garten-pur

Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: Feigen-Amigo am 16. April 2010, 22:25:46

Titel: Feigen - Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. April 2010, 22:25:46
Hallo liebe Freunde mediterraner Gewächse.

Nachdem im Winter 2008/2009 schon durch die extremen Frostwerte im Jan.09 mein Feigenbaum zurueckgefroren war (quasi alle 2008 gebildeten neutriebe), sieht es dieses Jahr wieder aehnlich aus... Er hatte 2009 spaet aber dann doch kraeftig neu ausgetrieben (leider keine Feigenernte , nachdem die vorjaehrigen triebe ja hinueber waren) und dann kam dieser Katastrophenwinter mit dem Laaangen Frost im Januar und Februar-und jetzt seh ich ein aehnliches Bild wie letztes Jahr...nur einige kraeftigere Triebe vom letzten Jahr koennten hoffentlich durchgekommen sein. Hoffe, er packt es wieder so wie letztes Jahr, die Feien sind mir gar nicht so wichtig, Hauptsache er ueberlebt!
Wer kann aehnliches berichten?? Und was kann man vorbeugend tun? Die Aeste einzeln mit Isomaterial umgeben z.B.?


Ich habe den Thread umbenannt, weil es ja mittlerweile um mehr als nur die Winterhärte geht. LG Nina
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Christina am 16. April 2010, 22:28:41
Ich habe meinen Feigenbaum jetzt 12 Jahre. 2 mal ist er komplett zurückgefroren, in diesem Jahr wieder. Eine Ernte hatte ich noch nie!!

Ich habe mich jetzt von Feigen verabschiedet.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. April 2010, 22:34:07
Das wuerde ich nie machen, bin 1/4-Spanier und in meiner Heimat in Barcelona wachsen die im Umland wild-das gehoert fuer mich zum Lebensgefuehl dazu... und die Jahre davor hat er sehr gut getragen und sich bestens entwickelt... nur die beiden letzten Winter waren eben extrem, jedenfalls hier in NRW (Dortmund). Aber nichts ist schoener wenn er wieder austreibt und seine Blaetter entfaltet..Es kommt ja auch auf die Sorte an, ob er entspr. winterfest ist-vielleicht haben Sie da eine weniger frostharte...weil komplett zurueckgefroren ist er noch nie, nur wie gesagt die Neutriebe eben
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cydorian am 16. April 2010, 23:11:08
2x runtergefroren die letzten Winter, 2 Pflanzen verloren. Klimawandel hin oder her, die Temperaturextreme nach unten gibts leider weiterhin. Deutschland ist halt einfach kein Feigenklima.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Brezel am 16. April 2010, 23:43:27

Nachdem im Winter 2008/2009 schon durch die extremen Frostwerte im Jan.09 mein Feigenbaum zurueckgefroren war (quasi alle 2008 gebildeten neutriebe), sieht es dieses Jahr wieder aehnlich aus... Er hatte 2009 spaet aber dann doch kraeftig neu ausgetrieben (leider keine Feigenernte , nachdem die vorjaehrigen triebe ja hinueber waren) und dann kam dieser Katastrophenwinter mit dem Laaangen Frost im Januar und Februar-und jetzt seh ich ein aehnliches Bild wie letztes Jahr...nur einige kraeftigere Triebe vom letzten Jahr koennten hoffentlich durchgekommen sein. Hoffe, er packt es wieder so wie letztes Jahr, die Feigen sind mir gar nicht so wichtig, Hauptsache er ueberlebt!
Wer kann aehnliches berichten??

Bei mir siehts ganz genauso aus. Nur dass es kein Baum ist, sondern ein Strauch, den ich wachsen lasse, wie er will. Stammt von 1997. Drei Früchte, die im letzten Herbst nicht ausgereift sind, hängen immer noch dran.
Hab mich noch nicht dazu durchringen können, die alten Äste abzuschneiden. Aber neu austreiben wird er doch auf jeden Fall.... oder ???
Sonst hatte er immer eine Mulchdecke, hab ich diesmal vergessen ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: wanda26 am 17. April 2010, 08:58:53
Hi,
meine Feige ist jetzt auch das zweite Mal fast bis zum Boden zurückgefroren. Wird wohl - wie 2009 schon - diesmal nichts mit Feigenernte.
Trotzdem würde ich den Feigenbusch nicht roden - es kann ja wohl nicht jedes Jahr so kalt werden.
Bisher hatte ich mehr Jahre mit Ernte als solche ohne. Und wenn er trägt, ist es eine tolle Sache.
Das ist (hier) wie mit Aprikosen: etwas Risikofreude braucht man schon dazu ...

@rugosa
Feigen treiben bereitwillig aus dem alten Holz (ganz unten) oder sogar dem Boden aus. Da wäre ich optimistisch!

lg wanda
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 17. April 2010, 18:42:56
Ja, da bin ich auch optimistisch! Die Erfahrung aus dem letzten Jahr (da war er erst Ende Mai wieder zum Leben erwacht) laesst mich diesmal auch etwas gelassener darauf warten,bis sich die schwellenden, durchbrechenden Knospen zeigen.. Und das sehe ich auch so: nah 2 Ausnahmewintern wird es ja wohl nicht einen dritten geben... und selbst dann wuerde ich nicht auf Feigen verzichten!
Vielleicht waere es eine Idee, solche Isolierverkleidungen (wie bei Rohren) um die duenneren Zweige anzubringen??
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 17. April 2010, 21:05:38
Nach dem Winter 2008/2009 waren von meinen 3 Feigen 1 Feige gestorben und 2 zurückgefroren. Dann habe ich mir viele neue Sorten zugelegt. Ich weis aber noch nicht, welche alle überlebt haben. Ich denke, da werden jetzt einige Sorten dabei sein, die nicht so zurückfrieren werden. Die waren aber alle sehr klein, so das man nicht viel über das zurückfrieren berichten kann. Darüber werde ich spätesten nach dem nächsten Winter berichten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: margali am 17. April 2010, 21:35:05
Hola Feigen-Amigo,
dieser Winter war tatsächlich ein ganz harter für die Sonnenkinder. Auch meine Feige, die bislang noch jeden Winter ohne Frostschäden überstanden hat, tut sich ganz schön schwer. Ich habe auch schon gedacht, das wars jetzt, aber jetzt kann man doch an geschützten Stellen einzelne grüne Knospen sehen. Auch die Triebe, die völlig tot aussehen, sind noch grün, wenn man an der Rinde kratzt. Schlimmstenfalls sind etwa 20 cm und einige dünnere Zweige erfroren.
Als ich im Januar geschnitten habe, war alles noch grün; ich denke, der letzte Frost im März hat ihr geschadet, da stand sie wohl schon im Saft.
Meine Feige ist eine stinknormale Gartenmarkt-Pflanze und hat ab dem dritten Standjahr immer getragen, manchmal sogar zweimal. Auch letztes Jahr sind noch fünf oder sechs Herbstfeigen reif geworden. Dieses Jahr aber könnte die Ernte mager werden oder ganz ausfallen.
Macht nichts, auch ich liebe Feigen wegen ihres mediterranen Flairs und vor allem wegen ihrer wunderbar dekorativen Blätter.
Ich decke nichts ab, habe nur am Anfang den Stamm gemulcht. Abdecken wäre bei der Größe meiner Pflanze sowieso nicht mehr drin. Ich vertraue da ganz auf die Robustheit dieses herrlichen Baumes. In meiner Stadt (Augsburg, 450 m ü. NN) kenne ich einige ausgepflanzte Bäume; der älteste dürfte jetzt etwa 20 Jahre alt sein. Und sie schaffen es jedes Jahr wieder. Bewundernswert!
Viel Glück mit deinem Baum!

Gruß
Margali
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 17. April 2010, 21:46:32
Meine Feige, ausgepflanzt, trägt mindestens einmal im Jahr, letztes Jahr auch im Herbst nochmal, schläft auch noch tief. Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?
Der Frost hat sie dieses Jahr sicherlich mehr erwischt als sonst, jedenfalls trieb sie zuweilen doch um diese Zeit schon.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: wanda26 am 18. April 2010, 11:04:35
... Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?


Hi,
ich würde noch etwas warten und erst schneiden, wenn zweifelsfrei zu erkennen ist, wo noch was lebt.
lg wanda
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: trauben-freund am 18. April 2010, 12:34:41
meine 2 hat es auch wieder erwischt, diesmal deutlich erkennbar am hellen holz, ist auch recht brüchig. diesmal warte ich bis zum austrieb und muss wieder neu aufbauen. aber darauf hab ich mich auch schon eingestellt. wer feigen hier im oberfränkischen bergland anbaut sollte sich nicht wundern wenn es gute jahre braucht um was von den südländern zu haben.

vllt. sollte ich ja noch eine frosthärtere dazu pflanzen, browm turkey soll da ja recht hart sein
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 18. April 2010, 21:42:16
Ja, wahrscheinlich gibt es frosthaertere Sorten. Ich meine, dass die Feige bei mir eine "Bayernfeige" ist-ganz sicher bin ich nicht, hatte sie mal aus einem Bauhaus mitgebracht, das war 2001. Seitdem ich 2002 eine GArten habe, wurde sie ausgepflanzt und gedieh praechtig-die Winter waren auch gnaedig und mild. Einmal sogar so, dass saemtlche Geranien im Kuebel durchgeblueht haben und die Knollen der Feuerbohnen im Fruehling wieder ausgetrieben sind... Die letzten Winter waren einfach extreme Ausnahmen und kommen hoffentlich so bald nicht wieder...
Was haltet Ihr denn von Isomaterial um die einjaehrigen triebe in den Wintermonaten?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 18. April 2010, 21:51:08
... Ich stehe immer mal sinnend davor und überlege ob ich sie schneiden sollte. Was meint ihr?


Hi,
ich würde noch etwas warten und erst schneiden, wenn zweifelsfrei zu erkennen ist, wo noch was lebt.
lg wanda

Ich hab dann heute doch die Schere bemüht, schnitt sich gut, wie Butter, scheint also nicht sehr weit abgefroren zu sein, nur die obersten Spitzen. Nun bin ich gespannt, wann der Feigerich beginnt zu treiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 19. April 2010, 06:25:41
Da habe ich wohl Glück gehabt.

Drei Feigen. Keine Sorte bekannt. Alle drei aus verschiedenen Quellen. Aber außer den Spitzen und sehr dünnen Ästen ist nichts verfrohren. Erste Blätter und Blütenfeigen treiben schon.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 19. April 2010, 06:45:32
Genau so ist es bei mir. Alle möglichen Rosen runtergefroren, die Feigen keinen Zweig, noch nicht mal ein bisschen. :D Das ist mir vollkommen unverständlich. ::) Der Austrieb kommt nun ganz schnell und die ersten Feigenknubbel sind schon zu erkennen. 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 20. April 2010, 19:17:32
Das ist ja irre-wo wohnen Sie denn genau? Hier in Dortmund ist es eigentlich klimatisch auch beguenstigt und die Winter relativ mild-bis eben auf die letzten beiden Winter. An meiner Feige sehe ich noch nicht einmal die gruenen Knospen-denke aber nach der naechsten Waermeperiode und Regen wird sich was tun...
Hat jemand schon Frostschutz mit Isomaterial (wie bei Rohren) ausprobiert??
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 20. April 2010, 19:39:11
Ich wohne in der Mitte der Niederlande. :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 20. April 2010, 20:05:03
Auch meine Feige (ich lebe in der Schweiz) hatte noch nie so wenig Frostschäden wie heuer. Und letztes Jahr war die zweite Ernte so erschlagend, dass ich schon fast der guten Früchte überdrüssig wurde ... ::)
Kein Winterschutz.
Dafür hat's wieder mal einen Rosmarin dahingerafft ...
Die Feige ist ein no name aus dem Baumarkt und inzwischen schon so gross, dass wir die obersten Früchte gar nicht mehr ernten können. Der Baum steht südöstlich, sehr nahe am Haus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 20. April 2010, 20:09:20
@krümel, Feigenmarmelade machen, ;) schmeckt herrlich ;D Ende OT.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 20. April 2010, 20:11:09
Zitat
...dass ich schon fast der guten Früchte überdrüssig wurde ...

mir geht das ähnlich. so schön ein feigenbaum auch ist, den früchten fehlt nach meinem empfinden die säure zum geschmacklichen ausgleich der süße. auch im mittelmeerraum und frisch vom baum gegessene früchte fand ich eher fadsüß.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 20. April 2010, 20:13:46
In der Toskana gegessene blaue Früchte waren himmlisch. Viel besser als die grünen. Ich hätte einen Steckling schneiden sollen..... ::) ::) ;D ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 20. April 2010, 20:16:06
@Irisfool: frisch, Marmelade, Kompott, getrocknet - alles durch. Irgendwann hat man's bis hier oben ... ;D

@ Max. Eigentlich liebe ich frische Feigen über alles. Finde sie auch nicht fad, ausser wenn sie zu lange hingen. Aber du hast schon Recht - die fehlende Säure kann einem bei zu viel des Guten durchaus fehlen. 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 20. April 2010, 20:31:11
Nachdem mein kleiner, frei ausgepflanzter Feigenstrauch diesen Winter in Wien mit etwas Mühe überlebt hat - ich bin neugierig, ob er es heuer zu Früchten bringt. An deren Reife glaub ich sowieso nicht....
Frische Feigen sind nicht so mein Fall, nicht zu stark getrocknete schmecken mir noch relativ am besten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: massonia am 20. April 2010, 20:39:33
Hab meine Bayernfeige im Herbst zusammengebunden und mit 4cm Styroporplatten aus dem Baumarkt umhaust. Den Hohlraum hab ich mit Laub ausgefüllt und ein dichtes Dach aus Flies gemacht. Klingt aufwändig, war es aber gar nicht. So sind nur die Spitzen abgefroren und ich kann mit Feigen im August rechnen! ;D
Hab schon weitere Feigen gesetzt, darunter Green Ischia, Hardy Chicago und Ronde de Bordeau....
Die Jahre davor hab ich im Herbst nichts unternommen, nur beobachtet. Ab etwa -10°C frieren die Spitzen ab. Letzten Winter ist mir alles oberirdische erfroren, hatte einen Totalausfall was Früchte betrifft, trotzdem ist die Pflanze in einem Jahr an die 2 m gewachsen!
lg aus Graz!
massonia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 20. April 2010, 20:41:35
kann man den Thread nicht löschen, er deprimiert :'(
meine ausgepflanzte ist wieder, analog 2009 auf den Boden zurückgefroren. Wenn sie heuer überhaupt austreibt, werde ich sie ausgraben, topfen und frostfrei überwintern.
Meine Stecklinge von 2008 haben letztes Jahr gefruchtet, nein, keine Mengen, aber immerhin, sie waren indoor überwintert...

Achja, die outdoor war jeder Zweig mit Noppenfolie geschützt, und das ganze dann noch zusätzlich mit einfacher, gelochter Folie, dazwischen Laub und auf das Ganze nochmals Fichtenreiser
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cydorian am 20. April 2010, 21:53:13
Anlässlich dieser Diskussion hab ich mir mal die Klimadaten der letzten Jahre für unseren Ort (war immer süddeutsches Weinbaugebiet) angesehen, genauer gesagt die Tiefsttemperaturen. Geht bei wetter online und vielen anderen. Da wurde mir einiges klar.

Diesen Winter hatte es Tiefsttemperaturen von bis zu -18°C. Einzigartig, das gab es zehn Jahre nicht mehr. Letztes Jahr -16°C. Das Jahr davon -10°C, ansonsten bis -14°C.

Und ebenso schlimm: In der zweiten Märzwoche, wo die Frostfestigkeit saftbedingt schon wieder deutlich abnimmt nochmal eine Einzelnacht mit -11°C. Das hat voll reingehauen. Ich hab gestern meine anderen Gehölze geprüft, viele unerwartete Infloreszenzen, offenbar sind viele Blütenknospen kaputtgefroren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 20. April 2010, 22:27:12
Es hängt sehr vom Alter der Feigen, den Sorten und dem Boden in dem sie stehen ab, ob tiefe Temperaturen sie schädigen.
Ich habe 3 Bäume (Großsträucher) von Selektionen von der dänischen Ostseeinsel Bornholm, die haben in diesem Winter ungeschützt eine Nacht von unter - 22 °C und 4 Nächte zwischen - 20°C und - 22 °C unbeschadet überstanden. (Selbst gemessen. Die Referenzstation des dwd im 15 km entfernten Warnemünde wies für diese Nächte um 2 Grad höher Temperaturen aus.) Diese Feigen sind alle über 10 Jahre alt. Sie stehen an Südwänden und haben trockenen Sand mit Lehmlinsen in der Tiefe. Auch eine Dalmatie ca. 4 Jahre alt, hat diese tiefen Temperaturen höchstwahrscheinlich unbeschadet überstanden.
Nicht so gut erging es den junge Feigen in Töpfen mit dicken Laubschichten und Schnee geschützt. Hier hat es alle Sorten von Sultane, Madeleine d..., Rounde de B. .... erwischt. Zumindest sind die vorjährigen Triebzuwächse erfroren.

Wenn eine erwachsene Feige (4 Jahre +) in den Jahren mit warmen Winter noch nicht getragen hat, könnte es durchaus eine Sorte sein, die auf Befruchtung zur Fruchtausbildung angewiesen ist.

VG
Giaco

Feigen lohnen auch in Deutschland ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cydorian am 20. April 2010, 22:59:24
Meine waren alle jung und klein. Wie sollen sie hochkommen, wenn sie immer wieder abfrieren?

Eine Rolle spielt auch die Temperaturentwicklung. Diesen Winter waren es irre Sprünge nach unten. Tage mit -5°C, dann plötzlich eine Nacht mit unter -15°C. Frostfestigkeit baut sich auf, am Besten sind langsam sinkende Tiefsttemperaturen. Plötzliche Abstürze töten das Gehölz, wenn man Glück hat nur die Knospen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 20. April 2010, 23:02:44
Hallo Giaco85 - bzgl. Deiner Stecklinge vom letzten Jahr (nochmals vielen Dank) habe ich arge Befürchtungen. Wir hatten hier völlig uncharakteristische -18 °C ohne jede Schneedecke im Dezember (!) und dann länger mit Schneedecke im Januar. Laut Klimazonenkarte sind wir hier 7b - theoretische Teifsttemperatur also -15 °C. Vom den drei Stecklingen sind letztes Jahr alle drei angegangen, ich hatte zwei in den Garten an geschützte Stellen (u.a. vor unsere südl. Hauswand) und eine in den Innenhof gepflanzt. Bisher keine Lebenszeichen. Dabei war vor allem die vor der Südwand total kräftig gewachsen. Ich hoffe, die treibt aus dem Boden neu aus. Aber Glückwunsch zu Deinen älteren Pflanzen - scheint doch so zu sein, dass Alter / Größe hilft.

Da hier lauter Feigenfreunde mitlesen - hat evtl. jemand Steckhölzer von Negronne zu verschenken? Ich weiss - nach diesem Winter... Aber vielleicht hatte ja jemand sehr viel Glück und einen viel zu großen Busch. Die bei Baumaux bestellte Negronne vom letzten Jahr hatte schon 'nen Schlag als sie hier ankam und ist dann innerhalb kurzer Zeit über den Jordan - und war dann bei Baumaux ausverkauft als ich versucht habe zu reklamieren. Hat in der Abwicklung übrigens nur mäßig geklappt - ich habe (mit meinen bescheidenen Rest-Schul-Französichkenntnissen) anrufen müssen da die auf meine Mails gar nicht reagiert haben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: häckmäck am 21. April 2010, 00:14:40
Ich habe mal in einem Garten in Paderborn gearbeitet. Dort stand ein 10 Jahre alter Feigenbaum, der noch nie irgendwelche Frostschäden hatte. Er stand an der Südseite des Gebäudes an der Wand und um das Haus war eine Mauer gezogen. Hier gab es also für den Feigenbaum ein günstiges Kleinklima. Ich denke hier liegt der Hase im Pfeffer. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 21. April 2010, 18:41:06
Offensichtlich bin ich mit dem Feigenproblem ja nicht alleine-das ist schonmal troestlich. Mein Feigenbaum ist jetzt etwa 8 Jahre alt und der untere Stamm hat gut 15cm Durchmesser, steht an der Suedwand eines Hauses recht geschuetzt (kann ja auch ein Nachteil sein, wenn er dann schon im Maerz Saft zieht und dann doch wieder Frost kommt). Er hatte eine sehr dicke Rindenmulchdecke. Letztes Jahr ist er erst Ende Mai "gestartet" und diesmal sieht es keinesfalls besser aus.
Denke das Kleinklima macht sicher viel aus-und irgendwie macht es ja wenig Sinn, den halben Garten zu verbauen um einen Winterschutz hinzukriegen..denke, er wird wieder aus den aelteren Stammanteilen austreiben und leider alles wieder neu aufbauen muessen, was durch den Frost zerstoert wurde. Werde aber im kommenden Winter es dann doch mal mit Isomaterial an den Neutrieben versuchen..
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Betty am 21. April 2010, 18:50:00
Ich habe 3 Bäume (Großsträucher) von Selektionen von der dänischen Ostseeinsel Bornholm, die haben in diesem Winter ungeschützt eine Nacht von unter - 22 °C und 4 Nächte zwischen - 20°C und - 22 °C unbeschadet überstanden.

Das macht mir Mut, danke :D
Letzte Woche sah ich in einer Gärtnerei 'Bornholmer Feigen' und obwohl ich im Netz nicht viel über diese Sorte fand, konnte ich bei einem so schönen Bäumchen nicht widerstehen:

(http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/Garten/th_WebP1420005.jpg)

Ausgepflanzt sind bei mir nur noch eine unbekannte Baumarktfeige sowie Negronne, beiden sind mir in den vergangenen 2 Jahren jeweils bis zum Boden zurückgefroren. Negronne treibt soeben wieder aus. Brown Turkey sowie Dalmatie verbrachten den Winter bei 10 Grad im Gewächshaus:

(http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/Garten/th_WebP1410851.jpg)

Hier las ich, daß man Feigenbäume sowieso erst 3 bis 5 Jahre im Kübel und frostfrei überwintern sollte, ehe man einen Auspflanzversuch macht. Meine Feigen werden deshalb die nächsten Jahre im Kübel bleiben.

Gruß
Bettina
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. April 2010, 13:41:02
Hallo,

die richtige Sortenwahl ist tatsächlich ein Imperativ, aber in solchen Wintern wie der vergangene stoßen Feigen einfach an ihre Grenzen. Auch die harten Sorten. Ob nun etwa Brown Turkey besser abgeschnitten hätte als andere harte Sorten, ist nicht sehr wahrscheinlich. Wir dürfen nicht vergessen, dass Feigen mediterrane Pflanzen bleiben.

Geschmacklich sind Feigen sehr vielfältig und man kann über die richtige Sortenwahl durchaus auch etwas den eigenen Wünschen Entsprechendes finden. Wer es nicht zu süß mag, dem sei etwa Pastiliere empfohlen, es gibt aber noch andere. Gute Feigen bieten deutlich mehr als nur Zucker, sondern zum Teil sehr vielschichtige Aromen, welche die Süße nicht zu aufdringlich erscheinen lassen.
Wer die Feigen lieber getrocknet ißt, der sollte auch darauf achten dass nicht jede Sorte zum Trocknen geeignet ist.
Auch in der Küche lassen sich übrigens Feigen sehr gut verwenden, da besonders die kochfesteren Sorten.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 22. April 2010, 14:11:39
@philippus,

ich meine mich zu erinnern, daß du mal in einem Beitrag 3 oder 4 gut frostharte Sorten herauskrstallisiert hast mit einer kurzen, knappen Charakterisierung der anderen wichtigen Eigenschaften dieser Sorten (Wuchs, Geschmack, Sommer-/Herbstfeige).
Kannst du diese Sorten noch einmal benennen. Wäre nett. Danke.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. April 2010, 18:07:45
@philippus,

Kannst du diese Sorten noch einmal benennen. Wäre nett. Danke.
Hallo,

ich kopiere mal was ich schon mal geschrieben habe und ergänze ein wenig.

Pastiliere: klein und aufrecht wüchsig, sehr frosthart, früh einmal tragend. Die Früchte (bläulich, ca. 50 g) sind für Feigen nicht besonders süß, aber sehr schmackhaft. Ziemlich empfindliche Frucht, nur für Frischverzehr oder für Konfitüren geeignet. Kann auch im Topf gehalten werden

Ronde de Bordeaux: groß und auslandender, buschiger Wuchs, braucht viel Platz, sehr frosthart, mehr oder weniger genauso frühe Ernte wie Pastiliere (einmal tragend). Kleine, dunkle runde hongisüße Früchte (ca. 35 g), aber durchaus auch beerige Aromen, dünne Haut. Qualitativ eine der besten Feigen. "Multi purpose" (trocknet auch auf dem Baum und ist kochfest). Nichts für die Topfkultur.

Longue d'aout: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart aber mag nur gut durchlässige Böden (sonst nimmt die Frosthärte stark ab und die Fruchtqualität leidet). 2 Ernten, davon die erste sehr große Feigen (100 g), die zweite 2-3 Wochen später als die beiden anderen (ca. 70 g). Qualität gut, aber nicht top. In Summe eine empfehlenswerte Feige, hauptsächlich für Frischverzehr und Konfitüren, bedingt zum Kochen. Für Topfkultur geeignet

Madeleine des deux Saisons: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart, 2 Ernten und die wohl früheste 2 mal tragende Sorte (1-2 Wochen nach Pastiliere und Ronde de Bordeaux) mit jeweils ziemlich großen Früchten, die bei voller Reife kupferfarben werden. Leider trägt sie unzuverlässig und wirft gerne Früchte ab. Qualität sehr gut, mit schöner Süße und Fruchtigkeit. Empfindliche Frucht, nur Frischverzehr oder Konfitüren. Für Topfkultur geeignet.

Dalmatie: kleiner und buschiger Wuchs, dünntriebig, sehr frosthart, 2 Ernten, später als Madeleine, nicht früher als Longue d'aout. Große grüne Früchte mit rotem Fruchtfleisch die gut haltbar sind, Qualität durchaus gut aber nicht top. Für Frischverzehr, Konfitüren, zerfällt beim Kochen. Für Topfkultur geeignet.

Negronne: kleiner bis mittlerer Wuchs, frosthart, 2 Ernten, mittelfrüh (etwas später als Madeleine), dunkle birnenförmige Früchte (1. Ernte ca. 50 g, 2. Ernte ca. 35-40 g), sehr gute Qualität mit beerigem Geschmack, allerdings in manchen Jahren haben die Früchte der 2. Ernte eine etwas dicke Haut, was sie aber haltbar macht. "Multi purpose" (frisch, getrocknet, kochfest). Für Topfkultur geeignet.

Anmerkung zu den genannten Sorten: jüngst ausgepflanzte (Pastiliere, Dalmatie) haben erfrorene Triebspitzen und sind mehrere cm zurückgefroren, wieviel wird sich noch zeigen aber sicher nicht bis zum Boden. Ronde de Bordeaux (früher ausgepflanzt) hat den Winter im Topf draußen verbracht, ihre Vorjahrestriebe sind auch erfroren. Negronne ist seit 2005 oder 2006 ausgepflanzt (schon ein kleiner Baum, 2,5 Meter hoch, 2 Meter Dm) und hat nur geringe Schäden. Die meisten Triebe scheinen intakt, sie treibt aber noch nicht aus. Ich erkläre das eher mit der Tatsache, dass der Baum schon gößer und etabliert ist.
Eine Nonamefeige ist übrigens bodeneben zurückgefroren.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 22. April 2010, 19:22:50
Hallo Phillipus,

Eine Bemerkung zur Dalmatie:

Ich habe in 2006 von Mercato Verde eine Dalmatie bezogen. Damals war sie ein 40 cm langer Stock
Gehe bei dieser Quelle davon aus, dass es tatsächlich eine Dalmatie ist.


Feige Dalamatie erste Frucht 25.10.09




Feige Dalamatie erste Frucht 25.10.09


Auch die ersten im vorigem Jahr geernteten Früchte bestätigen durch ihre typische Form und Größe, dass es sich um eine Dalmatie handelt.


Zitat
Dalmatie: kleiner und buschiger Wuchs, dünntriebig , sehr frosthart, 2 Ernten, später als Madeleine, nicht früher als Longue d'aout. Große grüne Früchte mit rotem Fruchtfleisch die gut haltbar sind, Qualität durchaus gut aber nicht top. Für Frischverzehr, Konfitüren, zerfällt beim Kochen. Für Topfkultur geeignet .

Meine Dalmatie ist jetzt über 2,20 hoch und der jährliche bis zu 50 cm Neutrieb ist mindest Kleinfinger bis Edding dick. Sie steht auf Sand mit Lehmlinsen im Untergrund. Sicher ist sie bei 30 bis 90 l Töpfen auch für die Topfkultur geeignet. Sie entwickelt sich zu einem ausgesprochen Baum. Meiner Meinung nach ist sie nicht für kleine Gärten geeignet.

Hier ein Bild des Austriebs im vorigem Jahr.


Dalmatie 3. Standjahr - Das erste Mal Bl



LG
Giaco



Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 22. April 2010, 21:08:24
@philippus,

danke für die prompte und differenzierte Hilfe.

Negronne ist mir aufgrund deiner Beschreibung am sympathischsten. Die Sorte darf nicht zu groß werden und den wenigen Platz muß ich erst mit GG`in erdiskutieren. Bin da aber guter Hoffnung.

Aber bei den Feigen, soweit man nicht auf die üblichen Bayern- oder Pfälzerfeige aus dem Gartencenter zurückgreifen will, gab es doch ein Beschaffungsproblem. Ich erinnere mich an die seinerzeitige Diskussion um nur einen einzigen Anbieter in Frankreich. Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. April 2010, 22:55:09
@ Giaco85
Das ist mit Sicherheit Dalmatie :) Das mit der Größe ist relativ zu sehen. Im Vergleich zu anderen Feigen bleibt Dalmatie ziemlich klein und wird nur schwer die 4 Meter Durchmesser sprengen. Das kann einem viel vorkommen, ist aber verglichen mit anderen Sorten wenig. Ronde de Bordeaux etwa wird schnell mal 7 oder mehr Meter breit, manche Sorten noch größer. Von den genannten sind Dalmatie und Pastiliere die kleinsten, können aber freilich auch stattliche Ausmaße haben.
Wenn man die Triebe zB von Pastiliere oder Madeleine ansieht, dann wirkt Dalmatie eher dünntriebig, was aber kein Problem ist. Sie ist auch dünntriebiger als Longue d'aout oder Negronne.

@Zuccamaglio
leider kenne ich nur die französischen Quellen (Baud, Baumaux). Eine - allerdings ewas teurere - Alternative wäre Mercato Verde in der CH. Negronne kann ich absolut empfehlen.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. April 2010, 23:06:45
Hier noch Links:

Ronde de Bordeaux: http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/034.htm
Madeleine: http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/021.htm
Pastiliere: http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/032.htm

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 22. April 2010, 23:39:23
Hallo, Zuccalmaglio,

... bei den Feigen, soweit man nicht auf die üblichen Bayern- oder Pfälzerfeige aus dem Gartencenter zurückgreifen will, gab es doch ein Beschaffungsproblem. Ich erinnere mich an die seinerzeitige Diskussion um nur einen einzigen Anbieter in Frankreich. Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?
Anbieter in D kenne ich auch nicht - aber Bestellungen in F bei Baumaux sind völlig unproblematisch, auch von den Versandkosten her akzeptabel. Die Pflanzen, die man dort bekommt, sind von sehr guter Qualität, allerdings jung und entsprechend klein; bis zur ersten Ernte dauert's.

Falls du Übersetzungshilfe möchtest, kannst du dich gern per PM melden.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 22. April 2010, 23:45:17
... hier eine deutsche Quelle für Feigen - aber nur teilweise im Versand: http://www.hortensis.de/pflanzen/obst.html (bis "F"icus runterscrollen)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 23. April 2010, 07:33:15
Man kann es nur immer wieder betonen. Tolles Forum.
Danke für die Infos und Hilfen.

Querkopf, bei Bedarf komme ich darauf zurück. Danke.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Betty am 23. April 2010, 07:45:25
Ist das immer noch so oder gibt es zwischenzeitlich Anbieter in Deutschland?

Die Schweizer Firma Häberli-Beeren bietet Contessina, Goldfeige und Nordland Bergfeige an, Bezugsquellen für Deutschland und Österreich gibt es hier. Kennt einer von Euch diese Sorten?

In meiner näheren Umgebung fand ich diese Feigen gleich in mehreren Gärtnereien. Für den Preis von 29 Euro bekommt man dort einen großen, kräftige Busch mit teilweise schon ausgeprägten Fruchtansätzen.

Bettina
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 23. April 2010, 08:06:48
Ich habe meinen Feigenbaum jetzt 12 Jahre. 2 mal ist er komplett zurückgefroren, in diesem Jahr wieder. Eine Ernte hatte ich noch nie!!

Ich habe mich jetzt von Feigen verabschiedet.
Hallo,

das lag bestimmt weder an dir (es sei denn du hast ihn in eine dunkle Ecke gepflanzt) noch an Feigen im Allgemeinen, sondern offensichtlich an diesem Feigenbaum! Mögliche Gründe gibt es viele. Entscheidest du dich etwa für eine der genannten Sorten (es gibt auch andere), solltest du Feigen ernten können.

@ alle: hier ist nochmal der Link von MV, der eine gute Übersicht der Sorten mit Illustrationen liefert: http://www.mercato-verde.ch/katalogindex.html

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 24. April 2010, 19:20:29
Wenn ich nur wuesste wie meine Feigensorte heisst... hatte die damals im Baumarkt gekauft..denke aber es ist diese Bayernfeige oder Brown Turkey
Je waermer es jetzt draussen wird, desto mehr werden die Frostschaeden deutlich, es sieht so aus als wenn der gesamte Zuwachs/Neutrieb von 2009 hinueber ist. Jetzt warte ich darauf, dass sich an den aelteren Stammteilen endlich die gruenen Triebknospen zeigen.. hoffentlich.
Gibt es denn jemanden hier, der mal Erfahrung gemacht hat mit Isomaterial direkt an den duenneren Aesten??
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 24. April 2010, 19:41:31
Und gibt es jemanden hier, der anhand von Fotos Feigen bestimmen kann? Wenn ja, stelle ich später mal Fotos ein.
Habe bei Häberli nachgeschaut und meine, meine könnte eine Nordland-Bergfeige sein, aber "kompakt" finde ich doch euphemistisch. Sie ist inzwischen drei Meter gross und etwa vier Meter breit (sie wäre breiter, wenn ich sie nicht schneiden würde, muss ich aber, sonst kämen wir nicht an ihr vorbei). "Ausladend" wäre eine bessere Beschreibung für den Wuchs.
Sie scheint mir jedenfalls äusserst winterhart zu sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 26. April 2010, 01:30:31
Hallo Krümel,
die Ronde de Bordeau wird als so großwüchsig beschrieben.
Wenn du ein bischen Schnittgut entbehren kannst, kannst du mir eine Nachricht schicken. Ich habe auch diverses Tauschgut.
Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Wieviel erntest du?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 26. April 2010, 13:13:29

Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Zusammenhang zwischen der Wüchsigkeit oder Größe und der Frosthärte dürfte es keinen geben. Noch größer werdende Sorten wie Col de Dame, Grise de St-Jean oder Brogiotto Nero sind für ihre Empfindlichkeit bei starkem Frost bekannt. Die drei kleinen Sorten Pastiliere, Dalmatie und Doree sind zB alle ziemlich hart. Die Frosthärte hängt von der Schnelligkeit der Verholzung der Triebe, aber auch an der Frosttoleranz des Holzes selbst ab. Wichtig ist also auch deswegen ein sonniger Standort, weil das Ausreifen (Verholzen) der Triebe begünstig wird.

Die Ronde de Bordeaux Früchte gehören zu den besten (süß, aber nicht nur, mit komplexen Aromen, zarte Haut), der Baum trägt sehr zuverlässig und reichlich, aber nur ein Mal und sehr kleine Feigen.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 26. April 2010, 13:17:39
Und gibt es jemanden hier, der anhand von Fotos Feigen bestimmen kann?
Das ist fast unmöglich, bei zig hundert Sorten. Es ließen sich aber von einem Spezialisten wohl Wahrscheinlichkeiten ermitteln, wenn vieles bekannt ist (Habitus, Blattform, 1 oder 2 Ernten, die Früchte in verschiedenen Stadien, die reife Frucht geschlossen und aufgeschnitten, Erntezeit etc.)

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 26. April 2010, 14:29:12
Hallo Krümel,
die Ronde de Bordeau wird als so großwüchsig beschrieben.
Wenn du ein bischen Schnittgut entbehren kannst, kannst du mir eine Nachricht schicken. Ich habe auch diverses Tauschgut.
Wenn eine Feige so gut wächst, dann muß sie auch winterhart sein, sonst würde sie ja zurückfrieren. Schmecken die Früchte - reifen sie aus?
Wieviel erntest du?

"Ronde de Bordeaux" kann's nicht sein, da ich zweimal ernten kann.
Die Früchte reifen aus, wenn auch nicht alle bei der Herbsternte, wobei ich da sehr froh drum bin, weil es (v.a. letztes Jahr) unerträglich viel war.
Die erste Ernte ist spärlich (weil kein Winterschutz), aber sie genügt.
Die Früchte sind vom Aussehen aussen recht violett, innen recht rot. Sie sind süss, aber nicht allzu sehr. Bisweilen schmecken sie seltsamerweise eher nach Gemüse als nach Obst (v.a. bei der Herbsternte).
Falls du immer noch interessiert bist, schick 'ne PM.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 26. April 2010, 22:20:31
@krümel: in Anbetracht der Tatsache, dass ich einmal annehme, dass Deine Feige hier im Norden wächst und demnach sehr frosthart ist, bestehen doch Identifikationschancen FALLS es sich um eine bekannte Sorte handelt. Bilder von einer ganzen und einer aufgeschnittenen Frucht, des Baums und der Blätter einstellen (charakteristische Beispiele wählen, vorzugsweise auf weißem Hintergrund fotografiert wegen der Farbkorrektur), dazu ein Vergleichsmaß und eine Beschreibung und vielleicht kann Dir geholfen werden. Die hunderte von Sorten gedeihen namlich im warmen und frostfreien Süden...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 27. April 2010, 07:36:42
Die hunderte von Sorten gedeihen namlich im warmen und frostfreien Süden...
Na ja.. Wenn man so durch die Gartencenter und Baumärkte geht, dann sieht man dort vor allem Feigen ohne Sortenbezeichnung und dabei handelt es sich nicht nur um die härteren Kultivare.. Ich selbst habe vor mehreren Jahren eine solche Feige gekauft, die in jedem strengeren Winter zurückfriert, der Baum lebt aber trotzdem und wächst jedes Jahr. Bisher scheiterten alle Versuche, die Sorte eindeutig zu identifizieren. Es liegt auf der Hand, dass Fiegen eher nach Preis als nach Sorte eingekauft werden, das ist was der Großteil der Kundschaft auch verlangt..
Ausserdem gibts wohl auch genug Sorten, die wir nicht unbedingt kennen und trotzdem hart sein können. Aber natürlich besteht die Chanca, dass es sich um einen der üblichen Verdächtigen handelt.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 27. April 2010, 16:25:18
@krümel: in Anbetracht der Tatsache, dass ich einmal annehme, dass Deine Feige hier im Norden wächst und demnach sehr frosthart ist, bestehen doch Identifikationschancen FALLS es sich um eine bekannte Sorte handelt.
Wenn ich's nicht vergesse, werde ich solche Bilder machen.
Was den Standort betrifft, so würd ich "hier im Norden" als sehr euphemistisch bezeichnen. ;) Ich wohne im Südwesten der Schweiz (bzw. eher Mitte als Süden), es herrscht also eher Weinbauklima.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 27. April 2010, 22:20:32
Die letzten Beitraege sind sicher interessant-hatte das Forum aber eigentlich gedacht um meine urspruengliche Frage zu eroertern: Wer hat Erfahrungen mit Frostschutzmassnahmen-z.B. Isomaterial, Heizkabel etc etc.?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 29. April 2010, 21:18:31
Wie sieht es bei Euch denn aus mit "Lebenszeichen" an den geschädigten Feigenbümen? Tut sich bereits etwas? Ich habe bisher noch nichts entdecken koennen-so wie letztes Jahr, da wurde es erst Ende Mai etwas
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 29. April 2010, 23:13:38
Die auf die Wurzel zurück gefrorenen Feigen (Sultane, Ronde de Bordeaux, Madeleine de deux Saisons) zeigen erste Blättchen an den Wurzelausschlägen. Bei der im Grund stehenden vierjährigen Dalmatie habe ich noch Hoffnung, dass sie verspätet aber ansonsten normal austreibt.
VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 30. April 2010, 08:13:41
Die auf die Wurzel zurück gefrorenen Feigen (Sultane, Ronde de Bordeaux, Madeleine de deux Saisons) zeigen erste Blättchen an den Wurzelausschlägen. Bei der im Grund stehenden vierjährigen Dalmatie habe ich noch Hoffnung, dass sie verspätet aber ansonsten normal austreibt.

Bei mir ähnlich. Sämtliche kürzlich ausgepflanzten Feigen wie Dalmatie, Ronde de Bordeaux und Pastiliere scheinen weit zurückgefroren, treiben aber im unteren Drittel wieder aus (aus dem Stamm). Negronne ist schon länger ausgepflanzt und dürfte nur einzelne Triebschäden haben, beginnt aber auch aus einigen Knospen auszutreiben.
Dass länger ausgepflanzte Feigen eine größere Frosthärte haben, scheint sich zu bestätigen. Allerdings eine seit 5 Jahren augepflanzte Feige deren Sorte ich nicht kenne, sieht gar nicht gut aus.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cydorian am 30. April 2010, 08:46:14
Ein paar treiben wieder aus dem Boden aus, kleine grüne Knospen. Werden übrigens gerne von Schnecken abgefressen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: margali am 30. April 2010, 09:10:37
Nach den letzten warmen Tagen sieht man jetzt überall (auch nahe den Spitzen) kleine grüne Knöspchen, an einer geschützten Stelle nahe der Mauer zwei kleine Früchte. Also hat mein Baum es wieder einmal geschafft. Einige wenige Triebe sind dürr, aber da ich sowieso kräftig auslichten muss, macht das überhaupt nichts.
Es läuft also tatsächlich darauf hinaus, dass der Baum auch dieses Jahr gestutzt werden muss, damit er nicht in den Himmel wächst - hätte ich gar nicht gedacht. Momentan ist er ca. 4 m hoch und genauso breit, bei meinem 100-qm-Gärtchen darf er wohl nicht viel größer werden.
Nimmt man die vergangenen Jahre zum Vergleich, erfolgt der Austrieb heuer sehr spät. Das scheint aber tatsächlich die einzige Abweichung zu sein.

Gruß
Margali
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 30. April 2010, 19:14:18
Bei mir ähnlich. Sämtliche kürzlich ausgepflanzten Feigen wie Dalmatie, Ronde de Bordeaux und Pastiliere scheinen weit zurückgefroren, treiben aber im unteren Drittel wieder aus (aus dem Stamm). Negronne ist schon länger ausgepflanzt und dürfte nur einzelne Triebschäden haben, beginnt aber auch aus einigen Knospen auszutreiben.
Dass länger ausgepflanzte Feigen eine größere Frosthärte haben, scheint sich zu bestätigen. Allerdings eine seit 5 Jahren augepflanzte Feige deren Sorte ich nicht kenne, sieht gar nicht gut aus.

Grüße
Hallo philippus,

wie gross bzw. wie alt waren deine Feigen die du frisch ausgepflanz hattest ? Waren sie vorher bis zu einer bestimmten Grösse im Kübel gehalten worden ?
Ich hatte meine Pastilliere direkt als ca. 60 cm hohe Pflanze ins Freie gepflanzt und mit einer ca 50cm hohen Stohschicht abgedeckt. Trotzdem scheint sie bei - 17,5 Grad C bis zum Boden zurückgefroren.
Ebenso Dalmatie und Brown Turkey, mit Winterschutz auf dem Balkon überwintert. Zwei andere no - name sind jedenfalls hinüber.
Für Pastilliere, Dalmatie und Brown Turkey mache ich mir grosse Sorgen. Da schwellen keine Knospen und treibt auch nichts Grün aus, alles trocken und tot.
Ich werde dieses Jahr wohl noch einmal anfangen müssen.
Was könnte man dagegen tun, dass empfindliche Jungpflanzen in solchen Extremwintern trotz Winterschutz kaputtfrieren ?
Erst mal im Kübel zunächst in Garage oder Keller überwintern bis die Jungpflanze 3 -4 Jahre alt ist und dann ins Freie pflanzen ?

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Mai 2010, 16:03:40
Hallo Lizzy,

alle Feigen waren > 4 Jahre alt und davor im Kübel gehalten worden. Pastiliere und RdB wurden 2006 als einjährige Pflanzen bestellt, Dalmatie ein Jahr später ebenfalls einjährig. Das Problem war, dass dieser Strenge Winter gleich nach der Auspflanzung im Fj 09 kam und die Feigen noch nicht etabliert waren. Eine 2006 ausgepflanzte Negronne scheint zwar auch ein wenig beleidigt, beginnt aber aus den Triebspitzen auszutreiben (allerdings mit mindestens 2 Wochen Verspätung). Nur einzelne dünne Triebe haben Frostschäden, zu einer Ernte dürfte es aber kommen (auch zu einer ersten).
Dalmatie und Pastiliere treiben im untersten Teil des Stammes aus (bis ca. 15 cm über der Erde, vielleicht kommen noch Triebe weiter oben), RdB macht noch nichts. Ich habe sie allerdings ausgegraben, das könnte sie ein wenig irritiert haben.

es ist immer ein Dilemma. Einerseits ist bekannt, dass ganz junge Feigen frostempfindlicher sind und daher (bei uns) nicht ausgepflanzt werden sollten. Das gilt besonders für ein- bis zweijährige Pflanzen. Spätestes ab dem 3. Jahr kann ausgepflanzt werden (allerdings im Fj und das gilt für die frosthärteren Sorten). Andererseits etablieren sich junge Pflanzen besser, daher sollten auch nicht zu große Exemplare ausgepflanzt werden.
Die Frosthärte dürfte auch damit zusammenhängen, wie lange die Feige schon ausgepflanzt sind. In den ersten ein bis zwei Jahren, in der Etablierungsphase, ist die Frosthärte offensichtlich noch nicht voll entwickelt. Dass die Verholzung / Reife der neuen Triebe für die Winterhärte ganz wesentlich ist und die Feige nach dem Auspflanzen einmal ihre Energie in die Einwurzelung und nicht in die Triebe investiert, spielt bestimmt eine Rolle. Dazu kommt noch eine gewisse Gewohnheit an Standort und Klima, die auch zur Etablierungsphase gehört.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 01. Mai 2010, 20:22:49
Hallo philippus,

danke, dass konnte man ja auch nicht wissen, dass der letzte Winter erneut mit Tiefsttemperaturen bis - 18 °C zuschlägt. Ich war davon überzeugt, dass der Winter 2008/2009 davor ein Ausrutscher war. Wir hatten die Jahre davor nie unter -10 °C.
Gut, meine Lehre habe ich daraus gezogen und werde neu beginnen. Erst mal 3 - 4 Jahre im Kübel halten und nicht ganz so frostig. Ich werde sie auf dem Dachboden überwintern, denn wir haben ein Kaltdach, dort herrschen im Winter ca. max. 5°C. Will kein Risiko mehr eingehen.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 01. Mai 2010, 20:45:16
Ja, das war der zweite Extremwinter in Foge. Insbesondere die sehr lange Dauerfrostperiode im Januar u. Februar war aeusserst ungewoehnlich. Dieses Jahr werde ich ab Dezember den neuzuwachs mit Ismaterial umhuellen, so wie Heizungsrohre... Aber dann wird es garantiert wieder in milder Winter, so wie vor 3 oder 4 Jahren. Damals hatten sogar die Knollen der Feuerbohnen quasi frostfrei im Boden ueberwintert und waren dann tatsaechlich erneut ausgetrieben!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 01. Mai 2010, 22:35:51
....ja und ich hatte mehrere Winter einen riesigen Opuntien-Kaktus immer draussen ohne Probleme überwintert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 02. Mai 2010, 15:08:58
Das kann ich mir gut vorstellen- welche Opuntia-Art war das denn? Denke, die mediterran verbreitete O. ficus-indica?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 02. Mai 2010, 18:51:55
ja, so einer war es. der mit den essbaren Kaktus - Feigen. Meiner war bis ca. -5 bis - 8 °C winterhart. Ich weiss nicht mehr woher ich den hatte. Wenn er nicht so entsetzlich haarfeine Stacheln hätte, die in der Haut steckenbleiben und dann abbrechen, dann hätte ich mir wieder einen besorgt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 02. Mai 2010, 19:17:28
Ich glaube man muß in diesem Jahr sehr viel Geduld mit den Feigen haben.

Wurzelausschläge sind in diesem Jahr auch bei den alten Feigen aus Bornholm zu beobachten (sonst nicht üblich) .

Dalmatie wird austreiben. Ich hatte versuchsweise einen einjährigen Trieb abgeschnitten. Dieser war grün und feucht.

Sultane treibt Wurzelausschläge.
Jetzt warte ich nur noch auf Madeleine des deux saison und Ronde de Bordeaux.

Bis jetzt also keine Totalausfälle. :D

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 03. Mai 2010, 16:37:11
Hallo,
mein großer Feigenbaum, als Hochstamm auf 1,70 m gezogen, wunderschöner Baum, treibt endlich aus. Er scheint kaum Frostverluste zu haben. Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif. Ich hörte tel. vom Rüdiger Ramme, dem WDR-Fernsehgärtner, dass er vorletztes Jahr etwa 40 Feigen von seiner Brigiotto Nero erntete, sehr lecker. Mein Feigenbaum wurde letztes Jahr umgesetzt, Früchte kamen danach in Massen, aber fielen ab oder wollten nicht reifen. Also kann ich bisher nur eine gute Frosthärte und sehr gute Fruchtbildung bestätigen. Ich hoffe auf leckere Ernte in diesem Jahr.

Drei kleine Feigenbäume, 2007 in der Bucht ersteigert, sollen Stecklinge von Bayernfeige u.a. Markenfeigen sein, schlafen noch. Wachsen übrigens sehr langsam.
Zwei weitere Feigen ersteigerte ich 2009 bei M.H., leider sind es Kübelfeigen, nicht geplant, passierte:
1 x israelische Bergfeige, eine Kübelpflanze, die längst ausgetrieben hat.
1 x ung. Bauernfeige, die weiß der Geier warum, den Winter draußen blieb und jetzt überlegt, ob sie sauer ist, bleibt oder mit mir Frieden schließt, also noch keine Ahnung, ob... aber sie steht jetzt drinnen im Haus, könnte ja noch Frost kommen. Doch wenn sie den letzten Winter überlebt hat, pflanze ich sie in den Garten.
Hat jemand Erfahrung mit diesen Feigenbäumen?

Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 03. Mai 2010, 20:01:30
Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 03. Mai 2010, 20:57:12
Ja, die rumänische Bauernfeige ist bei mir definitiv hinüber. Habe sie entgegen des Anratens von M.H. auch draussen überwintert. Ich dachte dass rumänische Feigen wohl an eher kontinentales Klima gewöhnt sind, die Feige sah das anders.

Gruss

Hallo Lizzy,
das kannst du doch eigentlich erst in einem Monat sagen. Die Feige kann doch noch aus dem Wurzelbereich ausschlagen, selbst wenn sie oben erfroren ist. Eine ganz frostharte Feige ist sie aber nicht, auch wenn sie überlebt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 04. Mai 2010, 09:23:55
Hallo,
ich habe mal am Stamm gekratzt, grün. Sie lebt, die ungarische Bauernfeige. Sie wird austreiben, ich habe bei dieser Feigensorte keine Erfahrung, wann sie normalerweise austreibt, ob früher oder später.
Aber.. wenn sie diesen harten Winter überlebt hat, dann kann ich sie im Garten auspflanzen. Spricht irgendwas dagegen? Ich mag nämlich keine Kübelkultur. Da muss ich zu viel gießen und das kostet Zeit.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 05. Mai 2010, 09:35:44
Es ist ein Brigiotto Nero. Ich hatte ihn von Rammes/Grünland, Lohmar, für 35 Euro mit vielen Früchten gekauft, es folgten viele neue Früchte, aber keine wurde reif.
Hallo,

Brogiotto Nero ist grundsätzlich für unser Klima nicht empfehlenswert, weil sie ziemlich spät reift. Du wirst zwar Früchte ernten können, aber vermutlich werden viele unreif bleiben. In Südeuropa wird diese Feige bis in den November hinein geerntet. Es ist allerdings eine sehr schmackhafte Feige.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 05. Mai 2010, 15:02:13
Man, man, man, wie lange dauert das denn noch ? Ich habe auch an meinen Feigen gekratzt, die Rinde ist bei den meisten im unteren Teil grün, also leben sie wohl noch. Aber wann kommen die dann....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 05. Mai 2010, 16:14:10
Hallo,
danke für den Hinweis zur Brogiotto Nero. Im Internet gibt es kaum Erwähnungen. Meine Pflanzanleitung ist auf Italienisch. Da steht als Hinweis neben einem dicken Stammknubbel direkt oberhalb der Erde: punto d'innesto. Kennt jemand die Übersetzung in die Pflanzensprache? Und ist diese Feige evtl. veredelt?
Es war damals ein Spontankauf. Ich entdeckte die Früchte tragende Feige, ein wunderschöner kleiner Hochstamm und kaufte im März 2008. Jetzt überlege ich, wieso trug die Feige im März noch Früchte? Sie hat sie leider abgeworfen. Kam sie evtl. direkt aus dem Gewächshaus?

Übrigens... 2009 hatten meine Feigen schon am 9. April ausgetrieben, am 3. Mai trugen sie mindestens 5 - 10 voll ausgebildete Blätter, aber nur im unteren Stammbereich. Dieses Jahr sind sie wirklich sehr spät.
Und heute, liebe Lizzy, halte aus, habe ich die erste grüne Spitze gesehen. Sie kommen. Zwei Feigenbäume wagen es. Die andern zwei schlafen noch.
Interessanterweise ist die Kiwi in diesem Jahr früher als 2009. Ich habe die Fotos verglichen. 14 Tage früher.
Mein Garten, ein wunderbares Rätsel.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 05. Mai 2010, 21:03:47
Hallo,
danke für den Hinweis zur Brogiotto Nero. Im Internet gibt es kaum Erwähnungen. Meine Pflanzanleitung ist auf Italienisch. Da steht als Hinweis neben einem dicken Stammknubbel direkt oberhalb der Erde: punto d'innesto.
Hallo,
Veredelung macht bei Feigen eigentlich nur dann einen Sinn, wenn man eine andere Sorte will. Veredelt wird bei Feigen kaum.

Hier ein ein Artikel zu Brogiotto Nero (manchmal wird man über Synonyme fündig).
http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/025.htm

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 05. Mai 2010, 21:34:00
Oh, philippus, so viel Mühe für mich?
Danke, danke. Endlich sehe ich meine Feige wie sie in einigen Jahren aussehen wird. Genauso so habe ich sie mir gewünscht, und sie hat schon viel Ähnlichkeit. Ich vermute, sie wurde regelmäßig in Form geschnitten, oder?
Hocherfreut grüßt
Die Bergfeige

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 08. Mai 2010, 18:45:07
So, jetzt habe ich an einem relativ duennen Zweig (der allerdings sehr geschützt war durch Hauswand und in Naehe des Fensters) erste gruene Knospen. An den anderen Zweigen (bzw. Ästen, die Triebe des Vorjahres sind fast vollstaendig abgefroren) tut sich noch nichts-ich warte auf den Durchbruch, sobald es waermer wird endlich...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 09. Mai 2010, 13:44:48
@ philippus zu Veredelungen von Feigenbäumen
Hi,
mein Feigenbaum Brogiotto Nero hat folgenden Zusatz am Sonderetikett:
Echter Feigenbaum ha C 12, ausgepflanzt winterhart bis -18°C.
Was heißen die Kürzel?

Inzwischen beginnt die Feige auch an den Spitzen auszutreiben. Die angegebene Winterhärte trifft zu.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 14. Mai 2010, 18:14:32
Tja, bei mir tut sich nach wie vor so gut wie nichts, allerdings war es die vergangenen Tage hier in Dortmund ja auch kalt, zeitweise nur 7 Grad tagsueber...Hoffe jetzt auf die waermeren Tage und dann sollten sich eigentlich wie im letzten Jahr gruene Knospen zeigen...Hoffentlich!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 14. Mai 2010, 22:25:10
Tja, bei mir tut sich nach wie vor so gut wie nichts, allerdings war es die vergangenen Tage hier in Dortmund ja auch kalt, zeitweise nur 7 Grad tagsueber...Hoffe jetzt auf die waermeren Tage und dann sollten sich eigentlich wie im letzten Jahr gruene Knospen zeigen...Hoffentlich!

Bei mir ebenfalls. Kein Knospenschwellen, kein Austrieb. Ob da noch mal was kommt... Bei uns ebenfalls kalte Temperaturen tagsüber nur 7-8 C.
Allerdings habe ich mir schon wieder neue Feigen bestellt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 14. Mai 2010, 22:40:42
Naja, also ein zurueckgefrorener, aber dann doch wieder austreibender Baum ist ja etwas Gewachsenes und irgendwie hat man eine Beziehung zu ihm... deshalb ist mir das lieber als neue Pflanzen zu bestellen... Ist ja nicht einfach ersetzbar
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 14. Mai 2010, 22:51:27
Das war ja noch kein Baum, sondern ein einjähriger Setzling vom letzten Jahr, unverzweigt. Er bleibt auf jeden Fall dort in der Erde, ob was kommt oder nicht, mir egal, denn den Nachkommenden, den ich bestellt habe werde ich erst mal 4 Jahr im Kübel als älteren Baum / -Strauch heranziehen und dann auspflanzen. Ist mir sicherer. Es ist wohl so dass gerade die jungen Ein - Zweijährigen sehr frostempfindlich sind.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: phloxfox am 14. Mai 2010, 22:55:57
Ich glaube, meiner ist tot :'(
Zwei solche Winter hintereinander waren wohl doch zuviel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 14. Mai 2010, 22:58:54
Ja sicher.. Meiner ist schon 8 Jahre dort ausgepflanzt und hat einen richtigen Stamm unten...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 14. Mai 2010, 23:16:55
Also bei 8 Jahren tät ich mir erst mal keine Gedanken machen, wenn der aus den Knospen nicht austreibt, dann bestimmt aus der Wurzel. Dortmund ist ja auch noch Klimazone 8. Der kommt sicher noch. ist ja auch ein ungewöhnlich kalter Mai.


Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 15. Mai 2010, 10:51:33
Hallo,
auch meine Feigen erschreckt die Kälte. Die Knospen sind kaum angeschwollen, aber einige Spitzen grün, mehr nicht.
Bei den Temperaturen würde ich mich auch nicht entblättern.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 15. Mai 2010, 10:55:32
Nach den Verlusten :'( von diesem Jahr, werde ich mit einigen Sorten die Kultur in Kübeln versuchen. Es gibt von einem nordamerikanischen Anbauer südwestlich von New York ein paar gute Anregungen.

Bei mir sieht der aktuelle Stand so aus:
Sultane-treibt am Boden aus
Dalmatie-treibt am Boden aus und (vielleicht) auch am Holz, aber keine Sommerfeigen
  Fruchttholz alles trocken!
Madeleine des deux saison-bis jetzt keine Lebenszeichen
Ronde de Bordeaux-bis jetzt keine Lebenszeichen
Selektionen aus Bornholm - 2 x gut überstanden (Nexö), das Fruchtholz treibt aus.
  2 x Fruchtholz erfroren (Gudhjem), aber sonstiger Austrieb erfolgt.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 15. Mai 2010, 11:16:25
Nachtrag: Ich habe beobachtet, dass meine noch recht kleinen, aber sicher schon 2-3jährigen Bayernfeigeableger unter dem Wintervlies am Stamm viele Wurzeln gebildet haben, so 1-3 cm über dem Boden. Sollte ich jetzt anhäufeln?
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 15. Mai 2010, 15:03:32
Giaco, die Seite ist wirklich interessant !
Am meisten hat mich ja erstaunt dass er die Wurzeln von Feigen beschneidet wenn die Wurzelmasse zu dicht wird. Das hätte ich mich nun nie gewagt, da ich immer gehört habe, dass Feigen Verletzungen an den Wurzeln schlecht vertragen. Er schneidet sie sozusagen zurecht und topft die Feige in den Kübel zurück.
Dadurch erübrigt sich ein ständiges Umtopfen in einen grösseren Kübel, was irgendwann aus Gründen der Grösse eines Baumes nicht mehr gehen würde. Er behauptet sogar dass ein Baum sterben kann, wenn man nicht regelmässig den Wurzelfilz beschneidet !
Vor allem gefallen mir seine einjährigen Bäume, welche er verkäuft. So einen schön verzweigten hätte ich auch gerne.... :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: AroruA am 15. Mai 2010, 15:38:30
Meine beiden Feigenbäume dalmatie und ronde de Bordeaux ( beide stehen im 80Liter Topf ) haben den Winter sehr gut überstanden und beide haben schon mächtig Laub getrieben.
Im Winter habe ich sie dicht an der Hauswand gehalten und sie mit Folie geschützt. Seit etwa 6 Wochen stehen sie ungeschützt draußen und wachsen prächtig wobei die Dalmatie früher mit dem Austrieb begonnen hat.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 15. Mai 2010, 16:41:55
An Lizzy:
Ja, ich habe dieses Jahr auch Geduld..nach den Erfahrungen im Fruehjahr 2009. Seltsamerweise tut sich etwas an 2-3 duenneren Zweigen an der Hauswand (die auch nur oben etwas zurueckgefroren waren) und ansonsten nichts. Wenn es jetzt zunehmend waermer wird, dann wird sich aber die Situation aendern, hoffe ich
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 15. Mai 2010, 17:45:17
Feigen-Amigo,

erfroren ist meine Pastilliere auch nicht. Sie hat zwar an der Stamm-Mitte massive Rindenschäden, aber ich habe unten am Stamm den Lavastein mal weggekratzt, da waren grüne Triebe. Die oberste Knospe scheint tatsächlich auch zu schwellen.
Wenn sie das als einjähriges Bäumchen überstanden hat, dann mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr !
Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was ich vor Freude noch schreiben soll... :D
...und die bestellten bleiben trotzdem erst mal im Topf... ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 15. Mai 2010, 17:56:53
Herzlichen Glueckwunsch Lizzy!
Ich jedenfalls werde die (hoffentlich dann vorhandenen Neutriebe) im naechsten Winter mit Iso-Material (so wie fuer Wasser/heizungsrohre) schuetzen und ummanteln. Aber wahrscheinlich wird der naechste Winter ja deutlich milder (statistisch betrachtet)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 15. Mai 2010, 18:01:47
Wenn ich das hier so lese geht es mir wohl nicht allein so mit den immer noch schweigenden Feigen. Meine hatte normalerweise um diese Zeit immer Blätter und noch nie Winterprobleme. Dieses Jahr schon. Ist etwa 10 Jahre alt. Also weiter warten...?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 15. Mai 2010, 18:05:32
Hallo RosaRot,

ja auf jeden Fall. Meine sind letztes Jahr erst im Juni ausgetrieben. Und nach diesem Winter und dem bisher kalten Mai wundert mich nichts. Solange nur etwas Fruchtholz durch den Frost vertrocknet ist und der Rest sich noch elastisch anfuehlt und mit grauer Rinde ueberzogen ist, kommt da sicher irgendwann der Austrieb ueber "schlafende" Augen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 15. Mai 2010, 18:09:32
Feigen-Amigo,

danke... ;D

ich täte es ja mal an ein paar Ästen mit dem Iso -Material probieren.
Das einzige Problem was ich sehen würde, wäre, dass das Material an den Stellen Pilzbefall fördern könnte, wenn es zu eng anliegt und wenn keine Luft daran kommt und die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann. Ich würde es mal an einer Stelle ausprobieren.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 15. Mai 2010, 18:11:19
Hallo RosaRot,

ja auf jeden Fall. Meine sind letztes Jahr erst im Juni ausgetrieben. Und nach diesem Winter und dem bisher kalten Mai wundert mich nichts. Solange nur etwas Fruchtholz durch den Frost vertrocknet ist und der Rest sich noch elastisch anfuehlt und mit grauer Rinde ueberzogen ist, kommt da sicher irgendwann der Austrieb ueber "schlafende" Augen...

Das gibt mir Hoffnung. Ja die Rinde ist weitgehend grau und wenn man kratzt fühlt es sich saftig an.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 15. Mai 2010, 18:13:33
Lizzy,

naja, etwas Luft wird ja bleiben, es kann ja nicht nahtlos anliegen-und oben waere es ja offen, im Bereich der Endknospe..
Alternative waere ein Vlies, aber das ist bei dem doch ausladenden Baum etwas gewagt..-oder aber Heizkabel, die man bei entspr. Frostperioden aktiviert?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 15. Mai 2010, 19:16:32
Heizkabel, nein, der Baum will ja schon seine Winterruhe einhalten. ich denke mir, dass er dann gestört wird.
Aber das mit dem Isomaterial hört sich ganz gut an.
Vielleicht wird es ja mal eine bewährte Methode, es hat nur noch keiner ausprobiert, denke ich. ;)

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 16. Mai 2010, 18:05:04
Das erinnert mich an einen Tip, den ich mal gelesen habe. Da umwickelte man kälteempfindliche Pflanzen mit Weihnachts-Lichterketten und darüber Vlies (oder Folie?). Allein die Lämpchen in Betrieb geben ein wenig Wärme ab - versucht habe ich das nicht.
Vor einem Rückschnitt der Triebspitzen sollte man jedenfalls warten. Meine Feige bekam Blätter und die Spitzen schienen dürr. Langsam kommen aber immer weiter nach oben Knospen aus den scheinbar dürren Spitzen raus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 16. Mai 2010, 19:45:58
Hallo,

meine ausgepflanzte zeigt nach wie vor keinerlei Reaktion :-[
während meine getopften, die seit 4 Wochen auch draußen stehen schon voll belaubt sind, da wirds wohl auch ein paar Früchte geben, wie letztes Jahr.
Die ausgepflanzte beobachte ich, wenn sie austreibt und fruchtet, dann bleibt sie draußen, wenn sie austreibt und nicht fruchtet, dann hats in meiner Umgebung wohl keinen Sinn und ich topfe sie, anders wärs ne Qual

Gruß
AMI
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. Mai 2010, 20:34:54
@Aprikosenmoench:
Na, austreiben wird sie wohl-aber mit dem Fruchten wird es eher nichts, wenn die im letzten Jahr gebildeten Triebe erfroren sind...

Der Tip mit Lichterkette und Vlies klingt nicht schlecht..aber werde es erstmal probieren mit dem Iso-Material-und dabei regelmaessig kontrollieren wegen Feuchtigkeit und Schimmel
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 16. Mai 2010, 21:37:56
kommt wohl auf die Sorte an, manche tragen am neuen Trieb...

naja, nach dem Winter 08/09, hatt sie aus den bodennahem Holz neu ausgetrieben, diesen Winter waren alle Zweige separat mit LUPO geschützt, und der ganze Busch, er ist nur 60cm hoch, trotz seiner 5 Jahre nochmals mit Vlies und darüber noch Fichtenzweige; mehr geht nicht

LG AMI
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. Mai 2010, 21:44:41
Ja, das stimmt.. Nun bei meinem Baum ist das schwieriger, er ist etwa 3,5m hoch und rel. ausladend. Naja, dieses Jahr wird er seine Gestalt ja leider wieder etwas veraendern, sprich sich verkuerzen...
Ich hoffe jetzt erstmal auf ein paar waermere Wochen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 16. Mai 2010, 23:45:20
Ich such und such nach grünen Trieben und sehe plötzlich, ganz unten will sich das erste kleine Blatt entblättern. Juchhu. Aber auch die Knospen sind heute mehr angeschwollen. Noch zwei, drei Tage und Eure Freudenrufe werden durchs Land schallen. Freitag wird es warm werden, vielleicht ernten wir dann schon...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Karin L. am 24. Mai 2010, 22:01:29
So ich hab heute meine Negronne ausgegraben und wieder eingetopft und fange wieder bei Null an.

Vor zwei Jahren war das ein schönes Bäumchen mit Stamm und Krone. Trotz sorfältiger Umwicklung und Standort an einer geschützten Wand ist im vorletzten Winter alles erfroren, der Baum trieb von unten wieder neu aus. Und diesen Winter das selbe. Unsere Gegend ist einfach nicht geeignet, diese Pflanzen ins Freiland zu setzten.

Liebe Grüße Karin
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. Mai 2010, 00:03:42
Unsere Gegend ist einfach nicht geeignet, diese Pflanzen ins Freiland zu setzten.

Liebe Grüße Karin
Hallo,
du darfst nicht vergessen, dass die zwei letzten Winter besonders streng waren. Da gab es auch in milderen Regionen Schäden bei den Feigen. Die Winterhärte nimmt zu, wenn die Pflanze nicht frisch ausgepflanzt wurde. Hat man eine Feige ausgepflanzt, muss man auf einen halbwegs milden (oder eben nicht zu strengen) Winter hoffen. Meine 2005 ausgepflanzte Negronne (schon ein kleiner Baum) überstand diesen Winter nur mit geringen Schäden, dh nur wenige Triebspitzen erfroren. Sie wird Blütenfeigen und, wenn der Sommer ok ist, auch Herbstfeigen tragen.

Versuch es vielleicht mit Ronde de Bordeaux, die ist noch härter als Negronne.
Wenn du in einer rauhen Gegend wohnst, hier ein interessanter Bericht:
http://coplfr.org/articles39a44/article41pag1.html

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 27. Mai 2010, 11:22:42
Gute Nachricht,
meine Feige Brogiotto Nero treibt überall aus, auch an den Spitzen. Sie hat einfach nur auf besseres Wetter gewartet.
Sie legt ein Tempo von über 2 cm Zuwachs am Tag vor und explodiert schier aus allen Knospen. Es ist eine Freude ihr zuzuschauen.
Auch meine Bayernfeigen erwachen zum Leben, sprießen aber noch nicht überall, und ich weiß ich nicht, ob die Spitzen austreiben werden. Da fürchte ich eher einen Frostschaden, obwohl ich sie besser schützen konnte als meine über 2m-Feige.
Wie weit sind Eure Feigen?

Ich wünsch Euch auch so viel Freude mit den Feigen.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mutabilis am 27. Mai 2010, 12:53:21
So ich hab heute meine Negronne ausgegraben und wieder eingetopft und fange wieder bei Null an.

Vor zwei Jahren war das ein schönes Bäumchen mit Stamm und Krone. Trotz sorfältiger Umwicklung und Standort an einer geschützten Wand ist im vorletzten Winter alles erfroren, der Baum trieb von unten wieder neu aus. Und diesen Winter das selbe.
So ist das mit meiner afghanischen Feige auch - letztes Jahr hat sie seeeehr spät erst wieder ausgetrieben, ein paar dünne Ästchen gemacht, bis auf 2 sind alle wieder erfroren. Jetzt hat sie wieder ein paar Blättchen, aber ob sie noch so einen Winter übersteht?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 27. Mai 2010, 20:24:10
Hallo Bergfeige,

wie gross und wie alt ist denn deine Briogotto nero ? Hast du sie im Garten ausgepflanzt...die Feige hört sich interessant an, denn Fl*ra Toskan* hat sie, hatte mich nur nie getraut eine zu bestellen, man lernt nie aus und vor allem immer neue winterharte Sorten dazu...

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 27. Mai 2010, 21:50:36
Also bei mir ist ein Zweig dabei auszutreiben, genau der, der am engsten bei der Hauswand waechst. bei allen anderen tut sich nichts-wobei man jetzt schon die Frostschaeden deutlich sieht, an den duenneren Zweigen, und jetzt z.Teil auch an den zweijaehrigen trieben. Die staerkeren Staemme sehen alle gut aus und bei regen glaenzen sie gruen (im Gegensatz zu den baunen Verfaerbungen der erfrorenen Partien). Denke also, es wird sich noch weiteres tun...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 27. Mai 2010, 22:23:12
@mutabilis: die Ficus afghanistanica ist bei mir den vorletzten und letzten Winter komplett zurückgefroren und trotzdem von Jahr zu Jahr größer geworden (vermutlich aufgrund der sich entwicklenden Wurzelsysteme). Dieses Jahr ist eine aber fast gar nicht zurückgefroren, die andere wieder komplett. Und wir hatten den Mörderwinter hier.

Dass der Winter die Pflanzen sehr unterschiedlich getroffen hat habe ich aber auch an anderer Stelle beobachten können - Ich habe die letzten Winter jedes Mal zwei Agapanthus an den gleichen zwei Stellen verloren (und dann nachgepflanzt). Dieses Jahr war ich fest vom Tod ausgegangen aber siehe da - beide treiben wieder.

Eine Briogotto nero ist mir letztes Jahr bodeneben zurückgefroren und diesen Jahr nun wohl endgültig gestorben. Die Feiglein, die sie einmal angesetzt hatte sind auch unreif gefallen. Ich trauere ihr eher nicht nach. Lieber eine der anderen Sorten nehmen, die hier schon als frosthart beschrieben wurden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 27. Mai 2010, 23:06:09
Hallo Lizzy,
meine Feige kaufte ich Frühjahr 2008 als sehr schönen Hochstamm, damals 1,70 m hoch. Sie war voller Früchte, die aber abfielen. Sofort wuchsen neue, ohne zu reifen. Herbst wurde die Feige in ein leeres Frühbeet gepflanzt, keine Frostschäden im folgenden sehr frostigen Winter. Frühjahr 2010 kam sie an ihren endgültigen Standort. Jetzt hat sie endlich Ruhe.
Reife Früchte habe ich noch nicht ernten können. Trotzdem probierte ich eine Feige, sehr trocken war sie, klein, aber mit einem interessanten Geschmack. Reif müssen sie köstlich sein.
Ich kaufte bei Grünland in Lohmar, erfuhr erst danach, dass diese Gärtnerei Rüdiger Ramme, dem WDR-Fernsehgärtner, gehörte. Er berichtete auf meine Anfrage, dass diese Feige in seinem Garten wächst, und er 2009 über 40 sehr leckere Feigen erntete. Er wohnt in Lohmar.
Meine Feige ist heute etwas über 2m hoch. Letztes Jahr hatte die Feige zu dieser Zeit schon etliche große, ausgewachsene Blätter.
Ich freue mich über die Frosthärte, denn meine anderen Feigen stehen nur 2m entfernt, waren besser geschützt, aber nicht so frosthart und zur Fruchtreife kamen sie bisher auch nicht.

philippus gab den Hinweis:
Hier ein ein Artikel zu Brogiotto Nero (manchmal wird man über Synonyme fündig).
http://www.galgoni.com/ENG/Fotos_Maxi/025.htm

Ich finde diese Feige wunderschön.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 28. Mai 2010, 08:05:47
Hallo,

Brogiotto gilt grundsätzlich nicht als eine Sorte, die für das Freiland in Mitteleuropa geeignet ist. Sie gehört eineseits nicht zu den frosthärtesten (das heisst nicht, dass eine solche Feige einen Winter wie den vergangenen nicht überlebt) und ist andererseits ziemlich spät dran.
In Südfrankreich, wo sie gewerbsmäßig kultiviert wird, beginnt die Ernte im September und erstreckt sich bis Ende November. Zwischen Avignon und Wiesbaden liegt ein Unterschied von ca. 30 Tagen, nicht gerade wenig. Man kann also davon ausgehen, dass bei uns jedes Jahr viele Feigen gar nicht zur Reife gelangen.
Die Qualität soll allerdings sehr gut sein. Der Baum soll sehr groß werden.

Trotzdem wünsche ich Bergfeige viel Glück damit, aber man sollte Brogiotto damit nicht gleich zur geeigneten und frostharten Sorte hochstilisieren. Es gibt genug Sorten, die sich in Summe hier besser schlagen dürften.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 28. Mai 2010, 20:14:09
Ich hatte die meisten Feigen letztes Jahr im Herbst an die Südseite des Hauses gepflanzt. Die keimen jetzt alle. Die Pflanzen, die ich außerhalb im Garten lies, haben bis jetzt noch keine neuen Triebe - da muß ich wohl mit Verlusten rechnen. Von 5 Bayernfeigenstecklingen sind wohl 2 hinüber.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 29. Mai 2010, 08:20:16
Hallo philippus,
hab Deine guten Wünsche an den Baum weitergereicht. Und damit der sich nicht so besonders fühlt, den Rüdiger Ramme angerufen. Seine Feige
Brogiotto Nero treibt auch jetzt aus, hat den Winter gut überstanden, nur ganz oben in den Spitzen wenige Frostschäden. Meine treibt sogar in den Spitzen aus. Zwei aufeinander folgende harte Winter besser zu überleben als die Bayernfeigen daneben, ist für mich ein Hinweis für eine ernstzunehmende Winterhärte.
Inzwischen weiß ich, dass auch in meiner Gegend etliche Kirschlorbeerhecken erfroren sind. Da hätte ich eher erfrorene Feigenbäume erwartet.

Noch ein Frage, lieber philippus, aus welcher Quelle hast Du, dass der Baum sehr hoch wird? Das Bild aus Deinem Link zeigte einen älteren, aber nicht so hohen Feigenbaum meiner Sorte.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 29. Mai 2010, 16:13:56
Hallo,

die offenbar nicht ganz zu unrecht als Weichei geltende Bayernfeige sollte man nicht als Referenz nehmen. Wenn deine Brogiotto die Winter ohne größere Schäden überstanden hat, ist das schon einmal sehr gut. Vielleicht hast du auch ein tolerantes Exemplar erwischt, allgemein ist sie jedoch nicht für Mitteleuropa empfohlen, was auch am späten Fruchten liegt.
Die Quelle zur Größenangabe ist Pierre Baud, Figues, das man in jedem Fall als Standardwerk bezeichnen kann. Es enthält eine genaue Beschreibung der gängisten Sorten.
Hier auch ein paar Infos zur Brogiotto auf seiner Homepage (das ist der französische Name):
http://www.fig-baud.com/cataloguefiguiers/catbourjassottenoire.html
6-10 Meter Breite, 3,5 bis 6 Meter Höhe. Da es sich aber um eine Sorte mit nur einer Ernte handelt, ist sie sehr schnittverträglich. Wüchsig ist sie aber (Vergleiche mit Pastiliere: http://www.fig-baud.com/cataloguefiguiers/catpastiliere.html). Die kleine französische Karte links oben zeigt, dass sie nicht für die Kultur in allen Regionen ideal ist.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 29. Mai 2010, 17:02:38

Oh, danke philippus,
die späte Reife der Früchte wird mich hoffentlich nicht um die Ernte bringen. Und wenn ich mal einen Steckling der Pastiliere bekomme, würde ich dieser Feige sofort ein schönes Plätzchen bei mir anbieten. Allein die Früchte der beiden Feigensorten sind wunderschön.
Ach ja, meine hat eine italienische Pflanzanleitung, und sie wurde von Grünland als winterhart bis -18°C ausgezeichnet.

Als ich meine Brogiotto März 2008 kaufte, war sie ohne Blätter, aber voller kleiner Früchte. Woher kommen im März die Früchte, wenn die Brogiotto nur einmal trägt? Bildet sie denn ununterbrochen weiter Früchte? Oder kam sie evtl. direkt aus Italien?
Alle Früchte fielen unreif ab.

Danke für Deine Infos, Deine Hilfe und Deine Geduld.
Es grüßt
Die Bergfeige

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 30. Mai 2010, 00:55:26
Hallo,

Frosthärteangaben auf 1°C genau machen überhaupt keinen Sinn, da dies je nach Wetterverhältnissen stark variieren kann (feuchte oder trockene Kälte, windig oder windstill, Bodenverhältnisse, Umgebung bebaut oder nicht, Strahlung etc..). -18°C ist eine Temperatur, bei der auch so manche als frosthart bewährte Sorte in Schwierigkeiten kommen kann. Also eher mit Vorsicht zu genießen, Schildchen enthalten die skurrilsten Informationen und werden nicht auf ihre Richtigkeit kontrolliert. Manchmal sind Übertreibungen dem Verkauf dienlich... ;)

Als einmal tragende Sorte sollte Brogiotto nero nur Früchte auf dem neuen Holz bilden (das könnten jetzt bereits kleine Knubbelansätze sein). Ich weiss aber nicht, ob sie die Blütenfeigen (am alten Holz) gar nicht ansetzt oder diese dann noch als ganz kleine Feigen verliert (so wie Pastiliere), ich glaube aber nicht. Wenn deine Feige tatsächlich auf dem alten Holz Feigen trägt, dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um Brogiotto Nero. Was auf dem Etikett steht und die Realität müssen nicht immer konform gehen. Das weiss ich aus eigener Erfahrung.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 30. Mai 2010, 13:26:45
Hallo, Philippus,

... -18°C ist eine Temperatur, bei der auch so manche als frosthart bewährte Sorte in Schwierigkeiten kommen kann. ...
wahr. Bei mir ist in diesem Winter eine 'Brown Turkey', nach übereinstimmender Auskunft verschiedenster Quellen besonders frosthart, sang- und klanglos erfroren. Die Pflanze stand 6 Jahre lang in meinem Garten (wobei sie nach den ersten 2 Jahren umziehen musste von der Hauswand an einen minder privilegierten Platz) und war gut 2 m hoch.

Eine 50 cm kleine 'Goutte d'or' hingegen, im Herbst 2008 gepflanzt, hat die Kälte unbeschadet überstanden. An der Hauswand. Die Frosttoleranz scheint wohl wirklich mehr von den Standortbedingungen abzuhängen als von der Sorte.

Schöne Grüße
Querkopf

Update, siehe hier, #162: 'Brown Turkey' hat 2010 sehr spät ausgetrieben und ist weiterhin quicklebendig.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 30. Mai 2010, 18:12:08
Die Frosttoleranz scheint wohl wirklich mehr von den Standortbedingungen abzuhängen als von der Sorte.
Hallo,

ich würde sagen, dass beides wichtig ist. Eine harte Sorte alleine reicht aber nicht, wenn der Standort ungünstig ist. Genauso ist es umgekehrt: ein günstiger Standort wird einer frostempfindlicheren Sorte auch nicht durch einen strengen Winter helfen. Es gibt Sorten (zB Grise de St.-Jean), die bei Frost im einstelligen Bereich schon Schäden haben können.
Goutte d'or ist übrigens eine ziemlich harte Sorte und dennoch eine Feige die sich nur im Süden wohl fühlt.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Walter69 am 31. Mai 2010, 12:03:12
Hallo Feigenfreunde,

vorhanden: ca. 25 Jahre alter Baum, 4 bis 5 m hoch, zahlreiche (> 50/J) 'grüne' Früchte in den letzten Jahren. Jetzt: kein Austrieb, dünne Äste (bis 1 cm D) braun und trocken, dickere Äste(bis 6 cm) grün nach Anschneiden. Interpretiere ich die bisherigen Antworten richtig?:
1. noch abwarten bis ? (Juniaustrieb?),
2. Mitte Juni oder jetzt schon alles trockene Holz ausschneiden?

Gruß Walter
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 31. Mai 2010, 18:11:45
Hallo Walter69,
nach den Erfahrungen des letzten Jahres wuerde ich sagen abwarten.. Mein Baum (ca. 8J. alt) zeigt das gleiche Zustandsbild, wobei ein Ast (ganz nah an der Hauswand) erste kleine Blaettchen zeigt. Damit muss logischerweise der Saftzufluss von unten also noch funktionieren und daher rechne ich auch weiterhin mit einem Austrieb an den anderen staerkeren Aesten innerhalb der naechsten Wochen. Ich werde erst trockenes Holz entfernen, wenn ich weiss, wo der Austrieb (hoffentlich) erfolgt
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 03. Juni 2010, 22:41:47
@ alle

Geduld mit totgeglaubten Feigen! (http://www.smileygarden.de/smilie/Sonstige/sun_smiley.gif)

Ich habe heute auf dem zu einer Mauer zugewandten Teil eines 2,5 m hohen Stammes einer 16 jährigen Feige viele grüne winzig kleine Knospen über die ganze Länge entdeckt.
Ich wollte das Mahnmal von einem Baum am Wochenende beseitigen.

Der Mensch denkt, die Natur lenkt! 8)

VG
Giaco

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 07. Juni 2010, 23:12:24
Ja hallo-

so sieht es bei mir auch aus!!! Die Sonne bringts an den Tag..

¡Viva la vida!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 16. Juni 2010, 23:44:40
Gestern hat sich endlich eine der verbleibenden Nexö-Feigen zurückgemeldet. Waren Stecklinge des letzten Jahres und sind demnach in diesem Monsterwinter komplett bodeneben zurückgefroren. Langsam war ich am zweifeln, ob die noch kommen. Von den ursprünglich drei ist eine tot, die zweite hatte ich schon ausgegraben (letztes WE... - dachte ich pflanze eine Pastiliere an ihrer Stelle - die wohnt jetzt woanders) und dann schnell wieder eingegraben. Die dritte hat wie gesagt jetzt erste Austriebe aus dem Boden.

Sind schon sehr hart um bei -18 °C zu überleben als Stecklinge des Jahres und ohne jeglichen Schutz... Aber Mitte Juni ist schon arg spät.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: trauben-freund am 22. Juni 2010, 20:10:23
habe heute an dalmatie 2 kleine neuaustriebe vom boden her entdeckt! wollte meine auch schon rausreißen......

nun muss nur noch negronne nachziehn und ich lass die korken knallen ;D

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 22. Juni 2010, 20:44:50
ja, schon klar, das ist ein Grund zur Freude.....
auch meine hat schon 2 Triebe, ca 15cm; hmmm, aber was will ich mit einer Feige, die zum Johanni treibt und ergo keine Früchte bringt?
Also wird sie im September getopft, dann hab ich 2011 wenigstens 10 Früchte

Gruß
AMI
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 23. Juni 2010, 17:20:05
Mein Foto vom 20. Juni von meiner Feige Brogiotto Nero. So sieht der Austrieb in 2 m Höhe aus. Wunderschön. Nur 1-2 Wochen verspäteter Austrieb. Sehr geringe Frostschäden.
Für die langsamste Bayernfeige müsste ich mit dem Makro aufnehmen, sonst würden wir die Veränderungen kaum erkennen. Sie sind fast vier Wochen verspätet.
Geduld. Die nächsten Tage werden warm.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 23. Juni 2010, 17:26:32
Beide Bayernfeigen im Topf haben es doch geschafft. Standen nicht allzu exponiert, aber eben im Kübel draussen. Ich hatte sie vergessen und eigentlich abgeschrieben, weil der Winter so lang und kalt war. Da man über die Jahre Geduld haben lernt, aber nicht weggeworfen sondern stehen gelassen. Schön!

