garten-pur
Pflanzenwelt => Gemüsebeet => Thema gestartet von: netrag am 19. Januar 2006, 16:27:31
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Hallo zusammen,
kann mir denn bitte mal jemand von Euch sagen, welchen Vorteil Biosaatgut besitzen soll? Ich konnte bisher keine Unterschiede erkennen, außer dem Preis.
Herzl.Gruß
netrag1
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Es stammt von biologisch angebauten Pflanzen, und enthält daher nach einigen Generationen deren Information betreffend Standort und Strategien zur Abwehr von Feinden im Biogarten. Supermarktbiosamen stammen meist erst aus einjähriger Vermehrung und sind daher kaum anders als konventionelles Saatgut. Biosamen werden ausserdem nicht gebeizt oder sonstwie chemisch haltbarer gemacht. Schliesslich unterstützt du mit dem Kauf von Biosaatgut den Bioanbau. Infos dazu stammen von www.zollinger-samen.ch (HP im Aufbau, Katalog anfordern).
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abgesehen von der ethischen unterstützung des biosaatgutes, sehe ich ehrlich gesagt keinen großen vorteil darin, da ich nicht glaube, daß sich in einem kleinen saatkorn pflanzenschutz- oder düngemittel ablagern, die sich nachher auf die "biologisch gezogene pflanze" überträgt.
ich achte daher eher darauf so wenig wie möglich f1 saatgut zu kaufen, damit ich meine pflanzen selbst, durch samen, vermehren kann.
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aella,
ich denke, was fisalis meint hängt auch eher mit Darwin zusammen. Im konventionellen Anbau erhält man durch Spritzmittel auch die anfälligeren Individuen künstlich am Leben, sodaß sie zur Saatreife kommen. Das ist vielleicht ähnlich so zu sehen, wie wenn wir zu viel Antibiotika anwenden. Das führt auch nicht gerade zu einer Stärkung des Immunsystemes.
LG
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Im übrigen gibt es in konventionellen Düngern und Spritzmitteln nach wie vor langlebige Verbindungen, die durchaus in einem Samenkorn nachgewiesen werden können. Biosaatgut stammt zudem aus Kulturen, die bestmöglich vor genetischer Verunreinigung geschützt worden sind. Wird in D gerade hochaktuell.
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Biosaatgut stammt zudem aus Kulturen, die bestmöglich vor genetischer Verunreinigung geschützt worden sind. Wird in D gerade hochaktuell.
Hallo fisalis
Weisst zu dem Thema was neues und konkretes?
Würde mich schon interessieren?
Hast villeicht einen Link zu der Meldun?
Danke im voraus.
Gruss Kartoffel :)
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Das ist keine spezifische Meldung. Aber die Regierung Merkel setzt gerade Änderungen im Gentechgesetz um, die grösserflächigen Anbau von entsprechenden Kulturen erlauben werden. Wohl schon dieses Jahr. Gen-Verunreinigungen sind aber im Bioanbau auszuschliessen.
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Das ist keine spezifische Meldung. Aber die Regierung Merkel setzt gerade Änderungen im Gentechgesetz um, die grösserflächigen Anbau von entsprechenden Kulturen erlauben werden. Wohl schon dieses Jahr. Gen-Verunreinigungen sind aber im Bioanbau auszuschliessen.
Danke fisalis für die schnelle Antwort
Glaubst wirklich dass im Bioanbau keine Genverunreinigungen zu stande kommen könnten?
Hier bei uns laufen sie alle Sturm gegen die Gentechnik.
Gruss Kartoffel :)
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Ich bin skeptisch. Gerade deshalb sollten wir uns an Biosaatgut halten, um diese Anbauform, die Gentechnik am konsequentesten ausschliesst, zu stärken. Umweltverbände bereiten schon Haftungsklagen vor.
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@fisalis,
haben sich da die verbände und gentechnikfirmen schon etwas dazu einfallen lassen? ich kann mir nicht vorstellen, daß ein landwirt gen-mais anbauen will, wenn er mit schadensersatzklagen konfrontiert wird. die müssen sich doch rechtlich sicher irgendwie abgesichert haben. weißt du was davon?
