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Autor Thema: Bildkomposition in der Naturfotografie  (Gelesen 11202 mal)

Thomas

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Bildkomposition in der Naturfotografie
« am: 09. Mai 2004, 22:34:06 »

Hallo,

das hier ist für jeden, der Spaß dran hat (in der Regel, nehme ich an, Fotografen):

Tipps und Beispiele für bessere und schlechtere Bildkomposition - dazu Begründungsversuche. Als Beispiele nehme ich meine Bilder. Gerne würde ich eure Beispiele, Fragen, Vorschläge und vor allem Kritikpunkte sehen.

Denn ich denke, selbst wenn Fotografie dienend das abbildet, was das eigentliche Objekt des Interesses ist, dann kann man das so oder so machen ...

Heute:
1. Weniger ist mehr

Man soll nicht versuchen, das und das und das auch noch aufs Bild zu bekommen.

Statt dessen: Reduzieren. Wie eine gute Soße. Den Teil finden und sauber herausarbeiten, der gültig für das Ganze steht. Ein Beispiel geben ... Die Lateiner sagten: Pars pro toto (Der Teil für das Ganze). - Ernst kann dazu bestimmt etwas aus dem japanischen Kulturkreis beifügen ...

Ok, im Beispielbild habe ich vielleicht etwas übertrieben, denn da ist ja nicht mal eine Blüte drauf ... ;)

Aber es transportiert die Idee 'Rose', oder?

Frage ist jetzt: Wie bekommt man eine bestimmte Rose zu einer bestimmten Zeit möglichst prägnant aufs Bild?


Komponistengrüße
Thomas
« Letzte Änderung: 02. Juni 2004, 19:53:57 von Thomas »
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ernst

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Re:Bildkomposition
« Antwort #1 am: 09. Mai 2004, 22:55:14 »

Denn ich denke, selbst wenn Fotografie dienend das abbildet, was das eigentliche Objekt des Interesses ist, dann kann man das so oder so machen ...

Wirklich lustvoll ist dieser Anblick wahrlich nur für Statiker, oder ;D
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Thomas

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Re:Bildkomposition
« Antwort #2 am: 09. Mai 2004, 23:17:05 »

...oder vielleicht auch für Bausparer?

"Wenn der Zinsfuß nicht stimmt
dann die Statik zerrinnt."

 ;D 8)

Jetzt sind wir wieder bei tragenden Elementen und Stilen abendländischer Architektur - und bei der Kritik daran z.B. durch Rückriem oder die Teezeremonie.

Ernst. Foto. Nicht?


Lieben Gruß
Thomas
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Andrea

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Re:Bildkomposition
« Antwort #3 am: 10. Mai 2004, 13:19:41 »


Thema erinnert mich dann doch wieder sehr an die Makroaufnahmen die ich nicht machen kann.
Ganz ehrlich ich verstehe die Aufgabenstellung nicht, da kann ich jetzt viel erzählen ohne was zu wissen.
Für mich würde das bedeuten wie hebe ich bei einer Pflanze oder einem Motiv eine einzelne Komponente besonders hervor, indem ich sie bewusst in die Mitte rücke oder an den Rand und den Rest verschwommen, ist es so gemeint?

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Andrea

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Re:Bildkomposition
« Antwort #4 am: 10. Mai 2004, 13:23:56 »

So sieht man es zwar nah, aber so sieht es doch viel spannender aus, der dicke Ast und dazu das Auge das langsam aufbricht und in dem sich ein Löwenzahn verfangen hat.
Nur mal als Beispiel ob du das Thema so in etwas meinst.
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Thomas

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Re:Bildkomposition
« Antwort #5 am: 10. Mai 2004, 14:08:08 »

Hallo Andrea,

Zitat
an die Makroaufnahmen die ich nicht machen kann

das liegt wohl nur an meinem Beispiel. Das Maibaum-Bild von Anemone aus dem Maibilder-Thread (#73) z.B. zeigt auch sehr gut, was ich meine.

Bei deinem Foto des Triebes muss das ja nicht heißen, dass du nah dran musst, oder dass nichts anderes drauf soll. "Weniger ist mehr" soll nur heißen, dass oft Bilder eindrucksvoll sind, auf denen nicht zu viele Details zu sehen sind.

Ich finde das zweite Foto auch besser - die Frage wäre nur, wie man die Bildelemente aufteilt ...

In Ernst' Foto z.B. ergibt sich eine interessante diagonale Aufteilung der Bildräume durch den 'erweichten' Pfeiler.

Das ist eine schöne Überleitung für meinen zweiten Punkt:

2. Bildaufteilung - Harmonie durch den 'Goldenen Schnitt'

Zum Goldenen Schnitt nur so viel (ohne alle Theorie - die findet man mit etwas Googeln sofort):

Eine Strecke a ist im Goldenen Schnitt geteilt, wenn das Verhältnis der Strecke a zu ihrer größeren Teilstrecke b genau so groß ist wie das Verhältnis der Teilstrecke b zur kleineren Teilstrecke c.

