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Autor Thema: Die besten Mischkulturen und Mulchmaterialien  (Gelesen 11240 mal)

Suse

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Die besten Mischkulturen und Mulchmaterialien
« am: 20. Dezember 2004, 13:13:00 »

Es ist für den Gemüsegärtner eine immerwährende Herausforderung, sein Gemüse in der richtigen Fruchtfolge und Mischkultur anzubauen,all die Faktoren, wie Kulturzeit,Bodenbedingungen,Wuchsform und Verträglichkeit müssen berücksichtigt werden,- und das möglichst ohne Leerlauf.
Habt Ihr irgendwelche Lieblingsmischungen?
Meine war für dieses Jahr (bei 1,2 m breitem Beet):
Frühes Frühjahr:Feldsalat vom letzten Jahr
Sommer:Schalotten und Pastinaken (die sich später ordentlich breit machen können)
Herbst:Winterspinat
 Gruß von Suse
« Letzte Änderung: 09. Januar 2005, 08:58:23 von Suse »
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Liebe Grüße von Susanne

fisalis

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #1 am: 21. Dezember 2004, 08:28:51 »

Also für gezielte Mischkulturen nach Tabelle bin ich ein zu zufälliger Gärtner, d.h. es widerstrebt mir, Kulturen so genau zu planen. Wie andernorts "bedauert", ist mein Gemüsebeet nie leer, ich setzte also fast immer "dazu" (zu Topinambur, Malven, Erdbeeren u.a., das bleibt). Mais, Kürbis und Kletterbohnen sind ja eine bewährte Kombination, oder Knoblauch und Erdbeeren.
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brennnessel

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #2 am: 21. Dezember 2004, 12:39:26 »

Von der Mischkultur, wie sie z.B. Gertrud Franck so heiß empfhiehlt, bin ich nach jahrelangen Versuchen wieder abgekommen und bleibe im Wesentlichen wieder lieber bei beet- oder fleckchenweisem Anbau einer Gemüseart (mit Ausnahmen ...). Ich habe das Gefühl, so kann ich mehr ernten. Da die verschiedenen Pflanzen eine so unterschiedliche Entwicklungszeit haben, hat das bei mir nicht so toll geklappt: Wenn noch größere Pflanzen in der Nebenreihe stehen, haben kleine, frisch gepflanzte oder gesäte keine so guten Karten und verkommen sogar oft. Vielleicht macht es da Sinn, wo man sehr viel Platz zur Verfügung hat, sodass man die Reihen weit genug voneinander anlegen kann.
Auch die klassische Kombination von Möhren und Zwiebeln hat mich nie wirkllich überzeugt. Das Laub der Möhren hing mit der Zeit über die Zwiebeln, die lieber sonnig und frei dastehen möchten. Die Möhren wuchsen gut wie immer (auf einem Acker, nicht auf einer ebenen Beetfläche).
Eine sehr gute Kombination ist Basilikum zu Tomaten (besonders in Kübeln).
LG Lisl
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2004, 12:41:58 von brennnessel »
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Matthias

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #3 am: 21. Dezember 2004, 13:17:28 »

In den letzten Jahren praktiziere ich es auch so wie Lisl und bin von der konsequenten Mischkultur aus Platzmangel wieder abgekommen.

Mir stehen nur 100 qm Fläche für Anzucht von Zierpflanzen-, Gemüse zur Verfügung. Daneben stehen auf diesen Flächen auch noch Obstbäume und Beerensträucher. Daher säe und pflanze ich immerdort wo gerade Platz ist, jede Kultur 1-10 qm für sich. Sind die Pflanzen abgeerntet folgt die nächste entweder Gemüse oder Blumen oder Stecklinge usw.

Die einzige Mischkultur die ich noch (ebenfalls aus Platzmangel) betreibe, ist eine Mischkultur in den Erdbeeren.

Im Frühjahr ab März/April überbaue ich einzelne Erdbeerreihen mit gelochter Folie auf Drahtbügeln gespannt. In den zwischen den Erdbeeren liegenden Reihen säe ich Radies oder Rettich aus, oder pflanze Salat und Kohlrabi. Bis zur Reife der Erdbeeren sind die diese Kulturen wieder verschwunden.

