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Pflanzenwelt => Stauden => Thema gestartet von: troll13 am 05. Dezember 2017, 20:55:25

Titel: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 05. Dezember 2017, 20:55:25
Moin,

zum Thema "Heimische Farnarten" würde ich gerne einen eigenen Thread aufmachen, da ich es einerseits schade finde, dass hier viel über Exoten geschrieben wird aber offenbar viele Gartenliebhaber die wenigen Arten, die bei uns natürlich vorkommen, nicht auseinander halten können.

Und ich glaube, wer die morphologischen Unterschiede zwischen Frauen-, Wurm- und Dornfarnen oder Schildfarnen einmal kennt, bekommt auch ein anderes Auge für die Zierformen und Arten aus Asien und Nordamerika.

Ich stelle mir hier einerseits einen Identifikationsthread vor. Andererseits möchte ich selbst auch dazulernen, denn ich kenne nur die Vorkommen in meiner näheren Umgebung und die Standortpräferenzen sowie die Häufigkeitsverteilung der unterschiedlichen Arten könnten in anderen Regionen des "Pur-Lands" durchaus unterschiedlich sein.

Und einige Arten kenne ich selbst auch nur von Fotos oder als "Beifang" in Staudenbestellungen, um den Mindesbestellwert zu erfüllen, die dann hier mehr kümmern als wachsen wollen.

Für gartenwürdig halte ich heimische Farne mit Ausnahme des Adlerfarns allemal, wenn man ihnen den richtigen Standort gönnt.  Darüberhinaus sind einige Arten wie Polystichum setiferum, Drypoteris filix-mas, Dryopteris affinis und Dryopteris dilatata hier bei mit im Garten attraktive "Notnägel", wenn kaum etwas anderes in tiefem und trockenen Schatten wachsen will.

Sogar dem stark Ausläufer treibenden Straußfarn (Matteuccia struthiopteris) kann ich etwas abgewinnen, wenn er als "Bodendecker" unter attraktiven Großsträuchern und Bäumen eingesetzt wird.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 05. Dezember 2017, 21:06:39
Sorry ::)

Deitsche Spracke, schwehre Spracke... hab den Threadtitel korrigiert.
Titel: Re: Hiemische Farne
Beitrag von: Secret Garden am 05. Dezember 2017, 21:08:53
Eine gute Idee. :)  Bei mir im Garten tauchen Farne einfach von selbst auf. Wo es passt bleiben sie, ansonsten werden sie gejätet. Es gibt verschiedene, aber mit einer Sortenbestimmung tue ich mich schwer.
Nach Dauerregen, Schnee und Frost ist wahrscheinlich nicht mehr viel fotogenes dabei. :-\
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: AndreasR am 05. Dezember 2017, 21:25:28
Ich habe hier im Garten bewusst bisher nur Wurmfarne gesehen, davon aber reichlich in allen möglichen und unmöglichen Ecken, mal recht malerisch, mal etwas unpassend. Einige habe ich gerodet, aber die meisten stehen noch und sind dort keineswegs nur "Lückenbüßer". :) Fotos müsste ich mal heraussuchen...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 05. Dezember 2017, 21:48:29
Aus Sporen vermehren sich hier im Garten hauptsächlich spontan auch Dryopteris filix-mas, D. dilatata und D. carthusiana.

Wahre Fundgruben sind hier jedoch Töpfe mit Pflanzen in Torfsubstraten. der Torf wird überwiegend aus Russland oder dem Baltikum. Sind das dann noch "heimische" Farne? ;)

Aber gerade beim Wurmfarn lohnt es sich, sie wachsen zu lassen und zu beobachten, weil sie in der Wedelform und im Wuchs sehr variabel zu sein scheinen.

Ich hoffe am Wochenende noch ein Foto von einem außergewöhnlich dichtbuschigen und wüchsigen  Exemplar zeigen zu können, das ich in so einem Kübel gefunden habe und von dem ich zunächst nicht glauben mochte, dass es ein "gewöhnlicher" Wurmfarn ist.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 05. Dezember 2017, 22:10:53
...
Für gartenwürdig halte ich heimische Farne mit Ausnahme des Adlerfarns allemal, wenn man ihnen den richtigen Standort gönnt.
 ...

Ich hab bei mir gewagt, auch den Adlerfarn auf seine Gartenwürdigkeit zu überprüfen.
Seit Herbst 2007 habe ich ihn im Garten, bisher lässt er sich nach meinem Empfinden sehr gut im Griff behalten.
Der Trick scheint dabei zu sein, ihm gerade nicht den richtigen Standort zu gönnen.
In der Umgebung wächst er wuchernd auf lockeren, wahrscheinlich leicht sauren, Sandböden.
In meinem Garten, auf kalkhaltigem schwerem Lehm, wuchert er nicht wirklich - ja, es gibt jedes Jahr Wedel, die außerhalb des zugedachten Beetstreifens auftauchen, aber wenn ich die sehr tief umfasse und rausreiße, wars das dann.
Allerdings wächst er auch im Beetstreifen "wellenartig", mal kommen auf der einen Seite viele Wedel, mal auf der anderen Seite, gleichmäßig ist der Aufwuchs nie, da die Wedel aber trotzdem groß und breit werden, sieht das Beet immer gefüllt aus.
Ein großer Nachteil ist die geringe Standfestigkeit, ohne ein am vorderen Rand des Beetes gespanntes Seil würden die Wedel im Sommer nach kräftigen Regengüssen kreuz und quer liegen.
Insgesamt würde ich die Gartenwürdigkeit eher als gering einschätzen - aber für einen Farnomanen und Sammler.....  ;D

(https://up.picr.de/31148273ea.jpg)

(https://up.picr.de/31147762mg.jpg)

Dryopteris filix-mas ist bei uns in der näheren Umgebung der häufigste Waldfarn.
Robust, trockenheitsverträglich, wenn eingewachsen, recht lang wintergrün, recht groß werdend - eine große Zahl von von Spaziergängen aus dem Wald vor über 30 Jahren mitgebrachte Exemplare wuchsen im Garten meiner Großeltern, von denen ich wiederum einige Exemplare in meinen Garten mitgenommen habe, wo sie immer noch wachsen.
Und sich auch selbst immer mal wieder aussporen.
Hier rechts neben dem Hakonechloa 'Allgold' in der Bildmitte mein schönstes Exemplar, da nur einen "Kopf" gebildet und dadurch sieht man die schöne Trichterform - mit mehreren Triebköpfen sieht der Farn unordentlicher aus.

(https://up.picr.de/31148322ne.jpg)

Asplenium scolopendrium in der ursprünglichen Art, als richtige "Hirschzunge", finde ich einen sehr schönen Gartenfarn - oft finde ich die vielen Sorten längst nicht so dekorativ.
Sport sich bei mir massiv in die Tuffsteinmauer aus.

(https://up.picr.de/31147790vi.jpg)

Asplenium trichomanes ist auch ein sehr robuster und schöner kleiner Farn, ein Fugenfarn.
Hat sich bei mir immerhin sogar 2x ausgesport.

Asplenium ruta-muraria find ich ja richtig klasse, er wächst in dichten Büscheln direkt gegenüber der Garteneinfahrt in der Mauer um den Friedhof und die Dorfkapelle, ist aber extrem schwierig im Garten anzusiedeln.
Von einem Versuch, Pflänzchen aus sehr bröckeligen Fugen einer Betonmauer, wodurch man wirklich sehr viel Wurzelwerk herauslösen konnte, in den Fugen zwischen den Tuffsteinziegel anzusiedeln, lebt auch nur noch eine Pflanze - aber vielleicht ist es A. ruta-muraria dort auch zu schattig  :-\

Matteuccia struthiopteris befriedigt bei mir leider überhaupt nicht - einerseits "wuchert" er bei mir nicht, andererseits ists ihm oft schnell zu trocken, trotz Töpferlehm, und dann hat man angebräunte Wedel bis zum Herbst.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 11:37:45
Ich würd das jetzt eher für einen Dryopteris filix-mas halten....
(Zitat aus dem filigrane Vielfalt Tread)

Der Kandidat hat 100 Punkte!
Da denke ich rund 10 Jahre lang, dass es Athyrium ist, das einen kleinen Garten "rockt" und stattdessen ist es Dryopteris... ::)
Ich muss mir im nächsten Jahr unbedingt ein Athyrium filix-femina besorgen!
Rechts ein Wedel von der ursprünglichen Mutterpflanze, links ein Abkömmling. (Leitbündel zählen ging bei sehr kräftigen Wedel, die Mutter ist eher zart, dort war es schwierig.) Und auf meine Wahrnehmung bezüglich Farnbestimmung geb`ich im Moment grad sowieso gar nichts mehr. ;)

Mir persönlich gefällt Osmunda regalis (bin sicher das es dieser ist!) noch sehr gut. Da ein Auspflanzungsversuch gescheitert ist steht er in einem grossen Kübel, das geht bisher gut. (Leider kein Foto, die Kamera mit dem ein oder anderen Bild ist mir über den Sommer abhanden gekommen.)
Dryopteris

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Dezember 2017, 11:56:07
Öhm......könntest du nicht vielleicht doch beide Gattungen im Garten haben - beim rechten Wedel, da sehen mir die Sori doch so ganz anders aus als am linken....eher wie die Sori von Athyrium wie im Link von Aotearoa unten
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 12:17:53
Öhm......

