Nachgereicht die empirische Beobachtungen, die ich an meiner Pseudolarix amabilis gemacht habe, wegen der ich damals mich hier an diesen Thread überhaupt drangehängt habe.
Zur Rekapitulation:
Ich hatte Pseudolarix im Mai 2012 gepflanzt, viel Torfhumus eingearbeitet, im Juni/Juli sah der Neuaustrieb sehr hellgrün bis gelbgrün aus, durch Internetrecherche aus einem Artikel des Arnold Arboretums lernte ich, dass Bäume, die so aussehen unter zu hohem ph leiden.
Bei der Suche nach Abhilfe fand ich vereinzelte Hinweise dass Schwefelblüte/elementaren Schwefel zur Bodenansäuerung benutzt werden kann.
Trotz skeptischer Analyse in der Diskussion hier habe ich es letztes Jahr im August bei der Pflanze einfach mal ausprobiert, 250gr/m² Schwefel verteilt und leicht eingearbeitet in die oberste Erdschicht.
Ich meinte dann schon im September eine Verfärbung der Nadeln Richtung dunkler grün zu erkennen.
Hier nun Fotos von dem Bäumchen von Anfang August 2012 vor der Schwefelgabe und Juni 2013:


Für meine Wahrnehmung hatte ich einen ähnlichen Erfolg mit einer Kumquat in einem Topf mit der gleichen Gartenerde letztes Jahr.
Auch letztes Jahr sah eine Poncirus aus, als ob es eine gelblaubige Sorte wäre.
Mit der Beobachtung der Veränderung bei der Pseudolarix habe ich jetzt im Frühjahr um die Poncirus ebenfalls 250gr Schwefelpulver verteilt, weiterhin um die Kamelie "Black Lace" in meiner Ruine, die Poncirus hat jetzt saftiggrüne Blätter.
Insofern gehe ich davon aus, dass Schwefel bei
meinem Boden wirklich eine Hilfe sein kann bei Pflanzen, die eigentlich sauren Boden bräuchten.
Wie und warum es genau funktioniert, weiß ich nicht.
Wahrscheinlich muss ich auch jedes Jahr oder jedes zweite Jahr erneut Schwefel ausbringen.
Allerdings ist Schwefel nicht gefährlich für Pflanzen und es weden auch keine Hochmoore wegen Torfabbau zerstört, der sonst zur Bodenansäuerung benutzt wird.
Insofern würde ich jedem mit ähnlichem Problem raten, es einfach auszuprobieren.