Nach der Erdbeerernte werden nochmal Kohlrabi oder Salat, oder Buschbohnen als Zwischenkultur verwendet, und im Oktober werden dann Winterzwiebeln gesteckt, die dann im kommenden Jahr ab Anfang Juni Ertrag bringen.
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sarastro

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #4 am: 21. Dezember 2004, 13:17:36 »

Lisl, was würdest du uns empfehlen, lieber blockweises Ansetzen der Gemüsesorten, damit man ein Beet abernten kann oder eher reihenweise? Helfen als Abwehr der Karottenfliege nicht ein wenig Porree und Zwiebeln? Oder muss man streng Fruchtfolge betreiben?
Ist Mischkultur in so kleinen Gemüsegärtchen überhaupt sinnvoll?
Fragen über Fragen, aber wie gesagt, ich habe in Gemüsebau nur das Nötigste gelernt!!! ;D ;D
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brennnessel

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #5 am: 21. Dezember 2004, 13:53:36 »

Ja, ich setze und säe lieber wieder blockweise als in Reihen! Für einen kleinen Gemüsegarten finde ich das praktischer.
Fruchtfolge halte ich nach Möglichkeit schon ein, obwohl das bei Verwendung von genug Kompost auch nicht so ins Gewicht fällt.
Mit der Karottenfliege habe ich kein Problem, weil ich mein Wintergemüse am Nachbaracker setzen und säen darf! Da gibt es kaum Schädlinge, außer den Kohlweißlingen und Kartoffelkäfern, aber die haben wir im Griff 8)!
Du wirst sehen, Christian, dein Gemüsegarten wird dir ncoh viel Freude machen! Spätestens,w enn du die ersten frischen Kräuter und Salthäupel herein holst! Ich könnte mir vorstellen, dass es bei dir, so mitten im Ort, villeicht mit den Schnecken und Mäusen gar nicht so arg werden könnte, als wenn man an Wiesen und Felder grenzt!
Lieben Gruß Lisl
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sarastro

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #6 am: 21. Dezember 2004, 15:06:48 »

Wir hatten früher einen Gemüsegarten, ganz am Anfang, einen sehr großen sogar, sozusagen als Ehebewährungsprobe! Mit Spargel und allem drum und dran, mickrigen Auberginen und stolzem Grünkohl. Aber der stand auf Pachtgrund und dann war plötzlich für die örtliche Leichenhalle kein anderer Platz als ausgerechnet auf unserem Gemüsegarten. Aber dies ist halt Gemeindepolitik.

Gegen den früheren Gemüsegarten wird der heuer angelegte geradezu ein Kinderspiel, ein Wurzgarterl! Trotzdem artet dies alles in nochmehr Arbeit aus, die wir ohnehin schon zuhauf besitzen!

Allerdings habe ich mal was gehört davon, dass Kinder angeblich nicht nur mit Tieren, sondern auch mit eigens gezogenen Pflanzen aufwachsen sollten. Bei meiner minimalen Kindererziehung bedeutet dies also für mich ein wichtiger Beitrag in diese Richtung! ::)
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2004, 15:07:17 von sarastro »
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riesenweib

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #7 am: 21. Dezember 2004, 18:23:54 »

...setze und säe lieber wieder blockweise ...

Lisl, hast Du da vielleicht auch so angesät bzw ausgepflanzt wie Joy Larkcom? möchte ich die sason ausprobieren: also blockweise, und sehr dicht, und rausessen 8). was sind da Deine/Eure erfahrungen ?

lg, brigitte

bei den pastinaken hats wirklich gut geklappt heuer, waren zwar noch in reihe gesät, hab das buch später ersteigert, aber ich hab nicht ausgedünnt sondern die kleinen pflanzerln für salat etc rasugeerntet.
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will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)

brennnessel

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #8 am: 21. Dezember 2004, 19:01:04 »

