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Pflanzenwelt => Glashaus => Thema gestartet von: Phalaina am 13. Januar 2006, 10:22:53
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Wegen der netten Resonanz auf die Weihnachtsblüher möchte ich hier einen neuen Thread beginnen, wo wir blütenentwöhnten Mitteleuropäer uns gegenseitig mit ein paar bunten Tupfern aus Haus, Wintergarten und Gewächshaus diese pflanzenfarbenarme Zeit ein wenig erleichtern können. :)
Beginnen möchte ich mit der Odontonia Boussole Blanche. Diese Orchidee ist eine Zweigattungshybride aus Miltonia Princess Mary x Odontoglossum Nabab, also ihrerseits zwei infragenerischen Hybriden (= Kreuzungen innerhalb einer Gattung). Meine Boussole Blanche hat dieses Jahr eine monströse Blüte mit zwei Säulchen und Lippen gebildet.
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Manche Orchideengruppen kann man unglaublich wild durcheinander kreuzen - selbst Hybriden aus Mitgliedern von drei, vier oder fünf Gattungen sind möglich! :o Um solche intergenerischen Hybriden zu benennen, hat man künstliche Gattungsnamen eingeführt, wie die eben genannte Odontonia. Bei bis zu drei beteiligten Gattungen bildet man i.a. Namensketten, zum Beispiel Sophrolaeliocattleya = Sophronites x Laelia x Cattleya. Bei vier, manchmal auch schon bei drei beteiligten Gattungen bildet man Kunstnamen, die auf -ara enden, zum Beispiel Vulstekeara = Cochlioda x Miltonia x Odontoglossum. Zu dieser künstlichen Gattung gehören verschiedene Kreuzungen, wie zum Beispiel auch die berühmte Vuylstekeara Cambria. Leider werden viele Kreuzungen dieser Gruppe, auch Odontonia und Odontioda, als "Cambria" verkauft, wahrscheinlich weil der Name des belgischen Züchters Vuylsteke für alle Nichtniederländer und -flamen so unaussprechlich ist. :-\ ;)
Hier sieht man die leuchtend rote Vuylstekeara Edna.
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Die gesamte Hybridenschar der Odontoglossum-Gruppe braucht eher temperierte Grade, Hitze dagegen mögen sie gar nicht. Im Haus kann man sie ohne weiteres in einem kühleren Zimmer, gerne auch mit Sommeraufenthalt an halbschattiger Stelle im Freien, kultivieren. Sie machen nur eine kurze Ruhezeit durch und brauchen es ganzjährig mäßig feucht um die Wurzeln.
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In derselbe Gruppe gehören auch die Brassia-Arten mit ihren lang ausgezogenen Blütenblättern. Die meisten Arten mögen es leicht wärmer als die der Gattung Odontoglossum. Sie kreuzen aber ebenfalls in die anderen Gattungen ein und bilden dann so etwas wie Odontobrassia oder Miltassia = Brassia x Miltonia. Hier Brassia Rex.
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Eine aufspringende Knospe der Brassia Rex zeigt die Säule und die noch zusammengefaltete Lippe.
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Epidendrum pseudepidendrum bildet eine stammförmige Bulbe, ähnlich wie Dendrobium phalaenopsis. Die Lippen dieser Orchidee können variabel gefärbt sein, hier eine helle Form.
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Nochmal die Lippe im Detail ... :)
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... und hier die Lippe der orange-roten Form ...
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... und eine Seitenansicht der Blüte.
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Die Säule und die Lippe bilden zusammen eine lange Röhre. Wegen der leuchtend orangen Farbe des vorderen Teils der Lippe, so vermute ich, wird die Art von Kolibris angeflogen und bestäubt, die mit ihrer langen Zunge ins Innere der Blüte langen können.
Soweit ein paar Pics von meiner Seite, jetzt seid Ihr dran. ;)
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ich frag mich jedes mal, ob deine gewächshäuser nicht größer sein müssen als dein wohnhaus ;D ... was heißt da "jetzt seit ihr dran" ;D ...kann nix vergleichbares bieten, weil ich ein zimmerpflanzenmuffel bin ;D
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Ähnlich geht es mir , knorbs ;D bei mir überleben nur die ganz "harten"Zimmerpflanzen. Weihnachtkaktus und Co. ;) dass meine Orchideen die an einem extra Fenster stehen noch so oft unverzagt weiterblühen sehe ich schon immer wieder als ein Wunder an ;) Zu denen bin ich so stiefmütterlich, dass ich mir schon öfters überlegt habe , sie einem netten Menschen , der sie besser pflegt in die Hände zu drücken..... verdient hátten sie es , weiss Gott ::) ;)LG
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...kann nix vergleichbares bieten, weil ich ein zimmerpflanzenmuffel bin ;D
io mio ebenso ... aber, phalaina, wir gucken dir liebend gerne weiter zu ;D
btw: vielleicht könnte sich dieses "Zimmerpflanzen-Muffel-Sein" aber ändern ... vielleicht könntest du uns einfach ein paar Orchis nennen, die "wirklich hart im Nehmen" sind.
Die von dir erwähnte "Hybridenschar der Odontoglossum-Gruppe" scheint dem ja recht nahe zu kommen.
Hast du Namen parat?
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Mit Abstand am einfachsten sind in unseren ziemlich warmen Wohnungen Phalaenopsis-Hybriden. Überall dort, wo Usambaraveilchen (Saintpaulia) gut gedeihen - helles, nicht sonniges Fenster - gehen Phalaenopsen ohne Probleme, außer bestimmte Naturarten.
Dem Anfänger nicht zu empfehlen sind zum Beispiel Dendrobium phalaenopsis, wohl aber, und zwar am kühlen Standort (Schlafzimmerfenster!), Dendrobium kingianum. Dort kann man es auch mit den schönen Odontoglossum-Hybriden versuchen, allen voran natürlich die echte Vuylstekeara Cambria, die sommers auch an einen halbschatigen Platz in den Garten können (aber mit etwas Schutz gegen lange Regenperioden!). Oncidium und Odontocidium können je nach Art bzw. Sorte aber anspruchsvoller sein. Empfehlen würde ich hier das hübsche Oncidium ornithorhynchum mit seinem feinen Duft. Ergänzend kann man am kühlen Fenster noch eine Coelogyne cristata pflegen.