Ich frag mich nur wirklich, ob ich sie im neuen Garten auspflanze oder nicht doch in Kübeln lasse und anders überwintere. Sehr befriedigend war die Sache mit den Feigen bisher nicht. Klein, eher trocken ... jedem Naschmarktstandler flögen solche Dinger um die Ohren.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 24. Juni 2010, 00:16:28
Geduld mit totgeglaubten Feigen! (http://www.smileygarden.de/smilie/Sonstige/sun_smiley.gif)



Die totgeglaubten Feigen 2010


Weiter gehts mit der Freude im Juni:
[td]

Bornholm Selektion Nexoe

[/td]
[td]

Bornholm Selektion Nexoe_2

[/td]
[/table]

So verschieden kann es sein:

[td]

Dalmatie 20.04.09

[/td]
[td]

Dalmatie 20.06.10

[/td]
[/table]

Ich werde weiterhin beides versuchen: Feigen im Kübel und ausgepflanzt

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 24. Juni 2010, 08:28:40
Ich bin begeistert, danke für die Fotos. Wunderschöne Feigen mit herrlichen Früchten. Sie haben mich überzeugt, ich brauche eine Feige, die direkt mit dem Austrieb fruchtet. Das ist ja ein Traum. Und die Früchte würden reifen.
Meine Brogiotto zeigt noch keinen Fruchtansatz. Aber schön gewachsen ist die Feige. Ich freue mich täglich an ihr, werde ihr von Bornholm und Dalmatie erzählen und sie liebevoll bitten, dieses Jahr rechtzeitig an Früchte zu denken.

Frage: Kann man auf einem Feigenbaum andere Sorten veredeln?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 24. Juni 2010, 19:30:28

Frage: Kann man auf einem Feigenbaum andere Sorten veredeln?


Man kann. Hier die Anleitung zum Mehrsortenfeigenbaum.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 24. Juni 2010, 20:04:03
Hallo Giaco85,
was für ein Baum. Danke für diese Info und die herrliche Übersetzung. Genial, neun verschiedene Feigen. Ich bin sehr beeindruckt. Welche Sorte war die Mutterfeige?

Doch... wenn die Feige bei Frost herunterfriert, ist alles für die Katz. Meine Brogiotto hat die letzten beiden Winter nur 10 - 15 cm Spitze eingebüßt. Sie gilt lt. Fachleuten hier im Forum nicht als besonders frosthart. Die Bayernfeigen haben sich feige verkrochen, das Obergerüst aufgegeben und lugen jetzt vorsichtig aus tief gelegenen Startlöchern, ob die Luft rein ist. Die fallen als Unterlage aus.
Welche Unterlage nimmt man zum Veredeln? Sie braucht ja keine schmackhaften Früchte zu tragen, soll nur frostfest sein und die Säfte früh steigen lassen, sonst hilft die beste Veredelung nichts, oder?

Schon selbst ausprobiert?
Mich würde es reizen, muss aber erst das Veredeln lernen. Bis dahin kann die Unterlage wachsen.

Es grüßt
Die Bergfeige


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 24. Juni 2010, 22:03:35
Hallo Bergfeige,

habe ich noch nicht ausprobiert. Einen 2 Sortenbaun (-strauch) habe ich für nächstes Jahr geplant. Als Unterlage werde ich Nexö wählen. Bei mir sehr frostfest. Als zweite Sorte kommt Madeleine des Deux saisons in Frage. Durch ihre frühe Reife der Blütenfeigen und der frühen Herbstfeigen + Blütenfeigen der Nexö ab letze Dekade Juli ergibt sich ein sehr langes Erntefenster des Baumes.

Hier ein Reifekalender.


Für die amüsante Übersetzung mußt Du Dich bei Tante Gugel bedanken.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Thilly am 25. Juni 2010, 16:48:58
 Hallo,
im zweiten Jahr steht nun unser Feigenbaum brogiotto nero
und die beiden kalten Winter prima überstanden.
In diesem Jahr wird er aber nur 1 Feige reifen lassen, weil er im Frühjahr alle anderen abgworfen hat. Ich vermute mal, daß ich ihn mehr hätte gießen müssen :-\

Im letzten Jahr hab ich zweimal versucht aus den Ausläufern neue Bäumchen zu ziehen, doch sie sind nicht angwachsen.
Hab ich da was falsch gemacht??...besser... Wie mache ich das richtig??
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 25. Juni 2010, 17:05:54
Thilly, auf deine Frage hab ich leider keine Antwort, aber ich hab eine ähnliche Erfahrung gemacht mit den Feigen dieses Jahr, was dich beruhigen dürfte:
Obwohl die Feige scheinbar keine Winterschäden hatte, warf sie etwa die Hälfte der Winterfrüchte ab - so etwas hab ich bislang noch nie erlebt. Die Früchte begannen vorne an der "Spitze" zu faulen und fielen dann ab. Jetzt hängen nur noch ein paar, schätzungsweise zehn. Kein Vergleich zu sonst.
Also am Giessen wird's definitiv nicht liegen. (Abgesehen davon, dass es ja heuer eher zu nass war, als sonstwas.)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Thilly am 25. Juni 2010, 17:12:18
Hallo,
also bei uns am Niederrhein hat es bisher definitiv zu wenig geregnet
....von "zu nass" kann bei uns keine Rede sein ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nicoffset am 25. Juni 2010, 17:22:50
Wie auch immer, dich trifft definitv keine Schuld. 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 25. Juni 2010, 21:36:34
Hallo Giaco85,
ich bin schon gespannt, wie es sich bei Dir entwickelt. Habe ich Dich richtig verstanden, die Nexö wächst schon bei Dir, auf ihr kannst Du dann veredeln. Wie groß ist die Feige und wie alt? In welcher Höhe wirst Du die Veredelung ansetzen? Ich denke an die Frostgefahr.
Meine Feige wurde mal einstämmig gezogen, doch dann vergaß ich einen Wurzeltrieb abzuschneiden. Dieser Trieb wird vom Baum am schlechtesten versorgt, obwohl er sehr dick ist und keinen Meter hoch. Seine Knospen schwellen jetzt erst an. Ich dokumentiere mit Fotos, in welchen Ästen der Baum zuerst Säfte steigen lässt, wo sich zuerst Blätter bilden. Diese Äste wären dann ideal für die Veredelung. Meinst Du auch?

Ach, Dein Link funktioniert bei mir nicht. Schade.
Es grüßt
Die Bergfeige

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 25. Juni 2010, 22:15:34
@ Bergfeige,

die Feige, die als Unterlage dienen soll, ist ein Bodentrieb meiner ca. 16 jährigen Feige Nexö. Es geht mir bei diesem Versuch nicht um die Erhöhung der Frostfestigkeit der aufgesetzten Madeleine de 2 Saison, sondern um 2 Sorten auf einen Baum (Strauch). Ich habe mir deshalb noch keine Gedanken um die Höhe der Veredlungsstelle gemacht.
Das Bäumchen möchte ich dann verschenken.

Ich glaube mich zu erinnern, dass Du in der Nähe von Köln zu Hause bist. Vielleicht sind dann Deine Feigen in der überwiegenden Zahl der Winter keiner Extremkälte ausgesetzt.

Der Reifekalender nochmals ===> (http://www.smileygarden.de/smilie/Sonstige/sun_smiley.gif) Achtung! Die Reifezeiten gelten für 44° 14' N, 5° 5' O. Ich addiere für mich 40 Tage hinzu.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 22. Juli 2010, 17:03:33


@Giaco85 - und wieder danke ich für Deine Hilfe. Der Reifekalender für Feigen fehlte mir noch.
Meine Gegend hat noch etwas Rheinklima, aber -20 °C erreichen wir in Ausnahmenächten auch.

Mein Feigenbaum brogiotto nero hat zig neue Bodentriebe, sicher schon 30 - 65 cm lang. Da ich keine einzige Frucht an den Neutrieben fand, denke ich, dass diese Triebe in diesem Jahr nicht mehr fruchten. So möchte ich sie zur Vermehrung nutzen. Auch, weil die Feige ein Baum bleiben soll.

Bei welcher Technik wurzeln die Zweige in dieser Jahreszeit sicher:
1. Absenker
2. Stecklinge schneiden, in Wasser stellen oder direkt in Erde und eine Plastikflasche drüber stülpen und im Schatten lagern.
3. @Giaco85, Deine Technik mit Weizenkorn werde ich auch ausprobieren, auch Deinen Link.

Noch eine Idee?
Es dankt
Die Bergfeige


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. Juli 2010, 11:24:31
Bei welcher Technik wurzeln die Zweige in dieser Jahreszeit sicher:

Hallo,

Versuch es mit Stecklingen aus nicht verholzten Trieben.
hier mal ein Link. Ist zwar nicht in deutscher Sprache, aber selbsterklärend:

http://www.greffer.net/?p=55

Übrigens: das Buch Bauds (Figues) widmet zahlreichen Sorten eine eigene Seite, darunter auch Brogiotto Nero.
Zum Reifekalender ist noch hinzuzufügen, dass, wie ich aus anderer Quelle weiss, zwischen Vaison und Wiesbaden von einer Verzögerung von rund 30 Tagen auszugehen ist. Das kann aber von Sorte zu Sorte variieren. Auch die Verzögerungen zwichen den einzelnen Sorten in Tagen oder Wochen sind nicht immer 1:1 auf unsere klimatischen Verhältnisse übertragbar.
Vaison liegt am nördlichen Rand der mediterranen Klimazone.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bergfeige am 25. Juli 2010, 12:25:04
Danke philippus,
genau der Link gab mir Hinweise. Ich habe so viel Wildwuchs, dass ich verschiedene Bewurzelungsmöglichkeiten ausprobieren will. Egal, ob die Früchte hier reif werden, dieser Feigenbaum ist einfach schön.
Es grüßt
Die Bergfeige
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 26. Juli 2010, 11:51:44
Die Früchte begannen vorne an der "Spitze" zu faulen und fielen dann ab. Jetzt hängen nur noch ein paar, schätzungsweise zehn. Kein Vergleich zu sonst.
Hallo,

das ist ein Spätwinter- oder Frühjahrsschaden. Die Blütenfeigen, die ja schon im Vorjahr angesetzt werden, werden gegen Ende des Winters immer empfindlicher und können Spätfrösten oder langen Wintern zum Opfer fallen.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 27. Juli 2010, 15:07:52
In diesem Jahr wird er aber nur 1 Feige reifen lassen, weil er im Frühjahr alle anderen abgworfen hat.

Thilly,

was meinst du mit Frühjahr? Wenn du Feigen am alten Holz (die in Ansätzen schon im Winter da waren) meinst, dann ist deine Feige zweimaltragend und damit keine Brogiotto Nero (im Frühjahr kann das ja nur auf dem alten Holz gewesen sein, da sich die Feigen auf dem neuen Holz erst später zu bilden beginnen). BN hat nur eine Ernte und zwar auf dem frischen Holz.

Ich stelle dir mal eine Beschreibung von BN aus dem Buch von Baud rein, dann kannst du ja vielleicht beurteilen, ob deine übereinstimmt.

Gruß

(http://img15.imageshack.us/img15/3584/bourjasotte.th.jpg)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 31. Juli 2010, 22:49:36
@ alle Feigenfreunde

Meine Bornholmselektion Nexoe hat den Winter wirklich gut überstanden:

[td]

Nexoe 20.06.2010

[/td]
[td]

Feige Nexoe 31.07.2010

[/td]
[/table]

Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen erlaubten, dass sie die ersten Früchte nur ca. 10 Tage später als im letzten Jahr zur Reife brachte.

[td]

Feige Nexoe 31.07.2010

[/td]
[td]

Feige Nexoe 31.07.2010

[/td]
[td]

Feige Nexoe 31.07.2010

[/td]
[/table]

Und in den nächsten Wochen werden dann sukzessive alle reif.


Feige Nexoe 31.07.2010



Trotz Frost bis - 22°C hat sie überlebt und fruchtet, wenn auch weniger als sonst.
Ich bin es zufrieden. (http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_011.gif)

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 31. Juli 2010, 23:31:55
... sehen super aus. Meine hat inzwischen mehrere Triebe wobei die Seitentriebe noch sehr dünn sind. Aber als Steckling gleich den Monsterwinter überstanden zu haben zeugt von der Härte der Nexö.

@Giaco85: Von den neuen sind nur drei von vier angegangen und eine davon nach Umpflanzen verstorben - weshalb ist mir schleierhaft. Danke für die Steckis noch einmal.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 31. Juli 2010, 23:48:51
@ frankste

Du hast bestimmt durch den Frost geschädigtes Steckholz von mir bekommen.

Die Schädigung war leider erst erkennbar, wenn das Steckholz nicht austrieb.

Ich habe auch von den Steckhölzern der Nexoe vom Frühjahr nur 80 % zum Bewurzeln gebracht.

Bei weiteren Bedarf melde Dich per PM.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 06. August 2010, 21:24:10
Hallo Giaco85, ich bin der Gruender dieses Threads.. mein Feigenbaum hat schlussendlich ueberlebt, aber mit erheblichen Frostverlusten, auch vom mehrjaehrigen Holz. Dafuer hat er von den unteren Etagen aus kräftig ausgetrieben und gleicht jetzt eher einem Busch las einem Baum wie noch vor 2 Jahren.
Da ich jetzt umziehe in mein Elternhaus, werde ich wohl Abschied nehmen muessen, jedoch einen Steckling mitnehmen. Wie ist es denn mit Deiner Sorte Nexoe-wo kann man diese beziehen? Wuerde es funktionieren, jetzt noch einzupflanzen, oder doch erst im naechsten Fruehling?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 06. August 2010, 22:35:09
@feigen-amigo
Eine PM ist an dich unterwegs.
Du kannst den halbreifen Steckling jetzt stecken.
Anleitung siehe hier
Stecke ruhig mehrere und stelle die Töpfe an verschiedene Stellen zur Bewurzelung.
Die erste Runde ist mir in diesem Jahr fast komplett verfault.

VG
Giaco
Titel: Empfehlenswerte Feigensorte?
Beitrag von: mickeymuc am 18. März 2011, 11:55:29
Servus,

Ich gärtnere gerade nicht in München, sondern im schwäbischen Dettignen an der Erms (Nähe Reutlingen) an einem Südhang / ehemaliger Weinberg. Nachdem hier Wein wächst dachte ich mir eine Feige könnte eine feine Sache sein - kann mir jemand eine Sorte aus eigener Erfahrung empfehlen? Bei Hortensis gibts ja eine Unmenge Sorten, anderswo werden "Pfälzer Fruchtfeige" und "Frühe Dalmatiner" angepriesen, aber Erfahrungsberichte gibts kaum.
Wäre super wenn mir jemand mit Erfahrungen aus erster Hand helfen könnte!

Viele Grüße!

Michael
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: macrantha am 18. März 2011, 12:01:55
Hallo Mikemuck,

ich habe Deine Frage hier angehängt, weil es in diesem Thread viele gute Sorten- und Wuchsbeschreibungen gibt.
Ich denke, das bringt Dich weiter.

LG
macrantha
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. März 2011, 12:20:13
Hi mickeymuc,

ohne den kompletten Thread durchzulesen, zunächst mal eine schnelle Antwort:

Meine besten Feigensorten sind bis jetzt: Negronne, Dalmatie, schwarze Rauchfeige und Bozner Blaue.
Sie sehen momentan am besten aus und scheinen bis in die Spitzen wieder auszutreiben. Negronne und schwarze Rauchfeige haben schon die letzten Megawinter mit bis zu -19 mit Vliesüberwurf als frisch gepflanzte Pflanze mit Rückfrost um die Hälfte "mit am besten" überstanden.
Dalmatie hatte ich da noch nicht. Sie soll jedoch auch gut wintertauglich sein, sehr früh reifen und riesige grüne Früchte bilden.
Meine Bezugsquelle war eine gute Versandgärtnerei in Nancy, bei der man auch ohne Französischkenntnisse im Internet bestellen kann. Die liefert teilweise bis 1,5 m große "Feigenhalbstämme" für um die 15 Euro in guter Qualität. Falls ich die Firma hier nicht nennen darf, bitte wieder rauslöschen : graines-baumaux.com.

Die Finger würde ich persönlich von der Bayernfeige lassen, der Name täuscht, das Teil friert bei mir noch vor anderen Sorten zurück :P

Grüße vom Mainland


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mickeymuc am 18. März 2011, 14:07:34
Hallo Mediterraneus,

Vielen Dank für die schnellen Tipps! Ist denn Dalmatie die gleiche Art wie die gerade oft angebotene "Frühe Dalmatinerfeige"?
Eine große Auswahl gibts ja auch bei Hortensis.de, aber ein paar neutrale Erfahrungsberichte sind sicher die beste Grundlage um auszuwählen.

Viele Grüße!

Michael

p.s. von wegen Mainviereck - ich komm übrigens aus Lohr...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. März 2011, 19:05:37
Hallo Michael (auch vom Mainviereck),

die "frühe Dalmatinerfeige" ist meiner Meinung nach nicht die Sorte "Dalmatie" aus Frankreich. Die original Dalmatie hat riesige grasgrüne Feigen in Birnengröße mit erdbeerfarbenem Fruchtfleisch, wächst sehr kompakt und ist auch für kleine Gärten geeignet. Sie soll neben "Brown Turkey" mit die am winterhärteste Feige sein. Ich probiere das zur Zeit aus, habe aber erst 2-3 Jahre Erfahrung.
Es gibt noch die Sorte "Precoce de Dalmatie"(heißt das nicht auch sowas wie Frühe aus Dalmatien? mein französisch ist sogut wie nicht vorhanden ;) ), die evtl. mit der Bornholmfeige identisch sein soll. Sie ist jedoch braunfruchtig und somit nicht "Dalmatie".
Das mit den Feigensorten ist sehr unübersichtlich, es gibt in Deutschland erst die letzen paar Jahre Feigen mit Namen. Davor gabs einfach nur "Feigenbaum" :-\
Lebhafte Diskussionen über Feigensorten und ihre Winterhärte gibt es lediglich in USA und auch in Frankreich. Bei uns fängt das erst an.

Es gibt aber wohl noch mehr Feigensorten, die sehr hart oder noch härter als die bisher bekannten sind. Man müsste halt einfach mal mehrere Sorten nebeneinander ausprobieren.


Grüße aus dem Spessart, nähe Marktheidenfeld
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ninabeth am 19. März 2011, 09:32:08
Kennt jemand von euch diese:
Feige Nordland und Contessina - rot-violette Früchte, selbstfruchtbar, kompakter Wuchs, Reifezeit August und Oktober, winterhart bis - 15° - so die Beschreibung.
Diese wird hier bei uns in einen Gartencenter so beschrieben angeboten.

Bayernfeige friert bei uns auch immer zurück.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2011, 09:54:43
Hallo ninabeth,
bei den Feigen "Nordland" und "Contessina" (und auch "Goldfeige") handelt es sich um "Züchtungen" des schweizer Anbieters Häberli.
Meiner Ansicht nach sind das gängige Sorten, die unter einem neuen Phantasienamen vermarktet werden ( und das nicht schlecht, die Dinger kosten fast 30 Euro).
Ich habe mir jedoch auch eine "Nordland" zugelegt, und zwar im letzten November zum halben Preis ;). Diese Pflanze hab ich allerdings den ersten Winter ins Tomatenhaus gepflanzt. Sicher ist sicher.
Leider gibt es in Deutschland und sicher auch in Österreich nur wenige Feigensorten zu kaufen, so dass man nur auf solche Angebote angewiesen ist, obwohl es weitaus besseres gäbe. Bei Feigen gibt es eine erstaunliche Sortenvielfalt, die aber nur in Frankreich, Italien oder auch in der Schweiz angeboten werden.
Einen guten Sortenüberblick auf deutsch gibt die Seite der schweizer Firma" mercato-verde". Die testen Feigensorten in Chur, also in etwa in mitteleuropäischem Klima. Einfach mal in die Suchmaschine eingeben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ninabeth am 19. März 2011, 10:12:11
Danke Mediterraneus
Preis stand noch keiner dabei, der Verkauf ist für KW 19 angekündigt.
Ich hätte halt gerne ab und zu mal eine Feige aus meinen Garten.
Die Bayernfeige treibt zwar immer aus der Basis neu aus, es gibt aber keine Früchte - Frust!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2011, 10:25:08
Mir gehts genauso, die Bayernfeige habe ich mittlerweile nur noch als Vergleichsfeige sitzenlassen. Ich überlege aber , sie zu entfernen. Da hab ich noch nie was geerntet.

Im Gegensatz zu einer Noname-Baumarktfeige, die schon oft Früchte hatte(allerdings nicht bei mir, sondern 500m Luftlinie von meinem Garten), aber in den letzten beiden strengen Wintern ist diese Feige mit armdicken Stämmen auch bis zum Boden runtergefroren. Die Winter waren die strengsten seit über 20 Jahren.

Naja, und jetzt bin ich halt auf der Suche nach der ultimativen winterfesten Feige. Ist mittlerweile etwas ausgeartet, ich habe 20 Sorten zusammengetragen ;) ;D
Davon sind aber noch ein paar im Tomatenhaus, weil erst spät im Jahr 2010 gekauft.

Es zeichnen sich jedoch schon nach kurzer Testzeit Unterschiede ab. Die besten Sorten bis jetzt habe ich oben genannt. Und eines ist auch sicher, die Bayernfeige ist nicht die härteste unter meinen Kandidaten.


LG vom Mainviereck
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: macrantha am 19. März 2011, 11:51:05
Schaut doch mal auf Seite 3 (Antwort # 35) von Philippus - da hat es eine schöne Aufzählung verschiedener Feigensorten und eben die persönlichen Erfahrungen dazu.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 19. März 2011, 13:40:00
Schaut doch mal auf Seite 3 (Antwort # 35) von Philippus - da hat es eine schöne Aufzählung verschiedener Feigensorten und eben die persönlichen Erfahrungen dazu.

...und hier (#50) gibt es mehr Feigen-Threads mit noch mehr Infos ;).

@Mediterraneus:
... Meine Bezugsquelle war eine gute Versandgärtnerei in Nancy ...Die liefert teilweise bis 1,5 m große "Feigenhalbstämme" ... graines-baumaux.com. ...
dass Baumaux gute Qualität liefert, kann ich bestätigen. Dass so große Pflanzen dabei sind, habe ich zuvor aber noch nie gehört. Meine eigenen entsprachen dem, was man nach den Website-Angaben erwarten kann: 3-Liter-Töpfe, Jungpflanzen, ca. 50-60cm hoch, aber kräftig. Freunde hier in der Nähe haben Ähnliches berichtet. Da hast du offenbar spezielles Glück gehabt :).

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 19. März 2011, 16:27:36
Preis stand noch keiner dabei, der Verkauf ist für KW 19 angekündigt.
Ich hätte halt gerne ab und zu mal eine Feige aus meinen Garten.
Die Bayernfeige treibt zwar immer aus der Basis neu aus, es gibt aber keine Früchte - Frust!

Ninabeth, wenn du kein Risiko bzw. keinen Frust willst, wäre eine andere Quelle wohl sicherer. Ich habe seinerzeit beim Pr...ac eine Feige gekauft, weiss die Sorte nicht (Brown Turkey?). Dort gibts dzt. 5 Sorten im Katalog.
Der Link verbindet leider nicht direkt, unter Obstgehölzen nachsehen.

Meine bekommt im Frühsommer und im Herbst bräunliche Früchte, die vollreif auch gut sind. Im Vorjahr hat der Frost die Triebspitzen erwischt, aber nur ca. 5cm, die sie im Sommer wieder aufgeholt hat.

Im Süden Wiens gibts auch eine Gärtnerei mit mediterranen Pflanzen, mir fällt der Name nicht ein. In Leopoldsdorf beim Golfplatz fiel mir das Hinweisschild an der Kreuzung auf.. ::).. wenn ich vorbei komm', muß ich nachschauen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2011, 18:14:03
@Querkopf:
Boah, da wird man ja fast erschlagen vor lauter Feigeninfos, werde mich nach und nach mal durchackern ;)

Die Pflanzen von Baumaux waren nicht alle 1,5 m hoch, wenn man allerdings weniger beliebte Pflanzen bestellt, fallen die größer aus. Ich hatte Doree (Goutte d Or , sorry wegen meinem französisch) bestellt, die war nicht in den Versandkarton gegangen und sogar oben noch ein Stück eingekürzt gewesen. Ein Riesenteil, sowas hätt bei uns 50 Euro gekostet...
Die Qualität war jedoch durchweg gut und das bei 12 Euro Versandkosten, egal wieviel man bestellt, da kann man nicht meckern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. März 2011, 18:26:46
Die Erfahrungen von philippus (#35 ff.) kann ich durchweg bestätigen.

Lediglich von "Pastilliere" bin ich bis jetzt enttäuscht. Sie scheint nach Rückfrost eben keine Früchte zu bilden, obwohl sie einmaltragend ist und besonders früh am einjährigen Holz tragen soll. Pastilliere ist bei mir bis zum Boden zurückgefroren im letzten Winter, nach diesem Winter besteht noch Hoffnung. Feigen zeigen ja erst spät im Frühjahr leben, wenn es etwas zu frostig war.

Mein Favorit( bis heute) ist die" Negronne" ,die auch bei philippus nicht zurückgefroren ist. Diese Feige ist anders als die anderen: Sie hat rotweinfarbene Blatt- und Fruchtknospen, deshalb kann man sie auch gut im Winterhalbjahr identifizieren. Sie treibt jetzt schon bis in die Spitzen, die Knospen sind prall und saftig. Kann ich nur empfehlen.
Allerdings lässt sich von Negronne bei mir bisher kein einziger Steckling bewurzeln, während z.B. bei Dalmatie jeder Steckling Wurzeln treibt. Da ist Negronne wohl etwas eigen, aber wenn das der einzige Fehler ist ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ninabeth am 19. März 2011, 19:11:44
@ManiumGarten
Danke für die Info
Wollte eh demnächst mal wieder zu Pr..... und St... nach Tulln fahren :D, mal schauen was es so gibt ::) und gleichzeitig dazu Verwandtenbesuch erledigen.
Meinst du das Schild zum Palmengarten und Exoten in Achau? Das ist im Nachbarort, dort gibt es nur Zierpflanzen, vorallem Palmen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 19. März 2011, 19:31:53
Ja genau. Unter Exoten etc. hätte ich auch Feigen vermutet, schade. Aber dann freuen sich die Verwandten in Tulln. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: obstler am 21. April 2011, 20:06:39
Ich weiss nicht wie es bei euch aussieht dieses Frühjahr, aber die RdB und die Bornholmfeige hat der Frost in diesem Winter (Tiefstwert -19/-20 ), zumindest oberirdisch, vernichtet. Ob sie noch einmal austreiben ist bisher nicht abzusehen, aber ich glaube für die Klimazone 7a sind Feigen einfach nicht geeignet, bzw. nicht frostfest genug - hier war oder ist der Wunsch mehr der Vater des Gedanken gewesen :).

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nahila am 21. April 2011, 20:36:26
Bei uns war es eigentlich wirklich nicht sonderlich kalt, aber die Bornholmfeige ziert sich auch hier noch mit dem Grün :-\
Ein winziger namenloser Steckling, den ich letztes Jahr einfach ins Beet gesteckt hatte, treibt hingegen schon fleißig wieder aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. April 2011, 22:15:55
Ich weiss nicht wie es bei euch aussieht dieses Frühjahr, aber die RdB und die Bornholmfeige hat der Frost in diesem Winter (Tiefstwert -19/-20 ), zumindest oberirdisch, vernichtet. Ob sie noch einmal austreiben ist bisher nicht abzusehen, aber ich glaube für die Klimazone 7a sind Feigen einfach nicht geeignet, bzw. nicht frostfest genug - hier war oder ist der Wunsch mehr der Vater des Gedanken gewesen :).

Hi Obstler,
wie lange hast du die beiden schon ausgepflanzt?
-20 ist auch extrem. Wenn das öfters auftritt, wird die Feige immer wieder bis zum Boden abfrieren.(Das wäre dann auch nicht mehr Zone 7a, so nebenbei ;) )
Man kann dann lediglich versuchen, vor dem Winter junge Triebe auf den Boden zu biegen, und mit Laub oder ähnlichem Material abzudecken. Im Frühjahr wieder hochbiegen, diese Äste Überleben dann und können Früchte tragen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 21. April 2011, 22:41:16
Die Feige hier macht derzeit auch keinen Mucks, man sieht noch keine Triebe, Knospenschwellung etc. Dabei habe ich sie ca. 2004 in den Garten gepflanzt, damals noch an eine Südwand. Die letzten beiden Winter (bis -15°) nach der Übersiedlung hat sie auch gut überstanden. Der heurige war eigentlich nicht kälter, nur länger. Offenbar ist auch 7b zu kalt. ???
Zum Glück habe ich einen Ausläufer im Herbst eingetopft, der treibt schon fröhlich.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. April 2011, 22:49:03
7b geht bis -14, wenn ich mich recht erinnere? ;)
Das wäre für Feigen kein Problem.

Ich würde die Hoffnung nicht aufgeben. Nur nach extrem milden Wintern zeigt der Feigenbaum so früh im Jahr Knospen und Blätter.
War es etwas zu kühl, so kann sich scheinbar totes Holz noch regenerieren und im Juni austreiben. Also nicht zu bald zurückschneiden.
War es viel zu kalt, dann treibt die Feige höchstwahrscheinlich wieder aus der Basis aus. Auf Früchte muss man dann für dieses Jahr verzichten.

Bei den geschilderten Tiefsttemperaturen wird deine Feige sicher wieder austreiben.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 21. April 2011, 23:03:25
Danke, ich bin ohnehin vorsichtig. Die Triebe sehen zwar nicht lebendig aus, aber im Vorjahr zögerte ich mit dem Schnitt, und war hinterher froh. Erst trieben nur weiter unten an den Ästen die Knospen aus, aber sukzessive immer weiter Richtung Triebspitzen. Am Ende waren nur 5cm abgestorben.
Aber heuer... die sehen echt tot aus. ??? Der Nachbar hat übrigens auch eine Feige im Garten, aber nicht als Baum, sondern als Busch. Weil sie offenbar öfters ganz zurückfriert und dann am Boden neu austreibt. :-[

Wenn ich das richtig recherchiert habe, geht 7b bis -15°.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. April 2011, 23:16:16
Wenn die Feige einmal komplett zurückfriert, dann wächst sie als Busch, bzw. mehrstämmig.
Man muss sich im Klaren sein, dass die Feige als mediterrane Pflanze bei uns an ihre Grenzen stößt.
Frei ausgepflanzt (ohne Mauerschutz/Windschutz im Winter) wird sie wohl dauerhaft nur in Zone 8 wachsen. Z.B. im Rhein-Main-Gebiet wachsen Feigenbäume seit Jahrzehnten im Apfelbaumformat.
Unterhalb von Zone 8 sind Feigen auch winterhart, allerdings nur der Wurzelstock. Auf einen richtigen Baum muss man dort verzichten.

Bei mir in 7a (-15 bis -17,7 ;) ) wächst die Feige nur an Wänden einigermaßen. Dort sind oberarmdicke Stämme möglich.
Es kommt auch auf die Sort an, ich habe verschiedene Sorten, die unterschiedlich hart zu sein scheinen.

LG vom Main
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 21. April 2011, 23:48:09
Hallo, Manu,

Feigen lassen sich mitunter viel Zeit. Bitte hab' noch etwas Geduld! Hier gibt's mehrere Berichte über unerwartete Wiederauferstehungen bereits totgeglaubter Feigen - extrem spät, erster Austrieb Anfang Juli (!).

Und jetzt ist doch erst April...

... Wenn ich das richtig recherchiert habe, geht 7b bis -15°.
Infos zu den Winterhärtezonen findest du hier. WHZ 7b reicht von minus 12,3°C bis minus 14,9°C. Wobei das Durchschnittswerte sind, gemittelt aus den Tiefsttemperaturen möglichst vieler Jahre. Kommt mal ein besonders eisiger Winter, ändert das erstmal nichts an der Winterhärtezone und daran, welche Pflanzen "im Prinzip" gedeihen - auch dann nicht, wenn Ausreißer-Minima einzelne Gewächse meucheln... Winterhärtezonen sind keine Bibel und keine Garantie, sie sind nur ein grober Anhaltspunkt.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nahila am 22. April 2011, 00:22:49
Nur nach extrem milden Wintern zeigt der Feigenbaum so früh im Jahr Knospen und Blätter.


Dann war es hier extrem mild, die Feigenbäume in der Nachbarschaft haben teilweise schon handgroße Blätter ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: obstler am 22. April 2011, 09:24:10
Hi Obstler,
wie lange hast du die beiden schon ausgepflanzt?
-20 ist auch extrem. Wenn das öfters auftritt, wird die Feige immer wieder bis zum Boden abfrieren.(Das wäre dann auch nicht mehr Zone 7a, so nebenbei ;) )
Man kann dann lediglich versuchen, vor dem Winter junge Triebe auf den Boden zu biegen, und mit Laub oder ähnlichem Material abzudecken. Im Frühjahr wieder hochbiegen, diese Äste Überleben dann und können Früchte tragen.
Zitat

Hallo Mediterraneus,

die Feigen warne ca. 3 Jahre im Kübel und sie wurden dann voriges Frühjahr ausgepflanzt (im Freien ohne Mauerschutz). Falls sie nochmal austreiben, werde ich es mal mit deinem Tipp versuchen :)
@querkopf Danke für den Klimazonenlink - Ost BRB befindet sich laut Diagramm in Klimazone 7a, mit Tendenz zu 6b - wie schon angemerkt beziehen sich die Temperaturen wahrscheinlich auf die Durchschnittswerte, mit Abweichungen nach oben oder unten.

Allen ein Frohes Osterfest!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 22. April 2011, 22:35:26
Wenn die Feige einmal komplett zurückfriert, dann wächst sie als Busch, bzw. mehrstämmig.
....
Bei mir in 7a (-15 bis -17,7 ;) ) wächst die Feige nur an Wänden einigermaßen. Dort sind oberarmdicke Stämme möglich.
Es kommt auch auf die Sorte an, ich habe verschiedene Sorten, die unterschiedlich hart zu sein scheinen.

Gute Idee!!!! ;D
Beim Pflanzen des Feigenbaumes hat mir GG verboten, sie direkt an die schützende Gartenmauer zu pflanzen, weil Bäume 3m Abstand halten müssen. Aber den inzwischen austreibenden Ausläufer der Feige, den ich im Topf im Haus überwintert habe, den pflanze ich jetzt an die Mauer (südl. Standort). Als Strauch darf er ja. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: margali am 22. April 2011, 22:55:30
Auch bei mir (südl. Donauvorland) war der Winter vergleichsweise mild; meine namenlose D.....r-Feige zeigt ebenfalls handgroße Blätter und Früchte in der Größe einer Tafeltraube.
Sie wächst aber auch im Stadtklima in einer Südwest-Mauerecke. Auch im letzten, vergleichsweise kalten Winter mit viel Kahlfrost ist sie nur ca. 20 cm zurückgefroren, trieb aber erst Ende Mai aus.
Ich hoffe dieses Jahr auf zwei Ernten ... wenn mir ein Spätfrost keinen Strich durch die Rechnung macht ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 12:41:25
Keine Sorge, meine Pastilliere ist letztes Jahr auch erst Anfang Juni ausgetrieben, hat im Laufe des Jahres 3 grössere verholzte Zweige gebildet und dass nur aus dem unteren Stammrest. Die Komplette Feige war zurückgefroren bei - 17,5 ° C im Winter 2009/ 2010.

Dieses Jahr treibt sie schon seit Anfang April, da kaum zurückgefroren. Den letzten Winter hatte es maximal - 10°C Tiefsttemperatur, relativ mild.

Ich werde dieses Jahr nochmal 2 Feigen ( Brown Turkey und die Pfälzer Fruchtfeige ) in den Garten auspflanzen. Habe mit der Kübelkultur nicht so gute Erfahrungen gemacht. Habe keinen geeigneten Ort zum Überwintern, Keller und Dachboden zu warm.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 13:18:39
Ihr Glücklichen!
Wir haben hier normalerweise auch nicht so kalte Winter. Die letzten 3 Winter waren jedoch außergewöhnlich kalt. 2009/2010 hab ich die kälteste Temperatur seit 1990 gemessen, -19 Grad und 2 Monate Dauerfrost.
Der letzte Winter war insgesamt moderat, der Dezember 2010 hat jedoch voll reingehauen. Anfang Dez gleich -14, vorher mild. Das hat den Feigen wieder nicht so behagt >:(
Dummerweise hab ich mit meinem Feigentest erst vor 3 Jahren angefangen.

Allerdings ist mir keine neugepflanzte Feige komplett erfroren, alle kamen von unten wieder.
Hab auch ein paar im Kübel, die überwintern in der freistehenden Garage, ziemlich dunkel. Dort hat es auch mal -13 gehabt. Kein Problem für die Feigen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 14:49:27
Ich hatte mit meinem Feigentest auch vor 3 Jahren angefangen. ;)
Ich muss aber sagen dass wir jeden Winter zusätzlich hohen Schnee haben und ich ein altes Kinder - Daunenbett um die Feige gewickelt hatte, dass hat zusätzlich geschützt. Sah nur etwas komisch aus, wie ein Indianer - Tipi.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 15:21:50
Ok, eine wärmende Daunendecke hatten meine Feiglinge nicht ;D

Von Pastiliere bin ich enttäuscht. Sie friert mit als erstes zurück.
Dabei wurde die Sorte in allen Foren hochgelobt :-\

Ich werde sie wohl früher oder später durch eine mehrmalstragende Sorte ersetzen. Da ich momentan 20 zur Auswahl habe...... ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 16:37:51
Sooo viele habe ich nicht, mir sind schon viele kaputt gegangen.
Hauptsächlich durch Frost. Das erste Jahr hatte ich nur die Pastilliere ausgepflanzt und die anderen Feigen im Kübel an einer Stelle draussen überwintert, mit dickem Winterschutz natürlich - alles erfroren.
Also im Kübel trotz Winterschutz draussen ist nicht.
das zweite Jahr hatte ich sie in der ungeheizten Garage - auch erfroren.
Den letzten Winter im Keller - zu warm ::) alles war am austreiben... dann schnell auf den kälteren Dachboden - da ging es einigermassen, aber wenn die Temperaturen über 10 ° C steigen, wirds auch zu warm und es fängt an zu treiben und gibt lange gakelige Triebe, die ich hinterher wieder runter schneiden muss.
Kübel ist mir zu stressig, vor allem wegen der Schlepperei Treppauf, Treppab.
Ich werde sie nach und nach alle versuchen auszupflanzen, und überlasse es dann der natürlichen Auslese.
Die Pastilliere hat immerhin als Jungpflanze schon die schlimmen Winter 2009 ( - 16,5°C ) und 2010 (- 17,5°C ) überstanden.

Zur Zeit habe ich noch:

- Brown Turkey ( Pflanzen-Kölle )
- Bornholmfeige ( Obi )
- Violetta ( Pflanzen - Kölle )
- Dalmatie ( Artländer )
- Rumänische Bauernfeige ( Manfred Hans )
- Nordland Bergfeige ( A & S )
- Gelbe Pfälzer Fruchtfeige ( Pötschke )
- Pastilliere ( Baumaux )

Möchte mir dieses Jahr noch Negronne, Ronde de Bordeaux und Fehmarn dazuholen.
dazu
wenn du noch Bezugsquellen für Feigen hast, Mediterraneus, bin immer dankbar für sowas !
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cydorian am 23. April 2011, 17:50:04
Zitat
Ronde de Bordeaux

Hat die schon jemand aus dem Forum hier in Deutschland im Garten? Wächst sie auch hierzulande kräftig oder friert sie noch schneller zurück :-) ?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 23. April 2011, 18:11:11
Ich habe nur eine kleine Ronde de Bordeau. Die habe ich im Herbst bekommen. Sie hat den Winter an der Haussüdseite gut überstanden ohne zurückzufrieren. Diesmal haben alle Feigen bei mir den Winter gut überstanden. Jetzt treiben auch alle Feigen schön aus.
Eine Feige war schon 1 m hoch. Da zum 1. mal nichts zurückgefroren ist, treibt sie jetzt auch bei 1 m aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 18:50:04
Hallo Lizzy,

ich habe (nach meiner Beliebtheit und Winterhärte):
Negronne(beste), Bozner Blaue(zweitbeste), Dalmatie, Dalmatie(die keine ist, weil Frucht braun wird, von Baumaux, Banane?),Oma-Feige(war bei meiner Oma mal 4m hoch, leider bei -19 bis auf den Boden),Bornholmfigen(Hagebaumarkt), Feldthurns, Gentile Bianco, Pastiliere(mit die schlechteste von denen allen :-\), Noch schlechter waren: Rheinlandfeige und unbekannter Steckling und tataaa: Bayernfeige Violetta, die Niete!

im ungeheizten Kleingewächshaus:
seit Mai10: Pastiliere (Ableger): Halb zurückgefroren (im Kleingewächshaus!!!)
seit Aug10: Ice-Crystal (es war ein arg krautiger Steckling, deshalb außer Konkurrenz): Spitze zurückgefroren.
seit Nov10(halber Preis,weil Christbäume kamen bei Dehner und BayWa): Goutte d Or (Ohne Kratzer, treibt bis in die Spitzen mit Babyfeigen dran!!!) und Nordland von Häberli (nicht tot, treibt aus, aber Knospen wohl leicht geschädigt), sowie eine Hausfeige einer Gärtnerei in der Nähe (scheint die echte Brown Turkey zu sein)


Im Topf(ungheizte Garage): Gartencenter Löwer/Seligenstadt-Feige (große überwinterte Feigen dran) und Fiorone (hat schon viele Blätter)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 23. April 2011, 18:56:32
Hallo, Manu,

... Beim Pflanzen des Feigenbaumes hat mir GG verboten, sie direkt an die schützende Gartenmauer zu pflanzen, weil Bäume 3m Abstand halten müssen. Aber den inzwischen austreibenden Ausläufer der Feige, den ich im Topf im Haus überwintert habe, den pflanze ich jetzt an die Mauer (südl. Standort). Als Strauch darf er ja. ;)
als Spaliergewächs darf er auch ;) ;D.

Das versuche ich mit meiner (noch sehr kleinen) 'Goutte d'or'; sie hat an der Hauswand (ohne Extraschutz) den Winter bestens überstanden, hat schon Laub.

'Brown Turkey' hingegen, nach diversen Quellen die frosthärteste Feige überhaupt, zickt - ebenso wie im Vorjahr sieht sie mausetot aus. Vermutlich wird sie sich erneut berappeln; aber mit Früchten wird's dann nix.

Sie hat vor ein paar Jahren den geschützten Wandplatz zugunsten der geschmacklich besseren 'Goutte d'or' räumen müssen und steht nun frei, zudem ein Stück hangabwärts (="Kaltluftsee"). An der Wand war sie mit dem Austrieb viel früher dran und hat regelmäßig gefruchtet. Der Standort scheint ebenso wichtig zu sein wie die Sorte...

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 18:58:53
zweiter Teil, weil Texthüpfen (sorry wegen Fehlern):

im Zimmer hab ich noch 4 verschiedene Feigen von Malta, im Januar mitgebracht. Mal schaun, ob die parthenokarp sind (und Wurzeln ziehen).

Meine Lieblingsfeigenbezugsquelle nach wie vor: graines-baumaux.com
auch gut: hortensis.de

Nach momentanem Stand meine Favoriten: Negronne, Bozner Blaue und Dalmatie und falsche Dalmatie.

Nachtrag: Madeleine de deux Saisons hab ich auch noch. Scheint auszutreiben, 5 cm zurückgefroren.
Spanische Baumarktfeige von Bauhaus: scheint sich nicht schlecht zu schlagen, im Nov gleich rausgepflanzt, mit Mörtelkübel drüber. Scheint zu kommen ;D
Hardy Braunschweig (grauenvoller Name, wohl in Anlehnung an die US-Feigensorte Hardy Chicago :-X): ist nicht sehr hardy, bis Boden ab.

Als Fazit möchte ich noch hinzufügen, dass trotz der Megawinter keine Feige kaputtgegangen ist. Sie sind alle nur bis zum Boden zurückgefroren, trieben alle aber wieder aus. Früchte gabs keine
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 19:04:39
@Querkopf:
Interessant. Goutte d Or, da scheint Potential drin zu stecken. Sie soll nur keine Nässe mögen, deshalb ist sie die einzige Feige, die bei mir erst mal im Tomatenhaus bleiben kann.

Brown Turkey ist so eine Sache. Hab schon mehrere gesehen, alle sahen anders aus. Auch im Internet sehen sich die Bilder zu B.T. nicht wirklich ähnlich.
Die "echte" hat wohl 3lappige Blätter und kleine kegelförmige Früchte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 19:07:09
Zitat
Ronde de Bordeaux

Hat die schon jemand aus dem Forum hier in Deutschland im Garten? Wächst sie auch hierzulande kräftig oder friert sie noch schneller zurück :-) ?

Hallo cydorian,

R.d.B. soll eine der härtesten Feigen sein, ebenso wie Pastiliere nur einmaltragend, aber früh.
Bei Pastiliere hat sich das mit der tollen Härte bei mir leider nicht bestätigt.
R.d.B. hab ich nicht. Es soll mit die am stärksten wachsende Feige sein.

Interessant wäre noch die Frage, ob starkwachsende Feigen bei Rückfrost so ideal sind (Großes Wurzelsystem, bei Rückfrost Verlust sämtlicher Blattmasse= starker Austrieb, der evtl. nicht gescheit ausreifen kann vor dem nächsten Winter, somit wieder frostempfindlicher ist) ???

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 19:21:26
Hast du schon von Hortensis Feigen bestellt ? Wie ist denn da die Grösse von den Pflanzen, Mediterraneus... hast du sie selbst abgeholt ?
Ich weiss nicht was ich machen soll. habe schon zweimal versucht bei Hortensis zu bestellen, im März wird mir gesagt, ich soll bis August warten und wenn ich im August wieder nachfrage ist alles ausverkauft was ich haben wollte. ???
Hast du da einen Tipp wie ich da am Besten vorgehe, damit ich dort auch mal was kaufen kann ?

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 19:25:22
Ich habe auch die original Violetta von Plattner mit Zertifikat. ::) Ich glaube ist eine Luftnummer wenn da drauf steht "die härteste und beste Feige der Welt". Da sind ja manche No - Name Baumarkfeigen härter.
Ronde de Bordeaux ist schwer ranzukommen. Aus irgend einem Grund verkauft Baumaux sie nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 19:32:48
Hi Lizzy,
bis Göttingen ist es von mir aus etwas weit. Ich würde liebendgern mal hinfahren.

Ich hab bei Herrn Kruchem angerufen, eigentlich wegen Maulbeeren. Das war so im Mai vorletzten Jahres. Herr Kruchem war total freundlich und hat mir sehr viel Wissenswertes über Maulbeeren erzählt( hab dann "Illinois Everbearing bestellt).
Ich hab dann gefragt, ab wann ich bestellen soll. Er meinte ich soll gleich per Mail oder Fax bestellen.Ich hab dann gleich per E-mail bestellt.
Herr Kruchem meinte noch, er sei Gärtner und stehen nicht ständig am PC. Deshalb anrufen, fragen was gut ist, per Mail bestellen.
Meine Pflanzen kamen dann im August.
Das gleiche Verfahren hab ich letztes Jahr auch angewendet.
Hortensis ist Klasse in Sachen wurzelechte Obstgehölze.
Meine Feigen hatten etwa 30 cm Länge als sie ankamen. War durchaus ok (nicht ganz so perfekt wie bei Baumaux)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 19:39:28
Ich habe auch die original Violetta von Plattner mit Zertifikat. ::) Ich glaube ist eine Luftnummer wenn da drauf steht "die härteste und beste Feige der Welt". Da sind ja manche No - Name Baumarkfeigen härter.
Ronde de Bordeaux ist schwer ranzukommen. Aus irgend einem Grund verkauft Baumaux sie nicht.
Violetta: Vollste Zustimmung ;)

Ronde de Bordeaux: Ich zitiere mal kurz aus dem Buch "Le Figuier" von Pierre Baud (=Feigenpapst): .."Arbre de grand developpement...de 5 - 7 m de diametre et de 3-5 m de hauteur..."
Wohl eher ein Platzproblem ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 20:35:49
Habe bei ihm direkt verbindlich über e-Mail bestellt. Er hat es auch so aufgenommen. Lieferung müsste dann ja im August erfolgen.
Göttingen ist in Nordhesse bei Kassel. Von hier aus ebenfalls mindestens 4 einhalb Stunden. Aber er hat wirklich tolle Raritäten...*seufz*
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. April 2011, 20:40:35
Genaugesagt ist Göttingen Niedersachsen. Das ist von "Bayern" eine Weltreise ;D ;)

Ich denke, anrufen ist bei Hortensis die beste Medizin. Ich hab damals den Morus"Illinois Everbearing" und eine wurzelechte Quitte auch bekommen, obwohl im Katalog "kein Versand/nur in Waake" vermerkt war.
Ich bin geneigt, wieder was zu bestellen, kribbel....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 23. April 2011, 20:42:53
Na gut,... überzeugt. Werde dann mal anrufen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 23. April 2011, 21:03:17
Anrufen?
Hinfahren!
Der hat noch viele andere schöne Sachen!
Und in bei Göttingen gibts noch sonstige nette Gebiete ::)
Wenns nicht von Wien sooo weit wäre....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 20:04:25
Na also Wien-Göttingen, ein Klacks ;)

Göttingen ist übrigens ICE Halt. Man könnte mit dem Zug quasi von Wien bis Göttingen fahren...
Woher weißt du, was er sonst noch hat? Warst du schonmal da?

Ich muss auch mal hin. Würd dann in Würzburg in den ICE aus Wien steigen ;) ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Kastora am 24. April 2011, 20:12:51
Hallo,
ich habe seit 4 Jahren eine Pfälzer Fruchtfeige, die diesen Winter zum ersten mal gar nicht zurückgefroren ist. Dadurch hat sie dieses Jahr viel früher ausgetrieben und schon Früchte angesetzt ( 2-3 cm groß). Darf ich darauf hoffen das sich diese Frostresistenz mit höherem Alter der Pflanze weiterausprägt oder hatte ich dieses mal nur Glück?
Gruß Hans
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2011, 20:15:57
Na also Wien-Göttingen, ein Klacks ;)

Göttingen ist übrigens ICE Halt. Man könnte mit dem Zug quasi von Wien bis Göttingen fahren...
Woher weißt du, was er sonst noch hat? Warst du schonmal da?


Ja, ich war schon dort 8)
Und in der "Umgebung"...
Samt Puristen....
Und Blumen mit der Bahn einkaufen....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 20:18:35
Hallo Kastora,

die Pflanze wird mit dem Alter frosthärter. Allerdings nicht sehr viel. Wenn mal die magische Grenze von etwa -15 Grad erreicht ist, können auch ganz dicke Stämme zurückfrieren.
Ich vermute, dass in dickes Holz der Frost nicht so tief und so schnell eindringt, wie in dünne Zweige. Deshalb ist dickes Holz wohl etwas härter.
Nur ne Vermutung.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 20:22:11
Na also Wien-Göttingen, ein Klacks ;)

Göttingen ist übrigens ICE Halt. Man könnte mit dem Zug quasi von Wien bis Göttingen fahren...
Woher weißt du, was er sonst noch hat? Warst du schonmal da?


Ja, ich war schon dort 8)
Und in der "Umgebung"...
Samt Puristen....
Und Blumen mit der Bahn einkaufen....

Klingt nach "Deutschland-Pflanzen-Hardcore" ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2011, 20:32:08
Weiß Gott nicht nur Germanistan....
Cissus hamaderohensis ist eindeutig nicht germanisch.
Und Citrusse und Oleander und Lorbeer (und Feigen) und ... auch nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikosenmöchtich am 24. April 2011, 20:48:20
Hallo,

hab meine outdoor-Feige wie schon früher im Thread geschrieben 2010 wieder getopft, nachdem sie jahrelang nur den Frostschaden egalisieren konnte, und siehe da, sie hat jetzt Fruchtansätze.

Was ich sagen will, es geht halt nicht überall

Gruß
AMI
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2011, 21:11:10
Meine ganz normale Feige unbekannter Art/Sorte steht schon jahrelang im Boden im Garten - heuer hat sie erstmals deutlich gelitten. Aber: Jetzt treibt sie wieder schön aus, schon etliche Früchte sind angesetzt.
Hat halt etwas gedauert, und manche Knospen sind abgefroren gewesen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 21:21:27
Eine schöne Seite:


http://www.pommiers.com/figue/figuier.htm
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 21:30:53
Eine schöne Seite:


http://www.pommiers.com/figue/figuier.htm

Ja, da hab ich mich auch schon durchgequält, eine super Seite. Allerdings in einer Sprache, die ich nahezu nicht verstehe. Allerdings kann ich allmählich etwas Gartenfranzösisch ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 21:34:51
@ mediterraneus

Ich war jetzt wieder einige Zeit in Solliès-Pont, Provence.

http://de.wikipedia.org/wiki/Solli%C3%A8s-Pont

Dort liegt eins der Hauptanbaugebiete von Feigen in Frankreich. Eine wunderschöne Region, nahe am Meer und voller Gartenbaubetriebe. Allerdings ist in Frankreich etwas Französisch nicht unbedingt von Nachteil.

Lieben Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 21:36:07
@# 209
so eine seite fehlt leider im deutschsprachigen raum.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 21:39:27
@ max


Stimmt:)

Ein geniales Buch für Freunde des Südens ist das hier:
http://www.amazon.de/Pour-jardin-arrosage-Olivier-Filippi/dp/2742767304/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1303673930&sr=8-1

meine "bibel".....


 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 21:42:27
in dürrezeiten wie dieser wäere das buch wohl auch kein schlechter tip für hier.
(der nußbaum in meinem garten läßt die blätter fallen...)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 21:43:16
Ja, da geb ich Dir recht:)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 21:51:43
Hab bisher nur ein französisches Buch: "Le figuier, pas a pas" von Pierre Baud.

Bei einem ebenso französischen Anbieter (baumaux) mitbestellt. Will damit französisch lernen ;D :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 21:53:05
Bon courage :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:04:23
Bon courage :)

ähh..Merci! ;) Unser Nachbarland ist viel zu wenig bekannt. Das trifft vor allem auch garten- und pflanzentechnisch zu. Was es da alles gibt... :o
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:07:47
Ich bin sehr oft in Südfrankreich. Was es da alles zu sehen gibt....Wahnsinn. Letzte Woche war ich in Cassis. Wenn man dort die blühende Garrigue sieht geht einem das Herz auf.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 22:08:36
Zitat
...Bon courage...

das kann man auch brauchen, wenn man bei baumaux bestellt. in meinem fall: totalausfall und geld futsch.
eine erfahrung, die ich sonst noch nirgendwo gemacht habe - und ich hab schon genug bestellt in meiner gartenkarriere.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:11:07
Gibt es bei Dir in der Nähe denn keine zuverlässige Baumschule oder dergleichen? Die können, wenn sie wollen ALLES besorgen...

Weiß ich aus der Praxis

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:11:23
Zitat
...Bon courage...

das kann man auch brauchen, wenn man bei baumaux bestellt. in meinem fall: totalausfall und geld futsch.
eine erfahrung, die ich sonst noch nirgendwo gemacht habe - und ich hab schon genug bestellt in meiner gartenkarriere.

Hast du versucht, zu reklammieren?
Davor hatt ich ehrlich gesagt auch Bammel. Ich versteh ja fast nix. Bestellen im Internet krieg ich schon hin, aber wehe, es kommt ne Fehlermeldung oder Rückfrage :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:12:58
Gibt es bei Dir in der Nähe denn keine zuverlässige Baumschule oder dergleichen? Die können, wenn sie wollen ALLES besorgen...

Weiß ich aus der Praxis



Die WOLLEN nur ihren eigenen Kram verkaufen. Bestellungen in Frankreich etc. ist denen viel zu viel Arbeit, und verdienen tun sie auch wenig dran.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:13:57
Ich reklamiere nicht..ich liefere... 8)


Hast Du niemanden der dir ein Schreiben bezgl. einer Reklamation übersetzen kann?

Mit der Reklamation von Pflanzen ist das allerdings so eine Sache...Ich bin da sehr kulant, aber manchmal bekommt man auch absoluten Unsinn zu hören. Das macht mich dann ärgerlich.


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 22:21:00
ich habe bei baumaux zwei feigenbäumchen gekauft und per vorkasse bezahlt. die pflanzen kamen tot an. ich habe in französisch und sehr freundlich und höflich reklamiert.keine antwort.
ich habe dann nochmal reklamiert, ebenfalls französisch, etwas weniger freundlich aber immer noch höflich - ebenfalls keine antwort.

bei den vielen pflanzenbestellungen in meiner schon längeren gartenkarriere gab es einige wenige anlässe für reklamationen, die aber immer zufriedenstellend erledigt wurden. baumaux war die absolute negativausnahme.
ps:
inzwischen habe ich aber die gewünschte sorte als steckholz - von einem großherzigen forumsmitglied erhalten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:23:04
Das ist wirklich....merde...!

Ein solch kurzfristuiges Denken ist nicht nur enttäuschend , es zahlt sich auch nicht aus. Prima aber , dass man dir hier helfen konnte!!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:29:54
Ich reklamiere nicht..ich liefere... 8)


Hast Du niemanden der dir ein Schreiben bezgl. einer Reklamation übersetzen kann?

Mit der Reklamation von Pflanzen ist das allerdings so eine Sache...Ich bin da sehr kulant, aber manchmal bekommt man auch absoluten Unsinn zu hören. Das macht mich dann ärgerlich.

Was lieferst du denn? (Nicht, dass ich bei dir schon mal reklamiert hab ;D )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:31:44
Ich bin in der grünen Branche tätig...

Werde abert hier keine Werbung machen, da ich rein privat hier bin:)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:42:00
@max.:
Das ist ja echt traurig gelaufen.
Ich hab mit denen eigentlich nur sehr positive Erfahrung gemacht und sie auch schon weiterempfohlen. Allerdings kam immer nur einwandfreie Wahre an, so dass nichts beanstandet werden musste.
(Bei meiner letzten Bestellung kam eine franz. Pfirsichsorte etwas erbärmlich an. Das Bäumchen bekommt momentan sehr zaghaft Knospen, scheint also was zu werden. Weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn das Teil hinüber wäre. Der Rest der Lfg. war jedoch TOP!)
@Duchemin:
Ok, Werbung in eigener Sache käme hier ggf. blöd. Du könntest jedoch in deinem Profil dein www. hinterlassen ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:45:39
@ mediterraneus

Werde ich aber nicht:) Job ist Job und Privat ist Privat:) Meine Freundin sieht das zwar etwas anders..

Aber ich liebe was ich mache und ab 20:00 hat das Büro geschlossen ;D
Dann trink ich mir schön ein Weinchen und freu mich über nette Gespräche

Lieben Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 22:47:21
wir suchen auch noch für nächstes Jahr eine Feige, die ziemlich winterhart ist. Sie bekommt einen sehr geschützten Platz direkt am Haus unter einem Vordach. Rosmarin hat an diesem Platz den Winter einwandfrei überstanden (und blüht grad).
Eine Bestellung in Frankreich ist mir leider nicht gelungen. Mein Französisch war nie besonders gut und die Schule ist laaaang her...
Den Center-Pflanzen trau ich auch nicht so recht.
Eine gute Adresse wäre schon gut!
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 22:48:37

@ mediterraneus

Werde ich aber nicht:) Job ist Job und Privat ist Privat:) Meine Freundin sieht das zwar etwas anders..

Aber ich liebe was ich mache und ab 20:00 hat das Büro geschlossen ;D
Dann trink ich mir schön ein Weinchen und freu mich über nette Gespräche

Lieben Gruß



 ;D dann fragen wir morgen früh nochmal ;D 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:49:09
@ felicia
Gibt es keine Baumschule bei dir in der Nähe?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:49:52
Morgen? Neeeeeeeeee, das ist Feiertag ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 22:55:44
Morgen? Neeeeeeeeee, das ist Feiertag ;D

ups - na dann übermorgen ;D
Nein - hast ja Recht. Auch wenn Hobby und Beruf zusammenfallen, muß man nicht immer alles monetisieren.

Doch - es gibt sogar eine recht große Baumschule - aber keinen der sich mit Feigen auskennt. Das ist ja nicht gerade Alltagsgeschäft. Normal wächst das ja bei uns nicht. Aber ich denke mit ein wenig Schutz und einem grünen Daumen klappt das schon bei mir.
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 22:56:05
@Felicia:

Wir kriegen ihn noch, früher oder später ;)

Möchtest du eine eher starkwüchsige oder eher eine kleinwüchsige Feige, blau, grün?

Deutschland ist Feigenniemansland. Es gibt, wenn überhaupt, nur "Feigenbaum grün" oder, schon etwas seltener "Feigenbaum violett! :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 22:59:28
@ felicia

wenn der Standort stimmt kann kaum was daneben gehen. Rosmarin hat überlebt? Klasse. Dann wird erst recht ein Ficus den Winter überleben und fruchten. Eine ordentliche und ambitionierte Gärtnerei/Baumschule sollte in der Lage sein Dir eine Feige anbieten zu können. Selbst wenn sie eine solche nicht haben ..es gibt die Möglichkeit des Großhandels.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:01:44
@Felicia:

Wir kriegen ihn noch, früher oder später ;)

Möchtest du eine eher starkwüchsige oder eher eine kleinwüchsige Feige, blau, grün?

Deutschland ist Feigenniemansland. Es gibt, wenn überhaupt, nur "Feigenbaum grün" oder, schon etwas seltener "Feigenbaum violett! :-X

 :D
Ja genau - als gäbe es keine Sorten und Unterschiede... ::)
Meine Wunsch-Feige: schwachwüchsig - Frucht lecker, bevorzugt blau, aber nicht obligatorisch.
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:03:30
@ felicia

wenn der Standort stimmt kann kaum was daneben gehen. Rosmarin hat überlebt? Klasse. Dann wird erst recht ein Ficus den Winter überleben und fruchten. Eine ordentliche und ambitionierte Gärtnerei/Baumschule sollte in der Lage sein Dir eine Feige anbieten zu können. Selbst wenn sie eine solche nicht haben ..es gibt die Möglichkeit des Großhandels.

@Duchemin.... :-X wie mediterraneus schon sagt - vio oder grün.... auch im Großhandel - ahäm :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 23:03:51
oberholz in freinsheim (pfalz) ist seriös und nett und hat robuste sorte(n).
ich war im vorfrühling wegen anderer dinge dort und war von der qualität der feigenpflanzen sehr angetan.
ob sie mehr als ein, zwei sorten haben, weiß ich nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:04:56
oberholz in freinsheim (pfalz) ist seriös und nett und hat robuste sorte(n).
ich war im vorfrühling wegen anderer dinge dort und war von der qualität der feigenpflanzen sehr angetan.
ob sie mehr als ein, zwei sorten haben, weiß ich nicht.

Danke max!
... ob die wohl auch versenden? Ist a bisserl weit von mir ... Werd mal zu Tante goggle gehen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:05:29
"Negronne" ist mein Favorit. Schwarze, kleine sehr leckere Feigen 2 mal im Jahr, moderat im Wuchs. Hat bei mir zusammen mit diversen anderen Sorten die letzten beiden Hammerwinter am besten überstanden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:06:34
Dann fragt doch da mal nach:) Ist doch klasse!!!!

Wenn ich sehe, was für Geld viele bei Ebay, Bauhaus und Co. vergeuden...Übel. dann ist doch der Betrieb um die Ecke der besserer partner
 Auch wen ner vielleicht zunächst einen € teuerer zu sein scheint
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:07:33
lt. Internet-Seite 1 Sorte - Ficus carica Nero. Aber evtl. gibt es ja auf Nachfrage mehr.
Über Versand konnte ich nichts lesen. Werde mich mal dort melden.
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2011, 23:07:33
Ich hab halt so den Eindruck, die meisten "Sorten" sind Phantasieprodukte der Baumschulen. Im besten Fall sind es Klone "erfolgreicher" Exemplare. Lediglich die Fruchtfarbe dürfte ein Sortenmerkmal sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:10:13
lt. Internet-Seite 1 Sorte - Ficus carica Nero. Aber evtl. gibt es ja auf Nachfrage mehr.
Über Versand konnte ich nichts lesen. Werde mich mal dort melden.
Viele Grüße _felicia

"Nero" :-X Feige "dunkel"...na wenn die nicht vom Großmarkt ist ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:11:18
"Nero" :-X Feige "dunkel"...na wenn die nicht vom Großmarkt ist ;D
Zitat

Die kommt wie die meisten aus der Toskana. Eine Sortenname ist das natürlich nicht!!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:11:57
Ficus carica Negronne habe ich jetzt online nur in der Schweiz gefunden 35 Franken und Versand 20 Franken macht 55 Franken für ein Bäumchen mit 30-40 cm... ups
Na - da lassen sich unsere Baumschulen ja wirklich was entgehen!
Viele Grüße _felicia
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:12:52
Ich hab halt so den Eindruck, die meisten "Sorten" sind Phantasieprodukte der Baumschulen. Im besten Fall sind es Klone "erfolgreicher" Exemplare. Lediglich die Fruchtfarbe dürfte ein Sortenmerkmal sein.

Feigen werden in Deutschland nach Fundorten oder Merkmalen benannt. Wir haben keine Sortenkultur, wie etwa beim Apfel.
In Ländern mit Feigenkultur ist das anders. Dort gibt es jahrhundertealte Sorten, z.B. "Negronne" in Frankreich, oder "Brigiotto nero" in Italien
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2011, 23:14:10
Ob diese Lokalsorten nicht auch sehr variabel sind?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:15:27
Ficus carica Negronne habe ich jetzt online nur in der Schweiz gefunden 35 Franken und Versand 20 Franken macht 55 Franken für ein Bäumchen mit 30-40 cm... ups
Na - da lassen sich unsere Baumschulen ja wirklich was entgehen!
Viele Grüße _felicia

Und genau deswegen bin ich bei graines-baumaux.com gelandet. Dort kostet eine große Pflanze keine 15 Euro, 12 Euro Versand, egal wieviel man bestellt.
Hast du niemanden, der etwas französisch spricht? (Man braucht da allerdings eine Kreditkarte, ob das auch ohne geht weiß ich nicht)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:17:49
Ob diese Lokalsorten nicht auch sehr variabel sind?

Wie Goldparmäne, Boskoop, Rambur beim Apfel bei uns halt auch
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: _felicia am 24. April 2011, 23:18:56
Ficus carica Negronne habe ich jetzt online nur in der Schweiz gefunden 35 Franken und Versand 20 Franken macht 55 Franken für ein Bäumchen mit 30-40 cm... ups
Na - da lassen sich unsere Baumschulen ja wirklich was entgehen!
Viele Grüße _felicia

Und genau deswegen bin ich bei graines-baumaux.com gelandet. Dort kostet eine große Pflanze keine 15 Euro, 12 Euro Versand, egal wieviel man bestellt.
Hast du niemanden, der etwas französisch spricht? (Man braucht da allerdings eine Kreditkarte, ob das auch ohne geht weiß ich nicht)

Kreditkarte hab ich. Werd´s nochmal probieren. Merci!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 24. April 2011, 23:18:59
@ max


Stimmt:)

Ein geniales Buch für Freunde des Südens ist das hier:
http://www.amazon.de/Pour-jardin-arrosage-Olivier-Filippi/dp/2742767304/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1303673930&sr=8-1

meine "bibel".....


 8)

Absolut. Und der Schaugarten bei Filippi ist absolut beeindruckend, das Angebot an xerophilen Pflanzen enorm. Die Qualität der Pflanzen ist ebenfalls top.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:20:04
Absolut. Und der Schaugarten bei Filippi ist absolut beeindruckend, das Angebot an xerophilen Pflanzen enorm. Die Qualität der Pflanzen ist ebenfalls top.

Gruß
Zitat


ahhhh

ein Kenner ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:20:59


Kreditkarte hab ich. Werd´s nochmal probieren. Merci!
Zitat


Das klappt bestimmt:))
ich werde aber auch einmal spasseshalber nach dieser Sorte schauen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 24. April 2011, 23:26:06
ich habe bei baumaux zwei feigenbäumchen gekauft und per vorkasse bezahlt. die pflanzen kamen tot an. ich habe in französisch und sehr freundlich und höflich reklamiert.keine antwort.
ich habe dann nochmal reklamiert, ebenfalls französisch, etwas weniger freundlich aber immer noch höflich - ebenfalls keine antwort.

bei den vielen pflanzenbestellungen in meiner schon längeren gartenkarriere gab es einige wenige anlässe für reklamationen, die aber immer zufriedenstellend erledigt wurden. baumaux war die absolute negativausnahme.
ps:
inzwischen habe ich aber die gewünschte sorte als steckholz - von einem großherzigen forumsmitglied erhalten.

Das ist mehr als verwunderlich, denn ich habe schon etliche Male bei Baumaux bestellt (zum ersten Mal 2005) und noch nie Probleme gehabt. Reklamieren musste ich bereits 2 Mal. Das erste Mal kam die Lieferung nicht an (verloren) und es wurde umgehend ein neues Paket geschickt, das ursprüngliche Paket kam dann später doch an, ich konnte alle Pflanzen behalten und hatte nur 1x gezahlt. Ein anderes Mal kam die Ware vom Transport beschädigt an, auch hier umgehende Neusendung.

Auch alle anderen denen ich Baumaux empfohlen habe, sind sowohl mit den Preisen, der Qualität der Ware als auch mit dem Service absolut zufrieden.
Bei dir muss etwas schief gelaufen sein, und zwar in der Kommunikation (meine Annahme).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 24. April 2011, 23:27:00
Hallo, Max,

ich habe bei baumaux zwei feigenbäumchen gekauft und per vorkasse bezahlt. die pflanzen kamen tot an. ich habe in französisch und sehr freundlich und höflich reklamiert.keine antwort.
ich habe dann nochmal reklamiert, ebenfalls französisch, etwas weniger freundlich aber immer noch höflich - ebenfalls keine antwort.
bei den vielen pflanzenbestellungen in meiner schon längeren gartenkarriere gab es einige wenige anlässe für reklamationen, die aber immer zufriedenstellend erledigt wurden. baumaux war die absolute negativausnahme. ...
Baumaux ist von mir nicht weit weg (knapp 1,5 Autostunden), und ich will da schon seit einer Weile mal hin. Im Mai/ Juni dürfte es endlich klappen. Soll ich dann deine Reklamation mitnehmen? (Mein Französisch reicht für einen energischen Disput mitten im Laden, und die nötige Lautstärke plus schauspielerische Leistung bringe ich bei Bedarf auch auf ;D ;D...).

Ich habe da zwei- oder dreimal bestellt - einmal auch Feigen - und war bisher stets zufrieden. (Lief übrigens per Rechnung, im Pannenfall hätte ich die Zahlung zurückhalten können.)

Aber eine zweimalige Kunden-Nachfrage unbeantwortet zu lassen, geht gar nicht. Das ist, wie Duchemin treffend gesagt hat, schlichtweg "merde". Und gehört schon aus Prinzip nicht ad acta gelegt.

Schöne Grüße
Querkopf
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:28:59
[quote (Mein Französisch reicht für einen energischen Disput mitten im Laden, und die nötige Lautstärke plus schauspielerische Leistung bringe ich bei Bedarf auch auf ;D ;D...).


Das bringt aber auch nichts...ich weiß aber was du meinst:)))))
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 24. April 2011, 23:31:47
Übrigens, weil von Bezugsquellen von Ronde de Bordeaux die Rede war:

www.conservatoirevegetal.com

Catalogue -> Figuier

Habe meine damals dort bestellt, der Ursprung ist Pierre Baud in Vaison, also sortenecht. Das war meine bisher frosthärteste Sorte.
Die Lieferung erfolgte rasch und auf Rechnung.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:31:53
Haben die in Nancy überhaupt so einen großen Laden? Oder sind die auf Versand spezialisiert? Ich meine mal was gelesen zu haben, bin aber nicht sicher...

Dieser Thread dominiert ganz schön im Themenüberblick ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 24. April 2011, 23:34:12
Absolut. Und der Schaugarten bei Filippi ist absolut beeindruckend, das Angebot an xerophilen Pflanzen enorm. Die Qualität der Pflanzen ist ebenfalls top.

Gruß
Zitat


ahhhh

ein Kenner ;D

WIe man auf frz. sagen würde, wenn es um "trockene Gärten" geht: Filippi est incontournable :)

aber sauteuer!

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:34:20
Ich geh jetzt mal ein paar Sachen gießen und dann in die Kiste:)

Gruß aus dem Süden
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:34:59

WIe man auf frz. sagen würde, wenn es um "trockene Gärten" geht: Filippi est incontournable :)

aber sauteuer!

Gruß
Zitat

Qualität kostet einfach..... :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 23:36:15
Zitat
...Aber eine zweimalige Kunden-Nachfrage unbeantwortet zu lassen, geht gar nicht. Das ist, wie Duchemin treffend gesagt hat, schlichtweg "merde"...

meine erfahrung mit baumaux sollte eine ausnahme gewesen sein, denn wenn es die regel wäre, gäbe es diese firma ja mangels kunden nicht mehr. aber trotzdem darf das nicht vorkommen.
ich hab denen dann auch gesagt, daß ich meine schlechte erfahrung nicht für mich behalten werde. das hat die nicht gejuckt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 24. April 2011, 23:36:59
ich hab denen dann auch gesagt, daß ich meine schlechte erfahrung nicht für mich behalten werde. das hat die nicht gejuckt.
Zitat

Echt???? Übel..
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Querkopf am 24. April 2011, 23:42:58
Hallo, Mediterraneus,

Haben die in Nancy überhaupt so einen großen Laden? Oder sind die auf Versand spezialisiert? ...
ups, du hast Recht. Hier steht klipp und klar: kein Ladengeschäft, nur Versand. Nach meiner Kenntnis war das vor Jahren mal anders - ich war nicht auf dem Laufenden.

Ist also Essig mit Reklamationszoff vor Publikum ;D...

Schöne Grüße
Querkopf

P.S. Die Möglichkeit, auf Rechnung zu bezahlen, gibt es auch nicht mehr >:(.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: max. am 24. April 2011, 23:43:31
@# 265
sogar der link auf mein profil bei garten pur, (damals war ich noch moderator) hat ihre krämerseelen nicht erweicht.
aber wie schon gesagt:
ich habe ja jetzt aus dem forum bekommen, was ich wollte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lubuli am 24. April 2011, 23:46:41
ich habe bei baumaux zwei feigenbäumchen gekauft und per vorkasse bezahlt. die pflanzen kamen tot an. ich habe in französisch und sehr freundlich und höflich reklamiert.keine antwort.
ich habe dann nochmal reklamiert, ebenfalls französisch, etwas weniger freundlich aber immer noch höflich - ebenfalls keine antwort.

also, ich hab mal die französische formulierung einer reklamation für jemand hier aus dem forum gemacht, foto angehängt und 14 tage später waren zwei neue feigenbäumchen da.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2011, 23:49:55
Hallo, Mediterraneus,

Haben die in Nancy überhaupt so einen großen Laden? Oder sind die auf Versand spezialisiert? ...
ups, du hast Recht. Hier steht klipp und klar: kein Ladengeschäft, nur Versand. Nach meiner Kenntnis war das vor Jahren mal anders - ich war nicht auf dem Laufenden.

Ist also Essig mit Reklamationszoff vor Publikum ;D...

Schöne Grüße
Querkopf

Damals wurden die Tontöpfe noch mit Postkutschen nach D. gebracht :-X
Ich glaube, auf Rechnung verschicken die auch nimmer :( :(
Aber trotzdem ne super Adresse. Und solange es in D nichts annähernd vergleichbares gibt (vor allem auch in Sachen altem Gemüse)...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 13:52:32
Stimmt es, dass man beim Conservatoire Végétal Régional d'Aquitaine
erst wieder ab dem 05.12.2011 wieder etwas bestellen kann bzw. die Gärtnerei ausliefert... oder habe ich es falsch verstanden und es ist der
12.05.2011.... ??? ;D
Ich wollte was bestellen aber ich bekomme immer diese Meldung über das Datum und weiss nicht was die von mir wolle...

Da steht : "Nous vous rappelons toutefois que le fonctionnement de la pépinière et les expéditions reprendront le 05/12/2011.
(les plants de fraisiers pourront cependant être expédiés à partir d'octobre)"

Ihr Französischkenner hier im Forum, büde, büde zu Hülf... ???

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 14:11:31
ja, das klingt.....sehr französisch ;)
So steh ich auch immer da, wenn ich mit dieser wundervollen Sprache konfrontiert werde. (Eigentlich ein Jammer im vereinten Europa :-\ )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 25. April 2011, 14:40:42
@ lizzy:
Sinngemäß:

der Betrieb der Baumschule und der Versand wird erst ab dem 05.12. wieder aufgenommen. Erdbeeren gibt es aber schon ab Oktober..
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 14:43:20
@ lizzy:
Sinngemäß:

der Betrieb der Baumschule und der Versand wird erst ab dem 05.12. wieder aufgenommen. Erdbeeren gibt es aber schon ab Oktober..
...was bei uns pflanzzeittechnisch für die frostempfindliche Feige eher ungünstig ist. Die werden dann wohl auch wurzelnackt schicken, wie das in der guten alten Zeit auch bei uns war (nur etwas früher wegen früherem Winter).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 25. April 2011, 14:51:49

Zitat
...was bei uns pflanzzeittechnisch für die frostempfindliche Feige eher ungünstig ist. Die werden dann wohl auch wurzelnackt schicken, wie das in der guten alten Zeit auch bei uns war (nur etwas früher wegen früherem Winter).
Zitat

Stimmt, aber eine Überwinterung im Kübel im Haus ist doch u.U. machbar
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 14:57:25
klar!
Für mich wär das aber nix. Wenn ich JETZT was will, dann JETZT ;)
Ich weiß, Ungeduld und Gärtnern, das passt nicht immer...
Außerdem hätte die Pflanze dann schon ein Jahr Vorsprung.

Man bräuchte in Sachen Feigen und Südpflanzen halt echt nen Spezialisten, der die Pflanzen zuverlässig besorgt und an die nichtfranzösischsprechende Kundschaft weiterverschickt.. wink ...wink...wink..... ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 25. April 2011, 15:22:52
wink zurück ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2011, 15:27:39
wink zurück ;D
War `n Versuch ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 15:54:52
Vielen Dank Duchemin für die Übersetzung ! :D

Ich vermute mal, dass in der blattlosen Zeit bis Mitte April versendet wird, und das wurzelnackt wie bei vielen Baumschulen hier auch.
Ich sollte auch bei der Bestellung ein Datum ab 05.12.2011 eingeben... jetzt habe ich es kapiert...
Habe die Zeit für den Versandt wohl für dieses Jahr knapp soeben verpasst...
Man sollte mal Philippus fragen, ob e sbei ihm auch so war.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 25. April 2011, 16:08:00
Gern geschehen:)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. April 2011, 21:15:22
Vielen Dank Duchemin für die Übersetzung ! :D

Ich vermute mal, dass in der blattlosen Zeit bis Mitte April versendet wird, und das wurzelnackt

Hallo,

Ersteres dürfte zutreffen, wird aber nicht so eng gesehen. Meine Ronde de Bordeaux wurde damals auch geliefert, als bereits "offiziell", also laut HP, nicht mehr geliefert wurde. Das muss Mitte/Ende April gewesen sein. Gewisse Risiken birgt eine Lieferung ab Ende April/Mai, da die Pflanzen leicht austrocknen können, falls sie länger unterwegs sind und / oder zwischendurch mal in der Sonne oder im heissen LKW liegen.
Geliefert wurde hingegen im Container und das dürfte auch jetzt noch so sein.

Entweder Emailen und fragen oder bestellen und wenn man Glück hat, kommt die Ware in wenigen Tagen oder aber eben Ende des Jahres. Bezahlt wird sowieso erst nach Warenerhalt, es ist eine Rechnung beigelegt.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 21:25:27
Ich hatte ja auf "Auftrag bestätigen" geklickt und jedesmal kam die Meldung mit dem Datum.
Ich hatte dann ganz frech als Datum Anfang Mai "04.05.2011" eingegeben und auf "Auftrag bestätigen" geklickt, aber jedesmal kam eine Meldung und das Datum sprang wieder auf den 05.12.2011. Also keine Chance mit dem Lieferdatum vor den 05.12. Für eMail reichen meine Französischkenntnisse nicht. Dann werde ich eben für nächstes Jahr bestellen.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. April 2011, 21:30:03
Ich hatte ja auf "Auftrag bestätigen" geklickt und jedesmal kam die Meldung mit dem Datum.
Ich hatte dann ganz frech als Datum Anfang Mai "04.05.2011" eingegeben und auf "Auftrag bestätigen" geklickt, aber jedesmal kam eine Meldung und das Datum sprang wieder auf den 05.12.2011. Also keine Chance mit dem Lieferdatum vor den 05.12. Für eMail reichen meine Französischkenntnisse nicht. Dann werde ich eben für nächstes Jahr bestellen.

Gruss

Hallo,

so ähnlich hatte ich das damals auch gemacht, aber dann kam bald eine Email dass meine Feige abgeschickt würde. Vielleicht hast du ja Glück, ansonsten eben ein paar Monate gedulden ;)

Du kannst es natürlich auch bei Pierre Baud himself versuchen (der verschickt aber auch ungerne wenn es warm ist, vielleicht gehts aber!). Bei Baud geht auch Englisch.

www.fig-baud.com

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 21:34:33
Englisch ist in Ordnung... ;) Ansonsten bei Baud über eMail die Wünsche äussern...und wie wird bezahlt ?

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. April 2011, 21:42:36
Englisch ist in Ordnung... ;) Ansonsten bei Baud über eMail die Wünsche äussern...und wie wird bezahlt ?

Gruss

Hallo,

Baud verschickt erst die Ware, wenn eine Überweisung auf seinem Konto ist. Baud ist aber aber auf jeden Fall vertrauenswürdig. An ihm führt in Europa kein Weg vorbei, wenn es um sortenechte Feigen geht. Von ihm stammen die Feigen bei Baumaux, Conservatoire Végétal und teilweise bei Mercato Verde, wohl auch bei so manchem deutschen Händler.
Meine Negronne erhielt ich vor Jahren direkt von Baud, lief alles tadellos, war aber nicht billig (nach Ö). Ich kann mir vorstellen, dass es nach D günstiger ist.

Fragt sich also, was er für den Versand verlangt...

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. April 2011, 21:47:40
Hier der Link zu den verfügbaren Größen / Sorten

http://www.fig-baud.com/notredisponible.html

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 21:52:59
Die Versandkosten spielen für mich nicht so die Rolle. Ich bezahle nur ungern übers Internet mit der Kreditkarte :-\
Würde es lieber über Auslandsüberweisung machen, natürlich Vorkasse, wäre mir jedenfalls lieber.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 25. April 2011, 23:43:47
Hallo,

den Link weiter oben kannst du vergessen, das haben sie nicht aktualisiert, was ich übersehen hatte.. sry :(

Bei Baud läuft es MW nur mit Überweisung (und mit vorherigem Emailverkehr), aber bald kommt die Zeit, in der er keine Feigen mehr versendet.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 25. April 2011, 23:51:47
Danke Philippus, dass mit der Überweisung ist mir recht...dann werde ich es mal dort versuchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 26. April 2011, 22:17:54
Feigen und Frost - das ist ein schier unendliches Thema.

Es kommt wirklich auf die ganz konkreten Umstände an, ob eine Feige überlebt oder/und wächst und fruchtet.

 Hier ist der Stand im vorigem Jahr zu lesen.

Auch in diesem Jahr werden nur die "alten" Feigen fruchten. Das sind Dalmatie und die Bornholm Selektion Nexoe. Im Dezember hatten wir 1 Woche Temperaturen zwischen -15 und -19,2 °C (Station des DWD Rostock-Warnemünde) mit Schnee. Im Februar waren schneelose - 9°C bis - 11°C die Ursache für oberirdisches Absterben einiger vorjahres Zuwächse von RdB, Sultana, Madeleine de d.S..

Meine Nexoe sieht aktuell so aus:
[td](http://s61.radikal.ru/i173/1104/9d/dd3ae71c0782t.jpg)
[/td]
[/table]
In der Vergrößerung ist der reichliche Fruchtansatz zu erkennen. :D

VG
Giaco

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 27. April 2011, 08:56:02
Es ist nicht alles auf jeden Standort und auf alle Umstände übertragbar und auch was im Süden gilt, gilt nich zwingend für Mitteleuropa.

So habe ich festgestellt, dass hier Longue d'aout mit der Ernte fast früher dran ist als Madeleine, während im Süden Madeleine die früheste Sorte mit 2 Ernten überhaupt ist (die Herbstfeigen ca. 2 Wochen vor Longue d'aout).

Eine Feige die hier -15°C ohne Schäden übersteht, kann wo anders bei -13°C schon Schäden davontragen. Was abgesehen von den Umständen der aktuellen Witterung (Dauer der Einwirkung, wie plötzlich sie kommt und wie der Wetterverlauf davor war, Wind oder nicht, ob es trocken ist oder feucht etc.) oft komplett vergessen wird, sind 2 wichtige Dinge.

1) der Wetterverlauf während der Wachstumssaison: wie bei vielen mediterranen Pflanzen sorgt ein guter (heisser, sonniger) Sommer für eine bessere Abhärtung der Pflanze. Wenn die Triebe gut ausreifen bzw. bis zum Herbst gut verholzen können, kann sie im Winter mehr Kälte vertragen. Daher wird die Feige in sommerwärmeren Gebieten tendenziell härter sein.

2) das Substrat: in tiefen, schweren Böden ist die Frosthärte tendenziell geringer. Das liegt wieder an 2 Punkten.
- Staunässe mögen Feigen nicht besonders, die Wurzeln können geschädigt werden bzw. teilweise absterben
- in solchen Böden treibt die Feige tendenziell später aus und reift auch etwas später, dh wir haben wieder eine größere Gefahr, dass die Triebe nicht optimal abhärten. In einem schweren Boden wird die Feige tendenziell weniger Frost vertragen als in einem leichten Boden. Trotzdem gehts meiner Negronne in schwerem Boden ausgezeichnet. Nur im Vorjahr nach dem Mörderwinter fiel die Ernte fast komplett aus, vielleicht wäre es in einem sandigen Boden noch zu einer kleinen Herbsternte gekommen..
Vorteile haben schwere Böden natürlich in trockenen Phasen, da sie mehr Feuchtigkeit speichern können.

Es ist aber wie immer ein Zusammenspiel all dieser Standort- und Witterungsfaktoren und der Sorte. Mit frostempfindlichen Sorten kommt man generell nicht weit, es muss also schon eine härtere Sorte sein und dann muss eben auch das Rundherum passen

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: oile am 27. April 2011, 10:56:11
Ich habe eine angeblich sehr frostharte Feige, aber sie ist jetzt den zweiten Winter in Folge runtergefroren. Ich werde mich von ihr trennen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 27. April 2011, 11:36:01
Bayernfeige Violetta ?? ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: oile am 27. April 2011, 11:46:33
Möglicherweise. Ich habe sie - allerdings nicht unter diesem Namen - von einem sehr geschäftstüchtigen Anbieter auf dem Berliner Staudenmarkt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 27. April 2011, 11:49:53
Möglicherweise. Ich habe sie - allerdings nicht unter diesem Namen - von einem sehr geschäftstüchtigen Anbieter auf dem Berliner Staudenmarkt.

