendungsverbot als PSM und Captan ist seit Jahren wieder zugelassen und zwar im Obstbau (als Merpan bis Ende 2011, als Malvin bis Ende 2017 und als Consist Plus mit Trifloxystrobin kombiniert bis Ende 2019).
Das macht Lindan zwar nicht gefährlicher als es ohnehin ist und Captan nicht ungefährlich, zeigt aber wie schnell diverse Veröffentlichungen an Aktualität verlieren.

Es steht ausser Frage, dass es noch immer massive Missstände in ausländischen Produktionsbetrieben gibt, gerade bezüglich Anwenderschutz, Arbeitsbedingungen veraltete PSM etc.
Das werden wir aber nicht durch einen Boykott ändern, sondern bestenfalls durch umdenken! Solange der allergrößte teil der Verbraucher noch schreit "billig will ich!" wird es immer leute geben die diesem Ruf nachkommen.
ABER:
Es ist ja nicht so, dass sich in diesen 15 Jahren nichts getan hätte!
Viele betriebe setzen sich inzwischen für ihre Mitarbeiter ein. Und zumindest deutsche Jungpflanzenunternehmen achten in ihren südländischen Produktionsstätten nahezu vorbildlich auf den Anwenderschutz etc.
Ferner kommt es sehr auf die Kultur selbst an wie "chemieträchtig" diese ist. Und Kulturen die in tropischen gefilden wachsen werden immer mehr PSM bekommen (müssen) da allein durch die Klimabedingungen Pilzen etc. Tür und Tor geöffnet sind.

Nach Deutschland:
Keine Frage, dass es noch immer Gärtner gibt die nicht viel von Anwenderschutz beim Umgang mit PSM halten. Aber diese sterben, Gott sei Dank, immer mehr aus.
Und auch bei uns hängt es sehr stark von den Kulturen und den Kulturbedingungen ab wie "chemieträchtig" die Erzeugnisse sind! Kulturen wie z.B. Callunen sind wahre Chemiebomben. Um sie gesund und verkaufsfähig zum blühen zu bringen werden sie beinahe wöchentlich (natürlich witterungsabhängig) mit diversen Fungiziden eingenebelt (ich habs 3 Jahre lang gemacht!).
Rosen in Monokultur ist auch recht chemielastig, schon gegen Mehltau und Spinnmilben wird recht regelmäßig behandelt. Wobei man aber auch hier die letzten 15 Jahre nicht vergessen darf. Der biologische Pflanzenschutz funktioniert immer besser und wird auch immer mehr genutzt, auch und gerade in Holland übrigens!
Ferner sind die Mittel wirksamer geworden. Ich erreiche immer mehr mit immer weniger Wirkstoff und das bei gleichzeitig geringerer Toxizität!

Wenn ich in der Gärtnerei auch nur ansatzweise die im Artikel angegebenen Mengen an PSM je Hektar und Jahr verballern würde, wären wir lange pleite! So groß wie im Artikel angegeben (90 kg nur Insektizide und Fungizide) ist mein verbrauch auf 1,5 ha in 3 Jahren nicht und dabei schließe ich herbizide, Wachstumsregler etc. ein!
Bei Rosen mag das anders sein, aber ich kenne kaum betriebe (Callunen etc. mal ausgenommen) die auch nur im Ansatz an diese mengen herankommen.

Abgesehen davon, dass ich es relativ unwichtig finde wieviel kg Mittel ich im Jahr verbrate, viel interessanter ist die Wirkstoffmenge je ha die ich in die Umwelt puste.
Und auch solche Zahlen sind nicht mehr vergleichbar. Im Vergleich zu damals brauche ich oft nur noch einen Bruchteil der Wirkstoffmenge von damals. Ferner sind heute (zumindest im Zierpflanzenbau) viele resistenzen gebrochen. 1996 war es z.B. nur schwer möglich die weisse Fliege unter Kontrolle zu bringen. 10 Behandlungen waren keine Seltenheit. Heute haben dieses Problem eigentlich nur Gärtner die mit den Wirkstoffen nicht umgehen können und sie entsprechend nicht wechseln. oder eben alternativ erst mit der bekämpfung beginnen wenn das Kind im Brunnen liegt, denen ist aber eh nicht zu helfen!

Ferner finde ich, dass solche Artikel oft verallgemeinerd geschrieben sind und gerade der PSM-Einsatz ist ein Thema dass sich einfach nicht verallgemeinern lässt. Und einige neigen dazu Skandale herauf zu beschwören die einfach nicht da sind.

Vor etwa 5 Jahren oder so hat eine solche Organisation mal aufgedeckt "Verbotene PSM in deutschen Topftulpen gefunden!".
Der deutsche Gartenbau hatte viel zu tun, damit das nicht an die große Glocke gehängt wurde.
Der "Skandal": In Supermärkten wurden Topftulpen gefunden die mit Paclobutrazol behandelt wurden. Das ist ein sehr starker Wachstumsregler und ziemlich die einzige Möglichkeit Zwiebelpflanzen zu stauchen.
Zu dieser Zeit war Paclobutrazol (Bonzi) in D nicht zugelassen und somit bestand Anwendungsverbot, keine Frage, ABER die Töpfe kamen aus Holland und dort ist Bonzi nach wie vor ein zugelassener und viel verwendeter Wachstumsregler. Und da Pflanzen eingeführt werden dürfen die mit einem nicht zulässigen PSM behandelt sind sofern keine vollständiges Anwendungsverbot besteht und der Wirkstoff in anderen EU-Ländern zugelassen ist gab es überhaupt kein problem. Aber diese bööööösen deutschen Gärtner! ::) ::)


Ein älterer "Skandal" einer anderen organisation spielt sich im Obstbau ab: Dort fand man die verbotenen Mittel E605 forte und Simazin (ein Herbizid) in unzulässig hohen Mengen.
Denkste Püppchen! Das Parathion (E605) war Pirimicarb (und darf bis heute gegen Blattläuse an Äpfeln eingesetzt werden und Simazin war zu dieser zeit ein zugelassenes herbizid im kernobstbau, 1 Jahr später wars dann mit Simazin vorbei aber das spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Übrigens waren die Grenzwerte nicht oder nur gaaaaanz gering erhöht. Nicht gut, keine Frage, aber auch nichts was man zu einem Skandal hochpushen müsste.....


Damit will ich keinesfalls sagen, dass alles super ist und man so viele PSM wie möglich einsetzen sollte, weiss Gott nicht, aber so dramatisch wie es oft dargestellt wird (und möglicherweise oder sogar mit ziemlicher Sicherheit mal war) ist es nicht.



wie gesagt völlig OT, aber du hast es so gewollt.... ;D
OT aus/
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Daniel - reloaded am 05. November 2011, 13:41:17
Vielleicht in einem eigenen Thread? ;)


Axel, der Plan ist gut sofern wir jetzt bei dem leidigen Thema bleiben. :)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenentwickler am 05. November 2011, 20:08:04
Hallo,
ich werde im Herbst/ Winter wieder Häckselgut in einer Rabatte verteilen. Zur Ausgleichsdüngung möchte in Hornspäne auf die Schicht Häcksel vom letzten Jahr ausbringen und darüber das neue Häcksel. Kann an doch so machen oder ? So brauche ich es nicht im Frühjahr einarbeiten. Umgesetzt wird doch jetzt nichts mehr von den Nährstoffen oder ?

Lg
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Daniel - reloaded am 05. November 2011, 20:33:31
Du solltest dann tatsächlich auf Hornspäne zurückgreifen und kein Hornmehl oder -gieß verwenden. Die Späne werden deutlich langsamer umgesetzt und das dürfte am ehesten der Zersetzung der Holzschnitzel entsprechen.
Was davon noch umgesetzt wird hängt vor Allem von der folgenden Witterung ab, allerdings wird, solange die Hornspäne umgesetzt werden auch Holz umgesetzt.

Willst du die Hornspäne nur als Ausgleichsdüngung haben oder damit die Stickstoffversorgung der rabatte erreichen?

Grundsätzlich sehe ich da keine großen Probleme.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenentwickler am 05. November 2011, 21:29:05
Ich möchte nur eine Ausgleichsdüngung machen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 12. November 2011, 01:41:25
[OT]
... (ich boykottiere jegliche Schnittblumen, ausser die aus Mudderns Garten) ...


wo ist der klatschende Smiley?

Selbstverständlich hilft boykottieren. Jeder € ist ist wie ein Stimmzettel. Die Wirtschaft wird nicht durch andere Votums reguliert. Natürlich kann man auch sagen, dass wählen gehen nichts ändert. War ja auch in der DDR 60 Jahre lang so.

Bewusst konsumieren und unmoralische Produktions- und Vertriebswege nicht zu bedienen hilft in der Summe enorm! Die einzige Form der Demokratie, die der Markt und unsere Wirtsschaft kennt.

Wenn kein Japaner mehr Walfleisch kaufen würde ...

[/OT]
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 27. Dezember 2011, 19:35:23
Hier Mal eine Frage. Ich hab Himbeeren gesplantz. Erweiterungspflanzung der bestehenden Bestände.
 Nun will ich alles einmulchen und so. Aber ich hab nicht genügend Schredderzeugs von Laubgehölzen.
Aber viel Fichtenschnitt.
Kann ich das auch schreddern und das in die Pflanzungen verbringen? Oder ist das nicht so gut?
Hier hört man ja viel, dass es nicht gut ist wegen des Versauerns des Bodens und so.
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: elis am 27. Dezember 2011, 19:40:49
Hallo Wiesentheo !

Das kannst schon als Mulch nehmen. Gibst drunter Hornspäne, dann den Fichtenmulch drauf. Du gibst ja nicht 30 cm drauf, so 5-10 cm machen noch nichts.

lg. elis
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Danilo am 27. Dezember 2011, 19:45:50
Und bei Himbeeren sowieso kein Problem, die mögen sauren Boden sogar.
Zu Hornspänen oder anderen Stickstoffgaben (auch Rasenschnitt ab April) würde ich ebenfalls raten.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Ringelblatt am 10. Januar 2012, 11:00:56
Hallo, habe ein ganz anderes Problem. Unser noch sehr junger Hund markiert am Komposthaufen. Wir sind dabei es ihm abzugewöhnen. Da es bis zum Mulchen der Beete noch etwas Zeit ist, habe ich nun die Frage, ob wir den "markierten" Mulch noch verwenden können? Wer kennt sich da von Euch aus?


Link "korrigiert". LG Nina
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: brennnessel am 10. Januar 2012, 16:11:20
Der Hund ist eh anständig, wenn er am Komposthaufen markiert ;) ! Bis du den Kompost verwendest, ist die Schärfe sicher weg und außerdem sind das ja sicher nur Kleinstmengen!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 12. Januar 2012, 08:15:37
Hier Mal eine Frage. Ich hab Himbeeren gesplantz. Erweiterungspflanzung der bestehenden Bestände.
 Nun will ich alles einmulchen und so. Aber ich hab nicht genügend Schredderzeugs von Laubgehölzen.
Aber viel Fichtenschnitt.
Kann ich das auch schreddern und das in die Pflanzungen verbringen? Oder ist das nicht so gut?
Hier hört man ja viel, dass es nicht gut ist wegen des Versauerns des Bodens und so.
Frank

Hallo Wiesentheo,
das alte Gerücht vom sauer werden des Bodens muss man deutlich relativieren.
Falls Dein Boden bereits sehr sauer ist, so kann Fichtenmulch den Wert geringfügig noch sauerer machen. Viele Böden enthalten jedoch viel oder sehr viel Kalk - da ist es überhaupt kein Problem, bei uns ist es sogar sehr gut, wenn der pH-Wert etwas sinkt - tut er leider aber nur marginal durch Mulchen.
Himbeeren mögen sauren Boden und Fichtenmulch sogar sehr. Auch für Heidelbeeren oder Rhododendren wäre er gut geeignet.

@Ringelblatt - Hundepisse ist Stickstoff - also prinzipiell kein Problem.
Ich würde den markierten Kompost jedoch nicht in den Gemüsegarten tun, sondern in die Zierbeete.
Ich persönlich hätte einfach Sorge, dass er dann im Gemüsebeet markiert, wenn dort schon seine Duftmarke vorhanden ist und das wiederum wäre mir gar nicht recht (und dem Gemüse auch nicht).

Viele Grüße von _felicia
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 13. Januar 2012, 20:34:44
Ich ärgere mich zur Zeit über die Drosseln die gemulchte Flächen zerhacken und auch frischgepflanzte Zwiebeln dann in der Gegend verteilen.
Probehalber habe ich auf fast allen verwüsteten Flächen dünn feinen Kies aufgebracht Körnung ca 0,5-1 cm.
Diese Flächen sind jetzt seit einer Woche unangetastet. Hoffentlich bleibt das so.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: oile am 13. Januar 2012, 20:44:19
Axel, lege doch ganz locker Maschendraht drüber. Dann kommen sie nicht ran.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Wiesentheo am 13. Januar 2012, 20:57:20
felicia
Ja, ich mache es. hab aber nioch nicht die richtige Zeit zum schreddern gehabt.
Na Mal sehn, wie es wird. Nun kommt der Winter. denke ich Mal und dann gehts nicht. Aber im Frühjahr, oder wenn das Wetter offen ist , dann................
Frank
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 13. Januar 2012, 21:13:53
Soviel Maschendraht habe ich gar nicht Oile, außerdem wenn man zu lange mit dem Abräumen wartet bekomme man Probleme mit den ganzen Schneeglöckchenbüscheln die dann durchgewachsen sind, Tulpen und co sind da auch nicht besser :P.
Ich möchte nicht einen großen Teil der Geretteten, anschließend selber köpfen.
Ich wollte sowieso feinen Kies als Strukturverbesserer für meinen Tonboden einbringen. Kiesmulchen kennen meine Amseln scheints noch nicht.
Wie gesagt hoffentlich bleibt das so. Wenn die Glöckchen dann eingewachsen sind werden sie nur abgerissen und liegen nicht samt Zwiebel auf dem Weg.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 13. Januar 2012, 21:14:40
Habe im November rd. 50 qm mit kostenlosem Rindenmulch ca. 20 cm hoch bedeckt. Das das den Himbeeren nichts ausmachen dürfte ist mir klar. Aber in der Fläche stehen auch zwei 2jährige Apfelbäume. Ich habe mit Rindenmulch bisher noch keine Erfahrungen. Sollte ich wegen der Stickstoffbindung zusätzlich Hornspäne-mehl düngen und wenn ja, wieviel?
Irgendwelche negativen Auswirkungen zu befürchten, wenn ich im März den Mulch beiseite räume, Kompost an die Bäume gebe und Mulch wieder drüberlege?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thegardener am 13. Januar 2012, 21:23:22
Ich ärgere mich zur Zeit über die Drosseln die gemulchte Flächen zerhacken und auch frischgepflanzte Zwiebeln dann in der Gegend verteilen.
Probehalber habe ich auf fast allen verwüsteten Flächen dünn feinen Kies aufgebracht Körnung ca 0,5-1 cm.
Diese Flächen sind jetzt seit einer Woche unangetastet. Hoffentlich bleibt das so.
Bei mir haben dann die Ringeltauben übernommen , war auch nicht besser .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thegardener am 13. Januar 2012, 21:28:26
Zuccalmaggio , ich finde 20 cm sind ein bisschen sehr hoch . Selbst hatte ich bisher nur etwa 10cm aus Holzhäcksel . Da habe ich im Frühjahr Blaukorn zugegeben und den Kompost nach Auflösen des Blaukorns drauf verteilt . Im Herbst waren die Holzhäcksel schon weg , de Boden aber deutlich besser als vorher .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 13. Januar 2012, 21:30:45
Habe im November rd. 50 qm mit kostenlosem Rindenmulch ca. 20 cm hoch bedeckt. Das das den Himbeeren nichts ausmachen dürfte ist mir klar. Aber in der Fläche stehen auch zwei 2jährige Apfelbäume. Ich habe mit Rindenmulch bisher noch keine Erfahrungen. Sollte ich wegen der Stickstoffbindung zusätzlich Hornspäne-mehl düngen und wenn ja, wieviel?
Irgendwelche negativen Auswirkungen zu befürchten, wenn ich im März den Mulch beiseite räume, Kompost an die Bäume gebe und Mulch wieder drüberlege?

- Mulch kann die Rinde schädigen - also ein wenig vom Stamm wegbleiben.
- ich gebe immer Hornspäne als Stickstoff-Lieferant dazu - 5 Hände voll pro qm (Frauenhände Größe "8" )
- 20 cm erscheinen mir auch viel zu viel. Ich gebe 5-10 cm
Viele Grüße von _felicia
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 13. Januar 2012, 21:50:21
Verstehe ich das richtig? Den Kompost auf den Rindenmulch/Holzhächsel obendrauf?
Gerade dann würde ich ja den unerwünschten Kräutern wieder ein Substrat bieten. Dem Druck dieser unerwünschten hoffte ich ja mit dem Holzhäcksel etwas Paroli bieten zu können.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: _felicia am 13. Januar 2012, 21:59:29
ich gebe erst Stickstoff und dann Rindenmulch, damit die Gehölze keinen Stickstoffmangel erleiden.
Zum Unkraut unterdrücken ist eine Schicht Pappkarton unter dem Rindenmulch (über dem Stickstoff) easy und sehr hilfreich.
Viele Grüße _felicia

P.S. jetzt wird Dir wohl nix andres übrigbleiben, als Stickstoff unterzumischen. Aber Unkraut wächst deshalb auch nicht in/unter so dicker Mulchschicht. Die Gerbsäure wirkt ja gegen Unkraut.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thegardener am 13. Januar 2012, 22:05:32
Okay , ich hatte nicht wegen Unkraut gemulcht sondern wegen der Bodeneigenschaften . Unkrautsamen im Kompost begegne ich mit Kalkstickstoff . Wenn Du Lichtkeimer verhindern willst hilft wohl am ehesten Mulch abräumen , Kompost ausbringen und wieder mulchen . Das ist mir zuviel Arbeit :-[
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Chica am 13. Januar 2012, 22:56:23
Verstehe ich das richtig? Den Kompost auf den Rindenmulch/Holzhächsel obendrauf?

Also ich will Euch nicht ärgern aber Kompost obendrauf ungeschützt ist doch ein Unding. Da werden die mühsam angesammelten Mikroorganismen ja erfroren, erhitzt, vertrocknet oder wie auch immer gemordet. Das ist Verschwendung von Biomasse (hätte mein Bio- Lehrer vor 20 Jahren gesagt). Kompost immer etwas abdecken und oberflächlich einarbeiten aber natürlich auch nicht eingraben!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thegardener am 13. Januar 2012, 23:14:18
 ;) Nöh , nicht wenn das Beet im Schatten liegt und die Stauden so dicht stehen das sie den Boden abdecken . Vollsonnig und ohne Windschutz würde ich Kompost nicht oberflächlich verteilen , das ist doch klar .
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 13. Januar 2012, 23:54:41
Also. Ich werde ca. 1qm um die jungen Bäume herum räumen. Dann gewöhnliche Dosis Kompost plus Hornspäne (keine Ahnung wieviel, aber felicias 5 Frauenhände voll erscheinen mir gefühlt etwas viel). Also die Hälfte. Holzhäcksel wieder drüber. Mal sehen, wie die Bäume übers Jahr treiben.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kudzu am 23. Dezember 2013, 17:46:24
bitte nicht gleich steinigen, kaempfe mich grad so langsam durch diesen alten Thread, manche Frage beantwortet sich unterm Lesen von selbst, einige nicht, also frage ich halt 'laut', vielleciht kanns mir ja jemand erklaeren - Danke

hab mich gar nicht getraut das zu sagen ( weil dann gleich wieder einer auf die Druckerschwärze , Chemie ect. .... hinweist, oder nicht?) - aber das mit dem Zeitungspapier habe ich auch schon gemacht...., und es klappt vorzüglich. Ca.5-10cm dicke sollten die Lagen schon sein.

5-10cm Lage Zeitungspapier? :o
das sind geschaetzt 500-1000 Blatt
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kudzu am 24. Dezember 2013, 00:06:38
46 Seiten geschafft, bin weder eingeschlafen noch ausgerastet

wieso liegt das Thema fast 2 Jahre brach?
mulcht hier niemand mehr?
hat niemand mehr neue Quellen, Erfahrungen, Abneigungen, Vorlieben?

nun denn
ich bin bekennender Mulcher!
weil ich keinerlei Rasenschnitt hab mulche ich mit allem, was sich kostenfrei findet
das ist hauptsaechlich 'mulch' und Laub

nein, nicht lachen, nicht wundern
'mulch' ist hier im Tiefen Sueden der gaengige Ausdruck fuer Hackschnitzel
und genau die krieg ich vom freundlichen 'tree service' LKW-weise angeliefert
noch liegen ein paar dutzend Kubik und altern vor sich hin,
werden gewissermassen 'vorverdaut'
frische Hackschnitzel verwende ich nur fuer Wege

zweitgroesster Mulchlieferant sind natuerlich meine Baeume jeden Herbst
ueberall im Garten verteilt warten Laubhaufen auf weitere Verwendung, bis dahin verrotten auch sie schon mal, meine Kiefern werfen auch haufenweise Nadeln, die aber lang brauchen, bis sie kompostieren, die nehm ich nur zum mulchen vom Blaubeerbeet gern, ansonsten vor allem fuer Wege, wobei ich versetzten Mulch von den Wegen zwischen den Beeten einfach hap-zap auf die Beete reche und die Wege frisch mulche

zZ hab ich ausgerissenen Efeu, immer wenn ich ein paar Kubik angesammelt hab kommt das Zeg durch den Haechsler und lagenweise auf den Kompost, mein Vertrauen in den Ueberlebenswillen von Efeu ist zu gross, als dass ich dem Zeug im Gemuesegarten trauen wuerde aber als Gruenmaterial im Kompost macht er sich recht gut


 
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 24. Dezember 2013, 08:14:40
Ich lasse auch die Arbeit des Lockerns die Bodenorganismen machen. Aber neues habe ich kaum zu vermelden. Toto meint vielleicht gelesene Zeitungen. Die liegen nicht so dicht. ;) 8)

20 cm Holzmulch wenn vorhanden gemischt mit Grüngut oder Soden die ein Nachbar entsorgen will ist auch eine gute Vorbebereitung für ein Beet.
Bei warmen Temperaturen ist nach 3 Monaten ein hervorragender lockerer Boden darunter. Länger liegen lassen ist sogar noch besser. Das Grobe dann gleich für das nächste Beet verwenden. Abrechen fertig.
Aber Gärtner sind ja oft so ungeduldig.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Schneddel62 am 19. Februar 2014, 17:58:51
Ich mulche hier in Serbien das ganze Jahr über mit Stroh wegen der trockenen und sehr heissen Sommer hier. Allerdings von einer Mulchdicke von 20 cm halte ich nichts. Bei Feuchtigkeit wenn das Stroh verrottet und sich verdichtet kommt kaum noch Sauerstoff an den Boden, es bilden Sich Faulgase die wiederum Fäulnis und Krankheiten zur Folge haben. Eine Mulchdecke darf nicht zu dick sein, muß locker sein und immer ersetzt werden so wie sie verrottet.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Schneddel62 am 19. Februar 2014, 18:01:34
Tomaten mulcht man am besten mit Beinwellblättern, wenn man sie finden kann. Giessen mit Beinwelljauche. Die ausgebrochenen Geiztriebe ebenfalls auf den Boden legen. Ihr werdet sehen, solche guten Tomaten habt Ihr noch nie geerntet.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Schneddel62 am 19. Februar 2014, 18:18:22
Mit Holzmulch würde ich vorsichtig sein, dass macht den Boden mit der Zeit sauer was viele Pflanzen nicht so mögen.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gemüslich am 10. März 2014, 21:05:28
Ich lasse auch die Arbeit des Lockerns die Bodenorganismen machen. Aber neues habe ich kaum zu vermelden. Toto meint vielleicht gelesene Zeitungen. Die liegen nicht so dicht. ;) 8)

20 cm Holzmulch wenn vorhanden gemischt mit Grüngut oder Soden die ein Nachbar entsorgen will ist auch eine gute Vorbebereitung für ein Beet.
Bei warmen Temperaturen ist nach 3 Monaten ein hervorragender lockerer Boden darunter. Länger liegen lassen ist sogar noch besser. Das Grobe dann gleich für das nächste Beet verwenden. Abrechen fertig.
Aber Gärtner sind ja oft so ungeduldig.

was bedeutet ein beet "abbrechen" ?
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Staudo am 10. März 2014, 21:08:45
Abharken. ;)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 10. März 2014, 21:09:59
 ???

Ab-rechen, so wie es im Zitat steht, bedeutet, mit dem Rechen (Harke) die lose Auflage herunterzuziehen.

Ab-brechen ist, wenn man etwas Brüchiges zerkleinert oder eine angefangene Tätigkeit abrupt beendet ;) .

Herzlich willkommen im Forum.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: oile am 10. März 2014, 21:11:29
Es müsste eigentlich heißen: " abrechen", von "ab" (Vorsilbe) und "rechen" = harken. 8) Mit "brechen" hat es weniger zu tun. ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: partisanengärtner am 10. März 2014, 21:40:53
20 Zentimeter Hobelspäne sind nicht so tragisch. Das sind locker 18 cm Luft drin.
Vor allem bleibt das sehr lange strukturstabil.
Wegen der Säure würde ich mir bei der Menge keine Sorgen machen (außer vielleicht für flachwurzelnde Kalkliebhaber aber die sollten schon damit versorgt werden). Pflanzen die viel Stickstoff brauchen sollte man aber mit ausreichend Dünger versorgen. Holz hat erst mal eine starke negative Bilanz im Stickstoffbereich.

