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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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|11|3|Hat Rosamunde Wallungen, Heizt man mit ihr die Stallungen.

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Autor Thema: Erdtopfpresse - wozu?  (Gelesen 15338 mal)

Landfrau

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Erdtopfpresse - wozu?
« am: 10. Februar 2010, 11:01:30 »

Moin,

Mit Erdtopfpressen stellt man, wenn ich das richtig verstanden habe, kleine Erdzylinder oder - koni her.

Wie verwendet man diese bei der (Gemüse-)pflanzenanzucht?
Gibt man einen Samenkorn auf einen Pressling, der dann beim Auspflanzen hoffentlich noch immer zusammengepresst ist?
Ist das Gerät eine sinnvolle Anschaffung?

Über Erfahrungsberichte freue ich mich sehr - danke!

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Staudo

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #1 am: 10. Februar 2010, 11:23:03 »

Im professionellen Gemüsebau geht es nicht mehr ohne Erdpresstöpfe. Jedes pikieren wäre viel zu teuer. Auf großen Maschinen werden die Presstöpfe automatisch hergestellt, besät (Bild mit Selleriepillensaat) und im konkreten Fall hinterher mit Sand abgestreut.

Im Kleingarten (auch im größeren) ist eine Erdpresse eher Spielerei und Luxus. Mancher liebt genau das.
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Landfrau

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #2 am: 10. Februar 2010, 11:53:51 »

Ja, genau diese kleinen festen Wurzelballenklötzchen gefallen mir gut!

Sitzen die Gemüsejungpflanzen alle wild beieinander in einer großen Aussaatkiste, zerreißt man zuviel von dem Wurzelwerk beim Trennen.
Für jede Gemüsepflanze ein einzelnes Kunststoff-oder Torf- oder Papierrollentöpfchen zu haben, erscheint mir aber sehr aufwendig.

Womöglich ist es wie mit vielen Produkten, es gibt keine "Zwischenlösung" für Haushalte, die ein wenig größer sind / mehr machen.

Es gibt Teigknetmaschinen für gelegentlich mal 'nen Kuchen und es gibt solche für Bäckereien. Es gibt aber mW keine für 6 Sauerteigbrote.

Vermutlich gibt es Erdtopfpressen für Tausende von Stück am Tag und halt diese Fummeldinger, die sehr sehr teuer verkauft werden.

Wobei mir noch einfällt, gelesen zu haben, dass jemand seine Jungpflanzen sät (oder pikiert, weiß ich nicht mehr) in sehr flache Schalen in einem exakten Raster und 4 und 2 Wochen vorm Auspflanzen mit einem messer entlang der gedachten Rasterlinien Erde und Wurzeln bis zum Boden durchschneidet.
Was die Wurzelbildung anregt und wohl auch zu recht handhabbaren Klötzchen führt.

Was könnte man da wohl sinnvoll an Gefäßen verwenden?

danke, Landfrau
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Staudo

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #3 am: 10. Februar 2010, 12:07:45 »

Vermutlich gibt es Erdtopfpressen für Tausende von Stück am Tag

Dieser Gabelstaplerfahrer hebt gerade 8000 Töpfchen mit einem Mal hoch. ;)

Für selbst produzierte Töpfchen braucht man entsprechend klebrige und dennoch luftige Erde. Kämst Du mit Jungpflanzenpaletten (gebrauchte gibt's beim Gärtner vielleicht sogar gratis) nicht besser?
« Letzte Änderung: 10. Februar 2010, 12:08:02 von Staudo »
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Staudo

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #4 am: 10. Februar 2010, 12:08:33 »

Bild vergessen und nachträglich anhängen geht nicht.
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Eva

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #5 am: 10. Februar 2010, 12:15:37 »

Zitat
Für jede Gemüsepflanze ein einzelnes Kunststoff-oder Torf- oder Papierrollentöpfchen zu haben, erscheint mir aber sehr aufwendig.