Na wenn du sie nicht unter diesem Namen gekauft hast, dann war sie auch nicht so teuer :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: oile am 27. April 2011, 11:58:28
ich weiß ja nicht, was "so teuer" bedeutet. Aber sie erschien mir günstig genug, um einen Versuch zu wagen und der ging schief. Man muss ja nicht alles haben (aber vieles ausprobieren ;) ).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Staudo am 27. April 2011, 12:11:49
Berlin-Brandenburg ist ein immer wieder aufnahmefähiger Markt für winterharte Feigen und winterharten Rosmarin. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: oile am 27. April 2011, 12:38:36
 ;D ;D

Ich ziehe mich aus diesem Marktsegment als Verbraucherin zurück.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 27. April 2011, 13:07:38
ich weiß ja nicht, was "so teuer" bedeutet. Aber sie erschien mir günstig genug, um einen Versuch zu wagen und der ging schief. Man muss ja nicht alles haben (aber vieles ausprobieren ;) ).

Was einmal nicht klappt, muss nicht zwingend immer schief gehen ! ;)
Die richtige Sorte am richtigen Standort ist schon die halbe Miete..

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: oile am 27. April 2011, 13:14:18
Schon richtig Philippus, aber ich habe wirklich genügend Baustellen.

Bin heute mal ausnahmsweise weise gestimmt. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 10. Mai 2011, 22:20:25
Meine bei Pierre Baud bestellten Feigen habe ich übrigens am Freitag bekommen. Habe gleich gut verzweigte mehrjährige Büsche im 7,5 l Container betellt und auch bekommen ! Habe nun eine Ronde de Bordeaux und eine Negronne. Eine Punica Granatum der Sorte "Sweet" habe ich mir auch mitschicken lassen.
Die Pflanzen waren ganz unkonventionell in einer grossen Obstkiste verpackt, welche wie eine kleine Euro - Palette diente, mit tausend Lagen Klarsichtfolie umwickelt und kamen per Spedition.
Insgesamt eine super Sache. Bestellung per eMail, Überweisung und flotter Versandt.
Hier mal ein Bild der bereits eingepflanzten Ronde de Bordeaux.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Mai 2011, 22:37:06
Sehr fein ;D
Eine interessante Kleinigkeit haste weggelassen, was hats gekostet?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 10. Mai 2011, 22:49:11
Hallo Lizzy,

gratuliere und danke für die Informationen. Super, dass es so gut und schnell geklappt hat, dass Baud noch versendet und du nicht bis Herbst warten musstest. Ich erinnere mich, dass auch bei mir damals (2006) eine unkonventionelle, aber sehr professionelle Lieferung per Spediteur ankam. Billig war dies damals (wegen des Versands) aber nicht.

Ronde de Bordeaux solltest du genügend Platz geben, die Sorte neigt sehr stark in die Breite zu gehen.

Wie bist du auf die PG Sorte Sweet gestoßen, von der ist auf seiner Seite im Standardsortiment keine Rede?

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 10. Mai 2011, 22:58:16
Nicht so viel wie man denkt.
Die Pflanzen sind 2 - 3 Jährig, gut verzweigt, und waren in einem 7,5 Liter Container. Im Baumarkt, beim Dehner oder Pflanzen-Kölle habe ich solche Feigen für ca. 35 - 40 Euro gesehen. Baud ist da etwas ( 5 - 8 Euro ) teurer.
Dafür war der Versand günstig. Ich habe für die Palette nur 9 Euro bezahlt und die Pflanzen kamen nicht per Post sondern per Spedition.

Nachdem ich mit der Pastilliere als ausgepflanzte Feige gute Erfahrungen gemacht hatte, ist es mir die Sache Wert mit schon etwas älteren Feigen weiterzumachen.
Die Pastilliere kam als einjähriges Pflänzchen vor 2 Jahren von Baumaux, wurde eingepflanzt und hatte die zwei schlimmen Winter 2009 und 2010 überstanden. Erfroren ist mir noch keine ausgepflanzte Feige.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 10. Mai 2011, 23:12:10
Hallo Philippus ;D

erst mal danke für den guten Tip !

Guck mal bitte unter dem Link "tarifs et commandes" und dann unter "grenadiers" den nebenstehenden Link "Tarifs de vente par correspondance".
Die Sorte steht unter Serie C ( Weiter unten ) gelistet.
Unter dem Link sind einige Sorten Punica noch schön beschrieben, die Pierre Baud hat http://www.pommiers.com/grenadier/grenade.htm Da hatte ich mir die Beschreibung angesehen und die "Sweet" kam mir sehr interessant vor. Sie soll laut Amerikanischer Klimazone 6 winterhart sein, wobei ich die Amerikanische Klimazoneneinteilung jetzt nicht unbeding mit der europäischen vergleichen möchte, vielleicht gibts da Unterschiede.
Mich würden noch die Sorten "Provence" und "Wonderful" interessieren.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 10. Mai 2011, 23:16:01
Der Preis um die 50 € für schon etwas größere und sortenechte Pflanzen ist durchaus in Ordnung. Dass die Lieferung so billig war, ist allerdings eine positive Überraschung. Nach Österreich kostete die Lieferung pauschal (bis zu einem Gewicht von 50 kg) knapp 100 €. Bei damals sechs gelieferten Pflanzen war das dann noch ein einigermaßen vertretbar.

Meine Negronne hatte ich damals auch in einer solchen Größe bestellt, sie ist mittlerweile ein sehr schöner Baum der sehr gut trägt.

PG Provence habe ich von Baumaux (der Ursprung ist aber auch Baud). Sie fror im sehr strengen Winter 2009/10 fast bodeneben zurück, wobei sie frisch ausgepflanzt war, was also auch in die Beurteilung einzubeziehen ist. Diesen Winter (der auch nicht gerade mild war) hat sie fast ohne Schäden überstanden. Ich kann die Sorte also weiterempfehlen.

Danke für den Hinseis mit Sweet, hatte bislang immer nur auf sein Standardsortiment geschaut

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Mai 2011, 22:59:56
Hi philippus,

hast du schon mal versucht, von "Negronne" Stecklinge zu machen. Das ist meine Favoritenfeige, ich habs noch nicht geschafft, das Teil zum Wurzeln zu bringen.
Hab jetzt nen Zweig auf den Boden gebunden und beschwert. Bist du nicht willig, brauch ich Gewalt ;)
Kleine stecknadelkopfgroße Feigenknubbel sind schon dran ;D

LG nach Ö
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. Mai 2011, 09:36:32
Hi philippus,

hast du schon mal versucht, von "Negronne" Stecklinge zu machen. Das ist meine Favoritenfeige, ich habs noch nicht geschafft, das Teil zum Wurzeln zu bringen.
Hab jetzt nen Zweig auf den Boden gebunden und beschwert. Bist du nicht willig, brauch ich Gewalt ;)
Kleine stecknadelkopfgroße Feigenknubbel sind schon dran ;D

LG nach Ö

Hallo,
ich habe im Vorjahr 3 Stecklinge entnommen und alle 3 sind auch etwas geworden. Ich habe sie in einen transparenten Becher mit Seramis gesteckt, so konnte ich sehr gut die Bewurzelung beobachten. Auch ein Steckling von RdB ist mir auf diese Weise gelungen.
Die Zeit (es war Anfang April) scheint auch von Bedeutung zu sein

Gebe ich die Stecklinge in dichteres Substrat wie Erde, so ist die Erfolgsquote schon etwas geringer, aber trotzdem noch bei fast 2/3.

Einige dünne Zweige sind bei Negronne im Winter zurückgefroren, der Feige geht es allerdings gut und sie wird an die 70 Blütenfeigen liefern.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2011, 12:52:14
Alle anderen Feigen haben mehr oder weniger schnell gewurzelt. Nur bei Negronne blieb ich erfolglos. Es scheint schon sortenspezifisch zu sein.

Ich hoffe auch auf eine Ernte ;D (jetzt sollten die Spätfröste endgültig vorbei sein)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. Mai 2011, 16:30:24
Alle anderen Feigen haben mehr oder weniger schnell gewurzelt. Nur bei Negronne blieb ich erfolglos. Es scheint schon sortenspezifisch zu sein.

Ich hoffe auch auf eine Ernte ;D (jetzt sollten die Spätfröste endgültig vorbei sein)

Bist du dir der Sortenechtheit gewiss? Ich weiss, dass es manche Sorten gibt, die sich weniger leicht vermehren lassen. Von Negronne habe ich aber diesbzgl. nichts gelesen und ich habe auch in anderen Jahren keine Probleme gehabt (?).

Die letzten Fröste (vor ca. 14 Tagen) haben mich noch ein paar Feigen gekostet, die nach und nach abgefallen sind. Die ca. 70 verbleibenden sind aber schon schön ausgebildet und wachsen fast im Tagesrythmus.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2011, 11:24:28
Ja, sie ist von Baumaux und es passt so auch alles zu Negronne.

Ich hab es allerdings immer erst im Herbst probiert, da die Pflanze noch klein war und kein "Holz" im Frühjahr hergab.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: obstler am 19. Mai 2011, 21:13:06
Berlin-Brandenburg ist ein immer wieder aufnahmefähiger Markt für winterharte Feigen und winterharten Rosmarin. ;)

Übrigens, die abgefrorene R.d.B treibt treibt unten wieder neu aus, die Bornholmfeige aus dem Stamm,, also nix mit aufnahmefähigem Markt ;)
Ich pflanz die Dinger aber um, wo sie keiner sieht ;D und nutze den Platz für einen Pfirsich oder Apfelbaum, da hat man mehr von und der Frost kann mich mal kreuzweise 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 19. Mai 2011, 21:53:16
Berlin-Brandenburg ist ein immer wieder aufnahmefähiger Markt für winterharte Feigen und winterharten Rosmarin. ;)

Übrigens, die abgefrorene R.d.B treibt treibt unten wieder neu aus, die Bornholmfeige aus dem Stamm,, also nix mit aufnahmefähigem Markt ;)
Ich pflanz die Dinger aber um, wo sie keiner sieht ;D und nutze den Platz für einen Pfirsich oder Apfelbaum, da hat man mehr von und der Frost kann mich mal kreuzweise 8)

Ich würde mit dem Umpflanzen noch ein paar Wochen warten. Dann haben die Feigen wahrscheinlich schon mehrere gut bewurzelte Neuaustriebe, so das du die Pflanze teilen kannst. So hast du dann mehr Pflanzen. Ich habe die meisten meiner Feigen an die Haussüdseite gepflanzt. Einige stehen doch zu dicht. Ich werde auch einige umpflanzen müssen. So werde ich meine auch vermehren. Ein Teil der zusätzlichen Pflanzen wird aber dann doch frei im Garten wachsen müssen. Einge Neupflanzen werde ich wohl an Verwandte verschenken.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: obstler am 26. Mai 2011, 11:25:36
Gute Idee Paulche, werd ich so machen ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Juni 2011, 15:53:59
Meine "Oma"-Feige am Rande der Streuobstwiese heute am 04.06.11.

Nachdem sie am 02. Dezember 2010 übernacht mit -14 konfrontiert wurde, hatte sie wohl die Triebspitzen eingebüßt. So schnell sooo kalt mag sie wohl nicht ;)

Dann trieb sie munter im April schon aus, bis sie am 04.05.11 wieder eins auf den Deckel bekam. Es hatte -2 Grad Luftfrost. Der Neuaustrieb war teilweise Matsch.
Wasser von oben kam auch nicht, es hatte im gesamten Frühjahr 26 mm Regen.

Und trotzdem schaut sie mittlerweile so aus, freu ;D

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 18. Juni 2011, 14:19:00
Nachdem die Sommerfeigen bereits alle abgefallen sind, achte ich dieses Jahr noch stärker auf die Ansätze von Herbstfeigen, die ich bisher nie gefunden habe. Da es hier im Forum Verwunderung ausgelöst hat, dass sich Sommer- aber keine Herbstfeigen bilden.

Wie weit sind Eure Sommer- und Herbstfeigen jetzt?
Nicht, dass ich etwas suche, das noch gar nicht vorhanden sein kann. ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 14:32:18
So in etwa, wie auf Antwort Nr. 2. Mittlerweile etwas größer:

http://forum.garten-pur.de/Obst-Forum-25/Ficus-carica-_quot_Negronne_qu-41367_0A.htm
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 18. Juni 2011, 15:08:33
Auf dem Foto sind wohl Sommerfeigen.
Herbstfeigenansätze hast du noch nicht, oder?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 15:18:10
Das sind die am frisch ausgetriebenen Holz (2. Generation). Überwinternde Feigenknubbel am alten Holz hatte ich dieses Jahr keine (Blütenfeigen?, 1. Generation).

Weiter oben am neuen Trieb entstehen dann die nächsten Feigen (3. Generation), die allenfalls im Herbst reifen, wenn es lange warm ist.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 18. Juni 2011, 15:39:44
Danke
Dann bleibt mir wohl nichts anderes als auf eine der jüngeren Feigen zu setzen.
Bisher habe ich noch keine Ansätze gefunden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 16:16:56
Wenn die Feige im Winter nicht zurückfriert (und nicht zu jung ist), dann gibt es auf jeden Fall noch Feigen. Es ist ja noch früh im Jahr.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 16:36:54
War grad nochmal draußen, und hab meine Feiglinge geknipst.
Hier ein frisch gewachsener Zweig meiner "Negronne". Am unteren Bildrand fängt der neue Trieb an. Bis zu diesem Punkt ging die Feige durch den Winter.

Am unteren Bereich des diesjährigen Triebes erscheinen die ersten Feigen (2.Generation). Am alten Trieb noch weiter unten hat kein Feigenknubbel den Winter überstanden( das wäre die 1. Generation Feigen gewesen, jetzt in etwa reif)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 16:38:37
Der gleiche Trieb weiter oben. Hier sinds nur stecknadelkopfgroße Knubbel. Das gibt dann wohl die 3. Generation (Herbstfeigen)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 16:39:53
von Nahem. Diese Knubbel sind am ganzen Trieb im oberen Bereich.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 16:42:45
Zum Vergleich eine Kübelfeige, in der kalten Garage überwintert. Hier haben die Feigenknubbel am alten/vorjährigen Holz überlebt (1. Generation). Diese reifen demnächst. Wo mein Finger ist, beginnt der diesjährige Trieb. Er ist auch noch grün. An der Triebspitze oben rechts kann man schon die erste Feige der nächsten Generation (2.) sehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 18. Juni 2011, 16:56:15
So sehen meine aus. Die Brauchen jetzt Sonne 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 17:03:15
Welche Sorte hast du, Duchemin? Und wie kalt wars bei dir?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Duchemin am 18. Juni 2011, 17:05:20
Eine leckere Sorte:) Welche? Keine Ahnung. So kalt war es in Aachen auch nicht. Hier lag zwar viel Schnee, aber dank der geschützten Lage habe ich nichts einzupacken. Ficus, Olive und div. Palmen stehen bei mir ohne Schutz im Winter und überstehen es sehr gut.

Wie kann ich denn hier ein größeres Bild einstellen'?

Merci
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 18. Juni 2011, 18:29:49
Hallo Mediterraneus,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Deine Bilder bestätigen meinen Vedacht.
Es haben sich einige, wenige Feigen der 1. Generation gebildet, die unreif abgefallen sind und seit dem kommt nichts mehr.

Die Feige ist 3 m hoch. Sollte doch reichen an Größe.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Juni 2011, 19:37:32
Wann hat deine 3m Feige denn sonst immer getragen? Hat sie überhaupt schon mal essbare Früchte gehabt (Hoffentlich ist es keine, die die Feigengallwespe braucht)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 19. Juni 2011, 07:04:49
Was zu befürchten ist. :(

Sie hat im Pflanzjahr getragen. Aber auch nur die 1. Generation.
Das Jahr danach hat sie gar nicht getragen und im dritten Jahr wieder nur einige wenige Blütenfeigen der 1. Generation. Die sind zwar gereift, waren aber relativ klein (im Vergleich zu den Feigen des ersten Jahres) und im Geschack eher trocken. Danach sind die Feigen der 1. Generatin immer abgefallen. Die Größten sind etwa walnussgroß geworden, bevor sie abfielen. Das war die letzten drei Jahre so.

Feigen der 2. oder gar 3. Generation habe ich alle Jahre nicht einmal im Ansatz gesehen.

Bei Seymour habe ich gelesen, dass der Wurzelraum von Feigen eingeschränkt werden muss, sonst würden sie Jahrzehnte nicht tragen. Was ist davon zu halten?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 19. Juni 2011, 12:27:16

Bei Seymour habe ich gelesen, dass der Wurzelraum von Feigen eingeschränkt werden muss, sonst würden sie Jahrzehnte nicht tragen. Was ist davon zu halten?

Das ist sicherlich falsch. Wenn Feigen nicht zurückfrieren, dann ist es sehr wahrscheinlich, das sie auch Früchte entwickeln. Der letzte Winter war sehr mild, deswegen entwickeln jetzt die meisten meiner Feigen Fruchtansätze. Einige frühe Früchte sind auch schon ziemlich groß.
Die meisten Früchte an meinen noch kleinen Bäumchen entwickelt dieses Jahr bei mir die Rouge de Bordeau und die Feige von Herrn Meeder. (möglicherweise ist es eine Rouge der Bordeau).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 19. Juni 2011, 23:38:36
Das sind die am frisch ausgetriebenen Holz (2. Generation). Überwinternde Feigenknubbel am alten Holz hatte ich dieses Jahr keine (Blütenfeigen?, 1. Generation).

Weiter oben am neuen Trieb entstehen dann die nächsten Feigen (3. Generation), die allenfalls im Herbst reifen, wenn es lange warm ist.

Na ja, man kann es grosse modo auf 2 Generationen reduzieren: jene am alten Holz und jene am neuen Holz, welche halt fortlaufend entstehen. Steht auch bei Baud so drin.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Juni 2011, 09:15:12
Das sind die am frisch ausgetriebenen Holz (2. Generation). Überwinternde Feigenknubbel am alten Holz hatte ich dieses Jahr keine (Blütenfeigen?, 1. Generation).

Weiter oben am neuen Trieb entstehen dann die nächsten Feigen (3. Generation), die allenfalls im Herbst reifen, wenn es lange warm ist.

Na ja, man kann es grosse modo auf 2 Generationen reduzieren: jene am alten Holz und jene am neuen Holz, welche halt fortlaufend entstehen. Steht auch bei Baud so drin.

Gruß
Ich habs halt mal so "getauft", weil Marsch_Düne von "Sommerfeigen" und "Herbstfeigen" gesprochen hat. Sommer und Herbstfeigen reifen alle am frischen Holz.
Auffällig ist aber , dass an der Basis des frischen Holzes ein paar Feigen besonders "Vorsprung" haben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 21. Juni 2011, 12:32:55
Habe mich nochmal durch die Literatur gequält.
Vielleicht habe ich die Lösung meiner Feige.

Feigen vom San Pedro-Typ bekommen parthenokarp nur Blütenfeigen (1. Generation) für weitere Feigengenerationen ist die Befruchtung durch die Feigengallwespe nötig.

Unter Umständen habe ich so eine Feige und die schlechte Ernte der Blütenfeigen ist mit Frostschäden zu erklären.

Glaubt Ihr es bringt etwas 'bessere' Feigensorten aufzuveredeln?
Schließlich ist der Baum nie wirklich zurückgefroren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Juni 2011, 13:09:54
Aufveredeln ist in kaltem Klima so eine Sache. Wenns wirklich mal kalt wird, und die Feige runterfriert, kannst du wieder neu veredeln.

Am besten, man trennt sich von der nichttragenden Feige und ersetzt sie durch eine neue. Vermehrung durch Steckholz kein Problem.

(eine alte große Feige auszubuddeln ist allerdings schon ein Problem ;) )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 21. Juni 2011, 14:13:48
.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 21. Juni 2011, 14:17:04
Ja stimmt schon, aber genau genommen gibt es ja praktisch keine Sommerfeigen, da die Ernte kaum vor September beginnt.
Die zweite Feigengeneration ist auf jeden Fall eine Sache die sich hauptsächlich im Herbst abspielt.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 29. Juni 2011, 20:51:36
Ja stimmt schon, aber genau genommen gibt es ja praktisch keine Sommerfeigen, da die Ernte kaum vor September beginnt.
Die zweite Feigengeneration ist auf jeden Fall eine Sache die sich hauptsächlich im Herbst abspielt.

Gruß

An 3 Feigenbäumchen hängen jetzt größere Früchte. Die müßten innerhalb 1 Monats reif werden. Das wären ja dann Sommerfeigen.
Es ist eine Noname-Grüne Feige, eine Rouge de Bordeau und eine Feige die ich von Herrn Meeder habe.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 30. Juni 2011, 08:41:10
Ja stimmt schon, aber genau genommen gibt es ja praktisch keine Sommerfeigen, da die Ernte kaum vor September beginnt.
Die zweite Feigengeneration ist auf jeden Fall eine Sache die sich hauptsächlich im Herbst abspielt.

Gruß

An 3 Feigenbäumchen hängen jetzt größere Früchte. Die müßten innerhalb 1 Monats reif werden. Das wären ja dann Sommerfeigen.
Es ist eine Noname-Grüne Feige, eine Rouge de Bordeau und eine Feige die ich von Herrn Meeder habe.

Das müssen so genannte Blütenfeigen sein, auf dem Vorjahresholz. Wenn von Sommerfeigen gesprochen wird, dann sind jene auf dem neuen Holz gemeint. Sie entstehen und reifen teilweise im Sommer (großteils aber im Herbst, da sie bei uns selten vor September erntereif sind). Aber natürlich könnte man die Blütenfeigen auch Sommerfeigen nennen, da sie immer im Sommer ausreifen (Juli).
Rouge de Bordeaux sollte allerdings keine Blütenfeigen haben, das dürfte dann etwas anderes sein.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 30. Juni 2011, 09:14:35
@philippus,

hat Dalmatie nur Fruchtansatz am einjährigen Holz oder auch noch am diesjährigen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2011, 13:29:36
Ja stimmt schon, aber genau genommen gibt es ja praktisch keine Sommerfeigen, da die Ernte kaum vor September beginnt.
Die zweite Feigengeneration ist auf jeden Fall eine Sache die sich hauptsächlich im Herbst abspielt.

Gruß

An 3 Feigenbäumchen hängen jetzt größere Früchte. Die müßten innerhalb 1 Monats reif werden. Das wären ja dann Sommerfeigen.
Es ist eine Noname-Grüne Feige, eine Rouge de Bordeau und eine Feige die ich von Herrn Meeder habe.

Das müssen so genannte Blütenfeigen sein, auf dem Vorjahresholz. Wenn von Sommerfeigen gesprochen wird, dann sind jene auf dem neuen Holz gemeint. Sie entstehen und reifen teilweise im Sommer (großteils aber im Herbst, da sie bei uns selten vor September erntereif sind). Aber natürlich könnte man die Blütenfeigen auch Sommerfeigen nennen, da sie immer im Sommer ausreifen (Juli).
Rouge de Bordeaux sollte allerdings keine Blütenfeigen haben, das dürfte dann etwas anderes sein.

Gruß
Nein philippus,
sie sind eben nicht am Vorjahresholz. Sie sind am Beginn des neuen/diesjährigen Triebes bei mir. Dann kommen in etwas Abstand die Knubbel für die Herbstfeigen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2011, 13:35:38
@philippus,

hat Dalmatie nur Fruchtansatz am einjährigen Holz oder auch noch am diesjährigen?

Bin zwar nicht philippus, kann aber auch Senf dazugeben ;)

Am einjährigen Holz (das was im Vorjahr gewachsen ist) gibt es bei Dalmatie Feigen, die Blütenfeigen. Sie überwintern als Mini-Knubbel (Stecknadelkopf) zusammen mit den Blattknospen am Zweig.
Diese überwinternden Feigenknubbel vertragen allerdings weniger Frost als die Blattknospen. Wenn es zu kalt war, dann treibt der Ast zwar aus, aber die Feigenfruchtanlagen sind hin. Dann gibts keine Blütenfeigen und man muss auf die Sommer/Herbstfeigen am neuen Holz warten.
Dalmatie trägt deshalb "mehrmals" (Vorjahres- und neues Holz, je nach Winterwitterung)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Juli 2011, 10:18:01
@ Mediterraneus:

In der Fachliteratur ist grundsätzlich von 2 Feigengenerationen die Rede, was auch meiner Erfahrung entspricht:
- am alten Holz (nicht bei allen Sorten) -> Blütenfeigen (brebas, figues fleurs). Meist Juni, Juli, Dauer ca. 3 Wochen. Die sollten nun bald reif werden.
- am neuen Holz -> Herbstfeigen (main crop, figues d'automne). Diese staffeln sich über eine längere Periode (meistens von September bis November oder so, manchmal Dez.), bleiben aber grundsätzlich alles Herbstfeigen, auch wenn sie nach und nach entstehen. Der Begriff Sommerfeigen wird immer wieder in den Foren verwendet (dürfte aber nicht korrekt sein), ich dachte es wäre dabei die 2. Ernte gemeint.

Herbstfeigen die innerhalb eines Monats (also noch im Juli) reif werden wirds kaum geben, es sei denn die Feige hat von der warmen Überwinterung einen Vorsprung von 2 Monaten. Wo sind dann aber die Ersten?
Juli ist selbst im Süden ein Blütenfeigenmonat, August fast feigenlos (Ausnahmen: die frühen EInmaltragenden und dann die ersten Zweimaltragenden gegen Ende des Monats) und im September gehts dann richtig los.

Da düfte bei Paulche etwas durcheinander sein ;)

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Juli 2011, 10:19:32
@philippus,

hat Dalmatie nur Fruchtansatz am einjährigen Holz oder auch noch am diesjährigen?

Bin zwar nicht philippus, kann aber auch Senf dazugeben ;)

Am einjährigen Holz (das was im Vorjahr gewachsen ist) gibt es bei Dalmatie Feigen, die Blütenfeigen. Sie überwintern als Mini-Knubbel (Stecknadelkopf) zusammen mit den Blattknospen am Zweig.
Diese überwinternden Feigenknubbel vertragen allerdings weniger Frost als die Blattknospen. Wenn es zu kalt war, dann treibt der Ast zwar aus, aber die Feigenfruchtanlagen sind hin. Dann gibts keine Blütenfeigen und man muss auf die Sommer/Herbstfeigen am neuen Holz warten.
Dalmatie trägt deshalb "mehrmals" (Vorjahres- und neues Holz, je nach Winterwitterung)

Ergänzung: Bei Dalmatie ist die Blüfenfeigenernte vergleichsweise gering, die 2. Ernte nicht allzu früh. In kühlerne Klimaten oder schlechteren Jahren empfiehlt es sich, die erste Ernte früh zu entfernen, um die Reife bei der Zweiten zu beschleunigen (bzw. dass sich diese noch ausgeht).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 01. Juli 2011, 12:55:31
Danke.
Es ist wie bei anderem Obst. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht.
Was käme nach Dalmatie als erstes infrage hinsichtlich Schwachwuchs und Frostverträglichkeit, aber früherer Reife?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Juli 2011, 14:08:42
Danke.
Es ist wie bei anderem Obst. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht.
Was käme nach Dalmatie als erstes infrage hinsichtlich Schwachwuchs und Frostverträglichkeit, aber früherer Reife?

Tja, Pastiliere. Nur entfällt da die erste Ernte gänzlich, dafür ist sie aber bei der Herbstfeigenernte um gut 2-3 Wochen früher dran als Dalmatie... Ich persönlich sowie Mediterraneus kann aber die Frosthärte noch nicht aus eigener Anschauung bestätigen. Sie fror mir die letzten 2 Winter um mehr als 50% zurück, wobei aber gesagt werden muss dass sie frisch ausgepflanzt war (das bedeutet, dass die Frosthärte noch nicht ganz vorhanden war). Vor zwei Jahren pflanzte ich sie erstmals aus, dann hatte ich sie im Vorjahr an einem neuen Platz nochmal ausgepflanzt. Hinzu kommt, dass der Sommer und Herbst im Vorjahr nicht gut waren und daher das Holz nicht ideal ausreifen konnte. Es könnte sein, dass die Sorte schwere feuchte Böden in Kombination mit sehr tiefen Temperaturen nicht besonders mag.
Pastiliere stößt auch bei wechselhaftem Wetter gerne Feigen ab.

In einem Experiment in Südschweden schlug sich Pastiliere aber nicht schlecht (Frosthärte).

Doree ist auch noch zu erwähnen, jedoch ist sie nicht früher dran als Dalmatie und es sieht ganz danach aus, dass sie wärmere Sommer braucht, um sehr gute Feigen zu liefern. Die Sorte mag es auf jeden Fall heiss und trocken. Feuchte Standortbedingungen (Wetter, Boden) haben negative Auswirkungen auf die Herbstfeigen (Faulen, Schimmeln etc.)
Gewiss am Naturstandort eine sehr sehr gute Feige.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 01. Juli 2011, 14:28:35
Hallo!

Meine liebe Nachbarin aus Rumänien hat mir von zuhause einen Feigensteckling gebracht.

Am Mittwoch machte sich der Steckling auf die Reise nach Österreich, leider war es sehr, sehr heiß.

Ich habe ihn so schnell als möglich in Kräuter- und Anzuchterde getopft, aber heute, nach 2 Tagen sieht das Pflänzchen noch immer sehr traurig aus.
Zur Erhohlung habe ich es zurzeit auf einem schattigen Plätzchen stehen.

Denkt ihr, dass sich die Feige noch erhohlen könnte?
Nach einigen recherchen bin ich nun zum Schluss gekommen, dass ich die Pflanze die ersten paar Winter ins Haus holen werde.

Denkt ihr, dass sie im rauhen Waldviertel Chancen hätte, wenn sie ausgepflanzt wird? Leider ist mir nicht bekannt, um welche Sorte es sich handelt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 01. Juli 2011, 15:10:37
Lumusan, ich würde nur 2 Blättchen stehen lassen, Rest ausknipsen und eine Folienhaube drübertun.

Die Sache mit der Auspflanzerei, ehrlich, hier im Wienerwald frieren sie immer zurück. Sie treiben zwar wieder nach, auch ungeschützt im Kübel, aber richtig hoch und buschig werden sie so kaum. Ich würde vorerst geschützt überwintern, schau mal, welche Feigen das werden, und ob sie überhaupt ausreifen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Juli 2011, 15:43:51
Hallo!

Meine liebe Nachbarin aus Rumänien hat mir von zuhause einen Feigensteckling gebracht.

Am Mittwoch machte sich der Steckling auf die Reise nach Österreich, leider war es sehr, sehr heiß.

Ich habe ihn so schnell als möglich in Kräuter- und Anzuchterde getopft, aber heute, nach 2 Tagen sieht das Pflänzchen noch immer sehr traurig aus.
Zur Erhohlung habe ich es zurzeit auf einem schattigen Plätzchen stehen.

Denkt ihr, dass sich die Feige noch erhohlen könnte?
Nach einigen recherchen bin ich nun zum Schluss gekommen, dass ich die Pflanze die ersten paar Winter ins Haus holen werde.

Denkt ihr, dass sie im rauhen Waldviertel Chancen hätte, wenn sie ausgepflanzt wird? Leider ist mir nicht bekannt, um welche Sorte es sich handelt.

Also an einem geschützten Standort direkt an der Hauswand (am besten südseitig) möglicherweise. Vorausgesetzt die Sorte hält einigen Frost aus und reift bei uns. Bei einer rumänischen Herkunft ist beides sehr wahrscheinlich.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 01. Juli 2011, 15:50:44
Danke für euere Antworten! Ist es auch möglich sie jahrelang im Topf zu kultivieren? So wie meine Nachbarin es mir erzählt hat dürfte sie nämlich schon recht groß werden.

@ Philippus: Würdest du dem Pflänzchen auch die Spitze abkappen? Ich trau mich nicht recht...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Juli 2011, 22:54:49
Danke für euere Antworten! Ist es auch möglich sie jahrelang im Topf zu kultivieren? So wie meine Nachbarin es mir erzählt hat dürfte sie nämlich schon recht groß werden.

@ Philippus: Würdest du dem Pflänzchen auch die Spitze abkappen? Ich trau mich nicht recht...

Hallo,

Topfkultur ist bei Feigen möglich, bei manchen besser als bei anderen. Bei starkwüchsigen Sorten wird es halt nach einiger Zeit etwas schwieriger, weil auch ein entsprechendes Wurzelsystem im Container untergebracht werden muss.

Spitze kappen geht selbstverständlich, die Pflanze verzweigt sich dann und wird zu einem Strauch. Behält man die Spitze und lässt sie bis zu einer gewissen Höhe wachsen bzw. kappt sie erst bei einer gewissen Höhe, kann man die Feige zur Baumform ziehen (also mit Stamm und Krone).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 01. Juli 2011, 23:07:46
Im Waldviertel kann ich mir ehrlich gesagt die Haltung im Freien nicht vorstellen. Im Perchtoldsdorfer Weinbauklima hat eine Feige von Pras..c einige Jahre im Freien überlebt, nun im Burgenland (auch Weinbau) ist sie im 2. Winter oberirdisch völlig abgestorben. Davor war sie ein Bäumchen, nun hat sie 5 Triebe aus der Erde geschickt und will offenbar als Strauch weitermachen.

Aber das Waldviertel ist doch noch etwas kühler...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:05:16
Stand Feigen am 05.07.11( um 21.45 Uhr, deshalb mit Blitz ;) ). In der Entwicklung vorne die Herbstfeigen der Negronne:
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:08:37
am zweitweitesten ist "Madeleine de deux saisons", auch an einer sehr jungen Pflanze schon deutliche Herbstfeigenknubbel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:10:14
Bei Dalmatie ist noch nichts zu erkennen, höchstens Ansätze. Wie bei den meisten meiner Feigen. Kann aber noch werden...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:12:23
Dafür hat die Sorte den Zwergenwuchs und dekorative, sehr tief gelappte Blätter
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:20:22
Im Vergleich dazu die als sehr früh-, aber einmalreifende Pastiliere.
Der Ast wurde runtergebogen vor dem Winter, war also frostgeschützt und ist diesmal nicht bis zum Boden zurückgefroren. Sie sollte eigentlich von allen Herbstfeigen am weitesten sein. Isse aber nicht. Nur Ansätze sind erkennbar. Ob das was wird?

Von Pastiliere bin ich am meisten enttäuscht. Sie mag offensichtlich keinen schweren Boden. Auch die Hoffnung, nach Rückfrost als einmaltragende Sorte noch besonders früh zu tragen, hat sich nicht erfüllt. Sie ist nach dem Zurückfrieren offensichtlich nur mit Wachsen beschäftigt und macht keine Früchte, so war das zumindest bei mir im letzten Jahr.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:22:43
Pastiliere hat sehr große Blätter, die wenig gelappt sind. Sie soll schwach wachsen. Wie gesagt, sie hat aber keine Blütenfeigen, es gibt also nur eine Ernte. Hier mal mein Busch (im dunkeln)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. Juli 2011, 22:24:45
Zum Vergleich mal meine Goutte d Or (=Doree) im Tomatenhaus.
Sie ist sehr kleinwüchsig, frosthart, lecker, aber nässeempfindlich. Sie darf deshalb dauerhaft im Tomatenhaus bleiben.
Sie ist eindeutig am weitesten
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 06. Juli 2011, 12:31:01
Ich weiss dieses sollte eher unter die Rubrik: Was habe ich heute geerntet. Aber da diese Feige hier vielleicht bestimmt werden kann stelle ich sie hier ein. Das Blatt ist sehr gross und wenig eingeschnitten, auch die Feigen sind sehr gross und ziemlich rund. Der Strauch hat eine gewaltige Wuchskraft von ca.1,50m jährlich. Bin also dauernd mit der Schere unterwegs. ;D Weiss jemand um welche Sorte es sich handeln könnte? LG Irisfool
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: thogoer am 06. Juli 2011, 13:31:04
@ Irisfool
Sehen lecker aus.
Schau mal hier bei Sorten:
http://www.feigenland.de/vermehrung.shtml
In der Nähe von Chur gibt es eine Rastätte Heidiland ;) und dann bist dann auch fast hier...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 06. Juli 2011, 14:08:24
@Danke thogoer.Ich hätte so gerne eine blaue Feige, falls du mal an einer vorbeikommst? LG Irisfool
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 07. Juli 2011, 19:38:08
Hallo, Meine Pfälzer Fruchtfeige, Brunswick, Dalmatie und zwei weitere haben schon mehr als Walnussgroße Herbstfeigen.
Ob die noch reif werden.
Auch die Ronde de Bordeaux hat schon Stachelbeergroße Früchte.
Bilder mache ich noch wenn es nicht mehr regnet...

VG
Mario
Titel: Sommerfeigen
Beitrag von: Giaco85 am 09. Juli 2011, 23:55:52
Die drei vergangenen Winter haben den Feigen ihre Grenzen gezeigt.
Die guten Bedingungen dieses Sommers trugen viel dazu bei, dass sich die Sträucher
erholen konnten.
[td](http://s013.radikal.ru/i322/1107/a5/e5df1ecf1b97t.jpg)[/td]
[td](http://s52.radikal.ru/i135/1107/9f/43366a1aaebet.jpg)[/td]
[/table]
Nexoe im Vergleich der Jahre.

Hier auf 54° Nord werden nur in Super-Jahren wie 2003 einige der Herbstfeigen reif.
Dieses Jahr werde ich Sommerfeigen von der Bornholmauslese Nexoe und Dalmatie beernten können :P

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 10. Juli 2011, 00:23:22
Ich weiss dieses sollte eher unter die Rubrik: Was habe ich heute geerntet. Aber da diese Feige hier vielleicht bestimmt werden kann stelle ich sie hier ein. Das Blatt ist sehr gross und wenig eingeschnitten, auch die Feigen sind sehr gross und ziemlich rund. Der Strauch hat eine gewaltige Wuchskraft von ca.1,50m jährlich. Bin also dauernd mit der Schere unterwegs. ;D Weiss jemand um welche Sorte es sich handeln könnte? LG Irisfool

Ich habe eine Schwäche für gewaltige Wuchskraft. ;D Kann ich davon vielleicht mal einen Stecki oder so haben?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 10. Juli 2011, 07:58:25
Kannst Du. :D Wenn jemand weiss, wann die beste Steckzeit ist, lass ich dir Steckhölzer zukommen. :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 10. Juli 2011, 08:02:12
 @ Waldschrat.Hab gerade bei #361 gelesen wie es geht, also her mit deiner Adresse! ;D ;D ;D LG Irisfool.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 11. Juli 2011, 23:52:02
Bei mir treibt jetzt (!) erst die Madeleine des deux saisons aus - erste kleinste grüne Knubbel an der Basis. Ich hatte sie eher schon aufgegeben. Ich hoffe, die wird noch härter im Laufe der Zeit bzw. dass die Winter nicht mehr ganz so hart sind wie die letzten beiden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juli 2011, 07:05:22
Bei mir treibt jetzt (!) erst die Madeleine des deux saisons aus - erste kleinste grüne Knubbel an der Basis. Ich hatte sie eher schon aufgegeben. Ich hoffe, die wird noch härter im Laufe der Zeit bzw. dass die Winter nicht mehr ganz so hart sind wie die letzten beiden.

Eine Feige treibt nahezu immer wieder von unten aus, wenn sie etwas tiefer gepflanzt wurde. Sie verhält sich dann in kalten Wintern wie eine Staude/Halbstrauch.
Auf eine Ernte muss man dann in solchen Jahren meist verzichten. :(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 13. Juli 2011, 22:05:09
... weiss ich ja - aber Mitte Juli finde ich halt recht spät. Einige meiner Sorten sind schon Mitte April wieder ausgetrieben.
Titel: Früchte reifen pünktlich
Beitrag von: Giaco85 am 30. Juli 2011, 20:47:10
Pünktlich zum 20.07.2011 brachte meine Bornholmauslese Nexö die erste reife Frucht.

Süß sind sie, aber durch fehlende Sonne aromaschwach. Nun geht die Ernte weiter bis in den Oktober mit hoffentlich mehr Sonne.
[td]
(http://s011.radikal.ru/i315/1107/01/570fdc859e32t.jpg)
[/td]
[td]
(http://s002.radikal.ru/i200/1107/1b/2ce28f69fc1ft.jpg)
[/td]
[td]
(http://i038.radikal.ru/1107/4f/9b00b145d142t.jpg)
[/td]
[/table]

Dies waren Nummer 13 und 14.
VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2011, 20:57:12
Hier tut sich Null! Geht nix voran, gleicher Stand wie Anfang Juli. Wird Zeit für Sommer :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 30. Juli 2011, 21:12:52

Eine Feige treibt nahezu immer wieder von unten aus, wenn sie etwas tiefer gepflanzt wurde. Sie verhält sich dann in kalten Wintern wie eine Staude/Halbstrauch.
Auf eine Ernte muss man dann in solchen Jahren meist verzichten. :(

Oh Wunder! ::) ;D

Mein Feigenbäumchen ist im heurigen Winter erfroren und hat von unten neue Triebe gebildet. Jetzt ist es leider ein Strauch, und ich habe schon überlegt, sie zu entfernen. Heute sah ich kleine Feigen an einigen der Triebe. Hoffentlich werden die heuer noch reif. Kann mich nicht mehr erinnern, wie lange das dauert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2011, 21:22:13
Sag ich doch ;D

Wenns nen schönen Spätsommer/Herbst gibt, kannste noch ein paar im Oktober ernten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 30. Juli 2011, 21:31:16
Das wäre ja nett, um etwas Prosciutto herum zu wickeln, etwas anbraten.... hmmm. ;)

Es ist zwar tröstlich, dass das Bäumchen so brav wieder austreibt und im gleichen Jahr fruchtet. Aber ein Strauch hat an dieser Stelle nicht wirklich Platz. Ob ich ich selbst ein Bäumchen aus dem stärksten Trieb ziehen kann, und die anderen entfernen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juli 2011, 21:42:51
Ich bevorzuge sie frisch zu Käse und Wein :-*

Feigen wachsen immer mehr oder weniger strauchig. Auch im Süden oft Wurzelaustriebe. Du kannst ein paar Triebe wachsen lassen, einer wird nicht gut funktionieren, da kommt von unten zuviel nach.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: jens am 05. August 2011, 18:53:12
Kurzer Einwurf....
Welche Erde mögen Feigen im Kübel? Sehr durchlässig oder gern auch etwas lehmiger? Ich hab irgendwo mal gelesen das es nicht zu kalkhaltig sein sollte. Stimmt das?


LG
Jens
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2011, 23:20:38
Im Sommer ist die Erde wurscht. Im Winter sollte sie nicht nass bleiben und drainiert sein.

Ich habe normale Pflanzerde mit Perlite und Lavagrus/Sand abgemagert.

Meine Kübelfeigen müssen aber auch kalt ertragen, in ungeheizter Garage. Das durchfrieren der Kübel wird nur in trockenem Zustand ertragen, deshalb hab ich keine schwere Gartenerde mit rein. Wäre aber grundsätzlich kein Problem.
Feigen sind sehr pflegeleicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 08. August 2011, 18:31:48
Hallo, ich verfolge die Diskusion hier schon lange.
Meine Sorten haben bis auf Brown Turkey keine Frostschäden gehabt.
Das sind:
Madellaine d.d S.
Pfälzer Fruchtfeige
Ronde de Bordeaux
Brunswick und zwei unbekannte

Hier ein Bild von der unbekannten mit der Bitte um ID:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/August2011640x480.jpg)

VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. August 2011, 07:10:25
Hallo Mario,

Standardantwort: Longe d aout?

Aber nicht jede lange, keulenförmige Feige ist diese :-\

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 09. August 2011, 17:37:54
Hallo, vielleicht täuscht auch das Bild etwas.
So sieht sie von innen aus:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/August2011003640x480.jpg)
Uns so frisch geerntet:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/August2011002640x480.jpg)

Danke
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: July am 09. August 2011, 17:41:21
Die Frucht sieht aus wie die meiner Nordland-Bergfeige....
LG July
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. August 2011, 13:41:52
...und die meiner "Bornholmfigen" ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: July am 10. August 2011, 20:33:13
Viele Feigen sehen fast gleich aus.....eine Bornholmfeige möchte ich auch noch besitzen, aber wohin damit? Einfach ins Freiland wird wohl nichts in Schleswig-Holstein.
Meine Nordland-Bergfeige hat das auch nicht gepackt und ist nach Jahren umgezogen ins Erdbeet des Wintergartens.....seitdem ernten wir reichlich und sie wuchert, obwohl die Füsse nur im Kiesbett stehen....
LG July
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2011, 19:28:34
Nun, mit der Bornholmfeige ist es wohl so wie mit der Pfälzer Fruchtfeige. "DIE eine" gibt es wohl nicht. Vielmehr scheint es auf Bornholm mehrere Feigensorten zu geben, die als Bornholmfeige vermarktet werden.
Genauso mit der Pfälzer Furchtfeige.

Bornholm ist zwar Dänemark, aber sehr wintermild durch die Insellage. Tiefe Fröste wie auf dem Festland gibt es dort nicht. Man sollte also nicht nur aufgrund der Herkunft auf Winterhärte schließen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 20. August 2011, 21:01:46
Viele Feigen sehen fast gleich aus.....eine Bornholmfeige möchte ich auch noch besitzen, aber wohin damit? Einfach ins Freiland wird wohl nichts in Schleswig-Holstein.
Meine Nordland-Bergfeige hat das auch nicht gepackt und ist nach Jahren umgezogen ins Erdbeet des Wintergartens.....seitdem ernten wir reichlich und sie wuchert, obwohl die Füsse nur im Kiesbett stehen....
LG July

Mein Bornholmfeigenbäumchen hat den Winter überlebt.
Am besten gewachsen sind bisher aber die Feigen von Herrn Meeder, die schwarze Rauchfeige, eine Nordlandfeige und eine grüne Feige von Herrn Rauch.
Geerntet habe ich dieses Jahr im Juli bisher nur eine Frucht von einem Baum, den ich als Rouge de Bordeau gekauft habe.
Jetzt hängen vor allem an dieser "Rouge de Bordeau" und an der Feige von Herrn Meeder viele Früchte, die vielleicht noch reif werden.
Meine vielen Sämlinge aus dem Vorjahr haben bisher noch keine Früchte gebildet, obwohl sie gut wachsen und den Winter als Jungpflanzen überstanden haben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2011, 23:00:48
Überleben tun sie ja alle. Nur halt nicht überirdisch ;)

Mir ist nicht eine ausgepflanzte Feige kaputtgegangen, sie treiben alle wieder aus der Wurzel aus.
Das Kunststück wäre ja, eine Sorte zu finden, die auch im Holz überlebt und Früchte trägt.
Schwarze Rauchfeige hat in diesem Winter enttäuscht. Bornholm ging so. Es scheint bessere zu geben als die beiden.

Deine ausgesähten Feigen könnten Potential in sich haben. Vermutlich sind sie aber nicht parthenokarp. Wenn doch, wäre das ein kleiner Glücksfall ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 20. August 2011, 23:29:45
@Mediterraneus

Welche Feigensorten scheinen deiner Meinung nach besser zu sein?

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2011, 23:34:41
Ich "probiere" erst seit 1-3 Jahren aus. Diese Winter waren leider besonders besch...eiden kalt :P

Momentan hat sich die "Negronne" bei mir die letzten beiden Winter am besten geschlagen.

Sehr aussagekräftig ist das allerdings noch nicht, da andere Sorten ggf. im Alter härter sein könnten. Als junge Pflanze froren sie allerdings alle zurück, auch Bornholmfigen und allen voran die hochgelobte Bayernfeige ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 20. August 2011, 23:38:43
@Mediterraneus

Welche Sorten haben bei dir oberirdisch überlebt und tragen Blütenfeigen, dass heißt Früchte am bereits überwinterten Holz?

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2011, 23:46:37
Blütenfeigen hatte keine.

Viele sind bis zum Boden gefroren. Bei denen wo das Holz überlebte hat ein starker Nachtfrost Anfang Mai (-2 Grad) alles frische Grün der Feigen zerstört. Die Feigen mussten ein zweites Mal austreiben. Das hat wohl die Blütenfeigen erwischt.

Blütenfeigen dürfte es hier eh sehr selten geben, da die angeblich ab -10 im Winter zerstört werden.

Meine Negronne kannste im anderen Thread über Negronne sehen. Sie hat die weitesten Herbstfeigen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 20. August 2011, 23:50:45
Dieses Jahr habe ich schon tausende Samen von mehreren Kilo Feigen aus Italien direkt nach draußen gesäht. Sie werden einer extremen Selektion unterzogen. Es ist sehr spät in diesem Jahr. Sie müssen schnell keimen und schnell wachsen, um noch ein ausreichendes Wurzelwerk für den Winter zu entwickeln. Sie müssen extrem frosthart sein, um als so junge Pflanzen draußen zu überleben. Wenn sie Früchte entwickeln, kann ich weitere Auslesen vornehmen.
Im Prinzip wäre es nicht schlecht Zwitterpflanzen zu haben, wie die Wildfeigen, die dann essbare Früchte tragen aber parthenocarp sind. Die könnte man dann für künstliche Befruchtung und Weiterzucht verwenden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2011, 23:57:17
Guter Ansatz ;D
Nur so können neue Sorten entstehen. Ich befürchte nur, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz überhaupt jungfernfrüchtig ist.

Du hast meine geistige Unterstützung ;D 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 21. August 2011, 00:01:39
@Mediterraneus

Ich habe mit Blütenfeigen ganz andere Erfahrungen gemacht. Meine "Nexö" hat nach den letzten Wintern mit Tiefstemperaturen (2010-2011 von -19,2 und 2009-2010 -20,2) Blütenfeigen in großer Anzahl zur Reife gebracht. Selbst "Dalmatie" hat nach beiden Wintern einige wenige Blütenfeigen zur Reife gebracht. Meine anderen Sorten sind noch nicht alt genug, um Blütenfeigen zur Reife zu bringen. Ich halte den Grenzwert von - 10 °C für das Überleben der Anlagen für Blütenfeigen nicht für allgemein gültig.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. August 2011, 00:07:21
Waren diese -20 auch direkt bei der Feige, oder sitzt die geschützt vor einer Hausmauer? Dort ist es meist viel milder als wenige Meter vom Haus weg.

Dalmatie sitzt bei mir direkt neben Negronne. Sie ist erst sehr spät ausgetrieben und hat nun erbsengroße Feigenansätze :-\

Meine Minimaltemperatur war -19,2 in 2009, da sind alle Feigen, auch eine alte bei meiner Oma bis zum Boden runtergefroren.
Im letzten Winter war Tmin -14, das aber Anfang Dezember ziemlich plötzlich nach einer langen milden Phase. Dieser plötzliche Frost hat schon gereicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 21. August 2011, 00:29:28
@Mediterraneus

Die -20,2 °C waren an der offiziellen Wetterstation in Warnemünde. Mein Garten liegt im Hinterland, wo es üblicherweise im Winter gut 1 - 3 °C kälter ist. Die Nexö steht in 3 Exemplaren an Wänden die nach Osten, Süden und Westen zeigen. Strahlungswärme durch die Wände kommt kaum in Frage, die sind todgedämmt bzw. die Gedäude zu denen sie gehören sind unbeheizt. Die Nexö ist je nach Planze zwischen 12 und 18 Jahren alt. Die Dalmatie ist jetzt im 6. Jahr an ihrem Standort.

Die Triebe meiner jungen Pflanzen werden in den ersten Jahren geschützt.

Noch zu den Bornholmfeigen: Auf Bornholm gibt es auch diese Killertage im Winter. Diese Selektionsereignisse führen durchaus zu einer durchschnittlich etwas höheren Frosttoleranz, da die Selektion über (wahrscheinlich) schon mehrer Jahrhunderte aus ein- und demselben Grundbeständen erfolgt.
Aus eigenem Augenschein gehe ich von mindestens 2 Grundsorten auf Bornholm aus.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. August 2011, 00:46:05
Bist du sicher, dass es sich bei den -26 Grad nicht um einen Meßfehler handelt?
Bornholm hat laut meiner Winterhärtezonenkarte die gleiche Zone wie etwa Bozen oder die westlichen Niederlande, d.h. durchschnittlich kälteste Wintertemperatur ist bis -12 Grad. Rundum ist die wärmende Ostsee.

Inwiefern sich eine Sorte an ein Klima anpassen kann, kann ich nicht beantworten. Sie vermehrt sich ja nicht generativ, also bleibt das Erbgut ja das gleiche.

Eine Wand im Hintergrund macht schon viel aus. Auch wenn das Gebäude nicht beheizt ist, gibt das ordentlich Schutz vor Witterung/Wind und Strahlungsfrost
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 21. August 2011, 00:56:42
@Mediterraneus

Eigentlich liegt mein Garten auch in Rostock= Winterhärtezone 7b = [- 14,9] - [- 12,3]
Ich kann natürlich nicht die Genauigkeit dieser Bornholmer Messtation beurteilen.
"Die wärmende Ostsee im Februar 2010" - sie wärmt leider nicht nur!


VG
Giaco

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. August 2011, 01:14:28
Das Kleinklima ist wohl am wichtigsten. Bei -26 Grad wären in Bornholm alle Feigen bis zum Boden zurückgefroren, so große Minustemperaturen hält keine Feige aus.
Ab -15 (an der Pflanze gemessen) frieren bei mir alle Feigen zurück.

Die Temperaturen an Wetterstationen geben ja auch nicht die Temperatur überall in diesem Gebiet an. Wenige km weiter oder innerhalb von Ortschaften kann es schon wieder einige Grad wärmer sein.
Ich arbeite in Aschaffenburg im östlichen Rhein-Main-Gebiet. Dort war es in 2009 an der Wetterstation bis -20 Grad kalt, während es in den nördlichen Stadtteilen nur -12 waren. Deshalb bewerte ich solche Wetterstationswerte eher nicht so maßgeblich ;)

Interessante Seite übrigens aus Kanada, die du da verlinkt hast.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 21. August 2011, 01:18:39
Ich werde im September auf Bornholm sein und werde berichten über tiefe Temperaturen und den aktuellen Bestand an Feigen dort.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. August 2011, 01:36:08
Oh wie schön ;D

Hab auch eine Wetterstation auf Bornholm gefunden:

Tiefste Temp seit bestehen der Station (?) -9,4 Grad am 23.01.10

Tiefste Temp in 2011: -7,7 am 22.01.11

Daten von da:

http://www.bornholm.net/wetter.phtml

(auf "Ekstremer" klicken und dann Zeitraum wählen)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Marsch_Düne am 22. August 2011, 20:13:44
Machmal hilft drohen doch...

Nachdem ich überlegt habe, meine Feige nächstes Jahr bodeneben zu kappen, wenn sie wieder keine Blütenfeigen ausbidet und behält, hat sie sich entschlossen, dieses Jahr zum ersten Mal nach fünf Jahren vier Feigen der 2. Generation auszubilden. Also doch kein San-Pedro-Typ, sondern parthenocarp. Also bekommt der Strauch wieder eine Schonfrist.

Die Früchte sind jetzt walnussgroß. Gibt es eine Chance, dass sie bei einem entsprechenden Herbst noch ausreifen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 22. August 2011, 20:26:20

Ab -15 (an der Pflanze gemessen) frieren bei mir alle Feigen zurück.

Das war bei unserer Feige hier auch so. Im Winter 2009/2010 gab es in einer Nacht -15°, da froren die Zweige um max. 10cm zurück. In diesem Winter erreichten wir mehrere male die -15°, da war das gesamte Bäumchen oberirdisch tot. Im Frühjahr kamen dann mehrere Bodentriebe und nun sind auch Feigen dran.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. August 2011, 23:30:10
Ja. -15 so in etwa scheint die magische Grenze zu sein.

Jetzt will ich halt Sorten finden, die ein paar Grad mehr aushalten können. Sehr viel tiefer wird die Toleranz der unterschiedlichen Sorten nicht liegen. Brown Turkey soll angeblich bis -18 aushalten, Dalmatie und Ronde de Bordeaux geringfügig weniger. Diese Angaben macht Pierre Baud in seinem Feigenbuch (das ich leider nur in Phragmenten deuten kann, die französische Sprache ;D )
Ich denke auch, dass eine einzige kalte Nacht mit einer Ausreißertemperatur von kurzfristig -20 am alten, dickeren Holz (das friert nicht so schnell ein) noch ausgehalten wird.

Und ganz wichtig, diese Temperatur muss eben direkt am Feigenbaum herrschen, wenn da ein Vlies drumgewickelt ist, dann halt -15 unter dem Vlies.
Damit kann man schon viel retten ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nuss am 23. August 2011, 07:39:48
Hallo
da ich nun schon einige Zeit diesen Beitrag verfolge,
ein kleine Anmerkung.

http://tinypic.com/r/2n1ror6/7

Hier ein Foto von Feigensämlingen. Die Samen habe ich letztes Jahr
aus einer Trockenfeige aus gesät, doch ich glaube nicht das an den
Pflanzen einmal Feigen reifen.

http://tinypic.com/r/72xi8p/7

Ein Feigenbaum ohne Frostschäden; die ersten Feigen sind schon geerntet
und nach den Fruchtansatz ist noch einiges zu erwarten.



Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. August 2011, 11:05:09
Hallo nuss,

dieser große Feigenbaum steht auch direkt vor einer (mehrgeschossigen) Hauswand. Vielleicht auch noch in einer Stadt.
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht. Also ein idealer Standort für eine Feige. Zudem werden dort die eisigen Ostwinde im Winter wohl abgehalten. Davon gehe ich jetzt einfach mal aus.


Ich wohne leider auf dem Land, ohne dichte hohe Bebauung.
So einen großen Feigenbaum hatte meine Oma mal im Garten, auch an einer Hausecke. Die Stämme hatten schon 10 cm Durchmesser und der Busch war 4 m hoch und 3 m breit.
Im vorletzten Winter ist er komplett bis zum Boden runtergefroren, nur ein paar dünne Ästchen direkt an der Mauer waren ok. Tmin war rund -20 Grad und Wintersonne.

Im folgenden Jahr ist die Feige wieder ausgetrieben, mit langen krautigen Trieben und es ist sogar eine Feiger reif geworden im Oktober.

Der folgende Winter war wieder kalt und die krautigen Triebe sind wieder zurückgefroren, obwohl es nur -15 Grad als Minimuim waren.

Momentan ist die Feige wieder so etwa 1,5 m hoch und es hängen auch ein paar Feigen dran, die wohl auch reif werden im Herbst.

Aber von dem 4 m Baum ist ein 1,5 m Häufchen übriggeblieben. Jetzt brauchts wieder ein paar milde Winter, dass der Baum wieder groß werden kann.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. August 2011, 11:07:57
Zu deinen Sämlingen:

Aussehen tun sie ja ganz gut ;D
Mit etwas Glück könnte auch was dran reifen. Wie groß solche Chancen sind, dass eine parthenokarpe Feige rauskommt, weiß ich leider nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 23. August 2011, 12:25:32
@Mediterraneus
Zitat
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht.

Es sind eigentlich die "magischen" 14,33333 Periode °C. Die sind das Selektionsereignis schlechthin. ;)

Die "magischen -15 °C "sind ein ziemliche Verkürzung. Es spielen viele zusätzliche Faktoren, die hier verschiedentlich diskutiert worden sind bei der Frostfestigkeit eine Rolle.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Chica am 23. August 2011, 13:16:26
Umso genauer ich mich hier mit den Feigen beschäftige, umso klarer wird mir, dass ich wohl meine erste Kübelpflanze habe (wollte ich nie, dieses hin- und hergetrage). Deine Früchtchen waren aber so lecker, Giaco85, dass sich das Getrage für diese Pflanze wohl lohnen wird. Danke für das edle Gewächs :-*. Ist es eine Nexö? Vor dem Auspflanzen hab ich hier einfach Angst, auch in ein paar Jahren, das scheint ein kaltes Stück Land zu sein. Vielleicht ist die Westseite des Hauses später geeignet, wenn da der Garten angelegt ist?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 23. August 2011, 13:32:23
Ja, es ist "Nexoe" , welche Du gekostet hast und von welcher Du einen Ableger hast.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. August 2011, 14:26:43
@Mediterraneus
Zitat
An solchen Standorten werden die magischen -15 an der Pflanze nur selten erreicht.

Es sind eigentlich die "magischen" 14,33333 Periode °C. Die sind das Selektionsereignis schlechthin. ;)

Die "magischen -15 °C "sind ein ziemliche Verkürzung. Es spielen viele zusätzliche Faktoren, die hier verschiedentlich diskutiert worden sind bei der Frostfestigkeit eine Rolle.

VG
Giaco

 ;D
Klar, sind die Minus 15 ein grober Richtwert ;) Aber meistens stimmts, wenns unter -15 war, haben die Feigen gelitten.( Und wie willst du jemanden auf die Schnelle anders erklären, wie winterhart eine Feige ist.)
Mit Wand im Hintergrund geht mehr.
Sehr trockener Stand (unter Dachvorsprung, unter großem Nadelbaum, in drainiertem Boden) geht auch mehr. Am besten als Spalier dicht an der Mauer, wie einen Weinstock gezogen. So sieht man sie auch in der Pfalz.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass die Feige eine mediterrane Pflanze ist, die hier in Mitteleuropa "grundsätzlich" nicht gedeiht ;)
Nur in klimatisch günstigen Nischen kann man es versuchen. Einfach so auspflanzen, wie einen Apfelbaum auf die grüne Wiese, das klappt in 98% von Deutschland leider nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 23. August 2011, 15:30:36
Zu deinen Sämlingen:

Aussehen tun sie ja ganz gut ;D
Mit etwas Glück könnte auch was dran reifen. Wie groß solche Chancen sind, dass eine parthenokarpe Feige rauskommt, weiß ich leider nicht.

Die Trockenfeigen kommen fast vollständig aus der Türkei. Dort hat man fast keine Parthenocarpe Sorten. Dort kommen auch kaum parthenocarpe männliche Wildfeigen vor, welche ja hauptverantwortlich für die Weitergabe dieser Erbanlage sein sollen.
Deswegen kaufe ich Feigen aus anderen Ländern, um deren Samen auszusähen. Im Augenblick werden überwiegend Frischfeigen aus Italien verkauft. Ich weis nicht warum, aber die Feigenernte in der Türkei ist später. Ich habe auch schon Trockenfeigen verwendet, aber von Mini-Bergfeigen. Vielleicht sind die den Wildfeigen noch ähnlich und sind dann Zwitter. Dann kann man mal künstliche Befruchtung probieren.
Ich suche immer noch eine "männliche" Befruchtersorte, welche die Parthenocarpie vererbt und essbare Feigen trägt. Die würde ich am liebsten zur künstlichen Befruchtung von Bergfeigen z.B. Afganistanica verwenden. Solche Hybriden sind sicher noch frosthärter als die bekannten Sorten. Eine Bocksfeige als Afganistanica-Hybrid wäre dann der ideale Zuchtpartner für unsere relativ winterharten Feigensorten wie Brown Turkey... So könnte man möglicherweise noch 5 Minusgrade gewinnen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: nuss am 23. August 2011, 19:58:55
Hallo Mediterraneus,
hier in München werden doch teilweise Temperaturen unter -15° C erreicht
und der Feigenbaum mit einem Stammdurchmesser vom ca 10cm
hat sicherlich einige Winter erlebt.
Denoch ist die Winterkälte und der Spätfrost nicht so extrem wie in Unterfranken.

Bei den Feigensämlingen geht es mir weniger um neue Sorten, sondern
ich wollte einmal das Keimverhalten und das Wachstum testen.

Es gibt übrigens noch ein paar weitere Feigenbäume, doch diese werfen
jedes Jahr die Früchte ab. Wahrscheinlich benötigen sie eine Bestäubung.

Servus
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. August 2011, 20:25:17
Oh ja, gegen das mediterrane Minga kommt Weinfranken natürlich nicht an ;)

Wie gesagt, innerhalb geschlossener Bebauung, und schon gar in Innenstädten ist es was anderes.
Häng mal ein Min-Max Thermometer (gibts aus Plastik billig im Baumarkt) in den Feigenbaum, und schaue, wieviel er aushält.
Ich denke, dass es dort in den letzten Jahren nicht viel kälter als -15 war. Die Temperaturmeldungen von Städten kommen oft von Wetterstationen außerhalb, wo es teilweise 10 Grad kälter sein kann. Die Innenstadtlagen heizen sich durch Menschen, Kraftwerke, Häuser etc. ganz schön auf.

Selbst in der warmen Pfalz frieren die Feigenbäume außerhalb der Ortschaften und weg von Mauern immer wieder zurück.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 09. Februar 2012, 15:35:13
Hallo an alle,
Oh Oh das wird doch dieses Jahr nichts mit den Outdoor Feigen oder? Meine Noname Baumarktfeige ca 1,70m hoch habe ich erst mit Noppenfolie und dann nochmal mit Fliess eingepackt. Op da was überlebt hat ?
Und meine Perettta im Kübel steht im Keller bei mom 12 grad(Kellerfenster 60x40cm) und fängt an auszutreiben. Die Knospen sind teilweise schon 2cm groß. Was soll ich machen ins Licht holen? Denn raus geht ja noch nicht.
Wie siehts bei euren Feigen aus?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Februar 2012, 16:36:36
Dieses Jahr, wie letztes Jahr, wie vorletztes Jahr und das Jahr davor..um genau zu sein.

Leider hab ich in einer Eiszeit mit der Feigenkultur angefangen. Gleich im ersten Winter gabs fast 3 Monate Dauerfrost.
Winter drauf gabs knapp -20 Grad (seit über 20 Jahren nicht mehr so kalt gewesen)
Winter drauf gabs Anfang Dez -14 völlig abrupt nach einem milden November. Das war auch sehr kontraproduktiv :P

Ich hatte ja schon auf eine Feigenernte in 2012 gehofft, endlich hätte ich meine verschiedenen Sorten mal probieren können.

Und dann kam es: FEBRUAR 2012 :P :P -14 bis -17 mehrere Nächte, -5 bis -9 Höchsttemperaturen tagsüber, KEINE Schneedecke.

Ich habe nur ein Beet mit 3 Feigen mit Vlies (2 bis 3 lagig) und etwas verknülltem Zeitungspapier und einer Lavaanhäufelung geschützt.
11 Sorten sind absolut ungeschützt in den Barfrost gegangen. Ich hatte einfach keine Lust mehr. Nur was überlebt, bekommt noch ne Chance.

Ein paar stehen in der ungeheizten Garage im Kübel bei momentan etwa -8 Minimaltemp. Da seh ich kein Problem, da drin isses oft so kalt, und es klappt mit Feige/Oleander und Co.

ABER: Eingewachsene Feigen sind zäh. Fast immer treiben sie aus der Wurzel im Juni spätestens wieder aus. Ernte gibts dann keine.

Gefrustete Feigengrüße aus Unterfranken
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Februar 2012, 16:51:29
Saka, ich sehe grade, du bist neu. Herzlich willkommen! ;D

Wo versuchst du´s mit Feigen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Poison Ivy am 09. Februar 2012, 16:56:54
Jetzt hast du ihn oder sie verschreckt! :o ;)

Gibt's nicht Feigensorten, die früh im Jahr tragen und bei denen man die Chance hat, auch nach stärkerem Zurückfrieren noch im selben Jahr wieder was ernten zu können?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Februar 2012, 17:11:17
Kann sein. Mein voller Name ist auch Mediterraneus Pessimist der Schreckliche von und zu Meckerdorf ;)

Zu deiner Frage:
Ich hab beispielsweise die Pastiliere, welche einmaltragend am frischen Holz ist. Es soll somit mit die früheste Sommerfeige überhaupt sein (es gibt ja keine kräftezehrende erste Ernte).
Mein Plan war, diese quasi wie eine Herbsthimbeere zu ziehen. Einjähriges Holz mit Früchten.
Doch auch diese Feige wächst nach dem Zurückfrieren wie wild und bildet keine Früchte.

Bei den zweimaltragenden und Frühen (z.B. Madeleine, Dalmatie) ist die Wärmeperiode zu kurz. Nach Rückfrost treiben sie zu spät aus, oft erst im Juni. Dann langts nicht mehr bis zur Ernte, oder es gibt nur ein paar erste Feigen im Oktober.

Allerdings:
Ich habe relativ junge Pflanzen. Vielleicht würde sich eine alte Pflanze anders verhalten.

Letzes Jahr konnte ich nur Früchte von Negronne ernten, aber wenige. Sonst war Niente.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Bruno3120 am 09. Februar 2012, 17:13:22
Jetzt hast du ihn oder sie verschreckt! :o :)

Gibt's nicht Feigensorten, die früh im Jahr tragen und bei denen man die Chance hat, auch nach stärkerem Zurückfrieren noch im selben Jahr wieder was ernten zu können?

Ich habe einen Feigenbusch (Geschenk) Sorte unbekannt der friert fast jedes Jahr zurück.
Er treibt gegenüber anderen Sorten sehr spät aus. Ab mitte September gibt es trotzdem jedes Jahr an den neuen Trieben blau-violette Feigen. Sind nicht übermäßig groß schmecken aber sehr gut.
Sind bei diesen Angaben Rückschlüsse auf die Sorte möglich?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Februar 2012, 17:17:50
Jetzt hast du ihn oder sie verschreckt! :o :)

Ich habe einen Feigenbusch (Geschenk) Sorte unbekannt der friert fast jedes Jahr zurück.
Er treibt gegenüber anderen Sorten sehr spät aus. Ab mitte September gibt es trotzdem jedes Jahr an den neuen Trieben blau-violette Feigen. Sind nicht übermäßig groß schmecken aber sehr gut.
Sind bei diesen Angaben Rückschlüsse auf die Sorte möglich?

..wovon träumst du denn nachts?

Dann verschrecken wir mal den nächsten, hehe ;)

Und überhaupt, du trägst mein Logo :o


Nein im Ernst, es gibt zuuuu viele Feigensorten und nur ganz wenige, die sich damit auskennen. Z.b. Pierre Baud in Südfrankreich.




zu blöd, denkt euch das Blau oben einfach weg.

Bruno, du bist auch etwas wärmer dran, Klimamäßig. Das macht auch viel aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 09. Februar 2012, 18:03:53
Medi,

du sprichst mir aus der Seele.
Bis Anfang Februar hatte ich alle Kübelpflanzen draussen und war schon fast gewiss, dass ich dieses Jahr nicht schleppen muss, die Freude war gross, wegen des langen frostfreien Wetters.
Im Februar dann das:
zwei Tage vor dem angekündigten Dauerfrost hatte ich auch noch Hoffnung, dachte, na ja, - 14 °C war ja schon mal schlimmer hier.
Zwei Kakis und ein Granatapfel wanderten auf Styropor in die Garage, sowie eine Riesenfeige im grossen Kübel.
Der Rest von Kleinkram auf den frostfreien Dachboden.
Die Garage macht immer so 5 - 6 Grad Unterschied zur Aussentemperatur aus, ist aber ungeheizt. Beim Blick auf das Thermometer dann am Dienstagmorgen : Draussen - 17,8 °C und in der Garage -13 ° C. :-X Na Prima. Dann ist da jetzt wohl auch alles hinüber.
Die Feigen im Beet hatte ich teils mit Stroh angehäufelt, mit Vliess und Isomatten umwickelt.
Diesmal finde ich ´s am Schlimmsten, da kein Schnee. Wir hatten jedes Jahr bis jetzt mind. 30 cm Schneedecke.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Poison Ivy am 09. Februar 2012, 18:13:36
Der Schnee hätte höchstens geholfen, dass die Basis der Gehölze geschützt ist, sodass die Pflanzen von dort wieder austreiben.

Gegen die Kälte hilft der Schnee ansonsten aber nicht, im Gegenteil: Die Lufttemperaturen gehen bei geschlossener Schneedecke und aufgeklartem Himmel noch weiter runter als ohne Schneedecke.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 09. Februar 2012, 21:46:32
@Mediterraneus
Ich versuchs in Sachsen Anhalt
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 09. Februar 2012, 22:54:07
Bei mir hat eine Feige (Name unbekannt) mehrere Winter an der Hauswand überstanden, die Übersiedlung hierher dann auch. Nur letzten Winter fror sie oberirdisch zurück. Jetzt habe ich den Neuaustrieb mit feinmaschigen Zaun umrundet und mit trockenem Laub aufgefüllt. Ob es bei dieser langen Frostperiode bis -15° was geholfen hat, kann ich in einigen Wochen berichten. :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Februar 2012, 07:36:30
Der Schnee hätte höchstens geholfen, dass die Basis der Gehölze geschützt ist, sodass die Pflanzen von dort wieder austreiben.

Gegen die Kälte hilft der Schnee ansonsten aber nicht, im Gegenteil: Die Lufttemperaturen gehen bei geschlossener Schneedecke und aufgeklartem Himmel noch weiter runter als ohne Schneedecke.

Direkt über der Schneedecke ist die Temperatur am niedrigsten, niedriger als ohne Schnee direkt überm Boden.
Der Feigenbaum friert dann ab dieser Stelle ab (Schneehöhe).

Der Wurzelstock ist robust. Wenn die Feige tief gepflanzt wurde, befindet sich ein Teil der Pflanze im Frostfreien, bzw. in einem Frostbereich, den die Feige aushält.
Sie wächst deshalb in kalten Gebieten normalerweise auch, aber halt nur halbstrauchig. Ob das auch auf junge Feigen zutrifft, die absolut gar nicht geschützt werden, werde ich herausfinden.

Lizzy, Leidensgenossin ;) :
-13 im Kübel ist noch nicht der Tod. Wichtig ist, dass du die Pflanzen in der Garage NICHT auf Isoliermaterial stellst. In der Garage kommt aus dem Boden die Wärme, deshalb Töpfe direkt auf den Boden stellen, mehrere dicht an dicht und nur an den Seiten dämmen (z.B. mit Blumenerdesäcken, Vlies, Jute, Gelbem Sack, Altpapier oder was so rumsteht. So frieren die Töpfe nur langsam durch, aber sie gefrieren auch. Macht aber nix.
Ich hatte schon langen Dauerfrost in der Garage, bis kurz -14 Grad. Oleander, Feige, Hanfpalme, Olive sind noch alle Wohlauf. Ich mach das schon Jahre so.
Auch die Feigenknospen erfrieren in der Garage nicht, man kann also von den Kübelfeigen auch gleich im Sommer ernten.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 10. Februar 2012, 13:37:47
Hallo alle Feigenfreunde!

Ich würde mir soooooooooooooooooooooooooo gerne eine Feige kaufen und auch an eine

geschützte Wand setzen, aber bei uns hats halt -25 Grad :'( >:( :-\ :-\

Ich könnte Sortenempfehlungen und Erfahrungsberichte gut gebrauchen

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Christina am 10. Februar 2012, 13:44:32
Hargrand ich habe es nach 10 Jahren aufgegeben. Überlebt hat er immer, aber oft war er bis zur Basis zurückgefroren. Bis er dann neu ausgetrieben hatte und vielleicht auch irgendwann wieder Früchte angesetzt hatte kam schon wieder ein kalter Winter. Ich hatte mir extra einen Steckling von einem hiesigen wunderschönen Strauch gemacht. Dieser steht aber in einem Innenhof, das kann ich nicht bieten. Das scheint wesentlich zu sein hier im Weinbaugebiet.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Februar 2012, 13:45:35
Da gibts schon kilometerlange Threads drüber ;D

-25 ist zu kalt. Zumindest jeden Winter. Vergiss die Feige.

Welche Klimazone hast du denn? Wird es immer regelmäßig so kalt, oder alle Jahre mal?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 10. Februar 2012, 14:08:22
Nach medis ultraoptimismus 8),
hier mal was aufbauendes!
(Bitte die eingebetteten Fotos nicht übersehen.)

William Muzychko aus New Jersey zeigt hier , wie man trotz - 25°C zu eigenen Feigen kommt.

(http://figs4fun.com/fpix/FP866-30%20800.jpg)

Irgendwas geht immer ;)!

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Februar 2012, 14:12:28
Garagenüberwinterung ist kein Problem, sagte ich doch schon ;)

Haben Bo und Hakan mittlerweile schon eine Feige geerntet? Ich kenne den Bericht von letztem Jahr ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 11. Februar 2012, 22:30:54
Meine NoName Feige im Wintermantel :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Februar 2012, 22:34:03
Ah, eine sogenannte "Wurstfeige" ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 11. Februar 2012, 22:34:56
Wenn das eine Folie ist, würde ich sie nicht den ganzen Winter drin lassen. Nur in der extremen Kälte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Februar 2012, 22:38:44
Auch wenn es keine Folie ist. Sobald es nimmer kälter als -10 wird, mach ich bei mir wieder alles ab.

Sonst ist alles, was mit dem Material (egal ob Vlies oder Folie) in Berührung gekommen ist, geschädigt.

Im Prinzip ist es bei Feigen unterhalb von -10 bis ca. kurzfristig -15 immer besser, wenn sie luftig und trocken stehen, ohne Schutz.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 11. Februar 2012, 23:12:42
nein das ist Fleece, darunter ist Noppenfolie aber nicht aus einem Stück. Ich lass das so bis mindestens anfang März dann mach ich alles ab. Und im Notfall werf ich die Feecehülle wieder drüber.
Wenn es überhaut was genützt hat bei den Temperaturen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 12. Februar 2012, 13:49:02
Peretta im Keller
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Februar 2012, 15:38:17
Peretta im Keller

Sehr dünntriebig. Nahezu unsichtbar ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 12. Februar 2012, 15:42:00
Ja ist eine Luftfeige, gibt ja auch Luftgitarren ;D
bekomm irgenwie kein Bild hochgeladen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 12. Februar 2012, 16:04:09
hallo :D

gehört zwar nicht hierher, aber wie kann man einen neuen Thread eröffnen?

vielen dank für antworten ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Februar 2012, 16:06:56
Oberthema öffnen (z.B. Obst-Forum) und dort auf der Übersicht oben rechts auf "Neues Thema beginnen"
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 13. Februar 2012, 14:41:53
Ah, ok Danke ;D

p.s: Ich wohne in Klimazone 6a
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 13. Februar 2012, 15:21:49
Heute mal vorsichtig gelinst - bislang scheinen es alle überstanden zu haben (min. -23°) unter Stroh, Kartons und altem Pumpenhäuschen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 13. Februar 2012, 15:54:39
Was für Sorten hast du und wie groß sind die Pflanzen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 13. Februar 2012, 15:59:27
Ausgepflanzt sind 'Ronde de Bordeaux', 'Feldthurns', 'Hardy Braunschweig' und 'Petite Negri' - allesamt aber noch handlich genug zur Komplettabdeckung mit o.g. Materialien.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 13. Februar 2012, 16:14:24
Wie alt sind die Feigen und hast du schon mal Früchte geerntet?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 13. Februar 2012, 16:27:55
Länger als 1 Jahr hab ich keine. An einer sind (noch) 2 Mikrofrüchtchen dran.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Februar 2012, 16:31:59
Heute mal vorsichtig gelinst - bislang scheinen es alle überstanden zu haben (min. -23°) unter Stroh, Kartons und altem Pumpenhäuschen.

Noch sind sie ja tiefgefroren. Tiefgefrorene Erdbeeren schauen auch noch frisch und prall aus, solange sie nicht auftauen ;)
Eventuelle Schäden machen sich u. U. erst im Sommer bemerkbar. Erst dann kann es sein, dass die Feige austreibt.

Feldthurns und Hardy Braunschweig hab ich auch. Herr Kruchem lässt grüßen ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 13. Februar 2012, 16:40:20
Noch sind sie ja tiefgefroren. Tiefgefrorene Erdbeeren schauen auch noch frisch und prall aus, solange sie nicht auftauen ;)
Eventuelle Schäden machen sich u. U. erst im Sommer bemerkbar. Erst dann kann es sein, dass die Feige austreibt.

Tiefgefroren haben sie sich eigentlich nicht angefühlt. Aber das muss nix heißen.

Feldthurns und Hardy Braunschweig hab ich auch. Herr Kruchem lässt grüßen ;D

 ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 15. Februar 2012, 13:45:03
So habe heute mal meine Noname Wurstfeige ;D doch von Noppenfolie und Fleece befreit. Sieht bis jetzt ganz gut aus. Bis jetzt sehen nur die Triebspitzen so ca 10cm trocken aus alles andere ist noch grün. Sollten die Temperaturen nochmal extrem fallen pack ich sie wieder ein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Februar 2012, 13:47:58
Das werde ich heute abend auch machen. (Wenn nicht die Steine zum Beschweren noch am Fleece festgefroren sind)

Frische Luft für die Feigen ;D

Allerdings kann man die Frostschäden jetzt noch nicht sehen :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 15. Februar 2012, 21:02:21
Melde mich nach einiger Abwesenheit wieder zu Wort. War im Dezember von Dortmund-Hörde nach Herdecke gezogen und habe meinen alten Feigenbaum zurückgelassen (der hat aber wie ich sehen konnte letztes Jahr kräftig ausgetrieben). Hier hatte ich nun im Herbst 2010 einen neuen Feigenbaum (aus dem Baumarkt, vermutlich die "Bayernfeige") gepflanzt. Den Winter 2010/2011 hat er rel. gut überstanden, nur die Triebspitzen waren etwa 5cm zurückgefroren. Diesen Winter sah alles gut aus, bis diese blöde Eiszeit hereinbrach. Habe diesmal etwas unorthodox gehandelt und schlicht und einfach über alle Triebenden (ca.9) lange Wollstrümpfe gezogen und das ganze noch mit Wintervlies abgedeckt. Jetzt wo es wieder milder wird, habe ich die entfernt, um sie zu waschen und zu troknen und bei erneuter Frostperiode ggf wieder drueberzuziehen. Die Triebe sehen tatsächlich gut und gesund aus, auch die Endknospe scheint unversehrt zu sein. Aber abwarten!!! Ich berichte hier weiter. Tiefsttemperatur war übrigens -14,3 Grad.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. Februar 2012, 07:32:27
 Wollsocken ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 16. Februar 2012, 07:46:22
Der belgische "Tomatenpapst" Peter Bauwens hat das in deinem Buch: Feigen, genau so beschrieben mit den Wollsocken und es hilft! :D ;D ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. Februar 2012, 16:44:54
Meine Feige bräucht zu den Socken aber noch mindestens eine lange Unterhose ;D

Unterhalb der Socken kann die Feige ja auch noch erfrieren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 16. Februar 2012, 16:58:32
Hallo, da bin ich auch mal gespannt wie das im FJ. sich entwickelt. ich hab ja noch keine großen Bäume , sondern 3-4Jährige Büsche.
Manche hab ich nach unten gebogen und mit Laub und Vlies plus Reisig abgedeckt. War alles durchgefroren!
Die Knospen sehen noch gut aus, bis auf die die keinen Schutz hatten....
Das waren meine Probe-Äste um auszutesten wie tief es geht.
Wird einiges zu berichten geben im FJ.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: flammeri am 16. Februar 2012, 17:03:55
Meine Feige bräucht zu den Socken aber noch mindestens eine lange Unterhose ;D

Unterhalb der Socken kann die Feige ja auch noch erfrieren.
Da wißt Ihr jetzt, was Euch nächsten Winter blüht... Einen Strickkurs belegen ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 16. Februar 2012, 18:14:09
Stricken kann man ohnehin, oder? ;D
Ich bin gespannt, ob es wirklich bei der positiven Einschätzung bleibt. Wir hatten im Vorjahr einige Tage -15°. Da umwickelte ich die Feigentriebe mit schwarzen Vlies, das war für den Hugo. Alles oberirdische ist abgefroren. :-[
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. Februar 2012, 19:28:48
Ich denke es bringt dahingehend etwas dass die Strahlungskälte von oben, gerade bei sternklaren Frostnächten nicht direkt auf die Pflanze trifft. Ich habe heute die Zweige inspiziert und sie sehen durchweg ok aus, inkl. der Endknospe. Ich kann mich erinnern dass bei meinem frueheren Feigenbaum ohne Schutz die Zweige nach so einer frostperiode anders aussahen, fast wie vertrocknet. Das ist jetzt nicht der Fall. Natuerlich werden die darunter liegenden Teile und der Stamm nicht geschuetzt dadurch-der ist aber auch nicht so frostempfindlich wie die einjährigen, z.T. noch nicht verholzten Triebe.
Fuer den naechsten Winter habe ich mir ueberlegt, ggf eine Weihnachtsbeleuchtung anzubringen (mit normalen Lampen, keine LED) und dann entsprechend abzudecken, so dass die Waerme der LAmpen etwas gespeichert wird. Mal sehen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 16. Februar 2012, 19:40:54
Genau das hatte ich mit dem oben erwähnten schwarzen Vlies probiert, darunter eine Weihnachtsbeleuchtung gewickelt. Aber ich muß gestehen, dass ich zwar wusste, es müssen normale Glühlämpchen sein, aber ich hatte nur eine LED zuhause. :-[ Was ich befürchtet hatte, trat ein: sie wirkte nicht. Bei mehreren Tagen -15° war das Vlies allein offenbar zuwenig Schutz.

Heuer waren die Triebe unten mit Gitter und Laub abgedeckt, dafür oben nichts. Ich traue mich noch keine Beurteilung abzugeben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. Februar 2012, 19:44:32
Ja gut, LEDs geben ja keine richtige Waerme ab... allerdings denke ich haengt es auch ganz klar von der Sorte ab. Dieser Baum jetzt hat ja trotz Spätpflanzung im September 2010 den letzten Winter fast unbeschadet überstanden, ohne Schutz.... Und ich meine es gab zeitweise ähnlich tiefe Temperaturen wie jetzt im Februar.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 16. Februar 2012, 21:22:12
Apropos Wollsocken, was haltet ihr von einem ganzen Wollanzug ?
hier
Leider kann ich nicht so toll stricken.... :o
...oder häkeln.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 16. Februar 2012, 21:35:09
Ich hatte im Winter 2010/11 auch eine Feige (kleiner Baum ca /70cm, jetzt Wurstfeige ;D siehe Post 432) mit einem Drahtgitter und Laub geschützt. Die Feige ist bis zum Boden zurück gefroren und das Laub war klitsche nass. Am Stamm der Feige war Schimmel und Nacktschnecken habens sich an der Rinde schmecken lassen. Würde ich nicht wieder so machen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 16. Februar 2012, 21:35:32
Naja, sieht ja ganz witzig aus! Wie gesagt, ich denke es geht um die ein- bis zweijährigen triebe, die noch nicht durchgehend verholzt sind, da könnten die Wollstrümpfe durchaus Effekt haben. Ausserdem wird der Unterschied zwischen starker Sonneneinstrahlung am Tag und den sternklaren Frostnächten abgeschwächt. Ich bin jedenfalls auf März/April gespannt, ob es einen ähnlich frühen Austrieb gibt wie 2011...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Februar 2012, 07:30:49
Ich hatte im Winter 2010/11 auch eine Feige (kleiner Baum ca /70cm, jetzt Wurstfeige ;D siehe Post 432) mit einem Drahtgitter und Laub geschützt. Die Feige ist bis zum Boden zurück gefroren und das Laub war klitsche nass. Am Stamm der Feige war Schimmel und Nacktschnecken habens sich an der Rinde schmecken lassen. Würde ich nicht wieder so machen.

Meine Rede (irgendwo weiter vorne).

Manu hat vielleicht Glück, weil sie ein wintertrockeneres Gebiet hat, und die Blätter nicht bis unten klitschenass sind.

Aber prinzipiell: Nässe plus Kälte ist Gift für Mediterrane.