du meinst das mit den Kästchen, gelt, Brigitte? Ich hab das kurz mal mitgelesen - da war ja auch was hier oder im Planten - aber sehr schlau wurde ich nicht draus, bzw. ich sah keinen Sinn darin....
Ich habe einfach normale Gartenbeete, auf die ich fleckchenweise (je nach Bedarf an den einzelnen Gemüsearten) über die ganze Breite ca. 1,20m) setze oder säe. Nur Erbsen, Stangenbohnen , sowie die Erdbeeren sind meistens an Beeträndern. Ich habe da keine festen Pläne (wie bei allem, wenn du mich kennst ;)!).
Ich kann mir das mit der Quadratgartlerei (weiß den genauen Begriff nicht mehr ...) nicht so gut vorstellen,weil bei mir auch die Pflanzen nie plangemäß wachsen und es eben nicht gut ist, wenn ganz kleine Dinger inmitten von großen was Ordentliches werden sollen. Da ist es meiner Erfahrung nach besser, jeweils gleich groß wachsende und ungefähr zur selben Zeit erntbare Sachen zusammen zu setzen. Dann hat man auch wieder ein ganzes Stück zur selben Zeit leer und kann, wenn es sich noch ausgeht, eine Folgekultur hinbringen. Anders hat das bei mir nicht gut funktioniert..... Vielelicht ist das auch in wärmeren Gegenden besser, wo man viel leichter zwei oder gar drei Kulturen in einer Saison auf demselben Platz ernten kann.
LG Lisl
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Feder

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #9 am: 30. Dezember 2004, 11:09:26 »

In der Januarausgabe von Kraut und Rüben findet sich ein umfangreicher Artikel über Mischkultur und ihre praktische Umsetzung.
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Das Natürliche bleibt immer gleich. Das Normale ändert sich alle 100 km oder alle paar Jahre.
  Pat Parelli

Mutabilis

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #10 am: 30. Dezember 2004, 11:27:13 »

Ich habe das ähnlich erlebt wie Lisl: Bei der Mischkultur hat immer eine Sorte die andere untergebuttert. Nun habe ich auch nur ganz wenig Gemüse, inzwischen in einem Hochbeet. Das muss eh im Herbst immer wieder aufgefüllt werden, daher ist das einfacher.
Ich pflanze jetzt auch blockweise, das hat sich bewährt.
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Suse

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #11 am: 30. Dezember 2004, 12:01:36 »

Blockweises pflanzen, könnte ich mir vorstellen, hat folgende Nachteile:
Erschwert die Lockerung und Unkrautentfernung, man kann nicht gerade durchziehen
Beschattung und schlechtere Durchlüftung der Pflanzen
Schwierigere Übersicht über die Fruchtfolge.
Was ich mich auch öfter frage, ist, wenn gesagt wird:eine Pflanzeart verträgt sich nicht mit sich selbst,es stehen doch immer mehrere beieinander!?
Grüsse von Suse
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Liebe Grüße von Susanne

brennnessel

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #12 am: 30. Dezember 2004, 12:24:14 »

Mit blockweise ist das so gemeint, dass man nicht reihenweise, der Beetlänge nach,abwechselt, sondern, fleckweise (z.B. das halbe Beet mit Salat, das andere mit Kohlrabi etc....)- je nach Bedarf der einzelnen Gemüsearten sät oder pflanzt. Innerhalb des Fleckchens kann man trotzdem in Reihen setzen oder säen.

LG Lisl
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Mutabilis

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #13 am: 30. Dezember 2004, 13:48:25 »

So hatte ich das auch verstanden/gemeint.
Ich hab nicht so viel, wie gesagt: mein Hochbeet sind 1 (H) x 2,5 (B) m, da pflüge ich auch nicht. Da habe ich dann von links nach rechts 3 Reihen Salat, 2 Reihen Spinat, 3 Reihen Lauch, 3 Reihen Zwiebeln, 1 Reihe Kohl usw. Wenn abgeerntet ist, wird nachgesät oder -gesetzt. Im Sommer waren noch Gurken und Tomaten drin, das war aber nicht so der Hit.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2004, 13:48:59 von Mutabilis »
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Feder

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Re:Die besten Mischkulturen
« Antwort #14 am: 30. Dezember 2004, 14:43:11 »

"Eine Pflanzenart verträgt sich nicht mit sich selbst" bedeutet, dass man das Jahr darauf nicht dieselben Pflanzen an denselben Standort pflanzen soll, so verstehe ich das jedenfalls.
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Das Natürliche bleibt immer gleich. Das Normale ändert sich alle 100 km oder alle paar Jahre.
  Pat Parelli
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