Aus der Cattleya-Gruppe habe ich etliche auch jahrelang im Zimmer kultiviert, die kühler zu haltenden gehen ganz gut, von den Warmhäuslern (zum Beispiel Cattleyadowiana) würde ich abraten.
Nicht zu empfehlen sind i.a. die Arten der Gattung Cymbidium - sie werden meist ziemlich groß und blühen nur nach einer sehr kühlen und langen Induktionsphase im Herbst.
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Kommen wir noch zu den Paphis: auch hier würde ich eher die kühl zu haltenden Arten wie Paphiopedilum insigne und die Hybride Paph. Leeanum empfehlen - für die wärmer zu haltenden ist meist die Luftfeuchtigkeit im Zimmer einfach zu gering.
Drei Dinge, die man bei der Orchideenkultur im Topf beachten sollte, ist - ausreichendes Giessen, aber keine Staunässe (Übertöpfe kontrollieren!)
- wenig, aber ausreichend düngen - schon die Rindenanteile in modernen Substraten verbrauchen etliche Mengen an Stickstoff
- alle 2-3 drei Jahre umtopfen, sonst wird mit den sich auflösenden Substraten aus den Wurzelballen Matsch!
Wenn man diese Regeln einhält, kann nicht viel schief gehen - und mit der Zeit und steigender Erfahrung kommen immer mehr Orchideen dazu! :D
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Und im Sommer raus mit den meisten Orchideen in den Garten an einen schattigen Ort! So blühten bei mir jahrelang immer Cattleya citrina und Coelogyne cristata sicher, sowie andere mehr. Das Sommerquartier behagt ihnen doch mehr als die Zimmerluft.
Durch meinen Staudenfimmel hab ich die tropischen Orchideen leider aus den Augen verloren. Seit zwei Jahren fang ich langsam wieder an. Zur Zeit blüht gerade eine Brassavola. Sie hat fast sukkulente Blätter und Pseudobulben und hing den ganzen Sommer lang in einer Magnolie, ohne je gegossen zu werden!
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Ja, diese nachtschmetterlingsweissen Brassavola sind sehr schön! :D Welche Art hast Du denn, Christian? Ich habe auch eine, die aber noch nicht soweit wie Deine ist (sie treibt gerade erst Knsopen).
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Falls es jemand noch nicht weiß am 04.März beginnt die Int. Orchideen Ausstellung in Klosterneuburg (Ö) .
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Es handelt sich um Brassavola cordata. 5 Blüten hat sie! Mache morgen ein Bild davon.
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Ja, mach das, Christian! :D Der Brassavola cordata (syn. Brassavola subulifolia) wird angegeben, sie habe ja auch einen guten Duft nach Vanille. Kannst Du das bestätigen?
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BTW: Ich habe mir nach langer Zeit gestern mal wieder ein Buch über Orchideen gekauft, nämlich Die Kosmos Enzyklopädie der Orchideen. Mein erster Eindruck: sehr empfehlenswert! :D Ich werde jedenfalls heute nur wenig ansprechbar sein. 8) :D ;D
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Herrje, wie kriegt man bloss so schöne Bilder hin ???
Meine sind leider immer etwas wacklig.Ich komme mit der neuen Digikam noch nicht so wirklich gut klar :-[
Trotzdem möchte ich Euch gerne meine bescheidene Auswahl an derzeit blühenden Orchideen zeigen.
Also dann - los geht`s
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und noch eine
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und `ne ganz kleine
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und noch eine ziemlich Große
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Meine Nase sagt, der Brassavola-Duft geht in Richtung abgestandenem Vanillepudding in einem Vorstadtetablissement am nächsten Morgen. :o
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so, das war`s erstmal.
Wunderschön ist auch mein Zygopetalum - blüht aber derzeit nicht.
Kann, wenn ich das richtig verstanden habe, auch noch etwas dauern weil ich es erst vor ein paar Monaten geteilt habe.
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Meine Nase sagt, der Brassavola-Duft geht in Richtung abgestandenem Vanillepudding in einem Vorstadtetablissement am nächsten Morgen. :o
;D ;D ;D
Christian, das ist aber eine Duftbeschreibung, die sich mir wegen meiner bescheidenen Kenntnis solcher Lokalitäten nicht vollständig erschließt ... 8)
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@Christine: wieso, Deine Bilder sind doch für den Anfang sehr schön! :) Ein bisserl Übung, und dann werden sie Dir auch besser gefallen. ;)
Deine Cambria ist übrigens keine Vuystekeara, sondern vermutlich eher was in Richtung Odontocidium. Auf jeden Fall sehen Deine Pflanzen aber sehr gut aus - vor allem, dass Du das Dendrobium nobile ans Blühen bekommen hast - Respekt! :)
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... vor Jahren namenlos im Gartenzentrum gekauft, blüht die kleine Orchidee regelmässig. Kann mir jemand mit dem Namen helfen?
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Meine Orchideen blühen im Moment noch nicht, aber nachdem der Thread ja auch andere Blüher im Winter heisst, hier die erste ganz unscheinbare Blüte von ein Aeonium.
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in Wirklichkeit ist sie nicht mal einen halben Zentimeter groß.
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Sehr schöne Nahaufnahmen hast Du präsentiert, Ulli! :) Das erzeugt Vorfreude auf die eigenen Aeonium, die aber noch in Ruhe sind. ;)
@hanamai: eine seltsame Farbe hat Deine Orchidee ... ??? Hat die Pflanze Laub wie eine Phalaenopsis oder eher wie eine Vanda? Im letzteren Falle würde ich auf eine Ascocenda (= intergenerische Hybride zwischen Ascocentrum und Vanda) tippen. ::)
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@Phalaina ...die Pflanze hat lange (40 cm) schmale Blätter, wurde als Planze für's Badezimmer verkauft. Dort hat es ihr aber nicht gefallen, macht erst Blüten seit sie am vollen Licht steht. Gruss Steffi
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@ danke Phalaina ... ich habe etwas gegooogelt, bei den Vandas gibt es ein paar Blüten, welche ihr sehr ähnlich sind. :D
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Hallo Phalaina,
freut mich, dass die Bilder gefallen, ich bin ja noch beim Üben.
