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Autor Thema: Goldulme... aber welche?  (Gelesen 9273 mal)

bluebell

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Goldulme... aber welche?
« am: 16. November 2008, 10:22:41 »

Moin, ihr Lieben!
Nachdem mein Mann nun die arg verrottete Birke aus unserem Hangbeet ausgebuddelt hat, möchten wir an der Stelle eine Goldulme setzen.
Das Hangbeet hat dort aufgeschütteten Mutterboden, ist absolut sonnig... und drum herum hat es nur blühende Pflanzen.
Ich habe gelesen, daß es "säulenartige Goldulmen gibt, aber auch eher "baumartige", also mit schöner Krone.
Wer kann mir einen Tip geben, ob es verschiedene "Sorten" Goldulmen gibt... und welche man am besten dort hinpflanzt.
Soweit ich mittlerweile weiß, mag die Goldulme eher "kargen" Boden, den kann ich ihr aber nicht bieten dort...
Und.... können wir sie jetzt noch setzen, so im November???
Bin mal gespannt, ob ihr mir weiterhelfen könnt,
sonnige, aber recht frische Sonntagsgrüße aus der Lüneburger Heide
Eva-Maria
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bristlecone

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #1 am: 16. November 2008, 10:52:56 »

Was normalerweise als Goldulme gepflanzt wird, ist die Sorte 'Wredei' (= 'Dampieri Aurea'). Das wird ein Großstrauch oder ein kleiner Baum mit säulenförmiger Krone. Wächst nicht besonders schnell.
In zu sonniger Lage, besonders, wenn sie dann auch noch auf trockenem Boden steht, bekommt sie - wie viele andere gelblaubige Gehölze - leicht Sonnenbrand, dann werden die Blätter vom Rand her braun. Kein bleibender Schaden, sieht aber nicht schön aus.

Da die Pflanzen in der Regel als Containerware mit Wurzelballen verkauft werden, kannst Du jetzt (und den ganzen Wintrer hindurch) pflanzen, wenn es nicht stark friert.
« Letzte Änderung: 16. November 2008, 10:56:37 von bristlecone »
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Staudo

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #2 am: 16. November 2008, 13:01:13 »

Goldulmen lassen sich durch konsequenten Schnitt durchaus säulenförmig ziehen.

Üblicherweise werden sie durch Veredlung vermehrt, bei denen die Unterlage, Feldulme(?), zu Wurzelschösslingen neigt. Es gibt auch wurzelechte Goldulmen, aber wo?
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bluebell

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #3 am: 16. November 2008, 17:10:30 »

Erst mal lieben Dank für eure Antworten.
Habe mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt :'(
Wir möchten unbedingt die "baumartige Goldulme"..... und keinesfalls eine "Säule"....
Ich stelle mir, so in einigen Jahren, vor, daß wir einen Baum, insgesamt vielleicht so 4 m hoch haben, der einen schönen Stamm hat.... und obendrauf eine richtig schicke Krone ;D
Neben der Sonne.... hab' ich ein wenig Bedenken hinsichtlich des "fetten Mutterbodens" im Hangbeet..... ich meine gelesen und auch verstanden zu haben, daß Goldulmen eher den "kargeren Untergrund" mögen.....
Richtig... oder bring' ich hier was in den Tüddel?? ???
Eva-Maria
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Staudo

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #4 am: 16. November 2008, 17:15:40 »

Die 'Wredei' kannst Du natürlich auch als Hochstamm (Baum) schneiden. Dazu solltest Du beizeiten anfangen, die Seitenäste von unten her wegzunehmen, jedes Jahr ein bisschen.

Ob Goldulmen auf fettem Lehmboden wachsen, weiß ich nicht. So etwas gibt es hier nicht. ;)
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bristlecone

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #5 am: 16. November 2008, 20:31:32 »

Erst mal lieben Dank für eure Antworten.
Habe mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt :'(
Wir möchten unbedingt die "baumartige Goldulme"..... und keinesfalls eine "Säule"....

