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Autor Thema: Hosta 2009  (Gelesen 44938 mal)

Ulrich

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Re:Hosta 2009
« Antwort #450 am: 04. Januar 2010, 18:42:08 »

Hostavirus - 10 Jahre Latenzzeit
Woher stammt diese Information ? Ich habe bisher nichts über eine Latenzzeit von 10 Jahren gefunden ??? .

Hab dieses gefunden. Bisschen scrollen, aber vielleicht gibt es neue Erkentnisse. ???
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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #451 am: 04. Januar 2010, 19:28:45 »

ja, die nennen das Inkubationszeit. Aber sie beschreiben Latenzzeit. Inkubationszeit bedeutet im Grunde, dass man eine Weile mit dem Virus in Kontakt sein muss, bis er ausbricht, aber in der Medizin wird häufig darunter die Zeit verstanden, bis man dann eine triefende Nase bekommt und Fieber hat.
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oile

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Re:Hosta 2009
« Antwort #452 am: 04. Januar 2010, 19:39:21 »

aber in der Medizin wird häufig darunter die Zeit verstanden, bis man dann eine triefende Nase bekommt und Fieber hat.

Nicht häufig, das ist die Definition des Begriffs "Inkubationszeit" in der Infektiologie: Zeit zwischen Infektion (= Eindringen des Erregers) und Ausbruch der Krankheit.

Aber jede Disziplin hat auch hier eine etwas andere Vorstellung, was sie unter Latenzzeit und Inkubationszeit verstehen will (kann man z.B. etwas verkürzt hier nachlesen.)
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Ich habe Besseres zu tun!

Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

thegardener

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Re:Hosta 2009
« Antwort #453 am: 04. Januar 2010, 23:18:07 »

pearl , ich verstehe Deinen post 447 nicht ??? . Ist das jetzt eine Antwort auf meine Frage , soll mir das den Stand Deiner Ausbildung demonstrieren oder willst Du damit sagen das Du schon vor 10 Jahren zum Hostavirus geforscht hast ?
 
Ist denn eine generelle Aussage zutreffend das alle Hostas in 10 Jahren virenverseucht sein werden ?
 Ist die Gattung in ihrer gärtnerischen Verwendung also bald am Ende ?
 ??? Fragen über Fragen
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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #454 am: 04. Januar 2010, 23:25:31 »

[OT]thegardener, ich bin möglicherweise immer noch was sickig auf die Berliner, bei denen ich keinen Blumentopf gewinnen kann. Deine Frage war in meinem Verständnis von der Art, die an anderen Stellen ausuferte und mir auf die Nerven ging. [/OT]

Vergiss es einfach.
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Katrin

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Re:Hosta 2009
« Antwort #455 am: 04. Januar 2010, 23:31:40 »

pearl, meinst du, deine Pflanze ist seit 10 Jahren Träger des Virus? Oder wurde sie erst letztens einmal angesteckt? Das wäre schon spannend zu wissen.

Bekannte haben ein paar infizierte Pflanzen mit deutlichen Virusanzeichen im Garten stehen, schneiden und stechen nicht daran herum und lassen sie stehen. Ist das nun für die anderen Hostas leichtsinnig oder zeigt uns dein Beispiel, es sei egal, weil viele Pflanzen ohnehin lange Träger sind, ohne Krankheitsanzeichen zu zeigen?

LG, Katrin
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #456 am: 05. Januar 2010, 00:05:36 »

ich glaube, dass mein Exemplar der Sorte 'Striptease' immer schon Träger des Virus war. Diese Sorte ist eine der ersten, bei der der Virus aufgefallen ist. Die Pflanze stammt aus der oben benannte Gärtnerei, die keine große Sorgfalt darauf verwendet einwandfreie gesunde Pflanzen an den Kunden weiterzugeben.

Ein Artikel über den Virus habe ich irgendwann in der GartenPraxis gelesen. Der Virus überträgt sich nur über den frischen Pflanzensaft. Nicht über die Erde, nicht über getrocknete oder abgefaulte Pflanzenreste. Mit meinem Lieblingsgärtner, der gelernter Zierpflanzengärtner ist, habe ich über das Problem gesprochen. Das gibt es auch bei Pelargonien. Er sterilisiert das Messer nach jedem Schnitt, wenn er Stecklingsvermehrung macht und inzwischen vermehrt er nicht mehr selber, sondern kauft Jungpflanzen.

Was ich daraus geschlossen habe, das hatte ich schon einmal ausgeführt. Hosta-Virus

Ich kaufe immer noch Hosta. Aber nie über das Netz oder auf Gartenmärkten, es sei denn sie sind von planwerk oder von Kirschenlohr.

Ich schneide sowieso keine Blätter ab. An kaum einer Pflanze. Unschöne Blätter reiße ich ab. Hosta, die irgendwie kein schönes Bild abgeben, werden isoliert und beobachtet. Manchmal ist es auch ein Problem mit der Kultivierung. Ich habe mir vorgenommen aufmerksamer zu Düngen und zu Wässern.

Sorten weichen in ihrem Verhalten sehr voneinander ab, das ist mir auch aufgefallen. Blue Angel ist bei mir sehr viel schöner als H.sieboldiana Elegans.