Ein bisschen hat es mich verwirrt, dass die Aeonium bei Dir noch in Ruhe sind. Da habe ich nochmal nachgelesen. In einem Buch steht Blütezeit Fühjahr/Sommer und in einem anderen Januar/Februar. Was ist denn jetzt richtig? Die Pflanze auf dem Foto blüht nicht jedes Jahr, aber wenn ich mich recht erinnere war es wenn dann immer sehr früh. Sie stammt von den Kanaren, keine Ahnung, welche es genau ist.
L.G. Ulli
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Ludisia hatte ich auch mal. Ist ganz entzückend, vor allem die samtigen, schön gezeichneten Blätter.
Ullis Bilder bringen wirklich Sonnenglanz in meine blütenlose Bude hier, auch das Avatar ist wirklich eine Augenweide. :D
hier die erste ganz unscheinbare Blüte von ein Aeonium.
Hä?? ??? Aeoniums können hier blühen!?
Hab schon seit Jahren eine im Topf, die ganz normale A. arboreum oder so. Da tut sich nix. Habe sie schwer misshandelt oft austrocknen lassen, Kälte ausgesetzt, steht jetzt sogar im unbeheizten Gewächshaus. Hat also Frost abbekommen. Manche Pflanzen blühen ja gerade dann, wenn sie gequält werden... dachte ich :-\
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Hallo Ismene,
danke! Jetzt frag mich bitte nicht wie die Pflanze zum Blühen kommt. Austrocknen tut sie oft. ;D Aber blühen nicht jedes Jahr. Ich habe das Gefühl, das war die Stresspflege als ich fast 8 Wochen nicht zu Hause war. Ziemlich kalt, weil ungeheizt und dann zuviel gegossen ;D Anderen Pflanzen tat es nicht ganz so gut. :-\
Aber da müssen sie durch
L.G. Ulli
P.S.: findest Du das Avatar wirklich gut? Ich mag zwar diese Winden gerne, aber es kommt mir als kleines Bild so knallig vor. Bin da ehrlich unsicher.
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@Phalaina ...die Pflanze hat lange (40 cm) schmale Blätter, wurde als Planze für's Badezimmer verkauft. Dort hat es ihr aber nicht gefallen, macht erst Blüten seit sie am vollen Licht steht. Gruss Steffi
Ja, das hört sich sehr nach einer Vanda oder Ascocenda an! Und Du hast es ganz richtig gemacht, diese Pflanzen sind nachgerade lichtsüchtig in unseren Breiten! :)
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@Ulli und Ismene: Die kleineren Aeonium-Arten blühen bei mir regelmäßig im Frühjahr nach einer kühlen Periode (5 °C im kalten Gewächshaus), bei der sie allerdings nur so halb in Ruhe sind und gelegentlich etwas Wasser bekommen. Eigentlich könnte man sie im Winter bei etwas höheren Temperaturen durchkultivieren und ihnen dann eine Sommerruhe geben (so wie in der Heimat), aber ich fand's einfacher, sie sommers ins Freie zu stellen und dafür im Winter kühl und fast trocken - und blühen tun's fast alle regelmäßig, das Aeonium arboreum braucht manchmal ein paar Jahre (auch, weil ich sie regelmäßig köpfe und neustecke). Aeonium tabuliforme kann man fast nur über Saat vermehren, sie ist allerdings monokarp (ich mache demnächst mal ein Bild von ihr ;) ).
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- vor allem, dass Du das Dendrobium nobile ans Blühen bekommen hast - Respekt! :)
Dankeschön für das Kompliment :D
Ich muß aber gestehen, dass ich eigentlich gar nichts besonderes mache.
Sie steht an einem Ostfenster und wird dann gegossen, wenn sich der Topf indem sie steht sehr leicht anfühlt.Orchideendünger gebe ich immer dann wenn zu sehen ist, dass sich ein neuer Blütentrieb zu bilden beginnt.
Blüht zuverlässig etwa alle 10 Monate für etwa 2 Monate.
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... was Süsses zum Wochenbeginn! Gruss Steffi
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Wunderbar grazil, Deine Tradescantia, Steffi! :) Leider werden die Commelinaceae wegen ihrer relativen Anspruchslosigkeit oft ignoriert - dabei entgehen den Leuten dann auch solch schöne Eindrücke, wie Du ihn mit Deinem Bild vermittelt hast! ;)
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Bei mir ist auch mal wieder eine Orchidee aufgeblüht. Die rechts war schon bei den Weihnachtsbildern, die linke ist neu, dazu noch ein cremefarbener Weihnachtsstern, den ich auch wieder zum blühen gebracht habe.
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Nachdem ausgerechnet die linke hier abgeschnitten war, die Blüte nochmal.
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Und hier noch eine andere (2 haben noch Knospen, folgen demnächst).
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Sehr schön, Dein zweites Dendrobium, und auch die andere Orchidee! ;) Ich würde sie spontan für eine typische Hybride zwischen mindestens zwei Gattungen halten - vermutlich Miltonia x Oncidium (= Miltonidium) - hast Du eventuell einen Namen?
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@ Phalaina. Habe leider keinen Namen, ich kaufe Orchideen meistens wenn sie verblüht und deshalb reduziert sind, da fehlen meist auch die Schildchen. Es ist mir auch nicht so wichtig, wie sie heißen, trotzdem vielen Dank für deine Auskunft.
Ich habe auch in unserem Haus gleich ein Blumenfenster einbauen lassen, weil ich es so ähnlich haben wollte wie auf deinem Bild. Hatte einen Birkenstamm drin und darauf Bromelien. Ich hatte jedoch nicht die Zeit dauernd zu sprühen und so vertrocknete das Moos langsam und die Blumen waren nicht so schön wie sie sein sollten. Deshalb habe ich alles entfernt und nur Blumentöpfe in den Torf gestellt.