So eine Auflage kann zum Beispiel Giersch ziemlich schwächen. Außerdem verlegt er sein Rhizom in diese Auflage und kann so entscheidend dezimiert werden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gemüslich am 10. März 2014, 22:36:01
nochmal zum abrechen

ok, ich hab irgendwie immer doppel B gelesen, ansonsten hätt ichs gleich verstanden.

ich habe noch gar kein gemüsebeet. vor ein paar tagen bin ich aufgewacht und dachte: ich will ein gemüsebeet. keine ahnung warum. ich hatte davor nie einen gedanken daran. und nu bin ich dabei, land urbar zu machen. muss erstmal nen zaum ziehen, weil auf der wiese, wo ich das beet anlege, 3 elternschafe, 2 4 tage alter lämmer, 2 laufenten und 3 gänse rumdackeln. kurzzeitig waren auch mal 2 ponys zwischengeparkt. sind nich meine tiere. die wiese gehört meinen vermietern, die mir son 4x9 meter stück fürs beet zur verfügung stellen.

also ich bin kompletter gartenvollnoob und werde sicher noch einige fragen in diesem forum stellen.

ich hab mir diesen kompletten thread durchgelesen und freue mich jetzt schon aufs mulchen.

dieses abrechen im frühjahr...damit is doch wohl nur das abrechen von grobem, grösseren material gemeint oder son richtiges stück der mulchschicht?

und wenn ich schon dabei bin:

ich hab hier (region hannover, an der spargelstrasse) recht sandigen boden.....lehmig und schwer is der jedenfalls nich und trocknet auch superschnell oben ab.

kompost haben wir nich und ich hab auch keine möglichkeit, zu kompostieren. rasenschnitt wirds im sommer sicherlich ab und an geben. will mir heu besorgen.....bauern und ponyhöfe gibs hier genug, wohne sehr ländlich.

also, die wiese is mit gras bewachsen, aber sehr flach und fest. die tiere haben natürlich ordentlich rumgekackt. ich hab jetzt erstmal spatenstichtief umgegraben und also auch die grasflatschen drin gelassen und mit dem spaten zerkleinert. bei allem, was ich hier lese, war das eher nicht richtig. auf der anderen seite wird das vielleicht für dieses jahr nich so toll sein, aber im laufe der jahre - mit mulchen etc - dann eh egal sein und der boden immer besser.

mein plan ist: was ich jetzt an mulchmaterial habe (gibt n hänger mit rasenschnitt und gehäckselten baum/strauchschnitt vom letzten jahr), wollte ich, sobald der zaun steht, aufs komplette beet verteilen. ich kann nur nehmen, was ich habe.

dann will ich auch nicht erst warten, sondern mit nem spaten ne tiefe keilrinne machen, dort aussaterde rein, samen rein und wenn die pflanze dann weit genug rausschaut, den mulch wieder näher ran.

ich will das ganze mit mischkultur machen aber auch mit spinatreihen (z.t. zum ernten und z.t. dann als gründüngung/weg).

ich will halt einfach loslegen. hab eh das gefühl ich bin etwas spät dran und das mir diese gemüsebeetidee noch gerade so rechtzeitig in den kopp flog. die ernte is dann vielleicht im ersten jahr nich prächtig, aber ich betrachte das als lern- und bodenverbesserungsjahr mit ein bisschen frischgemüseentlohnung.

is der plan ok? hab mir das so aus dem gelese der letzten tage zusammengesponnen. oder sind grobe denkschnitzer drin?

danke schonmal
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 10. März 2014, 22:43:18
Du denkst zumindest nach, wenn auch etwas spontan.
Damit bist du gegenüber 90% der Restwelt im Vorteil.
Mach, beobachte und lerne.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Sandbiene am 10. März 2014, 23:00:13
@Gemüslich
Das klingt doch recht gut. Ich grabe hier auch immer mal ein Stück Wiese um, um wieder ein weiteres Gemüsebeet anzulegen. Wir haben Sandboden. Je nach Laune lasse ich beim Umgraben entweder den Wurzelfilz so wie Du umgekehrt im Boden (also einmal mit dem Spaten umgedreht) oder schüttel die Erde aus und schmeiße den Wurzelfilz auf den Kompost/in ein Loch ... Wichtig ist nur, d.h. arbeitssparend für spätere Zeiten, Queckenwurzeln zu entfernen. Beim Umgraben buddel ich noch möglichst viel Grünzeug mit unter (z. B. alles, was ich gerade erst auf den Komposthaufen geworfen habe, natürlich ohne Wurzelunkräuter). Damit mir der Sandboden nicht innerhalb von 5 min trocken wird, habe ich alles immer mit Häckselgut gemulcht. Das klappt prima und sieht toll aus. ;)

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 10. März 2014, 23:05:04
Ich hab's mit Erfolg und noch weniger Arbeit gemacht:
Kurz gemäht, ein paar Lagen Zeitung, 3cm Kompost.
Allerdings dann Stauden drauf + Mulch.
Ging glatt!
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Sandbiene am 10. März 2014, 23:09:58
Die Zeitungen hätte ich nur nicht gern im Gemüsebeet. :-\
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dietmar am 10. März 2014, 23:18:51
Ich mulche nicht mehr mit Rasenschnitt, da sich dadurch die Mäuse unheimlich vermehrt haben und außerdem wahrscheinlich auch die spanischen Wegschnecken. In begrenztem Maße mulche ich mit Rindenmulch, z.B. zwischen den Koniferen zum Behindern des Unkrautes und auch aus optischen Gründen sowie um den Rhododendron und die Heielbeeren zur Senkung des PH-Wertes des Bodens. Beim Abbau des Rindenmulches entsteht Huminsäure.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dietmar am 10. März 2014, 23:23:31
Ergänzung:

Ich wohne in einem niederschlagsarmen Gebiet, d.h. ein Mulch aus Grasschnitt ist trocken sehr leicht und wird schnell vom Wind verweht. Regnet es mal längere Zeit, dann fault der Grasschnitt, was bekanntlich auch in einem Komposter sehr unerwünscht ist. Feuchter Grasmulch ist wahrscheinlich die Hauptursache für die Schneckenplage gewesen. Seit ich nicht mehr mit Grasschnitt mulche, sind die spanischen Wegschnecken spürbar weniger geworden.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: erhama am 20. März 2014, 21:28:44
Ich habe auch schon Schichtmulchbeete angelegt, bevorzugt im Herbst, da kann sich das Ganze über Winter dann etwas setzen. Ist eine rücken- und kräfteschonende Methode, weil das Umgraben wegfällt.

Ich lege Wellpappe, z.B. zerschnittene Versandkartons - allerdings muss man da dieses eklige braune Klebeband vollständig entfernen, das verrottet nicht - aufs Gras. Darauf kommt halbverrotteter Kompost, oben eine dünne Schicht reiferer Kompost und als Abschluss unverrottetes Material, was sich ja im Herbst im Garten reichlich anfindet.
Im Frühjahr wird die oberste Schicht abgeharkt und Kartoffeln reingepflanzt als Erstkultur. Hat immer prima geklappt und war stets guter Ertrag. Erstaunlicherweise hatte ich nie Probleme mit Quecken, nur die Ackerwinde hats einmal geschafft, sich durch die Pappe zu kämpfen.
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Herr Dingens am 31. März 2014, 19:28:44
Es gibt ja Stauden und Gehölze, die man nicht mulchen soll/darf.
Weiß jemand, wie das bei Astilben ist?
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Staudo am 31. März 2014, 20:50:10
Waldpflanzen sind auf eine Decke aus organischem Material eingestellt. ;)
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Herr Dingens am 31. März 2014, 21:09:50
Dann kriegen sie die ;D
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Herr Dingens am 10. April 2014, 20:35:44
Ich muss meine Frage nach der Mulcherei mal ein bisschen ausweiten.

Was ist mit Mulchen bei

 - Salix, Pinus und Picea, also die Baumscheiben? Die Bäume sind noch jung, und ich musste sie in eine Wiese pflanzen, die ich nicht umbrechen darf, d.h., ich will mit dem Mulchen erreichen, dass die Wiesenpflanzen die Bäumchen nicht übermäßig bedrängen.

 - Zieräpfel?

 - Überhaupt Obstbäume? Äpfel, Zwetschgen, Mirabellen?

 - Calicarpa bodinieri?

 - Soweit mir bekannt ist, soll man Hydrangea (paniculata und arborescens) sogar unbedingt mulchen.

 - Cotinus coggyria?

 - Photinia?

 - Ribes sanguinea?

 - Deutzia gracilis?

Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Starking007 am 10. April 2014, 20:40:54
Irgendwas bedeckt auch am Naturstandort den Platz unter den Pflanzen.
Ich würde mich daran orientieren.
Unbedingt den Düngeeffekt beachten!
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Herr Dingens am 11. April 2014, 12:24:24
Hm, das hört sich erst mal logisch an, das mit dem Naturstandort.
Aber warum ist es dann so verpönt, Buchs zu mulchen? Da müßte ja am Naturstandort auch der Boden in irgendeiner Weise bedeckt sein.
Titel: Re:Mulchen
Beitrag von: Mediterraneus am 11. April 2014, 12:36:01
Hm, das hört sich erst mal logisch an, das mit dem Naturstandort.
Aber warum ist es dann so verpönt, Buchs zu mulchen? Da müßte ja am Naturstandort auch der Boden in irgendeiner Weise bedeckt sein.

Buchs wächst zwischen und auf Gestein mit viel Sonne und guter Belüftung.
(Kalk)steinsplitt/mulch ist also gut geeignet für Buchs.
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Herr Dingens am 11. April 2014, 12:46:31
Gut zu wissen. Dann fahr ich da mal fünf Schubkarren Gestein und Belüftung hin. Da wächst kein Giersch mehr ;D
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kudzu am 11. April 2014, 14:55:49
Die Zeitungen hätte ich nur nicht gern im Gemüsebeet. :-\

wieso?
soll Dein Gemuese dumm im Topf landen?

hierzulande basiert Druckerschwaerze auf Soja
und ist absolut 'bio'


Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Aku.Ankka am 13. April 2014, 08:48:25
Die Zeitungen hätte ich nur nicht gern im Gemüsebeet. :-\

wieso?
soll Dein Gemuese dumm im Topf landen?

hierzulande basiert Druckerschwaerze auf Soja
und ist absolut 'bio'

Wozu dann den Umweg über das Gemüsebeet und nicht gleich ein "New York Times-Tofu" machen ::)
Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kudzu am 13. April 2014, 16:56:51
weil ich nur die AJC und Gwinnett Daily News hab *stoehn* bisweilen sind Deine Witze recht flach

Titel: Re:Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Eva am 21. Juli 2014, 22:38:52
Ist es eine gute oder eine schlechte Idee, jetzt noch die Baumscheiben junger Bäume bzw Obstbüsche mit Rasenschnitt zu mulchen? Düngt das dann noch im August und damit zu spät im Jahr?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: rusianto am 26. Oktober 2015, 08:53:10
hänge mich hier mal an

Zur Zeit wird das Haus meines Sohnes mit Holzfaser gedämmt , wobei einiges an Kleinfaserzeug als Abfall übrig bleibt - würde gerne damit mulchen , wäre das sinnvoll  ???

die Dämmplatten bestehen aus Holzfaser, Polyolefinfaser, Ammoniumsulfat 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 26. Oktober 2015, 09:03:35
Wir haben vor einigen Jahren mit dem hier gedämmt. Einige Reste packte ich auch in den Komposter rein. Verrottet ist es bisher nicht oder nur sehr wenig. Jedenfalls keine größeren Blöcke. Einen Teil hatte ich auch mal, testenshalber, etwas zerrupft und um Paprikapflanzen als Bodenabdeckung gelegt. Es wirkt ähnlich wie Mulchfolie, deckt also gut ab und lässt dort kein Unkraut aufkommen. Ob die Inhaltsstoffe schädlich für Boden oder Pflanzen ist, weiß ich nicht. Da müssen sich die Chemiker mal äußern.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rieke am 26. Oktober 2015, 09:04:52
Ich würde es nicht verwenden. Die Polyolefine sind wahrscheinlich nicht vollständig biologisch abbaubar. Lies mal hier den Abschnitt "Oxo-abbaubar und oxo-biologisch abbaubar".
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: wallu am 26. Oktober 2015, 09:13:50
"Polyolefine" ist ein weiter Begriff, darunter fallen Polyethylen (Plastiktüten), Polystyrol und dergleichen mehr. Die biologische Abbaubarkeit von allen ist sehr gering bis Null, d.h. sie liegen im Boden wie ein Stein: richten keine größeren Schaden an (von Additiven wie Weichmachern mal abgesehen), aber man wird sie nicht mehr los...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rieke am 26. Oktober 2015, 09:17:56
Ich gehe davon aus, daß kleine Plastikkrümel dem biologischen System "Boden" schaden können, wenn Tiere wie Regenwürmer etc. sie aufnehmen und nicht verdauen können.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Herr Dingens am 26. Oktober 2015, 09:23:21
Wie kann man nur auf die Idee kommen, Plastik in den Boden zu kippen? Mangels Chemie kann ich kann nur völlig laienhaft sagen obs schadet weiß ich nicht, nutzen kann es nix, daneben macht man es einfach nicht!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: rusianto am 26. Oktober 2015, 09:50:48
OK - lasse es bleiben - hatte eh so meine Zweifel  !
trotzdem Danke  ;)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Herr Dingens am 26. Oktober 2015, 09:55:32
Begründen kann ich es nicht wirklich rational, aber mir rollen sich die Fußnägel auf, bei dem Gedanken  ;)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kudzu am 25. Januar 2016, 17:58:44
bei den permies wollte gestern jemand gelobt werden fuer die Idee,
die untere Haelfte ihres Hochbeetchens mit leeren Plastikflaschen zu fuellen,
weil sie sonst so furchtbar viel Erde kaufen muss
bin mir immer noch nicht sicher, ob ich darueber einfach nur lachen soll
koennte ja ein Troll gewesen sein, ein normaler Mensch kann eigentlich gar nicht dumm genug sein, auf einen solchen Gedanken kommen, oder?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 16. Juni 2016, 07:49:09
Mulchmaterial für Snobs?  ;)

(http://forum.garten-pur.de/galerie/albums/userpics/15920/tg_160615_3.jpg)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Schantalle am 16. Juni 2016, 08:07:28
Mulchmaterial für Snobs?  ;)

;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: lord waldemoor am 16. Juni 2016, 10:39:23
genau deswegen habe ich mir constance spry gekauft
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 16. Juni 2016, 16:59:43
genau deswegen habe ich mir constance spry gekauft

 ??? Als edles Mulchmaterial?  ;D

(Das Röslein oben ist 'Mercedes' von Rudolf Geschwind. 'Mme. Hardy', die daneben steht, hat noch ein paar weiße Blütenblättchen dazugeworfen.)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 15. Juli 2016, 00:26:16
Hallo, ich habe jetzt nicht die letzten 49 Seiten gelesen, vielleicht wurde es schon behandelt, dann danke ich für einen Hinweiß.

Unter Mulch verstehe ich sämtliche Pflanzenteile, die im Garten anfallen, vorzugsweise etwas faserig und zerkleinert wie zB 2 mal mit dem Rasenmäher aufgesammelte Buschbohnen. Rinde oder Holzhäcksel gehört also nicht dazu.

Aktuell beschäftigt mich die Fragestellung, ob eine Mulchschicht bei stark zehrenden Pflanzen wie Gemüse nur oberflächlich ausgestreut werden sollte oder ob man sie nicht besser flach einarbeitet und wenn a dann wann und wann ist b sinnvoller.

Hintergrund: oberflächlich mulchen tu ich, um die Verdunstung einzuschränken und damit Wasser zu sparen. Wenn es nur kurze Sommerschauer gibt, befeuchten die mir allerdings nur den Mulch und im Boden kommt kein Wasser an. Die längste Zeit ist der Mulch eher trocken und verrottet deswegen nicht, steht den Bodenlebewesen nicht zur Verfügung und trägt auch nicht viel zur Humusversorgung bei. Dafür ist die Unkrautunterdrückung aufgrund der Rottegifte und dem Lichtentzug unter der oft verbackenden Mulchschicht sehr gut wirksam. Ich habe trotzdem das Gefühl, der Boden leidet chemisch bzw durch Schadpilze darunter, trotz guter Schattengare und guter Krümeligkeit.

Wenn ich den Mulch flach einarbeite, verrottet der Mulch schneller, die Bodenlebewesen haben was davon und es entsteht aus der selben Menge Mulch mehr Humus wie beim einfachen abdecken. Allerdings wird weniger Wasser gespeichert und ich muss deswegen regelmäßig den Boden flach bearbeiten, um die Kapillaren zu unterbrechen.  Durch das häufige bearbeiten wird der Boden immer feinkrümeliger und damit Verschlämmanfälliger und dadurch muss wieder öfters bearbeitet werden. Ein Teufelskreis.

Die Durchlüftung des Bodens ist bei beiden Varianten oftmals längere Zeit nicht optimal.

Wie sind eure Erfahrungen dazu und welche Lösungen habt ihr gefunden?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 15. Juli 2016, 00:43:22
Hm, ich finde das erstaunlich. Wie trocken ist die Gegend, in der Du gärtnerst? Wie wässerst Du?

Hier sind trockene Frühjahre und Sommer eher die Regel als die Ausnahme. Dennoch mulche ich im Gemüsegarten "nur" oberflächig und käm auch nicht auf die Idee, das Mulchmaterial einzuarbeiten. Meist ist die Mulchschicht nach spätestens zwei Wochen erneuerungsbedürftig, weil sie von Bodenlebewesen schon eingearbeitet und verdaut worden ist. Wenn ich wässere, stell ich den Regner zwei Stunden lang an eine Stelle, bis alles gut durchfeuchtet ist (und wässere dann erst mal zwei Wochen nicht mehr, es sei denn, ich hab zarte Keimlinge im Beet stehen oder 38°C und heftigen Ostwind). Auch Bodenlebewesen brauchen Feuchtigkeit - an der Stelle scheint mir das Problem.

Rottegifte und Schadpilze durch Mulch?  ???
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 17. Juli 2016, 01:44:58
Hallo Conni,
ich gärtnere praktisch im `Gemüsegarten Deutschlands´, Oberrheingraben, Stadtnähe. Etwas lehmigerer Boden als die Sandflächen, aber im eigentlich guten Lehm noch etws Sand drin.
Die Wetterdaten der nächsten Station findest du hier, schau dir 2015 an, das sagt recht viel aus. Lässt sich leider nicht direkt verlinken, im Reiter einfach 2015 auswählen. http://www.am.rlp.de/Internet/AM/NotesAM.nsf/amweb/2e631f82c95f6beac125793400466375?OpenDocument&TableRow=2.5#2.

Stationsdaten sind mit etwas Vorsicht zu geniessen, da die Regenmenge im Sommer eher durch lokale Schauer/Gewitter bestimmt ist und deswegen nur die eigenen Messwerte wirklich zählen. Die schreibe ich aber nicht auf, deswegen keine Aussage.

Wie wässere ich: in den Randbeeten mit Rosen, Hibiskus, Pfingstrosen, Buchs, Möchspfeffer usw eher garnicht. Wenn mal wirklich Not am Mann ist, also zur Hauptwachstumszeit im Frühjahr der Boden 20-30cm tief Staubtrocken ist, dann kommen da an ausgewählte Pflanzen mal ein paar Liter durchdringend hin.
In den Gemüsebeeten giesse ich nach Gefühl bzw Problemstellung, frische Pflanzungen oder Aussaaten so dass sie vernünftig einwurzeln können, dann relativ schnell eher ziemlich trocken halten, damit die Wurzeln runterkommen, später, wenn zB ab der Blüte wieder mehr Wasser gebraucht wird, dann wieder mehr. Unterm Strich versuche ich das Optimum der jeweiligen Kultur zu treffen, also ich gehe da nicht nach 30 liter/m² usw, sondern eher nach gefühlter nFK, das deckt sich bei den gut gepflegten Kulturen oft auch überraschend gut mit der Verdunstungsrate.

Mit Rottegiften beim dick mulchen meine ich die zahlreichen Polyphenole, Säuren und anderen Stoffe, auch VOC´s, die alle in der Literatur recht wenig bekannt sind und relativ schnell abbaubar sind, also nicht lange und auf sämtliche Pflanzen wirken. Zu Fichtenstreukompost gibts zB alte Untersuchungen um den 2ten Weltkrieg rum, aktuellere literatur ist eher spezifischer, zB Bodenbakterium xy produziert Wirkstoff so und so, den natürlich noch niemand auf Herbizide oder antibakterielle, antifungale Wirkung usw getestet hat. Das Thema ist also mühselig zu ergründen und zu beschreiben, deckt sich aber im wesentlichen mit den Erfahrungen, dass noch `tätige Erden´ als zB Kübelsubstrat nicht gut geeignet sind. In warmem Rasenschnitt wächst nun mal auch keine Zucchini, die sonst mit fast allem klarkommt. Rindenmulch funktioniert im Gegensatz zu Holzhäcksel auch nur so, durch praktisch Breitbandwirkende Gerbstoffe, die auch den Boden langfristig beeinträchtigen, wegen Unterdückung von Pflanzen, Bakterien, Pilzen, Würmern usw. Also Chemie spielt da auch immer mit eine Rolle beim mulchen, nicht nur das C/N Verhältnis. Der Boden ist durch die darin enthaltenen Bodenbakterien die größte Antibiotikaquelle, das sollte man nicht vergessen.
Beispiel für ein solches Puzzlestück: Würmer, wie sie sich vor Polyphenolen schützen http://www.mpi-bremen.de/Gefaehrliche_Kost_Drilodefensin.html

Unter dem Gesichtspunkt komme ich eben auch zu der Frage, was ist der Unterschied bzw welche Bakterien/Tiere zersetzen mir den Rasenschnitt oder das Laub oder das Bohnenstroh wenn es auf der Erde liegt und welche Organismen übernehmen den Abbau, wenn es in den Boden eingearbeitet ist, also eher gleichmäßig feucht bleibt, die pH-Pufferung besser ist, also alles etwas weniger extrem für diesen Mikrokosmos ist. Wenn ich meinem Boden was geben will, vermute ich in meiner unwissenden Naivität, dass der Mulch der eher unter den Bedienungen zersetzt wird, die auch im Boden herrschen, eher was fruchtbares/verwertbareres zum animpfen liefert als das was rauskommt, was isoliert vom Boden auf verfaulenden Pflanzenteilen passiert.
Da der Mulch bei mir nur in mm-Auflagen bei gutem wässern schnell verschwindet und ansonsten auch mal 4-6 Wochen liegen bleibt und deswegen neues nachkommt bevor das alte weg ist, also immer mehr wird, bin ich zum einarbeiten übergegangen, spätestens wenn die nächste Lage draufkommt. Mit Rasenschnitt habe ich das die letzten Jahre praktiziert, der verliert sich aber schnell und düngt mehr als dass er Dauerhumus liefert. Deswegen suche ich gerade nach Alternativen mit einem engeren C/N-Verhältnis, etwa Strohhäcksel, angeholzte Staudenstengel und andere Sachen die eben etwas stabiler im Boden sind, längerlebigeren Humus bringen und dem Boden auch vorher schon etwas mehr Struktur verleihen. Jetzt will ich aber nicht Sägespäne oder Stroh einkaufen, sondern eigentlich nur das vermempeln, was auch bei mir anfällt.

Bei mir im sehr lockeren Lehmboden habe ich die letzten Jahren beobachtet, dass die meisten Würmer dort vorkommen, wo ich aus gemüsebaulicher Sicht eigentlich sage, da ist der schlechtere Boden. Also dort wo verdichtet ist, schon ewig nicht mehr gelockert, gemulcht, gepflegt oder sonstwas. Dort finde ich am ehesten mal die dicken Tauwürmer oder den roten Waldregenwurm zum Aal-bzw Brassenangeln, Mistwürmer zum Barschangeln finde ich nur unter Töpfen, in den Beeten und Komposter ohne Kalk und mit regelmäßig Rasenschnitt garnix von denen und ansonsten überwiegen in den intensiv genutzten Gemüsebeeten eher die Würmer mit dem Gelbanteil, also Großer und kleiner Wiesenwurm, auf die ich nicht wirklich scharf bin, da ich sie eher weniger nutze. Viele Würmer sitzen gerne in faserigem Material wie zB unter Grasbüscheln, in ankompostierten Nelken, fechtem Heu usw. Dort lässt sichs wohl besser vorwärtskommen als in krümeligen Material.

Unterm Strich will ich also so ziemlich alles verwerten/nutzen/ernten und freue mich über jede Idee oder Info, die etwas mehr hergibt als `eine Mulchschicht fördert das Bodenleben und sollte mindestes soundso dick sein um das Unkraut zu unterdrücken´. Ich habe ein paar Ansatzpunkte, aber nix konkretes.
Ich will nach dem Trockenjahr 2015 mit nur selten auffindbaren Würmern, da tief vergraben oder in Trockenstarre verharrend, was verbessern und frage mich jetzt, in welche Richtung ich gehen soll. Die Regenwurmstudien zu den Pfluglosversuchen haben mich dazu veranlasst, mit der Bearbeitunsgtiefe und Grundbodenbearbeitung rumzuspielen.
Wie handhabt ihr das?
Wie macht ihr das, habt ihr ein `ausgetüfteltes´ System und/oder Ziel beim mulchen?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Christina am 17. Juli 2016, 07:47:03
ich mulche hier meinen Gemüsegarten seit ich ihn habe (20 Jahre) den ganzen Sommer dünn mit Grasschnitt ab, da unsere Gegend, sie gehört zur Bergstraße, auch sehr trocken ist. Ich kann dir nur meine eigenen Beobachtungen mitteilen:
- der Boden, Lößlehm, wird beständig lockerer
- im extremst trockenen Sommer 2015 ist die dünne Mulchschicht sehr lange liegengeblieben, da die Bodenlebewesen offenbar sich in tiefere Schichten zurückgezogen hatten. Ich wässere so wenig wie möglich und punktuell, im letzten Jahr allerdings blieb mir nichts anderes übrig als ab und zu den Regner aufzustellen.
- im Vergleich zum Nachbargarten, wo auch Gemüseanbau stattfindet und der klassisch mit herbstlichem Umgraben und ohne Mulchen betrieben wird ist mein Boden dunkler, humoser und lockerer.
- deine Beobachtung, daß dort wo der schlechteste Boden ist am meisten Würmer vorkommen kann ich nicht bestätigen. Eher das Gegenteil: dort wo den Winter über eine Mulchschicht (etwas dicker als im Sommerhalbjahr) finde ich beim ersten Bearbeiten die meisten Würmer., dort ist auch der beste Boden.
- in trockenen Sommern, wenn auch die Wiese sehr langsam wächst, habe ich nie genügend Mulchmaterial, das Problem, daß ich zu viel habe ist in diesem Sommer zum ersten Mal aufgetreten. ich habe einen 2. Kompostplatz anlegen müssen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 17. Juli 2016, 08:39:26
Guten Morgen thuia thuion

Kein ausgetüfteltes System , je "nach Bedarf" und Anfall von Pflanzenmasse wird gemulcht.

Verfolgte Ziele:
- Erhalten eines höheren Feuchtigkeitsgrades in der oberen Erdschicht
- Oberflächentemperatur tiefer halten im Sommer
- Fütterungsangebot der Bodenlebewesen erhöhen und erweitern
- Leichte Nährstoffzufuhr für die Gewächse
- Rasenschnitt und/oder Häckselmaterial in der Fläche verteilen anstelle von Kompostieren.

Nun zu den "Rottegiften" oder/bzw dem verwendeten Begriff und weitere Ungenauigkeiten die möglicherweise falsche Schlüsse entstehen lassen.

Zitat
Mit Rottegiften beim dick mulchen meine ich die zahlreichen Polyphenole, Säuren und anderen Stoffe, auch VOC´s, die alle in der Literatur recht wenig bekannt sind und relativ schnell abbaubar sind, also nicht lange und auf sämtliche Pflanzen wirken.

Polyphenole Säuren und andere Stoffe auch Voc's in einem Atmenzug aufzuzählen kann nur verwirren. Bei uns in der Schweiz wird dies Chrüsimüsi genannt. Das musst du exakter betrachten und entsprechend die Wirkungen dazu.

Zitat
Also Chemie spielt da auch immer mit eine Rolle beim mulchen, nicht nur das C/N Verhältnis. Da sind wir uns wohl allen einig in dem Punkt

Der Boden ist durch die darin enthaltenen Bodenbakterien die größte Antibiotikaquelle, das sollte man nicht vergessen. Das ist eine Hypothese die entweder überhaupt nicht stimmt oder in örtlich begrenzten Gebieten durch Ausbring von kontaminierter Gülle zutrifft. Jedoch soll allgemein formuliert hanebüchnerisch daherkommt.

Beispiel für ein solches Puzzlestück: Würmer, wie sie sich vor Polyphenolen schützen http://www.mpi-bremen.de/Gefaehrliche_Kost_Drilodefensin.html


Der Hinweis mit den Würmern macht es nicht besser. Danke übrigens für den Link

Zitat von: mpi-Bremen
Pflanzen produzieren sogenannte Polyphenole, diese wirken als Antioxidantien und geben Pflanzen ihre Farbe. Sie behindern jedoch die Verdauungsprozesse von vielen Pflanzenfresser. Die Wissenschaftler um Dr. Manuel Liebeke haben jetzt Moleküle (Drilodefensine) im Darm der Würmer entdeckt, die die pflanzlichen Abwehrstoffe inaktivieren und den Nahrungsverdau ermöglichen. Regenwürmer setzen diese Drilodefensine als Gegenmittel ein um sich zu schützen.

Es ist von Pflanzen die Rede nicht von Mulch. Meine Hypothese , Annahme: Gemeint lebende Pflanze
Das ganze findet in dem lebendigen Organismus des Wurmes im Verdauungstrakt statt und das sind Welten im Vergleich zu den Bodenbakterien.