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Hier gibts Infos und weiterführende Links. Deutschland verstösst mit dem neuen § 28a betreffend (Nicht-)Information gegen die EU-Richtlinie 2001/18/EG. Link
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@fisalis,
gegen wen können denn nun die betroffenen (bio)-bauern überhaupt klagen? denn umsatzeinbußen werden sie sicher erleiden, wenn sich rumspricht, daß biologisch erzeugte pflanzen ja auch in reichweite
von den genetisch manipulierten stehen.
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Danke fisalis für den Link
Gruss Kartoffel :)
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Die Klage richtet sich gegen den Verursacher. Dazu ist zu beachten, dass Mindestabstände vorgeschrieben sind, die, wenn eingehalten, eine Klage erschweren, weil dann die Kausalkette nachgewiesen werden muss. Im schlimmsten Fall bleibt dann nur noch Strafklage gegen unbekannt. Und ein Klageerfolg bringt bloss Geld, die Verschmutzung ist irreversibel.
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aber die einhaltung von mindestbständen bei mais ist doch ganz illusorisch, meinst du nicht, bei dem exzessiven maisanbau?
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Abstände von Gentechkulturen zu Nichtgentechkulturen. Die Abstände müssten sehr gross sein, um eine Kontamination zu verhindern. Pollen fliegt bekanntlich je nach Wind sehr weit.
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meinte ich doch.deshalb wäre doch im zweifelsfall der nötige abstand so groß, daß man nur einige non-gen-maisfelder alle paar km bräuchte, um den genmais unberechenbar teuer zu machen-oder nicht?
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Gute Idee. Oder auch nicht. Wie gesagt, die Kontamination wird ohnehin stattfinden, bereits mit der ersten Gentechpflanzung. Es genügen wenige m2. Das sind, wie bei der Kernenergie, Schäden, die mit Geld nicht auszugleichen sind. Nur ein striktes Verbot, wie es in der schweiz nun für 5 weitere Jahre gilt, ist wirksam.
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Hallo,
@ fisalis, glaubst Du wirklich,daß Du mit der Verwendung von Biosaatgut eine deinen Gegebenheiten angepaßte Pflanze erhältst? Das wurde voraussetzen,daß die entsprechende Sorte über Generationen in Deiner näheren Umgebung angebaut und vermehrt worden ist. Das ist doch auch bei Biosaatgut unwahrscheinlich. In der Angelegenheit mit der chemischen Behandlung von Saatgut hast Du sicher recht, daß man das Nachweisen kann. Es stellt sich mir allerdings die Frage, welcher Nachteil dem Kleingärtner entstehen soll,wenn er solches Saatgut benutzt. Ich finde Deinen Link ja schön und gut, aber es ist halt eine kommerzelle Seite und die Leute wollen auch leben. Beser kann ich mich der Auffassung von Aelia anschließen.
Zur Frage mit den genmanipulierten Saatgut kann ich nur sagen, sollte es zum großflächigem Anbau kommen, hat sich der Bioanbau weitestgehend erledigt. Ich sehe hier eine weit größere Gefahr als bei wenigen tausendstel Gramm Pflanzenschutzmittel an einem Samenkorn.
Im Übrigen meine ich mich erinnern zu können, gelesen zu haben, daß auf der Saatgutverpackung angegeben werden muß, wenn das Saatgut gebeizt oder anderweitig behandelt worden ist.
Herzl.Gruß
netrag1
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Im Übrigen meine ich mich erinnern zu können, gelesen zu haben, daß auf der Saatgutverpackung angegeben werden muß, wenn das Saatgut gebeizt oder anderweitig behandelt worden ist.
Herzl.Gruß
netrag1
Hallo netrag1
Ja da hast vollkommen recht. Jede Behandlung muss auf der Packung vermerkt sein.