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Ja, Natura, Du hast recht, der Pflegeaufwand für ein offenes Blumenfenster mit Epiphytenstamm ist schon ziemlich hoch. Man kann ja nicht wie im Gewächshaus mit dem Gartenschlauch spritzen ... :-\
Scheut man die Kosten nicht, ist ein geschlossenes Blumenfenster oder eine Vitrine da viel besser; vor allem, wenn man einen Nebler/Feinsprüher hat - automatisch gesteuert - kann man getrost auch dann in den Urlaub fahren, wenn´s mit der blumenpflegenden Nachbarin mal nicht klappt. Ich habe da bei Bekannten schon hervorragende Dinge gesehen: selbst schwierig zu haltende Kleinorchideen waren in einem Topzustand! :)
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Hallo Phalaina,
mein Blumenfenster ist nicht offen. Es sind 2 Schiebeglasscheiben davor und unten eine Wanne mit Torf. Feucht ist es schon drin, wenn es draußen Frost hat, ist die Außenscheibe morgens immer patschnaß und der Fensterrahmen wird schimmlig :(. Aber trotzdem hat es nicht so hingehauen, wie ich dachte.
LG
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Oh je, das klingt nicht gut. :-\ Ich hatte damals bei meiner Aquarien-Vitrine auch eine Zwangsentlüftung aus zwei Computer-Ventillatoren installieren müssen. Gute Vitrinen- und Blumenfenster-Konstruktionen haben meistens mehrere Zwangslüftungssysteme, zum Teil sogar kombiniert mit einer Scheibenheizung, um an den Sichtfenstern die Kondenswasserbildung zu reduzieren. Da geht natürlich der technische Aufwand rasch in die Höhe, und wenn man nicht selbst konstruieren kann oder möchte, wird's schnell recht teuer. Allerdings - dauerhaft "pflegefrei" sind solche Dinge auch nicht, denn schnell kann sich gerade im Sommer mal eine Pilz- oder eine Schildlausepidemie ausbreiten ... :P
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Jetzt mal zu den anderen Blühern. Letztens hatten wir hier im Glashaus einen Thread, wo es über eine blühunwillige Billbergia nutans diskutiert wurde. Meine hat davon wohl was mitbekommen 8) ; jedenfalls hat sie, um die Ehre der Art zu retten, gleich mal noch einen Blütenstand getrieben. 8) Man erkennt daran übrigens, dass Billbergia eine eher primitive Vertreterin der Bromelien (Bromeliaceae) ist. ;)
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Keinen Blüten-, sondern einen Fruchtstand von Stenospermation marantifolium sieht man hier, einem Aronstabgewächs, was selbst bei den eingefleischten "Aroiders" nicht oft in Kultur ist. Die Pflanze hat dekorative marantenähnliche, aber hellgrüne Blätter - und eben diese leuchtend weißen Beeren! :D
Sie entstammt zwar einem Pflanzenverkauf am Regenwaldhaus in Hannover, ist aber selbst im Zimmer genauso problemlos wie Aglaonema oder Spathiphyllum. :)
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Apropos Fruchstand: hier mal die derzeit reifende Kapsel einer Miniaturorchidee namens Nanodes porpax. Es ist schon erstaumlich, wieviel Aufwand selbst solch kleine Orchideen auf ihre Samenherstellung verwenden ...
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... hier übrigens eine der Blüten aus dem letzten Herbst, die der Frucht vorausgingen. Diese Orchideenart wurde (und wird von manchen Systematikern noch heute) zur Gattung Epidendrum gerechnet. Man ist schon baff ;D , wenn man sieht, dass dieses herumkriechende Pflänzchen mit seinen nur 1 cm langen, dickfleischigen Blättern eng verwandt sein soll mit den an auf den ersten Blick an Schilf erinnernden, hochstämmig wachsenden Arten wie das schon gezeigte Epidendrum pseudepidendrum oder auch mit Cattleya :o - aber so ist es in dieser vielgestaltigen Orchideen-Sippschaft eben! ;)
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In dieselbe Verwandtschaft gehört auch Sophronites coccinea, gleichfalls ein Mini, aber mit ziemlich großen Blüten. :D Sie hat die kräftig rote Farbe massgeblich in die Cattleyen-Hybriden gebracht (Sophrocattleya, Sophrolaeliocattleya).
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Meine nächste ist aufgeblüht (das hat sie übrigens schon einige Male getan, meistens mit mehr Blüten, muß sie mal wieder düngen).
Den Zimmerhafer (Billbergia nutans) hab´ ich übrigens auch, nur momentan kein vorzeigbares Bild, eine hat im Sommer geblüht. Meine Töpfe sind aber auch übervoll, sie gehören vereinzelt, aber ich weiß nicht wohin damit.
Will jemand welche davon?
LG
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Schaut aus wie eine mächtige Dendrobium-Hybride, wahrscheinlich mit Dendrobium nobile. Ich glaube, sie ist groß genug, um sie mal zu teilen, Natura. ;)
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Kann nur leider keine mehr unterbringen. Mein Haus ist voll :(.
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Dann setze die Rückbulben doch ins grüne Brett! ;)
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Ich habe schon ihren Namen erraten lassen ;D , aber hier soll diese Miniaturorchidee noch mal ganz gezeigt werden - Ornithocephalus, der Vogelkopf. Diese Orchidee bildet einen irisartigen Fächer aus abgeflachten Blätter, der aber abwärts gerichtet ist. Kultiviert wird daher am besten am Block, bei hoher Luftfeuchtigkeit - also nur für`s Gewächshaus oder die Vitrine.
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Die putzigen, vogelähnlichen, aber nur 7 mm großen Blüten stehen in natura übrigens auch "auf dem Kopf"! :)
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Hallo Phalaina,
ich möchte mich mal bei dir dafür bedanken, daß du mir immer mitteilst, was ich da an Schätzen habe. Ich nehme jetzt Schildchen und schreibe drauf, wie sie heißen. Im Topf der letzten habe ich übrigens eins gefunden auf dem stand: "Orchid Mix" mit Abbildung einer ganz anderen Blüte. Kann aber auch sein, daß das Schild aus einem anderen Topf stammt.