Ich will dir nicht zu Nahe treten und weiss nicht recht wie sagen, mache mal drauflos.

Nun, ich habe so den Eindruck, dass du besorgt um den Boden und die Natur bist. Hast schon einiges gelesen und verstanden, evtl. sogar mehr als ich.
Nur es fehlt mir die Exaktheit der begrifflichen Anwendung damit und so ist es ein Chrüsimüsi, was richtig passend zueinander gehört in der Welt der Stoffe und Lebewesen.
Somit ist eine erhebliche Fehlerquelle vorhanden die unrichtige Schlüsse hervor bringt.

Wäre überall soviel natürliche Antibiothikaquellen vorhanden, wie es im Text den Eindruck macht, würde das anders im Boden, unter der Mulchdecke, im Komposter und im Waldboden aussehen bzw nicht mehr viel leben.

Was mir in dem Text auch noch ins Auge trat war die Formulierung:
Zitat
... ... , dass der Mulch der eher unter den Bedienungen zersetzt wird, die auch im Boden herrschen, Korrekt, passt.
eher was fruchtbares/verwertbareres zum animpfen liefert als das was rauskommt,
was isoliert vom Boden auf verfaulenden Pflanzenteilen passiert.

Isoliert wird verwendet und gebraucht wenn kein Kontakt zu lebendigem Boden besteht. Beton, Teer, Bodenplatten. Mulch liegt sicher nicht isoliert auf dem Gemüse oder Staudenbeet. Gut, wenn ich es übertreibe und mir Mühe gebe, krieg ich das auch eine Zeitlang hin.

Da Problem ist und entsteht wenn es verfault, sprich unter Abschluss von Sauerstoff. Hier können problematische Abbaustoffe entstehen die in der Regeln niemand im Kompost, Im Boden oder sonst wo im Garten will und auch nicht hin gehören. Auf dem Boden liegend oder leicht eingearbeitet wird das eben nicht eintreten.

Da die Natur an gewissen Orten das Prinzip des Mulchens (Boden abdecken) seit Jahrhunderten anwendet und es soviel Antibiothikaquellen und dauernd Gifte entstehen würden, gäbes es uns wohl nicht mehr. Im Gegenteil, die Natur hat "gelernt" und sich eingerichtet diese auf den Boden fallenden Substanzen toxisch unbedenklich um zu wandeln damit sie wieder zu Verfügung stehen.

Du kannst dich ja auch mal im Kompostforum / Fragen umschauen. Herr Balmer hatte über 2500 Kompostplätze in der Stadt Basel betreut und auch Mulchen wurde angewendet. Ich habe nie von solchen Problemen was mit bekommen, in den Zusammehängen wie es du dargelegt hast. Was nichts a priori heisst, aber doch Aussagekraft hat. Es gibt schon Problemgebiete, doch die liegen anders und viele davon sind händelbar bzw unwandelbar.

Kompostforum

Wurde mehr Text als gedacht.
(http://www.smiley-paradies.de/smileys/nahrung/nahrung_0043.gif) YES
Frühstück brauche ich nun. (http://www.smiley-paradies.de/smileys/nahrung/nahrung_0017.gif)

Grüsse aus der Schweiz
Natternkopf

Nachtrag nach Frühstück:
Bei besserer Übersicht auf dem Compi, der eine oder andere Satz besser geschrieben.
Purlen am Morgenfrüh, mit leerem Magen auf dem Wischdings ist suboptimal.  :)


Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 13:10:05
Hallo Natternkopf,
hoffentlich hast du jetzt schon gefrühstückt. Ich habe jetzt auch mal wieder Zeit, sonst hätte ich schon eher was geschrieben.

Also das Chrüsimüsi kann man schon so nennen, wenn Pflanzen verrotten, dann werden nicht nur die enthaltenen Polyphenole wie Lignin freigesetzt, sondern auch Fette und Proteine gespalten, aus denen die unterschiedlichsten Säuren wie zB die herbizid wirksamen Zimtsäuren oder Hydroxyzimtsäuren entstehen usw. Es werden später aus den unterschiedlichsten Stoffen wieder neue Polyphenole gebildet, diese wieder miteinander verknüpft und irgendwann entstehen dann auch Fulvosäuren und Huminsäuren. Es gibts ja auch nicht den chemisch einheitlichen Stoff Humus, den Unterschied von Düngehumus und Dauerhumus kennen ja auch wir Hobbygärtner. Säuren und Phenole sind vielleicht auch ein schlechter Überbegriff. Es geht ja nicht um die Ätzwirkung, die Schäden anrichten könnten, sondern um ein Chrüsimüsi von vielleicht 2000 Stoffen, wovon vielleicht 3 übel sind, 40 weniger übel und der Rest mehr oder weniger uninteressant. Im Prinzip weiß keiner was passiert, wenn sich Rasenschnitt auf oder im Boden zersetzt. Was wir aber wissen, ist dass man es tunlichst vermeiden sollte, einen in der Hochphase der Rotte befindlichen Kompost als Kübelsubstrat zu benutzen, da dass sofort Wurzelschäden und andere Absterbeerscheinungen an den Pflanzen bewirkt.
Und ich bin ehrlich, hier in der Gartenanlage wird in manchen Gärten seit über 20 Jahren gemulcht und in anderen alles Unkraut und Grünschnitt weggefahren, dazwischen gibts sämtliuche Abstufungen. Und was man hier beobachten kann, wenn neue Flächen in die Gemüseproduktion aufgenommen werden, also der Rasen umgebuddelt oder eine Terrasse wieder freigelegt wird, dann wächst es dort die ersten 1-2 Jahre deutlich besser als auf den langjährig gemulchten, mit Kompost versorgten und sehr humosen Böden.
Das kann viele Gründe haben, die ich natürlich auch nicht alle kenne. Wenn mir der Bauer aber zeigt, dass seine Zwiebeln größer werden weil sie 3 mal so viel Wurzeln haben wie meine, und ich bei meinen lauter halbgeschädigte Wurzeln beobachten darf, dann stellt sich mir die Frage, ob ich `das Bodenleben´ fördern soll, oder die Sache etwas diffenrenzierter betrachten sollte. Sprich, ich will nicht Nematoden fördern, ich will auch keine Drahtwürmer oder sonstige wurzelfressenden Kleinstinsekten fördern. Ich will auch nicht ständig irgendwelche Pflanzenreste zB Bohnenstroh dort verteilen, wo sie ein Jahr später wieder wachsen sollen. Die sind ja auch wieder potentielle Krankheitsträger und Feldhygiene sieht eben anders aus. Es gibt da so viele Punkte, die Hobbygärtner unbedingt machen müssen, man es überall nachliest, aber wenn ein Bauer die selbe Kultur oder selbe Thematik hat, dann macht ers eben ganz anders und wir hHobbygärtner sind dann ganz neidisch, weil bei ihm mehr rumkommt. Das liegt nicht nur am Dünger. Die humosen Gartenböden haben genug Futter drin, x-mal mehr als auf dem Acker nebenan. Der Bauer auf der Ncahbarfläche sagt mir immer, wir hätten zuviel humus im Boden, da leben tausende Kleinstlebewesen davon und deswegen ist bei unseren Wurzeln auch fast immer ein Wehwehchen zu finden.
Hier sind auch Wurzelgemüße wie Karotten fast nicht in schöner Qualität hinzubekommen. Die sind fast immer angefressen und so gibts auch viele andere Beispiele, die in den Gärten hier nix werden, Petersilie etwa.
Ich hatte mal eine im Jahr nachdem ich die Terassenplatten weggenommen hatte, Durchmesser gut 60-70cm, eine einzelne Pflanze. In den gemulchten und humosen Gemüsebeeten freun wir uns drüber, wenn sie mal 20cm breit werden.

Es gibt da einfach eine Reihe von Beobachtungen, die mich dazu bringen, das mulchen und Kompost ausbringen differenzierter anzugehen. Klar, auf ultraschlechten Böden ohne Organik gibts fast nur Vorteile, aber auf sehr humosen Böden noch mehr unberechenbare Organik, da habe ich echt meine Zweifel. In der Natur ist alles Dosisabhängig. Auf Waldboden wächst ürbigens auch kein Gemüse. Boden aus einem Fichtenwald, naja, will ich den wirklich im Garten? Mischwälder sind nicht ganz so übel, aber Blumenkohl wird auch mit dem schwierig. Ein Baum ist eben was anderes als ich sag mal `Offenland-Pflanzen´ wie Gemüse.

Was leider schon etwas älteres zum nachlesen über Rottegifte auf Seite 161: Maßnahmen gegen Wachstumshemmungen durch Ernterückstände

Über Polyphenole und ihre in den Medien ausschließlich positiv dargestellten Eigenschaften: Krebshemmer in grünem Tee. Kätzerisch könnte ich sagen, grüner Tee enthält Chemotherapeutika. Würde man dass dann immernoch freiwillig in sich reinschaufeln wollen? Abgesehen davon sollte man labortests nicht überbewerten, man kanne Krebstherapie starten, bei der der Patient täglich 200kg grünen Tee kauen muss. Es gilt immernoch, eine therapeutisch sinnvolle Dosis einzuhalten und sich nicht nur über wirksame Naturstoffe zu freuen.
Es ist so, Polyphenole sind wie viele andere sekundäre Pflanzenstoffe oder Phytoalexine breit wirksame `Gifte´, die in der Natur Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten schützen soll. So wie Glyphosat oder Imidacloprid breit wirksam sind und Azoxystrobin eben nicht ganz so breit und 2,4-D auch eher relativ selektiv und Bacillus thuringiensis sogar sehr spezifisch wirkt. Da keine Wirkung ohne Nebenwirkung immernoch gilt, ist es nun mal kein Wunder, das unter den meist breit wirkenden Polyphenolen nun auch mal eine recht interessante Wirkung dabei ist. Also das Polyphenol xy zufällig in die Tasche eines Enzyms passt, dass bei Krebs mit eine Rolle spielt. Ein recht gut untersuchtes Beispiel ist Quercetin. Schau dir bitte mal an auf wieviele Enzyme dieser Stoff wirkt, das ist Breitband:
https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/5280343#section=Biological-Test-Results

Ich schick jetzt erstmal ab und hoffe, ich habe nichts vergessen und wieder genug zum nachdenken geliefert.
Ist irgendwie auch ein komplexes Thema und es wird nicht viel drauf rumgeforscht. Deswegen vieles kryptisch...

Gruß thuja
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 18:01:46
Ach, wegen dem Antibiotika im Boden.
Ich kenne Antibiotika nicht als Massenvernichtungswaffe, sondern eher als Medikamnet, das Leben rettet oder richtig angewendet retten kann.
Streptomycin, wird gegen Feuerbrand mit x Auflagen eingesetzt. Wird gebildet von einem Bodenbakterium. Fast alle Bakterien bilden Antibiotika, um ihren Lebensraum gegen andere Bakterien zu verteidigen.
Auch Pilze machen sowas.
Es ist einfach üblich, dass in der Natur Organsimen ihr Revier abstecken möchten.
Solange die Antibiotika dort bleiben wo sie sind und nicht von den Pflanzen aufgenommen werden, ist ja auch alles ok. Daran geht die Welt nicht zugrunde. Die ist auch nicht zugrunde gegangen, als UV-Strahulung auf die Oberfläche kam. Die Organismen haben sich angepasst. Evolution.

Also die Menge ist überschaubar, im Bodenwasser ist wohl mehr als im Abwasser von der Stadt, aber alles in allem reichts noch nicht, dass überall Multiresistente Keime rumhupsen. Antibiotika können übrigens auch Herbizid sein. Pflanzen waren ursrpünglich ja auch mal Cyanobakterium und wenns um die richtigen Enzyme geht, die die Pflanzen nach den Jahrmillionen immernoch nutzen, dann kanns da mal eine `unerwartete´ Nebenwirkung geben.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 21. Juli 2016, 20:06:27
schon etwas älteres zum nachlesen über Rottegifte auf Seite 161: Maßnahmen gegen Wachstumshemmungen durch Ernterückstände

Der link ist sehr informativ. Vor allem beantwortet er auch die Frage, was getan werden kann um eine Wachstumshemmung die durch Stroh verursacht ist, wieder aufgehoben werden kann:
Zitat
Gegenmaßnahmen:
Da i.d.R. giftige Inhaltsstoffe in Pflanzenresten durch gezielte Kulturmaßnahmen nicht vermieden werden können, muß nach der Ernte eine rasche Umwandlung der wachstumshemmenden Stoffe zu unschädlichen oder gar nützlichen erreicht werden. Wachstumshemmungen sind vor allem nach den ersten größeren Niederschlägen auf mit Stroh gedüngten  Flächen beobachtbar.
Es liegt deshalb nahe, daß viele Giftstoffe wasserlöslich sind und den Standort relativ schlagartig verseuchen können.
Hinsichtlich der Art der chemischen Umwandlung von schädlichen Inhaltsstoffen sollte insbesondere Humifizierungsvorgingen Vorschub geleistet werden, jedoch können prinzipiell auch andere chemische Umsetzungen glünstig sein.
Nach den vorliegenden Ergebnissen von Feld-Exakt-Versuchen mit Phacelia (Weichelt, 1985) im üblichen Ackerbau und mit S-Raps nach Anwendung des HORSCß-Verfahrens (zusammengefaßt in Tab. 3), verminderten Fe-, Cu-und Zn-Sulfat. X H2o auf Stroh gespritzt Wachstumshemmungen.

..............wären das denn nicht wieder ein Hinweis auf das Minimumgesetzt?
Zitat
Das Minimumgesetz (von lateinisch minimum, „das Geringste“; von Carl Sprengel 1828 veröffentlicht, von Justus von Liebig in erweiterter Form popularisiert) besagt, dass das Wachstum von Pflanzen durch die im Verhältnis knappste Ressource (Nährstoffe, Wasser, Licht etc..) eingeschränkt wird.


Ich verstehe es so: Also ohne  zusätzlichem Fe-, Cu-und Zn-Sulfat. X H2o ist die Verstoffwechselung der Inhaltsstoffe des Strohs nicht optimal und also wirkt es über den Verbleib der wachstumshemmenden Stoffe, wachstumshemmend auf die Kulturpflanze.
Es geht also nicht um eine weites C/N-Verhältnis, sonder um andere benötigte Substanzen (in diesem Falle: Fe-, Cu-und Zn-Sulfat. X H2o)
Aber auch dieser Zusammenhang wird vom Minimumgesetzt (knappste Ressource Nährstoffe, Wasser, Licht etc., dass das Wachstum von Pflanzen beschränkt) erfasst.
Das Minimumgesetzt bezieht sich eben nicht nur auf die verfügbarkeit von Dünger für die Kulturpflanzen. (so mein Verständnis)

Wenn Du thuja, nun in Deiner Kernaussage die Vermutung äusserst, daß man auch zuviel mulchen oder das falsche Mulchenmaterial nutzen kann,  - dann kann ich dem Gedanken durchaus folgen - ..............denn wenn dann nicht alle anderen Ressourcen (Nährstoffe, Wasser, Licht, Temperatur etc.) in ausreichendem Maße vorhanden sind, so kann das Mulchmaterial wohl nicht optimal ab- und umgebaut werden und es können eben u.a. auch wachstumshemmende Stoffe im Boden verharren.

Die Frage ist dann doch: Was braucht mein Boden um das Mulchmaterial optimal "verdauen" zu können?
Oder: Wieviel Mulchmaterial darf ich meinem Boden anbieten ohne die vorhanden Ressourcen zu überfordern?

LG
von Nemi






 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Floris am 21. Juli 2016, 21:09:29
Dass das das mit herkömmlichen Mitteln nicht feststellbar ist und überhaupt diese Mulchdecken und die unkalkulierbaren Umsetzung oder auch nicht ständig in meine Kulturmaßnahmen sich einmischt, gehörte mit zu den Gründen, warum ich mich vor langer Zeit von Mulchen verabschiedet habe.

Alles pflanzliche Material wandert über den Kompost. Dabei entsteht anteilig auch mehr Dauerhumus als beim Flächenkompostieren. Außerdem kann ich so Bodenpflege und Nährstoffversorgung voneinander trennen und jedes besser handhaben.


Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 21:42:35
Ich glaube nicht, dass das etwas mit dem Minimumgesetz zu tun hat. Mulch ist immernoch Dünger und bringt Nährstoffe rein. Auch wenn ein Nährstoff im Mulch komplett fehlen sollte und deswegen alle andeen Nährstoffe im mulch nicht genutzt werden können, so kann es deswegen nicht weniger wachsen. Die vorherigen Nährstoffe sind ja noch da. Und dass sich Nährstoffe gegenseitig festlegen wird so schnell nicht passieren. Zudem ist die Mulchbeeinflusste Schicht recht dünn, die Wurzeln der Pflanzen hauptsächlich deutlich tiefer.

Extrem weit gefasst unterliegt alles dem Minimumgesetz. Wenn ich Pflanzen mit (verdünntem) Glyphosat behandle, wachsen sie weniger, weil ihnen Aminosäuren fehlen. Wenn ich diese zufüttere, kann ich die Wirkung aufheben. Beim Minimumgesetz nach Liebig gings aber doch um was anderes.

Die Aufhebung der schädlichen Wirkung durch Cu, Fe und Zn-Ionen erkläre ich mir so: Polyphenole machen mit Schwermetallen oft unlösliche Salze. 1,3-Dicarbonylverbindungen (bzw 1,3-dihydroxy und ähnliche Muster) sind gute Chelatoren. Deswegen wirken sie oft auch gut, weil sie an die oft metallischen Zentralatome in den Enzymen andocken und nicht mehr so schnell raus wollen. Dadurch wird der eigentliche Stoffwechselschritt eingeschränkt und es kommt zur Hemmung bzw bei höheren Dosen Tod.

Sprüht man nun diese Schwermetalle auf den Boden oder Mulchschicht, macht man aus vielen Polyphenolen unlösliche Salze und so können sie nicht ins Bodenwasser und werden somit auch nicht von den Pflanzen aufgenommen. Die schädliche Wirkung bleibt aus.
Schwermetallsalze ausbringen finde ich nun aber nicht so prickelnd, ist eh schon genug im Boden und irgendwann kommt man mit denen auch in einen Bereich, wo man kein Gemüse emhr anbauen sollte. Ich glaube jedenfalls nicht, dass das die Lösung ist.

Im Prinzip ist die Kernfrage, wieviel Mulch mein Boden `entgiften´ kann. Hat er die Hemmstoffe vom alten Mulch noch nicht verdaut und kommt schon wieder die nächste Ladung drauf, dann bleiben Hemmstoffe übrig. Ab dann wirds blöd und das Gemüse wächst rückwärts, die Bodenfruchtbarkeit sinkt. Deswegen bin ich auch an einer schnellen und im Idealfall noch halbwegs gesteuerten Umsetzung des Mulchmaterials interessiert.

@Floris: mehr Dauerhumus durch Kompostmiete statt Flächenkompostierung? Ist das ein Erfahrungswert? Hätte es jetzt andersrum vermutet, bei gleichem Ausgangsmaterial.
Für die Würmer mag ich nicht gänzlich auf Mulch verzichten. Fertiger Kompost allein ist ja jetzt nicht gerade gutes Wurmfutter. Die wollen schon noch was rohes. Fressen sie bei dir vermehrt Wurzelreste im Boden?
Ich habe aktuell 3 Beete, die verschieden gemulcht oder mit Kompost versorgt werden. Auf 2 Beeten bleibt seit ein paar Jahren nur noch das Unkraut nach dem hacken liegen. Auf der ehemaligen Terasse mulche ich allerdings noch etwas. Die Beete und der Boden dort sind zu unterschiedlich, um da was rausvermuten zu können.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Floris am 21. Juli 2016, 21:54:57
Ich hatte mal ein Buch über Kompostbereitung das mir grundsätzlich gut gefiel, da stand das drin und ich habs mal geglaubt.
Ich meine es wurde mit der Arbeit der Kompostwürmer in Verbindung gebracht. Es war kein unwichtiges Kapitel, dass man den Dauerhumusanteil erhöhen möglichst erhöhen sollte.
Die Empfehlung kein frisches Material auf oder in den Boden zu geben kam aus anderer Richtung, von einem Menschen auf den ich (nicht nur gärtnerisch) große Stücke hielt. Ich fahre gut mit diesen Grundsätzen.
Ich lasse nicht allen Kompost reif werden, halbfertig wird auch viel auf die Oberfläche ausgebracht, es scheint zumindest für einige Würmer auszureichen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 22:04:43
Das mit dem Dauerhumus sehe ich auch so.
In meinen Kompostern habe ich eher wenig Würmer, da oft Rasenschnitt reinwandert. In Kompostieranlagen gibts auch nicht viel Würmer.
Kompost ist nicht gleich Kompost. Also prinzipiell bin ich gerne bereit, dir das zu glauben.

Den Halbrohkompost arbeitest du also auch nicht ein und lässt ihn obenauf liegen? Wie lange bleibt der da, bis zum nächsten hacken oder wie ist da die Abfolge bei dir, mit Beet vorbereiten, pflanzen usw.?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Floris am 21. Juli 2016, 22:14:41
Ich finde in meinem Kompost oft die typische Schicht die voller Kompostwürmer ist, aber die meiste Zeit sind die wohl woanders.

Es sind in der Regel die Kartoffel-, Kürbis- und Physalisbeete die nach der Bodenbearbeitung im Frühjahr mit Kompost überschüttet werden. Den hacke ich dann etwas mit dem Krail/Karst ein und gut ist.  Da ich wegen Unkraut da mehrmals im Jahr flach hacke oder jäte, ist er bis zur Ernte noch weiter durchgemischt. Grobe Teile finde ich noch jahrelang, aber das stört mich nicht.

Danach kommen dann Kulturen von denen ich denke, dass sie keinen frischen Kompost mögen oder brauchen.

Reifen Kompost nehme ich für Substrate und für den Ziergarten.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 21. Juli 2016, 22:28:23
@thuja thujon

Danke für den Link.
Lese den mal bei Gelegenheit durch.

Ich gehe nun packen, denn Morgen geht es nach Reutlingen zum Listhof.

Grüsse aus der Schweiz
Natternkopf
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 21. Juli 2016, 22:37:50
Alles pflanzliche Material wandert über den Kompost. Dabei entsteht anteilig auch mehr Dauerhumus als beim Flächenkompostieren.
Ach, das ist ja ein interessanter Aspekt: Kompostmiete= mehr Dauerhumus als beim Flächenkompostieren..........Warum ist das so?

Außerdem kann ich so Bodenpflege und Nährstoffversorgung voneinander trennen und jedes besser handhaben.
Auch ein interessanter Punkt.

Extrem weit gefasst unterliegt alles dem Minimumgesetz.
........
.........

Im Prinzip ist die Kernfrage, wieviel Mulch mein Boden `entgiften´ kann. 
ja, ich teile Deine Meinung!
Entgiften, verdauen, abbauen, verwerten oder verarbeiten - all das benötigt entsprechende Ressourcen um es geschehen zu lassen und da bin ich - für meinen Teil -  dann im weiteren Sinne wieder beim Minimumgesetz. Es kann halt nur so viel entgiftet, verdaut, abgebaut, verwertet oder verarbeitet werden wie die dafür notwendige Stoffe/Ressourcen vorhanden sind - so wie Du es sagst:


Hat er die Hemmstoffe vom alten Mulch noch nicht verdaut und kommt schon wieder die nächste Ladung drauf, dann bleiben Hemmstoffe übrig. Ab dann wirds blöd und das Gemüse wächst rückwärts, die Bodenfruchtbarkeit sinkt.
Jup :)

Ich habe übrigens bei mir im Gemüsegarten innerhalb der Beete nur moderat gemulcht, aber die Weg dafür deutlich dicker.
Bisher hatte ich noch nicht die Situation, daß es auf den Beeten zu dem Problem der "unverdauten" Mulchschicht gekommen ist.

Ein weiterer Gedanke ist mir noch eingefallen:
Wie verhalten sich wohl die unterschiedlichen Böden bei gleicher Mulchbehandlung? Da müsste es doch auch Unterschiede geben.........................
und
Ist es wohl auch von der Zusammensetzung der Bodenkulturen/Mikroorganismen abhängig, wie gut, wie schnell und gründlich Mulchmaterial "verdaut" wird?

und auch der Boden-pH wert spielt eine ganz entscheidenende Rolle bei der Verfügbarkeit der Ressourcen. Ich kann mir gut vorstellen, daß das auch einen Einfluß auf die Mulchschicht hat.


LG
Nemi
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 22:38:58
@Floris: ziemlich ähnlich handhabe ich das auch.

@Natternkopf: viel Spaß wünsch ich dir. Da kommst du ja fast in meine Ecke. Hier mal was aktuelles, ab Seite 42:
Erstfund eines Nestes der Asiatischen Hornisse
Vespa velutina Lepeletier,1838 in Deutschland und Details zum Nestbau (Hymenoptera, Vespinae)

Frag auf deinem Seminar dazu mal nach.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juli 2016, 22:44:38
Nemi: je mehr im Boden verdaut wird, desto mehr Einfluss gewinnt er im Vergleich zu Mulchschichten auf dem Boden. Verschimmelte Rasenpappen habe ich im Boden jedenfalls noch nie gesehen.
Ansonsten bin ich dankbar für meinen Lehmboden, wenn ich bei Mutter auf Sand so mulche wie bei mir, wirds nix. Ist wie im Wasser: dem Gebirgsbach fehlt Calcium um eine hohe Produktion zu gewährleisten.

Was braucht Hochleistungsmulch zur Rotte? Je mehr Stickstoff ich der Mulchschiht gebe, desto mehr Düngehumus und desto weniger Dauerhumus entsteht wieder. Wolln wir ja nicht.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: b-hoernchen am 25. Juli 2016, 13:27:55
Alles pflanzliche Material wandert über den Kompost. Dabei entsteht anteilig auch mehr Dauerhumus als beim Flächenkompostieren.
Ach, das ist ja ein interessanter Aspekt: Kompostmiete= mehr Dauerhumus als beim Flächenkompostieren..........Warum ist das so?

Hmm - ich glaub, das hängt mit der Schichtdicke zusammen. In eine Kompostmiete kommt innen doch weniger Sauerstoff rein und das organische Material wird nicht so schnell veratmet.
Wo ich letztes Jahr recht dick frischen Pferdemist flächengemulcht habe, ist jetzt gerade noch ein bisserl Humus zu sehen - aber da wurde wirklich dicht Schubkarren an Schubklarren ausgeleert.
Wo allerdings dann noch eine Schicht Lehm darufkam, kann ich dieses Jahr noch eine schönes "Flöz" Pferdemist-Humuskohle anstechen... . Wenn das beim Umgraben an die Oberfläche kommt, ist das auch bald weg, genauso wie der ausgebrachte Kompost aus der Miete.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: nana am 17. August 2016, 21:03:56
Ich habe heute zum Mulchen 220 kg Lavasplitt gekauft: 59 Euro. Habe ich in einer Apotheke eingekauft?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: mustermann am 17. August 2016, 21:22:21
Der erste  abgerufene Baummarkt ist zumindest etwas günstiger:
http://www.obi.de/decom/product/Lava-Mulch_Rot-Braun_8_mm_-_16_mm_20_Liter%2F_Sack/6962849
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: häwimädel am 17. August 2016, 21:32:58
Hi mustermann,
Du setzt grade kg mit l gleich.
Bei Lavasplitt kann je nachdem wie porös das Material ist, das Gewicht pro l stark schwanken. Ich glaube im Thread "Mulchmaterialien" oder so,  gab´s schonmal eine Diskussion dazu. - Nein, da war´s nicht
 zu den Preisen kann ich leider nichts sagen
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenklausi am 17. August 2016, 21:39:39
Ich habe heute zum Mulchen 220 kg Lavasplitt gekauft: 59 Euro. Habe ich in einer Apotheke eingekauft?

