Hallo,
es ist passiert: Meine schiefe Kiefer - siehe #13 - ist umgekippt

.
Das kam viel schneller als gedacht. Und aus ganz anderer Ursache, als ich vermutet hätte. Keine Riesen-Schneelast (die 10-12 cm vom Vorweihnachts-Wochenende waren schnell wieder weg), kein Sturm. Sondern einfach ein Übermaß an Regen: Der Boden ist dermaßen durchweicht, dass das Wurzelwerk offenbar den Halt verloren hat und so das Gewicht der auf den unteren Metern sehr asymmetrisch gewachsenen Krone (obenrum wurde sie grad wieder "rund") nicht mehr balancieren konnte.
Der Umsturz - gestern, vorige Nacht, heute Morgen, keine Ahnung (wg. Job und wg. Regen war ich gestern gar nicht und heute erst nachmittags im Garten) - ist lautlos vonstatten gegangen, kein Nachbar hat was gehört. Er muss sich auch ganz langsam vollzogen haben, erst leises Neigen, dann allmählich immer mehr: Von den Hauptästen, auf denen die Krone jetzt liegt, sind nur zwei gebrochen, die übrigen nur gebogen. Für einen sanften Fall spricht auch, dass im Beet untendrunter nahezu keine Schäden entstanden sind (der Stamm hat sich die gärtnerfreundlichste Fallbahn ausgesucht, die möglich war

. Und die Wurzeln hat es nur rausgezogen aus dem Erdreich (im Loch steht jetzt Wasser, das gibt es sonst nie

...), sie sind noch heil, nicht abgerissen.
Was meint ihr: Hat der Versuch, solch einen Baum wieder aufzurichten, eine Chance auf Erfolg? Er ist zwar keine Bellezza, aber ich mag ihn sehr...
Wenn, wäre es aufwendig: ca. 11 m Höhe (wobei sich das selbst jetzt, da der Baum liegt, nicht exakt messen lässt, der Wipfel schwebt in 4 m Höhe); und als mögliche Verankerung für Seile käme einzig eine Riesen-Rotfichte (knapp 20 m hoch) in Frage, die aber fürs Hebeln und spätere Halten nicht im idealen Winkel steht, es geht ca. 45° um die Ecke.
Oder wäre es klüger, zur Säge zu greifen und einen neuen Baum zu setzen? (Ich habe seit einigen Jahren einen Ginkgo-Sämling im Topf rumstehen, den ich - Großbaum! Grenzabstand! - bisher nirgends im Garten auszupflanzen wagte; die bewusste Stelle ganz hinten am Waldrand wäre eine Möglichkeit...)
Danke für Rat

& schöne Grüße
Querkopf