Wollt das nur bestätigen... ;) ;)
Gruss Kartoffel :)
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hallo netrag
Klar, man sollte im Idealfall eine Firma in der Nähe finden. Da hab ich mit Zollinger Glück. Aber wie pocoloco zu Recht festgehalten hat, sind Biopflanzen schon deshalb kräftiger, weil "Schwächlinge" nicht mit chemischen Hilfsmitteln durchgepäppelt werden. Das ist schon mal ein Argument für Biosaatgut und den höheren Preis von solchem.
Ein direkter Nachteil chemischer Behandlung der absamenden Mutterpflanzen mag im Saatgut nicht direkt nachweisbar sein; hier gehts mir aber um mehr: Ich will kein Produkt, das unter umweltschädlichen Bedingungen hergestellt worden ist. Ausserdem zahle ich gerne einen ja nur leicht höheren Preis, um umweltverträgliche Anbauformen zu fördern, gleich wie beim Bioapfel, der ja auch nicht unbedingt besser schmeckt als der konventionelle. Zollinger ist eine seit Jahrzehnten biologisch produzierende Samengärtnerei, eigentlich die Kapazität in der Schweiz.
Die Gefahr der gentech Kontamination räumst du ein. Umso mehr solltest du auf Biosaatgut setzen.
Dass das Beizen deklariert werden muss, ändert nichts, dass Biosaatgut grundsätzlich nicht gebeizt wird, ein weiterer Grund für diese Qualität.
Alles in allem wundere ich mich, wie Gärtner wegen wenigen Cents das konventionelle Saatgut wählen. Bezeichnenderweise hast du das Argument, den Bioanbau zu unterstützen, nicht erwähnt. Da werden Tausende Euro in BMW-Heckspoiler investiert und dann wegen dem geringen Preisunterschied von Biosaatgut ein Büro aufgemacht. Find ich - frank raus - mehr als bedenklich.
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Dass das Beizen deklariert werden muss, ändert nichts, dass Biosaatgut grundsätzlich nicht gebeizt wird, ein weiterer Grund für diese Qualität.
Hallo fisalis
Ob Biosaatgut oder konventionelles, ich denk da muss jeder für sich selbst entscheiden... ;) ;)
Ob gebeizt oder ungebeizt, sagt aber leider nix über die Qualität des Saatgutes aus.
Gebeizt wird, um Pilzkrankheiten, die während der Anzucht auftreten können, gar nicht erst zuzulassen.
Und Pilzkrankheiten können immer und überall auftreten. Da ist weder bio, noch integriert noch konventionell, noch hobbygärtner 100%tig dagegen immun... ;) ;) ;)
Gruss Kartoffel :)
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Da bin ich anderer Meinung: Ob Biosaatgut oder nicht, diese Entscheidung betrifft nicht nur den Käufer, sondern uns alle. Damit hängen zu viele Faktoren zusammen, die unsere Lebensqualität beeinflussen. Jede schwer abbaubare Chemikalie, also auch die beim Beizen eingesetzten Fungizide, zerstören unsere Lebensgrundlagen in Raten, mehr oder weniger. Hier kostet eine Portion Feldsalatsamen konventionell umgerechnet 1.40 Euro, in Bioqualität 2 Euro. Unterschied: lausige 60 Cent. Ist doch keiner Diskussion wert, oder?
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Hi fisalis
Na da gibt es aber noch vieles mehr, was unser aller Gesundheit oder Umwelt beeinträchtigt.... und doch jeder entscheidet sich für oder gegen das "Gute"...