Wenn du noch so nett wärst und mir sagtest was Rückbulben sind? Ganzdummbin :-[. Was Bulben sind weiß ich, aber Rück?
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Klar erklär ich's Dir gerne, Natura! ;)
Also: die Orchideen, die als Zimmerpflanzen gezogen werden, weisen zwei Wuchsformen auf, nämlich monopodial und sympodial. Zur ersten Gruppe gehören Phalaenopsis, Vanda und Ascocentrum und ihre Hybriden, um nur die bekanntesten zu nennen. Diese Orchideen haben nur einen Haupttrieb (selten bildet sich aber auch ein Nebentrieb), der immer wieder neue Blätter, Wurzeln und Bütentriebe macht, so dass die Pflanze immer weiter nach oben wächst (verhalten bei Phalaenopsis, eindrucksvoll bei Vanda). Eine solche Orchidee kann man i.a. nicht teilen, höchstens bei den hochwachsenden Vanda-Arten kann man den Trieb oben mit Wurzeln und genügend Blättern köpfen (abmoosen) und hoffen, dass der untere Teil wieder austreibt.
Zu den sympodial wachsende Orchideen gehören hingegen Dendrobium, die Cattleya-Gruppe und die umfangreiche Odontoglossum/Oncidium-Sippschaft. Diese Orchideen haben ein Rhizom, das jährlich, meist an der Spitze, einen oder mehrere Neutriebe macht, die mit dem Ausreifen jeweils eine Pseudobulbe bilden. An diesem Rhizom stehen je nachdem, wie lang die Abschnitte zwischen den Neutrieben sind, mehr oder weniger dicht die Pseudobulben.
Solche Orchideen kann (und sollte man bei begrenztem Platz!) regelmäßig teilen. Dazu schneidet man das Rhizom so, dass vorne 3-4 Pseudobulben und der Neutrieb stehenbleiben und topft diesen Teil so ein, dass der Neutrieb etwa in der Mitte des Topfes steht (bzw. mindestens zwei Jahreszuwächse in den Topf passen). Das hintere Rhizomstück mit den "Rückbulben" kann aber ebenfalls wieder eingetopft und angetrieben werden, zum Teil sogar, wenn's gar keine Wurzeln mehr hat (dann auf Sphagnum und warmen Fuß). Denn am Rhizom sind oft noch funktionstüchtige, schlafende Augen, und wenn die Rückbulben einigermaßen intakt sind, sind in ihnen noch genug Nährstoffe für einen Neutrieb gespeichert. :)
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Es handelt sich um Brassavola cordata. 5 Blüten hat sie! Mache morgen ein Bild davon.
Sarastro, wir warten immer noch auf das Bild Deiner Brassavola! ;)
Meine Pflanze hat ihre Blüten mittlerweile auch geöffnet. Es ist nicht unbedingt der schönste Klon von Brassavola nodosa, aber ich habe sie schon sehr viele Jahre in Kultur (am Block) und möchte sie daher nicht gegen eine andere tauschen ;). Leider ist das Pic nicht ganz so gut geworden, vielleicht mache ich mal ein besseres.
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Eine andere Gattung, die ich außerordentlich gerne habe, ist Barkeria, eine gattung aus der Cattleya-Verwandtschaft. Von diesen Barkerien am liebsten habe ich wiederum Barkeria uniflora. :D Sie ist nicht ganz so einfach in der Kultur, aber so hübsch, dass ich gleich eine kleine Bilderserie einstellen möchte. :)
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...und hier eins, etwas näher ...
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... und den kompletten Winzling von vorn ...
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... und von der Seite. Man sieht, wie gigantisch groß die Blüte im vergleich zur ganzen Pflanze ist.
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Die Arten der Gattung Barkeria lassen sich eigentlich kaum im Topf kultivieren, da sie sehr viele und lange Wurzeln machen, deren Masse die der Pseudobulben und der Blätter (die ohnehin nicht dauerhaft sind) bei weitem übertreffen. Daher ist Kultur am Block die Methode der Wahl, womit kaum eine Art für die Zimmerkultur in Frage kommt. Am ehesten ist dies noch mit Barkeria skinneri möglich, die relativ robust ist. Aber auch diese Art macht lange Wurzeln, die nicht im Topf bleiben wollen. Bei sorgfältiger Pflege durch öfteren Sprühen oder Tauchen macht sie aber in einem kühleren Zimmer keine Zicken. Hier die diesjährige Blüte. :)
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... hallo nicht so eindrücklich wie die Barkerias, besonders hübsch finde ich die Barkeria uniflora komplett, aber mein Senecio fängt jetzt an zu blühen, während ich draussen vergeblich nach Winterlingen gesucht habe.
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Sehr reizvoll, Dein Senecio rowleyanus, hanamai! :D Es gehört für mich zu den unermüdlichen Pflanzen, die mit ihren knubbeligen Erbsenblättern überall gut aussehen, auch zum Beispiel als Unterpflanzung in Kübeln auf trockenen Substraten! ;)
Falls Du Interesse an Greiskräutern hast: es gibt auch weitere sehr interessante Arten aus dieser Gattung, zum Beispiel das rotblühende Senecio stapeliaeformis, das kriechende, hübsch längsgestreifte sukkulente Triebe ähnlich einer Stapelia hat. Ganz besonders witzig finde ich das Senecio macroglossus, das einem Efeu (Hedera) auf den ersten Blick so ähnlich sieht, dass man's direkt verwechselt könnte. Dieses Senecio gibt´s zu allem Überfluss auch noch in einer panaschierten Form! ;D Aber spätestens dann, wenn sich wie auf dem Bild die Greiskrautblüten zeigen, fliegt der Schwindel auf (natürlich auch beim Berühren der Blätter, die sich beim Senecio glatter und verdickter als beim Efeu anfühlen). Diese Pflanzen lassen sich übrigens hervorragend auch im Zimmer kultivieren - wegen ihrer Trockenheitstoleranz besser als mancher "Zimmerefeu"! ;)
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Aerangis ist eine Gruppe kleiner vandoider Orchideen, die in Ostafrika, Madagaskar und anderen Inseln im Indischen Ozean einschließlich Sri Lanka vorkommen. Sie alle brauchen schattige, warme Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit - viele Arten wachsen epiphytisch in Galeriewäldern, direkt über den Flußläufen - und sind daher nur für die Kultur in ausgesprochenen Warmhäusern oder Regenwaldvitrinen geeignet. Die schönste Art ist sicher Aerangis (luteo-alba var.) rhodosticta, aber auch andere Arten sind wegen der Kleinwüchsigkeit und Blühwilligkeit recht reizvoll. :) Hier blüht gerade Aerangis hyaloides.