Und ich behaupte immernoch, dass man jetzt noch keine Schäden sieht. Meine ungeschützen Feigen sehen auch noch gut aus, und die sind mit Sicherheit zurückgefroren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Februar 2012, 07:33:10
Apropos Wollsocken, was haltet ihr von einem ganzen Wollanzug ?
hier
Leider kann ich nicht so toll stricken.... :o
...oder häkeln.

Also ich würde auch gerne sowas bestellen. Manu kann doch stricken :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: anfänger am 17. Februar 2012, 07:50:26
Leider wird erst im Mai die Messe gesungen! Bei mir sah letztes Jahr auch bis Mai alles ganz gut aus, aber dann...! :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 17. Februar 2012, 15:42:24
Peretta noch einmal im Keller neuer versuch das Bild Hoch zu laden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 17. Februar 2012, 15:45:55
Noch eins. Knospen sind jetzt ca 3cm groß und Blätter gehen jetzt auf. Fotos sind von vor einer Woche.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 17. Februar 2012, 20:28:50
Also letztes Jahr wurde schon im April gesungen... und ich kann mir nicht vorstellen, dass die 10 Tage Frost, wovon nur 2 Naechte mit -14 waren, derartig viel hat erfrieren lassen... Wie gesagt, die Frostschaeden an dem anderen feigenbaum im alten Garten sah man bei Einsetzen von Tauwetter schon sehr deutlich
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 17. Februar 2012, 21:29:06
Manu hat vielleicht Glück, weil sie ein wintertrockeneres Gebiet hat, und die Blätter nicht bis unten klitschenass sind.

Aber prinzipiell: Nässe plus Kälte ist Gift für Mediterrane.

Und ich behaupte immernoch, dass man jetzt noch keine Schäden sieht. Meine ungeschützen Feigen sehen auch noch gut aus, und die sind mit Sicherheit zurückgefroren.

Richtig, hier ist es sehr trocken, wir hatten seit Oktober keinen anständigen Regen. Sieht alles völlig gefriergetrocknet aus. :P

Die Feige traue ich mich auch noch nicht beurteilen. Im Vorjahr sah ich es ihr auch lange nicht an, ob sie noch lebt. Und im Jahr davor sah sie gleich aus und trieb dann sehr langsam Auge für Auge nach aussen hin aus. Also abwarten...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Februar 2012, 15:50:27
Feigen-Amigo, bei nur -14 hätte ich auch keine großen Bedenken. Höchstens zurückgefrorene Spitzen und später Austrieb im Juni.

Leider war es vielerorts wesentlich kälter als -14 >:(

Bei mir -17, unter freiem Himmel durch Strahlung noch viel kälter. Hier mal die abgedeckte "Negronne"

(Wird wohl noch abfallen, ich trau mir auch kein Urteil zu)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Februar 2012, 15:52:28
Völlig ungeschützt, hier eine Noname-Baumarktfeige, Herkunft Spanien.

Sieht auf den ersten Blick noch gut aus, wird aber mit Sicherheit zurückfrieren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 18. Februar 2012, 21:39:17
An Mediterraneus:
Die sieht ja nicht wirklich gut aus, man sieht finde ich schon Schäden. Meine Zweige sehen genauso aus wie vor dem Frost, weder Verfaerbungen, Flecken oder vertrocknete Knospen...und das ist auch eine Baumarktfeige, vermutlich die sog. Bayernfeige...Werde demnächst mal ein Bild reinstellen
Titel: Tiefstwerte alleine zu wenig
Beitrag von: philippus am 20. Februar 2012, 15:50:15
Hallo zusammen,

Kritisch waren nicht immer die Tiefstwerte dieses Winters, aber viel mehr die Dauer des starken Frostes. Es ist nicht dasselbe, wenn es in der Nacht mal auf -14°C fällt und am nächsten Tag die Temperatur nahe bei Null ist oder ob die Temperaturen mehrere Tage konstant in der Nähe des zweistelligen Bereichs bleiben.
Wenn der Wind weht - und das war hier mehrere Male der Fall - dann ist es de facto wesentlich kälter als -14°C
-15°C (als Beispiel) sind also nur ein Richtwert, es kann unter Umständen auch schon bei diesen oder weniger frostigen Temperaturen Schäden geben (Wind, Feuchtigkeit, Boden, Dauer der Frosteinwirkung...)

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 20. Februar 2012, 15:54:01
An Mediterraneus:
Die sieht ja nicht wirklich gut aus, man sieht finde ich schon Schäden.

Für mich sieht der Zweig im Vordergrund noch absolut vital aus. Sieht bei meinen Feigen auch nach "ungefährlichen" Wintern nicht anders aus. Schäden werden sich aber erst in den nächsten 2-4 Wochen manifestieren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Februar 2012, 15:59:29
An Mediterraneus:
Die sieht ja nicht wirklich gut aus, man sieht finde ich schon Schäden.

Für mich sieht der Zweig im Vordergrund noch absolut vital aus. Sieht bei meinen Feigen auch nach "ungefährlichen" Wintern nicht anders aus. Schäden werden sich aber erst in den nächsten 2-4 Wochen manifestieren.

Jep!
(der Zweig im Hintergrund ist noch ein Opfer des letzten Winters ;) )

Der Zweig im Vordergrund ist "frisch aufgetaut" und konnte sich noch gar nicht großartig verändern. Er war ja dauergefroren, und ist nicht, wie in ähnlichen langen Frostperioden der vergangenen Winter mal zwischendrin immer wieder aufgetaut. Deshalb vermute ich ja, dass er sich noch verändert (hat er vielleicht schon :( )

Und ja, kalte Winde mag die Feige überhaupt nicht. Deshalb soll man sie ja auch an eine Wand setzen.

Wie kalt war es bei dir in Wien? Was macht die Negronne?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: cimicifuga am 20. Februar 2012, 18:06:15
jetzt muss ich mal ganz blöd quer fragen: wozu pflanzt man bei uns feigen aus, wenn die halt doch einfach nicht ausreichend robust sind....das lass ich doch lieber gleich bleiben, bevor ich mich jedes jahr ärgere.... ::)
auch bayernfeige und wie sie nicht alle heißen sind halt nunmal nicht so optimal bei kalten wintern, so viel kann man sich da gar nicht schönreden
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 20. Februar 2012, 18:08:55
Aus Spaß an der Freud? So manch ein Purli, vermute ich mal, hat noch ganz andere, (z.B. Stauden-)Wackelkandidaten in Pflege.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 20. Februar 2012, 20:11:49
jetzt muss ich mal ganz blöd quer fragen: wozu pflanzt man bei uns feigen aus, wenn die halt doch einfach nicht ausreichend robust sind....das lass ich doch lieber gleich bleiben, bevor ich mich jedes jahr ärgere.... ::)
auch bayernfeige und wie sie nicht alle heißen sind halt nunmal nicht so optimal bei kalten wintern, so viel kann man sich da gar nicht schönreden

Nun ja , aber auch Pfirsich, Weinreben, Rosen usw. können im kalten Winter kaputt gehen oder?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 20. Februar 2012, 20:54:23
@cimifuga: warum sollte man sich die Mühe machen und Hühner selbst halten - die Eier kann man doch auch kaufen :) ? Ansonsten habe ich beispielsweise im Garten genug Platz (und genug der anderen Obstsorten bereits angebaut) und ziehe auch andere Blattstauden ;D Und in guten Jahren (nicht die letzten drei) gibt es evtl. doch einmal Früchte - und die sind dann super und wesentlich besser als gekauft - gar kein Vergleich.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Cydonia am 20. Februar 2012, 21:22:15
Ich habe Jahre lang viele und sehr gute Feigen geerntet. Dass es in den letzten 3 nicht so war, heisst nicht, dass es nicht wieder besser werden kann. Direkt vom Baum sind sie viel besser als alles, was man kaufen kann.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: thegardener am 20. Februar 2012, 21:32:11
 ???Im Gegensatz zu den Jahren vorher zeigt meine Feige bisher keinen nennenswerten Schaden , Triebspitzen erfroren aber mehr nicht . Ich hatte mich über das konsequente Zurückfrieren in den Jahren davor so geärgert das ich sie erstmalig ungeschützt hatte , eigentlich sollte dann ein anderer Strauch dorthin gepflanzt werden .
Bekommen habe ich sie von einem Freund bei dem sie eingepackt überwintert hatte ohne Schäden , dann musste sie zweimal umziehen . Sie hat ein Gewächshaus im Rücken und steht damit windgeschützt , aber es hatte hier Tiefstwerte von -20°C . Kann ich darauf hoffen das ich vielleicht mal Feigen bekomme ?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 08:33:05
jetzt muss ich mal ganz blöd quer fragen: wozu pflanzt man bei uns feigen aus, wenn die halt doch einfach nicht ausreichend robust sind....das lass ich doch lieber gleich bleiben, bevor ich mich jedes jahr ärgere.... ::)
auch bayernfeige und wie sie nicht alle heißen sind halt nunmal nicht so optimal bei kalten wintern, so viel kann man sich da gar nicht schönreden

Ich kann deine Aussage verstehen. Ich habe auch erst mit den Feigen angefangen ausgerechnet in den letzten kalten Wintern und leider noch nicht wirklich viel geerntet.

Aber die Jahre davor hatte ein Baum bei meiner Oma die leckersten Feigen getragen. Und alleine schon deshalb probiere ich es.

Außerdem:
Die Feige ist in unserem Klima nahezu unbekannt. Man bekommt, wenn überhaupt mal eine "Blaue" oder eine "Grüne" zu kaufen.
Doch von Feigen gibts eine Unmenge von verschiedenen Sorten mit unterschiedlichem Geschmack und wohl auch unterschiedlicher Winterhärte. Nur hats noch keiner ausprobiert. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Deshalb teste ich verschiedene Sorten auf ihre Eignung für Mitteleuropa. Einfach aus Neugier ;)

Und einen großen Erfolg gibt es bereits: Mir ist noch keine Feige (von ca. 20 verschiedenen Sorten) kaputtgegangen. Auch nicht im Herbst frischgepflanzte. ALLE haben wieder aus der Wurzel ausgetrieben. Das hätt ich auch nicht gedacht.
Somit ist sie zumindest als "Halbstrauch" bei mir winterhart. Und nach milden Wintern gibts eben auch noch Früchte dazu.

Macht also auch trotz kleinerer Frustrationen trotzdem Spaß, die Feigenzucht ;D

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 21. Februar 2012, 08:40:57
Ich bin mittlerweile cimicifugas Meinung. Hier im kalten Wienerwald sterben Feigen zwar nicht, sie treiben durchaus aus dem Wurzelstock wieder aus, aber das wars auch schon. Sollte es keine neuen, angepassteren Sorten geben, werde ich mich mit Feigen nicht weiter beschäftigen.

Schön war der Entwurf eines Gartenplaners, der eine Feige von Endgrösse 2 x 2 Meter fix eingeplant hatte. Als ich ihn fragte, was der Unsinn denn um Himmels willen soll, meinte er achselzuckend, das kann durchaus mal klappen, auf drängendere Nachfrage wusste er nicht einen Garten, den ich mir als Referenz ansehen konnte ...

Ich würde Feigen nur mehr in sehr geschützen Bereichen (Innenhöfe) oder in wintermilden Zonen einplanen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 08:46:50
Ich bin mittlerweile cimicifugas Meinung. Hier im kalten Wienerwald sterben Feigen zwar nicht, sie treiben durchaus aus dem Wurzelstock wieder aus, aber das wars auch schon. Sollte es keine neuen, angepassteren Sorten geben, werde ich mich mit Feigen nicht weiter beschäftigen.

Ich würde Feigen nur mehr in sehr geschützen Bereichen (Innenhöfe) oder in wintermilde Zonen einplanen.

Zu 1.)
Genau. Nur die "neueren angepassten Sorten" müssen halt von irgendwem ausprobiert/getestet werden, sonst bleiben wir so du.. äh.. ahnungslos wie bisher und kaufen immernoch sonen Mist wie die "Bayernfeige" (bloß weil sie ohne Winterhärtetest mit dem Wort "Bayern" beworben wird, es gibt winterhärtere Sorten ohne Sortenschutz!)

Zu 2.)
Ja, das ist Voraussetzung. Immerhin ist es eine mediterrane Pflanze. (Eine Kletterrose oder einen Weinstock pflanz ich ja auch geschützt)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 21. Februar 2012, 09:04:39
Nur die "neueren angepassten Sorten" müssen halt von irgendwem ausprobiert/getestet werden, sonst bleiben wir so du.. äh.. ahnungslos wie bisher und kaufen immernoch sonen Mist wie die "Bayernfeige" (bloß weil sie ohne Winterhärtetest mit dem Wort "Bayern" beworben wird, es gibt winterhärtere Sorten ohne Sortenschutz!)

Seh ich alles ein.

Den Plan des Gärtners fand ich trotzdem als Zumutung und Offenlegung, wie wenig nachhaltig um teures Geld geplant werden kann.

Wenn es mir selbst Spass macht und ich an Bayerfeige und Co glaube, ok. Wenn mir ein Fachmann was nicht funktionierendes einplant, muss er rechnen, dass ich seine Fachkenntnis dann auch bei anderen Dingen anzweifle.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 21. Februar 2012, 09:40:03
Wie kalt war es bei dir in Wien? Was macht die Negronne?
Hier war es nicht so schlimm, Tiefstwert war knapp -15, aber die Dauer war es und es gab Tage, an denen es kaum wärmer als -10 wurde -daher meine Vorsicht.

Meine Negronne weist noch keine sichtbaren Schäden auf, aber die nächsten Wochen werden erst zeigen, wie es ihr ergangen ist. Eine Hoffnung ist, dass die Winterhärte diesmal stärker ausgeprägt war, weil der Spätsommer und Herbst warm und sonnig waren und daher die Triebe perfekt verholzen konnten. Mal sehen..
Pastiliere und Dalmatie wurden im April 11 ausgepflanzt. Pastiliere macht keinen guten Eindruck, obwohl sie zwei Schichten Vlies und eine Schicht Schaumstoff drüber hatte. Die Spitzen sind zar grün, aber sehr sehr hart, fühlen sich fast trocken an und gefallen mir nicht. Dalmatie sieht besser aus, aber auch da dürfte es zumindest die Hauptspitze erwischt haben (diese ist wiederum sehr weich)

Ich hoffe ich täusche mich.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 10:19:12
Von Pastiliere bin ich auch enttäuscht. Obwohl sie bei mir fast 1,5m hoch und ganauso so breit ist. Es waren nur 2 mickrige Fruchtansätze dran, die natürlich nicht reif wurden.

Entweder, die braucht echt ewig, bis sie etabliert ist. Und nur dann trägt sie. Oder sie ist bei mir überhaupt nicht geeignet. Das wäre momentan diejenige, auf die ich am ehesten verzichten werde.

Martina: ein alter Feigenwurzelstock schafft in einem Jahr locker 2 mal 2 Meter. Nach einem oder mehrerer milder Winter kann das auch locker 4 m hoch und breit werden. Kann! ;)

Insofern ist eine Feige nicht fest einplanbar in Mitteleuropa. Man sollte sie eher wie eine Kletterrose an einer Wand einplanen ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 21. Februar 2012, 10:30:05
Ich bin mittlerweile cimicifugas Meinung. Hier im kalten Wienerwald sterben Feigen zwar nicht, sie treiben durchaus aus dem Wurzelstock wieder aus, aber das wars auch schon. Sollte es keine neuen, angepassteren Sorten geben, werde ich mich mit Feigen nicht weiter beschäftigen.

Schön war der Entwurf eines Gartenplaners, der eine Feige von Endgrösse 2 x 2 Meter fix eingeplant hatte. Als ich ihn fragte, was der Unsinn denn um Himmels willen soll, meinte er achselzuckend, das kann durchaus mal klappen, auf drängendere Nachfrage wusste er nicht einen Garten, den ich mir als Referenz ansehen konnte ...

Ich würde Feigen nur mehr in sehr geschützen Bereichen (Innenhöfe) oder in wintermilden Zonen einplanen.
Feige mit Endgröße 2x2 ist sehr ambitioniert... Bei einigen Gartenplanern scheint der Gedanke an schnelle Kohle dahinter zu stehen, dass man bereit ist, Leuten egal was aufzuschwatzen. Ein paar Projekte in meiner Nähe sind haarsträubend.

Die Wienerwaldbezirke Wiens sind die kältesten in der Stadt und viele Bereiche des Wienerwalds sind einfach saukalt (Bsp: Breitenfurt, Kaltenleutgeben etc.). Da kann es aber vielleicht auch da und dort funktionieren, in sehr geschützter Lage..
Schon in den Randbezirken Wiens gibt es nicht wenige Feigen in Vorgärten die fast jedes Jahr üppig tragen, freilich fast immer an der Hauswand. Man kann in Wien damit rechnen, dass bei den härteren Sorten mindestens 3/4 Jahren mit einer guten Ernte zu rechnen ist (vorsichtig geschätzt), wahrscheinlich öfter. Bei mir gab es seit 2005 bisher einen Ausfall der Ernte und zwar war das nicht weil der Baum zurückgefroren ist, sondern weil das Jahr 2010 einfach eine Katastrophe war: der Austrieb erfolgte viel zu spät, der Sommer war schwach und der Herbst ebenfalls, die Feigen konnten einfach nicht ausreifen. Sonst jedes Jahr Ernte! Mal sehen was heuer kommt :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Februar 2012, 10:34:44
Naja, er macht ja im Prinzip weniger Kohle, wenn er zuviel Platz einplant, oder?

Die meisten verkaufen dir ja vielzuviele Pflanzen auf vielzuwenig Raum. Und immerhin hat er an sowas ausgefallenes wie die Feige gedacht und keine Thuja gepflanzt ;D

Mit 2 mal 2 Meter meine ich übrigens die Bodenfläche für das Gehölz. Man kann halt nicht mit ständig 2 Metern Höhe rechnen. Als Sichtschutzgehölz ist Ficus Carica eher nicht so geeignet ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 21. Februar 2012, 10:35:48
Von Pastiliere bin ich auch enttäuscht. Obwohl sie bei mir fast 1,5m hoch und ganauso so breit ist. Es waren nur 2 mickrige Fruchtansätze dran, die natürlich nicht reif wurden.

Entweder, die braucht echt ewig, bis sie etabliert ist. Und nur dann trägt sie. Oder sie ist bei mir überhaupt nicht geeignet. Das wäre momentan diejenige, auf die ich am ehesten verzichten werde.
Ich weiss es auch nicht. Wenn sie wieder zurückgefroren ist, dann ist das bereits das dritte Mal hintereinander. Sie kann sich also gar nicht etablieren.
Ich hätte sie deswegen gerne, weil sie tatsächlich sehr früh trägt und daher auch in weniger guten Jahren Herbstfeigen da wären, ausserdem ist sie recht kompakt. Meine Erfahrungen mit der Reife sind recht gut, hier fast 3 Wochen früher als Negronne.

Sollte sie wieder starke Schäden davongetragen haben, kommt sie zurück in den Kübel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 21. Februar 2012, 11:20:30
@ philippus: von eben dieser Gegend in NÖ rede ich ;D

Ich kenne sogar eine Feige, die es im Wiener Westrand schafft, sie steht an einer Ost-Hausmauer, in einer Siedlung. Einen derart geschützen Platz direkt am Haus kann ich aber in meinem Garten nirgendwo bieten, und habe eben noch heftigere Bedingungen.

Und wenn ich mir einen "hiesigen" Gartenplaner hole, dann erwarte ich mir einfach, dass er nicht etwas als Fixpunkt einplant, was nicht wirklich erzielbar ist.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 21. Februar 2012, 19:42:01
Es ist voellig klar, dass das Mikroklima den entscheidenden Faktor darstellt. Ausgenommen sind natuerlich Extreme wie steiler Nordhang oder aehnliches, da wird auch der durch eine HAuswand geschützte Standort nicht viel helfen... Wenn ich hier im Raum Dortmund (genauer: Herdecke) mir die Tiefsttemperaturen der vergangenen 3 Jahre bei wetter.com anschaue, dann sind wir im deutschlandweiten Vergleich natuerlich relativ gut dran... Trotzdem werde ich bei angekuendigten Frostnächten mit < 10 Grad Celsius dann doch die Wollstrumpfmethode wieder anwenden. Offensichtlich hat es meinem Feigenbaum gut getan ... Hat eigentlich jemand Erfahrung mit Einpacken in Vlies oder aehnl. und eine 50Wattbirne drunter? (oder 100 von mir aus)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. Februar 2012, 16:28:04
@ philippus: von eben dieser Gegend in NÖ rede ich ;D

Ich kenne sogar eine Feige, die es im Wiener Westrand schafft, sie steht an einer Ost-Hausmauer, in einer Siedlung. Einen derart geschützen Platz direkt am Haus kann ich aber in meinem Garten nirgendwo bieten, und habe eben noch heftigere Bedingungen.

Und wenn ich mir einen "hiesigen" Gartenplaner hole, dann erwarte ich mir einfach, dass er nicht etwas als Fixpunkt einplant, was nicht wirklich erzielbar ist.
Martina,

vielleicht einmal mit Ronde de Bordeaux versuchen. Die Sorte ist zäh und scheint auch bei Versuchen in Schweden am besten zurechtzukommen.
http://www.coplfr.org/articles39a44/article41pag1.html
Das dortige Klima ist vielleicht nicht winterkälter, aber bestimmt viel ungüstiger als jedes Wienerwaldklima, weil die Sommer weder eine vollständige Abhärtung der Pflanzen noch ein zufriedenstellendes Fruchten ermöglichen dürften.

Ich hatte sie 09 testweise mit 2 anderen Sorten (Dalmatie und Pastiliere) ausgepflanzt. Wie du weisst, war der Winter 09/10 nicht gerade "lauschig"... Pastiliere fror zu 80% bis 10 cm über dem Boden zurück, Dalmatie ungefähr zu 50% und RdB maximal zu 20%, obwohl am weitesten vom Haus entfernt (ca. 7 Meter). Sie hatte auch seit 2006 alle Winter draussen im Topf ohne Schäden verbracht.

Die Sorte fruchtet früh, zuverlässig, reichlich und äußerst schmackhaft. Wer Platz hat und kein Problem mit kleinen Feigen hat, sollte sich RdB nehmen

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. Februar 2012, 16:28:51
PS
Man kann auch ein wenig zur Winterhärte beitragen, wenn man den Boden ein wenig aufbessert.
Bei einem lockeren, durchlässigen Boden mit Steinen und Sand erfolgt der Austrieb früher, was dazu führt dass die Pflanze früher in der Vegetation ist, mehr Wärme vom Boden bekommt und daher gegen Ende der Saison vielleicht auch besser verholzt
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. Februar 2012, 16:29:09
@ Mediterraneus

Bestätige, dass Pastiliere auch dieses Mal ein totaler Flop ist. Erste komplett tote Triebe habe ich bereits heute entfernt. Im Moment nichts dergleichen bei anderen Sorten (Negronne, Dalmatie, Madeleine).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 22. Februar 2012, 19:31:49
Da ich jetzt eingesehen habe, dass ausgepflanzt nichts feigiges geht, nun meine Frage:

Geht Topfüberwinterung auch in einer ungeheizten Garage?

(dieses Jahr Tiefsttemperatur -6;-7) ??? ??? :-\

Es will nicht in meinen Kopf rein, dass Feige nichts für mein Klima ist ;D ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 22. Februar 2012, 21:33:43
Da ich jetzt eingesehen habe, dass ausgepflanzt nichts feigiges geht, nun meine Frage:

Geht Topfüberwinterung auch in einer ungeheizten Garage?

(dieses Jahr Tiefsttemperatur -6;-7) ??? ??? :-\

Es will nicht in meinen Kopf rein, dass Feige nichts für mein Klima ist ;D ;D

Hallo-aber warum nicht? In der gesamten Diskussion hier wird doch deutlich dass einiges mehr geht als gedacht? Und es gibt immerhin auch diese skandinavischen Feigensorten, die offensichtlich sehr gut winterhart sind...abgesehen von Winterschutzmassnahmen die man selber noch vorbringen kann
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 23. Februar 2012, 07:56:43
@ philippus: Danke für die Sortenempfehlung! Ich werde in mich gehen und wenn mich ein geeigneter Platz im Garten verlockt, probiere ich es mit dieser Feige mal. Kleine Früchte stören mich nicht, wenn sie süss, aromatisch und reif sind. 20 % Zurückfrieren ist auch kein Drama, da hast Du recht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Februar 2012, 10:31:12
Geht Topfüberwinterung auch in einer ungeheizten Garage?

(dieses Jahr Tiefsttemperatur -6;-7) ??? ??? :-\


Klaro ;D

Guck mal hier in der Rubrik Glashaus, da kannste meine Garage sehen. Ging bisher immer gut.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 23. Februar 2012, 18:00:19
Heute habe ich den Winterschutz meiner Feige abmontiert. Nach das Bäumchen im Vorjahr ganz zurückgefroren war, hatte ich dem Neuaustrieb mit feinem Gitter einen Zylinder verpasst und mit Laub aufgefüllt.

Das sackte zwar zusammen, aber die Triebe unter Laub haben deutlich grüne Knospen. Wie weit nach oben die ungeschützten Triebe noch austreiben, kann man dzt. noch nicht sagen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Februar 2012, 13:04:33
Hey, Glückwunsch! ;D

War es im Laubhaufen direkt am Trieb nass gewesen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 24. Februar 2012, 21:35:49
Nicht richtig. Das Laub (oben Ahorn, unten Kirsche) war bis auf wenige Zentimenter über dem Boden völlig trocken und locker. Nur die untereste, feuchte Schicht klebte zusammen und direkt am Boden lagen einige schimmelige Feigenblätter. Die Triebe waren völlig trocken.

Hier hat es aber seit Herbst auch nur ca. 2x geregnet.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 25. Februar 2012, 20:31:29
Aha, auch eine Variante mit dem Laub einpacken-haette da bei feuchten Wintern auch so meine Bedenken... Die Wollstrumpf-Methode bei mir scheint aber wirklich funktioniert zu haben. Alle Triebe sehen bis zur Spitze gesund aus und alles andere als erfroren... bin gespannt auf April, da hatte er letztes JAhr ausgetrieben
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 25. Februar 2012, 22:40:34
Interessant - gibts von der Wollstrumpfmethode ein Foto?
Werden da alle Triebe mit Wollschläuchen umwickelt, und ist es echte Wolle, weite oder enge Schläuche?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 26. Februar 2012, 11:54:01
Hier haben es offenbar alle Feigen überstanden. Tiefsttemperatur -23°. Im letzten Moment vor der Starkfrostperiode bei 3 Pflanzen (erst im Spätsommer letzten Jahres gesetzt und entsprechend klein) die vorbereiteten Laubkäfige mit Laub und obenauf Stroh gefüllt.

'Hardy Braunschweig' sieht hervorragend aus. Selbst die grünen Knospen mit denen er in den Winter ging, sehen noch grün und lebendig aus. Die winzigen Fruchtbabys sind auch noch dran.

'Feldthurns' scheint auch in Ordnung zu sein.

'Petite Negri', ist wirklich noch seeehr petite mit ca. 10 cm, hatte nur einen Strohhaufen auf dem Kopf. Kurz über dem Boden ein frisch aussehender roter Gnubbel, das wird sicher ein hübscher Austrieb.

'Ronde de Bordeaux' (Spätsommer 10 gesetzt) hatte den gesamten Winter ein ausgedientes Pumpenholzhäuschen übergestülpt bekommen, also an 3 Seiten und oben dicht und trocken, an der 4. Seite (licht- und windabgewandt) ein großer Ausschnitt. Einige Spitzen sind verfroren/trocken, Rest in Ordnung.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Februar 2012, 12:01:52
Noch kann man alle Frostschäden nicht sehen.

Hier mal ein Zweig von "Negronne"
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Februar 2012, 12:02:54
Bei "Ice crystal" sind die Zweige noch grün. Wie lange noch?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 26. Februar 2012, 12:05:03
Meine Feige ist zu groß um sie richtig zu schützen - so berauschend sieht sie nicht aus, aber auch nicht ganz schlecht. Abwarten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 26. Februar 2012, 14:16:40
Die "Wollstrumpf-Methode" ist voellig simpel, kein gestrickter Massanzug fuer die Feige oder aehnliches... Man nimmt einfach lange wollene Kniestrümpfe (z.B. wie sie bei Kniebundhosen wohl getragen werden) und zieht diese einfach ueber die Zweigenden. Vorteil: Der gesamte Neuaustrieb (30-40cm) wird damit gut abgedeckt, insbesondere die Endknospe wird geschuetzt und nicht mehr der direkten Strahlungskälte ausgesetzt, die Ummantelung ist nicht so dichtanliegend und bietet genuegend Zirkulation und durch den Wollstoff eine gute Isolation, die Strümpfe können bei frostfreien Perioden problemlos abgenommen und zwischengereinigt werden und bei erneutem tiefen Frost eben wiederverwendet werden, auch grössere Bäume (!) können problemlos damit versorgt werden-selbst 50 Zweige waeren in max 30min. abgedeckt. Wie gesagt, das bisherige Ergebnis sieht ausgesprochen gut aus-auch jetzt nach laengerer Frostabwesenheit kein Hinweis auf Erfrierungen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 26. Februar 2012, 15:27:52
 ;D
Das muß ich mir merken! Irgendwo liegen noch so extralange Strümpfe rum... und wenn ein Diskonter lange Wollstrümpfe anbietet, hole ich mehr von DEM Feigenschutz ins Haus. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 26. Februar 2012, 17:22:15
Ja genau, ich hab da auch etwas gesammelt. Wichtig ist nur moeglichst dick und wirklich Wolle wegen der besseren Isolationswirkung. Ausserdem haelt Wolle auch die Naesse etwas besser von den Zweigen zurueck (Schimmel, Fäulnis...), und wie gesagt locker drueberziehen. Vorteil ist auch, dass so ein Schutz nicht so leicht wegweht...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: flammeri am 26. Februar 2012, 19:46:52
Ja genau, ich hab da auch etwas gesammelt. Wichtig ist nur moeglichst dick und wirklich Wolle wegen der besseren Isolationswirkung. Ausserdem haelt Wolle auch die Naesse etwas besser von den Zweigen zurueck (Schimmel, Fäulnis...), und wie gesagt locker drueberziehen. Vorteil ist auch, dass so ein Schutz nicht so leicht wegweht...
Nicht, daß ich eine Feige bei mir auspflanzen würde, aber es wäre der Lacher schlechthin mit dem Winterschutz für meine Nachbarn. Was würden denn Eure dazu sagen? Oder gehts nach dem Motto: ist der Ruf erstmal ruiniert... ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 26. Februar 2012, 19:51:48
Wir haben eine hohe Gartenmauer. ::) ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 27. Februar 2012, 19:46:25
Ach, also das wäre mir gerade noch egal... es geht ja darum dass MEIN Feigenbaum durchkommt- sollen sich die Nachbarn ruhig kaputtlachen. Also ich muss ja mein Leben leben und mich um solche Sachen kümmern-nicht meine Nachbarn.
Aber egal- ich finde, meine Methode hat gut funktioniert und das reicht mir. Um es optisch schöner zu gestalten, kann man ja auch dunkelgrüne Wollstrümpfe nehmen, alle in der einen Farbe...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 27. Februar 2012, 20:09:29
Alte bunte Schals bei größeren Exemplaren für den Stamm wären doch auch ganz praktisch. Mit Sicherheitsnadeln oben und unten sichern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 27. Februar 2012, 20:36:54
Von der Idee her ist das mit den Schals nicht schlecht, wuerde ich aber eher bei laengeren jungen Zweigen anwenden, wo der Wollstrumpf dann doch zu kurz ist.. der Stamm braucht m.E. gar nicht soviel Schutz, durch die starke Verholzung hat er doch eine wesentlich bessere Frosthärte
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ivan mitschurin am 27. Februar 2012, 22:08:46
Oder sonst einfach im Herbst zu einer etwas größeren Stricklisl oder Strickmühle greifen und somit selbst maßgeschneiderte Wollschläuche für die Feigenäste fertigen, ich schätz mal, das ging damit ganz gut... ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 27. Februar 2012, 22:16:42
Vielleicht gleich formgestrickt, für die Verzweigungen 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Kamelie am 01. März 2012, 11:12:16
Wollstrümpfe/Nachbarn

Seht ihr den Mond dort stehen,
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön
so sind wohl manche Sachen.,
die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht sehen

Mathias Claudius 1740 - 1815
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 02. März 2012, 08:05:39
Hallo,

Ich habe meine "brown Turkey" im Wintergarten im Topf überwintert, bei etwas über 10 Grad.

Ich habe gelesen, dass Feigen als letztes hinein geräumt werden müssen und als erstes wieder nach drausen kommen sollen.

Kann ich sie jetzt schon wieder nach drausen bringen, oder soll ich lieber doch noch etwas warten?

Die Knospen sehen sehr schön aus und die ersten Knospen brechen auf...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 02. März 2012, 08:11:24
Die austreibenden Blätter sind frostempfindlich. Das wäre für mich definitiv zu spät zum rausstellen. Wenn jetzt die wenigen Minusgrade kommen werden die Ränder wahrscheinlich schwarz. Hatte ich aber bei eine sog Bayernfeige und ein paar unbekannten Steckies. Die schwarzen vertrockneten Ränder an den Ersten Blättern fallen allerdings beim weiteren Wachstum nicht mehr so ins Gewicht.
Schlimm geschädigte Blätter fallen sowieso ab.

Ich hatte es nie rechtzeitig geschafft sie so früh rauszustellen, das sie noch nicht getrieben hatten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 02. März 2012, 12:08:29
Du meinst also, ich sollte sie sofort raus stellen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 02. März 2012, 17:29:56
Ich habe meine Topffeigen heute aus dem Winterquartier geholt und raus gestellt. Ausgetrieben waren sie noch nicht aber es waren schon kleine grüne Knospen zu sehen. Ich hätte sie schon früher rausstellen sollen. Bei denen in der Garage tut sich noch nichts, da es dort noch etwas kühler ist als auf dem Dachboden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 02. März 2012, 21:29:59
Habe meine Feige seit 2 Tagen draußen, sie hat im Keller wenig Licht bei ca12 Grad gestanden. Die ausgetriebenen Blätter sind teilweise bis zu 6 cm groß. Wenn es Frost gibt ist sie schnell wieder im Keller oder in der Gartenlaube da ist mehr Licht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frankste am 03. März 2012, 23:56:38
wenn es friert sind alle grünen Blätter hin und der Busch bekommt einen deutlichen Rückschlag. Also entweder noch warten oder Thermometer beäugen und bei Minusgraden wieder reinräumen. Ideal ungetrieben jetzt raus damit die gar nicht erst anfangen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 04. März 2012, 10:24:21
Hätte auch nicht gedacht das die Feige so schnell im dunklen Keller treibt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 04. März 2012, 12:29:17
Hi,
es sind die milden Temperaturen im Keller die die Feigen zum Wachstum treiben. Feigen brauchen nicht viel Wärmereize dazu. Hauptsache nach der Winterruhe ist eine lange frostfreie Periode, dann treiben sie!

Meine Topffeigen standen im Gewächshäuschen und jetzt sind sie draussen , bis auf eine , die drin bleibt um frühe Feigen zu ernten. Ist ein Versuch!
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 05. März 2012, 14:27:13
Hab die Feige jetzt in die Gartenlaube gestellt da hat sie gut Licht und etwas wärmer wie draußen. Sollten die Temperaturen in den minus bereich fallen kommt sie wieder in den Keller.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 18. März 2012, 18:23:08
So, inzwischen ist es ja laengere Zeit frostfrei und die Temperaturen tagsueber über 10 Grad. Bisher sehe ich an Frostschäden allenfalls ein paar Zentimeter zurückgefrorene Triebe, sonst bisher nichts. Denke im April wird es dann mit dem Austreiben logehen... Wie sieht es bei Euch mit den Freilandfeigen inzwischen aus' Jedenfalls hat sich die Wollstrumpfmethode offensichtlich als brauchbar erwiesen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elro am 18. März 2012, 19:47:26
Mal einige Feigenanfängerfragen dazwischen:

Wieviel Platz braucht eine Feige?
Wie haltet ihr die Feigen?
Durch Schnitt in Form gehalten oder frei wachsend?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 19. März 2012, 10:34:16
Hallo Elro,

Meine ertragsreichste Feige habe ich als Busch gezogen. Sie beansprucht nach ca. 18 Jahren 2,50mx2,00mx2,00m. Ich pinziere die Endknospen jedes Jahr im März/April. Das erhöht die Fruchtgröße der Sommerfeigen (ab 20.07. jedes Jahr) und fördert die Verzweigung.

Hier 2 Aufnahmen vom Feigenbusch

[td](http://s019.radikal.ru/i639/1203/b6/2540689c3fe8t.jpg)[/td]
[td](http://s019.radikal.ru/i621/1203/76/f9e7f9bcae37t.jpg)[/td]
[/table]

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 19. März 2012, 11:08:11
Gut sieht die aus Giaco, und 7 a - um welche Sorte handelt es sich hier? Du machst mir wirklich nochmal Lust, das zu versuchen ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 19. März 2012, 15:14:56
Also meine Noname Feige im Garten, scheint nach dem an der Rinde kratzen an den 160 langen Trieben ca 20 cm zurückgefroren sein. Aber genaues sieht man sicher erst im April.
@Giaco85
Kannst du von deiner Feige Stecklinge machen, das wäre schön. Wenn die Feige schon so lange unbeschadet da steht ist sie gut Winterhart denke ich mal. Hast du die im Winter noch nie geschützt? Hab aber leider noch nichts zum tauschen. Meine Perretta ist noch zu klein und hat auch noch zu wenig Äste.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elro am 19. März 2012, 23:48:07
Hallo Elro,

Meine ertragsreichste Feige habe ich als Busch gezogen. Sie beansprucht nach ca. 18 Jahren 2,50mx2,00mx2,00m. Ich pinziere die Endknospen jedes Jahr im März/April. Das erhöht die Fruchtgröße der Sommerfeigen (ab 20.07. jedes Jahr) und fördert die Verzweigung.
Das hört sich doch gut an, so einen Platz werde ich noch im Garten finden. Ich habe nämlich schon Riesenbäume gesehen, das hat mich immer etwas vom pflanzen zurück gehalten. Auch zu ernten ist Deine Feige geschickt erzogen.
Vielen Dank für die Bilder.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 20. März 2012, 15:40:27
@ Martina777

Das ist die Sorte Nexoe Im Link findest Du auch einiges zu den Eigenschaften.

@Saka

Die Feige steht seit ca. 1994 dort winters ungeschützt. Bitte schreibe mir wegen Steckholz eine Mail.

VG
Giaco

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 20. März 2012, 15:46:49
@ Martina777

Das ist die Sorte Nexoe Im Link findest Du auch einiges zu den Eigenschaften.



Dankeschön!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 20. März 2012, 18:07:54
Hallo Giaco85,
wie machst du das mit den Endknospen? Dort befindet sich doch auch eine Sommerfeigenknospe, oder? brichst du die Endknospe einfach ab? Wann genau? Noch ist ja kein großes Wachstum zu erkennen. OK ,die Sommerfeigen schwellen und auch die Endknospe ein wenig.
VG
mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: RosaRot am 20. März 2012, 18:14:15
Hallo Giaco85,
ist Dir die Feige noch nie zurück gefroren? Wie sieht sie nach diesem Winter aus? Hast du jetzt schon pinziert? Kannst du es noch mal genau zeigen, wie Du es machst?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. März 2012, 07:37:23
Ich vermute, man pinziert erst das grüne Frischgewachsene.
Einen holzigen Trieb kann man nicht mit dem Finger pinzieren, da braucht man ne Schere=schneiden.

Beim Pinzieren bricht man im Prinzip die weiche Mittelknospe/den weichen Mitteltrieb einfach aus.

Fragt sich nur, wie lange man den grünen Trieb wachsen lässt?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 21. März 2012, 16:45:25
Das sogen. pinzieren erübrigt sich bei mir, da ich immer ein paar zurückgefrorene Endknospen habe.
Den Winter am besten überstanden hat Brown Turkey, ohne jeglichen Schutz nur ein paar Knospen erfroren.
Danach folgt die Bornholmfeige, nur Spitzen etwas abgefroren.
Danach kommt die Pfälzer Fruchtfeige, nur das letzte Drittel von ein paar Zweigen erfroren.
Bergfeige von A&S hat es auch relativ gut überstanden.
Ronde de Bordeaux, auch ganz gut überstanden, nur letztes Drittel der Triebspitzen erforen.
Danach folgt Negronne, da war aber der schlechte Winterschutz dran Schuld, der hat eher mehr kaputt gemacht als geschützt. In Ermangelung von Winterschutzvlies hatte ich einen alten Bettbezug drumgewickelt, das war eher kontraproduktiv, dann lieber gar keinen Winterschutz, wäre besser gewesen.
Dalmatie trotz Schutz zur Hälfte heruntergefroren, war aber nur ein einjähriger Steckling gewesen, was will man da erwarten.
Violetta Bayernfeige in der Garage mit Vlies umwickelt, sieht gut aus.
Am schlimmsten wieder mal die Pastiliere trotz Winterschutzvlies komplett heruntergefroren, alles trocken.
Sie steht bei mir im 4. Jahr und ich weiss nicht ob ich ihr noch eine Chance geben soll. Oder ich grab sie aus und mache sie in einen Kübel.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 21. März 2012, 22:05:44
@ Mario,wPfalz
Ich mache genau das, was Du beschreibst. Ich versuche dabei die Sommerfeigenendknospe zu schonen, sonst gibt es an dieser Stelle keine oder nur eine verstümmelte Sommerfeige.
Wenn genügend Kraft in den Fingern ist, geht es auch jetzt schon mit bloßen Händen.

@RosaRot

Die Feige hatte als 2 - 4 jährige Pflanze im Winter 95/96 einige Zweige erfroren.

Hier drei Aufnahmen, welche das Pinzieren verdeutlichen können:

[td](http://s019.radikal.ru/i623/1203/6a/6b82acdfdb40t.jpg)[/td]
[td](http://s019.radikal.ru/i639/1203/bd/62fb10014570t.jpg)[/td]
[td](http://s019.radikal.ru/i640/1203/3c/ec2f1bbfd279t.jpg)[/td]
[/table]

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. März 2012, 07:26:57
Das sogen. pinzieren erübrigt sich bei mir, da ich immer ein paar zurückgefrorene Endknospen habe.
Den Winter am besten überstanden hat Brown Turkey, ohne jeglichen Schutz nur ein paar Knospen erfroren.
Danach folgt die Bornholmfeige, nur Spitzen etwas abgefroren.
Danach kommt die Pfälzer Fruchtfeige, nur das letzte Drittel von ein paar Zweigen erfroren.
Bergfeige von A&S hat es auch relativ gut überstanden.
Ronde de Bordeaux, auch ganz gut überstanden, nur letztes Drittel der Triebspitzen erforen.
Danach folgt Negronne, da war aber der schlechte Winterschutz dran Schuld, der hat eher mehr kaputt gemacht als geschützt. In Ermangelung von Winterschutzvlies hatte ich einen alten Bettbezug drumgewickelt, das war eher kontraproduktiv, dann lieber gar keinen Winterschutz, wäre besser gewesen.
Dalmatie trotz Schutz zur Hälfte heruntergefroren, war aber nur ein einjähriger Steckling gewesen, was will man da erwarten.
Violetta Bayernfeige in der Garage mit Vlies umwickelt, sieht gut aus.
Am schlimmsten wieder mal die Pastiliere trotz Winterschutzvlies komplett heruntergefroren, alles trocken.
Sie steht bei mir im 4. Jahr und ich weiss nicht ob ich ihr noch eine Chance geben soll. Oder ich grab sie aus und mache sie in einen Kübel.

Gruss

Hi Lizzy,
interessant, dass du auch mit Pastiliere schlechte Erfahrung hast. Die ist bei mir auch immer stark zurückgefroren. Philippus hat ja auch berichtet.

Dalmatie sieht bei mir auch nicht fit aus. Am besten sieht die Negronne aus. Beim Rest hab ich noch nicht so genau hingeguggt.
Brown Turkey (wenn ich denn die "echte" hab, hab 3 verschiedene) sehen alle nicht so doll aus. Aber bis zum endgültigen Wiederaustrieb kann es noch bis Juni dauern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. März 2012, 07:30:48
Ah, Giaco, du "pinzierst" also doch schon im Frühjahr am holzigen Trieb.

(Dachte beim Pinzieren eher an eine Sommertätigkeit) Ein Entspitzen im Sommer soll die Wuchsgeschwindigkeit auch bremsen. Weiß aber nicht, wie sich das auf die Feigen auswirkt. Ein tolles Exemplar hast du übrigens. Sowas hatt ich bei meiner Oma auch mal, bis die kalten Winter kamen :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 23. März 2012, 20:32:52
Na, in den letzten Wintern waren die Endknospen meist zurückgefroren, daher erübrigte sich das ja. Wie sieht es denn bei Euren feigen aus- zeigen sich irgendwo schon schwellende Knospen? Bei mir habe ich den Eindruck dass ein erster minimaler Grössenzuwachs erkennbar ist..
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. März 2012, 20:46:12
Außer bei Negronne ist eher Stillstand. Tendenz eher weiter absterbend :-\

Völlig saftige, schwellende Endknospen gibts bei mir gar nicht. Bin schon froh, wenn das Holz weiter unten saftig und prall aussieht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 24. März 2012, 11:22:15
Hallo, bei meinen Feigen siehts so aus:
Brown Turkey ist an allen ungeschützten Trieben tot,
Madelaine: Endknospe tot,
Dalmatie treibt schon aus, keine Schäden(steht sehr geschützt)
Ebenso Longue d`Aout,
Brunswick war umgebogen und mit laub abgedeckt: keine Schäden aber noch Ruhe,

Im Garten steht eine Ronde de Bordeaux die ich mit einem Regenfass schützte. Dort ist es am kältesten im Winter!
Nur einige Enknospen verfault, weil sie noch bis Dezember wuchs und nicht verholzen konnte.

Dann hab ich noch eine unbekannte, wahrscheinlich Brown T. , die aber kaum Schäden hat! Einige Äste davon hatte ich zum Boden gebogen und abgedeckt einige nicht.
Die abgedeckten sind am treiben, die anderen ruhen noch, sehen aber bis auf die Endknose vital aus!

Überrascht hat mich Dalmatie , weil sie schon so früh zu treiben beginnt!

Ach ja, meine Pfälzer Fruchtfeige hat auch kkaum Schäden und beginnt auch schon die Sommerfeigen zu treiben.

Bleibt noch zu erwähnen, dass keine Pflanze älter als 4Jahre ist!
Dalmatie, Longue d.A nur 2 jahre!!

VG
Mario

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. März 2012, 11:39:53
Meine Dalmatie (Baumaux) und die Negronne (von ebenda) sind quasi zusammengepflanzt, ca. 50 cm auseinander. Wegen Platzmangel.

Negronne sieht deutlich besser aus, bei Dalmatie treibt nix, niente, nada.

Diese beiden Feigen wurden durch Vliesüberwurf in der kalten Zeit geschützt.

Alle anderen Feigen hab ich dieses Jahr gar nicht geschützt. Hatte keine Lust mehr. Und irgendwie kann ich ja auch keine 20 Sorten dauerhaft behalten.

Die Selektion beginnt....

Ach ja, ein Granatapfel (Magic Peony), nur so zum Vergleich ausgepflanzt ist bis in die Spitzen grün ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. April 2012, 15:02:51
hallo@ all,

dieser spannende thread hat dazu gefuehrt dass ich immer mehr "auf feige bin". schon die zweite pflanzensucht neben orchidee...
dalmatie& pastiliere habe ich schon, negronne steht auf todo nur nexo bringt mich zum verzweifeln. wenn ich danach google kann ich eine faehre nach bornholm buchen ...
bornholmfeigen soll es in bestimmten baumaerkten geben nexo soll aber eine eigene sorte sein? suche besonders feigen die auch duften ...

mfg dirk ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 04. April 2012, 16:40:11
Hallo Dirk,
Willkommen im Forum!
Es wird wohl eine Auslese der Bornholmfeigen sein.
Über Nexoe habe ich

1. Hier
2. Hier
3. Hier (Bitte scrollen!)

etwas gefunden.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. April 2012, 16:58:19
Alter Schwede!! ;D

Hi, ich habe auch eine "Bornholmfigen", vor 2 jahren mal beim Hagebau gekauft.
Die sieht der abgebildeten "Nexö" ähnlich. Konnte nur eine Frucht (im Kaufjahr) probieren, die war lecker.

Übrigens: Dass auf Bornholm Feigen gedeihen, wundert nicht. Da würde JEDE Feigensorte gut gedeihen, zumindest nicht im Winter runterfrieren. Bornholm ist zwar Dänemark, aber Winterhärtezone 8a/b.
Dort wird es aufgrund der Insellage kaum kälter als -10.

Zu meiner Bornholmfigen:
Sie sieht momentan immerhin nicht ganz tot aus, besser als so manch andere.
Allerdings ist sie in den letzten Wintern wie alle andern ungeschützten Feigen bei mir bis zum Boden zurückgefroren.

Zu den Aussagen, die Nexö hält bis -22 Grad aus: Ist damit die Pflanze an sich gemeint, auch die oberirdischen Triebe, oder nur der Wurzelstock?
(Meine Feigen haben alle 20 Sortenbis -19 überstanden, allerdings halt nur "halbstrauchig" ;) )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. April 2012, 16:59:45
Hallo Dirk,
Willkommen im Forum!
Es wird wohl eine Auslese der Bornholmfeigen sein.
Über Nexoe habe ich

1. Hier
2. Hier
3. Hier (Bitte scrollen!)

etwas gefunden.

VG
Giaco

Das sind in allen 3 Quellen die gleichen Fotos ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. April 2012, 17:46:41
hallo giaco, hello mediteraneo (gibt nen film der heisst so) 8)

besten dank fuer die nette begruessung! bin ja noch recht neu im thema fand aber dass die nexo schon sehr speziell aussieht. wobei ich die bornholmfeige auch nie gesehen habe. ::)
seis drum, ein spannendes thema.

das eine oder andere gartencenter werde ich noch unsicher machen, die dalmatie habe ich auch so gefunden.
duften die blaetter der bornholm?

mfg dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. April 2012, 07:14:11
Wenn man dran reibt, dann duften sie schon ;D

Der Duft ist mir so eigentlich nie so richtig aufgefallen. Vielleicht, weil meine Feiglinge ja alle noch recht klein sind.

Vielleicht duftet ein größerer Busch eher, wenn die Sonne draufscheint und sich die Blätter im leichten Wind aneinanderreiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 05. April 2012, 09:39:51
Wenn man dran reibt, dann duften sie schon ;D

negativ! dann muesste ich ja die pinacolada und das buch abstellen wenn ich unter dem baum sitze 8)

es gibt wohl diese duftenden sorten ... habe nur noch nicht herausgefunden welche das sind ::) aus dem urlaub kenne ich dass ich den feigenbaum manchmal erst wittere bevor ich ihn sehe 8)

nen bunten gruss dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 05. April 2012, 11:13:53
Eine Feige mit duftenden Blättern? Klingt gut, allerdings reibe ich nicht an div. Blättern. Also bitte ohne Berührung duften. ;)

Bei mir hat eine Feige (Name unbekannt) mehrere Winter an der Hauswand überstanden, die Übersiedlung hierher dann auch. Nur letzten Winter fror sie oberirdisch zurück. Jetzt habe ich den Neuaustrieb mit feinmaschigen Zaun umrundet und mit trockenem Laub aufgefüllt. Ob es bei dieser langen Frostperiode bis -15° was geholfen hat, kann ich in einigen Wochen berichten. :-\

Kurzer "Bericht" zum Winterschutz. Dort wo die Triebe von Laub bedeckt waren, sieht man schon grüne Knospen. Ich hoffe, das ergibt zumindest einige Feigen heuer.

Über der Laubdecke sieht man kein Leben, allerdings kamen schon mal von unten nach oben immer mehr Augen zum Treiben, also warten... Auf den Fotos links der ganze Strauch, bis vor einem Jahr war es ein Bäumchen, der leider im kalten Winter 10/11 abstarb. In der Mitte sieht man noch den abgesäbelten Stamm. Nun würde ich gerne wieder den stärksten Trieb als Baum erziehen, was leider riskanter ist, als ein Strauch. Und in der Umgebung sieht man nur Sträucher. Das sagt wohl auch was aus. :-\

Das Gras unter dem Laubkäfig hat auch deutlich gelitten, falls jemand der Rasen wichtig ist... :P
(https://lh4.googleusercontent.com/-RcZQSzr2xT8/T31gUBWOBcI/AAAAAAAAEnc/bRUx39q2eh8/s288/P4050101.JPG) (https://lh3.googleusercontent.com/-8Lucag4pHAg/T31gUqzDi1I/AAAAAAAAEns/Rtdmbo0wm1Y/s288/P4050103.JPG) (https://lh3.googleusercontent.com/-fZs1RtTyVSY/T31gUAD1y1I/AAAAAAAAEng/WuOY_pDNzUA/s288/P4050104.JPG)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. April 2012, 13:54:15
Wenn man dran reibt, dann duften sie schon ;D

negativ! dann muesste ich ja die pinacolada und das buch abstellen wenn ich unter dem baum sitze 8)

es gibt wohl diese duftenden sorten ... habe nur noch nicht herausgefunden welche das sind ::) aus dem urlaub kenne ich dass ich den feigenbaum manchmal erst wittere bevor ich ihn sehe 8)

nen bunten gruss dirk



du musst halt mit deinem nackigen Fuß ein paar Blätter tätscheln, kann aber dann sein, dass es nach Käse riecht :-X

Ich kenne das mit dem Duft nur in sehr heißen Gebieten, wie am Mittelmeer. Dazu ist denke ich auch eine gewisse Blattmasse nötig.
Bei meinen Mini-Feigen reicht das noch nicht zum Duften ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. April 2012, 13:56:20
Ja Manu, das sieht doch sehr vielversprechend aus ;D

Ich würde das mit dem Baum lassen. Dazu müsstest du alle andern Zweige abschneiden.
Da die Wurzel aber noch auf den großen Baum ausgelegt ist, wird er wieder wie wild anfangen krautige Triebe zu bilden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 05. April 2012, 14:15:06

Bei meinen Mini-Feigen reicht das noch nicht zum Duften ;)

gibt sogar duftende phalaenopsis und die duften ja normal auch nicht ;-) davon gibt es bei mir gleich zwei *stolz*

ich gebe also die hoffnung nicht auf auch eine duftende feige zu finden ;-) kenne jemanden der hat eine KLEINE fruchtfeige die jedenfalls mehr duftet als die anderen ... selbst gerochen habe ich es allerdings noch nicht 8) das problem ist dass wir nicht sagen koennen was fuer eine sorte es ist ???

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 05. April 2012, 16:16:59
Dirk:
nimm halt Stecklinge 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 05. April 2012, 17:19:52
Dirk:
nimm halt Stecklinge 8)

jep, hier bei unserem lieblingspanier steht mitten in frankfurt eine riesige feige! da habe ich mich schon dran bedient 8-)

die duftfeige ist leider noch winzig und ich muss da irgendwann mal verhandeln 8)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Kamelie am 05. April 2012, 21:00:55
Duftfeige:

getrocknete Feigenblätter duften fein,
nach meiner Information werden diese auch englischem Pfeifentabak zugesetzt, da stinkt der Tabakrauch ja nicht wie Knaster
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. April 2012, 21:09:16
Ich denke, dass der Duft in jedem Feigenblatt ist.
Damit er freigesetzt wird, muss Temperatur und Umfeld stimmen. In einem Innenhof, Innenstadtlage in Frankfort wird die Luft weniger umgewälzt, wie auf dem Land beispielsweise.

Ein Lavendel duftet bei heißem Wetter direkt in der Sonne auch mehr, als an kalten Tagen.

Wieviel Platz hast du denn überhaupt, wenn du ja schon 2 Feigen hast?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. April 2012, 09:32:54

Wieviel Platz hast du denn überhaupt, wenn du ja schon 2 Feigen hast?

*lol* z.zt. so gut wie keinen. die stehen draussen auf dem festervorsprung. ab 1.dezember gibt es aber einen loggiabalkon mit suedwestlage der recht gross ist und eine tiefgarage (kalt aber leider dunkel) zum ueberwintern. die sind ja alle "noch" extrem klein.
 
wenn sie groesser werden werde ich dann ein bischen selektion betreiben und auch mal antesten ob die tiefgarage noetig ist 8-)

falls die kleinen dann doch mal zu gross werden habe ich noch einen grossen garten zur verfuegung. mein vater weis nur noch nichts von seinem glueck 8-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 10:34:34
Ah, verstehe, ein "Traum"-Garten quasi ;)

Für den Kübel würd ich unbedingt nur schwachwachsende Sorten nehmen (Dalmatie, Doree, Negronne)
Die starkwachsenden und großblättrigen verkahlen schnell, verzweigen sich schlecht und tragen wenig im Kübel.

Balkonüberwinterung sollte in Frankfurt klappen. Ich würde die Kübel aber an die wärmende Hauswand rücken, trocken stellen und mit nem alten Teppich oder anderen Materialien (Grillholzkohlesack, Blumenerdesack, Gelber Sack, Balkonmöbeln) etwas "umbauen"
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. April 2012, 13:09:41
Ah, verstehe, ein "Traum"-Garten quasi ;)

Für den Kübel würd ich unbedingt nur schwachwachsende Sorten nehmen (Dalmatie, Doree, Negronne)
Die starkwachsenden und großblättrigen verkahlen schnell, verzweigen sich schlecht und tragen wenig im Kübel.

Balkonüberwinterung sollte in Frankfurt klappen. Ich würde die Kübel aber an die wärmende Hauswand rücken, trocken stellen und mit nem alten Teppich oder anderen Materialien (Grillholzkohlesack, Blumenerdesack, Gelber Sack, Balkonmöbeln) etwas "umbauen"

hi,

fuer ´nen traumgarten fehlt die zeit und das geld. haette da ganz eigene vorstellungen 8-) ... negronne steht auf todo ;-) und unbedingt eine longue de aout

jep die werden in die ecke geschoben. was nen bischen doof ist ist dass die neue wohnung in einer windschneise liegt d.h. es weht da immer kalt vom taunus runter. daher ist der tipp mit dem umbau vermutlich besonders wichtig. wobei -dank aufzug und sackkarre- auch der keller fuer den notfall ok ist. zumindest in den ersten jahren ;-)

feines forum hier ;-) danke fuer alle tipps! ich werde berichten wie die kleinen sich schlagen werden.

nen bunten gruss dirk
 
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 13:20:55
Ich hab das "Traum" deshalb ja in Anführungszeichen gesetzt, weil du ja was von duftenden Feigenbäumen erzählt hast. Da wirst du auf deinem Balkon ein bißchen was "dazuträumen" müssen, damit das südliche Gesamtpackage passt ;)

übrigens guter Spruch: "...steht auf todo...und ne Longue de aout" reimreim ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 06. April 2012, 13:48:05
Mann! >:(

Ich WILL eine feige, aber meine Eltern erlauben es mir nicht

Groll :( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. April 2012, 14:49:18
Mann! >:(

Ich WILL eine feige, aber meine Eltern erlauben es mir nicht

Groll :( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:( >:(

vermutlich deuten Deine eltern einfach nur die blattform falsch ;-)

nbg dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 06. April 2012, 15:03:07
 :o ??? ??? ???

des blick ich ned :-[

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 15:07:22
Yeah! ;D

Hab mir grad beim Fotgraphieren die Finger abgefroren, aber, tataaaa:

Negronne kommt!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 15:08:08
und da :-*
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 15:09:08
Und die Dalmatie gleich daneben:
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2012, 15:11:46
Und, leider verwackelt: Madeleine de 2 saisons.

Vielleicht gibts dieses Jahr doch mal ein paar Feigen, freu! 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 06. April 2012, 15:15:30
Du glückspilz ::) ::)

ich hätte genügend Platz an geschützten Wänden um 50!!!!!
feigen zu setzen, aber ich darf ja nicht! >:( :'(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 06. April 2012, 15:37:21
Negronne, Dalmatie, Madeleine...genau die 3 will ich noch haben.

Ich habe derzeit als Sorten nur Pastiliere und Precoce de Dalmatie. Daneben habe ich noch diverse Klone von griechischen Fruchtfeigen aus dem Urlaub mitgebracht und 3 verschiedene Stecklinge von großen Feigenbäumen hier aus Norddeutschland. Allerdings befürchte ich, dass letztere nicht fruchten. Habe an den Bäumen noch nie reife Früchte gesehen, sondern nur massenhaft Früchte, die unreif abgeworfen werden. Die Bäume sind wahrscheinlich nicht selbstfruchtbar.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tomir am 06. April 2012, 21:46:24
Meine Feige (im Rheinland) hat dieses Jahr keine Frostschäden - im Gegensatz zum letzten. Ich meine sie unter dem Namen ´Bayernfeige´bekommen zu haben - Früchte hat sie eher wenige bis keine aber immerhin wächst sie gut. ::)


Ficus carica_12-04.jpg

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 07. April 2012, 10:18:21
Bitte erwähne nicht den Namen "Bayernfeige". Unter Feigenkennern ist das eine Art Schimpfwort :-X

(Kurz: Bayernfeige ist irgendeine nächstbeste Feigensorte, die von einer bayrischen Baumschule "patentiert" und "verkaufsfördernd getauft" wurde. Deshalb ist sie besonders teuer und gaukelt große Winterhärte nur vor, es gibt wesentlich härtere und leckerere Feigen ohne Sortenschutz)

Trotzdem ein schönes Exemplar. (In 10a sicher ein Unkraut ;) )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tomir am 08. April 2012, 09:16:45
Danke, diese Feige stammt noch aus den 90ern, da war mir zumindest nicht bekannt das die nicht zu den Besten gehört. Ein paar vorherige Versuche mit spanischen Feigensorten waren fehlgeschlagen. In 10a hätte ich eine solche Sorte sicher nicht gepflanzt. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 13. April 2012, 20:22:27
Bitte erwähne nicht den Namen "Bayernfeige". Unter Feigenkennern ist das eine Art Schimpfwort :-X

hoert man immer wieder aus den unterschiedlichsten quellen!

habe mir heute im oertlichen frankfurter gartencenter eine damatie gekauft. ;D 1,6 meter hochstaemmchen mit recht dickem stamm. kommt vermutlich aus dem sueden da die blaetter schon ziemlich weit waren. hier ist noch keine soweit ...

bin mal arg gespannt ob ueberall wo dalmatie drauf steht auch dalmatie drinn ist 8-) blattform stimmt schon mal 8)
hat jemand schon mal bezueglich der "sortentreue" gute erfahrungen mit gartencentern gemacht? erfreuchlich fand ich dass es verschiedene sorten z.b. auch brown turkey gab dort ...

nen bunten gruss dirk


da die "kleine" :D ohnehin im kuebel geplant ist

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: flammeri am 13. April 2012, 21:56:30
habe mir heute im oertlichen frankfurter gartencenter eine damatie gekauft. ;D 1,6 meter hochstaemmchen mit recht dickem stamm. kommt vermutlich aus dem sueden da die blaetter schon ziemlich weit waren. hier ist noch keine soweit ...

bin mal arg gespannt ob ueberall wo dalmatie drauf steht auch dalmatie drinn ist 8-) blattform stimmt schon mal 8)
hat jemand schon mal bezueglich der "sortentreue" gute erfahrungen mit gartencentern gemacht? erfreuchlich fand ich
dass es verschiedene sorten z.b. auch brown turkey gab dort ...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn verschiedene Sorten mit Namen aufgeführt sind, dann stimmen sie meist. Mein Osborne Prolific ist definitiv sortenecht und den habe ich vom hiesigen Gartencenter. Nur bei H..bach u.ä. wäre ich mir so sicher.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. April 2012, 11:17:27
Wenn es nur einfache Etiketten mit Sortennamen sind, dann kann es schon stimmen. Wenn der Rest französisch ist oder einem spanisch, italienisch vorkommt, dann ist die Chance noch größer. Sowas kommt meist aus einer südeuropäischen Baumschule, wo man sich zumindest mit den Sorten etwas auskennt.

Hängt allerdings ein großer bebilderter Flyer dran (meist steht "Brown Turkey" drauf), dann kauft man meist nur eine "ähnliche" Feige. Solche Plastiketiketten werden oft massenhaft gefertigt, und einfach an (irgendeine verfügbare) Feige gehängt.

Wer auf Nr.-sicher gehen will, der kauft wie bei anderen Gehölzen auch beim Spezialisten. Und da wirds bei Feigen schwierig, zumindest in Deutschland. Da braucht man dann schon sowas (incl. franz. Sprachkenntnisse >:( ):

http://www.fig-baud.com/catalogue.html
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 14. April 2012, 11:41:02

Wer auf Nr.-sicher gehen will, der kauft wie bei anderen Gehölzen auch beim Spezialisten. Und da wirds bei Feigen schwierig, zumindest in Deutschland. Da braucht man dann schon sowas (incl. franz. Sprachkenntnisse >:( ):

http://www.fig-baud.com/catalogue.html

sowohl als auch. ist ein flyer dran und noch mal eine bandarole. die haben da massig in einem rutsch bekommen und es scheint der gleiche lieferant zu sein. da die blaetter schon sehr weit sind sicher aus dem sonnigen sueden.
je nach dem was draufsteht sehen die blaetter jedenfalls unterschiedlich aus ;-) bin gespannt.

meine negronne und longue habe ich aus der schweiz geordert um da auf nummer sicher zu gehen, franzoesisch ist nicht sooo meins. konnte aber bei der grossen feige jetzt nicht wiederstehen UND wenn das wirklich ein dalmatie ist dann ist der preis sensationell. interressanter weise hatten die auch nur ein halbes dutzend dalmatien und unzaehlige brown turkey und sonstiges zeuch 3;o)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 14. April 2012, 15:45:57
hat jemand schon mal bezueglich der "sortentreue" gute erfahrungen mit gartencentern gemacht?
Einmal zugeschlagen und einmal auf die Schnauze gefallen ==> macht 100% Misserfolg ;) auf jeden Fall nie wieder.

Vor vielen Jahren kaufte ich im Gartencenter eine "Madeleine des deux Saisons", die sich später als Gillette herausstellte (Caprificus der nur Blütenfeigen ansetzt und für "Sammler" interessant ist, geschmacklich und von der Frosthärte aber wenig bietet).

Das herauszufinden führte mich auf Foren in Frankreich und den USA und schließlich zu Pierre Baud. Ich erinnere mich, dass auf dem Kärtchen nur ein Symbolbild einer grünen Feige war (die ich heute als Blanche d'Argenteuil oder etwas ähnliches bezeichnen würde). Damals waren auch "Rouge de Bordeaux" dabei, ebenfalls von der selben Quelle und mit anderem Symbolbild... und etwas weiter weg die omnipräsente und als uneingeschränkt winterhart gepriesene Bayernfeige...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2012, 16:32:58

Einmal zugeschlagen und einmal auf die Schnauze gefallen ==> macht 100% Misserfolg ;) auf jeden Fall nie wieder.

 ??? nicht gut! seis drum ich werde berichten ob meine dalmatie eine dalmatie ist und falls es irgendein murx ist bring ich die wieder hin ::) ist halt in der naehe und die sprechen deutsch 8-)

... bei der groesse ist es jedenfalls ein super schnaeppchen FALLS es eine dalmatie ist. ich spiele kein lotto und einmal will ich auch wild und gefaehrlich leben 8) risiko ...

mal was anderes: an vielen der neu eingetroffenen feigen (nicht auf den dalmatien) waren junge -teils recht grosse- fruechte dran sind das noch die herbstfeigen oder schon die bluetenfeigen. fuer bluetenfeigen duerfte das arg frueh sein?!

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 15. April 2012, 17:37:45
Hallo Dirk, meine ausgepflanzetn Feigen, auch Dalmatie, haben schon Blütenfeigen! Absolut normal. Auch die ersten Blätter sind schon dran.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2012, 20:55:51
Hallo Dirk, meine ausgepflanzetn Feigen, auch Dalmatie, haben schon Blütenfeigen! Absolut normal. Auch die ersten Blätter sind schon dran.


wie gross sind denn die?! meine "dalmatie" (hoffentlich) hat erste blaetter ... keine feigen ...

werde morgen mal bilder machen. da stelle ich die wieder rein wird hier unter null 8-)

nbg dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 16. April 2012, 12:25:38
Hallo, hier ein kurzer Zwischenstand vor dem angekündigten Frost bis -5°C bei mir!! Ich muss alles abdecken sonst gibt es nicht mal Zwetschgen:-(

Dalmatie:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012047640x480.jpg)

Unbekannte:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012048640x480.jpg)

Wahrscheinlich Longue de Aout:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012049640x480.jpg)


Pfälzer Fruchtfeige:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012051640x480.jpg)

Brown Turkey:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012050640x480.jpg)


Ich hatte, weil alle Feigen noch recht klein sind, alle mit Reisig und Vlies geschützt.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2012, 12:48:38

Dalmatie:
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/April2012047640x480.jpg)

hmm, das ist ja mal nen ding ... an meiner dalmatie findet sich nichts dergleichen was auch nur ansatzweise wie eine feige aussehen wuerde :P

(http://www.greenturtle.de/stadtfeige.jpg)

DAS ist der vorteil bei einem hochstaemmchen, ich kann denen das auf den kopf hauen wenn es keine dalmatie ist!!! :-\

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 16. April 2012, 12:55:17
Alter Schwede, dein Bild erinnert mich an Bad Kreuznach, Viktoriastraße!
Deine Feige kann eine Dalmatie sein!!! Meine hat 2Jahre gebraucht um zu fruchten.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2012, 13:05:24
Alter Schwede, dein Bild erinnert mich an Bad Kreuznach, Viktoriastraße!
Deine Feige kann eine Dalmatie sein!!! Meine hat 2Jahre gebraucht um zu fruchten.
VG
Mario

ist frankfurt parkstr ;-) aber nicht mehr lange der grosse balkon ist quasi schon in arbeit ;-)

meine "dalmatie" hat einen richtig dicken stamm, also schon ein paar jaechen auf dem buckel. am alter sollte es also nicht liegen ... haengt ja auch davon ab wie sie ueberwintert hat. :) bin gespannt und betrachte das ganze taeglich 8-) machen spass so feigen 3;o)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. April 2012, 13:21:28
Könnte auch Aschaffenburg sein, mit dem roten Buntsandstein ;D

Das könnte durchaus Dalmatie sein.

Ich hab ja auch 2 verschiedene Dalmatie vom gleichen Anbieter. Baumaux. Die erste Dalmatie wurde nur kurz vor der Reife blau. Blöd. Hat aber supi geschmeckt, deshalb wurde sie behalten. Winter hatse den letzten auch mit am besten überstanden.

Die richtige Dalmatie (ich hoffe doch) hab ich dann nochmal bestellt. gleicher Anbieter. Leider noch nix geerntet.

Mann, Mario, sind die bei dir schon weit.
ich freu mich schon über nicht dürre Endknospen und sowas wie Andeutungen von Feigenknubbeln.
Und das auch nur an meinen Vliesabdeckungsfeigen.
Alles was ungeschützt war, ist wohl bis ziemlich unten weg.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 16. April 2012, 17:56:03
Hallo, ja meine sind sehr weit! Zu weit!!!! Sie stehen vor der Südwand, wo sie den ganzen Tag Sonne haben und die Wärme sich staut. Das kann aber sehr nachteilig sein bei einer Wetterlage wie jetzt. Für heut Nacht sind bis zu -5°C drin. Da muss eine Baumwolldecke herhalten sonst ist alles hin.
Leider blüht auch mein Obst vollauf. Kirsche, Pflaume, Reineclauden und Apfel. Das wird wieder eine übersichtliche Ernte, es sei denn es ziehen Wolken auf.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2012, 18:36:24

Die erste Dalmatie wurde nur kurz vor der Reife blau.

hihi, den verdutzten gesichtsausdruck haette ich sehen moegen ;-)

seis drum wenn die gut schmeckt und oebendrein hart ist ;-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2012, 18:38:18
Hallo, ja meine sind sehr weit! Zu weit!!!! Sie stehen vor der Südwand, wo sie den ganzen Tag Sonne haben und die Wärme sich staut. Das kann aber sehr nachteilig sein bei einer Wetterlage wie jetzt.

uh, das ist dann nicht gut! auf was man nicht alles achten muss :o

ich drueck die daumen dass der frost nicht zu hart wird!

nen bunten gruss dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. April 2012, 07:39:33
Heut früh -3 :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. April 2012, 08:49:49
Heut früh -3 :P

uhhh. hoffe die abdeckung hat was gebracht!

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 17. April 2012, 09:40:20
Hallo, bei mir wars vorm Haus(Südseite) -4,2°C, hinten im Garten(tiefer gelegene Nordseite) -6,6°C!!
Ob die Abdeckung was brachte stellt sich erst noch raus.
Noch sehen die Feigen gut aus.
Die Wirkdauer des Frostes war ja nur rel. kurz.
Schon hefig hier im Tal. Genau anders ist es im Sommer. Da ist es hier sehr heiß weil kein Wind ankommt.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. April 2012, 13:32:59
Heut früh -3 :P

uhhh. hoffe die abdeckung hat was gebracht!

nen bunten gruss dirk

Welche Abdeckung ? :-X

Meine Feiglinge sind ja noch nicht soweit wie Marios und stehen geschützt am Carport. Da wars vielleicht etwas milder.

Auch im letzten starken Spätfrost im Mai 2011 haben die damals schon ausgetriebenen Feigen nicht gelitten.
Im Gegensatz zu den Freistehenden.

@Mario: Ohweh Ohweh! Dat war kalt bei dir :(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 17. April 2012, 14:31:39
Hallo, ich habe noch mal nachgesehen. Es waren -4,2°C dank der Kaltluftschneiße in der ich wohne :'(
Auf dem Hügel war es nur -0,5°C.
Trotz Big-Bag über der Pfälzer Fruchtfeige sind wohl mehr als die Hälfte der Blütenfeigen hin(dunkelgrün und weich), ebenso an der unbekannten.
Die anderen stehen direkt am Haus besser da.
Der März war definitiv zu warm und hat das frühe Wachstum ausgelöst. Ich hatte das befürchtet.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. April 2012, 23:39:03
moin,

habe an einer feigen einen schoessling. nach den englischsprachigen foren sind die als "root sucker" sofort abzuknippsen ... :-[
wobei, das sind ja perfekte klone. :o hat den schon mal einer abgetrennt? quasi wie bei nem rhizom, oder sitzt der zentral auf der wurzel?
werds mir morgen anschauen wenn es ohnehin keinen zweck hat kann ich den schoessling aber gleich rausbrechen ::)

PS: nachdem ich mein "feigenenglisch" ganz neu entwickelt habe bin ich neben der "valle negra" (klingt sehr nach negronne, nur noch besser) noch auf die deutsche "lussheim" feige gekommen. hat einer zufaellig eine der beiden sorten? klingen beide sehr spannend ...
PPS: kennt einer die "nummer" von dem englaender der die feigenrinde ausschneidet und umgekehrt wieder einfuegt. quasi wie abmoosen nur ohne abmoosen. ::) aehm nicht die telefonnumer ich meine das system 8)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 18. April 2012, 23:46:33
Wenn du damit einen Trieb neben der Feige, direkt aus der Erde meinst, den habe ich mal so weit wie möglich ausgegraben. Leider war nur wenig Wurzel dran, aber er hat im Blumentopf überlebt. Die ersten beiden Winter habe ich ihn im Topf drinnen überwintert, jetzt ist er in den Garten übersiedelt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. April 2012, 23:52:29
Wenn du damit einen Trieb neben der Feige, direkt aus der Erde meinst, den habe ich mal so weit wie möglich ausgegraben. Leider war nur wenig Wurzel dran, aber er hat im Blumentopf überlebt. Die ersten beiden Winter habe ich ihn im Topf drinnen überwintert, jetzt ist er in den Garten übersiedelt.

jep trieb, den meine ich! das mit dem ausgraben hatte ich auch vor, das macht mut dass es grundsaetzlich geht 8) waere doch schade den einfach wegzuwerfen ;)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. April 2012, 07:47:20
Den wirft man nicht weg.

Tu mal vorsichtig nachbuddeln, ob unten schon Wurzeln dran sind.
Kannst auch etwas Erde anhäufeln, dann zieht er noch welche.
Wenn Wurzeln/Wurzelansätze dran sind, kann man ihn abmachen und einpflanzen.


Das ist die beste und einfachste Möglichkeit, eine Feige zu vermehren ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 19. April 2012, 15:09:14

Wenn Wurzeln/Wurzelansätze dran sind, kann man ihn abmachen und einpflanzen.

war alles andere als einfach ;-( und es waren keine wurzeln dran leider. da die "rootsucker" der hauptpflanze die ganze ennergie rauben habe ich den schoessling dennoch gekappt. steckt jetzt in pflanzerde und wird gut feucht gehalten. versuch macht kluch ...

(http://lh3.googleusercontent.com/-qiCrNFGHtBU/T5ANTUPBzjI/AAAAAAAAKW8/WgizTShvt4M/s499/IMAG0370.jpg)

auf dem bild sieht man gut das der rootsucker schon grosse blaetter hat waehrend der stamm mal gerade ganz kleine ansaetze hat ...

nen bunten gruss dirk


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. April 2012, 15:11:49
"rootsucker" sind bei Feigen normal.
Bei ausgepflanzten Feigen erst recht. Hoch leben die "Rootsucker", die andern oberirdischen Feigenteile leben nämlich nimmer :P
Zumindest bei den bei mir nicht geschützten Feigen.

Meine Pfleglinge mit Vliesschutz treiben ;D
Der Frost diese Woche hat nichts angerichtet ;D ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. April 2012, 15:20:50

Meine Pfleglinge mit Vliesschutz treiben ;D
Der Frost diese Woche hat nichts angerichtet ;D ;D

das sind gute nachrichten! dann wuensch ich mal ein reiche ernte! ;D

meine negronne und longue sind jetzt auch eingetroffen 8-) die negronne hat sogar eine kleine feige, denke aber das ist eine herbstfeige vom vorjahr ... dranlassen?

PS: hat hier jemand schon mal was von einer valle negra oder valle calda gehoert?

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. April 2012, 22:38:50
Hier die ausgepflanzte Negronne, mit 2 Lagen Vlies drüber, angehäufelt mit Lavasplitt.

Sie kommt ;D

Typisches Erkennungsmerkmal von Negronne: die roten Knospen!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. April 2012, 22:41:27
Die Negronne-Sicherungskopie in der trocken-frostigen Garage überwintert. Diese Pflanze wurde bereits Ende Februar wieder rausgestellt. Hat trotzdem Vorsprung.
Wieder typisch Negronne die roten Knospen und rötliche Blattadern
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 20. April 2012, 23:35:01
meine negronne und longue sind jetzt auch eingetroffen 8-) die negronne hat sogar eine kleine feige, denke aber das ist eine herbstfeige vom vorjahr ... dranlassen?

Auf jeden Fall! In milden Wintern gab es dadurch 2x Ernte, die im Vorjahr angesetzten wurde im frühen Sommer erntereif, die neu angesetzten erst im Herbst, knapp vor dem Frost. Die ersten waren besser. ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 21. April 2012, 11:47:04
Die ersten waren besser. ;D

supi das wird also meine erste selbstgeerntete feige ;D ... wenn nicht die eiszeit oder ein vogel dazwischen kommt 8-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 23. April 2012, 19:40:58
Wieder typisch Negronne die roten Knospen und rötliche Blattadern

sehr schoenes bild! meine negronne habe ich ja just erst mit der post bekommen, die blaetter sind da schon nen bischen weiter aber nicht ("mehr?") rot ::)

wobei das nur an den endtrieben ist, ich warte mal auf die neuen blattknospen :D

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 29. April 2012, 19:05:27
Dumdidudeldei (gutgelaunt :D ):

Negronne am 29.04.12: Es gibt Feigen dieses Jahr, freu!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 29. April 2012, 19:07:49
didudeldö....Madeleine de deux Saisons
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 29. April 2012, 19:10:13
..dumdum ;D Dalmatie treibt ihre stark gefingerten Blättchen

(alle anderen frei ausgepflanzten Feigen sind übrigens leblos)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 30. April 2012, 11:43:07
Dumdidudeldei (gutgelaunt :D ):

Negronne am 29.04.12: Es gibt Feigen dieses Jahr, freu!

hej super & sehr aehnlich der meinen! d.h. spricht also bei mir viel dafuer dass die sorte stimmt ;-)

habe uebrigens meine erste per steckling selbst gezogene feige zu feiern d.h. es sind schon wurzeln dran und die kleine schlaegt aus:

(http://lh3.googleusercontent.com/-hPtItrktS_U/T55WS--wDOI/AAAAAAAAKk8/illz0DT08qA/s506/IMAG0420.jpg)

nbg dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 30. April 2012, 11:45:47
ups doppelt gepostet ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. April 2012, 16:07:11
Das schaut ja aus wie im Operationssaal ;)

Tss, diese Stadtfeigen....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 30. April 2012, 16:59:22
Das schaut ja aus wie im Operationssaal ;)

Tss, diese Stadtfeigen....

;-) sie scheint es zu moegen 8-) der orchideenclip kommt aber ab sobald sie staerker durchwurzelt ist ::)

da faellt mir ein, ich muss gleich saftdruck bei ihr messen ;D

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. April 2012, 17:08:07
der Patient ist aber keine Negronne, oder?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 30. April 2012, 17:30:45
der Patient ist aber keine Negronne, oder?

nein ;-) das ist eine grosse unbekannte ::) die aber wohl recht wohlschmeckende fruechte traegt und hier schon seit langem in frankfurt steht. wohlgemerkt im freien steht ... die hat einen fuer eine feige echt dicken stamm 8-)

bin gespannt. hoffe es ist keine "brown turky" :P

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 01. Mai 2012, 19:04:07
Hallo , meine Madelaine will auch mal fruchten. Das wäre das Erste Mal in 3 Jahren Standzeit! Hoffenlich hat sie nicht die Tugend wie bei dieser Sorte üblich , fast alles wieder abzuwerfen.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Mai 2012, 22:36:43
Die Madeleine de 2 Saisones legt rasant zu. Soll ja mit die frühreifendeste Feige überhaupt sein. Dass sie ab und an ein Teil der Früchte unreif abwerfen soll, hab ich auch gehört. Sie scheint nicht 100 % parthenokarp zu sein.

Was solls. Wenn wenigstens ein Teil der Früchte übrigbleibt. Sie ist eine meiner winterhärtesten Feigen.
Die Blätter sind schon größer als meine Hand.

Bisher regen sich nur noch Negronne und Dalmatie. Alles andere ist bis zum Boden weg. So scheint es zumindest. Kann ja bis Juni noch was austreiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 09. Mai 2012, 10:47:14
Die Madeleine de 2 Saisones legt rasant zu. Soll ja mit die frühreifendeste Feige überhaupt sein. Dass sie ab und an ein Teil der Früchte unreif abwerfen soll, hab ich auch gehört. Sie scheint nicht 100 % parthenokarp zu sein.

Madeleine: eine der geschmacklich interessantesten, aber auch eine der unzuverlässigsten die ich kenne. Ob die schlechte Produktivität mit nicht ganz perthenokarp oder mit anderen Ursachen zu tun hat, ist schwer zu sagen. Nach meiner Erfahrung fallen die Früchte in allen Entwicklungsstadien ab, also auch kurz bevor sie reifen sollten (somit auch nach dem vermeintlichen Zeitpunkt einer allfälligen Befruchtung).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 09. Mai 2012, 10:52:26
Bisher regen sich nur noch Negronne und Dalmatie.

das waren aber auch die beiden mit vliesschutz, oder?

habe meinen bestand jetzt noch um eine osborn prolific erweitert, wenn es eine ist ... d.h. die ist auch wieder "nur" aus einem gartencenter. leider schon wieder ein hochstaemmchen so dass ich mich nicht traue die dem wintertest auszusetzen. allerdings mit einer krone auf der ich schon einen potentiellen steckling ausgemacht habe. hoffe dann bald genug probandenstecklinge zu haben um die winterhaerte zu testen.
meine pastelier muss jetzt -es wird eng in sachen kuebelhaltung- in den garten. einen idealen platz gibt es dort nicht fuer die pastelier da die kamelien sich seit jahren sehr breit gemacht haben an den besten plaetzen 8-) wer zuerst kommt ...
werde also im naechsten jahr auch erste erfahrungswerte weitergeben koennen.

bin mal arg gespannt da die pastelier ja zum zurueckfrieren neigen soll 8-)

PS: beide stecklinge der unbekannten aus frankfurt sind unterdessen extrem stark bewurzelt, der hammer! der rootsucker der pastelier ist offenbar auch angegangen und hat vermutlich doch selbst gewurzelt. die grossen blaetter hat er verloren und treibt jetzt neu ;-) macht echt spass zu sehen wie zaeh das kleinste stueck "holz" kommt ....

nbg dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Mai 2012, 14:42:34
Das "weiße Zeugs" ist wieder im Garten :P


Bis Freitag wird es wohl dortbleiben müssen :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 14. Mai 2012, 19:09:04
Hallo Mediteraneus, irgendwas stimmt mit deinem Anhang nicht. Windows meldet eine Gefährdung durch deinen Anhang!
Aber Vlies hab ich auch angebracht.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Mai 2012, 19:13:19
 :o
Die Frostwarnung wird es nicht sein, oder?

(Keine Ahnung, passiert das mit meinen anderen Anhängen auch? Mein Windows meldet nix )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 14. Mai 2012, 20:42:11
:o
Die Frostwarnung wird es nicht sein, oder?

(Keine Ahnung, passiert das mit meinen anderen Anhängen auch? Mein Windows meldet nix )


mein norton -normal sehr sensibel- hat keine schwierigkeiten mit dem anhang ... dafuer hatte ich kuerzlich bei einem video eine warnung ::)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Mai 2012, 20:45:13
Vielleicht haben die Feigen ja das Feigenmosaik-Virus ;D

Hab sie grad wieder zugedeckt. Ich will unbedingt dieses Jahr mal ernten! >:(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 15. Mai 2012, 15:03:52
Habe mir jetzt bei Norma zwei Feigen gekauft :D :D 8)
Da steht, überwintern bei 0-15 Grad.
Kann ich dann wohl von ausgehen dass das die Wildform ist?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. Mai 2012, 16:32:41
Habe mir jetzt bei Norma zwei Feigen gekauft :D :D 8)
Da steht, überwintern bei 0-15 Grad.
Kann ich dann wohl von ausgehen dass das die Wildform ist?

steht keine feigensorte dabei? dann kann es alles sein. es gibt offenbar hunderte von sorten 8-)

wenn Du glueck hast ist es eine selbstfruchtende ;-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Mai 2012, 16:59:59
Naja, die Discounter werden wohl schon irgendwelche Fruchtsorten verkaufen. Die "Wildform" würde ja keine reifen Früchte bekommen.

Obwohl: Kunde kauft Feigenbaum, Kunde bekommt Feigenbaum. Von Ernte war ja keine Rede ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. Mai 2012, 17:04:26
Naja, die Discounter werden wohl schon irgendwelche Fruchtsorten verkaufen. Die "Wildform" würde ja keine reifen Früchte bekommen.