...find ich aber trotzdem toll dass du so hinter deiner Meinung stehst und auch vertritts.... ;) ;)
Gruss Kartoffel :)
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ich glaube, die diskussion eben von zwei gleichgesinnten kann uns nicht entzweien in dem glauben, dass
natur-pur
der wahre grund ist, dass wir uns hier treffen.
klaus-peter
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ich glaube, die diskussion eben von zwei gleichgesinnten kann uns nicht entzweien in dem glauben, dass
natur-pur
der wahre grund ist, dass wir uns hier treffen.
klaus-peter
Hi lonesome
... wie wahr wie wahr... ;) ;)
Gruss Kartoffel :)
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Hallo,
ich habe vor einiger Zeit an das Bundesamt für Züchtungsforschung eine Frage gestellt,die mit Antwort hier zu lesen ist.
http://www.bafz.de/baz99_d/baz_allg/forum/forum.php?aktion=antwort&PHPSESSID=bf514dd29f6983e2e1a4d1748a779741&satz=469
Dies nur als Beispiel von der Gegenseite. Abstrahiert würde die Antwort bedeuten ich darf auch keine Milch gegen Mehltau einsetzen oder mit Wasser die Blattläuse von den Pflanzen spritzen.
Ich denke mit Extremismus ist in keinem Fall etwas gewonnen. So könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, daß eine genveränderte Kartoffel, die keine Phytophtora bekommt, für die Umwelt relativ ungefährlich sein könnte, da eine Pollenverbreitung über weite Wege hier ziemlich unwahrscheinlich ist, anders als z.B. bei Windbestäubern.
Herzl.Gruß
netrag1
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...glaubst Du wirklich,daß Du mit der Verwendung von Biosaatgut eine deinen Gegebenheiten angepaßte Pflanze erhältst? Das wurde voraussetzen,daß die entsprechende Sorte über Generationen in Deiner näheren Umgebung angebaut und vermehrt worden ist. .....
Wenn dem nicht so wäre, dann wäre ja die Entstehung von sog. Haussorten nicht möglich. Und ob dieses nun "Generationen" dauern muß, sei dahingestellt. Wie wirksam dieser Anpassungsprozess ist, zeigt sich in der Arbeit von Genbanken, die, wenn sie nach 5-10 Jahren invitro-Kulturen wieder ins Freiland bringen, am Anfang erhebliche Probleme haben, eben weil dieser Anpassungsprozess ausgesetzt war.
Und bei den mittlerweile horrenden Preisen für Standard-Saatgut ist der Unterschied meist recht unerheblich. Und man unterstützt eher dezentralere Strukturen, was auch der Vielfalt gut täte. Aber wenn ich eine bestimmte Sorte eben nur normal bekomme, werd ich ´nen Teufel tun, deswegen auf sie zu verzichten.
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Hallo pocoloco,
um Mißverständnissen vorzubeugen, mit Generationen meinte ich natürlich Pflanzengenerationen.
Genau die von Dir erwähnten Haussorten sind an die engere Umwelt angepaßten Sorten. Leider dürfte das weder für gekauftes Biosaatgut noch für normales Saatgut zutreffen. Ich versuche deshalb möglichst eigenes Saatgut zu verwenden.
Herzl.Gruß
netrag1
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Einen Link zu der Diskussion findest du hier: Speakers Corner / Gartenmenschen / Gentechnikfreie Zone im Forum. Leider weiss ich noch nicht, wie ich Links einbauen kann, lerne ich bestimmt noch. Wenn ich es richtig verstanden habe, führen die Organisatoren dann die Klagen, wenn du deinen nachweislich durch Gentechnik verunreinigten Mais einsendest.
Liebe Grüße, Laura
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Ich denke mit Extremismus ist in keinem Fall etwas gewonnen.
Ein leider immer wieder auftauchendes, vermeintliches Killerargument. Was extrem ist, ist eine Frage der Sichtweise. Für mich ist es erst mal extrem, Gentechsaatgut überhaupt nur schon zu entwickeln, oder, wenn die Wahl besteht, das unter Pestizid- und Kunstdüngereinsatz produzierte konventionelle Saatgut zu kaufen, um ein paar Cent zu sparen. Extremismus wird z.B. auch Vegetariern immer wieder vorgeworfen, offenbar, weil es extrem ist, keine Tiere töten zu wollen... ::)
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Ein leider immer wieder auftauchendes, vermeintliches Killerargument. Was extrem ist, ist eine Frage der Sichtweise.