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Nochmals @hanamai: Du hattest das Bild einer Oncidium-Hybride im anderen Thread unter #35 gepostet. Nachdem ich mir die Blüten Deiner Orchidee nochmals angeschaut habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine Hybride von Oncidium ornithorhynchum ist, vermutlich eine gelbe Form von Onc. Twinkle.
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@Phalaina ... grosses Dankeschön, dass du unsere Fragen und Probleme immer so geduldig beantwortest ! :D !
Gibt es einen Unterschied zwischen Senecio rowleyanus und Senecio radicans oder ist meine Bezeichnung veraltet? Senecio stapeliaeformis sieht ja ganz heiss aus :D habe ich noch nie gesehen, würde mich sicher interessieren. Grüsse Steffi
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Bei mir öffnet im temperierten Wintergarten gerade diese Cattleya ihre erste Blüte. Nach ca. 5 Tagen fängt sie dann zu duften an und blüht mehrere Wochen lang !
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Ein schönes Cattleyen-Kind hast Du aber, Lisl! :D Weißt Du auch, wie sie heißt?
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Nein, leider kenne ich ihren Namen nicht, Phalaina! Wenn sie mal mehr erblüht ist, schicke ich nochmal ein Bild! Vielleicht kannst du sie dann erkennen oder Crocus? Sie hängt den ganzen Sommer über im Quittenbaum. Das scheint ihr sehr zu bekommen ;) ! Ich konnte sie schon einige Mal teilen, was bei anderen Orchideen bei mir fast einem Todesurteil gleichkommt... ::)!
LG Lisl
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@hanamai: Gibt es einen Unterschied zwischen Senecio rowleyanus und Senecio radicans oder ist meine Bezeichnung veraltet?
Nun ja, ich bin auch nicht der Fachmann für Senecio. In unserem Gewächshaus (meine Frau ist für die Sukkus zuständig und bei der Bennenung immer ziemlich pingelig) hängen zwei Pflanzen von ähnlichem Aussehen, eines mit erbsenförmigen Blättern (so wie Deins) unter dem Namen Senecio rowleyanus und eines mit länglichen Blättern als Senecio radicans, so wie etwa auf dieser Site. Aber unter S. radicans findet man andererseits im Web auch jede Menge erbsenförmiger Blätter. ::) Also muss man vermutlich einen Experten für sukkulente Asteraceae, zum Beispiel den Urs Eggli bzw. sein Sukkulentenlexikon Band 2, befragen.
Ein anderes, auch sehr interessantes Greiskraut mit Efeuhabitus, aber anderen Blüten als Senecio macroglossus ist das manchmal "German Ivy" genannte Senecio mikanoides. Zu dieser Art gibt`s hier drei Bilder. ;)
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Zu den anderen Blühern im Winter zählen doch auch die Kamelien unter Glas. Bei mir ist Loki Schmidt schon abgeblüht
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und im Moment blüht im Haus die Camelie Dagmar Berghoff - Wie sieht es bei Euch aus mit Kamelien ? vG robinie
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...und hier ist noch das Bild dazu, vG robinie
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Ich finde die Kamelien genauso schön wie Orchideen, besitze aber nur eine kleine, die (noch) nicht blüht. Besonders deine Loki Schmidt ist wunderbar :D
LG
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Natura, mir gefiel Loki Schmidt auch ganz besonders und ich musste lange warten, bis ich endlich an eine Jungpflanze dran kam. Vielleicht kannst Du Deine Kamelie ja auch zeigen, wenn sie dann blüht ? vG robinie
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Schön, Deine Kamelien, robinie! :D Du bist also im Besitz eines kühlen Wintergartens? ;)
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Leider nein, eine Kamelie habe ich seit Jahren ausgepflanzt, einige stehen imTreppenhaus u. noch ein paar im Gewächshaus, das nur frostfrei gehalten wird. Wenn sie dann blühen, hole ich sie ins Haus, damit man die schönen Blüten genießen kann, vG robinie
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Wie sieht es bei Euch aus mit Kamelien ? vG robinie
Kamelien sind die Pflanzen, über die ich mich in den letzten Jahren am meisten geärgert habe ;) über das Geld, das ich ausgegeben habe, will ich erst gar nicht reden ... habe quasi keine Blüten gesehen, obwohl ich eine große Pflanze mit ca. 50 Knospen nur von ihrem Standplatz an der Eingangstür übern Winter etwa 2 m tiefer in den Lichtschacht versenkt habe ;) das war der vierte und letzte Überwinterungsversuch, im Frühling 05 habe ich die bis dahin wieder knospenlose Pflanze zerschnitten und in den Müll verfrachtet. Von den anderen ca. 10 Pflanzen rede ich jetzt gar nicht - und ja, ich habe die Fachleute gefragt - und nein, die Pflanzen waren nicht aus dem Baumarkt, sondern von einem seriösen Händler ;D
Dies Kapitel ist erledigt. Punkt.
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Grundsätzlich hast du Recht, Irm.
Statt Kamelien in Freiland zu halten, kann man sich auch mit dem Hammer auf den Daumen hauen.
Meine Freiland-Kamelien produzieren auch nur hin und wieder ein paar Blütchen. Unter dem Aspekt der Schönheit genau das Gegenteil. Wer besser dran ist, lebt entweder in klimatisch begnadeten Regionen oder imitiert Christo.
Freude habe ich lediglich an meiner inzwischen 2 m hohen Topf-Kamelie, die sommers im Hinterhofgarten der Stadtwohnung steht und sobald sich Frost ankündigt ins kühle Treppenhaus verfrachtet wird. Dieser Strauch blüht reich über viele Wochen. Wie jetzt im Augenblick.