Ich fürchte, ja: Lavasplitt 8/16 gibt's bei meinem Baustoffhändler um die Ecke für 29 € - die Tonne.

Aber vielleicht gibt's da ja auch unterschiedliche Qualitäten.

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: nana am 17. August 2016, 21:45:06
Hi mustermann,
Du setzt grade kg mit l gleich.
Bei Lavasplitt kann je nachdem wie porös das Material ist, das Gewicht pro l stark schwanken. Ich glaube im Thread "Mulchmaterialien" oder so,  gab´s schonmal eine Diskussion dazu.
 zu den Preisen kann ich leider nichts sagen

Diesen Faden hatte ich gefunden, aber der ist von 2012. Gibt es noch neuere Infos irgendwo?

@Gartenklausi: Wirklich 29Euro/to??
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 20. August 2016, 09:52:02
Der Unterschied ist Sackware und lose Ware.

Ich kaufe Lava auch beim Baustoffhändler, da machen wir das Auto voll mit 5 Mörtelwannen und ein paar Eimern. Lava, Bimskies, Blähton, Ziegelsplitt. Von den Preisen her alles unterschiedlich, Lava ist mit das billigste davon. Die letzte Fuhre war auch etwas über 200kg. Kostete 10Euro. In den Mengen geht die Preisfindung Pi mal Daumen, wichtig ist keine Rechnung haben zu wollen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: nana am 20. August 2016, 09:57:47
Hmmm. Ich habe lose Ware beim Natursteinhändler gekauft. Da ist nix mit schätzen, da fährt der PKW samt Hänger auf die Waage.

Zu den Preisen, die du genannt hast, bekomme ich hier in den Kieswerken losen Moränensplitt in allen Varianten, aber eben kein Lavasplitt.

Ich muss mich mal bei den hiesigen Baustoffhändlern umschauen. Danke für den Hinweis!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dietmar am 21. August 2016, 14:24:29
Man kann auch hier Lava-Produkte kaufen, bei größeren Mengen im big-bag: http://www.vulkatec-onlineshop.de/

Ich meine da nicht nur Lava als Mulchmaterial, sondern auch als Substrat für Gründächer oder zur Auffrischung nährstoffarmer Böden, z.B. Bims 0-4 mm., z.B. für Sandböden. Durch die hohe Porosität werden Wasser und Nährstoffe gespeichert. Also ein paar Big-Bag kaufen und reichlich dem Sandboden untermischen. Bekanntlich sind Lavaböden besonders fruchtbar, wenn nicht silikatreich (glasartig). Bei Sandböden auch etwas Bentonit untermischen.

Nicht geeignet für kalkphobe Pflanzen wie z.B. Rodos, Heidelbeeren, Zimmerpflanzen usw., da auch ein bestimmter Anteil an Kalziumkarbonat enthalten. Wichtig sind insbesondere die Spurenelemente.

Das Zeug wird angeliefert.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: nana am 21. August 2016, 16:13:12
Danke für den Link!

Leider sind die Preise da vergleichbar mit dem, was ich gezahlt habe: Mulch Lava Korngröße 8-16mm Big Bag = 1000 Liter 199 Euro  :-\

Wenn ich bei meinem Händler eine ganze Tonne abnehme, zahle ich auch "nur" 137 Euro plus Mehrwertsteuer.

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dietmar am 22. August 2016, 21:01:56
In meiner Nähe gibt es leider keinen derartigen Händler. Der nächste erloschene Vulkan ist zwar nur 0,5 km entfernt und im weiteren Umkreis gibt es viele, aber nirgends Lava oder Tuff, nur Granit und Basalt - und damit kein Abbau von Lava oder Tuff. Der hiesige Vulkanismus ist eben schon ewig und 3 Tage her, während die Eifel noch als aktiv gilt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. August 2016, 08:53:04
nana, schau dir mal die Preisliste vom Erdenwerk Mannheim an.

Bleibt nur noch die Strecke Ka-Ma...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: BlueOpal am 25. Oktober 2016, 16:29:49
--- --- ---
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 25. Oktober 2016, 16:45:01
Vlt hilft es schon, wenn Du den Rindenmulch mit Hornspänen mischst. Die bringen längerfristig wieder Stickstoff in das Beet.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: realp am 04. Januar 2017, 18:29:19
Ich bin kein Mulcher. Bei unserer Wühlmauspopulation wäre mulchen gerade heraus ein wahr gewordener Wühlmaustraum.  Also eigentlich im falschen thread. Trotzdem : Schreddergut vom Obstbaumschnitt und anderen Gehölzen auf den Kompost ?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Katrin am 04. Januar 2017, 21:48:43
Ja. Ich lagere das sogar ohne anderes Material und es wird immer krümelige, schwarze Erde draus.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 04. Januar 2017, 22:03:11
Wenn du keine Austernpilze usw. drauf züchten willst oder den Häcksel nicht als Containersubstrat nutzen möchtest, dann könnte man ihm auf dem Kompost mehr oder weniger entsorgen.

PS: Mulch kann man auch flach einarbeiten, dann besteht fast kein Problem mit den Wühlmäusen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Januar 2017, 22:24:43
Schreddergut vom Obstbaumschnitt und anderen Gehölzen auf den Kompost ?

Ja! unbedingt, weil sehr kostbar.
Schreddergut und Häckselgut kann sehr gut im Kompost verarbeitet werden. Es bringt Struktur in den Kompost und ist besonders gut zu verrotten, wenn man es im Frühjahr dann schichtweise mit dem ersten Rasenschnitt und ein paar Schaufeln halbfertigem Kompost schichtweise aufsetze, auf die Feuchtigkeit achten und im Sommer gleich noch einmal umsetzen (evtl. noch einmal sparsam mit Rasenschnitt als Stickstoffquelle mengen) Nicht zu trocken werden lassen, dann hat man bald viel Freude daran.

Nemi
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 04. Januar 2017, 22:29:00
Wenn man etwas weniger Rasenschnitt untermischt, ist der daraus folgende Humus langlebiger im Boden als derjenige Humus, der aus einer Rotte mit höherem Stickstoffanteil entstanden ist.

Braucht aber länger.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 04. Januar 2017, 22:32:13
Ich habe es mal mit Rindenmulch versucht, aber das hat so viel Stickstoff entzogen, die Pflanzen fanden es gar nicht toll.
Nun habe ich ein ganzes, blöd zugängliches Beet, von unkraut befreit und möchte dieses gerne schützen. Was würdet ihr machen? Holzschnipsel aufbringen oder Unkrautvlies / Unkrautvlies+Holzschnipsel?

Stickstoff sollte man im Griff haben, auch ohne Mulch und Dünger.

Unkrautvlies: Würde es langfristig funktionieren, würden es Fachleute schon länger benutzen.

Ich würde NIE lebenden Humus mit totem Plastik zudecken.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: realp am 05. Januar 2017, 00:10:42
Danke für Eure raschen Antworten. Dann werf ich das Zeug mal auf den Kompost.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: realp am 05. Januar 2017, 00:12:33
Ja. Ich lagere das sogar ohne anderes Material und es wird immer krümelige, schwarze Erde draus.
Das könnte ich auch. Platz ist genügend. Wie lange dauert der Verottungsprozess dann ?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Katrin am 05. Januar 2017, 09:50:47
Bis zur vollständigen Verrottung bei mir 2 Jahre, aber nach einem Jahr könnte man es schon aussieben, auf Beete streuen oder als lockeres Topfsubstrat nehmen (mache ich, klappt gut).

Hier ein Bild vom Fortschritt der Verrottung.

Es ist ein Vergleichsbild:

    1. Reihe links: gemischter Schredder, frisch
    1. Reihe Mitte: Holzschredder, 7 Wochen alt
    1. Reihe rechts: gemischer Schredder, 7 Wochen alt

    2. Reihe links: Holzschredder, frisch
    2. Reihe Mitte: Lauberde, zwei Jahre alt
    2. Reihe rechts: gemischter Schredder, zwei Jahre alt


Häckselmaterial von Nadelhölzern braucht länger, hier Fichte nach eineinhalb Jahren.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: kasi † am 05. Januar 2017, 10:20:19
Schreddergut vom Obstbaumschnitt und anderen Gehölzen auf den Kompost ?

Ich habe manchmal zu viel Strauch- und Baumschnitt, das ich gehäckselt habe. Also bleibt es in den Plastiksäcken, in den ich es zum Garten geschafft habe, stehen nach einem Jahr ist es durch die Eigenfeuchtigkeit soweit angerottet, das ich es als Mulch verwenden kann. Nach zwei Jahren ist bereits gute Komposterde daraus geworden. Wühlmäuse oder anderes Getier, außer Käfern und Würmern, haben noch nie die Säcke heimgesucht, selbst als das Plastik schon teilweise zerfiel. Und das, obwohl meine Gartennachbarn ständig über Mäuse und  deren Wühlvariante klagen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....! / Könnte von einer/m admin gezügelt werden
Beitrag von: Natternkopf am 05. Januar 2017, 16:43:41
Salü realp

Wohin den sonst. ???
Schreddergut vom Obstbaumschnitt und anderen Gehölzen auf den Kompost ?

Kuck mal hier. Erdzubereitung: ... via Kompostierung.

Die Fotos sind zum vergrössern 2x klickbar.

Hier ist eine kleine Materialübersicht was alles an Schreddergut in den Kompost kann.
(Oder zum Abdecken genutzt wird.)

Grüsse Natternkopf

Also eigentlich im falschen thread. Trotzdem : Schreddergut vom Obstbaumschnitt und anderen Gehölzen auf den Kompost ? Für Wahr.
Könnte von einer/m admin gezügelt werden
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: realp am 06. Januar 2017, 16:11:56
Danke nochmal allen ! Wir fangen nach der jetztigen Kälte mit dem Obstbaumschnitt an und ich werde ihn mit dem im Herbst angelegten frischen 2 Komposthaufen vermischen. Katrin: anschauliche Dokumentation. Mal sehen wie's bei mir nach 1 Jahr aussieht. Meistens reicht 1 Jahr. Dann kommt die Chose  auf die Beete und kann da weiter vor sich hinrotten.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 01. Juni 2018, 11:19:38
Duftendes Mulchmaterial  ;D

Rosmarin ausgelichtet und gehäckselt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Juni 2018, 13:04:46
Luxusmulch. Pinienrinde war gestern, jetzt gibt's Mulch mit Duft. Besonders für Innenhöfe und Grillplätze geeignet  ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Kurai am 19. Juni 2018, 10:16:55
Hallo zusammen,
in dem Gemüsegarten den ich dieses Jahr angelegt habe mulche ich bisher mit den ausgezupften Beikräutern und mit einem kleinen Restballen Stroh den ich beim Umzug noch gefunden habe (wohl vor Jahren mal für die Meerschweine gekauft - die gibt es gar nicht mehr).

Nun geht das Stroh zur Neige und ich überlege was ich in Zukunft als Mulchmaterial verwenden kann.

Bei uns wird auch in Zukunft kein Rasenschnitt anfallen, da unser Rasenmäher gleich in die Fläche mulcht.

Das Stroh hat insofern gut funktioniert weil es die Feuchtigkeit gut gehalten hat, aber ich fand es etwas schwierig mit den langen Halmen. Nun hätte ich die Option über meine Schwester (Pferdehalterin) Strohhäcksel oder Leinen-/Flachshäcksel zu bekommen. Hat jemand Erfahrungen mit dem Flachs?

LG

Kurai
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Dietmar am 19. Juni 2018, 15:22:56
Sicher hat Mulch auch Vorteile,z.B. indem der Boden feucht gehalten wird.

Es gibt aber auch einige gravierende Nachteile, z.B. ist Mulch ein Eldorado für Mäuse und Nacktschnecken, ausgenommen mineralischer Mulch, z.B. Lava.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenoma am 19. Juni 2018, 17:02:10
Ich mulche alles:
- Gemüse mit Rasenschnitt
- die Feldahornhecke mit dem Häcksel ihres eigenen Schnittes
- Obstbäume mit Ligusterschnitt, den ich mir dafür extra beim Nachbarn hole
- Blumenbeete mit Gartenfaser.

Schnecken habe ich nicht, für Mäuse ist die Katze da. Aber wenn man so eine angetrocknete Schicht Rasenschnitt hochhebt, wuseln einem die jungen Ohrkriecher entgegen! Und die fressen, als Räuber, bekanntlich alles, was kleiner ist als sie selbst.

Das einzige Problem beim Mulchen sind die Vögel, die ihn zerhacken und verstreuen, wenn sie nach Regenwürmern suchen. Dagegen lege ich Erdbeerteller um die größeren Gemüsepflanzen (Tomaten, Mangold).

In den letzten 20 Jahren hatte ich mit meiner Methode keine Probleme . . .

Gruß
Gartenoma
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2018, 22:55:12
Ein Garten ohne Schnecken muss wohl ziemlich aufgeräumt sein.

@Kurai: zu Flachs kann ich nichts sagen, außer das ich ab und an die Unkrautsamen aus Tierfutter mit ähnlicher Herkuft wie Flachs in Töpfen aussäe. Da kommen manchmal die dollsten Pflanzen raus die ich im Garten nicht haben will. Ich würde auch gerne mit gehäckseltem Stroh mulchen, aber auch hier scheue ich den Unkrautbesatz aus Herkünften die ich nicht einschätzen kann. Auch die gebrochenen Kerne die nur Mäuse anlocken. Muss man wohl vor Ort kaufen und hier sind die strohbringenden Flächen rar in der Landschaft. In die Tierabteilung laufens ehe ich auch nicht ein. So fällt kaufen irgendwie aus.

Mais selbst anbauen und häckseln hat sich bei mir bewährt, alternativ mulche ich auch mit Sägemehl/Kleintierstreu. Sonnenblume geht auch, passt bei mir aber nicht recht in die Fruchtfolge im Gemüsegarten. Mäuse und Schnecken sind eher weniger ein Problem, auch eine Frage wie dick man mulcht.

Probiers doch einfach aus mit dem Flachs und berichte was so passiert, ob was keimt, ob es gut Unkraut unterdrückt, Matten bildet oder sich hacken lässt, die Feuchtigkeit hält, Regen abpuffert usw.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rhoihess am 19. Juni 2018, 23:30:07
Bei den Erdbeeren geht es ohne Mulchen bei unseren in letzter Zeit sehr trockenheißen Früjahren fast gar nicht anders (und trotzdem lassen sie ab ca. 30°C selbst mit Wässerung die Köpfe hängen und es gibt nur Zwergbeeren)
Im Vor-vorgarten (kleiner erhöhter Bereich vor der Einzäunung, ca. 10m²), den ich zur "immergrünen Ecke" werden lassen will gibt's auch welchen dazu, denn Hanfpalme, Mahonie, Yucca, Fatsia, Thymian, Rosmarin, Schopflavendel, jap. Spindelstrauch etc. brauchen ihre Zeit, um die Lücken zu schließen. Hilft auch, den pH vom Gartenlehm (ca. 8) etwas zu senken. Und falls es Stickstoff beim Verrotten klaut - meh, kommt halt etwas Blau- und Flüssigdünger drauf, gut is
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 20. Juni 2018, 07:11:56


 alternativ mulche ich auch mit Sägemehl/Kleintierstreu. Mäuse und Schnecken sind eher weniger ein Problem, auch eine Frage wie dick man mulcht.


Darf ich fragen, um welche Art Sägemehl es sich bei Dir handelt? Ich hätte eine Menge Lärchen-Hobelscharten, traue mich aber nicht, sie im Gemüsegarten zum Mulchen zu verwenden. Ich nehme an, Du düngst dann zusätzlich mit Stickstoff?
Ich mulche eigentlich nicht sehr dick, trotzdem ist es ein Eldorado für Schnecken und Mäuse!  ::)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: frauenschuh am 20. Juni 2018, 08:33:48
Wir mulchen eher unfreiwillig mit Holzhäcksel und Sägemehl. Irgendwo muss das Zeug ja hin, das anfällt wenn man "selber Holz macht" für den Ofen. Wir bedecken ein Beet damit, in dem meine Schwiegermutter seinerzeit Himbeeren angepflanzt hat, die wir sehr gerne los werden würden. Das funktioniert auch überraschend gut. Die Schicht dürfte aber auch jährlich gut 20 cm betragen. Überleben - wir schütten das Material nicht direkt an die Büsche - tun das die Heidelbeerbüsche, die sich erfreulich weiter entwickeln.
Ich hatte auch vermutet, dass das Beet ein Schneckeneldorado sein müsse. Aber gerade das Sägemehl ist wohl doch nicht so ihr´s. Wir haben Schafe und immer fällt im Laufe des Jahres etwas Mist durch die Hängertransporte an. Den lagere ich trocken in Maurerkübeln. Einsatzort ist dann einmal im Jahr das Gewächshaus und dieses Jahr nun neu als Hochbeet eigenständig. Den Bottich habe ich auf das Mulchbeet gestellt. Etwas Komposterde oben auf getan und drei Kürbisse reingesetzt. Es hat sich keine Schnecke dorthin verirrt und die Kürbisse explodieren obwohl die Lage eher halbschattig ist  ;D Ich kann mich zunehmend mit der Mulchmethode anfreunden, zumal der Garten ziemlich verwildert ist. Umgekehrt hatte ich letztes Jahr versucht drei Kürbisse direkt im Beet zu ziehen. Das versagte. Nicht wegen Schnecken, sondern wegen mangelndem Wachstum.
Mäuse... habe ich da noch nie gesehen.

Jemand fragte nach Ersatz für Stroh... frag doch mal einen alten Landwirt/in im nächsten Dorf. Viele haben noch Altbestände auf den Höfen. Neuere scheiden eher wegen des Formats aus. Das ist nichts für Selbstabholung  ;D Oder aber Du fragst mal bei einem Pferdehof, ob sie was abgeben ect.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenoma am 20. Juni 2018, 10:15:50
Ein Garten ohne Schnecken muss wohl ziemlich aufgeräumt sein.

Haha
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Harzgärtnerin am 20. Juni 2018, 15:32:44
@Gartenoma: Gartenfaser- noch nie gehört, gleich mal gegoogelt. Scheint es ja vor allem in Ö zu geben.

Mir ist - in Ermangelung von Grasschnitt(Rasen wächst nicht in der Trockenheit) - das Mulchmaterial ausgegangen.

Muss schon recyclen: Hab heute früh den gebrauchten Grasschnitt vom abgeernteten Erbsenbeet zusammengesammelt und an die Grünkohlpflänzchen gepackt. So sieht's aus...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenoma am 20. Juni 2018, 15:52:57
Hallo Harzgärtnerin,

wenn nötig, verwende ich auch Abfälle als Mulchmaterial - was von den Holunderblütendolden übrig geblieben war, habe ich im Frühbeet um die Melonen und Zucchini gelegt.

Frux Gartenfaser wird hier in Südost-Hessen produziert. Für den Feldversuch von Weihenstephan wurde tatsächlich ein Produkt einer österreichischen Firma verwendet - die Beschreibung der Inhaltsstoffe klingt aber gleich. Es sieht auf jeden Fall in den Blumenbeeten etwas schöner aus  :)

Hier ist der Bericht von Weihenstephan https://www.hswt.de/forschung/wissenstransfer/2015/april-2015/stauden-und-gehoelze.html

Gruß
Gartenoma
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. Juni 2018, 00:51:53


 alternativ mulche ich auch mit Sägemehl/Kleintierstreu. Mäuse und Schnecken sind eher weniger ein Problem, auch eine Frage wie dick man mulcht.


Darf ich fragen, um welche Art Sägemehl es sich bei Dir handelt? Ich hätte eine Menge Lärchen-Hobelscharten, traue mich aber nicht, sie im Gemüsegarten zum Mulchen zu verwenden. Ich nehme an, Du düngst dann zusätzlich mit Stickstoff?
Ich mulche eigentlich nicht sehr dick, trotzdem ist es ein Eldorado für Schnecken und Mäuse!  ::)
Ich kaufe Sägemehl zu da der Obstbaumschnitt in der Regel in die Benjeshecke wandert. Kleintierstreu vom Baumarkt, wohl Fichte/Kiefer, manchmal sind sehr wenige Buchenhäcksel mit dabei.
Im Gemüsegarten kommts halt drauf an. Macht ja nur dort Sinn wo man nicht hacken will. zB um Humus aufzubauen (ohne dabei die Regenwürmer zu fördern) oder um in unproblematischen Kulturen auf fast Samenfreien Beeten Unkraut zu unterdrücken.
Beispiel Winterzwiebeln, im Oktober 2017 gesteckt, im Februar Sägemehlmulch mit einem Liter Kompost gemischt drauf, einmal im April Unkraut gezupft, N-Düngung auf 2 Gaben verteilt, früh angedüngt mit wenig SSA und später etwas KAS.
Vorkultur war Endivchen nach Saubohne, Endivchen ungedüngt bzw mit Saubohnenstroh gemulcht/gedüngt.
Kulturverlauf siehe folgende 7 Bilder, gegen Ende war dann auch viel Hirse drin:
(http://up.picr.de/33027535vp.jpg)

(http://up.picr.de/33027536zc.jpg)

(http://up.picr.de/33027537ib.jpg)

(http://up.picr.de/33027538uj.jpg)

(http://up.picr.de/33027539tq.jpg)

(http://up.picr.de/33027540vl.jpg)

(http://up.picr.de/33027541qh.jpg)

Ansonsten, so allgemein, sehe ich es als Vorteil mit Sägemhel freigewordenen Stickstoff zB nach Unkrauthacken aufzufangen, wenn der Zeitpunkt der Stickstoffverfügbarkeit gerade ungünstig ist für das was gerade im Beet wächst. Wenn man das Holz einarbeitet fängt es ja doch etwas auf, liegt es nur obenauf, hält sich das in Grenzen. Wuchsminderung durch Sägespäne, die muss man in in der Regel überdüngten Gartenbeeten mit ganz anderen problemen erstmal feststellen können.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 22. Juni 2018, 08:49:37
Ich danke Dir für Deine Erklärungen und vor allem für die vielen Bilder! Du planst super Fruchtfolgen!

Darf ich trotzdem noch ein bissl  nachfragen? Was meinst Du mit: "Ohne die Regenwürmer zu fördern"?
Vetreibe ich die etwa mit Holzscharten? Die Viecher sind mir heilig, die sollen mir doch den Lehm lüften helfen!
Und in welchem Verhältnis mischt Du Sägemehl mit Kompost? Ein bissl nach Bauchgefühl?

Mit dem Bauchgefühl kenne ich mich sowieso besser aus, als mit den Abkürzungen: SSA und KAS.  ;D

Ich dünge hauptsächlich mit Kompost, Hornspänen und Brennesseljauche. Und natürlich Mulch. Unkraut wird es bei mir immer wieder mal geben ::), mir geht es beim Mulchen in erster Linie darum, den lehmigen Boden vor Verschlämmungen zu schützen, und das Gießen gering zu halten. Und wenn ich Humus aufbauen kann, ist das natürlich kein Schaden.  :D  Wenn  nur die Amseln nicht wären!  ::)

Ich habe vom Zaunbau ein paar Säcke Hobelscharten herum stehen und mein Mann droht mir schon, sie auf die Deponie zu bringen.  :-X Die müssen doch auch für was gut sein!    :D

L.G. Eva
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: hymenocallis am 22. Juni 2018, 08:56:31
Ein eigener Thread lohnt nicht - deshalb frage ich hier dazwischen, auch wenn es nicht um Gemüsekulturen geht und Humusaufbau kein Thema ist.

Ich habe im Gemüsegarten mehrere große Sämlingsbeete für Taglilien. Die Wege dazwischen sind 5 cm dick mit Hackschnitzel (Holzhäcksel?) gemulcht, es kommt de facto kein Unkraut auf. Das Material ist hier einfach und günstig zu bekommen - Hackschnitzelheizungen sind verbreitet.
 
Jetzt überlege ich, dieses gut haltbare Material (keine Rindenanteile, Holzart unbekannt) auch als Abdeckung in den Sämlingsbeeten zu verwenden. Die Sämlinge stehen 3-4 Jahre, bis man beurteilen kann, ob sie weiterkultiviert oder kompostiert werden. Bis dahin wird nur gedüngt und gegossen, die Bodenoberfläche bleibt unbearbeitet.

Ist das eine Schnapsidee, die ich später bereue, weil das Material dem Pflanzenwachstum schadet und danach mühsam entsorgt werden muß oder macht es doch Sinn? Was meint Ihr - hat das jemand schon mal versucht?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Gartenoma am 22. Juni 2018, 09:36:44
Wenn  nur die Amseln nicht wären! 

Entweder, wie ich es mache, Erdbeer-Reifer um die größeren Pflanzen (Tomaten, Mangold, Kopfsalat), oder einfach Hasendraht in passende Stücke schneiden und auf den Mulch legen. Diese "Erdbeerreifer" sind zwar im Moment teuer, aber sie halten an die zehn Jahre, auch wenn die "Beinchen" abbrechen. Der Vorteil ist, dass sie auch nachträglich um die Pflanzen gesteckt werden können. Außerdem werden die Amseln lediglich am Zerstreuen des Mulchmaterials gehindert, nicht daran, sich Maden, Schnecken o.ä. aus dem Mulch zu holen, was nach meiner Meinung ein Schwachpunkt aller Vliese und feinmaschigen Netze ist.

Gruß
Gartenoma
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 22. Juni 2018, 12:01:30
Erdbeerreifer, das hatte ich im Leben noch nie gehört!  :D  Ich habe jetzt gegoogelt, und bin nun schlauer.  ;)
15€ für 10 solcher Plastikdinger finde ich ganz schön happig. Dafür überseh ich glatt die ungemein dekorativen ;D  Stauden und Zitruszweige, die ich zur Abwehr ins Beet lege. Die kann ich hinterher wenigstens kompostieren. Aber Danke für den Rat, vielleicht greif ich ein anderes mal darauf zurück! :-)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. Juni 2018, 08:50:36
Darf ich trotzdem noch ein bissl  nachfragen? Was meinst Du mit: "Ohne die Regenwürmer zu fördern"?
Vetreibe ich die etwa mit Holzscharten? Die Viecher sind mir heilig, die sollen mir doch den Lehm lüften helfen!
Vertreiben nicht, aber die sind auch für Würmer nur schwer verdaulich. Die fressen sie nicht so gerne. Mit ein bisschen Rasenschnitt drin wirds besser. Oder eben öfters mal Unkraut drauflegen zum abtrocknen lassen bzw das was nicht mehr anwächst leicht unter den Mulch schieben/mischen. Das ziehen sie sich dann schon in die Röhre rein.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Harzgärtnerin am 23. Juni 2018, 09:30:39
Hallo Harzgärtnerin,

wenn nötig, verwende ich auch Abfälle als Mulchmaterial - was von den Holunderblütendolden übrig geblieben war, habe ich im Frühbeet um die Melonen und Zucchini gelegt.

Frux Gartenfaser wird hier in Südost-Hessen produziert. Für den Feldversuch von Weihenstephan wurde tatsächlich ein Produkt einer österreichischen Firma verwendet - die Beschreibung der Inhaltsstoffe klingt aber gleich. Es sieht auf jeden Fall in den Blumenbeeten etwas schöner aus  :)

Hier ist der Bericht von Weihenstephan https://www.hswt.de/forschung/wissenstransfer/2015/april-2015/stauden-und-gehoelze.html

Gruß
Gartenoma

Klingt ja nett mkt der Gartenfaser - aber ist mir  etwas zu teuer... (falls man sie hier in D im einem Baumarkt/Gartenmarkt überhaupt bekommen sollte)

Ich bleibe bei meinen Shreddersubstraten und Grasschnitt :-)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 23. Juni 2018, 14:26:43
Vertreiben nicht, aber die sind auch für Würmer nur schwer verdaulich. Die fressen sie nicht so gerne. Mit ein bisschen Rasenschnitt drin wirds besser. Oder eben öfters mal Unkraut drauflegen zum abtrocknen lassen bzw das was nicht mehr anwächst leicht unter den Mulch schieben/mischen. Das ziehen sie sich dann schon in die Röhre rein.