Hallo,
meine Lebenserfahrung sagt mir, das Extremismus im schlimmsten Falle zu Diktatur und Terror führt. Da halte ich es lieber mit Leben und Leben lassen. Das trifft allerdings auf beide Seiten zu.
Ein wissenschaftlich haltbares Argument zu Bio- oder Normalsaatgut habe ich bisher noch nicht vernommen.
Herzl.Gruß
netrag1
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Das mit Terror und Diktatur ist mir auch klar, daher finde ich ja die "Extremismus-Rüge" im Zusammenhang mit dem Bemühen, wenn möglich Biosaatgut zu wählen und den unwesentlich höheren Preis dafür zu bezahlen so unannehmbar. Und da gibt man sich Mühe, all die wissenschaftlich erwiesenen Faktoren anzuführen, die für Biosaatgut sprechen, und dann sagst du, es gebe keine. Lies den Thread nochmals durch und sag, warum welches Argument nicht stimmt.
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Hallo fisalis,
um es mal vorwegzunehmen, mir ging es bei meiner Frage nicht um das Geld. Der Garten ist mein Hobby und es kommt mir nicht auf ein paar Cent dabei an.Ich finde es auch gut, daß Du Deine Meinung verteidigst. Damit rechne ich Dich noch lange nicht zu den Extremisten. Das sind bei mir Leute, die Ihre Meinung mit Gewalt durchsetzen wollen.
Meine Frage zielte eher auf Sinn oder Unsinn von Biosaatgut. In meinem Garten versuche ich die chemische Keule so wenig wie möglich anzuwenden.
Zu Herkunft und Angepaßtheit habe ich meine Meinung schon geschrieben. Bei den genetischen Verunreinigungen scheinst Du ja selbst nicht sicher zu sein (siehe Deinen Beitrag v.19.01.). Also was bleibt noch, um mich von den Vorteilen von Biosaatgut zu überzeugen?
Auch wenn bei herkömmlichen Saatgut durch Pflanzenschutzmaßnahmen einzelne schwächere Pflanzen zur Samenreife kommen sollten, was stört mich das z.B. bei Möhren? Die muß ich sowieso verziehen. Die schwächeren Pflanzen werden somit eliminiert. Ich habe auch schon Biosaatgut verwendet und habe übrigens keine Unterschiede feststellen können.
Herzl.Gruß
netrag1
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Also was bleibt noch, um mich von den Vorteilen von Biosaatgut zu überzeugen?
Kaufst du Biosaatgut, unterstützt du damit eine gärtnerische bzw. landwirtschaftliche Methode, die schonender mit der Natur umgeht und besser kontrolliert wird als jede andere Produktionsart.
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o.k.
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Lies den Thread nochmals durch und sag, warum welches Argument nicht stimmt.
Es stammt von biologisch angebauten Pflanzen, und enthält daher nach einigen Generationen deren Information betreffend Standort und Strategien zur Abwehr von Feinden im Biogarten.
Dafür hätte ich gerne Beweise. Ist m.E. so nicht richtig. Sollte eine Sorte andere Informationen besitzen (und das geht nicht so schnell, wie du dir das vorstellst), ist es eine neue Sorte und mit der alten nicht identisch.
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Na ja, so wörtlich muss man das auch wieder nicht nehmen, ich sprach nicht das Genom an. Die sog. Haussorten sind eben seit Jahrzehnten in Kloster- und Bauerngärten gediehen, und werden heute im Rahmen des biologischen Anbaus von Züchtern wie Zollinger Hobbygärtnern weitergegeben. Ich habe mit solchen Haussorten, die aus dem Kanton Aargau stammen, beste Erfahrungen hinsichtlich Robustheit und Klimaverträglichkeit gemacht. Obschon sie wissenschaftlich gesehen vielleicht mit 0815-Supermarktsorten praktisch identisch sind, frieren sie eben weniger und wissen sich besser zu wehren, wenn sie von Insekten angegriffen werden.