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Autor Thema: Mauersegler  (Gelesen 4621 mal)

Luna

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Mauersegler
« am: 01. Juni 2006, 17:46:23 »

Das anhaltende schlechte Wetter setzt den Mauerseglern zu. vor knapp einer Stunde ist ein "Altvogel" auf der Terrasse "gelandet" . Er ist unverletzt, jedoch nicht flugfähig, ich werde ihn mit Wasser und Futter versorgen.

Ziehen Mauersegler ihre Brut als Paar auf, oder muss ich damit rechnen, dass die Brut, die vor wenigen Tagen geschlüpft sein muss, nun verdurstet und verhungert?

Reicht es, wenn ich meinen Vogel alle 4 Stunden mit Wasser und Futter versorge?

Bisher hatte ich nur Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, bis zur flugfähigkeit aufgepäppelt.
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hhi

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Re:Mauersegler
« Antwort #1 am: 01. Juni 2006, 17:50:51 »

hallo, luna,

hab so recht keine ahnung, hab aber mal kurz gegoogelt, vielleicht hilft dir die seite ein bisserl weiter ... :-)

http://www.mauersegler.com/home.htm

lieben gruß

heike
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Dumm ist, was mit böser Absicht geschieht.

max.

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Re:Mauersegler
« Antwort #2 am: 01. Juni 2006, 17:56:25 »

luna,
ich nehme an, du weißt, daß mauersegler, wenn sie aus irgendeinem grund am boden sind, nicht aus eigener kraft starten können. sie lassen sich vom nest nach dem füttern einfach fallen.
ansonsten verfallen mauerseglerjunge bei schlechtwetterperioden in eine art kältestarre und können angeblich auf diese weise für "einige zeit" überleben. genaueres weiß ich nicht. bzw. weiß man nicht.
die mauersegler weichen in ihrem verhalten dermaßen stark von dem anderer vögel ab, daß es eine wahre freude ist.
Zitat
Bisher hatte ich nur Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, bis zur flugfähigkeit aufgepäppelt.
klasse! nehmen die auch andere nahrung an als fliegen etc.?
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Re-Mark

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Re:Mauersegler
« Antwort #3 am: 01. Juni 2006, 17:59:14 »

Ich wusste ja, dass Mauersegler etwas besonderes sind, aber was man auf Wikipedia findet hat mich doch verblüfft:
Zitat
Brutbiologie
Der Mauersegler ist extrem nistplatztreu und trifft nach seiner Rückkehr daher oft auf denselben Partner. Er nistet vornehmlich in geeigneten Höhlen in Gebäudewänden oder Dächern hoch über dem Boden. Das Nestmaterial wird im Flug von beiden Partnern eingesammelt. Meist besteht das Gelege aus zwei bis drei Eiern und wird von beiden Eltern bebrütet. Die Jungen schlüpfen nach einer Brutdauer von bis zu 27 Tagen (abhängig von der Wetterlage) und werden erst nach mehr als 40 Tagen flügge. Bei ausgesprochenem Schlechtwetter ziehen viele fütternde Altvögel ab (Wetterflucht) und die Jungvögel verfallen in eine Art Kältestarre, in der sie, abhängig von ihrem Entwicklungsstadium, bis zu zwei Wochen überleben können.

Sonstiges
Der Glaube, ein am Boden gelandeter Mauersegler könne nicht aus eigener Kraft starten, ist unzutreffend zumindest hinsichtlich eines gesunden und erwachsenen Exemplars mit voll ausgewachsenen Flügeln. Allerdings landet ein Mauersegler niemals freiwillig am Boden.

Also versorgen beide Eltern die Jungen. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich den Mauersegler öfter füttern. Wie machst du das denn, Wasser per Spritze einflößen? Und was als Futter? Sind Mehlwürmer zu groß?
« Letzte Änderung: 01. Juni 2006, 18:00:29 von Re-Mark »
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Gänselieschen

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Re:Mauersegler
« Antwort #4 am: 01. Juni 2006, 17:59:40 »

Hallo Luna,

Mauersegler geben ihre Jungen so Nahrungsbällchen in denen unzählige gefangene Insekten sind. Wahre Eiweißbomben. Das ist von einem Laien kaum zu schaffen. Dafür können die Jungen sehr lange, mehrere Stunden ohne Nahrung bleiben, insbesondere wenn es kälter ist, wenige Insekten fliegen und die Alten länger brauchen, bis sie so ein Bällchen voll haben.
 