Obwohl: Kunde kauft Feigenbaum, Kunde bekommt Feigenbaum. Von Ernte war ja keine Rede ;D

also viele sorten die in baumaerkten etc. verkauft werden fruchten zwar aber kommen nicht zur reife ;D

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Mai 2012, 17:10:03
Ja, wenns ne spätreifende Sorte ist.
Parthenokarp wird sie schon sein. Hier im Norden fehlt das Bestäuberinsekt, eine "normale" Form aus dem Süden wird es deshalb nicht sein.
Auch Norma kauft am Großmarkt ein. Und die haben massig Brown Turkey und Co. auf Lager. Mit etwas Glück kommt man so billig an ne gute Sorte ran. Man muss sie halt testen und notfalls wieder rausschmeißen.

Hargrand fängt ja erst an (und darf eigentlich gar keine Feigen pflanzen, wenn ich das richtig in Erinnerung hab ;) )
Da ist das als "erste Feige" durchaus akzeptabel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 15. Mai 2012, 17:26:20
Hallo, ich kaufe jedes Jahr bei Norma dieses Angebot. Habe jetzt schon zwei Feigenpflanzen die auch fruchten. Da in diesem Jahr sich die ersten Früchte entwickeln muss ich die Sorten noch abwarten.
Die erste könnte eine Negronne sein.
Heute hab ich bei Norma wieder eine gekauft. Die hat andere Blätter als alle meine Feigen. Mal überraschen lassen.
So kommt man tatsächlich auch mal an eine gute Sorte.

Die Warnung war keine Virenwarnung sondern eine Warnung von Windows!
(Datenausführungsverhinderung)
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. Mai 2012, 17:31:02
Die erste könnte eine Negronne sein.

DAS waere dann aber ein schnaeppchen ;D

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Mai 2012, 20:04:17
"könnte" ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. Mai 2012, 21:02:50
"könnte" ;)

DRUECK die daumen! warum nicht ;)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Mai 2012, 21:08:39
Weil sie nicht zu den gängigen gehört und nur schwer zu bewurzeln ist (zumindest bei mir).
Wird hauptsächlich in Frankreich bei Spezialbaumschulen vertrieben.

Wahrscheinlicher ist, dass die Feigen aus Massenvermehrung aus Italien oder Spanien kommen. Oder Holland?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 16. Mai 2012, 16:48:38
Holland!!
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 16. Mai 2012, 16:54:11
@mediteraneus
Hat mich selber überrascht :o ;D
Habe das Angebot im Norma gesehen, habe gedacht:
*willhabenwllunbedingt*
und meine Mutter hats mir erlaubt :o 8)
Ich habe nicht vor sie rauszupflanzen, die bleiben (noch)
schön brav im Topf
Bin gespannt was daraus wird, ich werde gewiss berichten 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 16. Mai 2012, 16:55:49
Nachtrag:
ganz sicher Holland ;D ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. Mai 2012, 21:20:33
Also Treibhaus-Wasserfeigen ::)

Lass dich einfach überraschen, wird schon was dranhängen. Und berichte bitte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 17. Mai 2012, 10:21:16
Ja wahrscheinlich!
Die erste Norma-Feige hat aber einen roten Austrieb, Knospen und Blattadern. Bin gespannt.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 17. Mai 2012, 10:26:46
Meine Negronne ( habe ich direkt von Pierre Baud ) hat auch rötlichen Austrieb, ist schon interessant, wäre mir so gar nicht aufgefallen wenn ich´s hier nicht gelesen hätte.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2012, 10:29:20
Das klingt zumindest nicht nach 0815 ;)

Alle extrem dunklen (schwarzen) Feigen haben rote Knospen. Das schreibt auch Pierre Baud in seinem Buch. Z.B. "Sultane" ist so eine.So kann man die schwarzen auch im blattlosen Zustand unterscheiden.

Das kann man oft im Pflanzenreich beobachten, dass Pflanzen mit extrem dunklen Blüten(Früchten) auch insgesamt in der Blattfärbung etwas rötlich sind (z.B. bei "schwarzen" Löwenmäulchen ist das so, dunkle Hyazinthen haben lila Zwiebeln usw.)

Jedenfalls hast du aus dem Normasortiment das Häppchen rausgepickt. Ich bin gespannt, was dranhängt. Bitte berichte ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Most am 17. Mai 2012, 10:30:35
Ich glaube meine Feige ist total erfroren diesen Winter. Immer noch kein Austrieb. :'(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2012, 10:32:36
Ich glaube meine Feige ist total erfroren diesen Winter. Immer noch kein Austrieb. :'(


"Total" wahrscheinlich nicht. Geh mal an den Zweigen bis runter auf den Boden. Direkt überm Boden sollte die Rindenfarbe wechseln. Von eher rotbraun (=tot) auf eher "grünbraun".
Feigen können noch im Juli austreiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 17. Mai 2012, 10:53:56
Alle ausgepflanzten Feigen treiben aus, am weitesten ist zur Zeit die "Pastilliere", oh Wunder, wo sie doch so zickig ist. Ich hatte aber auch alle im Februar gut geschützt mit alten Teppichen, alten Oberbetten und Kopfkissen, Vliess und Stroh. Hier sah es zeitweise aus wie in einem Indianerdorf, überall "Tipis".
Dafür sind mir Gehölze durch den strengen Frost eingegangen, von denen ich es nie erwartet hätte, unter anderem eine Lonicera frangrantissima, eine Maibeere, viele Brombeeren, sämtliche Oreganos und so wie es aussieht viele Minzen :o .

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 17. Mai 2012, 10:59:45
Maibeeren und Minzen? :o :o :o :-X
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2012, 11:25:35
Pastiliere treibt bei mir nur ganz unten. Aber relativ weit im Austrieb. Hat mich auch überrascht. Sie ist nach diesem Winter nicht die Schlechteste.

Ganz tot war Gentile Bianco. Incl Wurzel.

Feldthurns sieht im untern Bereich grün aus (10 cm).

Bornholmfigen ebenso unten grünes Holz.

Ebenso die Nordland Bergfeige.

Einige dünne Äste von meiner "Omafeige" treiben an den Spitzen aus, aber auch hier 80 % zurückgefroren. Diese Feige sieht an diesem Standort am besten aus.

Diese Feigen sitzen auf der Obstwiese recht ungeschützt an einem Schuppen in schwerem Boden.
Im Prinzip sind sie alle bis auf den Boden zurückgefroren. Aber auch kein Wunder bei -18. Sie waren ungeschützt. Hätten sie eine Hausmauer im Rücken gehabt, sähe es wohl viel viel besser aus.

Lizzy, ich weiß jetzt nicht, ob ich dich beglückwünschen soll, wegen deiner Minzen ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 17. Mai 2012, 12:47:18
Das mit den Minzen und Oreganos versteh ich auch nicht. Vermutlich waren die aufgrund des milden Dezember und Januar schon aus dem Winterschlaf erwacht, als dann der Februar mit - 20 ° C hier zuschlug. das war´s dann. Da Feigen ja relativ spät austreiben waren die davon nicht so arg betroffen ausserdem hatte ich die direkt vor dem sibirischen Hoch abgedeckt.
Die Nordland Bergfeige ist bei mir auch noch nicht so ganz am Austreiben, aber die Rinde ist noch grün.
Positiv Überrascht hat mich die Bornholm - Feige vom Obi, die treibt sogar an den Spitzen wieder aus, während alle anderen an den unteren dicken Ästen / Zweigen an schlafenden Augen austreiben, die von der Erde bedeckt waren.
Ich werde für dieses Jahr ordentlich Lava - Grus besorgen und damit die Feigen für den Winter zukippen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 17. Mai 2012, 17:58:33
Bei mir haben jetzt fast alle Feigen Austriebsspitzen. Nur meine Schwarze Rauchfeige u. Ronde de Bordeau zieren sich noch.
Im Spätherbst hatte ich noch eine Tauschaktion gemacht und auch für mich noch Stecklinge geschnitten. Die eingetauschten Stecklinge sind letztlich nichts geworden.
Von den eignen Stecklingen hat eine Brown Turkey und fast alle Meeder Stecklinge ausgetrieben.
Die Meederfeige(was es auch immer ist) hat viele Pluspunkte gesammelt.
- ziemlich frosthart
- sehr wüchsig und lebensbejahend
- 2 Ernten

Richtig große Pflanzen habe ich leider noch nicht, so das ich mit dem Stecklinge schneiden beschränkt bin. Da ich mir unsicher war, was an Ästen sowieso noch abfriert habe ich versucht die Substanz zu retten und als Stecklinge zu verwerten.
Jetzt im Frühjahr bilden sich Wurzeltriebe. So kann man durch Teilung neue Pflanzen gewinnen.
Meine Sämlinge werde ich noch nicht vermehren, bis ich weis welche Feigen parthenocarp sind. Frosthart sind ziemlich viele meiner Sämlinge.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2012, 18:04:56
Waren deine Feigen geschützt , Paulche?

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: margali am 18. Mai 2012, 10:18:26
Ja, nun ist es auch mir passiert...
Meiner mittlerweile 10jährigen Feige war der Frost dieses Jahr zuviel. Nachdem sie die ganze Zeit fantastisch wuchs, die letzten Jahre kräftig beschnitten werden musste und als Krönung letztes Jahr kiloweise Früchte trug, hat sie jetzt ganz unten am Stamm Frostrisse und braune Flecken. Der vordere Stamm des zweistämmigen Baumes hat noch keinen Austrieb. Der hintere, an der Mauer befindliche Stamm ist in Ordnung, aber auch hier erfolgt der Austrieb erst jetzt. Ich Narr hätte wohl nur einen Laubhaufen aufschichten müssen, dann wäre wahrscheinlich nicht viel passiert :'( - ich könnte mich ohrfeigen!
Kann mir jemand Hoffnung machen, dass sich der Stamm wieder regenerieren kann? Auf der zur Mauer zeigenden Rückseite fließt noch Saft, auch ein kleiner Trieb ist zu sehen, und die oberen Zweige sind unter der Rinde noch grün. Der Stamm misst etwa 10 cm im Durchmesser ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2012, 10:27:06
Die Feige regeneriert sich sicher. Ob du den einen Stamm retten kannst ist fraglich. Von unten kommt jedenfalls wieder ein neuer Feigenbusch nach.

Warte aber noch mit dem Zurückschneiden. Feigen können nach Frost noch im Juni austreiben, wenn es hinter der Rinde grün erscheint.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 18. Mai 2012, 19:06:54
Waren deine Feigen geschützt , Paulche?


Von jeder gekauften o. eingetauschten Sorte habe ich ein Exemplar an der Haussüdseite. Zweitexemplare habe ich dann frei im Garten. Alle Feigen hatten noch eine Rindenmulchschicht als Schutz. Die Sämlinge hatten keinen Schutz, saßen aber auch 1-2 m vom Haus entfernt.
Diejenigen Pflanzen , die schon über 1 Jahr an der Haussüdseite saßen werden sicherlich austreiben. Die meisten haben es schon getan. Ein paar Pflanzen hatte ich umgesetzt und dabei oft geteilt, darunter auch meine schwarze Rauchfeige. Da ist das Risiko natürlich größer, das eine Pflanze doch nicht genug gewurzelt hat, also vor allem die Zweitpflanzen frei im Garten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2012, 19:12:18
Und wo treiben deine Feigen an der Haussüdseite aus? Oben an der Triebspitze, oder eher im unteren Bereich?

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 18. Mai 2012, 21:22:33
Und wo treiben deine Feigen an der Haussüdseite aus? Oben an der Triebspitze, oder eher im unteren Bereich?


Bis jetzt sitzen alle Austriebe unten. Die Stammteile, die ich im Herbst nicht abgeschnitten habe, sehen aber auch gesund aus. Ich erwarte eigentlich, das sie oben auch noch austreiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2012, 21:30:28
Das ist gut. Südseite am Haus bringt Vorteile. Wie kalt war es bei dir ungefähr?

Bei mir sind bei knapp -18 alle freiausgepflanzten nahezu alle runtergefroren.

Nur die an der Südwestseite des Hauses/Caports mit Vlies abgedeckten Feigen Negronne, Dalmatie und Madeleine treiben an den Spitzen aus und haben schon Feigenfrüchte angesetzt.

Eine Doree und Stecklinge aus Malta sind im Tomatenhaus bis zum Boden weg. Da war ich enttäuscht. Doch die Bedingungen im Tomatenhaus waren sehr speziell, tagsüber bei Sonne plus 15, nachts rapide runter auf -16. Das hat auch der Rosmarin nicht ausgehalten.
Ich werde jetzt eine Dalmatie ins Tomatenhaus setzen, weil sie so kleinwüchsig ist.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 19. Mai 2012, 20:38:19
Bei mir war es nicht so kalt, nur - 15 Grad.
Meine Ronde de Bordeau schlägt jetzt auch aus. Es fehlt also vor allem noch meine Schwarze Rauchfeige, die ich geteilt hatte und einige Pflanzen, die frei im Garten stehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 19. Mai 2012, 21:57:14
Meine Schwarze Rauchfeige loost total. Kein Austrieb sichtbar. Mit die Schlechteste nach diesem Winter :(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 20. Mai 2012, 00:43:32
Mein Ziel ist es, von den gängigen Feigen jeweils mindesten 1 Pflanze frei im Garten zu haben, um ihre Frosthärte unter gleichen Bedingungen zu testen. Ich möchte sie natürlich nicht verlieren, deswegen möchte ich von allen jeweils eine Pflanze an der Hauswand haben.
Dort ist der Platz natürlich begrenzt. Wenn ich Sorten im Garten hätte, die gut eingewurzelt sind und sicher nicht eingehen, kann ich ihren Platz an der Hauswand natürlich auch mit einer anderen Pflanze besetzen. Der Vergleich an der Hauswand ist natürlich auch interessant. Er zeigt auch Unterschiede in der Wüchsigkeit.
Die Ronde de Bordeau, die Schwarze Rauchfeige, Meeders Feige und eine Nordlandfeige sind besonders gut gewachsen.
Sollten alle letztes Jahr geteilten Pflanzen wieder austreiben, dann bin ich gut mit Pflanzen versorgt.

Hat schon jemand Erfahrungen damit, Feigenbäume an der West- o. Ostseite gepflanzt zu haben? Wächst die dort auch?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Mai 2012, 10:27:06
Westseite ist gut, da kommt der kalte Ostwind nicht hin. Im Prinzip geht überall da am besten, wo Strahlungsfrost abgeschirmt wird und es nicht kalt windig ist. Z.B. in relativ schattigen Innenhöfen oder an extra für die Feige gepflanzten Schutzpflanzen, z.B. wenn man Platz hat halbkreisförmig gepflanzte Thujen. Diese Thujen saugen im Winter die Erde trocken, so dass die Feige ihr trockenes Kleinklima hat.

Ich pflanze momentan meine Feigen auch dicht beieinander, so dass ich Unterschiede sehen kann. Die schlechtesten Pflanzen werden wieder entfernt, so dass die für mich am besten geeigneten Feigen bleiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Eberhard am 20. Mai 2012, 18:06:06
Einer meiner zwei Feigenbäumchen musste ich bodeneben absägen. Das war der grössere. Den zweiten habe ich im Februar mit Flies abgedeckt. Und so sieht er jetzt aus.

lg Ebi
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Mai 2012, 18:11:36
Boah, Gemeinheit! :o

Du wohnst im Süden? Am Oberrhein? In Mainz? ;D

Weißt du die Sorte (außer "der Kleinere")? Wo hast du ihn her?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Eberhard am 20. Mai 2012, 19:44:28
Hallo Mediterraneus,

ja im Südwesten,Nähe Strassbourg / Offenburg.

Die Feigen sind verschiedene Sorten.Aber wie die heissen weiss ich nicht. Beides
waren Ableger Geschenke.

lg Ebi
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Mai 2012, 20:05:14
Das war klar. Der Feigenbaum sieht ziemlich frei ausgepflanzt aus (ohne Mauer im Hintergrund). Das kann man normalerweise in D nicht machen.

Hier mal meiner (mit Carport, Mauer im Rücken), und Vlies drübergeschmissen.

Negronne:
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Mai 2012, 20:06:37
und die "Madeleine de deux Saisones" ganz eng an der Mauer angeschmiegt
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 22. Mai 2012, 19:09:34
Kleines Update meiner Feigen:
Dalmatie
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/Mai2012004640x480.jpg)

Pfälzer Fruchtfeige
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/Mai2012003640x480.jpg)

Wahrscheinlich Brown Turkey
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/Mai2012006640x480.jpg)
Andere Brown Turkey

(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/Mai2012005640x480.jpg)

Die Ronde de B. treibt erst jetzt aus! Wird wohl nix mit der Ernte 2012 :-(
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 22. Mai 2012, 22:33:18
Deine Feigen sehen doch toll aus, Mario ! Was hängen da dicke Teile dran.... ich bin froh wenn meine überhaupt austreiben, von so dicken Früchten kann ich nur träumen. :-\
Ich bräuchte ja mal zwei Winter, die ein wenig milder sind, so bis max. - 8°C oder so.
Dieser Winter war bisher der Schlimmste für mich. Mein Granatapfel "Sweet" von Baud treibt nicht mehr aus :( :P :'( , stand in der Garage bei - 13°C. Auch eine Feige im Topf waren dabei und zwei Kakis. Alles kaputt, nie wieder. Aber auch alle Minzen, Oreganos, andere Gehölze und Brombeerren hat´s erwischt. Mit mir kann man wieder Geld verdienen nächstes Jahr.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 22. Mai 2012, 22:41:37
'Ronde de Bordeaux' war nur scheintot. Ich hab ein bischen mit den Fingern geguckt und es scheint ein kleiner Knubbel aus dem Erdreich zu kommen.

An 'Hardy Braunschweig' meine ich 2 winzige grüne Spitzen gaaaanz weit unten entdeckt zu haben.

'Petite Negri' ebenso - wobei weit unten übertrieben ist - bei 1o cm Gesamtgröße.


'Feldthurns' hat 'schon' winzige Blättchen, weit unten zwar, aber immerhin.

Und 'Nexoe' (vielen Dank an den Spender) hat natürlich schon richtig schicke Blätter. Noch bischen schlapp, aber das wird schon werden. :D

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Mai 2012, 21:52:03
@waldschrat: Die "nexoe" war die winterhärteste bei dir?

@mario: Mann, ist das bei dir weit :o

@Lizzy: Oh, das ist traurig, mit deiner Garagenüberwinterung. Bei mir geht das eigentlich immer ganz gut. -13 hatt ich auch schon in der Garage. Allerdings rücke ich alle Kübel dicht an dicht, stelle sie direkt auf den Erdboden und schmeiße über den Haufen noch ein Vlies bei ganz großer Kälte. Sogar mein Oleander und Oliven haben das ausgehalten.
Problem dieses Frühjahrs wird sein, geeigneten Nachschub zu bekommen. Auch in Gärtnereien ist das Zeugs erfroren.
Mein Granatapfel "Provence" ist auch bis zum Boden weg. Vielleicht kommt er nochmal aus der Erde (ausgepflanzt im Garten). Ein anderer Granatapfel an der Südwestmauer ist schon vollbelaubt, wurde mit Vlies geschützt. Aber das ist ja feigenofftopic ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 23. Mai 2012, 21:57:56
@waldschrat: Die "nexoe" war die winterhärteste bei dir?

Nö - die ist neu.

Von den meinen ist insgesamt gesehen 'Feldthurns' am besten durch den Februar gekommen und - in Anbetracht der Größe/Kleine eben 'Petite Negri'.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 23. Mai 2012, 22:02:36
Ah ok.
Ich meine Giaco hat die "Nexoe" schadlos über den Winter gebracht.
Sie müsste das halt im Vergleich mit anderen Feigen an einem anderen Standort auch beweisen.

Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse nach dem nächsten Winter, bezüglich der "Nexoe" ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 23. Mai 2012, 22:04:10
Ich auch ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 27. Mai 2012, 00:31:31
Ah ok.
Ich meine Giaco hat die "Nexoe" schadlos über den Winter gebracht.
Sie müsste das halt im Vergleich mit anderen Feigen an einem anderen Standort auch beweisen.

Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse nach dem nächsten Winter, bezüglich der "Nexoe" ::)

Sind Nexoe und Bornholm Synonyme?
Gibt es für die vielen Feigennamen-Synonyme eine gute Übersicht, insbesondere unter Berücksichtigung der in Deutschland verbreiteten Namen und Sorten?
Die Seite Feigen-Wiki ist ja noch im Aufbau.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Most am 02. Juni 2012, 21:36:26
"Total" wahrscheinlich nicht. Geh mal an den Zweigen bis runter auf den Boden. Direkt überm Boden sollte die Rindenfarbe wechseln. Von eher rotbraun (=tot) auf eher "grünbraun".
Feigen können noch im Juli austreiben.

Ich habe heute die Feige runtergeschnitten. Aber du hast Recht, sie treibt ganz unten wieder aus


Feige Juni 12.jpg


Mal sehen, vorläufig darf sie stehen bleiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 06. Juni 2012, 14:25:11

Es besteht Hoffnung!!!

Meine gut 2.50m grosse Feige hatte ich eigentlich schon aufgegeben und angefangen, die oberen toten Zweige stark zurückzuschneiden.

'Dauphine' steht seit fast 9 Jahren, sehr geschützt in einer Nische, direkt am Haus und hatte bis zu diesem Jahr nie auch nur einen abgefrorenen Zweig.
Sie trug jedes Jahr reicher auberginefarbige, süsse und saftige Früchte.

Nach dem sibirischen Februar sah sie lange Zeit völlig tot aus - jetzt bekommt sie unten und an manchen oberen Zweigen Knospen und kleine neue Triebe! :D :D :D

[td]

feige - sie lebt!

[/td]
[td]


[/td][/table]

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. Juni 2012, 20:55:25
Nahezu jede eingewachsene Feige kommt wieder aus dem Wurzelstock. Insofern sind sie winterhart.

Hier mal meine absolut ungeschützen Pflanze an einem Schuppen auf der Streuobstwiese. Die Witterung war extrem: Nachts unter -17 und tags mit Sonne -12, und das ohne Schnee. Der Boden war tief durchgefroren.

Hier mal meine "Oma Feige" (könnte sowas in der Richtung "Longue de Aout" sein, sehr große birnförmige Früchte, sehr weich und melonig). Sie hat das ungeschützte an diesem Standort am besten überstanden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. Juni 2012, 20:57:59
Und direkt daneben im gleichen Alter die hochgelobte "Pastiliere".

Man kann also schon Unterschiede in der Winterhärte erkennen.

Meine Bornholmfigen (kein Foto) ist in etwa mit der Omafeige vergleichbar, also besser als Pastiliere.

(Dieses Muster in der toten Rinde wird übrigens von Schnecken rausgefressen, an der dürren Rinde!!)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 00:21:58
Und direkt daneben im gleichen Alter die hochgelobte "Pastiliere".


hmmm, meinst Du die kommt noch? ... habe auch eine und just die ausgepflanzt. hat sich angeboten, die anderen kandidaten waren hochstaemmchen ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2012, 07:30:02
Sie ist doch schon gekommen. Brille auf und mal ganz unten an der Stammbasis schauen, das kleine Grün ist die Pastiliere, das Grün daneben ist Löwenzahn ;D

Natürlich wird das wieder nix mit der Ernte. Die Omafeige hat wenigstens an wenigen dünnen Trieben wieder ausgetrieben, vielleicht hängt da was dran.

Feigen ohne gescheite Wand im Hintergrund haben hier keine Chance. Die Feigen am Haus (mit Vlies abgedeckt) haben ausgetrieben und schon Feigen dran.

Bei den Feigen am Schuppen betreibe ich knallharte Selektion. Was hier überlebt, kommt dann vielleicht an eine geschützere Stelle. Was nicht klappt (wie offensichtlich die Pastiliere), fliegt raus. Ich brauche Platz! ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 10:14:12
Bei den Feigen am Schuppen betreibe ich knallharte Selektion.

jep, das macht sinn. so in der art habe ich mir meine versuchsreihe auch vorgestellt ;D ein ganz heisser kandidat ist die feige die hier in frankfurt seit jahren (jahrzehnten?) im freien steht. zwei stecklinge habe ich ja schon und einer kommt jetzt als topfpflanze in einen geschuetzten innenhof.

wobei ich zusaetzlich mal gespannt bin auf die unterschiedlichen fruchtqualitaeten 8-) meine "dalmatie" traegt 10 kleine feigen allerdings davon die meisten an den neuen trieben. siehe bild ...

(https://lh4.googleusercontent.com/-8vts7P0B2sI/T9GvsNT1ocI/AAAAAAAALd8/q6ueS3GqJkc/s506/IMAG0552.jpg)

 sind das jetzt blueten und fruchtfeigen??? die unterste ist ja eher am alten holz 8-) wie auch immer ich freu mich und der kauf scheint kein schlechter gewesen zu sein 8-)

nen bunten gruss dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2012, 10:29:16
Ich habe mir vorgestern ein neues Buch über Obst gekauft :"Obst für jeden Garten" von Alan Buckingham. Habs hier auch in die Buchempfehlungen geschrieben.

In diesem Buch gibts ein ganzes Kapitel nur über Feigen. Mit Sortenempfehlungen, Kulturhinweisen und vor allem mit Schnittanleitungen (u.a. für einen genial aussehenden Feigenbaumfächer an einer Wand. ) Da ist auch gut erklärt, wie man die Blüten- und Fruchtfeigen behandeln soll, bzw. wie man neues Fruchtholz bekommt.

Soviel in deutsch über Feigen hab ich bisher in keinem anderen Buch gelesen. Wirklich gut.

@alter schwede: "Dalmatie" ist auch einer meiner Favoriten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 10:35:04
Ich habe mir vorgestern ein neues Buch über Obst gekauft :"Obst für jeden Garten" von Alan Buckingham. Habs hier auch in die Buchempfehlungen geschrieben.

gekauft! ;D hast Du denn ne idee was fuer feigen das auf meiner (hoffentlich) dalmatie sind. liege ich damit richtig das es blueten- und fruchtfeigen sein muessen?

PS: ich habe mir letzte woche aus symi (hellas) einen feigensteckling mitgebracht der wundervoll duftet. eine unbeschreibliche kokosnote nur irgendwie wuerziger. gleichzeitig suess und herb 8-) und das beste, er duftet hier immer noch 8-) es gibt also duftende feigen ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2012, 10:46:52
Ich tippe auf Fruchtfeigen.
Die Blütenfeigen müssten ja jetzt bald schon reif sein, oder?

Meinst du, dein Hellas-Steckling kann außer duften auch noch fruchten?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 10:56:32
Meinst du, dein Hellas-Steckling kann außer duften auch noch fruchten?

als stadtfeige muesste sie sich dann auf kuenstliche befruchtung einlassen 8-)

will sagen mir reicht der duft um satt zu werden ::) ist quasi eine diätfeige dann ...

.-. wobei, erst mal muss er wurzeln. es ist sehr altes holz, bin gespannt. im naechsten jahr bringe ich mehr mit 8-)

spaetestens naechstes jahr moechte ich auch nach georgien. es gibt da ein tolles weingut (schuchmann) UND der hat auch (zusaetzlich) feigen dort 8-)

nen bunten gruss dirk

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 11:08:00
Ich tippe auf Fruchtfeigen.
Die Blütenfeigen müssten ja jetzt bald schon reif sein, oder?

nach dem "fruchkalender" bei der dalmatie von anfang bis ende juli. koennte also noch passen. der sommer ist ja eher nicht sooo ueppig bis dato :-X

... meine osborn hat vergleichsweise nur herbsfeigen die sind alle am neuen holz ... alle beiden :P

... madame negronne hat offenbar eine bluetenfeige. ein einzelstueck aber dafuer um so schoener 8-) wehe da vergreift sich ein vogel dran!!!

PS: womoeglich doch herbstfeigen ... habe hier heute in frankfurt noch eine feige entdeckt die schon super weit war. ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2012, 19:57:30
Meine Negronne hat auch als einzige Blütenfeigen.

Hier mal eine Noname aus dem Baumarkt. "Higo Nero" aus Spanien. Das Teil hat schon 2 Winter gut überstanden. Vorletzten Winter hab ich sie im November gepflanzt, sie war im Baumarkt auf 5 Euro reduziert und sie tat mir leid. Auffallend waren die gezackten Blätter.

Den ersten Winter hat sie im Freiland super überstanden. Sie wurde ja erst im Nov eingeschlagen und trieb trotzdem nach dem strengen Winter wieder gut aus.

Jetzt kommt sie auch gut wieder. Ich habe lediglich mit etwas Stroh gemulcht.
An diesem Standort stehen 50 cm entfernt noch "Hardy Braunschweig" und weitere 50 cm weiter eine "angeblich Brown Turkey".

Alle haben ganz unten Knospen und Miniaustriebe. So weit wie die "Higo Nero" sind sie bei weitem nicht. In dieser 3erGruppe geht sie also als Sieger hervor.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 23:36:15
"Higo Nero" sind sie bei weitem nicht. In dieser 3erGruppe geht sie also als Sieger hervor.

rrrr .-. higo negro ... valle negro, valle negra ... higueras ... ich werde poroes 8) irgendwie alles schwarz und feige 8-) mit und ohne rauch ...

habe gerade das buch von baud "le figuier" bekommen ... lustige bilder aber ich verstehe kein wort ;D

die vielen sprachen ::)

seis drum, das haelt das ganzu spannend. "deutschland sucht die superfeige" und wird sind dabei 8-) wenn wir unsere superfeigen gefunden haben muessen sie gegeneinander antreten ;->

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Juni 2012, 23:44:51
 ;D

Das kommt davon, dass man Infos über Feigen nur auf französisch, spanisch oder italienisch bekommt. Multikulti. Was deutsches ist ja kaum zu finden, außer "Feige grün" und "Feige blau" und das Schimpfwort "Violetta".
In dem Baud-Buch deute und rate ich auch gerade rum. Zum Glück weiß ich ja, um was es geht, da bekomme ich bißchen was mit. Und Bilder sind ja schließlich auch drin. Vielleicht lerne ich ja auch bißchen Französisch dabei. Ui!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juni 2012, 23:49:16
;D
 außer "Feige grün" und "Feige blau" und das Schimpfwort "Violetta".

*lol* 150% zustimmung. morgen muss meine bessere haelfte den baud uebersetzen 8) wird sie sich freuen :-)

... naja vermutlich haut sie mir das buch auf den kopf, sie kann "ficus carica" nicht mehr hoeren ::) wobei ihr die pflanzen gefallen ... jetzt muss nur noch eine ernte her ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nane am 11. Juni 2012, 12:13:00
Hallo,

da ich ein Feigenneuling bin und mich schon wundgegoogelt hab, wollte ich hier mal nachfragen, ob mir vielleicht jemand weiterhelfen kann.

Zwei Feigen (Dalmatien?) sind nun mittlerweile einen Monat bzw. eine Woche bei mir heimisch, beide haben meiner Meinung nach ähnliche(!?) Schäden - verkrüppelte Blätter, schwarze Spitzen, ungesunder Gesamteindruck. Der Händler meint, das wäre nichts Schlimmes, es seien Frostschäden und definitiv keine Krankheit, da der Februar sehr kalt war.

Bei allem was ich an Frostschäden im Netz finden konnte, sah es jedoch nie so aus wie bei den beiden. Könnt ihr mir bitte eine erfahrenere (und ehrlichere als der Händler vielleicht ist!?) Meinung schreiben?

Feige 1:
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/feigeblaetternh7sqp1mrc.jpg)
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/feigeganzx2a8difn4v.jpg)

Feige 2:
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/feige2zdvsj1iqmy.jpg)
(http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/feige4ky1sjbrzd6.jpg)

Vielen Dank schonmal!!

Nane
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 12:23:13
hi,

das mit den frostschaeden mag wohl stimmen. ich hatte diese schwarzen raender bei einer guave die im maerz versand wurde und bei meinem feigesteckling, den ich aus griechenland in aufzugebenden gepaeck hatte. da ist es dann doch kaelter im gepaeckraum als ich gedacht habe ::) die guave hat sich seither super gemacht war also kein problem mit den schwarzen raendern.
 
insgesammt sehen Deine feigen aber in bischen schwachblaettrig aus im vergleich zu meinen. wo stehen denn die? haben die genug sonne?! der sommer ist ja nicht so ueppig ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 11. Juni 2012, 12:56:22
@ Nane
Ich würde das auch für harmlose Spätfrostschäden halten und abwaretn, was passiert, wenn die Feige optimaler platziert ist. Ich nehme an, sie steht den Sommer über schon vollsonnig?

@ Mediterraneus und alter-schwede
Ich misch mich mal zwischen euer Wehklagen über die Sprachenvielvalt Europas ;) ;D ;D
Was für Infos sucht ihr denn??
Wenn es zu Infos einzelner Fruchtsorten geht, kennt ihr diese Homepage?
http://www.mercato-verde.ch/de/angebot/feigenbaeume
mercatoverde ist eine winzige Gärtnerei mitten in Chur, die sich besonders auf 'Feigen für den Norden' (also nördlich der Alpen) spezialisiert haben und die auch selbst ziehen.

Sie können ev. auch Auskunft geben über besondere Frosthärte etc.
In der sprachlich privilegierten Schweiz, insbesondere Graubünden (Chur gehört dazu) sind Texte auf französich oder italienisch zwar meist kein Problem, aber vielleicht hätten die trotzdem DEN ultimativen Hinweis auf deutsche Literatur?

LG, Barbara

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 13:05:04

@ Mediterraneus und alter-schwede
Wenn es zu Infos einzelner Fruchtsorten geht, kennt ihr diese Homepage?
http://www.mercato-verde.ch/de/angebot/feigenbaeume

yes, kenne ich! daher habe ich meine negronne und die longue 8-) hat alles wunderbar geklappt und die pflanzen fuehlen sich sehr wohl. natuerlich gibt es da auch viele infos, das buch von baud ist aber -denke ich- noch ein bischen umfangreicher und das thema -gerade was die sortenvielfalt angeht- wahnsinnig komplex als dass man gar nicht genug infos haben kann 8-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2012, 13:27:24
@Nane:

die Feigen stehen hoffentlich jetzt nicht schon 1 Monat in dem Raum? Wenn sie so aussahen, als sie bei dir ankamen, dann würde ich mir keine Sorgen machen. Das sind Transportschäden.

Wenn die Feige einen sonnigen Platz im Freien bekommt, wird man bald nichts mehr davon sehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2012, 13:34:36
@ Mediterraneus und alter-schwede
Ich misch mich mal zwischen euer Wehklagen über die Sprachenvielvalt Europas ;) ;D ;D
Was für Infos sucht ihr denn??
Wenn es zu Infos einzelner Fruchtsorten geht, kennt ihr diese Homepage?
http://www.mercato-verde.ch/de/angebot/feigenbaeume
mercatoverde ist eine winzige Gärtnerei mitten in Chur, die sich besonders auf 'Feigen für den Norden' (also nördlich der Alpen) spezialisiert haben und die auch selbst ziehen.


Kenn ich (natürlich ;) ) auch.

Wobei Chur ja IN den Alpen ist, und anscheinend von den kalten Nordostlagen nicht soviel abkriegt. Ich denke, dass es in einigen Alpentälern der Schweiz nicht so kalt wird, wie in der Fläche Deutschlands. Dort ist es wohl von den absoluten Minima her nicht so kalt, wie etwa bei uns.
Das Gute an M.V. ist, dass sie einen Querschnitt von allen Feigensorten haben (italienische, französische) und es ist eine toll bebilderte Feigenseite. Nachteil: von den Euroländern aus ist es seehr teuer und ggf gibt Probleme mit dem Zoll.
Aus Frankreich bekommt man halt viele Feigen in Sorten sehr viel günstiger

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 13:43:09
und es ist eine toll bebilderte Feigenseite. Nachteil: von den Euroländern aus ist es seehr teuer und ggf gibt Probleme mit dem Zoll.
Aus Frankreich bekommt man halt viele Feigen in Sorten sehr viel günstiger

das mit dem guenstiger haengt natuerlich dann letztlich von der groesse der feige ab. letztlich habe ich dort guenstiger gekauft als z.b. meine pastelier hier aus deutschland, einfach weil die pflanzen kraeftiger waren. preisleistungssieger ist immer noch meine dalmatie hier aus dem hiesigem pflanzencenter.
keine ahnung wie gross die pflanzen aus frankreich sind, gibt es aber nicht nur gutes drueber zu hoeren ...

PS: die schweizer verschicken auch regelmaessig aus deutschland!

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 11. Juni 2012, 13:50:41
@ Medi, bei dir hätte es mich auch gewundert, wenn du mv nicht kennen würdest ;)

Den Link meinte ich mehr als Informationsquelle als zum schicken lassen.
Mir geht es umgekehrt mit den Versandkosten ja ebenfalls so, wenn ich in Deutschland bestelle. Sobald man über die CH-Grenze bestellt... egal von welcher Seite, wird's teuer. :-\
OT Nur wohne ich momentan so dicht an der deutschen Grenze, dass ich mir Pflanzen zu einer deutschen Freundin in einem Grenzort schicken lassen kann - im Tessin ist damit Schluss, leider! OT Ende

Da ich momentan öfter zwischen hier und dem Tessin hin und her fahre und Chur am Weg liegt... ich wollte gegen den Herbst hin sowieso noch bei mv vorbei fahren.
Falls du und der 'alte schwede' einen besonderen Wunsch habt, 1 Paket (mit 2 Pflanzen z.B.) würde ich aus Chur mitbringen und in Deutschland aufgeben. Man kann der Bestellung ja schon angeben, dass sie die Pflanzen einpacken sollen und ich picke sie noch auf. Bezahlen müsstet ihr dann nur das Porto innerhalb Deutschlands.
So als Idee und Angebot.

LG, Barbara

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2012, 13:55:02
Ich habe vor 2 oder 3 Jahren von Baumaux in Nancy bestellt. Gleich mehrere Feigen, nicht nur für mich.

Sie waren alle mindestens 60 cm groß, eine "Doree" sah aus, wie ein Apfelhalbstamm, etwa 1,5 m hoch. Die Feigen kosteten damals pro Stück 13 Euro (13,50?) und der Versand insgesamt 12 Euro.
Perfekt verpackt, Superqualität.
Das ist bisher meine beste Feigenquelle. Nachteil: französisch (aber selbsterklärender Internetshop), nur etwa 10 Sorten zur Auswahl.

Wenn mercatoverde aus D verschickt, dann dürfte es auch gehen. Das wusst ich nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 14:09:44
Sie waren alle mindestens 60 cm groß, eine "Doree" sah aus, wie ein Apfelhalbstamm, etwa 1,5 m hoch.

verlixt!!! :'( das fuehrt mich in versuchung ::) ich koennte eine neue weitere feige womoeglich als testkauf rechtfertigen 8-)
wenn da nicht noch die lussheim, valle negra und naxoe auf der liste stuenden :P

nen bunten gruss dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2012, 14:12:11
Falls es dich tröstet, anscheinend hat man bei Baumaux mitbekommen, dass D nach französichen Feigen giert.
Die Preise sind daraufhin rasant gestiegen. Ich glaube mittlerweile auf 18 Euro. ;) Der Versand ist aber trotzdem günstig, wenn man viel bestellt.
Die Feigen selbst sollen lt. diesem Forum direkt von Baud stammen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 14:17:13
, wenn man viel bestellt.

was die situation fuer mich dann noch prekaerer machen wuerde :-\ *lol* ... spass beiseite: denke falsch machen kann man es weder hier noch dort. fuer mich ist jetzt erst mal die fahrt nach lussheim auf todo. das ist dann gleich mit "sightseeing" verbunden 8-)

PS: ich werde -sobald luft- mal die pflanzen fotografieren und die preise dazu schreiben.

nen bunten gruss dirk
http://www.greenturtle.de
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nane am 11. Juni 2012, 14:30:38

Danke für die schnellen Antworten. Das waren die Ankunftsbilder direkt nach dem Auspacken. Die erste, die ich seit nem Monat hab, steht mittlerweile auf dem sonnigen Balkon und hat auch wieder ausgetrieben (ich hatte sie ziemlich radikal beschnitten, weil ich dachte, das könnte ein Pilz o.ä. sein), sie steht nochn bissel separat, weil ich ihr nicht ganz getraut hab. Die zweite, die seit 6 Tagen hier ist, war bis heute in der Küche, auch separiert. Aber dann bin ich beruhigt und werd sie raus zu der anderen in die Sonne stellen. :)

Soll ich ihr die betroffen Blätter auch abschneiden oder würde ihr das noch mehr Kraft rauben? Auspflanzen kann ich sie leider nicht, hab mich aber vorher infomiert und bei nem Südbalkon und einem kühlen Winterquartier wurde mir gesagt, sie seien auch balkontauglich.

Viele Grüße
Nane
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juni 2012, 15:04:28
@nane

welche sonne ;D ... ja suedbalkon ist ideal, habe die gleiche situation ;-)

so blaetter nicht wirklich krank sind lasse ich die immer dran. die pflanze wird schon wissen was sie damit macht und wie nuetzlich die blaetter noch sind.
ich denke so "umzuege" sind fuer eine pflanze immer auch stress daher wuerde ich sie ansonsten erst mal in ruhe lassen 8-)

meine stecklinge z.b. haben ihre blaetter zunaechst freiwillig abgeworfen um dann neue blaetter sychron zu den wurzeln zu treiben. nenne ich eine gute taktik ;-)

nen bunten gruss dirk





Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nane am 12. Juni 2012, 09:17:16
Also im Nordosten haben alle gut aufgegessen, bei uns wars die letzten Tage ganz schön und jeden Tag auch sonnig. Ist jetzt kein Jahrhundertsommer, aber reicht für gute Laune. :)

Ich lass ihr ihre Blätter. Kann man die Feigen eigentlich auch anhand der Blätter einordnen oder muss man auf die Früchte warten? Bei mir sind nämlich keine Früchte (mehr) dran, die zwei einzigen kleinen Minifeigen sind kurz nach dem Transport abgefallen. :(

Viele Grüße
Nane

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juni 2012, 10:19:49
Man kann Feigensorten anhand der Früchte, der Blätter, der Knospen unterscheiden. Allerdings sehen sie sich sehr ähnlich. Das können nur Fachleute.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 12. Juni 2012, 10:31:27
Man kann Feigensorten anhand der Früchte, der Blätter, der Knospen unterscheiden. Allerdings sehen sie sich sehr ähnlich. Das können nur Fachleute.
Und die nicht immer :) Es gibt ja mittlerweile von den diversen Sorten auch leicht unterschiedliche lokale Klone, was die Sache noch schwieriger macht.

Baud tut es (mittlerweile gegen Entgelt, weil der Andrang angeblich so groß war), verbürgt sich aber für nichts :)

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 12. Juni 2012, 15:00:09


Ich lass ihr ihre Blätter. Kann man die Feigen eigentlich auch anhand der Blätter einordnen oder muss man auf die Früchte warten?
stimmt alles was gesagt wurde, die bestimmung ist nicht einfach. was mir momentan spass macht ist das pferd von der anderen seite aufzuzaemen und erst mal danach zu suchen was es nicht ist. also negronne scheidet aus und ich meine auch dalmatie ist eher unwahrscheinlich. doree hat so ein bischen die blattform...
dummerweise bin ich heute an einem baumarkt vorbeigekommen der wohl frueher mal bornholfeigen hatte. ausgeschildert war da nichts, aber eine dunkle sorte mit drei feigen viel mir gleich ins auge : -( eines der schoensten raetsel die man fuer 9,99 euro kaufen kann 3;-)

nen bunten gruss dirk 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Juni 2012, 07:52:54
Ausschlussprinzip. Toll.

3 sind es schonmal nicht, bleiben also noch wieviele Möglichkeiten? 387 ? ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 13. Juni 2012, 08:13:37
Ausschlussprinzip. Toll.

3 sind es schonmal nicht, bleiben also noch wieviele Möglichkeiten? 387 ? ;)

193,5 ist bei mir eine dunkle frucht ;-)

ach ja, die pflanze riecht eher nicht so toll, dafuer aber um so intensiver. bis auf meine symifeige duftet sonst keine d.h. mit der neuen habe ich zumindest keine doppelt 8-)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 13. Juni 2012, 21:57:46
Ausschlussprinzip. Toll.

3 sind es schonmal nicht, bleiben also noch wieviele Möglichkeiten? 387 ? ;)

Dazu kommen dann noch ungezählte unbenannte Sämlinge, die auch weitervermehrt werden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 14. Juni 2012, 19:18:19
meine neue 9,9 Euro feige ;-)

(https://lh3.googleusercontent.com/-0DWwaunTS0I/T9oOK7HoPGI/AAAAAAAALlU/oCJRGWGdejU/s506/C360_2012-06-14-15-50-20.jpg)

was super auffaellig ist, sind die extremen blattadern. hat sonst keine andere meiner feigen.

hat jemand eine idee was es fuer eine sorte sein koennte 8-) die fruechte sind recht weit d.h. weiter als meine anderen feigen 8)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Juni 2012, 07:27:13
Nach dem Ausschlussprinzip ist es keine grünfruchtige :-X

Diese Blattadern hatte bei mir die "Doree" oder "Goutte d Or". Allerdings hatte die auch tiefer eingeschnittene Blätter, wie das bei dir aber ansatzweise auch zu sehen ist.

Wenn die Blätter nur 3 Finger bekommen, dann könnte es auch Brown Turkey sein.

Ist halt schwierig, weil die Blätter an der gleichen Pflanze variabel sind.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. Juni 2012, 09:02:57
Nach dem Ausschlussprinzip ist es keine grünfruchtige :-X

damit haetten wir schon mal mindestens 200 exkludiert ;D

vom blatt her hat sie tatsaechlich was von der doree auf dem bild bei baud. fuer die brown turkey sind die blaetter zu gezackt (jedenfalls rede ich mir das ein) so dass es teils fast 5 finger sind. tatsaechlich sind die blaetter extem variabel und die gezackten auf der anderen seite. 8)

danke jedenfalls! doree waere schoen 8-)

nen bunten gruss dirk


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 21. Juni 2012, 12:51:09
hi :)

hat jemand schon mal so eine geplatzte feige gehabt?

(https://lh5.googleusercontent.com/-8TrQuc8P9pA/T-L5GdxhlFI/AAAAAAAALsg/ZvuX-p0HQcY/w167-h296-n-k/C360_2012-06-21-09-48-09_org.jpg)

hoffentlich ergeht es den anderen nicht genau so ;-(

PS: habe jetzt endlich eine feige gefunden deren blaetter nach kokosnuss duften. so ganz leicht suesslich. no name aber mit etwa einem dutzend schon recht dicker fruechte. winterhaerte ist natuerlich fraglich, kommt aber eh in den kuebel
PPS: hat jemand erfahrungen mit einer "hardy chicago", hoerst sicher sehr gut an die sorte ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Juni 2012, 14:07:47
Deiner Feige war es wohl zu nass. Oder die Farbe der Rose war ihr zu grell.

Ich kenne solche geplatzten Feigen nur, wenn sie überreif sind. Stülpen sich die Samenkerne nach außen. Deine Feige sieht aber noch nicht reif aus ???

Hardy Chicago hab ich nicht. Es soll eine italienische Sorte sein, die Einwanderer aus Italien mit nach Amiland gebracht haben.

"Hardy Braunschweig" hätte ich zu bieten. Ist aber nicht sehr "hardy" im Vergleich zu meinen andern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 21. Juni 2012, 14:27:01

Hardy Chicago hab ich nicht. Es soll eine italienische Sorte sein, die Einwanderer aus Italien mit nach Amiland gebracht haben.

yes ;-) habe jetzt eine bestellt. zusammen mit der lussheim ... jetzt ist das boot aber voll 8-)

in amerikanischen foren schreiben die ueber die hardy dass sie zwar auch zurueckfrieren kann, ABER darauf das jahr schon wieder -am neuen holz, wo sonst- traegt. das fand ich ... ... ... tapfer! :o

PS: zu feucht kann natuerlich sein. der "sommer" verdient ja bisher den namen nicht 8-) wobei eigentlich erst jetzt sommer ist ....

nen bunten gruss dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juni 2012, 07:37:20
Beachte bitte, dass sich amerikanische Foren auf Kulturerfahrungen der USA beziehen. Und die liegt bekanntlich südlicher als wir. Somit mehr Sommerwärme.
Deshalb haben dort die Feigen mehr Zeit, sich nach Rückfrost zu regenerieren als hier.

Noch dazu handelt es sich um "umgetaufte" südeuropäische Sorten. Könnte also sein, dass man z.B. "Hardy Chicaco" in Italien als "Bella Brunetta" bekommt. Diese wäre dann auch als "Brown Turkey" bekannt :-X ( jetzt mal geraten ;)).

Leider gibts die hochgelobten Ami-Feigen hier kaum, als dass man es ausprobieren könnte (z.B. "Sals Fig" würd ich auch mal testen)

Übrigens: feucht ist es hier bisher nicht. Aber dazu hab ich im Gartenjahr schon genug gejammert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. Juni 2012, 09:08:32
Sal's fig würde mich auch interessieren.
Hardy Chicago wächst ausgelagert seit dem Vorjahr im Garten der Schwiegereltern, wo sie auch schon trug. Sie ist um ca. 50% zurückgefroren, wobei mich das riesige Wachstum, das sie hingelegt hatte und das dann trotz des warmen Herbstes nicht mehr verholzen konnte, etwas stutzig macht. Mein Verdacht ist, dass gedüngt wurde oder das Substrat sehr nährstoffreich war.

Die Früchte von Hardy Chicago sind klein, aber reifen früh aus. Den Geschmack empfand ich nach 2 Ernten - einer im Container und einer im Freiland - als nicht schlecht, aber etwas fade (fehlt ein wenig Säure und Fruchtigkeit).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Irisfool am 22. Juni 2012, 09:16:39
Alle meine Feigen sind bis auf Niveau Null zurückgefroren, Selbst alte Bäume mit oberarmdicken Ästen 4 m breit und 3,5 m hoch. Tja, dann fangen wir eben mal wieder klein an. Feigen gibt es dieses Jahr dann eben nicht! ::) :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juni 2012, 09:51:50
dass man z.B. "Hardy Chicaco" in Italien als "Bella Brunetta" bekommt. Diese wäre dann auch als "Brown Turkey" bekannt :-X ( jetzt mal geraten ;)).

diese gefahr habe ich auch gesehen, meine es aber unterdessen ausschliessen zu koennen 8-) die hardy chicago wurde gegen die brown turkey getestet und die fruechte unterscheiden sich wohl signifikant.

wohl ... beschwoeren moechte ich es nicht ...

PS: das mit den sonnigeren sommern hatte ich nicht bedacht. hast recht :-\ ein sonnigerer sommer waere auch was fuer mich ;D

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juni 2012, 09:56:17
Alle meine Feigen sind bis auf Niveau Null zurückgefroren, Selbst alte Bäume mit oberarmdicken Ästen 4 m breit und 3,5 m hoch. Tja, dann fangen wir eben mal wieder klein an. Feigen gibt es dieses Jahr dann eben nicht! ::) :P

das ist schade ;-( welche sorten sind denn das und wie stehen die? Du muesstest in klimazone 8a sein?

nen bunten gruss dirk

(http://www.garten-pur.de/images/euroklima_03.gif)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juni 2012, 13:23:12
Blöd nur, wenns halt in 8a auch mal -20 hat ;)

Lt dieser Karte fühl ich mich gleich viel wohler. Da hätte das Maintal bei mir ja auch 8 a ;D

Und ich 7b!! ;D ;D

Muss ich gleich mal meinen Feigen erzählen....


Philippus: den Geschmacksaspekt bei Feigen hab ich mittlerweile etwas zurückgeschraubt. Besser überhaupt EINE Feige, als eine geschmackliche Granate, die halt nie trägt ;)
Gottseidank ist die Madeleine und die Negronne eine meiner wintertauglichsten 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juni 2012, 13:27:45

Muss ich gleich mal meinen Feigen erzählen....

nim aber das bild mit sonst glauben die Dir das nie! ::)

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 10:46:18
Also, ich hab meinen Feigen diese Karte gezeigt, und siehe da:

Madeleine de deux Saisons hat erste Herbstfeigen ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 10:47:40
Und die Blütenfeigen dazu. (Hoffentlich fallen sie nicht ab :-\ )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 10:51:30
Hier der Feigenstandort "Carport" mit Negronne und Dalmatie.

Dalmatie ist das linke, rechts Negronne. Dalmatie hat nur kleine Herbstfeigenansätze, während Negronne auch Blütenfeigen hat. Diese allerdings rühren sich nicht von der Stelle.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 10:52:24
Negronne: Blütenfeigen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 10:53:10
Negronne: Herbstfeigen am 30.06.12
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: onegooddamnwoman am 30. Juni 2012, 12:02:31
Hallo zusammen, ich lese hier immer ganz gerne mit, bisher nur still, aber jetzt muss ich doch mal eine Frage stellen.
Was ist denn der Unterschied zwischen den Fruchtfeigen und den Blütenfeigen und woran erkennt man diese? Kann man die Blütenfeigen auch essen?

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 12:15:28
Onegood...,
das ist bißchen kompliziert ;D7

ganz grob:

Fruchtfeigen sind sowohl Blüten- als auch Herbstfeigen. Beide gibts an der gleichen Pflanze. Fruchtfeigen sind Feigensorten, die essbare leckere Früchte hervorbringen

Blütenfeigen sind die ersten Feigen. Sie überwintern am alten Holz als Knospe zusammen mit den Blattknospen. Im Frühjahr treibt ein Feigenbaum also Blätter und Feigen gleichzeitig aus. Diese Feigen sind relativ bald reif, etwa ab Ende Juni.
Solche Feigen kann man ernten, wo Wintertemperaturen wärmer als -10 bis -15 Grad vorkommen. Z.B. An auch an der Nordsee, den Ostseeinseln und allen wärmeren Gebieten in D. So kann die Feige gleich im Frühjahr mit Früchten starten und reift auch im Norden z.B. auf Bornholm/Dänemark aus.

Herbstfeigen entstehen dann erst im Laufe des Austriebs während des Sommers. Sie reifen nur aus, wenn es einen warmen Herbst gibt, etwa ab Ende September bis November.
Wenn die Blütenfeigen erfroren sind (Winter zu kalt), kann man in warmen Sommern auf Herbstfeigen hoffen. Z.B. in Süddeutschland ist das möglich.

So kann man in kühlem Sommerklima mit milden Wintern die Blütenfeigen ernten, in kalten Wintern mit heißem Sommer die Herbstfeigen.

Milder Winter und heißer Sommer: man kann beide Feigengenerationen ernten.

Jetzt bist du vollends verwirrt, oder? ;D

Herbstfeigen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: onegooddamnwoman am 30. Juni 2012, 12:36:10
Nee, ich glaube endlich habe ich es verstanden, das hast du sehr gut erklärt, ich danke dir. Also Blütenfeigen sind immer die vom letzen Jahr? Ich frage mich dennoch warum sie " Blütenfeigen" heißen, ich finde den Ausdruck irritierend
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 30. Juni 2012, 13:00:40
Feigensex ist sehr kompliziert. Ich blicke auch nur oberflächlich durch.

Ich hole jetzt mal aus.

Die Feigen, die wir hier besprechen (Fruchtfeigen), sind alles Feigen, die ohne jedes zutun von Insekten und Co. essbare Früchte ausbilden. Sie sind jungfernfrüchtig (=parthenocarp). D.H. die Jungfrau kommt ohne Vater zu ihrem Kinde, nämlich der Frucht. Diese Frucht hat zwar Fruchtfleisch, aber mangels Begattung hat sie keinen keimfähigen Samen im Innern.

In der Natur in Südeuropa, wo die Feige wild vorkommt, gibt es männliche und weibliche Feigenbäume. Also Geschlechter auf unterschiedlichen Pflanzen. Und noch dazu alle möglichen Zwischenformen.
Diese benötigen zur Befruchtung ein Insekt, das bei uns nicht vorkommt (Feigengallwespe).

Und eben diese wilden Feigen bilden als erste Feigengeneration die Blütenfeigen aus. Diese enthalten beim Mann im Innern der Frucht die Pollen. Die Feigengallwespe kriecht durch das "Loch" (welches an jeder Feige ist) in die männliche Frucht, holt die Pollen und kriecht dann bei einer weiblichen Pflanze wieder durch das Loch in eine weibliche Blüte, und bestäubt diese. Nur nach der Bestäubung gibt es eine Feigenfrucht mit keimfähigen Kernen. Irgenwas war auch mit Eierlegen in eine Frucht, aber da müssen wir philippus fragen.

Deshalb nennt man halt die ersten überwinternden Früchte der uns bekannten Fruchtfeigen auch Blütenfeigen, obwohl diese eben auch ohne Befruchtung reifen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 30. Juni 2012, 22:49:54
Die "männlichen" Feigenpflanzen sind eigentlich Zwitter. Die Gallwespen reifen in den weiblichen Blüten(Feigen) der "männlichen" Pflanzen.
Es gibt auch männliche Pflanzen, deren weibliche Blüten wir im Norden essen können, da hier ja keine Wespen heranreifen. Es sind "männliche" Pflanzen, die auch Vererber der Parthenokarpen Eigenschaft sind.
Solche Bocksfeigen sollte man zur Zucht heranziehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 30. Juni 2012, 23:00:32
Ich danke ebenfalls sehr für die Aufklärung. Hatte auch schon gegrübelt, aber mich nicht getraut zu fragen. :-[
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: onegooddamnwoman am 01. Juli 2012, 00:20:21
Ja, in der Tat klingt das alles ein wenig kompliziert. Auch hier kann man nur wieder über das Wunder unseres Planeten staunen, wie perfekt und in welchem Einklang alles funktioniert. Faszinierend!

Heißt das denn unsere Feigen hier sind geschlechtlos? Und was passiert denn wenn eine männl. oder weibl. Pflanze aus Südeuropa hierher gebracht wird, verliert sie ihr Geschlecht weil diese Wespen nicht in ihr reifen können?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: pearl am 01. Juli 2012, 00:24:55
na, du verlierst dein Geschlecht auch nicht, wenn du auf eigene Kinder verzichtest, oder?

Mediterraneus, danke für die Aufklärung! Mir schwebte auch irgendwas kompliziertes vor, aber du hast das sehr gut verpackt!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 01. Juli 2012, 12:11:51
Die nicht parthenocarpen Feigen entwickeln nur Früchte wenn die Wespe sie befruchtet. Als Dank für die Befruchtung darf dann die Wespe ihre Brut auf einem Teil der Fruchtanlagen innerhalb der Feigen großziehen.
Die Wespen schlüpfen meist rechtzeitig. Da sie sehr klein sind und geschmacklich kaum auffallen ist der geringe Eiweißanteil im Fall des Verzehrens nicht so schlimm. :-\
Von tropischen Feigen habe ich schon tausende winziger Wespen aus den Feigen quellen sehen. Da lagen sie schon am Boden.
Ist schon sehr lange her und ich kann mich nicht erinnern ob ich gekostet habe.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 01. Juli 2012, 12:31:27
Soweit ich mich jetzt erinnere waren die genießbar und wurden getrocknet. Aber meist als Viehfutter verwendet.
Es könnte in Goa in Indien gewesen sein.
Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt habe ich dann sicher getrocknete probiert. Es kann nicht besonders interessant gewesen sein, das diesbezüglich von meinem altersschwachen Bibliothekar noch nichts in der inzwischen sehr umfangreichen Bibliothek aufgefunden wurde.
Das dazugehörige Bild (hoffentlich nicht falsch eingeordnet) in meinem Gedächtnis zeigt winzige langfühlerige Wespchen mit einem metallischen Glanz.

Auch glaube ich mich dran zu erinnern das viele Feigenblüten gewaltsam geöffnet werden müssen um befruchtet zu werden. Die Öffnung ist oft nicht so einfach zugängig. Es gibt eine besonders große und gute Kulturfeige die zur Fruchtbildung angeritzt wird. Dies imitiert das Eindringen der Wespe und reicht bei dieser (Art?) Sorte als Signal aus um Früchte zu bilden.
Da ist der Übergang zur richtigen Parthenocarpen Fruchtung wohl fließend bei den Sorten.
Wäre vielleicht auch bei unseren Feigen eine Möglichkeit den vorzeitigen Fruchtfall etwas einzudämmen???
Warum bin ich nicht drauf gekommen als ich noch selber Feigen hatte?
Der Bibliothekar war wohl schon vor Jahrzehnten pensionsreif?
 
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 01. Juli 2012, 22:49:19
Man sollte vielleicht dazusagen, dass es außer unserer bekannten (und schon genug komplizierten) Ficus carica auch noch andere Feigen gibt. Alle Gummibäume (Ficus benjamini und tausend andere) sind ja auch "Feigen"
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 08. Juli 2012, 16:03:18
Hallo,
hat denn schon jemand einen Erfolg mit einer im Topf oder ausgepflanzten Perretta (Früchte) gehabt. Meine Perretta muß jetzt ca 3 Jahre alt sein im 40l Topf. Es tut sich bis jetzt noch nichts. Nächstes Frühjahr muß sie raus in den Garten und dann mal sehn.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juli 2012, 22:34:12
Perretta muß jetzt ca 3 Jahre alt sein im 40l Topf. Es tut sich bis jetzt noch nichts. Nächstes Frühjahr muß sie raus in den Garten und dann mal sehn.

habe ich zur perretta schon mal gehoert. wie kalt ueberwintert sie? however, ist eher eine sorte die etwas aelter werden muss um fruechte zu tragen. negronne z.b. traegt eher ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juli 2012, 10:02:55
Perretta wächst meines Wissens nach sehr stark. Starkwachsende Feigen sind für Kübel eher nix.

Für Kübel würd ich nur extrem schwachwachsende Sorten nehmen (Dalmatie).

Wenn sie dann ausgepflanzt ist, wird sie sehr schnell mit Früchtetragen anfangen.

Was wohl auch nicht zu unterschätzen ist, ist ein Schnitt. Damit beschäftige ich mich gerade versuchsweise :-\
Anscheinend kann durch einen Schnitt die Fruchtbildung beschleunigt werden.
Wer hat da schon Erfahrungen gemacht?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 12. Juli 2012, 01:18:29
Perretta wächst meines Wissens nach sehr stark. Starkwachsende Feigen sind für Kübel eher nix.

Für Kübel würd ich nur extrem schwachwachsende Sorten nehmen (Dalmatie).

Wenn sie dann ausgepflanzt ist, wird sie sehr schnell mit Früchtetragen anfangen.

Was wohl auch nicht zu unterschätzen ist, ist ein Schnitt. Damit beschäftige ich mich gerade versuchsweise :-\
Anscheinend kann durch einen Schnitt die Fruchtbildung beschleunigt werden.
Wer hat da schon Erfahrungen gemacht?

Hallo,

das ist richtig. Der Schnitt sollte erfolgen, bevor die ersten Herbstfeigen reifen (ich würde sagen spätestens Anfang August). Damit unterbindest du die Bildung neuer, kleiner Herbstfeigen und die Energie wird auf die vorhandenen Früchte konzentriert. Bei späteren Sorte erweist sich auch das Reduzieren der Blütenfeigen als hilfreich (aus denselben Gründen: Es beschleunigt die Reife der 2. Ernte).

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 12. Juli 2012, 08:13:16
Für Kübel würd ich nur extrem schwachwachsende Sorten nehmen (Dalmatie).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Dalmatie (bei mir Herkunft Mercoado Verde) nicht
Zitat
extrem schwachwachsend
ist. Sie ist sicher für 70 Liter Kübel geeignet.

Für den Kübel würde ich Pastilière, Madeleine des deux saisons oder sogar die Bornholm Feige vorziehen.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Juli 2012, 09:14:31
Danke philippus, ich hab jetzt mal sämtliche Seitenzweige, die ich nicht für den Buschaufbau brauche, auf 2-3 Feigenknubbel zurückgeschnitten. Mal schaun, was passiert.

Das mit der Wuchsgeschwindigkeit wird wohl unterschiedlich beurteilt. Bei mir wächst Dalmatie schon mit am schwächsten von meinen Feigen, auch die Triebe sind dünner. Ich verlasse mich aber auch irgendwie auf die Angaben von Pierre Baud, wonach auch die schwachwachsende Dalmatie 2,5 bis 3 m im Durchmesser und bis 2,5 m Höhe haben kann. Das ist halt für eine Feige schwachwachsend ;)

Pastiliere wächst bei mir deutlich dicktriebiger und vor allem hat sie viel größeres fast tropisches Laub. Das könnte ich mir im Kübel weniger vorstellen. Vielleicht wächst sie dort aber auch anders als ausgepflanzt. Angegebene Größe bei Baud: 2,5 bis 4 m Durchmesser, bis 3 m Höhe.

Madeleine de deux saisons wächst lt. Baud "moyenne" (4-6 m Durchmesser, 2,5 -4 m Höhe). Allerdings macht sich diese Feige neben Negronne (gleiche Größenangaben wie Madeleine) bei mir mit am besten, auch in Bezug "Winterüberleben" und "Früchteansetzen".

Das mit den Kübeln müsste man mal austesten, was da am besten geht. Ich hab da wenig Erfahrung.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 12. Juli 2012, 10:08:59
hallo,

der bericht aus frankfurt zur kuebelhaltung: :)

die damatia habe ich als hochstaemchen gekauf (ca. 1,6 meter) und der kuebel liegt bei maximal 10 liter. dafuer sind aber 11 schon sehr stattliche feigen dran ::) die krone ist nicht sehr ausladend, also maximalernte. wirklich zierlich im wuchs ist die longue de aout, jedoch zur zeit noch ohne feigen. negronne ist auch sehr zierlich und hat -als kleine pflanze- schon drei feigen :D pastelier ist feigenlos obgleich die im garten schon sehr gross ist. scheint aber nicht wirklich langsam zu wachsen ... osborn traegt 5 feigen ist aber auch schon einen meter hoch. die neue unbekannte (doree?) hat zwei feigen verloren. eine geplatzt und eine sah nen bischen faulig aus und wurde abgeworfen ;-( zwei feigen sind noch da, wenn der sommer so nass bleibt wird es aber schwer ... so es ein doree ist.
bis auf eine pastelier sind alle im kuebel. lussheim, hardy und die frankfurtfeige sind noch zu klein um etwas sagen zu koennen 8-)

da alle feigen unterschiedlich alt sind ist die vergleichbarkeit nur sehr bedingt gegeben, daher die groessenangaben. bin gespannt wie die feigen durch den winter kommen und ob "tiefgarage" eine adaequate behausung fuer den winter ist. kalt genug sollte es sein 8-)

PS: freilandreihe starte ich im naechsten fruehjahr. eventuell kaufe ich noch eine sehr grosse osborn diamand die ich dann schon jetzt auspflanzen wuerde ...

nen bunten gruss dirk


Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Juli 2012, 13:01:23
Wie schauts aus, da hier ja alles mögliche unter "Feigen" diskutiert wird, könnte man den Thread nicht irgendwie allgemeiner halten?

Auch nicht mit Frostschäden hat meine nächste Frage zu tun, will aber nicht noch einen Feigenthread aufmachen:

Habt ihr eigentlich Pilzflecken auf euren Feigenblättern? Die sehr feuchte Luft und häufiger nasse Blätter haben bei mir auf "Dalmatie" Flecken entstehen lassen. Das war letztes Jahr auch schon anflügeweise so. Ist Dalmatie da besonders empfindlich?

Die direkt danebenstehende "Negronne" hat saftig grüne Blätter ohne Pilz.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 13. Juli 2012, 13:15:38
meine sind augenscheinlich alle pilzfrei, eine feige (unbekannte sorte) wirft jedoch die blaetter auf der sonneabgewandten seiten ab ;-(

PS: jep der thread ist mehr als nur ein frostthread, aber ich finde es super 8-)

PPS: erste ernte, negronne laest gruessen

(https://lh5.googleusercontent.com/-sY8i1hcOw9Y/UAKEXu69akI/AAAAAAAAMZ4/2u4ybneUqww/s1103/IMAG0655.jpg)


nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 16. Juli 2012, 20:33:33
Diesen Winter sind mir mindestens 2 No Name Grüne Feigen erfroren.
Auch mehrere Schwarze Rauchfeigen, die ich letztes Jahr geteilt und umgepflanzt hatte, habe ich schon zu den verstorbenen Pflanzen gezählt. Ich habe mir aber die Mühe gemacht sie etwas freizugraben.
Inzwischen haben sich bei 2 dieser toten Feigen doch noch Triebe gebildet. Ohne das freigraben wären sie sicher gestorben. Die direkte einstrahlung der Sonne auf das tiefer gelegene, noch nicht tote Holz hat wahrscheinlich diesen Wachstumsreiz ausgelöst.
Bei einer anderen feige, die ich freigegraben habe, bin ich doch auf Triebe gestoßen, die ich dann aber leider beschädigt habe. Das Freigraben muß also sehr vorsichtig geschehen. Sie lohnt sich aber bei relativ wertvollen Pflanzen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 16. Juli 2012, 23:43:14
Tut mir leid, aber das glaube ich nicht.
Hier gibts in manchen Gärten auch Feigensträucher. In kalten Wintern frieren sie leider oberirdisch ab und treiben dann im Frühjahr neu aus - ohne Graben.

Ist mir leider auch passiert. Erst war es ein Bäumchen, das jahrelang am Wiener Stadtrand wuchs. Dann ist es mit mir übersiedelt und fror im Winter 20/11 völlig ab. Nach längerer Wartezeit kamen (ohne Graben) rundherum neue Triebe, die ich im heurigen Winter mit einem Laubmantel im Gitter schützte. So sieht sie dzt. aus - schon überall kleine Feigen drauf. :D

(https://lh4.googleusercontent.com/-IU0QSuIGNH4/UASJo9gsG2I/AAAAAAAAGVI/vLFOeHsqTHA/s288/P7110328.JPG)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Juli 2012, 12:36:34
Sollte auch ohne Graben gehen. Dauert vielleicht paar Tage länger.

die Rauchfeige ist bei mir Mist. Meine war oberirdisch total weg. nun kommt aus der Basis ein 10 cm Trieblein.

Andere völlig ungeschützte Feigen in einer freien Lage sind da besser. Die sind mittlerweile immerhin 50 cm hoch :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 17. Juli 2012, 22:05:10
Dieses Jahr waren bei mir fast alle Feigen runtergefroren. Die meisten haben es auch ohne freigraben geschafft wieder auszutreiben. Das umsetzen war bei der Schwarzen Rauchfeige aber auch eine besondere zusätzliche Belastung. Die Tatsache, das Anfang Juli auch unterirdisch noch kein Austrieb da war, ist schon ein starker Indiz, das diese 2 Rauchfeigen wahrscheinlich gestorben wären, ohne die Wiederbelebungsmaßnahme.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. August 2012, 14:12:11
Hab vorgestern (31.07.12) meine erste Feige geerntet. Die "Madeleine de deux saisons" war birngroß und 110 g schwer.

Leider war die Frucht verletzt und im Innern war Schimmel. Mist, das hab ich von außen nicht gesehen :(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 02. August 2012, 14:17:19
hmm, das ist natuerlich doof! hier beim nachbarn steht ein grosser baum da hat mich eine feige immer angelaechelt. nen tag spaeter war der vogel schneller ;-( feigen sind ein kompliziertes thema ::)

habe eine weiter -winzige- feige meiner negronne geniessen duerfen. mehr war auch noch nicht ... meine dalmatie hat riesen feigen die aber nicht reif werden d.h. immer noch hart sind :-\

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 02. August 2012, 14:26:44
Bornholmfeigen waren gestern, heute sinds Norma-Feigen :D :D ;D
die dieses Jahr gekaufte (eine von zwei) hat jetzt fünf kleine Feigen bekommen :D
bin schon gespannt was daraus wird! :D :D :D :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 02. August 2012, 19:39:31


Toll, und wann meinst Du reifen die aus?

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 03. August 2012, 09:59:08
Da stand dran Reifezeit Oktober bis November 8)
die sind ja erst gerade gewachsen, etwas größer wie Stecknadelkopfgroß ;)
Aber ich freu mich wie Schnitzel ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 04. August 2012, 16:09:54
Da stand dran Reifezeit Oktober bis November 8)
die sind ja erst gerade gewachsen, etwas größer wie Stecknadelkopfgroß ;)
Aber ich freu mich wie Schnitzel ;D

Freu dich nicht zu sehr. Die werden nicht mehr reif!! Höchstens im geheizten Gewächshaus.
Feigen die jetzt noch nicht mindestens Walnußgroß sind reifen nicht mehr.
Es sei denn der Sommer dauert bis Dezember.

Heute habe ich die erste Brown Turkey Sommerfeige geerntet. 2 Wochen später als letztes Jahr. Das sagt alles.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 04. August 2012, 17:05:28
Naja, ich hab sie ja im Topf, da versuch ich halt die Früchte auch übern Winter zu bringen 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 04. August 2012, 22:31:13
Da stand dran Reifezeit Oktober bis November 8)
die sind ja erst gerade gewachsen, etwas größer wie Stecknadelkopfgroß ;)
Aber ich freu mich wie Schnitzel ;D

Freu dich nicht zu sehr. Die werden nicht mehr reif!! Höchstens im geheizten Gewächshaus.
Feigen die jetzt noch nicht mindestens Walnußgroß sind reifen nicht mehr.
Es sei denn der Sommer dauert bis Dezember.

Heute habe ich die erste Brown Turkey Sommerfeige geerntet. 2 Wochen später als letztes Jahr. Das sagt alles.
VG
Mario

Meine Feigen hatten vor kurzem noch keine Feigenansätze. Plötzlich zeigen viele Feigen Fruchtansätze und diese nehmen in ihrer Größe rasant zu. Da habe ich doch noch Hoffnung auf Früchte im Oktober.
Am frühesten war bei mir die Fehmarn, gefolgt von der Meeder.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 05. August 2012, 17:48:01
Hallo,
frühestens Ende Oktober! Etwa 11-12 Wochen dauert es bis zur Reife( Im Sommer). Kommt im Oktober kaltes Wetter mit leichtem Frost dann wirds nix. Meine Brown T. hat schon sehr große Herbstfeigen . Selbst diese sind Wackelkandidaten.
Ab Mitte August hält der herbst Einzug, längere kühle Nächte, tiefere Durchschnittswerte usw....
Da braucht es ein Superherbst zum Reifen.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. August 2012, 11:29:09
meine dalmatie stagniert d.h. sie hat massig grosse fruechte aber nicht eine reift aus. bisherige ernte nur zwei negronne und eine brown turkey. wobei letztere (entgegen dessen was ich bis dato immer gelesen habe) auch sehr lecker war.

kennt jemand eine rheinlandfeige? wird hier im hiesigem blumencenter angeboten und hat massig fruechte ...

nen bunten gruss dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 06. August 2012, 16:55:11
Hi, Brow T. schmeckt mir auch sehr gut! Woher die Storry vom weniger guten Geschmack kommt weiß ich beim besten Willen nicht!!
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 06. August 2012, 19:23:08
Hi, Brow T. schmeckt mir auch sehr gut! Woher die Storry vom weniger guten Geschmack kommt weiß ich beim besten Willen nicht!!
Mario

Ich würde sogar die Früchte der männlichen Feigen, mit essbaren Früchten probieren. Bisher bin ich aber nicht an diese Feigen ran gekommen, obwohl ich inzwischen interessantes Tauschmaterial habe.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. August 2012, 15:38:55
Hier mal meine "Madeleine de deux Saisones". Leider war die erst Feige innen verschimmelt, die 2te war megalecker!

Madeleine ist bei mir zusammen mit Negronne am besten über den Winter gekommen (mit Vliesabdeckung)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. August 2012, 15:39:59
Richtige Brummies (110 g)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. August 2012, 15:41:20
Ein paar Tage später ist die "Negronne" dran. Sie wird heute oder morgen geerntet
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 11. August 2012, 11:03:10
Hallo Mediterraneus, sehen lecker aus!!
Madelaine ist bei mir die größte Enttäuschung! In 4 Jahren nicht einmal Fruchtbildung.
Die nimmt nur Platz weg. Und friert immer leicht zurück(Die letzte vier winter hatten allesamt eine sehr kalte Phase)
Negronne steht ganz oben auf meiner Wunschliste.

VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elch am 19. August 2012, 21:49:43
Hallo,
ich möchte gerne dieses Jahr bei Baumaux Feigen bestellen, im Beitrag weiter vorne steht, das es 12 Euro Frachtkosten sind, weß jemand ob das auch dieses Jahr so ist?
Wie ist das mit dem bezahlen, geht Rechnung, Vorauskasse oder Paypal? ne Kreditkarte habe ich nicht.



Hat jemand schon Erfahrung mit den Gustissimo-Feigen von Lubera?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. August 2012, 13:05:57
Baumaux hat wohl gerade Sommerpause. Wenn man im Webshop einkauft, und als Land Allemagne angibt, zeigt es die Versandkosten an.

Musst du halt mal ausprobieren. Ich meine, es sind noch 12 Euro. Momentan funktioniert shop nicht, bzw. es gibt keine Feigen.

Bezahlt hab ich mit Kreditkartennr. Was anderes konnt ich nicht rauslesen, ich kann die Sprache nicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. August 2012, 15:58:34
So, die Sommerfeigen von Negronne sind erst mal geerntet. Ich habe die letzten Tage immer eine geerntet, und dann in Naturjohurt reingeschnitten. Herrlich!

Meine Negronne ist innen nicht komplett rot, sondern eher gelb bis rot. Ob es wohl keine Negronne ist? Schmecken tut sie ganz hervorragend, honigsüß. Die Früchte sind klein, etwas größer als ein 2Eurostück.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Giaco85 am 24. August 2012, 16:37:24
Meine Negronne ist innen nicht komplett rot, sondern eher gelb bis rot. Ob es wohl keine Negronne ist?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ausfärbung der Feigen (innen und außen) sehr vom Sommerverlauf abhängt und bei der selben Sorte sehr variabel sein kann. In 2003 färbte meine Nexoe innen blutrot und außen fast schwarz. In normalen Jahren ist sie innen amber bis erdbeerfarben und außen goldgrün bis goldbraun. Sicher brauchst Du auf Grund der etwas anderen Ausfärbung Deiner Negronne, nicht an deren Echtheit zweifeln.

Laß es wachsen.

VG
Giaco
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. August 2012, 16:42:22
Sehr beruhigend, danke Giaco.

Dachte auch schon, dass es am Boden, Klima liegen könnte.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elch am 24. August 2012, 19:59:56
Baumaux hat wohl gerade Sommerpause. Wenn man im Webshop einkauft, und als Land Allemagne angibt, zeigt es die Versandkosten an.

Musst du halt mal ausprobieren. Ich meine, es sind noch 12 Euro. Momentan funktioniert shop nicht, bzw. es gibt keine Feigen.

Bezahlt hab ich mit Kreditkartennr. Was anderes konnt ich nicht rauslesen, ich kann die Sprache nicht.

Danke für die Antwort.

Mittlerweile habe ich mit google so einiges übersetzt, leider akzeptieren die wirklich nur die Bezahlung mit Kreditkarte.
Vor ein paar Tagen habe ich dann bei mercato verde die Sorten
Longue d'Aout
Pastilière
Dalmatie
bestellt, allerdings warte ich noch auf eine Auftragsbestätigung.

Bei Lubera habe ich noch die Morena bestellt und bin gerade am überlegen ob ich noch die Perretta bestelle.
Wer hat Erfahrungen mit Perretta im Kübel?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 25. August 2012, 19:49:03
Mittlerweile gibt es einige Früchte zu ernten.
Pf. Fruchtfeige und Brown Turkey sind scheinbar identisch. War ja schon öfter im Gespräch.
Hier ein Bild:
Links Pf. Fruchtf., re. B.T
(http://i24.photobucket.com/albums/c37/marioschaan/Aug2012640x480.jpg)
Beide schmecken gleich gut(vollreifer Zustand) und sehen innen identisch aus.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. August 2012, 20:04:41
Sehr verblüffend ähnlich :o

Die typischen 3 lappigen BT-Blätter.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 27. August 2012, 14:17:59
das mit der pfaelzer fruchtfeige ist ja spannend. ich sags ja, alter wein in neuen schlaeuchen ;-)

meine damatie hat mich heute mit einer reifen riesenfeige beglueckt. bisher die beste feige die ich je gegessen habe. negronne war auch gut aber kleiner 8-)

insgesamt ist die damatie bis dato meine favoritin, wobei die anderen feigenpflanzen auch alle viel kleiner sind ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 04. September 2012, 08:54:19
Hallo,

seit 31.08. ernte ich die ersten Herbstfeigen von Longue d'août. Einmal mehr ist diese Sorte die früheste 2x Tragende und bringt mich zu dem Schluss, dass die Reifetabelle von Pierre Baud nicht 1 zu 1 auf das mitteleuropäische Klima übertragen werden kann. Manche Sorten reifen hier relativ schneller aus als andere, so dass die Unterschiede hier nicht mehr so gelten wie in der Provence. Madeleine des deux saisons, dort als früheste 2 x Tragende angegeben was sich auch bei einem spätsommerlichen Marktbesuch oft bestätigen lässt, war bei mir bisher in jedem Jahr später dran als Longue d'août.
Beide stehen sehr nahe beieinander und genießen dieselben Bedingungen. Beide Sorten sind authentisch.

Longue d'août ist uneingeschränkt zu empfehlen: sie reift früh, wirft keine Früchte ab, hat schmackhafte Herbstfeigen und ist gut frosthart.

Eine gestern gepflückte Longue d'août
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 04. September 2012, 09:07:58
So, die Sommerfeigen von Negronne sind erst mal geerntet. Ich habe die letzten Tage immer eine geerntet, und dann in Naturjohurt reingeschnitten. Herrlich!

Meine Negronne ist innen nicht komplett rot, sondern eher gelb bis rot. Ob es wohl keine Negronne ist? Schmecken tut sie ganz hervorragend, honigsüß. Die Früchte sind klein, etwas größer als ein 2Eurostück.

ob das eine Negronne ist..??... die erste Ernte bringt mei mir durchgehend Früchte anständiger Größe hervor, Gewicht durchschnittlich etwa 50g oder knapp darüber. Fruchtfleisch ist tiefrot.
Wie heisst die Quelle deiner Feige?

Negronne der ersten Ernte aus dem Vorjahr

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. September 2012, 13:30:45
Hi philippus,

Quelle meiner Negronne ist baumaux. Die Eigenschaften passen alle, auch die Fotos von Baud sehen meiner Negronne gleich, außer eben das Fruchtinnere.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 15. September 2012, 17:01:08
Nachdem ich meinen ganzen Stolz schon mal beim Star des Tages gepostet habe, muss die allerallerallererste, wenn auch noch winzige Feige der Nexoe (besten Dank an Giaco85) hier auch noch mal rein, zumal ich noch ne Frage dazu habe.



Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 15. September 2012, 17:02:44
Und nun die Frage: Unten am Stämmchen zeigen sich Pusteln. Muss ich mir Sorgen machen?

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. September 2012, 19:19:08
Und nun die Frage: Unten am Stämmchen zeigen sich Pusteln. Muss ich mir Sorgen machen?


Das sind Wurzelansätze, also ungefährlich. Es ist aber merkwürdig, das die Feige dort Wurzeln bilden will, ohne Kontakt zur Erde. Vielleicht solltest du ihren Wunsch erfüllen und dort anhäufeln o. einen Absenker bilden. Wenn du den Stamm dort zur Erde drückst, würde die Pflanze dort richtige Wurzeln bilden. Die Neupflanze könntest du vor dem Winter abtrennen. Die Wurzeln werden dann nächstes Jahr dennoch austreiben und du hast eine weitere Pflanze im Haus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 15. September 2012, 19:25:18
Da kann ich nix zur Erde drücken. Das ist ganz unten am Stamm kurz über der Erde. Da häufel ich wohl besser an. ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. September 2012, 07:20:07
Sieht nach drahtigem Wuchs aus, die Nexoe. Wie schaun denn die Blätter aus? Ich habe eine "Bornholmfigen" mit ähnlichem Wuchs. Könnte das evtl Nexoe sein?

bin mal gespannt, ob Nexoe im Lk Celle wintertauglich ist :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 18. September 2012, 16:31:03
Ich bin auch gespannt. Werde das gute Stück aber im Kübel lassen und ins ungeheizte GWH stellen. Wenigstens jetzt den ersten Winter.

Blatt:

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 18. September 2012, 22:07:19
Ich habe die meisten meiner Feigen ausgepflanzt. Sie waren fast alle total zurückgefroren und sind dieses Jahr wieder gut gewachsen. Viele sind jetzt 1,60 m groß. Ich mache dieses Jahr von allen Feigen Zweitpflanzen, die ich ins Haus nehmen. Dazu habe ich Absenker angelegt, die ich vor dem Frost abtrennen werde. So habe ich keine Verluste. Die Pflanzen würden wahrscheinlich sowieso oberirdisch abfrieren und werden nächstes Jahr wieder austreiben, egal ob ich oben etwas abgeschnitten habe o. nicht. Bei kleinen Pflanzen, die ich erst gekauft o. eingetauscht habe, habe ich den ganzen Stamm oberirdisch in einen eingeschnittenen Topf gesteckt. So kann ich diesen Stamm wie einen normalen Absenker behandeln. Mit dem Abtrennen warte ich natürlich bis zuletzt, so das das Wurzelsystem maximal gestärkt wird.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Pewe am 18. September 2012, 22:09:04
..Bei kleinen Pflanzen, die ich erst gekauft o. eingetauscht habe, habe ich den ganzen Stamm oberirdisch in einen eingeschnittenen Topf gesteckt. So kann ich diesen Stamm wie einen normalen Absenker behandeln.

 ???
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elch am 19. September 2012, 10:27:54
ich nehme an, das paulche die Feige im eingeschnittenen Topf bewurzeln lässt (so ähnlich wie man es in dem Video www.youtube.com/watch?v=2K8s_Wyyc0cso sieht) und dann abschneidet und mit den neuen Wurzeln überwintert


Kann mir jemand sagen wie die Sorte Panachee geschmacklich ist?
Sie reift wohl sehr spät, aber über den Geschmack habe ich nichts gefunden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 20. September 2012, 00:47:51
Besser hätte ich es nicht erklären können. Ich habe dieses Jahr schon mit verschiedenen Varianten des "Absenkens" probiert. Die Methode, den ganzen Stamm zentral durch einen Topf zu führen habe ich jetzt erst ausprobiert. Ich denke das müste wie im Film funktionieren, wenn das Wetter noch einigermaßen stabil bleibt.
Selbst leicht bewurzelt wird die Wahrscheinlichkeit, das ein Steckling überlebt stark verbessert. Mit dem Abschneiden unbewurzelter Stecklinge habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die meisten sind eingegangen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Elch am 20. September 2012, 12:04:12
heute habe ich noch drei Feigenbäume erhalten, leider haben alle drei Anzeichen von dem Feigen-Mosaikvirus, für die Feigen soll es nicht schlimm sein, sieht nur nicht schön aus.
Aber wie sieht es mit der Ansteckung aus, bleibt es nur bei Feigen oder kann es auch andere Pflanzenarten anstecken?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 20. September 2012, 19:05:55
ich nehme an, das paulche die Feige im eingeschnittenen Topf bewurzeln lässt (so ähnlich wie man es in dem Video www.youtube.com/watch?v=2K8s_Wyyc0cso sieht) und dann abschneidet und mit den neuen Wurzeln überwintert


Kann mir jemand sagen wie die Sorte Panachee geschmacklich ist?
Sie reift wohl sehr spät, aber über den Geschmack habe ich nichts gefunden.