Verhältnisse, die auf dem Goldenen Schnitt beruhen, empfinden Menschen als besonders harmonisch. Abgeleitet sind Goldene Rechtecke, Spiralen etc. - Viele Beispiele bieten Malerei und Architektur.

In meinem Rosendorn-Foto ist die rechte Dorngrenze ungefähr im Goldenen Schnitt platziert - nach Augenmaß, versteht sich.

Und im eben bereits zitierten 'Maibaum'-Bild von Anemone steht der Baum ebenfalls ziemlich genau im Goldenen Schnitt!

Der Goldene Schnitt ist nichts für jedes Foto. Aber bisweilen kann es den Reiz eines Bildes steigern, wenn man sich daran orientiert.


Harmonische Grüße
Thomas
« Letzte Änderung: 02. Juni 2004, 19:53:31 von Thomas »
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Andrea

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Re:Bildkomposition
« Antwort #6 am: 10. Mai 2004, 14:36:54 »

Ah ja, ich werde gerne mitlesen und lernen.
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Katrin

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Re:Bildkomposition
« Antwort #7 am: 15. Mai 2004, 20:20:00 »

Passt sowas auch hierher?
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

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Re:Bildkomposition
« Antwort #8 am: 16. Mai 2004, 18:26:08 »

Feine Sache, dieser Thread.
So richtig was für lange Winterabende. ;D
Bis dahin gucke ich euch gern über die Schulter.
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Thomas

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Re:Bildkomposition
« Antwort #9 am: 16. Mai 2004, 22:40:16 »

Zitat
Passt sowas auch hierher?

Ja, unbedingt. Diagonalkonstruktionen sind oft sehr interessant, und dein Farn neigt sich sehr schön dem Betrachter entgegen. - Im konkreten Falle wäre höchstens zu überlegen, wo die Hauptschärfe liegt - vielleicht etwas mehr zur / auf der Spitze?

Zitat
So richtig was für lange Winterabende.

 8) Ich stelle schon mal einen guten Rotwein bereit (oder was trinkst du gerne?). - In der Zwischenzeit schaue ich mir gerne deine Fotos an; und diesen Thread hier werde ich ganz langsam und allmählich fortsetzen.



3. Thema Schärfe bei Autofokus-Kameras

Automatische Digitalkameras (also alle Digitalkameras) stellen in der Bildmitte scharf. Das ist oft / meistens ok. Aber was ist, wenn ich wegen Goldenem Schnitt o.ä. das anders will?

Bei fast allen Kameras kann man die Schärfe beeinflussen.

Heute interessiert nur, wo die Hauptschärfeebene liegt.

Oft muss man das Objekt anvisieren (= in die Bildmitte nehmen), das scharf sein soll. Dann den Auslöser bis zu einem ersten Druckpunkt durchdrücken - nicht auslösen - und festhalten. Dann den eigentlich gewollten Bildausschnitt wählen: Die Schärfe des ursprünglichen Objektes wird beibehalten. Auslösen. - Bei anderen Kameras kann man manuell fokussieren. - Oft hilft leider nur der Blick in die Gebrauchsanweisung.

Hier ein Beispiel - fotografisch nicht sehr spannend - bei dem die Schärfe nicht in der Bildmitte liegt.

Nächster Beitrag: Sollte über Schärfentiefe gehen.


Liebe Grüße
Thomas
« Letzte Änderung: 02. Juni 2004, 19:56:24 von Thomas »
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Katrin

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Re:Bildkomposition
« Antwort #10 am: 16. Mai 2004, 22:44:36 »

Hallo Thomas,
jetzt habe ich ein Stativ :D und die Spiegelreflex hervorgekramt, jetzt wird mit Schärfentiefe gearbeitet!!! Ein Beispiel von letzter Woche scanne ich dann gleich ein...
VLG, Katrin
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Re:Bildkomposition in der Naturfotografie
« Antwort #11 am: 16. Mai 2004, 23:12:02 »

So, hier 3 Bilder, die ich nur verlinke, weil ich den Thread nicht zu lange machen möchte...

Wiesenkerbel und Löwenzahn

Hosta - Grün in Grün

Perückenstrauch vor Steinkraut

Und wisst ihr, was das Schönste am Fotografieren mit einer analogen Kamera ist? Das Klicken 8)
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Re:Bildkomposition in der Naturfotografie
« Antwort #12 am: 18. Mai 2004, 20:11:25 »

Ich bitte um konstruktive Kritik!
Heute bin ich in der Wiese gelegen und habe zwischen Grillen, Ameisen und Hummeln und so mancher Eidechse viiiele Bilder gemacht. Dieses hier gefällt mir gut. Nur mir?
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Re:Bildkomposition in der Naturfotografie
« Antwort #13 am: 18. Mai 2004, 20:13:18 »

Mir auch! ;)
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Viola

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Re:Bildkomposition in der Naturfotografie
« Antwort #14 am: 18. Mai 2004, 21:23:34 »

Kann hier nicht kritisieren. Nicht einmal konstruktiv.
Dieses Bild ist einfach 1.Sahne.

LG Viola
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