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Garten- und Umwelt => Tiere im Garten => Thema gestartet von: guter-heinrich † am 10. Januar 2006, 22:31:06
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Kaum zu glauben, aber als wir hier Mitte Dezember reichlich Schnee bekamen (dasselbe Schneegebiet wie Ochtrup), da hüpfte in der Dämmerung doch tatsächlich ein Teichfrosch über die Schneedecke. Das Foto war stark unterbelichtet (auch mangels Helligkeit und ohne Blitz nicht sehr scharf) und wurde nachträglich am PC aufgehellt. Es ist aber keine Fotomontage oder irgendwie getürkt. Interessant, dass ein Frosch als wechselwarmes Tier bei so niedrigen Temperaturen überhaupt noch so aktiv sein kann.
http://trachy.dyndns.org/Heinrich/Frosch-im-Schnee.jpg
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:o
Ein Frosch im Schnee!
Aber guck mal was ich letztens beobachtet habe. Hier paaren sich die Hamster sogar schon im Dezember.
http://img219.imageshack.us/img219/6716/froschimschnee23sq.jpg
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Eine tolle Beobachtung, Heinrich!
Wirft viele Fragen auf:
- warum war der Frosch unterwegs wurde gestört im Winterquartier? Schneemassen ins Wasser geplumpst?
- wie schafft er es bei beinahe Minusgraden so quirlig herumzuhüpfen, wenn wechselwarm ist?
Es gibt aber noch erstaunlicheres bei Fröschen: sie können erfrieren, kein Lebenszeichen mehr zeigen und wieder auftauen. Es gibt Froscharten in Nordamerika und Kanada, die den extremen Energiesparmodus einschalten.
http://www.exploratorium.edu/frogs/woodfrog/frozen.html
KEINE Herzschläge mehr! Blut fließt nicht mehr und 65 Prozent aller Körperflüssigkeiten sind gefroren.
So genannte "Ice-Nucleating-Proteins" verhindern, dass die Eiskristalle scharfe Spitzen bilden, die ansonsten nämlich Zellen und Organe zerstören.