Die in den Baumschulen erhältliche Goldulme wächst nun mal eher säulenförmig, d. h., sie entwickelt eine relativ schlanke, schmale Krone.

Soweit ich weiß, gibt es keine anderen Goldulmen, die mehr in die Breite wachsen. Wie schon geschrieben, kann man durch geeigneten Schnitt die Kronenentwicklung beeinflussen, aber aus einer Säulenform wird nie eine Kugelform.
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Sursulapitschi

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #6 am: 17. November 2008, 22:06:12 »

Hallo,

ich klinke mich mal kurz in den Thread ein, weil ich gerne wüßte, ob andere auch unter Goldulmen-Ausläufern zu leiden haben. Bei uns verlaufen die Wurzeln dieses Baumes knapp unter der Erdoberfläche kreuz und quer durch den sehr kleinen Garten. Ab und an wächst aus ihnen (gerne an den unmöglichsten Stellen wie geliebten Stauden) ein neuer Trieb nach oben, den ich regelmäßig rode und dabei auch möglichst viel Wurzel...

Seit der Baum vor einigen Jahren stark eingekürzt wurde ist es natürlich besonders schlimm. Ich weiß, daß ich gegen Windmühlen kämpfe, aber ein reiner Goldulmenwald schwebt mir nicht als idealer Garten vor...

Also, hat jemand von Euch ähnliche Probleme?
fragt sich
Sursulapitschi
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SouthernBelle

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #7 am: 18. November 2008, 10:45:09 »



Also, hat jemand von Euch ähnliche Probleme?
fragt sich
Sursulapitschi

Staudenmanig schreibt da weiter oben, dass Goldulmen veredelt verkauft werden und die Feldulmen-Unterlage zu Wurzelschoesslingen neigt. Hast Du die?
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Gruesse

Sursulapitschi

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #8 am: 19. November 2008, 10:26:51 »

Upps, da habe ich beim Lesen offenbar geschludert... Sorry!

Ein deutlicher Farbunterschied zwischen den Blättern der Schößlinge und denen des Baums (was für einer genau xdas ist, weiß ich nicht, gehört den Nachbarn) selber ist mir zwar nie aufgefallen - was ja bei auf normale Ulme veredelter Goldulme der Fall sein müßte - aber ich habe die Schößlinge ja auch immer möglichst schnell eliminiert...

Viele Grüße,
Sursulapitschi
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bluebell

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #9 am: 22. November 2008, 11:02:10 »

Bin jetzt um einiges schlauer.... nachdem ich jemanden gefragt habe, der jemanden kannte...... ;D
Also, es gibt Goldulme a)als Säule und b)als Busch!
Geht man hin, kauft die Goldulme als "Busch", kann man.... so über die Jahre, Seitentriebe wegschneiden, 1 kräftigen Trieb aus der Mitte als "Stamm" stehen lassen... und so langsam aber sicher.... daraus einen Baum werden lassen. Krone halt von Anfang an entsprechend zuschneiden und beibehalten..... und irgendwann hat man dann den "ultimativen Baum" - einregelrechtes Unikat!!! ;)

Nachdem es die letzten beiden Tage bei uns einen regelrechten Wintereinbruch mit Frost und Schnee gegeben hat.... wird das wohl nix... mit heute mal fix 'ne Goldulme setzen. Vielleicht wird das Wetter ja wieder offener... im Dezember.... dann machen wir uns dran.
Allen ein schönes WE,
Eva-Maria
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bluebell

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #10 am: 15. Dezember 2008, 11:10:00 »

.... und wieder ein Stückchen schlauer ;)
Es gibt tatsächlich 2 Arten:
1. Ulmus minor "Dampieri Wredei" (säulenartig und die gängigste)
2. Ulmus minor "Louis van Houtte" (baumartig, mit lockerer Krone)