 ;D
Den Unterschied von rechts und links habe ich schon auch gesehen. Ich frage mich einfach, wo das ganz Dryopterisgeschwader hier herkommen soll, wenn nicht von der rechten Pflanze auf dem Foto. Ist der einzige Farn, den ich hier jemals gepflanzt habe. (Stammt aus dem nahen Wald, jetzt rächt sich das...) Und das mit den Leitbündeln konnte ich zu wenig eindeutig sehen, gerade bei der Mutterpflanze.
Habe heute den GP Artikel über heimische Farne von Herrn Steiger gelesen. Betr. Unterscheidung von Athyrium und Dryopteris halte ich mich vielleicht am Besten einfach an ihn: Du musst sie nicht unbedingt unterscheiden können, hauptsache du hast sie beide im Garten! ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Dezember 2017, 12:32:10
 ;D ;D ;D
Wenn ich mich recht entsinne, ist dein Garten recht waldnah, oder?
Wenn dort auch Dryopteris filix-mas vorkommt, haben sich Sporen von dort eingefunden  ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 12:45:47
Wenn die Mutter doch Athyrium ist lag ich zumindest nicht komplett daneben, ich habe nur zu kurz gedacht! ;)
Ja, Waldnähe ist gegeben. Die "Farnexplosion" fand zeitnah statt mit dem Einbringen des Farns aus dem Wald. Aber ebenso in dieser Zeit wurden die verwucherten Steinaufschüttungen teilweise freigeschnitten ist mir noch in den Sinn gekommen. Wer weiss, was darunter noch im Schlummer lag. Oder aber sie sind vom Wald rübergekommmen wie du sagst.
Beim Oberlichtfarn ist es aber eindeutig, er ist Dryopteris, wo immer er herkam. ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 15:24:35
......könntest du nicht vielleicht doch beide Gattungen im Garten haben

Hat mir jetzt einfach keine Ruhe gelassen. ;)
Dieser steht zwar nicht mehr im kleinen Ursprungsgarten, kommt aber von daher und ich denke A.filix-femina...(ca. Bildmitte)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 15:33:47
...weil man sieht u.a. im Herbst den Unterschied zu Dryopteris filix-mas (rechts) gut, obwohl man Athyrium filix-femina halt auf dem Foto nur klein sieht, links oben. (So, für heute habe ich genug geforscht. ;))
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Dezember 2017, 15:47:12
...
 ich denke A.filix-femina...(ca. Bildmitte)
Ja!
(Und unten links ragt Dryopteris ins Bild  ;D)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 06. Dezember 2017, 15:50:40
...weil man sieht u.a. im Herbst den Unterschied zu Dryopteris filix-mas (rechts) gut, obwohl man Athyrium filix-femina
...

Das ist mir auch immer aufgefallen - Dryopteris hat stabilere Wedel, Athyrium ist im Herbst schnell komplett welk und weg.

Sehr schöne Gartensituation mit der Mauer und dem schönen Tor!!  :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 06. Dezember 2017, 17:51:50
(Und unten links ragt Dryopteris ins Bild  ;D)

Jaaa ;D. (Aber ich glaube er ist nicht filix-mas, ich begnüge mich mit Dryopteris.)
Ich gebe das Kompliment an Mauer und Tor gern weiter, die sind ja sehr wichtig hier, insbesondere die Mauer. Aber ohne Farne wär`s schon nicht das gleiche, finde ich. ;)

Die Gartenpraxis hat mir ja eine Liste der einheimischen Farne geliefert was mir durchaus Lust macht, mich mit ihnen näher zu befassen. Schöner Thread @troll13, ich werde ihn weiterverfolgen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: martina 2 am 06. Dezember 2017, 18:00:26
Dieser Wurmfarn (?)  hat sich an der Nordseite des Hauses mehrfach angesiedelt, der Wald ist nicht weit. Wird immer größer und darf bleiben, dort ist's mit Absicht eh wild, auch wenn man bei Regen nasse Hosenbeine bekommt. 
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: martina 2 am 06. Dezember 2017, 18:01:43
Sorry, falsches Bild. jetzt aber:
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 06. Dezember 2017, 20:30:39
Ich gehe davon aus, dass es tatsächlich ein Dryopteris ist. Ob nun Dryopteris filix-mas oder D. affinis bleibt die Frage. Letzerer ist wirklich wintergrün, die Wedel des gemeinen Wurmfarns sterben hingegen im Verlauf des Winters ab.

Im Sommer ist es nicht einfach, die beiden wirklich auseinander zu halten. Dryopteris filix-mas der hier auch wildwachsend vorkommt. kann durchaus sehr vielgestaltig sein, was den Wuchs, die Wedelform aber auch die Dichte der Schuppen an den Wedelstielen angeht. Bei den gekauften Exemplaren des Goldschuppenfarns waren diese immer sehr dicht und goldbraun. Beim Wurmfarn sollten diese Schuppen eigentlich spärlicher und heller sein.

Vom Frauenfarn (Athyrium filix-femina) kann man beide recht einfach durch die Form der Sporenlager (Sori) unterscheiden. Beim Frauenfarn sind sie komma- oder hakenförmig und zur Spitz der Fieder hin länglich, bei den Wurmfarnen immer rundlich.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: AndreasR am 06. Dezember 2017, 21:03:21
Meine sind auf jeden Fall Wurmfarne, denn die Wedel sterben über den Winter ab, auch wenn hier und da ein paar ziemlich lange grün bleiben. Ich habe mal ein paar Fotos herausgesucht, denn sie haben sich wirklich sehr malerisch auf der Bruchsteinmauer am Hang selbst angesiedelt:

(https://i.imgur.com/bDzUJQZ.jpg)

(https://i.imgur.com/ODJZsa1.jpg)

(https://i.imgur.com/UwiaFEF.jpg)

(https://i.imgur.com/pO1yinu.jpg)

Blick von der anderen Seite - so hätte ich sie jedenfalls nie pflanzen können:

(https://i.imgur.com/5rphgMw.jpg)

Unter der großen Tamariske wachsen ein paar Exemplare, eine nette Ergänzung zu den Astilben, die ich dort angesiedelt habe. Bei Trockenheit muss ich letztere zwar hin und wieder wässern, aber ansonsten hält der Lehm hier das Wasser sehr gut. Die Farne hingegen sind unverwüstlich, egal, ob sie in der Sonne oder im Schatten stehen.

(https://i.imgur.com/RHgcOtO.jpg)

Auch die Treppe an der Terrasse hinunter in den Garten ist von Farnen gesäumt; wenn die Wedel in den Weg hereinragen, schneide ich sie einfach ab, der Rest sieht dann schön trichterförmig aus:

(https://i.imgur.com/tubn9Jd.jpg)

(https://i.imgur.com/gK13R7o.jpg)

Und auch an unpassenden Stellen wuchern sie, wie auf diesem Foto von 2015; allerdings habe ich es bisher nicht übers Herz gebracht, diese beiden zu entfernen. Hier reicht es ebenfalls, hin und wieder ein paar Wedel abzuschneiden.

(https://i.imgur.com/z5St6vk.jpg)

Überall, wo der Beton der alten Treppen bröckelt, haben sich Nachkommen angesiedelt, die entferne ich allerdings hin und wieder, weil dort nicht so viel Platz ist, ansonsten würde ich sie wie Martina einfach weiterwachsen lassen. Irgendwie gehören sie zu alten Mauern, Treppen und Toren einfach dazu. :)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 06. Dezember 2017, 21:19:44
Das letzte Foto zeigt schön, wie unterschiedlich die Wuchsform sein kann. Schöne Exemplare hast du. Ich finde hier in NW-Deutschschland überwiegend auch nur Sämlinge (oder Sporlinge?) von D. filix-mas, obwohl ich mehrere (gekaufte) Exemplare vom Goldschuppenfarn im Garten habe.

Wild findet man hier D. filix-mas hier bei uns selten im Waldinneren sondern eher am Waldrand, gerne auch an absonnigen Böschungen (Bahndamm Nordseite) und meistens wachsen sie nicht so schön trichterförmig. ich kenne nur einen Standort mit so schönen Exemplaren wie die von dir gezeigten.