Bist Du sicher, dass es ein Altvogel ist? Wie hast Du gesehen, dass er nicht flugfähig ist. Der kann doch nicht losfliegen von der Erden. Er muss von irgendwo oben runter"fallen" und verbringt dann fast sein ganzes Leben in der Luft.Bei uns haben sich eher die Jungen beim ersten Ausflug irgendwo verfangen. Die kannst Du dann von irgendwo oben (mind. 3m) runterwerfen und sie fliegen in hohem Bogen davon. Wenn der Vogel einen unverletzten Eindruck macht, mit gespreizten Flügeln auf der Erde sitzt, dann würde ich eine Abflugstelle suchen (aus dem Fenster ohne Bäume drunter, vom Dach...)und ihn z.B. aus einem Handtuch - was Du weich rumlegst vorher - ins Freie entlassen.

L.G.
Gänselieschen
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Darena

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Re:Mauersegler
« Antwort #5 am: 01. Juni 2006, 18:02:08 »

Soweit ich weiß, können Mauersegler nicht vom Boden starten. Nimm ihn irgendwohin mit hoch, 3. Stock oder so, und lasse ihn erstmal auf Deiner Hand sitzen und Höhenluft schnuppern. Wenn er sich flugfähig fühlt, wird er losstarten...
Manche Leute praktizieren auch "in die Luft werfen"...würde ich aber nur dann machen, wenn der Vogel munter, und nicht entkräftet wirkt. Und sowieso nur über weichem Untergrund, damit er sich nicht verletzt...
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lg, Darena

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Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe. - Rainer Maria Rilke

Luna

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Re:Mauersegler
« Antwort #6 am: 01. Juni 2006, 18:02:20 »

Lieben Dank Heike

Mauersegler ziehe ich beinah jedes Jahr auf, aber immer Jungvögel die wenige Tage vor der Flugfähigkeit aus dem Nest fallen, dass heisst alle 2 Stunden füttern und Wasser geben, ich weiss nicht ob es reicht einen "Altvogel" nur alle 4 Stunden zu füttern und ob ein Vogelpartner da ist und die Brut versorgt.
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max.

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Re:Mauersegler
« Antwort #7 am: 01. Juni 2006, 18:04:20 »

@re-mark
es kommt noch krasser:
die mauersegler verbringen ihr gesamtes leben im flug.abgesehen natürlich vom brüten und der zehntelsekunde, die die futterabgabe am nest dauert.
sie schlafen, trinken, essen und paaren sich in der luft. alles eben.
in meine stadt kommen sie jedes jahr um den 1. mai und verschwinden schon ende juli wieder. in dieser zeit vermehren sie sich und die jungen schaffen es bis zur rückflugtauglichkeit nach afrika.
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Luna

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Re:Mauersegler
« Antwort #8 am: 01. Juni 2006, 18:18:34 »

Gänselieschen

Da bin ich ja beruhigt, dass die Brut es noch eine Weile aushalten wird.

Es ist ein Altvogel, seine Flügelfedern überragen die Schwanzfeder um etwa 3 cm, er trinkt und frisst, in einer Stunde werde ich versuchen ihn erneut fliegen zu lassen.

Wie gesagt bisher habe ich nur Jungvögel kurz vor ihrer Flugfähigkeit noch ein paar Tage mit Futter und Wasser versorgt.
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Luna

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Re:Mauersegler
« Antwort #9 am: 01. Juni 2006, 18:23:33 »

Wie machst du das denn, Wasser per Spritze einflößen? Und was als Futter? Sind Mehlwürmer zu groß?

Das Wasser träufle ich ihm mit einer Pipette ein, Mehlwürmer habe ich nicht im Haus, darum bekommt er kleine Mengen feingehacktes rohes Fleisch.
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SouthernBelle

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Re:Mauersegler
« Antwort #10 am: 01. Juni 2006, 18:27:53 »

Wie machst du das denn, Wasser per Spritze einflößen? Und was als Futter? Sind Mehlwürmer zu groß?