Aber auch der zickt hin und wieder. Dieses Jahr gefiel es ihm, die Blätter - nicht die Knospen! - abzuwerfen. Sieht dehalb etwas magersüchtig aus.
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Nicht umsonst nannte Dumas seine schwindsüchtige Heldin "Die Kameliendame" - jetzt weiß ich auch, warum 8) . Aber nichtsdestotrotz habe ich schon sehr schön blühende Exemplare gesehen - aber alle in kühlen Wintergärten, zum Teil sogar dort ausgepflanzt.
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Ja, woanders sieht man sie. Nur nicht im eigenen Garten.
Ist wie mit Kindern. Anderer Leute Kinder sind immer wohlerzogener.
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Eine putzige Orchidee, die immer im Spätwinter blüht, ist Dendrochilum tenellum. Sie kommt von den Philippinen aus Höhenlagen von etwa 1200 m, ist in der Kultur aber eher anspruchslos und mit mittlereen Temperaturen zufrieden. Wenn das Pflänzchen nicht in Blüte ist, kann man es ohne weiteres mit einem Grasbüschel oder einer kleinen Binse verwechseln. Wie die meisten Arten der Sektion Acoridium ist diese Art auch ausgesprochen gut für Vitrinen geeignet. :D
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Hier noch mal eine der scheinbar seitlich aus dem Blatt entspringenden Infloreszenzen.
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Man sieht diese kleinen Dendrochilum-Arten in Kultur nicht oft. Häufiger trifft man die Arten der Sektion Platyclinis an, zum Beispiel dieses Dendrochilum cobbianum an, das allerdings im Herbst blüht.
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Diese Art stammt ebenfalls von den Philippinen und ist wärmer und schattiger zu kultivieren. Sie ist ein hervorragender Begleiter zu Phalaenopsis, allerdings etwas anspruchsvoller.
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Hier sieht man den eigenartigen Nektartropfen, den alle Blüten des Dendrochilum cobbianum mit der Zeit auf ihrer Lippe bilden. Die Haltbarkeit der Blüten ist recht gut, die Art blüht von Oktober bis etwa Weihnachten. Leider duftet diese Art viel weniger als manche Klone von Dendrochilum glumaceum, die zur Blütezeit ein ganzes Gewächshaus mit ihrem Duft dominieren können. :)
Dendrochilum ist, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, eng mit Coelogyne verwandt. Die gewisse Ähnlichkeit im Habitus findet man, vergleicht man die größeren, durch ihre langen, vielblütig-hängenden Blütenstände ausgezeichneten Dendrochilum-Arten mit einigen der mächtigeren Coelogyne-Spezies wie C. dayana oder C. massangeana (die man zum Beispiel hier findet). ;)
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Diese Phalaenopsis hat ihre erste Blüte geöffnet (das ist momentan die letzte die blüht)
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Ah, eine durch übermäßige inVitro-Billigvermehrung physiologisch geschädigte dreilippige :-X
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Jetzt ist meine Cattleya weiter aufgeblüht. Zu manchen Tageszeiten duftet sie wunderbar!
Kennt bitte jemand den Namen?
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Lisl, eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. :-\ Mich hat sie zunächst an die mir bekannte Laeliocattleya Puppy Love erinnert, aber beim Googeln nach anderen Hybriden kam mir dann diese Brassocattleya Languedoc unter! ::)
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Vielen Dank, Phalaina! Ist wohl sehr schwierig bei den vielen Hybriden, gelt? Außerdem ist das Foto auch nicht das beste... ::). Ich liebe diese Orchidee besonders , weil sie so unkompliziert ist und mit allen Widrigkeiten, vor allem der so unregelmäßigen Temperatur, so gut zurecht kommt!
LG Lisl
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Im anderen Thread über die sommerblühenden Orchideenschönheiten habe ich mich schon lang und breit über Masdevallia ausgelassen. Mit diesen verwandt und auch zum Subtribus Pleurothallidinae gehörend, weniger auffallend, aber dafür viel leichter zu pflegen sind diese Pleurothallis (Art ist leider unbekannt, auf dem Schild steht lediglich "Pleurothallis spec. 18" :-\ ), die sich im Moment mit einem Schwarm kleiner rötlicher Insektenblüten schmückt (dahinter Dendrobium kingianum). :)
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Ein Einzelblüte aus der Nähe - nur so bei genauem Hinsehen als Orchidee identifizierbar. ;)
Nachträgliche Bemerkung: Wahrscheinlich handelt es sich um Pleurothallis schweinfurthii. ;) Ph.
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schön !
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Vielen Dank, Phalaina! Ist wohl sehr schwierig bei den vielen Hybriden, gelt? Außerdem ist das Foto auch nicht das beste... ::). Ich liebe diese Orchidee besonders , weil sie so unkompliziert ist und mit allen Widrigkeiten, vor allem der so unregelmäßigen Temperatur, so gut zurecht kommt!
LG Lisl
Nun ja, Lisl, es gibt mindestens so 27000 Hybriden in der Cattleya-Allianz (also wohl noch mehr als bei der Phalaenopsis/Vanda-Gruppe), da isses ein bisserl schwierig, den Überblick zu behalten. ::)
Wenn Du Dein schönes Orchi-Kind gelegentlich mal wieder umpotten solltest, wäre ich übrigens ein dankbarer Abnehmer von ein paar Rückbulben - vielleicht im Tausch gegen andere Orchideen? ;)
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Ich habe zur Abwechslung mal wieder einen anderen Blüher, meinen Curcuma
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Ist das jenes Curcuma, aus dem der gelbe Farbstoff fürs Curry gewonnen wird?