Heute habe ich wieder was neues ausprobiert, mit neuen Möglichkeiten, als Ersatzmethode/Variante des Abmosens. Es ist sehr praktisch. Ich verwende 2 kleine eingekerbte Töpfe, die ich in der Mitte des Stammes auf den Stamm stecke. Den 2. Topf mit der Einkerbung auf der anderen Seite, so das sich praktisch ein geschlossener Topf ergibt. Den fülle ich mit Erde, so das sich dort auch Wurzeln bilden können. Für alle Varianten des Absenkens/Abmosens sollte man mindestens 1 Monat veranschlagen - besser sind natürlich 2 Monate.
Jetzt muß ich noch den günstigsten Zeitpunkt des "Aberntens" finden.
Jetzt bzw. in 1 Monat habe ich massenhaft Tauschmaterial. Die meisten Standartsorten habe ich ja schon. Parthenocarpe Urlaubsmitbringsel und Sämlinge, z.B. parthenocarpe männliche Feigen würden mich jetzt noch interessieren.
Parthenocarpe Bocksfeigen sind sehr schwer zu bekommen. Das ist mir noch nicht gelungen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 22. September 2012, 10:26:22
Sollte ich eine Feige im Spätherbst noch auspflanzen? Oder lieber bis zum Frühjahr warten? Es ist ein Perretta ca 3 Jahre alt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. September 2012, 10:34:14
Ich würde bis zum Frühjahr warten.

Hier mal meine Feigen zur Zeit. Rechts: "Negronne", links: "Dalmatie"

Momentan ist Reifestillstand. Es braucht einen warmen Oktober, dass sich da noch was tut.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. November 2012, 16:30:10
Nun, der "warme Oktober" brachte noch einige wenige Feigen und schlug dann, dank Klimaerwärmung :P, am 27.10. mit -6 Grad zu.
Ausgefeigt!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. November 2012, 16:31:50
Fast hätten die "Negronnes" es noch geschafft
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. November 2012, 16:35:14
Meine "Madeleine de deux saisons", Versuch einer Fächererziehung.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. November 2012, 16:37:32
Auch hier: ausgefeigt!

Das wird nix mehr, bzw. schmeckt nimmer :P

Auf ein neues und hoffentlich mal gutes Feigenjahr 2013!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 11. November 2012, 18:06:03
Hi, ja schade! Bei mir auch genau so. Viele unreife Herbstfeigen . Der Sommer war nix für Feigen. Zu spät und zu nass-kalt.
Vielleicht wirds 2013 besser.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 12. November 2012, 11:54:42
Hier war der Sommer heiss und trocken, trotzdem wurden nicht alle Feigen reif. Vermutlich hat sie der Februarfrost zu stark zurück geworfen.

Im Winter bekam die Feige einen Mantel aus Drahtgitter, gefüllt mit Laub. Leider sackte das über die Wochen ziemlich zusammen, so dass die Triebe im Februar auf ca. 50cm herunter froren. Das war aber besser als im Vorjahr ohne Winterschutz, da fror alles oberirdische ab und es dauerte ewig bis zum Neuaustrieb. Feigenernte gab es deshalb keine.

Heuer trieb die Feige rasch und tüchtig aus und schaffte es auf ca. 1,8m Höhe. Diesmal werde ich nur den Drahtmantel aufstellen und das Laub erst vor tieferen Temperaturen einfüllen. Mal sehen... ::)

(https://lh3.googleusercontent.com/-wSXYPbTDe8w/UKDMCU1he9I/AAAAAAAAHj8/8i0ruCmLh7U/s400/PB120179.JPG)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 12. November 2012, 18:08:24
boah, schön! :D :D :D

was für Temperaturen hattest du?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 12. November 2012, 18:14:33
Im Winter? Bei dem Kälteeinbruch im Februar ging's auf -15°C.
Wir sind hier in einer Weinbaugegend, da gibts öfter wo Feigen im Garten. :)
Vor den letzten beiden Wintern war Nachbars Feigenstrauch schon rund 3m hoch.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 12. November 2012, 23:36:55
Woher kommt eigentlich der Ausdruck Weinanbaugebiet? Wein gedeiht doch überall, sogar in Kanada.
Pflanzen wie Feigen und Citrus sind bessere Anzeigerpflanzen für mildes Klima.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. November 2012, 08:36:39
Woher kommt eigentlich der Ausdruck Weinanbaugebiet? Wein gedeiht doch überall, sogar in Kanada.
Pflanzen wie Feigen und Citrus sind bessere Anzeigerpflanzen für mildes Klima.

Wein gedeiht nicht überall. So ein europäischer Weinstock hat teilweise auch schon ab -15 bis -20 Grad Probleme.
Es wird schon seine Gründe haben, warum es im z.b. Voralpenland keine flächendeckenden Weinanbaugebiete gibt.

In Amiland und Kanada werden auch meines Wissens Amerikanerreben angebaut, die wesentlich robuster sind. Zudem ist es in Teilen Kanadas und derUSA wesentlich wintermilder als in Mitteleuropa. In Österreich gibts das teilweise auch in den nicht so idealen Gebieten. Der Wein heißt dann Uhudler, oder Direktträger.

Feigen und Citrus sind Spielereien. Vor allem Citrus kann hier gar kein mildes Klima anzeigen, weil es einfach kein Zitrus auf Dauer in Mitteleuropa aushält.

Die Feige wird auch nie dauerhaft ohne Schutz auskommen. dieser Schutz kann eine Insel (im Gewässer, Meer) sein, eine (beheizte) Mauer im Hintergrund, oder ein (beheizter) Platz in der Großstadt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. Dezember 2012, 15:16:35
Habt ihr eure Feiglinge schon geschützt?

Ich schütze nur noch maximal 3 Feigen durch Vlies. Für die restlichen gilt: Friss oder frier runter!

Hab vorgestern im Halbdunkel nach der Arbeit (sch. Winterzeit!) mit Wind und Vlies gekämpft und schon mal 2 Feigen im unteren Bereich eingehullt. Schaut dementsprechend aus, aber naja. Bild folgt am Wochenende.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 06. Dezember 2012, 17:38:16
Feigen hab ich keine draußen, aber ich habe meine Kiwisämlinge mit Schnee angehäufelt :)

Mit dem Schutz müssen doch auch die Feigen gut durch den Winter kommen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 07. Dezember 2012, 11:00:50
Feigen hab ich keine draußen, aber ich habe meine Kiwisämlinge mit Schnee angehäufelt :)

Mit dem Schutz müssen doch auch die Feigen gut durch den Winter kommen?

Ich hab nur Puderzucker. Richtig Schnee ist erst 6 km von mir entfernt.

Vor 2 Wintern hab ich mal um eine Feige ein Iglu gebaut. Das hat gut funktioniert. :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 08. Dezember 2012, 11:28:43
Manchmal beneide ich mich ja selbst um meine künstlerischen Fähigkeiten. Vielleicht werde ich ja auf diese Weise mal entdeckt :-X

So schaut meine Christo-Feige nun aus. Bzw. das kommt raus, wenn man nach der Arbeit im Dunkeln versucht, noch was zu retten :D
Ursprünglich wollt ich ja Socken über die Triebspitzen ziehen, aber ich hab momentan keine alten Socken.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 10. Dezember 2012, 08:31:57
Ja ähm, wunderschön :D . Paß bloß auf, falls die Sperrmüllabfuhr kommt ;D .

Meine Feigen sind allesamt noch sehr jung. Frostverluste würden also noch nicht allzu viel Zeit kosten. Ich experimentiere daher etwas. Habe die kleinen Bäumchen wie Rosen großzügig mit Erde angehäufelt. Wenn noch größere Kälte vorhergesagt wird, werde ich auch mal einen Sockenversuch starten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 10. Dezember 2012, 10:49:00
Mein Feigensträuchlein unbekannter Sorte hat einige Winter völlig ungeschützt fröhlich überstanden. Im letzten Winter allerdings, aufgrund des doch etwas ungewöhnlichen Temperaturverlaufs, ist die Feige bis zum Boden zurückgefroren.
Jetzt hab ich die Neuaustriebe - inklusive Fruchtansätzen - zusammengebunden und einen Vliesschlauch drübergezogen. Zumindest gegen Kahlfrost sollte es doch etwas schützen...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Dezember 2012, 14:53:09
Ja ähm, wunderschön :D . Paß bloß auf, falls die Sperrmüllabfuhr kommt ;D .

Meine Feigen sind allesamt noch sehr jung. Frostverluste würden also noch nicht allzu viel Zeit kosten. Ich experimentiere daher etwas. Habe die kleinen Bäumchen wie Rosen großzügig mit Erde angehäufelt. Wenn noch größere Kälte vorhergesagt wird, werde ich auch mal einen Sockenversuch starten.
Anhäufeln mit nasser Erde mochten meine nicht so. Anhäufeln mit (nass werdendem) Laub auch nicht. Da bekamen sie Rotpusteln.

Anhäufeln mit Lavagrus oder Perlite geht jedoch ganz gut. Allerdings krieg ich den Haufen nicht groß genug, um die ganze Pflanze zu bedecken :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 10. Dezember 2012, 14:59:56
Meine Versuche mit der ausgepflanzten Feige haben ergeben, dass sie im letzten Winter im Gittermantel mit Laub drin gut überlebt hat. Leider war das Laub über den Winter zusammengesackt und alles was raus stand, erfror.

Daher werde ich heuer den Gittermantel erst mit Laub auffüllen, wenn zweistelliges Minus droht. Dzt. lagert das gesammelte Laub in großen Säcken.
Die Pflöcke für die Gitterumrandung sollte ich auch mal einschlagen, bevor der Boden steinhart ist. :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 11. Dezember 2012, 01:44:01
Ich hatte ja eigentlich vor, mal nach Frankreich zu fahren, um mir dort direkt interessante Feigenpflanzen zu besorgen.
Nachdem ich jetzt ein bischen im Internet recherchiert habe, würde ich jetzt wahrscheinlich einen Urlaub in Richtung Südösterreich, Slowenien und Kroatien vorziehen, um mir dort Stecklinge extrem frostharter verwilderter Sämlinge zu besorgen. Ich würde solche Pflanzen dann aber auch an professionelle Feigenzüchter weitergeben, damit alle an dieser Pflanze interessierten solche extrem frostharten Pflanzen beziehen können und der Naturbestand nicht gefährdet würde. Damit würde Winterschutz für diese Pflanzen entfallen. Urlaub in Afganistan werde ich nicht machen, auch wenn dort der Ertrag extrem ergiebiger wäre.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 11. Dezember 2012, 10:39:27
Habt ihr eure Feiglinge schon geschützt?

Ich schütze nur noch maximal 3 Feigen durch Vlies. Für die restlichen gilt: Friss oder frier runter!

Hab vorgestern im Halbdunkel nach der Arbeit (sch. Winterzeit!) mit Wind und Vlies gekämpft und schon mal 2 Feigen im unteren Bereich eingehullt. Schaut dementsprechend aus, aber naja. Bild folgt am Wochenende.

Ich schütze nur noch die nicht etablierten Feigen, sprich was dieses Jahr ausgepflanzt wurde. Das ist eine Dalmatie, die im vorigen Winter Schäden hatte und neu an anderer Selle ausgepflanzt wurde.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 11. Dezember 2012, 10:49:31
Woher kommt eigentlich der Ausdruck Weinanbaugebiet? Wein gedeiht doch überall, sogar in Kanada.
Pflanzen wie Feigen und Citrus sind bessere Anzeigerpflanzen für mildes Klima.

In Amiland und Kanada werden auch meines Wissens Amerikanerreben angebaut, die wesentlich robuster sind. Zudem ist es in Teilen Kanadas und derUSA wesentlich wintermilder als in Mitteleuropa. In Österreich gibts das teilweise auch in den nicht so idealen Gebieten. Der Wein heißt dann Uhudler, oder Direktträger.

Direktträger ist nicht eine Frage des Klimas. Direktträger entstanden im Zuge der Verwendung amerikanischer, reblausresistenter Unterlagen in Folge der Reblausplage im späten 19. und frühen 20. Jh.
Da damals riesige Flächen neu zu bepflanzen waren und man nicht genug Pfropfreben hatte, wurden die amerikanischen Unterlagsregeben direkt, also ohne Pfropfrebe, gepflanzt.
Das Gebiet (Südburgenland) wo Uhudler angebaut wird, ist vom Klima her nicht ungünstig für den Weinbau.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 12. Dezember 2012, 08:37:55
Anhäufeln mit nasser Erde mochten meine nicht so. Anhäufeln mit (nass werdendem) Laub auch nicht. Da bekamen sie Rotpusteln.

Anhäufeln mit Lavagrus oder Perlite geht jedoch ganz gut. Allerdings krieg ich den Haufen nicht groß genug, um die ganze Pflanze zu bedecken :-\

Danke für den Hinweis. Dann werde ich mir Alternativen überlegen. Wenn der Schutz mit Laub so gut funktioniert wie Manu schreibt, wäre das eine einfache Alternative. Ich kann nur nicht um alle Feigen Gitter stellen. Da werde ich noch etwas experimentieren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 12. Dezember 2012, 08:55:52
Schnee ist doch auch eine gute Isolation, oder ? Von dem haben wir nämlich dieses mehr als genug.
Habs zeitlich noch nicht geschafft mit Vlies zu schützen, bisher waren es maximal - 7°C.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mickeymuc am 12. Dezember 2012, 09:28:38
Meine stehen auch ohne Schutz im Hang, nur der Schnee, immerhin 20 cm, hilft bissl.
Heut abend werde ich mal Häufen machen, ich hoffe mal es war noch nicht zu kalt

Ich hab sie vorletztes Frühjahr gesetzt, den Winter nur mit etwas Sackleinen geschützt. Sie kamen wieder, aber von unten, was bei diesem Februar aber kein Wunder war.
Gibts denn eine Faustregel ab ca. welcher Temperatur die Äste runterfrieren? Und geht es dabei eher um den Minimalwert oder um die Dauer des Frostes?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 12. Dezember 2012, 10:21:21
Gute Frage. ???

Mein Feigenbaum hat im früheren Garten mehrere Winter überstanden, da froren nur einige Spitzen (10-20cm) ab. Das war hier im ersten Winter auch so.
Im nächsten Winter gab es kurzfristig -15°, da war er oberirdisch dahin und trieb nach einiger Wartezeit wieder von unten aus. Natürlich gab es in dem Jahr keine Früchte. :(
Den Winter drauf (2011/2012) dauerte diese kalte Februar-Periode bis -15° doch 2 Wochen, da überlebte aber alles innerhalb des Laubmantels. :)

Das klingt wohl eher nach Temperaturminima. ::)
Der Teufel liegt aber sicher im Detail. Wir haben trockenes Wetter, kaum Schnee - vielleicht ist das auch der Grund, warum es keine Rotpustelkrankheit gab wie bei Med. Man könnte aber versuchen, den Laubmantel mit einem wasserundurchlässigen "Deckel" trockener zu halten. Ich glaube, da hat oben schon jemand Folie geraten?

Hier gibt es übrigens in mehreren Gärten Feigen. Die Besitzer nehmen es gelassen hin, dass sie halt manchmal abfrieren. Mir wurde erklärt, dass deshalb Bäume (wie meiner anfangs war) nicht möglich sind, sondern nur Sträucher.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. Dezember 2012, 11:27:50
Gibts denn eine Faustregel ab ca. welcher Temperatur die Äste runterfrieren? Und geht es dabei eher um den Minimalwert oder um die Dauer des Frostes?

Ich kann die Erfahrungen von Manu bestätigen. Langer Dauerfrost bis zu einem bestimmten Minimalwert war bei mir kein Problem.
Eisiger Wind wird auch schlechter vertragen als die gleiche Temperatur in "stehender Luft".

Dieser magische Tiefstwert scheint sich in etwa bei -15 Grad (an der Pflanze!) zu bewegen. Vielleicht schafft die Feige je nach Sorte und Standort auch bissl mehr. Wenns drunter geht, friert Holz ab.

Bis etwa -10 halten die überwinternden Frühsommerfeigenknubbel aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: brennnessel am 13. Dezember 2012, 07:40:26
Meiner Erfahrung nachbesteht für die Feigenbäume und Sträucher die größte Gefahr erst im Frühjahr, wenn es zur Austriebszeit friert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Dezember 2012, 07:45:26
Meiner Erfahrung nachbesteht für die Feigenbäume und Sträucher die größte Gefahr erst im Frühjahr, wenn es zur Austriebszeit friert.

Wenn aber das Holz bereits im Winter erfroren ist, treibt im Frühjahr nix mehr aus ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: brennnessel am 13. Dezember 2012, 07:54:24
Da hast auch wieder recht 8) ;) !
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 13. Dezember 2012, 08:10:47
Dieser magische Tiefstwert scheint sich in etwa bei -15 Grad (an der Pflanze!) zu bewegen. Vielleicht schafft die Feige je nach Sorte und Standort auch bissl mehr. Wenns drunter geht, friert Holz ab.

Diese Angaben würde ich mit Vorsicht genießen - die Holzreife hängt entscheidend von der Anzahl der Sonnenstunden, der Dauer der warmen Jahreszeit an sich und den durchschnittlichen Sommertemperaturen ab. Stehen die Feigen in Regionen, in denen es lange warme Sommer gibt, sind auch tiefere Wintertemperaturen kein Drama. Sind die Sommer kurz und kühl, überleben die Feigen auch mildere Winter schlecht.

LG

PS: hier regional überleben ungeschützte ausgepflanzte Feigen an zusagenden Stellen problemlos - auch wenn die Temperaturen im Winter nächtens locker unter die genannte Grenze fallen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mickeymuc am 13. Dezember 2012, 08:24:57
Naja, danke für die vielen Erfahrungswerte - hier waren es zumindest am Haus nur -10°C, da wird es auf der Wiese auch nicht soo kalt gewesen sein. Sonnenstunden hatten wir diesen Sommer bestimmt genug :)
Vielleicht mache ich ihnen doch noch eine Umhüllung aus Stroh und Draht, um sie ein bisschen zu schützen.

Viele Grüße,

Michael
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frida am 13. Dezember 2012, 08:30:31
Wir hatten schon lange keine tollen warmen Sommer mehr und in den letzten Wintern immer längere Frostperioden mit Temperaturen um und bei -15°C. Aber unsere eine Feige, die an einer Mauer steht, hat immer ohne größeren Schäden überlebt, eine zweite etwas ungeschützt stehende ist jedes Jahr tief runtergefroren. Ich schließe daraus, dass auch das Mikroklima eine viel größerere Rolle spielt als das Klima im Jahreslauf.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 13. Dezember 2012, 08:33:18
Ich schließe daraus, dass auch das Mikroklima eine viel größerere Rolle spielt als das Klima im Jahreslauf.
Und warum wachsen sie dann problemlos in sommerwarmen Gebieten bzw. sind dort heimisch? ::)

Im hier angrenzenden pannonischen Klima mit heißen trockenen Sommern und bitterkalten Wintern wachsen sie jedenfalls auch gut - ganz unabhängig vom Mikroklima.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 13. Dezember 2012, 08:35:06
Sonnenstunden hatten wir diesen Sommer bestimmt genug :)
Genug für Feigen? Da wäre ich skeptisch - Sonnenstunden bei Temperaturen über 30°C über Monate gibt es eigentlich in ganz Mitteleuropa nur an besonders begünstigten Stellen, daher mein Zweifel.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Jayfox am 13. Dezember 2012, 08:53:34
Naja, danke für die vielen Erfahrungswerte - hier waren es zumindest am Haus nur -10°C, da wird es auf der Wiese auch nicht soo kalt gewesen sein.

Da wär' ich vorsichtig: Strahlungsfröste infolge Ausstrahlung können zu erheblich niedrigeren Temperaturen führen, als sie wenige Meter nebenan im Schutz der Hauswand oder unter einer dichten Baumkrone gemessen werden. Solche Fröste durch Abstrahlung führen insbesondere am Erdboden zu viel tieferen Temperaturen als in 2 m Höhe, wo sonst gemessen wird.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mickeymuc am 13. Dezember 2012, 09:00:07
Danke Bristlecone für den Hinweis, Du hast sicher recht, aber im Moment liegen hier 20-30 cm Schnee, von daher sind die Kleinen ja eh ein bissl geschützt. Sonst stehen sie total exponiert - ich muss da mal das zweite min-max-Thermometer deponieren, das wird spannen.
Aber erstmal ist der Frost ja hoffentlich ab heut abend vorbei - auch wenn man es sich noch nicht vorstellen kann
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Jayfox am 13. Dezember 2012, 09:05:20
Ein Nachtrag zu den Temperaturen: Vorletzte Nacht waren es hier etwa -10 °C bei "üblicher" Messung, am Freiburger Flugplatz waren es in derselben Nacht -19 °C am Boden!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frida am 13. Dezember 2012, 11:10:02
Ich schließe daraus, dass auch das Mikroklima eine viel größerere Rolle spielt als das Klima im Jahreslauf.
Und warum wachsen sie dann problemlos in sommerwarmen Gebieten bzw. sind dort heimisch? ::)

Weil es dort meist im Winter auch nicht so bitterkalt wird.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 13. Dezember 2012, 14:01:15
hymenocallis,

wo gärtnerst du denn ?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Dezember 2012, 14:07:04
Edith: bezieht sich auf das Zitat von Frida

Richtig!

Man muss die Temperatur schon direkt an der Feige messen, nicht an irgendeiner der wenigen Wetterstationen.

Und gerade Pannonien ist auf den Minimakarten (fast) immer eine Wärmeinsel, ich schau in den letzten Jahren immer mal , wie kalt es (auch in Österreich) minimal war.

 Steht die Feige an einer Wand, neben einer Hecke, frei auf dem Feld? 3 mal die gleiche Feige, 3mal verschieden.

Auch im verrregneten Rheinland gibts baumgroße Feigen, obwohl die weniger Sonnenstunden haben. Besseres Beispiel: Die dänische Ostseeinsel Bornholm. Relativ weit im Norden, trotzdem große Feigenbäume. Gute Holzausreife gibts da nicht, aber durch das Seeklima abgemilderte Fröste.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Dezember 2012, 14:14:18
Danke Bristlecone für den Hinweis, Du hast sicher recht, aber im Moment liegen hier 20-30 cm Schnee, von daher sind die Kleinen ja eh ein bissl geschützt. Sonst stehen sie total exponiert - ich muss da mal das zweite min-max-Thermometer deponieren, das wird spannen.
Aber erstmal ist der Frost ja hoffentlich ab heut abend vorbei - auch wenn man es sich noch nicht vorstellen kann

Direkt überm Schnee und auf freier Fläche sind die Temperaturen um einiges niedriger als in 2 m Höhe. Mir sind die Feigen auf der Obstwiese deshalb immer an dieser Stelle (Schneegrenze) abgefroren, während die Feige an der Mauer bei "gleicher gemessener Temperatur" bis in die Spitzen austrieb.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Jayfox am 13. Dezember 2012, 14:33:18
Auch im verrregneten Rheinland gibts baumgroße Feigen, obwohl die weniger Sonnenstunden haben. Besseres Beispiel: Die dänische Ostseeinsel Bornholm. Relativ weit im Norden, trotzdem große Feigenbäume. Gute Holzausreife gibts da nicht, aber durch das Seeklima abgemilderte Fröste.

Auch noch viel weiter nördlich, in der Stadt Visby auf Gotland, wachsen an den Mauern noch große Feigen als starktriebige Großsträucher, nicht anders als auf Bornholm.

Müsste mal die Dias raussuchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 13. Dezember 2012, 14:43:09
Ich schließe daraus, dass auch das Mikroklima eine viel größerere Rolle spielt als das Klima im Jahreslauf.
Und warum wachsen sie dann problemlos in sommerwarmen Gebieten bzw. sind dort heimisch? ::)

Im hier angrenzenden pannonischen Klima mit heißen trockenen Sommern und bitterkalten Wintern wachsen sie jedenfalls auch gut - ganz unabhängig vom Mikroklima.

Nun, genau da wohne ich. ;)
Trotzdem hat es wie oben beschrieben, den Feigenbaum im Vorjahr auf Bodenniveau abgefroren. Und das kommt nicht von einem besonderen Standort, sondern passierte auch in anderen Gärten hier. Die Bewohner finden das ganz normal und warten halt aufs nächte Jahr, denn die Feigen treiben aus dem Boden immer wieder neu aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 13. Dezember 2012, 14:56:41
Herrje, wo ist hymenocallis denn nun genau angesiedelt? Wenn ich da nicht weiß, kann ich doch mit ihren Aussagen nichts anfangen.

Solche vergleiche wie die hier angestellten hinken immer ein wenig.
Die Konditionen wie Sorte, Großklima, Kleinklima etc. sind nie gleich wie im Laborversuch.

Im Hausgarten unseres Nachbarn (3 m von der Hauswand) wächst seit Jahren ein Feigenbaum, ca. 2,50-3 m hoch. Noch nie zurückgefroren.
Leider schneidet der den immer so zusammen, daß ich noch nie ausgereifte Früchte gesehen habe. Die an die diesjährigen Triebe kommen, reifen nicht aus.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 13. Dezember 2012, 14:59:01
STM in Hymenocallis Profil heißt wohl Steiermark, glaub ich
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ninabeth am 13. Dezember 2012, 15:05:57
STM in Hymenocallis Profil heißt wohl Steiermark, glaub ich
ja
STM = Steiermark
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 13. Dezember 2012, 15:10:24
Stimmt, aber dort gibt es sehr unterschiedliche Gegenden, von Alpen bis milderes Graz.

Mein Feigenbaum war übrigens auch rund 2,5m hoch, Nachbars Strauch sicher 3m, beide froren ab. - Vielleicht schneidet Zuccalmaglios Nachbar den Baum zurück, weil die Triebspitzen abgefroren sind? Das gab es bei meinem in milderen Wintern auch.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Dezember 2012, 08:30:16

Im Hausgarten unseres Nachbarn (3 m von der Hauswand) wächst seit Jahren ein Feigenbaum, ca. 2,50-3 m hoch. Noch nie zurückgefroren.
Leider schneidet der den immer so zusammen, daß ich noch nie ausgereifte Früchte gesehen habe. Die an die diesjährigen Triebe kommen, reifen nicht aus.

Das ist dann wieder ein Problem des "fehlenden Sommers", bzw. ist es vielleicht auch eine sehr spätreifende Sorte.*
Wenn der Feigenbaum nicht zurückfriert (was jetzt 3 Winter nicht mehr vorgekommen ist :P ), dann gibt es hier im mittleren südwestlichen Deutschland eigentlich immer Früchte, etwa im September/Oktober.

* edit: oder es ist eine "wilde" Feige, die in Mitteleuropa nicht befruchtet werden kann, wäre auch eine Möglichkeit (z.B. ein Ableger aus dem Urlaub)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 14. Dezember 2012, 08:31:09
STM = Steiermark = wieder was gelernt

Ne, der Nachbar schneidet ihn jedes Jahr bis auf Stamm und kräftige Gerüstäste zurück. Quasi Kahlschnitt. Einfach weil es ihm zu ausladend wird. So sind sie eben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Zuccalmaglio am 14. Dezember 2012, 08:32:53
Früchte ja, aber winzig.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Dezember 2012, 08:34:16
STM = Steiermark = wieder was gelernt

Ne, der Nachbar schneidet ihn jedes Jahr bis auf Stamm und kräftige Gerüstäste zurück. Quasi Kahlschnitt. Einfach weil es ihm zu ausladend wird. So sind sie eben.

Aso, provozierter "Wassertriebschnitt" quasi. Dann ist klar, warum die Feige nicht trägt, bzw. erst spät im Jahr nach dem starken Wiederaustreiben beginnt, Früchte anzusetzen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 14. Dezember 2012, 08:37:59
Auch im verrregneten Rheinland gibts baumgroße Feigen, obwohl die weniger Sonnenstunden haben. Besseres Beispiel: Die dänische Ostseeinsel Bornholm. Relativ weit im Norden, trotzdem große Feigenbäume. Gute Holzausreife gibts da nicht, aber durch das Seeklima abgemilderte Fröste.

Dann scheint es wohl ein entweder oder für das Überleben der Feigen zu geben.
Entweder es gibt wenig Sonnenstunden/Wärme in der Sommersaison und dafür relativ milde Winter - oder es gibt heiße Sommer und eher frostige Winter.
Die Kombi kurze kühle Sommer plus frostige Winter scheint den Feigen jedenfalls den Tod zu bringen.

PS: Steiermark stimmt - südliche Region, illyrische Klimazone. Im Burgenland (pannonisches Klima ) ist es im Winter meist noch kälter als hier - bei uns gibt es immer wieder mal -20°C und trotzdem überleben Albizien, Feigen, immergrüne Magnolien und Araukarien problemlos (außer man pflanzt sie direkt in eine Windschneise).

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 14. Dezember 2012, 08:41:26
Nun, genau da wohne ich. ;)
Trotzdem hat es wie oben beschrieben, den Feigenbaum im Vorjahr auf Bodenniveau abgefroren. Und das kommt nicht von einem besonderen Standort, sondern passierte auch in anderen Gärten hier. Die Bewohner finden das ganz normal und warten halt aufs nächte Jahr, denn die Feigen treiben aus dem Boden immer wieder neu aus.
Ich kenne die südlicheren Regionen im Burgenland besser - dort höre ich nichts von so großen Ausfällen. Könnte es sein, daß Du windexponierter lebst? Im Wiener Raum überlebt ja auch vieles nicht, was bei uns gedeiht, obwohl wir eher tiefere Temperaturen haben (allerdings aufgrund der Beckenlage keinen Wind, dafür Kaltluftseen).

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Dezember 2012, 09:00:13
Pierre Baud schreibt in seinem Buch auch was von maximal (je nach Sorte) ertragener Minimalttemperatur. (www.pierrre-baud.com). Das Buch ist übrigens das einzig mir bekannte Buch nur über Feigen.

Bei der sehr frosthart geltenden Sorte "Madeleine de deux saisons" gibt Baud -15 Grad an.
Er gärtnert und prüft übrigens in Südfrankreich, also auch viele Sonnenstunden ;)


Und ich behaupte deshalb immer noch steif und fest, dass die Temperatur direkt an den nicht erfrorenen Feigen in der Steiermark keine -20 Grad betragen hat.
die brauchen beispielsweise nur ewas im Weinberg zu stehen, wo die Temperatur einige Grade wärmer sein kann, als in der nächsten Ortschaft, wo eben die Minus 20 gemessen wurden, Stichwort Kleinklima.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Dezember 2012, 09:03:40
Ich kenne übrigens auch genug Geschichten, in denen Feigenbäume angeblich utopische Minusgrade überlebt haben.

Nachträglich stellt sich dann raus, dass die in irgendwelchen Innenhöfen standen, die Temperaturangabe aber von der örtlichen Wetterstation am Flughafen stammt.

Oder dass man versäumte dazuzusagen, dass man mit einem Lichterschlauch etwas dazugeheizt hatte, oder das Teil im Schnee komplett vergraben war.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 14. Dezember 2012, 09:16:14
Wer mißt, mißt Mist.
Nach meinen bescheidenen Erfahrungen ist es kaum je so, daß eine Pflanze bis irgendwelche -xx° quietschvergnügt ist, und bei 1° kälter die Patschen streckt.
Die ganzen Angaben zur "Kältebeständigkeit" sind mit größter Vorsicht zu betrachten.
Was bei mir schlecht ist, das sind Kahlfrost und austrocknende Winde. Daher schütze ich heikle Pflanzen - entweder mir schon bekannt oder nach schlechter Erfahrung - mindestens mit Vlies. Hilft viel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. Dezember 2012, 09:26:02
Klar sind das nur ungefähre Richtwerte!

Jede Pflanze hat ihre Frosttoleranz, die je nach Zustand und Vitalität der Pflanze und geringfügig auch durch Bodenverhältnisse, Nässe etc. beinflusst werden kann. Aber nicht unendlich.

Und ein Thermometer ist halt mal ein Instrument, auf dem man Kälte in Messeinheiten ausdrücken kann ;)

Und wenn ich weiß, dass eine Feige etwa -15 ohne Schutz aushalten kann, dann brauch ichs mit Feigenplantagen nicht probieren, wenns bei mir regelmäßig -25 gibt. Es ist nur eine Richtschnur.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 14. Dezember 2012, 09:48:28
Ein Thermometer zeigt die Temperatur am Thermometer an dem Ort, wo das Thermometer ist - und das nicht immer "richtig".
Ich hab im Garten mindestens 5 Minimax-Thermometer, um eine grobe Übersicht zu gewinnen.
Temperaturzonen und ähnlicher Käse sind bestenfalls sehr vage Hinweise.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 14. Dezember 2012, 13:48:58
Ich habe mal im Internet nach frostharten Feigen gesucht. Es ist ja so, das jedes Jahr Millionen Zugvögel über Kroatien, Slowenien....über Österreich nach Norden fliegen. Manche haben sich vorher mit Feigen satt gegessen. Es ist sicherlich so, das sie die Feigensamen unterwegs aussähen. Feigen keimen sehr leicht. Die meisten gehen im nächsten Winter o. spätestens in einem Extremwinter kaputt. Unter fast unzähligen Sämlingen werden aber immer auch ein paar frosthärtere überleben. Ich habe das Experiment ja jetzt auch schon mehrere Jahre mit Zehntausenden Samen gemacht.
Es wäre eher ungewöhnlich, wenn es in Kärnten, Steiermark, Tirol, Schweiz z.B. in den Bergen in Klimazone 6 o. 5....keine frosthärteren Sämlinge gäbe.
Jeder kann das Experiment nachvollziehen. Man brauch dafür z.B. 1 qm Beet und z.B. 1 Kg Feigen z.B. aus Italien, Kroatien o. Frankreich. Das pürierte Feigeninnere mit Wasser verdünnen und verteilen. Im Winter ruhen die nicht gekeimten Samen und kommen im Frühjahr zumindest zum Teil raus. Jetzt muß man diesen qm noch die nächsten Jahre pflegen, so das die gekeimten Sämlinge nur mit dem Winter zu kämpfen haben. Nach 1 Jahr werden sie aber schon ziemlich groß sein. Haben mehrere Pflanzen z.B. 2 Winter überlebt, dann kann man sich ja überlegen, ob man sie doch vereinzelt. Nach 5 bis 7 Jahren ist dann mit "Blüten" zu rechnen.
In milden Gegenden werden die meisten Feigen überleben, in Klimazone 7 und härter nur wenige.
Bei mir haben doch so viele überlebt, das ich diese umgepflanzt habe.
Ich rechne damit, das ich in den nächsten Jahren richtige Feigenbäume bekomme, entweder von meinen Sämlingen, getauschten/gekauften Ablegern von Sämlingen o. afghanische Feigenpflanzen. Dort ist die Frosthärteauslese schon sein Millionen Jahren im Gange.
Die afghanische Ficus Palmata hat auch relativ große Früchte, größer als Afganica, mit seinen Minifrüchten. Zumindest einige regionale Varianten von Palmata sind auch persistent. In Afghanistan und Nachbarländern ist mit vielen unterschiedlichen regionalen Varianten der Feige zu rechnen, da sich Palmata, Carica und Afganistanica ...kreuzen.
Im Internet werden grundsätzlich auch Trockenfeigen aus Afghanistan angeboten. Ich denke, es ist effektiver mal solche aufzuziehen. Trockenfeigen aus der Türkei und dem Iran habe ich auch schon ausgesäht. So werde ich verschiedene regionale Varianten bekommen. Diese stammen aber aus relativ mediteranem Klima. Kontinentalklima wie in Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kasachstan....wird da schon eine effektivere Auslese geschaffen haben.
Extrem Frostharte Sämlinge nicht kaputt machen, auch wenn sie nach 8 Jahren keine Früchte ausreifen lassen. Für die Zucht können sie immer noch nützlich sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Jayfox am 14. Dezember 2012, 13:55:28
Auf eine ähnliche Weise kam früher der Botanische Garten Kiel zu recht frostharten Feigenbäumen. Die Gärtner gingen einfach nach Bülk, wo die ungeklärten Abwässer der Stadt in Strandnähe ins Meer flossen. Im Strandanwurf wuchsen im Sommer Tomaten, weiter oben aus Samen, die bei Sturm höher an den Strand gespült worden waren, u.A. Feigenbäumchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mickeymuc am 14. Dezember 2012, 14:47:03
Hallo Paul,

Deine Idee ist ja eigentlich sehr gut, aber bei uns kann man doch nur selbstfruchtbare Feigen brauchen - Sorten, die auf eine Bestäubung angewiesen sind können hier evtl. wachsen, sicher aber keine Früchte ausbilden. Somit wäre Dein Vorschlag viel Arbeit mit dem Erfolg, eine harte Feige ausgelesen zu haben, die nie Früchte trägt.
Wennschon müsste man es mit Feigen, die in Deutschland gewachsen sind, machen. Dann wäre es ein ganz anderer Erfolg wenn riichtig harte Pflanzen ausgelesen würrden, gesetzt der Fall dass die Selbstfruchtbarkeit sich vererbt.

Viele Grüße,

Michael
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. Dezember 2012, 00:53:57
Hallo Paul,

Deine Idee ist ja eigentlich sehr gut, aber bei uns kann man doch nur selbstfruchtbare Feigen brauchen - Sorten, die auf eine Bestäubung angewiesen sind können hier evtl. wachsen, sicher aber keine Früchte ausbilden. Somit wäre Dein Vorschlag viel Arbeit mit dem Erfolg, eine harte Feige ausgelesen zu haben, die nie Früchte trägt.
Wennschon müsste man es mit Feigen, die in Deutschland gewachsen sind, machen. Dann wäre es ein ganz anderer Erfolg wenn riichtig harte Pflanzen ausgelesen würrden, gesetzt der Fall dass die Selbstfruchtbarkeit sich vererbt.

Viele Grüße,


Michael

Hallo Michael,
du hast schon den Kern der Sache getroffen, damit man sehr schnellen guten Erfolg hat.
Bei "meiner" jetzigen Methode mit Supermarktfeigen aus Italien und unbekannten Bocksfeigen werden zwar alle überlebenden Feigen einigermaßen frosthart sein, manche vielleicht auch extrem, aber nur ein Teil wird hier ohne Befruchtung Früchte tragen. Wieviele das sein werden wissen wir nicht. Diese Eigenschaft wird nur durch die Bocksfeigen vererbt. Optimal wäre es also im Süden ein Gelände zu haben, wo schon ausgelesene Eltern wachsen, d.h. möglichst frostharte Fruchtfeigen, die sich schon im Norden bewährt haben und auch möglichst frostharte "persistente" Bocksfeigen, welche dies Eigenschaft vererben. Frostharte weibliche Sämlinge ohne diese Eigenschaft könnte man also noch zur Zucht verwenden. Die Alternative wäre künstliche Befruchtung o. ein geschlossenes System in Mitteleuropa z.B. Gewächshäuser incl. ausgewählte Feigeneltern und Feigenwespen.
So erzeugte Samen könnten wie gehabt ausgesäht werden. Im geschlossenen System wären wahrscheinlich die Hälfte der Sämlinge dann persistent. Es wären auch viel mehr Sämlinge extremer frosthart - eine Evolution im Zeitraffer. Wenn wir auch noch extrem frostharte Feigenpflanzen z.B. aus Afghanistan mit berücksichtigen würden, wäre das nochmal optimiert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. Dezember 2012, 14:38:12
Auf eine ähnliche Weise kam früher der Botanische Garten Kiel zu recht frostharten Feigenbäumen. Die Gärtner gingen einfach nach Bülk, wo die ungeklärten Abwässer der Stadt in Strandnähe ins Meer flossen. Im Strandanwurf wuchsen im Sommer Tomaten, weiter oben aus Samen, die bei Sturm höher an den Strand gespült worden waren, u.A. Feigenbäumchen.

Tragen die denn Früchte?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ivan mitschurin am 15. Dezember 2012, 15:59:22
Also, Paulche, deine Theorie mit den Zugvögeln etc. hört sich ja sehr nett an, es ist aber leider nicht ganz so! Die Vögel transportieren keine ganze Magenladung Feigensamenkacke über 1000e Kilometer. Und das bisschen, was gen Norden transportiert wird, setzt sich hier einfach überhaupt nicht durch! Wie sollte es auch? Es ist doch nicht angepasst, und es hat auch keine Anpassungsmöglichkeiten, sooo schnell geht die Evolution nicht von Statten! Wenn dem so wäre, würde es hier, in der Steiermark mehr "wilde" Feigen geben! Ich kenne eine einzige (in einem Spalt zwischen dem Gehsteig und einer Hausmauer...genial warmes Mikroklima!)! Und ich hab die Augen sehr offen, glaub mir! Auch in Nordslovenien gibt es keine "wilden" Feigen...

Alles, was wir hier haben sind irgendwelche Feigenpflanzen in Gärten von mehr oder weniger Liebhabern, die den Pflanzen über Jahre hinweg meist bewusst ein ideales Mikroklima (Stallwand, Innenhof, Urbanes Stadklima zwischen Hauswänden, etc.) geschaffen haben. Doch auch diese aus Stecklingen aus dem Urlaub oder aus Pflanzen aus der Gärtnerei gewonnenen Pflanzen sind nicht so angepasst, wie du es dir vorstellst! Und sie tragen auch nicht jedes Jahr Früchte, da spielt viel zusammen. Nur weil sich eine Pflanze, die von Menschen umhegt und geschützt durch Wände etc. an einem suboptimalen Standort überleben kann, heißt dass nicht, dass sie eine besonders frostharte Auslese sein muss! Ab einem gewissen Alter sind die Feigenbäume jedenfalls mal resistenter gegen die Kälte/das unpassende Klima, als als junger Steckling! Und was die nachkommen dieser Pflanzen betrifft wär ich auch nur bedingt zuversichtlich: diese Pflanzen tragen KEIN "FrostresistenzGEN" in sich, sondern sind einfach "normale" Feigensorten/Klone aus dem "Mediterrangebiet", die sich eben durch verschiedene Umstände besser bewährt haben! Das muss sich nicht auf die Kinder auswirken! Überhaupt nicht! Einzig die Wahrscheinlichkeit der Mutationen in den Nachkommenschaft erhöht sich VIELLEICHT, wenn die Elternpflanze genügend Stress aufweist! Aber das ist nicht 100%ig sicher, und Mutationen sind zwar schön und gut, aber es müssen deshalb noch keinerlei frostfestere Pflanzen entstehen, nur die Wahrscheinlichkeit ist vielleicht etwas erhöht, aber zu könntest die Pflanzen auch anders stressen, als mit Frost...!

Was die Ficus afghanistanica betrifft: ich selbst experimentiere auch mit Sämlingen dieser "Art", aber ich hab weniger Hoffnung als du: 1. die Sämlinge wachsen extrem langsam und schlecht, ich denke unser humides Klima mögen die einfach nicht! 2. wahrscheinlich brauchen die alle doch Caprifizierung, sind also letztlich wertlos. 3. es dauert sicher mehr als 5 Jahre, bis man erste Blüten/Fruchtansätze sieht!
Meine Sämlinge von Frühjahr 2011 sind im WInter 2011 zu 90% eingegangen, einige haben aus der Basis wieder ausgetrieben, sind aber kaum gewachsen, mal sehen wie sie nun auf diesen Winter reagieren!

Was Ficus palmata betrifft: Meine stecklingsvermehrte Pflanze hat den Winter 2011 nicht überstanden, da reift das Holz einfach nicht richtig aus, bei uns. Aber es mag da sicher verschiedenste Typen und Herkünfte geben! Nur leider schwer zu bekommen, und vorallem dann noch solche aus kalten Gebieten!

Es gibt ja dann noch Ficus pseudocarica, oder? Die hab ich noch nicht probiert. Diese und die palmata soll es im Bot. Garten Strassburg geben, und die sollen dort outdoor auch manchmal fruchten...aber diese Pflanzen sollen auch schon uralt sein...!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. Dezember 2012, 17:54:46
Ficus Afghanistanika, die bei uns gehandelt und getauscht wird stammt wahrscheinlich hauptsächlich aus der Türkei und dem Iran. Es handelt sich wahrscheinlich oft um Sämlinge aus den Trockenfeigen, die man hier leicht bekommen kann. Ficus Palmata aus milden Gegenden Pakistans und Indiens sind sicherlich kaum frosthart. Feigen aus Afghanistan, Kaschmir, Usbekistan, Kirkisien...müssen sehr harte Winter überstehen, sind aber nicht leicht zu bekommen. Möglicherweise sind Trockenfeigen aus Afghanistan zu gebrauchen, die werden auch angeboten.
In einem Reisebericht wurden Feigen aus der Gegend nördlich von Kabul beschrieben und abgebildet. Es könnte sich um "Ficus Palmata" o. Übergangspopulationen gehandelt haben. Sie sollen über 30 Minusgrade überstanden haben.
Ob sie Persistent sind weis ich nicht, viele Palmata werden als Persistent beschrieben.
Vielleicht bringen unsere Soldaten aus Nordafghanistan ein paar Stecklinge mit?
Vielleicht lesen hier auch Leute mit, die noch Verwandte und Freunde in Kasachstan, Kirkisien ...haben und lassen sich ein paar Früchte und Stecklinge zuschicken? Es wäre wertvolles Tauschmaterial.
Ich habe ja schon 2009 angefangen Sämlinge auszusähen. Ich kalkuliere das ein, das die meisten eingehen. Was soll ich auch mit Zehntausenden Feigen. Es haben aber genug überlebt. Ich mußte die meisten Anfang des Jahres umpflanzen, deshalb sind die auch nicht besonders gewachsen. Hoffentlich kommt das auch noch. Die meisten haben bei Minus 18 Grad auch nur aus der Wurzel ausgetrieben. Es können aber immer ein paar härtere dabei sein. Deshalb werde ich das auch noch weiter wiederholen.
Ich werde auch versuchen afghanische Trockenfeigen zu bestellen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. Dezember 2012, 17:57:14
Hier hatte ich aus Versehen auf Antwort mit Zitat gedrückt, statt auf Ändern.

Ich wollte den oberen Beitrag nur ergänzen: Hier wären auch persistente Bocksfeigen aus Zentralasien interessant, um sie mit unseren bewährten Fruchtfeigen zu kreuzen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 15. Dezember 2012, 18:15:04
Wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich von unserer Reise durch Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, Turkmenistan, doch ein paar Feigen, vielleicht sogar Ästchen, mitgenommen. So ists nur ein Zwetschkenbaum, der wächst....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. Dezember 2012, 18:28:54
Wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich von unserer Reise durch Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan, Turkmenistan, doch ein paar Feigen, vielleicht sogar Ästchen, mitgenommen. So ists nur ein Zwetschkenbaum, der wächst....

Hallo Günther,
was hast du denn dort für Feigen gesehen? Sahen die eher wie unsere westeuropäischen Fruchtfeigen aus o. eher wie Wildfeigen z.B. Afghanistanica o. Palmata. Wie groß waren die Früchte? Hast du die mal probiert?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 15. Dezember 2012, 19:21:20
Eigentlich bin ich dort nicht der Feigen halber herumgefahren 8)
Gesehen habe ich natürlich Feigen verschiedener Qualitäten auf den Märkten, da ist mir kein essentieller Unterschied zu "unseren" Feigen aufgefallen. Feigenbäume (eher bescheidener Größe) waren zerstreut zu erblicken, nicht so große Feigengärten, wie beispielsweise im Iran. Allerdings ist mir dazu nicht viel im Gedächtnis hängen geblieben, nur die bekannten üblichen "Feigenblätter" normaler Größe. In den gleichen Gegenden war reichlich Wein, vor allen Häusern, mit viel großen Trauben - köstlich.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 16. Dezember 2012, 14:48:30
Hier was zur Belustigung "Feige im Wintermantel" ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 16. Dezember 2012, 22:31:35
Ich kenne übrigens auch genug Geschichten, in denen Feigenbäume angeblich utopische Minusgrade überlebt haben.

Nachträglich stellt sich dann raus, dass die in irgendwelchen Innenhöfen standen, die Temperaturangabe aber von der örtlichen Wetterstation am Flughafen stammt.

Oder dass man versäumte dazuzusagen, dass man mit einem Lichterschlauch etwas dazugeheizt hatte, oder das Teil im Schnee komplett vergraben war.

Es spielt halt auch eine Rolle (neben den anderen Faktoren wie Feuchtigkeit, Bondebeschafenheit, Wind oder Windstille etc.) wie lange die Frosteinwirkung dauert. Sehr kurzfristig können manche Feigen auch bis zu -20°C oder knapp darunter aushalten, wenn es nur von sehr kurzer Dauer ist. Generell kann man sagen, dass es ab ca. -15°C auch bei den härteren Sorten kritisch wird, bei Wind natürlich auch darunter.
Wenn die Tageserwärmung groß ist und der starke Frost nur kurz auf die Feige einwirkt (z. B. bei klaren Nächten), kann dieser auch strenger sein als eine länger andauernde Frosteinwirkung wie zb bei starkem Dauerfrost und trotzdem besser weggesteckt werden.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 17. Dezember 2012, 05:30:33
Ja Phillipuss, aber eine solche Konstellation gibt es nördlich der Alpen kaum.
Minus 20°C und eine starke Erwärmung am Tag....Nein, dann ist es am Tag auch knackig kalt.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ManuimGarten am 17. Dezember 2012, 10:58:02
Hier was zur Belustigung "Feige im Wintermantel" ;D

Wenn die Holzpfähle nicht so auffallen würde, könnte sie mit etwas Sternendeko als Weihnachtsbaum durchgehen. Die Idee gefällt mir. ;)

Hat das Bäumchen mit dieser Art von Schutz schon Winter überlebt? Dann würde ich mich auch wieder über ein Bäumchen drüber trauen. ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 17. Dezember 2012, 11:02:05
Das kann ich erst nach dem Winter berichten. Ich habe 'Brown Turkey' jetzt im Herbst gepflanzt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 17. Dezember 2012, 13:08:35
Und ich behaupte deshalb immer noch steif und fest, dass die Temperatur direkt an den nicht erfrorenen Feigen in der Steiermark keine -20 Grad betragen hat.
die brauchen beispielsweise nur ewas im Weinberg zu stehen, wo die Temperatur einige Grade wärmer sein kann, als in der nächsten Ortschaft, wo eben die Minus 20 gemessen wurden, Stichwort Kleinklima.
Die Steiermark ist vielfältig - und die südlichen Gebiete sind Weinbauregionenen, obwohl es dort immer wieder mal -20°C und weniger hat.

Ich kenne auch einige Bereiche, wo hier Feigen nicht gedeihen (hauptsächlich dort, wo es nicht so warme Sommer gibt). Ungünstig in Windschneisen gepflanzte halten aber auch hier keine -15°C aus.

LG

PS: Hier werden Marillen (Aprikosen) traditionell an Hauswände gepflanzt - bei den Feigen ist das auch üblich. Freistehende Feigen kenne ich keine. Beide kommen hier in der Regel mit dieser Art der Kultivierung ohne großen Winterschutz zurecht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 17. Dezember 2012, 13:09:48
Es spielt halt auch eine Rolle (neben den anderen Faktoren wie Feuchtigkeit, Bondebeschafenheit, Wind oder Windstille etc.) wie lange die Frosteinwirkung dauert. Sehr kurzfristig können manche Feigen auch bis zu -20°C oder knapp darunter aushalten, wenn es nur von sehr kurzer Dauer ist. Generell kann man sagen, dass es ab ca. -15°C auch bei den härteren Sorten kritisch wird, bei Wind natürlich auch darunter.
Wenn die Tageserwärmung groß ist und der starke Frost nur kurz auf die Feige einwirkt (z. B. bei klaren Nächten), kann dieser auch strenger sein als eine länger andauernde Frosteinwirkung wie zb bei starkem Dauerfrost und trotzdem besser weggesteckt werden.

Grüße
Das dürfte der Grund sein, warum es hier und weiter südlich relativ gut klappt.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Dezember 2012, 14:27:58
Hier was zur Belustigung "Feige im Wintermantel" ;D

Schütt doch noch etwas hellen Sandstrand drumrum.... ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Dezember 2012, 14:29:38
Das kann ich erst nach dem Winter berichten. Ich habe 'Brown Turkey' jetzt im Herbst gepflanzt.

Bereits im nächsten Winter dürfte diese Art von Schutz etwas aufwändiger werden. Für ein eintriebiges Feigenbäumchen gar kein so schlechter (auch in optischer Hinsicht) Winterschutz. :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Dezember 2012, 14:33:34
Und ich behaupte deshalb immer noch steif und fest, dass die Temperatur direkt an den nicht erfrorenen Feigen in der Steiermark keine -20 Grad betragen hat.
die brauchen beispielsweise nur ewas im Weinberg zu stehen, wo die Temperatur einige Grade wärmer sein kann, als in der nächsten Ortschaft, wo eben die Minus 20 gemessen wurden, Stichwort Kleinklima.

PS: Hier werden Marillen (Aprikosen) traditionell an Hauswände gepflanzt - bei den Feigen ist das auch üblich. Freistehende Feigen kenne ich keine. Beide kommen hier in der Regel mit dieser Art der Kultivierung ohne großen Winterschutz zurecht.


Exakt an solchen Stellen gedeihen die Feigenbäume hier auch nur. Eben gutes Kleinklima mit "Zusatzheizung" der Hauswand. Siehe oben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 21. Dezember 2012, 02:24:02
Die Sorte ice Chrystal wird ja oft als relativ frostbeständig, ähnlich hart wie Brown Turkey, beschrieben. Ich war mir bischer unsicher, ob es ein Hybrid mit Afghanistanica sei. In einem amerikanischen Forum wird die Sorte als "Afghanistanica" beschrieben.

http://forums.gardenweb.com/forums/load/fig/msg0308152021357.html

Es wäre dann also eine reinerbige Wildfeige, die persistent ist. Wildfeigen sind Bocksfeigen, also reinerbige Zwitter. Persistente Bocksfeigen liefern auch ohne Bestäubung essbare Früchte. Bei Wildfeigen die 2. Blütengeneration.
Die Voraussetzung für die Ansiedlung der Feigenwespe z.B. im Rheintal und seinen Nebenflüssen verbessert sich wenn jetzt immer mehr Leute solche Bocksfeigen in ihre Gärten setzen, wo die Feigenwespe überwintern und sich vermehren kann.
Ice Chrystal müßte man erfolgversprechend in der Zucht einsetzen können, um noch frosthärtere persistente Kulturfeigen zu züchten.
Ich werde jedenfalls im Frühjahr noch mehrere Pflanzen Ice Chrystal in den Garten setzen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Dezember 2012, 07:29:14
Meine Ice Crystal ist die größte Memme von allen meinen Feigen. Fror selbst im Kleingewächshaus runter, andere Feigen daneben taten das nicht.

Hab sie dann sehr trocken gesetzt, im Regenschatten eines Buchsbaumes, möglichst steppig. Selbst dort fror sie bis runter und wächst zusehends rückwärts. Angeblich soll sie bis Zone 5 winterhart sein. :-X
Diese Versprechungen erinnern mich irgendwie an die Bayernfeige ;)

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: zwerggarten am 21. Dezember 2012, 10:17:47
na da bin ich ja gespannt - meine ice crystal hat im kübel draußen noch einige erste nachtfröste mitgenommen, bevor ich sie eingeräumt habe. und der frostwächter im winterquartier erreicht sie ggf. auch nicht. ::)

aber ich bin eh von dieser sorte (oder was immer) enttäuscht, ich hatte sie mir wesentlich attraktiver (geschlitzter und auch graulaubiger) vorgestellt... :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Dezember 2012, 10:22:03
Es gibt schönere "richtige" Feigen.

Ice Crystal war für mich ein Kompromiss in Sachen Früchte, der wenigstens winterfest sein sollte. Da sie offensichtlich überhaupt nicht wintertauglich ist, werde ich anderen gut schmeckenden Sorten den Vorzug geben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 24. Januar 2013, 07:31:22
Meine Feige, die ich als Brown Turkey gekauft habe, wird hell im Haus bei ca. 15°C überwintert. Gesten habe ich gesehen, dass sie schon beginnt, neue Blätter zu schieben.
Ist das jetzt sehr schlecht? Ich muss dann nur im Frühjahr mehr aufpassen, wenn ich sie wieder nach drausen stelle, dass ihr nicht zu kalt wird, oder?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Januar 2013, 07:44:35
Ja.

 Unausgetriebene Feigen kann man schon ab Februar/März rausstellen, die vertragen dann auch einiges an Frost.

bei bereits ausgetriebenen Feigen erfrieren die frischen Blätter bereits beim kleinsten Nachtfrost.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 24. Januar 2013, 08:17:37
Also am besten dann erst nach den Eisheiligen raus, oder?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Januar 2013, 08:21:59
Also am besten dann erst nach den Eisheiligen raus, oder?

Dann hast du das Problem, dass er dir im Zimmer noch 4 Monate rumwächst und du vermutlich gar nichts erntest.

Man müsste das Wachstum verzögern, z.B. kühler stellen. Ideal wäre ein Wintergarten.
Oder bei frostfreiem Wetter raus und halt bei Nachtfrösten wieder rein oder abdecken.


Zimmerüberwinterung von Feigen ist mitunter problematisch :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ivan mitschurin am 24. Januar 2013, 09:07:52
vorallem muss man beim Rausstellen (im April/Mai, wenn schon Blätter da sind) aufpassen, dass es keinen "Sonnenbrand" an den Blättern gibt, weils draußen meist doch sehhhhr viel heller ist als drinnen! ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 24. Januar 2013, 09:23:17
Es ist ja nicht nur die Helligkeit. Da im Zimmer keine nennenswerte UV-Strahlung vorhanden ist baut die Pflanze ja auch keinen Schutz auf.
Mindestens 14 Tage im Schatten dran gewöhnen, besser 4 Wochen. Eine kurze Zeit am Morgen oder Abend schaden nicht. Bei bedecktem Himmel verträgt er auch mehr. ;) Zu sehr verbrannte Blätter hat meiner auch wieder abgeschmissen (er lebt nicht mehr, aber das war der Frost im Kübel, ich war zu spät dran mit dem Reinräumen). Leichte Schäden sieht man halt lange Zeit. Auch die Zweige verbrennen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. Januar 2013, 19:03:13
Die sicherste Lösung ist vermutlich eine Wanderfeige.
Mit dem Kübel raus, sobald es die Temperatur zuläßt, und ein weißes Vlies drüber, gegen Sonnenbrand und Wind, bedingt auch gegen kürzeren leichten Frost.
Und wenn stärkerer längerer Frost angesagt ist, dann halt wieder reinstellen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. Januar 2013, 08:42:39
ja, Wanderfeige ist wohl am besten ;D

Die Feige ist halt leider keine Pflanze zum "Drinnenüberwintern", bzw. dann braucht sie unheimlich viel Aufmerksamkeit.
Die Feige braucht ihre Winterruhe und kühle Zeit.
Meine stehen deshalb in der Garage, frostgemildert und dunkel, der Kübel seitlich mit Blumenerdesäcken umstellt. Im März kommen sie ins Freie. Dann verhalten sie sich wie frei ausgepflanzt und treiben erst im April (und kriegen erst mit den Eisheiligen Probleme ;) ).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 29. Januar 2013, 08:20:35
Danke für euere Antworten! Ich bin gespannt, wie sie sich weiter eintwickelt!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: landfogt am 30. Januar 2013, 21:18:50
dann gebe ich mal auch noch meinen senf dazu ;)
hab von meinem onkel (väterlicher seits)vor ein paar jahren nen kleinen
feigenableger bekommen.im ersten jahr hab ich den in einem leeren raum im haus überwintert.der hat aber dann im februar angefangen zu treiben.als ich den dann im mai rausstellte,bekam der nen sonnenbrand und hat fast das zeitliche gesegnet.
seither überwintere ich ihn in meiner frostfreien nicht so hellen garage,giese in 2-3 mal über den winter und habe seither keine probleme mehr!
auser das ich nach all den jahren bald nen gabelstabler brauch um ihn in die garage zu fahren ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Januar 2013, 11:14:12
Garagen, Scheunen, alte Ställe....

Hauptsache kalt überwintern. Dann ist die Feige eine der einfachsten Kübelpflanzen.
Aber wehe man will ihr vermeintlich Gutes tun und stellt sie ins Zimmer....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 03. Februar 2013, 17:50:49
Ich hatte 8 Schalen mit Feigensamen angesetzt. In 1 Schale von 2 mit Samen aus den Zagroß Gebirge vom Oktober habe ich jetzt einige kleine Pflanzen. In einer von 5 Schalen mit Samen aus Afghanistan keimen nach nur 2 Wochen schon massenhaft kleine Pflanzen. Sie hat auch den besten Standort am Fenster, nahe der Heizung, mit etwas Zusatzlicht.
Wahrscheinlich bekomme ich 2013 auch die Feige Caprifig Q, als Befruchter für zukünftige Zuchtmöglichkeiten.
Die afghanischen Feigen können als Zwitter ja wie der Zwitter Caprifig Q beide Zuchtfunktionen übernehmen.
Dann bräuchte ich noch Feigenwespen. Am besten wären Feigenwespen aus Anatolien o. Afghanistan. Die müßten unsere Wintertemperaturen mit manchmal unter Minus 20 Grad gewohnt sein. Feigenwespen aus Frankreich o. Italien könnte ich sicherlich leicht selbst holen. Wenn man die Wirtspflanzen im Haus überwintert, könnte man sie sicherlich auch immer wieder einsetzen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 19. Februar 2013, 16:27:04
Meine Feigen Treiben auch im Keller bei ca 8-10 Grad wie die Kartoffeln :-[ .Aber da kann ich jetzt auch nichts mehr ändern. Dann müssen sie im Frühjahr erstmal für 2 -3 Wochen in den Schatten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Rosen-Kater am 19. Februar 2013, 16:41:10
Meine steht draus an einer Wand, Nachtfröste machen ihr nichts aus. ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 01. März 2013, 17:17:24
Hab meine Topffeigen jetzt draussen. Im unbeheizten GWH wird es bald zu warm wenn die Sonne scheint. Treiben dürfen sie jetzt noch nicht!
Das wäre fatal. Denn dann reicht ein Fröstchen um zu schädigen....
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 01. März 2013, 17:25:18
Hast du deine ausgepflanzten (noch) geschützt?

Ich hab nur eine/zwei Feigen eingepackt, und das seit Anfang Dezember. (siehe Seite 55 #814 in diesem Thread). Ich warte jetzt mal noch ein paar GFS Läufe ab, wenn dann Mitte März die -19 nicht mehr erscheinen, dann packe ich aus).

Die getopften stehen in der Garage bei geöffnetem Tor.

Die restlichen Freilandfeigen sind komplett ungeschützt gewesen. Friss oder frier runter.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikose am 01. März 2013, 23:57:56
@Mediterraneus - wichtiger Hinweis, danke, jetzt weiß ich endlich, dass Feigen in Kübelhaltung Februar/März rausgestellt werden können.

Dienstag beginne ich mit der Plackerei, dann sind die Frostnächte erstmal vorbei. Schattenplätze habe ich. Und die Pflanzen zeigen noch keinen Austrieb. So kommt deine Info gerade rechtzeitig.
Und wenn sie nach der Umstellung auf die Sonnenseite ziehen, brauchen die Stämme einen Sonnenschutz?
Manche Stämme sind silbern, werden das Sonnenlicht eher reflektieren, aber die anderen nicht. Besteht da die Gefahr, dass der Stamm aufplatzen könnte?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 10:01:34
Nein, die Stämme platzen nicht. Das könnte nur bei starkem Frost passieren, wenn der Stamm gefroren ist und auf einer Seite die wärmende Sonne draufscheint. Durch den Kontrast der kalten Frostseite und der wärmeren Sonnenseite des Stamms entstehen Spannungen, die das Holz reißen lassen.

Wenn deine Feigen komplett blattlos sind und kalt überwintert wurden, dann kannst du sie auch gleich sonnig stellen.
Meine stehen momentan noch bei Witterungstemperatur relativ dunkel in der Garage mit offenem Tor.
Sie haben keine Blätter und brauchen auch noch kein Licht.

Wenn ich lustig bin, trag ich sie raus, stelle aber alle Kübelpflanzen (da sind auch Oliven, Hanfpalme dabei) erst mal entlang der Garage unter den Dachvorsprung, damit sie noch nicht der vollen Witterung ausgesetzt sind.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikose am 02. März 2013, 11:57:30
@Mediterraneus - danke. Ja, meine Feigen sind noch komplett blattlos, einige Triebspitzen zeigen leichte grünliche Färbung, stehen in den Starlöchern. Nix wie raus, um die Entwicklung zu stoppen. Sie stehen noch leicht abgedunkelt, keine totale Finsternis bei ca. 2-5°C. Aber es sind steigende Temperaturen angesagt, dann wird sich auch der Wintergarten sehr schnell erwärmen.

Sollte ich heute schon mit dem Raustragen anfangen? Auch wenn Sonntagnacht -2°C kommen könnten? Und direkt an die Südmauer, super, spare ich die Arbeit der vorübergehenden Schattenlagerung, und die Pflanzen stehen wärmer.

Letztes Jahr war es ein Alptraum, alle Feigenbäume trieben früh aus, und ich musste bis nach den Eisheiligen warten. Nie mehr so ein Theater.

Nachdem meiner schon recht alten Kiwi letztes Jahr der Stamm durch die Frühjahrssonne heftig aufplatzte, bin ich vorsichtig geworden. Ich werde einen weißen Balkonschutz vor die Feigen spannen, der hat mit 1 m Höhe das richtige Format, universell zum Schutz der Kübelpflanzen einsetzbar.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Violatricolor am 02. März 2013, 12:28:47
@ Aprikose

Kennst Du zufällig den Namen Deiner Feige? Ich kenne einen Spezialisten, der hat auch winterharte Feigen, soll ich ihn mal fragen, wie Du es am besten mit Deiner im Kübel befindlichen machen kannst ?

LG
Violatricolor
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikose am 02. März 2013, 13:12:13
@ Violatricolor danke, ein wunderbares Angebot, das nehme ich gerne an, meine Klimazone müsste 7a und wärmer sein.

Meine größeren Feigenpflanzen sind:
Bornholm
Pfälzer Fruchtfeige
Osborn profilic
Brown Turkey
Brogiotto Nero

Dann warte ich deine Tipps ab und freue mich schon drauf.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 13:29:32
Ich hab das Vlies abgenommen.

Vorher:
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 13:31:27
Mist, Bild vergessen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 13:32:47
Unter dem Vlies wurde es in der Sonne schon sauwarm. War höchste Zeit.

Drunter: Negronne (mit roten Knospen)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 13:33:38
und "Dalmatie" mit grünen Knospen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 13:34:33
Langsam krieg ichs hin, dass die Basis dicker wird
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 14:00:34
Überwinterte Feigen sind auch noch dran, werden aber abfallen
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikose am 02. März 2013, 15:27:53
Wunderbar sehen deine Feigenbäume aus.

Ich habe mal eben bei mir geschaut und war erstaunt, die ausgepflanzten Feigen sind schon weiter am Austreiben als die überwinterten Topffeigen. Sonst war es immer umgekehrt.
Die ausgepflanzten Feigenbäume stehen völlig ungeschützt, sind bisher ohne Frostschäden, zeigen grüne Spitzenaustriebe und außergewöhnlich viele Fruchtknospen, prall gefüllt, oben leicht grünlich. Und es hängen die nicht gereiften Feigen des Vorjahres noch dran. Die Vögel warten lieber auf reife Feigen.
Nicht mal angepickt sind sie.

Ich glaube, es gibt ein erfolgreiches Feigenjahr.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. März 2013, 17:20:26

Ich glaube, es gibt ein erfolgreiches Feigenjahr.


Hoffen wirs. Ich hatte noch kein gutes Feigenjahr in den letzten 4 Jahren, seit ich mit meinem Feigentest angefangen hab.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Violatricolor am 02. März 2013, 20:59:42
@ Violatricolor danke, ein wunderbares Angebot, das nehme ich gerne an, meine Klimazone müsste 7a und wärmer sein.

Meine größeren Feigenpflanzen sind:
Bornholm
Pfälzer Fruchtfeige
Osborn profilic
Brown Turkey
Brogiotto Nero

Dann warte ich deine Tipps ab und freue mich schon drauf.



Hallo Aprikose, gerade erhalte ich die Antwort. Generell gesehen sollten es alle, ausser "Pfälzer Fruchtfeige", die er nicht kennt, in der genannten Klimazone aushalten. Jedoch fehlen da präzisere Informationen, z.B. wo diese Feigen gepflanzt werden sollen. Denn das Überleben ist eine Sache, die andere aber auch, ob Du dann Früchte hast, die Du auch essen kannst.
Vielleicht schreibst Du mir in etwa die Umgebung, damit er einen Anhaltspunkt hat?

Ansonsten empfiehlt er immer die Sorte 'Verdale', aber auch da soll es darauf ankommen, wo man sie pflanzt.

Also, vielleicht gibst Du mir nähere Informationen?

Viele Grüsse
Violatricolor
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Aprikose am 03. März 2013, 09:52:57
@Violatricolor - Danke, danke für deine Recherche und so schnell. Mein Gartenklima ist für Feigen geeignet. Ich habe schon mehrere seit Jahren ausgepflanzt. Da kommen die Feigenbäume zurecht, vorausgesetzt das Wetter macht mit.
Meine Frage betraf jetzt das Rausstellen der größten Kübelfeigen, ob sie mit Frostnächten Probleme kriegen?

Grad lese ich in den Wetterprognosen, nach den frühlingshaften kommenden Tagen, folgt ein spätwinterlicher Rückfall mit argen Minuswerten. Es kann sich auch anders entwickeln, aber es wird kalt. Meist sind die Temperaturen bei mir milder als vorausgesagt, eben meist.
Was mache ich jetzt?
Stelle ich die Feigen raus, treiben sie bei der kommenden Sonne garantiert aus, dann kommt der angekündigte Frost und alles erfriert? Oder die Reinschlepperei beginnt wieder.
Hilfe? Wie würdet ihr entscheiden? Risiko und Nebenwirkungen trage ich.

Ein Blick in die Wetteraussichten und ich weiß nicht mehr, ob es ein Feigenjahr wird oder ein Reinfall wie letztes Jahr.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 03. März 2013, 10:05:09
Sorte "Verdale", interessant.

Wo kriegt man die? Bei Baud und Mercato verde hab ich sie nicht gefunden.
Kann es sein, dass das eine USA-Sorte ist?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 03. März 2013, 11:20:46


Grad lese ich in den Wetterprognosen, nach den frühlingshaften kommenden Tagen, folgt ein spätwinterlicher Rückfall mit argen Minuswerten. Es kann sich auch anders entwickeln, aber es wird kalt. Meist sind die Temperaturen bei mir milder als vorausgesagt, eben meist.
Was mache ich jetzt?
Stelle ich die Feigen raus, treiben sie bei der kommenden Sonne garantiert aus, dann kommt der angekündigte Frost und alles erfriert? Oder die Reinschlepperei beginnt wieder.
Hilfe? Wie würdet ihr entscheiden? Risiko und Nebenwirkungen trage ich.

Ein Blick in die Wetteraussichten und ich weiß nicht mehr, ob es ein Feigenjahr wird oder ein Reinfall wie letztes Jahr.


So gings mir auch. Ich hab die letzten GFS Läufe angeschaut, sie haben sich auf "Frühling eingependelt",also hab ich die Feige ausgepackt.
Nun haben sie sich auf "Winter eingependelt" :P

Irgendwann muss der Mist doch vorbei sein. Bis jetzt sah es echt mal vielversprechend für eine Feigenernte aus, aber sowas gibts wohl seit der Klimaerwärmung bei uns nicht mehr :-\

Ich hoffe, dass sich das noch gibt und moderat abläuft oder sich komplett erledigt. Zu wünschen wärs uns nach dem langen und dunklen Winter.

Ich lass meine Kübel in der Garage stehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 03. März 2013, 21:44:52
Ich glaube, ich werde die Feigen, die nicht ausgetrieben haben jetzt rauspflanzen. Bei mir im Keller ist es ja dann noch wärmer als draußen. Die etwas schwankenden Temperaturen draußen, werden das vorschnelle auskeimen eher verhindern als die gleichmäßige Wärme im Keller.
Voll ausgetriebene Feigen in der Wohnung lasse ich drin, bis es zuverlässig wärmer ist.
Einige Feigen in der Wohnung haben ihre Blätter dann doch verloren. Ich hoffe draußen erholen sie sich besser. Im Schnitt ist es draussen kühler. Wenn sie draußen dann doch wieder austreiben, werden das angepasste Triebe sein.
Nächstes Jahr werde ich weniger Pflanzen ins Haus holen und auf jedenfall nicht in die Wohnung. Dieses mal hatte ich aber extreme Platznot. Eine Garage o. ähnliches wäre natürlich eine gute Lösung.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 04. März 2013, 13:40:57
So siehts bei mir auch aus. Meine 3 Feigen treiben bei ca 8- 10 Grad im Keller aber jetzt bleiben sie da erst einmal. Im April kommen sie dann erstmal für 2 Wochen raus in den Schatten. Die No Name bleibt im Topf und die Nexö auch noch für 1-2 Winter. Die Perretta kommt dieses Jahr nach 2 Wintern im Keller definitiv raus in den Garten, komme was wolle.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 04. März 2013, 14:37:44
Hier was zur Belustigung "Feige im Wintermantel" ;D

Wenn die Holzpfähle nicht so auffallen würde, könnte sie mit etwas Sternendeko als Weihnachtsbaum durchgehen. Die Idee gefällt mir. ;)

Hat das Bäumchen mit dieser Art von Schutz schon Winter überlebt? Dann würde ich mich auch wieder über ein Bäumchen drüber trauen. ::)

Ich habe jetzt mal nachgeschaut und es sieht sehr gut aus! Da sind schon stramme Knospen dran. :D Ich werde aber noch warten mit dem auspacken. Nächste Woche soll es ja noch mal kalt werden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. März 2013, 14:41:38
Problem ist, dass es darunter sauwarm wird, wenn die Sonne draufscheint. Dann hat die Feige diese Woche 25 Grad und nächste Woche nachts dann vielleicht -10 :-\

Eine Zwickmühle.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 04. März 2013, 14:46:10
Das stimmt natürlich. :-\ Aber es war doch diesen Winter schon mal zwischenzeitlich extrem sonnig und über 10°C. Das hatte wohl nichts ausgemacht.
Vielleicht nehme ich doch kurzfristig ein paar Tannenzweige raus, damit es sich nicht so aufheizt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 04. März 2013, 14:49:11
Als ich am Samstag das Vlies abgemacht hat, war es total warm im Innern. Richtig heiß fast (im dunkelgrünen Vlies).

Jetzt steh ich vor dem Problem, dass ich vielleicht nächste Woche wieder was notdürftig drüberhullen darf.
Gibts denn keinen moderaten Winterausklang/Frühlingsbeginn mehr? :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 04. März 2013, 15:17:02
Bei mir ist es nicht geschlossen sondern nur mit den Zweigen umlegt. Der Wind pustet heute auch recht kräftig, deshalb denke ich wird meine Brown Turkey nicht so warm wie bei dir.
Ich drücke uns allen jedenfalls die Daumen! Es ist meine erste Feige. :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 04. März 2013, 16:23:29
Ich pack meine Feige noch nicht aus.
Die steht im Boden, ist vorigen Winter bis zum Boden zurückgefroren, hat aber brav (und eher spät) wieder ausgetrieben und steht derzeit noch eingevliest. Ich verwende prinzipiell nur weißes Vlies, eben, um unnötiges Aufheizen in der Sonne zu vermeiden. Die mediterranen Restbestände, Oleander, Citrusse, Oliven, Lorbeer, usw., bleiben noch drinnen, im Zweifelsfall bis nach Ostern - auch, weil wir in der Karwoche aushäusig sind.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 05. März 2013, 09:27:15
Bei mir ist nichts mehr eingepackt. Einige Kübelfeigen (Doree, 2 Noname) sind schon seit 3-4 Wochen draußen und die im Vorjahr ausgepflanzte, noch recht kleine Dalmatie wurde vergangene Woche ausgepackt. Zu meinem Erstaunen sind 2 von 6 Triebspitzen erfroren und zwischen meinen Fingern regelrecht "zerbröselt", obwohl die Feige Wochen lang eingepackt war.

Die Anfang 2006 ausgepflanzte Negronne, mittlerweile ein kleiner Baum mit über 2,5 Metern Durchmesser und ebenso hoch, scheint absolut ok zu sein, genauso wie die im Vorjahr ausgepflanzte Madeleine 2 saisons.
Was mit der Dalmatie ist, die mir schon zum 3. Mal hintereinander nicht ohne Schäden bleibt obwohl dieser Winter nicht streng war, ist mir ein Rätsel.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Violatricolor am 05. März 2013, 14:28:44
Sorte "Verdale", interessant.

Wo kriegt man die? Bei Baud und Mercato verde hab ich sie nicht gefunden.
Kann es sein, dass das eine USA-Sorte ist?

Da bin ich überfragt, aber Du kannst Dich hier erkundigen : figues-du-monde.com.
Vielleicht stellst Du auf englisch Deine Anfrage.

@ Aprikose
Selber habe ich keine Feigenbäume bei mir, ausser dem Ficus religiosa, und den auch nur als Kübelpflanze.
Wenn Deine Kübel so gross sind, würde ich sie bei lauem Wetter nach draussen stellen, aber so, dass der Topf nicht den Boden berührt, also mit einer Holzplatte oder Ähnliches darunter. Nachts, mit oder ohne Frost, würde ich die Pflanze dann noch mit einem Gartenvlies schützen, da halten es die empfindlichen Pflanzen gut bis zu -5° Aussentemperatur aus. Vorsichtshalber kannst Du auch gleich den Topf, also den Wurzelballen mit einem Isoliervlies umhüllen und in einen Karton stellen. Natürlich suchst Du Dir dann auch einen eher geschützten Standort für die Übergangsphase aus, so kann eigentlich nichts schiefgehen, und Dein Baum wird so allmählich abgehärtet.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Jayfox am 05. März 2013, 15:37:55
Zitat
Wenn Deine Kübel so gross sind, würde ich sie bei lauem Wetter nach draussen stellen, aber so, dass der Topf nicht den Boden berührt, also mit einer Holzplatte oder Ähnliches darunter.

Ich verstehe bis heute nicht, wieso es die Pflanzen in Kübel schützen soll, wenn man zwischen Kübel und Erdboden eine Zwischenschicht einfügt, sei es eine Holzplatte oder gar eine Isoliermatte.

Wenn es nachts aufklart und Bodenfrost gibt, so liegt das daran, dass der Erdboden Wärme abstrahlt und deshalb auskühlt, nicht aber daran, dass der Boden selbst Kälte produziert.

Pflanzen - ob in Kübeln oder ausgepflanzt - hilft es in solchen Nächten mit Strahlungsfrost eher, wenn man sie selbst mit Vlies oder Decken schützt und so die Abstrahlung der Pflanze selbst vermindert. Den gleichen Effekt erzielt man, wenn die Pflanzen unter höheren Gehölzen, am besten immergrünen, stehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. März 2013, 15:56:06
Das hat "Mein Schöner Garten" mal so gesagt. Und seitdem stimmts ;D

Das einzige was von der Styroporplatte unter dem Kübel profiteren kann, ist ein Terracottakübel, der sich bei Bodenkontakt voller Wasser saugt und aufgefrieren kann.

Ansonsten kommt die Wärme vom Boden, also ist ein Bodenkontakt mit gewachsenem Boden besser /wärmer für die Pflanze.
Deshalb überleben in die Erde gepflanzte Pflanzen, während getopfte über der Erde erfrieren.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 06. März 2013, 18:10:48
So ein Mist, nach den Frühlingswerten tatsächlich ein heftiger Rückfall gemeldet!! >:(
Hoffentlich sind meine Freilandfeigen die vor der Südwand meines Hauses stehen nicht schon im Saft.
Man sieht noch kein Leben.
Die waren ungeschützt und haben , weil es nicht zu kalt war , auch keine Schäden. Wäre zum kotz... wenn der März alles zerstören würde :-\
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 07. März 2013, 02:20:00
Meine afghanischen Babyfeigen stelle ich erst raus, wenn der Frühling sicher ist und wenn die Minipflanzen ein bischen verholzt sind. Wahrscheinlich werde ich sie dann Portionsweise auspflanzen, immer wenn ein paar draußen überlebt haben und weiterwachsen können dann die nächsten raus. Früh ausgepflanzte Pflanzen hätten aber dann eine Chance den nächsten Winter draußen zu überleben. Im Haus habe ich ja keinen Platz für hunderte größere Pflanzen. Solche Massen können höchstens als Minipflanzen in Schalen überwintern. Wenn ich die Pflanzen ausgepflanzt habe, kann ich neue Jungpflanzen anziehen. Die wären dann nächstes Jahr zum auspflanzen größer.
Mal sehen, ob Solms und Wetzlar als Feigenstädte so berühmt werden, wie Deidesheim.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 15. März 2013, 16:50:13
Hallo, die letzten beiden Nächte waren heftig!
Minus 10,9 und -11,3°C über Schnee, wolkenlosem Himmel und Windstille in Tallage.
Bin mal gespannt wie meine Feigen das weggesteckt haben. Ich hoffe sie waren nicht schon im Saft. Immerhin hatten sie bis dato keine Schäden, was eine gute Ernte verprach........
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. März 2013, 16:52:54
-10,5 und -8,1.

Du sprichst ein "Reizthema" an >:(
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 15. März 2013, 16:57:00
Bei uns sollen es heute nacht auch -10°C gewesen sein. :o
Ich traue mich gar nicht nachzuschauen. :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: kaieric am 18. März 2013, 21:55:45
wir lassen unsere angebliche 'pfälzer fruchtfeige' noch eingevliest - immerhin ist es ihr erster winter und der standort in einem vollsonnigen hang leider auch nicht über jeden zweifel erhaben ::)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 20. März 2013, 05:19:57
Vollsonnig bedeutet gleichzeitig, das die Pflanze früher im Saft steht!
Vg
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 28. März 2013, 21:10:44
Hallo ,
Ich bin Dennis und neu hier , und denke hier genau richtig .
Ich bin auch ein Feigenfan und hab hier momentan ca 20 verschiedene Sorten .
Allerdings noch nicht allzu lang , daher kann ich noch nicht so viel zu sagen .
Derzeit ziehe ich einige Stecklinge auf und würde mich freuen , wenn jemand mit mir
tauschen würde oder mir welche seiner Stecklinge zu kommen lässt .

Viele Grüße
Dennis
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 01. April 2013, 19:08:16
Keiner Interesse ?
Ich könnt bald bewurzelte Stecklinge von "del portogallo" anbieten .
Eventuell noch welche von anderen Sorten .
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. April 2013, 19:15:22
Keiner Interesse ?
Ich könnt bald bewurzelte Stecklinge von "del portogallo" anbieten .
Eventuell noch welche von anderen Sorten .


Hallo,
ich bin ein absoluter Feigenfreund und tausche gerne Erfahrungen aller Art inkl. der diversen Sorten. Allerdings habe ich überhaupt keinen Platz mehr für neue Feigen, selbst meine Jetzigen sprengen schon meine "logistischen" Möglichkeiten ;)

Welche Sorten hast du und wie lauten deine Erfahrungen mit ihnen?

Meine besten Erfahrungen habe ich bisher mit Negronne gemacht. Sie steht vor dem Haus und ist seit 2005/6 ausgepflanzt. Nur 2010 entfiel die Ernte: der strenge lange Winter ruinierte mir die erste Ernte und für die 2. Ernte war der Austrieb zu spät und er Sommer / Herbst nicht gut genug. Ähnliches droht dieses Jahr, leider. Mal sehen..

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 01. April 2013, 19:24:29
Hi ,
Also viel kann ich noch nicht an Erfahrung beisteuern .
Hab ca 20 Sorten derzeit , aber hab erst im letzten Sommer mit den Feigen angefangen .
Nun bin ich süchtig ;-) nach dem ich meine ersten eigenen Feigen gegessen habe .
Die sind von einem Baum von Obi gewesen , richtig grün gelb und ca 100gramm mit goldenem Fruchtfleisch ,
was auch nach Honig schmeckt . Hat Ende Juli die ersten Früchte geliefert bis Anfang Oktober .
Dann war ich noch in Deidesheim und anderen Pfälzerstädten auf Feigentour .
Wie gesagt , ich kann noch nicht viel beisteuern . Ich sammel jetzt erstmal einiges an Sorten , damit
ich vergleichen kann und immer genug zum Naschen im Sommer habe ;-)
Derzeit hab ich :
Brown Turkey
Brunswick
Dottato
Mazedonien
Noire de caromb
Obi /früh;grün-gelblich;innen golden;sehr süß
Panachee
Peretta
Signora
Texas Blue Giant
Meeders Auslese
goutte d or /dorree
Bayernfeige Violetta
Bordesholm
del portogallo
Grüne Riesenfeige
Dalmatie
Longue de aout
Toscana
Ice Crystal

Sind aber meist noch kleinere Pflanzen und Stecklinge .
In den nächsten Jahren werd ich dann mehr zum Tauschen haben .

Ich würde auch gerne Stecklinge/Jungpflanzen abnehmen/abkaufen Philippus , damit du mehr Platz hast ,
so ist es ja nicht ;-)

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 01. April 2013, 19:24:30
Ich könnt bald bewurzelte Stecklinge von "del portogallo" anbieten


hi,

"del portogallo" ist vermutlich nicht so bekannt. "Laenglich birnenfoermige dunkle Feigen mit langem Hals. August/September.", mehr habe ich dazu auch nicht gefunden. hast Du sonst noch infos zur sorte?

PS @all nach dem umzug hatte ich arg wenig zeit hier fuers forum. zwischenstand: alle meine feigen im keller haben den winter sehr gut ueberstanden. sehr kalte garage (um 1-2 grad) und sehr kalter keller (um 7 grad) waren ideal. in einem zweitkeller ist eine feige schon ausgetrieben und ich gewoehne sie langsam an die sonne :D
erstaunlich weise haben -einige wenige- feigensorten jetzt ueber winter viele feigen angesetzt. wohlgemerkt im keller, bei minusgraden waere das wohl nicht moeglich gewesen. bin gespannt!

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
 
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Feigen-Amigo am 01. April 2013, 20:42:15
Nach l¨ngerer Abwesenheit auch mal wieder ein Beitrag von mir. Meine noname-Baumarktfeige war ja im letzten Winter zurückgefroren und hatte wieder fast meterlang mehrere Triebe aus dem Wurzelstock getrieben. Bis dato sieht auch alles gut aus, seit dem letzten Temperatursturz im März, der nochmal bis max. -9 Grad brachte habe ich die Triebe einfach in Rohrisolierungen (Schaumstoff) gepackt. Habe druntergeschaut und es sieht sehr gut aus. Mein Wollstrumpfexperiment war ja im letzten Winter gruendlich schiefgelaufen... Der kleine Steckling von der Nexo scheint es auch (dank dicker Mulchdecke??) gepackt zu haben..Ich werde demachst mal Fotos reinstellen ..
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 01. April 2013, 23:32:26
..Ich werde demachst mal Fotos reinstellen ..

bitte, die nummer mit der rohrisolierung klingt spannend! :D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. April 2013, 08:00:18
Torosus, in welcher Region gärtnerst du?
Hast du vor, deine Feigen im Freiland auszuprobieren?