Habe mich jetzt mit einer der größten Baumschulen Europas in Verbindung gesetzt und warte auf Antwort, was denn ein "Louis van Houtte-Exemplar" in der Höhe von 2,50 m kosten würde..... soll unser persönliches Weihnachtsgeschenk werden, auch wenn wir sie dann erst im April oder Mai setzen könnten....
Bin mal gespannt, was man mir aus der Baumschule antworten wird...
Euch allen einen schönen Tag!
Eva-Maria
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bluebell

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #11 am: 22. Dezember 2008, 22:34:09 »

So, alles Wunschdenken, alles Schrott!!!!! :'(
Eine "Louis van Houtte" wäre aus Italien zu beziehen... Baum und der Transport würde mindestens 10x Weihnachten kosten..... Traum geplatzt!!!!!
Dann eine große Baumschule hier oben angemorst, hin und her telefoniert, heute 150 km gefahren.... nur um vor ein paar vergammelten, verkrüppelten Wredei zu stehen, auf einem Acker, bei Windstärke 6, daß es mir nur so die Tränen in die Augen trieb!
Dabei hatte mir der Baumschulbesitzer versichert, daß er tadellose 3,00 m große Wredei hätte, die unten sogar schon entastet seien... also schon als Heister stünden. Joo, die Stämme angegammelt und verpilzt, aber dafür € 200,00 haben wollen!!!
Hhhaaaalllooo? Auch wenn fast Weihnachten ist, aber soo dann bitte doch nicht....
Auf der Heimfahrt mich mit GöGa gezankt..... ich WILL keine Goldulme mehr, mir langtst!!!!!
Zuhause mich ins www aufgemacht und nach Alternativen gesucht..... und gefunden: Goldrobinie....
Wer hat Infos für mich - die Laiin - auf was es da besonders zu achten gilt???
Danke im Vorwege,
Eva-Maria
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Garden ann

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #12 am: 22. Dezember 2008, 23:48:43 »

@ bluebell,
Die Robinia pseudo accacia "Frisia" mit gelben Blättern würde ja Deiner Goldulme farblich entgegenkommmen.

Leider sind Robinien sehr windempfindlich, mußte das schon selber erfahren, falls Du aber einen geschützten Platz hast ist das auf jedenfall ein schönes Gehölz.
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Mein Garten ist mein Königreich,mein Schloß und meine Klause, ist Heimat mir und Welt zugleich,mein eigenstes Zuhause....

bristlecone

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #13 am: 23. Dezember 2008, 08:25:49 »

@bluebell: Ulmus 'Wredei' sind z. B. bei Bruns, eine der größten Baumschulen Deutschlands, im Standardsortiment. Preise für einen Solitär liegen je nach Größe zwischen etwa 70 und gut 600 Euro (für eine Pflanze von gut 3 m Höhe).

Für Ulmus "Louis van Houtte" finde ich einen Anbieter in der Schweiz und einen in Frankreich... :P

Dass Robinien zu Windbruch neigen, wurde schon erwähnt. Außerdem treiben Robinien in unterschiedlich starkem Maße Ausläufer.

Du bist, wenn ich das richtig verstehe, nun also auf der Suche nach einem vergleichbaren anderen goldlaubigen Baum, richtig?

Da wären z. B. noch:
Acer negundo 'Odessanum'
Fagus sylvatica 'Dawyck Gold'
Fraxinus excelsior 'Aurea'
Quercus robur 'Concordia'
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2008, 08:42:58 von bristlecone »
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harald and maude

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Re:Goldulme... aber welche?
« Antwort #14 am: 23. Dezember 2008, 08:39:01 »

wir haben die Robinia Friesia.
Sie verliert schon mal einen Ast bei Sturm - treibt aber gut durch und schließt die Lücke wieder.
Ausläufer hat sie keine. Die Friesia soll wohl auch keine bekommen.
Gruß Maude
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