Im Garten vertragen sie allerdings auch extrem schattige Standorte wo eingewachsene Großsträucher und Bäume im Sommer viel feuchtigkeit aus dem Boden ziehen und andere Farne versagen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: AndreasR am 06. Dezember 2017, 21:32:46
Naja, das letzte Bild ist nur bedingt aussagekräftig, weil das Exemplar links in einem in den Boden eingelassenen Gitterrost (diente wohl als Schuhabtreter) wächst, während ich das rechte zwecks besserem Durchkommen etwas "aufgeastet" habe. Aber es stimmt schon, die Wuchsform unterscheidet sich durchaus, und wenn der Farn frei steht, kann er sich besser entfalten. Ältere Exemplare werden sicher auch größer als jüngere, die in meinem Garten haben teilweise kindskopfgroße Knollen, aus denen die Wedel wachsen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 07. Dezember 2017, 07:09:39
Irgendwie gehören sie zu alten Mauern, Treppen und Toren einfach dazu. :)

 :)
Es gibt die, welche einfach so kommen und bleiben und andere, wo das nicht gleich gelingt. Das war bei mir z.B. Asplenium trichomanes, das ich versuchte in der Mauer anzusiedeln, was nicht geklappt hat. Möchte ich aber noch einmal probieren an einer Stelle, wo die Mauer gearbeitet hat, sich eine grössere Fuge gebildet hat.
Muss ich etwas speziell beachten, z.B. Erdzusammensetzung?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Dezember 2017, 09:26:20
Willst du ihn in eine Stützmauerfuge pflanzen, also eine Mauer mit Erdanschluss dahinter, oder eine freistehende?
Fugen in freistehenden Mauern sind oft zu trocken für einen Pflanzversuch.
Und je länger die Fuge zumindest leicht feucht bleibt, umso einfacher klappt eine Anpflanzung.

Ich hab A. trichomanes in einer Fuge in der Treppe aus dem Gartenhof, also mit kalkhaltigem Lehmboden, ausgesport hat er sich in eine Fuge zwischen Betonziegel und wahrscheinlich kalkhaltigen Sandstein am Brunnen sowie in Moos auf ebenfalls kalkhaltigen Sandstein am Bergmolchteich, gepflanzt hab ich noch A. t. 'incisum' in die Tuffmauer mit nur wenig Gartenboden, also dort fast ohne Kalk.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Dezember 2017, 09:28:20
@AndreasR:
da hast du sehr schöne Gartensituationen "wachsen lassen"!
Prachtvolle Exemplare!
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: *Falk* am 07. Dezember 2017, 09:58:27
Heimische Farne sind einfach in der Ansiedlung und Pflege. Sie sind strukturbildend und in naturnahen Pflanzungen sehr zu empfehlen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: MarkusG am 07. Dezember 2017, 10:06:04
Mensch! Das sind aber wirklich schöne Farne und Pflanzsituationen, die Ihr hier zeigt!

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Waldmeisterin am 07. Dezember 2017, 10:17:47
Toll, eure Farne  :D

Das ist nun kein besonders gelungenes Bild, aber es zeigt, warum ich den Straußenfarn so liebe: dieses unfassbar grüne Grün im Frühjahr  :D

Diesen Bestand habe ich einst unter mehreren Kubikmetern Brombeersgestrüpp gefunden. Natürlich darf er bleiben, allerdings muss man ihn doch deutlich in seine Grenzen weisen. Seltsamerweise heult mein Mann, der den Garten ähnlich interessant findet wie mittelalterlichen Minnegesang, bei jedem Exemplar, das ich ausreiße.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: *Falk* am 07. Dezember 2017, 10:59:49
und unkompliziert.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 07. Dezember 2017, 11:22:32
Hallo,
sehr schöne Farne und Garteneinstellungen zeigt ihr. Da bekommt man richtig Lust den eigenen Bestand zu erweitern. Zeigt ihr nur einheimische Farne im Garten oder können hier auch Naturstandorte gezeigt werden?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: *Falk* am 07. Dezember 2017, 11:31:31
Immer zu, zeig uns Deine Naturstandorte, zum Nachbauen  ;) :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 07. Dezember 2017, 11:40:18
Nachbauen möchte ich das auch und eigentlich möchte ich den ganzen Wald nach hause holen. Zuerst einmal ein paar Ansichten aus dem Garten. Da der Garten sehr neu ist haben wir unsere Farne in aufgestellte Pflanzelemente gepflanzt.
Zwischen den Pflanzgefäßen eine Mauerraute (Asplenium ruta-muraria)
(https://lh3.googleusercontent.com/8lkiXREtdIMDlox7mSw40XSiTyyv_ZfJBVLCedrzb-0J0A6dhVRD6LUhjqd4Q3wgav-irtgWw1rafPwU_4P2a1D_0_zAGToyZ9C8K2TM7EPbLtyj4TZpDXyGzhoc-HUcWhEFig3zK0WeOzEGKv9UlIpulWvCZEic82K2kT6sAYLuFSlyh4o1RtEcvzK1uEhEHnpGUutPV9I0hqOjZJw5lQZeABjL_Dq5SjuL8rFVxLj2FgifLODdr4ughuTU-7TEBTK8tjB6RMWQPTLK-sCWTKmPOxPOJamqLs2HIFVXZIuatfVcguvqZKCfpU9_bfRJB4LIcWTR9VERrlR38mGbZW4kYgpgF8kctBcS6ZXAxprZ_X3K1yAE2Yn-7Ueh0rUzG517bdjQ66HMFXLbAVSh66QHrmhKoWOCDWyzF8hnjttKlTeTfutBgRLbRtkdrGHg2z0muW5vCWY43sf0yp67R_z7tnAqYd7XFPKSRkpFbbusu1fQwKvXRrVKBqtKlOGhWztlNifrvy-dlqGzZG_k1cTy7AqvExUKcmAhZqD8xJU064R0kDn8QW9264h2mVB7mka9IiwtnRGhbYBtqGZoVtQssf85VqrOuKUrwSzQQi8=w1240-h699-no)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: biene100 am 07. Dezember 2017, 13:10:45
Ich schwelge in euren Fotos !  :D  So schön !  Die großen Wurmfarne und die Straussenfarnkolonie, herrlich! Letztere gehen hier leider unmöglich, viel zu trocken. Aber gar nicht so weit an einem Bach hab ich letzten Sommer auch ganz viel gesehen.Was für ein Agenschmaus. Leider war die Kamera nicht dabei. Die Mauerraute hatte ich einige Jahre lang erfolgreich angesiedelt. Dann hab ich sie dummerweise umgepflanzt. Das mochte sie gar nicht. :-\ Weitere Versuche schlugen fehl.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 07. Dezember 2017, 13:19:49
Auch der Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes ssp. quadrivalens) entwickelt sich sehr gut. Auch einige Jungpflanzen habe ich schon gefunden.
(https://lh3.googleusercontent.com/VY3dJA8AY9piqtWpF4Yi4l8iPKHvApZpyIH8hATes5q4zlvXXwja6bS1CBrRfVmePYVv9AgBgkoleAz5Vi6C6KaUAyaDHWWih5BTQHbZPtynw5MJn74bowhgxmItvBbHxtdJBAvXAHW44iWOc5Nnz6-OKA50r8ICvK3SuNu01-v6CH4wDu8GAzg3vIAxSpk398hUUD3L7hu-KjMXzK6RfIfcxZmCy2hXltWRSIe7bLb7Uz5MLmZJCvvWRIPC3Io1BwMfv1xubQ7_fvrABQgfZc17ZMUVoSvVzvO0u575Mo1BM6Oizbl0-OWovzXSqbgRI2znmapHIN8rZL8QAPIOi96HifwejKo0WoB4Gvidc3ZndSGb0GhYMJ4XlGjwnIh7TWuezzWNwYAchsf_gqsJ528Pnc922pCk0xR_1dTtG257YnlXALgUi5L2USkhPRxR3P1e8BzOC1KfeqDc0Jx_wfK2-nxUOjwRv42pwJD3wEgsD_yVFoPZjDtZ6954Fc3SWkZAIaosMhf-aYQ9k1_ND3dNvFzagZWS76i20WOCCThLBk6htgOnJa32LA_zoUMnbLYe81foo7CbAAeyNI1qa4jP_79faLcfuCDSzxhfkTk=w1327-h747-no)

und die gefundene Jungpflanze
(https://lh3.googleusercontent.com/PWKX62dDeAbXN_SHVgUVefIeVbvht0UMa96Aic3S-5VLJ0JVTijI1_GKboeREVHS1DOf_oEAQOOUS3dn21A2OWbvYbUumcbehuq1g8tCBViNz-w6MFZ2D8ofvqcG-Luf5WM_MdZARFpbuTncpXxLNXsFAD4FiKYe7G1f8DBS9iaIaHech-97zwR3AckR-Jo-55kcDRHnNKdqkPb_QNgjqQZftQRmXmLTyadPkRFdLn7NfbaqGur8MBKsYGNCVUQL0jzPhQ5KATMEXmJiUnDQVgKJL0RV3D0s9_nuAWwRC2IIQsBDzkoqONCo2bvx-Eg6wOo8n9elzF1LRg_9FGOBrs95cMDsrcKNgHtSMwzr12YgcAJY9UYpKEJPql4r0m76DjrfatCKP8j6Yk9ZODUbQYur1gFGoErrws4Pw5HuHult1xCYzj7wUzY4ZcfSfxS_EJwelE9eAkOrqLDrv9VuMBf3dPdsh6ju1rMdQYh1SzXA6JiAu0yVn6FHCTJRiDg5C8H89SQhPFT5ALhpEJiR79NNtsBw6wwQtg9GyB4aSsfD9TSFLFeg0eYM9WCnxWKcwtezaWPkvB9MtXucN8JDKkuwTsj3Df67ad6HNj_L78U=w1327-h747-no)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: martina 2 am 07. Dezember 2017, 14:09:36
Ich gehe davon aus, dass es tatsächlich ein Dryopteris ist. Ob nun Dryopteris filix-mas oder D. affinis bleibt die Frage. Letzerer ist wirklich wintergrün, die Wedel des gemeinen Wurmfarns sterben hingegen im Verlauf des Winters ab.