Ich hatte mal in Mohrenkopf-Schachtel pikiert, da waren die Pflänzchen durch Pappdeckelstreifen getrennt, das wäre sicher auch leicht selbst zuzuschneiden für die jeweiligen Pflanzkästen, die man hat.
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Günther

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #6 am: 10. Februar 2010, 12:18:47 »

Bei bescheidenen Mengen nimmt man bisweilen ein kleines Würfelchen aus einem Rasenziegel, das Gras unten, und natürlich unkrautfrei.
Hält ausreichend zusammen und bietet genug Substrat.
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Christina

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #7 am: 10. Februar 2010, 12:34:02 »

Ich bin auch dazu übergegangen, fast alles in Töpfchen einzeln auszusäen, Anfangs wegen der Schnecken, jetzt auch wegen viel besserer Anwachsrate. Ich benütze solche Multitopfplatten, unten das Loch ist so groß, daß ein Finger durchpaßt und man unbeschadet den ganzen Ballen rausbekommt. Wenn er gut durchwurzelt ist, ist leider nicht immer der Fall.

Erdtopfpresse lohnt sich m. E. wirklich nur für Gärtnereien.
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Moneydrops

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #8 am: 21. Februar 2010, 11:26:58 »

Hallo,

Da ich grad eben erst dieses Thema gefunden habe und ich vor dem gleichen Problem stehe, möchte ich mich einmal hier einklinken. Ich mag auch nicht mehr Pikieren! Deshalb, und weil ich beruflich nicht immer pünktlich daheim sein kann, wollte ich mir dieses Sämlings-Haus (http://www.gartenbedarf-versand.de/gartenzubehoer-pflanzenanzucht/Saemling-Haus.html) zulegen. Habt ihr hierzu schon Erfahrungen sammeln können? Möchte sie zunächst für Tomaten benutzen. Oder alternativ diese Sämlings-Schule (http://www.gartenbedarf-versand.de/gartenzubehoer-pflanzenanzucht/Saemling-Schule.html).


O.T.
Bei uns schneits schon wieder :-X Nachdem es gestern 9° C plus waren und ich es geschafft habe, die Pfirsiche endlich gegen Kräuselk. zu spritzen.
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kudzu

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #9 am: 18. Dezember 2013, 14:36:30 »

lasst mich mal einen uralten Thread wiederbeleben
ja, schon, bin furchtbar frueh dran, aber hap-zap is Anfang Februar und wenn ich dann erst anfange Zeug zu bestellen ...
 
auf ein Neues:
 
alle Jahre wieder das gleiche Dilemma, Samen wollen in die Erde, aber wohin damit?
 
wenn die Pflaenzchen dann mal gross genug sind zum Pikieren, kommen meine in Joghurt-Becher mit Drainageloechern - 12cm Durchmesser, 14cm hoch oder 12x8cm - klar, brauchen viel Platz und Erde, durch mehr Volumen weniger Staunaesse, gross genug, dass die meisten Pflaenzchen nicht mehr umziehen muessen
 
aaaaber
wohin in der Zeit zwischen 'Samen in der Tuete' und 'gross genug zum Pikieren'?
 
die letzten Jahre hab ich Torf-Quelltoepfe genommen und war damit nicht wirklich gluecklich, die Loecher fuer die Samen waren oft zu klein oder gleich gar nicht vorhanden, dann musst ich wieder mit der Nagelschere ran, manches Wuerzelchen kam kaum durch die Huelle und die Huelle hat sich nicht zersetzt sondern fand sich am Ende als Sondermuell im Kompost, also hab ich viele Quelltoepfe 'geschaelt' *kopfschuettel* wobei aber die Pflaenzchen wieder gelitten haben, langer Rede ... meine letzten Quelltoepfe hab ich vor 3 Wochen fuer meine Exotensamen verwendet und werde keine mehr nachkaufen
 
hm, was dann?
wieder Zeitungstoepfe falten? die halten die Erde recht gut trocken, sprich sie saugen einen Haufen Feuchtigkeit weg und verhindern nasse Fuesse, wollen aber oft gegossen werden, macht einen Haufen Arbeit sie zu falten, werd ich aus Faulheit nicht mehr verwenden
 
Papp-Eierschachteln hab ich letztes Jahr als zu klein eliminiert,
entweden patschnass oder strohtrocken, komm ich nicht mit klar
 
"die 10 er Trays wo Stiefmütterchen und co. drin verkauft werden" krieg ich nicht ohne die Stiefmuetterchen und dann sind sie nicht unbedingt guenstig, dann koennte ich auch gleich Gemuesepflaenzchen kaufen, wobei es dann natuerlich wieder nur 08/15 Sorten gibt

normale Joghurtbecher, Solo cups, o.ae. mit Drainageloechern lassen sich leicht beschriften und sortieren, wiederverwendbar,
aber oben trocken unten gern Staunaesse, trotz Loechern

Erdtoepfe?
Erdtoepfe!

