Hallo, Macrantha,
mit Sandboden habe ich keine Erfahrung. Wohl aber mit Lehm (tonig, schwer & zäh, im Herbst glitschig, bei Sommertrockenheit betonhart & rissig

– mit konsequentem Dauermulch hab’ ich’s in diesem dürren Sommer erstmals geschafft, dass wenigstens die obersten 10 Zentimeter halbwegs locker blieben). 'Jacques Cartier' gefällt's da trotzdem seit über 10 Jahren ausgezeichnet: blüht & blüht, ist knackgesund und – mit regelmäßigem kräftigem Frühjahrsschnitt – gut 1,5 m hoch.
Etwas höher (aber mit Tendenz, die Triebe sachte überhängen zu lassen & so eher in die Breite zu gehen), ebenfalls rosa, ebenfalls gesund ist im Lehm 'Soupert et Notting'. Moosrose, also keine Dauerblüherin; sie remontiert aber zuverlässig.
Öfterblühend, unverwüstlich gesund und üppig sind in meinem Garten die Rugosen 'Rose à parfum de l'Hay' (ca. 1,80 m hoch) und 'Roseraie de l'Hay' (gut 2 m hoch), wegen der eigenwilligen Rottöne allerdings nicht ganz einfach zu kombinieren; zu 'Fritz Nobis' könnte es aber gehen. 'Blanc Double de Coubert', weiß, ist etwas kleiner (knapp 1,5 m). Alle drei duften unglaublich stark & gut

. Und alle drei haben sehr ausgeprägt "kartoffelige" Blätter; keine Ahnung, ob das gut zum Fritzchen passt, hab' im Moment kein Bild im Kopf, wie der belaubt ist.
Als große Strauchrose ist wohl auch 'Guirlande d'amour' (weiß, kleine, leicht duftende Blüten in großen Büscheln, Höhe lt.
Züchter 2 m) was sehr Schönes, mein noch junges Exemplar macht jedenfalls einen hoffnungsvollen Eindruck. Und 'Stanwell Perpetual' denkt gar nicht dran, sich an die für ihn üblichen "Bis-Einsfuffzich"-Katalogbeschreibungen zu halten. Diese Größe hat die Rose schon jetzt, im zweiten Jahr, überschritten - an ungünstigem Platz: NW, nur bei hohem Sonnenstand Nachmittagssonne (Hausschatten), ab 25 cm Tiefe purer "Hartlehm" mit Bauschuttbeimischung... Als Pimpinellifolia müsste sie eigentlich im Sandboden erst recht loslegen.
Und noch'n Tipp für eine mutmaßlich sehr gesunde Dauerblüherin: 'Gaard um Titzebierg'. Noch 'ne Klein- und Büschelblütige, lilarosa. Soll
lt. Züchter nur 1,20 m werden, daran glaub' ich aber nicht: Ich habe im Juni ein 2 Jahre junges Exemplar in einem Sandbodengarten gesehen, das diese Höhe bereits hatte – und die Besitzer erzählten, dass die Rose im lehmigen Garten ihres Sohnes deutlich üppiger sei. Meine eigenes Pflänzchen hat es im Lehm seit Frühjahr (!) schon auf ca. 80 cm gebracht; sie wird da ganz bestimmt größer.
(OT:) Die Spitzhacke könnte ich fürs Pflanzen oft auch gebrauchen. Ich find’ aber den Wasserschlauch weniger anstrengend: Mini-Loch buddeln, Wasser reinfüllen, sacken lassen, weiterbuddeln, wieder wässern, wieder sacken lassen etc.pp. - spätestens am nächsten Tag kriegt man dann sogar Gehölze in den Lehmbeton

. Bei uns heißt das "Nashornwasserlochmethode", seit mein GG mich mal mit todernster Miene gefragt hat, ob ich neuerdings nächtens eben diese Viecher tränken wolle

... (Ende OT)
Schöne Grüße
Querkopf