Im Sommer ist es nicht einfach, die beiden wirklich auseinander zu halten. Dryopteris filix-mas der hier auch wildwachsend vorkommt. kann durchaus sehr vielgestaltig sein, was den Wuchs, die Wedelform aber auch die Dichte der Schuppen an den Wedelstielen angeht. Bei den gekauften Exemplaren des Goldschuppenfarns waren diese immer sehr dicht und goldbraun. Beim Wurmfarn sollten diese Schuppen eigentlich spärlicher und heller sein.

Vom Frauenfarn (Athyrium filix-femina) kann man beide recht einfach durch die Form der Sporenlager (Sori) unterscheiden. Beim Frauenfarn sind sie komma- oder hakenförmig und zur Spitz der Fieder hin länglich, bei den Wurmfarnen immer rundlich.

Nachdem er im Winter abstirbt (eh gut, dort häuft sich der Schnee), ist es wohl D. filix-mas. Danke  :)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 07. Dezember 2017, 16:01:46
Ein Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) im Juni bei uns im Garten. Jetzt sieht man nur noch ein paar braune Strunken.

(https://lh3.googleusercontent.com/QQSvfnyHh6ashvWb5F28yBxj2wLbN_MS9N8ccbKfquv_EepmC4YtLUjp_KrQH5EDDg5QZAaESiePf5VlaDZFpyCxw-_gQiL-lI8BdAvaoFpnqQeET60JaCzlKJVLExGPGP-U5lA_tNmI6OcY5N8WQogr-uKiH8EqqddqO7FmvDrHPZLBRRw_Bic61EcmnDrbXkJAKKpovtkyWeLJJrnJKBv0oqUfBt0x_vgOE6otDxdfWXb-nD0ul5nefPo_1TXe-ZtUXMyiDkWvofk_IxSgsF3CSscAgB-KvB89A20ar4crCVVPkFW_qTBDTYoFy6HTaw0IjhqPfiP3NbZGH84lRJFwhTbQzloUi6kyIjNgGQ_XZ3sb7_ugmI5MAFa29JpfKCRSUZVxDUtGcM2NHlZnqZoyuOxUoHwBop83Pgi1HfA6glMTCsYE2xYpT5YckdhP4vpdj_3zILQFt3TfCY2e8mw6Mz8WCrNej0s63v3MEB7M8TwgA83kSk2-XnI6WR8_xebcOpIxVSE0EnjbD06e_Kwrejt0U030FVo9KVgJlGHegYhR5GUrjjn-NQIM0IcEd0bw_NhiLZVVZv4POJXi3RJPBwM9a6cvsWd37ePkd2w=w1240-h699-no)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Natternkopf am 07. Dezember 2017, 18:53:16
Kleines OT / Essen

Weiss das von euch jemand.
Bin mir nicht mehr sicher, welches Farn problemlos und schmackhaft zu Essen ist.

Wurmfarn oder Hirschfarn, anderes Farn? 🌿
Ich weiss es nicht mehr.  :-\
Länge eines 'Wedels' (als Deko desselben) ca. von der Hand bis zur Schulter.

War vor ca. einem Jahr, wo ich bei einem Anlass mit Büchern und Essen war.
Da gab es unter anderem .....farn zum Essen. Roh und etwas angeröstet.
Schmeckte mir beides gut.  :D
Weiss nur noch, dass es grosse "Knospen" (so gerollte Dinger) waren.

Ist ein bisschen wenig als Beschreibung.
Doch ich bin zuversichtlich, dass es hier bei Pur beantwortet werden kann.


Grüsse Natternkopf
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Dezember 2017, 19:06:25
In den USA,Japan und Neuseeland werden mancherorts junge Adlerfarn-Wedel gegessen, soll dort, wo das Tradition hat, für vermehrte Speiseröhren- und Magentumore sorgen :P
Wurmfarn wurde, wie der Name zeigt, gegen Parasiten und Würmer in der Kräuterheilkunde genutzt.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 07. Dezember 2017, 20:37:57
also eine Mauer mit Erdanschluss dahinter, oder eine freistehende?
Fugen in freistehenden Mauern sind oft zu trocken für einen Pflanzversuch.

Mit Erdanschluss. Die Mauer hat stellenweise Löcher drin, ich vermute, das war für Pflanzen gedacht. In so einem Loch ist mir Asplenium trichomanes aber vertrocknet, leider, da kam wohl nicht genug Wasser hin. Jetzt versuch ich`s noch bei anderen Löchern, Spalten, Rissen, vielleicht am besten gleich mehrfach. Hattest du den Pflanzballen deines Farns auseinandergerupft?

Zitat
also mit kalkhaltigem Lehmboden

Diese Sache mit dem Kalk, die man hier immer wieder mal liest...ist mir ein Rätsel. Wenn Lehmboden immer eher kalkig ist ist es klar, wenn nicht dann wüsste ich gern wieso hier so viele wissen, wieviel Kalk sie im Boden haben? (und wenn die Frage blöd ist darf sie gern ignoriert werden. ;))

Mauerfarn Dryopteris filix-mas (Er ist ja hier in ziemlich guter Gesellschaft, wer hat den eigentlich nicht?! ;)

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 07. Dezember 2017, 20:40:33
Das wollte ich noch anfügen:
Weiss nur noch, dass es grosse "Knospen" (so gerollte Dinger) waren.

Die "gerollten Dinger" finde ich an den Farnen grade besonders schön! (Und du isst die... ::) ;D Zimtfarn und Straussenfarn sagt google  ;).)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 07. Dezember 2017, 21:02:12
...
 Hattest du den Pflanzballen deines Farns auseinandergerupft?

Zitat
also mit kalkhaltigem Lehmboden

Diese Sache mit dem Kalk, die man hier immer wieder mal liest...ist mir ein Rätsel. Wenn Lehmboden immer eher kalkig ist ist es klar, wenn nicht dann wüsste ich gern wieso hier so viele wissen, wieviel Kalk sie im Boden haben? (und wenn die Frage blöd ist darf sie gern ignoriert werden. ;))
...

Ballen musste ich rupfen, sonst hätte er nicht in den Spalt gepasst, sowohl in der Treppe als auch in der Tuffmauer.
Die Tuffmauer weist aber eine recht gleichmäßige Feuchtigkeit das ganze Jahr auf durch den kapillaren Aufstieg von Erdfeuchtigkeit.
Letzten Herbst hatte ich noch versucht, einen A. trichomanes in Löcher im Feldahorn zu pflanzen, die mit Mulm gefüllt sind, das hat auch nicht geklappt, weil wahrscheinlich im ersten Sommer zu trocken.

Keine Frage ist "blöd"  :)

Lehmboden muss nicht kalkhaltig sein.
Das hängt immer davon ab, woraus er sich gebildet hat.
Ist das Ausgangsgestein kalkhaltig, ists der Boden/Lehm später auch.
Ist das Ausgangsgestein ohne Kalk, ist im Boden später auch keiner.

Manche Pflanzen wachsen nur auf "sauren" Böden, PH 6 und unter 6, mit solchen Pflanzen hab ich bei mir tendenziell Probleme, weil deren Wurzeln im Boden eigentlich vorhandene Nährstoffe nicht aufnehmen können, weil sie chemisch fest gebunden sind.
Auch nicht mit allen, denn viele Pflanzen sind relativ indifferent gegenüber der Bodenchemie, ob "sauer" oder "basisch".

Ich weiß nicht, wieviel Kalk in welcher Menge Boden bei mir ist, ich weiß nur, daß ich welchen im Boden habe (der Boden ist aus ehemaligem Meeresboden entstanden, in dem Myriaden von Kalkskeletten von Plankton eingebettet sind) und der PH 7 ist und Pflanzen, die sauren Boden brauchen, bei mir oft schlecht wachsen.
Andere machen Bodenanalysen, da kann man dann genauer rausfinden, wieviel Kalk und andere Nährstoffe und Spurenelemente im Boden in welcher Form und wie verfügbar sind.
Bodenchemie ist schon ziemlich kompliziert.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 07. Dezember 2017, 21:27:11
Keine Frage ist "blöd"  :)

Nun ja, ich hätte mich nicht unbedingt getraut sie jedem zu stellen. ;)
Es wird bei mir schon auch in Richtung Kalk im Boden gehen. Vermutung, weil die Christrosen wachsen ja nun nach ein bisschen Anlaufzeit auch, und die scheinen den ja auch zu brauchen. Und sauren Boden habe ich definitv nicht.
Und was hier vor Jahrmillionen war, da werde ich meinen Mann fragen, der weiss da besser Bescheid als ich.
Danke dir!