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Natura,
es handelt sich bei Deiner Schönblütigen um eine Medinilla magnifica. Curcuma ist ein Ingwergewächs (Familie Zingiberaceae) und schaut zum Beispiel so aus. ;)
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Schäm :-[. Du bist mir zuvor gekommen Phalaina, habe meinen Fehler bereits bemerkt und wollte ihn gerade korrigieren. Bei den weihnachtlichen Farbkleksen hatte ich die Medinilla schon mal unter dem richtigen Namen drin. Habe diese sowie eine Curcuma letztes Jahr gekauft und gestern in der Eile verwechselt. Die Curcuma schlummert noch als Knolle im Keller, wird demnächst wieder auferweckt (ich hoffe, daß es klappt). Diese ist übrigens das Gewürz im Curry.
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Kein Grund zum Schämen - sowas kann jeder und jedem mal passieren! ;)
Ich bin gespannt, ob Deine Curcuma sich wieder rührt!
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Nicht so gut im Zimmer zu halten sind die aufgebundenen Laelia anceps. Ich habe von dieser Art fünf verschiedene Pflanzen, von denen jetzt vier im Spätwinter blühen :D (bei der fünften habe ich den Blütenstiel geknickt ... :'( ). Hier zunächst die normale Form.
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Von Laelia anceps var. semi-alba habe ich zwei verschiedene Varietäten, ...
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... die sich in der Lippenfärbung unterscheiden.
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Auch dieses schöne Kind habe ich als Laelia anceps erworben, sie blüht zwar zur selben Zeit, aber vielleicht ist es auch eine Hybride dieser Art.
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Tillandsia aeranthos ist eines der am einfachsten zu pflegenden Tillandsien - mit ein bisserl Sorgfalt können sie sehr gut im Zimmer kultiviert werden. ;) Sie blühen dabei regelmäßig, manche in weiß wie diese Tillandsia aeranthos alba, ...
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... normalerweise aber in dieser zauberhaften Farbkombination - dunkelblau-violette Blüten schauen aus rosafarbenen Brakteen ... :D
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... etwas Weisses aber erfreulich. hanamai
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Das ist eine sehr hübsche Pflanze, hanamai! :D Sedum weinbergii ist übrigens ein Synonym, und zwar heißt es jetzt korrekt Graptopetalum paraguayense ssp. paraguayense. ;) Näheres findest Du hier - oder allgemein, auf der Crassulaceae-Homepage.
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... @ Phalaina danke für den link ! Ist ja super diese Crassulaceae-Seite. Gruss hanamai
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... der ganze Stolz meiner Frau.
Amaryllis Supreme Garden, 13 Blütenstängel.
Gruß Ulrich
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Oh 8) 8) 8) :D ! Da kann sie mit Recht drauf stolz sein, Ulrich !!!!
Was bekommt die für besondere Pflege ?
LG Lisl
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... also an besonderer Pflege: Garnichts.
Sie steht im Nordfenster, wird regelmässig gegossen und gedüngt.
Zum Herbst wird das giessen eingeschränkt.
Gruß Ulrich
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Prächtig! :D
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... diese Tillandsia crocata macht jedes Jahr Blüten. Sie sind klein, leuchten aber umso mehr. hanamai
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Oh, hanamai, die schöne orangefarbene Varietät der Tillandsia crocata! :D Hast Du auch die gelbe? :)
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.. nein die gelbe habe ich nicht, von den speziellen nur noch die T. albertiana aber die macht heuer keine Blüten. :(
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Hier mal eine andere Art, die gerade bei mir blüht: Tillandsia magnusiana. ich kultiviere sie zwar im Gewächshaus, aber man kann sie bei sdorgfältiger Pflege genauso gut in der Wohnung halten, da sie ziemlich robust ist. ;)
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Für einen Wohnraum nicht so sehr geeignet ist hingegen diese Orchidee namens Oerstedella centradenia. Man kann sie bisweilen in Töpfen kultiviert kaufen, aber wegen der langen, relativ dicken und ziemlich lufthungrigen Wurzeln bevorzuge ich bei ihr wie zum Beispiel bei den Arten der Gattung Barkeria auch die Blockkultur im Gewächshaus.
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Hier die hübschen Blüten der Oestedella centradenia aus der Nähe. :D
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Der Oerstedella im Habitus und in der Pflege ähnlich (auch hier Blockkultur) ist diese Barkeria melanocaulon, deren Blüten sich jetzt zu öffnen beginnen. ;)
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Aber nicht nur Orchideen, sondern auch diese kompakt wachsende Impatiens trägt Blüten. :) Weiß jemand, wie die heißt? ::)
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An allen Ecken und Enden blühen jetzt im Spätwinter die Tillandsien auf - manche der Blüten entdecke ich nicht einmal rechtzeitig ... ;) Diese hier habe ich noch gerade erwischt: Tillandsia subsecundifolia, die vor wenigen Wochen schon mal geblüht hat! :)
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Aber nicht nur Orchideen, sondern auch diese kompakt wachsende Impatiens trägt Blüten. :) Weiß jemand, wie die heißt? ::)
Impatiens sind doch fleißige Lieschen, dieses sieht aber nach Alpenveilchen aus. Oder liege ich falsch?
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Es ist kein Alpenveilchen, Natura, auch wenn es auf dem Bild tatsächlich etwas daran erinnert - es hat einen Stamm und Impatiens-Blätter und auch Impatiens-Blüten, soweit ist erst mal alles klar, aber dann geht los - es gibt unzählige davon, wie zum Beispiel hier unter Photo Album zu sehen ... :-\ ;)
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Wieder was gelernt, ich kenne nur die fleißigen Lieschen vom Balkonkasten und das Springkraut.
LG
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Ich glaube das Impatiens ist entweder I.mini hawaiian oder eine Wildform. Ich glaube, daß ich es schon im Bot. Garten in Tübingen gesehen habe.
Lg, Fips
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Fips, ich glaube, Du liegst richtig, es ist tatsächlich Impatiens "Mini Hawaiian" Hawaii! :D Das passt auch zum sehr kompakten Wuchs. Vielen Dank! ;)
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... freuen wir uns, wenn sie immer wieder willig blühen :D
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Ach ja, die hübschen Epidendrum-Hybriden! :D Hast sie ja gleich in mehreren Farben, hanamai! :)
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Nun, da der Winter hoffentlich langsam mal zu Ende geht, mache ich diesen Thread mal zu und eröffne dafür Orchideen und andere Blüher im Frühjahr! ;)