Ich beobachte Sorten in meiner Lieblingsgärtnerei im Laufe des Jahres. Ob ihr Laub früh im Jahr unansehnlich wird, wie sie nach dem Austrieb und vor dem Herbst und Winter aussehen und dann treffe ich meine Entscheidung zuzugreifen oder doch lieber noch eines von diesen Trilliums ...
« Letzte Änderung: 05. Januar 2010, 00:09:24 von pearl »
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Ulrich

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Re:Hosta 2009
« Antwort #457 am: 05. Januar 2010, 22:22:16 »


...ich kaufe Hosta über das Netz, hab da keine Probleme mit. Einer von pearls Händlern anscheinend auch nicht, da er (ich habe nicht weiter gesucht) auch "Great Escape" vertreibt. Vielleicht sehe ich das auch falsch, aber irgendwo kaufen doch die deutschen Händler zu. Bei einem Sortiment um 400 Sorten.
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Katrin

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Re:Hosta 2009
« Antwort #458 am: 05. Januar 2010, 23:12:30 »

Danke für die Erklärung, pearl. Vielleicht hätte ich meine viröse 'Striptease' doch behalten sollen...
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Gartenlady

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Re:Hosta 2009
« Antwort #459 am: 06. Januar 2010, 09:10:36 »

10 Jahre Inkubationszeit :o oh, oh, meine ´Striptease´ scheint pumperlgesund, aber 10 Jahre ist sie noch nicht alt, ich weiß nicht mal mehr wo ich sie gekauft habe.

Ich habe mich mit dem Hosta-Fransen über den Virus unterhalten, er hatte einige Zeit Probleme damit, hat die aber - zumindest sagt er das - inzwischen im Griff. Er sagte auch, dass er einige Jahre die ´Striptease´ nicht im Angebot hatte, aber jetzt gibt es sie bei ihm wieder. Also gibt es auch virusfreie Exemplare, aber wie kann man das feststellen, wenn die Inkubationszeit 10 Jahre beträgt?

Letztes Jahr in Bingerden sahen die Fransenschen Hostas derart gepusht aus, dass sie sogar zusammengebunden werden mussten, weil die langen zu weichen Stängel die Blätter nicht tragen konnten ::) das war seit vielen Jahren das erste Mal dass ich dort keine Hosta gekauft habe. Die ´Blue Mouse Ears´ gab es aber an anderer Stelle in super Qualität.

Ich frage mich, ob alle Topfkameraden diese Kälte überleben, bisher habe ich Hostas noch nie sonderlich geschützt. Sollte ich da tun?
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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #460 am: 06. Januar 2010, 18:03:05 »

nein, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie draußen im Topf gut überleben. Die als empfindlich angesehene Pandora's Box macht das schon jahrelang gut.

Mit Fransen habe ich mich auch über diese Virussache unterhalten. Er äußert sich nur sehr zögernd und ungern. Klar, wenn man ihm im Gewühle des Stands fragt. Aber er sagt, dass er das Problem kennt und sich der Problematik bewusst ist.

Virusfreie Pflanzen bekommen die Hostaanbieter von Holland. Deshalb hat Hosta-Fransen wohl auch wieder eine 'Striptease' im Angebot. Es sind meristemvermehrte Pflanzen. Andreas Kirschenlohr achtet sehr darauf, dass mögliche Übertragungswege abgeschnitten werden. Keine Hosta aus normaler Kultur kommt in seine Sammlung. Die Hosta 'Zounds' ist leider noch nicht virusfrei verfügbar. Leider ist sie mir eingegangen, weil das Abzugloch des Kübels im Winter verstopft war und das Tauwasser nicht ablaufen konnte.
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Re:Hosta 2009
« Antwort #461 am: 06. Januar 2010, 18:31:13 »

nein, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie draußen im Topf gut überleben.

Bei mir auch, allerdings ist dieser Winter doch sehr speziell :-\

Zitat
Leider ist sie mir eingegangen, weil das Abzugloch des Kübels im Winter verstopft war und das Tauwasser nicht ablaufen konnte.


So habe ich meine Sieboldiana ´Elegans´ verloren, sie war vegetativ vermehrt und wunderschön, ich trauere ihr sehr nach.
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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #462 am: 06. Januar 2010, 18:50:11 »

Blue Angel ist besser! Versuch es mit der wieder, aber sicher hast du die sowieso schon!

Diese Steinzeugkübel haben einfach diesen Nachteil, dass die meisten davon nur ein einziges kleines Abzugsloch haben. Inzwischen gehe ich dazu über in schwarze Plastikkübel zu pflanzen und die dann in die Steinzeugtöpfe zu versenken. Ich habe sogar einen Anbieter gefunden, der die dazu nötigen Größen liefert.

Manche der Keramikkübel kippe ich auch einfach um und lass sie auf der Seite liegen.
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Gartenlady

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Re:Hosta 2009
« Antwort #463 am: 06. Januar 2010, 19:24:59 »

Zitat
Blue Angel ist besser!

Nein, ´Blue Angel´ ist bei mir ein Totalversager, obwohl auch vegetativ vermehrt. Sie ist einige Zeit gut, bekommt dann Blätter wie alte Waschlappen, grauenhaft.

Zitat
Manche der Keramikkübel kippe ich auch einfach um und lass sie auf der Seite liegen.

Das mache ich z.Zt. gerade mit einer Taglilie, ich hoffe, dass es rechtzeitig war :-\
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pearl

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Re:Hosta 2009
« Antwort #464 am: 06. Januar 2010, 19:29:54 »

wenn es nicht diesen dusseligen Virus gäbe, dann würde ich dir einen Teil meiner Pflanze anbieten. Ich muss sie sowieso auskübeln und wieder neu versorgen und topfen. Vielleicht halte ich sie nur für eine Blue Angel, vielleicht ist es eine andere Sorte, aber sie ist einfach toll und hat viel gedrungenere und attraktivere Blütenstände als die Elegans. Außerdem ist sie trockenheitstoleranter und noch spät im Jahr ohne braune Stellen an den Blättern.
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