Ich danke Dir!  Denkst Du, ich kann meine Erdbeeren damit mulchen? Der Boden wird dort immer steinhart und hacken ist da nicht so toll.

Hat schon jemand mit Buchsschnitt gemulcht? Da wär gerade eine Menge angefallen und der frische Austrieb war noch recht zart. Macht´s  da was aus, wenn der Buchs ungefähr im April mit Xentari gespritzt wurde? Nicht dass den Regenwürmern noch schlecht wird!  ;)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. Juni 2018, 21:08:01
Noch zarter Buchs ist ok, wenn die Blätter mal älter sind liegen die ewig im Beet und verrotten nur langsam, vor allem wenn sie noch am Stängel hängen und so meistens trocken sind und nach Regen schnell abtrocknen. Xentari macht nix, das ist nach spätestens 2 Wochen UV-Licht abgestorben.

Die Hobelscharten oder den Buchs, beides geht für Erdbeeren, auch als dickere Schicht, darfst halt nicht das Herz der Pflanzen begraben. Ich würde nur den Boden mit so einer Rübenhacke recht grobschollig hacken damit der Gasaustausch und die Wasseraufnahme unterm Mulch stimmt. Unsere Italiener in der Gartenanlage nutzen fast nur die Rübenhacke, das haben sie noch von den harten Böden in Sizilien intus. Da sind unsere Betonböden fast harmlos dagegen. Solche Böden immer nur grobschollig bearbeiten, nie zu fein krümeln und auch nicht planieren. Da dürfen ruhig kleine Krater und Hügel drin sein. Und immer mal durchhacken, auch mit Mulch drauf. In den ersten 5cm mulchhaltige Erde und obendrüber den Mulch zum schützen, das sind die aktivsten Böden.

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 23. Juni 2018, 21:18:09
Herzlichen Dank! Mein Erdbeerbeet ist ohnehin recht grobschollig, ich brings gar nicht anders hin.  :)
Da bin ich jetzt froh, dass ich den Buchs dort anbringe.

Darf ich Dich noch was fragen, weil Du Dich so gut mit Dünger auskennst?  Passt zwar nicht hierher, ich hoffe ich kriege deswegen keine Schimpfe! 
Ich habe einen Sack Thomas-Phosphat-Kali geerbt. Der zerfällt mir langsam, weil ich nicht weiß, was ich damit soll. Weißt Du, wofür ich den verwenden könnte?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. Juni 2018, 22:13:22
Thomaskali ist ein toller Langzeit-Vorratsdünger auf saurem Boden, das Phosphat wird langsam durch Verwitterung verfügbar.
Auf carbonatreichem Lehmboden (basisch) passt der nicht so richtig, oft hat man dort eh zu viel gealtertes Phosphat drin was immer schlechter löslich ist. man gewinnt da also nicht viel.

Wenn du viel Blumenerde brauchst kauf dir einen Sack Torf, 250 Liter beim Raiffeisen für 10€, dünge ihn mit Thomaskali auf und gib noch ein paar Hornspäne /Mehl dazu, ein bisschen kompost, ein bisschen vom schweren Erdbeerbeetboden und ne Handvoll Perlite (Baumarkt, Ausgleichsschüttung, 100Liter knapp 10€).

Wenn du nur wenig Blumenerde brauchst, gib ihn im Dezember oder Januar auf die Fläche wo du im nächsten Jahr Gurken, Zucchini oder andere Kali- und Wasserfresser pflanzt (Kohl usw). Mit viel Wasser geht dann auch ein bisschen was in die Bodenlösung über und kann so von den echten Fressern aufgenommen werden.

Einfach so auf fetten und trockenen Lehmboden gestreut erhöht er fast nur die tote Nährstoffracht, auf Rasen ist er aber wieder ok, der Rasenfilz ist oft sauer genug bzw die Gräserwurzeln können die Nährstoffe im Thomaskali aufschließen. Mit dem Rasenschnitt kannst du dann wieder mulchen um die Nährstoffe vom Thomaskali in die Gemüsebeete auch für Salat usw zu bringen.

Ausbringen halt immer eher im Herbst, im Frühjahr, Anfang März etwa, ist zu spät bzw bringt keine Vorteile. Phosphat und Kali kann auf Vorrat gedüngt werden, es wird nicht ausgewaschen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 23. Juni 2018, 23:42:43
Ich dank´ Dir schön!
Ich glaube, ich werde alles ausprobieren!  :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. Juni 2018, 23:58:09
Wenn du es auf die Beete gibst, ruhig in den ersten 15cm einarbeiten. Phosphat wird so gut wie nicht verlagert, augestreut bleibt es in den ersten 5cm und die sind oft zu trocken als dass da eine Wurzel nennenswert Nährstoffe aufnehmen könnte. So kommts dann öfter zu Mangelsymptomen weil die Pflanzen durch das noch ausreichende Wasser in 20 oder 30cm Tiefe weiterwächst, aber nix eben nix von der trockenen und nährstoffreichen Oberfläche ziehen kann.
Wenn du einen Wurzelfilz unter einer Frischmulchschicht hast, gehen die vielen kleinen Wurzelspitzen meist eher wenig in den Boden rein, sondern die jungen Wurzeln wachsen mehr in den Mulch rein. Dort ist die Nährstoffverfügbarkeit einfach besser und das merken sich die Wurzeln bzw das lockt sie an. 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 24. Juni 2018, 00:09:16
 :-*

Ich hab mir gerade alles abgetippselt, denn kopieren funktioniert anscheinend nicht.

Nochmals: DANKE!  :)

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 24. Juni 2018, 11:47:38
... Ich hab mir gerade alles abgetippselt, denn kopieren funktioniert anscheinend nicht. ...
Aha.
Sollte über "Zitat" möglich sein.
(Am Wischdingens nach lägerer Übung mit den richtigen Wischern.    ;D )
Funktioniert auch, indem man in den Text reinklickt (PC) und mit Shift- und Richtungstasten weitermacht:
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 24. Juni 2018, 15:47:23
Sollte über "Zitat" möglich sein.

Danke für Deine Hilfe, über Zitat hat es tatsächlich funktioniert!  :D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Kurai am 26. Juni 2018, 21:16:13
Ich versuche es auf alle Fälle mit der Flachsstreu und berichte.

Am Samstag habe ich im Zoohandel Hanfstreu gesehen und mitgenommen, das waren Schöne kleine Schnipsel und ließen sich gut verteilen, Hanfstroh soll im Vergleich mit Weizenstroh fast doppelt so viel Stickstoff haben.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 26. Juni 2018, 21:44:26
Jetzt überlege ich, dieses gut haltbare Material (keine Rindenanteile, Holzart unbekannt) auch als Abdeckung in den Sämlingsbeeten zu verwenden. Die Sämlinge stehen 3-4 Jahre, bis man beurteilen kann, ob sie weiterkultiviert oder kompostiert werden. Bis dahin wird nur gedüngt und gegossen, die Bodenoberfläche bleibt unbearbeitet.
Ist das eine Schnapsidee, die ich später bereue, weil das Material dem Pflanzenwachstum schadet und danach mühsam entsorgt werden muß oder macht es doch Sinn? Was meint Ihr - hat das jemand schon mal versucht?

Hau det Zeuch drauf!
DU kennst, wann Stickstoff fehlt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 26. Juni 2018, 23:24:06
Unbearbeitete Beete sind ein Sache für sich. Da muss man sich langsam rantasten wenn mans nicht kennt, erfordert einiges an umdenken.
Ich habe hier dann meist Unkrautprobleme (hacken geht nicht, jäten fällt meist auch aus) und auch das Wachstum bleibt die ersten paar Jahre hintendran. Was jedoch klar sein sollte, ohne Mulch macht unbearbeiteter Boden recht wenig Sinn.
Holzhäcksel enthalten Stickstoff, den sie langfristig an den Boden abgeben. Sollte es kurzfristig zu relevanten Stickstoffsperren kommen, kann das je nach Jahreszeit auch erwünscht sein. Man muss nicht immer prophylaktisch Stickstoff zu den Holzspänen düngen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Harzgärtnerin am 13. Juli 2018, 13:54:42
In Ermangelung von Rasenschnitt (der wächst einfach nicht mehr...) hab ich heute Frauenmantel, Wollziest, Lavendel und Zitronenmelisse durch den Shredder gejagt und die bedürftigsten Stauen im Beet gemulcht.
Jetzt riecht es hier wie in der Provence.  ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 13. Juli 2018, 15:06:38
und erst nächstes Jahr!  ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Harzgärtnerin am 16. Juli 2018, 15:14:28
Das soll mir recht sein  ;D


Eine Frage zwischendurch (hab in der Suche nix gefunden...): Kann ich das Laub von den Erdbeeren gehäckselt auch zum Mulchen nehmen oder sind da Krankheiten oder was anderes suboptimales drin? (Die Erdbeeren selbst waren dieses Jahr sehr gesund)

Ich würde damit nicht die Erdbeeren mulchen sondern was anderes.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 16. Juli 2018, 16:20:49
Das würde mich auch interessieren! Besonders deswegen, weil meine Blätter alle nicht sonderlich gesund aussehen. Die haben alle Flecken.  ::)
Aber die Erdbeeren tragen gerade wieder ganz gut, das Mulchen mit dem Buchsschnitt hat ihnen offensichtlich gefallen.  :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juli 2018, 00:07:17
Ich würde das kranke Erdbeerlaub nicht unbedingt unterm Kernobst verteilen, auf Gemüsebeeten würde ich es aber bedenkenlos ausstreuen. Notfalls etwas Rasenschnitt dazu, fördert die Rotte, da braucht man nicht viel befürchten.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Crambe am 27. Juli 2018, 13:22:12
Mein Obstgarten wurde letzte Woche gemäht/gemulcht. Teilweise liegt eine dicke Mulchschicht ( Brennnnesseln) nun einfach so herum. Sollte man die auseinanderziehen?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 27. Juli 2018, 14:14:14
und mit Schweiß beträufeln? Nein, die Schicht wird schnell verschwunden sein, wenn es nur wieder regnet. Wenn die Brennnesseln aber unerwünscht sind an der Stelle, dann würde ich alles trocknen lassen und dann schnell entfernen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Crambe am 27. Juli 2018, 14:19:39
Die Brennnesseln sind unausrottbar an der Stelle ::) ;D
Trocknen ist nicht, es regnet immer wieder. Ich lasse es also einfach liegen. 8) Danke!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: pearl am 27. Juli 2018, 14:26:33
gerne. Es regnet bei euch!?!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Crambe am 27. Juli 2018, 14:33:06
ja, immer wieder. Ich kann leider nicht klagen.  :-[ ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 02. August 2018, 11:00:47
Hallo Mulchzirkel - bisher unbekannte Welt  ;D-

ich gärtnere im bisher eher nassen NO Niedersachsen auf Lehm, teils gut aufbereitetem teils noch sehr verdichtetem Boden.
Bisher machte im schattigen Teil unseres Gartens auf lockererem Boden das Mulchen keinen Sinn - im Versuch hatte ich den Eindruck, dass mir die Pflanzen sogar wegfaulen.

Nun aber in diesem diesjährigen Hitzeinferno will ich es in unserem sonnigen Bereich mit verdichtetem Boden angehen.
Jetzt aber einfach so in der Hitze auf den verdichteten staubttrockenen Lehmboden Blätter und Grasschnitt zu werfen, macht wenig Sinn, oder?
Die riesige benachbarte Trauerweide "mulcht" jetzt allerdings eh schon mit ihren abgestorbenen Blättern :-[...

2 Fragen:
Wie gehe ich das Mulchen am besten an?
Hält nicht in dieser Situation der Mulch das Gießwasser sogar ab?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rieke am 02. August 2018, 12:16:27
Erst gießen, dann mulchen. Wenn das Mulchmaterial trocken ist, am besten dann noch mal gießen. Wenn die zu mulchende Fläche wenig bewachsen ist, lege ich möglichst noch ein paar Äste drauf, damit der Wind es nicht verweht und die Amseln schlechter wühlen können.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 02. August 2018, 12:22:04
Aber ähm, ich kann doch nichtvor jedem Gießen den Mulch wieder entfernen? ???
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Rieke am 02. August 2018, 12:28:12
Natürlich nicht. Ich dachte, Dir geht es um das Vorgehen beim Anlegen der Mulchschicht. Wie gut später das Gießwasser durchkommt, hängt von der Dicke der Mulchschicht und dem Mulchmaterial ab. Ich überprüfe gelegentlich, ob der Boden darunter noch feucht ist, bzw. beim Gießen feucht geworden ist..
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 02. August 2018, 12:41:14
Ich lockere meist den Boden flach auf und mulche darauf. Wenns trocken ist wird der Mulch auch flach eingearbeitet, also gemischt in den ersten paar cm Boden.
Wenn das org. Material verbraucht ist, gibts neues.

Bei wirklich dicken Mulchmatten vorher Boden lockern, ruhig etwas klutig, damit wenn Wasser durchkommt das auch eindringen kann und nicht abfliesst.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 10. August 2018, 10:05:42
Mit was mulcht ihr zur Zeit?
Ich predige ja ständig, dass mulchen den Boden feuchter hält. Leider gibt's nix mehr, was ich zum mulchen verwenden könnte. Kein Grasschnitt (seit Anfang Juni wird gibt's hier nichts mehr zum mähen).
Ich hab jetzt die Thujahecke etwas stärker geschnitten, so dass ich mit dem Heckenschnitt wenigstens etwas im Schattengarten mulchen konnte. Mulch aus rückgeschnittenem Lavendel hatt ich auch noch nie auf dem Programm. Hoffentlich geht mir nicht überall der Lavendel auf.
Im Nutzgarten hab ich immer Gemüsereste und Unkraut ohne Samen und Wurzeln zum Mulchen genommen, gibts nicht mehr. Nur noch trockenes Unkraut mit Samen.

Ich muss mir unbedingt für die Sonnenbereiche Mineralmulch besorgen, die sonst dichte Befplanzung dort ist verdorrt und die blanke Erde guckt raus.
Grauenhaft :P
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Aella am 23. August 2018, 15:35:21
Mein Mann schleift und hobelt zur Zeit fleissig Fichtenbretter. Wir haben nun schon mehrere Säcke Fichtenmehl gemischt mit Fichtenspänen rumstehen. Kann ich das zum Mulchen im Garten nehmen und in den Beeten verteilen? Einfach drauf kippen und drüber gießen? Wie hoch, also wieviel cm dürfte die Schicht dick sein?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. August 2018, 16:19:35
Hallo,
bin heute wieder über eine Arbeit gestolpert die mich mit meiner abgewandelten Mulchmethode eher bestätigt:
http://orgprints.org/21233/

Mulch flach einarbeiten, dass die Mikroorganismen das Holz zersetzen können, dabei entstehen die Polyphenole usw die das Unkraut abtöten. Kiefer und Scheinzypressenschnitt ist dabei wirksamer als Fichte (Bin allerdings der Meinung dass bei Thuja und ähnlich aromatischem Häckselgut andere Stoffe wie Citronellol mit Entkopplerfunktion die herbizide Komponente ist. Die sind meist nicht mobil in der Pflanze, wirken also eher auf junge Keimlinge, Polyphenole zB aus Rindenmulch sind eher mobil, die wirken auch noch auf größere Pflanzen).

Wie auch immer, zu feines Sägemehl/Staub verbackt, das würde ich immer einarbeiten. Dünne Schichten mit Kleintierstreugröße, also etwa so groß wie feine bis grobe Haferflocken, verbacken bei mir auf nicht allzufein gekrümelter Bodenoberfläche nicht. Dicker als 1cm ist nicht notwendig.
Wenn du genug Brocken mit Hackschnitzelgröße hast würde ich das Mehl einarbeiten und mit dem groben abdecken.
Ausgleichsdüngung brauchts eigentlich keine, wenn dann etwas Rasenschnitt mit untermischen. Um diese Jahrszeit ist genug Stickstoff im humosen Gartenboden, da sollte man eh am besten jetzt Holz oder Stroh einarbeiten damit das Grundwasser geschont wird.
Gibt man nur das Holz, wird auch daraus Stickstoff freigesetzt, nur eben recht langsam über den Zerfall des recht stabilen Humuses der daraus entsteht.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Aella am 23. August 2018, 22:03:40
Danke  :D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 25. August 2018, 14:27:47
Gilt das auch für Hobelspäne/Sägescharten von Lärche?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 25. August 2018, 14:39:50
Hallo Zittergras

Ja, davon darfst du ausgehen und anwenden wie von thuja thujon beschrieben.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zittergras am 25. August 2018, 17:59:04
Danke!

Da wird sich mein Mann freuen, wenn endlich die Säcke vom Gartenzaunhobeln verschwinden!  :D
Er liegt mir eh deswegen schon in den Ohren. Heute habe ich´s erst wieder gehört  ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 02. September 2018, 20:48:31
"....Gibt man nur das Holz, wird auch daraus Stickstoff freigesetzt, nur eben recht langsam über den Zerfall des recht stabilen Humuses der daraus entsteht......"

Anderer Meinung bin ich nach eigener Erfahrung (25 Jahre intensives Mulchen aller Art),
sowie dem Lesen eines Versuchberichtes der FH Weihenstephan.
Ähnlich diese Arbeit der FH:
https://www.hswt.de/forschung/wissenstransfer/2015/april-2015/stauden-und-gehoelze.html

Der Stickstoff wird nicht wieder frei, sondern verflüchtigt sich großteils als Gas.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 02. September 2018, 22:53:06
Das versteht ich nicht.
Der Stickstoff wird nicht wieder frei, sondern verflüchtigt sich großteils als Gas.
(Von Holzhäcksel ausgehend als Mulchmaterial. -> Anmerk: Natternkopf)

In dem, von dir, verlinkten Beitrag kann ich das nicht heraus lesen.

WISSENSTRANSFER// INFODIENST WEIHENSTEPHAN - Praxiserfahrungen mit Gartenfaser als Mulchmaterial
Da kommt vor: Stickstoffbindung, Stickstoffimmobilisierung. Doch nichts von ausgasen oder ähnlichem.
Steht ich etwa auf dem Schlauch?

Das Stickstoff vergasen kann ist (war) mir nur via Ammoniak bekannt.

Runter scrollen zu: Auswirkungen auf die Luftreinhaltung
Der Anteil des in Wirtschaftsdüngern enthaltenen Ammoniums (NH4) am Gesamtstickstoff (N) beträgt bei Stallmist rund 15 Prozent, bei Gülle etwa 50 Prozent und bei Jauche nahezu 95 Prozent. Bei der Lagerung und Ausbringung der Wirtschaftsdünger wird das Ammonium zu Ammoniak (NH3) umgewandelt und kann in die Atmosphäre entweichen. Ammoniak emittiert zudem aus großen landwirtschaftlichen Tierhaltungsanlagen. Bei den synthetischen Stickstoffdüngern kann insbesondere bei der Anwendung von ammoniumbildenden Harnstoffdüngern bzw. ammoniumhaltiger AHL-Lösung größere Mengen an Ammoniak entweichen – bis zu 15 Prozent des Gesamt-Stickstoff-Gehalts.

Wenn ich eine Heissrotte ansetze und die Mischung C/N nicht passt.
Zu wenig Strukturmaterial darin vorhanden ist, sprich Sauerstoffmangel.
Da entweicht Ammoniak, was mir am Ende dann als Stickstoff im Endprodukt fehlt.

Jedoch mit Holzhäcksel als Mulchmaterial, da habe ich eine Bildungslücke.

Kann mir da jemand helfen. Danke

Grüsse Natternkopf



Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 05. September 2018, 00:47:32
Neben Ammoniak gast auch Lachgas aus, N2O. Bevorzugt in feuchten/verdichteten Böden bei vorheriger, ordentlicher Nitratgabe.
Aus Ammonium entsteht es in den ertsen Tagen weniger.

@Starking: ich meinte nicht Stickstoff wird noch im selben Jahr aus Holzmulch frei, vielleicht bei feinstem Sägemehl, nicht aber bei der Fraktion was lange abliefernden Dauerhumus liefert.
Schau dir die morschen Weidestümpfe an, in dem faulen Holzmulm im inneren wachsen Brennesseln und Holunder.
Und so bekomme ich Hungerkünstler oder empfindliches wie Kokardenblume auf Holzkompost gedüngten Beeten (Lehm) auch nach Jahren ohne nix nur zu mastig hin und damit nicht über den Winter.

Vielfresser wie Himbeeren sind vielleicht auch was anderes als Stauden.
Wohl auch eine Frage ob man an Magerstandorte angepasste Pflanzen im Garten eine Chance einräumen möchte.

Ich kann mich jedenfalls nicht mit Mulchmengen von 50 Litern/m² anfreunden wenn der Mulch nicht auf der Fläche gewachsen ist wo er später zum liegen kommt. Nicht, wenn trotz Mulch auch 2 Jahre später über Düngung nachgedacht wird. Das ist Gartenbau mit Bodenaustausch wenns hart auf hart kommt, hat für mich nix mit nachhaltig und Bodenschutz zu tun.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 02. Oktober 2018, 18:15:27
Bin ja faul.
Und mal wieder am überlegen wie ich meinen Gründünger als regenwurmgerechte Mulchportionen aufbereitet kriege.
Da bringen halbe Meter lange Pflanzenteile ja keine Punkte. Im Frühjahr beim pflanzen auch nicht.

Denke gerade über eine Messerwalze nach. Sollte ja halbwegs einfach selbst zu bauen sein.
Einfach über Tagetes oder Getreide rollen und schon ist alles sperrige Material kleingeschnitten flach auf dem Boden. Das Beet somit fertig zum pflanzen.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=-RQ7ol05l1E
Wer hat noch so komische Gedanken?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 02. Oktober 2018, 18:40:34

Und mal wieder am überlegen wie ich meinen Gründünger als regenwurmgerechte Mulchportionen aufbereitet kriege.

Wer hat noch so komische Gedanken?
ich ;D
ich habe hier einen alten  - aber schick scharf - handbetrieben Spindelrasenmäher stehen. .............wobei der so richtig lange "Fransen" nicht so appetitlich findet ::)
Mit dem Benzinmäher (mit dicken Rädern) mulchgemäht, erst "hochbeinig" eingestellt, dann noch einmal kürzer, geht auch so lala.
............. eine seitwärts schneidende Motorsense auf Rädern - aber das steht nicht im Verhältnis und sie mulcht das Material nicht ::)

(aktuell kann ich Dein verlinktes Video leider nicht anschauen)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 02. Oktober 2018, 19:18:05
Video nicht angucken ist aktuell technisch bedingt oder funzt der Link nicht?

Spindelrasenmäher kenne ich, wenns bissl höher als sehr niedrig steht wirds schwierig, wenn holzige Stängel dazukommen, ist ganz vorbei.

Und beim Rasenmäher habe ich das Problem, dass der evtl sogar noch feuchten, 60cm hohen Bewuchs mit der höchsten, 8cm Schnitthöhe, nicht so wirklich sauber abgelegt bekommt. Weniger rabiate Mäher würden viel vorher schon hoffnungslos verstopfen. Üppige Gründüngerbeete sind ja doch was anderes als 4 Wochen vergessener Rasen.

Heckenschere war letztes Jahr dran, geht aber auch nur wenn der Gründünger nocht nicht umgefallen ist und war dann auch nicht superperfekt. Zum pflanzen war die Mulchauflage später ok, für die Sähmaschine aber nicht zu gebrauchen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 02. Oktober 2018, 19:54:02
Video nicht angucken ist aktuell technisch bedingt oder funzt der Link nicht?
liegt definitiv an meinem Rechner.
Auf der Internetseite auf dem TV geht's ;D

Jau! das Ding macht Meinung :D
ist nur für unseren Gemüsegarten etwas überdimensioniert, gell :D aber es ging Dir um's Prinzip, oder ?


Zitat
Spindelrasenmäher kenne ich, wenns bissl höher als sehr niedrig steht wirds schwierig, wenn holzige Stängel dazukommen, ist ganz vorbei.
hm, aber der Veenma green cutter hat ja auch eine Spindel in der Vorschubbewegung.
Wo ist da der Unterschied  - ausser der vortreibenden Kraft - zum kleinen Spindelmäher?


Zitat
Und beim Rasenmäher habe ich das Problem, dass der evtl sogar noch feuchten, 60cm hohen Bewuchs mit der höchsten, 8cm Schnitthöhe, nicht so wirklich sauber abgelegt bekommt. Weniger rabiate Mäher würden viel vorher schon hoffnungslos verstopfen. Üppige Gründüngerbeete sind ja doch was anderes als 4 Wochen vergessener Rasen.
ja, es ist wohl immer der holzige Anteil, der uns die Probleme bereitet und eben die höhere Menge an Grünmasse.

Zitat
Heckenschere war letztes Jahr dran, geht aber auch nur wenn der Gründünger nocht nicht umgefallen ist und war dann auch nicht superperfekt. Zum pflanzen war die Mulchauflage später ok, für die Sähmaschine aber nicht zu gebrauchen.
ja, StripTill im Kleinen, ist damit nicht zu machen. Vielleicht könnte man ja für die Sähmaschine eine flache Reihe vorweg ziehen? Ist zwar ein extra Arbeitsgang, aber das ist halt der Tatsache geschuldet, dass es sich um unseren kleinen Gemüsegarten handelt. Allemal besser, als  das Mulchmaterial im Nachgang zwischen die Reihen gelegt werden muss.

 :) Thuja, ich denke bei Deinen Gedanken u. Beiträgen oft, das an Dir eigentlich ein begeisterter Landwirt verloren gegangen ist :D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 02. Oktober 2018, 20:09:06
eigentlich ist der Veenmar green cutter ja ein Schlegelmulcher, oder ?
Da gibt es jetzt auch was für Einachser - guck mal hier: Schlegelmulcher / Mulcher für Honda Einachsschlepper  - https://www.youtube.com/watch?v=dHSPDdoC4qM

Ist zwar für uns noch immer zu gross, aber geht doch in die Richtung der mittlere Gemüseanbaugrösse.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 02. Oktober 2018, 20:34:50
Klar, war ein Beispielvideo. Es gibt da mehrere Messerwalzen. Manche auch noch mit Kinderkrankheiten behaftet wie zB können verstopfen weil Messer parallel und nicht gekrümmt und zu nah beieinander. Da scheint auch bei den Bauern noch nicht alles ausgefressen zu sein.

Schlegelmulcher ists eigentlich genau keiner, der funktioniert mit seinen angetriebenen Hammerköpfen die alles kurz und klein schlagen nur mit Antrieb.
Wollen wir mit unserem Spielzeuggärtchen nicht. Wir wollen so ne Miniwalze, halb so groß wie die Rasenwalzen, aber mit mehr Arbeitserleichterung als man sich nach 3h Kompostmaterial häckseln wünscht. Du kennst doch auch meine Miniandrückwalze. Größer müsste die Messerwalze nur sein wenn das Gewicht gebraucht wird um die Stängel zu schneiden.
Die Messerwalzen die ich meine sind nicht viel anders als ein Kräuterwiegemesser, die durch das Eigengewicht der Walze rollend das Zeug kleinschneiden. Fast schon zu simpel eigentlich. Wäre zu schön um wahr zu sein. Jedenfalls rollt eine Walze fast von allein zumindest bergab.