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: AndreasR am 07. Dezember 2017, 22:18:44
Ich habe auch keine Ahnung, welchen ph-Wert mein Boden hat (könnte man ja eigentlich leicht testen), aber allein aufgrund der Tatsache, dass hier in der Gegen Rhododendren und ähnliche Pflanzen grundsätzlich mickern, gehe ich davon aus, dass der Lehm hier eher kalkhaltig ist. Allerdings: Schachtelhalm soll auf sauren Boden hinweisen, und der wuchert hier wirklich extrem... ::)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 07. Dezember 2017, 22:23:24
Hier in der Kalkhölle feiert das Zeug fröhliche Urständ.

Folgende Farne wachsen hier übrigens in saurem Torf und auch in Kalklehm prima: Polystichum setiferum, Matteuccia struthiopteris, Drypoteris filix-mas und Asplenium scolopendrium. Beim letzteren hiess es immer, er brauche Kalk...  ::)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Wild Obst am 07. Dezember 2017, 22:43:15
Mit Erdanschluss. Die Mauer hat stellenweise Löcher drin, ich vermute, das war für Pflanzen gedacht.

Die Löcher in Stützmauern sind oft eher nicht "Pflanz-", sondern "Drainagelöcher", die verhindern sollen, dass sich Wasser hinter der Mauer staut und die Mauer durch Eisbildung  und folgende Ausdehnung im im Winter oder allein schon durch den erhöhten horizontalen Druck beschädigt.

Aber Farne wachsen in genau solchen (Fehl-)Stellen recht häufig.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Natternkopf am 08. Dezember 2017, 10:55:24
Danke neo 🎶 🌷

Das war es: 🌿 Straussenfarn 🍽  :)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 08. Dezember 2017, 14:40:09
Und ich danke Wild Obst für den Hinweis betr. Drainagelöchern. (Eigentlich recht naheliegend, bin aber in 20 Jahren nicht drauf gekommen. ;))
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 09. Dezember 2017, 15:53:04
Könnt ihr mir sagen, welcher Farn sich hier in der Azalee angesiedelt hat?
Bild von heute
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: bristlecone am 09. Dezember 2017, 15:56:13
Ein Dryopteris.
Aber welche Art, das kann ich nicht sagen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 16:04:40
Da die Wedel bis nach unten hin relativ einfach gefiedert sind, vermute ich mal Drypteris filix-mas. Die Farnsporen sitzen im Torfsubstrat.

Wäre es einer der beiden Dornfarne, die auch gerne in solchen Substraten auflaufen, müssten die Wedel im unteren Bereich mehrfach geteilt sein.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 19:19:06
Dryopteris dilata ist einer der häufigsten Farne in den Wäldern hier. Dieses Exemplar habe ich vor etlichen Jahren als Farnwinzling aus einem nahe gelegenen Kiefern- und Fichtenforst mit gebracht.

Ich finde, der Breitwedel-Dornfarn ist wesentlich eleganter als Dryopteris filix-mas. Im Garten gehört er zu den robustesten Farnarten und es ist eigentlich schade, dass die Art selbst als Gartenpflanze so wenig gewürdigt wird.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 09. Dezember 2017, 19:25:07
Da die Wedel bis nach unten hin relativ einfach gefiedert sind, vermute ich mal Drypteris filix-mas. Die Farnsporen sitzen im Torfsubstrat.

Aus dem Substrat der Azalee kann es nicht sein, das ist ein Ableger von meinen Eltern, der dort schon ewig steht.
Es könnte aber sein, dass ich mal irgend welche Erdreste dort entsorgt habe.
Danke jedenfalls.
Was meinst ihr: Kann ich den dort wachsen lassen, oder stört der Wurzelfilz die Versorgung der Azalee? Sitzt schon sehr dicht dran...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 19:27:36
Den Königsfarn (Osmunda regalis) habe ich schon bald 20 Jahre am Gartenteich stehen. Entgegen den allgemeinen Standortempfehlungen steht er hier recht sonnig und bekommt nur am Nachmittag Schatten. Entscheidend für ein zufriedend stellendes Wachstum scheint vor allem die Bodenfrische zu sein.

Inzwischen werden die fertilen Wedel fast 1.5 Meter hoch und die Pflanze ist insgesamt ebenso breit.

Dies ist natürlich ein in einer Staudengärtnerei gekauftes Exemplar. Der Königsfarn ist auch hier in der Bruch- und Moorgegend äußerst selten und zudem geschützt. Da würde ich es mir nie erlauben, Farnewinzlinge aus der Natur zu entnehmen. ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 19:30:00
Enaira,

den kannst du getrost im Frühjahr aussstechen und umpflanzen. Ich habe schon Farnhorste mit einem Durchmesser von mehr als 20 cm erfolgreich verpflanzt.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 19:30:15
Hallo troll13,
seit einiger Zeit lese ich ja hier mit und denke das du mir vielleicht bei der Bestimmung heimischer Farne im Harz helfen kannst. Ich fotografiere oft und bin dann natürlich auch neugierig ob ich mit meine Bestimmung richtig liege.
Heimische Farne
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Waldmeisterin am 09. Dezember 2017, 19:39:44
Polystichum setiferum, Gymnocarpium dryopteris, Polypodium vulgare, Pteridium aquilinum, Blechnum spicant.
So würde ich aus dem Bauch raus die ersten fünf ansprechen, (troll, ganz falsch?)
Aber die Bilder sind auf jeden Fall toll  :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 19:42:21
APO 1,

ich will es gerne versuchen (ohne Gewähr) ;)

Auf den ersten Blick glaube ich identifizieren zu können:

Polystichum setiferum
Eichenfarn
Polypodium vulgare
Adlerfarn
Asplenium trichomanes
Dryopteris carthusiana (?)
Blechnum spicant.

Sind das alles Farne, die am Naturstandort fotografiert wurden? Stell doch bitte einzelne Fotos ein. Dann können die anderen auch mitraten. :D

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 19:44:33
Danke gut mach ich, muss sie aber erst ins Album laden.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 19:56:10





Ich dachte es wird die Beschreibung mit angezeigt.
https://forum.garten-pur.de/galerie/thumbnails.php?album=4378
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 19:59:34
Asplenium trichomanes? (gibt es hier bei uns nicht)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 20:06:08
Streifenfarn Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
wächst bei uns sehr üppig
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 20:08:27
Ich hab hier noch ein Foto gefunden von dem Standort, von dem das gezeigt Exemplar aus dem Garten stammt
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 20:13:34
Wenn es kein Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist wqas ist es dann für einer?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 20:17:56
Ein Missverständnis? ??? Dein Streifenfarn ist ein Streifenfarn...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 20:28:06
Schön und weiter
Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)





Buchenfarn (Phegopteris connectilis)







Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 20:34:31
Der Eichenfarn wächst hier auch im Garten. Größere Bestände in den Wäldern habe ich hier jedoch noch nie gefunden. Vielleicht übersieht man ihn jedoch auch leicht und verwechselt ihn mit kleinen Pflanzen der Dornfarne.

Und den Buchenfarn kenne ich auch nur von Abbildungen.  Immer, wenn ich ihn irgendwo bestellt habe, hieß es "zur Zeit leider nicht vorrätig. :'(

Aber auf dem Foto scheint er gar nicht so sehr schattig zu stehen oder täuscht das?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 20:45:33
Am Rand eines Fichten (Picea) Hochwaldes.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 21:02:39
Rippenfarn (Blechnum spicant)









Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: lerchenzorn am 09. Dezember 2017, 21:04:24
Troll, der Buchenfarn sollte in Deiner Gegend sogar etwas häufiger sein als der Eichenfarn. Vielleicht findest Du ein Vorkommen in der Nähe, das groß genug ist, um ohne Schaden etwas entnehmen zu können. Ansonsten: ich entferne regelmäßig ein paar Rhizome aus der kleinen Reihe, die hier im  Schattenbeet steht. Könnte ich Dir dann schicken.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 09. Dezember 2017, 21:25:54
Vielleicht sieht man manchmal auch den Wald vor lauter Farnen nicht. ;D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 09. Dezember 2017, 21:32:24
Naja die kleinen Exkursionen hatten schon ein Ziel: Echte Mondraute (Botrychium lunaria). Die soll es im Harz geben und bei der Suche kommen einem einige Farne vor die Linse. Leider war ich bis jetzt nicht fündig aber 2018 muss es klappen.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 09. Dezember 2017, 22:30:46
Der Eichenfarn wächst hier auch im Garten. Größere Bestände in den Wäldern habe ich hier jedoch noch nie gefunden. Vielleicht übersieht man ihn jedoch auch leicht und verwechselt ihn mit kleinen Pflanzen der Dornfarne.