Das Wasser träufle ich ihm mit einer Pipette ein, Mehlwürmer habe ich nicht im Haus, darum bekommt er kleine Mengen feingehacktes rohes Fleisch.
na Luna, bist ja eine schoene Koechin: keine Mehlwuermer im Haus, tststs ;D
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Gruesse

Re-Mark

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Re:Mauersegler
« Antwort #11 am: 01. Juni 2006, 18:43:11 »

Das Wasser träufle ich ihm mit einer Pipette ein, Mehlwürmer habe ich nicht im Haus, darum bekommt er kleine Mengen feingehacktes rohes Fleisch.

Können den diese reinen Insektenfresser das Kollagen im Fleisch von Säugetieren überhaupt verdauen? Ich kenne mich mit Vögeln nicht so aus, aber in der Aquaristik sollte man aus diesem Grund kein Fleisch geben (von Ausnahmen abgesehen wie z.B. in der Diskuszucht, aber auch das ist wohl kritisch und auch nur bei besonders hohen Wassertemperaturen praktikabel).

Überhaupt... vielleicht könnte man ja ein hochwertiges Fischfutter mit hohem Proteingehalt verwenden? Oder gefriergetrocknete Bachflohkrebse, in Wasser eingeweicht? Tiefkühl-Krill? Mittlerweile bekommt man in vielen Zoogeschäften ja auch eine ganz nette Auswahl an lebenden Insekten.
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bea

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Re:Mauersegler
« Antwort #12 am: 01. Juni 2006, 18:45:16 »

Brocken vom Katzenfeuchtfutter geht auch.
Der/die Arme ist vom kalten Wetter und dem damit verbundenen Beutemangel sicher total entkräftet!

Also bitte, was soll am "in die Luft werfen" max Absturzhöhe 2m schlechter sein als ihn vom 3. Stock fallen zu lassen? ::)

Oft reicht es, dass man sie auf der Hand sitzend(sie krallen sich etwas fest) leicht in die Luft schwenkt, damit sie etwas Luft unter die Flügel bekommen. Dann fangen sie an zu flattern nd man bemerkt ob es ein angeschlagenes Tier ist, was nicht starten will.


LG, Bea
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Luna

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Re:Mauersegler
« Antwort #13 am: 01. Juni 2006, 20:04:10 »

Können den diese reinen Insektenfresser das Kollagen im Fleisch von Säugetieren überhaupt verdauen?

Das weiss ich leider nicht, mein Vogel hat etwas Entenbrust bekommen. die Jungvögel im Juli füttere ich nach Möglichkeit mit frischen Insekten und sonst mit Poulet.

Oft reicht es, dass man sie auf der Hand sitzend(sie krallen sich etwas fest) leicht in die Luft schwenkt, damit sie etwas Luft unter die Flügel bekommen. Dann fangen sie an zu flattern nd man bemerkt ob es ein angeschlagenes Tier ist, was nicht starten will.

Das mache ich genau so, der heutige (Nr. 15) wäre sonst nicht mehr am leben.

So nebenbei: Bei Nr. 1 bekam ich den Tipp, den Vogel in die Luft zu werfen, ich habe mich nicht getraut. Meine beiden Männer standen mit einem Leintuch (Sprungtuch) auf dem Hofplatz und ich habe den jungen Mauersegler aus dem 1.Stock in die Luft geworfen, er ist weggeflogen.
 
Momentan geht es Nr. 15 gut, ich habe ihn von 5 Zecken befreit, er hockt geschützt auf einer Steinplatte, in knapp 3 m Höhe über dem Hofplatz.
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bea

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Re:Mauersegler
« Antwort #14 am: 01. Juni 2006, 20:27:38 »

Meine bisher aufgezogenen Schwalben und Mauersegler bekamen Rinderherz und ab und zu Mehlwürmer zu fressen. Mehlwürmer alleine sind viel zu fett.

Singvögel habe ich mit einer Mischung aus Magerquark, hartgekochten Eiern, Haferflocken, Obst und getrockneten Insekten aus der Zoohandlung grossgezogen.

Alle Vögel haben sich prächtig entwickelt und sind freigesetzt worden.

LG, Bea
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