Klar, 20m² Beet in 5 Minuten kleinwalzen ist eher lohnend als ein 2m langes Beet mit 4 Reihen Tagetes. Für letzteres könnte man fast die Rosenschere nehmen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 02. Oktober 2018, 22:25:17
Du kennst doch auch meine Miniandrückwalze. Größer müsste die Messerwalze nur sein wenn das Gewicht gebraucht wird um die Stängel zu schneiden.
Die Messerwalzen die ich meine sind nicht viel anders als ein Kräuterwiegemesser, die durch das Eigengewicht der Walze rollend das Zeug kleinschneiden.
also eine Walze mit querliegenden Messern? habe ich das so richtig verstanden?
..............in irgend einem Video wurde mal gezeigt, dass die Gündüngung nur niedergetreten wurde und dann die Pflanzplätze für die jungen Kürbispflanzen nur etwas geöffnet wurden, um dort die Samen abzulegen bzw. die Jungpflanzen zu setzen.
Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, mit welcher Sorte Gründüngung das klappte.


Zitat
Klar, 20m² Beet in 5 Minuten kleinwalzen ist eher lohnend als ein 2m langes Beet mit 4 Reihen Tagetes. Für letzteres könnte man fast die Rosenschere nehmen.
naja, das Thema Gründüngung im Gemüsegarten würde ja vielleicht in den Köpfen der Kleingärtner/innen endlich mehr Fahrt aufnehmen, wenn die Verarbeitung des gewachsenen Mulchmaterials einfacher wäre. Da ist die Rosenschere für die Verabeitung des Mulchmaterials keine verlockende Lösung - von daher ist es schon sehr gut, sich über bezahlbare kleingartentaugliches Gerät den Kopf zu machen.

Ich glaube aber auch, dass so manch älterer Gärtner/in nicht mulcht, bzw das Mulchmaterial nicht obenauf liegen lässt, weil der Anblick das gängigen Ordnungsverständnis nicht zufrieden stellt.
"Mulchen? Ne, wie sieht das denn aus!!! :o " ............."Bodenpflege? och, ich ernte auch so genug." "Mit Mulch züchte ich mir nur die Schnecken."
Jedenfalls waren dies und ähnliches, die Antworten zum Thema Mulchen, hier in den Kleingärten der Nachbarschaft.
Da ist ein Grossteil unsere hiesigen Landwirte schon weiter :)


Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 06. Oktober 2018, 09:06:08
naja, das Thema Gründüngung im Gemüsegarten würde ja vielleicht in den Köpfen der Kleingärtner/innen endlich mehr Fahrt aufnehmen, wenn die Verarbeitung des gewachsenen Mulchmaterials einfacher wäre.
Sehe ich auch so. Die haben zwar Ausdauer aber oft wird das abgefrorene kompostiert oder untergegraben, weil das einfach machbar ist. Hier läuft gerade wieder ein Kurs, knapp 30 Kleingärtner, viele ältere darunter. Die stellen die Fragen wie sie sich ergeben wenn man normale Gartenzeitschriften liest und Garten-TV guckt. Das kratzt meist nur sehr grob an der Oberfläche vom Thema. Es wird gerne über die Vorteile von Gründünger geredet, auch die Schnecken erwähnt, wie man das aber unter einen Hut bekommt und ob die Krümelung zwischen den Wurzeln von Gräsern besser ist als die von Phacelia, diese Fragen tauchen eigentlich erst in der Praxis auf, wenn man nicht einfach alles zusammenrecht und umgräbt und damit Gründünger teilweise ad absurdum führt.

Jedenfalls ist das einfachste Handling mit der Hauptgrund, warum ich da mal wieder über sowas wie eine leicht zu bedienende Messerwalze grüble.
Eine Fotoserie mit verschiedenen Modellen gibts hier: https://www.agrarheute.com/bilder/marktueberblick-messerwalzen-kombinationen-524653
Es gibt Walzen mit stumpfen Messern, die sind zB um Begrünung im Weinberg zu quetschen, damit zB Ölrettich keine Samen ansetzt oder der Frost besser eindringen kann. Die Pflanzen treiben nach einer kurzen Pause wieder aus. Nicht das was wir im Garten wollen wenn der Salat rein soll.
Die Walzen mit scharfen Messern nimmt man zum kleinschneiden, aber in so große Stücke, dass sie auch länger als Mulch halten und nicht wie das Kleinzeug vom Schlegelmulcher sofort verrotten und zur Unzeit die Nährstoffe wieder bereit stehen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 06. Oktober 2018, 14:09:18
Jedenfalls ist das einfachste Handling mit der Hauptgrund, warum ich da mal wieder über sowas wie eine leicht zu bedienende Messerwalze grüble.
da bist Du mit dem Grübeln nicht alleine. Schau mal hier: https://www.bioaktuell.ch/pflanzenbau/selbstbau-geraete.html  und etwas weiter unten auf der Seite wird sogar schon ein Buch zum Thema erwähnt.

Zitat
Eine Fotoserie mit verschiedenen Modellen gibts hier: https://www.agrarheute.com/bilder/marktueberblick-messerwalzen-kombinationen-524653
sehr interessant! etliche Messerwalzen erinnern mich aber doch an die alten Spindelrasenmäher.
vielleicht sollte ich einfach mal den querliegenden Schnittholm abschrauben und dann die Spindel über die Gründüngung ziehen.
Aber ich vermute, dass der Effekt verschwinden gering sein wird, weil die energische Vorwärtsbewegung des Traktors fehlt - soviel Schwung kann ein Zweibeiner ja nicht produzieren...................


Zitat
oft wird das abgefrorene kompostiert oder untergegraben, weil das einfach machbar ist. ..............
......Fragen tauchen eigentlich erst in der Praxis auf, wenn man nicht einfach alles zusammenrecht und umgräbt und damit Gründünger teilweise ad absurdum führt.
Zitat
zur Unzeit die Nährstoffe wieder bereit stehen.
die von Dir erwähnten Punkte sind dann aber ja auch schon die "höhere Schule" des Gründüngungsanbaus.
Für die interessierten Hobbygärtner ist ja schon viel erreicht, wenn diese sich überhaupt erst einmal von der Überwinterung ihres schwarzen Bodens verabschieden würden.
Selbst eine im Frühjahr untergegrabene Gründüngung ist ja allemal besser, als keine Gründüngung. So völlig sinnlos ist es dann aber doch nicht............ es ist nur nicht optimal - könnten wir uns darauf einigen :) ?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 06. Oktober 2018, 22:12:00
vielleicht sollte ich einfach mal den querliegenden Schnittholm abschrauben und dann die Spindel über die Gründüngung ziehen.
Aber ich vermute, dass der Effekt verschwinden gering sein wird, weil die energische Vorwärtsbewegung des Traktors fehlt - soviel Schwung kann ein Zweibeiner ja nicht produzieren..................
Das muss das Gewicht der Walze liefern. Probiere das bitte mal aus, ob das Ansatzweise geht.
Für mich ohne Schweißgerät wäre es einfacher, nen halben Spindelrasenmäher innen mit Beton auszugiessen als eine komplett neue Walze zusammenzubaun. Da fällt mir aktuell nur Holzlatten wie von einer Kabeltrommel ein, wie beim Weinfass, mit scharfen Winkelblechen pro jede Holzlatte als Messer.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 09. März 2020, 21:34:38
Habe wieder mal gemulcht.

Mit Holzhäcksel quer durch den Garten.











Mit Miscanthus in GG's Bluemgarten





Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 09. März 2020, 21:48:27
Sehr ordentlich.  ;)

Hier liegen noch 30cm Laub auf dem Tomatenbeet und die Amseln verteilen es ab und an auf dem Rasen.
Der fängt nun auch wieder an zu wachsen, beim letzten mal mähen vorgestern wurde der Rasenschnitt auf dem Laub verteilt. Es ist ein gewisses hin und her.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 10. März 2020, 16:48:39
Ich bekenne mich jetzt auch einmal und ducke mich vorsichtshalber schonmal, damit mich keine Steine (oder Holzhäcksel ;)) treffen.

Ich habe mir beim Bauern 4 Heuballen zum Mulchen geholt. Verteilt hab ich noch nichts. War das ein Fehler, zwecks Unkrautsamen?

an die Mega-Mulcher: ist es richtig, dass nichts aussamt, wenn ich es schaffe eine recht dichte Schicht zu verteilen, sodass das Ganze ordentlich verfilzt?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 10. März 2020, 17:01:06
an die Mega-Mulcher: ist es richtig, dass nichts aussamt, wenn ich es schaffe eine recht dichte Schicht zu verteilen, sodass das Ganze ordentlich verfilzt?

Ich mulche dick mit Grasschnitt, da ist in der Regel auch jedermenge Beifang dabei ... Dass nichts aussamt, würde ich nicht behaupten. Aber das Unkrautaufkommen hält sich sehr in Grenzen und das, was keimt, lässt sich mit den Fingerspitzen ziehen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 10. März 2020, 22:40:46
Kann mit Nein beantwortet werden.

ist es richtig, dass nichts aussamt, wenn ich es schaffe eine recht dichte Schicht zu verteilen, sodass das Ganze ordentlich verfilzt?

Treffend ist so.

Ich mulche dick mit Grasschnitt, da ist in der Regel auch jedermenge Beifang dabei ... Dass nichts aussamt, würde ich nicht behaupten. Aber das Unkrautaufkommen hält sich sehr in Grenzen und das, was keimt, lässt sich mit den Fingerspitzen ziehen.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 10. März 2020, 22:47:28
So ist auch meine Erfahrung.
Man kann das Unkraut jedenfalls nicht mehr mit der Hacke hacken, sondern muss es entweder tolerieren oder anderweitig höflich zurückweisen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 11. März 2020, 22:24:24
In Unkrauttoleranz bin ich große Spitzenklasse ;D

Es ist nicht so, dass ich unkrautfreie Beete mulchen werde, ich habe eigentlich große Probleme mit Unkraut, v.a. Quecke und andere Gräser.

Aber verstehe ich euch richtig, dass ihr das schon für vertretbar haltet?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 11. März 2020, 22:25:53
Ja  :)
Aber verstehe ich euch richtig, dass ihr das schon für vertretbar haltet?

Halte das für vertretbar.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 11. März 2020, 22:31:02
 :D Danke
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zausel am 11. März 2020, 22:34:58
... v.a. Quecke ...
Die kommt durch jede Mulchschicht, die muß raus.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 11. März 2020, 22:50:18
ja... die Quecke.. ich mach sie quasi ständig raus ;)

Wir reden ja hier auch immer wieder darüber, den Boden nicht so massiv zu bearbeiten... Ich habe mal ein Beet weitestgehend von Quecke befreit, das heißt ich habe bis ca 50cm Tiefe komplett umgegraben.. An den Rändern drückt sie immer wieder rein, kommt auch vom Nachbarn rüber.

Ich versuche sie soweit es geht rauszuziehen (geht gut in Sandboden :)), gegen kräftige Gewächse hat sie keine Chance, letztes Jahr sind die Zucchini im "Queckenbeet" hervorragend gewachsen. Sorgen mache ich mir eher um Erdbeeren...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 11. März 2020, 22:57:39
Wenn man die Quecke mit der Fruchtfolge nicht in den Griff bekommt, darf man auch über glyphosatieren nachdenken bevor man den Boden kaputtsiebt.

Ansonsten ist Unkrauttoleranz eng an Ernteansprüche bzw. Pflanzengesundheitliche Gründe gebunden.
Es spricht jedenfalls nicht viel dagegen, zum Beispiel Blumenkohl mit Phacelia zu untersäen um Umkraut fern zu halten. Mulchschichten müssen nicht tot sein, die dürfen auch blühen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 11. März 2020, 23:10:46
Blumenkohl ist für mich eh ein feuchter Traum ;D

sorry OT ;)

Edit:
wie sähe glyphosatieren von Quecke aus? bepinseln?

Problem ist, bei uns ist Quecke einfach natürlicher Bestandteil der Wiesen, auch im Kleingarten. Wenn ich irgendwo den Spaten in den Boden hau und den Aushub anschaue, hab ich immer irgendwo mehr oder weniger Queckenwurzeln mit drin. Ich glaube nicht, dass ich sie jemals ganz wegkriegen würde
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 12. März 2020, 07:47:43
Im Kräuterrasen mähe ich sie nur, da habe ich keine Lust auf Neuanlage. Sie wird im Sommer weniger schnell braun als anderes Grünzeug.

In den (Gemüse)Beeten, wenn man die Quecke loswerden will, 20-30cm hoch wachsen lassen, dann normale Spritzanwendung. In Staudenbeeten kann man spritzen, wenn die Quecke noch ausreichend grün dran hat, die Stauden aber noch nicht ausgetrieben haben. Ansonsten Karton drüber als Schutz, dann erwischt man aber nicht die Q. die meist auch dort drin sitzt. Von hier geht danach die Wiederbesiedlung aus. 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 13. März 2020, 22:21:29
Mein Tomatenbeet. Standen letztes Jahr schon drauf, ich versuche jetzt mal Monokultur und pflanze dieses Jahr wieder welche drauf, ohne jegliche Bodenbearbeitung.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 13. März 2020, 23:29:41
Gib es zu.

Du willst dich nur um das Rückverdichten drücken?

 :-*
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 14. März 2020, 07:59:26
 ;D Ja. Und Unkraut jäten.

Nebenbei ist das Beet auch als Tauwurmgehege gedacht. Es soll mal wieder geräucherte Aale geben und dazu brauchts Würmer und dafür Mulch. 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 14. März 2020, 09:26:03
Würmer fangen?
... Tauwurmgehege gedacht. Es soll mal wieder geräucherte Aale geben und dazu brauchts Würmer und dafür Mulch.

xy) Schnelle Fangmethode

Na gut gewisses Risiko besteht schon bei  xy) und wenn dann  :o noch die Enkelin barfuss zuschauen kommt.  :'( :-X
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 15. März 2020, 07:56:17
Naja, typisch russisch.
Ich bevorzuge die Grabegabelwackelmethode.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 16. März 2020, 21:44:41
So, nun habe ich es gewagt. Habe ein neu angelegtes Beet mit dem oben genannten Heu dick gemulcht und ordentlich angegossen, erstmal mit ein paar Brettern beschwert.

Das Beet soll ab Mai mit Mais besät werden, als Vorbereitung habe ich vor 3 Wochen reichlich Kompost (älteren+frischeren), sowie etwas von meinem Rindermist (mittlerweile gut angerottet) eingearbeitet (+ Hornspäne).

Etwas unkonventionell habe ich auch noch Ackerbohnen reingesät. Für die bräuchte ich diesen Düngungsaufwand wohl eher nicht, aber ich will das Beet nicht bis Mitte Mai kahl stehen lassen. Außerdem sind bei mir die Ackerbohnen bisher immer sehr schmächtig geworden.

Idee ist, den Mais zwischen die Ackerbohnen zu säen, wenn der Mais im Juni richtig Fahrt aufnimmt kann ich die Ackerbohnen schon ernten. Vielleicht sammeln sie noch ein bisschen Stickstoff an den Wurzeln. Wenns mit den Ackerbohnen nicht wie gewünscht klappt, kill ich sie halt.

Auf diesem Beet ist es dann auch kein Weltuntergang, wenn das Heu ein bisschen aussamt. Außerdem kommen die Ackerbohnenkeimlinge denke ich gut durch die Mulchschicht durch, wie später dann sicher auch der Mais.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 16. März 2020, 23:31:43
Klingt nicht verkehrt. Wenn du wässern kannst, solltest du nur drauf achten, das der Mais am Anfang genug Platz hat, in der Jugend ist er empfindlich was Konkurrenz angeht. Ansonsten muss eben der Boden mitspielen bei der Aussaat.

Ackerbohnen sind hier je nach Situation mal eine willkommene Abwechslung zur Unkrautunterdrückung. Gerade die winterharten Sorten haben es mir angetan, hier als Dünger unter Apfel gesäht.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 18. März 2020, 19:27:53
Vielen Dank.
Ja, von deiner Ackerbohnengründüngung unter Spalier hatte ich schon gelesen, weshalb ich es den Winter über kopiert habe unter meinem Birnenspalier. Vor 7 Tagen habe ich sie abgeschnitten.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 31. März 2020, 21:11:39
@thuja,

wann hast du die Ackerbohnen denn gesät? Kannst du winterharte Sorten benennen? Bis ca. wieviel Grad sind sie winterhart?

Freunde in Nordspanien säen sie Nov./Dez. aus. Aber die Winter sind in der Regel doch noch milder als hier.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Februarmädchen am 31. März 2020, 22:45:57
@thuja,

wann hast du die Ackerbohnen denn gesät? Kannst du winterharte Sorten benennen? Bis ca. wieviel Grad sind sie winterhart?

Freunde in Nordspanien säen sie Nov./Dez. aus. Aber die Winter sind in der Regel doch noch milder als hier.

Ich hab dieses Jahr welche mit Erfolg überwintert. Wenn solche Nichtwinter allgemein üblich werden, wird das durchaus eine Möglichkeit.

Habe was von wegen -4 Grad Frosthärte gelesen. Hier hatte es gar keinen richtigen Frost. Höchstens mal -1 laut Wetterbericht.

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 31. März 2020, 23:35:25
Gesäht wurde im Oktober.

Ich bin vor ein paar Jahren über die Wintererbsen auf die Winterackerbohnen gestoßen. Damals hatte ich die Verkaufsberaterin der NPZ angerufen und mir Versuchssaatgut der Wintererbse Dexter schicken lassen. Das war der Anfang.
Später hatten Nemesia und ich und evtl noch weitere Forenmitglieder einen Sack Winterackerbohnen Hiverna rumliegen. Damals der Standard unter den Winterackerbohnen und wohl gegen Auswinterung in Mitteleuropa sicherste Sorte. Hier gibts nicht nur die maritim geprägten Gunstlagen in Norddeutschland, sondern wenn man mal von den Blattläusen als Marienkäferzuchtstation absieht auch den Oberrheingraben was die Überwinterungswahrscheinlichkeit aufgrund der Temperaturen angeht als potenzielles Anbaugebiet. Es gab vielversprechende Versuche aus Frankreich und eben die Zulassung als mitteleuropäisch zuverlässigste Sorte. Minus 12°C und mehr, ich halte nicht viel davon Gradzahlen anzugeben, der Witterungsverlauf sagt mehr aus. % Überwinterungsverluste in Jahr xyz.

Mittlerweile gibt es evtl schon bessere Sorten, frag doch einfach mal nach. Zum einstimmen hier mal ein alter Schrieb von 2015: https://www.praxisnah.de/index.cfm/article/8616.html

Für die Nutzung als Gründünger und offene Marienkäferzucht ist die genaue Sorte wohl auch Zweitrangig.
https://www.foeko.de/wp-content/uploads/2017/01/4-2016-boden.pdf

Im Forum verteilt wirst du sicherlich meine alten Beiträge finden wenn du hier oder bei google nach den Sortennamen + x suchst.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 04. April 2020, 21:01:55
Vielen Dank. Sehr interessant.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 08. April 2020, 01:09:21
Das Interview mit den 3 Obstbauern solltest du auch gelesen haben.
https://www.yumpu.com/de/document/read/9813341/interview-zur-leguminosendichtsaat-beratungsdienst-okologischer-

Ich bin derzeit Situationsbedingt zwar etwas abgeschnitten von aktuellen Infos, aber es scheint mir als ob es etwas ruhiger um das Thema geworden ist. Saatgutkosten, Arbeitsaufwand, weniger Wildbienen durch die zwangsläufige Bodenbearbeitung oder einfach nur fehlende Technik und Akzeptanz bei den Praktikern??

Unter meiner Apfelreihe versuche ich gerade flächig Crocus tommasinianus anzusiedeln. Das ist der einzige der sich so stark vermehrt, das Mäuse und Degeneration die flächige Blüte nicht verhindern. Vom Konkurrenzverhalten für die schwachwüchsigen Unterlagen schätze ich ihn als akzeptabel ein, was es zu beiwesen gilt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 21. April 2020, 11:13:04
Gestern die erste Phaceliablüte. Ich hatte -soweit ich mich erinnere- irgendwann noch im September gesät. Aufgrund des milden Winters sind die ganzen 6 qm gut durchgekommen und beginnen zu blühen. An der Blüte werde ich genau wie die Insekten noch einige Zeit erfreuen, ehe dann Tomaten die Fläche besetzen werden. Die Phaceliareste werden dann  zerkleinert zum mulchen genutzt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 21. April 2020, 11:32:08
Was hast du mit der Wurzel vor? Bleibt die drin wie sie ist oder gräbst du um?

Hier hat sich beim Tomaten pflanzen der große Nachteil vom mulchen im Frühjahr gezeigt: der Boden ist noch kalt und nass.
Vorteil: kein Unkraut.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Zuccalmaglio am 21. April 2020, 21:22:29
Die Wurzeln bleiben drin. Insoweit kein Unterschied zu den Vorjahren, in denen die Phacelia abgefroren war. In diesem Fall habe ich mit der Hacke nur die oberirdischen, abgestorbenen Teile abgehackt und zerkleinert (Rasenmäher) und als Mulch verwendet. 
Ich mulche die Tomaten seit Jahren sofort ab Pflanzung. Bisher kann ich nichts nachteiliges beobachten. Allerdings fehlt mir auch jeweils ein Vergleichsbeet ohne Mulchen direkt daneben. Dann wäre das Ganze aussagekräftiger.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 22. April 2020, 12:23:45
Erst ab der Pflanzung mulchen sollte auch wenn überhaupt nur wenige Nachteile haben.

Bei mir liegt über dem Tomatenmulch vom letzten Jahr seit dem Herbst gut 50cm Laub. Ist natürlich toll für die Regenwürmer und Co, aber der Boden ist durch die Isolierung eben noch nicht wirklich warm. Deswegen rechne ich jetzt erstmal mit 1-2 Wochen eher geringem Wuchs der Tomaten. Sollte aber keine langwierigen Probleme machen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Magnolie93 am 23. April 2020, 08:44:04
Ja, mulchen am besten erst ab Pflanzung der Tomaten, dann hat man meistens das Problem mit der feuchten Erde nicht so. Ich verwende dazu immer den Verschnitt vom Rasen, der beim Link entfernt!1 übrigbleibt. Das klappt eigentlich ganz gut :)
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Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 24. April 2020, 13:51:02
Ich habe den Mulch im Herbst drauf weil die Würmer den Boden lockern sollten. Das funktioniert im Sommer nicht so gut wenn sie in tieferen Schichten in Trockenstarre ausharren.

Man hätte ihn zwischenzeitlich mal abräumen und zwischenlagern können, das stimmt.

PS: was ist Verschnitt bei Rasen?
Die Wikierklärungen sind hier nicht eindeutig: https://de.wikipedia.org/wiki/Verschnitt
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 08. Mai 2020, 12:18:01
Ich habe mich bisher nicht fürs Mulchen interessiert, denn auf halbschattigem, feuchten Lehm war das eher kontraproduktiv, kam zu Schimmelbildung und ich ließ es schnell sein.
.
Nun wird aber der Boden im sonnigen Gartenteil auch Dank Klimawandel im Sommer immer schlechter - quasi harter, unwirtlicher Betonlehm.
Wir arbeiten schon zuletzt immer viel Kompost, auch unreifen Blattkompost ein und dadurch ists etwas lockerer, gibt mehr Bodenleben.
.
Aber womit kann ich die harte, ganztags besonnte und mit Stauden bepflanzte Erde noch schützen?
Kann ich frischenRasenschnitt einfach so als Mulch in die Beete tun?

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 08. Mai 2020, 13:07:15
Schimmelbildung ist auch biologische Umsetzung.
Nach Jahrzehnten mulchen sage ich dass Gärtnern ohne Mulch unmöglich ist.
Grünzeug haben - ja.

Unter meinen Umständen, in meiner Lage, bei meinem Boden.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 08. Mai 2020, 13:14:16
Sehr schönes Statement, war nur keine Antwort auf meine Fragen.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen ???  :)
Ich habe mich bisher nicht fürs Mulchen interessiert, denn auf halbschattigem, feuchten Lehm war das eher kontraproduktiv, kam zu Schimmelbildung und ich ließ es schnell sein.
.
Nun wird aber der Boden im sonnigen Gartenteil auch Dank Klimawandel im Sommer immer schlechter - quasi harter, unwirtlicher Betonlehm.
Wir arbeiten schon zuletzt immer viel Kompost, auch unreifen Blattkompost ein und dadurch ists etwas lockerer, gibt mehr Bodenleben.
.
Aber womit kann ich die harte, ganztags besonnte und mit Stauden bepflanzte Erde noch schützen?
Kann ich frischenRasenschnitt einfach so als Mulch in die Beete tun?


Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 08. Mai 2020, 13:22:27
Ich gärtnere ja auch auf Lehm und halbschattig - schattig, mit einem knappen Streifen in der Sonne.
Mulchen hat hier geholfen, zumindest ein bisschen Humus zu bilden.
Ich mulche jetzt seit 15 Jahren und habe jetzt ca. 15cm geschafft.
Ich gebe hauptsächlich groben Rindenmulch auf die Beete, nur um empfindliche Pflanzen kommt feiner Rindenmulch.
Rasenschnitt kommt auch auf die Beete, dort, wo ich im Herbst den Mulch ersetzen muss.
Ein Freund hat eine Schreinere, da bekomme ich Holzspäne, das geht auch gut.
Bevor ich neuen Mulch verteile, kommt Hornspäne drunter.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 08. Mai 2020, 13:29:41
Mufflon, gibst Du denn einfach den frischen Rasenschnitt darauf oder lagert man den erstmal etwas ab?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 08. Mai 2020, 13:34:18
Ich verteile ihn frisch, aber eher dünn, so ist er dann recht rasch getrocknet.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: susanneM am 08. Mai 2020, 14:10:18
Ich gärtnere ja auch auf Lehm und halbschattig - schattig, mit einem knappen Streifen in der Sonne.
Mulchen hat hier geholfen, zumindest ein bisschen Humus zu bilden.
Ich mulche jetzt seit 15 Jahren und habe jetzt ca. 15cm geschafft.
Ich gebe hauptsächlich groben Rindenmulch auf die Beete, nur um empfindliche Pflanzen kommt feiner Rindenmulch.
Rasenschnitt kommt auch auf die Beete, dort, wo ich im Herbst den Mulch ersetzen muss.
Ein Freund hat eine Schreinere, da bekomme ich Holzspäne, das geht auch gut.
Bevor ich neuen Mulch verteile, kommt Hornspäne drunter.
Ich hab auch eher lehmigen überwiegend schattigen Boden und verteile ihn jedenfalls im Rhodobeet
(ist bisserl höher gesetzt und mit sauerer Erde) klaro nach Düngen und mit Hornspänen,
was sie offensichtlich gern mögen.
In den übrigen  Beeten kommen z.B. Rosen durchaus mit Rindemulch zurecht, allerdings so manche
Rosen-Beipflanzen habens nicht gern.
So mögen die gwöhnlichen Rubekia Rindenmulch gar nicht.

Mein Problem ist, ich hab da so niedliche Tierleins:  wie Miriaden von Nacktschnecken, Wühlies, normale Feldmäuse und auch Maulwürfe.
Wenn ich im Gemüsebeet mit Gras mulche, was gibts Schöneres für Wühlies und Schnecken, alles ist wunderbar feucht und warm  :-X
Die Mäuse jeglicher Art sind im Gemüsebeet schon jetzt da  ;D ::) Mussten sich ja die Radischen, Kohlrabi usw.  anschaun!

So und wie mulche ich dann hierorts?

lG
susanneM

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 08. Mai 2020, 14:19:49

So und wie mulche ich dann hierorts?