Und den Buchenfarn kenne ich auch nur von Abbildungen.  Immer, wenn ich ihn irgendwo bestellt habe, hieß es "zur Zeit leider nicht vorrätig. :'(

Aber auf dem Foto scheint er gar nicht so sehr schattig zu stehen oder täuscht das?

Hier hat sich einer aus dem Nichts im Rhodobeet materialisiert. Leichter Halbschatten. Bildet eine extrem dichte Matte. Bis jetzt habe ich aber keine weiteren Sporlinge gefunden.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 09. Dezember 2017, 22:32:48
Da die Wedel bis nach unten hin relativ einfach gefiedert sind, vermute ich mal Drypteris filix-mas. Die Farnsporen sitzen im Torfsubstrat.

Aus dem Substrat der Azalee kann es nicht sein, das ist ein Ableger von meinen Eltern, der dort schon ewig steht.
Es könnte aber sein, dass ich mal irgend welche Erdreste dort entsorgt habe.
Danke jedenfalls.
Was meinst ihr: Kann ich den dort wachsen lassen, oder stört der Wurzelfilz die Versorgung der Azalee? Sitzt schon sehr dicht dran...

Die Dinger versporen sich im Rhodobeet in rauen Mengen, einige auch wie bei dir direkt am Fusse von Rhodos. Denen ist das mMn völlig egal, ich hatte noch nie Probleme damit.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 10. Dezember 2017, 12:30:26
Adlerfarn (Pteridium aquilinum) 3 m hoch




Gewöhnliche Dornfarn (Dryopteris carthusiana, Syn.: Dryopteris spinulosa)









Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 10. Dezember 2017, 15:15:10
Troll, der Buchenfarn sollte in Deiner Gegend sogar etwas häufiger sein als der Eichenfarn. Vielleicht findest Du ein Vorkommen in der Nähe, das groß genug ist, um ohne Schaden etwas entnehmen zu können. Ansonsten: ich entferne regelmäßig ein paar Rhizome aus der kleinen Reihe, die hier im  Schattenbeet steht. Könnte ich Dir dann schicken.

Wo sollte man eher suchen? Ich habe hier Waldstücke mit folgender "potentieller natürlicher Vegetation" in der Nähe:
Feuchter Flattergras- und Waldmeister-Buchenwald
(trockenerer) Flattergras-Buchenwald
Drahtschmielen-Buchenwald.

Auf den Eichenwald- und Bruchstandorten brauche ich mich vermutlich nicht umschauen?

Gibt es typische kleinräumige Stuationen, an denen der Buchenfarn häufig vorkommt? Polypodium vulgare findet man hier beispielsweise vor allem auf den Wällen, die viele Waldstücke abgrenzen, vergesellschaftet mit Ginster und Calluna vulgaris.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 10. Dezember 2017, 15:39:56
Hallo Troll,
der Bestand von Buchenfarn (Phegopteris connectilis) ist mit einer Fläche von ca. 8-10 m² doch schon ganz schön groß. Übrigens geht es im Frühjahr wieder los mit der Suche nach der Mondraute. Kannst dich ja mal melden.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: lerchenzorn am 11. Dezember 2017, 10:41:06
Wo sollte man eher suchen? Ich habe hier Waldstücke mit folgender "potentieller natürlicher Vegetation" in der Nähe:
Feuchter Flattergras- und Waldmeister-Buchenwald
(trockenerer) Flattergras-Buchenwald
Drahtschmielen-Buchenwald. ...

Nach den Angaben der niedersächsischen Biotopkartierung wächst die Art vor allem in bodensauren Buchenwäldern und da besonders an luftfeuchten Hängen.
Ob das im Tiefland genauso gilt wie im Mittelgebirgsraum, weiß ich nicht.
Der Lebensraum ist in den niedersächsichen Vollzugshinweisen ausführlich dargestellt, Fundorte des Buchenfarns aber nicht einzeln genannt, weil in dem Zusammenhang nicht so bedeutend.
(Es kann aber auch sein, dass die nördlichen Vorkommen überwiegend in Naturschutzgebieten liegen. Dann verbietet sich eine Entnahme für den Garten.)

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 11. Dezember 2017, 20:41:40
Danke Lerchenzorn,

theoretisch könnte er hier wirklich zu finden sein. Ich habe bei Floraweb die Ellenbergschen Zeigerwerte  mit denen von Blechnum spicant verglichen, den ich hier in der näheren Umgebung vor allem an den Böschungen von Gräben im Waldinneren finde.

Vielleicht muss meine Suche auf Waldgebiete ausdehnen, die etwas weiter, nördlich von hier liegen und die durch dünne Endmoränenablagerungen etwas nährstoffreichere Böden haben.

Und... den Naturschutz nehme ich schon ernst. Keine Angst. ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 18. Dezember 2017, 14:15:58
Ich habe mir vor ein paar Monaten ein Hirschzungenfarn (Wildform) gekauft, muss nun aber gestehen, mich vorher schlecht informiert zu haben. Dass es sich bei dieser Art um einen Felsbewohner handelt, habe ich erst in der aktuellen Ausgabe der "Gartenpraxis" gelesen. ::)

Im Moment steht die Pflanze also noch in humoser Erde. Nun meine Frage: Wie sehen die Chancen aus, dass sie trotz des ungünstigen Standorts über den Winter zu kommen? Was ist mit dem Herbstlaub, das um sie herum liegt? Verschlimmert das die Situation noch zusätzlich oder kann ich es dort liegen lassen?

Es ist zwar nur ein einziges Pflänzchen, ich bin aber trotzdem etwas besorgt...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 18. Dezember 2017, 14:34:39
Demnach dürfte meine Hirschzunge gar nicht mehr leben, aber sie erfreut sich bester Gesundheit.
Steht an einer Garagenwand, zu Füßen einer Eibe, im Lehm...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Wühlmaus am 18. Dezember 2017, 14:37:56
Und meine gedeihen z.T. seit Jahren an verschiedenen Plätzen in humosem Lehm mit viel Laub drumherum bestens...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 18. Dezember 2017, 14:43:00
Oh, ... meine Sorge war wohl doch etwas übertrieben. Dann kann ich ja noch auf ein schönes gesundes Hirschzungenfarn im nächsten Jahr hoffen.
Versamt es sich bei Euch auch?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 18. Dezember 2017, 15:04:39
Ja, es gibt in diesem Jahr erstmalig Nachwuchs. :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 18. Dezember 2017, 15:18:02
 :D
Wie lange hat es denn gedauert, bis es sich das erste Mal versamt hat?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 18. Dezember 2017, 15:22:31
Hirschzungenfarn wächst hier auch in eher saurem sandig-humosen Boden mehr als zufriedenstellend. Keine Sorge. ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 18. Dezember 2017, 15:32:37
Sauer ist mein Boden eher nicht. Das schließe ich zumindest aus dem Aussehen des Rhododendron, den ich von den Vorpächtern geerbt habe.
Macht es der Hirschzunge etwas aus, wenn sie nicht im Vollschatten steht? Meine bekommt bis Mittag etwas Sonne ab.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 18. Dezember 2017, 15:37:54
Auch bei uns wächst er an zwei verschieden Stellen. Einmal in einer Pflanzmauer.
(https://lh3.googleusercontent.com/wQRnscdppfxB84KxYcz2Te3c0mTnBet3QNDSL1m8JOw03hagL20w6LxWGEcORFrJx50VV_fODOp9AkZG6tbHAvD7IEd4sS3qy37i_4phHQDDnpsqWCoZOTBZfz9Z_QpNNbikMljWGE6W5xWfm_Rt8ym33CPu9x98fqFM1ghGK0yQ_-N1ZxuI-3kuBle9ldr2XivhRisaosmjLSljCeU_0yayRRSfrug8lkmuCc7Sn-Snc57oHKm9Cry_fWTfImcQY5r9U6kOi5UNBviplp6qSIGQJKvvOTdYDpEOrZgyyCZGpU6USDEt_ZzHS_D_wiZnVu8zGHIXDlm7G9pE30tjN0WJ-J9OH1_QrpevlqufCHBSBYfOlvdGMkWdwqL4hIvTln9DBVqgDEjcZwNrto-mY_oZeGs6dAbGOjyvX5yrFjDQ21szELUuB3B36rqqBEd_HDOewJ4Q00c6O7_tSE3sFdnb35o70p8_DegT1LQZ7f1ZYWpTStPKpCfaiZTxnpY-HLYVKFJeUZWrXhxAn9tC01Me9KzP0g3BW6mfKa4V3PpK3cHC9K0BAMIuwnt7ZK4L2cNCl1Pwme5ejptAB6VW3cZ2r37uqLnhTjZdS5-BN98=w518-h204-no)