Ich hab mal 20 Sorten draußen getestet. Mittlerweile sind nur noch wenige übrig (Negronne, Dalmatie, Madeleine de deux Saisons, Bornholm, Bozner Blaue und wahrscheinlich Longue de Aout und immerhin auch noch die Bayernfeige)
Teilweise aber nur noch kleine Hölzchen, die halt gerade so überleben aber immer wieder runterfrieren.

Am besten schlägt sich bei mir, wie bei philippus, auch die Negronne. Bornholm ist auch vielversprechend, ebenso die Madeleine.
Richtige Ernten hatt ich aber noch nicht, immer nur ein paar Naschfrüchte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 02. April 2013, 11:06:02
@mediterraneus
also ich komme aus dem Weserbergland , ca 1 Stunde von Hannover , Kassel , Göttingen , Paderborn ,
also genau in der Mitte . Soll angeblich Klimazone 7b sein .
Ausprobiert hab ich noch keine der Sorten im Freiland .
Bei meinen Nachbarn steht nur eine aus Mazedonien seit einigen Jahren , die aber wahrscheinlich ne Bocksfeige ist .
Auspflanzen wollt ich dieses Jahr einige Sorten , da hab ich mehrere Möglichkeiten .
Unser Garten hat Südseite und ist relativ windgeschützt .
Aber ich hab hier auch einen langen schmalen Balkon , dort ist Platz für ca 30 Feigentöpfe ^^ .
Überwinterungsplatz hab ich auch genug .

@feigenamigo
Das ist wirklich eine gute Idee , das werde ich dann auch so testen , wenn es soweit ist .

@Dirk
Über die del portogallo hab ich auch nicht viel rausgefunden . Die Gärtnerei meinte , die haben die aus einer Baumschule in Norditalien . Auf dem Bild sind blaue Feigen abgebildet , sieht sehr interessant aus , aber ob man dem Schild trauen kann ?
Dieses Jahr werd ich es euch jedenfalls sagen können , denn die Bäume werden tragen (sind ja fast 3m Hochstämme)

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. April 2013, 12:59:14
Ich könnt bald bewurzelte Stecklinge von "del portogallo" anbieten


hi,

"del portogallo" ist vermutlich nicht so bekannt. "Laenglich birnenfoermige dunkle Feigen mit langem Hals. August/September.", mehr habe ich dazu auch nicht gefunden. hast Du sonst noch infos zur sortewaere das wohl nicht moeglich gewesen. bin gespannt!

Dirk
 

"Fico del portogallo" oder "ficus lungo del portogallo" googlen. Dann kommt mehr.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frida am 02. April 2013, 13:49:33
Wenn ich Eure Berichte hier so lese, weiß ich meine namenlose Feige immer mehr zu schätzen. Ich habe sie seit 4 oder 5 Jahren im Garten, von einem Steckling aus dem Garten meiner Mutter im Rheinland. Dort konnte man in manchen Jahren sogar 2x ernten. Hier im Norden (Lübeck, Klimazone 7b) schafft sie es nur einmal. Aber sie hat jetzt den 3. harten Winter schadlos überstanden.

Nach den letzten beiden Wintern mit Tiefsttemperaturen bei -17°C hat sie voll gefruchtet - d.h. ca. 30 -40 Früchte. In diesem Jahr kamen -16,5°C Mitte März, von daher bin ich etwas skeptisch, aber gespannt. Man sieht ihr jedenfalls keine Schäden an.

Kann jemand anhand meines Fotos der Früchte die Sorte eingrenzen helfen?



feigen.jpg



Sie steht mit Windschutz nach Nord-Ost, das ist offenbar der Bringer, denn ich habe eine zweite Pflanze im Kleingarten, die jeden Winter komplett zurückfriert und noch nie getragen hat. Die werde ich wohl mal umsetzen müssen, nur wohin?

Tausche auch gerne Stecklinge ähnlich winterharter und wohlschmeckender Sorten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 02. April 2013, 14:21:57
Kann jemand anhand meines Fotos der Früchte die Sorte eingrenzen helfen?



feigen.jpg




Eingrenzen geht immer.
Es ist meiner Ansicht nach keine grünfruchtige und auch keine blaufruchtige Sorte.Auch die rundfruchtigen scheiden aus. Da fallen dann schon mal ein paar Sorten weg ;)

(Anhand von Früchten allein die Feigen bestimmen ist unmöglich. Könnte von Brown Turkey bis Bornholmfigen ziemlich viel sein)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 02. April 2013, 15:14:09
Kann jemand anhand meines Fotos der Früchte die Sorte eingrenzen helfen?



feigen.jpg




Eingrenzen geht immer.
Es ist meiner Ansicht nach keine grünfruchtige und auch keine blaufruchtige Sorte.Auch die rundfruchtigen scheiden aus. Da fallen dann schon mal ein paar Sorten weg ;)

(Anhand von Früchten allein die Feigen bestimmen ist unmöglich. Könnte von Brown Turkey bis Bornholmfigen ziemlich viel sein)

Eingrenzen geht immer :) Ronde de Bordeaux ist es nicht :)

sieht für mich von der Form her wie Brown Turkey aus. Wenn das Foto farbecht ist (mehr grün als rötlich), dann kann es was anderes sein. Brown Turkey bekommt bei Vollreife so ein Kupferrot oder Bronze.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frida am 02. April 2013, 19:56:02
Das Foto ist schon farbecht. Die Feigen bekommen teilweise, aber nicht durchgehend rot-braune Haut.

Und ich finde, dass sie vollreife auch sehr lecker sind. Mir fehlt zwar der Vergleich, aber man sagt ja der Brown Turkey nach, dass sie nicht so gut schmecken soll.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 03. April 2013, 07:29:20
Und ich finde, dass sie vollreife auch sehr lecker sind. .....aber man sagt ja der Brown Turkey nach, dass sie nicht so gut schmecken soll.

Wenn du die Auswahl aus hunderten Feigensorten hast, und Brown Turkey ist nicht die Beste, wie gut schmeckt sie dann?
Ich denke, wir dürfen in unseren Breiten nicht auch noch anspruchsvoll sein und die Feige mit dem besten Geschmack haben wollen. Das sollen die Profis aus dem Süden machen.

Ein Wirtschaftsapfel tuts ja auch, und schmeckt auch dem ein oder andern, da braucht man auch keinen Winterkalvill ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: frida am 03. April 2013, 10:04:39
Ich glaube, da hast Du mich missverstanden. Ich mag meine Feige sehr und finde sie lecker. Da man der Brown Turkey nachsagt, sie schmecke nicht so gut, halte ich es für möglich, dass meine Sorte eben eine andere sein könnte. Aber letztlich ist das auch egal, denn in der Tat freue ich mich total darüber, hier im Norden und trotz der a....kalten letzen Winter die leckeren Früchte essen zu können und hübsch ist sie auch.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 03. April 2013, 10:05:08
Sieht wie B. T. Aus!!
Wer sagt denn dass sie nicht schmecken ???
Meine BT schmecken mir sogar sehr gut!
Hundert mal besser als Supermarktfeigen !!!
Ich finde sie toll!
Vg
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 03. April 2013, 10:33:15
Das Foto ist schon farbecht. Die Feigen bekommen teilweise, aber nicht durchgehend rot-braune Haut.

Und ich finde, dass sie vollreife auch sehr lecker sind. Mir fehlt zwar der Vergleich, aber man sagt ja der Brown Turkey nach, dass sie nicht so gut schmecken soll.

Sieht auch für mich nach BT aus, aber ich verbürge mich nicht dafür :)
In unseren Breiten ist die Wahl einer Feige - aus dem recht eingeschränkten Sortiment das wir hier haben - immer ein Kompromiss; BT ist sicher einer der besten davon. Geschmacklich ist es immer schwierig allgemeingültige Aussagen zu treffen, aber ein qualitativer Gewinn vs. den Importen im Supermarkt ist jede hier geerntete Feige. Es gibt eben eine Reihe von Sorten, welche von vielen als noch schmackhafter gesehen werden, aber diese haben oft auch ihre Nachteile:

Madeleine ist nicht ertragreich, veliert viele Feigen vor der Reife; Pastiliere hat nur eine Ernte (dafür sehr früh) und die Frosthärte ist nicht überall gegeben; Doree mag Feuchtigkeit nicht und ist nur was für heisse und trockene Standorte (reift zb bei mir nicht in der Qualität aus, die sie in der Heimat hat); Ronde de Bordeaux ist sehr wüchsig und ausladend und hat nur eine Ernte mit sehr kleinen Feigen (dafür sehr früh); Negronne hat sehr kleine Herbstfeigen die nicht früh dran sind und über einen recht langen Zeitraum reifen etc.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 03. April 2013, 15:00:05
Besser irgendeine Feige ernten, als eine Gourmet-Feigenpflanze zu besitzen und nicht ernten ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 03. April 2013, 15:20:32
Und der Trend geht zur Zweitfeige 8) .
Wir haben eine Violetta, die auch gut trägt und in guten Jahren 2 Ernten spendiert.
Jetzt möchte ich gerne noch eine andere Feige.
Mich reizt ja die Sorte 'Fehmarn'.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 03. April 2013, 17:42:27
Hi ,
@meditereanus :
Danke , aber dies hab ich schon alles durch . Scheint also auch unter dem Namen "San Piero" oder "Portoghese"
im Umlauf zu sein . Allerdings bringen die Suchen auch nicht viel .
Es scheint eine 5lappige Sorte zu sein . Der erste Steckling hat das erste Blatt nämlich geöffnet .
Bei einigen gucken die Wurzeln schon aus der Erde .
Falls wer tauschen möchte , in ca 2-3 Wochen werd ich die ersten Pflanzen abgeben davon .
(Dirk und Paul sind jedenfalls schon mal vorgemerkt ;-) )

Ich weiß jetzt nicht mehr wer das hier in dem Thread war , aber ich hätte großes Interesse noch an der Nexö Feige .
(an weiteren Sorten allerdings auch)

Gruß
Dennis
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. April 2013, 11:28:43
@Dirk
Über die del portogallo hab ich auch nicht viel rausgefunden . Die Gärtnerei meinte , die haben die aus einer Baumschule in Norditalien . Auf dem Bild sind blaue Feigen abgebildet , sieht sehr interessant aus , aber ob man dem Schild trauen kann ?
Dieses Jahr werd ich es euch jedenfalls sagen können , denn die Bäume werden tragen (sind ja fast 3m Hochstämme)

hoert sich doch interessant an, ich schau mal was dieses jahr so zum tauschen bei mir anfaellt ;-)

wenn tatsaechlich alle ueberlebt haben geht da was.

@all habe gestern die ausgepflanzte rheinlandfeige und die pastelier "begutachtet". beide haben den winter bis dato ueberstanden. sehen jedenfalls gut aus ;-) kann natuerlich am microklima in dortmund liegen. gegenueber stehen seit jahren kamelien .... d.h. es scheint klimatisch ganz ordentlich zu sein fuer exoten.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. April 2013, 11:31:05
In unseren Breiten ist die Wahl einer Feige -

bei Dir steht im profil keine klimazone ;)

da ist es schwer fuer dei anderen den satz zu wuerdigen (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 04. April 2013, 12:21:28
In unseren Breiten ist die Wahl einer Feige -

bei Dir steht im profil keine klimazone ;)

da ist es schwer fuer dei anderen den satz zu wuerdigen (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Hallo,

wenn ich das selbst wüßte.. Wien ist wohl 7b.. Nur ist das bei Feigen nur mit Abstrichen aussagekräftig. Eine windstille Nacht mit -15°C und anschließender kräftiger Tageswerwärmung macht normalerweise weniger aus als eine längere Periode mit tiefem Dauerfrost zwischen -5°C und -10°C vielleicht auch noch mit Wind..

Muss schauen wie ich das im Profil ergänzen kann

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. April 2013, 12:42:26
geht im profil unter: "mitgliedkarte bearbeiten". bei mir stimmt das auch nicht so ganz, weil ich zwei standorte habe ;-) .-. ... also ich habe immer jeweils nur einen standort ;D nur die feigen sind verteilt 8)

beide zonen sind recht aehnlich von der zoneneinteilung, immerhin ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 04. April 2013, 17:16:34
Und der Trend geht zur Zweitfeige 8) .
Wir haben eine Violetta, die auch gut trägt und in guten Jahren 2 Ernten spendiert.
Jetzt möchte ich gerne noch eine andere Feige.
Mich reizt ja die Sorte 'Fehmarn'.

Im Winter 2011/2012 hatten wir in Solms - 17,7 Grad und fast alle Feigen sind runtergefroren, bis auf einen 8 cm großen Sämling, vielleicht von einer Wildfeige. Die Fehmarn war die einzige der runtergefrorenen Feigen, von der ich eine reife Feige ernten konnte. Alle Feigenpflanzen, bis 180 cm groß, standen im Herbst voller Früchte, die nicht mehr reif wurden, auch die restlichen der Fehmarn nicht. 1 Monat mehr Sonne und ich hätte eine super Ernte gehabt. Dieses Frühjahr werden die Feigen wohl spät austreiben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 04. April 2013, 17:55:44
Danke, das klingt doch schon mal gut!
Ich wohne zwar im Rheinland, aber so wie sich die Winter hier entwickeln, schadet es nicht "Reserve" zu haben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 05. April 2013, 16:16:57
Die Kleine Osborn quengelt, will raus ;-) Die grosse Osborn haelt noch die Fuesse still. Die Jugend ... beiden stehen im Keller. Dunkel 7°
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 05. April 2013, 23:01:15
Hi Dirk ,
Süßes Pflänzchen . Woher hast die die Osborn ?
Hast du schon davon geerntet ? Kannst du was zur Sorte sagen ?
Bei den Amis scheinen die ja recht beliebt zu sein .

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. April 2013, 09:46:59
Süßes Pflänzchen . Woher hast die die Osborn ?

die habe ich von dehner, aus witten! je nach dehner haben die ja manchmal ganz unterschiedliche angebote. in mainz der hat ganz ganz andere feigen.

zur feige kann ich nur folgendes sagen:

"Mittelgrosse braune suesse und geschmackvolle Feigen. Langsam Wachsend. Sehr hart und produktiv. Vertraegt auch schlechte Sommer d.h. braucht zum fruchten keine extreme Waerme."

das mit den schlechten sommern fand ich passend :-X

einfach nach feigensorten googeln, da gibt es noch mehr.

der steckling muss sich jetzt -obgleich so klein- schon draussen bewehren 8-) wir haben hier zum glueck immer ueber null die letzten tage, auch nachts ;)

haette nie gedacht dass ich so einem wetter je was positives abgewinnen koennte (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

however, zwei feigen sind jetzt raus, zum testen ;D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 06. April 2013, 09:59:58
Aktuell, weil ich grad aus Süditalien zurückgekommen bin:
Die Feigen dort haben praktisch noch gar nicht ausgetrieben, bestenfalls sieht man Miniandeutungen der Blättchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. April 2013, 13:54:56
Aktuell, weil ich grad aus Süditalien zurückgekommen bin:
Die Feigen dort haben praktisch noch gar nicht ausgetrieben, bestenfalls sieht man Miniandeutungen der Blättchen.

Die standen auch nicht in irgendeinem Keller ;D

PS: Meine draußen verhalten sich wie die Kollegen aus Süditalien (nur dass sie vielleicht gar nicht mehr ausschlagen und wieder von unten anfangen müssen)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 07. April 2013, 08:40:17
Hallo, meine ausgepflanzten Feigen schlafen auch noch, aber sind im Saft!
Ein paar Endknospen hat der strenge März zerstört!
Vg
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. April 2013, 10:06:12
apropos im saft, es gibt ja jetzt einige feigen die bei +7 grad im keller schon reichlich feigen angesetzt haben, jedoch keine blaetter. stehen die schon "im saft"?
eine war in einem etwas waermerem keller, die hat schon eine richtig grosse feige :o

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 09. April 2013, 12:41:15
Meine Feigen im Keller haben ja schon im Februar angefangen mit austreiben, die Triebe haben jetzt nur kleine Blätter die natürlich nur hellgrün sind.
Sollte ich die Feigen solange es keinen Frost gibt schon in den Schatten rausstellen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 15:33:18
Du kannst sie rausstellen, das ist besser als im Keller, aber Frost dürfen sie nicht kriegen.

Am besten geschützt an Hausmauer, auf Terrasse oder so.
Volles Sonnenlicht ist auch schlecht, da die Blätter keine Sonne gewohnt sind.
Vielleicht schmeißt du ein Vlies drüber, das schützt vor leichten Frösten und schattiert gleichzeitig.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 15:35:39
Ich hab meine Feigen gestern das 2. mal ausgepackt. Nun endgültig.

Geschützt waren nur Negronne und Dalmatie, weil ich mal was ernten will dieses Jahr.
Negronne sieht sehr gut aus, Dalmatie hat trotz Vliesabdeckung braune Spitzen. Diese Sorte stellt mich vor ein Rätsel, soll sie doch so frostfest sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 09. April 2013, 15:47:19
Ich hab meine Feigen gestern das 2. mal ausgepackt. Nun endgültig.

Geschützt waren nur Negronne und Dalmatie, weil ich mal was ernten will dieses Jahr.
Negronne sieht sehr gut aus, Dalmatie hat trotz Vliesabdeckung braune Spitzen. Diese Sorte stellt mich vor ein Rätsel, soll sie doch so frostfest sein.

Auch bei meiner Dalmatie sind einige Triebspitzen hin. Bei Negronne ist alles ok. Jetzt müsste Dalmatie nur schon etwas älter sein und länger dort stehen, ehe ich meine Schlüsse ziehen könnte. Selbes gilt für Pastiliere. Sie fror zwar jedes Jahr zurück, aber sie hatte auch nie die Gelegenheit sich zu etablieren wie Negronne in ihren ersten Wintern die mild waren.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 15:51:04
Dalmatie und Negronne hab ich zusammengepflanzt (50 cm nebeneinander, sollen ineinanderwachsen). Negronne ist nur ein Jahr länger an diesem Standort.

Pastiliere hab ich verschenkt. Die fror schnell zurück und trug nicht. Vielleicht hab ich ihr zuwenig Zeit gegeben, kann sein.
Aber andere waren augenscheinlich besser hart.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 09. April 2013, 15:54:15
Ok, werde sie in den Kellereingang nach unten stellen da kommt kaum Sonne und zur Zeit sowieso noch nicht. Wenigstens bis Anfang Mai lass ich sie da stehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 09. April 2013, 15:57:49
Dalmatie und Negronne hab ich zusammengepflanzt (50 cm nebeneinander, sollen ineinanderwachsen). Negronne ist nur ein Jahr länger an diesem Standort.

Pastiliere hab ich verschenkt. Die fror schnell zurück und trug nicht. Vielleicht hab ich ihr zuwenig Zeit gegeben, kann sein.
Aber andere waren augenscheinlich besser hart.

"Vielleicht hab ich ihr zuwenig Zeit gegeben, kann sein."

das frage ich mich bei meiner auch. Ich habe sie jedes Mal, nachdem sie zurückgefroren war, weggenommen und wo anders hingepflanzt. Daher hat sie sich nicht etablieren können, aber er Platz war mir zu schade. Trotzdem: direkt neben anderen Sorten die genauso "frisch" dort standen, erlitt sie die meisten Schäden. Sie ist jetzt im Topf.
Sehr positiv bin ich von Madeleine überrascht: sie verbrachte einen Großteil des vorigen Winters im Topf draußen und diesen Winter ausgepflanzt. Null Schäden. Aber wie bekannt ist, liegen die Probleme dieser Sorte wieder wo anders.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. April 2013, 16:02:35
Meine Madeleine ist auch gut hart. Ich konnte sogar ein paar Früchte ernten. Keine einzige ist abgefallen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 09. April 2013, 18:41:46
Meine Madelaine hatte noch nie eine Frucht und steht schon 4 Jahre !!
Große Enttäuschung !!
Zurückfrieren tut sie aber nicht.
Seit heute bilden sich die Blütenfeigen aus. Der Fruhling kommt.
Vg
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 10. April 2013, 08:29:25
Meine Madelaine hatte noch nie eine Frucht und steht schon 4 Jahre !!
Große Enttäuschung !!
Zurückfrieren tut sie aber nicht.
Seit heute bilden sich die Blütenfeigen aus. Der Fruhling kommt.
Vg
Mario

Hallo Mario,

ich bin mir sicher, dass mit zunehmendem Alter auch bei der Madeleine ein Ertrag kommt. Das Abwerfen soll im Übrigen vor allem die Herbstfeigen betreffen.
Auch meine ist bei der Fruchtausbildung und beim Halten der Feigen sehr enttäuschend. Jetzt wird sie langsam zu einem kleinen Bäumchen (derzeit 1,50 hoch), das nun ein Jahr an seinem Standort steht und dieses Jahr vielleicht etwas mehr Reserven für die Früchte hat. Mal sehen, ich berichte.

grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 12. April 2013, 11:44:33
hi @all,

wie duengt ihr eigentlich, langsam kommt ja die zeit ;-)

ich nutze den P/K duenger von hesi, der halt gar keinen stickstoff hat. was meinen die experten.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 12. April 2013, 11:52:37
Die ausgepflanzten düng ich gar nicht. Anfangs hab ich zur "Winterhärtesteigerung" bzw. zum besseren Ausreifen des Holzes im Spätsommer Patentkali gegeben, geringe Dosis.

Die Kübelfeigen werden mit den anderen Kübelpflanzen ab und zu mitgedüngt. Dünger nehm ich, was grad da ist. Blaukorn oft. Teilweise haben sie auch Zitrusdünger bekommen, weil ich vorher die Citrus gedüngt hab .
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 12. April 2013, 11:57:41
Blaukorn oft.

ok, NPK 12/12/17 d.h. eine gewisse stickstofftoleranz ist da :)

oft macht man sich wohl zu viele gedanken .... habe versucht auf stickstoff ganz zu verzichten bis dato.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 12. April 2013, 19:25:09
es ist angerichtet, eine perlitfeige ;-) siehe bild.

soll so eine art hydrokultur werden ... die feige hat erst gedacht es schneit schon wieder.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 14. April 2013, 11:56:19
Die Perlitfeige ;D

Meine Negronne schaut am besten aus. Hier mal eine Triebspitze
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2013, 15:09:06
die draussenfeigen scheinen etwas spaeter. Deine negronne scheint ueberdiese auch einen hauch roetlicher :o ... alles in allem ...

seis drum, die sonnenstrahlen lassen alles foermlich explodieren auf dem balkon ;D macht richtig spass zuzuschauen 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 15. April 2013, 15:14:46
rötlicher als deine Negronne oder rötlicher als andere Feigen?
Zweiteres stimmt, ich habe noch bei keiner Feige rötlichere/dunklere Knospen gesehen, als bei Negronne.

Die runden Knospen sind übrigens die Feigenknubbel der ersten Feigen, freu. Hoffentlich kommt wettertechnisch nicht wieder irgendein Mist dazwischen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2013, 15:43:11
Hoffentlich kommt wettertechnisch nicht wieder irgendein Mist dazwischen.

der fruehling ist jetzt da!

roetlicher als alle anderen sowieso aber auch roetlicher als meine negronne :-\

die feigenansaetze habe ich auch schon mit freuden zur kenntniss genommen 8-)

hardy und feldthuns haben sogar schon richtig grosse feigen ca. 3cm lang 8)

bin super gespannt!

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2013, 17:30:05

der fruehling ist jetzt da!

 :-X ab samstag nordwind und es wird deutlich kaelter ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 15. April 2013, 22:26:46
Wie lange willst du die Feige in Perlit kultivieren? Perlit ist nicht sehr Strukturstabil.

@Mario und philippus: schneidet ihr eure Feigen auch ausreichend? Wenn man eine Feige nicht ausreichend schneidet ist der ertrag deutlich geringer. Vielleicht brauchen eure Feigen einfach einmal einen gründlichen Rückschnitt. Oder Standort ist einfach zu kalt und dunkel.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 15. April 2013, 23:00:09
Wie lange willst du die Feige in Perlit kultivieren? Perlit ist nicht sehr Strukturstabil.

solange es funktioniert 8) perlit ist anders als seramis oder blaehton-seit jahren wegbegleiter meiner pflanzen- offenbar recht "broeselig". bin gespannt wie es sich auf lange sicht verhaelt. im landschaftsbau wird es offenbar intensiv eingesetzt und halt in jeder zweiten blumenerde zugesetzt.

die gefahrt dass es "versandet" hatte ich bis dato nicht wirklich gesehen spricht aber was fuer da es ja zwischen den blossen fingern zerrieben werden kann :P bin gespannt!

wuerde mich sehr freuen dazu konkrete erfahrungswerte zu hoeren :) bisher nutze ich es nur als beimischung (in schichten) und bei einer rose pur fuer das volumen um den hohen topf guenstig auszufuellen ...

mehr als sand werden und sich verdichten kann es doch nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 15. April 2013, 23:07:20
Perlit ist wesentlich formstabiler als z.B. Vermiculit. Natürlich zerbröselt es bei mechanischer Beanspruchung, tut Bims auch, auch Lavagrus ist nicht 100%ig stabil. Blähton, solange kein Bruch, mag fester sein, ist mir in Kugerlform aber in Substraten wenig sympathisch.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 16. April 2013, 02:40:23
Es ist hald trtzdem nicht so stabil, dass man lange kulturen darauf zieht.
Ich kenne gerade einmal dass Nelken auf reinem Perlit kultiviert werden, wobei es mit der Zeit vermoost und aufgefüllt werden muss. Hier wird es aber auch nur 1-1,5 Jahre eingesetzt bevor die Kultur ausgetauscht werden muss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2013, 08:36:32
Es ist hald trtzdem nicht so stabil, dass man lange kulturen darauf zieht.
Ich kenne gerade einmal dass Nelken auf reinem Perlit kultiviert werden, wobei es mit der Zeit vermoost und aufgefüllt werden muss. Hier wird es aber auch nur 1-1,5 Jahre eingesetzt bevor die Kultur ausgetauscht werden muss

besten dank fuer die vorwarnung, werde es im auge behalten. da die oberste schicht -schon damit das zeuch nicht wegfliegt- immer seramis oder lechuza ist hoffe ich dass wenigstens das vermosen kein problem sein wird.

werde Euch auf dem laufenden halten.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 16. April 2013, 08:51:07
Dann kann man gleich - wie viele kommerziellen Gemüsekulturen - auf Steinwolle udgl. ziehen. Wird meist aber auch nur eine Saison benutzt....
Ob sowas Feigen besonders freute?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2013, 08:59:15
Ob sowas Feigen besonders freute?

staendiges umtopfen sicher nicht. ich warte jetzt erst mal ab. mit hydrokultur habe ich bei allen moeglichen pflanzen sehr sehr gute erfahrungen gemacht. alle meine zimmerplamen, die guave, der alte benjamin etc sind in blaehton, seramis oder lechuza. denen geht es richtig gut.
einzige gefahr die ich bei perlit sehe ist die verdichtung und das angesprochene vermosen. wobei bei mir -hoffentlich- kein licht drankommt an das perlit.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. April 2013, 11:30:30
Ich bin ja mal gespannt, ob das klappt.

Wie kann man das Perlit gießen, ohne dass alles oben raussprudelt?
Meine Feigen im Topf haben möglichst mineralisches Substrat bekommen, auch Lehm. So sind die Töpfe zwar schwer, aber es scheint ihnen zu gefallen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2013, 11:49:22
Ich bin ja mal gespannt, ob das klappt.

ich auch ;-) also giessen ist kein problem ich habe ja oben die schicht seramis drauf. aber auch das giessen bei purem perlit waere nicht so das problem, eher das es wegweht da es ja irre leicht ist.
uebrigens auch ein grund warum ich perlit genommen habe. die pflanzgefaesse sind ja recht gross und wenn da z.b. lehm drin waere wuerde das den transport nahezu unmoeglich machen.
in kombination mit dem hydroduenger (P/K) sollte die feige alles haben was sie so braucht. Du erinnerst Dich, sind ja stadtfeigen ;D

eine meiner gekauften feigen hatte unten im topf uebrigens tatsaechlich ein lehm, stein gemisch. da hat sich aber keine wurzel reingetraut. wieso der haendler das so gemacht hat ??? however, wenn´s mit dem perlit nicht geht, dann muss ich auf die teure variante mit seramis oder lechuza zurueckgreifen ... "versuch macht kluch", sagt man bei uns ;D ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk



Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 16. April 2013, 11:52:22
Wenn Perlit nicht hydrophobiert (und damit unbrauchbar) ist, dann neigt das Zeug nur im trockenen Zustand zum Aufschwimmen. Gärtner verwenden Filz((?)scheiben mit Schlitz auf ihren Töpfen und Kübeln, um Aufschwimmen und Ausschwemmen hintanzuhalten.
An Perlit mißfällt mir eher die weiße Farbe.
Lavagrus oder ähnliches Zeug (grobe Ätna"asche" z.B.) sind optisch besser....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2013, 12:03:18
Wenn Perlit nicht hydrophobiert (und damit unbrauchbar) ist, dann neigt das Zeug nur im trockenen Zustand zum Aufschwimmen.

solange es nicht das mit silikon impraegnierte bauperlit ist ist es als wasserspeicher ideal:

wiki meint unter anderem folgendes: "Im Gartenbau dient es als steriles Aussaatsubstrat oder als Zusatzstoff für Blumenerde, der vor zu starker Verdichtung schützt und damit die Luftdurchlässigkeit verbessert."

lavagrus ist nachtuerlich schoener! daher liegt das perlit bei mir auch nicht frei, sondern es gibt eine deckschicht drueber.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 16. April 2013, 13:08:40
Reines Perlit fliegt wenn es konstant feucht gehalten auch nicht mehr sondern liegt wie jedes andere Substrat brav im Topf. Mann kann prinzipiell jede Pflanzen auf Inerten Substraten (Perlit, Steinwolle, ...) kultivieren. Mann muss nur für ausreichende Wasser und Nährstoffversorgung sorgen (ideal währe eine geschlossenes System mit Tröpfchenbewässerung) Oft ist das Wachstum/Ertrag deutlich häher, da sie keinen Lebensraum für Schädlinge bieten.
Übrigens gerade die weiße Farbe ist ein Pluspunkt => reflektion des Lichtes

Warum ihnen der Lehm gefällt ist mir klar.
Lehm kann sehr viele Nährstoffe in seinem schichtförmigen Aufbau speichern und Feigen sind nun mal Starkzehrer.
@alter-schwede: Da wurde die Erde wahrscheinlich zu feucht gehalten => der Lehmige bereich wurde schlammig => keine Luft=> keine Wurzeln (bei mir im Garten wachsen die Feigen in reinem Lehm)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. April 2013, 13:10:32
Tss, diese Stadtfeigen! ;)

Meine Landfeigen dürfen echte Erde haben, sowohl im Topf als auch ausgepflanzt.
Allenfalls gibt es eine Lavamulchschicht.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 16. April 2013, 13:13:25
Ich vermute eher, die Feige wurde erst kurz vorher in den Topf gesteckt, bzw. in einen größeren umgetopft, um sie teurer verkaufen zu können. Deshalb war der untere Bereich nicht durchwurzelt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. April 2013, 13:56:41
auffaellig war dass der boden just an der stelle anders war. jetzt ist sie jedenfalls umgetopft und steht in einer erd/perlit mischung 8-)

PS: bei alledem habe ich jetzt nicht alle feigen auf hydro umgestellt die meisten stehen noch klassisch in "tomatenerde"

Dalmatie (Hochstamm)   Grosstopf Hydrokultur Blaehton/Seramis/Perlit/Seramis   Keller
Negronne    Gross Topf Hydrokultur Blaehton/Seramis/Perlit/Seramis   Keller
Longue de aout   Topf Erde   Keller
Doree? (Baumarkt)   Topf Erde   Keller
 Lussheim   Topf Hydrokultur   Keller
Rheinlandfeige   Garten Winter 12/13   Mulchschicht
Feldthuns   Topf Erde   Keller
Osborn Prolific   Grosstopf Mischung Erde/Perlit    Keller
Pastelier / RDB   TOPF & Garten Winter 12/13   Mulchschicht
Hardy Chicago   Grosstopf Erde   Keller
Frankfurtfeige    Topf Erde   Keller
Brown Turkey   Topf Erde   Balkonüberwintert
Melonenfeige   Topf Erde   Wohnung/Schildlaus
Ronde de Bordeaux   Topf Erde   Keller

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 17. April 2013, 04:35:52
Respeckt vor der Sortenvielfalt, ich hätte auch gerne so viel Platz und Sorten :'(
Abgesehen von kleinwüchsigen, welche sorten würdest du am ehesten weiterempfählen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 17. April 2013, 08:06:13
Die Lehm Steine Packung kann schlicht zum Topf beschweren sein.
Die mögen das nicht so wenn derWind die dauernd umbläst. Reine Steinpackung ist gießtechnisch problematischer, da läuft das Wasser gleich weg.
Da muß man halt einen Mittelweg finden.
Ganz unten ist das optimal.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. April 2013, 09:21:30
Abgesehen von kleinwüchsigen, welche sorten würdest du am ehesten weiterempfählen?

um da serioese aussagen machen zu koennen brauche ich noch zeit. die meisten feigen sind noch klein und viele haben erst in diesem jahr die gelegenehit zu fruchten. bin ja noch nicht so lange auf feige 8-)

die damatie hat durchaus leckere feigen und die ernte war letztes jahr ueppig fuer eine topfpflanze. negronne war lecker aber ist auch noch recht klein. hardy chicago ist der hammer weil sie jetzt schon grosse feigen hat. bin gespannt wir die schmecken werden 8-)

bei der auswahl kommt es extrem darauf an was man will. sichere ernte, winterhaerte, optimaler geschmack etc. und dann sind die geschmaecker ja auch noch verschieden. einfach feigensorten googlen und schauen welche sorte die persoenlich best geeignetste ist. momentan finde ich dalmatie und hardy persoenlich am spannendsten.
ach ja pastilier scheint sehr unkompliziert UND vermehrungsfreudig. offenbar hat die den winter draussen sogar gut ueberstanden. sal´s fig, nexoe und valle negra brauche ich noch unbedingt ;D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. April 2013, 09:29:53
Respeckt vor der Sortenvielfalt, ich hätte auch gerne so viel Platz und Sorten :'(
Abgesehen von kleinwüchsigen, welche sorten würdest du am ehesten weiterempfählen?

Pastiliere alles andere als "unkompliziert". Die zugeschriebene Frosthärte scheint nicht überall voll gegeben (wobei hinzuzufügen ist, dass diese Beobachtung einer Bestätigung bei etablierten Pflanzen bedarf) und vor allem kann der Ertrag in manchen Jahren stark bzw. komplett verloren gehen, vor allem bei wechselhaften Wetterbedingungen. Ich habe diese Erfahrungen gemacht, ein anderer Feigenfreund auch und auch im folgenden Link wird dies als große Einschränkung bei Pastiliere betrachtet:

http://www.planetfig.com/cultivars/fcveng8586.html
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. April 2013, 09:40:42
Respeckt vor der Sortenvielfalt, ich hätte auch gerne so viel Platz und Sorten :'(
Abgesehen von kleinwüchsigen, welche sorten würdest du am ehesten weiterempfählen?

das Problem ist, dass du bei mehr oder weniger jeder Sorte irgendwo Einschränkungen hast. Daher sollstest du für dich einmal entscheiden, worauf du verzichten kannst:

* Negronne: nicht ganz früh, kleine Früchte, spätere Herbstfeigen haben in manchen Jahren eine dicke Haut. Früchte bauen schnell ab, wenn die Sonne sich ab Ende Oktober rar macht und Kraft verliert
* Madeleine des deux saisons: sehr schlechter Ertrag (verliert viele Feigen), Früchte nicht sehr haltbar
* Longue d'aout: mag keine schweren Böden, Blütenfeigen nur durchschnittlicher Qualität (übrigens hervorragende Containerfeige)
* Brown Turkey: nicht ganz früh, durchschnittliche Fruchtqualität
* Doree: braucht viel Sonne und Hitze um gute Feigen zu produzieren, nicht früh, Früchte faulen leicht bei feuchtem Wetter
* Dalmatie: schwache erste Ernte (wenige Feigen) die obendrein die (ohnehin schon nicht ganz frühe) 2. Ernte verzögern können
* Pastiliere: verliert oft Feigen, Feigen sind weniger süß und nicht sehr haltbar, nur eine Ernte
* Ronde de Bordeaux: sehr kleine Feigen, nur eine Ernte, sehr ausladender Wuchs

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. April 2013, 09:42:36
mag wohl auch keine zugluft ... ???

meine drei pastilier hatten jedenfalls den stiefmutterposten. ich hatte die beiden pflanzen guenstig bekommen und die hatten halt die schlechtesten plaetze.
eine muste sofort raus in den garten, eine hatte einen viel zu warmen keller und wurde zu stark gegossen (bei mir war kein platz mehr). selbt der wurzellose rootsucker ist super angegangen. das finde ich erst mal erstaunlich. offenbar hat sie einen ziemlichen ueberlebenswillen 8) werde weiter berichten 8)

ich freu mich erst mal ueber die ueberlebensquote ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. April 2013, 10:14:16
TOP: Negronne, Madeleine, Bornholmfigen

Flop:
 Pastiliere, Nordland Bergfeige, Schwarze Rauchfeige und bei mir auch die Violetta (Bayernfeige).

Diese Angaben beziehen sich auf ausgepflanzte Feigen.

Dalmatie ist unter Beobachtung, weil sie letzten Sommer Pilzflecken bekam und nicht trug. Zudem hat sie trotz gleichem Standort und Winterschutz wie Negronne trockene Triebspitzen bekommen. Also eindeutig weniger hart als Negronne. Sie bekommt aber wegen dem Zwergenwuchs noch ne Chance.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. April 2013, 15:20:09
Bei Dalmatie regt sich etwas.. Sie ist die erste ausgepflanzte Feige, die austreibt.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 18. April 2013, 09:41:26
Meine Pastilliere ist nicht unbedingt die schlechteste Feige.
Sie hat sich in den 3 einhalb Jahren bei mir ganz gut entwickelt und hat sich mehrmals verzweigt.
Sie ist in den Jahren seit der Pflanzung immer bodeneben zurückgefroren, aber immer wieder ausgetrieben.
Dieses Jahr sind bei allen Feigen nur die neuen Triebe abgefroren.
Die Feige mit den wenigsten Schäden bei mir ist die Ronde de Bordeaux.
Feigenfrüchte von den Ausgepflanzten hatte ich allerdings in den 4 Jahren Standzeit noch nie.
Ausgepflanzt habe ich die Pfälzer Fruchtfeige ( langsamwachsend, friert immer zur Hälfte zurück ) Nordland Bergfeige ( im Freiland die Schlechteste trotz Schutz, fliegt dies Jahr raus ), Negronne ( seit zwei Jahren, kommt nicht so richtig in die Gänge ), Pastiliere ( 3 einhalb Jahre, 3 Jahre in Folge - 17 - -18 °C ausgehalten, wächst immer gut nach ),
Ronde de Bordeaux ( friert nur wenig zurück, hat guten Zuwachs, macht lange gebogene Zweige ),
Brown Turkey ( ähnlich hart wie RdB, wächst bei Runterfrieren gut nach )
Bornholmfeige ( von Obi, wie BT und RdB, friert kaum zurück, wächst aber langsam ), Dalmatie ( wächst bei mir extrem langsam, unter Beobachtung, nicht ganz so hart wie die anderern, fliegt sonst ebenfalls raus, möglicherweise schlechter Standort oder andere Ursache, war von Anfang an krüppelig geliefert worden ).
Im Topf habe ich noch eine Negronne, eine Hardy Chicago, und eine Fehmarn. Die Topffeigen rücken nach, wenn eine Ausgepflanzte wegen mangelnder Eignung rausfliegt.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Martina777 am 18. April 2013, 09:46:31
Feigenfrüchte von den Ausgepflanzten hatte ich allerdings in den 4 Jahren Standzeit noch nie.

Irgendwie ein sinnloses Unterfangen, wenn man das Teil als "Obst" betrachten wollte, oder?

(Soll keine Kritik sein, bestätigt nur meine eigenen Erfahrungen.)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. April 2013, 10:14:04
hmmm,

setzen die dann erst gar keine fruechte an oder fallen die fruechte ab? werden nicht reif?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 18. April 2013, 10:27:50
Je nun, auch übliche Obstbäume tragen kaum im 4. Jahr.
Und Feigen sind halt einfach kein recht mitteleuropäisches/pannonisches Obst.
Meine seit Jahren ausgepflanzte 08/15-Feige trägt fast immer - Ausnahme letztes Jahr, wo sie total zurückgefroren war - ein paar Feigen zum Kosten, der Rest schaffts meist nimmer bis zur Herbstkälte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. April 2013, 11:02:40
Feigenfrüchte von den Ausgepflanzten hatte ich allerdings in den 4 Jahren Standzeit noch nie.

Irgendwie ein sinnloses Unterfangen, wenn man das Teil als "Obst" betrachten wollte, oder?

(Soll keine Kritik sein, bestätigt nur meine eigenen Erfahrungen.)

Ich betrachte die Feige als mediterrane Zierpflanze, die nur in günstigen Jahren trägt. Das rechtfertigt die schlechten Jahre auf jeden Fall.
Und der Wurzelstock erfriert bei einer angewachsenen Feige eh nie, ist also winterhart.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. April 2013, 11:06:39
Bei Pastiliere erhoffte ich mir bei Rückfrieren (was sie immer tat, im Gegensatz zu anderen) wenigstens noch eine Ernte der am neuen Holz gewachsenen Feigen. Sie soll ja sehr früh sein.
Bei mir setzte sie aber nie Feigen an, wuchs wie verrückt und fror dann wieder runter. Deshalb flog sie raus
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. April 2013, 11:07:52
hier in FRA gibt es eine "draussenfeige" die jedes jahr traegt. die ist allerdings schon uralt, demnach auch eine frage der perpektive 8-)

bei den kuebelpflanzen bin ich ohnehin super zuversichtlich wenn ich sehe was die jetzt schon fuer feigenansaetze haben :o

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. April 2013, 11:13:55
Klar in Frankfurt/Innenstadt friert eine Feige eh nicht so schnell zurück. Auch in Aschaffenburg in der Stadt gibts immer Feigenernten und bei Mainz hab ich schon Feigenbäume gesehen, das waren richtige freistehende Hochstämme, wie hier Zwetschgenbäume.
Im Umland ohne wärmende Bebauung ist das schon was anderes, erst recht auf den Höhen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mime7 am 18. April 2013, 12:33:48
Bei Pastiliere erhoffte ich mir bei Rückfrieren (was sie immer tat, im Gegensatz zu anderen) wenigstens noch eine Ernte der am neuen Holz gewachsenen Feigen. Sie soll ja sehr früh sein.
Bei mir setzte sie aber nie Feigen an, wuchs wie verrückt und fror dann wieder runter. Deshalb flog sie raus

Hallo,
nach kalten Wintern (wenn die Tiefstwerte an die -13 oder-15 Grad gehen) treibt meine Pastiliere extrem spät aus, selbst wenn nicht alles oder auch fast nichts zurückgefroren war, teilweise erst Ende Mai.
Diesen Verzug zu Beginn holt sie nie mehr auf, d.h. nach kalten Wintern ernte ich nie.

Nach eher milden Wintern treibt sie früher, und die Herbstfeigen sind dann im September reif.
Grosse Mengen waren das aber auch noch nicht.

Dieses Jahr sollte sie also früher treiben (wir hatten es nie kälter als -10), und von daher bin ich optimnistisch, dass es dieses Jahr einige Früchte gibt.

Unabhängig vom Winterwetter treibt bei mir die Madeleine deutlich früher als die Pastiliere, die Knospen derselben brechen jetzt schon auf.
Sie setzt auch gut Früchte an - nur um dann die meisten abzuwerfen.

Insgesamt hab ich von der (kleineren) pastiliere mehr geerntet, als von der Madeleine. Ich bin mit der Pastiliere also nicht unzufrieden.

Gestern wurden noch eine Dalmatie und eine Negronne geliefert, bin mal gespannt, wie die sich so machen.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 18. April 2013, 12:38:32
Und es geht doch...
Alles was man braucht sind 1 -2 nicht zu strenge Winter, welche die Feige ohne nennenswerte Schäden übersteht und ihr die Möglichkeit geben, sich zu etablieren. Ist die Grundstruktur des Baumes einmal gefestigt und das Holz etwas dicker, der Baum halbwegs eingewurzelt, kann es auch jährlich (oder fast) zu einer Ernte kommen - mal mehr, mal weniger.

Meine seit 2005 ausgepflanzte Negronne hatte das Glück, dass die ersten Winter mild waren. So konnte sie sich schön etablieren. Ich hatte seither jährlich - außer 2010 wegen eines sehr strengen Winters, eines späten Austriebs und schlechten Sommers sowie Herbst - immer viele reife Feigen.

Gruß
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 18. April 2013, 13:15:08
naja ist hald immer eine Frage des Winterschutzes und des STO. Die Feige die ich am Balkon habe friert nur in sehr kalten Wintern zurück, und da auch nur leicht die Spitzen (komplett ohne Winterschutz). Bei der Feige am Stadtrand von Wien im Garten friert alles ab was nicht geschützt ist.

Heuer starte ich einmal den Versuch. Ich grab ein loch mach außen eine kleine Mauer so 50 cm hoch. In das entstandene Loch mit begrenzender Mauer wird die Feige gesetzt. Ich hoffe mir dadurch den Winterschutz zu erleichtern (zurück schneiden => einfach Isolierplatte drüber)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 18. April 2013, 13:38:35
naja ist hald immer eine Frage des Winterschutzes und des STO. Die Feige die ich am Balkon habe friert nur in sehr kalten Wintern zurück, und da auch nur leicht die Spitzen (komplett ohne Winterschutz). Bei der Feige am Stadtrand von Wien im Garten friert alles ab was nicht geschützt ist.

Kommt auch drauf an, an welchem Stadtrand, und in welcher Lage.
ich kenn Feigen, die in einem eher verwilderten Garten ganz versteckt zwischen Gebüsch und Bäumen gut durchhalten (Früchte hab ich noch nicht gesehen). Meine eher freistehende Feige überdauert in milden Wintern auch ohne Schutz, im vorletzten Winter ist sie komplett zurückgefroren, diesen Winter war sie unter einer Vlieshülle und trägt schon die ersten Fruchtansätze.
So wie die Feigenbäume beim letzten Urlaub in der Toskana werden Feigen hier sicher nicht, die bleiben ein Kuriosum, das bisweilen ein bisserl fruchtet...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. April 2013, 13:42:37
Genau. Die Feige ist ein frostempfindlicher Exot und somit ohne Erntegarantie.

Deshalb heißt der Thread so wie er heißt ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 18. April 2013, 15:36:06
naja ist hald immer eine Frage des Winterschutzes und des STO. Die Feige die ich am Balkon habe friert nur in sehr kalten Wintern zurück, und da auch nur leicht die Spitzen (komplett ohne Winterschutz). Bei der Feige am Stadtrand von Wien im Garten friert alles ab was nicht geschützt ist.

Heuer starte ich einmal den Versuch. Ich grab ein loch mach außen eine kleine Mauer so 50 cm hoch. In das entstandene Loch mit begrenzender Mauer wird die Feige gesetzt. Ich hoffe mir dadurch den Winterschutz zu erleichtern (zurück schneiden => einfach Isolierplatte drüber)

Standort und richtige Sorte sind MMn die Eckpfeiler (in einem nicht ungünstigen Großklima). Ideal ist natürlich eine Hauswand. Sonstigen Winterschutz habe ich meiner noch nie angedeihen lassen, wenn man von einer kleinen Mulchschicht in den ersten 3-4 Jahren absieht. Steht nicht einmal vollsonnig,hat ab ca. 14h30 keine Sonne mehr, weil diese hinter dem Haus verschwindet und ich wohne in einer eher rauhen Ecke Wiens (südwestlicher Stadtrand). In meiner Gegend gibt es gleich ein paar schon ausgewachsene Exemplare die alljährlich reichlich tragen und in den vergangenen Wintern wenn, dann mehrheitlich geringe Schäden davongetragen haben.

Ich würde aber bei frisch ausgepflanzten, kleineren Exemplaren unbedingt für einen Winterschutz plädieren: Vlies (gleich mehrere Schichten) und in ganz kalten Phasen eine Wärmequelle rein. Geht auch ganz primitiv mit einer Wärmeflasche. Habe das diesen Winter mit meinem Granatapfel einmal ausprobiert.

Gruß

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. April 2013, 11:32:13
moin,

hat mal einer erfahrungen mit heizkabeln gemacht? gibt selbstregulierende die ab +5 anfangen sollen die heizleistung zu reduzieren. ist fuer feigen eventuell etwas zu spaet? duerfte aber durch die entfernung zur pflanze zu optimieren sein.

alternativ gibt es thermostat gesteuerte loesungen ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 20. April 2013, 12:11:22
Heizkabel kenn ich primär zur Wärmung von Töpfen (und für Dachrinnen) - du willst aber vermutlich die Luft oben um die Pflanzen wärmen. Da wirst du ein Gerüst brauchen - direkt an der Pflanze sollte sowas nicht anliegen, und gegen übermäßigen Luftaustausch zumindest eine Vlieshaube. Ich bin da etwas skeptisch....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. April 2013, 15:08:52
Heizkabel kenn ich primär zur Wärmung von Töpfen (und für Dachrinnen) - du willst aber vermutlich die Luft oben um die Pflanzen wärmen. Da wirst du ein Gerüst brauchen - direkt an der Pflanze sollte sowas nicht anliegen, und gegen übermäßigen Luftaustausch zumindest eine Vlieshaube. Ich bin da etwas skeptisch....


genau die kabel meine ich! :) dachte an drumrum legen in bodennaehe und tatsaechlich an eine vlieshaube. wird nicht die macht bringen aber besser als nix ;D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: @ mediterraneus wg schnellem Wuchs und Rückfrieren
Beitrag von: magnificco am 22. April 2013, 19:14:27
So, da muss ich noch mein wunderbares Halbwissen an den Mann bringen.

Medi meinte, dass seine gartengepflantze Pastiliere enorme Zuwächse hatte, aber immer zurück fror.

Wer hier auf das "Wesen" der Sorte eingeht, kann solche Probleme zu minimeren versuchen.

Wir haben hier also eine Sorte die großen (unendlichen) Wurzelraum dankbar annimmt.
Es zeigt sich im immensen Zuwachs.

Nun wissen wir aber (und dass gilt für alle Pflanzen und Lebewesen) dass die Fortpflanzungstendenzen mit steigender Not zunehmen.

Beispielsweise blühen meine Orchideen monatelang nicht wenns Heizmatte und Nährstoffe gibt...nur Blätter, Bläter...sobald der SchnickSchnack weg ist, bricht Panik aus und sie blüht.

Dieser große Wurzelraum bedingt also nicht nur wenig Früchte sondern auch noch schlechten oder verzögerten "Abschluss" zum Winter hin.

Ich denke also dass es deutliche Unterschiede zu sehen gäbe, wenn ich ein und dieselbe Sorte direkt nebeneinander eine im kleinen Topf mit letzter Dünergabe im August und die andere daneben ausgepflanzt vergleichen könnte.

Dasselbe sollte in der Form wohl für alle wuchsfreudigen Sorten ala Pastiliere, Brogiotto Nero, Brown Turkey, Violetta, Lubera Peretta, und andere gelten.

Für diese sollte also irgendetwas unternommen werden, um den Wurzelraum im Boden zu begrenzen.

Dagegen kommen "chillige" Sorten wie Negronne, mit geringem Wuchs auch in echtem Gartenboden eben im Winter besser zu recht, weil ihre Wurzeln nicht so effizient Nähtstoffe (insbesondere Stickstoff) ranschaffen und damit eine echte Winterabhärtung verhindern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 22. April 2013, 21:11:23
Heisst das jetzt, dass der obere Zuwachs durch das jährliche Zurückfrieren immer mit dem starken Wurzelwachstum konkurriert und nur in die Wurzel investiert und somit Früchte überhaupt nie zu erwarten sind ? :o
Also müsste man in unseren Breiten direkt mit Topf ins Erdreich versenken.
Titel: Re:@ mediterraneus wg schnellem Wuchs und Rückfrieren
Beitrag von: philippus am 22. April 2013, 21:50:35
Dasselbe sollte in der Form wohl für alle wuchsfreudigen Sorten ala Pastiliere, Brogiotto Nero, Brown Turkey, Violetta, Lubera Peretta, und andere gelten.
Pastiliere ist aber für ihre schwache Wuchsfreudigkeit bekannt, die auch einer der Gründe für die ihr zugesprochene Winterhärte ist. Das kann ich nicht nur aus eigener Anschauung behaupten, sondern die Fachliteratur und andere Besitzer von Pastiliere tun es. Der im Vergleich zu anderen Sorten geringe Zuwachs verholzt leichter bzw. schneller. Negronne ist zwar nicht besonders wuchsfreudig, aber wuchsfreudiger als Pastiliere.
Die oben erwähnte starke Zuwachs dürfte eher an einem nährstoffreichen Substrat oder anderem, aber sicher nicht an der Sorte Pastiliere liegen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. April 2013, 21:56:44
Heisst das jetzt, dass der obere Zuwachs durch das jährliche Zurückfrieren immer mit dem starken Wurzelwachstum konkurriert und nur in die Wurzel investiert und somit Früchte überhaupt nie zu erwarten sind ? :o
Also müsste man in unseren Breiten direkt mit Topf ins Erdreich versenken.
Halte ich für keine gute Idee, da die Wurzeln dann stark begrenzt werden und auch leichter der gesamte Wurelbereich zerstört werden kann, wenn es einen stark und tief gefrorenen Boden gibt, als wenn sie tiefer in den Boden eindringen können und möglicherweise nicht mehr im gefrorenen Boden sind.

Dass Pastiliere wuchsfreudig sein soll, lese ich um ehrlich zu sein zum ersten Mal. Ich gehe mal davon aus, dass Pastiliere wohl ziemlich frosthart ist, wenn sie einmal etabliert ist (dafür baucht sie eben 1-2 nicht zu strenge Winter).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 22. April 2013, 22:47:14
Ich für meinen Teil träume schon nachts ( kein Witz ) von eigenen Feigen.
Jetzt mal was anderes vermutlich OT :
Könnte man sich im Urlaub zB. Kroatien Feigen ausgraben oder Stecklinge mitbringen, würde das Sinn machen oder sind die Feigen dort nicht selbstfruchtbar ?
Ich fahre nämlich verm. dieses Jahr dort in Urlaub.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 23. April 2013, 08:26:32
Ich für meinen Teil träume schon nachts ( kein Witz ) von eigenen Feigen.
Jetzt mal was anderes vermutlich OT :
Könnte man sich im Urlaub zB. Kroatien Feigen ausgraben oder Stecklinge mitbringen, würde das Sinn machen oder sind die Feigen dort nicht selbstfruchtbar ?
Ich fahre nämlich verm. dieses Jahr dort in Urlaub.

Ein nicht geringer Teil der aus den südlichen Ländern mitgebrachten Feigen benötigt Blastophaga psenes für eine Befruchtung - die nördlich der Alpen nicht vorkommt. Probieren kann man es immer, vielleicht hat man Glück und erwischt eine parthenokarpe Feige.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 24. April 2013, 08:40:24
Das ist gut.

Dann gilt es nur noch eine parthenokarpe Art von einer nicht parthenokarpen Art zu unterscheiden...
Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 24. April 2013, 08:54:18
Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2013, 10:26:23
Das mit dem begrenzten Wurzelraum ist nicht so verkehrt, aber schlecht machbar. Feigen wachsen in Felsen, mit wenig gutem Boden und dort wurzeln sie sehr tief, um an Wasser zu kommen.
Ein eingegrabener Kübel kann das nicht bieten, durch die fehlende Kapillarwirkung des umgebenden Bodens müsste man ständig gießen und düngen, es ist dann einfach eine Kübelfeige.

Pastiliere ist nicht starkwüchsig. Bei Rückfrost ist aber die Wurzel im Verhältnis zur Blattmasse (die dann ja fehlt) viel zu groß, die Pflanze versucht dann, soviel Blattmasse zu bilden, die der Wurzelmasse entspricht. Das gilt für alle zurückgefrorenen Feigen.
Zudem braucht Pastilliere verhältnismäßig viel Wasser, da die Blätter sehr groß und weich sind.

Ich habe 3 Feigen nebeneinanderstehen, alle 3 froren bei -19 zurück bis zum Boden, alle waren nahezu gleich alt, alle bauten sich wieder (starktriebig) auf, alle hatten im selben Jahr noch Fruchtansätze gebildet, AUSSER Pastiliere. Das war der Grund, dass ich mich von ihr getrennt hab.

Brown Turkey ist übrigens ebenfalls keine sehr starkwachsende Feige.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mime7 am 24. April 2013, 10:40:43
Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
Hallo,
ich denke man hat selbst mit einigermassen bewährten Feigen nördlich der Alpen schon genug Probleme (Frostschäden, Reifezeit usw).
Daher würde ich mir die zusätzliche Unsicherheit, ob eine zufällig ausgewählte Feige überhaupt parthenokarp ist, nicht antun.

Zumal dann ja noch bei einem aus dem Süden importierten Exemplar die weiteren Unsicherheiten dazukommen, ob der Steckling frostfest ist (gut, könnte man im Topf überwintern), ob die Zeit bis zur Reife ausreicht...
Wenn man den Steckling zu einer Zeit schneidet, wenn keine Früchte dranhängen, könnte es sich auch leicht um eine Bocksfeige handeln, dann hat sich die Frage nach Früchten sowieso erledigt.

Wenn man das dann als reines Experiment sehen will, zuviel Zeit und Platz hat, dann meinetwegen. Das Ergebnis wird dann vermutlich eine Blattschmuckpflanze im Topf sein. Die Aussichten auf reife Feigen sind jedenfalls gering.
Nicht umsonst gibt es nur wenige Feigensorten, die einigermassen bei uns funktionieren.

Ich bei mir versuche herauszufinden, welche von den bekannten, einigermassen geeigneten Sorten bei mir wie am besten funktionieren.
Da hab ich die nächsten Jahre genug zu tun und ziemlich sicher wenigstens in guten Jahren Früchte.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 24. April 2013, 11:13:19
"Wilde" Feigen im Gelände wachsen allerdings unter kümmerlichen Platzverhältnissen, nach meinen Beobachtungen aber gerne in "Bach"-Nähe.
Die kultivierten Feigen allerdings hab ich meistens in eher guten Böden gesehen, und dort oft überreichlich tragend. Letzten Sommer in der Toskana .....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 24. April 2013, 12:06:39
Meiner Meinung nach sind die ganzen Heizversuche bei Feigen nicht notwendig, wenn das Makroklima halbwegs passt und anschließend ein dementsprechendes Mikroklima gesucht wird. Übrigens die Winterhärte von Pflanzen sinkt mit steigender Sonneneinstrahlung. Daher kann man in kalten gebieten einfach für Dunkelheit sorgen. Also anstatt eines Vlieses einfach eine Tonne über die Feige => dunkler => bessere Winterhärte. Bei mir im Weinbauklima reichen 15 cm Laub aus um den Boden frostfrei zu halten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. April 2013, 13:31:32
Denke mal wenn man eine reife Frucht aufschneidet und es sind keine Samen drin, dann hat man eine parthenokarpe Art. :P
Leider nicht ;) Auch die parthenokarpen Feigen haben Samen, nur sind diese "taub". Du mußt einfach warten ob die unbekannte Feige reife Früchte (auf dem neuen Austrieb) trägt.
..
ich denke man hat selbst mit einigermassen bewährten Feigen nördlich der Alpen schon genug Probleme (Frostschäden, Reifezeit usw).
Daher würde ich mir die zusätzliche Unsicherheit, ob eine zufällig ausgewählte Feige überhaupt parthenokarp ist, nicht antun.

Zumal dann ja noch bei einem aus dem Süden importierten Exemplar die weiteren Unsicherheiten dazukommen, ob der Steckling frostfest ist...

Nur so könnten aber weitere und noch frostfestere parthenokarpen Feigen entdeckt werden.
Man muss den Steckling aus dem Süden nur wenige Jahre hier kultivieren, um zu merken, obs Früchte gibt.
Mit etwas Glück kann das sein.
Falls nicht, dann kann man die Feige ja wieder verwerfen.

Nur mit dieser Methode hat man die (wenigen) bekannten parthenokarpen Feigensorten herausgefunden. Diese stammen auch alle aus dem Mittelmeerraum.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mime7 am 24. April 2013, 14:11:08
Hallo,
Nur mit dieser Methode hat man die (wenigen) bekannten parthenokarpen Feigensorten herausgefunden. Diese stammen auch alle aus dem Mittelmeerraum.
Es ist richtig, dass die aus dem Mittelmeer stammen.
Aber die meisten davon wurden über Jahrhunderte selektiert (z.B. in Frankreich für den Anbau bei Hofenahe Paris), geeignete sind dann immer weiter verbreitet und aus denen wieder selektiert/gekreuzt worden.

2 Eigenschaften sind bei uns besonders notwendig: parthenokarp und eine ausreichende Frostfestigkeit.
(naja, daneben sollten sie auch noch schmecken)

Beide sind bei Feigen selten.
Die Chancen, bzgl 2-er kritischer Eigenschaften bei einer Zufallsauswahl aus im Süden vorkommenden Feigen jeweils die im Norden gewünschten Eigenschaften zu erhalten, sind sehr gering.

Wenn man wirklich neue Sorten für unseren Raum entdecken wollte, sollte man das systematisch angehen. Z.B. durch eine Vielzahl an getesteten Sorten.
Zudem würde man versuchen, zumindest bzgl einer der Eigenschaften bessere Startbedingenungen als eine Zufallsauswahl zu erhalten.
Z.B. solche Sorten auf Frosthärte testen, die sicher parthenokarp sind.
Oder Feigen verwenden, die auch am Ursprungsort schon bewiesen haben, dass sie Frost vertragen.

Theoretisch ist sicher auch ein Zufallstreffer möglich. Sollte das jemandem gelingen bin ich auch gerne bereit das erweiterte Angebot zu nutzen. Keine Frage, es gibt zu wenig Sorten für uns hier im Norden.

Aber die Ausgangsfrage war ja, ob es aussichtsreich ist, eine Feige aus Kroatien mitzubringen.
Um Enttäuschungen von vornherein zu vermeiden sollte schon gesagt werden, dass die Chancen nahe null sind. Wer das dann trotzdem ausprobiert kann dann nur noch positiv überrascht werden.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 24. April 2013, 14:57:52
Hallo,
ein ehemaliger Geschäftskollege hat mir vor 2010 2 Stecklinge aus Kroatien mitgebracht. Diese haben im Topf den letztjährigen starken Frost im Februar im Gegensatz zu anderen zumindest überlebt.
Eine davon sogar im Freien in einer als Pflanzkübel umfunktionierten Badewanne (Steckling mit Vlies geschützt).
Jetzt muß ich nur noch abwarten, ob sie Früchte ansetzt..........
Für solche Versuche mit Stecklingen aus südlichen Ländern eignen sich Topffeigen doch bestens.
Macht doch auch Spaß zu experimentieren, ob man nicht die Feige für sein Klima und seinen Geschmack findet.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 24. April 2013, 18:19:50
Ich habe ja in den letzten Jahren jeweils zehntausende Feigensamen ausgesäht. Ein paar haben den Winter jeweils als junge kleine Pflanze überlebt, meist aber auch nur in den Wurzeln. Ganz sicher weis ich das nicht immer, weil ich viele Jungpflanzen erst im Frühling entdecke. Normalerweise müßte ihre Frosthärte dann ja im Alter noch zunehmen. Jetzt müssen diese Sämlinge noch "Persistent o. Parthenocarp" sein. Das sieht man dann in 5 bis 7 Jahren.
Inzwischen sähe ich vermehrt auch Wildfeigen aus Trockenfeigen aus, weil man so an Raritäten kommen kann, die nicht als Pflanzen gehandelt werden.
So habe ich Trockenfeigensamen aus Anatolien, dem iranischen Zagros-Gebirge und aus Afghanistan verwendet. Ficus Palmata aus Afghanistan könnte möglicherweise eine extreme Frosthärte mit Persistens o. sogar Parthenocarpie verbinden. Ficus Palmata aus Indien und Pakistan sind ja wahrscheinlich nicht vergleichbar frosthart, sollen aber Persistent sein. Eine Feige aus Kaschmir könnte natürlich auch frosthart sein. Ficus Palmata Caucasus kann eventuell auch interessant sein.
Bei Gelegenheit suche ich auch immer Trockenfeigen aus anderen zentralasiatischen Staaten. So exportiert Usbekistan ja auch viele Trockenfrüchte. Leider konnte ich von dort noch keine Trockenfeigen finden.
Es könnte interessant sein Wildfeigen mit unseren Fruchtfeigen zu kreuzen.

Das Bocksfeigen keine Früchte tragen ist nicht pauschal richtig. Alle Wildfeigen sind Bocksfeigen, also Zwitter und tragen einmal im Jahr Früchte. Manche müssen dazu bestäubt werden, manche scheinbar nicht. Wahrscheinlich sind viele Fruchttragende Feigenbäume im Süden Bocksfeigen, deren Blüten befruchtet wurden. Sie tragen rezessiv oft das weibliche Kulturfeigengen.
Es gibt auch Kulturbocksfeigen, die essbare Früchte, auch ohne Befruchtung tragen.
Über das Merkmal Persistenz habe ich in den verschiedenen Artikeln bisher widersprüchliche Angaben gefunden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 25. April 2013, 09:34:06
Gestern Abend habe ich die ersten Fruchtansätze entdeckt. ;D
Schöne 3-5mm dicke Kügelchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 25. April 2013, 11:13:36
muss ich mir sorgen machen, wenn meine Topffeigen erst laaaangsam ihre Knospenschuppen lockern? :-[
Ich habe Angst dass sie vielleicht im Winter zu nass hatten :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 25. April 2013, 14:00:45
muss ich mir sorgen machen, wenn meine Topffeigen erst laaaangsam ihre Knospenschuppen lockern? :-[
Ich habe Angst dass sie vielleicht im Winter zu nass hatten :-\

keine problem! meine verhalten sich ganz unterschiedlich. die meisten haben unterdessen kleine blaetter, andere sogar recht grosse feigen. wieder andere kleine feigen ohne blaetter. selbst gleiche sorten verhalten sich -zu meiner verwunderung- unterschiedlich %-)

im winter haben fast alle extrem trocken gestanden. zwei waren im fremdkeller und ganz klar zu feucht gehalten. ALLE haben ueberlebt ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 25. April 2013, 16:13:50
 :D gut!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2013, 17:09:31
Stand des Austriebes bei mir:

Kübelfeigen (frostgemindert in der dunklen Garage überwintert), stehen an der Südwand des Hauses.

rötlicher Austrieb: Negronne
grüner Austrieb: Longue d aout?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 25. April 2013, 17:10:21
und hier die Freiland-Negronne. War in Vlies eingewickelt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 26. April 2013, 09:27:13
Welche Topfgröße habt ihr denn für die Feigen und wie lange lasst ihr sie da drin bis zum Umtopfen in das nächst größere Volumen?
Wird ja ziemlich schwer das Ganze, wenn das Topfvolumen zu groß ist.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 26. April 2013, 15:49:50
Hallo, meine Stecklinge aus Krk/ Kroatien hatten letzten Herbst sehr leckere Früchte !!!!
Reif sind sie grüngelb .
Keine Frostschäden !!
Vg
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 26. April 2013, 16:30:12
Hallo Mario ! :)

Von welchen Feigen hast du denn die Stecklinge geschnitten und nach welchen Kriterien ausgesucht ? Ich fahre nämlich dieses Jahr im August nach Kroatien und würde mir auch welche schneiden und mitnehmen. Ich würde auch in ein Gartencenter gehen und mir eine kaufen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 26. April 2013, 17:21:52
Hallo Lizzy, wir haben uns die Stecklinge von den Bäumen geschnitten die auf dem Campingplatz stehen. In Privatgärten stehen auch andere Sorten, aber ich wollte nicht einbrechen....
Ich hab gelbgrüne (die häufigste auf Krk) die zwar nicht somderlich groß ist aber extrem lecker!!!
Einfach ca. 30cm abschneiden und bewurzeln lassen. Allerdings ist August recht spät für Steckis!
Mitte August ist eigentlich schon Herbst.Zumindest in meinen Augen und in Deutschland.
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 27. April 2013, 11:02:46
August ist kein Problem zum stecken. Du solltest schauen, dass du möglichst junge Triebe nimmst.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 27. April 2013, 11:22:12
August ist kein Problem zum stecken. Du solltest schauen, dass du möglichst junge Triebe nimmst.
Na ja, die Erfolgsquote ist im August schon deutlich geringer als im Frühjahr. Also man sollte dann schon ein paar nehmen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 27. April 2013, 12:34:23
Ich hab gehört, der Trend geht zur Zweitfeige ;) .
Also habe ich gerade eine "Brown Turkey" bestellt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 27. April 2013, 12:41:10
Bei mir ist der Trend eher rückläufig. Ich strebe von oben kommend in etwa die Fünftfeige an ;D

(die Zwanzigstfeige war auf die Dauer zu anstrengend 8) )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 27. April 2013, 12:52:03
August ist kein Problem zum stecken. Du solltest schauen, dass du möglichst junge Triebe nimmst.
Na ja, die Erfolgsquote ist im August schon deutlich geringer als im Frühjahr. Also man sollte dann schon ein paar nehmen.

Überhaupt nicht gesteckte Stecklinge haben eindeutig die geringste Erfolgsquote....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 27. April 2013, 12:55:53
Vielen Dank Philippus, Raritätensammler und Mario.
Vielleicht finde ich ja in einem Gartencenter in Kroatien was. Werde mal drauf achten. mein GG spricht kroatisch, der kann sich ja mal umhören, mal sehen was die Einheimischen auch so meinen. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 27. April 2013, 13:00:31


Überhaupt nicht gesteckte Stecklinge haben eindeutig die geringste Erfolgsquote....

Klar, ein paar Stecklinge werde ich auf jeden Fall mitnehmen, für alle Fälle.... 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 27. April 2013, 13:14:37
Hi ,
@mediteranus:
Zitat
rötlicher Austrieb: Negronne
grüner Austrieb: Longue d aout?
Das kannst du erschnüffeln , die Longue d aout haben einen sehr starken kräftigen Duft ,
unverkennbar . Die riechst du schon vom weiten ^^

@lizzy:
Ich würde an deiner Stelle von allen möglichen Feigenbäumen dort Stecklinge nehmen und dann auch
immer mehrere ;D ;D .

Ich hab nun auch sämtliche Bekannte , Freunde etc beauftragt mir aus ihren Reisen Stecklinge mitzubringen .
Im Laufe des Jahres oder der Jahre könnte ich dann aus Kroatien , Spanien , Albanien , Mazedonien , Frankreich ,
Bosnien , Türkei , Ägypten , Libanon und Dubai bekommen .... wenn die Leute dran denken ::) ...



Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 27. April 2013, 13:30:14
Das mit dem kräftigen Duft von Longue d aout ist mir neu. Hab gleich mal geschnüffelt, heute ist es aber zu kalt zum duften. Hab mal dran gerieben, die grünblättrige duftet viel stärker als die Negronne :D

Werde nochmal vergleichen, wenns wärmer ist und die Blätter voll entwickelt sind.

Danke für den Hinweis :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 27. April 2013, 19:38:23
Ich hab die Steckis unten mit Toilettenpapier umwickelt und dann in eine
Plastikgetränkeflasche gegeben mit etwas Wasser drin!
Schon nach zwei Wochen waren Wurzeln zu sehen.
Zuhause eingetopft sind sie gut angewachsen :-)
Ich nahm immer die Astenden.
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 28. April 2013, 12:23:19
Hallo zusammen,

als Neuling hier im Forum berichte ich mal was zu meinen ausgepflanzten Feigen.

Ich habe mittlerweile 8 verschiedene Feigen (grüne und blaue Bergfeige, Panaschee, Pastiliere, Ronde de Bordeaux, Noire de Caromb, Viola, und noch eine unbekannte), die den Winter gut überstanden haben. Bis auf wenige erfrorene Triebspitzen sehen alle Feigen gut aus und treiben auch schon wieder.

In den letzten Jahren hatte ich immer wieder größere Frostschäden nach den kalten Wintern, eine Feige ist mir sogar komplett erfroren. Ist auch nicht mehr aus dem Wurzelstock ausgetrieben.

Meine Brown Turkey, die ich bis zum letzten Jahr noch hatte, habe ich durch eine Ronde de Bordeaux ersetzt, weil sie nach den kalten Wintern immer Frostschäden mitten in den Astpartien hatte.

Im vergangenen Winter habe ich keinerlei Frostschutz angebracht, hier waren es auch nur max. minus 10 Grad. Damit kamen offensichtlich alle Feigen gut klar, denn Verluste sind kaum zu erkennen. Es sieht nach vier Jahren fast ohne Ernte sogar wieder nach einem richtig guten Feigenjahr aus.

Gruß

ficuscarica

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 29. April 2013, 18:37:21
Panaschee,

die hat auch ueberlebt?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 29. April 2013, 20:25:39
Ja, die Panaschee hat auch überlebt. Und sogar sehr gut. Bis auf einige wenige Triebknospen, die erfroren sind, sieht alles gut aus.

Ich habe schon öfter gelesen, dass sie nicht sonderlich winterhart sein soll, aber ich habe bisher mit ihr nicht mehr Probleme gehabt als mit den anderen Feigen.

Ich habe die Panaschee jetzt drei Jahre, bisher aber noch keine Feige ernten können. Vom Holz her würde ich sagen, dass es auch tatsächlich eine Panaschee ist. Sie ist gut gewachsen und ich hoffe mal auf eine erste Ernte in diesem Jahr.

Gruß

ficuscarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 01. Mai 2013, 22:28:22
Bei Panachee dürfte das Problem eher die recht späte Reife sein.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 02. Mai 2013, 16:12:45
Ich freue mich gerade an den mittlerweile schon gut 40 Fruchtansätzen der Violetta.
Meine bestellte Brown Turkey ist auch da.
Ein Winzling, aber mit 6 guten Trieben, die schon Blätter haben.
Da beim Transport der Ballen sehr aufgelockert wurde, direkt in größeren Kübel getopft.
Jetzt hoffe ich, das Baby wächst gut an.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 02. Mai 2013, 21:17:51
Bei Panachee dürfte das Problem eher die recht späte Reife sein.

Grüße

Ich konnte bisher noch keine Feige ernten, habe aber gelesen, dass Panachee nur Herbstfeigen trägt und die wohl auch noch sehr spät. Ich bin mal gespannt, ob es in diesem Jahr mit den ersten Fruchtansätzen klappt, denn bisher ist sie in drei Jahren nur gut gewachsen.

Gruß

ficuscarica

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. Mai 2013, 10:59:19
Ich konnte bisher noch keine Feige ernten, habe aber gelesen, dass Panachee nur Herbstfeigen trägt und die wohl auch noch sehr spät. Ich bin mal gespannt, ob es in diesem Jahr mit den ersten Fruchtansätzen klappt, denn bisher ist sie in drei Jahren nur gut gewachsen


ok, dann kommt die panachee jetzt auch in den garten! ;-) beide draussenfeigen (auch die "rheinlandfeige") haben jetzt tatsaechlich den winter ueberstanden und zwar ohne jeden schaden und das an gar nicht soooo guten stellen. die schoensten plaetze haben naemlich seit 20 jahren die kamelien 8-) wer zuerst kommt ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 04. Mai 2013, 15:03:28
2013 könnte ein gutes Feigenjahr werden, zumindest hier. Trotz des langen Winters, kam der Austrieb früher als im Vorjahr und einige Feigen haben schon daumenkuppengroße Blütenfeigen. Jedenfalls hier (Wien) sind sie früher dran als in den meisten Jahren. Austrieb erfolgte teilweise vor dem 20.04.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 04. Mai 2013, 20:24:12
Ja könnte ein gutes Feigenjahr werden! Hier in der westlichen Pfalz auch.
Dalmatie, Brown T, Brunswick , und Longue de Aout haben schon ziemlich große Blütenfeigen!
Erstaunlicherweise auch Ronde Bordeaux !
Alle haben schon Laub.
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 04. Mai 2013, 20:41:23

Erstaunlicherweise auch Ronde Bordeaux !

Hallo Mario,

bei Baud meine ich gelesen zu haben, dass RdB in manchen Jahren auch ein paar Blütenfeigen haben kann. Sie ist also nicht strikt, aber im Wesentlichen einmaltragend.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 05. Mai 2013, 08:14:34
Der Steckling, den ich voriges Jahr aus Ungarn mitgenommen habe, setzt im alten Holz Früchte an. Nun ist der Steckling aber gerade mal so ca. 30cm groß. Soll ich ihm die Früchte nehmen, damit er mehr kraft zum wachsen hat?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 05. Mai 2013, 08:32:55
Hallo lumusan,
Nein, lass die Früchte dran!
Wenn sie zu viel Kraft nehmen werden sie eh abgeworfen.
Wenn nicht , freu dich über die Ernte ;-)
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 05. Mai 2013, 16:58:12
hat ja auch den Vorteil, dass du gleich weißt ob dir die Feige eh gut schmeckt
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 05. Mai 2013, 19:29:57
Oh, die hab ich in Ungarn schon probegekostet, die war sehr lecker!! ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. Mai 2013, 11:20:10
hi @all,

hat von Euch jemand erfahrungen mit beibepflanzung in kuebeln?

vor die hochstaemmchen wollte ich z.b. lavendel oder mohn pflanzen. kommen die pflanzen sich da mit den wurzeln zu arg ins gehege?
lavendel zu rosen geht sehr gut, aber wie findet das ein ficus carica? 8)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. Mai 2013, 14:07:43
hi @all,

hat von Euch jemand erfahrungen mit beibepflanzung in kuebeln?

vor die hochstaemmchen wollte ich z.b. lavendel oder mohn pflanzen. kommen die pflanzen sich da mit den wurzeln zu arg ins gehege?
lavendel zu rosen geht sehr gut, aber wie findet das ein ficus carica?

unten auf dem bild der mohn ist erst mal noch in eigenem topf, wuerde ihn aber lieber direkt zur feige pflanzen (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 06. Mai 2013, 16:43:04
Lavendel zu Rosen wird überall von Laienseite gepriesen und ist m.E. völliger Unsinn.
Lavendel und Rosen haben TOTAL unterschiedliche Ansprüche, und von einer "Wirkung" gegen Blattläuse kann natürlich überhaupt keine Rede sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. Mai 2013, 16:53:03
@günther

bei mir verstehen die sich sehr gut ;-) lavendel und rose moegen beide sonne ...

was genau sollte ich da in zukunft beachten? wie gesagt bisher klappt das & sieht auch gut aus 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 06. Mai 2013, 17:11:20
Natüprlich wollen beide Sonne. Es sind keine Höhlenbewohner.
Lavendel, als eher mediterranes Gewächs, mag mageren Boden mit nicht zu viel Feuchtigkeit.
Rosen mögen nahrhaften Boden, meist nicht zu trocken.
Ich hab auch schon Kakteen unter Rosen gesehen, haben auch irgendwie zusammen gelebt....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. Mai 2013, 17:18:15
Ich hab auch schon Kakteen unter Rosen gesehen, haben auch irgendwie zusammen gelebt....

... beide dornen, das verbindet (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

... also suboptimal. muss ich sehen was ich da bau damit der lavendel nicht zu viel wasser bekommt ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 06. Mai 2013, 20:14:17
Das beide dornen haben ist ein Blödsinn

Rosen haben Stacheln und Kakteen Dornen

Dornen sind umgewandelte Blätter oder Sprosse
Stacheln sind ausbuchtungen der Triebe/Blätter die kein eigenes Organ sind
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 06. Mai 2013, 20:46:12
weh tut beides ... sorry konnte nicht wiederstehen ;D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 07. Mai 2013, 08:41:46
Nun, Feigen haben weder Stacheln noch Dornen ;D

Lavendel und Feigen passen zumindest geographisch und auch von den Standortbedingungen besser zusammen. Beides sind mediterrane Pflanzen und beide kommen im Fels vor, beide mögen nicht zuviel Dünger.
(Lavendel und Rosen, das passt hingegen gärtnerisch nicht ;))

Als Unterpflanzung für Feigen könnte ich mir neben Steinen/Felsbrocken auch zwergige Halbsträucher vorstellen z.B Helianthemum, Thymiane.
Oder mediterrane Sommerblümchen, bei mir stehen oft Löwenmäulchen (selbstausgesäte) in solchen Töpfen, oder spanisches Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus)

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 07. Mai 2013, 08:47:46


Als Unterpflanzung für Feigen könnte ich mir neben Steinen/Felsbrocken auch zwergige Halbsträucher vorstellen z.B Helianthemum, Thymiane.
Oder mediterrane Sommerblümchen, bei mir stehen oft Löwenmäulchen (selbstausgesäte) in solchen Töpfen, oder spanisches Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus)

helianthemum und thymian sind spannend, DANKE! werde morgen mal schauen im gartencenter!

im juni bin ich in kroatien mal schauen was da so unter den feigen waechst, falls ... :)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 07. Mai 2013, 09:03:32
Ich fahre schon viele Jahre nach Kroatien im Sommer .
Dort wächst so gut wie nix unter Feigen weil zu trocken !
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 07. Mai 2013, 09:14:47
Ich war letzte Woche in Porec/Istrien. Da wäxxt verdammt viel zu den Feigen und es war auch nicht trocken ;D

Manche Feigen haben dort schon richtig große Früchte, manche noch gar keine. Die Blätter sind dort schon fast ganz draußen.

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 07. Mai 2013, 09:17:21
Im Sommer ist eh das meiste vertrocknet auch ganz ohne Feigen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Vamperl am 07. Mai 2013, 09:19:31
Unter meiner Feige hier wächst von alleine Minze und Sauerampher, und jetzt Gedenkemein.
Aber ich gieße natürlich auch dementsprechend.

Ich freue mich im Moment über die quasi explodierenden Früchte.
Die größten sind schon über daumendick (ok - meine Daumen ;) ).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 07. Mai 2013, 09:23:23
ok, kenn ich aus griechenland wobei es da arg trocken ist ... vergleichsweise ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 07. Mai 2013, 10:20:30
Klar, jetzt ist es grün in HR.
Im Sommer ist meist aber kaum Bodenbewuchs zu sehen, es sei denn man wässert.
Exemplare die jetzt noch keine Früchte haben nennt man bei uns Einmaltragend.
Die reifen dort ab Ende Juli, Blütenfeigen sind ab Anfang Juni reif.
Bei uns sind Herbstfeigen ab September und Blütenfeigen ab Mitte Juli reif.
Wer also ab Ende Juli bis ca. 25Juli dort ist hat Pech, so wie wir in den letzten Jahren....
Diesmal sind wir später dort und können die besten Feigen ernten;-)
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 07. Mai 2013, 20:32:41
Ich war letzte Woche in Porec/Istrien. Da wäxxt verdammt viel zu den Feigen und es war auch nicht trocken ;D

Manche Feigen haben dort schon richtig große Früchte, manche noch gar keine. Die Blätter sind dort schon fast ganz draußen.



Da fahr ich nächste Woche auf Abschlussfahrt! :o :D

da könnt ich mir ja.... :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 08. Mai 2013, 20:18:31
Wir sind Anfang August für 14 Tage da. Ist es dann für reife Feigen schon zu spät oder noch zu früh ?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 08. Mai 2013, 21:41:37
Wir sind Anfang August für 14 Tage da. Ist es dann für reife Feigen schon zu spät oder noch zu früh ?

Da müsste es bereits die ersten Herbstfeigen geben. Zu spät bist du da auf keinen Fall.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 09. Mai 2013, 09:52:44
Ab Anfang August beginnt die Haupternte der Feigen in HR!!!!
Im Süden auch schon vorher.
Freu dich auf ein Geschmackserlebnis der Sonderklasse .
Aber erst ernten wenn sie runzelig werden und aufplatzen!
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 09. Mai 2013, 12:10:52
Na ja, ernten ist gut, ich werde sie mir wohl frisch vom Makt kaufen. ;D
Wir haben zwar dort eine Fewo gemietet und der Besitzer hat auch einen großen Garten, aber ich will ja dem seine Plantage nicht plündern und da einfallen wie die Heuschrecken. ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 09. Mai 2013, 12:16:56
aber ich will ja dem seine Plantage nicht plündern und da einfallen wie die Heuschrecken. ;D

man kann ihn ja im vorfeld entschaedigen! (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif) ich kenne die kroaten als supper nett und flexibel/geschaeftstuechtig. da laesst sich bestimmt was machen ;D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 09. Mai 2013, 12:27:22
Auch ne Idee :-*
Hoffe aber auch welche zu finden, die wild in der Gegend wachsen und niemandem gehören... :o
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 09. Mai 2013, 12:30:59
Da wäre ich vorsichtig herrenlose Bäume die gute Früchte tragen sind selten.
Die Besitzer nehmen Naschen oft nicht krumm. Ernten wird nicht gern gesehen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Lizzy am 09. Mai 2013, 12:42:10
....Ich geh lieber doch zum Markt :-X ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 09. Mai 2013, 12:45:18
....Ich geh lieber doch zum Markt :-X ;D

 ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Mai 2013, 12:58:49
Ich war letzte Woche in Porec/Istrien. Da wäxxt verdammt viel zu den Feigen und es war auch nicht trocken ;D

Manche Feigen haben dort schon richtig große Früchte, manche noch gar keine. Die Blätter sind dort schon fast ganz draußen.



Da fahr ich nächste Woche auf Abschlussfahrt! :o :D

da könnt ich mir ja.... :D

Abschlussfahrten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Tz, Kroatien 8)

Ich war in Dresden. (Aber auch schön ;))
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 09. Mai 2013, 22:04:11
heute zum unterpflanzen fuer meine kuebelfeigen zwei "rhodohypoxis" erworben ... kannte ich zuvor nicht, aber SEHR huebsch 8)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 09. Mai 2013, 22:06:04
Nett, gelten leider als nicht sicher frostfest....
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 09. Mai 2013, 23:16:49
Nett, gelten leider als nicht sicher frostfest....

yes! und genau so eine feige habe ich auch (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

d.h. mit der "unbekannten" kommen die in den keller 8-) wenns hart kommt ...

wobei man zur winterhaerte arg unterschiedliches findet. bin mal seeehr gespannt. however die bluete ist wundervoll. zwar keine frangipani, allerdings auch sehr nett ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: rohir am 10. Mai 2013, 11:38:44
Hallo!

Um nicht extra nen neuen Thread zu starten häng ich mich hier mal an.

Ich möchte im Garten (Südtirol, kein Weinbaugebiet, 800m Höhe), an einer Westmauer, ab Mittags bis Abends sonnig, eine Feige pflanzen mit folgenden Kriterien:

- je winterhärter desto besser
- sollte nicht zu stark wachsen
- sollte sehr gut schmecken

Ich habe mal ein paar Sorten zusammengetragen, die laut http://www.ficus-carica.de (für feigen) sehr gut winterhart sein sollen:

Dalmatie
Valle Negra
Ronde de Bordeaux
Brown Turkey
Desert King

Jetzt gilt es wohl, die richtige herauszupicken. Könnt ihr mir helfen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 10. Mai 2013, 15:32:21
Hallo!

Um nicht extra nen neuen Thread zu starten häng ich mich hier mal an.