Ob dort Mulch notwendig und sinnvoll ist, musst Du vor Ort entscheiden. Nicht überall Mulch das Maß aller Dinge. Manchmal eben auch ungünstig für die erwünschten Kulturen. Dann kompostiere das Material lieber und arbeite dann den halbzersetzten oder ausgereiften Kompost in die Beete ein.
Wenn Dir das zu viele Schritte sind kannst Du das Mulchmaterial auch direkt im Beet vorsichtig unterarbeiten. Das muss ja nicht zwingend als Schicht oberhalb der Erde liegen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 08. Mai 2020, 14:52:16
Mäuse und Schnecken habe ich hier auch, aber die waren auch vor dem Mulchen da.
Ich habe mich damit abgefunden, dass ich hier kaum etwas anbauen kann.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 08. Mai 2020, 18:35:18
"...............Kann ich frischen Rasenschnitt einfach so als Mulch in die Beete tun?................"

NEIN!
Man sollte im Garten nichts "einfach so" tun.

Wieviel Futter braucht dein Bodenleben, um seine Aufgabe erfüllen zu können?
Wieviel Schutz braucht es vor Sonne, Wind und Austrocknung?

Die meisten entsorgen nur.

Leben schützen.
Beginne mit drei cm und beobachte.
Ich mulche GEGEN Schnecken.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 08. Mai 2020, 18:39:06
Was man mulcht, zeigt einem die Natur:
Erdbeeren mit Rinde, holzigem Material,
Blaukissen mit Splitt und Schotter.

Ich mulche mit allem überall, ausser Rindenmulch, der ist nur besser als Nichts und kostet.
Soeben Weissdorn und Schlehe gehäckselt - 3 Bottiche Mulch!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: susanneM am 08. Mai 2020, 20:13:30
Liebe Alle !
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten, super!!  :D

Ich hab jetzt amal den heutigen Rasenschnitt auf meinem Steinhof deponiert und werd ihn morgen
aufs wirklich  "kleine Gemüsebeet"
verteilen. Mäuse und Schnecken mal schaun was da geht  8)

Liebe grüße, werd gern weiter berichten wenn ihrs wollts
susanneM
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 08. Mai 2020, 21:09:35
NEIN!
Man sollte im Garten nichts "einfach so" tun.
also ich finde schon, dass man manche Erfahrungen auch einfach mal machen muss. Man kann sich auch vorher immer ewig den Kopf zerbrechen und dann nichts tun. Solange man nicht "einfach so" den Boden zerstört (was bei ein bisschen Rasenschnitt kaum der Fall sein wird), lernt man einfach unheimlich viel aus Fehlern!
Ich spreche aus eigener Erfahrung ;)
Um den Bogen zum Mulchen zu spannen: ich hatte mir Heu zum Mulchen besorgt. Meine Sorge wegen Verunkrautung durch Samen im Heu hat sich bisher nicht bewahrheitet, allerdings habe ich gelernt, dass ich mir im Erdbeerbeet damit zwar harmlose Unkräuter wie Vogelmiere und Taubnesseln effektiv unterdrückt habe, dafür aber die Quecken wunderbar durch den Mulch kommen. Sie haben jetzt keine Konkurrenten mehr und das Heu stört sie gar nicht... :( Ich hab vorher soviel nachgedacht, aber darauf wäre ich nicht gekommen... im Nachhinein: vollkommen logisch.. ::)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Weidenkatz am 08. Mai 2020, 21:54:06
Starking, tut mir leid, ich kann damit nix anfangen. Kommt mir vor wie eine Lebensbelehrung. :-\...
Zudem, Ironie der Situation, Du wendest Dich an jemand, der eher zuviel überlegt als zuwenig ;D.
Ich hab doch nur gefragt, ob der Grasschnitt unabgelagert ins Beet kann....  :P

Mein Fehler war es vielleicht, dass ich die Gartensituation, um die es mir ganz speziell geht, nicht hinreichend beschrieben habe...
Ich habe auf tonigem Lehm junge und alte Apfelbäume stehen. Da ich keine Wildblumenwiese in der Größe anlegen kann und w i l l (Allergien, beengte Situation zum Kleingartennachbarn) habe ich, um einen kleinen "Wieseneffekt" zu erzielen, Rasensoden abgestochen, den Boden mit Kompost und Blumenerde aufgebessert, dort ein großes Staudenbeet angelegt.
Dort experimentiere ich mit unterschiedlichen Stauden und Gräsern, um rauszufinden, wer sich dort besonders wohlfühlt und wer eher nicht.
Ich will weder päppeln noch langfristig gegen den Standort arbeiten.

Auf einen Großteil des Beets scheint ganztags die Sonne.
Der Boden wird dann trotz Einarbeitung von Kompost immer betonhart, bricht auf.
Meine Idee war nun speziell mit frischem Rasenschnitt den Boden durch eine dünne Schicht vor weiterer Austrocknung zu schützen.
Sinnvoll oder nicht?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Conni am 08. Mai 2020, 22:36:23
Weidenkatz, ich denke, Du kannst mit einer frischen, dünnen Grasschicht mulchen, um den Boden vor austrocknen zu schützen. In den Gemüsebeeten mache ich das immer so. Allerdings würde ich in Staudenbeeten eher anstreben, dass die Stauden schnell eine geschlossene Schicht bilden - die dann ihrerseits den Boden schützt. Für die Übergangszeit zwischen Austreiben der Stauden und Schließung des Bestandes mulche ich mit rohem, groben Kompost, das gibt auch den Stauden eine Starthilfe für flottes Wachstum. Ich gärtnere allerdings auf Sand und kann nicht sagen, ob sich das so auf Deine Verhältnisse übertragen lässt. Vielleicht musst Du einfach ausprobieren, was am besten wirkt.  :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tomma am 08. Mai 2020, 22:41:40
Ich habe ein ganz ähnliches Problem: Durch umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Grundstüück wurde der Boden stark verdichtet und außerdem großflächig Unterboden-Ton verteilt. Das ist vor vier Jahren geschehen. Seitdem arbeite ich daran, den Boden zu verbessern. Auch hier wird die Erde zu Beton, wenn ich nicht mulche. Dafür verwende ich alles, was nur irgend möglich ist. Auch Sand streue ich, wenn vorhanden. Hauptsache, der Boden bleibt nicht kahl. Inzwischen ist der Boden deutlich lockerer geworden. Das wäre ohne Mulchen gar nicht möglich gewesen.
Warum nicht mit Rasenschnitt mulchen? Ist auf jeden Fall besser als nichts.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Felcofan am 08. Mai 2020, 23:26:41
ich hab sporadisch gedüngten Lotter-Rasen, beim SChnitt kommen da sicher einige Unkraut-SAmen mit. ICh mulch mit dem Material unter Beerensträuchern oder anderem großen Zeug,

kauf auch jährlich 20kg-Bllen mit Hanf-/ Leinstrohhäcksel.

Für Mäuse ist es fast zu städtisch,
wg Schnecken:

in Biogemüsebuch fand ich EMpfehlung, erst nach ANsaat/ Setzen zu mulchen, (ca. April/ Mai?) um vorher Schnecken nicht zu fördern,

ich selber nehm Bio-Schneckenkorn, hab Kleingarten, zu selten da für "nur" absammeln.


Ich hab auch schon  Pappschnippsel unter Strohhäcksel genommen, war im nächsten Frühjahr super.

für den Boden ist es immer positiv, denk ich, manche Kulturen vertragen es halt nicht so oder brauchen Ergänzungs-Schutz.

Eine NAchbarin im Kleingarten hat mich vollgejammert wg "bösem" Unkraut bei ihr, ein kurzer Blick zeigte: alles voll mit Bitterkresse. Die lassen ihren Garten auch immer schön als "Schwarzbrache" übern WInter gehen...

ich find es immer einen SPagat mit Mulchen und Jäten. Oft ist meine Schicht zu lückig/ dünn oder ist halt weniger geworden während Saison,

dann ist manchmal es mühsamer, da zügig durchzukommen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: neo am 10. Mai 2020, 11:03:17
Die meisten entsorgen nur...

Beginne mit drei cm und beobachte.
Ich glaube, viele mögen die Optik nicht von Stauden im Grasschnitt. ((Ich hatte mich auch schon gefragt, warum man nicht viel öfters sieht, was eigentlich auf der Hand liegt?)
.
Auf lehmigem Boden würde ich auf 5cm gehen. Bei mir war das Material jeweils sehr schnell abgearbeitet.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 10. Mai 2020, 11:16:29
Ich glaube, viele mögen die Optik nicht von Stauden im Grasschnitt.

Genau! Amseln heißen die ::).
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: neo am 10. Mai 2020, 11:33:21
Wäre auch mal interessant, wieso treten Amseln in manchen Gärten (zer)störend auf, in manchen nicht? ;)
Ich hatte mit ihnen noch nie ein Problem, allerdings ganz viele beobachte ich hier nicht.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: susanneM am 10. Mai 2020, 14:00:29
Also ich hab einen Freund-Amslerich-,
wenn der so weiter so tut, muss ich ihn nächstes Jahr von Hand aus wegschieben
und ihm sagen "Mann" möge bisserl warten. 8) ::) bis ich mit Ukrautzupfen und Mulchen fertig bin.  ;D ;D
Ist halt auch total Natur und genau so mag ich sie!
LG
susanneM
Sorry  war Zeilefehler
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 11. Mai 2020, 06:03:33
Servus Weidenkatz,
du gehst das schon richtig an.
Meine Kommentare sind halt manchmal ein Rundumschlag, das darf in Foren so sein.
Wenn nicht der Gärtner den Boden lockert, muß es das Bodenleben, die Regenwürmer tun.
Die gilt es zu pflegen, ernähren, schützen.
Geht nicht in einem Jahr.

Viele mulchen hier mit Rindenmulch und Hackschnitzel, damit es "schön aussieht" und der Boden interessiert sie überhaupt nicht.

Ich bin nach Jahrzehnten und tausenden von Gärten etwas abgebrüht.
Sorry!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 11. Mai 2020, 15:53:34
Nachdem ich dieses Jahr in den 2 Baumärkten hier am Ort nur bunte Deko-Holzhäcksel bekommen hätte, starte ich das Experiment mit Miscanthushäcksel.
Hatte ich bisher nicht, aber da meine Schnecken sich wie blöd auf die neuen Kiwibeerenpflanzen stürzen, hoffe ich, dass die abwehrende Wirkung von Miscanthushäcksel auf Schnecken stimmt.
Ich habe die Häcksel jetzt ca. 7cm noch auf dem Beet verteilt, da sollen noch Erdbeerpflanzen hin, dafür soll es ja auch gut sein.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 13. Mai 2020, 21:21:51
Zitat
Die Ergebnisse berechtigen zu der Aussage, daß Miscanthus x giganteus als humusmehrende Pflanzenart zu bezeichnen ist.
(Quelle)

In diesem Sinne hier  :D die Abendstimmung über unserer heutigen Miscanthuslieferung:
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: tomma am 13. Mai 2020, 21:27:35
Toll! Aber woher bekommt man davon solche Mengen?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 13. Mai 2020, 21:37:21
Toll! Aber woher bekommt man davon solche Mengen?
Wir haben hier "3 Ortschaften weiter" einen miscanthusanbauenden Landwirt.
Da wir eine grössere Menge (5,5 m³) eingekauft haben, war er auch bereit zu liefern.
(Ich habe ihm auch gleich Miscanthus-Fotos aus unserem Gemüsegarten und unserer Erdbeerkultur für seine Internetseite angeboten.)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 13. Mai 2020, 21:40:26
heutigen Miscanthuslieferung:

Wow :D - das ist ne Menge Zeugs :).
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 13. Mai 2020, 22:44:57
heutigen Miscanthuslieferung:

Wow :D - das ist ne Menge Zeugs :).
;D

Ich möchte in diesem Jahr einen fortlaufenden Kompostherstellungsversuch mit Grasschnitt + Miscanthus machen.
Ausserdem habe ich schon im letzten Jahr erlebt, dass die Erdmischungen mit einem gewissen Miscanthusanteil von z.b. den Erdbeeren sehr gemocht wurden.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 13. Mai 2020, 23:26:41
Erwähne Strukturmaterial  :)

Ich möchte in diesem Jahr einen fortlaufenden Kompostherstellungsversuch mit Grasschnitt + Miscanthus machen.
Das kann gut passend gemacht werden in Bezug auf das C:N Verhältnis.
Jedoch zuwenig stabil um als Struktmaterial ausreichend stützen zu können für  genügend Luftvolumen darin.
Kann mit umsetzen abgemildert werden und/oder Holzhäcksel noch dazu geben.

Ausserdem habe ich schon im letzten Jahr erlebt, dass die Erdmischungen mit einem gewissen Miscanthusanteil von z.b. den Erdbeeren sehr gemocht wurden.
Auch bei Tomaten und Chili.

Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 14. Mai 2020, 00:21:53
Erwähne Strukturmaterial  :)

Ich möchte in diesem Jahr einen fortlaufenden Kompostherstellungsversuch mit Grasschnitt + Miscanthus machen.

Das kann gut passend gemacht werden in Bezug auf das C:N Verhältnis.
Jedoch zuwenig stabil um als Struktmaterial ausreichend stützen zu können für  genügend Luftvolumen darin.
Kann mit umsetzen abgemildert werden und/oder Holzhäcksel noch dazu geben.
Danke für Deinen Hinweis :D
Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht und bin bisher auf 3 Ideen gekommen:
Ich könnte vielleicht:oder
oder

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 14. Mai 2020, 00:27:12
  • alles nur etwa 50-60 cm (wie eine Art Flächenkompost) aufsetzen
..................dann könnte ich es eigentlich schon gleich wie Mulch weiter verwenden. Das würde mir auch eine Menge zusätzlicher Arbeit sparen ::).....wobei ich ja sehr gerne mit dem Kompost hantiere ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 15. Mai 2020, 01:04:29
Ich würde auch den Großteil vermulchen. Hält ja schön lange und liefert dann auch mehr Dauerhumus und nicht so viel Nährhumus wie beim kompostieren mit viel Stickstoffreichem Material.

Wenns zu viel pappt beim kompostieren, dünnere Lagen helfen hier auch nur wenig bis stark begrenzt, das versumpft schon wenns nur 5cm dick ist, säe ein paar Buschbohnen oder Erbsen aus, und nimm die nach der Ernte mit den ganzen Stängeln als Drainage bzw zum auflockern. Die langen Fasern leiten überschüssiges Wasser ab bzw bringen Luft rein durch die großen Hohlräume.
Bohnenstroh ist viel zu selten als Mulchmaterial bzw Kompostaufwerter zu beobachten. C/N-Verhältnis und Struktur bzw Durchlüftung ist optimal für Gemüse oder Beerenobst mit anfänglich eher höherem Nährstoffbedarf. Das ist in Vergessenheit geraten, in älteren Büchern kann man es manchmal noch lesen, natürlich dann ohne die Hinweiße auf C/N usw, sondern eher mehr von der praktischen Seite beschrieben, wie man eben die Humuswirtschaft nach dem Krieg noch betrieben hat.
Heute weiß man mehr darüber und kanns entsprechend nutzen, wenn man es nur wüsste.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 16. Mai 2020, 20:13:47
Noch etwas Mulchmaterial.

Biotonne Nachbar.
Dafür Bambuswurzeln rein.  ;)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 16. Mai 2020, 23:08:52
Noch etwas Mulchmaterial.
;D kann man einfach nie genug von haben ;D

Zitat
Biotonne Nachbar.
Dafür Bambuswurzeln rein.  ;)
*daumen hoch* ein sehr guter Tausch!
Kann Dein Nachbar seinen Rasenschnitt nicht gleich zu Dir bringen? ...........dann muss er den Grasschnitt nicht erst in die Biotonne "zaubern"

Wir haben heute schon einen kleinen Schwung von den Miscanthusschnitzeln auf eines der Johannisbeerbeete verteilt.
Und eine weitere Portion in den Zement Kompostmischer gegeben für eine entsprechende Erdmischung.
Hauptbestandteile:
Erde, Kompost, Lehm, Miscanthus, Blähton
Zusätze:
Bentonit, Urgesteinsmehl, und wenig NPK

Eine prima Mischung für den Gemüsegarten. Gemulcht wird auf den Beeten dann mit Grasschnitt, Stroh oder............Miscanthus ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 17. Mai 2020, 15:29:38
Biotonne Absprache 🍀
Kann Dein Nachbar seinen Rasenschnitt nicht gleich zu Dir bringen? ...........dann muss er den Grasschnitt nicht erst in die Biotonne "zaubern"

A) Grundsätzlich bekomme ich das und vorher wird gefragt.
Sauber deponiert oder in Schubkarre/Kübel bereit gestellt.
B) Wenn ich aktuell kein Zeitfenster habe oder nicht sicher bin geht es in die Biotonne.
So kann ich es drin lassen oder raus nehmen.
C) Es stört Nachbar nicht, was ich sehe welches Zeugs drin ist.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: susanneM am 17. Mai 2020, 15:40:13
Da hab ich gleich eine Frage dazu:
Nachdem ich jede Menge von Buchskuglen im Garten hab und die jetzt dringend schneiden sollte  ;)
Die Aktion gibt jede Menge Abfälle. Die Buchse sind bis auf ganz wenige NICHT  befallen (Buchsbaumzünsler)
Kann ich den (nicht befallenen) Buchsbaumabfall z.B. auch im Gemüsebeet verwenden?
Tät mir leid, wenn ich den entsorgen müsste.
LG
susaneM
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 17. Mai 2020, 15:51:01
Ich hätte da keine Bedenken, selbst wenn der Buchs befallen wär.
Allerdings müsste das im Gemüsebeet wirklich sehr klein gehäckselt sein. Strauchschnitt wäre mir an der Stelle eigentlich zu grob zum Mulchen. Kommt aber vlt auch drauf an, welche Kultur Du im Beet hast.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Natternkopf am 17. Mai 2020, 15:52:21
Deckungsgleich mit der Einschätzung von Quendula.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: susanneM am 17. Mai 2020, 16:07:20
Danke!
Ihr beiden, OK  ;D , ich hab keine wirklich große Äste und leider auch noch keinen Häcksler (welcher bald einzeihen muss)
Pfau  :D  ich bin ganz glücklich, dass dieser Abfall im Garten bleiben darf :-*
lg
susanneM
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 17. Mai 2020, 16:28:58
ich bin ganz glücklich, dass dieser Abfall im Garten bleiben darf :-*

Ist ja kein Abfall :o. Wenn nicht zum Mulchen geeignet, dann kannst Du das ja auch in den Kompost mit untermischen :).
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 17. Mai 2020, 22:22:13
Ist ja kein Abfall :o. Wenn nicht zum Mulchen geeignet, dann kannst Du das ja auch in den Kompost mit untermischen :).
:D genau! kein Abfall,  sondern im Gegenteil: sehr kostbar :-*
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Hier haben wir in diesem Jahr nun die Lage Strohmulch vom letzten Jahr immer noch liegen. Darunter ist der Boden erstaunlicherweise  immer noch feucht und eine dünne Schicht des Strohs rottet unter der trockenen oberen Lage langsam vor sich hin. Es findet also trotz der Trockenheit ein Materialumbau statt.
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Also haben wir alles so gelassen und die Strohdecke für die Saaten  immer nur in einer schmalen Bahn für die Reihen geöffnet, die Saatrille gezogen und dort hinein gesät.
Für die Starkzehrer (Zucchini, Kürbis, Gurken) haben wir das Stroh beiseite gezogen, das Pflanzloch mit Kompost angereichert und dort hineingepflanzt. Dann das Stroh wieder um die Pflanzen gezogen.
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Es ist schon beeindruckend, 95% weniger Beikrautwuchs hätte ich wirklich nicht erwartet. Die wenigen Beikrautpflanzen, die gekeimt und gewachsen sind, finden sich überwiegend  an den dünneren Randbereichen der Strohmulchfläche. Und ansonsten sind die meisten unerwünschten Halme, die des Ausfallgetreides aus dem Stroh. Solche Büschel lassen sich aber mühelos aus der Strohdecke ziehen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 19. Mai 2020, 19:57:15
Hier bin ich genau anders herum vorgegangen. Erst die Beete angelegt und auch gepflanzt und dann die Wege mit unterschiedlichem Material gemulcht.
Auch da ist die Beikrautunterdrückung beachtlich.
:D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Kurai am 21. Mai 2020, 20:20:40
Ich mulche immernoch gerne mit Hanfstreu. Die letzten beiden Jahre auch mit Wiesenschnitt. Der fällt jetzt weg (der Rest des Gartens wird dieses/nächstes ajahr fertig angelegt, wir bekommen dann Rasen), vermutlich ist ein neu angelegter Rasen nicht so ergiebig.

Mir wurde nun Kokosstreu angeboten (das dann gebraucht aus einem Meerschweinstall kommt), das wollte ich dann punktuell unter Fruchtgemüse verteilen.

Unser Boden ist recht lehmig und verschlämmt schnell. Ich habe nun Buschbohnen gelegt und würde denen das aufkommen erleichtern. Schaffen es die Keimlinge es durch eine 1cm dicke Schicht aus feinen Hanfhäckseln (darunter bleibt der Boden lockerer) oder ist das eine schlechte Idee?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 21. Mai 2020, 23:47:40
wir bekommen dann Rasen), vermutlich ist ein neu angelegter Rasen nicht so ergiebig.
.....nicht sofort, aber je nach Grassorte kann das später durchaus ein "ordentlicher Schwung" sein.

Zitat
Mir wurde nun Kokosstreu angeboten (das dann gebraucht aus einem Meerschweinstall kommt), das wollte ich dann punktuell unter Fruchtgemüse verteilen.
Kokosstreu kann ich mir gut als Humusquelle vorstellen - allerdings so frisch mit Meerschweinchenhinterlassenschaften würde ich es unter meinem Gemüse nicht verwenden. Aber ordentlich kompostiert, hätte ich damit auch kein Problem.

Zitat
Schaffen es die Keimlinge es durch eine 1cm dicke Schicht aus feinen Hanfhäckseln (darunter bleibt der Boden lockerer) oder ist das eine schlechte Idee?
Ich habe es bisher nur mit eine dünnen, fluffigen Lage Grasschnitt so gemacht. Das wurde von den Keimlingen geschafft - bei Grasschnitt darf es halt nicht in dicken "Fladen" liegen. 
Forumsmod. Conni hat darüber auch schon mal etwas geschrieben - frag sie doch mal deshalb.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Kurai am 23. Mai 2020, 00:21:26
Danke Nemesia für deine Meinung dazu!

Geplant ist den Rasenschnitt direkt wieder in die Rasenfläche zu mulchen (sobald der Rasen richtig angewachsen ist), das scheidet dann vermutlich aus.

Wir sind im Moment noch viel am Planen, wie gepflanzt werden soll. Die östliche Seite des Grundstücks soll mit einer Feldahornhecke eingefasst werden, davon erhoffe ich mir ein wenig Mulchmaterial.

Den Kompostplatz haben wir vorerst abgebaut (da lagert erstmal das Baumaterial für die Garage...), vermutlich werde ich den auch erst im Spätsommer/Herbst wieder einrichten können. Hast du Bedenken, dass die gebrauchte Streu zu scharf wäre oder sind es eher hygienische Bedenken?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 23. Mai 2020, 01:23:06
Die östliche Seite des Grundstücks soll mit einer Feldahornhecke eingefasst werden, davon erhoffe ich mir ein wenig Mulchmaterial.
Mulchmaterial ist meiner Meinung nach wichtig und wird sicherlich immer wichtiger (ich für meine Teil glaube an den Klimawandel)

Zitat
Den Kompostplatz haben wir vorerst abgebaut (da lagert erstmal das Baumaterial für die Garage...), vermutlich werde ich den auch erst im Spätsommer/Herbst wieder einrichten können.
Ohne Kompostsammelstelle für das kostbare Material kann ich mir Gärtnern gar nicht mehr vorstellen - könntest Du vielleicht vorrübergehend an anderer Stelle sammeln und den Kompost dann später am vorgesehenen Platz aufsetzten?

Zitat
Hast du Bedenken, dass die gebrauchte Streu zu scharf wäre oder sind es eher hygienische Bedenken?
Beides, "Vorsicht ist (bei mir) die Mutter der Porzellankiste "
- wegen der "Schrärfe":
ich habe heute schon im Internet nach der NPK- Zusammensetzung von "Meeri"- Mist gesucht. Bin aber nicht fündig geworden......
Und wegen der Hygiene:
gibt es den irgendwelche Erkrankungen/Zoonosen, die von Meerschwein zu Mensch übertragen werden können? Ich weiss es leider nicht - drum würde ich den Dung lieber kompostieren. Dann sind mindestens 12 Monate Zeit zwischen dem frischen Meerschweinchenmist und der Nutzung im Gemüsegarten.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 23. Mai 2020, 01:27:46

gibt es den irgendwelche Erkrankungen/Zoonosen, die von Meerschwein zu Mensch übertragen werden können?
doch noch etwas gefunden - hier gibt es mehr Info dazu.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Kurai am 23. Mai 2020, 21:05:43
Danke dir!

Kompostsammelstelle ist gerade schwierig. In den nächsten Wochen muss noch 2-3x der Bagger aufs Grundstück (Fundamente für das Spielgerüst der Kinder und für die Befestigung des Nachbargrundstücks), der sollte möglichst nicht über den frischen Rasen fahren müssen. Ich denke frühestens im Juli werde ich eine einrichten.

Gerade gibt es bis auf die Küchenabfälle und (wenig) Unkraut aus den bereits fertigen Terrassenbeeten nichts zu kompostieren. Im Rahmen der Erdarbeiten die zuletzt anstanden wurde alles bisher gepflanzte nochmal untergepflügt.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Mai 2020, 14:11:04
Wir hatten hier ja in 2019 einen Fläche von etwa 200m² des Gemüsegartens, über die Zeit der Rasenmähersaison, einfach mit gemulchmäht um keine Samenbildung bei den diversen Beikräutern zu haben. Das Ergbniss war eine dünne Humusschicht durch das Mulchmaterial. Darauf haben wir dann im Herbst eine ziemliche Schicht Stroh gestreut (2,5 Quarderballen).
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Nun im Frühjahr 2020 haben wir die Fläche für den Gemüseanbau hergerichtet, also Beete abgemessen, nur die Saatrillen von der Strohabdeckung befreit und direkt eingesät. Der Boden darunter ist sehr lebendig mit Regenwürmern, es hat eine schöne Rotte stattgefunden denn tatsächlich ist der Boden unter dem Stroh trotz der trockenen 7 Wochen seit Ende März 2020 immer noch prima feucht.
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 :) Und hier ein Bekenntnis einer Mulchgärtnerin - ganz duchgängig hat diese Methode nicht funktioniert:
Etwa 70 m² sind mit Quecke bewachsen, die jetzt durch das Stroh "spitzt". Diese Büschel lassen sich aber vergleichsweise leicht entfernen. Durch die Strohauflage wächst die Quecke nicht sehr tief und eine leichtes "Anlupfen" mit der Grabegabel hilft sehr die Büschel heraus zu nehmen. Ja, es reissen immer noch Queckenwurzeln ab, ich bin aber zuversichtlich, dass die Strohschicht die Quecke auch in Zukunft weiter schwächen wird.
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Nach dem Entfernen der sich zeigenden Büschel, werde ich die Strohschicht nachstreuen (wo zu dünn) und am Rand des betroffenen Bereiches ein schmales gesäubertes Beet mit Silofolie abdecken und dort in Pflanzlöcher Hokaidokürbispflanzen setzen, so das die Ranken über die Stohfläche wachsen können und für weitere Beschattung sorgen.
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Ich werde im Herbst berichten wie sich die Fläche weiter entwickelt :D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 27. Mai 2020, 15:00:53
So, nun habe ich es gewagt. Habe ein neu angelegtes Beet mit dem oben genannten Heu dick gemulcht und ordentlich angegossen, erstmal mit ein paar Brettern beschwert.

Das Beet soll ab Mai mit Mais besät werden, als Vorbereitung habe ich vor 3 Wochen reichlich Kompost (älteren+frischeren), sowie etwas von meinem Rindermist (mittlerweile gut angerottet) eingearbeitet (+ Hornspäne).