und in sehr humosen Boden
(https://lh3.googleusercontent.com/ZxphXEm_GG1Ikk86Kccf5YyKi_DuVMofXtXniTqUJQOQ5Je7V4RNeCrQbxu_YLFcOWIUrn8OEQD98VV7TKL1kcXok-1KsdmyybmS6cbd3ve4d5F91YA38df-KT6sl5Wxfkh_6PbT9qOBGGMaXIRubBOaGqhEU-wcQyJBAikj-1jECaquSnmYWI8QUhZTiFwx4hPGCQMOQf3vBd7FdeeUfbCkPm2HI_9612lcVL217lMijarx3gsmyvQisukqT_RTrA1uo6z14maDtGUdXXsLHaCw4Yf7hNOrjMBjts1xefaQNYhjovlzQtDuVpm0PrQzGh3xCdW80tzmtxSTpjyc6BcbDg3G7VbpDqmNh2eepv-3fbMsscjCakoJeJX8S41UC48iG1vkccrfyDAAv1hbjb9c7-ZN3HHfGNYAVWVaMZRYrimq1jOCVc3hqaoyvK6ZhMpzOc1G9PU4xF8rx1besF-6SJNOPX44jfBIlQ2mUSKnbUhawrZ2K2Xeg1w8DQrvFBZUaKYgYrcnnyW27oppzvLWIgqYJPoa9gMDOiGY1QFh7yNaU79Gd_pWzZi1ezXndoYZl4ixAXE9fgJ6pHkSGHHm502aJXKg0Zx9ax9M9II=w518-h204-no)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 18. Dezember 2017, 15:42:12
Sauer ist mein Boden eher nicht. Das schließe ich zumindest aus dem Aussehen des Rhododendron, den ich von den Vorpächtern geerbt habe.
Macht es der Hirschzunge etwas aus, wenn sie nicht im Vollschatten steht? Meine bekommt bis Mittag etwas Sonne ab.

Bei mir auch und es schadet ihm offensichtlich nicht aber in meinem Garten hier in NW-Deutschland ist die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit vermutlich höher als bei dir in Sachsen.

Ausprobieren. Wenn es ihm nicht gefällt und Wedel eintrocknen sollten, kannst du ihn immer noch an einen schattigeren Platz pflanzen
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Dezember 2017, 15:56:16
Die Wedel haben ja viel Substanz und diese glänzende Schutzschicht, da passiert eigentlich nicht so schnell was.

Bei mir keimten Sporen nur in feuchtbleibenden Moospolstern auf Sandsteinen, in einem feuchten Betonmauerriss oder später auf der Mauer aus vulkanischem Tuffstein, dort dann in Massen, auf Erde hatte ich nie Sämlinge.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 18. Dezember 2017, 16:03:54
:D
Wie lange hat es denn gedauert, bis es sich das erste Mal versamt hat?

Kann ich dir leider nicht sagen.
Es ist möglich, dass das nicht das erst Mal war. Sonst ist das Beet trockener als in diesem Jahr...
Hier sieht man einen Teil der Mutterpflanze zusammen mit Liriope.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Dezember 2017, 16:09:20
Sobald die Pflanze sporenproduzierende Wedel ausbildet (wie lange dauert das eigentlich?) UND du günstige Keimstellen hast, geht’s los  ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 18. Dezember 2017, 16:18:34
Ich habe den Farn im Spätsommer schon mal umsetzen müssen. Dort wo er zuerst stand, schien die Sonne bis Mittag wohl ein bisschen zu kräftig hin. Jedenfalls waren alle Wedel gelb geworden.
So richtig erholt hat er sich an seinem neuen Standort noch nicht (es war auch nicht mehr viel Zeit). Aber die Sonne prasselt nicht mehr so und der Boden bleibt dort ziemlich lange feucht.
Wenn es ihm dort immer noch nicht gefällt, wird sich sicher auch noch ein drittes Plätzchen finden.

@enaira: Die Liriope sieht ja zusammen mit dem Farn recht hübsch aus. Da sie ohnehin schon auf meinem Stauden-Merkzettel steht, ist das natürlich ein gewichtiges Argument für die Anschaffung. ;D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: lonicera 66 am 18. Dezember 2017, 16:49:57
gerade habe ich mir die Bilder zu euren Hirschzungenfarnen angesehen und ich bin über die lanzettförmigen Blätter erstaunt. So sieht er hier an natürlichen Standplätzen nicht aus.
Da sind die Blätter rundlicher. Eine andere Sorte?

Vorkommen hier: Harzer Gipskarstgürtel in bewaldeten Senken (Buche)
                          felsiger GipskarstKalktuff/Dolomit mit geringer Humusschicht.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 18. Dezember 2017, 17:02:25
Habe den Hirschzungenfarn als Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium L.)gekauft. Aber man kann sich da nicht sicher sein. In Wikipedia ist er aber auch mit lanzettlichen Bilder abgelichtet.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Starking007 am 18. Dezember 2017, 17:03:52
Hunderterlei Sorten und Typen.

Nur Kieselsteine sind robuster...............
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: lonicera 66 am 18. Dezember 2017, 17:05:30
Könnte die Blattform auch vom Standort abhängig sein?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 18. Dezember 2017, 20:32:35
Habe den Hirschzungenfarn als Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) gekauft.

Ich auch...
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: APO1 am 18. Dezember 2017, 20:46:16
Ich bin mit dem Namen zufrieden und hab mal bei Wikipedia nachgeschaut.
Asplenium scolopendrioides J.Sm.[6]
Hirschzunge, Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium L., Syn.: Phyllitis scolopendrium (L.) Newman):[6]:[1] Er ist in Europa, Nordafrika, auf den Kanaren, in Vorder- und Ostasien sowie in Nordamerika und Mexiko weitverbreitet.[8] Mit den Unterarten und Varietäten:
Asplenium scolopendrium L. subsp. scolopendrium[6]
Asplenium scolopendrium var. americanum (Fernald) Kartesz & Gandhi[14]
Asplenium scolopendrium var. lindenii (Hook.) Viane, Rasbach & Reichstein[14]
Asplenium scolopendrium subsp. antri-jovis (Kümmerle) Brownsey & Jermy[14]

so da bin ich halt zufrieden.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: cornishsnow am 18. Dezember 2017, 21:40:33
Hunderterlei Sorten und Typen.

Nur Kieselsteine sind robuster...............

Lach!!  ;D

Kurz und prägnant aber weitestgehend korrekt.  ;)

Die Hirschzungen sind sehr wandelbar und schon lange in Kultur. Die wenigen Vorkommen in Deutschland, sind allerdings recht einheitlich und wenig variabel.

Enairas Pflanze gehört eher zu dem schmalblättrigen Typ, mit leichter Wellung, der sich häufiger in Kultur findet als die Normalform.

Zur Kultur... direktes Sonnenlicht um die Mittagszeit, mögen sie nicht, führt zu Verbrennungen und ausbleichen der Wedel. Bis zum Neuastrieb muss man den Anblick dann ertragen. Plätze an denen sich Hepatica und andere Waldstauden wohlfühlen, sind auch für die Hirschzungen geeignet. Dort werden sie von Jahr zu Jahr schöner und können alt und stattlich werden.

Ich mag sie sehr!  :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 18. Dezember 2017, 21:51:23
Enairas Pflanze gehört eher zu dem schmalblättrigen Typ, mit leichter Wellung, der sich häufiger in Kultur findet als die Normalform.

Ich hatte diese bislang für die Normalform gehalten, zumal ich eine mit deutlich schmaleren und gewellteren Blättern habe. Letztes Jahr in Mannheim bei Driel als 'Angustatum' gekauft.

Ich mag sie sehr!  :D
Jaaaaaa!
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Gartenplaner am 18. Dezember 2017, 23:09:01
gerade habe ich mir die Bilder zu euren Hirschzungenfarnen angesehen und ich bin über die lanzettförmigen Blätter erstaunt. So sieht er hier an natürlichen Standplätzen nicht aus.
Da sind die Blätter rundlicher. Eine andere Sorte?
...

Da wär mal ein Foto interessant - klingt nach einer dekorativen, andersartigen Form  :D

Ich kenn Asplenium scolopendrium auch nur mit lang-schmalen, mehr oder weniger spitz auslaufenden Wedeln - eben wie eine "Hirschzunge"

Mein ältester ist auch aus einer Gärtnerei, eigentlich hatte ich eine cristatum-Sorte, in der dieser auftauchte, da ich die "Normalform" eigentlich lieber dort haben wollte, habe ich ihn herausoperiert und an die Ecke der Steinfassung des Brunnens gepflanzt, eine Wildform ist meiner also auch nicht:

(https://up.picr.de/29860762ac.jpg)

Hier nochmal ein Sämling im Riss in der Betonmauer - der kriegt übrigens im Sommer auch jeden Morgen die Sonne bis gegen Mittag ab, die Feuchtigkeit im Riss und die höhere Luftfeuchtigkeit im windstillen Gartenhof scheint aber auszureichen, verbrannt ist er da noch nicht bis jetzt:

(https://up.picr.de/31147790vi.jpg)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dolomedes am 19. Dezember 2017, 00:52:57
Zitat von: Starking007 link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2995526#msg2995526 date=1513613032]

Nur Kieselsteine sind robuster...............