Ich möchte im Garten (Südtirol, kein Weinbaugebiet, 800m Höhe), an einer Westmauer, ab Mittags bis Abends sonnig, eine Feige pflanzen mit folgenden Kriterien:

- je winterhärter desto besser
- sollte nicht zu stark wachsen
- sollte sehr gut schmecken

Ich habe mal ein paar Sorten zusammengetragen, die laut http://www.ficus-carica.de (für feigen) sehr gut winterhart sein sollen:

Dalmatie
Valle Negra
Ronde de Bordeaux
Brown Turkey
Desert King

Jetzt gilt es wohl, die richtige herauszupicken. Könnt ihr mir helfen?

Streich mal Ronde de Bordeaux, diese ist stark wüchsig. Auch Desert King und Brown Turkey sind nicht schwach wüchsig. Zu Desert King findest im folgenden Link einen interessanten Erfahrungsbericht.
http://www.planetfig.com/cultivars/fcveng8588.html

Dalmatie würde am ehesten deinen Kriterien entsprechen, auch wenn ich sie für etwas weniger frosthart halte als RdB oder BT. Auch Negronne könnte ein Thema sein (habe sehr gute Erfahrungen damit).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 10. Mai 2013, 16:35:47
Hallo!

Um nicht extra nen neuen Thread zu starten häng ich mich hier mal an.

Ich möchte im Garten (Südtirol, kein Weinbaugebiet, 800m Höhe), an einer Westmauer, ab Mittags bis Abends sonnig, eine Feige pflanzen mit folgenden Kriterien:

- je winterhärter desto besser
- sollte nicht zu stark wachsen
- sollte sehr gut schmecken

Ich habe mal ein paar Sorten zusammengetragen, die laut http://www.ficus-carica.de (für feigen) sehr gut winterhart sein sollen:

Dalmatie
Valle Negra
Ronde de Bordeaux
Brown Turkey
Desert King

Jetzt gilt es wohl, die richtige herauszupicken. Könnt ihr mir helfen?

Ich glaube, wenn man nicht in einem Weinanbaugebiet lebt, ist man über jede Feige froh, die ein bischen wüchsiger ist und auch mal 1,80 groß wird, bis sie wieder runterfriert. Also je wüchsiger, desto besser, damit überhaupt etwas wächst.
Gibt es in vergleichbarer Lage schon Erfahrungen mit Feigen? Kennst du die Dolomitenfeige bzw. blaue Bozener?
Wie wärs mit einer Wildfeige, wie die Ficus Palmata Caucasus? Wenn du Glück hast verirren sich Feigenwespen zu dir und befruchten die Früchte, so das du Keuzungen aufziehen könntest. Damit hättest du dann begehrtes wertvolles Tauschgut. Sie tragen aber auch ohne Befruchtung Früchte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Mai 2013, 16:56:01
Ich denke, dass Südtirol weitaus feigenfreundlicher ist, als das deutsche Flachland und als wir meinen. Durch die Berglagen sind Kaltluftseen und somit extrem tiefe Minima meist ausgeschlossen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass nicht das "Skigebiet" Südtirol gemeint ist.

Wenn es regelmäßig wärmer als -12 bis -15 bleibt, dann sind die meisten Feigen gut kultivierbar.


Ich kann auch die "Negronne" wärmstens empfehlen.
www.Hortensis.de hat auch die Sorte "Feldthurns" aus Südtirol, sie soll aber stärker wachsen.
Die Baumschule Kaneppele in Tramin bietet auch die Sorte "Bozner Blaue" an.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 10. Mai 2013, 17:38:53
Ich denke, dass Südtirol weitaus feigenfreundlicher ist, als das deutsche Flachland und als wir meinen. Durch die Berglagen sind Kaltluftseen und somit extrem tiefe Minima meist ausgeschlossen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass nicht das "Skigebiet" Südtirol gemeint ist.

Wenn es regelmäßig wärmer als -12 bis -15 bleibt, dann sind die meisten Feigen gut kultivierbar.


Na ja, kein Weinbaugebiet. Das klingt eher nach einer recht alpinen Lage...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Mai 2013, 17:42:36
Ich denke, dass Südtirol weitaus feigenfreundlicher ist, als das deutsche Flachland und als wir meinen. Durch die Berglagen sind Kaltluftseen und somit extrem tiefe Minima meist ausgeschlossen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass nicht das "Skigebiet" Südtirol gemeint ist.

Wenn es regelmäßig wärmer als -12 bis -15 bleibt, dann sind die meisten Feigen gut kultivierbar.


Na ja, kein Weinbaugebiet. Das klingt eher nach einer recht alpinen Lage...

Es gibt ja auch noch die Obstanbaugebiete, Vinschgau und so.
Auch weit oben an einem Berghang kann das Klima feigenfreundlich sein. Die Kaltluft sinkt ab ins Tal.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 11. Mai 2013, 17:40:39

Ich glaube, wenn man nicht in einem Weinanbaugebiet lebt, ist man über jede Feige froh, die ein bischen wüchsiger ist und auch mal 1,80 groß wird, bis sie wieder runterfriert. Also je wüchsiger, desto besser, damit überhaupt etwas wächst.

Da muss man zwischen der Endgröße und dem jährlichen Zuwachs unterscheiden. Generell ist ein etwas geringerer jährlicher Zuwachs eher von Vorteil, weil die Triebe leichter verholzen, was für die Winterhärte dieser von Vorteil ist. Da kann sich der Baum kontinuierlich aufbauen und weiterentwickeln.
Ich habe ja nichts davon, wenn der jährliche große Zuwachs wegen mangelnder Verholzung im Winter wieder leicht zurückfriert (zB wie bei der Violetta).

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 11. Mai 2013, 17:55:09
Hallo,

hier mal ein Foto von heute von meiner Panachee, die gerade kleine Blütenfeigen ansetzt.

Gruß

ficuscarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Mai 2013, 18:30:29
hier mal ein Foto von heute von meiner Panachee, die gerade kleine Blütenfeigen ansetzt.

wow, die haben ja schon streifen :D

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 11. Mai 2013, 20:24:54
Ich habe jetzt oft gelesen, das der Boden die Frosthärte der Feigenpflanze beeinflußt. Kann ich das Pflanzloch auf bestimmte Weise vorbereiten, damit die Feige härter wird o. kann ich den Boden im nachhinein günstig beeinflussen z.B. durch kalken? Ist eine Drainage günstig z.B. ein bestimmter Zuschlag zur Erde?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Raritätensammler am 12. Mai 2013, 00:58:50
Du kannst für ausreichend Wärme speicherndes Material rundherum sorgen (z.B. große Steine). Außerdem solltest du die Feige etwas tiefer setzen => sie friert nicht bis zu den Wurzeln zurück wenn sie es tut.
Ein Winterschutz schadet natürlich auch nie (Boden mit Laub abdecken und Pflanze mit Flies einpacken; die Winterhärte mit weniger Licht besser ist.) Der Winterschutz sollte aber erst nach dem ersten Frost gemacht werden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 12. Mai 2013, 09:23:25
Ich habe jetzt oft gelesen, das der Boden die Frosthärte der Feigenpflanze beeinflußt. Kann ich das Pflanzloch auf bestimmte Weise vorbereiten, damit die Feige härter wird o. kann ich den Boden im nachhinein günstig beeinflussen z.B. durch kalken? Ist eine Drainage günstig z.B. ein bestimmter Zuschlag zur Erde?

Das tut er. Ein lockerer, durchlässiger Boden ist hier immer von Vorteil und kein kompakter, schwerer Boden. Feigen mögen wie viele Pflanzen keine Staunässe.
In einem leichten Boden etabliert sich die Feige schneller, sie entwickelt schneller ein großes Wurzelsystem welches nicht so leicht vom Frost beschädigt wird (was bes. in der Anfangsphase wichtig ist). Der Baum entwickelt sich auch schneller. Des Weiteren erfolgt der Austrieb in einem leichten, lockeren Boden tendenziell früher als in ein einem schweren Boden, der sich nicht so schnell erwärmt. Durch den wärmeren Boden hast du damit dann oft zur Erntezeit einen kleinen Vorsprung.
Das mit dem früheren Austrieb kann man auch als Nachteil sehen (spätfrostgefährdete Gebiete).

Also auf jeden Fall auflockern und mit Sand, Steinen mischen (je tiefer und größer desto besser).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 12. Mai 2013, 09:29:29
Hallo,

hier mal ein Foto von heute von meiner Panachee, die gerade kleine Blütenfeigen ansetzt.

Gruß

ficuscarica

Das ist interessant. Ist das "die" Panachée oder eine andere panaschierte Sorte? Die Panachée bei Baud (2. H. des 17. Jh. zum ersten Mal überliefert) ist einmaltragend. Sie soll eine Mutation einer heute nicht bekannten Feige sein, wobei die Ursprungssorte manchmal an einem Trieb des Baumes durchschlagen kann (grüne Feige).

Es ist durchaus möglich, dass es auch andere "Variegate" und nicht nur die bekannte Panachée gibt.
Vielleicht setzt sie auch Blütenfeigen an, die dann abfallen (wie bei Pastiliere etwa), aber davon steht bei Baud nix.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 12. Mai 2013, 10:28:21
Ich habe mich über die kleinen Blütenfeigen auch gewundert. Ich habe die Feige vor drei Jahren gekauft und in den Garten gesetzt. Seitdem ist sie kräftig gewachsen, hatte aber nie Früchte. Jetzt sind es auch nur drei kleine Blütenfeigen. Vielleicht fallen sie tatsächlich wieder ab. Ob es eine "echte" Panachee ist oder eine andere panaschierte Sorte, weiß ich nicht.

Gruß

ficuscarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 12. Mai 2013, 10:36:57
Das mit der Sortenechtheit scheint ja ohnehin nicht ganz einfach zu sein, wenn man Feigen nicht aus zuverlässigen Quellen bezieht.

Meine angebliche Pastiliere (siehe Foto unten) treibt reichlich Blütenfeigen und das schon seit Jahren. Es ist also ziemlich sicher eine andere Sorte, denn bei Reife sind die Feigen nicht bläulich bereift, sondern sehen eher aus wie Brown Turkey (braun rötlich).

Gruß

ficucarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: magnificco am 12. Mai 2013, 18:33:04
wegen Pastilliere:

defintiv Zeit die umzubenennen, Ficus anonymus.

Ich habe eine Pastilliere aus sehr sehr vertrauenswürdiger Quelle (diese wiederrum von mercato-verde).

Du hast gänzlich andere Blattform und die ein, zwei Frühlingsfeigchen wurden schon, kaum dass sie ersengroß waren, abgestoßen.

Guckst du Bild!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 13. Mai 2013, 11:54:46
meine dalmatie zeigt deutlich frassspuren, hat jemand schon mal soetwas gehabt?

(https://fbcdn-sphotos-f-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/936272_387226131392128_1628865591_n.jpg)

habe die blaetter abgesucht, raupen sind nicht zu finden ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 13. Mai 2013, 16:04:26
maikaefer oder dickmaulruessler :o nebenan steht eine ahornallee :P ... ... werde heute nacht sammlen gehen. sind nachaktiv die biester ... ich auch ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 13. Mai 2013, 18:02:46

. . . und hier mal ein aktuelles Foto meiner Noire de Caromb.

Gruß

ficuscarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 16. Mai 2013, 15:23:57
Könnt ihr mir sagen, was das für ein Schadbild ist? Nährstoffmangel? Sonnenbrand? ein Pilz vielleicht?



Feige1.jpg




Feige2.jpg




Feige3.jpg



Soll ich versuchen, die Feige umzutopfen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. Mai 2013, 16:26:48
hmmm, bei dem wetter wundert mich nix. IMHO hat da in auch schon mal einer reingebissen bei dem loch in der mitte ....

wie lange ist die schon im gleichen substrat?

mal gucken was die profis sagen 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 17. Mai 2013, 07:40:16
Ich würd sagen, die sind "verkocht".
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 17. Mai 2013, 09:20:59
Hallo, sind die Pflanzen im Kübel und waren bis vor kurzem noch im Keller/Garage?
Wenn ja, sollten die zur Akklimatisierung erst mal ein wenig schattig gestellt werden und danach langsam mehr Sonne.
Vielleicht sind es auch lange Triebe, die sich im Dunkeln gebildet haben, die sollen eh nicht brauchbar sein.
Ab wann bilden sich eigentlich bei den Zweimaltragenden Herbstfeigenansätze?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. Mai 2013, 10:27:39
Ab wann bilden sich eigentlich bei den Zweimaltragenden Herbstfeigenansätze?

Ich sehe sie bei meinen Feigen jetzt schon. Ganz kleine erhabene Stellen von 1-2 mm in den Blattachseln.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 17. Mai 2013, 10:32:15
Herbstfeigenansätze sollten ab Anfang Juni zu sehen sein, nur diese reifen vielleicht aus.
Bei diesem Sauwetter wird es wohl nix werden! Alles was ab Juli erst kommt reift meist nicht aus, es sei denn der Herbst ist bis Ende Oktober warm(wie am Mittelmeer).
Die Blütenfeigen sind nun schon 1-3cm groß. Wenn das Wetter so sclecht bleibt fürchte ich aber auch um die Sommerernte. Feigen werfen gern auch mal Früchte ab wenn das Wetter net passt. Soll ja noch kälter werden.....
VG
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: schwarze Tulpe am 17. Mai 2013, 11:37:32
Mein ausgepflanzter Feigenbaum, eine blaue Feigenfrucht, ist noch sehr zurückhaltend mit der Blätterbildung, etwa halbe Endgröße, aber Blütenfeigen hat er. Ich sehe den Regen als positiv. Je mehr es in dieser Zeit regnet, umso schneller wachsen die Feigen, ich kann fast zuschauen. Das schnelle Wachstum ist jetzt wichtig. Sonne braucht es erst zum Schluss zum Reifen.

Die Herbstfeigen beginnen das starke Wachstum bei mir, wenn die Blütenfeigen reif sind. Damit beeinflusst ein schnelles Wachstum der Blütenfeigen die Chance auf ausgereifte Herbstfeigen.
Ein trockenes Frühjahr verzögert das schnelle Heranwachsen der Blütenfeigen, deshalb bekommt der Feigenbaum in dieser Zeit viel Regenwasser von mir.

Das ist meine Erfahrung in ca. 6 Jahren Feigenbeobachtung.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. Mai 2013, 11:50:31
Mein ausgepflanzter Feigenbaum, eine blaue Feigenfrucht, ist noch sehr zurückhaltend mit der Blätterbildung, etwa halbe Endgröße, aber Blütenfeigen hat er.


die genaue sorte kennst Du nicht? in welcher region steht Deine pflanze? hoert sich ertragreich an ;-)

das sind jetzt im gartenbereich meine besten "perspektiven". die teils nicht allzu hochgelobte pasteliere:

(http://www.feigensorten.de/pastelier.jpg)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 17. Mai 2013, 11:53:22
Hallo,
Danke für eure Ansätze.
Die Feige steht im Kübel, allerdings steht sie nun schon länger draußen. Ich habe sie Anfangs komplett im Schatten gehabt und dann Stück für Stück Tag für Tag mehr richtung Sonne geschoben.
Das Substrat ist sicher ein mageres und sie steht nun schon zwei Jahre darin.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. Mai 2013, 11:58:57
Das Substrat ist sicher ein mageres und sie steht nun schon zwei Jahre darin.

schon mal geduengt? ein hauch von duenger koennte nicht schaden ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. Mai 2013, 12:06:56
Ich würd sagen, die sind "verkocht".

???

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. Mai 2013, 17:45:11
Ab wann bilden sich eigentlich bei den Zweimaltragenden Herbstfeigenansätze?

Hier siehst du in der Blattachsel schon die beginnnende Entwicklung der Feige bei meiner Madeleine. Winzig klein, aber da :-)

(http://img13.imageshack.us/img13/3518/madeleine170513.jpg)

Uploaded with ImageShack.us
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: schwarze Tulpe am 17. Mai 2013, 20:18:54
@ alter-schwede,
ich weiß die Feigensorte nicht, würde sie als die Köstliche betiteln, so lecker schmeckt die Frucht. Leider jeden Tag nur eine, das ist zu wenig. Meist im Sommer 10 - 20 Feigen und im Herbst auch noch mal 20, wenn es schön warm ist und etliche Früchte reifen können.
Klimazone ca. 7a. Ich hoffe auf größere Ernten.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Saka am 17. Mai 2013, 21:38:48
Ab wann bilden sich eigentlich bei den Zweimaltragenden Herbstfeigenansätze?

Hier siehst du in der Blattachsel schon die beginnnende Entwicklung der Feige bei meiner Madeleine. Winzig klein, aber da :-)

(http://img13.imageshack.us/img13/3518/madeleine170513.jpg)

Uploaded with ImageShack.us
Ich glaube nicht dass das Feigen werden so sah es bei meiner Peretta und der No Name Feige immer aus und es ist nichts passiert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 17. Mai 2013, 22:53:31
Ab wann bilden sich eigentlich bei den Zweimaltragenden Herbstfeigenansätze?

Hier siehst du in der Blattachsel schon die beginnnende Entwicklung der Feige bei meiner Madeleine. Winzig klein, aber da :-)

(http://img13.imageshack.us/img13/3518/madeleine170513.jpg)

Uploaded with ImageShack.us
Ich glaube nicht dass das Feigen werden so sah es bei meiner Peretta und der No Name Feige immer aus und es ist nichts passiert.

hier werdens welche, das kannst du mir glauben. Ich habe seit sehr langem Feigenbäume.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 17. Mai 2013, 23:37:57
würde sie als die Köstliche betiteln, so lecker schmeckt die Frucht. Leider jeden Tag nur eine, das ist zu wenig. Meist im Sommer 10 - 20 Feigen und im Herbst auch noch mal 20, wenn es schön warm ist und etliche Früchte reifen können.

alter schwede :o das klingt aber schon mal ... .-. ... LECKER ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2013, 18:57:26
Die Spessartfeigen :D

rechts:Negronne
links: Dalmatie (dicht beieinandergepflanzt)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2013, 18:59:30
Negronne
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2013, 19:00:05
Dalmatie
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2013, 19:01:07
und "Madeleine des deux Saisons"
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. Mai 2013, 22:22:10
Dalmatie

die draussenfeigen scheinen von vorteil zu sein, meine damatie hat super viel gruen aber keine feigen .... :o

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 18. Mai 2013, 22:23:18
Meine Topffeigen haben auch noch keine Feigenansätze.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 18. Mai 2013, 22:25:04
Meine Topffeigen haben auch noch keine Feigenansätze.

hardy ganz viele, negronne, halle schon. dalmatie schwaechelt ::)

naja der umzug (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 19. Mai 2013, 18:01:05
Meine Topffeigen haben auch noch keine Feigenansätze.

meine auch nicht.

Ich hab aus Kroatien von 3 wildwachsenden Feigen steckis mitgebracht, eine duftet herrlich nach Kokos :D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 19. Mai 2013, 18:25:31
eine duftet herrlich nach Kokos :D

dieser duft macht suechtig! ich glaube so bin ich erst auf feigen aufmerksam geworden.

... macht sie das immer? ich habe jetzt eine die auch so riecht aber leider nur im herbst wenn sie die blaetter verliert 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 20. Mai 2013, 12:49:28

Hier nochmal ein aktuelles Foto meiner Panachee.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 20. Mai 2013, 12:52:15


Unbekannte Sorte.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. Mai 2013, 12:52:42

Hier nochmal ein aktuelles Foto meiner Panachee.

"LIKE" ...
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 20. Mai 2013, 12:58:43
Grüne Bergfeige.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 20. Mai 2013, 13:01:53
Noire de Caromb.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 27. Mai 2013, 17:18:16
Hi Leute ,
bei mir wachsen die Fruchtansätze trotz des schlechten Wetters sehr gut .
Habe 5 Bayernfeigen , 4 Noire de Caromb (welche zurzeit schon größer als Walnüsse sind) , 2 Dauphine , 2 unbekannte von OBI ,
1 Dottato , 1 Texas Blue Giant und 1 Del Portogallo(was bei 2 kräftigen Hochstämmen sehr wenig ist , wird wohl eher eine Herbstsorte sein) Früchte an den Pflanzen . Bin echt gespannt , wie die sich machen werden .
Bilder werde ich bei besserem Wetter nachreichen ....

Übrigens hab ich noch die eine oder andere Del Portogallo und Dalmatie Jungpflanze demnächst zum Tauschen übrig .

Gruß
Dennis
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 27. Mai 2013, 17:27:55
hi dennis,

beneidenswert! Deine dalmatie ziegt auch noch nichts? meine hat ihre -einzige- feige verloren ;-(

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 27. Mai 2013, 17:45:32
Hi Dirk ,
die Dalmatie hab ich erst vor wenigen Monaten (zusammen mit Dauphine Bayernfeige etc) bekommen und leider ist der ca 80cm Ast gebrochen bei Ankunft , so dass ich nur einen Wurzelballen Dalmatie mit 10cm Stamm bekam .
Die Pflanze treibt aber wieder aus und aus dem abgebrochenen Ast hab ich mir 5 Stecklinge gemacht , von denen 4 angegangen sind
und sehr kräftig wachsen .
Sehr erstaunt bin ich über meine Noire de Caromb , denn die Früchte sehen echt groß und stabil aus und die sind von der Entwicklung her am weitesten voraus . Danach kommt die Dottato .
Ich bin sehr auf die Früchte gespannt , hatte letztes Jahr nur von meiner OBI Feige ernten können und meine Noire de caromb verlor leider ihre fast violetten Herbstfeigen Anfang Oktober ...




Titel: Lubera Feigen Hoax
Beitrag von: magnificco am 28. Mai 2013, 23:16:29
Mit einem Schmunzel verfolge ich seit längerem die Strategie von Lubera mit seinen Über-Sorten aus " Eigenzucht " sowas wie Exklusivität zu suggerieren und damit Preisaufschläge akzeptabel erscheinen zu lassen.

Doch bei den Feigensorten und alles was man über deren Entstehung auf den Liebhaberseiten aus Frankreich, Schweiz und den Staaten liest, kann objektiv eigentlich nur der Eindruck bleiben dass da alter Wein in sehr schicke neue Schläuche gefüllt wurde.

Mal im Ernst: eine oder 2 Sorten züchten von etwas das dann auch noch brav carthenokarp sein soll für uns "Nordeuropäer....gerade noch mit einem Fünkchen Kreativität denkbar..aber hier gibt es ein ordentliches Sortiment von 6 Neuheiten.ne...nenene!

Ich will nicht an der Qualität des Pflangutes rummäkeln, die ist bei Lubera 1A und rechtfertigt hohe Preise. Aber da sind irgendwo etwa 10 bis 15€ zuviel auf einem gustissimo 14 l Container wennman den Versand mitberechnet.

ERGO: wer Sorten mit dem gustissimo label hat und Lust hat mit aufzuklären, möge die beschreiben, Wuchs, Blattform, Fruchtgröße, Fruchtansatz (1x, 2x, Reife-KW im vgl zu Refernzsorten im eigenen Garten)

Mal sehen ob wir alle diesen Sommer noch schlauer werden ;-)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 28. Mai 2013, 23:30:28

Hier nochmal ein aktuelles Foto meiner Panachee.

Und schmeckt die Panaché auch gut oder sieht sie nur hübsch aus?? ;D
Titel: Re:Lubera Feigen Hoax
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Mai 2013, 07:48:39
Mit einem Schmunzel verfolge ich seit längerem die Strategie von Lubera mit seinen Über-Sorten aus " Eigenzucht " sowas wie Exklusivität zu suggerieren und damit Preisaufschläge akzeptabel erscheinen zu lassen.

Doch bei den Feigensorten und alles was man über deren Entstehung auf den Liebhaberseiten aus Frankreich, Schweiz und den Staaten liest, kann objektiv eigentlich nur der Eindruck bleiben dass da alter Wein in sehr schicke neue Schläuche gefüllt wurde.

Mal im Ernst: eine oder 2 Sorten züchten von etwas das dann auch noch brav carthenokarp sein soll für uns "Nordeuropäer....gerade noch mit einem Fünkchen Kreativität denkbar..aber hier gibt es ein ordentliches Sortiment von 6 Neuheiten.ne...nenene!

Ich will nicht an der Qualität des Pflangutes rummäkeln, die ist bei Lubera 1A und rechtfertigt hohe Preise. Aber da sind irgendwo etwa 10 bis 15€ zuviel auf einem gustissimo 14 l Container wennman den Versand mitberechnet.

ERGO: wer Sorten mit dem gustissimo label hat und Lust hat mit aufzuklären, möge die beschreiben, Wuchs, Blattform, Fruchtgröße, Fruchtansatz (1x, 2x, Reife-KW im vgl zu Refernzsorten im eigenen Garten)

Mal sehen ob wir alle diesen Sommer noch schlauer werden ;-)


 ;)

Schau beispielsweise mal in diesem Thread auf Seite 11 Antwort Nr. 158.
Interessant, dass du auch so denkst 8)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 29. Mai 2013, 09:49:14
Hi ,
dann denken ja jetzt mindestens 3 Leute so .
Über die Lubera Qualität kann man sicherlich nicht meckern und ich denke auch nicht , dass L bekannte Sorten umtauft .
Ich vermute es handelt sich dort um irgendwelche Zufallssorten , die irgendwo entdeckt wurden und sich schon in Frosthärte etc bewiesen haben . Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen , wie man eine Feige "selektioniert" , da Feigen ja bekanntlich nur über "Klone" vermehrt werden . Oder aber die haben die Feigen aus Samen gewonnen aber bis man da dann parthenocarpe Exemplare bekommt , die auch noch hier ausreifen , schmecken und dann noch frosthärter sind , schließe ich aufgrund des Aufwands eher aus .

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 29. Mai 2013, 10:30:12
Ja, vorweg, die Qualität von Häberli ist sehr gut. Häberli und Lubera gehören wohl zusammen.

Diese Firma kauft wohl von überallher neue Sorten ein und tauft um.
Neuestes Beispiel: "Honigpfirsich" Kreuzung Pfirsich x Aprikose (wenns stimmt)
Dieser "Honigpfirsich" ist schon lange als Percoche bekannt, ein Härtling, d.h. ein Verarbeitungspfirsich, der nicht vom Stein löst. Ne gute Sache, aber nicht neu. In Italien für wenige Euro zu haben, noch dazu in verschiedenen Sorten.
Und so läufts wohl auch bei den Feigen. Um dieses zu züchten, bräuchte man ja ein Bestäuberinsekt, riesige Testfelder, um die parthenokarpen Sorten rauszufinden und die Winterhärte zu testen.
Dafür gibts in letzter Zeit zuviele "neue Sorten". ;)

die Feige "Nordland" war übrigens eine meiner schwächeren Feigen in Sachen Winterhärte.

Wie gesagt, das sind nur Vermutungen. Man kauft damit keine schlechte Ware, es sind halt schweizer Preise.
Titel: Lubera Perretta
Beitrag von: magnificco am 30. Mai 2013, 21:04:40
Die Perretta:
wächst wohl wie die Seuche unde ist dennoch deren winterhärteste.

Dazu sehr große Feigen:

Hm, Brown Turkey liegt da nahe
Ronde de Bordeaux käm wegen Wuchs in Frage, abner die Feigen sind eher klein.

Jmd noch eine Sorte im Sinn die hier in Frage käme?


Titel: Re:Lubera Perretta
Beitrag von: Mediterraneus am 31. Mai 2013, 09:26:14
Die Perretta:
wächst wohl wie die Seuche unde ist dennoch deren winterhärteste.

Dazu sehr große Feigen:

Hm, Brown Turkey liegt da nahe
Ronde de Bordeaux käm wegen Wuchs in Frage, abner die Feigen sind eher klein.

Jmd noch eine Sorte im Sinn die hier in Frage käme?


Beide kommen für Perretta nicht in Frage. Es gibt soviele Feigensorten.

www.mercato-verde.de

www.galgoni.com

www.fig-baud.com und andere Seiten vermitteln etwas die Sortenvielfalt.

"Perretta" wird eine der Sorten dort sein. Lubera muss ja auch irgendwie drangekommen sein. ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 05. Juni 2013, 16:01:59

Hier nochmal ein aktuelles Foto meiner Panachee.

Und schmeckt die Panaché auch gut oder sieht sie nur hübsch aus?? ;D

Das kann ich leider nicht beantworten, denn die drei kleinen Blütenfeigen sind jetzt doch abgefallen. Und in den letzten Jahren hatte ich noch keine Ernte. Mal sehen, ob es in diesem Jahr die ersten Herbstfeigen gibt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 09. Juni 2013, 10:33:52
Mein Feigenbeet von gestern. Es sind die Sorten "Negronne" im Hintergrund und vorndran die Sorte "Dalmatie" (Pflanzabstand knapper Meter). Beide von Baumaux.

Die Beete sind mit Lavasplitt gemulcht und mit Sandsteinen als Wärmespeicher bestückt.

(Dazu gibt's Nachbarn wie Ceanothus "Gloire de Versailles", Antirrhinum hispanicum, Erigeron karvinskianus, Gazania linearis, Euphorbia rigida, Yucca nana und eine schon mehrere Winter gerade so überlebende Chamaerops humilis var. cerifera und noch Kleinkram.
Dazu noch 2 Weinstöcke (nicht auf dem Bild) "New York Muscat" und "Suffolk Red" )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 09. Juni 2013, 12:00:48
Hallo,
könnt Ihr mir weiterhelfen:
Ich habe einen Zaun mit 3 Holzflechtwänden a` 1,80 m + die dazugehörigen Pfosten, also insgesamt ca. 6 m Breite (Südseite), die ich gerne mit Feigen bepflanzen würde Da ich genügend selbstgezogene Feigenpflanzen in Töpfen bis 10 Liter zur Verfügung habe, würde mich interessieren wie viele ich da auspflanzen kann, damit es dauerhaft Sinn macht und wie lange man überhaupt auspflanzen kann, damit die vor dem Winter noch vernünftig einwurzeln können?
Vielen Dank für Eure Tipps.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 09. Juni 2013, 12:39:48
Hallo feigendidi
Willkommen erstmal!
Wo gärtnerst du, welche Klimazone?
Feigenbäume werden je nach Sorte und Klima schneller oder langsamer, aber im Schnitt ca. 3m hoch und breit. Man kann sie gut schneiden und so im Wachstum etwas in Schach halten.

Vor jede Wand 1 Pflanze - ausser du wohnst in einer grenzwertigen Gegend für Feigen und dir frieren sie regelmässig im Winter zurück.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 09. Juni 2013, 12:52:24
Je länger sie vor dem Herbst/Winter schon im Boden sind, desto besser können sie einwurzeln.
Im ersten Winter zumindest tät ich sie schon mit Vlies schützen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 09. Juni 2013, 14:04:15
Hallo, ich wohne in einem Stadtteil von Pforzheim, Baden-Württemberg.
Klimazone????????
Bei mir ist ein recht gutes Kleinklima. Ich habe oberhalb des Hauses z.B. ungeschützt ein Kiwi Jenny mit kleinen Kiwis, die regelmäßig jedes Jahr gut trägt.
Ich denke die Feigen wären durch die Flechtwand auch relativ gut geschützt.
Also würdet Ihr nicht mehr als 1 Feige pro Wand pflanzen?
Könnte man auch noch Ende Juni/ Anfang Juli auspflanzen, da ich noch diverse Vorarbeiten leisten muss oder wäre das zu spät?
 
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juni 2013, 07:28:31
Du könntest theoretisch sogar 2 Feigen in ein Pflanzloch setzen.

Du bekämst dann einen Busch mit 2 Sorten. Muss man halt dann durch Schnitt etwas regulieren, damit nicht einer den andern überwächst. Oder man nimmt 2 gleichstark wachsende Pflanzen.

Wie ich schon schrieb, sind meine beiden Feigen 5 Beiträge weiter vorne auch mehr oder weniger zusammengesetzt. Es ist nur ein knapper Meter Pflanzabstand.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 10. Juni 2013, 09:33:31
O.K. Danke, aber kann ich auch noch Ende Juni/Anfang Juli auspflanzen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 10. Juni 2013, 10:26:27
Ja, kannst du, je eher, desto besser.
Ich würde etwas tiefer setzen, bzw. die Feige mit 5 cm Splitt/Sand mulchen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: tarokaja am 10. Juni 2013, 10:43:58
Und die ersten Winter gut in Wintervlies einpacken!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 10. Juni 2013, 11:51:16
Du könntest theoretisch sogar 2 Feigen in ein Pflanzloch setzen.

Du bekämst dann einen Busch mit 2 Sorten. Muss man halt dann durch Schnitt etwas regulieren, damit nicht einer den andern überwächst. Oder man nimmt 2 gleichstark wachsende Pflanzen.

Wie ich schon schrieb, sind meine beiden Feigen 5 Beiträge weiter vorne auch mehr oder weniger zusammengesetzt. Es ist nur ein knapper Meter Pflanzabstand.

Meine Feigen an der Haussüdseite in Klimazone 7 habe ich sogar in 1/2 m Abstand gepflanzt. Da sie bisher fast immer zurückgefroren sind, konnten sie nicht so stark wachsen, das sie sich behindert hätten. Nach dem Neuaustrieb werden sie aber bis zum Herbst bis 1,8 m hoch. Dann habe ich ein Feigendickicht. Dahinter wachsen noch Kiwi, Blaugurke, Fingerkraut...an der Hauswand.
Ich werde aber von allen nochmal Dublikate woanders in den Garten setzen. Da kann ich die Frosthärte noch objektiver vergleichen. Außerdem muß ich irgendwann noch mein Haus isolieren. Dann müssen die Pflanzen vor den Bauarbeiten weggepflanzt werden. Da ist es gut, wenn die Dublikate schon gut eingewurzelt sind.

Ich säe ja jedes Jahr viele Feigensamen aus. Jetzt entdecke ich doch einige Jungpflanzen aus dem letzten Jahr. Diesen vergangenen Winter sind mehr Jungpflanzen meist nicht zurückgefroren bzw. haben überhaupt überlebt. Die Jungpflanzen erreichten bis zum Winter etwa 10 cm Höhe und treiben aus ihrem Ministamm oft oben aus. Der Winter war hier mit etwa - 11 Grad Tiefsttemperatur nicht kalt. In kälteren Wintern sind weniger Jungfeigen nicht runtergefroren. Wenn der nächste Winter auch so warm ist, werden bestimmt auch massenhaft Granatapfelsämlinge überleben. Ich spucke die Kerne direkt in den Garten. Die Granatäpfel z.B. aus Chile und Südafrika haben auch genetische Anlagen aus Zentralasien. Ich hoffe, das sie schon stärker auf Winterhärte gezüchtet sind.

Die Sämlinge aus dem Vorjahr, einige diesjährige Sämlinge Ficus Palmata Afghanistan und 2 bewurzelte Stecklinge habe ich jetzt umgepflanzt um eine Hecke für die Parkplatzzufahrt zu bilden. Das sind über 20 Pflanzen. Da kommen dieses Jahr noch weitere dazu. Davon werden im nächsten Winter sicherlich nochmal einige eingehen, die ich dann nächstes Jahr wieder ergänzen muß. Im nächsten Herbst wird das auf jedenfall schon mal einen interessanten Anblick geben. Dieser Pflanzplatz ist besonders interessant, weil er relativ pflegeleicht ist. Die Feigen muß ich etwas stärker düngen, damit sie wachsen, aber Unkräuter und Gras kommen dort kaum hoch.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 10. Juni 2013, 17:50:20
Und die ersten Winter gut in Wintervlies einpacken!
Hab da schlechte Erfahrungen mit dem ganzen Vlieszeugs gemacht.
Ich biege jetzt die Triebe über Winter so weit möglich bis zum Boden runter, befestige sie mit Haken und decke das ganze bis April (wenn längere frostfreie Phasen angesagt sind kann man auch aufdecken) mit Deckreisig ab. Hat im letzten Winter bei 6 ausgepflanzten Jungfeigen ohne Ausfälle super funktioniert(der Winter war allerdings auch nicht besonders hart, nur laaaaaaaaaaaang.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 11. Juni 2013, 09:43:47
Ja, kannst du, je eher, desto besser.
Ich würde etwas tiefer setzen, bzw. die Feige mit 5 cm Splitt/Sand mulchen.

Dieses Mulchen mit Split etc. klingt interessant. Ich habe bisher immer Rindenmulch genommen.
Kann man z.B. weißen Split oder das weiße mineralische unbehandelte Katzenstreu sowohl für Freiland als auch für Topfpflanzen zum Mulchen und Untermischen verwenden?
Darf dieser Splittmulch direkt am Stamm anliegen oder muß man da ein bisschen Abstand halten?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2013, 13:19:11
das mit dem runterbiegen ist eine gute möglichkeit des winterschutzes. geht allerdings nur mit jungen zweigen.

Ich versuche bei einer feige, einen ast etwa 20 cm über dem boden waagrecht zu ziehen. diesen kann ich gut abdecken. so friert die feige nicht ganz runter und treibt von dort wieder gut nach. so mein gedanke.

sorry wegen kleinschreibung, geht grad nicht anders.

mit rindenmulch habe ich persönlich schlechte erfahrung gemacht, damit bringt man einer felsen- und sonnenpflanze etwas waldiges zu füßen.
ich hab bei feigen lavasplitt genommen, ich finde, das ist ein warmes material, was sonnenwärme speichert und den boden trockener und durchlässiger hält.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 11. Juni 2013, 14:22:34
Zitat von: Mediterraneus ich hab bei feigen lavasplitt genommen, ich finde, das ist ein warmes material, was sonnenwärme speichert und den boden trockener und durchlässiger hält.
[quote
Kann man damit sowohl Topf- und Freilandpflanzen mulchen mit ca. 5 cm?
Stammbereich frei lassen?
Dient das auch als Winterschutz-Mulchdecke oder nur im Sommer gegen Verdunstung?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 11. Juni 2013, 14:59:04
das kannst du bei Töpfen und im Freiland nehmen. stamm braucht nicht freigehalten werden.
Ich lass es immer drauf (es verrrottet ja nicht), arbeite auch was davon in den Boden ein. Man muss nur ab und zu mal etwas auffüllen. Im Sommer hält es den Boden drunter feuchter, im Winter schützt es den Boden vor Frost. Und es schaut "mediterran" aus.

Im Winter häufle ich damit auch an, als Winterschutz. Der Lavasplitt schadet dem Holz über Winter nicht, es kommt Luft an das Holz, bleibt relativ trocken, es fault nix (im Gegensatz zu nassem Rindenmulch).

Genausogut geht Bims.

Nachteil: Das Zeugs ist teuer.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 12. Juni 2013, 12:13:53
Hallo,
hat Jemand hier schon von mitgebrachten Stecklingen aus Kroatien geerntet?
Und aus Spanien oder Italien?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 13. Juni 2013, 00:39:47
Hallo,
hat Jemand hier schon von mitgebrachten Stecklingen aus Kroatien geerntet?
Und aus Spanien oder Italien?

Genetisch würden diese Stecklinge den Sämlingen aus Früchten aus diesen Ländern entsprechen. Da man die Stecklinge von erwachsenen Pflanzen nimmt, spart man Zeit, z.B. um zu beurteilen unter welchen Bedingungen sie Früchte ausreifen lassen.
Wenn man im eignen Garten solche Sämlinge aufzieht, hat man die Gewissheit, das die überlebenden Pflanzen auf jeden Fall ziemlich frosthart sind. Wenn eine Jungpflanze unseren Winter überlebt, wird sie später ja noch frosthärter.
Bisher habe ich leider nicht aus allen Regionen Früchte beziehen können, die mich interessiert haben. Bisher stammten meine Kultur-Feigen aus Italien, Frankreich und der Türkei, die Wildfeigen aus Anatolien, Iran und Afghanistan. Es werden immer mehr Sämlinge. Ich werde sicherlich dann auch anfangen die runterfrierenden Sämlinge zu verschenken bzw. ich muß mir ausweichs-Anpflanzplätze für diese suchen.
Ein schwerer Winter, wie 2009, kann mich natürlich von diesem Problem befreien.
Die nächsten Feigensamen säe ich nicht mehr am Haus aus, dort haben zu viele nicht so frostharte Sämlinge überlebt. Ich habe noch einen möglichen Pflanzplatz, der im Winter meist noch bis 2 Grad kälter ist.

Feigen überleben in der Wurzel(z.B. -22) etwa 7 Grad tiefere Temperaturen als im Stamm(z.B. -15). Mich würde interessieren, um wieviel Grad frosthärter eine erwachsene Pflanze gegenüber einem Sämling ist, der seinen 1. Winter, z.B. 10 cm groß, ohne runterfrieren überlebt hat.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 13. Juni 2013, 09:38:29
Sorry, ich stells nochmal rein:
Hallo,
hat Jemand hier schon von mitgebrachten Stecklingen aus Kroatien geerntet?
Und aus Spanien oder Italien?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 13. Juni 2013, 23:49:07
Sorry, ich stells nochmal rein:
Hallo,
hat Jemand hier schon von mitgebrachten Stecklingen aus Kroatien geerntet?
Und aus Spanien oder Italien?

Als ich früher mal in diesen Ländern Urlaub gemacht habe, hatte ich noch kein Grundstück und deshalb noch nicht dieses Interesse an solchen Pflanzen,
Jetzt wäre es der Reiz herauszufinden, was aus solchen Stecklingen würde.
Effektiver an Pflanzen für unsere Klimazonen zu kommen sind sicherlich andere Wege z.B. Feigenzüchter, Tausch und eine Reise in die Pfalz.
Da ich eigentlich jetzt genug Feigenpflanzen habe, würde mich jetzt nur die Verbesserung der Qualität interessieren, also besondere und frosthärtere Sorten zu bekommen.
In diesen Ländern könnte man Feigenwespen bekommen. Jetzt würde ich nach Früchten aus Norditalien o. dem französischen Zentralmassiv schauen, sowie Trockenfrüchten aus Zentralasien.
Ideal wäre es auch wenn jemand im Süden interessiert wäre besondere Feigen zu züchten und deshalb besondere Befruchter einsetzen würde und natürlich auch frosthärtere weibliche Kulturfeigen.
Sensationell wäre z.B. Ficus Palmata aus Afghanistan als Befruchter. Palmata aus dem Kaukasus wäre auch interessant.
Sämlinge aus Mitteleuropa wären auch interessant. Im oberen Etschtal soll es einige verwilderte Sämlinge geben, die ja dann auch schon raueres Klima überstanden haben.
Frostharte Sämlinge kann sich natürlich auch jeder selbst ziehen z.B. auch in Klimazone 6 aussähen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 14. Juni 2013, 09:14:10
Hallo,
das ist mir alles viel zu kompliziert................
Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es sich rentiert Stecklinge aus südlichen Gefilden mitzubringen und ob die hier tatsächlich Früchte bringen, habe das bisher noch nicht gelesen.
Theoretisch müsste es gehen aber wer hat damit Erfolg gehabt und von welchem Land/Gegend?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Günther am 14. Juni 2013, 09:45:52
Bis auf das, da? ich nicht weiß, wo der Ursteckling herkommt (mediterran, no na), und daß die Pflanze schon länger in Kärnten wuchs, bevor sie zu mir wanderte: Hier in Wien gabs schon reife Früchte, die "frühere" Tranche. Ich steh mich nicht so sehr auf Feigen, aber die Verwandtschaft befand die paar Stück für gut. Wenn man allerdings schon mal im Süden baumreife Feigen gebrockt und gegessen hat - kein Vergleich.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mime7 am 14. Juni 2013, 10:36:46
Hallo,
das ist mir alles viel zu kompliziert................
Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es sich rentiert Stecklinge aus südlichen Gefilden mitzubringen und ob die hier tatsächlich Früchte bringen, habe das bisher noch nicht gelesen.
Theoretisch müsste es gehen aber wer hat damit Erfolg gehabt und von welchem Land/Gegend?
Hallo,
meiner Meinung nach sind die Chancen, dass das was wird, gering.

Siehe auch dieser thread um den 24.4.2013, das ist Seite 70.

Aber die Meinungen diesbezüglich gehen auseinander, und es soll schon gelungen sein.

Wenn du aber weniger ein Experiment machen willst und vielmehr einigermassen sicher ernten willst, dann kauf dir ne bewährte Feige oder besorg einen Steckling aus deiner Nachbarschaft.

Gruss
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 15. Juni 2013, 07:55:01
Hallo, ich habe von der Insel Krk Stecklinge mitgebracht.
Im letzten Jahr habe ich eine Herbstfeige geerntet!
Es handelte dich um die Rel. Kleinen gelbgrünen sehr leckeren die es dort
Überall gibt!
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 15. Juni 2013, 22:31:49
Hallo Leute ,
ich brauche Hilfe für meine Stecklinge .
Viele gehen mir ein und es sind so kleine Maden im Holz unter der Erde .
Wie kann ich die killen ? Kommen die von den kleinen Fliegen ?

Ich war übrigens bis gestern in der Pfalz und habe mir Stecklinge mitgebracht .
Da ich aber keine Lust mehr auf dieses mühselige Großziehen habe , hab ich eine Mazedonische Bocksfeige mit
den Stecklingen veredelt und einen meiner Del Portogallo Hochstämme .
Nun hoffe ich , das dies alles angeht .
Drückt mir die Daumen .

Dennis
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 16. Juni 2013, 04:42:47
Hallo, ich habe von der Insel Krk Stecklinge mitgebracht.
Im letzten Jahr habe ich eine Herbstfeige geerntet!
Es handelte dich um die Rel. Kleinen gelbgrünen sehr leckeren die es dort
Überall gibt!
Viele Grüße
Mario

Hallo Mario,
jetzt müßte man noch irgendwie herausfinden können, ob deine Feige weiblich o. ein persistenter Zwitter ist, denn das Bocksfeigen keine Früchte liefern ist ja eine weitverbreitete Fehlinformation. Dann wäre es interessant, ob eine Bocksfeige in Mitteleuropa mehrere Generationen Früchte liefert, wenn die Früchte nicht von Wespen besiedelt und gefressen werden.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. Juni 2013, 10:03:28

Viele gehen mir ein und es sind so kleine Maden im Holz unter der Erde .

fliegen, kaefer etc. kommt natuerlich auf die groesse der larven an ....

trauermuecken sind wohl immer wieder ein problem.

granulate wie seramis oder lechuza -zumindest als deckschicht verwendet- sollen das problem lindern. natuerlich nicht mehr im nachhinein sonder als vorbeugung. im nachhinein ist eventuell eine komplette umstellung auf granulat eine loesung. ich experimentiere gerade mit unerschiedlichen granulaten 8-)

ansonsten gibt es -ja nach larve- noch nematoden als gegenmittel.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 20. Juni 2013, 10:14:07
Eine Zwischenfrage an die Feigenprofis:

Hier haben die ausgepflanzten grünen Sorten in der Umgebung schon hübsche Früchte (sind ältere Exemplare). Wir haben uns voriges Jahr auf Empfehlung für eine blaue, eher früh reifende Sorte (Bellone) entschieden, weil uns die blauen besser schmecken.

Vorigen Herbst gab es Mini-Früchte (1-2 cm groß), die den Winter nicht überstanden haben. Aktuell ist die Feige riesig (1,8 x 1,8 m) und dicht belaubt (über den Winter sind ein paar Triebspitzen ca. 10 cm lang abgefroren), aber von Fruchtbildung keine Spur.

Wann setzen blaue Sorten üblicherweise die Früchte an, die im Oktober/November geerntet werden? Kann man die Fruchtbildung irgendwie fördern - z. B. durch Dünger etc.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. Juni 2013, 10:50:28
Wann setzen blaue Sorten üblicherweise die Früchte an, die im Oktober/November geerntet werden? Kann man die Fruchtbildung irgendwie fördern - z. B. durch Dünger etc.

die bellone kommt wohl aus nizza und ist wenig winterhart und soll wohl in kalten gegenden nicht sooo gut fruchten! normal sollten schon jetzt am neuen holz fruchtfeigen zu sehen sein wenn man eine chance auf eine ernte haben moechte.

im november wird es in unseren breiten keine ernte mehr geben, das waere wettertechnisch zu spaet.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 20. Juni 2013, 10:54:45
die bellone kommt wohl aus nizza und ist wenig winterhart und soll wohl in kalten gegenden nicht sooo gut fruchten! normal sollten schon jetzt am neuen holz fruchtfeigen zu sehen sein wenn man eine chance auf eine ernte haben moechte.

im november wird es in unseren breiten keine ernte mehr geben, das waere wettertechnisch zu spaet.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Hier ist sie gut winterhart, angeblich fruchtet sie auch in Niederösterreich noch gut (4 Stunden Autofahrt weiter nördlich). Ich weiß nicht, wie der November in Deinen Breiten ausfällt - wir leben südllich der Alpen.

Mir fehlt hier bloß der Vergleich zwischen blauen und grünen Sorten, weil im Unkreis keine blauen ausgepflanzt sind. Die grünen sind hier ja auch um viele Wochen früher erntereif. Bei den grünen hier haben sich recht große Früchte über den Winter gehalten - im März waren sie sicher 4 cm im Durchmesser.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. Juni 2013, 11:06:15
- wir leben südllich der Alpen.

ok ;-) dann passt es ;-)

however, es kann keinen allgmeinen vergleich zwischen gruenen und blauen feigen geben.

es gibt fruehe blaue und fruehe gruene feigensorten ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 20. Juni 2013, 13:36:49
man kann feigen nicht nach der farbe unterscheiden, das wäre genauso, wenn man grüne apfelsorten und rote auseinanderhalten wollte.
es gibt leckere grüne feigen und leckere blaue, und leckere schwarze und rote. davon jeweils frühe und späte.

die sorte machts, nicht die farbe.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 20. Juni 2013, 17:56:08
Der Experte, von dem wir den Baum bezogen haben, war da anderer Meinung.
Grüne Sorten reifen in der Regel früher - blaue später.

Im August gibt es in der Toskana überreife grüne Feigen, die blauen in den Gärten sind noch weit davon entfernt. In Kroatien hab ich bisher ähnliches beobachtet, daher hab ich das mal grundsätzlich ernst genommen.

Welche blauen Sorten reifen denn schon so früh wie die meisten grünen?

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 20. Juni 2013, 18:51:25

Welche blauen Sorten reifen denn schon so früh wie die meisten grünen?


bluetenfeigen oder fruchfeigen? (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

sultane, dauphine etc. bei den bluetenfeigen. pastelier bei den fruchtfeigen. recht weites thema , es gibt hunderte sorten ...

und vermutlich mehr experten als sorten 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 21. Juni 2013, 07:52:15
bluetenfeigen oder fruchfeigen? (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

sultane, dauphine etc. bei den bluetenfeigen. pastelier bei den fruchtfeigen. recht weites thema , es gibt hunderte sorten ...

und vermutlich mehr experten als sorten 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Was sind Blütenfeigen - bisher habe ich nur über Fruchtfeigen und Bocksfeigen gelesen - hast Du einen Link, der das erklärt? Ich würde mich gerne weiter einlesen. Auch bei z. B. Mercato verde werden die von Dir genannten Sorten nicht in die zwei Gruppen unterteilt sondern laufen unter Fruchtfeigen.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 21. Juni 2013, 08:57:07
moin moin,

einfach mal "feigensorten kauftipps" googeln ;-)

Zitat:
Blütenfeigen (Frühlingsfeigen) reifen zwischen Juni und August auf dem Vorjahresholz.
Die Herbstfeigen (Fruchtfeigen) reifen auf dem neuen Holz zwischen August und November.

es gibt wohl auch noch drei mal fruchtende sorten 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Juni 2013, 12:17:05
Onegood...,
das ist bißchen kompliziert ;D7

ganz grob:

Fruchtfeigen sind sowohl Blüten- als auch Herbstfeigen. Beide gibts an der gleichen Pflanze. Fruchtfeigen sind Feigensorten, die essbare leckere Früchte hervorbringen

Blütenfeigen sind die ersten Feigen. Sie überwintern am alten Holz als Knospe zusammen mit den Blattknospen. Im Frühjahr treibt ein Feigenbaum also Blätter und Feigen gleichzeitig aus. Diese Feigen sind relativ bald reif, etwa ab Ende Juni.
Solche Feigen kann man ernten, wo Wintertemperaturen wärmer als -10 bis -15 Grad vorkommen. Z.B. An auch an der Nordsee, den Ostseeinseln und allen wärmeren Gebieten in D. So kann die Feige gleich im Frühjahr mit Früchten starten und reift auch im Norden z.B. auf Bornholm/Dänemark aus.

Herbstfeigen entstehen dann erst im Laufe des Austriebs während des Sommers. Sie reifen nur aus, wenn es einen warmen Herbst gibt, etwa ab Ende September bis November.
Wenn die Blütenfeigen erfroren sind (Winter zu kalt), kann man in warmen Sommern auf Herbstfeigen hoffen. Z.B. in Süddeutschland ist das möglich.

So kann man in kühlem Sommerklima mit milden Wintern die Blütenfeigen ernten, in kalten Wintern mit heißem Sommer die Herbstfeigen.

Milder Winter und heißer Sommer: man kann beide Feigengenerationen ernten.

Jetzt bist du vollends verwirrt, oder? ;D

Herbstfeigen

ich zitier mich mal selbst für hemerocallis. hoffe, es hilft etwas weiter
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 21. Juni 2013, 12:36:24

Grüne Sorten reifen in der Regel früher - blaue später.



das kann ich jetzt nicht so pauschal stehen lassen. das wäre in etwa genauso, wenn ich behaupten würde, dass rote rosen besser duften als gelbe.

es gibt einfach zuviele sorten, deren Eigenschaften nicht von der farbe abhängen.

lt dem buch "le figuier, pas a pas" von pierre baud (= feigenpapst) macht bellone nur Herbstfeigen, bei den Herbstfeigen ist sie mittelfrüh, In der Provence ab ende August reif, lt reifekalender im buch.
negronne z.b. ist sogar bei den Herbstfeigen früher reif und hat auch blütenfeigen.

Edith: bellone wird von baud übrigens nur für Südfrankreich empfohlen

ich geb immer wieder den link zu nach meiner Ansicht nach der besten feigenseite:
http://www.fig-baud.com/figuiers.html
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juni 2013, 11:37:31

das kann ich jetzt nicht so pauschal stehen lassen. das wäre in etwa genauso, wenn ich behaupten würde, dass rote rosen besser duften als gelbe.


das auge riecht mit 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: philippus am 22. Juni 2013, 22:37:13

Die grünen sind hier ja auch um viele Wochen früher erntereif. Bei den grünen hier haben sich recht große Früchte über den Winter gehalten - im März waren sie sicher 4 cm im Durchmesser.


Das stimmt so nicht. Es gibt frühe grüne und frühe blaue Sorten. Die zwei frühesten der bekannten Sorten sind Pastiliere und Ronde de Bordeaux (Herbstfeigen, beide blau bzw. violett). Es soll eine Feige geben, genannt "Figue de Langres", die ein Abkömmling der grünen Sorte Becane ist, welche sehr winterhart und genauso früh wie die beiden anderen sein soll.

Es gibt genug späte grüne Sorten: Col de Dame blanc, Col de Dame gris, Sucre vert, Nefiach und selbst Dalmatie kann nicht wirklich als frühe Sorte angesehen werden.

Reifezeit hat mit der Farbe nicht das geringste zu tun.

Grüße
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 25. Juni 2013, 12:02:34
Hi Philippus ,
Komischerweise sind bei mir die Col de Dame Blanc und Sucre Vert am weitesten mit den Herbstfeigen .
Die haben schon Stachelbeergröße .
Danach kommt Pastiliere und dann Noire de Caromb .
So siehts jedenfalls bei mir derzeit aus (von ca 20 verschiedenen größeren Feigenbäumen)

Gruß
Dennis
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 25. Juni 2013, 12:05:58
EDIT :
Aber vielleicht brauchen die dann länger bis zur vollständigen Reife ??

Übrigens sind meine Brebas seit Wochen unverändert und Violetta hat 3 von 5 abgeworfen , vor der Hitzewelle .

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 25. Juni 2013, 12:08:09
ich zitier mich mal selbst für hemerocallis. hoffe, es hilft etwas weiter
Danke!
(Grad erst gesehen - sehr hilfreich!).

Hier gibt es aktuell in der Nachbarschaft also jetzt mal Blütenfeigen und dann nochmal die Herbstfeigen dazu. Bei den grünen Sorten, die hier üblicherweise verwendet werden, scheint das problemlos zu klappen.

Blaue scheinen etwas anspruchsvoller zu sein - man findet sie hier nirgends im Umkreis und unsere hat die Blütenfeigen über den Winter abgeworfen.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hymenocallis am 25. Juni 2013, 12:10:57
das kann ich jetzt nicht so pauschal stehen lassen. das wäre in etwa genauso, wenn ich behaupten würde, dass rote rosen besser duften als gelbe.

Die Aussage kam vom Feigenexperten der renommiertesten Baumschule Österreichs - sie haben einige wenige Sorten im Angebot, die hier erfolgreich ausgepflanzt wachsen und fruchten (mehr grüne) und bei denen kennen sie sich wirklich aus.

Die Aussage bezieht sich demnach wohl auf diese hier 'winterharten' Sorten und ist nicht auf irgendwelche hier nur als Kübelpflanzen verwendbare Sorten aus was weiß ich woher übertragbar.

Für uns reicht diese Expertise prinzipiell auch, wenn sie zu wohlschmeckenden blauen Früchten führt (man wird sehen) - wir haben nur Platz für eine Feige und Kübelpflanzenhaltung war nie angedacht.

LG
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 25. Juni 2013, 12:18:39
Hallo,
wie lange muß man eigentlich bei den Fruchtfeigen "Angst" haben, daß da noch welche fallen? Ist das evtl. im Juli komplett vorbei?
Gibt es da auch einen "Junifall" wie bei Äpfeln?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 25. Juni 2013, 12:20:13
Hallo,
wie lange muß man eigentlich bei den Fruchtfeigen "Angst" haben, daß da noch welche fallen? Ist das evtl. im Juli komplett vorbei?
Gibt es da auch einen "Junifall" wie bei Äpfeln?
Meinte Blütenfeigen.
Was sind wigentlich Brebas?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Torosus09 am 25. Juni 2013, 12:33:05
Zitat
Hallo,
wie lange muß man eigentlich bei den Fruchtfeigen "Angst" haben, daß da noch welche fallen? Ist das evtl. im Juli komplett vorbei?
Gibt es da auch einen "Junifall" wie bei Äpfeln?
Meinte Blütenfeigen.
Was sind wigentlich Brebas?

Sorry , mit Brebas sind die Blütenfeigen gemeint , lese zuviel in amerikanischen Seiten ::)

Also mit dem Fruchtfall ist das eher Sortenbedingt würde ich sagen .
Manche sind da dann empfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen .
Meine Noire de caromb hat letztes Jahr Ende September alle Feigen abgeworfen , obwohl die schon lila waren .
Meine Unbekannte Obifeige , welche grün mit goldenem Fruchtfleisch ist , hat dagegen bis Ende Oktober alle Früchte
ausreifen lassen , obwohl es draußen schon ziemlich kalt wurde .
Daher ist das bis jetzt meine Lieblingssorte und auch der Geschmack ist sehr gut .
Die hat dieses Jahr 2 Blütenfeigen gebildet und macht jetzt kräftig Herbstfeigen .
Die ist ca 1,2 m hoch und hat letztes Jahr 17 Früchte gemacht ;-)

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Didi, Mittelbaden am 25. Juni 2013, 12:48:44
Also bei einer Freilandfeige sind jetzt noch um die 25 "Brebas" dran.
Einige wenige sind in den letzten Wochen gefallen.
Ansonstern noch bei einer anderen ausgepflanzten 1 Fruchtfeige.
Aber was mich wundert: Ich habe noch einige andere Topf- und Freilandfeigen (allerdings erst 2-3jährig). Da tut sich gar nichts, auch nicht mit Herbstfeigen ansetzen. Sehen aber gesund und wüchsig aus.
Das sind aber meist Nonames von Steckis aus dem Süden, Ba-Wü. und der Pfalz, aber auch Dalmatie oder RdB.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 25. Juni 2013, 14:34:34
Hallo, das wird in diesem Jahr auch nix mit den Herbstfeigen !
Dazu ist der bisherige und jetzige Witterungsverlauf viel zu schlecht .
Jetzt müsste schon ein Jahrhundert - Sommer ala 2003 kommen und der
Herbst auch noch sehr warm werden ..... Und das ist fast ausgeschlossen!
Bei mir sind die Herbstfeigen auch noch nicht zu sehen bzw. Mini .
Was nach Juni kommt reift fast nie aus.
Das heißt in meinem Fall auch keine Ronde de Bordeaux .

Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 30. Juni 2013, 13:02:49
Hallo, das wird in diesem Jahr auch nix mit den Herbstfeigen !

jetzt kommt der sommer ;-) never surrender! ::) die herbstfeigen meiner osborn sind schon recht weit! ich hoffe weiterhin ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 01. Juli 2013, 05:24:02
Klar kommt es auf den weiteren Verlauf an .
Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass Herbstfeigen die sich bis etwa Anfang Juli nicht gebildet haben auch nicht reifen !
Allerdings habe ich noch allzuviel Jahre an Erfahrung . Und in diesen Jahren waren die Sommer relativ besch....
Die Osbourne scheint recht früh zu sein .
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 01. Juli 2013, 11:06:26
Die Osbourne scheint recht früh zu sein .

die einzige die soooo weit ist. hat allerdings auch den besten platz. relativ windgeschuetzt und direkt vor der wand! wobei windgeschuetzt hier relativ ist, das blaesst wie bloede hier auf dem berg 8-)

https://fbcdn-sphotos-b-a.akamaihd.net/hphotos-ak-frc3/1039961_409244109190330_1870674367_o.jpg
[Eingebettetes Riesenbild durch Link ersetzt]

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. Juli 2013, 22:05:32
kennt die kollegen einer:

gerippter brachkäfer ...

moegen offenbar keine feigenblaetter, zum glueck!

http://de.wikipedia.org/wiki/Gerippter_Brachk%C3%A4fer

gibt hier tausende davon 3;o)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 05. Juli 2013, 05:13:27
Klar kenne ich die! Bei uns heisen die "Junikäfer" oder auch "Butterröschen" (Junikäwwer", Budderreesjer) :-)
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 05. Juli 2013, 09:38:58
Klar kenne ich die! Bei uns heisen die "Junikäfer" oder auch "Butterröschen" (Junikäwwer", Budderreesjer) :-)


schon mal stress mit den kollegen gehabt? so rein ficus carica technisch?

die sind hier echt in der ueberzahl 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mario,wPfalz am 06. Juli 2013, 07:35:46
Ne , kein Problem!
Die Feigen beginnen jetzt mit dem ansetzen der Herbstfeigen .
Extrem spät !!
 Leider bedeutet das, dass es keine Herbstfeigen gibt in diesem Jahr.
Sind jetzt Erbsengroß .
Viele Grüße
Mario
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 07. Juli 2013, 00:56:13
Viele meiner Feigen haben noch nicht einmal ausgetrieben, geschweige denn, das ich Hoffnung auf eine Feigenernte habe.
Mehrere Feigen, die ich spät gekauft habe, hatte ich letztes Jahr nicht mehr ausgepflanzt. Dieses Jahr habe ich sie dann eingepflanzt. Viele haben noch nicht ausgetrieben. Eine Afghanistanika zeigt jetzt erst einen kleinen Austrieb. Ich hoffe noch, das die anderen folgen. Ich kaufe nie mehr im Herbst Pflanzen. Davon sind auch schon zu viele ganz eingegangen.
Ich frage mich, was ich jetzt mit Stecklingen mache, die jetzt bewurzeln? Wenn ich sie draussen lasse, erfrieren sie, wenn ich sie ins Haus hole treiben sie nächstes Jahr vielleicht nicht mehr aus. Direkt an der Haussüdseite haben sie wohl die besten Chancen, aber dort ist es schon voll. Wahrscheinlich werde ich sie aber dennoch dort in einen tiefen Topf pflanzen und überwintern lassen. In einen tiefen Topf gepflanzt lassen sie sich dann am besten ohne Schaden wieder umpflanzen.
Einige meiner afghanischen Feigensämlinge sind jetzt schon so groß, das ich überzeugt bin, das sie den nächsten Winter draußen überleben werden. Die Frage ist nur, ob ich sie am Aussehen erkennen werde z.B. von iranischen und anatolischen Sämlingen unterscheiden kann. Um sie zu beschriften waren sie zu klein und zu viele und es kommen ja an allen möglichen Stellen neue Sämlinge, die auch aus dem Vorjahr stammen könnten.
Ab nächstem Jahr werde ich wahrscheinlich rigiros alle jungen Sämlinge, die runterfrieren meiner Schwester für den Flohmarkt mitgeben, damit ich nur die härtesten behalte.
Viele meiner Feigensämlinge stehen in einer Reihe an der Parkplatzzufahrt. Da bin ich mal gespannt, wie sich die Reihe im nächsten Winter lichtet. Einen Winter haben die meisten ja schon überlebt.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juli 2013, 16:16:16
@ paul

wie hast Du denn die nicht ausgepflanzten ueberwintert. bei mir haben alle ueberlebt, selbst die noch jungen stecklinge. 8)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 08. Juli 2013, 23:02:59
Leider bedeutet das, dass es keine Herbstfeigen gibt in diesem Jahr.
Sind jetzt Erbsengroß .

hmm, die hoffnung stirbt zuletzt ... kenn´ auch den weiteren spruch (http://www.long-tom.de/smilies/matrosen/pfeif.gif)

der sommer kam halt sehr spaet, eventuell verspaetet sich ja auch der winter ::)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 09. Juli 2013, 01:16:42
@ paul

wie hast Du denn die nicht ausgepflanzten ueberwintert. bei mir haben alle ueberlebt, selbst die noch jungen stecklinge. 8)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Ich habe leider keine richtig kalten Kellerräume. Ich hatte sie teilweise in der Wohnung. Dort sind sie erstmal weiter gewachsen um dann plötzlich einzugehen. Nur wenige Stecklinge und eine Buttenschöns Beste und eine Negronne haben das überlebt und wachsen jetzt wieder.
Das überwintern in einem unbeheizten Nebenraum und im Keller haben auch nicht alle Pflanzen überlebt. Jetzt besitze ich allerdings auch eine Gartenhütte. Wenn der Winter nicht extrem wird, wäre das o. die Haussüdseite eine Option für neue spät gekaufte Pflanzen und Jungpflanzen. Selbst wenn ich im Herbst keine Pflanzen zukaufen würde, so brauche ich ja für meine eignen und getauschten Jungpflanzen eine optimale Lösung für einen Winter zwischen - 12 und - 22 Grad.
Nur Sämlinge haben im Winter keine Probleme weiter zu wachsen, egal ob in der Wohnung o. einem kühleren Nebenraum. Manche (wenige) überleben den Winter auch draußen. Vielleicht kaufe ich noch ein Gewächshaus. Es müßte aber Sturmfest und doch nicht zu teuer sein.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 11. Juli 2013, 12:46:55
in der wohnung ueberwintern macht keinen sinn. hatte es bei einer panachee versucht und die hatte gleich eine schildlaus :o

dann quarantäne in der tiefgarage, wo ich sie fast vergessen haette ::) dieselruss kann sie offenbar ab ... hat sich wieder gefangen ;D

PS: zum fruchten brauchen die feigen ueberdies eine kaeltephase ...

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 15. Juli 2013, 23:12:46
Meine Ficus Palmata Caucasus bekommt jetzt als 1. meiner Feigen Fruchtansätze. Sie ist allerdings neu dazugekauft. Die Meeder und Fehmarn, die sonst als erste Früchte bilden, zeigen noch keine Frucht-Ansätze, dafür wollen sie sich schon zum erstenmal verzweigen. Meine Zum Walt, die ich letztes Jahr im Frühjahr mit einer dicken Frucht bekam, hat auch noch keinen Fruchtansatz.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 16. Juli 2013, 09:40:30
zu warm ueberwintert ...

was ist denn eine "Zum Walt"?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 16. Juli 2013, 11:59:36
zu warm ueberwintert ...

was ist denn eine "Zum Walt"?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Die "Zum Walt" habe ich letztes Jahr eingetauscht. Mein Tauschpartner hat sie auch unter diesen Namen aus Österreich bekommen. Genaueres konnte er über diese Feige auch noch nicht sagen. Er meinte, es könne sein, das sie nur 1 Ernte (parthenocarp) zuließe.
Die Frucht war sehr groß und lecker. Weitere Früchte wurden aber nicht mehr reif. Letztes Jahr wurde sie im Topf kühl überwintert und war früh dran. Dieses Jahr bei mir hat sie draussen überwintert. Da der Winter mild, aber lange war, ist nichts zurückgefroren, aber alle Feigen sind spät dran.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 21. Juli 2013, 22:22:17
Ich habe jetzt aus der Schweiz eine Feige bekommen, die in Klimazone 7, ohne zurückfrieren zu einem großen Baum wurde. Ich hoffe, die macht bei mir so weiter. Es handelt sich um einen Sämling, der ohne Befruchtung keine Früchte ausreifen lies. Da er wahrscheinlich frosthärter als die bekannten Sorten ist, würde es sich lohnen mit ihm weiter zu züchten, z.B. im Süden wo die Feigenwespe vorkommt. Die Persistens soll ja sowieso von den Pollen kommen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 21. Juli 2013, 22:50:10
aber da wo es die feigenwespe gibt braucht man doch keine extreme winterhaerte, oder?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 21. Juli 2013, 23:03:08
aber da wo es die feigenwespe gibt braucht man doch keine extreme winterhaerte, oder?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Letztlich möchte ich ja für Mitteleuropa bzw. für meine Region schöne frostharte Feigenbäume. Wenn sie ohne Befruchtung Früchte produzieren, wäre das natürlich besser. Wenn man von solchen frosthärteren Feigenbäumen Früchte erhält, kann man die wieder in Klimazone 7/6 aussähen und erhält noch härtere Bäume, die dann teilweise persistent sein werden, wenn die Pollenspender auch frosthärter und persistent sind z.B. Palmata Caucasus o. Palmata Afghanistan o. persistente frostharte Wildfeigen aus anderen Regionen. Ich ziehe z.B. Wildfeigen aus verschiedenen Regionen auf. Sie werden im Winter sehr hart ausgelesen, d.h. nur die härtesten überleben. Vielleicht ist auch Ice Christall ein Zwitter, der in der Zucht in beiden Funktionen eingesetzt werden kann. Meine Ice Christall wächst im Augenblick wunderschön heran.
Ich habe ja schon weitere frosthärtere Sämlinge, die ich selbst gesäht habe, die aber noch nicht erwachsen sind. Ich weis von ihnen also nicht, welches Geschlecht und andere Eigenschaften sie haben und von manchen auch nicht, wie frosthart sie letztlich sind.

Wenn mein schweizer Baumstumpf austreibt, werde ich Stecklinge machen und Paten suchen. Die können mir dann auch Früchte schicken und selbst Jungpflanzen mit besseren Ausgangsbedingungen großziehen. Manche haben ja in mehreren Regionen Gärten, z.B. hier in Mitteleuropa einen eignen Garten und bei Verwandten im Süden weitere Möglichkeiten.
Ich habe schon verschiedene Ideen mich an der direkten Zucht zu beteiligen.
Stecklinge würde ich dann auch Frosthärtetests unterziehen, um ihre Frosthärtegrenze auszutesten.

Natürlich wäre es gut die genetische Ausgangsbasis für diese Zucht mit weiteren frosthärteren Feigen zu verbreitern.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 22. Juli 2013, 09:13:28
Ich mache mir schön langsam gedanken, wie ich meine Kübelfeigen heuer überwintern lassen möchte.
Ich wohne im nördlichen Waldviertel, es gibt jedes Jahr einige Tage bzw. Näche, die -20°C haben. Leztes Jahr habe ich die Feigen im Wintergarten gehabt, der wird aber nicht kälter als zwischen +10 und +5°C. Das war scheinbar zu warm für die Feige, sie hat im Februar schon wieder ausgetrieben und sah lange recht jämmerlich aus. Inzwischen hat sie sich erholt und es hängt auch eine Feige dran.
Im Schuppen gäbe es noch die Möglichkeit, sie zu überwintern, allerdings ist der recht finster und ich fürchte, es ist auch nicht wirklich viel wärmer als im Freiland. Es ist nur eine dünne Ziegelmauer. Kann ich den Topf zusätzlich ein wenig schützen, z.B. in einen Karton stellen und mit Laub füllen?
Was würdet ihr empfehlen?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juli 2013, 10:02:10
+5 bis +10 sollten eigentlich gehen. meine haben jetzt -allerdings im dunklen- bei +7 ueberwintert und haben -bis auf die panachee- alle die fuesse still gehalten. nur die panachee ist arg fruehzeitig ausgetrieben. so wie Du es beschreibst muessen warme spitzen dringewesen sein d.h. der wintergarten muss tagsueber bei sonne waermer geworden sein. treibhausefekt halt, den habe ich im kalten keller nicht 8-)

zum sehr kalten ueberwintern faellt mir nur ein dass der boden nicht durchfrieren soll. eigene erkenntniss bei feigen haben ich da noch nicht, fuer die meisten pflanzen ist es toedlich wenn der boden durchfriert. fuer meine balkonfeigen habe ich mir jetzt ein bodentermometer besorgt. einfach mal "Feige und Bodenthermometer" googeln. das teil arbeitet mit funk d.h. die brauchst nicht in die scheune sonderen kannst im warmen "beobachten" ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juli 2013, 10:08:56
PS: wenn die -20 grad laengere zeit stehen wird es auch mit schutz eng. ich denke gerade ueber heizkabel nach, dass ich dann mit einer temperatursteuerung versehen wuerde. bin mir nur nicht im klaren wie weit das kabel von wurzeln und pflanze weg sein muss ohne die pflanze im winterschlaf zu stoeren 8-)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 22. Juli 2013, 15:44:53
der wurzelballen kann schon durchfrieren. Meine Feigen stehen in der ungeheizten garage, dicht an dicht auf dem Boden (Bodenwärme), an die Wand gerückt.
wenns ganz kalt ist, dann stell ich blumenerdesäcke, düngersäcke und sowas als "mauer" um die Töpfe.
Und ich werfe ein vlies drüber.

In der garage hatte es schon an die 2 Monate ununterbrochen gefroren, tmin war -14, meistens ist es aber so um die -10, wenns ganz kalt ist.
Da friert natürlich auch mit der Zeit der Wurzelballen durch.

Den feigen schadet das nicht. kommt halt drauf an, mit welcher temperatur der wurzelballen durchfriert.
durch den schutz wird der frost im topfinnern anscheinend genug abgepuffert.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 22. Juli 2013, 15:57:57
Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Ich hatte Stecklinge aus dem letzten Jahr bewurzelt und in Töpfen auf dem Balkon überwintert. Diese haben mehrere Nächte von Temperaturen zwischen -10 und -15 Grad Celsius überstehen müssen und die Wurzelballen waren mit Sicherheit durchgefroren.

Die meisten Pflanzen haben überlebt. Ich hatte auch einige wenige Verluste. Bei 2 Feigenstecklingen bin ich mir noch unschlüssig. Sie haben bis jetzt! noch nicht mit dem Austrieb begonnen. Das deutet auf den Verlust hin. Beide Pflanzen sind aber noch grün unter der Rinde und machen rein optisch einen lebenden Eindruck. Es sind auch grüne Knospen vorhanden. Die Terminalknospe beginnt zurückzutrocknen aber nur sehr langsam. Das ist mir echt ein Rätsel. Ich beobachte weiter. Zum Glück bin ich auf die beiden "Sicherheitskopien" nicht angewiesen, da die im freien stehenden Mutterpflanzen zwar bodeneben zurückgefroren sind aber aus der Wurzel wieder ausgetrieben haben.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 22. Juli 2013, 20:12:05
hej,

danke fuer die infos, haette ich nicht gedacht dass feigen soooo hart sind! werds mit einer brown turkey testen und berichten ;D #

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 22. Juli 2013, 21:35:21
Naja, den Hinweis auf die Ausfälle hast Du aber gesehen, ja?

Der Kältetod bei Feigen scheint nur nicht so sehr vom Durchfrieren des Wurzelballens abzuhängen. Unter -15 Grad würde ich aber nicht gehen wollen ;) .
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 24. Juli 2013, 02:16:40
Heute habe ich bei ebay ein Inserat gelesen, das jemand Feigensämlinge aus dem Vorjahr verkauft. Die Samen hätte er aus den Früchten eines Baumes im Rheinland.
Das würde bedeuten, das die Feigenwespe spätestens letztes Jahr das Rheinland erreicht hat. Nach dem milden Winter müßte sie sich dieses Jahr dann weiter im Rheintal ausgebreitet haben. Es fehlen ihr allerdings genügend Bocksfeigen für die massenhafte Vermehrung.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 24. Juli 2013, 08:29:33
Naja, den Hinweis auf die Ausfälle hast Du aber gesehen, ja?

yes, daher muss ja erstmal nur die brown turkey bibbern 8-)

mfg dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 24. Juli 2013, 08:29:43
Danke für die Infos. So richtig weiß ich aber noch immer nicht, wie ich es am besten mache.

Würde es wohl funkionieren, wenn ich die Feige ca. Mitte November ins Haus in den Wintergarten stelle. Sie hat dann ihre Blätter verloren und ist in Winterruhe. Sobald ich im Februar beobachte, dass sich die Triebspitzen rühren, stelle ich sie in den Schuppen, eventuell mit zusätzlichem Winterschutz. Sie hat es dort dann wesentlich kälter und dünkler als zuvor.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 24. Juli 2013, 08:32:49
die überwinterung kann stockdunkel sein, da ja kein laub dran ist. geht zur not auch in irgendwelchen lichtschächten, wenn die feige da noch reinpasst.

wichtig ist halt, dass die Temperatur so in etwa nicht kälter als -10 ist, bei geschütztem /eingepacktem wurzelballen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: hargrand am 24. Juli 2013, 10:57:17
 ich würde sie eher gleich in den Schuppen stellen. zuerst in den Wintergarten und die Winterruhe verlieren lassen ist nicht gut.

wie gesagt lieber gleich Schuppen ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: carot am 24. Juli 2013, 11:00:09
Grundsätzlich würde ich auch zum Schuppen tendieren. Wenn der aber keinen ausreichenden Frostschutz bietet, kommt das nicht in Frage. Bei meinen Eltern sind in diesem Winter 2 im Kübel gehaltene Feigen im Schuppen erfroren. Aus meiner Sicht nicht so schlimm, da es sich nicht um parthenokarpe Typen handelte ;).
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 24. Juli 2013, 16:46:03

Würde es wohl funkionieren, wenn ich die Feige ca. Mitte November ins Haus in den Wintergarten stelle. Sie hat dann ihre Blätter verloren und ist in Winterruhe. Sobald ich im Februar beobachte, dass sich die Triebspitzen rühren, stelle ich sie in den Schuppen, eventuell mit zusätzlichem Winterschutz. Sie hat es dort dann wesentlich kälter und dünkler als zuvor.

ne, dass nun gar nicht. da bekaeme die arme ja ne schockkuehlung grad wenn sie beginnt im saft zu stehen. so lange wie moeglich draussen, dann schuppen und wenn es im schuppen boese kalt wird in den rettenden wintergarten.
die mehrheit tendiert zu schuppen wuerde ich sagen ;-)

mfg dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: lumusan am 25. Juli 2013, 10:09:26
so lange wie moeglich draussen, dann schuppen und wenn es im schuppen boese kalt wird in den rettenden wintergarten.
die mehrheit tendiert zu schuppen wuerde ich sagen ;-)

Das klingt vernünftig, ich denke so werde ich es machen!
Wirklich böse kalt wird es ja meist erst ende Jänner, anfang Februar bei uns. Bis dahin soll sie im Schuppen stehen!
Danke für die Denkanstöße!
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 25. Juli 2013, 10:31:26
moin,

zum glueck haben wir unterdessen gute wetterberichte :-)

http://www.windfinder.com/weatherforecast/frankfurt

die app geht noch weiter 8-)

wenn da starker frost angesagt wird kann man reagieren..

je laenger kostant kalt desto besser d.h. es ist im freien ist IMHO am besten. heizt sich der schuppen bei sonne auf?

Mit freundlichen Grüßen

Dirk

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: paulche am 26. Juli 2013, 04:58:33
Bei Ebay werden ja jetzt Feigensämlinge verkauft, deren Samen von Bäumen aus Deutschland stammen. Die Feigenwespe hat sich also wahrscheinlich ins Rheintal z.B. in die Pfalz ausgebreitet.
Dann wäre es natürlich günstig solche Früchte als Ausgangsmaterial für die Sämlingsanzucht zu verwenden, denn hier wachsen tendentiell ja schon frosthärtere Feigen, als z.B. in Süditalien.
Günstig wäre es dann sich persistente relativ frostharte Pollenspender in den Garten zu pflanzen z.B. Ficus Palmata Caucasus.
Ich werde ja sehen, wenn meine frostharte Bocksfeige Früchte ausreifen läßt, dann ist die Feigenwespe auch schon im Lahntal.

Ich habe auch eine Feige Brunswick aus der Pfalz mit Früchten geliefert bekommen. Die Samen werde ich testweise aussäen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Juli 2013, 07:18:27
man sollte grundsätzlich nicht alles glauben, was ebäy erzählt ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mmoebiu3 am 26. Juli 2013, 07:44:53
habe mir gestern eine feige gekauft und leider leider erst zu haus mit entsetzen festgestellt, dass die dinger nicht wirklich winterhart sind >:( könnt mich ärgern!!!

das ding ist noch ganz klein. Kann mir jemand sagen wie ich ihn behandle? Ich habe gelesen es sei ratsamer ihn erstmal in den Kübel zu setzen bevor er noch keine Früchte getragen hat.
Kann mir jemand berichten?
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Juli 2013, 07:48:28
Es gäbe ja in diesem thread die ein oder ander klitzekleine Information dazu, genaugenommen gehts um nix anderes (auf 84 Seiten ;) )
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mmoebiu3 am 26. Juli 2013, 08:43:05
Es gäbe ja in diesem thread die ein oder ander klitzekleine Information dazu, genaugenommen gehts um nix anderes (auf 84 Seiten ;) )

ja aber 84 seiten :-\
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 26. Juli 2013, 10:17:06
nicht verzweifeln. ;D es gibt ganz treffliche pflanz- und pflegeanleitungen im www, einfach nach ficus carica suchen 8-)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Juli 2013, 10:32:12
Es gäbe ja in diesem thread die ein oder ander klitzekleine Information dazu, genaugenommen gehts um nix anderes (auf 84 Seiten ;) )

ja aber 84 seiten :-\

Jetzt tu wenigstens so, als hättest du dir etwas Mühe mit durchlesen gemacht ;) ;D
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 26. Juli 2013, 10:35:43
also gut, mal ganz in Kürze:

Alles unter etwa -15 killt oberirdische Teile des Feigenbaums, der aber aus der Wurzel fast immer wieder austreibt. Nur junge frischgesetzte Feigen können komplett erfrieren.

Deshalb: Feige an eine Mauer, sehr geschützt pflanzen und zumindest den unteren bereich der Pflanze bei Starkfrost abdecken. Am besten als Spalier dicht an der Mauer ziehen.

Kübelfeigen können in Garagen etc. überwintert werden. Wenn der Topf etwas eingepackt wird, überstehen die dort auch mal -10 kurzfristig und auch leichten Dauerfrost.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: mmoebiu3 am 26. Juli 2013, 10:38:40
Es gäbe ja in diesem thread die ein oder ander klitzekleine Information dazu, genaugenommen gehts um nix anderes (auf 84 Seiten ;) )

ja aber 84 seiten :-\



Jetzt tu wenigstens so, als hättest du dir etwas Mühe mit durchlesen gemacht ;) ;D

 ;D ;D ;D du ulknudel
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: ficuscarica am 04. August 2013, 12:46:25
Hallo,

meine Panaschee setzt jetzt kleine Feigen an.

Ich denke mal, etwas spät. Glaube kaum, dass sie noch reif werden.

Gruß

ficuscarica
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Nina am 04. August 2013, 13:39:45
Meine Brown Turkey hat zu den paar großen Früchten nun auch noch jede Menge kleine Früchte angesetzt. Ich hoffe jetzt einfach auf einen langen Sommer. :)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: alter-schwede am 04. August 2013, 22:18:27
nicht nur fuer die feigen 8)

Mit freundlichen Grüßen

Dirk
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: zwerggarten am 04. August 2013, 22:42:46
der threadtitel pasast zwar nicht so richtig, aber das stört ja andere hier auch nicht... ;)

meine im kübel gehaltene feige 'petit negri' hat dann doch noch - wider erwarten - zwei winterfrüchte ausgereift... hoffentlich sind sie innen so schön wie außen. :)

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: zwerggarten am 04. August 2013, 22:43:17
und es ist noch jede menge hoffnung! :D 8) ;)
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 05. August 2013, 08:26:04
Die sieht genauso aus, wie meine "Negronne". Aber haargenau. Sind die innen eher orange oder richtig rot.

Meine sind orange innen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: zwerggarten am 05. August 2013, 10:15:08
hmm, vielleicht ist es ja die gleiche sorte, ein synonym?! ???

und die farbe - schau selbst, gestern lag sie auf dem teller... etwas orangener als sonst fand ich sie schon, aber auch pink-rot: feigendekor
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: partisanengärtner am 05. August 2013, 21:07:12
War die Feige so lecker wie sie aussah, Zwerggarten?
Wenn ihr so weiter macht, werde ich wieder zum Kübelschlepper.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: zwerggarten am 06. August 2013, 00:47:15
für eine im eigenen garten unter widrigen bedingungen überraschend im halbschatten ausgereifte kübelpflanzenfrucht fand ich sie wirklich ausgesprochen köstlich. :D
Titel: erntezeitpunkt
Beitrag von: magnificco am 06. August 2013, 13:30:04
Heiland: jetzt werden die Dinger plötzlich reif. Die Farbe schlägt um, nachdem in den letzten 2 Wochen nochmal richtig enormer Zuwachs kam.
Manche fühlen sich auch schon weich an. Aber nicht so richtig, gammelig, schwabbellig weich, wie die, die ich mir im Supermarkt immer rauspicke zwischen den unreif geernteten.
UND: sie brechen bei leichtem Hin- und Herbiegen noch nicht ab.
Duft ist auch noch quasi keiner zu vernehmen.
Wespen fressen sie mir auch noch nicht weg.

Wer hat noch Entscheidungshilfen für den perfekten Erntezeitpunkt?

Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: andreasNB am 06. August 2013, 13:36:20
Ob nun der perfekte Zeitpunkt ?

Wenn ich denn mal eine reife Frucht habe, dann sollte sie verfärbt + weich sein und sich die "Blüte"(?) unten an der Frucht öffnen.
Titel: Re:Feigenbaum-wieder Frostschäden
Beitrag von: Mediterraneus am 06. August 2013, 13:45:28
Frucht hängt nach unten, ein Zuckertropfen bildet sich im Auge und die Außenhaut bekommt kleine Rißchen.
Dauert noch 2 Tage bei dir. Ca.

Ist das eine "madelleine des deux saisons" ?
Titel: Re:erntezeitpunkt
Beitrag von: philippus am 07. August 2013, 15:41:18
Mediterraneus hats ja schon gesagt, wenn auch dieses Tröpfchen aus der Ostiole nicht bei allen Sorten immer kommt.. Ich w