Etwas unkonventionell habe ich auch noch Ackerbohnen reingesät. Für die bräuchte ich diesen Düngungsaufwand wohl eher nicht, aber ich will das Beet nicht bis Mitte Mai kahl stehen lassen. Außerdem sind bei mir die Ackerbohnen bisher immer sehr schmächtig geworden.

Idee ist, den Mais zwischen die Ackerbohnen zu säen, wenn der Mais im Juni richtig Fahrt aufnimmt kann ich die Ackerbohnen schon ernten. Vielleicht sammeln sie noch ein bisschen Stickstoff an den Wurzeln. Wenns mit den Ackerbohnen nicht wie gewünscht klappt, kill ich sie halt.

Auf diesem Beet ist es dann auch kein Weltuntergang, wenn das Heu ein bisschen aussamt. Außerdem kommen die Ackerbohnenkeimlinge denke ich gut durch die Mulchschicht durch, wie später dann sicher auch der Mais.

Wollte mal berichten, wie es weitergegangen ist... schlecht... :-\
Die Ackerbohnen haben es gut durch die Mulchschicht geschafft, allerdings auch ewig zum keimen gebraucht. Ein bisschen Geburtshilfe beim Durchbrechen der Mulchschicht war auch notwendig. So weit so gut.
Der Mais hat leider viel größere Probleme. Ich bin nicht sicher, ob er es nur nicht richtig durch die Mulchschicht geschafft hat, aber vor allem die Maulwurfsgrillen dürften ihn massiv "geschafft" haben. Es sind massig Gänge, wenige durchgenagte, lose Stiele zu finden und KEINE Maispflänzchen.
Hab den Mulch jetzt komplett runter, die restlichen noch nicht gesäten Maissamen zum vorkeimen in feuchtes Tuch - ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich die jetzt vorziehe..nicht dass die Werren sich den Rest auch noch holen..grr.. >:(
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 27. Mai 2020, 16:10:01
Das ist ja schade, ringelnatz :-\.

allerdings auch ewig zum keimen gebraucht.
Meine Vermutung: Eine Mulchschicht isoliert gut. Also bleibt kalter Boden darunter auch länger kalt ...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 27. Mai 2020, 16:52:05
Die Vermutung kann ich bestätigen. Der Boden unter der Laubschicht auf meinem Tomatenbeet ist noch recht kalt, deshalb die dünnen Stängel und der schwache Wuchs.

Da die Amseln seit einem halben Jahr den ganzen Tag damit beschäftigt sind das Laub hin und her zu wühlen um sich die Würmer rauszusuchen, habe ich jetzt Rosmarinschutzbahnen ausgerollt. Die dienen natürlich auch als Trittschutz/Lastverteilung bei Pflegearbeiten oder Ernte.


Mais unter Mulch stelle ich mir sehr schwierig vor, der will warmen Boden haben. Auch hier gilt wohl erst Ackerbohnen wachsen lassen um Feuchtigkeit aus dem Boden zu bekommen damit er schneller erwärmt, Ackerbohnen runter und häckseln, dann erst Mais säen und nach dem auflaufen erst wieder angerotteten Ackerbohnenhäcksel zum mulchen drauf verteilen.

Quecke in Stroh würde ich persönlich Roundupen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Mai 2020, 16:56:58
.......ich bin ernsthaft am Überlegen, ob ich die jetzt vorziehe..nicht dass die Werren sich den Rest auch noch holen..grr.. >:(
das scha 'n ärgerlichen Kram ::)
So auf die schnelle fand ich zwei Möglichkeiten, die vielleicht helfen könnten:
1.) die Fallenstellerei
und
2.) das giessen mit Nematoden.

zu 1. heisste es hier (Quelle):
Zitat
Mit einer speziellen Fallenkonstruktion lassen sich die Maulwurfsgrillen lebend fangen. Graben Sie direkt im Gemüsebeet oder auf dem Rasen zwei Behälter mit glatten Wänden (Einmachgläser oder große Konservendosen) ebenerdig ein und stellen Sie ein dünnes Holzbrett hochkant auf die Mitte der Behälteröffnungen. Die nachtaktiven Maulwurfsgrillen trauen sich meist nur im Schutz der Dunkelheit an die Oberfläche und bewegen sich wie viele Kleintiere gerne entlang eines langgestreckten Hindernisses fort, da sie sich hier besonders sicher fühlen. So werden sie direkt in die Fallgruben geleitet.
-
Schema-Zeichnung einer Fangvorrichtung für Maulwurfsgillen - hier

und zu 2. in der selben o.g. Quelle werden SC-Nematoden (Steinernema carpocapsae) genannt.

vielleicht hilft so etwas ja - *daumen sind gedrückt* :)

LG
Nemi
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 27. Mai 2020, 17:02:10
Quecke in Stroh würde ich persönlich Roundupen.
darüber habe ich als eine weitere Möglichkeit in der Tat auch nachgedacht. Wenn mein bisheriger Versuch  - der mir selber als positive Bilanz auch viel körperliche Bewegung bringt  :D - so gar nicht erfolgversprechend sein sollte, käme es in Frage.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 27. Mai 2020, 23:16:02
Mais unter Mulch stelle ich mir sehr schwierig vor, der will warmen Boden haben. Auch hier gilt wohl erst Ackerbohnen wachsen lassen um Feuchtigkeit aus dem Boden zu bekommen damit er schneller erwärmt, Ackerbohnen runter und häckseln, dann erst Mais säen und nach dem auflaufen erst wieder angerotteten Ackerbohnenhäcksel zum mulchen drauf verteilen.
In dem Fall will ich gerne noch Saatgut von den Ackerbohnen gewinnen, es geht nicht primär um Gründüngung. Die Feuchtigkeit ist beim Sandboden kein Problem. Es ist denke ich tatsächlich die Temperatur, die entscheidend ist, siehe Auflaufen der Ackerbohnen..
Irgendwie hatte ich einfach die Vorstellung, dass der Mais gut durch den Mulch kommt. Es war hier aber auch in der letzten Zeit nie so richtig warm, ohne Mulch wär es sicher kein Problem gewesen..
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 01. Juni 2020, 19:28:04
meine bisher durchwachsenen Erfahrungen mit dem Mulchen werden leider nicht besser:
In der Gartenanlage streunende Katzen haben das mit Heu gemulchte Tomatenbeet und sogar das Erdbeerbeet als Katzenklo umgewidmet. Es stinkt zum Himmel. Habe jetzt Pfeffer verstreut, in der Hoffung sie zu vergrämen. Die Ursache liegt nicht im Mulchen, ist klar... Aus gutem Grund ist es eigentlich verboten fremde Katzen in der KGA zu füttern.. die Biester sind vollkommen verfettet, ne Maus haben die glaub ich noch nie gefangen..  >:(
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 01. Juni 2020, 21:49:57
Mir kacken sie meist unter den Rosmarin, weil es da staubig genug ist zum scharren, da trocknet es ab bis zur Geruchlosigkeit, ab und an fangen sie auch mal eine Maus oder Meise.

Es gibt schlimmeres als wilde Katzen, die Amseln die mir die Würmer unter den Tomaten wegfressen sehe ich jetzt auch nicht als Mißerfolg des mulchens. Hat alles Vor- und Nachteile.

Ich bin allerdings auch der Meinung manchmal sollte Mulch eingearbeitet werden, gerade wenn es noch etwas feucht ist und trockener wird, sonst hat man nur trockenen Staub auf trockenem Boden und das ist auch nicht im Sinne des Gärtners.
Gar keine Bodenbearbeitung ist jedenfalls eine Klasse für sich, die ziehe ich auch nicht länger als 3 Jahre am Stück im Gemüsebeet durch. Das mag in Staudenbeeten funktionieren, dort wo Umsatz ist nicht.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 01. Juni 2020, 23:44:23
Wegen der Trockenheit hatten wir beinahe täglich im Gemüsegarten gewässert.
Heute haben wir nun in den Reihen zwischen den "Nestern" der jungen Bohnenpflanzen mit Miscanthus gemulcht (vorher eine Miniportion KAS gestreut). Ebenso in den Reihen zwischen den Selleriepflanzen, dem Porree, den roten Frühlingszwiebeln und den Kohlpflanzen.
So wenig Beikraut und fast keine Schnecken *klopf auf holz* wie in diesem Jahr hatten wir noch nie  - ich bin begeistert! :D
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Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 17. Juni 2020, 11:50:42
Wir haben letze Woche Holz gemacht, Robinie.
Es fiel ziemlich viel Rinde ab, und wir habe diese gehäckselt, ergab fast 400l.
Dazu die Sägespäne, noch einmal 800l.
Spricht etwas dagegen, die Rindenhäcksel und/oder die Späne direkt auf die Beete zugeben?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: MissEd am 17. Juni 2020, 13:27:13
Kommt drauf an, in welcher Dicke. Ein bisschen ist sicherlich kein Drama. Ansonsten ein paar Hornspäne als Stickstoffdünger untermischen.
Wenn ich mir das richtig gemerkt habe, entziehen holzhaltige Materialien zum Abbau der Umgebung Stickstoff. Den geben sie zwar wieder ab, aber eben erst später. Bis dahin leiden die anderen Pflanzen unter Stickstoffmangel. Kompostierte Häcksel/Rinde sind über dieses Schritt schon hinaus.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 17. Juni 2020, 13:42:14
Nach dem einarbeiten kann der Stickstoffentzug vorkommen. Obendrauf gelegt hat der Mulch nur mit der Bodenoberfläche Kontakt und im ersten Zentimeter des Bodens ist nichtmal 2% vom Stickstoff  der relevanten Bodenmenge der ersten 60cm enthalten.

Also Mulch alleine düngt schon genug, da braucht es nicht noch extra Stickstoff. Den kann man besser später geben wenn Bedarf besteht und nicht einfach als Vorrat.

Wie toxisch Robinienrinde wirkt habe ich noch nicht ausprobiert, sollte aber weniger schädlich sein als Rindenmulch von Nadelhölzern.
Solange also nicht allzuviel Kettensägenöl an den Spänen klebt, würde ich sie aufs Beet geben mit der Option, wenn sie Krusten bildet, einmal aufhacken zu müssen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 17. Juni 2020, 16:35:41
GG sagt, nein, nicht viel Öl im Sägemehl.
Mir ist auch nichts aufgefallen.
Ich will das Sägemehl hauptsächlich um die Walnussbäume herum ausbringen, da fehlt es an Humus, und den will ich mit Mulch wieder aufbauen.
Die Rindenhäcksel sollen dann in den Vorgarten, da ist nicht so viel los, ein paar Stäucher und Frühblüher, Zwiebeln und Farne.

Danke, dann werde ich mal verteilen. :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 19. Juni 2020, 17:42:37
Hört sich nach einem Plan an.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 21. Juni 2020, 12:55:04
So, ich habe meine mit falschem Mehltau befallenen Zuckererbsen gerodet, d.h. knapp über dem Boden abgeschnitten. Darin habe ich alle 15-20 cm Zicchorien (vorrangig Radicchio) gesetzt. Das Erbsen"stroh" habe ich kleingeschnitten und damit noch gemulcht, dazu ein bisschen Gemisch aus Komposterde und altem Rindermist auf das Mulch gegeben (nicht abgedeckt, nur leicht bestreut).
Das ganze auf extremem Sandboden, wo ich in der Vergangenheit schon feststellen konnte, dass der Stickstoff an den Erbsenwurzeln nicht ausreichen wird. Ich gehe davon aus, dass ich trotzdem bald nachdüngen muss.
Dass ich mir den falschen Mehltau so voll in den Boden knalle ist mir erstmal egal, da ich davon ausgehe, dass der Boden eh schon mit Pilzsporen "verseucht" ist, nachdem ich die Erbsen wochenlang mehltaubefallen dort stehen hab lassen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Starking007 am 21. Juni 2020, 20:46:00
Wir haben letze Woche Holz gemacht, Robinie.
Es fiel ziemlich viel Rinde ab, und wir habe diese gehäckselt, ergab fast 400l.
Dazu die Sägespäne, noch einmal 800l.
Spricht etwas dagegen, die Rindenhäcksel und/oder die Späne direkt auf die Beete zugeben?

Robinienstaub kann beim Einatmen echt Probleme machen!
Ich mußte zum Lungenfacharzt!
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 23. Juni 2020, 12:17:49
Der Stickstoff in den Erbsen ist zum einen in den Samen als protein, zum anderen im restlichen Pflanzenapparat. So wie sich dieser zersetzt, liefert er auch nach und nach Stickstoff nach.
Jedenfalls wirkt Leguminosenstroh noch im selben Jahr mit recht hoher Ausnutzungsquote.

Bei 2kg Feuchtgewicht Erbsenstroh kannst du geschätzt mit 2-4g Stickstoff rechnen. Das reicht für einen halben Quadratmeter Raddichio. Ich würde daher jetzt nachdüngen das der was zu futtern hat bis das Bohnestroh zersetzt wird und langsam nachliefert.

@Starking: gibts überhaupt eine Holzart deren Staub nicht krebserregend ist? Beim mulchen duscht man nur selten in Holzstaubwolken bzw es wäre `vernünftigerweise nicht zu erwarten´, wie das so schön heißt. 
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mufflon am 23. Juni 2020, 16:51:31
Wir wissen das mit dem Robinienstaub und GG trägt Feinstaubmaske bei der Arbeit.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juli 2020, 22:38:08
Transfermulch  :D - vom Salat pflanzen. Das überschüssige Mulchmaterial von hier:
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juli 2020, 22:39:11
nach hier ;D :
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 04. Juli 2020, 22:58:15
Allerdings hat das Mulchmaterial von der Salatpflanzung nicht ganz für das Romanasalatbeet gereicht und wir haben noch etwas mit Miscanthus nachgefüttert, um auch eine gute Bodenbedeckung zu haben.

Wir haben die 3 Salatreihen (a 10 m) in mehreren Schritten gepflanzt:

Das wird wohl erst einmal an Salat reichen  ;D
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 07. Juli 2020, 09:54:47
Wie mürbe ist der Miscanthusmulch wenn er schon die Frühjahrssaison auf dem Beet vor sich hin rotten konnte?

Den Salat hättest du ruhig noch einen guten halben Zentimeter höher pflanzen können.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 07. Juli 2020, 21:56:27
Wie mürbe ist der Miscanthusmulch wenn er schon die Frühjahrssaison auf dem Beet vor sich hin rotten konnte?
ja, da war ich auch gespannt. Ich nehme morgen etwas davon auf und mache ein paar Fotos.
Auf jeden Fall hat schon Rotte stattgefunden, es waren etliche Regenwürmer im Übergangsbereich von Miscanthus zum Boden. Aber die Miscanthusstiele sind zum Teil beinahe so fest wie dünne Gehölzzweige. Da hat sich der Transfer auf ein neues Beet auf jeden Fall noch gelohnt, weil noch genug zu "kauen" für die "Viecher" ist ;D

Zitat
Den Salat hättest du ruhig noch einen guten halben Zentimeter höher pflanzen können.
so ist es! - aber ich bin unschuldig ;D Schwiegermutti hat gepflanzt  ;D 
".....wie willste den gepflanzt haben?" hat sie mich gefragt. "Salat will im Wind wackeln. also bitte nicht tief einpflanzen." war meine Antwort.
"Guck, der wackelt." und sagte sie und hat es mir vorgeführt. "....und dann kommt dieses Mulchzeug drumrum - und dann wackelt nix mehr."  ;D ;D ;D
Mir war das gemeinsame Gärtnern natürlich wichtiger, als die ideale Pflanzhöhe für Salat. Ich hoffe, die Pflanzen werden wohl auch so wachsen :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 08. Juli 2020, 12:40:44
Man sagt das zwar so schön mit dem hoch pflanzen, wenns nass ist faulen die unteren Blätter trotzdem weg. Da helfen die paar Millimeter nicht dagegen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:20:42
Kann man auf den Fotos genug erkennen?
Ich habe die Mulchdecke mal etwas aufgezogen, so dass man die Erde sehen kann:
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:23:48
Bisher machen die kleinen Salatpflanzen noch keine Mucken. Hoffentlich beleibt das so :)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 09. Juli 2020, 00:25:01
Habs praktisch schon zwischen den Fingern.  ;D
Ich denke beim drauf beissen wirds noch sehr faserig sein. Es war ein trockenes Frühjahr. Da sind nicht mal die Hälfte der Nährstoffe wieder rausgewandert.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:25:57
Und hier das Romanasalatbeet, welches ja den "Transfermulch" plus Ergänzung bekam:
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:29:35
Habs praktisch schon zwischen den Fingern.  ;D
Ich denke beim drauf beissen wirds noch sehr faserig sein.
  ;D so isses und es riecht auch gut.................


Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:32:03
Auf jeden Fall kommen auch die jungen Salatpflanzen mit ihrem Miscanthuskragen bisher sehr gut klar.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:33:40
hier noch ein roter aus dem Salatmix
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 09. Juli 2020, 00:34:05
Es zeigt sich eben mal wieder das leicht verdauliches, C-reiches Material was für den Dauerhumusaufbau ist und nix für die Pflanzenernährung.
Düngen mit Rasenschnitt ist was anderes als Dauerhumus aufbauen.

Wassersparende Effekte seien davon mal unberührt...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:35:11
 :) und noch eine andere Sorte
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 09. Juli 2020, 00:45:56
Es zeigt sich eben mal wieder das leicht verdauliches, C-reiches Material was für den Dauerhumusaufbau ist und nix für die Pflanzenernährung.
Stimmt. Beim Miscanthus mit seinen C/N von 110 habe ich immer etwas Stickstoff vor dem Abmulchen gegeben. Bei einigen Kulturen hat das aber trotzdem nicht gereicht. Meine Paprika sehen recht kläglich aus (Foto gibts morgen)
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 25. August 2020, 22:20:51
So wie sich die Sache derzeit entwickelt werde ich den Mulch unter den Tomaten wohl irgendwann abräumen müssen und kompostieren. Hätte mir mehr Aktivität bezüglich der Verdauung des strohigen Grasschnitts gewünscht. Der Putzabfall vom Mais ist nun auch zur Pilzschleuder mutiert.
Ich weiß nicht ob ich das noch 2 weitere Jahre ohne Bodenbearbeitung durchhalte wenn mir die Mäuse von der angrenzenden Freifläche ständig die ein oder andere Ecke durchwühlen.

Was könnte man spät im Frühjahr nach Tomaten pflanzen?
Oder doch noch jetzt Winterblumenkohl unter die Tomaten pflanzen?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 26. August 2020, 22:10:52
So wie sich die Sache derzeit entwickelt werde ich den Mulch unter den Tomaten wohl irgendwann abräumen müssen und kompostieren. Hätte mir mehr Aktivität bezüglich der Verdauung des strohigen Grasschnitts gewünscht.
............was hat denn für die gewünschte Rotte gefehlt, Wasser, Stickstoff, oder beides?

Zitat
Der Putzabfall vom Mais ist nun auch zur Pilzschleuder mutiert.
hm, nicht so schön. Vielleicht wäre eine Mischung aus Maisblättern und Grasschnitt besser in die Rotte gekommen?


Zitat
Ich weiß nicht ob ich das noch 2 weitere Jahre ohne Bodenbearbeitung durchhalte wenn mir die Mäuse von der angrenzenden Freifläche ständig die ein oder andere Ecke durchwühlen.
würde eine Bodenbearbeitung die Mäuse abhalten/beseitigen?

Zitat
Was könnte man spät im Frühjahr nach Tomaten pflanzen?
Du meinst als Unterpflanzung?

Zitat
Oder doch noch jetzt Winterblumenkohl unter die Tomaten pflanzen?
oder Mai/Herbstrübchen säen? für Stoppelrüben ist's zu spät, ausser man hätte vorgezogene Pflanzen.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Mediterraneus am 27. August 2020, 10:51:42
Ich habe jetzt Endiviensalat unter die Tomaten gepflanzt.
Feldsalat ginge wohl auch.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 27. August 2020, 12:13:20
So wie sich die Sache derzeit entwickelt werde ich den Mulch unter den Tomaten wohl irgendwann abräumen müssen und kompostieren. Hätte mir mehr Aktivität bezüglich der Verdauung des strohigen Grasschnitts gewünscht.
............was hat denn für die gewünschte Rotte gefehlt, Wasser, Stickstoff, oder beides? Eher Wasser, Stickstoff gabs 2-3 mal in kleinen Dosen. Die oberflächliche Mulchschicht ist anfangs nicht mürbe, so kann sie nicht viel Wasser halten und trocknet schnell aus. Von unten mit Erdkontakt wird sie nur langsam abgebaut. Es waren aber auch ein paar Schubkarren Material.

Zitat
Der Putzabfall vom Mais ist nun auch zur Pilzschleuder mutiert.
hm, nicht so schön. Vielleicht wäre eine Mischung aus Maisblättern und Grasschnitt besser in die Rotte gekommen? vielleicht war auch noch einfach zu viel Zucker dran bzw die Zellen noch nicht reif genug, also zuviele leicht abbaubare Stoffe drin. Die Blätter waren noch grün als geerntet wurde.


Zitat
Ich weiß nicht ob ich das noch 2 weitere Jahre ohne Bodenbearbeitung durchhalte wenn mir die Mäuse von der angrenzenden Freifläche ständig die ein oder andere Ecke durchwühlen.
würde eine Bodenbearbeitung die Mäuse abhalten/beseitigen? nicht vollständig aber zumindest eindämmen, wenn man sie regelmäßig stört. In dem Beet hat von mir seit 2 Jahren keine Bodenbearbeitung stattgefunden. Wenn die Mäuse Erde an die Oberfläche wühlen keimt natürlich auch wieder Unkraut und die Schichtung ist gestört. Zudem dürften die auch ein paar Regenwürmer jagen. Für einen Schutzstreifen gegen einwandern vom nachbargelände ist die Fläche zu klein.

Zitat
Was könnte man spät im Frühjahr nach Tomaten pflanzen?
Du meinst als Unterpflanzung?
Nein, im Frühjahr als Folgekultur. Der Boden wird dort nächstes Jahr ewig brauchen bis er pflanz- oder sähfertig ist. Ich denke da an etwas frühestens wie Mais etwa ab dem 20. April.
Jetzt für Feldsalat müsste ich den Mulch abräumen, der geht nicht mit starker Auflage. Der Mulch soll aber über Winter erhalten bleiben. Endivien wird vermutlich faulen, ich habe ihn schon erfolgreich auf Ackerbohnenhäcksel gezogen, aber der war ausgereift und nicht so frisch bzw dick wie das derzeitige Material. 10cm dick ist die Mulchschicht bestimmt noch.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 03. September 2020, 23:10:12
Habe jetzt Winterblumenkohl unter die Tomaten gepflanzt.
Im Frühjahr steht dann wohl nach 2 Jahren Abstinenz in diesem Beet mal wieder Bodenbearbeitung an um die Buschbohnen im Mai aussäen zu können.

Oder hat jemand andere Vorschläge was man Mitte Mai säen oder pflanzen kann? Für Mais und anderes was mal 20m² einnehmen kann ist Mai zu spät.

Schwarzbrache bis Herbst?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 03. September 2020, 23:49:46
Bild vergessen...
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Nemesia Elfensp. am 05. September 2020, 23:17:03

Oder hat jemand andere Vorschläge was man Mitte Mai säen oder pflanzen kann?
da gehen vorkultivierte Kohlrabipflanzen "Superschmelz" (Einzelpflanzen) oder auch vorkultivierte Rote Beete in Mehrfachsaat (5-6 Sämlinge in einer Zelle).
Beides wäre mit dem Pflanzzeitpunkt noch durchaus zufrieden. Wir ernten beides jetzt Anfang September, so dass das Beet noch für eine kurze Gründüngung eingesät werden kann.
Bei den Rote Beete hatte ich Mitte der Sommersaison dann den Grünkohl dazwischen gepflanzt.
Auf dem Kohlrabibeet hat durch die Miscanthusmulchdecke den Sommer über eine schöne Rotte stattgefunden. Nun nach dem Räumen der Kohlrabi gebe ich noch 10L Kompost/m² und pflanze dann vorkultivierte Erdbeergrünpflanzen.


Im Frühjahr steht dann wohl nach 2 Jahren Abstinenz in diesem Beet mal wieder Bodenbearbeitung an um die Buschbohnen im Mai aussäen zu können.
hier - Sandboden mit Mulchdecke - habe ich die Buschbohnen in diesem Jahr in einen freigelegten Streifen zwischen die Mulchdecke direkt gesät (5 Kerne pro "Nest"). Quasi "Strip Till" :)
Als Bodenvorbereitung habe ich diesen schmalen Streifen nur mit einem 3Zink oberflächlich gelocker. Sobald die Bohnen spitzten, habe ich die Reihe mit wenig KAS gedüngt und mit Miscanthus abgedeckt. Die Bohnennester dabei frei gelassen.


Zitat
Schwarzbrache bis Herbst?
Was spricht dafür und was dagegen?

Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: o0Julia0o am 26. September 2020, 20:22:38
Ich hatte mal Pflanzen bestellt. In den Kartons waren Holzspähne drin. So als Transport-Schutz. Die waren auch Bio, stand dabei. Zum Kompostieren.

Ich habe sie als Mulch genutzt. War total super. Halten lange. Also kommt lange kein Unkraut durch. Kann man so etwas irgendwo günstig bestellen? Aber soll dann "Bio"-Qualität sein. Und nicht irgendwie mit Farbe oder Lack oder sowas dran.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 27. September 2020, 07:52:47
Nicht in Bio aber aus natürlichem Holz: Kleintierstreu.

Deutlich gröber sind Hackschnitzel aus dem Kompostierwerk.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Asinella am 27. September 2020, 10:29:59
Günstiger als Kleintierstreu dürfte ein Ballen Pferdestreu im Landhandel sein. Oder mal bei Pferdehaltern in der Bekanntschaft/Umgebung nachfragen. Gibt es in verschiedenen Ausführungen, z.B. so was:
https://www.raiffeisenmarkt.de/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?channable=00849c6964003835343333303839&productId=22391&storeId=10151&gclid=EAIaIQobChMIiJKRpPWI7AIVTM3tCh1HHgBdEAYYCSABEgLofvD_BwE
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: o0Julia0o am 27. September 2020, 11:16:09
Super Ideen mit Kleintierstreu und diesn Pferdeholzspähnen. Das dürfte ja ungiftig sein für die Pflanzen. Sowas hatte eine ganze Saison gehalten. Da kam weniger durch als durch Rindenmulch.
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: Hawu am 27. September 2020, 11:31:23
Vor Jahrzehnten gabs hier in der Nähe einen Tischler, bei dem im Betrieb immer haufenweise Hobelspäne (nicht Bio aber natürlich von unbehandeltem Holz) anfielen. Die hat er verschenkt, als Kleintiereinstreu. Mein Vater hat die säckeweise abgeholt.
Vielleicht gibts sowas auch heute noch mancherorts?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: ringelnatz am 30. September 2020, 14:03:59
nochmal eine kurze Frage, auf die Gefahr hin, dass sie schon beantwortet wurde:
Hackschnitzel zum Mulchen zu Förderung von Dauerhumus: welche Holzsorten sind gut/weniger gut?
Titel: Re: Mulcher ---- bekennt Euch.....!
Beitrag von: thuja thujon am 30. September 2020, 20:11:55
Weichholz rottet etwas schneller.
Nadelholz sondert noch herbizide Phenole, Terpene usw aus.
Hartholz quillt etwas langsamer und braucht länger zum verrotten.

Wenn du Dauerhumus möchtest, möglichst wenig Stickstoff zugeben, sonst wird es doch wieder nur Düngehumus.

Ich würde nehmen was ich kriegen kann, möglichst ohne Rindenanteil und in unterschiedlichen Größensortierungen.