Jetzt kann ich endlich wieder ruhig schlafen. ;)

Also mein Farn hat schmale Wedel, die fast gar nicht gewellt sind. Die Spitze ist eher rund. Ein Foto habe ich leider nicht gemacht (so wie er bis jetzt aussah, hielt ich das für unangebracht).
Der Farn von Gartenplaner gefällt mir sehr gut. Vielleicht werde ich mir auch noch solch eine Sorte mit leicht gewellten Wedeln zulegen...
1min. Beitragsanzahl noch nicht erreicht
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 19. Dezember 2017, 06:54:30
Die sind so robust... letzten Herbst musste ich ein paar davon jäten und habe sie mit ganz kleinem Ballen zwischen Mauerkrone und Lehmhang gestopft, ein bisschen Erde drauf und fertig. Über den Winter sah es schlimm aus, aber jetzt haben sie sich etabliert.
In den hiesigen Jurawäldern sind oft ganz Schluchthänge von Hirschzunge bedeckt, tendenziell eher schmalblättrige Formen. Sieht im Winter toll aus.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: enaira am 19. Dezember 2017, 10:17:34
... letzten Herbst musste ich ein paar davon jäten und habe sie mit ganz kleinem Ballen zwischen Mauerkrone und Lehmhang gestopft, ein bisschen Erde drauf und fertig. Über den Winter sah es schlimm aus, aber jetzt haben sie sich etabliert.

Das klingt gut!
Dann werde ich im Frühjahr die Kinderchen mal verteilen!
Vielleicht versuche ich es auch in der Mauer aus großporigen Pflanzsteinen, die man bei #99 im Hintergrund sieht.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: moreno am 26. Dezember 2017, 22:29:13
P. scolopendrium and O. regalis in their natural environment  :)

(http://666kb.com/i/dpl0e22vocp2zryeg.jpg)                  (http://666kb.com/i/dpl0hs7j2etqs79wo.jpg)

Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: pearl am 26. Dezember 2017, 22:44:03
P. scolopendrium and O. regalis in their natural environment  :)


sehr schön!
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: tarokaja am 27. Dezember 2017, 09:09:19
P. scolopendrium and O. regalis in their natural environment  :)

(http://666kb.com/i/dpl0e22vocp2zryeg.jpg)                  (http://666kb.com/i/dpl0hs7j2etqs79wo.jpg)

ambiente naturale molto bello!  :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Junebug am 26. April 2018, 21:19:53
Ich denke, hier bin ich richtig.  :) Im neuen Garten wachsen eine Menge Farne, die ich für Wurmfarn halte; solche wie die hier:

(https://farm1.staticflickr.com/863/41722267941_7fc7ac1960.jpg)

Oder?

Dann sind da aber auch noch viele kleine, hellgrüne, weichere - sind das wohl auch junge Wurmfarne oder was anderes?

(https://farm1.staticflickr.com/911/41682076232_b54b112fa9.jpg)

Etwas näher ran:

(https://farm1.staticflickr.com/911/41722266651_985877aca9.jpg)

Und ein etwas größeres Exemplar, das hat dann auch diese schuppigen Blattstiele:

(https://farm1.staticflickr.com/972/41682076482_6d58af948d.jpg)

Und der hier ist aber deutlich was anderes:

(https://farm1.staticflickr.com/911/39914901660_220bc21877.jpg)

Näher ran:

(https://farm1.staticflickr.com/943/41722267561_99d84fab64.jpg)

(https://farm1.staticflickr.com/864/41682077162_2fb316b6a1.jpg)

Bitte nicht auslachen.  ;D Ich hatte bislang schon auch ein paar Farne, aber nur leicht unterscheidbare wie Hirschzunge, Brokatfarn usw.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: neo am 27. April 2018, 12:46:03
Oder?

Denke ich auch dass Dryopteris stimmt (filix-mas), schon älter und noch jung und als Jungspunde wirken sie nochmals ganz anders.
Ich meine die jetzt auch nur zu erkennen, weil einige davon im Garten stehen, beim Dritten muss ich passen.
Übrigens, schöne Farnplätze bei dir im Garten.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Junebug am 27. April 2018, 17:29:21
Danke, neo, die haben sie sich wohl ganz allein ausgesucht.  :) Dann nenne ich die jetzt alle Wurmfarn. Außer Kandidat Nummer drei, vielleicht weiß dazu ja doch noch einer was?

Und am Bächlein ist noch ein netter Hirschzungenbestand:

(https://farm1.staticflickr.com/953/27870212818_0f69c9bc2a.jpg)

(https://farm1.staticflickr.com/832/41021728184_2ae8e55a76.jpg)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: *Falk* am 28. April 2018, 19:16:32
Könnte Nr. 3ein Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina) sein ? So richtig zu erkennen ist es nicht auf dem Bild.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Junebug am 29. April 2018, 20:11:36
Danke, Falk - stimmt, ist schwierig so grün in grün. Möglich ists.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Anubias am 29. April 2018, 20:16:29
Mein Verdacht für Nr3 ist eher Dryopteris carthusiana. Athyrium ist viel filigraner.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 29. April 2018, 20:30:40
Das sehe ich auch so.

Nr. 1 ist eindeutig ein Dryopteris filix-mas. Die kleinen sind Athyrium filix-femina und der letzte ist ein Dornfarn und Dryopteris dilata hat einen anderen Wuchs und nicht so ledrige Fieder.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Junebug am 29. April 2018, 22:38:26
Danke Euch, ja, genau, bisschen ledrig wirkt der eine. Ich kann ja dann später noch mal nach Sori gucken.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: thogoer am 07. Mai 2018, 07:15:22
Welcher Farn koennte das sein?
(http://up.picr.de/32614672jl.jpg)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: zwerggarten am 07. Mai 2018, 08:31:46
athyrium distentifolium?
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: thogoer am 07. Mai 2018, 14:22:55
@zwergga., Danke, sieht aber nicht so aus.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: andreasNB am 15. März 2019, 09:42:45
Vor zwei Tagen fand ich bei einem Zwischenstop hier in der Nähe (östl. Mecklenburg, kurz vor Pommern) diesen Farn in einem Restbestand eines Buchenwaldes.
Welche Art(en) kommen in Frage ?
Und wie erfolgreich könnte eine Ansiedlung im Garten sein ?







Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: cornishsnow am 15. März 2019, 09:57:50
Polypodium vulgar, würde ich sagen.

Bei der Ansiedlung braucht es etwas Geduld, da der Blattaustrieb erst im Mai/Juni stattfindet und bis dahin nicht viel passiert.  ;)
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: *Falk* am 15. März 2019, 10:07:02
Der Tüpfelfarn verträgt auch Trockenheit.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: cornishsnow am 15. März 2019, 10:19:26
Der Tüpfelfarn verträgt auch Trockenheit.

Wenn er eingewachsen ist... Teilstücke sollten ausreichend groß und noch genügend Blätter haben, nimmt man nur ein Stück Rhizom ab, dauert es lange bis dieses sich etabliert.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 15. März 2019, 20:13:53
Welcher Farn koennte das sein?
(http://up.picr.de/32614672jl.jpg)

Vielleicht Dryopteris dilatata? Hier im Rhodotal ist er spontan aufgetaucht und ist wintergrün.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: andreasNB am 17. März 2019, 08:42:14
Danke für die Bestimmung und die Hinweise zum ver- bzw. anpflanzen.

Die Stellen wo ich mir eine Anpflanzung vorstellen kann müssen dazu allerdings noch vorbereit werden.
Ich werde es also erst in 1-2Jahren probieren.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 09:57:04
Die Unterscheidung von Dryopteris dilatata und D. carthusiana ist nicht ganz einfach.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 09:57:34
.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 09:59:14
Die Wedelstiele geben wichtige Hinweise.

Ist er recht dicht beschuppt, ist es D. dilatata.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 09:59:52
D. carthusiana.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 10:04:42
Den schöneren Habitus hat für mich D. dilatata. D. carthusiana wächst meist lockerer.

Schöne Exmplare vom Breitwedeldornfarn habe ich hier vor allem in Fichten- und Kiefernforsten gefunden. Sie erreichen hier teilweise eine Höhe und einem Umfang von einem Meter.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: troll13 am 17. März 2019, 10:06:20
Hier ein Bild von einem Waldstandort.
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Waldschrat am 17. März 2019, 10:17:22
Klasse  :D
Titel: Re: Heimische Farne
Beitrag von: Dunkleborus am 17. März 2019, 22:35:44
Danke für die Vergleichsbilder! Anfangs hatte ich den Farn tatsächlich für D. carthusiana gehalten.  ;D

Nicht, dass ich gut in Farnbestimmung wäre...  ::)