Einem gut eingewachsenen Flieder macht es nichts, wenn man einen Teil der Wurzeln kappt. hat man mir seinerzeit auch gesagt von erfahrener seite - das letzte Jahr hat diese Aussage bestätigt. Der Flieder ist bumperlg'sund trotz Wurzelreduktion. Ich kappe die Wurzeln natürlich nur in dem Bereich, in dem die Clematis (oder Rose) hin soll.
Man kann einen Mörteleimer nehmen, 15 Liter, da muss man allerdings den Boden mit raussägen. D.H. man hat dann nur ein ein gewölbtes Stück Kunsttoff übrig, das als Eimer nicht mehr zu erkennen ist - die bessere Lösung ist wohl doch Teichfolie.
Da Flieder offenbar recht agressiv wurzeln, sorgst Du mit einer Wurzelsperre dafür, dass Deine Clematis (oder Rose) sich besser etablieren kann. ich habe auch an einen Flieder eine Cl. alpina Blue Princess gesetzt - ohne Wurzelsperre. Wie sie sich da macht, kann ich vielleicht in zwei Wochen berichten. Sie treibt, mal sehen, wie sie blüht. Beim künftigen Düngen muss man dann bedenken, dass das "Klettergerüst" - in dem Fall der Flieder - auch tüchtig mitißt, also eine Ration extra bereithalten, sonst fällt die Blüte spärlich aus.
Und von wegen Anfänger. ich hab's ja auch erst erfragt und dann umgesetzt. Aus dem Anfängerstadium bin ich immer noch lange nicht raus

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Gruß
Dorea
Nachtrag: Rosen würde ich lose an den Fliederstamm binden, Rambler finden den Weg nach oben von alleine. Für Clematis habe ich schon Draht um Baumstämme gelegt - oder ein Moniereisen als Kletterleitung. Die gibt's beim Baustoffhandel sehr billig und in allen Längen und rosten malerisch vor sich hin - stammt übrigens auch nicht von mir, die Idee, sondern von hier bestens bekannten alten Hasen auf dem Gebiet.