wer hat eine Erdpresse? *bittehaendehoch*
Pros und Cons?
Tricks fuer Benutzung und Erdmischung?
ja im Net lesen kann ich selber, aber das Net ist gross und geduldig und voller bs
also persoenliche Erfahrungen, bitte
naechstes Dilemma:
hab die Dinger in verschiedenen Groessen gefunden: 3/4", 1 1/2", 2", 4"
2cm? *gruebel* a bissl arg klein, oder?
 4cm? sollte reichen, oder doch lieber
5cm?
10cm ist mir fuer Anzucht zu gross, da kann ich gleich meine Joghurtbecher nehmen

und wenn nicht Erdtoepfe, was dann?


oops, is arg lang geworden *blush*

 
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martina.

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #10 am: 18. Dezember 2013, 20:10:41 »

und wenn nicht Erdtoepfe, was dann?

Dann z.B. solche Anzuchtplatten.
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Ganzjährig Sommerzeit bitte
=^..^=

Günther

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #11 am: 18. Dezember 2013, 20:57:50 »

Die Anzuchttöpfchen aus Torf sind bei Gärtnern beliebt, aber meist zu lange haltbar. Man kriegt sehr oft schöne getopfte Pflanzen, bei denen bei genauerer Betrachtung noch das weitgehend unzerstörte Torfpöttchen zu erkennen ist - und da wachsen nicht alle Pflanzen gerne durch.
Plastiktopfplatten sind Geschmackssache.
Bei bescheidenem Umfang gibt's einen uralten Trick: Man nehme einen Rasenziegel, schneide daraus passende Würfel, und lege sie mit der Grasnarbe (ganz kurz geschnitten) nach UNTEN in eine geeignete Unterlage. In die Mitte der jetzt oben liegenden Erdschicht steckt man den Samen. Sehr bewährt beispielsweise bei Gurken und Kürbissen.
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Aku.Ankka

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #12 am: 18. Dezember 2013, 22:24:08 »

Also ich habe mir meine Anzuchttöpfchen selbst gemacht:

Nach dieser Anleitung

Das Beste ist natürlich das Video (Real British English) ;D :-* ;D

Ich habe dazu Durchschlagpapier genommen (Durchschlagpapier = Wer's noch kennt - Man hat früher beim Schreiben eines Schreibens mit der Schreibmaschine hinter das Kohlepapier ein dünnes Blatt gelegt und kein zweites Blatt Schreibmaschinenpapier).

Die Anzuchttöpfchen habe ich dann über die "Laschen" miteinander verbunden und zusammengetackert sodass sie nicht einzeln stehen.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2013, 22:44:53 von Aku.Ankka »
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andreasNB

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Re:Erdtopfpresse - wozu?
« Antwort #13 am: 18. Dezember 2013, 23:43:43 »

Der Tip für "die 10 er Trays wo Stiefmütterchen und co. drin verkauft werden" kommt zwar für das kommende Frühjahr zu spät.
Aber schau einfach mal auf den (Dorf)Friedhöfen in die Sammelboxen für Plastikmüll.
Im Frühjahr "müssen" ja Stiefmütterchen & Co. und dann im Herbst vor allem Heide gepflanzt werden.
Da gibt es sicher ein paar Trays, aber vor allem viele kleine Töpfchen.

Ich komme sehr gut ohne Topfpresse aus !

Was willst Du denn aussäen ?
Bei fast allen Samen, welche man an der Fensterbank vorzieht, lohnt es sich diese über Nacht quellen zu lassen.
Von Gurke, Melone, Kürbis kommen jeweils 1 max. 2 Samen in einen 7x7cmTopf. Später werden diese nur einmal in größere Töpfe umgetopft, welche dann im Gewächshaus stehen.
Von Tomaten,Paprika,Chili säe ich nur max. doppelt so viele Samen wie ich Pflanzen haben will. Also 4 bis 5 Stück. Daher reicht hier meist ein 9x9cmTopf.
Nie zu dicht säen !
Kohlrabi,Rote Beete und dergleichen kommen in Multitopfplatten, welche im April schon im Gewächshaus stehen können.

Zur Aussaat verwende ich normale "erdige" Blumenerde, welche ich mit Sand strecke. Damit bin ich bisher sehr gut gefahren.
Durch den Sand lassen sich beim austopfen bzw. vereinzeln (nie zu kleine Keimlinge vereinzeln!) die kleinen Pflänzlein schonend vereinzeln.
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